1838 / 9 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

unsere Ansicht, daß, wenn man beide Provinzen wieder mit nd ihre Vertretung in einem neuen ge- rigunter sie vertheilen könnte, mit Rücksicht- serweiterung und auf die fortschreitende daß man es in cinem solchen Falle Jrländischer, Schottischer und berlassen können, ih- 1 gegen die Franzôd- Repräsentation Nie- sich dieses Uebergewicht Britischem Ur-

cinander vereinigen U se6gebenden Körper gehsd nahme auf eine Gebiet Zunahme der Bevölkerung, der Bevsälkerung von Englischer, Amerikanischer Abkunft schr bald würde ü ren eigenea Einfluß und ihre Jnstitutione! sische Partei zu behaupten, detr:Kanada’s das Uebergewicht hat und n sucht, daß sie Ansiedler von sich in der Kolonie niederzulassen. ht is indeß selbst in Nised man aus Schreiben eines Anglo - Kanadiers schließen fênnte, ; Bevölkerung der verschiedenen nachweisen Papineausche Mirglieder in 483,639 betrage, wogegen welche constitutionnelle ur auf 28,278 belaufe, woraus her- ältniß sich auf mehr als sieb- Gunsten Papineau's stelle, ie Gebiets-Eintheilung jener Grafschaf- nisten Britischen Ursprungs ernstliche ret ist, daß ihre werden, und daß ihre Zah Majorität, verborgen bleibt. Parallel - Linien, die sich ßen Strom lehnen und irklihen Nieder- Die \{<male Front,

Flusses erstre>t, ist dicht und die Städte, n der Wasserseite entlang gebaut. » innen liegenden, den Seigneu-

die jeßt in der

dadurch zua erhalte erhindert, sagte Uebergewi er-Kanada nicht ganz

„Times“

der eine Uebersicht von der Grafschaften giebt zahl der Grafschaften, welche das Versammlungshaus sendeten , die Seelenzahl derjenigen Mitglieder wählten, sich n vorgehen würde, daß da ehn gegen eins zu < in der That úber d ten von Seiten der Kolo Klage geführt wird, Wahlstimmen fast ganz überfluthet in Vergleich zu der Französischen Diese Grafschaften liegen zwischen mit ihrem einen mit dem anderen weit über die jeßigen w lassungen hiaauslaufen längs dem Ufer des zösischen Einwohnern und Dörfer sind alle a neuen Ansiedler dagegen an den weiter nacl n Landstrecken oder in den hinter Ortschaften sind dünn über das Land hin zer- Französische Bevölkerung an den daher in jeder Graf- erschhwinden ihre wie bei je- bliche Zahl

Grafschaften,

weil dieselbe so eingerich

Ende an den

mit Fran- bevölkert,

ihnen verliehene rieen belegenen streut und minder zahlreich als die der sogenannten Vorderseite; sie wer schaft einzeln úberstimmt, und auf diese Weise v Stimmen bei den Wahlen oder dienen sogar dazu, Kanadischen Kocrespondenten, die ange rend eine andere Vertheilung en ‘cin ganz anderes Resultat Dieser Umstand múßte aljo bei einer neuen die oben anzedeutete legislative Union der bei- den Provinzen, nicht übersehen werden.“ Die Morning Chronicle findet es se man der Reformer-Versammlung von sen Donnerstag in die Kron: und Anker-Taver im voraus ihre Meinung vorschreiben wolle. lich in der Anfkändigung derselben , „um gegen das verfassungswidrige u der Minister gegen die Bevölkerung um einen Krieg zu depreziren, der weder Ehre bringen kdnne, sondern für und schimpflih seyn würde, und um in diesem schriften an das Parlament zu entwerfen.“ Blatt fragt, ob dies eine ofene oder eine ge {ung seyn, ob es Niemand greifen, der nicht in jener Sache eingenommen sey, da man sonst hle als den Ausdru> der Ansi úürde betrachten können. M. dem Herrn E. Rice, ause repräsentirt, ein feierliches Ban- sprah sich bei dieser Gelegenheit zu árte aber die bei

nem Anglo - ihrer Gegner zu verstärken, der -Grafschafcren in einigen ergeben würde. Anordnung, wie

hr sonderbar, daß Westminster, die zu näch- n einberufen ijt, Es heißt näm- sie solle gehalten werden, nd tyranni\sche Verfahren von Kanada zu protesti- Vortheil noch ßbritanien nur nachtheilig Sinne Vitt- Das genannte fesselte Versamm- erlaubt seyn solle. das Wort zu er- gegen die Politik der Mini- unmöglich die zu fassenden cten der Einwohnerschaft von Westminster w Jn Dover wurde am 28sten d. der diese Sradt im Unterh kett gegeben. Gunsten der ge Gelegenheit der tion für nicht zur rechte Stimmrecht hält er für auer der Parlamente. brachten Toasts befand sich hafcen und beharrlich r Freiheit“, und ein ander Großbritaniens mit Ka Das hiesige statistische Bevölkerung von Nieder - von 210,000 Britischen und 390,000 die Bevölkerung von Ober - Kanada soll sich, auf 375,000 Seelen belaufen. <stchende Bemerkungen über die „¡Nachdem die Streitigkeit nigten Staaten Gegenstand Britischer

