1838 / 65 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Berlin. Die Sigung des Vercins für Erdkunde am 3. Märi

eröffnete Herr Reinganum dur: cinc Mittheiiung über die Juse

Sikfinos nach den Unatersuchungen von Herru Dr. Roß in Athen.

Darauf \sprac) Herr Steffeus über die Quäuer und Lappen. Herr

Dr. Kiöden las sodana über das Sinfcn der Dalmatiscyen Küsten.

Bert Lichtenstein gab zulegt ciuige Notizen über dic Reise des errn Lieutenani Aldo von Katte in Übyssinien.

Fest der Russischen Literatur. *)

St. Petersburg. Am Miutwoch den 14. Februar wmde hier ein herrliches Fest begangen, nämlich das 70e Gebuztsfezt unseres bcrühmten Fabeldichters Johann Krvlojf uad das d0jäbr!ge Jubi- läum seincs literarishzeu Wirkens, das sciacu Ruhm mit dem des Vaterlandes verband.

Uar 5 Uhr verciute sih in den weiten Sälen des Hauses der Frau vou Engelhardt cine zabirciche Gesellschaft, in welcher sih un- ter Anderen defauden: der Staatérath Graf N. Nevossi!zosi, der Kriegs-Minister Graf Tschernitscheff, der Finan¡- Minister Graf Kan- crin, der Minis?:r der Staats-Domainen, von Kisseicff, der General- Adjutant Graf von Benkcudorif, der Oberscheuf Graf Sîtroganoff, der Adels - Marsczall des Gouvernements von St. Petersburz ind Ober-Stallmeisier, Fürst Dolgorufv, die General-Adjutanten Fürsk:n FTrubeyfoi uud Doigorufv, der Minister des Jauern ven Biudoff, und vicle hohe Beaune. Gelehrte und Freunde der vaterländisch:n Lt- teratur. Demnächst erschien der Neftor der Russischen Dichter, wel- cher an der Thür von den Fest - Ordnern empfangen uud voa dem Lirklichen Geheiwmcu Rath Herrn von Okcnin im Namen der gan- zen Versamm!ung mit eincr kurzen, auf das Fest bezüglihen Anrcde begrüßt wurde. Ju den Zügen allcr Anwesenden äußerte sich die gespanutesic Erwartung im Vorgefühle des Augenelicks, dei der bobe Bejchlzer der vaterländischen Bildung auserschen batie, um den B-- terauen unserer Literatur seiner huldreichen Aufmerfsamíeit zj» wür- digen. Nach einigen Augenblicken erschien der Minisier der Voiks- Auffiärung, vou !Uwarofff, und indem erx im Namen Sr. Majestät des Kaisers den Jubilar beglückwünschte, Überreichte er im zualcich

die Jasiguien des St. Stauislaus-Ordens zweiter Klasse, mit cinem in | den gnädigsien Auedrücken abgefaßten Schreiben Sr. Majestät, Die | Rührung, die der Judeigreis Üder diesen Bewcis der Engde seines

Monarchen cmpfand, heilte sich aucy alien übrigen Anwesendeu uit und gab si in den unzwcideutigsien Zeichen fund,

Die Geselischaft verfügte sich demnächst in deu Konzertsaal, wo cin glänzendes Fesimahl bereitet war. Musik criénte, und die Gäsie

jubelten, als begingen fie ein jedem Herzen tbeures Familien-Fcsk. Mach Breudiguug des Mahles brachte der Präfident des Festes deu Foast auf das Wehl Sr. Maj: stät des Kaifers und Seiner exlauchten |

Familie aué. Hicrauf wurde die Naticnal-Hymne „Gott crbalte den

Kaiser“ angzestimmt, wobci sich das tiefste Gefühl wadrer Anhäuglich- | L i feit an das erhabene Herrscherbaus und dee Auédrucf des ingen", Dankes für die dem Lande ven demsclbezi erwiesenen Wohlthaten |

kund gab. Hieruächst brachte der Miniüer der Veifs-Auffiärung den Toast auf den Jubi!ar mit foizenden Worten aué: „So fv sia Wirkungskreis iu Feide der Liccratur, immer poifétbumlich nach fet:

new Geiste, immer foigzereczt in scincr reinen und ftlichen Tendes,,

ci Beispiel deur anrfîcimenden Talente, cinc Lufizunicrinz den Zeite

He rerer em e-m R

*) Dieser Ariifel it uns nachiräglich zur Ergänzung des beretis |

i: Nr. 36 der St. Ztg. unter der Kubriï „S:. Piteréburg““ zrgehe- | nen Berichts übex jenes Fest zug-efert'gt werd! D N S S S R ME B E: A A R E F; PRÑE D E E L: S a E T É R NA E:

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Bekanntmachungen. n 15. L

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____ Allgemciner Anz

a il dieses Fahres,

253

génoffen und eige freudige Rücferinnerung der Nashiveit, Als cinen meiner glücklihsten Tage bezeichne ich den, der mich- in Jhrer Mitte traf und an dem mir die Ehre zu Theil ward, Jhnen, meciae Herren, dea Ausdru der Allergnädigsten Thcilnabme Sr. Majestät des Kai- fers an dem gefeierten Dichter und an dessen erfelgreichen Bemühunu- gen darzubringen“ Unbeschreiblich war der Jubcl, mit welchem die- ser schöne Toast ausgebracht wurde. Mittlerweile erschien der Sän- ger Petro} und trug ein von dem Fürïen Wiasemsky verfaßtes und von dem Grafen Michel Wielhorski in Musik geseztes Gedicht vor; cs wurde im Chor wiederholt und nach cinem g‘âuzenden Tutti crhob sich die flangoolle Stimme Petroff's dur: „Jh grüße Dich, Gcoß- vater K-ploff“. AUgemeiner Jubeciruf crionie Uvd mit Enthusias- mus wurde der Gesang wiederbolk. Nach Beendigung dessclben brachte der Minister des böffent'ichen Unterrichts den Toast aus: „Auf das Wohl des Poctcn und des Muüsifers‘“’, welcher mit dim lb- haficssen und raushendsten Beifalle aufgenoumen wurde. Diesem | folgte der Teast: „Dem Rabme uud Gedcihen Rußlands und decn | Forischritten der Nussischen Literatur“, anégebracht von dem D'chter Sbufkowsky, der demnächst cine Rede bi:lt, in weicher cr mit Feuer und tiefem Gefüble die allgemeine Ve:chrunz für den gefcierteu Ja- bitor und dc}cu sch ifistellerisch-u Werth aussprach. Zaleyt ersweoll der Toast des Fürsten Odrcj:wsfko: „Auf das Webl der Unwesenden !“/ und, ih an den Jibilar roendend, schiiderie derfeibe das Verbältniß

