1838 / 61 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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des Krieges von Sir G. Cocburn, dem damaligen Marine- Minister, vorgeschlagene Plan, Englands Marine auf der Nord- Amerikanischen Station zu verstärken, nicht durch die Erspa- rungs - Männer von Hume's Kaliber verhindert worden wäre, möchte es schwerlich zu den jeßigen seeräuberischen Unternehmun- gen auf den Ober-Kanadischen Scen gekommen seyn.

Der Gemeinderath hat einstimmig beschlossen, dem Ge- sandten der Vereinigten Staaten ain hiefigetn Hofe, Herrn Ste- venson, zum Zeichen hoher Achtung sür jeinen dffentiichen und Privat-Charakter, das Bürgerrecht der Stadt London zU Vel leihen und ihm die Urkunde darüber in einer Kapsel von 169 Guincen Werth durch eine Deputation überreichen zu sassen.

In welchem Grade die Auswanderutig aus England statt- finder, zeigt der lclzte Bericht aus Liverpool, welcher den Zeit- raum vom 7. Mai 1833 bis zum 30. Dezember 1837 umfaßt. Es geht daraus hervor, daß in dieser Zeit 1416 Schiffe von 636 Tonnen mit einer Bemannung von 26,495 Matrosen ge- braucht wurden, um 113,172 Menschen jeden Alters und jedes Geschlechts úber den Atlantischen Ocean zu bringen. Auffallend ijt es, daß von dieser großen Anzahl, die aus einem einzigen Hafen auslicfen, nur 8379 nach Kanada und den Britischen &olonicen in Nord-Amcrika gingen, während §9,635 sich nach den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika begaben.

Die Frage über die sogenannten Dänischen Forderungen, die gestern von Herrn Creswell, dem Mitgliede für Liverpool, im Ünterhatse zur Sprache gebracht werden sollte, hat anderen Angelegenheiten weichen müssen. Man erwartet indeß eine baldige Erledigung dersclben. Der größte Theil der Presse er- klárt diese Forderungen für gerecht und hált es für schimpflich, ihre Bezahlung noch länger auBien zu lassen. Die Theilung dersclben in Buchschulden, in Ansprüche für Ladungen und Schiffe, die am Ufer weggenommen worden, und in Ansprüche fur Schiffe, die man in Häfen und in geschlossenen Dänischen Gewässern weggenommen, in Folge deren der leßte Theil der Forderungen, ungefähr 150,00) Pfd., so lange aufgeschoben wurde, erscheint der Times als cine traurige Sophistik. Der A dv ertiser nennt die Forderung eine gerechte und angemes- sene und hofft, daß der Vertreter dersclden das Unterhaus über- reden werde, sie anzuerkennen. „Jm Jahre 1807‘, sagt dieses Blatt, „während des tiefsten Friedens, während ein Dänischer Ge- sandter in London residirte, griff Großbritanien Kopenhagen an und nahmzugleich 300 der Dänischen Nation gehdrendeSchiffe, die in der Themje lagen, weg. Die Schiffe, wie alle anderen Arten Dä- nischen Eigenthums, wurden verkauft, unter dem Vorwande, Britische Ünterthanen für etwanige Verluste in Dänemark zu entschädigen. Der in den Schatz geslossene Erlds des Verkaufs war 1!/, Million Pfund Sterling, wovon die verschiedenen Reklamanten nur die Summe von 200,090 Pfund erhalten ha- ben, während der übrige Theil sich unter den Händen der frú- L Lords des Schatzes verloren hat.“ „Es ist eine Schraach ár das ganze Volk‘/, sagt der Sun, „daß eine Forderung, die \o vollkommen auf Gerechtigkeit beruht, daß, wenn die Parteien Privatpersonen wären, jeder Widerstand gegen die Klage vor einem Gerichtshofe ohne alle Hoffnung des Erfolgs wäre, so lange von der Regierung bestritten worden ist.‘ Dasselbe Blatt nennt den Angri} auf Dänemark im Jahre 1807 ein unvor- hergesehenes, ja unerhdrtes Ereigniß.

Die Times findet in der Debatte über die Algierischen Angelegenheiten neuen Anlaß, über die Schwäche Lord Palmer- ston's zu klagen, der sich, wie sie meint, von der Französischen Politik ganz und gar in die Enge treiben lasse, denn statt eine Antwort úber Frankreihs Absichten in Betreff Konstantine's zu geben, versichere er, die Französische Regierung habe die men}chenfreundlihstee Schonung fär Marokko und Tunis ver- sprochen, ader auch dies Versprechen könne er nicht einmal dem Unterhause schrif:lih vorlegen, sondern berufe sich nur auf mündliche Erklärungen. Das genannte Blatt wiederholt dann scine Befürchtungen vor einer Franzdsisch - Russischen Allianz, wie sie hon auf dem Erfurter Kongresse bezweckt worden, um durch allraálige Eroberung des Ottomanischen Reichs Englands Macht im Mittelländischen Meere zu stürzen.

Der Bengal Hurkaru vom 7. September hält einen Krieg mit den Birmanen für sehr wahrscheinlich. Die dortige Regierung soll dem Britischen Residenten, Oberst Burney, schon ihr Ultimatum überreicht haben. :

Aus China erfährt man, daß der Capitain Quíin, von dem Kriegsschiffe „Raleigh//, am 29. Zugust nach der Rhede von Makao von ciner Reise zurückgekommen war, die er, in Begleitung des Deutschen Misjsionairs Güzslaff, nah Foo-cchow- soo in der Provinz Fukun g?-macht hatte, um 15 Britische See- leute, die an dec Küste Schiffbruch gelitten, von den Chinesi- hen Behdrden zu übernehmen. Diese Leute waren sehr gut behandelt worden, hatten neue Kleider und bei ihrer Abreise jeder noch ein Geschenk von etiva 1!/, Pfd. Sterling erhalten.