Herr Rice heimen Abstimmung aus, erkl Debatte über die Adresse deshalb gemachte n Zeit angebracht; ein ausgedehnteres nicht passend, wohl aber eine Verkür- Unter den bei dieser Gele- einer auf Lord Brouzg- en Anwalt bürgerlicher er auf eine schleunige

zung der D genheit ausge ham, als den „stand Und religidse Versdhnung (l giebt in seinem Januar- Heft die Kanada auf 600,00 Ein- wohner an, wo schen Ucsprungs; demselben Blatte zufolge, Die Times enthält na Nord - Amerikanische Gränzfrage : über die Nordost: Gränze der V der múhevollsten Untersuchu Kommissarien gewesen ist , aufgeopf.rt worden sind, wurde zuc Entscheidung vorgelegk, nitive Entscheidung abgema England und die Vereinigten ren, und ohne welche Bedingung sich dazu verstanden hätte, seine Schiedsrichter-Amts zu fompro Staaten von der Entscheidung in sie sich, dieselbe anzuerkennen, und Lord sein Vorgänger gethan haben würde, solchen Benehmens darzul zu beharren, sandte, nah les Vaughan zurü>, um zu fragen Ausgleichung die Amerikaner j cheidung a ien in der icflichfeit ,

ngen von Seiten zweier die seitdem dur<h Lord Palmerston sie dem Könige der Niederlande Jahre 1851 durch eine desi- <t, zu deren strenger Beobachtung Staaten feierlich verpflichtet wa- fein Souverain in der Welt Wúrde durch Uebernahme des Als aber oie Vereinigten Kenntniß gesekzt wurden, weigerten Palmerston, statt, wie die Treulosigkeit eines dem Rechte Englands erlauf von zwei Jahren, Sir Char- , welchen neuen Plan einer vorzuschlagen hätten, und er uf, die, vermdge der von den - Vertheidigung unserer Ansprüche England Alles gesichert er Weise wünschen konnte. Wieder - Aufnahme der r neuen Kommission daß die Bri-

en und auf

gab somit eine Ents Britischen Kommissar bewiesenen Gesch

es möglich

ermuthigt dur<h diese en sofort die Ernennung eine harles Vaughan bem tische Regierung nur mit großem \chen Vorschlage beipflichten werde, der Entscheidung des Schiedsricht Vereizzigten Staaten die ursprüng nzen Ausdehnung wieder in Kraft se Weise den Vereinigten Staaten d wünschten ,

Schiedsrichters annulliren zu können, und cben dadurch in den Stand geseßt, dr hervorzusuchen, und eine Gränze teilen vom Srt. Lorenz-Strom zu ver-

Amerikaner , Frage, \chlu erfte dagegen, Widerstreben dem Amerikani- und daß die Verwerfung ur die Regierung der sichen Forderungen Englands Es wurde as Recht zuge-

in ihrer ga also auf dic weiches sie cheidung des

eigenen Forderungen wie vis auf zehn Englische V

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sangen, wodurch die direkte Verbindung Kanada's mit den übrigen unserer Nord - Amerikanischen Besibungen unterbrochen werden würde. In ciner seit zwei Jahren geführten volumi- nôsen Korrespondenz diskutirten beide Regierungen die Art uno Weise ciner künftigen Ausgleichung dieser Frage, da erhält der Britische Geschäststräger, Herr Bankhead, die Instruction, dem Präsidenten anzuzeigen , daß die Britische Regierung ihre Zustimmung zu dem von dem Könige der Niederlande vorge- \chlagenen Territorial - Vergleich zurücknehme , wodurch also ein ähnliches Benehmen von Seiten der Vereinigten Staaten abermals gerechifertigt wird und England die Verleßung der National-Verpflichtungen gutheißt.““

Capitain Cogan von der Ostindischen Marine is auf dem Landwege, über Aegypten, men, na<hdem er dem Imam von Maskat zu Zinzibar die Jacht „Prinz Regent“‘“, das prächtige Geschenk Sr. verewig- cen Majestät König Wilhelm's IV., übergeben. Bald nach An- funfc dieser Jacht zu Zinzibar sprach der JFmam seine Absicht aus, das Geschenk persönlich entgegenzunehmen, und am 25. Mai verfügte er sich, von seinem ältesten Sohne und mehreren Vornchmen begleitet, an Bord, wo er mit allen einem Sou- verain huldigen Ehren empfangen wurde. Drei Fregatten und vier Sloops des Jmams, die gerade im Hafen vor Anker lagen, zogen die Britische Flagge auf und begrüß- ten sie, zu Ehren der Britischen Nation, mit 21 Kanonen- {üsen. Der Jmam schien über die prachtvolle innere Einrichtung der Jacht hdchst erfreut, und drücête dem Capitain Cogan wiederholt sein Erstaunen und seinen Dank fúr die Güte des Englischen Königs und Volks aus. Er be- schenkte den Capitain mit einem \{dnen Schwert und verlich ihm den Titel eines Khan oder Edlen. Die Englischen See- leute wurden während thres Aufenthaltes zu Zinzibar mit der zuvorkommendsten Freundlichkeit behandelt, und der Jmam ließ sie an Bord einer seiner Fregatten von 36 Kanonen nach) Boms- bay zurücfführen. Zugleich bevollmächtigte der Imam den Ca- pitain Coçan, in England einen Handels-Vertrag abzuschließen, der fár beide Staaten große Vortheile verspricht. Dies soll auch die Ursache seyn, warum der Capitain so schnell nach Eng- land Hie A

Zu Devonport wurde dieser Tage cine dffentliche Ver- sammlung zur Unterstußung der Polnischen Flüchtlinge gehal- ten. Nachdem man mehrere Stunden lang gesprochen hatte, wurde cine Subscription erdffnet, die 28 Pfd. einbrachte.

Belgien.

Brüssel, 3. Jan. Jn der Ege Si6ung der Neprä- sentanten - Kammer fragte Herr Hossschmidt den Minister der auewärtigen Angelegenheiten, ob die in Französischen Blättern enthaltene Nachricht, daß der König der Franzosen die an die Belgische Gränze beorderten Truppen wieder zurückberufen habe, gegründet sey und ob, wenn dies der Fall und also anzunehmen wäre, daß die Grünwalder Differenz ganz ausgeglichen \cy, nicht auch die Belgischen Truppen zur Vermeidung größerer Kosten Seen seyn möchten ? Der Minister antwoitete, es sey ihm über das, was die Französischen Blätter enthielten, feine amtliche Nachricht zugekonimen; die Fällung des Grün- walder Holzes wäre zwar allerdings suspendirt, was jedoch die nach dem Luxemburgischen gesandten Belgischen Truppen be- treffe, so sey dies eine Frage, die nur die Regierung zu prü- fen habe, und die er für jezt nicht beantworten könne.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 26. Dez. Nachstehendes is der Beschluß des in unserem gestrigen Blatte abgebrochenen Scyreibens Sr. Majestät des Kdnigs von Schweden und Norwegen an den Kronprinzen Oscar:

