1838 / 24 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Landwehr und in bürgerlichen Verhältnissen lebenden Erbbe- rechtigten aus dem Feldzuge von 1813 jeßt gleih, aus dem Feldzuge von 1814 zum 31. März 1838 und aus dem Feldzuge von 1815 zum 7. Juli 1839 die Anlegung des Ordens gestat- ten, welchem gemäß das General - Kommando die diesfälligen Verzeichnisse der Kompetenten zur rechten Zeit an die General- Ordens-Kommission einzureichen hat, welche nah Prüfung der- selben die erforderlihen Decorationen übersenden wird.

Berlin, den 31. Dezember 1837.

(gez.) Friedri Wilhel m.“/

Des Königs Majestät haben der Gemeinde Kobers- hayn im Regierungs-Bezirk Merseburg zum Wiederaufbau ih- res abgebrannten Schul- und Armenhauses, so wie zur Repa- ratur ihrer Kirche ein beihúlfliches Gnaden - Geschenk von 350 _Rthlrn- zu bewilligen geruht. i : Am L1éten d. M. verstarb zu Trier im 68ten Lebens- 49 jähriger Dienstführung der Geheime Ober-

jaßre und nach : Präsident der dortigen Regierung,

Regierungsrath und Vice- Herr von Gärtner.

In Nr. 250 der Staats - ist aus Kopenhagen berichtet worden, Dec in Aarhuus der Erste in Dänemark gewesen sey, der die bis dahin als unbrauchbar und werthlos weggeworfenen wollenen Lumpen habe sammeln und auf, in England verfertigten Ma- schinen zu Wolle habe aufkraben lassen, die in mehreren Schiffs- ladungen alljährlich nah dem Auslande versandt werde. In dieser Beziehung dürfte die R N nicht ohne Interesse seyn, daß sich je6t auch in Berlin (D tühlen: Straße Nr. 48.) unter der Leitung des Herrn B. Wollheim eine Fabrik befindet, die auf ähnliche Weise alte nublose Tuchtrümmer wieder in ver- spinnbares Material verwandelt. Der Unternehmer, der meh- rere Jahre in England gewesen ist, hat die daselbst gesammel- ten Erfahrungen benußt, um das erzielte Fabrikat, „Shuddy- Wolle“ genannt, so Braudbar und \{öón, als es nur irgend möglich scheint, herzustellen, was dieser neuen Art von JIndu- trie cinen günstigen Fortgang zu versprechen scheint.

Im Scchweinißer Kreise des Reg. Bez. Merseburg hat sich unter der Leitung des Landraths Sommer zu Herzberg ein Seidenbau - Verein , aus den angesehensten Einjassen beste- hend, gebildet, welcher gegenwärtig bereits 385 Mitglieder zählt, und dessen vorgestecktes Ziel darin besteht, a) die Anpflanzung der bestempfohlenen Arten des weißen Maulbeerbaumes im Kreise zu befördern, b) von den Bedürfnissen des inländischen Seidenbaues und den Bedingungen seines Gedeihens sich Kennt- niß zu verschaffen, die Erfahrungen und neuen Entdecktungen, die im Jn- und Auslande bei dem Betriebe des Seidenbaues gemacht worden sind, zu prüfen und die bewährten zu verbrei- ten, c) zu dem Betriebe des Seidenbaues selbst aufzumuntern, die lofalen Hindernisse, welche dem Beginn und der Fortsezung dieses Gewerbes entgegenstehen, möglichst zu beseitigen, und die Seidenbauer nicht allein mit Rath und Belehrung, sondern auch, in so weit es erforderlich isi und die vorhandenen Meiittel es gestatten, mit Geld und Vorschüssen zu unterstüßen, d) fer- ner dafúr zu sorgen, daß immer-Grains von der besseren Sorte und zu den billigsten Preisen zu haben sind, und einen môdg- lich vortheilhaften Absas der gewonnenen Seide zu ermitteln zu suchen, endlich aber e) zur Anschaffung einer Haspel - Anstalt für den Kreis mitzuwirken und für guten Unterricht im Hasës- peln der Seide Sorge zu tragen. So weit auch die Jahreës- zeit bereits vorgeschritten war, als der Verein ins Leben trat, so wurden dennoch die erforderlichen Einleitungen zu den Maul- beer-Anpflanzungen noch im vorigen Herbste getroffen. Es sind fär den Kreis zwei große Baúmschulen, die eine in Herzberg, die andere in Schlieben, angelegt worden. Von den -Stadt- Behörden wurden die dazu erforderlichen Plätze unter billigen Bedingungen zur Benusung erworben und mit nicht unbeträcht- lichem Aufwande rajolt, gedüngt und, wo der Boden allzu ge- ring schien, durch Aufbringung guter Erde verbessert. Zugleich suchte sich der Verein in den Besiß junger Maulbeerbäume und Pflänzlinge zu seßen und hat dergleichen bereits viele geschenkt

Zeitung vom vorigen Jahre daß der Kaufmann Bech

sich der Verein in wenigen the Unternehmen die besten F

werde. Durch die seit 5 Jahren

tigung. ie auf diesem Werke thode durch erhißte Luft in

lic 2500 bis 2600 Zahl der bei dem Gruben - und ter Ae durchschnittlich 400.

Durch eine geregelte

elungen, im thlr. von ihrer K

gerfanien s nur 10,000

gänzliche Umpflasterung d

verwenden.

