1838 / 3 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

E S R?

E E N Ce R E RE

Es

aa M RE E r T e. 3

demselben

Gränze der seit ¡Fokan Jahren befolgten Politik, die Fcankreich gerettet hat. ieses politische System is den gegenwärtigen Umständen angepaßt, es i| aber dadurch nicht entstellt wordea. Noch ein Schritt weiter vor, und wir wissen nicht mehr, wohin der Weg uns führen kann. Herr Dupin ist gestern wieder ‘zum Präsidenten ernannt worden. Wie wir über ihn denken, weiß Jedermann. Er Fu seine Fehler, dafür äber befißt er auch Eigenschastea , die Niemand ihm bestreiten kann, und die ein Anderer in der Kammer {wer würde ersetzen können., Wenn daher auch—einige- leise Meinungs-Verschiedenheiten zwi- schen -ihm und manchen Fractionen der Kammer bestehen, o find wir doch überzeugt, daß in Tagen der Gefahr Herr Du- pin. niemals von den Grundsäßen “der Ordnung und monarchi- schen Stabilität abweichen“ würde, die er so lange vertheidigt at.“ s Die Weihnachtszeit hat ihren Einfluß auch auf die hiesige Sparkasse-ausgeäbt. Dieselbe erhielt in der abgelaufenen Woche an neuen Zuschüssen nur die Summe von 360,216 Fr. ,- wäh-

rend si die Rückzahlungen auf 421,000 Fr. beliefen.

Gestern ist.bei überfülltem Hause das vielbesprochene Trauer- spiel des Herrn Alexander Dumas, „Caligula“‘, zum erstenmale, aber nur mit getheiltem Beifall gegeben worden. : y

Die heute cingegangenen Zeiturigen von der Spanischen Gränze enthalten keine wichtige Nachricht über die Bewegun- gen der Armee des Don Carlos; aber ein Schreiben aus Val- ladolid vom 1lten d. meldet, daß 14 Karlistische Bataillone <{< der Mancha genähert hätten, und. daß sogleich ein Courier an Espartero abgcsandt worden \cy, wahrscheinlich um Verstärkun- gen von ihm zu verlangen. Der General Romarino wird noch immer, unter dem Vorwande, daß scine ‘Pässe nicht in Ordnung seyen, in Valladolid zurückgehalten.

Niederlande.

Amsterdam, W. Dez. Heute Nacht is hier in „der I hebe, im Ad des Buchhändlers Éigemau ein Feuer ausgebrochen, das sich bald mit solcher Hestigkeit ver- breitete, daß nicht_bloß jenes Haus ganz niedergebrannt ist, sondern auch viele Nachbarhäuser mehr oder weniger starf ge- litten habe. Leider haben dabei mehrere Menschen das Leben verloren. Es befanden sich darunter eine Wittwe mit ihren drei Töchtern, eine: andere Wittwe, der genannte Buchhändler Eigemau und cin Deutscher aus der Stadt Norden, Namens Johann Taaks, die sámmtlich in dem niedergebraunten Hause wohnten,

“Belgien.

-Brúffel, 27. Dez. (Mon. Belge.) Der Legations-Secre- tair rz Ban ist T Ribelèn mit den Geschästen der Königl. Preußischen Gesandtschaft beauftragt worden. Herr Graf von Galen ist bereits von hier abgereist. L

Hiesigen Blättern zufolge, wird sich die sogenannte ¡¡Beob- achtungs-Division‘/ nur noch kurze Zeit im Luxemburgischen auf- alten. O Z 9 Dem Journal d’'Anvers zufolge, ist die Frage in Be- zug auf den Gränwalder Busch auf diplomatischem Wege so gut wie völlig ausgeglichen.

Der Fürst ron Musignano, Karl Lucian Bonaparte, ist

von Antwerpen hier angekommen und begiebt sich nach Jtalien.

Jahr

Es ‘heißt, daß unser Finanz - Minisierium im neuen

cin bedeutendes Anlchen man spricht von 100 Mill. Fr.

ur Deckung der Eisenbahnen: Baukosten machen werde. Icden- tals soll . dine Aeußerung des Ministers im Senat zufolge,

U die sogenannte \hwebende Schuld in tine zinótragende r huld verwandelt werden.

Das Journal. de Liège enthält folgende Bemerkungen úber Cou Besibungen in Amerika: „„Alle Blicke sind jeßt

