1838 / 7 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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linfea Centrums, den Herren Etienne uud Passy, entspann, von denen jener die Frage einer General-Amneskie in der Adresse beröhrt, dieser sie mit Stillschweigen übergangen wissen wolite. Heure, als am Neujahrstage, findet keine Konferenz statt. Da- aegen werden si<h morgen Und úbermorgen die Minister in den Schooß der Kommission begeben. Der Graf von Montalivet, der von seinem Gichtanfalle ziemlih wiederhergestellt ist, wird sich hoffentlich seinen Kollegen anschließen fönnen. Wahrschein- lih wird {hon übermorgen der Berichterstatter ernannt werden, \o daß die Berathung wohl am nächsten Montag (ten) wird beginnen fönnen. Gleich nach der Annahme der Adresse wird der Finanz - Minister der Deputirten - Kammer das Ausgabe- und Einnahme - Budget pro 1839 vorlegen. Das erstere soll das diesjährige Budget um etwa 40 Millionen überschreiten, und zwar hauptsächlich in Folge der durch die Cinnahme und Behauptung von Konstantine nothwendig gewordenen Aus- gaben.

G Das Journal des Débats enthält folgenden Artikel: „Die Adreß-Kommission is ernannt; der Bericht derselben wird bald folgen. Was uns betrisst, so erwarten wir diesen Augen- bli mit Ungeduld; denu er wird entscheidend scyn. Bis je6t hat man über CEicennamen gestritten. Bündnisse, die man nur mit Errdrthen laut eingestehen würde, weil sie auf Koterie:-Inter- cssen und nicht auf Grundsäßen beruhen, haben sich tief unten ín der Wahl:Urne verste>t. Und denne< hat man ein außper- ordentliches Aergerniß gegeben. Zweifelsohne hatte man sich damit geschmeichelt , das Ministerium durch eine Coalition von Wahlzetteln cinzushüchtern. Man wird, wie wir hoffen, nichts Anderes bewirkt haben, als loyalen und rechtlichen Männern Vorsicht cinzusißßen. Die Wahl der Mitglieder ver Adreß- Kommission schcint uns ein Beweis dafür. ŸPas reprásentiren denn jene 142 Stimmen des Herrn Odilon-Barrot? Sie re- präsentiren die linke Seite, die sich mit Recht für den Chef der Opposition ausspricht, und eine gewisse Anzahl von Stimmen des linfen Centrums, die dadurch bewiesen haben, daß ihnen nichts zu theuer ist, um das Ministerium zu stürzen. Bei der Erörterung der Adresse werden dergleichen Taschenspieler-Kunst- stâcke wegfallen. Wenn es Ge ist, daß die linfe Seite und das linke Centrum wirklich eine Majorität in der Kammer bilden, so muß diese Majorität gemeinschaftliche Grundsäße haben. Sie gebe dieselben laut zu erkennen! Sie bringe ihr Programm zur dentlichen Kenntniß! Sie veranlasse die Kammer zu einem entscheidenden Votum! Die Erörterung der Adresse giebt ihr cine passende Gelegenheit dazu, und wir stehen dafür ein, daß die Regierung bereit seyn wird, den Kampf auf loyale Weise anzunehmen. Will die neue Coalition ihre Kräfte und ihren Einfluß bei einer Frage über die innern Angelegenheiten er- proden? Jinmerhin! Dergleichen Fragen bieten sich in zahl- reicher Menge dar. Wir verlangen nicht von der Coalition, daß sie dieselben alle anregen solle; wir verlangen sogar nicht, daß fie sich die zartesten auswähle. Wir begreifen, daß das linfe Centrum in Verlegenheit gerathen würde, wenn es z. B. die Zurücknahme der September-Geseße beantragen sollte. Aber warum sollte es nicht unter Anderem ein Amendement vorschla- gen, um den Wunsch auszudrücken, daß das Wahlrecht auf alle fähigen Köpfe ausgedehnt würde? Oder auch, wenn es wahr it, daß sih in den Büreaus einige Mitglieder über die Be- schränkung der Amnestie beklagt haben, warum sollte das linke Centrum nicht die Kammer auffordern, eine vollständigere Am- nestie zu verlangen? Wollen das linke Centrum und seine neuen Verbündeten den Kampf lieber bei Gelegeuheit einer auswärti- gen Frage beginnen? Glauben sie dabei mehr Aussicht auf einenSieg zu haben? Auch gut! Wir verlangen nicht, daß das linke Centrum aufein Votum des Tadels gegen den Minister der auswär? tigen Angelegenheiten antrage, weil er kürzlich auf die Gesundheit des Russischen Kaisers getrunken habe, obgleich ein Journal, welches Anspruch darauf maht, im Namen der Coalition zu forechen, diese Beschwerde unter die Zahl derjenigen aufgenom- men hat, die in der Adresse Plat finden könnten. Wir räumen gern ein, daß das linke Centrum cben so wenig verlangen kann, daz die Regierung eine Franzésische Armee absende, um das Königreich Polen wiederherzuitellen. Aber die Frage wegen der Intervention oder der bewaffneten Cooperation in Spanien is eine cinfache, bestimmte und entscheidende Frage; und wir glau- ben, der Coalition nicht zu viel zuzumuthen, wenn wir sie auf- fordern, die Meinung der Kammer über diesen Punkt zu er- proben. Kurz, wir verlangen nur Eines: das nämlich die Coa- lition cin offenes Spiel spiele. Das Minisierium wird ein Gleiches thun. Eine solche Probe würde ein doppeltes Resul- tat haben; erstlih würde sie darthun, ob wirklih ein Bündniß, d. h. cine Uebereinstimmung der Ansichten und Grundsäße, zwischen der linken Seite und dem linken Centrum stattfindet; und dann, ob ein solhes Bündniß, wenn es existirt, die Ma- jorität in der Kammer hat. Sollten diese beiden Punkte zu Gunsten der Coalition entschieden werden, so würden wir die Ersten seyn, die darauf beständen, daß die Regierung sich dort- hin wende, wo die Majorität sich befindet. Gott \chübe Frankreich!“

Man zählt gegenwärtig in der Deputirten-Kammer 1 Her- zog, 10 Marquis, 32 Grafen, 9 Vicomtes, 27 Barone uud 75 Deputirte von altem Adel. Außerdem zählt man 4 Groß- kceuze, 15 Großoffiziere, 32 Commandeure, 62 Offiziere und 171 Ritter der Ehren-Legion; 12 Deputirte tragen das Juli- Kreuz. Nur 53 Mitglieder der Deputirten - Kammer haben weder einen Titel, noch einen Orden, noch) ein öffentliches Amt.