Dem Vernehmen nah, macht die Bank der Vereinigten Staaten bedeutende Rimessen nah England in verschiedenen Geitalten; außer Wechseln zum Belauf von 100 150,000 Pfd. und beträchtlihen Summen in Obligationen, die von den lebß- ten Amerikanischen Paketbôten mitgebracht worden , hat auch das Haus Biddle und Compagnie in Liverpool so eben cine Sendung Baumwolle zum Werth von 380,000 Pfd., die es von Amerika erwartet, versichern lassen. Der Globe führt dies an, um diejenigen zu beruhigen, die an der Zahlungsfähigkeit dieses Etablissements Zweifel gehegt und dadurch die Inhaber von Actien oder Post - Noten der Bank in Besorgniß verseßt hatten. Mit einem Kapital von 35 Millionen Dollars, meint dieses Blatt, dürfte Herr Biddle chne Schwierigkeit den Sturm auéhalten können, wenn auch die Hälste der Banken in der Union falliren sollte.

Im Senat der Vereinigten Staaten ist cine Bill durch- gegangen, durch welche der Effektiv- Bestand der Unions - Ar- mec auf 15,060 Mann erhöht wird.

Aus Rio- Janeiro ist cin Schiff angekommen, welches funf Tage später, als das zuleßt angelangte, von dort abgese- gelt war. Von Bahia oder Rio Grande waren damals noch keine Nachrichten wieder in der Hauptstadt eingetroffen. Das Britische Schiff „, Acton ‘‘, welches um das Cap herum gekom- men war und zwischen 800,909 und 1 Miliion Dollars am Bord haben soll, lag noch in Rio-Janeiro vor Anker und wollte erst in vierzehn Tagen nach England weitersegeln.

Am 17. August vorigen Jahres hat General Santa - Cruz in Lima cin Gegen-Manifest, in Antwort auf dasjenige, wel- ches in Rücksicht auf den zwischen beiden Republiken bejstehen- den Krieg in Buenos-Ayres publizirt worden, erlassen. Dieses sehr lange Dokument enthält natürlich viele Gegenbeschuldigun- gen, indeß wird zu Anfang hervorgehoben, daß der Krieg zwi- schen Peru und der Argentinischen Republik hauptsächlih dur die Intriguen des Chilischen Kabinets erzeugt worden sey. Eine der Haupt-Anklagen gegen Santa-Cruz war, daß er es sich habe angelegen seyn lassen, dadurch einen Bürgerkrieg in Buenos-

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Ayres aufzuregen, daß er der Faction der Unitarier sich ange- nommen und deren Häupter nah ihrer Niederlage und Ver- treibung von Seiten des gegenwärtigen Gouverneurs, Rosas, unterstüßt habe. Judeß läßt sich weder die Wahrheit noch die Unwahrheit dieser Angaben aus einem der beiden entgegenge- seten Manifeste cntnehmen. Auf die bestimmten Behauptun- gen der einen Partei sind eben so bestimmte Ableugnungen der anderen erfolgt, und die Beweise, auf welche der cine oder andere Theil sich beruf, sind sehr obcrslächlich. So wird z- B. die Weigerung Boliviens, einen gehörig akkreditirten diplomatischen Agenten von Buenos-Ayres zu ciner Zeit aufzunehmen, wo beide Staaten in Freundschaft gestanden, als eine der bedeutendsten Beschwerden des lelteren Staats angeführt, während in der Rechtfertigung von Seiten Bo!tiviens e: klärt wird, der Gesandte scy darum zurückgewiesen worden, weil es ein wegen sciner Jntriguen und seines herrshsächtigen Charakters bekannter Mann gewesen, von dessen Gegenwart man mit Grund eine Stdrung der Ruÿe Bo- liviens hatte befürchten müssen. Auf die gegen Santa-Cruz ge- richtete Beschuldigung, daßer mit Waffen und Munition cine Inva- sion in Salta, welche mit der Niederlage und Gefangennahme des Buenos- Ayreëschen Generals La Torre geendet, unterstüßt habe, wird von der Peru-Bolivischen Regierung durch die positive Be- hauptung geantwortet, daß alle angegebenen Details nichts als Un- wahr heiten scyen. General Rosas wird als „ein blutdürstiger Van- dale“/ in Antwort auf die Bezeichnung „Usurpator‘/ von Santa- Cruz titulire. Ueberhaupt giebt auch dieses Manifest des Santa- Cruz feine wesentlichere Aufschlüsse hinsichtlich der Ursachen die- ses Krieges zwischen den drei Republiken. „Es dúrfte‘’, be- merkt die Times, „für jeden dieser Staaten rathsamer gewesen seyn, hier in England scine Schulden zu bezahlen, als unred- lich das Eigenthum seiner Gläubiger in ausländischen Kriegen zu verschwenden.““

Priva1briefe vom 4. November aus Buenos-Ayres mel- den, daß am 25. Oktober die gegen die Reinafe’s und gegen andere Theilnehmer an der Ermordung des Generals Quiroga, seines Secretairs und seiner Eskorte im Jahre 1835 ausge- sprochene Sentenz in Auefährung gebracht worden. Vier Per- sonen von niedriger Herkunft wurden früh am Morgen auf dem Retiro hingerichtet. Die Häupter, n mlich Jose Vicente Reinafé, Ex-Gouverneur von Cordova, dessen Bruder Guillelrnao und Santes Perez, Befehléhaber der Partei, welche die Mord- that verübte, wurden in der Fronte des Cabildo, auf dem ‘Plaza de la Victoria, dem Hauptplatze der Stadt, erschossen, und ihre Leichname blieben in Ketten 6 Stunden lang aufgehängt. Jose Antonio Reinafé starb einige Tage vor der Hinrichtung im Ge- fángnisse und entging auf diese Ärt dem shimpflichen Tode sei- ner Brüder. Der vierte Bruder Francisco ist zeitig ge- nug nach der Banda -Oriental entkommen. Ucber den Zu- stand des Krieges an der Bolivischen Gränze hatte man in Buenos - Ayres keine Nachrichten von elang. Aus Monte-Video war folgendes lakonische Bülletin eingegan- acn: „„Puntas de Tancçuarembo, den 25. Oktober. An Se. Excellenz den Kriegs-Minister. Am 22sten wurde das erste Corps unter meinem Befehl gönzlich zerstreut. Heute habe ich mich wieder mit 409 Mann vereint, mit denen ich mich der zweiten Division anschließen will, die ih in 4 Tagen zu treffen gedenke. (unterz.) Manuel Oribe.‘ Es scheint, der Präsi- dent hatte zu vertrauensvoll auf die Bravour seiner Truppen gerechnet und die Streitkräfte F. Rivera's zu gering geschäßt. Sn einer Depesche hatte er noch kurz zuvor Rivera’s Macht auf 785 Mann angegeben, von denen nur 150 Weiße seyen und der Rest aus mißleiteten Indianern bestehe. Alle Opera- tionen der Rebellen, seßte er verächtlich hinzu, beschränkten sich auf Fourage - Expeditionen, die er jedoch durch Theilung seiner Streitkräfte zu verhindern hoffe. Das Resultat hat gezeigt, daß scine Rechnung unrichtig gewesen. Rivera’s Truppen zeig- ten sich 890 Mann stark, wohl dis iplinirt, bewaf}net und ver- proviantirt, und bei dem ersten Angriffe wurden die Truppen des Präsidenten zurückgeschlagen und eine bedeutende Strecke mit großem Verlust verfolgt.