Dichters, derjenigen, we'chze nah dea Worten des Fücst-n Odojewskp, nach den Fabcla Krylesfs lifen lerate. Der 14 Februac bleibt in den JYaorbüche: n unsrer Literatur unvergeßlich, Das schLue Fe, erhedt durch. dic von S-, Majestät dem Faser unserem uinvcrgekli- hen Krvloff bezeugie Teilnahme und Sein c:babenes Woblivcllen für dessen erfo!greize Bemlibungen um Ruaßlauds Literattzr, werden ungus- lLscchziich für diejenigen blciben, die so mancwe anzenebme Stunde in Kivlef's Gesellschaft zubrachien und mit dessen Namn die vater- limische Sprache licbgewanncn, So lange diefer belle Sitrn sich nicht verdunfclt, werden sie ihn aus veller Seele den echt Russischen Gruß zur!fen: „Sev gegiüßt, Großvater Kevlos{!''

Ader Kevioif sürbt nicht, Scimne Weife werden unvergänglich bleiben, denn sie wurden zu voltstblüimlihen Sp üchwörtern, und sol he Sprüchwörter ieben mit den Velfein nud überlcben fi-.

Dièeteorologishe Deobachtung. Meorgcus | Nacniittags Abends G lhr. _ 2 Udr, 160 Uhr.

| 1838.

Dic 3. März.

Nah einmallger Beovactung,

21‘ Par. Quellwärme 6,89 R, Fiußmwärme 0,99% N. Bedenwärtze (6,59 N,

330,59 “Par. |_+- 0/209 R. |4= 4,10R. 1,20 R. |4- 20% N. |

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Ute s | 330,16‘“Par. Luftwärme ««+ j

88 rCt, 85 vEt. | 80 et. Auddünfung (0,21 Rh, trüve. | tiüte, j trube NiederïHia1 0,026‘ Rh, 28, | W | W |Wärmeweczfe! 4 4,20 Ioikerizug —— [ WSW. | f O0 Tagesmittel: 330,65 Par, +1,89 N -1-0,69 K... 84 vEt, W.

Baarscn.

. Fehbrnar,

Auswärtige

Amsterdlam, 27. 3ranz - Bill.

j L Wirkl Séhüld 5235/5 -D°/0 dó. 1917, | 2211/0 3/0 Span, 183), g. Passive.—. Ausg, Sch. —. Zins! | Preuss, Präm.-Sceh, Poln. 119!/,. Oesterr. Met. 102!/7. Antwerpen, 26, Februar. 4 Passive —, Zins! 32/,. Deue Anl, 18,5 E

eiger für dic

129, März, ] Nachmittags 3 Uhr, NRapporten, Verichtei,

Preußisc

der jüngeren liierarischen Welt zu den Swbepfingen des berübuten *

¡i 2 Abth.

L S O i a O T R B P I-I

| rafli, für die Kdaigl. Bühne bearbeitet und in Scene ges

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: Frankfurt a. M., 1. März,

Oestèrr. 59/, Met. 1065/,. G. 4% 101!/;. G. 613/,. 1% 263/1 5. 20!/, 6. Bank-Actien 1722. 1720. 150!/,. G. Loose zu 500 F1. 1207/g. 120%/,. Loose zu 100 FI, 261 Preuss. Präm.-Sch. 65. 643/,. do. 4%/, Anl. 1023/,. G. Poln. 1, 683/,. 68!/,. 5% Span. Anl. 10!/,. 10!/,. 21/,%/% LIoll. 539/16 537

Hamburg, 2. März. |

Bank-Actien 1423. 1420. Engl. Russ. 1683/;. 59/9 Port. —, 3%, Neue An!. 17.

London, 24. Februar.

Cons. 39%, 92/5. Belg. 103!/,. Neue Anl. 19'/,. Passirve 41 Ausg. Sch. 9!/g. 2!/,V/6 Toll. 33? 5% 59/ Port. do. 3% 17%, Engl. Russ. —. Bras, —. Columb. 27!/,. y 29/4. Peru —. Chili —.

Paris, 2. Februar.

59% Rente 109. 80. 39% 7% 75; 50 Neap. 99. 10. H

Span. Rente 19. Passive 4. 39/7 Portug. 18!/,.

2/26/61 Partial.

Königliche Schauspiele.

Montag, 5. März. Jm Schauspielhause: Liebe, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. (Herr Bethy vom Stadttheater zu Posen: Ferdinand, als Gastrolle.)

Dienstag, 6. März. Jm Opernhause: Fidelio, Oper Musik von L van Beethoven.

Im Schauspielhause: Représen ation extraordinaire an | n¿ce e Ulle, Lancestre. Abonnement suspendu, Le speeta s2 composera Ce: T1) La première représen’ation de: Julie, La séparation, comédie nouvell» en 5 actes et en prose, du thg frança s, par Mr, Empis. 2) La premiere représentation de: 9j tacie à la cour, vaudlerville noiveau en 2 actes, du thcâtre du G) ase, par Tr. Théau!on.