Der Marschall Soult is vorgestern mit seiner Familie in Paris eingetroffen.

In der gestrigen Abend - Gesellschaft des Seine - Präfekten, Grafen von Rambuteau, ward Herr Lefort, Maire des Isten Pariser Bezirks, vom Schlage gerührt, und fiel mitten im Zimmer todt zu Boden.

Das Dampfboot „„Tartavrus“/ ist kürzlich von Toulon nach Portvendres abgegangen, um den Grafen von Castellane, kom- mandirenden General der Pon der Ost-Pyrenäen, an Bord zu nehmen und ihn nach Afrika zu bringen. Man versichert, daß dieser General den Ober-Befehl über die Armee in Afrika für die ganze Zeit übernehmen werde, daß der Marschall Valée zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in Frankreich bleiben wird.

Fast alle Personen , die, als der Theilnahme an dem Hu- bertschen Komplotte verdächtig, verhaftet worden waren, sind nunmehr wieder freigelassen worden. Die Zahl der Angeklag- ten beschränkt sich auf Hubert und den Herrn Leproust, jedoch soll auch der auf Leßterem haftende Verdacht in Folge der statt- gehabten Untersuchung fast gänzlich verschwunden seyn.

Der Herausgeber des „MNational‘/ ist auf den 2. Januar vor das hiesige Zuchtpolizei-Gericht geladen worden, weil er, dem bestehenden Verbot zuwider, über den Diffamations-Pro-

des Herrn E. von Girardin gegen die H à Lebrecon berichtet hatte: geg Derren Dornès und

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Gestern Abend drängten si< eine Menge von Spielern und von Neugierigen in allen öffentlichen Spielhäusern , und die Polizei hatte Múhe um Mitternacht, wo, dem Gesetze ge- máß, die Spielhäuser für immer geschlossen wurden, die Lokale zu räumen. Man behauptet, daß die Páchter der Spiele in dem vergangenen Monat mehr Geld verdient hâtten, als wäh- rend der vorhergegangenen 6 Monate. Reiche Auéländer ha- ben ausdrú>lih die Reise nach Paris unternommen, um noch einmal bei Fraëscati oder im Cercle des Etrangers ihr Glück zu versuchen. Einer derselben soll in einer einzigen Nacht nahes an 200,900 Fr. verloren habe.

Das Journal des Débats giebt ein Schreiben von der Spanischen Gränze vom 25sten, wonach der Karlisten-Chef Za- riateguy itz Fort Encina verhastet seyn soll, um von einem bloß aus Castilianern bestehenden Kriegs-Rath gerichtet zu wer- den. Es werden ihm folaende Vergehen zur Laft gelegt: 1) daß er in Segovia und la Granja gegen seine Instructionen einge- rúcét sey; 2) daß er zu glimpflich gegen die Christinos und National -Gardisen diejer beiden Städte sowohl, als der übri- gen Fle>en und Dörfer, die er auf scinem Zuge berührt, ver- fahren scy, und daß er dadurch dem Schage des Don Carlos das Lösegeld entzogen habe, das man wärde von jenen Ort- schaften haben begehren können, wenn man die vornehmsten Einwohner gefangen mit sh geführt hätte; endiich S) daß er dem Befehle nicht gchorht habe, den Rückzug des Hauptguartiers zu decken, indem er leßteres vielmehr völlig Preis gegeben habe, und bei Salinillos über den Ebro zurück- gegangen sey, bevor noch Don Carlos den Uebergang bei Cilla:Per- lata bewirkt hatte. Die Militair-Chefs in Navarra und den Baskischen Provinzen befinden fich in osener Fchde mit decn gegen den bisherigen Gebrauch von Don Carlos ernannten Provinzial: Deputationen.“ L

Ein hiesiges Blatt bemerkt, daß, wenn wirklich ein Karlistisches Corps bereits über den Ebro gegangen sey, wie man sol<es aus Bayonne vom 26sten melde, es nur die erste Diviston scyn fönne, da das Haupt - Corps sich noch in den Baskischen Provinzen befinde. Den Carlos soll am 22sten scin Hauptquartier von Amurrio nach Orduña verlegt haben. Den neuesten Briefen aus Madrid zufolge, wäre der Kar- listen-Chef Tallada mit drei Bataillonen Valenzianern und Ura- gonesen in die Mancha eingefallen und hätte jeine Verbindung mit Palillos, Sara und andern Anführern bewirkt. Ihre Hauptabsicht soll dahin gehen, den General Narvaez zu ver- hindern, ein Reserve-Corps in jener Provinz zu bilden. E

Die Sentinelle des Pyrenées enthält das nachste- hende Schreiben aus San Sebastian vom 22. Dezember: „Der Englische Schisfs-Capitain James Joll hatte kürzlih den Ver- suh gemacht, einige Ballen mit Contrebande in den Passage- Hafen einzuschmuggeln, und zwar mit Hülfe falscher Schifss- Papiere, wonach diese Ballen ein Eigenthum mehrerer Offiziere der Englischen Marine seyn sollten. Lord John Hay aber bemächtigte sich der Waaren, und ließ sie beim Zoll-Amte deponiren. Gleichzei- tig wurde James Joll verhaftet, um nach den Landesgeselzen gerichtet zu werden, da Lord John Hay der Meinung ist, daß die Flagge einen solchen Betrug nicht de>en könne. Die Engländer brü- sten sich jeßt nicht wenig mit dieser an einem ungeschiten Schleicl- händler verúbten Strenge; doch wäre es zu einfältig, wenn man daraus schließen wollte, daß England die Spanischen Zoll - Ge- seße gewissenhaft aufrechtzuerhalten entschlossen sey. Auf ein in Beschlag genommenes Schiff kommen deren vielleicht funfzig, denen ihre Unternehmungen an der Cantabrischen Küste gelin- gen; und wir bleiben sonach dabei, daß das Seitens der Fran- zösischen Regierung ergangene Ausfuhr-Verbot an der Pyrenâen- Gränze ledigli unseren überseeischen Nachbarn zu Gute kömmt. Schon lange werden die Baskischen Provinzen reichlich von ih- nen verproviantirt, und gewi wird die Beschlagnahme eines Schiffes diesen Schleichhandel nicht vernichten. Die Besetzung des Passage-Hafens durch die Engländer, die Festungswerke, die sie hier wie auf andern Punkten der Küste errichtet haben, Al- les trágt dazu beé, sie zu Herren des ganzen Litorales in die- sem Theile Spaniens zu machen.“ E