in Folge der ungúnstigen Nachrichten, y i T Aber det Elola des zwischen den Kanadiern und der Englischen Armee ausgebrochenen Kampfes erhalten hat, und die in jener Hauptstadt die lebhaftesten Besorgnisse erwe>t ha- ben, auf Kanada. gerichtet. Die Engländer. haben ziemlich um- fangreiche Besikungen in Amerika; aber-mit Ausnahme. einiger Injeln steht die Bevölkerung keinesweges“ im Verhältniß zu der Ausdehnung des - Gebietes , und auf einer Fläche von 65,600 Quadrat - Myriametern beläuft sich, die Ge- sammtzahl. der Bewohner an Ansiedlern und Eingebornen faum auf 2 Millionen. Die größte - dieser _Behbungen ist der weite Landstrich, der den Namen Neu -- Britanien führt und zwischen dem 54sten und 142sten Grade westlicher Länge und dem 41sten und 8sten Grade nördlicher Breite liegt, be- gränzt von dem nördlichen Eismeer „der Baffings - Bai, der Davisschen Meerenge, dem Atlantischen Ocean, den Vereinig- ten Staaten, dem Großen Ocean und dem Russischen Amerika; er ist von Osten nach Westen 1300 Lieues lang und von Nor- den nah Süden 850 Lieues breit; aber seine Bevölkerung be- steht kaum aus 700,000 Seelen. Der wichtigste Theil von :Britanien E Mee und allein die Hälfte seiner Gesammtbevölkerung, nämlich ungefähr 470,000 Einwohner umschließt , tine fär eine Fläche von 260 Lieues Länge und 85 Lieues Breite immer noch sehr dünne Bevölkerung. uebek, die Hauptstadt, am St. Lo- renz-Strom, hat beinahe 30,000 Einwohner, und Montreal, an Strom, 70 Lieues von Quebek gelegen, nahe an 40,000. Die über Neu-Britanien verbreiteten eingeborenen Völkerschaften sind größtentheils noch unabhängig ; sie schweifen ohne feste Wohnsiße umher und beschäftigen sich größtentheils mit der Jagd und dem Ò daran stoßenden Gebietstheilen findet man eine Bevölkerung von Europäischer Geburt oder Abstammung. In Nieder : Kanada rechnet man 275,000 Einwohner von Französischer und v bis 70,000 von Englischer Herkunft. Der gebirgiae und mit Wal- dungen bede>te Boden liefert Bauholz in Mengë,"welches man auf demSt. Lorenz-Stromleicht fortschaffen kann ; reiche Eisenbergwerke iverden daselbst ausgebeutet, und die Biistengegmnt en sind frucht- bar an Getraide „, Zucker und Taback. Was aber den Besitz dieser Kolonie für Englaud besonders 'wichtig macht ist, daß es von dort aus stets ein wachsames Auge auf die Vereinigten Staaten haben kann , und die legteren würden ihrerseits wahr- scheinlich die Emancipation eines Landes nicht ungern ehen, welches dur<- Abschüttelung des Englischen Joches die Union von eincm Nachbar- befreien würde, den- sie zu fürchten gelernt hat. _Die Aufregung, welche die Nachricht von der Niederlage . der Englischen Truppen in London ¿Hermorgr a hat , ist daher nichtgéring, ja, die Existenz des Melbourneschen Ministeriums

scheint sogar dadurch bedroht zu seyn. Man ist daher auf dem

gestern das Schauspiel mit

welche man in London

ist Kanada, welches das súdöstliche Ende dessel-

Fischfange ; nur in Kanada und in den

en

E

Kontinent ni<ht ohne Grund sehr gespannt auf die weiteren

Folgen jener Begebenheit.“

Deutschland. ; «

Hannover, 30. Dez. Se. Majestät der König beehrten Jhrer Gegenwart und wurden von der \éhr zahlreichen Versammlung mit großem Fubel em- angen. .

e Die beiden Prinzen von Solms sind aus dem Meklen- burgschen zurück gestern hier wieder eingetrossen. ;

Sie S aännvversthe ‘Geses - Sammlung enthält eine Königliche Kabinets-Verordnung, „„die Uniform.-der Civjldiener- schaft und der Rittersázaft betresfend.‘/ Am Schlusse der Ver- ordnung heißt es: „Wir gebieten Allen, welche diese Verord- nung angeht, nach deren Inhalte sich genau zu richten, unter- sagen jede Abweichung- von der erthez:lten Vorschrifr, sie erfolge nun dur< Weglassung oder Veränderung der Uniform, oder Hinzufügung irgend einer nicht ausdrücklich ertheilten Bestim- mung, erklären hiermit alle früheren Anweisungen, insofern sie mit der gegenwärtigen Verordnung im Widerspruche stehen, für aufgehoben und ungültig, und weisen endlich sámmtliche Be- hôrden und Diener an, in Fällen, welche ihnen zweifelhaft seyn follten, an Unser Kabinet sich zu wenden und die weitere Be- stimmung zu gewärtigen.“

Kassel, 29. Dez. (Kass. Ztg.) In der gestrigen Siz- zung der Stände - Versammlung wurde " unter Anderen ein Schreiben des Bevollmächtigten Sr. Durchlaucht des Landgra- fen von Hessen - Philippsthal, Herrn v. Berlepsch, verlesen, worin derselbe erklärte, den Sitzungen nicht beiwohnen zu

fênnen.

Leipzig, 31. Dez. (Leipz. Allg. Ztg.) Der Univer« sität Leipzig ist folgende Mittheilung offiziell zugegangen: „Sollte sich der cine oder andere der anu der Universität Göttingen bisher angestellten Lehrer hierher wenden, so ist ihm der Aufent- halt, dafern nicht sonstige, solchenfalls höhern Orts anzuzeigende

Bedenken vorhanden, nicht zu erschweren, auch wenn er in der z

Eigenschaft als Privatlchrer akademische Vorlesungen zu halten beabsichtigen sollte, hieran nicht zu hinderu. Dafern Stu- dirende zu Göttingen von dort nach Leipzig fich wenden soliten, um daseióst ihre Studien fortzuseLen, so is denselben, wenn sie in Gemäüßheit der Verordnung vom 2. Januar 1855, den Bundesbeschluß vom 13. November 1834 úber die Universitä- ten und andere Lehr- und Erziehungs- Anstalten betreffend, die erforderlichen Zeugnisse beibringen, die Aufnahme unter die Studirenden zu Leipzig nicht zu "versagen ; entgegengeseßten Falles aber in Gemäßheit des Îten Artikels der angezogenen Verordnung zuvörderst mit der Göttinger Universität die nd- thige Communication zu pflegen.“ j

Mäánchen, W.-Dez. Die neugeborne Prinzessin Tochter ZJhrer Königl. Hoheit der Herzogin Max erhielt in der feierli-

hen Taufe , welcher Ihre Majestäten, die Ällerhdchsten Herr-

schaften und die Minister des Reiches beiwohnten, die Namen

Elisabetha, Amalia, Eugenie.