„Taucieod de Hauteville ercberte Sicilien mit 30 Normännern. Wenn das Volf Sicilicns damals 1rgcud einen friegeris<hen Geist empfunden, mweun diese JInfel einige Hundert Mann cines stehenden Herres grhabt, so wäre diese abenteucerliche Unternehmung dieser jeht Cislaunen erregenden Fremdunge schon in dem Augenblicke der Lau- dang beendigt worden. Jm Mitielalier macbten sich die Helden Nor- wegens in Franfeecich uad au den Scefüsten Europa's gefürchtet. Ohne diese vergangene Zeit zurückführen zu wollen, muß manu doch die Nermánuer er.nnern, daß man uicht mit Vorträgen von dex Reducrdübue, n:ht mit Teasien , die mau bci Mahlzciten ausbringt, die Sclbstsiändigkeit der Reiche erringt oder dicselbe bewahrt. Dic Welt wird dadurch m<<t frei, daß man auf ihre Freiheit cinen Toast ausbringt. Auch der mächtigsie Staat fann auf eine ge» sicherte Rube sih nicht verlassen, wenn er sich gegen cincn p églichen Ansau oder gegen eine unerwartete Ueverraschung nichr zu verth.idigen vermag. Der Starke hat gewöhnlich Recht in Staatsfcagen, mitbin mird es iu den Angen der Welt dem Schwa: chen immer s{hwercr, scine Gerechtsame zu vertheidigen. Fricdrich der Große hat gesagt: „Um Kricg zu führen, muß man zum Ersten Geld, zum Zwciien Geld und zum Deitieu noch mehr Geid haben.“ Er wußte, daz man für Gelo Soldaten haben fonnte. Ohne dic Grundjäue des Macchiavelli in N'gierungs - Sachen annchmen zu wollen, würde ih mit ibm dech eber sagen: „Der Kricg erfordert Mäuncr und Männer, und uoch mehr Mäuner. Mit tapferen Kric- gern ijt man H.rr üder die Hülfsquellen des Feiudes, und beraubt 1hu dadurch der Mittel zur Besoldung.“ Dat er, wenn Du ciys zum Kriegführen kommcu soutesi, so schone das Blut Deiner Seldaten und sorge für sie bci Krankheiten : vermeide kleine Gefechte, aber, venn es erfordert wird, so wage Dein Heer in dem Augenblicke, wo die Ehre und die Rettung des Vaterlandes es erheischt. Manches Treffen ijt dadurch verloren wordcn, daß man ein oder anderes Elí- ten: Corps bat schonen wolleu. y f

Das allgemeine Beste verpflichtet denjenigen, dem die Regierung anvertraut if, dahin zu wirken, daß uicht nur dem unvermcidiichen Uebel, soncern auch dcr Furcht vor dem Eintritte desselben bestzns vorgebeugt werde. Die Vernunft will, daß zwischen dem, was un- terhält und dem, was unterhalten- wird, cin Gleichgewicht im Staate statifinde. Hieraus folgt, daß dec Regent eines congitutiounellen Staates nie zweifelhaft scyn darf, wenn die Aufrechthaltung des po- litishen Gleichgewichts in Frage gestellt wird. Dieses El¿ichgewicht kann nur durch die buchstädliche und gewissenhafte Ausübung der Ges scue gesichert werden. Der souveraine Herrscher kann in der Auwen- dung der Geseze, die er selbst gemacht bat, zutveilen ohne schwere Fol- gen Nachsicht beweisen, er wildert und schäft nach cigen.m Gutdun- fen; Alles, was cer billigt, ij} cine Gnade, eine Ucbericssung seiner Gewalt. Ju sciner Perfon konzentrirt sich der Staat, und die Mit: glicder desseiben haben uur seiucn Willen zur Richtshnue; wo dagegen, unter ciner constitutionnellen Staatsform, der Fürst uur der Voll- ¡eher cines zwischen ihm und dem Volte abzeschlessenen Vertrages, it r durchaus nit derjenige, welcher den Willen des Volkes besiimmi ; denn von dem Augenblicke an, wo dieser Wille des Volkes in irgend einer Verbandlung gl.ich vicl, unter welchem Namen, ge- äußert nid, sind auch die daraus heracleiteten Gescue so anzuschen, als wären sie vem Staate und dessen Oberbaupte gemeinschaftlich be: sicaelt woidcn, uud di.ser Lctere muß alsdann darauf testehen , daß dicselben Gescye, welche sowohi das Bollwerk des Stcates als den Schuß des Einzelucn auéëmachen heilig und frei vou allen Angrif-

| fen gehalten werden.

| Mitiel zu aus Ostindien in England angekom- ; i

Zu diesem Zwcke if cs aber erforderlich, dai diese Gescye flar und faßlih scvn müssea, damit die Gere tigt, derselben, selbst in den Aug:n der Vecnunft, a's und-strcitbar be vorgeben mége; und dann er fann man in der Auwindung ders ben unecrbittiich sevn. Sollte die cive oder die audere Warnunzi Strafe nicht dem Ungebersam Einbalt 1hun fönnen, fo nid di cine strengere Ausübana des Gescues demseiben cine Gränze sey Das Verbältniß blcibt im bü-gerlichen, so wie im Militai: stande s immer gleich Die f: ste Ausdaucr und B:bacrlichkeit veredett ; dicscii bringt im Hecre die Mannszucht bervor, und die Folge davon ift, dz wenn man die Schuld'gen bestraft, man Wenige zu beitrafen bat, inde iu der Natur der Sache licgt, daß der Mcnsch si sclien cin Verantwortlichkeit ausscut, die cr a!s unvermeidlich betracbtct,

sev jedoch ferne von mir, Dir zu rathen, die Menschen durch da lenfen; viel cher muß man die uns von der Natur ge beneu Mittel obne Härte dazu anwenden. Die Entisch!ofsenhei selbst die Strenge, erlangen bei cinem Fücsten deu Wertb der bj gerlichen Tugenden, sebald sie in dem cntscheidendcu A?genbit>e gy geübt werden. Wenn mon die Urfacheu der Erschlasfuna und ) Auslésung in der bürgerlichen Ordnung prüft, so wird man findy daß sie aus der Straflosigkeit der Vergchungen, uicht aus d.n wi) rcn Strafbestimmungen cuistchen; diese Lcyzteren müsseu daber, uy fo bald wie die Gerichts Orduung cs erlaubt, den Schuldigeu tj fen und dcssen Anbang abschre>en.