Man schreibt aus Saragossa unterm 2isten: „Es wird hier allgemein über das Benehmen des zweiten Befehlshabers Don Santos San Miguel Klage gefährt, der, nachdem er die Ankunft der Karlisten ganz in der Nähe unserer Stadt erfah- ren, nicht sofort die erforderlichen Maßregeln getroffen hat, um die Umgegend von dem Feinde zu säubern. Noch gestern stand Cabrera 3'/, Stunden von Saragossa, und man is noch) fei- nesweges gewiß, daß er niht aufs neue unsere Stadt alar- miren werde. Die Brigade Abecia ist wieder nach Muel ab- gegangen. Es scheint, daß man derselben nicht unbedingt traue; einem Stadtgerüchte zufolge, sollen die Soldaten dieser Brigade von Karlistischen Emissairen bearbeitet werden, um sie gegen gute Belohnung zur Desertion zu verleiten.“

Einem Schre;ben aus Neapel vom Tten d. zufolge, war Tages zuvor eine Französische Fregatte in den dortigen Hafen eingelaufen, ohne die gebräuchlichen Salut-Schüsse abzufeuern, woraus man schließen wollte, daß die Differenzen zwijchen den beiden Regierungen doch wohl noch nit ganz Mig etege Len,

Der Messager sagt: „Das Geschwader des Admiral zallois liegt noch immer bei Smyrna vor Anker, und scheint den Win- ter in jenen Gewässern zubringen zu wollen. Die Pforte fann ihr Mißvergnügen darüber nicht verbergen ; sie hat den Admi- ral Roussin fragen lassen, in welcher Absicht die Französische Flotte bei so vorgerúcter Jahreszeit im Archipelagus bleibe? Unser Botschafter hat darauf erwidert, daß der Admiral Gal- lois nicht aus eigenem Willen in jenen Gewässern bleibe, und daß sein Aufenthalt daselbs nicht von ihm, fondern von den Umständen abhänge. Das Resultat von dem Allen is, daß die Franzdsische Flotte sich noch nicht sobald entfernen wird, und daß fie den Auftrag zu haben scheint, alle Bewegungen der Türkischen Flotte zu beobachten.“

Großbritanien und Irland.

London, 30. Dez. Der neue Unter-Statthalter von Ober: Kanada, Sir George Arthur, wird heute nach seiner Bestim- mung abgehen. i

Graf Durham gab gestern dem Premier-Minister und meh- reren anderen angesehenen Personen ein Diner.

Unter den kürzlich gedruckten parlamentarischen Dokumen- ten besindet sih auch eine Liste von Petitionen gegen die Gül- tigkeit; von 95 Parlaments- Wahlen. Durch unterlassene Stel- lung der geseßlichen Cautionen sind von den 95 Sigen 10 nicht mehr bestritten. Von den úbrigbleibenden &5 Sigen sind 40 im Besis von Konservativen, gegen die von Whig - Radikalen, 43 im Besis von Whig - Radikalen, gegen die von Konservati- ven, und zwei im Besiße von Whig - Radikalen, gegen die von Männern beinahe derselben Meinung petitionirt worden ist.

Die heutige Times meldet: „Eine Abtheilung des Ken Husaren-Regiments ist von Longford nach Drumsna in der Jr-

ländischen Grafschaft Leitrim detaschirt worden, um bei dem uy

Alle in Kanada, Neu-Schottland und Neu-Brauy,ff hauje üble Nachrede zu erfabren, soba!d idre Unnchten mit denen des

terstüßen. E L f Ju „U S, S L Gouvcrneurs übcreinzitimmten. Eier so gehässigen Oppefitiou gegen-

schweig stationirten Regimenter sollen ein jedes um einen Cazi tain, einen Subaltern - Offizier und 160 Semeine nebst eine angemessenen Anzahl Unteroffiziere verstärkt werdeit. Ble Kj niglihen Schiffe „Hastings““, „Pique““ und „Jucotistait“" has ten den Befehl erhalten, sogleich _ nach Cork abzugehen und de diese Verstärkungen, so wie die Dienst-Compagnicen des 9st Regiments Hochländer, an Bord zu nehmen. Auch wird ve sichert, daß im Frühjahr eine Garde - Brigade und das 2sj und Tlste Regiment nach Kanada geschickt werden sollen, so d, Fras*; unsere je6tdort befindlichen Streitkräfte einen Zuwachs von mehr ql 5000 Mann erhalten würden. Alle Offiziere der dort station} ten Regimenter, die sich etwa auf Urlaub besinden, sollen (¿f unverzüglich auf ihren Posten begeben. Auch hat eine Anzaj auf Halbsold stehender Offiziere verschiedener Grade den Defeh S) erhalten, sich sogleich nach Kanada einzuschiffen, um den Mil, nehmen, die Minister der Krouce (und in Kanada sind dies dic Vit- Regimentern attachirt zu werden und dieselben zu discipliniren liedek des vollzichenden Raibs, ais die verfa}sungmäßigen Ratbge- In der City is nichts verlautet, was die widersprechen) der der Se E Uaklage-Zujland zu versegen. Die Ausübung des Nachrichten aus Kanada aufzuklären geeignet wäre. N E E e matonie Uen Mniterinde ben m fit. det Montrealer Zeitungen Lom 2ten und ‘New-Yorker Blätter ven {t überdies dez Wesent tach in de Blas Mocht enthalten, utter Nten d. verfichern, daß ble fatholische SGeijilichkeit it iede M welcher Foriit alicia wir cs dem Versammlungshaufe anvertrauen Kanada, oder wenigstens die höhere Geisilichkeit daselb, (M ja dérftù giauben. 3) Es wird Beschwerde darüber gefübrt, Bláne der Rebellen nichts weniger als unterstüßze. Der fat dz$ die Krone die Mittel bcsigt, eine große Einnabme lische Bischof in Montreal hatte einen Hirtenbrief an die Geis ia Nieder- Kanada zu erhebeu, ohne Zuthun des Ver- lichkeit und an die Einwohner der Diözese gerichtet, in welche sammlungshauscs, während dieses leytere die alleinige er sie eifrigst zum Frieden ermahnt und von alien bürgerlid# und unbeschränkte Verweudung allex in der Provinz ers Unruhen abmahnt und betheuert, daß er hierzu nicht du