> Stuttgart, 24. Dez. (Karlsruher Ztg.) Die Münz- sache ist TE immer der Hauptgegenstand , der das Publ.fum beschäftigt und ihm zu reden giebt. Cs ist allerdings wahr, die Herabseßung der Scheideraunzen ijk viel empfindlicher als die der halbeu und Viertelkronenthaler, einmal weil bei diesen die Abschäzung nicht so bedeutend war, und dann weil die dffent- lichen Kassen zur Auswechselung angewiesen waren. Zudem trifft die neueste Maßregel hauptsächlich die ärmere Klasse. Die von Königl. Kassen gesiegelken und ausgegebenen Sechjer- und

Groschenrollen werden von der hiesigen Staats-Kasse angenom-

men und gegen gangbare Münze ausgewechselt ; aud) Pflegschafts- Gelder, i es von der Staats-Kasse schon ausgetauscht worden, und es wäre zu wünschen, dap diese Vergünsti ung allge- mein angeordnet wúrde. Daß übrigens durch die neueste Verordnung

in Münzsachen das Verträuen der Bürger zu der Regierung nicht im

beweist folgender eran: Au der Bekanntmachung der erwähnten Verordnung Ja L in mehreren Theilen der Siadt an den Straßen- Ecken einen geschriebenen Aufruf angeklebt, worin die Bürger aufge- fordert waren, sih zu einer allgemeinen Protestation ge: gen die in- Frage stehende Maßregel zu- vereinigen, und die Departements - Chefs des Innern und der Finanzen , von wel- chen die Verordnung unterzeichnet ist, in Anklagestand zu ver- setzen. - Dieser Aufruf fand jedoch so wenig Anklang, daß er überall sogleich von den Bürgern selbst abgerissen und der Po- lizei: Behdrde úbergeben wurde. Die angestellte Untersuchung- ergab, daß ein gewisser obskurer junger Rechts-Konsulent, Na- mens Beuerlen , der Verfasser und Schreiber war; er wurde zwar verhaftet, da es sich aber bald zeigte, daß er geisteskrank war, wurde er gegen eine Nee A E entlassen und ig seiner Familie zur ut über ¿ E E Geset ua Jahre 1828 über die dffentlichen Verhältnisse der Jsraeliten sollte fúr die israelitische Kirche des Königreiches ein Central-Fonds gegründet werden, welcher unter der Aufsicht und Leitung der israelitischen Ober-Kirchen-Behörde steht. Die Quelle diejes Fonds war bis jet hauptsächlich nur die durch das” obenerwähnte Geseß eingeführte Personal-Steuer der Israeliten, welche von jeder selbstständig lebenden israeliti- fchen Mannéperson jährlich mit 6 Fl., und von jeder Wittwe jährlih mit 3 Fl. zu bezahlen t. Diese Steuer floß bis nach vollzogener Organisation des izraelitischen Kirchenwesens gänge lich in die Central-Kirchen-Kasse, und nach der 1835 36 voll- endeten Organisation theilweise in die Central- Kirchen Kasse, theilweise in die der betreffenden israelitischen Kirchen-Gemein- den. Ferner haben die verschiedenen Kirchen - Semeinden ihre Beiträge zu den Rabbinats - Besoldungen an die Central- Kur hen Bass einzusenden, von welcher ‘die Rabbinen ihre Ge- halte vierteljährlich beziehen. Aus diesen Mitteln und den je: weiligen Zuschüssen der Staats-Kasse hat die Central-Kirchen-Kasse ferner zu bestreiten > die Kosten der Ober: Kirchen-Behörde und der Kassen-Verwaltung, die Unterstüßungen an israelitische Kan- didaten der Theologie oder des Lehrfachs, Lehrgelder für hme Jünglinge, welche Handwerke u. st. w- erlernen, die Meisel d en Entschädigungen an die Be Rabbinen fár deren SE, sen bei dem ordentlichen Turnus zur Leitutig des ot- tesdienstes in den verschiedenen Kirchen - Mpmeindea res Bezirks, die Kosten für ‘inberufung der Rab 20s bei besoaders wichtigen Berathungen und bei Präfungen , Ah: schaffung von Religions-, Gesang- und Spruchbächern für arme Ssraelitenfinder im Lande, Beiträge zu Armen - Verjorgungs- kosten an unvermögende Gemeinden, endlich für jeßt und mit

mindesten erschüttert wurde,

23'/, Kr., und die Ausgaben auf 21,985 Fl. 59»

besonderer Leistung. aus Staatsmitteln fär dicsen Zweck die n thigen Unte itützungen fär die wegen nicht erstandeu?r Prüsu von ihren Stellen entfernten alten Rabbinen Uad Vorfänge Das Rechnungs -: Ergebniß der Central: Kirchen - Kasse ist n für 1835 und 1836 zum erstenmal ôffentlich bekannt gemas worden. Hiernach beliefen sich die Einnahmen auf N Kr.,

Fonds selbst aber auf 46,888 Fl. 24 Kr. Die Rabbinats: Beso dungen betragen 5387 Fl. 30 Kr., die Unterstüßungen fúr vor malige Rabbinen und Vorsänger 1450 Fl ; Reilekosten-Cntschj digung 1896 Fl. 45 Kr.; Beiträge an arme- Rabbinats- un Schul: Amts-Zöglinge 6% Fl. 17 Kr.; Unterstägäingen an atn Gewerb-Lehrlinge und Gewerb-Gehülfen 1196 al. I6 Kr.; Bij träge an Armea-Versorgungs-Anstalten 21 Fl. 40 Kre. u. f. w.