Kreise Oschers wurde am 2Lsten v. keln Wolke in der

Wippra zu

En Magdeburg auf einer dun der Grdße cines Wagenrad bemerkt, die, ohne die Zirkelfor allmälig verschwand.

ersten Hälfte des verflossenen

92

b viele gekauft. Es steht demnach zu gg e F Le K dem Betis von vielen

Tausend Maulbeerbäumen befinden und daß dieses lobenswer- olgen für den größtentheils dürf-

tigen, aber für diese Kultur besonders

dauernden bedeutenden Neubauten auf Sangerhausen im Regierungs-Bezirk große Anza! von Handwerksleuten und

Cylindergebläsen erzeugt hat

so günstig auf die Ergiebigkeit ein s ) entner Kupfer ausgebracht werden.

Verwaltung und durch Zuhúülfenahme

mehrerer eingezogenen Aktiv-Kapitalien ist es der Stadt San- Laufe des verwichenen Jahres nicht

sondern auch cinen nicht unbedeutenden Kosten-Aufwand auf die es Marktes, die j und die Instandsebung des Weges durch das Gemeindeholz nach

leben des Regierungs - Bezirks

es erscheinende rothfeurige Erhellung

über dieselbe hinauszuwerfen, jedoch und {wächeren Lichte bis 5!/, Uhr

Handel und Schifffahrt auf der Weichsel haben in der Monats seit dem Eintritt des

hoffen, daß |

223/,. 59/4 Span. geeigneten Kreis haben T Pri

bereits antgu/irten und noch

der Kupferhütte zu Merseburg findet eine Handarbeitern Beschäf-

eingeführte neue Schmelz-Me- | «9.

Preuss. Präm.-Sch

ewirkt, daß gegenwärtig jähr- 677/g. 675/g. 5G/O

Die Hüttenbau beschäftigten Arbei-

39% 20.

ommunal - Schuld abzutragen,

Ausg. Sch. 7!/g. —, Peru 18!/4.

Legung von Trottoirs

59/0 sin cour. Portug. 19!/sg.

M. und J., Abends 43/4 Uhr, Richtung nah Westen eine in

verändern oder Strahlen mit wechselndem stärkeren sichtbar blieb und dann

m zu

Bank-Actien

Auswärtige Börsen.

Niederl. wirkl. Schuld 53/4.

Preuss. Präm.-Sch.

Oesterr. 59/4 Met. 1% B5/s. 25! /».

Loose zu 500 FI. 120!/,. . 64. 633/,. do. Av Anl. 1013/ * G. fol.

Bank-Actien 1402. 1400. Engl. Russ. 107!/4. 59/0 Port. (4, Neue Anl. 18/4.

Cons. 39/9 907/g.

Engl. Russ. Bras. 71/4.

Rente fin cour. 109. 40. 39/6 fin cour. 79. 50. 5% N 98. 50. 59%/, Span. Rente 209/,. |

59/ Met. 106. 49% 1005/5». 3% 793. 21/9, 59?/.. l

Meteorologische Beobachtung.

Amsterdam, 17. Januar, 59% do. 101!/,. Kanz - Bil, Ausg. Sch.- —. Zinsl,

Passive AS/,.

Polin. —. VUesterr. E If

Antwerpen, 16. Januar.

19?/1 111!/».

Zins. —. Neue Anl. 19!/,.

T

Frankfurt a. M., 18. Januar. 105!/,. G. 4%/% 1003/4. G. Bank - Actien 1693. 1692. 120. Loose zu 100

21/29/0 60! Partial. o Fl. 231. Q Poln, Long

2!/,9/0 33/4. d32

Hamburg, 20. Januar.

Span. Anl. 125/g. 12!/». E.

London, 183. Januar. Belg. 101. Neue Anl. 19!/,. Passive 4 29/0 Holl. 52/4. 59/g 1011/4. 5% Port. N Columb, 24!/,. Ma

21;

Chili —.

Paris, 16. Januar.

Passive |

Wien, 17. Januar.

Neue Anl 3983/4.

g

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

24.

D

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben dem Ober - Landesgerichts- Chef: Prásidenten von Schlechten dal zu Paderborn den Stern ¿um M Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub zu ver- leihen geruht.

Se. Majestät der König haben dem Kreis - Justizrath und Land und Stadtgerichts -Direftor Streckenbach zu Löôwen- herg den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Des Königs Majestät haben den seitherigen Kammergerichts- Assessor, Freiherrn von Färth zu Aachen, zum Regierungs- Rath und Justitiarius bei dem dortigen Negierungs-: Kollegium Allergnädigst zu ernennen geruht.

Se. Majestät der König haben geruht, den Stadtgericht€- Mssessor Giebe in Greifenhagen bei seinem Dienst élustritt um Justizrath zu ernennen.

Se. Königl, Hoheit der Prinz Albrecht ist nah dem Haag abgereist.