Die Finazen sind die Nerven des S'aates: cs is von grö Wicktigfkcir, nicht nur die Einnabme und Ausgabe zu kennen, \ dern auch die Mittel zur Deckung der Bedürfaisse, obne daß \< dem Volke drü>end werden, zu ershafsen, und mit richtiger U j shcidung solche anzuwenden. Der Staat muß alle Tag: fparj sevn, um zur Zcit, wo es die Umstände gebieien, mit Glanz u Würde aufircten zu können.

Die Religion if sch i:ßlich die béchsle Stüge eines Voikcs. Y Färst muß gotiesfürchtig sivn aus Gruudsa2ß: und dicsec Grunds muß c mit } dem Tage mebr entwickeln. Das Voif nimmi lj cin Beispiel an scinem Fürsten; ist der Fürst cin guter Cbri, ( weiser Maun und Kricger, so wird auch scin Volk gottec fürchii aufgcf:ärt und tapser scpn.““

Christiania, 25. Dez. (Leipz. Allg. Ztg.) Ueber de gegenwärtigea Zustand des Landbaucs, der Gewerbe, der S fahrt und des Handels Norwegens hat die Regierung die ge nauesten Berichte eingezogen und das Ergebniß derselben zur öffentlichen Kunde gebracht. Jahre 11,723 auf welchen man sich selbst im tiefen Norden, troß der häusige Mißärndten, mit becjonderer Vorliebe legr. Die jährliche Auss\ad re<hnet man zu 410,650 Tonnen Gerraide, 305,911 T. Kartoffel und 7521 T. Erbsen.

zum eigenen Bedarf, sondern auch zur Aussuhr. nicht bestimmt von den Acmtern Hedemarken, Romsdal, Süd drontheim und Stavanger behaupten. Das Land ernährt da her aus seinen eigenen Mitteln nur ein Zehntel der Einwohne und b darf einer jährlichen Zufuhr von 8 -- 900,000 Tonn Dazu kommt noch der Verbrauch der

hä6t wird. Die Vichzucht ist schr gedeihlich. Distrikt Jundre - Sogn im Stifte Bergen hat allein jäh 2000 Stick Schlachtvieh geliefer. Das Jungvieh aby rechnet, besißt Norwegen 113,097 Pferde, 646,315 Och und Kühe, 1,034,289 Schaafe, 185,554 Ziegen, 79,813 Schweine und 98,321 Rennthicre. Die jährliche Ausfuhr von schnittenen Brettern, Masten u. \. w. beträgt durchschnitt.is über 193,009 Lasten, besonders nach Frankreich. Dem Hol Ggr M den Nordlanden und Finnmarken helfen reiche

lager ab. Kobaltwerk im Ganzen mit Vortheil betrieben. Mittelzahl wurden in den geführt: 105,872 Schifspfund getrocknete und geräucherte sche, 47,772 Schiffpfund Klippfische, 358,926 Tonnen Härin und Anschovis, 21,142 Tonnen Fischrogen, 37,137 Tonnen Th: und 1,348,103 Stäfk Hummern. ser Zeit alljährlich 3451 125,229 Kommerzlasten nah fremden 2447 fremde Schisse von 62,072 hiesigen ein. Der Schiffbau is sehr in Ausschwung, wobei man Nord- Amerikanischen Modellen richtet.

Häfen

insonderheit sich

in Berqn

dere Handwerker, und der wird sehr gelobt, indem. sie : Wollen- und Linnenstoffen verarbeiten, l wieder mehrere Artikel nach den Städten abseben. welche ungewöhnlich starke Zufuhren aus der Fremde nôth\

macht, l | Zustand des Landes im Allgemeinen schwächen werde.

immcr sind die Häfen der Schifffahrt cffen; denn der Wini scheint im Ganzen einen gelinden Charafter angenommen j haben. Auf ein '

zwei Frositage; danach trat aber wieder mil:e und es fiel etwas Schnee.

Deutschland.

Hannover, 5. Januar. Seine Majesiät der Kdnig lt ben gestern nach der Tafel mit dem Herzoge von Braunschw cine Vorstellung der hier seit einigen Wochen anwesenden Tou niaireschen Reitergesellschast und der mit selbiger vereinig!! Beduinen mit ihrer Gegenwart beehrt Heute war Jagd ! Kirchwehren; Mittags ist große Tafel bei Jhren Maje1täs und Abends werden die Höchsten Herrschaften einen Ball \\ n Staats - Minister von Schulte mit Jhrer Anwesenh® beehren.

itferung eil

reise von Oldenburg hier eingetroffen.

Kassel, 3. Jan. ) Stände vom 30. Dezember berichtete Herr Eberhard wurf, die einstweilize Steuer-Verwilligung betreffend.

Wunjch gewesen \cy, Jahres zu Stande zu bringen, der Regierung doch daran gescheitert seyen, meisten Positionen in dem Finanz - Gejel geblieben sey, daß man derselben alle von der seit einem Jahre daruber gefaßten sie zuerst mitgetheilt worden seyen, fahren, dessen Abstellung sich

die desfallsigen

vorenthalten habe,

gemacht worden, Sibungen seyen

40 Stánde - Versammlung gelangt. Verzug des Finanzgesetes lediglich dem rung / _vi i l | die auh bei dem besten Willen nicht sofort von allen Seiten entferat werden tönnten.