Billets zu dieser Vorstellung sind von Morgens 9 Mittags 2 Uhr, in der Wohnung der Dlle. Lancestre, Charl E Nr. 27, 2 Treppen hoch, zu folgenden Preisen

aben :

Ein Billet zum Balkon und einer Loge des ersten Ran 1 Rehlr. 2c. 4 Da zu dieser Benefiz - Vorstellung Ábonnements nicht gi tig sind, jo werden die resp. Jnhaber von Abonnements; Pläkg ersucht, bis Montag, den öten d. M., Mittags 2 Uhr, bestn men zu lassen, ob sie die Pläße behalten wollen, oder ob dj selben anderweitig verkauft werden sollen.

Freitag, 9. März. Jm Opernhause, zum erstenmale: D hinkfende Teufel, pantomimisches Ballet in 3 Abth., von

von Hoguet. O Die zu dieser Vorstellung eingegangenen Meldungen uy Dillets sind berückiichtigt worden. / Königsscädtish2s Theater. Vi nag, d. März Der Rattenfängec von Hameln. K tmantisu - comishe Oper in 3 Alten. Musik voin Kapellmeistq Franz Släfer. ;

Redacteux Ll. Cattel.

Gedruckt bei A. W. Hayn. F

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taaten.

oder endlich am Dienftgeschöfte und Palizeigesetze, nebst Formularen zusrich!s-Herren, Just'zämtern, Dorfgerichten 2c. besond Vauizeigen uud audern dienstii:

brauchbar scbn, Dem Titel nach tit es zwar zunä

Wenn über den Nachlaß des im vorigen Jahre (auf hicfiger Weiukammer gehörig anzumelden uud zu cu Eingaben. Für Polizci - Kommissarien, Dorf [für den Breslauer Regierungs - Bezick vestimut, d

bierselbsi versterbenen Kaufmanns Wilhelur Hecht Ler bescheinigen, cder zu erwarten, daß sie durch das am scchulzeu, Gendarmen und "Polizei: Sergeanten und alle

jedoch die daria entbaltencn und durch das Lanudrec!

förmliche Konkurs eröffnet worden, so werden alle 25. April dieses Jahres iu bfeutiicher Diät zu publi: [dicjeuigeu, weiche im Pelzeifache auzejteilt zu wer. die Gesepsammlung, v. Kampuscheu Anvalen 1c. publi

und jede, welche an den Nachlaß des Kaufmanns ziceude Prâflusio - Srkenutuiß werden präfiudirt und den Heffuung baben. Herauszegedein von J. Fr. Kühn. cirten polizeilicyen Geseue uud Verorduungen cin Wilheim Hecht und uaurentlicy an das dazu gehörige, von aller Tocilnadme an diesem Koufurse ausgesclessen

in der Heiligen Geistsiraße suh Litt. D, No. 28 bier- werden. sclbit belegene Wehuhaus e. p. Ansprüche und For- derungen zu machen berechtigt sind, bierdurch aufge: fordert, solche in nachsicbeudeu Termiucu, als:

Straisund, de: Verorduete zum Stadt- Kammergericht.

Sv, 1 26. Februar 1838.

C, W. Gresiurd.

No. 12707. E DLT O di Prima Istanza sedente in Venezia.

Yiene col presente Editto notificato al nobil omo Durch gegenw

Giovanni Pisani figlio del nobil uomo Francesco Pi- Edilmiaune Jebann Pisani, dem Sobne des Edel- sani seniore, la cui esistenza e il di cui luogo di mannes Franz Pisanui des älteren, eröffnet, daß, da domicilio soo ignoti, che dal suddetto nobil uomo cs unbefannt if, eb er noch am Leben und wo cer sich

] i Befkfauntmachung Per parte dell’ Imperial Regio Tribunale Civile von Seiten des Kaiserl. Kön'gl. Civil-Gerichts ersier

h:nderu und ihnen voriubguen.,

wird „dems ben werden, als dad vornleheude.

su0 padre venne prodotta in questo Tribunale uno aufhält, scin vorervähuter Vater bei diesem Gerich es zrigefepe und BVerordaungen und

jétanza nel -giorno 283 giugno corrente, onde sía giu- Unterm 23. Juni eurr. darauf angetragen hat, daß [feuncen. dizialmente dichiarata la morte di ess0 assente nobil der abwescuide Edelmann Johann Pifaai für tedt

uomo Giovanni Pisani. erfläit werde.

Si notitica parimenti al snddetto nobil uomo Gio-

vanni Pixani, che per Peffetto sopraindicato, e a di- Pifaur angezeigt, sesa dei di lui diritti il suddetto Tribunale Civile Wabrnepmnng seiner Nechte das gedachte Civil: Gerichi

Zugleich wird dem erwähnten Edelmanne Johann [wo : daß zu obigem B.huf uud zur ses in allen Buchhandlungen zu haben ist. enthäit 24 enggedrucdte Bogen und wird broschin

nominó in di lui curatore l’avvocato signor Angelo den Advokaten Hercn Angelo Zeunari zu seinem An: sausgegebeu.)

Zennari affinchè in suo confronto, e a tutto pericolo talt bestellt bai, damit ju scinem BVeiteu und ganz

e spese di ess0 nobil uomo Giovanni Pisani abbiano auf Gefahc und Juogo gli atti di regola, e possa emanarsí il relativo baun *%Pifaui die giurdizio. : -

Locchè viene col presente notiïäcato ad ess0 nohil werden fecunen. uvomo fssiovanni Pisani all’ effetto che in ogni cas0

di un anno, sotto comminatoria che non comparendoa dach:ent Gerichte

nel termine vuespress0, non dando nel termine scincmm Leven auf andere Weise Machricht zua gebe,

stess0 legale notizia di sua esìstenza, il Tribunale bei Berwaruuzng,

procederà alla sua dichiarazione di morte. obgedachten Frist

Gio, Co. Welsperg, iht ven setnem

Presúidente, Todes - Erltärung

Dall’ Imperiale Regio Tribunale Civile di Prima j

Istanza, Venezia, 25 giugno 1828, Ginuseppe Gattinoni, Se CrTeiari0.