In hiesigen Blättern liest man: „„Súd-Amerika besißt ge- genwärtig 133 Zeitschriften, von denen 25 in Brasilien erschei- nen. Das Wichtigste und Merkwürdigste in denselben sind die Anzeigen. Wenn ein ehrsamer Bürger vergißt, einer Einladung Folge zu leisten, oder wenn er, auch ohne eingeladen zu seyn, seine Freunde nicht besucht, so kann er versichert seyn, daß ihm seine Nachlässigkeit im „Pucölo“/ oder im „Sol‘/ vorgeworfen wird. Leiht Jemand ein Buch und vergißt es zurüczugeben, so fommt man seinem schwachen Gedächtnisse dadurch zu Hülfe, daß er in dem „Diario“ hôflich, aufgefordert wird, das ent- liehene Buch dem Eigenthümer zurüzugeben, widrigenfalls man seinen Namen öffentlich bekannt machen werde. Die mei- sten dieser Tagesblätter sind hlecht gedruckt und so blaß, als ba man sich der Buttermilch statt der Druekerschwärze bedient

tte.

Briefen aus Guatimala zufolge, schreiten die Arbeiten an den seit langer Zeit projektirten Kanälen zur Verbindung des Atlantischen mit dem Stillen Ocean so thätig vor, daß die- ses großartige Unternehmen gegen Ende des nächsten Jahres ausgeführt seyn wird.

Belgien.

Brüssel, 22. Febr. Der Graf Lehon ist, wie unsere Blätter anzeigen, gestern Abend von hier nah Düsseldorf ab- gereist, in dessen Nähe derselbe einige ansehnliche Besißkungen U Von Düsseldorf wird sich der Graf nah Berlin begeben.

or seiner Abreise hatte derselbe noch eine Privat-Audienz beim Könige und eine Konferenz mit dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten.

Hier ist neuerdings das Gerücht verbreitct, daß die Her- u Meeus und Coghen zu Staats - Ministern ernannt werden würden.

Der Kaiserl. Russische Kammerherr, Baron von Meyen- dorf, ist aus Holland hier eingetroffen.

Deutschland.

Kassel, 25. Febr. (Kass. Ztg.) In der Sißung der Stände vom L2ästen d. waren die Minister der Finanzen, des Krieges und des Innern und der Vorstand des Justiz - Mini- steriums zugegen. Zuerst berichteten die Herren v. Stark und Goddáuvs so wie der Erb-Marschall über mehrere Gesuche, und hierauf Herr Wippermann über die neue Vorlage des Finanz- Gesezes, wobei der Finanz- Minister die Proposition verthei- digte. Der Landtags-Kommissar verlas sodann, nachdem er die dazu erhaltene Vollmacht dem Präsidenten überreicht, folgende höchste Mittheilung. „Von Gottes Gnaden Wir Friedrich Wilhelm Kurprinz und Mitregent 2c. Unsere getreuen Stände haben bei der im vorigen Jahre stattgefundenen Berathung úber das Finanzgesez den Wunsch ausgesprochen, daß Wir die An-

gelegenheit der Rotenburger Quart in wiederholte Erwägung ziehen

bis zu einer weitern deshalbigen Ent: Äfen woraus sich crgiebt, daß es auch mit der staatswissenschastli- schließung von Uns, die Differenz in Beziehung auf jene An- Fen Fakultät nicht so {chlimm ausfiehßt, als man ihr den Anschein gelegenheit beruhen bleiben solle. Es wurde damals von Uns Shen wollte-

so wie von Unseren getreuen Ständen vorausgeseßt, daß eine solche wiederholte Erwägung und weitere Entschließung von Uns vor dem damals als schon nahe erschienenen Schlusse des Land: tags nicht wohl erfelgei fônne. Der seitdem eingetretene Zeitablauf von zwei Monaten hat jedoch zur wiederholten Prú- fung der erwähnten Angelegenheit hinreichende Muße gewährt, und Wir finden Uns dadurch in den Stand geseßt, Unseren getreuen Ständen auch noch während ihres dermaligen Zusam: mensceyns das Ergebniß der von ihnen erbetenen wiederßel: ten Erwägung dahin zu crössnen, daß -Wir durch dies: zu einer Aenderung Unserer stets auégesprochenen Ueber- daß die von der Fürstlich Hessen - Rotenburgi

mdchten, in deren Erwartun

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Neapel, 14. Febr. (Leip. A. Z.) Die Gerüchte von #1 MKiederausbruch ernsilihher Unruhen politischer Natur auf y Insel Sicilien häufen sih, und wenn man ihnen auch nicht hedingt Glauben schenken darf, so scheint so viel gewiß, daß ¿ Regierung selb eine Bewegung dort färchtet und hier ¿dermann sie als nahe bevorstehend betrachtet. Die Agenten s Prinzen Karl sollen unter Englischem Schuße von Malta ¿3 die Aufregung unterstüßen und eine Erhebung in Masse srig betreiben, um eine gänzliche Treunung Siciliens von cayel unter einer vertragsmäßigen Herrschaft des Brinzen