Nach einem in der Allgemeinen Zeitung enthq tenen Schreiben aus Baden vom 16. Dezember hat der lanz ständische Aueschuß, der unter dem Vorsize des Pràfidenten de ersten Kammer, des Markgrafen Wilhelm von Baden, aus dr Mitgliedern diesec Kammer (v. Göler, Nebenius und Rau) und se<s Mitgliedern der zweiten Kammer (Bekk, Durtlingers Hoffmann, v. Ikstein, v. Rotte>- und Speyerer ) besteht , di ahres: Rechnung der Schulden - Tilgungs - Kass geprüft. I Ende des Juni d. J. betrug die gesammte Staars\sáun 26,399,422 Fl. , wovon jedoch 4,366,670 Fl. Aktiv - Vermözd abgezogen werden müssen, so daß díe wirkliche Schuldenmasse n 22,352,751 Fl. beträgt. Die gænze Schuld besteht aus zwei sehr üy

w-

"gleichartigen Theilen, von welchen der erste Theil der Schuld an Pi

atalädbiger, die allein verzinst und fär jeßt allein getilgt wir) Sie tens ‘nad der neuesten Berechnung nur noch 9,4134,44 Fl. Die Hauptposten derselben sind 53,565,300 Fl. Rentenscheiy zu 3'/, pCt. und 4,527,079 Fl. Rest der Lotterie: Anleihe v 1820, welcher fortwährend nach dem ursprünglichen Plan abt tragen und. noch zu 5 pCt. verzinst wird. Der z'vcite Haup) theil ist die Schuld an den Grundsto>>, die 12,797,925 Fl. b trägt. Es ist der Betrag, der aus Verkäufen und “Ablösung

| von Bestandtheilen des Domainengutes eingegangen Und zu

Abtragung von Schulden verwendet worden it, so daß ‘nul dieses Domainengut eder nach der Verfassung das Fürsten haus -— an die Stelle der- cinzelnen Gläubiger getreten is. Bei dieser Schuld findet. keine Verzinsung satt, wi dies eine leere Form wäre, da der Ertrag der Domainen in di Staats: Kasse fließr und die Bedürfnisse der Fürstlichen Fam lie durch die Civilliste sammt Apanagen und Wittwen-Gehalte gedeckt werden. . Dieses große Guthaben des Grundstocks wil nicht scbald zu neuen Erwerbungen angewendet werden fdi nen, wenn man sich auf Anfkèufe beschräuken will, die eint in jeder Hinsicht nüßlichèn, leicht zu verwastenden und einträg lichen Zuwachs der Domainen zu geben versprechen. Zum er stenmale wurde die, Rechnung der Zehnten - Schuldentilgungs Kasse vorgelegt, welche nichr bloß die Bestimmung hat, Y zehntpflichtigen Gemeinden, die zur Abldsung Datlehen macht wollen , die erforderlichen Summen unter der B Mas leihen, daß außer dey Zinsen noch 12/4 Proc. zur allmälig Tilgung entríchtet werden, sondern auch die dem Staate oblit genden Zuschüsse zur Zehntenablôsung zu bezahlen.

rankfurt a. M., 30. Dez. Zu der Erledigung ve bine D lie, unter Andern D) die Prolongatio der Recheneischeine, ut d 2) das Gesel über Münzverhältnis betreffend, war am 22sten d. M. die geselzgebende Versammlun außerordentlicher Weise zusammenberufen worden. Der Ci natsvortrag vom 19. Dezember d I, das Geseßz über Münzre áltnisse betreffend , lautet, wie folgt: „Die gesetßzgebende Vei ammlung hat durh Beschluß vom 20. September d. J. den am 25. August d. J. zu Mänchen abgeschlossenen Möünzytt trage die verfassungsmäßige Sanction ertheilt, zugleich ab gewünscht, daß mit jenem Staatsvertrage zugleich ein Besi publizirt werde, wodurch das Verhältniß der neuen Münze j der bisher coursirenden Münze zur Bescitigung aller N keiten festgestellt wird. In dem Vertrage, welcher am 5. Sy tember d. J. der gesekgebenden Versammlung mitgetheilt wn den, ist úber das Verhältniß des neu einzuführenden Män fußes- zu dem bisher nominell bestandenen Münzfuße ausfúhr lich gehandelt und dasselbe zu klar gestellt, als daß es noch nl herer Erläuterungen bedürfte, weshalb ‘der Senat glaubt, sid auf die frühere Mittheilung beziehen zu können, und nunmeh den desfallsigen Geselz-Entwurf der geselzgebenden Versammlun zur Sanction vorlegt.“ :

Oesterrei. ;

Mit dem Befinden Jhrer Kaiserl. Hy

Wien, 28. Dez. Das fu

heit der Sr herzog geht es täglich besser.

T lich verschwunden. - é L ean: einer Jtaliänischen Nobelgarde ist nu entschieden. Jhre Einrichtung soll sih von der der Deutschei Garde wesentlich dadurch unterscheiden, daß jeder Einzelne

- wohl Uniform als Subsistenz aus eigenen Mitteln bestreitet

; ¿ ¿e Deutsche Garde auf Kosten des Staats unterha O Die Me Garde wird in Italien verbleiben und zu Umgebung des jeweiligen ViceKönigs gehören.

I talie n.