NB. Essendo martó nel 22 luglio 1836 il nob.

Almorò terzo detto Francesco Pisani seniore padre NB.

delio assente, la tutela dell’ aitro figlio Almorò terzo Pisant der (litere,

Giovanni Giuseppe ebbe ordine dal s00 Tribunale 18360 gestorben ift, so erhieit die Vormundschaft des | (Zx xde N S N Aeu T cls T2 ; i ) S i: GEIO ir Li : U rade, daß se alé die Geisiel der Mensctbet pre [es Ler fc vwend! in Padova di riprendere la procedura di morte, e anderen Scdnues Almorò des dritten, Jehgun Jeosepb, angeseben werden füguen.“ h | rejes dem Verfasser noihweudig. tzle ripresa fu intinata al curatore avvocato Zen- ven ibrem Gerichte zu Padua den Beschl, das Tedes- i paro con istanza 21 aprile 1337 vel Tribunale di Berfaoren zu wiederhelen, und diese Wirderbelung

Venezia No. 13611. ivurde dem Advo

Eilzÿ vew 21. April 1837 vem Gerichte zu- Venedig

mer Nr, 15611

mei 111d daé darauf bezügliwe Uriheil befauut gemacht emzufolge wird darch Eegenwärtiges dem gedach:

0 comparisca, 0 in altra maniera dia notizia al sul- ten Edelmaune Johaun Pisa aufgegeben, in jedem lodato Tribunale della sua esistenza entro il periodo Falle, innervalb cines Jadces, entiveder vor dem ge-

Jobauun Gr, Weiéperg,

des Kaiserl. Königl. Evil - Gerichts ersier Justanz. Venucdig, deu 25.

Uniosteu desse:-ben Ede!mannes Jo-

Posen, Bromberg rorrätbig:

Granaten zu erscheinen oder dem‘ciben vou

M A nebst einer Beurtheilung ihrer Wri. —— daß, im Falle er nicht innecbato der samkeit und Anpendödarfeit im Kricge. Bon einem # ) Deutschen Artillerie-Offijzier, 15 Heist, Mit ciner Jn der Buchbandlung von A. Eyvssenhardt i

erscheint und feine geseßzlicze Mach“ Leben giebt, das Gericht zu sciuei schreiten werde. Präsident ingsilich gebütet wurde. Juni 1428. : Joscph Gattinonut, Stecrciair.

Geheftet. 172 sgr.

Es eutbäâlt uicht E die N P MIFNCIOn E, so wie For: mulare zu srifilichen Metdungen, Verichten 2c., sou: lz) » U L t N 7 v E O e 1 G O Immanuel Kanl’'s sämmitliche VVerkd ( ibre Anuweudung Um die resp. Pol'zeibceberden zu veran!assen, dieses nüßliche Handbuch ipren Subalternen zur Au schaffung zu empfehlen, haben wir dajür den seb1 wohlfeileu Preis von 172 fgr. gesicllt, wecfür

Bei Joh Fr. Leich in Leipzig i nen erschienen vorge schriebencn Maßregeln genom- [und bei E. S. Mittler in Berlin (Sicchbaha Mr. 3),

Beschreibung dex Einrichtung und Gebrauchzsyeise der unter dein Englischen Namen Shrapnel-shella oder Splierical- case-sliot befaunten Kartätsch-

und der umer dem Mawmen Cou:

grevesche cder Braud-Rafketen-befanutez Krieg d:

J1 Verlin nimmt Bestellung au L. Hold, Köui

Kais Fön | eisergeanten, kann fein brauchbarcres Haudbüch über |Nraße Mr. 62, nebeu dcr Posi. Justauz in Vencdig« eine Dienst und desseu Pilichien in die Häuade gege: artige Befanntmachung

herausgegeben von Rosenkranz und Schuhber Neunter Band, enthaliend die Rechtslehre, Tugent lehre und Erziehungs!ehre. Subseript. Preis 13Thl (Der Subseript.-Preis des ersten Bandes ist 23 1hl Die geehrten Subseribenrnten ersuche (Das Buch wir, diesen Theil in Empfang nehmen! wollen. Ferner ist so eben angekommen: Anastasius Grün, Gedichte. Ne Auflag Leipzig, 1838. 2 Tulr. Analysis, herausgegeben von Struve. Dor pat, 1837. 45 Thlr. ChaudoirAperçu sur les monnaies russe 2 Vols, Avec planches St. Petersbourg. 18 TuU# Vosssche Buchhandlung, i Charlottenstrasse No. 25, Ecke der Dorotheenstraß

liubegr. F guren-Tafel. Gr. $xo. Broch. 20 sgr. | Berlin (Werdersche Mühleu Nr. 15) und Zülits Der Verfasser hat durch dicse Schrift deu Schleur gelüstet, der biéher über diefen Geschossen lag und sst Sollic es ciner Anpreisung zn der Wichtigkeit scines Un:ernevwens bedürfen, fo mögen [nach scinen Heilwirkungen im Fabre 1837 und gu dazu die Werte des General O'C onnel dienen, weicher [wäctigen Eiurichtungeu von Dr. G ut jabr, prafiishi n seincm \èm, sp lo chancement qu’ une Artiilerie Arzte uud Bade- Arzte zu Gieissen. Vebst eincm Ti bien in«truite ect bien employee peuc produice dans i S E A ies syztenmes de la tactique moderne sagt: Da der cdie tsinoro der dritte, géeäaaunt rang Congreveschen S eien und die B ai

ist so cben erschienen : Das Mineral- und Kohlenschlammbd| Gleissen

fuvfer. Preis 212 sgr. Zum Besteu der Armen.