Beschlüssen an die I

zu erachten \cyn.

vermicdc® werde, Landtages , Finanzgeseßze vorgeschlagen würden , der Landtage abgekürzt werden. auf Annahme des sar: Er wolle

Von den 44 Vogteien, in welt das Reich eingetheilec ist, sind in 25 während der leßten (ed Tonnen Landes fár den Ackerbau gewonnen worde

Nur die súddsilichen Gegenden, nämlich di

Aemter Agershus und Smaalehnen, erzeugen nicht nur hinlänglidf Dies läße sich

366 Brennereien, weld#

allein auf wenigstens 560,000 Tonnen Korn und Kartefseln À Tor V8

Der La

2 01 Es werden 5 Kupferwerke, 16 Eisenwerke und ci Nach ein lehten drei Jahren alljährlich au

Es licfen während dis Norwegische Handele schiffe vet aus, ul Kommerzlasten in di

hauptsächlich na Anlangend den Gt werbfleiß, so lassen die Land- Distrikte wenig zu wünschen übrig es giebt allda geschickie Schmiede, Tischler, Uhrmacher und ar häusliche Fleiß der Böuerinnei nicht nur überall das Nöüthige- a sondern auch hin und Man darf sonach mit Sicherheit annehmen, daß die diesjährige Mißärndie

feine Handelskrisis herbeiführen noch den aufblúhend>

Ned

starkes Nordlicht am 19. Dezember folgt N

Se. Königl. Hoh. der Prinz von Wasa is auf der R f

(Kass. Ztg.) In dev Sigung i

die Mittheilung des Finanz-Ministeriums und den Bel „n j Mittheilung heißt es, „„daß, so sehr es auch der allgemeint das Finanz- Gese bis zum Ablauf d Bemühunge! daß dieselbe úber dit dadurch im Dunkeln Versammluns Beschlússe bis gestern, mw ein Ver bei künftigen Landtagen als gan} unumgänglich darstelle. Jndem die Regierung bemüht sey, alle,

das Finanz - Geseg betressenden Arbeiton thunlichst zu beschleu-

nigen, fcy cs laufende Frist zur Forterhebung der Steuern s{leungst zu ver- lingern.““ De

flage cs | mit dem aber die dafàr im nicht theilen. ' Vertreter der Staats-Regierung gegenwärtig, und es bleibe daher auch ni>t ein cinziger rung unbekannt. Die Erfahrung habe auch gelehrt, daß die Regierung von aslen

dech erforderlich, die mit Cnde des Jahres ab-

¿x Berichterstatter bemerk e: Der Ausschuß be- ehr, daß es ni<ht mödglih gewesen, das Finanz-Gescß Schlusse d. J. zu Stande zu bringen. Er könne Ministerial-Beschlusse ausgedrückten Gründe B:.i allen Verhandlungen der Versammlung sey ein

—_

Beschluß der Versammlung der Regie-

Beschl issen , selbst von den minderwichti- en, wodur< uur irgend etne Aenderung an den Propositionen genügende Notiz genommen; fast in allen dergleichen Remonstrationen und Anforderun- en der Regierung in Beziehung auf die gefaßten Beschlüsse an Weit entfernt jedoch, den Verschulden der Reaie- beizumessen , liege es vielmehr wohl in den Verhältnissen, Indessen werde es fortwährend zwe>- erscheinen, daß ein Ganzes, welches der Versammlung auch nur als ein Ganzes mit den geeigneten î egierung zurückzelange. Seinec Ansicht nach, werde dieses Verfahren auch noch fünftig für zwe>mäßig Wenn das Finanzgeseß künftig gleich anfangs mit dem Staars-Grund-Etat vollständig mitgetheilt werde, und sofort beim Anfange des Landtages die Dekungsmittel zu den Staatsausgaben genügend vorgeschlagen würden, wenn künftig daß nicht, wie durchgängig während dieses von Sitzung zu Sißunz Nachträge zuw dann werde die Dauer | Uebrigens trägt der Ausschuß Geseßes an. Der Landtags-Kommis- feinen Streit darüber veranlassen, wem es zur Last zu legen sey, daß die Verhandlungen der Versammlung sich weit hinausgezogen haben, müsse sich jedoch gegen die Aeußerungen des Herrn Berichterstatters verwahren, welche darauf abzielten, der Regierung Wirkungen zuzuschieben, deren Ursachen fast allein in dem Verfahren der Stände - Versamm- sung lägen. Hr. v. Baumbach sprach auch dagegen, wenn nan den langen Verzug lediglich der Versammlung beimessen

mápig el mitgetheilc werde,

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wolle. Bei der geheimen Abstimmung ward das Geseh mit 33 gegen 4 Stimmen angenommen.

Mánchen, 2. Jan. Unter die gestern ernannten Com-

mandeure des Ordens vom heiligen Michael gehören auch der Kriegs-Minister, General-Lieutenant Freiherr von Hertling und der

eheime Rath von Schelling, desgleichen, wie wir verneh- en, die Geheimen Legations-Räthe von Fladt und von Fink. Die Brevets fär diejenigen mit dem Orden begnadeten Perso- en, die nicht in München leben (man spricht im Ganzen von U M le Gtgen ', wurden noch gestern Abend expedirt.

Se. Hoheit der Herzog Max von Bayern wird seine Reise ah dem Orient noch im Laufe dieses Monats antreten.

Múnchener Blätter schreiben, Jhre Majestät die Herzogin Braganza werde schon bis zum März d. J. nach Mànchen kommen, und ihren bleibenden Aufenthalt in Mitte ihrer Königlichen Verwandten nehmen.

Franffurt a. M., 4. Jan. Hier ist das Verbot rneuert worden, wonach es bei namhafter Strafe untersagt ist, daß Fremde auf die Namen hiesiger Bürger hier Waarenlager interhalten und Handel treiben. Dieses Verbot ist in der That ohl niemals mehr überschritten worden, als in der neuern Reic, d. h. seit unserm Anschlusse an den großen Zoll - Verein.