zeugung, E. 2 E Ag! e E: \chen Linie besessenen Domanialien zu dem Haus-Fideikommisse Karl als Königs von Sicilien herzustellen. Sein Anhang Unseres Kurhauses gehören, Uns nicht veranlaßt, und vielmehr Myeint dort ziemlich groß zu seyn, und das Benehmen der

einflußreichsten Sicilischen Fa- n denselben noch vermehrt zu haven. Der König be- sich deswegen beinahe aus\licßend mit den An- ¿legenheiten der Jnsel, und man darf erwarten, daß mit H zgstem wichtige Beschlüsse in Bezug auf die dortigen Ver- nisse gefaßt werden. Die offizielle Zeitung hat bis jcbt ichaus keine Mittheilung in diéser Hinsicht gemacht, sondern terhált das Publikum noch mit der BeschreibunE der Feier ¡es Königlichen Geburtstages in Messina und den verschicde- en zu diesem Fest angeordneten Feierlichkeiten, Gastmählern, Shauspielen und Wohlthätigkeitsbeweisen. Mehr Aufsehen macht ¡n Vorfall, der sich in Catania zugetragen und der vielleicht olitishen Reibungen nicht ganz fremd war. Ein Garde-Lieu- enant, welcher zu einer der angeschenstcn Familien der Jnsel ehört und selbst den Titel eines Principe fährt, wurde in dem Msbendzirkel einer seiner Verwandten von einem Neapolitani- schen General, der in dem dortigen Kriegsgerichte Beisißer ist, ah lebhaftem Wortwechsel auf thätliche Weise belcidigt, und zwang denselben bei scinem Weggcehen, sich mit ihm und zwar ohne Kampfszeugen zu schießen , wobei dem General der rechte Arm dermaßen zerschmettert wurde, daß \o- fortige Amputation desselben nothwendig erschien. Der Offizier eiste unverzüglich nach diesem Ereignisse nach Malta ab, wo er die Zahl der Unzufriedenen vermehren wird, welche Prinz arl für seine Zwecêe benußt. Hier is durchaus nichts Neues

Uns verpfüchtet sehen, die deshalbigen Rechte Unseres Kurhau- erung gegen einige der ses ungeschmälert aufrecht zu erhalten. Urkundlich Unserer hôchsteigenhändigen Unterschrife und des beigedructen fürstlichen Siegels. So geshehen zu Kassel am 23. Febr. 1838. Fried: rich Wilhelm.“ Es wurde dicfe Mittheilung dem An-2- {uß fár die Angelegenheiten der Rotenburger Quart üvcr- f wiesen. Herr Pfaff berichtete noch über den Geselz - Ent wurf, die Erhöhung einiger Gebühren der Anwälte betressend, wel hes mit 24 Stimmen gegen 20 angenommen und worauf, nach dem Herrn Manns ein zehntägiger Urlaub ertheilt war, die Si6ung geschlossen wurde.

Ro sto ck, 23. Febr. (Hamb. Korr.) Seit einiger Zeit haben auswärtige Blätter sich ein Geschäft daraus gemacit, Serúüchte über die Verlegung der fiesigen Landes - Vniversität nach Ludwigslust in Umlauf zu seßen. Ohne untersuchen zu wollen, ob eine solche Maßregel jemals beabsichtigt worden sey, oder ob überhaupt jene Angabe zu irgend einer Zeit mehr als | ein leeres Gerúcht gewesen, begnügen wir uns, darauf hinzu weisen, daß erst mit dem neuen Fahre neue Statuten fär die hiesige Landes - Universität in Kraft getreten sind, nachdem sie unrer dem 30. November v. J. mittelst nachstchenden Re- scripts bestätigt worden: „Wir Paul Friederich 1c. ho Ff ben, um auf alle Weise die Erhaltung und das meh rere Aufblühen Unserer Landes -Universität zu Rottock, so wie die núßliche Wirksamkeit derselben zu bcfördern , und Moder Wichtiges vorgefallen; sogar der Karneval, der sonst ge- die Thätigkeit der dabei angestellten Personen in ihrem der Iwöhnlih Leben in die Bevölkerung bringt und dem Salonge- Pflege der Wissenschaften überhaupt und der Vildunz Unserer Wschwäß und mit ihm der Chronique scandaleuse etliche lebensvolle getreuen Unterthanen insbesondere gewidmeten heilsamen Berufe Bilder liefert, ist diesmal todter als je gewesen, und die Witte- möglichst zu begúnstigen und aufzumuntern , neben anderen zu Mrung hat nicht einmal bis jet dem Corso ins Leben zu treten diesem Zwecke getrossenen Einrichtungen, auch die bisher bestan Mgesiattet. Am 7. Februar stand das Thermometer im Schatten denen aligemeinen Statuten der Universität durchsehen und solcze Fauf + R, ein unerhörtes Ereigniß hier um diese Zeit. dem jeßigen Bedürfnisse der Anstalt gemäß einrichten und ve- W Von den sehnlichst erwarteten Erneunungen und Beförderungen bessern lassen. Nachdem nun dieser für die Univeriïtät uw Fnd mehrere erschienen; doch werden die wichtigern , besonders ihre Glieder so wichtigen Gescháfte die größte Aufinerksamii n Verwaltungsfache, noch erwartet. und Sorgfalt gewidmet, von Unserem Vice-Kanzler darüber mi Rektor und Konzilium gründliche Verhandlungen gepflogen tor den und Wir Uns über den neugefaßten Entwurf der all zemei nen Statuten haben Bericht erstatten lassen, so sind von Uns nunmehr, nach reiflicher Erwägung, die hierbei gehefteten | Statuten durchgehends genehmiget und bestätiget worden.“ Der erste Paras a S lautet wie P t G A

ebruar 1419 errichtete, nach der eingetretenen Kirchen Kefol! jt: , R Gin, zei Son unterm 18. August 1560 Kaiserl. bestätigte Universität uy Ver VeMigen Sivung dee Deputirten-Kammer (Oen

a : N A E S | Herr Mendizabal und nahm wieder seinen Siß als Deputirter zu Rostock hat, gleich den úbrigen ältern Universitäten des pro in Herr Gomez Pardo hat ihm seinen Siß, wie es heißt testantischen Deutschlands, die althergebrachte Bestimmung , die (ne b T Ns e )

j us S E / gegen cine bedeutende Summe, abgetreten.