Rom, 21. Dez. (Allg. Ztg.) i ‘aetrofen. Auch traf vor einigen Tagen der Regi Lungs-Nar E dkn aus Koblenz bei der hiesigen Pes ßischen GeländisGase ein. Leterer hat \eine Reise hierher d Lourier zurü>gelegt. i 9 Ram eie versichert, werden nicht weniger als z! Monsignoren im nächsten Konsistorium den Kardinalshut as ten, unter ihnen die Monsignoren Mai und Mezzofanti, De der gelehrten Welt als ausgezeichnete Männer bekannt. F Gestern Abend gab eine Gesellschaft Dilettanten in i cdnen Theater Apollo ein Konzert bei ganz gefäalltem Qa9 Von dem singenden und spielenden “Personal (über 20 De nen) wurde unter rauschèndem, Beifall NRossini’s er piel Q meisterhaft ausgeführt. ‘Die Einnahme wird zur Unterst ae der durch die Cholera zu Waisen gewordenen Kinder verme fi Die’ ersten Damen der Sradt hatten das Konzert veran M und so hatten wir Gelegenheit, außer vielen Herren 10 i latur und des diplomatischen Corps, hier die ganze R rv Noblesse versammelt zu_ schen. Der Eigenthümer des Den Don Alessandro Torlonia , hatte nicht allein das. Lokal pra eingeräumt , sondern auch das ganze Theater mit LERGs hut au das splendideste erleuchten lassen, \o_ daß- die Cinnay)

nade ‘an 2000 Scudi, ganz den armen Waijen zu Gute fok

Der Königl. Preußisch Gesandte, Geheime Le ationsrath Ür. Bunsen, ist gestern hie

men wird. NäGträglich mag mir hier vergéunt seyn, taran? u erinnern, wie Tor ônia zur Zeit der Cholera sih durch seine Freigebigfkeir, auszeichnete, indem er riese Hunderte von Men: schen-uaunterbrochen beschäfcigte, seinen Palast durch keine Ab-

sperrung {s{o3 und/sämmetlichen Arbeitern der großen Tabacks:

Fabrik, welche zu der

Verlaufs dec Krankheit täglich Fleisch und Wein verabreichen ließ.

S panien.

Madrid, 18. Dez. _ | | rem heutigen Blatte nachstehendes Königliche Dekret:

„Durch Grände, denen meine Ueberzeugung nicht wider- stehen konnte, bestimmt, have ic, im Juteresse des dentlichen Wohls, dem von den lefzte Cortes angenommenen Geselze zur Regulirung der Geiftlichkeit meine Sanccion verweigern zu müsß- sen geglaubt. Da ich jedoch die Metive gehdriz zu wärdigen weiß, welche die Cortes bewogen, dem fast allgemein ausgespro- chenen Verlangen gemäß, dieses Reglenient zu entwerfen, das hat, die Dotation des Kultus und seiner Diener rt zu sichern, sen niht von Allem entbldÿr sind, welches dadurch ver-

die Tenden auf die A

mieden werden fann,

sowohl mit dem Geiste der Kirche, als mik dem traurigen Zu- stande -der dffentlichen Hülfsmittel im Widerspruch “stehenden Reichthum besißt, noch auch sich in dem ‘erniedrigenden

der Därftigkeit befindet,

und des Staates Rîù man, indem dies Pri alle

Junta ernannt, die uns

pien abgefaßten Geselz-Entwurf zur Regulirung des Kultus und

seiner Dienec vorzulegen

Besiß der Regierung befindlichen Nachweisungen, die zur Er- leichterung der Arbeit dienen kdnnen, mitgethelc w:rden. Bunt, die für ihre Arbeiten nicht besoldet wird, joll aus vier erwählten CErzbischdfen

Valencia, dem erwählten Bischof von Zamora, Herrn Nicolaus Maria Garelly, den beiden Deputirten Don Manuel Barxro Ayuto- und Pablo Gobantes bestehen.

Senatoren, den

I

Im JIndicateur de Bordeaux liest man: „Ein Schreiben aus Madrid meldet, daß der Infant Don Fran- cisco de Paula und seinè Gemahlin vor kurzem kaum der Ge- fahr entgaugen sind, von fünfundzwanzig berittenen Karlisten, unter Anführung des jungen Paliilos, gefangen geaommen zu

Der Jnfant fuhr nämlich, wie gewöhnlich, in einem offenen Wazen an den Ufern des Kanals, als der die Eskorte befehligende Offizier ihn auf die Karlisten aufmerksam mathte. Der Prinz ließ sogleich den Wagen halten, worauf die Karli- sten im Gallopp heransprengten; da jedoch der' Kutscher einen Nebenweg einschlug, so gelang es dem Junfanten, zu entkommen.

werden.

Die Karlisten näzerten shußweite,““

Konstantinopel, 6. Dez. Jn der leßten Woche is hier nihts Bemerkenswerthes voraetilen;; in ke Politik Gerte gänzlicher Stillstand, und der vielleicht noch nig so groß. gur Zeit des Ramasan Überhaupt nur “auf die nothwendigsten

des einzulassen und alles Wichtige bis nach

dem Bairamsfest zu verschicben. keine Ausnahme ven der gewöhnlichen Regel machen zu sollen, _die Muselmänner schlafen oder bercen während der größeren Hälfte des Tages; des Nachts aber entschädigen sie sih fúr das 2¿Fasten, welches sie am Tage streng beobachten. ram dürften wohl einige bedeutende politische Fragen zur Sprache kommen, und es wird dann wahrscheinlich zu den Veränderungen im Personal der ober|sten Beamten der ‘PÞforte,

eshâfte des Tages

wovon schon seit einiger Der anhaltende Regen, Nächte des Bairam sehr selmánnische Bevölkerung stdrt die Jlluminationen.