Bekanntmachung.

wischen Berlin und Magdeburg (die sogenannte Tageêpost) ufgehoben, wogegen die mit derselben verbunden gewcjene Cte Nournaliere: Fahrt zwischen Berlin und Potédam, welche aus Berlin um 6 ühr Morgens und aus Potsdam um 6!/, Uhr (óends abgeht, wieder in Gang fommen wird. Von demselben

Sage an wird außerdem eine Personenpost zwischen den ge-

——-—--

«arate

2E

Treibeises aufgehört. Bis dahin sind aus Polen stromabwärts L : nach Danzig, S rin und Aas bei Thorn vorbeigegan- | 1838, | et E Q E gen: 22 Oder-Kähne mit 56 Mannschaften, welche 187 Last 1 Sadiaii L L is i 0, Mips Und 206 Las Weizen in Ladung hatten z nad Thou selbft Luftdruck.…. s ! 338 50‘“Par. [339,49 “Par, $40,23‘‘‘Par. f Quellwärme 6,79 4, kamen 5 Polnische Oder-Kähne mit 34 Last Weizen; aus dem | wäre... |— 7,99 R. |— 60098. |— 7,99. | Flufwärme 0,09 y Inlande gingen nah Polen: 7 Oder-Kähne mit 592 Tonnen Thaupunkt. |— 9.10 R. |— $309 R. |— 92° R. | Bodenwärme 4.10 Däringe und einer Tuchmaschine. Von Thorn wurden resp. | Dunfsättigung| 89 yCt. | 88 pt. 88 yCt. Î Ausdünstung 0,021 nach Danzig, Berlin und Magdeburg 206 Last Weizen, 8 Last | Wetter... | trüve. j etw, Schnee, trübe. Niederschlag 0,011“ Rips und 60 Ctr. Wolle, von Kulm nah Danzig 40 Last | Wind... | SeW. | SW-. €W. | Waärmewecse! =) Weizen verschifft. Aus Berlin und Danzig kamen in Thorn | Wolkenzug... | WSB. |_— 13.69, ein: 22 mit 52 Leuten bemannte Oder-Kähne, welche 44 Last Tagesmittel: 33941//7 Par... =—7,30R. —8$,99 R. 88 vCt, Cs Steinkohlen, 146 Ctr. Eisen, 4 Last Häringe und einige Quan- titäten Kaffee, so wie Rum und Weine in Ladung hatten. Königliche Schauspiele. : Berichtigung. Im gestrigen Blatte der St. Ztg. Dienstag, 23. Jan. Jm Opernhause: Der Postillon u S. 88, Sp. 1, Z. 46 is hinter den Worten: „in England‘/ | Lonjumeau, komische Oper in 3 Abth. Musik von A. Adan, einzuschalten: „und Amerika.“ Im Schausptelhause: 1) Vouloir c’est pouvoir, vauleil en 2 actes, par Mr. Áncelot. 2) Sans nom! vaudewi.le en l uy par Mr. engt 9 i Taba u A j H L Mittwoch, 24. Jan. Im Schauspielhause: ie Glu M Ga 92. L A Ms Eduard's, Trauerspiel in 3 Abth., von Th. Hell. Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zette!.

a Br. Cour: F f Pr. Cour. Königsstädtisches Theater.

[S] Brief] Gela. N) Brief. | Geld. Dienstag, 23. Jan. Der Rattenfänger von Hameln, R Bt.-Schuld-Bch. |4| 103 102 /2 ' Pomm. Pfaudbr. [34 99/4 98/4 mantisch-komische Oper in 3 Akten, nach einer Deutschen Vol T A A

: 7 1 E . a A N s io E E di Mittwoch, 24. Jan. Der Wahrsager. Zauberspiel mit & Berl. Stadt - 0bl.|4| 103!/, | 1023/4 a d. K. u. N.|-| 86/2 | ans in 3 Akten, nebst einem Vorspiel in 1 Akt: Des Teusi Könizsb. do. |4| Hofnarr, von Leopold Bartsch. Musik von Vincenz Kugler Elbinger do. |4| —- [Gold al marco |—| 213/59 | 214!/, Danz. do. iu Th.|-| 43!/, | Nene Ducaten |—| 18/4 | Westpr.Pfandbr.|4| 102/24 | Friedrichsd’or |—| 1387/12 13/15 Redacteur Xckd. Cottel. Grossh. Pos. do. | f 10s e, Aud. Goldmün- wi | Wi aae Ostpr. Pfandbr. [4 j zen à 5 Til. _— , Pit do. 41 L | 101 s Disconto -— M 4 E Gedrucft bei A. W. Haa

Pachten Orten eingerichtet werden. Diese neue Personenpost Wird abgefertigt werden : aus Berlin tägli um 10 Uhr Abends, und aus Magdeburg täglich um 7 Uhr Abènds. Die ganze Tour wird in 18!/, Stunden zurückgelegt, und ie Ankunft der Personenpost erfolgt danach in Magdeburg täglich um 4 Uhr 40 Min. Nachmittags, und in Berlin tägli um 1 Uhr 30 Min. Nachmittags. . Das Personengeld beträgt für die im Hauptwagen Befdr- derung findenden Personen d Sgr., fär die mittelst Beichaise u befdrdernden Personen dagegen 7!/, Sgr. pro Meile, wo- úr die freie Mitnahme von 30 Pfund Gepäck gestattet ist. es werden so weit gestellt, als das Bedúrfniß es er- ei ° Berlin, den 19. Januar 1838. __ General-Post-Amt.

Dem Ofen-Fabrikanten T. Ch. Feilner hier i é er dem 18. Januar 1838 ein A E auf eine Preß-Vorrichtung für gewdhnliche Ofen- und Ek-Kacheln in der durch Zeichnung und Beschreibung

| nachgewiesenen Zusammenseßung : Mauf Sechs nach einander folgende Jahre, vom Tage der Aus- fertigung des ‘Patents an gerechnet, und für den ganzen Um-

fang der Monarchie ertheilt worden.

D T

Bekanntmachungen.

Edictal-Citation.