reine Lehre der heiligen Schrift nach den Grundfäßen der Un In einem von der Charte mitgetheilten Schreiben aus veränderten Augsburgischen Confessien, so wie alles Wahre, | Cadix vom 25. Januar wird Stet h die ran dde

Gute und Schdne in sich aufzunehmea, zu bewahren und zu i N D g T Ge ; 5 : i: a : Brigg „„Alcyone‘/ am 23sten durch einen furchtbaren Sturm verbreiten. Als höchste Bildung®- 1nd Unterrich1s - Anstalt des | endthigt wurde, die dortige Rhede zu verlassen und bei Pon- Landes hat sie die ihr anvertrauten Jünglinge fär den Lebens: S ati Anker zu geh:n 3 bei E Gelegenheit sie mit der zweck im Allgemeinen , fúr ihren künstigen Beruf insbesondere ! Spanischen Kriegs - Brigg „¡Ssabella Sudan usaminenstieß mit Sorgfalt auszubilden und vorzubereiten. F un Bt Schaden erlitt. Das Französische Bad tteo L | E Schiff „„Victoire‘/ erreichte nur mit roßer Mühe die ede

Côthen, 23. Febr. Se. Durchlaucht der Herzog hat fol von Cadix. Ein Englisches und v s S A gende Verordnung in Bezug auf die durch unser Gebiet pro F 1, geworden und etwa 20 andere Schisse, darunter die E jektirte Eisenbahn erlassen: ] lisd A A i S Le g Éd erie Sngs

„Von Gottes Gnaden, Wir Heinri ch, Aeltestregicrender souve: ische Brigg „„Jasod‘‘, mehr oder weniger beschädigt. rainer Herzog zu Anhalt 2c. haben in Erwäaung und auf den Gruud der bei Anlegung öfffentlicher zum gemeinen Nugen bestimmter Kuns- |

Seel firaßen zur Anwendung kommenden siaatórechtlichen Prinzidien, li F ; S S L Erthcilung Unserer Landeéherrlichen Erlanbniß zur Durchführung diu Konstantinopel, 29. Januar. (Journ. de Smyrne.)

Magdéburg-Côihen-: Hallc-Leipziger Eisenbahn durch Unfer Herzog: L verlautet, daß zwischen der Pforte und den Mächten ersten thum beschiossen und verordnen bierdurch: §. 1. Es soll die zur Au: anges Unterhaudlungen von großem Interesse in Bezug auf legung der gedachten Eisenbahn gebildete Actien-Gesellschaft das Recht si die orientalische Frage angeknüpft worden sind, auch bemerkt baben, den zur Bahn und deren Pertinenzien nach Ermesseu un) man seit zwei Tagen eine verdoppelte Thätigkeit unter den ein- Genebmigung unserer Junnediat- Eisenbahn: ommission ersorderlihen F flußreihen Mitgliedern des diplomatischen Corps. England steht Grund und Boden von den betresfenden Eigentbümern im Wege det mit der Türkei im besten Vernehmen, und wenn die freundschaft- unfreiwilligen Expropriatton gegeu angemessene Entschädigung eigen Ï lichen Verhältnisse mit Frankreich durch die Eroberung von thümlich zu erwerben. §. 2. Ebenso soll die Actien-Gesellschaft berechtigt | Konstantine und durch das Wiedererschcinen der Fran sch scyn, beim Bau der Bahn und deren Pertinenzien Gruud und Bo Flotte bei den Dardanell FEVCTE Neaenbil@ s Y V va den gegen Entschädigang zeitweise zu benußen und aus demselbe! 10 S en auf einige Augenvucte getrübt wur- das zu den Erdarbeiten und soust nah dem Ermcsen Uusecer Jw den, so ist jet in Folge der Bemühungen des Admirals Rous- mediat - Kommission erforderliche Material gegen Entschädigung des sin Alles wieder im alten Geleise. Dieser Diplomat hat die Eigeuthümer zu entnehmen. §. 3. Die Bestimmungen der Art u! Absichten seines Hofes auf eine Weise darzustellen gewußt, daß Weise, wie die von der Actien - Gesellschaft für Erwerbung und V die Pforte jet an der Aufrichtigkeit derselben nicht mehr zweifelt. nußung voa Grund und Boden zu gewährenden Entschädiguugen 1 Nach dem, was man von den jeßigen Gesinnungen Englands ermitteln und festzustellen sind, wid zur Zeit Unsercr weitern L und Frankreichs weiß, darf man annehmen, daß diese beiden desherrlichen Bestimmung und Anordnng vorbehalten. Urfundli Mächte entschlossen sind emeinschafiid auf die- Pacifici haben Wir dies Gesct eigenhändig vollzogen, und dessen offentlid des Orients t bett , g d N G) chzul O Nin Ciiben, , ven 28, Februar O Ae S E dieser dle s N aben "i. Man i Ns , 1 Po C Dos 2 O f E 1 j Heinrich, H. z. Anhalt.“ daß das beste Mittel, den Frieden zu erhalten, in einer Ver- | mindeëung der Flotten und Armeen bestehe, die sowohl in der Türkei als in Aegypten die besten Kräfie des Landes verzehren. Es herrschten seit einiger Zeit ziemlich begründete Gerüchte über Vorbereitungen zum Kriege und Truppen - Aushebungen in Syrien. Lestere werden von Seiten der Aegyptischen Be- hörden mit der größten Grausamkeit betrieben. Mehmed Ali behauptet, um diese Maßregeln zu rechtfertigen, daß die Pforte ihre Screitkräfte vermehre. Dies is jedo fals, denn seit fänf Jahren war die Türkische Armee nicht so gering wie jeßt, und erst seit wenigen Tagen, als die Pforte sich von den feind- seligen Absichten Mehmed Ali's und Ibrahim Pascha's über- zeugt hatte, beschloß sie, Vorkehrungen zu treffen, um einen Angriff kräftig zurückweisen zu können. Die Armee in Kur- distan , unter Hafiz Pascha, hat Befehl erhalten, sich zu kon- I ttiven, und es find in diesen Tagen starke Sendungen von Nunition und anderem Kriegs - Material dorthin abgegangen. C Die Arbeiten in Be ug auf die Feststellung des Wechsel- d sind fär diesen (ugenblick suspendirt worden. Man auptet, die fremden Gesandten hätten sich in diese Angele- pheie gemischt, sich aber über ihre Forderungen nicht einigen Gs da nun auch unter den Kaufleuten, so wie im Divan st, verschiedene Ansichten über die Ausführung der Maßregel

Regi itie ch aftigt

Spanien.