Die meisten Mitglieder des diplomatischen Corps haben dem neuen Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Reschid Bey, schon ihren Besuch abgestattet, und alle sind vön seinem Geist und von seinen feinen Manieren eingenommen.

in der That eine seltene Pforte ganz geläufig fran tigkeit eines Curopäischen

Gesandten versprechen sich daher auch derung in ihren Eine zur Pforte, besonders weil sie

eiten die mans nicht brauchen wer

nun in vielen Angelegen äußeren Formen,

sichten Zire. und ev also, wie man hoffe, zweifelt man nicht, daß

über manche Er hat ‘sich mit

usfährung

gens ebenfalls spricht man

wie von Fethi Pascha, nopel ‘auserschen scheint.

ver vom G-oßherrn für d

aufreizenden Maßregeln , so senden als unzeitigen Controversen vermeide , Rechte und die bestehenden Interessen bowahre, - um auf all- malige und unmerkliche Weise eine volllommene Reform zu er- langen, sto befehle ich als Königin: Regentin:

1, besizt Reschid Bcy alent, und sein langer Aufenthalt in Curopa hat seine An- wichtige

Staatswirthschaft sehe einen bedeutenden Einfluß erlangen, so l er denselben benußen werde, um große rbesserungen in_ der Türkei einzufähren, und man scheint all- Antiei auf 2 viel zu renen. l einer umfassenden

nen sehr geschikten Gehülfen finden. pudan Pascha W der Benner Niuiter Akif Pascha jind übri: : nuer, die dem Großherrn, ein Jeder in sei- nem Fach, ausgezeichnete Dienste leisten tömtert. Tiba v

| ) viel Gutes von Namick Pascha, der ‘in dies

Augenbli provisorisch dem Muschirat a eia doritebte fo der zu hohen Functionen in Konstanti-

Irthumlich is gemeldet worden, daß der vor"

( er-vor kurzem zum fg crdolte be Aa Medina ernannte Oéifián Pascha / aus der Aegyptischen Fregatte eingeschissc hab lche vor einiger Zeit im hiesigen Hafen ae OAEè MOMEAN

ärmwten Klasse gehdren, während des

Die Hof-Zeitung enthält in ih-

daß sie bei zufälligen Ereignis-

daß die Geistlichkeit weder einen,

d tande der fie

>ïiht genommen werde , und daß azip als Basis angenommen wird, wie alle eben ‘#0 unpas- die geseblichen

; l) Cs wird eine einen, nach den angegebenen Prinzi-

hat.

2) Dieser Junta follen alle im Die

von Toledo und

h, die Königin- Regentin.“

sich der -Hauptstadr bis auf Flinten: Türkei,

Mangel an Neuigkeiten war Bekanntlich -pfiegen die Türken sich

Dies Jahr scheint denn auch Nach dem Bai-

Zeit die Rede if, geschritten werden. der seit einiger Zeit fällt, macht die traurig, denn er verhindert die Mu- an ihren nächtlichen Promenaden und

N És ist Erscheinung, dap ein Minister der zöfisch. spricht und sich mir der Leich- Weslctnannes benimmt: - Die fremden cine schr günstige Aen-

Vermittelung der Dra

C g0s

Abgesehen ‘von den anmuthigen aber auch wirklich viel

den.

Dinge wesentlich . modifi- den Hauptfragen der Verwaltung angelegentlich beschäfcigt; sollte

Der Sultan wird bei der Reformplane an ihm gewiß ei- Der Seriaskier, der Ka-

Cben so ver-

anlangte und die cinen Theil

herabwürdigt und verächtlich- -macht; da i<h' ferner wünsche, daß. die Zahl der Diener des Kultus in Ucbereinstimmung 1tehe mit den Bedürfnissen der Gläubigen, daß bei Allem, was in Bezug auf die Lage der Geistlichkeit beschlossen vird, sets auf das Wohl der Kirche

- der Klase der

ge vdhût ; sie

il

Geschenke am Bord genommen hat. Neueren Nachrichten zu- folge, befand dieser neue Statthalter der heiligen Oerter sich noch in Asien, von wo “er jedoch nächstens hier erwartet wird, um sich auf seinen Posten zu begeben. :

| Das letzte von Trapezunt hier angekommene Dampfboot hat nichts von politischem Interesse mitgebracht. Die mit die- jer Gelegenheit aus Persien eingegangenen Briefe erwähnen der Expedition des Schachs gegen Herat nicht, so daß man nicht wiß, wo die Persische Armee ,-für die man der rauhen Jahreszeir wegen nicht ohne Besórgnisse war, sich jet befin- det. Mit Vergnügen erfährt man, daß die seit ciniger Zeit im Persischen Handel wahrgenommene Besserung sich erhält, ja sogar noch zunimmt. Die in Konstantinopel ansässigen Kauf- leute jener Nation empfangen fortwährend beträchtlihe Sum- men; jedes Dampfboot überbringt chnen 2 bis 3 Millionen “Piaster, theils in baarem Geld, theils in werthvollen Waaren. Bis jelzt haben sie sich indeß dieses Geldes noch nicht bedient, um ihre alten Schulden zu bezahlen, woran sie zur großen Unzu- fciedenheit der hiesizen Handelswelt, die das ihnen geschenkte Vertrauen fast zu bedauern anfängt, gar nicht zu denken scheinen.