Der Böttchermeister Johann Friedrich Lußke is am 90. Oftober 1816 und dessen Ehcfran Anne Christine, eb. Wasserfuehrer, ist hon am 16. Januar 1808 hier- [162 verstorben. Da deren Erben unbekannt sind, so werden die letzteren oder deren ctwaige Erben und Erbuchmer hierdurch aufgefordert, sich spätestens bis zum Termine, j den 12. November d. F., Vormittags 11 Uhr, hierselbst zu melden, widrigenfalls die uicht Erschiene- nen mit ibren Erbansprüchen werden präcludirt werden und der Nachlaß den si legitimirenden Erben verab- folgt, der nach erfolgter Präclufien sich etwa crst mel- dende nähere oder gleihnahe Erbe alle Dispositionen derselben anzuerkennen und zu ühernehmen für hul- dig und vou ihnen weder Rechnungslegung noch Er- faß der gehobenen Nuznngen zu fordern für berechtigt, vielmehr sih mit dem, was alsdann noch von der Erb- schaft vorhanden seyn wird, zu begnügen für verbun- den erachtet und, wenn sih Niemand melden sollte, der Nachlaß als herrenloses Gut deu Fiskus zuge: sprochen werdeu wird. i

Ait -Damm, den 10. FYanuuar 1838.

Königl. Land- und Stadtgericht.

Grundstück

im J

ausgeautwortet

Königl.

A

D L p-c1iam a. Das in dcr Richtstraße allhier Rr. 32 belegene, im Hvpothekfenbuche Vol. 1 No. 162 verzeichnete Haus des verstorbenen Kaufmanns Grieben nebst den dazu ge- hörigen Wiesen , zufolge der mit Hypotheken - Schein in der Registratur cinzuschenden Taxe auf 12,134 Thlr. 14 sgr. abgeschäßt, soll : am 26. Xuni 1838, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicßer Gerichtsstelle subhastirt werden. Franffurt a. d. O., den 16. November 1837. Königl, Preuß. Land- und Stadtgericht.

Königsgut

besindet ;

5) der

Edictal-Citation.

Auf den Antrag der Verwandten und Erben foigen- der adwesenden und verschollenen Personen : 1) des Michael Zimmermann aus Neundorf, welcher im Fahre 1807 von Köuigsberg als Matrose zur See gegangen und dessen Vermögen mit circa

93- Tbir. sich im Depositorio befindet ;

2) des Johann Dehmsen aus Reinland, welcher im Jaßre 1808 von Danzig zur See gegangen und

Allgemeiner Anzeiger fr

desseu Vermögen mit 131

2) der Michae 20 sgr. 5 pf. auf Nr. 7 Merken ingrossirt ist ;

3) der Fohann Saschin, dessen Vermögen mit 4 Thlr. 10 sgr. 4 pf. sich im Mobiliare seines Geschwisters

4) die Barbara

Thir. 7 sgr. auf dem

Reinlaud Mr. 25 eingetrageu steht ;

3) des Fohaun Gottlieb Kras aus Neuteich, der

ahre 1808 mit den Französischen Truppen na Fraufceih gegangen und für den sih circa 16 Thir. im Depositorio befinden ;

4) u. 5) der Gebrüder Cornelius und Paul Epp aus Schöneberg, von denen Erßerer im Jahre 1822, Letzterer im Jahre 1809 von Danzig zur See ge- gangen und deren Vermögen mit circa 42 Thlr. für jeden si inm

werden diesclbeu und deren ‘etwa zurüctgelassene nube-

fanute Erbeu oder Erbnehmer hierdurch vorgeladen, sich binren ueun Monaien und spätesteus in dem auf den 30. Juni hierselbst aa ordentlicher Gerichtsstelle anberaumten

Termine zu melden und weitere

bendenfalls aber zu gewärtigen, daß

und ibr Vermögen ihren legitimirten hiesigeu Erben

Depositorio befindet,

1838

Anweisung, ausblei- sie für todt erflärt

werden wird.

Tiegenhof}f, den 20. August 1837. Preuß. Land-

und Stadtgericht.

vertissement.

Anf den Antrag ihrer resp. Verwandten und Kura- toren werden nachstehende, seit länger verschollene Personen, als: 1) die Gebrüder Samuel, Pitschke, auch Paeschke genannt, uud deren Ver- mögen zusammen mit 79 Thlr. 19 sgr. auf Nr. 5 b ingrossirt is;

als zehn Jahre ohann und Mïchael

l Konieki, dessen Vermögen mit 23 Thlr.

di

Jwansfa, deren Vermögen mit 18 Thlr. 10!\gr. 6 pf. auf Nr. 11 Manchenguth intabulirt ist; acob Striecwsfi, dessen Vermögen mit 70 Thlr. 17 sgr. 7 pf. sich im hiesigen Civil-Depositorio befindet ; 6) der Adam Badziong, dessen Vater- und Mutter- theil mit zusammen 19 Thlr. 6 sgr. auf Nr. 10 Lindenwalde cingetragen is ; 7) der Friedrich Kollodziev, dessen Erbtheil mit 55 Thlr. 16 sgr. 8 pf. auf Nr. 14 Mispelsee eingetragen

worden ; '

8) die Geschwister Michael, Daniel und Dorothea Waschf, deren Erbtheile zusammen mit 9 Thlr. 21 sgr. hier gerichtlich deponirt orden z

e Yreußischen

9) die Dorothea Kobikka, deren Erbtheil auf Nr. 19 Drozbuitz hypothefarisch versichert sieht ; fo wie deren etwa zurücfgelassene Erben und Erbuch- mer, hierdurch cdictaliter aufgefordert, sich binnen neun Monaten, spätesiens aber n dem auf den 3. Oftober 1838, Vormittags 9 Uhr, angesczten Termine, entweder schriftlich oder persoulich zu raelden. Sollte dies bis dahin nicht7geschehen, so werden die Verschollenen für todt erkiärt und das Vermögen der- selben den legitimirten oder si nech zu legitimirenden nächsten Verivandten ais Erben cdcr iy Ermangelung derselben dem Fiskus zucriannt und ausgeautwortet werden. Hohenstein io Ostpreußen, Königl. Preuß. Land-

den 15. November 18837. und Stadtgericht.