hobenen M, P E E aus welcher Quelle sie auch L or E ¿e : T flicßen mögen, in Anspruch nehmen zu müssen gaidudt, äußeren Einfiuß genöthigt, fondern lediglich durch sein Geni N 1s das einzige Mittel, um mit rp die Handlungeu sen gedrungen sey, wie er denn auch nie etwas von der wi der ausübenden Gewalt zu foutroliiren. Die Kron-Län- lihen Regierung erhalten habe, noch von derselben etwas e dereicn ia Nieder-Kanada werden von der Krone in Verwahrung ge- warte. Man fürchtet jedoch, daß diese Ermahnungen jet, (F halten für das Enklisczz Volk, mit dessin Blut und Geld sie erfauft

die Waffen cinmal ergriffen sind und Blut geflossen ift, zu sp worden sind, und so lange die Kanadier nicht stär?ere Ansprüche darau fommen werden. Als Verbündete der Rebellen und ihrer Ay

ge!tend machen fönnen, als diejenigeu sind, welche fie aus dem Umstande L N j 5 die (F y 4 Indoroío 4 “6

tifter 3 eine Maßregel, welche lange vor tein Kamy atleiten, daß die Einnabmen von den Kron Ländereien dazu verwendet stifte Z und als Ats LRNS ge Ñ 8h i 3 n Gründer f werden, damit sie (die Kanadier). leben fönnen, chne Stenern zu cut- getrossen war, wird eine Bank erwähnt, deren Grunder, Un rigen, solange, glauben wir, wicddas Reichs-Parlament der Kroue nicht größtentheils auc e Direktoren, die Hauptver]<worenty sen den Rath ertheilen, sic aufzugeben. Wenn sic sich über den Einfluß ollen. Diese Bank wurde vor zwei oder drei Jahren begrün yflagen, deu dic Regierung durch den Verkauf der noch nicht urbar det, und die ersten Winke von deren Nüßlichkeit , so wie dit * gemachten Länderstre>en erwicbt, so veracsscn sie, daß wir feine Ga- Pläne zu ihrer Organisirung, sollen gewissen Herren hier 1 F tantie gegen den no< ärgeren Mißbrauch haben, den das Versaum- London während der Mission des Herrn Viger, der bekanntli iungshaus davon machen fönnte, falls diesem die Verwaltung über- als diplomatischer Agent der mißvergnügten Kanadier nach Los tragen würde. 4) Es wird die Aufbebung der sogenannten don gesandt war, zugegangen feyn. Sobald Herr Viger n Tenure's Akte vorlangt. Die Feindseligkeit der Kanadier gegen D A a0 A A S Ga G Ï diescs Geseg rührt daher, daß es unternchmenden Britischen Ansied-

Kanada zurüfgekehrt war, wurde die Bank begrändet un) chtiatei A E : B u Deuvle/“ oder Nationalbank von Nieder-Kanad lera Leichtigkeit darbietet, große Strecken bebauten Landes anzukaufen, „Banque du ‘Peuple‘ oder Véationavant Lot Ltrore ava ge was untec dai feüheren A U Gescye nicht so bequem ge- schehen fonnte. Allcrdiags bat das neue Geseg manche unangenehme

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Pen Kaluoa dei Safe undB-r Verachtung ihrer Zandélente preiszugeben Die Kauatiez verwälren i in ibrer Adrefsegegen die Annabme irgeud ei- : 4 güdérci Miliecis der Abhülfe ihrer erften Beschwerde, als des von ihnen ke einetcn, und dies fan England nit zugestehen, cbue die Pro- rij ganz aufzugeben. Der cine oder der andere Tbeil also muß nacwgeden, jezi, da das Schwert gezogen ift zur Emsczeidung der

2) Man beflagt fic), daß der vollziehende Rath

solche Konzession föunte nicht gemacht werden, chne daß zuror Ka

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nannt. Herr Viger war der Präsident derselben, bis er vor furzem wegen Hochverraths arretirt wurde. Herr Drown, tin Folgen für die ursprünglichen Bewohner gehabt, aber eine unbedingte bankerotter Eisenwaaren - Händler in Montreal, war einer vey ufhcbäang desselben würde doch sicherlich auch nit in ihrem Juter- den Direktoren. Die neue Bank zdgerte nicht, die Befugnijs esse seyn. 5) Man begehrt die unbedingte Aufhebung der Papiergeld zu machen, auszuúben, Und Papincau und disogenannuten Laud Company's Afte. Die Aufycbung dieses Französisch - Kanadische Presse verschassten diesen Noten Kredi Geseses würde der Einwanderung as Engiand nah Kanada Französisch - Kanadische Pre! [Nan S cinen harten Sircich versczen und überdies ¡sende von Jndiv

So wurde die Bank ein starker Alliürter der Sache der 3\ F duen ius Unglücf a dier Var: bellion. Man hatte seit einiger Zeit bemerkt, daß grobe I laments-Afte bedeutend interessirt sind. Die eigentliche Klage gegen fuhren von Wassen und Munition heimlich über die Gränze (Wi die „Land Company“ (der jene Afte die Verwaliung des größten die unruhigen Disirifte von Nieder- Kanada eingeführt wi Theiles der Kron - Ländereien überträgt) besteht uicht sowohl darin, den. Béisweilen waren dieselben in Kisten verpackt, wie ({# daß fie die ihr von dem NReichs-Parlameut übertragene Gewalt miß- bei anderen Waaren gebräuchlich. Daß dies hat geschchen braucht , g daß se diese Gewalt unabbänzig von dem Versamur- éónnen, wird lediglich der Nachlässigkeit der dortigen Reg (n? a madiern zustchenden Rechte, als um cine dem Kanadischen rung zugeschrieben; und in Kanada zweifelt Niemand, daß di j i / R augdliche

