1838 / 23 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

D E E E

it aden Q R O Di E A G B D

Resultate werde erlangen können, die sie si< vorgeseßt habe. Das Ganze sei übrigens offenbar nur darauf berechnet, in Eng- land Eindru>k zu machen und die höchsten Behörden daselbst einzushüchtern. Am 6. November schreibt Lord Gosford, daß das Gift, welches die Agitatoren so emsig ausgestreut, sih wei-- ter verbreitet und mehr gewirkt habe, als jemals. In mehre- ren Grafschaften des Distcikts Montreal sey ein sehr großer Theil des Landvolks in einer solchen Aufregung, daß mannicht sagen könne, wie weit sie gehen würden, Die Ägitatoren hätten offenbar den Zwe>, die Autorität der Regierung zu stürzen, da die Beam- ten dur< Bewa®nete gezwungen würden, ihre Entlassung ein- zusenden und sich den sogenannten Patrioten anzuschließen. Am 6. Dezember wurde Sir John Colborne dur< Lord Glenelg ermächtigt, das Kriegs-Geseß zu proklamiren, im Fall es nöthig sey. Mit den Berichten über Verhaftungen und über Ver- suche, die Verhafteten zu befreien, beginnt dann die eigentliche Geschichte der Empörung. Aus den vorliegenden Dokumenten muß auch der gewissenhafteste Verthetoiger der Volksrechte sich über- zeugen, daß durch die seit dem Beginn der Empdrung ergriffenen energischen Maßregeln die Sache der Humanität unbereenbar gewonnen hak. Sven die Jnsurgenten nicht gleich anfangs unterdrückt worden, so möchte sich die Insurrection wohl über die ganze Provinz verbreitet haben, während sie jeßt auf die Grafschaft der zwei Gebirge beschränkt ist und, allen Nachrich- ten zuf<ige, auch dort bald unterdrüt seyn wird. Hätte man, bevor noch Papineau und seine EMT ihre Pläne vollständig entwickelt gehabt, strenge Maßregeln angewendet, ein

Werfahren, welches einige Tory - Blätter vertheidigten - so

würden die Jnsurgenten das Mitgefühl des Englischen Volkes

für sich gehabt haben, und der Unwille würde in einer späteren

Zeit um so stärker hervorgebrochen seyn. Aber Papineau hat

sich selbst in eine s{limme Stellung verseßt; die Regierung hat

die Freunde der Gerechtigkeit und Oxdnung auf ihrer Seite,

die nun einsehen werden, daß die Menschlichkeit es verlangt,

die leihtgläubigen Französischen Kanadier gegen die Absichten

verzweifelter Ägitatoren zu beshüßen und beide Klassen von

Bewohner vor einem blutigen Bürgerkriege zu bewahren, der

offenbo die Folge der Empörung gewesen wäre, wenn sie nur

einize Stärke gewonnen hätte.“

Der Admiral Sir Édward Codrington und die Herren Fearon, Jones, de Vear, Green, Arber, Marriott, Ridgway und Pouncey haben einen Protest gegen die Verhandlungen und Reden unterzeichnet, welche in der Kron - und Anker - Ta- vern am 4. d. in Bezug auf Kanada gehalten wurden ; sie er- klôren es, nach Durchlesung der den Parlaments-Mitgliedern zur Einsicht mitgetheilten Kanadischen Aktenstücke, für ihre Pflicht, war durch alle geseßlichen Mittel zur Abhülfe der gerechten Be- <werden Kanada's behülflich zu seyn, gegen die Kanadischen Insurgenten aber die Regierung aufs eifrigste. zu unterstüßen, weil es nicht politisch, gere<ht und weise sey, vermittelst einer Revolution die Reform befdrdern zu wollen.

Der Standard enthält folgendes Schreiben aus Mont- real vom 12. Dezember: „Seit meinem lebten Schreiben sind die Dörfer Saint- Denis und Saint- Charles, die von den Rebellen befestigt worden waren, eingeäschert worden ; zwölf Britische Soldaten” und fast 200 Kanadier kamen in dem Kampfe um, der dabei stattfand. Nördlich von Montreal, zu Saint- Eustache und Grand - Brulé, stehen die Insurgenten in großer Anzahl, und in diesem Theile des Landes haben sie unerhörte Grausamkeiten gegen die Englischen Kolonisten verübt und sie mit dem Tode bedroht, wenn sie sich ihnen nicht anschld}en. Unsere Landsleute sind, von Allem entblößt, in großer Zahl mit ihcen Familien in Montreal angekommen, um daselbst Schuß zu suchen; sie haben Alles, was sie besaßen, in den Händen der Rebellen gelassen. Jn diesem Augenbli is eine beträcht- liche Mislitairmacht im Begriff, dorthin abzugehen, um die Insurgenten aus ihren Stellungen zu vertreiben und ihren Grausamkeiten ein Ende zu machen; zichen sie sich nicht zurü, so wird es einen blutigen Kampf geben. Die Vewaffnung und Organisirung unserer Mitbürger schreitet rasch vorwärts; in den leßten Monaten sind 3000 Stúck Flinten unter sie vertheilt. worden. Alle Geschäfte ruhen, und man trifft nur Vorberei- tungen zum Kriege. In Ober- Kanada haven die Rebellen 35 Mann an Todten verloren, und mehrere sind gefangen genom- men worden, darunter die Doktoren Wolfried Nelson und Va- lois, auf deren Einbringung 500 Pfd. Belohnung geseßt waren. Auf Seiten der Constitutionnellen wurde Keiner verwundet. Am Tten waren 2500 Mann unter den Waffen, die am folgen- den Tage gegen die Jnsurgenten marschiren sollten.“‘