Als muthmaßlich gestohlen sind 2 Säcfe mit Federn, ein Sack mit „Amt Gusow“ gezeichnet, eine Zeugleine, cin Stichdegen, 2 Kessel, 2 UAexte, 1 Paar Sporcn, 4 Ketten, 2 Knallpeitscheu zum Schlittenfahren, 1 Sat- tel, 1 Wagenwinde, einige Paar Strümpfe, ein blauer Leibro mit blanfen Knöpfen, cin Stück braunseidenes Zeug, vou einem Dameuk!eide berrübrend , cine halb- seidene neue Weste, eine schwarze Tuchweste, drei ganz feine neue Hemden, cine weiße Unterjacke, cine Papier: Scheere, mehrere Gewichte, Tabacköspfeifen und audere Gegenstände in Beschlag genommen worden. Die Eigenthümer werden aufgefordert, \ich am 6. Februar 1838, Vormittags 10 Uhr, zu ihrer Vernehmung bei uns einzufiuden. Kosien erwachsen dadurch nicht. Müncheberg, den 17. Januar 1838.

Königl. Preuß. Stadtgericht.

Edictal-Citation. Nachbenannte, ihrem Leben und Aufenthalte nach seit länger als 10 Jahren unbekannte Perscnen ; 1) Gr Med nes Johann Carl Thomas aus radit; 2) dir Jügerbursche Carl August Witte, geboren den 3. Februar 1748 zu Sevda; 3) der Tuchbereitergeselle Johann Gottlob Schülert, geboren den 20. Februar 1779 zu Torgau; 4) die Wittwe Lehmann, Johaune Christiane, geb. Meißner aus Prettin;

Sta

aten.

6) der Böttchergeselle Johann Carl Bocckner, Þ boren im Jahre 1773 zu Prettin, und dessen I der Johann Sigismund Boeckner, geboren 1 Jahre 1770 daselbst ;

7) der Schueider Jobaun Carl Gotthelf Adler, d boren deu 6. April 1797 zu Herzberg, und 8) der Tisch!ergeselle Johann Chrinian Kiiian,/ boren den 24. Oftoder 1791 zu Schweiniß; oder deren etwauige unbefaunte Erben und Erbud werden bierdurch cdiclali.er geladen, sich binnen 9 naten, spätiesleus in dem auf den 4. Oftober 1838, Vormittags 10 ll! vor unserm Deputirten Hrn. Landgerichts-Rath Li berg angesctten Termine schriftlich cder persvulu# melden, auch zu legitimiren und demnächst weiler weisung zu erwarten, widrigenfalls die genannte wesenden für todt erflärt werden, ibr Vermögen 8 den sich legitimirten Erben oder eventual. dem gil

zugesprechen wird.

Torgau, den 1. November 1837.

Königl. Preußisches Landgerichk.

E L

Literarische Anzeigen.

An unserem Verlage is erschicnen und in ® soliden Nee Deutschlands und der S0 zu Berlin in der Stuhrschen, Schloßplaß Kir

zu haben: / idt Alexander, Graf von Würtemberg, Ged!

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Gebiete der Heilwissenschaft. 1: Gr. 8vo. 12 Thlr. of Ofiander, Betrachtungen über den Prei schen Zolltarif und Deutsche Handels teressen. Gr. 8o. Geh. 1s Tblr. / Plan, topograpbischer der Städte Aben Abtt.eilung der Hafenstadt Piraeus, der Abthel der Residenz, wie sie unter Pericles, H und den Türken war, wie sie ist und sevn cie An Ort und Stelle entwerfen und mit del m und neuern Autoren in Rücksicht der 2 eni

verglichen von A. Trarxel. 2 Blatkt- Groß Stuttg®

MERMMLIA

Folio. Jcdes Blatt 14 Tblr.

5) die unverchelichte Johanne Christiane Junge, ge- boren den 16. März 1775 zu Torggaz Ms

Fr. Brodhag sche Buchhaudlnng in

A

Zeitungs-Nachrichten.

A Usla ü d.

Frankrei cdc.

Paris, 17. Jan. Der König arbeitete gestern mit den Ninistern der Justiz und der auswärtigen Angelegenheiten.