E Stolze geschlagene Wunde und Antastang des Kanadischen Unabbän:- , G » . , U Í F V ' " 2 Ï / d A Mittel zu den großen Auslagen aus der „Banque du Peuple F gigkcitsfinnes. Auch dicr möchten wir gern den Kauadiern in Etwas nach-

gefommen sind. Freilich erließen die Direktoren alsbald Erkl gegeben sehcn, nur nicht auf Kosten des Britischen Juterc}cs oder der Rech- rungen, worin alle Theilnahme an der Empörung in Abre(Œ tée Britischer Ausiedier. Wollte das Versaminlungéhaus dic Garantie für gestellt wird, allein Wenige glaubten solchen Betheuerungen, dden Schus der in, Geunäßheit der Afte bercits erworbenen Rechie man wußte, daz die Verschworenen sämmilich Leute von wen übernchmen, so würde das Unterhaus wou! nichts gegen diz Aufhe nigem oder gar fcinem Vermögen waren, und man sich a M der S he e Aber uach Recht und Eerech1lg- fragte, woher denn die großen Summen Geldes kämen, u Miagt eudlich E E unvedinat statifiud:u. V Man Flinten und andère Waffen zu kaufen und einzuführen. E fiouairen und verlangt t S ptire iee wird hinzugefügt, daß die „Banque du Peuple‘’, welche gt Beschränkung der Regicrungsfkoslen in lebercinstim- thigt gewesen war , ihre Zahlungen einzustellen, ihre Geschik mung mit den Bedürfnissen des Volkes. Das ift cinc wieder begonnen habe, nachdem es den Direktoren gelungu wohlbegründete Klag; idr sollte ohne Verzug abgeholfen werden. war, den anderen Banken in Montreal für die Einldjung ih} Wir baben nun das Verzeichniß der Beschwerden erschöpft und for- rer ín deren Händen befindlichen Noten Sicherheit zu bestellen} dern jet unsere Freunde, dic Radikalen, auf, zu erflären, ob sie die- Nur die Ultra - Radikalen haben bis jeßt im Parlament atn h e en balten, daß bie Berufung an die Waffcn- sowohl als außerhalb desselben den Aufstand der Bewohner von E ift deine Ry Nieder-Kanada zu rechtfertigen gesucht; alle Uebrigen leugnen, den von Jeland, nicht eincr Provinz, souderu ciuem integrirendeu

daß genügender Grund zu gewaltsamer Auflehnung gegen di! Theile des Britischen Reiches —, und dann sage man uus, ob irgend j and, der nicht bercit ift, als Auroalt der Gesctmäßigfeit ciner

Regierung vorhanden gewesen sey, wenn sie auc) zum Theil | t j A der e für N O A ed Y ebellion in Jrland Uen, uit Ueberzeugung die Kanadische mússen glauben. Selb das Organ der entschieden radifalen| Jasuxrection vertheidigen kann? Der wahren Lage der Dinge g-mäß, R L * D / ; S T werden wir zwar, nah wie vor, Kanada das Recht ciner praktischen, Partei, der Sun, spricht sich gegen die Rechtmäßigkeit des F auégedehnten Abhlife seiner Beschwerden zuerkeauen, aber wir bedcn- Aufstandes der Kauadier aué. ÍÎn einem längeren Artikel v E fen uns auc feincswcges den jeyt unternommenen Versuch die Au- : s j - : A N t t 1 » a4 | j) L handelt dieses Blatt die Beschwerden Nieder-Kanada's und uv torttät des Mutterlandes abzuwerfen, für höchst verbrecherish zu er- terwirft sie einzeln einer Prüfung. Nach Anleitung der von llâren.“ i dem Versammlungshause von Nieder-Kanada dem Könige Vis Der Scotsman schäßt die Zahl der Französischen Kana- helm IV. am 26. Februar 1836 und dem General-Gouverneut!dier auf 470,000, und die Männer, welche Wassen zu tragen Lord Gosford, am 3. Oktober desselben Jahres überreichten fähig sind, auf 160,000. ¿Sollten sie“, sagt dieses Blatt, „eini- Adressen, nimmt der „Sun““ sechs Hauptbeschwerden an undsägermaßen einig handeln, so ist klar, daß die R der äußert in Betreff derselben Folgendes: regulairen Truppen, sie zu unterdrücken, ohne Wirkung bleiben „1) Die Mitglieder des dem Oberhause aualogen ge: Mwerden. Die Kanadier ziehen große Unterstäßung aus der Me S e en e Ma Gu e eee der Kro e der Vereini ten Staaten und haben die besten Gelegen- ernanut; die Kanadier verlangen Wa ur<h das VolShe i + Maf N A ; i A und auf beschränkte I Dies isi di: Hauptbefchwerde dit : R sich mit Waffen und Munition unbeobachtet zu ver- Q ; , , ( F 1 j egt! r / : E v Papineau sien Bartel Ge ole lente aliuctben Y B Als das Wichtigste in der Botschaft des Präsidenten van gesekgebende Rath ist das cinzige verfassungsmäßige Înstitut, dur Uren an den Kongreß der Vereinigten Staaten wird hier welches den Vritischen Ansiedlern in Nicder- Kanada der ihnen v er von ihm ausgesprochene Entschluß betrachtet, in der Tren- Mutterlande verbürgte Schuh gesichert wird, und wir halicu cs fil FnUng zwischen Bank und Staat zu beharren und eine Metall- unmöglich, daß dasseibe durch BVolkswahl ergänzt werden fann, ob! währung zu erzwingen. So fejt soll in dieser Hinsicht sein Entschluß seyn, daß seine Freunde und Anhänger von ihm er- Warten, er werde, ehe er hierin nachgäbe, zu den äußersten

daß dadurch den Kanadiern zugleich die Macht ertheilt würde, wt es ibnen beliebt, jede Spur der Seuverainctät zu vertilgen, wel England aus dem dreifachen Recht der Eroberung, des Traftats ult S Maßregeln greifen, welche die Verfassung irgend gestatte. Ein rief zirkulirt hiez, welcher von einem Mitgliede der Regie- tung in Washington seyn soll, aber allgemein dem Herrn van uren selbs zugeschrieben wird, in welchem seine Gesinnungen

des Besißes in Anspruch nimmt. Daß die Regierung durch die Ul über diesen Gegenstand in besonders starker Sprache ausgespro-