Der Graf von Eldon ist am Sonnabend im L7sten Jahre seines Alters hier in London mit Tode abgegangen. Der Ver- storbene war unter den Tory - Ministerien mehr als 25 Jahre hindurch Lord : Kanzler von England und bis zu seinem Tode Ober- Kurator der Universität Oxford. Er bezog wegen des er- steren Amtes vom Staat eine jährliche Pension von 4000 Pfd. Sterling. Jn Rechtssachen galt er als cine der ersten Auto: ritáäten Englands. Als Staatsmann gehörte er zu den eifrig- sten Tories. Er besuchte, so lange seine Kräfte es ihm gestat- teten, den Pitt-Klub und war einer der größten Bewunderer des Staatsmannes, nah welchem dieser Verein seinen Na- men führt. Allen Rechts - Reformen, besonders den Verände- rungen im Kriminal-Recht , die im Laufe seines Lebens vorge- schlagen und durchgeseßt wurden, zeigte er sich stets entschieden abgeneigt. Sein Samiltenname war John Scott; im Jahre 1788 wurde er General-Fiskal und Ritter; die leßtere Würde wollte er niht annehmen, König Georg lll. verlieh sie ihm aber dennoch; 1794 wurde Sir John Scott zum General-Pro- furator befördert. Schon als Herr Scott war er für den Burgflecken Weobly ins Parlament gewählt worden, wo er sich zuerst durch seine Opposition gegen die von Fox eingebrachte Indische Bill hervorthat. m 18. Juni 1799 erhielt er die Pairwúrde, mit dem Titel Baron Eldon, und wurde zuglei<h zum Oberrichter ernannt. Am 14. April 1801 gelangte er an Stelle des Lord Lougborough, der zum Grafen von Roßlin erhoben worden war, auf den ollsacf, und im Jahre 1805 begann er seine Opposition gegen die Ansprüche

der Katholiken, wobei er bis zur nnahme der Emancipations- Bill beharrte. Als im Jahre 1806 die Whigs auf kurze Zeit an’'s Ruder kamen, legte Lord Eldon die Siegel nieder, welche nun Lord Ersfine empfing; aber {hon im folgenden Jahre ge- E die Tories wieder zur Macht, und mit ihnen wurde au< Lord Eldon wieder Lord - Kanzler. Bei den BVolks- Tumulten, die im März 1815 auf Anlaß der Korn- geseße entstanden, richtete sich die Wuth des Pöbels auch besonders gegen diesen Staatsmann, und er fonnte nur mit Mühe sein Leben retten. Jn demselben Jahre bat Lord Eldon den Prinz- Regenten um seine Entlassung, die ihm aber nicht gewzet wurde. Als im Jahre 1820 Georg IV. den Thron bestieg, erhob er den Kanzler in den Grafenstand. Bis zum

90

Liverpool’s Tode aber legte er seine lange amtliche Laufbahn. Auch die Armee gezeichnetsten Offiziere verloren Norcott, der nah mehrmonatli in Jrland verstorben ist.

Die Verbindlichkeiten der

Barren und aus ,

baaren seyn sollen. selbe geblieben, Vermehrung der Depositen w

Gestern strômten aus der Menschen nach

Tage, wo die Königin die Polizei mußte alle ihre Kräfte der um den Börsenplals gez

gens schlugen plößlich aus Flammen hervor, fie wurden Statue Karl's Il. ist auch das

In dem ausgebrochen, selben erkrankt.

Am Sonnabend passirten kräftiger Pferde, welche der C land für Don

werden follen.

lionen Dollars für Maryland

bringen. Schweden u

Stockholm, 9. Jan.

Am Jahre 1832 Offiziere auf, Vergleichung mit solchen von

nes wissenschafclichen Comité denen aus Äfker, der zweite

Schottland zuerkannt. diese Versuche im Tournal des

ihren Diskonto auf 5 pCt. h

am Lten als eilftes. Dän

wig, lautet:

„Wir Frederik der Sechste, mark, der Wenden, Gothen, marunu, der Dithmarschen und zu

stände in den Jahreu 1835 und gediehen sind, daß Wir Uns im treten der Pceovinzialsiände zu b

gegenwärtigen Jahres kraft dics Wille, daß die Verhandlungen ueu drei Monaten nach dem

Untecribanen in Unserem Herzog

zogthum Schleswig, sowohl den

_

Stimme

voa1 28. Mai 1831 und in d wegen näderer Regulirung der

gewärtig seyn sollen, welches

den Junhalt der gedachten Gese auch zu sämmtlichen

ten. Urfundlich unter Unserm

Moltke. Thomsen. Reven

Deut Hannover, 19. Jan. Königl. Hoheit des Herzogs

hiesig-m Die

Fahre 1827 verwaltete dieser no< seinen Posten; nach Lord

unserer Jnfanterie.

hat in den

leßten Vierteljahre auf 28,892,000 Pfd., worunter 17,900,009 an Banknoten und 10,992,000 an übernommenen Depositen ; ihre Effekten betrugen 31,501,000 22,306,900 in Unterpfändern. wie der Globe bemerkt, eine bedeutende Zunahme der Vorräthe, die je6t schon Der Belauf ihrer wie am Schluß des vorigen

gierungs-Einnahme zu Ende des lesten Vierteljahres von der Dividenden-Zahlung, zugeschrieben.

Cornhill, um die Trúmmer

der Andrang der Volkémasse war fast noch 1 City mit ihrem Besuch beehrte. Die

Ueber 150 Arbeiter waren damit beschäftigt, ; zernen Zaun um die Brandstätte zu errichten und ein Gerüst um den noch stehenden Thurm zu möglich abgetragen werden soll.

oße Schornsteine niedergerissen. dey einem Theil der Trümmer noch

vom Feuer verschont geblieben. Kirchspiele Croscombe bei Wells ist die Cholera

und es sind bereits sechzehn

Karlos angekauft hat, ) fi rem Wege na<h Southampton, wo sie nach Spanien eingeschisfft

Die New York Evening Post meldet, daß der Richter Buchanan und der General Emory, die sich im Frühjahr nach Europa begeben hatten, um wegen einer

Sache wieder zurückgekehrt seyen. Blatt, der „Potomac Advocate“‘‘, behauptet dagegen, es sey Hoffnung vorhanden, die Anleihe in Amerika zu Stande zu

Der Hofgerichtsrath Törnebladh, welcher zehn Jahre lang Justiz - Bevollmächtigter der stände gewesen, ist mit Tode abgegangen. hielten sich hier, ( ( gießereien zu Finspâng und zu ker vier Französische Artillerie- von ihrer Regierung gesandt, auf eiserne Kanonen ins Werk zu richten , die zu Versuchen in

sischen und Englischen Gießereien dienen sollten. suche wurden in Frankreich im beendigt und es wurde nah geschlof-

senen Experimenten der erste Rang in der T der Stücke

der dritte denen aus Finsping, Man findet

terre et de mer, Heft 56, Jahrgang

Auch die Bank- Abtheilung zu erabgesekßt. Das Aftonblad erschien am 8ten

Altona, 19. Jan. Das Patent, fung der ständischen Versammlung fúr das

von Gottes Gnaden König zu Däne- Herzog zu Schleswig, Holstein, Stor-

2c. 2c, thun fund hiermit: Nachdem die Arbeiten, welche besonders wit Rücksicht auf dic Verhandlungen Unserer getreuen Provinzial-

Uns Allerhöchst bewogen gefunden, das Herzogthum Schleswig auf den

Eröffnungs-Tage geschlossen werden sol: len. Jnd:m Wir Solches Unsern sämmtlichen lieben und getreuen

befehlen Wir zugleich Unseren getreuen

beigelegt haben, als den verordnungsmäßig skatt ihrer eintretenden Sriellvertretern,

sich zu dem gedachten cin und zwanzigsten Schleswig einfinden und sih zu dem in dem allgemeinen Gesctze

zogtbum Schleswig bezeichneten Zwecke vereinigen, und désjenigen rius zur Berathung weden vorlegen la}en.