Die Pairs-Kammer hielt heute, nahdem die ihr vor- elegten Geseß-Entwürfe in den Büreaus geprüft worden, eine urze dfsentlihe Sibung, in welcher der Graf Siméon dem Narquis von Marbois und der Graf Philipp von Ségur dem rafen Matthieu Dumas eine Gedächtniß-Rede hielt.

a Die Adresse der Deputirten - Kammer , die der Prásident

Porgestern Abend dem Könige überreicht hat, ver 3 ournal des Débats zu folgenden N Naa pird von dieser Adresse nicht behaupten können, was man von er Adresse von 1834 behauptet hat, daß sie nämlich verschiede- er Auslegungen R sey. Die Sieger sind diesmal ofenkur;- g Sieger, die Besiegten offenkundig Besiegte. Die Abstim- Pg if eben so entscheidend wie die Debatte gewesen, und ven er Ventenz ist keine Appellation möglich. Vor vier Jahren orzäglih aber vor sieben Jahren, konnte die Opposition sich Wi täuschen ; sie konnte glauben, daß sie das Opfer einer vor- ergehenden Ungerechtigkeit und Leidenschaft sey, und sie trd- e sich mit der Zukunft. Die Zukunft ist gekommen, aber die “pposition befindet sich am 1. Januar 1838 auf demselben Flecke, p Me am 13. März 1831 war. Sie hat seitdem 8 Sessionen A estehen gehabt, sie ist dreimal vor die Wahl - Kollegien ge- en und noch immer befindet sie sih in der Minorität. m vorigen Jahre verlangte sie ungestüm die Aufldsung einer E Bo welche die Frechheit gehabt habe, die September- und als die Auflôsung wirklih er-

( eße zu votiren, Vei triumphirte sie sechs Monate lang; sie erklärte ps , daß die neue Kammer endlih die Hoffnungen der position rechtfertigen, daß ein neues Ministerium mit den feveit Odilon - Barrot und Mauguin, eine neue Politik, eine De Majoricä! an die Reihe kommen und Frankreichs Geschicke | M werde. Acht Sikungs-Tage haben hingereicht, um diese f senden Hoffnungen zu vernichten; die Diskussion der Adresse Fra M vo llfommene Uebereinstimmung dargethan, die über alle M der“ innern und äußern Politik, einerseits zwischen den N t, die am 15. April aus dem Ministerium ausschieden L ee eintraten, andererseits zwischen der jeßigen und ies An Ge Ein Mißverständniß über die ée I ° der über die Intervention in Spanien is jeßt nicht ug lich, Die vorige Majorität der Kammer hat sich

Zum 1. Februar d. J. wird die zweite täglil,e Schnellpost |

nicht nur nicht aufgeldst, sondern sie ist rathungen über die Adresse kompakter e fester als je aufge- treten. So schreitet also die Zeit vor; eine Session folgt der an- dern, ein Ministerium dem andern, und noch immer steht die Op- position vereinzelt und v Pre da. Wir fragen noch einmal :

o sind die Stimmen, welche die Opposition seit sechs Monaten, wie

vielmehr in den Be-

| seit sieben Jahren gewonnen hat? Man nennt freilih eine von

E 4 A L wahr is, da err Thiers nicht mehr den Reihen angehört in welchen er so vielen Ruhm und Erfolg U ZRES 4 wenn es wahr isk, daß wir Herrn Thiers nicht mehr zu den

Glanze. Wenn es aber

| unsrigen zählen dürfen, gehdrt er dann wohl der Öpposition

' an?

If es wahr, daß die Opposition ihn an ihr gebrechliches

Schicksal gefesselt habe? Umsonst {meielt sie sich dessen ; die

ganze Laufbahn des eloquenten Redners, sieben Jahre ruhm-

| voller Vergangenheit, die zur Bekämpfun ! ‘chi j Boi 6 g der Anarchie benußt | worden, protestiren laut gegen eine so seltsame Sus, e

Thiers kann mit seinen alten Freunden brechen, aber er würde nicht mehr er selbst seyn, wenn ex hinführo seine Freunde und ter O u e E his Badtet, suchen wollte, die un-

L igenen Streichen und ohne i ; erstehung erlegen ist.‘/ A A L O, B

Im Constitutionnel liest man: „Es war gestern Abend in den ministeriellen Zirkeln fast nur von der wohlwollenden Aufnahme die Rede, die Herr Guizot in den Tuilericen gefun- den hat. Der vormalige Minister des dentlichen Unterrichts hatte sich der großen Deputation angeschlossen, die beauftragt war, die ädresse der Deputirten-Kammer zu überreichen. Alle Welt war über den höchst gnädigen Empfang, der ihm zu Theil wurde, erstaunt. Auch las man gestern Abend eine gewisse 49 sorgniß auf einigen ministeriellen Gesichtern. Wenn die Doctri- nairs sich zu Beschüßern aufwerfen , so sind sie auch bald die Herren. Frankreich hat geglaubt, sie bei den leßten Wahlen zu vernichten, und sie scheinen mächtiger als je. Wen hat man zum Besten gehabt? Frankreich oder das Ministerium vom 15. April ? Vielleicht beide. Wenn übrigens die Kammer ent- schieden fär die Doctrinairs ist, so müssen wir auch so bald als möglich ein rein doctrinaires Ministerium haben.“

_ Die hiesigen Journale- geben noch eine Nachlese von De- tails über den Brand des Jtaliänischen Theaters, worunter sich indeß nur noch wenig Interessantes befindet. Der Un- eigennüßigkeit der Arbeiter, von denen einer einen Sack mit 1000 Fr. bei der Behörde abgeliefert hat, wird wieder rühmend erwähnt; dagegen wird. au bemerkt, .daß die Diebe auf die unverschämteste Weise ihr Handwerk getrieben hätten, und man behauptet, daß in jener Nacht fast eben #o viel estohlen als verbrannt sey. Uebrigens vermuthet man, daß das Feuer schon während der Vorstellung des „Don Juan‘/ heimlich ge- glommen und um si gegriffen habe. Als cin großes Glück wird es angesehen, daß die Dächer hoch mit Schnee bedeckt waren und dadurch die auf die Häuser niederfallenden Feuer- brände ziemlih unschädlih gemacht wurden. Der Rauch, der sich aber bei dem Ausldschen der Feuerbrände durch den Schnee fast von allen umliegenden Häusern erhob, ließ eine Zeit lang

Berlin, Mittwoch den 24e Fänuar

in der Entfernung glauben, daß das ganze Stadtviertel in

Flammen aufgehe.