De 1 il Bei der greßen Frcque"z, de:cn sich das Bad Glei

N , Kos Gl) en or g F; j L Ne z 7 L : Á ; E D N Vater deé Avmwescnden, am 22. Jali| geben der Attiiterie e'ue vernichiende Kraft ia demssen besenders im vorigen Yabre wieder erfreute, dit

s ofaiecn Anwalt Zeunaro durch den 5

angefündigt,

Die General-Versammlung der Stettin-Kepenhage ner Dampf - Schifsfahris - Gescüschaft findet

am 29. März c., Vormitiags 10 Ubr, in der Wohnung des Unterzeichneten siatt. Stettin, den 28. Februar i838,

A, Lemonius.

E E L

Handbüchlein

Ein vousiäudiges

Literarische Anzeigen.

So cbeu ist bei G. Vasse in Ducdlinburg ersczie- nen und in der Stuhrschen Buchhandiung zu Berlin, Shloßptiay Lir. 2, zu haben:

Der Preuß. Gendarm und Polizeibeamte.

für dieunternPelizeibeamten.

rens in Eivil-, Untersuchungs -, port . Sachen 2c.

„Welchem idunte die Einrichtung und Wirfänug einee]Vergnügen der Besucheuden binzie!euden béchst elcga olchen Gescyosses gleichgültig fepuf“ Dassien Einrichtungen für diejenigen zu geben, welche te Hist, wemii das Ganze vellendet, ijt unter der Presse. |veilsamen Wirkungen der M nera!qirelien cder Schlau"

Polizeiliches.

Das iun März d. J. ersczeinende Supplement Heft zu Wenzig*s Repertorium der Polizei gesege 2c. entoält außer den neuesten allgememens| : l Z L 1 gesezlichen Bestimmungen über das pel'zeiliche Ressort [lich durch die von Miitler in Posen uud Brembes auch die des gefammteu polizelichen Verjah.|Aderholz in Breslau, Hoffmann in Araulsl

Kriminal-, Trans: |2. d. O, Prausnig m Elegau, Morin in Steitill uvd wird daber allen Ortepolizei B:berden und Veamten, resp. landräthlichen Acmtern, Handbuch zur Beiehrung Über all |Disirilts- Kommissarien, Magirträicn, Patrimeuia!ge.

et ir : in dieser Schiif( Militaii|Beicbreibinng der neuen aut dic Gesundheit uud i

bäder cerproben wo!len. Mebrere sebr beachtungswr Fälle, in denen sich diesciben be däbrt babn, stud daril ausfübrlih bespecchen, uud der Anbarg entbält e genaue Nachweisung der Posten. Course, der Preise Wobuung, Be!östigung, Bäder 1. st. w.

Die Breschlire ijt durcv jede Buchhandlung, ¡uament

Dietze in Auciam, zu erhalten.

—————

Kabale y

Mit

/ s Ee allgemeinere Gültigkeit baben, so folgt h eraus vel „_Die Preußische Polizei ifl, ibrer Teudenz nach, cine selost, daß auch ein allgemeiner Gebrauch davon ge: offentliche Aufsichtöbebêrde, welche die Bestimmung macht werden kau. hat, die allgemeine bürgertiche Ordnung im Staate aufrecht zu erbalten und zu befördern, so wie Ver-jauf feste Bestellung bescrgt. Das Jubalts. Verzeichni recveu, Vergehen, Unglücksfälle, Seuchen 2c. j ver: |davon wird gratis ausgegeben bei Aug. Schuld l Decin untern Polizei. |C o mp. in Breélau. beamten, iusbesondere dem Gendarm und dem P.li-

Der Preis if 15 sgr., wesür es jede Buchhandlun?!

Bei L. Voss in Leipzig ist so eben ersc!ienet

Bartels Vorlesungen über mathematischf

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Heute wird das 6te Stúck der Gesez-Sammlung autgege- jen, welches enthält die Allerhöchsten Kabinets-Ordres, unter Nr. 1870. vom 24. Januar d. J. wegen Verleihung der re- vidirten Städte-Ordnung vom 17. März 1831 an die Städte Bomst und Buk im Großherzogthume Posen, und » 1871. vom 24. Februar d. J. wegen Konvertirung und Einlôsung der Westpreußischen Pfandbriefe. Berlin, den 6. März 1838. Geseß-Sammlungs-Debits-Comtoir.

Der Justiz - Kommissarius Geyert zu Wreschen ist in leicher Eigenschaft an das Land- und Stadtgericht zu Rawicz jerseht worden.

Jm Bezirk der Königl. Regierung zu Aachen ist dem bisherigen Vikar Jansen zu Eupen die erledigte Pfarrstelle in Eicherscheid verlichen worden ; u Erfurt is die evangelische Pfarrstelle zu Werleshausen N euseésen und Lindewerra im Kreise Heiligenstadt dem Kan- didaten Rühling aus Fretterode verliehen worden.

Angekommen: Der General-Major und Kommandant on Breslau, von Stranßlz l., von Breslau.

Abgereist: Der General-Major und Inspecteur der Re- onten, von Cosel, nah Königsberg in Pr.

Der Fürst Alexander Golicyn, nah Warschau.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Frankreich.

Pairs-Kammer. Sißung vom 26. Februar. Der baron Mounier berichtete in dieser Sißung über den Ge- 6-Entwurf wegen des Fracht- und Landfuhrwesens, und trug uf die Annahme desselben, jedoch unter zahlreichen Modifica- ionen, ‘an. Die Berathungen über diesen Bericht, dessen Vor- sung volle zwei Stunden dauerte, wurden auf den nächsten Montag (ôten) angeseßt. Einen zweiten Bericht über die btretung der Umgebungen des Jnvaliden- Hotels an die Stadt aris stattete der Graf von Haubersaert ab. Den Rest der Sibung füllten die Debatten über das Geseß in Betreff der Zusammenseßung und der Kompetenz der Handels-Gerichte.