wole das Recht der Ernennung der Mitglieder des gesetzgcbende Raths von ihr ausgeübt worden ist, die ihr zustehende P rärogatirt auf eine lcichtsinnige und beliebige Weise gemißbraucht hat, geben telt gern zuz aber diesem Uebelstande würde abgcholscu werden tönnd obne daß uan seine Zuslucht zu einer äußersten Maßregel (der Wah durch das Volk) zu nchmen braucht, die dazu geeignet und, wit der gegenwärtigen Zeit das, was die Französischen und Deut- cheint, auch darauf berechnct is, deu Einfluß der Krone auf die e schen Metaphysiker als eine große „Bewegung der Humani- tung der Kolonial-Verwaltung zu vernichten. Wir wissen schr weL Ftät“ zu beschreiben lieben. n vielen Ländern hat sich das daß die Kanadier Ursache zu gerechter Erbitterung hatten, wenn sié f Volk, in ardßerem od f ; : E

seben mußten, daß die Gouverneure zu der Würde von Mitglicde! Weiner“ gei größerem oder geringerem Grade, von den Fesseln des geseugebenden Raths Leute erhoben, welche Schreiber in untl Ma geistlichen Aristokratie und dann von einer militairischen geordneten Regierungs - Bürcaus gewesen waren, oder Britischt is er feudaslen Aristokratie befreit. Ein großer Fortschritt mehr Ansicdler ohne Einfluß, ohne Kenutniß der Provinz und obut M! Fes zu erstreben übrig, Befreiung von einer Papiergeid- Sympathie und Zuncigung für diesclve, oder Vensionaire det ristokratie. Zu vermuthen, daß dieses Werk nicht werde aus- Krone, ja scibsstt Einwanderer aus den Vereinigten Staaten eo eführt werden, würde glauben heißen, das Fortschreiten der Nord - Amerifa, während die Ansprüche der ausgezeichnetsi@ Entwickelung, die mit der Reformation begonnen, könne ge- Einwohner Französischen Ursprungs auf einen solchen Bet F yemmt werden. Allerdings erheischt aber dieses Werk viele Ur- der Köuiglichen Gunst und des Zutrauens mit Verachtung Pei Ps kit.und Ansirengung. ie Aussichten des Landes sind fär die gesezt wurden. Aber selbst bei dieser verderblichen Politi ; nâchsten vier oder fün“ Jahre schr trúb. Ach bezweifle bei vie-

die Regierung mehr durch die aus ihrer Stellung hervorgegangen le 4 ; h j Nothwendigkeit, als una Vorliebe für die Ansicdler Britischen Un 8 Vanken die Neigung, bei anderen das Vermdgen, zur Baar-

aud gp A sprungs lciten, und alle Kanadier, welche sie ¿u Mitglicdern des ge- | ruhigen Zustande der dortigen Gegend die Civil-Gewalt zu u, F scugebend:n Raths ernannte, konnten sicher fevn, im Versammiungs- |

gder, fonte sich die Rce°oicrung nicht Leranlaßt schen, durc<z Beweise vou | Zutrancn zu de: veimsfratishen Partei die ibr felbst ergebencn Bewobner |

nada für etnen futegrirendcn Tyell des Vercinigten Kenigreiches er- | ftirt wücde. Das Reichs-Parlamenut allcin faun das Recht in Anspruch j

en werden. Es heißt darin unter Anderem: „Wir sehen in |

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zahlung zurückzukehren. Die große Mehrzahl der Staats -Le- gislaturen wird mehr thun zur Beförderung der Interessen von Corporationen, als derer des Volkes, und die einzige Hemmung gegen das überhandnehmende Uebel ist in der Central-Regierung der Vereinigten Staaten zu finden. Man lasse diese ihre Pflicht thun, und Alles wird gut werden.

Nach Briefen aus Buenos-Ayres vom 6. Oktober war

| am 15. September von Valparaiso eine aus $ Kriegs - und | 20 Tranéportschiffen mit 4000 Mann bestehende Expedition nach | der Kúske von Peru abgesegelt. | sehr fill. (analog dem Britischen Geheimenrathe) uur der Krone |

perautwortlih ist, und verlangt, daß erx dem Berfsamu- | Î iungsbause verautwortlichh gemacht werdea solie. Eine |!

Im Handel war es in Chili

Mette

Brússel, 30, Dez. Die Beobachtungs-Brigade im Luxem- burgischen hält sich, wie unsere Blätter berichten, in respektvol- ler Entfernung von der Festung und vermeidet auch den soge- nannten cedirten Theil des Gebietes.

Die Königl. Familie hat nunmehr in der Stadt ihren Winter-Aufenthalt genommen.

Herr Ch. Serruys is zum Belgischen Geschäftsträger bei den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika ernannt worden.

Die Reprájentanten-Kammer hat nunmehr auf den Antrag des Finanz - Ministers mit 5 gegen 12 Stimmen entschieden, daß der Rückzoll von Meliszucker 57, und der des Lumpen- zucfers 60 pCt. des vom rohen Zucker gezahlten Eingangszolles betragen foll.

Der Moniteur enthált die Publication des Gesetzes, wodurch dem Kriegs-Minister ein provisorischer Kredit von drei Millionen Franken zur Deckung der Ausgaben im Monat Ja- nuar bewilligt wird.

Dane art

Kopenhagen, 30. Dez. Kürzlich sind hier zwei für das Straf- verfahren nicht unwichtige Versügungen erschienen. Die erste derselben hebt auf Antrag der Stände den leßten Rest der Tortur in Dánemark vollends auf. Biéher war nämlih noch bei der Juquisitions-Konmmission die sogenannte scharfe Examination, d. h. die Austheilung gewisser Geißelhiebe dann erlaubt, wenn gegen den Verbrecher ein vollkommener Indicien-Beweis vorlag, er aber kein Geständniß ablegen wollte. Die Anwendung dieses außerge- wöhnlichen Zwangsmittels zur Erwirkung des Schuldbekenntnisses ist nun der Jnquisitions-Kommission untersagt, und soll es in diesem Falle hinföhro wieder nah dem Plakat vom 20. Dezember 1771 verhalten werden. Ob aber die Jnguisitions - Kommission jebt nicht mit Fug gänzlich aufhdren und die Verhandlung der von ihr bisher untersuchten Fälle nicht der Kriminal-Kammer überwiesen werden fdnne, darüber habe der König von der Dänischen Kanz- lei Bericht verlangt. Die zweite Verordnung enthält nähere Bestimmungen der Jurisdictions-Verhältnisse in Kriminalsachen, und is gleichfalls mit beiden Dänischen Provinzialständeu be- rathen worden. Jhr Zwe>k ist, der Einleitung zufolge, „mög- lichste Beförderung einer raschen und wirksamen Versclguia solcher Geseßz-Uebertretungen, die sich zu einer dffentlihen An- sprache eignen, ausgenommen jedoch bloße Polizei - Uebertre- tungen.“