Mitgliedern | daß sie, immer cingedenf Unserer landesväterlichen Absichten, sich

die Erreichung derselben angelegen seyn lich} beitragen, und dadurch dem in-sie geseßten Vertrauen entspre-

chen werden. Zum Kommissarius l Herzogthum Schleswig haben Wir Unsern Ober - Procureur für die

Herzogthümer, Konferenz - Rath bewogen gefunden. Wouach sich männiglich allerunterthänigst zu ach-

drucften Jusiegel. Gegeben in Unserer Königlichen Residenzstadt Kopenhagen, deu 10. Januar 1838.

ofe die Trauer auf eine Wo iesige Zeitung vom heutigen die (gestern erwähnte) Uebersicht von der neuen Eintheilung

ihn nieder und beshloß hiermit

leßten Tagen einen ihrer aus- , den General - Major Sir A. cer Krankheit zu Marysborough

Englischen Bank beliefen sich im

Pfd., wovon 8,895,000 in Es giebt sich dar-

auf 9,500,000 Pfd. gestiegen Unterpfänder ist ziemlich der- Quartals. Die ird dem Uebershuß in der Re-

ganzen Hauptstadt Tausende von der Börse zu sehen; größer, als an dem

aufbieten, um das Einbrechen ogenen Barrièren zu verhüten. einen starken hôl-

erbauen, der so {nell als Am Sonnabend wurden 28 Gestern um 11 Uhr Mor-

aber bald erstift. Außer der Standbild Sir John Barnard's

Personen an der-

eine große Menge schöner und apitain Alexander Forbes in Eng- die Stadt Halifax auf ih-

Änleiche von 8 Mil- zu unterhandeln, unverrichteter Ein anderes Amerikanisches

nd Norwegen.

Reichs- so wie bei den Stúk- um Bestellungen

gleicher Construction aus Franzd- Diese Ver- Herbste 1836 unter Leitung ei-

denen aus Ruelles in Frankreich, der vierte denen aus Carron in den amtlichen Bericht über sciences miïtaires des armes de 1837.

Bergen in Norwegen hat

d. als siebenzehntes,

emar fk.

betreffend die Einberu- Herzogthum Schles-

Lauenburg, wie auch zu Oldenburg

1836 crforderl:h genorden, so weit Stande sehen, über das Zusammenu- cstimmen, haben Wir zu beschließen die ständische Versammlung für cin und- zwanzigsten Mai des es ‘einzuberufen. Dabei ist es Unser dieser Versammlung spätestens biy-

thume Schleswig hierdurch eröffnen, Provinzial-Ständen im Her- jenigen, welchen Wir cine besondere gewählten Abgeordneten oder den daß sie Mai in Unserer Stadt

er Verordnung vom 15. Mai 1834 ständischen Verhältnisse in dem Hcr-

Wir ihnen durch Unseren Kommiissa- Wie Wir jîie dabei auf ge verweisen, so versehen Wir Uns der - ständischen Versammlung,

lassen, dazu ihrerseits mög- für die ständishe Versammlung im ópp, zu ernennen Uns Allerhöchst Königlichen Handzeichen und vorge-

FrederikR. tlow- Criminil. Dumreicher.'

sc<hland. Wegen erfolgten Ablebens Sr. Maximilian von Sachsen ist bei e angelegt. age enthält nunmehr

München, 16. ner politische Zeitung gen Ministerium des

nisse getreten, und

den Erben des Der

Hauber.

Gesek-Entwürfe auf

die Erdffnung dieser

tragt,

und Auge(nate von Erdffnungs- l „Durchlauchtigste,

j:siât dem Könige außerordentlichen

Arbeiten beschränkt.

der Gesckgebung in ci längst für cin dringen Stelle unseres bisher menscßung aus sehr

feit verbindet. die Bcsirafung verschi hung stehender Polizc Strafgeseubuch zur E

cinen festen und gle

civilrechtlichen Folgen Beitrag zu der von ler Theile

hat die endliche Fesilst feßgebung zum Gegen Zollvergeheu mit der schen Zoll-Vereins in verschiedenen Gesetz

u geben, : fung, welcher jene gen.

freudigen Hoffnung, tig sind.“ orten :

„Die versammelt pflichtgetreuem Eifer Strafgeseugebung ist heit unseres Königs Sprüche giebt,

den wohlthätigsten F

sonderer Ant:ieb Beispiel folgend, mit legten Gescy-Entwür

Hiermit {loß verließ unter Begl

Stuttgart, dent der Kammer erôffnete An die gendem Vortrage:

¡ait Herzlichkeit und darauf anfommt,

Geseze mitzuwirken. ten Zustande der dürfniß sey, ist von hat zur Abhülfe des

ethan und wir haben

Vorarbeiten geferta worden ist.

Strafgeseubuchs mit den können, sobald

von den E

Buchdruckerei-Besiters Dr. worden. dent nennt als Mitarhz

F V at

(Stuttg. Bl.) Nachdem #,

und alleinige Rechnung übernommen Nürnberger Korrespon t ter der umgestalteten „Mänchener politischen Zeitung“ die fessoren Görres, Ringseis, v.