Madrid, 14. Febr. Man spricht zwar viel von Uneinig- feiten unter den Ministern, indeß verlautet noch nichts úber eine etwaige Veränderung im Kabinette. (Vergl. das Schrei-

Ten aus Madrid im „Constitutionnel ‘/ im gestrigen Blatte der Staats-Zeitung.)

Frankfurt a. M., 26. Febr. Nachdem heute Vormittag nod die Volksbelustigung des Faßbindens auf der Eisdecke des N nes stattgefunden und- die Bôttcher-Jnnung gegen 4 Uhr Na) mittags mit dem Werk zu Stande gekommen war, verkündelt um 7 Uhr Abends der Donner der Kanonen, daß der Main sich in Bewegunz sclze. Bis jéßt hat man nicht gehört, dO irgend ein Unfall bei dem Aufgehen des Flusses vorgekommen il

Schweiz.

Zürich, 21. Febr. (Leip. A. Z.) Das neue Wahlgesch wodurch der Kanton in eine reine Repräsentativ - Demokral! sich umgestaltet, is erlassen und der neue große Rath auf di 19. Márz einberufen. Die Theilnahmlosigkeit eines große Theils des Volkes an der lehten Abstimmung hatte noch vel! schiedene Vorschläge veranlaßt. Einige wollten in künftige! Fällen Geldbußen oder Verlust des M S für di ntt Abstimmenden. Nach einem anderen Vorschlage sollten den Bürgern, die ihr Wahlrecht ausüben, Taggelder verwillig! F werden; allein weder der eine noch der andere Antrag wurdé zum Gesetz erhoben. g

Die maskirten Angriffe gegen die hiesige Hochschule habe

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gen Mißbräuche ihre Rechnung finden, gelungen seyn, die einst- weilige Einstellung der Arbeiten zu bewirken.

Konstantinopel, 31. Jan. (Allg. Ztg.) Ein Tatar is aus Brussa eingetrefsen. Gleich darauf ward eine Divans-Ver- famm{sung abgehalten, welcher der Sultan beiwohnte, obgleich er neh sehr gebeugt ist, und seit dem Tode seines Sohnes an kei- nen Geschäften Theil genommen hatte. Die Nachrichten also, welche der Tatar mitgebracht, müssen sehr wichtig seyn. Man glaubt, daß das Betragen Jbrahim Pascha's, das sehr zweideutig ist, den Sultan veranlaßt habe, sich mit dem Divan zu berathen. Jbrahim Pascha und sein Vater scheinen eine Politik zu befolgen, die darauf berechnet ist, die Pforte zu ermúden und gänzlich zu erschöpfen. Bald zeigt Ibrahim sich drohend, bald zuvorkoni- mend. Jeßt soll er wicder eine drohende Stellung angenom- men haben, die um so bedenklicher seyn dúrste, als er dabei den Schein des Aggresseurs zu vermeiden sucht, denn er weiß wehl, daß in diesem Fall ihn nicht nur kein Beistand von außen erwartete, sondern daß er auch von allen Mächten, Eng- land und Frankreich nicht ausgenommen, desavouirt würde. Man erinnert sih, wie das Französische und das Englische Kabinet erklären ließen, daß sie die zwischen der Pforte und Mehmed Ali eingegangenen Conventionen ungeschmälert respek- tirt, und die im Orient bestehenden Verhältnisse um jeden Preis aufrecht erhalten wissen wollen. Diese Erklärung hat ihre Wirkung nicht verfehlt ; Mehmed ward nachgiebiger in seinen Forderungen, und schärfte seinem Sohne die grôßte Vorsicht ein. Diese befolgt- er auch pünktlich, während er jedoch nichts unbenußt läßt, die Pforte zu reizen, und sie wo möglich unter der Maske eines ergebenen Dieners aufs Aeußere zu treiben. Da es ihm bisher nicht gelang, den Sultan aus der Fassung zu bringen, und dieser genau an den Wortlaut der Vere? tráge sich häst, so schien Jbrahim schon einige Mal große Luft zu haben, die ihm gegebenen Junstructionen zu überschreiten, und gegen den Willen seines Vaters in ofen feindseliger Absicht ge- gen die Pforte vorzugehen. Dies war besonders vor 2 Monaten der Fall. Die zufällig unter dem Admiral Gallois an der Asia- tischen Küste erschienene Escadre hächterte ihn aber wieder ein, und die seitdem in Smyrna angelangten Englischen Kriegsschisse vermehrten seine Besorgnisse, jo daß er es jeßt für geeigneter zu halten shcint, der Pforte unter der Hand Verlegenheiten zu bereiten, von denen er dann Nusten zu ziehen hofft. Er soll zu diesem Ende Verbindungen anzuknüpfen suchen, und die der Persischen Gränze nahe gelegenen Paschaliks aufzuwiegeln im Begriff stehen. Der Pforte solien úber diese bôswilligen Absich- ten genaue Daten zugekommen seyn, die sie in große Bestürzung geselzt hätten. Sie weiß sich kaum Raths, und in der eben er- wähnten Divans-Versammlung soll man zu feinem anderen Be- {usse gekommen seyn, als den Schah von Persien vor Jbrahim Pascha zu warnen, dessen hier accreditirten Gesandten mit gropyer Aufmerksamkeit zu behandeln, und die Spannung, die seit langer Zeit mit Persien bestand, vershwinden zu machen. Wirklich ist der Persische Botschafter, der bis jeßt den Sultan nicht gesehen hatte, vcr einigen Tagen bei demselben eingeführt und äußerst gnädig von ihm aufgenommen worden. Auch is ein Minister- Wechsel beschlossen, um das auswärtige Departement einem Mann anzuvertrauen, der die Verhältnisse Asiens genau kennt. Die- ser is zwar noch nicht gefunden, inzwischen hat Reschid Pascha die Weisung erhalten, sih zur Reise nach Paris vorzubereiten, woselbst er als Botschafter siguriren soll. Ferik Ahmed Fethi Pascha, früher Botschafter zu Wien, ward zum Botschafter nach London ernannt. Meine vor langer Zeit kundgegebene Vermuthung, daß Reschid Pascha das Portefeuille des Aeußeren nicht lange beibehalten werde, ist also E Auf Be- fehl des Sultans is eine Trauer von 9 Tagen wegen des Ab- lebens seines Sohnes angelegt worden. Das ist etwas ganz Ungewöhnliches. Auch wurden die Spielhäuser gesperrt, die hier sehr úberhand nehmen.