Der Etatsrath und Höchstengerichts-Advokat Treschow hat Umstände halber die auf ihn gefallene Wahl zum Repräsentan- ten bei der National-Bank nicht angenominen. So sehr diese Weigerung wegen der persönlichen Eigenschaften dieses trefflichen Beamten bedauert wird, so erblickt man doch hierin eine neue Garantie für den Ausgang der obshwebenden Bankfrage. Zum Behufe ciner neuen Wahl wird eine außerordentliche Versamm- lung der Repräsentanten abgehalten werden.

Das Militair-Repertorium (Bd. UU!. Heft 3) enthält einen sehr lehrreichen Aufsaß über „die Spanischen Truppen auf See- land im Jahre 1808, zum Theil nah dem Tagebuche des jebigen Kommandanten von Kopenhagen, Obersten d’Origny.

Deutschland.

Hannover, 1. Jan. (Hamb. Korr.) Nicht ohne Un- willen haben wir die Menge von Erdichtungen und grundlosen Gerüchten gelesen, die in Süddeutschen Blättern über den Zu- stand unseres Landes verbreitet worden. Die vom „Schwäbi- schen Merkur“ mitgetheilte Nachricht über die Verhaftung des Bürgermeisters Stüve in Osnabrück, bei welcher Gelegenheit sogar auf das Volk geschossen wäre, ist vdllig ungegründet. Eben so grundlos sind die Angaben desselben Blattes und des „Deutschen Couriers“ über die angeblich bedingte Huldigung des Ober-Appellations-Gerichts zu Celle, welche von Ande Unkunde des wahren Sachverhältnisses zeugen, während die „„All- gemeine Zeitung“ andererseits behauptet, jener Gerichtshof habe pure gehuldigt. Das Wahre an der Sache is vielmehr, daß von einer Huldigung nicht die Rede war, aus dem einfachen Grunde, weil nach einem bestehenden Rechte der einmal gelei- stete Huldigungs-Eid eines Mitgliedes vom Ober-Appellations- Gerichte für alle während seiner Lebenszeit regierende Souve- raine gültig bleibt. Desgleichen sind alle Berichte über die Protestationen oder Reservationen einzelner Städte als unge- grúndet oder úbertrieben anzuschen, da außer in Osnabrück und Stade, wie längst bekannt, etwas Aehnliches nur in Lüneburg vorgekommen seyn soll. Von dem Magistrat in Celle is erst in diesen Tagen der Revers zur Huldigung des Königs ohne Vorbehalt oder Bemerkung cingesandt. -— Nicht minder abgeschmackte Angaben, wie die obigen, sind über den Chef der Landdragoner, Oberst Wyneken, verbreitet worden, auf dessen Kosten man die lächerlichsten Mährchen ersonnen hat, die offenbar von keinem Hannoveraner herrühren können. Das Volk hat bei den vor einigen Jahren stattgehabten Aufläufen, deren der „, Deutsche Courier‘ erwähnt, eben so wenig das Landdragoner- Bureau gesiürmt, als es wahr ist, daß Doerst Wyneken, wie es in jenem Blatte heißt, Gefahr gelaufen habe, in Stúcke gerissen zu werden. Bei jenen ganz un- bedeutenden Aufläufen sind wie die „„ Hannoversche Zei- tung“ zur Zeit berichtet hat bloß einige Individuen zufäl- lig zu Schaden gekommen. Die in tudentenbriefen er- wähnte Ernennung des Obersten Wyneken zum Gouverneur des Färftenthums Göttingen und Grubenhagen mit unbeschränkten Vollmachten ist auch wohl nur eine Hypothese: hier weiß man von all dem nichts, und der Oberst ist von Göttingen zurück o! eingetroffen. Heute, als am Neujahrôtage, ist große our bei Hofe, Abends Konzert. Man sieht heute viele Offsi- ziere zum erstenmale in neuer Uniform.

Hannover, 3. Jan. Nach einer in der heutigen Num- mer der Gesez-Sammlung erschienenen Königlichen Verordnung vom 27. Dezember 1837 ist das Abzugsrecht zwischen Hanno- ver und Sardinien ausgehoben worden.

Göttingen, 29. Dez. Folgendes Plakat ist hier diesen Morgen am s<warzen Brett affigirt; „Die große Mehrzahl

der Studirenden hat shon seit geraumer Zeit auf eine Höchst lobenswerthe Weise sich bestrebt, Anstand, Sitte und Ordnung u achten und zu bewahren. Dieses anzuerkennen und diese

nerkennung dffentlich auszusprechen, gewährt uns große Freude, und gern fügen wir den Ausdru> der Hoffnung hinzu, daß die fommende Zeit auf feine Weise zurückstehen werde. Bei sol- cher Erwartung würden wir von der bevorstehenden Neujahré- nacht gänzlich haben schweigen dürfen, wenn uicht einzeine Er- eignisse in den früheren Jahren uns die Pflicht auferlegten, Lor Unvorsichtigkeiten zu warnen. Nicht selten ist vorgekom- men, das in den Neujahrsnächten dur ein Zusammentreten ciner anfängli<h gar nicht bedeutenden Zahl von Studiren- den auf dentlichen Pläben und in den Stcaßen Ver- sammlungen anderer Leute veranlaßt, und daß von diesen Éx- zesse verübt wurden, aus welchen manche Beschuldigung der Studirenden hervorging. Die Sorge für das Wohl und fär die Ehre unserer akademischen Mitbürger fordert uns daher auf, ihnen dringend ans Herz zu legen, daß sie auch nicht mittelbar eine Stdrung der Ruhe herbeiführen mögen. Einfach und leiht if fúr einen Jeden, daß er der Theilnahme an allem irgend bedenklichen Zusammentreten fich ganz entziehe und jedes unndthige Verweilen auf den Straßen durchaus vermeide. Det Augenbli>, wo eine ruhige Versammlung, durch Unbekannte vergrößert, in einen tumultuirenden Haufen übergeßzt, kann der Einzelne nicht bestimmen und bere<hnen, daher auch nicht den Augenbli, in welchem seine Freiheit verloren geht, und zu- gleich die Gefahr beginnt, daß die nothwendigen (irengen Maß- regeln auch den minder Schuldigen treffen. Möge daher nicht vergessen werden, daß auch das ruhige Zugegenseyt in der Náhe einer läármenden Menge nieht lossprechen kann vot! dem Vorwurfe, daß man den Haufen vergrößert und dadur den wirklich verübten oder den versuhten Unfug erleichtert habe. Vor größerer Ungebühr besonders zu warnen, halten wir je6t für unnöthig. Göttingen, 28sten Dezember 1837, Prorek- tor und Senat der Georg-AÄugusts-Universität. F. Bergmann.“