Smyrna, 8. Der. Das auf hiesiger Rhede vor Anker liegende Französische Geschwader schicit sich zur baldigen Ab- fahrt an ; das Linienschiff „Santi Petri“ wird nah Athen ge- hen, der „Montebello“ und der „„Trident‘“ aber werden nah Frankreich zurü>ffehren: Nur der „, Jupiter““, der die Admi- rals-Flagge trägt, wird, wie es scheint, noch einige Zeit hier bleiben, weil der Admiral Gallois, obgleich es sich mit seinem Gesundheits : Zustande seit einigen Tagen merklich bessert, noch mde so weit hergestellt ist, um cine Seereise unternehmen zu

nnen.

Der bisherige Russische General-Konsul in Aegypten, Oberst Duhamel, ist am 2ten d. auf seiner Reise“ von Alexandrien nah Konstantinopel hier dur<hgekommen.

Die Besorgnisse, welche durch cinige neuerdings hier vor- gekommene Pestfälle erregt worden waren, sind wieder \o ziem- lich vershwunden, und der Gesundheits - Zustand von Smyrna bietet in diesem Augenblick nihrs Beunruhigendes dar, denn im Laufe dieser Woche hat man in dec Stadk nur einen neuen Pejtfail ermittelt, und im Lazareth unter den Verdächtigen haben sich nur zwei Todesfalle ereignet. Es steht daher zu hoffen, daß- die Krankheit sich niht weiter entwickeln werde. Maa wünscht jedoch, daß die Orts - Behörde gcdßere Vorsichts- Maßregeln gegen Alles, was aus dem Jnuern des Landes fômmt, ergreifen mêchre, bcsonders da seir gestern versichert wird, daß die Pest-zu Foglieri sehr hefcig wüthe.

Griechenland.

Athen, 27. Nov: Der Admiral Dandolo befindet si< mit cinem Theil seiner Flotten-Division noch immer im Piráus. Es heißt, er habe um Curtbindung von seinem Kommando nachge- hucht, weil sein mehrjähriger Dienst zur See seine Gesundheit geschwächt hat und cinige Ruhe súr ihn wünschenswerth macht. Se. Kaiserl. Hoheit der-Erzherzog Johann schrieb bei seiner Anwesenheit in Griechenland eigenhändig folgenden Brief an den Grafen Dandolo : „Mein lieber Graf Dandolo ! Ès freut mich sehr, im Augenblick meiner Abreise von der Levante nach Wien über Triest Jhnen meine vollkommene Zufriedenheit mit dem trefflichen -Zwitande Jhrer Division ausdrücken zu können, die ich am 21, Oktober auf der Rhede von Smyrna besuchte, am 27isten im Hafen des Piràus wieder besichtigte und heute hier vor Nauplia vor Ankec licgend fand. - Mit wahrem Vergnägen habe ich in diesen Meeren die gute Hal- iung, vollkommene Ordnung und sorgfältige annszucht wahrgenommen, welche in allen Zweigen der Jhren Befehlen untergebenen Kaiserlich Oesterreichischen Marine herrschen, und ich bin besonders erfceut, die volle Ueberzeugung mitnehmen zu fênnen, daß überall, wo die Oesterreichische Flagge erscheint, um die JÎnteressen des Handels zu shügzen, Jhre Division den Auftrag zu ‘erfäflen weiß, der el von Sr. Majestäc dem Kater ertheilt ist; ich habe die Gewißh-it hiervon, denn es herrscht in dieser Hinsicht nur Eine Stimme, sowohl zu Kon- stantinopel, wie zu Smyrna und zu Athen, von Seiten der Kaufleute, so wie von Seiten der Behörden, welche damit beaufcragt sind, diesen wichtigen Zweig der National-Jundujstrie auf alle Werse zu shüßzen und zu erleichtern. Theilen Sie ge- falligst die Gefühle, „welche ih Jhnen hier ausgedrückr habe, den Herren Commandeurs, Offizieren, Unteroffizieren und Sol- daten Ihrer Divijion mit. Jhr woh!geneigter Johann, Erz- herzog von Oesterreich. Nauplia, 9. November 1837.‘

Athen, 12. Dez. (Allg. Ztg.) Die Haupt- Angelegen- heit, welche die Bewohner von Athen seit B Abgange ber lezten ‘Pos? beschäfcigt hat, ist das-Preß-: Gesez. Obgleich es bis jest.no<h nicht im Druck erschienen ist, hat es doch schon die Wirkung gehabt, daz die Oppositions - Zeitungen vor der Hand vecstummt sind. Herr Levidis is freilich eit vierzehn Tagen wieder in Freiheit geseßt, doch ist die „„Hoffnung““ seit- dem nur noch einmal erschtenen, um einen heftigen Artikel ge- gen den Minister Polyzoides an den Mann und unter die Leute zu-briagen. Ueber das Preß-Geseßz hört man, daß es sehr mild sey; es erhöht nur die von dem Redacteur zu stel- lende Caution, indem außer der Deposition einer Summe von 1000 Rehlen. in baarem Gelde auch noch eine Sicherheit zu denselben Belang in Jmwmobilien gefordert ‘wird. Ferner wer- den an die Pecson des Redacteurs höhere Forderungen gestellt, als bisher, d. h. er muy wirklicher Staatsbürger seyn und zu e der Literaten gehören. Jm Fall eines Preß - Vec-