D amentlich zogen sich von Offenbach viel jüdische Handelsleute

ierher, da Offenbach ihnen keinen Wirkungskreis mehr darbie- en konnte. Diese Handelsleute konnten natärlih unter ihrem

Namen hier kein Geschäft etabliren und wußten sich die Na- men hiesiger Verburgerten zu verschassen, wofär sie mitunter

zicht unaasehnuliche Sum:nen zahlen mögen. Daß dem hieigen, d. h. hier verdürgerten, Handelsstand dadurch großer Sia zugefügt wird, unterliegt keinem Zweifel, und die Erneuerung des oben berührten Verbotes muß demselben nur sehr erwünscht seyn. Jadessen läßt sich das Verbot zu schr umachen, als daß eine gänzliche Einstellung diescs wohl an allen Handelspläken Mr oder weniger cingeschlichenen Verfahrens erwart:t werden dante.

Syndikus Dr. Danz, ein Mann, welcher sih in vieljähri- ger Dienstzeit große Verdienste um unsere Stadt erworben und sh ers vor einiger Zeir durch Kränklichkeit genöthigt gesehen, in den Ruhestand zu treten, ist in hohem Alter vor einigen agen gestorben.

E Sicherem Vernehmen nach, sehen sich die hiesigen Buch- hindler zu Folge des neulich von der Bundes - Ve: sammlung gegen den Nachdruc? in Deutschland erlassenen Gesetzes, veran- azt, an unjeèeren Senat eine Petition gelangen zu lassen, da hnen die in jenem Bundes : Beschluß ausgesprochenen Bejkim- nungen zu allgemein gehalten erscheinen, sie auch eine Erwei-

Merung deiselben in ihrem Juteresse sehr wünschenswerth finden

missen. Bei dieser Gelezenheit werden die hiesigen Buehhänd- Aer auch no< mehrere andere mit dem Nachdrucks - Gese nicht 1 Verbindung stehende Ansuchen, zur Befestigung des mate- a Interesses des hiesigen Buchhandels, dem Senate vor- 1. Die Schifffahrt auf dem Main hat bei der gelinden Wit- erung und dem Fallen des Wassers wieder begonnen. Dem inter schen wir eigentlich hier noch entgegen.

Jtalien.

L Rom, 26. Dez. (Allg. Ztg.) Die Feierlichkeiten des ‘eihnachts - Festes sind hier mir allen gebräuchlichen Ceremo- n vollzogen worden, wobei der Papst die heiligen Functionen t ei ener Person verrichtete. Viele Fremden sind in der lehz- B Ame eingetroffen, um dem Glanz eines hiesigen Gottesdien- U oyned, s9 daß die Rdmer auch dieses Jahr ihre lik, ‘«lerndte machen, wenn diese auch, im Vergleich mir fcü- 0 Jahren, nicht ganz so bedeutend ausfallen düû!fte, da die Ver etT Englischen Familien "fast gänzlich ausgeblieben sind. Das Gespräch in den Gesellschaften bilden jelzt die Angelegen- heiten in Köla, mehrere aus dem Norden eingetroffene Couriere an die Promotion der Prálaten zu Kardinälen, wobei man sich erzählt, der Papst habe in sehr huldvollen Worten dem in tr Hinjicht verdienstvollen Tesoriere Monsignore Tosti er: iärt, daß er ißn in pe!lo habe, aber niche cher mit dem Pur- pur bekleiden tdnne, bis er einen würdigen Nachfolger zu sei-

Fuer Stelle gefunden. Mehrere Verordnungen, welche in letz-

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terer Zcit erschienen sind, haben nur fär hier Jnteresse. Jn Folge einiger k irzlih vorgefallenen Straßen: Räubereien zwischen hier und Neapel wurde der Beschluß gefaßt, das Corps der Gendar- men um eine bedeutende Zahl zu vermehren und auch die Land- Dragonec mit ihnen zu vereinigen.

Spanien.

Madrid, 25. Dez. Man spricht davon, daß Herr von Latour-Maubourg sich dem Eintritt des zum Marine - Minister ernannten Don Manuel de Caños ins Kabinet widerseßen werde, weil derselbe als Befehlshaber der Spanischen Streitkräfte an der Cantabrischen Küste zwei Französische, mit Munition für Don Carlos beladene Schiffe weggenommen und sich geweigert habe, dieselben wieder frei zu geben. Man versichert, Herr von Latour-Maubourg habe deshalb einen Courier nah Paris abgesandt. :

__ Der zum Botschafter in Paris ernannte Marquis von Espeja hat zwar beschlossen , in den nächsten Tagen abzureisen, indeß glaubt man, daß er dies wohl no< werde ausschieben müssen, da Cabrera sich mit 10 Bataillonen bei Monte Forrero aufgestellt hat.

Es geht das Gerücht, daß es dem neuen Finanz-Minister gelungen sey, einige Kapitalisten zu bewegen, ihm, gegen An- weisung auf die Einkünfte von Cuba, Geld vorzustre>en.