Konstantinopel, 7. Febr. (Desk. B.) Der erstgebo- rene Sohn des Sultans, ‘Prinz Abdul-medschid, lag in deu leßztverflossenen Tagen am Scharlachfieber ziemlich bedeutend frank darnieder, besindet sich jedoch nunmehr auf dem Wege der Genesung.

Am Zten d. M. haben der Ottomanische Botschafter am Kaiserl. Oesterreichischen Hofe, Rifat Bey, und der Gesandte am Kdnigl. Preußischen Hose, Kiamil Pascha, ihre Reise nah Semlin angetreten.

An demselben Tage is der unlängst zum Ottomanischen Botschafter ia London ernannte Muschir von Aidin, Ahmed Fethi Pascha, auf dem Dampfschiffe des Oesterreichischen Lloyd „„Arciduca Lodovico‘/ nach Smyrna abgegangen, um sich von dort in seine Statthalterschaft zu begeben. Cr soll sich unge- fähr drei Wochen daselbst aufhalten und dann in die Haupt- stadt zurückkehren.

Ám ten d. M. isst der Armenisch - katholische Erzbischof Don Nuridschan, welcher mit der Leitung der geistlichen Ange- legenheiten seiner Nation beauftragt war , mit Tode abgegan- gen und Tege darauf in der neuerbauten Kirche dieser Ge- meinde, zu Galata, feierlich zur Erde bestattet worden.

Im Laufe voriger Woche ist ein Russischer Kriegskutter aus dem Archivel in den hiesigen Hafen eingelaufen.

Die Pestseuche scheint für den Augenblick hier erloschen, da man schon seit einem Monate von keinem neuen Pestfalle hört.

Die Gazzetta di Zara meldet aus Scutarí (in Al- banien) vom 1. Febr.: „Die Einwohner dieser Stadt sind in den leßten Tagen von einem starken Erdbeben heimgesucht worden: Schon seit der zweiten Hälfte Dezembers hatte man in diesen Gegenden sehr heitere, wiewohl von einer ungewöhn- lichen Kälte begleitete Tage. Die Nacht vom 22. Januar war ungewöhnlich angenehm, und wiewohl die Atmosphäre sehr ru- hig gewesen, so war doch ein oumpfes Brausen der See ver- nehmbar. Am Morgen des 23sten zeigte sh der Himmel um- zogen und die, Scutari gegenüber liegenden Gebirge waren von düstern Wolken bis zur Hälfte umhüllt; der Wind eas D von Südost, und der Horizont war gegen Westen von {hwärzlicher Farde. Gegen Abend trat Nordwind ein, und durch allmäli- ges Zunehmen erreichte er eine solhe Gewalt, daß er Dach- Ae hinabwarf und Wände und Fußbdden zum Schwanken

rachte. Um 9 Uhr 25 Minuten desselben Tages verspúürte man dann unter fürchterlichem Getdse eine vertikale Erderschütte- rung, welche 5!/2 Sekunden währte; nah Verlauf von zwei Minuten trat eine E Erderschütterung s{chwingender Art ein; um 9 Uhr 38 Minuten endlich trat ein drittes, ebenfalls wellenförmiges Erdbeben ein, welches acht Sekunden dauerte; die Richtung sämmtlicher Erdstdße war von Nordost: gegen Súdwest, das Barometer zeigte 28 2/1, das Thermometer Réaumur 4°, Wärme. Am darauf folgenden Tage, nâm- lic am 24sten, war der Himmel trüb und umwölkt, und man

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jedoch Brücke als die

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eine genauere Beleuchtung des Bestandes derselben hervorge M herrschten, so soll es denen, die in der Beibehaltung der jeßi-

konnte die Richtung des schrecklichen Orkans kaum verfolgen;

man glaubte,

man mit Sehnsucht dem unmöglich, zu beschreiben,

Rästungen Me es ihm an Menschen und während seine Armee und elt in diesem Augenblicke scine Anstreng

furchtbar zu machen. Man erschdpfl sih in

daß fich

gegeben,

is durch ein Versehen b

zur lebten Zeile der

Nach einer Haupt - Provinz Schlesien im i gelaufenen Jahre 1837 im Regierungs-Bezirk a) Breslau, die Kreise Breslau, Nimptsch, Dcls, Reichen-

e) Oppeln, die K7

cht und in der Zeit vom 20. August bis 22. Opfer gefordert, da in der Woche vom 27. Ru- gust bis 2. September allcin 412 Personen gestorben sind.

tem Ausbruche dcr Cholera im Jahre 1836 bis jest sind nur verschent geblieben im Regierungs-Bezirk

am fsirengsicu heimgesu September die meisten

Scit

Die zweite Periode, \ckließt in sich den Zcitraum, im Regicrun

a) Breslan, vou Mitte März 1837 bis Mitte Januar 1838. ) Licgnig, vom

unnd würden diese Angaben fünftig uur erleiden, als die Krankheit im Regierungs-Bezirk Breélau noch uicht

Am 2Wsten hörte diese sonderbare ewohl die Atmosphäre

Der Gesundheits -

hiesigen Rhede.

die Natur falle în ihr ursprüngliches Chaos zu- itterung allmälig seitdem beständig dunkel ist und onnenschein entgegensieht. Es if welche Bestúrzung, nah so fürchter- lichen Vorgängen, das Ungewitter sowohl in Scutari, als in der umliegenden Landschaft erregte. Verzweiflung, nachdem der Orkan die sistenz verheerte. befriedigend.“

Smyrna, 3. Febr. um erstenmal sein Zimmer verlassen. onsuln Besuche ab.