Stuttgart, 16. Jan. Majestät der Kdnig durch Reskript vom Stände des Königreichs

stät mit dieser Erôffnung in begab sich Mittags Departements des Innern, Ge das Ständehaus, wo in dem Saale neten die Mitglieder beider Kammern versammelt waren, j Königliche Commissair, empfay

sofort der bevollmächtigte ständischen Deputation, nachstehs

wohigeborne, Hochwürdi bin ich tra Landtag zu eröffnen.

heits- Recht und Gerichts - G

hörden für dic Behandlung fährdungen im Juteresse der i<férmigen Maßstab gewähren. reibt sich der Entwurf cines Gesches übt l RYerbrechen und Vergehen an, welcher in Sr. König!. Majestät angeordneten Revisn f Ein weitera terstellender Gesetz - Enn

Strafgeset - Entwürfe

verfassungsmäßigen Zusiimmunog zu un

Das schwierige W:rk der Gesctzge Vielscitigfeit der Erörterung, weiche ihm durch gesichert ijt, nur in aufri<tigem Zusamueuwir der Stände zum Nugen und Wohl d fichten und Erfahrungen und die Gesinnungen, auf früheren Landtagen erprobd| 1 e nil beginnenden Verhandlungen mit Umsicht gefübrt und von de Geis des Vertrauens gelcitet werden, un

wie auf den vorangegangenen,

Der Präsident der Hohenlohe - Langenburg ,

en Stände des Königreichs sind dem an s einem außerordentlichen Landtage gefolgt und erfenuen mit ehrfurhtsvollstem N itige laudesväterliche Fürst

gangenen Königlichen Ruf zu

auch in diescr Einberufung die stets th Sr. Königl. Majestät. l : cin lang gefühltes Bedürfniß, welches der V Éin neues umfass Strafgesezbuch, das dem Richter feste und klare Normen für das die bei uns und in den benachbarten Läude! $ wahre Bedürfniß der Zeit bers tigt, welchcs dem rubigen redlichen Bürger Schu gegen das V <en gewährt, dem Verbrecher aber Strafe, verbunden mit wird dem Ucberhanduehmen der Verbrechen steuern und olgen für unser Vaterland sevu. as Wohl des Landes wird eil?

Stände sevn, diesem erhal die ibnen !! die Liebe unt

machten Erfahrungen und da

liche Sorge unseres Königs für d für die getreuen Eifer; Umsicht und Thätigkeit und von neueu 1 unserem geliebten Kénig st>

gtiche Bevollmä! - die ihn empfat hatte, den Saal, und die Sikbung war aufgehoben.

6. Bl.) Der Pi gibt

hänglichkeit zu bethätigen, die wir veränderlich geweiht habeu.““

„Nach geraumer Treunung gemeinschaftlihen Thätigkeit. Jc

ist uns der hochwichtig

neuen Straf - Gesetzbuch Daß dessen Verabschiedung bei dem m?

ennen, als der Entwurf mit Benu

ie von ihnen zu glei

Jan. (Fränk. ‘7 fár welche

den 16ten d.

12 Uhr der pr

einer

ede hielt: Durchlauchtige, Erlauchte, ge, Hochzuverehrende Herrcu! Von Sr. Y beauftragt, Jbre Versammlung zu ti Die Thätigkeit dieses tags ist nach der Absicht Sr. König!. Majestät auf Geseßgebu Jnsbesondere soll an demselben die Revi rdert werden, in welchem ) Bedürfniß des Landes erkannt ist. Au

nem Zzweige gefo

des

Moy und den geistlichen

heime Rath von Schlayer, der Kammer der Äbgy

Die ungewöhnliche Kälte hást an. Seit vorgestern is des, halb das Theater geschlossen. Merk.) Dié ¡¿Münths bekanntlich unter dern voij Ännern ein Redacteur aus decn Persy nal bestellt, und auch ein jährlicher Zuschuß aus dessen Nrgit fonds zugewiesen war, is seit dem lsten d. aus diesem Verhäs,

igenthümern des Privilegium Wolf, für ihre eigen

3. Dezember y

Behufs der Erörterung verschieden M. zu einem außerordent hen Landtage gnädigst einzuberufen geruht hatten, erfolgte hey Stände- Versammlung. S Höôchstdero Namen gnädigst bey

ovisorische Chef y

Hochgeborne, ÿ

7

igen Strafrechts, welchem uach feiner Zus

ungleichartigen Gesehen,

i-Uebcrtretungen. rgänzung der bedeutendercn der

der

des bürgerlichen Nechts licfern wird

so wie aus Gew

cbrauch cin sebr wesentliches Erfo niß die Einheit der Grundsäße mangelt, soll ein Straf: _seubuch treten, das einfach, klar und zusammenhängend in s i Bestimmungen ein richtiges Verhält brechen und Vergehen die Rücfsichten hunaner Hieunit zuf

niß zwischen den einzelnen festscut und in seinen Straf - Sanctit Miide mit den Forderungen der Gere ammenbängeud if der En{lwnmf ih edener mit Verbrehen und Vergehen in V Es soll dieser Entwurf diencn und zugleich den Polizei: Arten von Rech! öffentlichen Ordnung und Sie An beiti

clung unserer bisher nur provisorischen Zl

stande, Gesetzgebung der übrige

Ucbercinstimmung bringen. Wohlfahrt sind und je tiefer sie in das gesellschaftliche Leben cingreifen, di mchr war cs das Besircben des Königs, und desto ernünsch

- Entwürfe für die

Die Revision der v

nicht entgangen ij.

fe zu prüfen,

sih der Akt, der Köni eitung der Deputation

17. Jan. (Wärttem

der Abgeordneten, Freiherr von G Versammlung mi

erste Sißzung dieser

mit Freude;

Württembergschen Straf-Ge

allen Seiten anerfannt.

leßtern durch die Einbringuug des Entwur solchen Geseybuchs und einiger verwandten Geseg-Entwürfe d f diese Einbringung mit um so größerem Dan

ung aller vorhandenen vors I

t und rau mit der größten Umsicht i <mäßiger Vorberathung wurfs des Strafgeseßbuchs ernannte Kommission hat sich Lit ertheilten Auftrage mit Eifer und Anstrengu derselben erstattete Bericht be Mitglieder, und es wird nunmehr zur

Zugrundlegung diejenigen Geschäfte, we

t haben, bürgen d

angemcssene , schnelle und den Mitteln zu seiner Besserung,

findet sich in den Händen der v Berathung r dieses Berichts ge

und soll insbesondere dic Strafen für

n Staaten des D

denselben die möglichste Ri ter ist ihm ebcn darum dic weitere Y Entwürfe bei der stäudischen Berathung unl bung fann indessen beil unfcre Verfassung

fen der Regierunz

es Landes gedeihen. Jhre (il

welche Sie bu

d so überläßt si der König de daß unsere Verfassung auch auf diesem Landi, nur Ergebnisse liefern werde, wel für das lebende und für die kommenden Geschlechter gleich wohith

Kammer der Standesherren, Fürst u erwiederte diese Rede mit folgend

erschiedenen Theil

sou!

sehen wir uns wicder vereinigt | h begrüße Sie, hochverchit uit Freude } ein großes und nügliches Werk zu volibringel| e Beruf geworden, zu der Errichtung

es und der damit in Verbindung steg ngelh

um fo mehr,

setze ein dringendt Die Staats. Re

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Sprach? zu briugen.