Ueber das tragische Ende des Herrn Severini erfährt man |

jekt mit Bestimmtheit Folgendes :

Als Herr Severini, durch |

den Feuerlärm aufgeschreckt, erwachte, hatte der Brand schon |

einige Fortschritte gemacht, und die Flammen schienen das Ge- bäude, in welchem er wohnte, zu bedrohen. Er sprang sogleich aus dem Bette, und hatte kaum Zeit gehabt, die Füße zu be- kleiden, als sein Bedienter ins Zimmer stürzte, ihn in ein La- ken einwickelte, und ihn aus der Stube, die im 4ten Stockwerk

lag, die Treppen hinunter bis auf den Balkon der ersten Etage | | Ihre Hände übergehen werde.

trug. Der Bediente verlies ihn hier, um nun auch seine eigene Mutter und seine Frau, die im höchsten Stockwerke des Hauses waren, zu retten, und empfahl seinem Herrn, ruhig bis zu seiner Rückkehr auf dem Balkon zu warten, wo für den Augenblick durchaus keine Gefahr sey. Der Diener hatte noch Zeit, Mut- ter und Frau aus dem Hause an einen sicheren Ort zu brin- gen und dann nach dem Balkon zurüczukehren, wo er Herrn Severini noch zu finden glaubte. Aber dieser, der seit dem Augenblick, wo er so plôblih aus dem Schlafe aufgeschreckt war, von einer fast sinnlosen Bestürzung ergriffen schien, ward durch das Geschrei und die Bewegungen der Personen, die von der Straße her Anstalten zu seiner Rettung machten, von Mi- nute zu Minute verwérrter. Er schrie, man solle Betten her- beibringen, er wolle sich hinunterstürzen. Von allen Seiten rief man ihm zu, er solle warten, es sey noch keine Gefahr vor- handen, man würde ihm leichtere Rettungsmittel verschaffen ; aber Herr Severini schien in seiner Angst nichts zu hdren: er band das Betttuch an dem Geländer des Balkons fest und ver- suchte, sich an demselben herabzulossen, ohne zu bedenken, daß dasselbe bei weitem nicht bis auf die Erde reichte. Kaum hing er aber in- der Luft, als die Kräfte ihn verließen, und er auf die steinernen Stufen des Einganges herniederstúrzte. Er ward sogleich aufgehoben und nah dem Hotel d’Jtalie gebracht, wo er nach fünf Minuten den Geist aufgab, ohne noch ein einziges Wort E D 4 haben. Herr Severini war unverheirathet und Das schône Grabmal, das aus dem Ertrage einer Natio- nal-Subscription auf dem Kirchhofe des Pater Lachaise errich- tet werden sollte, um die sterbliche Hülle Casimir Périer?s auf- zunehmen, ist kürzlich beendigt worden. Dasselbe steht in der Mitte eines runden Platzes, der mit Pappeln umgeben ist. Auf der Nordseite ist der Eingang zu demselben, und an den drei andern Seiten befinden sich drei Marmor - Reliefs, von denen ein jedes eine sehr geschmackvoll drapirte weibliche Figur darstellt, nämlich die Beredsamkeit, die Gerechtigkeit und die Charakter- festigkeit. Jn der Mitte des Monumentes erhebt sich auf einem sehr hohen marmornen Sokel Périer's Standbild in Erz, in ganzer Cigur Und etwas übernatürlicher Grdße. Auf der vordern Seite des dels stehen die Worte: „Casimir Périer, geboren zu Gre-

1838.

noble im Jahre 1777, gestorben zu Paris im Jahre 1832.‘ Auf der nördlichen Seite des Piedestals liest BI u fo Vol- fes Dankbarkeit hat dieses Denkmal unter der Leitung des Archi- teten Achilles Leclerc und des Bildhauers Cortot und durch die Bemühungen der Commissaire (hier folgeu die Namen derselben) errichtet 1837./ Auf der südlichen Seite befinden sich noch die folgenden beiden Inschriften, nämlich am Fries : „Casimir Pé- rier, siebenmal Deputirter, Präsident des Minister-Rathes. Er vertheidigte mit Beredsamkeit und Muth die Ordnung und die Freiheit im Jnnern, den Frieden und die Würde na Außen Bn und weiter unten, unter dem Basrelief: „Die Stadt

aris hat, um das Andenken an eine allgemeine Trauer zu heiligen, den Boden, in welchem ein großer Bürger ruht, für ewige Zeiten hergegeben.“

Die hiesige Sparkasse hat in der vergangenen Woche an neuen Einschüssen die Summe von 628,722 Fr. erhalten. Die Mata Mu anon beliefen sih auf 394,500 Fr. -