In der Sißung vom 27. Februar sollte, nah Erledi-

gung einiger größtentheils unerheblichen Bittschriften - Berichte,

ie Diskussion über die Handels - Gerichte fortgeseßt werden. uf die Bemerkung des Herrn Pelet jedoch, daß das betref- nde Geseß in genauem Zusammenhange mit demjenigen über e Tribunäle erster Jnstanz stehe, das gegenwärtig die Depu- rten- Kammer beschäftige, und daß namentlich die projektirte rweiterung der Kompetenz der Handels-Gerichte von 10600 bis uf 1500 Fr. von ‘der Entscheidung der andern Kammer über ieselbde Kompetenz - Ausdehnung der Tribunäle erster Instanz bhängen dürfte, beschloß die Versammlung, die Debatte auf nbestimmte Zeit zu vertagen; sie trennte sich daher ohne Anberau- ung ihres nächsten Sibungsétages. z Deputirten-Kammer. Si6ung vom 26. Februar.

Wn dieser Sißung wurde die Berathung über den Gese6ß-Ent-

hurf woegen der den Gebrüdern Köchlin in Entreprise zu ge- enden Ausführung einer Eisenbahn von Straßburg nah Ba- l wieder aufgenommen. Der Graf Jaubert hatte, wie man ch erinnern wird, in der lezteren Sißzung verlangt, daß nicht loß úber das Amendement der Pairs-Kammer, sondern noch nmal über den ganzen Geseßz-Entwurf, Paragraph für Para- aph , abgestimmt werde, da er noch Einiges über die den perren Köchlin aufgelegten Bedingungen zu sagen have. Dem- emäß ergriff derselbe jeßt das Wort, um es zu tadeln, daß tan die Entrepreneurs gegen Erlegung einer Summe von Million Fr. eventuell von der Verpflichtung losgesagt habe, ie Bahnstrecke von Straßburg bis Lauterburg zu bauen. Er

Mug sonach auf die Wegstreichung des betreffenden Passus aus

m Kontrakte an. Dieser Forderung widerseßte sih der Han- els- Minister. „Bayern“/, sagte er, „wollte die Bahnstrecke on der Nheinschanze bis Lauterburg ausführen; damit nun nsere Straßburg-Baseler Bahn sich jener Bahn anschließe, ver- ngten wir, daß die Entrepreneurs sich zugleich anheischig ma- en sollten, die Strecke von Straßburg bis Lauterburg mit zu \trnehmen, und Herr Köchlin war Anfangs hiermit einverstanden. ‘pâterhin aber wurde ihm die Sache leid; er erklärte, daß ine Associés sich vielleicht in jene Bedingung nicht würden igen wollen, und verlangte daher eine Frist, um sih hierüber vor mit ihnen zu verständigen. Dies hatte die jezige Ab- sung des betreffenden Paragraphen des Kontrakts zur Folge, nach den Entrepreneurs die Fortführung der Cisenbahn von traßburg bis Lauterburg freigestellt wird, unter der Bedin- ing, daß sie in casu quod non 1 Million Fr. zum Besten der- nigen Gesellschaft zahlen, die alédann, statt ihrer, diesen Bau î\ternimmt. Sie wissen, meine Herren, daß in Bayern be- tits eine Kommission zusammengetreten ist, um die zur Aus- kung der Bahnstrecke von der Rheinschanze bis Lauterburg derlichen Vorbereitungen zu treffen. Es würde daher un- idt seyn, wenn wir in den Kontrakt mit den Herren Köchlin N cine Klausel einschalteten, die von dem. guten Willen Fen veichs zeugt.‘/ Nach einigen Bemerkungen des Herrn ryer, der sich den Ansichten des Ministers anschloß, Vio noch einmal der Graf Jaubert vernehmen, um die gemachte Beschuldigung zurückzuweisen, daß er ein entschie-

Allgemeine

Berlin, Dienstag den 6ten März

dener Feind aller Actien-Gesellschaften in Bezug auf Eisenbah- nen sey. Zugleich wiederholte er seinen Antrag, daß man den mit den Herren Köchlin abgeschlossenen Kontrakt, in sofern er die Bahnstrecke von Straßburg bis Lauterburg betreffe, ändere. Der Präsident behauptete, daß die Kammer hierzu nicht be- fugt sey; sie kônne wohl den vorliegenden Gesez-Entwurf, aber nicht den Kontrakt, der demselben zum Grunde liege, modisizi- ren. Hierauf beantragte der Graf Jaubert folgendes Amen- dement zu dem Gesebß-Entwurfe: „Für den Fall, daß die in Bayern projektirte Eisenbahn vou der Rheinschanze bis Lauter- burg zu Stande kommen sollte, sind die Herren Köchlin gehal- ten, die Straßburg-Baseler Bahn innerhaló ò Jahren und auf den Grund eines besonderen Gesebes bis Lauterburg fortzufüh- ren oder eine Summe von 1 Million Fr. zum Besten derjenigen Gesellschaft zu erlegen, die jene Bahnstrecke zu bauen unter- nimmt.‘ Dieser Antrag wurde indessen verworfen und dagegen das Amendement der Pairs-- Kammer, wonach die Un- ternehmer sih zuvor zu einer anonymen Gesellschaft konstitui- ren müssen (deren Statuten bekanntli der vorherigen Geneh- migung der Negierung unterliegen), angenommen. Der ganze Entwurf ging sodann mit 237 gegen 20 Stimmen durch, und wird sonach in diesen Tagen als Geses im Moniteur erschei- nen. Am Schlusse der Sibung beschäftigte die Kammer sich pier mit dem Geseß- Entwurfe wegen der Tribunäle erster nstanz.

Ju der Sibung vom 27. Februar legte der Finanz- Minister den Rechnungs - Abschluß von 1836 und einen Ge- se6:-Entwurf vor, worin er einen Zuschuß zu den Pensionen der Beamten des Finanz - Ministeriums verlangte. Hiernächst wurden die Berathungen über die Tribunäle erster Jnstanz

fortgeseßt.