Urte

Konstantinopel, 13. Dez. (Allg. Ztg.) Es haben in den letzten Tagen wieder Unterhandlungen wegen Algier statt- gefunden. Die Pforte giebt ihre Rechte auf jene Provinz nicht auf, und hart sich erneuert nah England gewendet, um die Französische Regierung zu vermögen, endlich einmal ihren Re- clamartionen Gehôrc zu schenken. Bisher hat sich Frankreich standhaft geweigert, in irgend einem Punkt den Anforderungen dec Pforte zu entsprechen, es hat vielmehr auf sein Erobe- rungs- Recht gepochr. Jetzt will aber die Pforte die Sache mit mehr Ernst angreifen. Die jeßige Franzdsische Regierung geht von dem Gesichtspunkt aus, daß sie für die Handlungen der feühern nicht verantwortlich sey; die Eroberung Algiers habe schon vor der Juli - Revolution stattgefunden, und die neue Dynastie habe dieselbe nicht ungeshehen machen können, besonders da die National- Ehre deren Beibehaltung verlange. Dies sind aber schlechte Gründe, um die Rechte der Pforte mißkennen zu wollen, besonders wenn man die späteren Afrika- nischen Expeditionen in Betracht zieht, welche do< von der jetzigen Französischen Regierung angeordnet wurden. Man hàtte in Paris gut daran gethan, in die Vorschläge einzugehen, welche schon vor längerer Zeit das Ottomanische Ministerium ge- macht hatte, und die hauptsächlich auf eine Entschädigung berech- net waren, die Frankreich für einen dauernden Besib hätte leisten sollen; man würde dadurch der Pforte jeden Vorwand genom- men haben, immer wieder auf diese Sache zurückzukommen, und würde sich in keiner Verlegenheit mit England befinden, das die Uebergriffe der Franzosen in Afrika mit scheelem Auge ansieht, und gewiß nichts dagegen hat, wenn die Pforte fortwährend Protest dagegen einlegt. Daß in diesem Augenbli>k fein ernstlicher Schritt von dem Londoner Kabinette zu Gunsten der Pforte ge- macht werden wird, ist schon häufig gesagt und erdrtert wor- den; allein es bleibt dahingestelle, was mit der Zeit geschieht, wenn die Prinzipien-Fragen denen der Jnteressen Plaß machen müssen und Jeder handeln wird wie es ihm am besten frommt. Die unaufhdrlichen Einwürfe der Pforte gegen die Ansprüche Frankreichs auf seine Afrikanischen Eroberungen sind wohl ins- besondere darauf berechnet, einstweilen ihren Rechtstitel aufrecht- zuerhalten, denn daß sie von Frankreich auf gütlichem Wege nichts erreichen werde, sollte sle doch schon erkannt haben. Aus Persien lauten die Nachrichten no<h immer beunruhigend. Der aus Aegypten kommende Russische General-Konsul, welcher nach Persien in der Eigenschaft eines Gesandten bestimmt ist, hat sich auch hier nur einige Tage aufgehalten und ist nach Petersburg geeilt, um Instructionen einzuholen und sich dann ungesáumt auf seinen neuen Posten zu begeben.

Das Kölner Handels- Organ enthält f:lgenden Be- richt über den kommerziellen Zustand der Levante: „Den Handel des Orients fand ich allgemein ohne Leben; die große Handels-Krisis bestimmte die Banquiers zu mehr Vorsicht, die Kredite wurden beschränkt, und wer nicht suspendiren mußte, ward wenigstens genöthigt, seinen Unternehmungsgeist zu zügeln und sich einzig mit dem Bedúrfniß des Augenbli>s zu befassen. Die I Levante hat keine reichen Handelshäuser und nicht eines aufzuweiscn, das sich mit den größeren Deut\chen Häusern messen könnte. Vie allbekannte HandelseKrisis ist auch in der Moldau und Wallachei nihr ohne Rückwirkung geblieben, der Handel war fast überall gelähmt und der Geldmangel aüge- mein. Diejenigen Wiener Häujer aber, welche diesen Zeitpunkt benutzten, ihre Agenten mir Kapitalien nach der Wallachei sandten und ‘Produkte einfaufen ließen, haben keine schlechten Geschäfce gemacht und den Gewinn gezogen, der den Anßsf- sigen zu Theil geworden seyn würde, wenn nicht der Kredit total vernichtet gewesen wà'e. Die reihen Juden und Ar- menier befassen sich nur mit Geld Geschäften, da der ordinaire Zinefuß 2, 2!/, à 3 pCt. pr. Monat is und ihr Gewinn dadurch gesjichertrer wird. Ein gleiches Verhältniß findet auch in Konstanti- nopel statt. Alle Kaufleute sind nur gering bemittelt, wenn ihr Renomee sie auch als noch so bedeutende Hôäuser hinstellt. Die erheblichen Häuser sind reine Commisjionairs. Sie machen nie direkte Beziehungen vom Auslande, sondern erhalten von da Consignationen. Man hat deren ungefähr 12, welche fort- während reiche Lager Englischer, Franzdsisher und Deut- scher Manufaktur : Waaren unterhalten, aber bei ihren Verkäufen nur theilweise del credere stehen. Selbst die Lager von Zucker, Kaffee und Kolonialwaaren sind Consiana- tionswaaren von Marjeiller, Antwerpener, Londoner und Rot- terdamei Häusern. Ein Reisender is also bloß auf den Absa6 an die Detaillisten beschränkt und macht natürlich keine ande- ren Geschäfte, a's gegen baar, das heißt, die Waare wird an einen Commissionair gesendet, bei dem der Besteller sie gegen den Betrag in Empfang nimmt. Auch in Konstantinopel ijt der ordinaire Zinsfuß 2, 2'/2 à 3 pEt. pr. Monat gegen Sicherheit, das heißt, gegen Bürgschaft oder Pfand. egen Feuersgefahr kann man weder Häuser no< Waaren versichern, deshalb leiht Niemand Geld auf ein Haus. Die Armenier haben ‘das meiste Geld, treiben damit aber bloß Ge- \chäfte nah Persien, oder leihen gegen Pfand. Die Miethen sind ungeheuer hoch. Ein Haus, das 10,000 Gulden kostet, muß 3 bis 4000 Gulden jährliche Miethe tagen, denn der Eigenthümer kann nur auf fünfjährigen

sind \so hâufig, daß man

Besi rehnen. Große Feuerébrünste die álter als drci Jahre

in Konstantinopel wenig Häuser sieht, sind. Alles is von Holz gebaut, und seltcn ei ein einziger Stein zum Bau verwendet wurde, in Konstantinopel weder am besten Stein noch ; Ganz Konstantinopel einem Dorfe der miserabelsten Klasse. im höchsten Grade. tinopel macht, shwindet ganz, ist in dieser Hinsicht civilisirter ; gepflasterte Straßen und is reinlicher. bedeutet {hon mehr und es giebt da mehrere gut bemittelte Fonds von 100,000 Gulden oder Tha- ler arbeiten, auch zuweilen Geschäfte für eigene Rechnung ma- chen. Dieses Jahr hat Smyrna jedoch ungemein gelitten; man kann annehmen, daß durch die große Handels-Krifis, welche die Preise der Baumwolle, Kreuzbeeren, drúte, die Kaufleute in Smyrna zusammen vielleicht 2 Mill. Gulden verloren haben. Die diesjährigen Aerndten der Früchte, Rosinen und Feigen in Klein- Asien, sind in Qualität und Quan- tität über alle Erwartung ausgefallen; dennoch behaupten sich die Preise hoch und die Produzenten stehen sich gut.“

obgleich cs

allen Vorstädten gleicht Unreinlichkeit herrscht Der großartige Eindruck, den Konstan- wenn man es vom Wasser aus sieht, so wie man das J es hat hübsche Häuser , Auch der Handel