Hamburg, 4. Jan. Hiesige Blätter melden als Gerúcht, daß, nachdem die Großherzoglich Mecklenburgische Residenz von Ludwigslust nah Schwerin übergegangen, die Uníversität von Rosto>k nach Ludwigslust verlegt und die Stadt Rosto dage- gen zum Freihafen erklärt werden solle.

Múnchen, !. Jan. Unter den zahlreichen, diesen Meoer- gen stattgehabten Verleihungen des Ordens vom heiligen Mis chael, nennt man, als Großkreuze : General - Lieutenant und Stadt - Kommandant von Braun, dann die Staatsräthe ven Schilher und von Kobell; als Commandeure: Staatsrath von Grandauer, Geheimerath Franz von Kobell und General- Major Freiher von Zoller. Das Ritterkreuz erhielten, wie man

drt, unter Anderen: der Professor Heinrich Heß, dessen Freéto- Gilder die Allerheiligen-Kapelle schmücken, und dessen Bruder, der berühmte Schlachten-Maler Peter Heß. Der Regierungs: rath Beisler in Regensburg is zum Direktor des Kreises Ober- Bayern ernannt.

Karlsruhe, 30. Dez. (Allg. Ztg.) Während das Pro- jekt der A von Weinheim nach Basel in dein Porte- feuille der betresfenden Kommission ruhte, machte unsere Pesît- Administration fortwährend die lebhaftesten Anstrengungen, dent Verkehr neue und immer raschere Beförderungen zu eröffnen. Auf einer Menge von Straßenzügen, wo früherhin nur Post- wagen coursirten, laufen jelzt Eilwagen, und wo man früher nur Einmal in der Woche cine Post - Gelegenheit fand, trifft man sie jeßt tôglich, oder doch mehrmals wöchentlich. So hat man in den lehten zwei oder drei Jahren rasilos an umfassenden _Ver- besserungen gearbeitet, und der Plan ist no< so wenig abgejcilsf- sen, das für jedes fommende Jahr no<h weitere vorbehalten sind. Namentlich soll im Laufe des náchsten Jahres ein „„Cou- rier‘/ na< Art der Französischen, nämlich eine Mallepoiï mit Reisegelegenheit für einige Passagiere und einer noch bedeutend die Eilwagen überbietenden Geschwindigkeit, auf der Straße längs des Rheins nach der Schweiz eingerichtet werden. Die Uebereinkunft mit der Post, welche bei dem Unternehmen einer Eisenbahn zu schließen ist, wird deshalb ohne Zweifel ciner der Punkte seyn, über welche man am lebhaftesten debattiren wird.

Karlsruhe, 31. Dez. Die heutige Nummer des Groß- herzoglichen Staats- und Regierungsblattes enthált eine landeé- herrliche Verordnung folgenden Inhalts: „Leopold von Gottes Gnaden, Großherzog von Baden, Herzog von Zähringen. In Erwägung, daß die Holz- Preise in neuester Zeit so außergc- wöhnlich gestiegen sind, daß der in Gemäßheit des g. 158 des Forst - Gesekes zur Berechnung des Werthes der entwendet werdenden Wald - Produkte aufgestellte, mit dem 1. September 1834 geseklih fúur eine fünfjährige Periode cingeführte Ta- rif ni<ht bis zum 1. September 1839 in Kraft bleiden darf, wenn die Forstfrevel gedührend bestraft und das Wald - Eigenthum gehdrig geshüßzt werden oi, 0 vet ordnen Wir hiermit provisorisch wie folgt: Die Staats- Forstbchörde (Forst - Polizei - Direction) hat den im $. 158 des Forstgesezes erwähnten Werth - Tarif der Wald - Produkte nach den gegenwärtigen Preisen sogleich neu aufzustellen und dur die Kreis - Anzeigeblätter bekannt zu machen. Diejer Tarif i? sodann der geseßliche Tarif für die Zeit vom lsten März 1838 bis lsten September 1839, so daß alle nach dem lesten Februar 1838 begangen werdenden Frevel darnach zu beurtheilen sind. Das Ministerium des Innern wird den Voilzug alsbald cnord- nen. Gegeben in Unserem Staats - Ministerium zu Karlsruhe, den 27. Dezember 10. Leopold.

JAtaliel

Rom, 26. Dez. Das Diario meldet, daß a:n 22fein d. M. in der Sixtinischen Kapelle des Vatikans die feierlichen Exequien zum Gedächtnisse des verewigten Königs Anton von Sachsen stattgefunden. Der Papst, die Kardinäle und die ge- sammte Prálatur waren zugegen. Monsignor Angelo Mai, Ses cretair der Congregation di Propaganda Fide, hielt eine ge: lehrte latcinis<he Rede zum Lobe des verstorbenen Monarchen, worauf der Papst vom Throne heraò die Abfolution über das Grabmal aussprach, welches in der Mitte der Kapelle errichtet worden war.

J

Berlin, 6. Jan. Jin Laufe des Jahres 1837 sind îínt Pillau und Königsberg 776 Secschiffe mir 45,388 Last etn- gekommen. Darunter waren 166 Preußische, 235 Dänische, 119 Nordische, $3 Englische, 63 Niederländische, 45 Schwedi-