Paris, 27. Febr. Jm Departement der auswärtigen Ange legenheiten will man fúr bestimmt wissen, daß der Vicomte von Ru- migny zum Botschafter in Neapel, und der Baron BVilling, früher erster Botschafts-Secretair, zum Gesandten hei einem Deutschen Hofe ernannt worden sey. Der Baron von Barante soll nun definitiv zum Nachfolger des Generals Sebastiani in London ernannt worden seyn, vorher aber noch den Kaiser von Ruß- land bei seiner Ankunft in Deutschland komplimentiren.

Statt des verstorbenen Herrn Pouyer ist der Requêtenmei- ster, Herr Fleuriau, zum Direktor der Personalien beim See- Ministerium ernannt worden.

Das legitimistishe Blatt l’Europe meldet, daß der Kar- dinal Spada zum Päpstlichen Nuntius in Paris bestimmt sey, und daß Herr Garribaldi in gleicher Eigenschaft von hier nach Brüssel gehen werde.

Die gestern von mehreren hiesigen Zeitungen gegebene Nachricht von dem Tode des Marquis von Grammont war voreilig; der Zustand des Patienten hat sih im Gegentheil etwas gebessert. ¿

Die mit der Prüfung des zweiten Gesuchs wegen gericht- licher Belangung des Herrn von Girardin beauftragte Kom- mission hielt ‘gestern ihre Schluß -Sibung. Die Majorität hat sih dahin entschieden, daß die nachgesuchte Erlaubniß nicht zu ertheilen sey. Herr von Jussieu ist zum Berichterstatter ernannt worden.

Der Messager sagt: „Seit der Erdffnung der Session scheinen die Regierung und die Deputirten - Kammer von einer Art politischer Lähmung befallen zu seyn, die sie verhindert, irgend etwas zu thun, obgleich sie den besten Willen haben, recht viel zu thun. Es sind viele Fragen auf einmal angeregt worden; aber Jeder, der die gegenwärtige Lage schärfer ins Auge faßt, muß die Ueberzeugung gewinnen, daß aus diesen bedeutenden legislativen Anstrengungen nichts Wichtiges hervor- gehen wird. Man glaubt, die Ursache dieser politischen Un- fruchtbarkeit in dem Schwanken der Majorität zu finden. Es cheint in der That unmöglich, inmitten jener parlamentarischen Spaltungen mit einem_entschiedenen Systeme zu regieren , und man versichert deshalb auch, daß das Ministerium entschlossen sey, jener Ungewißheit ein Ende zu machen und die Deputirten-Kammer in den Stand zu seven, sich für oder gegen das Kabinet aus- zusprechen. Das Ministerium wählt zu dieser Probe die Er- drterung der Frage über die geheimen Fonds. Der Conseils- Präsident will der Kammer erklären, daß er diese Angelegen- heit zu einer Kabinets - Frage machen und daß er seine Entlas- sung einreichen werde, wenn man auch nur einen Franc von der verlangten Summe abziehe. Die günstige Zusammenseßung der Kommission hat dem Ministerium diesen Muth gegeben. Wir zweifeln keinen Augenblick, daß die Majorität den in Rede stehenden Geseß-Entwurf ohne irgend eine Veränderung anneh- men werde, weil das linke Centrum fürchtet, durch den Sturz des Ministeriums dem rechten Centrum einen Dienst zu erwei- sen, und so umgekehrt. Aber wird dieser Sieg dem Ministe- rium den ernstlichen Besiß einer politischen Majorität sichern? Wird bei anderen Gelegenheiten eine Verschmelzung der ver- schiedenen Parteien zu erlangen seyn? Wir glauben nicht; denn dazu gehörte vor allen Dingen, daß das Ministerium in seinem eigenen Schoße die Einheit des Willens und der An- sichten herstellte, die es von der Kammer verlangt.“

Die Akademie der Jnschriften hat in ihrer gestrigen Siz- zung beschlossen, daß eine Medaille zum Andenken an_ den ver- storbenen Herrn Silvestre de Sacy geschlagez werden solle.

Man sieht mit großer Spannung dem Erscheinen der Me- moiren der Madame Dudevant (Georges Sand) entgegen, die ganz in der Art und mit derselben Freimüthigkeit, wie Rous- seau’s Bekenntnisse, geschrieben seyn sollen.

Byron's ¿„Parisina‘‘, in eine Oper verwandelt, mit Musik von Donizetti, ward am 24ston d. auf dem hiesigen Jtaliäni- schen Theater aufgeführt, hat aber troß der Mitwirkung Ru- bini’s, Tamburini's ‘und der Grisi nicht gefallen.

n der Umgegend von Marseille standen am 20. Februar schon viele Mandelbäume in Blüthe.

Die Ernennung der Herren Laffitte und Gouin zu Mit-

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Preußische Staats-Zeitung.

Diyarn der Kommission, die mit der Prüfung des Renten- onversions-Entwurfes beauftragt worden is, wirkte heute läh- mend auf die Course der Französischen Fonds. Die Asphalt- Actien sind heute abermals auf eine unerhdrte Weise gestiegen. Sie standen gestern 5250, eröffneten wte zu 5500, stiegen in einer halben Ebe auf 6000, und schlossen zu 5850. Es heißt, das Haus Rothschild werde dem Unternehmen Eingang in London und in den ersten Städten Englands verschaffen.

Aus Logroño wird unterm 19ten d. gemeldet, daß Espar- tero mit 450 Pferden und 2 Kanonen nach Haro abgegangen war, um die von einer Abtheilung Karlisten unterbrochene Ver- bindung zwischen Haro und Vittoria wiederherzustellen. Der Angriff gegen Estella ist nur aufgeschoben. Van Halen steht mit der {weren Artillerie bei Viana. Leon-el-Conde war über Villa-Barbara und Oleiza bis in die Nähe von Estella vorge- drungen; aber er führte keine Artillerie mit sich, und dies hin- derte ihn, die Stadt anzugreifen. Zabala droht neuerdings, bei Mendavia über den Ebro zu gehen.

Großbritanien und Jrland.