Häuser, die mit einem

Gurami und Oecle herab-

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Berlin. Än der Sitzung des Vercins für Erdkunde am 6. Januar 8. Rose über cine Wanderung aus dem Entreves.- T hai s pie: Thal über dic Pässe im Süden des Montblanc. Herr Blesson theilte Beobachtungen über das Leuchten des Mecres mit. err Zeune sprach über Schmciker's Dnellen - Theorie. f dic Kunstwerke, Zeitrechnung und Sprachen Skandinaviens fich wurdocu von Herrn Steffens vorgelegt und mit Herr Mablmanu las sodaun tider die ab Herr von Sydow

berichtete Herr in das Montjoi

bezichende Werke Bemerkungen begleitet. Steppen-Wüsten in Nord: Amerifa. Zaleßt einige Nachrichien von Herrn Helfer aus

Meteorologishe Beobachtung.

Meoraens Natdmittags Nat einmaliger

Reobacktuna.

Quellwärme 6,8° R, Fiuñwärme 0,09 R. Bodenwärme 0,3L R. Austünftung 0,021‘ Rh, Niederschiaa 0,019‘ Rh Wärmewecbsel $8,102

Luftdru>t.…... |341,41Par. |341,70‘’Par. 341,73‘ Pir. Luftwärme ... |— 13,59 R. |— L4“ R. (— 11,0% R. Thaupunkt .…. |— 15,7 N. |— 10,5% R. \— 1329 R. Dunsisäitigung

etiv, Schnes. ctw. STe>inee.

Wolkenzug .

Tagesmittel: 341,61/// Par... 10,1% R. 13,1% R... $81 pCt, NNO.

iner Bor se.

Den 8. Januar 1838.

Beri

Amtlicher Fonde- und Geld-Cours-Zettel.

Brief. | Geld.

Bt.-Sebuld-Sceh. | 4 Pr. Eugl. Obl. 80.4 PrümBch. d.Seeb.|_— Kurm.O0bl.m.1.C.! 4 Nox lat. Beh. do.| 4 Beri. Btadt- Obl! 4 Köuigsb. de.

Kanr- u. Neum. do! 4 do. do. dos}

Rückat, C. uud Z.: Beh. d. K. =. N. Gold al marco Neue Ducatieu Friedriehad’or Aod. Golêmün- zeu a 5 Tul

Danz. do. in Th.! /

Wentpr.Pfaudbr.!4| 1007/5 E

| 4j 16003/,

Gros. Pos. Ostpr. Pfandbs.

Answürtige Börsen.

Frankfurt a. M, 5. Januar, Oecsterr. 39% Met. 1053/5. G. 1%, 25/5. 253 /5

49/0 100. G. A S LAtEN 1690. 1689, {s G. Louse zu 500 FI. 119, 118?/,. Loose zu N 2 x Preuss. Präm.-Sch. 63/g. G. do. 4% Änl, 101! /;. “ae g va 663/,. 66!/,. 59/, Span. Anl. 123/,. 12!/,. Paris, 2. Januar. 39/9 Rente au compt. 107. 9%. 3% au compt. 78, 90. Neap. au compt. 98. 10. 5% Span. Rente 20!/.. Portug. 19*/5. :

Partial - Gb.

Poln. Loose

/%/0 Toll. 53'/,. 53.

Passìve —.

Königliche Schguspiele.

Dienstag, 9. Jan. ernhause :

Trauerspiel in 5 Abth., von Piccolomini, als leßte Gastrolle.)

Im Schauspielhause: 1) Une posi'ion délirate, rauterile en

2) Vaul et Jean, vaudeville vouveau en

Mittwoch, 10. Jan. Jm Schauspielhause: und Michel, komische Oper in 1 Aft, von C. Blum. Bierauf: Konzert von L. v. Beethoven, fr das Pianoforte, (erster Sas), vorgetragen von der zehnjährigen Sidonie fe Variationen für das Waldhorn, über ein Thema aus der Opcr: „Joseph in Aegypten““, komponirt und vorgetragen von C. C18s- ner, Kaiserlich Russishem Kammermusikus. Namenstag, Ballet in 1 Akt, vvn Hoguet.

Donnerstag, 11. Jan. Jm Schauspielhause, zua ersten- male: Die Opfer des Schweigens, Trauerspiel 5 Abth , von Fmmermann. :

Kdönigsstädtisches Pagenstreiche.

Wallenstein's Ted, (Herr Hdfler: Max

actes, par Ar,

Mary, Mar

Und: Der Mutter

Dienstag, 9. Jan. Lufispiel (n 5 0 von Kotzebue. E S

Legen Krankheit der Dlle. Dickmann kann die Oper: „Die weiße Dame“ nicht gegeben werden. verkauften Billets bleiben zur heutigen Vorstellung güitig, oder kann der Betrag dafûr bis 6 Uhr Abends in Empfang genom- men SeietGa@ d À Graf B

Mittwoch, 10. Zan. raf Venjowäky, oder: Die Ver- {<wdrung auf Kamtschatka. Schauspiel in 5 Akten, E R, buc. (Mad. Schunke, vom Stadttheater zu Magdeburg: üfa- nasia, als leßte Gastrolle.) i E

Die dazu bereits

Nedacteur Ed. Cottel.

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Gedruckt bei A. W. Havr-