Am 31. Januar dême“/ und „Santi Petr nach Frankreich zurü, leßtere Es bleiben nun nur noch der „,, Flagge führt, der „„ Montebello ‘’ und die Brigg ¡¿Palinure ‘/ Man spricht auch von der bevorstehen-

Viele Familien sind in auptquellen ihrer Sub- ustand is vollkommen

Der Admiral Gallois hat vorgestern Er stattete mehreren

sind die Französischen Kriegsschiffe „„Dia- i‘ von hier abgesegelt; ersteres kehrt s begiebt sih nach dem Piräus. Jupiter ‘/, der die Admirals-

kunft des „Triton“, der sich dem Geschwader in der

anschließen soll.

Briefe aus Alexandrien vom 26. Januar bestätigen die seit einiger Zeit verbreiteten Gerüchte in Bezug auf bedeutende med Ali's in Aegypten und Syrien. Obgleich Geld fehlt, so hält er doch fort- Marine auf dem Kriegsfuße und ungen, um beide Muthmaßungen

n Zweck seiner Rüstungen, die namentlich dem Handels-

Inland.

erlin,

stande Besorgnisse einfldßen. Man if allgemein der Meinung, roße Ereignisse vorberciten, an denen vielleicht Europa

Theil nehmen dürfte.

1, März. Nach der neuesten Zählung hat die

Koblenz gegenwärtig 13,696 Einwohner. Hierbei sind die Bewohner der Häuser und Gärten vor der Mosel- als zur Gemeinde MNeuendorf gehörig, eben so wenig, Frauen, Kinder und Diener von Mislitair-Personen an-

Berichtigung.

bach und Schweidniß,

b) Lieguit, die Kreise Landébut und Licgniß, cize Beuthen, Kreuzburg,

Strebliy

a) Breslau, der Kreis Gubrau,

b) Liegnitz, die Kreise Freistadt, Elogan, Si Sazan, Schönau und Spreoitau.

Hoyerswerda, Rothenburg,

Ucbersicht des Standes ahre 1837 hat dicse K

so daß die Gesammt- Einwohnerschaft in runder Zahl uf 16,000 Seelen anzunehmen seyn dúrfte, wobei natûr- li die Garnison selbst nicht mitgezählt ist. Im gestrigen Blatte der St. Ztg. eim Umbrechen des Blattes auf S. 240 diejenige Druckzeile, mit welcher die erste Spalte beginnen sollte, zweiten Spalte gemacht worden.

der Chelcra in der rankheit ia dem ab-

Gleiwitz und

Gêrlißs, Grüitberg,

it jedoch seit dem 17. Dezcmbcr v. J-

In diesem Bezirk is die Kranfheit j | _. : Jud in dem Bezirk von Oppcln, in welchem fein Kreis ganz versczont geblicb:n, scit deu I0ten v. M. für erloschen zu erochien, und wenn auch in den Kreisen Schweidniß, Habelschwerdt und S in welchen die Cholera zulcyt uno geherrf ci

neuen Frkranfaungen mchr keine Krauke verblieben sind,

t, seit dem 121en v. M- vorgefommen und scit dem 15ten v. M. so scheint die Kranfhcit auch iu Nes aierungs Bezirk Breélau nunmehr für erloschen geachtet weidcn zu fêuncu.

ne

Aus dem Jahre 1836 gingen in das Jahr 1837

Krarke über

es waren mithin in dicfeua Fahre frank... -- ++

davon sind gestorben 3988 genesen . 3736 I

7724

772I

C A A

so daß am Schlusse des ahres frank blieben . -

erfcauft. .. gesiorben . « genesen . . -

6283 ¿ 69653 -

deutlich lassen sih im Verlauf der Krankheit 2 Perioden un- tersheiden , welche in den Bezirken der Regierungen zu Liegniz und Oppeln cinen längeren Zwischenra::

g zu Breslau.

je erste Periode, von Mitte September 1836 bis Mitte Febrüar

1837, geht im Regierungs: Bezirk : a) Breslau, von Mitte Dftober 1836 bis Mitte Februar 1837,

83 Personcu im Jahre 1837 erkranftea 7646 [E

2

uw

5 F Mit Hinzurchnung der Fälle im Monat Fanuar «. fiud scit Ausz

bruch der Krankheit im Jahre 1836 bis jcht 15248 Personen

m bildetcn, als iu dem der Res-

b) Liegnig, vom Oktober bis ult. Novcmber 1836,

e) Oppeln, von Mitte September 1836 bis Ende Januar

1837, und erkrankten in derselben wovon starben . genascn.... ..“

3431

von Mitte März 1837 bis Mitie Jan1uar 2s-:Bezirk

5873 Personcn MA2 s

s

XFuni bis incl. Dezember 1837. Oppeln, vom August 1837 bis Mitte Januar 1838.

Ju dieser Pcriode erkrankten 7375 Personen

starben 8841

genasen

erloschen scyn sollte. on den Erkranftecn sind

a) mehr gestorben als Ae rf s C A 2 one

im Jahre 1837 i o. im Regierungs-Bezirk Liegniß 297 in der zwciten Periode « . . « 307

) mehr genesen als gestorben

3534 in sofern cine A:nd rung

»

»

9

im Regierungd-Bezirk Breslau 270 Personen

» Oppeln 709

»

im Jahre 1836 .... . « . 4 « 938 in der ersten Periode. - . . « + 989 wäbrend der ganzen Dauer . . 682

» » » »

1838

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