London, 24. Febr. Der Lord-Kanzler von Jrland, Lord Plunkett,- wird in diesen Tagen von Dublin hier erwartet. -

Lord Nugent hat bei der Wahl für Marylebone bereits Herrn Ewart den Pläß geräumt; nur der Radikale, Oberst Thomson, macht ihm von der liberalen Seite noch die Wahl streitig. Der Globe meint, er werde nicht ein Zehntel so viel Stimmen erhalten, als Herr Ewart, und es wäre besser, er zdôge sich bei Zeiten zurü, um nicht die liberalen Stimmen zu zersplittern und auf diese Weise den Tory, Lord Teignmouth, ins Parlament gelangen zu lassen.

Ueber die Beschuldigung, welhe Herr O’Connell bei dem Diner in der Kron- und Anker - Tavern gegen die Tory - Mit- glieder der Wahl - Ausschüsse des Unterhauses erhob und die ebenfalls am Montage von Lord Maidstone im Parlament zur Sprache gebracht werden wird, äußert sih die Morning Chronicle folgendermaßen : „As das ehrenwerthe und gelehrte Mitglied fär Dublin am Mittwoch von „,,„„Meineid“/‘/ sprach und die Mitglieder der Wahl - Ausschüsse desselben beschuldigte, da meinte Herr O’Connell nicht R Art des falschen Schwurs über Thatsachen, die nach unserem Gesetze strafbar is, weil sie vorsäblih und verbrecherish ist. Dies is ein bekanntes und handgreifliches Vergehen, aber wenn diejenigen, welche die Gül- tigkeit der Wahl - Petitionen untersuchen und als Richter und Geschworne handeln sollen, irgend eine Lauheit in der Beobach- tung ihres Eides zeigen, fo ist das zwar nicht ein Verbrechen, dessen die Betheiligten durch die Aussagen zweier glaubhafter Zeugen überführt werden können, aber moralisch sowohl als politisch ist es ein Vergehen der ärgsten Art und von den nach- theiligsten Folgen. Wir sagen nicht, daß, wenn selbst das par- teiischste Mitglied eines Wahl-Ausshusses seine Zeugen- Aussage eidlih vor einem Gerichtshofe abgäbe, ein solches Mitglied hier auch nur auf die allerentfernteste Weise einer Verdrehung der Wahrheit überwiesen werden könnte; aber es ist niht weniger ge- wiß, daß Parlaments - Mitglieder, wenn sie geschworen haben, zwischen zwei politischen Gegnern, die auf die Wahl fär eine besondere Grafschaft oder Stadt Ansprüche machen, getreu und unparteiish zu entscheiden , oft diese Ceremonie mehr in dem Lichte cines sogenannten „,,„Zollhaus-Eides‘‘‘‘, als einer geheilig- ten religiósen Verpflichtung betrachten. Wenn Herr O'Con- nell die Absicht hat, sih auf den Umstand zu stüßen, daß ein solches Berhagren ganz notorisch ist, werden ihm zahlreiche Zeugnisse zu Gebote stehen, und ein Mitglied, das den an der Tafel und im Angesicht des ganzen Hauses geshworenen Eid, „die Gültigkeit einer Wahl - Petition treu und wahrhaft zu prüfen//‘/, so weit vergißt, daß es aus politischen Vorurtheilen ungerecht entstheidet, begeht einen moralischen, wenn auch viel- leicht keinen politischen Meineid.“‘

Die Aeußerung des Bischofs von Ereter, die Lord John Russell am Montage im Unterhause zur Sprache bringen will, ist in einer Rede enthalten, die der Bischof bei seiner Rund- reise im Jahre 1836 an die Geistlichen seiner Didzese hielt. Er beschuldigte darin alle Katholiken, die für die Bill zur Regu- lirung der Einkünfte der Geistlichen und zur Beförderung des religidsen und sittlichen Unterrichts in Jrland gestimmt haben, des Verraths und des Meineides. Die bezügliche Stelle in der Rede des Bischofs lautet folgendermaßen: „Zuerst will ich über die Bill sprechen, die den Titel führt: „,,„„Afkte zur Regu- lirung der geistlihen Einkünfte und zur Befdrderung des reli- gidsen und moralischen Unterrichts in Jrland““‘‘, d. h. in einfa: chem Englisch, eine Akte zur Beschlagnahme der Einkünfte der protestantischen Kirche in Jrland und zur Verwendung derselben zu irgend einem unbestimmten Zwecke, um Moral ohne

eligion und Religion ohne Glauben zu lehren. Jch kann Jhnen nur Glück dazu wünschen, daß jene mäßi-

gen Fonds, denn als solche haben sie sich erwiesen, welche die Frömmigkeit und Weisheit fcüherer Jahrhunderte für die Auf- rechthaltung und Ausbreitung eines reinen Glaubens in Jrland bestimmt hatten, nicht die Beute einer treulosei Faction gewor- den ist, welche die Macht, Unheil zu stiften, niemals erlange haben würde, wenn sie nicht Verpflichtungen eingegangen wäre, die nah den Ansichten von Engländern und Protestanten ein Jeder , der sich Christ nennt, nimmermehr zu ge wagen würde. Bei der Diskussion dieser Maßregel im ‘Parlament hielt ih es fr meine Pflicht, meinen Widerstand auf diesen Punkt zu stüßen und eine solche Ausübung der Rechte, die nur durch den Eid, „„die protestantische Religion nicht zu beunru- higen und nicht zu s{wächen“/“/ erworben wurden, als Ver- rath und Meineid zu bezeichnen.“

Vorgestern wurden unter dem Vorsiß des Sergeantea Adams die Gerichts-Sessionen von Middlesex erdffnet. Jn der ersten Sibung beschäftigte man sich Lu mit einer Dis- kussion Über die Wirkungen des Systems der Absonderung und des Schweigens in den. Zucht- und Besserungshäusern. Herr Hoare beantragte in dieser Hinsicht, daß die Friedensrichter,

I ra E N O

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