lleberzzugung ) Deutschen Bundes der Erhaltung der inneren Ruhe und geseßli-

or Allem vorgenommen zu werden en, ihre E-ledi haben E j pflegen, ihre Erledigung erhalten Nachdem hierauf Geheimcrath von Schwab den Entwurf

zu einem Strafgesebuch übergeben und motivirt hatte, worauf er q nebs dem Ober-Tribunalrath von Steck entfecnte, erhob 14 der Abg. Feuerlein zu einem Vortrag folgenden wesent-

lichen Junhalts:

„Nicht Nachahmungssacht, sondern Deutscher Nechtsfinn dränge ín der ersten Sißung der Wahl:Kammer die durch eine Macht- Regeuten aufgehobene Hannoversche Verfassung zur Fändea Gründe allgemeine Anerfkennunz, roie ¡2 die befanuten Patente vou 9. FJuali und 1. November 1837 ent- alten, uad wie sie die den Patenten uachgefolgten Handlungeu ge-

leitet haden, so wáre jede Zusage cines noch so weisen und edien Re- genten gegen sein Voiï mußte füc

anf seine Lebensdauer beschränkt, jedes Volk deu Fortbestand seiner Verfassung Besorgnisse hegen und frfte flir seine Rechte nur in der Persönlichkeit scincs Fürst:n und er Räthe dessclben eine Gewähr suchen. Je lebendiger die allgemeine sey - daß in der selbstverfündeten Haupt - Aufgabe des

hen Ocdiung in jedem Bundesstaate auch die Erha!tung des cin- 1al bestcheuden dffenilichen Rechtszustandes gegen cinseitige Abâände- angen, Schuß gegeu odcu wie gegen unte:1, degriffen sey, desto mehr üsse es jeden Deutschen shmerzen, wie, nachdem faum ein ungeset- {niger Geist in manchen Staaten beschworen worden, aufs neue M1ß- rauen und Unzufciedenheit veranlaßt und cinem um die Kultur von Deitschlaind, um dessen Becfreinng und um die Rückkchr sciner Re- enten-Familie- auf den DLhrou der Väter so hochverdienten Deutschen olfsstamme die angewohäte, sichernde Verfassung in dem Augenblicf ntzogen werden mochte, als eben erst dieses Volk mit so warmeu erzen seineu neuen Herrscher begrüßte. Der Redner schloß sodann it den Worten: Jch darf wohi vou feiner Scite her den engherzi- en Einwurf fürchtzn, daß eine Württembergische Stände-Versamm- 1g der Nechtszustand ciaes anderen Landes nicht berühre. Schon ie Vereinigung der Fürsten des Deutscheu Bundes hat auch ihre Bölfer sich näher gebracht ; die geficigerteu Verbindungsmittel, welche deit und Rau außer Berehuung sezcu, haben jedes zum Nach- ar des anderen gemacht, und wie cinst Deutschland in der Sym- athie seiner Völker gegen den äußeren Feind seinen Hort fand nd findeu wird, so ist es löblih und zwe>mäßig, diese Sympa- e auch im Friedeu uud im Junuern zua hegen und zu pflegen. Nag daber au Württemberg nie Achuliches, was in Hanno- er gesch1h/ zu fürchten haben, mag es noh so gewiß seyn, daß in edier Regent bei Verhandlung dieser Angelegcuzeit am Bundes- ze sein Benchmen nach den Bandeë-Gesegen richten werde, s9 wird o die Kammer feinen Aufland nehmen, ihre Stimme mit der df- entlichen Stimme der Moral, des Rcchts und der Politik zu verei- igen, und, worauf ich hiermit antrage, im Angesfichte von gauz Deutschland ihr Bedaucru darüber aussprechen, daß einem Deutschen ole die in anerkannter Wirkisamkcit bestandene Grundlage seines entliczen Rechts-Zustandes cinscitig habe entzogen werden fönnen ; ich bitte ich die Kanmer, in ihren Protokollen den Ausdruck ihres sten Vertrauens zu deu bunades - und verfassungstreuen Gesinnun- en der Wärttembergschen Regierung niederzulegen : es werde dieselbe hrerseits dabin mitzuwirken sich bcjtreben, daß durch Herstellung der aftisch aufgehobeneu Verfassung in Hannover die Gemüther der dor- gen Staatsbürger, wie aller Deutschen, beruhigt werdey.“

Der Präsident erklärte den Antrag zwar fúr sehr wichtig, dillein nach $. 173. der Verfassungs - Urkunde könne nur dann hon jebt der Antrag berathen werden, wenn drei Viertheile er Zahl der Kammer-Mitglieder dafür seyen. Es ward sofort abgestimmt , ob der Feuerleinsche Antrag heute noch zur Bera- hung fommen solle, wofur 55 gegen 29 Stimmen sich ergaben. 84 Abgeordnete sind anwesend.) Der Antrag wurde also ver- hoben, da ?*/, aller Stimmen dafür erforderlich wären. Uh- and, Pfizer, Schott, Raidt, Metsch, Schmid, Pfaff u. A. waren agegen, weil sie den Antrag in Gegenwart der Minister ‘bera- hen wissen wollten. Kanzler von Wächter trug nun darauf n, daß der Antrag morgen berathen werde. Menzel war nur ann einverstanden, wenn morgen die Minister auch in die ammer kommen. Der Antrag des Kanzlers von Wächter ward durch Zuruf genehmigt.