gehens ijt dieser wirkliche Herausgeber, nicht aber, wie früher, ein nomineller Stellvertreter verantwartlich; sollte er sich der Verantworclichkeit durch die Flucht entziehen, so tritt far ihn der Druer ein u. st. w. Die nähern Details des Gesetzes lind indeß noch nicht bekannt. So wenig wir nun gemeint sind, einer Unterdrä>ung der Zeitungen {die überdies auch keineswegs beabsichtigt ijt) das Wort reden zu wollen, #\o läßt sich doch nicht leugnen , daß der grdögere und einsichtigere Theil des Publikums zufrieden ijt, seit einer Reihe von Jah- ren zum erstenmal einige Wochen verlebt zu haben, ohne täg- lich |händliche Angriffe auf ehrenwerthe Männer lesen zu müs: len, oder wenigstens davon reden zu hôren. Cben so wenig aber darf man sich verhchien, daß die nachtheiligste Pole: mik, welche die Oppositioneblätter unter diesen Umständen gegen die Regierung ergreifen könzyten, diejenige seyn. würde einen oder zwei Monate lang- gar “nicht zu erscheinen. Di1s hies\îge *Publifum is einmal an poli.ische ‘Diskussionen snd ihm ein wahres Bedürfniß , welches

de: tro>ene „Courier“ allein nichr befriedigen fann. Bleiben

as Grab des Prophecez bestimmten

»

dazer die übrigen Blatier eine langere Zeit ganz aus, so wer-

deu die eingesleishten Zeitungsleser eine so große Leere empfin- den, daß selbst diejenigen, welche jezt der Beschränkung der Presse Beifall zollen, ihre Mz teda nate gegen die Regierurig wenden, und über Ermordung der Drucffreiheit (r!712x9 ) Geschrei erheben werden. >Kaum hat indeß ‘das Preßgeseß den Staatsrath verlassen, so hat auch Herr Polyzoides seine beiden bisher e Ministerien verlassen müssen, was etwas auf- fiel. r is zum Staatsrath im außerordentlichen Dienst und zum Vice: Präsidenten des Areopags ernannt worden, welchen Posten er bereits vor seiner Ernennung zum Minister befklei- dete. Sein Nachfolger in beiden Departements ist Herr Gla- rafis, ein ehemaliger Capodisirianischer Staats-Secretair, den man zur Russischen Partei zähle. Sehr zufrieden ist man mit der Ernennung des ehemaligen Finanz - Ministers Theocharis aus Leipzig zum Geheim-Seccretair und Kabinets-Referenten Sr. Majestät des Königs. So nimmt unsere Regierung auch | äußerlich immer mehr ein nationales Ansehen an. Man-sprichr au< von der Zurückberufung des Herrn Koletti's aus Paris, was jedo<h zweifelhaft scheint. Jm Jnnern des Landes herrscht úberall die tiefste Ruhe; nur auf der Gränzlinie haben neulich die Türkischen Räuber zwei Griechische Ingenieur-Offiziere ge- fangen genommen.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Fn der Situng dcr Afademie der Wissenschaften zil Paris am 26. Dezember. stattete Hcrr Duméril Bericht ab über eine Abhandlung des Herïn Macguart in Lille, über die zweiflügli- gen exotischen Jusekten. Dic Abhandlu tg erhielt die Billigung der Akademie. Aus cíuem an die Akademie gerichteten Schreiben des Herrn Richard' aus Tanger ergiebt sich, daß in jenem Theile Afrcika?s Ses oder Wäider der Ceder des Libanon vorkemmeun.

err Pampour übersaudte cine Abbandlung über cine neue Methode zur Bestimmung des Widersiandes, den die Wagonus auf Eisenbahnen erleiden. Die Afadewie cibielt die Zeichnung ciner shöuen, in Guvana vorfommenden Wafferpslanze, die zu der Gattung Nywphaea gehört und (ven dem Entdcfer Herrn Schomburgk) den Ramen Vie- toria Regina erbaltcn bat. Jhre Biätter sind achtzedn Fuß lang und die Blume hat vier Kuß Umfangz die Frucht erreicht faft die Greße einer Orange und entbäit eine aroße Anzabi Körner, die in Guyana gcs gcfsen werden. Herr Matteucci übersandte cine Abbandlung, worin er die- Verb: eitung der eleftrishen Ströme in Flüssigkeiten verscwicdener V schafcuhcit untersucht. Hrrr Dumas las cincn Tbeil cines Schrcibens des durch scine Untersuchungen über das Biut bekannten Doktors Denis, worin eine Uebericht von einer nenen Arbeit desselben über die zur Erhaltuna des Lebcus der Thiere uöthi- gcn F'üsfigkciten g-aeben wurde. Herr Delamarcze legte cinen Erdglobus vou vecrbesserter Consiruciion vor.

Berichtiaung. Jn der Nr. 361 der Se. Ztg. vom vo- rigen Jahre, S. 1469, Sp. 2, Z. 53 v. u., muß die Sylve „Ur“ wegfallen. |

E E E E E E e f Den 2. Januar 1838.

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zette!l.

& Pr. Conr. |= Fr. Cour. N} Brief. | Geld. eni Brief, | Geld.

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Wechsel-Caurs.

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Auswürtige Börsen.

Amsterd'am, 28. Dezember. Niederl. wirkl. Schuld 5211/5. 5/4 do. 160!/,. Kanz-Bill, 22'/2. 5%/6 Span. 19! /,, Pasaive 4‘/,. Ausg. Sch. —. Zinal, 6/5. Preuss. Pcäm.-Sch. 110%, Poln. —. Oestorr. Met. 100*/,. :

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Paris, 27. Dezember. 57/9 Rente fin cour. 108. 5. 3°/, fin cour. 78. 99. Si Neap. fin cogr. 97, 75. 5% Span. Reute 20'/,. Passive 4!/, 39; Portug. 19!/,. FE 9

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Wien, 2. Dezember. 3% Met. 103! 7, s. l. —_— J. TK!3/ us

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