¡ie Regierung publizirt heute maGE Dee telegraphische Depesche: „Bayonne, 12. Januar. (Von Tours mit der Post.) Espartero kam am 29sten v. M. in Una an, wo er sich überzeugte, daß die Karlistische Expedition im Mena-Thale auf- gehalten worden war. Er sandte den General Latre ab, um das Kommando über 17 Bataillone, die bei Villarcayo ver- sammelt waren, zu übernehmen, und alsdann die Expedition zu verfolgen und sie nach Biscaya zuruckzuwerfen. Espartero selbs n fodann nah Miranda zurück, wo er sih noch am 2ten d. befand, nachdem er 4 Bataillone detaschirt hatte, die sich dem General Ulibarri in Harro anschließen und gemeinschaftlich mit ihm Basilio Garcia verfolgen sollten. Leßterer hatte sich am öten d. in Ariza mit einem Theile des Cabreraschen Corps, der von Cabanero befehligt wird, vereinigt Und schnitt die Verbin- dung mit Madrid ab, weshalb auf diesem Wege seit dem 2ten d. kein Courier aus der Hauptstadt eingetroffen ift.““

Marseille, 12. Jan. (Allg. Ztg.) Von der blutigen Rache, wie sie in Jtalien gebt wird, haben wir seit s Jahren hier häufige Beispiele gesehen. Vorgestern erlebten wir abermals einen Aft der Blutrache. Ein politischer Flüchtling Paracini aus Forli im Kirchenstaate war vor einigen Mo- naten wegen eines grausamen Mordversuchs an einem hiesigen Bürger zu lebenslänglicher Galeeren-Strafe verdammt worden. Kaum war Les6terer von den schweren Wunden, die ihm der Meuchler versebte, genesen, als er gestern Abend fast an dersel- ben Stelle, wo ihn früher Paracini*s Dolchstiche getroffen, von zwei Banditen angefallen und wirklih ermordet ward. Der Eine hatte das Opfer bei den Armen gepackt, während der An- dere den -Streich führte. Die Entrüstung, die diese feige Fre- velthat in allen Klassen unserer Bevdikerung erregt, ist unbe- hreiblich. Nach den Begriffen, die sich in Korsika, in Rom

| und Neapel an die „„Vendetta‘/ knüpfen, haben die Mörder

freilich nur gethan was die Ehre fordert. „Ein Mann, der sich und seine Freunde nicht rächt, wie er weiß und kann, is das Brod nicht werth, das er ißt’ hört’ ih einmal einen JFtaliäner sagen, und der Mann gehörte, jeinem Stande nach, nicht zu dem gemeinen Volke. j

Großbritanien und Jrland.

London, 15. Jan. Der Staats-Secretair der Koloni Lord Glenelg, hat unterm 6. Dezember v. J. folgende Depeschs an den in Kanada kommandirenden General - Lieutenant Sir John Colborne gerichtet: „Sir! Meine Depesche vom 27sten v. M. kündigte Ihnen an, daß der Graf Gosford nächstens die Statthaltershaft vou Nieder - Kanada verlassen und daß Been, da der Auftrag Sr. Herrlichkeit zu Ende if, die

erwaltung der Angelegenheiten dieser Provinz einstweilen in : l ibergeh Es i| eben so sehr meine Pflicht wie mein eifriaster Wunsch, Ihnen die Last der schwe- ren Verantwortlichkeit, welche sich in diesem Augenbli an die Ausübung Ihrer Functionen knüpft, zu erleichtern. Jch will mich indeß in feine Erdrterung über den Gang einlassen, der in Betreff der auf die permanente Politik bezüglichen Fragen welche zwischen der vollziehenden Gewalt und dem Ver; sammlungshause verhandelt worden, zu befolgen ist. Alle diese, wenn auch noch so wichtigen Verhandlungen vershwinden vor der dringenden Nothwendigkeit, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten und die Autorität der Gesetze wiederherzustellen. Sie müssen Jhre Aufmerksamkeit auf diesen einzigen Gegensto.nd konzentriren, und ich will daher auch nur davon in meiner Depesche sprechen. Jch füge derselben eine Aufzählung derje: nigen Depeschen Lord Gosford's bei, aus denen hervorgeht, wie schnelle Fortschritte die Feinde der Ordnung und der Ruhe seit den Beschwerden, die sie mir wenigstens in vLerfassungsmä- ßiger Form vorgetragen , bis zur völligen Empörung gemacht haben. Man ersieht aus allen diesen Depeschen ganz deutlich, das nur gewisse Rücksichten der Klugheit die Häupter der aufcührerischen Partei noch zurückgehalten haben, die Fahne der Rebellion ofen aufzupflanzen. Es ist daher von Wichtigkeit, zu erwägen, auf welche Weise die Krisis wird bekämpft werden müssen. Wie es scheint, ha- ben Sie schon auf den am meisten gefährdeten Punkten sämmtliche in den Englischen Besikungen Nord - Amerika's stehende Trup- pen Jhrer Majestät, die in den benachbarten Provinzen ent- behrlich waren, zusammengezogen. Es sind Maßregeln ergtifsen worden, um nöthigenfalls im nächsten Frähjahr die Zahl der unter Jhre Befehle gestellten Truppen zu verstärken. : Ach glaube jedoch, daß die Streitkräfte, über welche Sie jet ver: fügen können, hinreichen werden, um die Rebellen im Zaume zu halten und jede Bewegung zu ersticken, der die Civil:Gewalt nicht Einhalt zu thun im Stande wäre. Sollten nichtedesto- weniger diese Streitkräfte nicht ausreichen, so können Sie cinen Aufruf an den Lie und die Hingebung aller der loyalen Uns terthanen Ihrer Majestät ergehen las}en, die sih bereit zeigen, unter Jhren T zu dienen und sich denselben ganz zu unterwerfen. ie erste Pflicht so wie das {Lüne

Vorrecht der Krone i|, diejenigen zu beschüßen, wel