Frankfurt a. M., 18. Jan. Die vor furzem hier

stattgehabte Wahl eines Kanzleiraths, welche nach mancherlei

vorhergegangenen Schwierigkeiten den Dr. von Lersner be- günstigte, hat einen unerwarteten und für den Senat sehr un- angenehmen Zwischenfall herbeigeführt. Die ständige Bürger- Repräsentation fand sich nämlich veranlaßt, in den leßteren Ta- gen einen Beschluß zu fassen —- man sagt, mit funfzig Stim- nen gegen eine wonach sie der Wahl des Dr. von Lersner zum Kanzleirath ihre Anerkennung versagt. Dieser Beschluß erregt atürlich Aufsehen, und muß es um so mehr, da er auf Mo- ive gestÜlßt worden, aus welchen, wenn sie gegründet, abzu- then wäre, daß der Senat bei der mehr erwähnten Wahl die véfalls _bestehenden geseßlichen Bestimmungen unberücksich- igt gelassen. Wie man indessen berechtigt seyn kann, dem Se- ate eine derartige Geseß-Umgehung zur Last zu legen, ist man egierig , näher zu erfahren und dürfte sich wohl durch einen lusspruch der geseßgebenden Versammlung entscheiden. Wie in Yort, so wird dem Herrn von Lersner, der Accessist in iesbaden war, und plôblich zur Kanzleirath-Stelle in Frank- Urt befördert werden solite, entgegengeseßt, daß er hier kein ramen gemacht habe. Gestern ist nun, wie verlautet, ein achträgliches Examen (vou zwei Herren Schdffen) vorgenom- [u erg S Der Gegenftand ist *um so mehr ein verdrießli- gie 4a er in benachbarten Blättern manches Jrritirende Wie man vernimmt, so wurde in der gestrigen Sißu er jrsehgebenden Versammlung eine Don ieR ñ Miraiaa L D S dahin zielte, die Besoldungen der Mitglieder des a Berücksichtigung der ihnen einzeln noch obliegenden A en Fel aen anders zu reguliren, also gewissermaßen fol D Diese Proposition, welche früher schon einmal led ab ei der geseßgebenden Versammlung vorgelegt worden, he M auch diesmal deren Zustimmung nicht erhalten, da 9 ige Gründe dagegen geltend gemacht worden.

U T9 sieht nun der Sanction der gesezgebenden Versamm- lac W den Großherzogthümern Baden und Hessen abge- e e D E v von Eisenbahnen von im Offenba Amit Mannheim und nach dem benachbar- zoglich Badische Minister des Auswärtigen, Freiherr von De ot 6 dem Abschluß dieser Verträge hierselbst anwe- D Grot / Cane aufs unzweideutigste hervorgehen, wie sehr M g herzog ich „Badischen Regierung nun daran liegt, in A vak h h das Eisenbahn - System in Ausfährung zu brin- Lbm Se uh zugleich dur< Einvernehmen mit anderen Deut- aaten die aus den schnellen Communicationsmitteln

entspringenden all i

A allgemeineren Jnteressen zu befördern. Vor

E Einige zu erwarten, daß die Ausf R der Tau- ahn durch die weiteren beabsichtigten Eisen-

ahnen in unser :

b i er Nähe nicht gehemmt

egleunigt werde. Die alsbald erfolgende Zurückkunft des

ange de eV läßt wenigstens erwarten, daß man mit dem An- aues der Taunus - Eisenbahn nicht länger zdgern

sondern vielmehr

Aus dem Umstande, daß der Groß-

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wird, als die Witterungsverhältnisse es gebieten. Allerdings ist zuvor no< und wohl im Laufe dieses Monats der definitiven Großherzogl. Hessischen Concession und der Verdffentlihung des

erzoglich Nassauischen Expropriationsgeseßes entgegen zu sehen. Erfreulich ist es aber, zu bemerken, daß, obgleich die Taunus- Eisenbahnen immer noch einen hohen Cours behaupten, der Schwindelhandel darin aufgehört hat und sich nur noch im en- gen Kreise der Börsen-Speculation geltend macht.

Die hiesigen Buchhändler beabsichtigen, wie es heißt, an den Senat in ihrer nächstens zu Üüberreichenden Vor- stellung auch das Ansuchen zu stellen, daß sie als eine aus einer festen Anzahl Handlungen bestehende Corporation zu be- trachten seyen und somit die Entstehung neuer Buchhandlungen für die Zukunft gehemmt werde. Es steht aber sehr dahin, ob Sorgen Ansuchen unserer Buchhändler sich willfährig

i ird.

Oesterreich.

Herrmannstadt (in Siebenbürgen), 5. Jan. (Sch| Ztg.) Die Versammlungen unseres Ea ; L r \hnell und währen ziemli lange, so daß man auf eine ungewöhn- liche Thätigkeit in denselben schließen kann. Außer dem zu verbessernden Zustande unsers Volkes, besonders bezüglich seines Abhängigkeits - Verhältnisses von den Grundherrschaften, soll auch der Rechtszustand des Landes in ernste Berathung genom- men werden. ie in Ungarn, ist demselben so manches Man- gelhafte vorzuwerfen und daran auszuseben, daß er für ein Land, welches der Europäischen Civilisation weder fremd, noch weiter hinter ihr zurübleiben will, in seinem Geiste und in seinen Formen nicht mehr genüge. Auch den religidsen Zustand der verschiedenen , die Bevölkerung unseres Landes bildenden Na- tionen will man nicht außer Acht lassen, und insbesondere die E uniirten Griechischen Kirche gehörenden Wallachen in die- er Hinsicht zu erheben suchen.

Triest, 12. Jan. Schnee gehört hier gerade nicht zu den seltensten Erscheinungen ; indessen 4 7 acobintid nell von Wind und Regen weggefegt, oder zerfließt bei Windstille, faum daß er den Boden berührt. Diese Woche bot sih uns aber ein Schauspiel dar, welches in Triest nur als ein äußerst fremdartiges angeführt werden könnte. Nachdem die Bora einige Tage heftig gewüthet hatte, führte sie, etwas gemildert, ein Wetter herbei, das uns unser dem Süden verwandtes Klima vergessen macht. Vorgestern nämlich fiel der Schnee in Masse, die Dächer wurden völlig damit bede>t und in den Straßen lag derselbe, da ihn der Wind mehr nach den Seiten trieb, auf dem Trottoir so hoch, daß man am folgenden Morgen, um in die Häuser zu gelangen, tiefe Furchen anbringen mußte. Schade, daß es hier nicht viel Schlitten giebt, um mindestens auch die Vergnügungen und nicht nur das Unangenehme eines Nordi- schen Winters haben zu können.

Spanien.

Madrid, 2. Jan. (Allg. Ztg.) Der jüngere Bruder des Herzogs von Osuña, Don Mariano Tellez Siron; ist in der Nacht vom 31sten v. *N., von einem Courier begleitet, in Eile nach Paris abgereist. Größeres Aufsehen wird ohne Zwei- fel die plôßliche Abreise des Lords William Hervey, Secre- tairs der hiesigen Englischen Gesandtschaft, erregen. Derselbe geht nämlich diesen Mittag von hier nach Pau ab, um sei- nen dort befindlichen, {wer erkrankten ältern Bruder zu be- suchen, und wird zu “Anfange künftigen Monats hierher zu- rúcékfommen. Es heißt, der Gesandte. selbst habe, ohne die Erlaubniß von London zu erwarten, dem Lord diesen Urlaub bewilligt, und demnach wird Sir George Villiers selbst seine beabsichtigte Reise um so mehr verschieben müssen, da die DVe- schäftsthätigkeit der Gesandtschaft bedeutend ist, die Anzahl der Arbeiter sich nun aber auf den Gesandten und zwei At- tahé’s, Herrn Loftus Otway und Herrn ns outhern (der zugleich Privat - Secretair des Herrn Villiers ist) be- schränkt. Natürlich wird es nicht an Vermuthungen fehlen, welche der Abreise Lord Hervey's irgend einen politischen Zweck unterstellen, um \so mehr, da in der Gegend von Pau Unter- handlungen mancherlei Art durch geheime Agenten der Spani- \chen Regierung mit verschiedenen Notabilitäten der insurgirten Provinzen gepflogen werden, von deren Zwc>k und Umfang, den jeßigen Umständen gemäß, das Französische Kabinet ver- muthlich genauer unterrichtet seyn mag, als Lord Palmerston. Wir müssen der Zeit úberlassen , dieses aufzuhellen. (S. unten die Nachrichten aus Madrid vom 7. Jan.) Da aber ein- mal die Rede von Pau ist, so benuße ich diese Gelegenheit, um einen Umstand aufzuklären, der ZJhnen neulih von dort aus in Betreff der Behandlungsweise Oesterreichischer Unter- thanen von Seiten der Madrider Regierung gemeldet wor- den ist. Selbst nach dem Ausbruche der Revolieivn haben sich, wenigstens hier in Madrid, Oesterreichische Unterthanen um so mehr , einer günstigen Behandlung zu erfreuen ge- habt, je größer die Achtung war, welche die amtlichen Ver- treter jener Nation sich hier von jeher zu erwerben und zu be- haupten gewußt hatten. Erst na<hdem im September 1836 die Verbindungen des Kaiserlichen Hofes mit der Madrider Regierung abgebrochen worden waren, trat ein geborner Wie- ner hier auf, der aber lange in Französischen Militairdiensten gestanden hatte, und mit einer Spanierin verheirathet war, und soll, so lautet die Anklage, in Verbindung mit Calvo de Rosas und anderen Demagogen, den Plan zu einer Verschwdrung, in deren Folge das Ministerium Calatrava gestärzt, und eine Menge Personen ermordet werden sollte, entworfen haben. Die- ser Plan ward entdeckt, die erwähnte Person ti. und, wie ih Jhnen seiner Zeit gemeldet, der Plan, mit Verschwei- gung mehrerer Namen, von dem damaligen Minister-Präsiden- ten Calatrava in den Cortes vorgelesen. . Bis dahin hatte ge- wiß Herr Calatrava Recht; allein einen sehr groben Mißbrauch seiner Stellung beging er, indem er jene Person als einen Agenten der Nordischen Mächte darstellte, obschon er aus der Durchsicht ihrer Papiere auf das vollkommenste vom Gegentheil C A ras (so wie später Herr Pita Pi-

/ also eine ihm bewu i i Loire Unwahrheit. ) Steg p Os

N Der Madrider Korrespondent der Morning Chro- nicle macht diesem Blatte unterm 2. Januar folgende Vie theilung: „Jch übersende Ihnen heute einige Auszüge aus einem d M g Schreiben des Karlisten - Chefs Urbistondo an Don Carlos. An der E dieses Dokuments ist nicht zu zweifeln, denn mehrere Personen, die es gesehen, haben so- gleich die Handschrift des Verfassers erkannt, der im Jahre 1826 Capitain der Königlichen Garde zu Madrid war und fär den talentvollsten und achtbarsten unter den Offizieren des Don Carlos gilt. Die Schilderung, welche er von dem Karliswus in Catalonien giebt, paßt auch, mit Ausnahme der Baskischen

die fúr ihre Privilegien kämpfen und ihre Sache ereits von der des Don Carlos zu unterscheiden angefangen haben, auf jeden anderen Theil von Spanien, wo jenes poli- tische System um sich gegriffen hat, und es is interessant, aus dem Munde eines Karlisten selbst eine Darstellung desselben zu erhalten. Das Schreiben g folgendermaßen : „Sire! Jch würde ein Verräther seyn gegen Ew. Majestät, wenn ih fähig wäre, aus Furcht und aus persönlichen Fateresscn Jhre Königlichen Hoffnungen zu erregen. Nein! Gott verhüte, daß i eine solche Politif befolgen sollte, die ih verabscheue und als dic Duelle des größten Unglü>>s betrahte. Jch wünschte, bei mcinem Souverain zu seyn, um mit Offenheit und Aufrichtigfeit ibn zu bit- ten, daß er sich „nicht einer gefährlichen Täuschung hingeben, daß er sich nicht einsch!äfern lassen, und daß er den Uebeln, die seit ciniger Zeit über Catalonien hercingebrochen sind und dies Fürstenthum an den Rand des Verderbens gebracht haben, einen Damm entgegensez- zeu möge. Das Fürstenthum Catalonien, Sire, der werthvolle Dias mant in dem Königlichen Diadem Spaniens, ist jeyt cin Opfer der Revolution, verwüstet, sowohl von den Feinden Sw. Majestät, als von denjenigen, die sih Jhre Freunde nennen. Diese érgurige Wahr- heit beweist das Unglü> derjenigen Städte, welche von de” Vsorpa- tion, so wie derjenigen, die im Namen Karli?s V. geplündert den sind. Die Personen, welche Ew. Majestät haben überrcden wolle, daß die glänzende Fackel des Rovyaliêmus in Catalonien brenne und einea großen Theil der Bevölkerung erleuchte, haben Ew. Majestät durch einen Betrug der gefährlichsten Art getäuscht. Diejeiigert- welche, von edlem Eifer beseelt, die Ersien zu scyu versprachen, dies zur Vertheidigung der Sache Ew. Majestät die Waffen ergreifen wür- den, so wie die, welche aus ähnlichen Motiven die Sammlung vou Verthcidigungsmitteln gegen die schändlichen Neuerer begannen, Alle diese sind entweder auf den von Llauder und Mina errichteten Schaf- fotten ermordet worden, oder sie haben die Flucht ergreifen müssen, um ihr Leben vor den Verfolgungen jener beiden Ungcheuer zu ret- ten, deuen cs durch die grausamsten Handlungen gelungen ist, Schrek- fen und Bestürzung unter ciner Million Bewohner zu verbreiten, dié ohne Zweifel treue Unterthanen Ew. Majestät waren.“ Nachdem Urbisiondo die Wirkungen des von Mina befolgten Systems beschrie- ben, geht er über zu einer Schiiderung des Urspruugs und des Verfahrens der Räuberbanden, die jezt das Fürster.thum verwüsten. „Dics war‘, fährt er fort, „der traurige Zusiand des Fürstenthums, als cine Anzahl Landleute ihre Wohnungen verließen, in zerstreuten Particcn das Land durchzogen, eincn anregelmäßigen Krieg gegen das Voi? begannen und übcrall traurige Spuren ihrer Verwüstungen hinterlicr ßen. Allmälig wuchs ihre Zahl, und die Klagen Über ihre Gewalt: thätigkeiten vermehrten sich. Jene Elenden hatten die Frechheit, alle ihre Verbrechen unter dem Deckmantel des Namens Ew. Majestät zu verüben. Aus diesem Zustande der Dinge entsprangen viele Uebet, die alle der Sache Ew. Majestät nachtheilig waren, bis endlich die Königliche Partei sich in diescm Lande zwischen zwei Feuern bcfand, ohne entscheiden zu föônnen, was unter diesen Umsiänden zu thun sey.“ Urbisiondo zcigt uun weiter, daß in Felge dies ses Pbbel - Krieges die angesehensien und reichsten E ctwa der Provinz entweder auswanderten, oder nach anderen Theis len Spaniens flüchteten, oder sich in die Garnifou - Städté der Christinos begaben, um den Rest ihres Vermögens zu reiten. Er schildert sodann den Versuch jenes Pöbe!s, den Grafen Éspaña zu ermorden, ferner deu Tod von Torre, die Niederlage Guergue*s, die Ermordung des Barons Ortofa und seines Sohnes, das geioalt- thätige Verfahren des Generals Maroto und endlich den gäuzlic;eu Untergang der Karlistischen Sache in Catalonien. Die Errichtung einer Karlistischen Junta und die Ernennung eiaes General - Kem- mandanten, wodurch man diesem Zustande dcr Dinge abhelfen wollte, bewiesen sich als ganz unnuüs, Urbistondo selbst zog sich, wie er sagt, durch seine Bemühungen, den Zweck sciner Erucunung zu erreichen, den Haß der Pöbel-Armee zu und sah sich genöthigt, scine Entlassung zu nehmen. Ueber die angebliche Armce des Don Carlos in Catalo- nien sagr er, daß die 123 Bataillone, die in dem Fürslenthum vorhanden seyn sollten, so wie der berühmte Artillerie-Parfk, nur in der Phantasie existirten, daß der êéffentliche Geist, den man als höchst günstig für Don Carlos geschildert habe, durch falschen Ehrgeiz oder durch ein Systcm der Anarchie vêllig vernichtet sey, daß die tapfere und disziplinirte Armee, von der so viel gesprochen worden, aus Leit- ten bestehe, die weder Religion nech Vaterland bätten, und daß cnd- lich den Berichten über glänzende Sicge und Heldenthaten fas stets Bestehungen oder die Absicht, den Don Carlos zu täuschen, zum Grunde gelegen habe. Er schildert sodann, wie fein Tag vcr- gehe, ohne Beschwerden über die abscheulichsten Greuelthater, die von Anführern der Divisionen, Brigadcn und Compagnieen gegen harmlose Bewohner oder gegen ganze Ortschafteu verübt wür- den. Er erklärt , daß die Versuche, diese Excesse zu bcsirafen, scin Leben in Gefahr gebracht hätten, und er bittet daher den Don Car- los, ihm das Kommando abzunehmen cdcr ihn in cine andere Pre- vinz zu fenden, wo er der Sache desselben mehr nügen oder wenig- stens eines ehrcnvollen Todes sterben fenne. Der legte Thcil des Schreibens cnthält eine Darlegung der Betrügereien , deren sich alle Personen schuldig gemacht, dic mit den Finanz - Angelegenhcitcn des Don Carlos in Catalonien in Verbindung gesianden. Aus deu! gau zen Schrciben geht hervor, daß die Sache des Don Carlos in Cata- lonien durchaus feinen Anhang hat, und daß cine Klaffe von Men- \chen, die von Urbisiondo schr richtiz Teufel in Menschengesialt ge- nanat werden, sih derselben bei ihren Mordthaten und Räubercieu nur zum Vorwande bedienen.“

Frbbinzen è

Madrid, 7. Jan. Es geht hier das Gerücht, daß Finanz-Minister mit dem Secretair Tae Bank i aa wegen einer Anleihe Er habe. Hiernah würde die Bank im Ganzen 17 Millionen Realen vorschießen, wovon 5 Millionen in der Zeit von vier Monaten, die übrigen 12 Millionen aber je nachdem die außerordentliche Kriegs-Con- tribution und andere Abgaben eingehen würden, gezahlt wer- den sollten.

Lord Hervey, Secretair bei der hiesigen Britischen Gesandt- schaft, ist auf seiner Reise von hier nach Paris (\. das Schrei- ben aus Madrid nach der All. Ztg.) von Garcia's Soldaten Ran genommen und nach Cantavieja gebracht worden. Sir G. Villiers hat Alles angewendet, um die Freilassung desselben # bewirken und man glaubt, er werde seinen Zweck erreichen. Fin Spanischer Courier, der denselben Soldaten in die Hände fiel, wurde sofort erschossen.

Der General Espeleta ist zum General-Kommandanten von Kuba ernannt worden.

F nland.

Berlin, 22. Jan. Se. Majestät der König haben dis nachstehende Allerhöchste Kabinets-Ordre an die General-Kom- mando's der verschiedenen Armee-Corps zu erlassen geruht:

„In Meiner Ordre vom 31. Dezember 1834 habe Jch allen no<h im Heere und seinen Abtheilungen stehenden Erbbe- rechtigten zum eisernen Kreuz 2ter Klasse die Anlegung des Or- dens selbst gestattet, sobald ste mit Doppelrechnung der Kriegs- Jahre von 1813, 14, 15, seit Erwerbung ihrer Erbberechtigung 25 Jahre gedient haben würden, und es haben demgemäß sämmtliche Erbberechtigte aus dem Feldzuge von 1813 sofort, aus dem Feldzuge von 1814 am 34. März 1835 und aus dem Feldzuge von 1815 am 7. Juli 1836 den Orden selbst erhalten. Da nun mit dem Ablauf der Jahre 1837, 1838 und 189 seit jenen denkwürdigen Kriegen volle 25 Jahre verflossen sind, so

will Jch nunmehr auch den sämmtlichen ín der beurlaubten