1838 / 66 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Hamburg, 3. März. d i Bank-Actien 1421. 1419. Engl. Russ. 108!/,. 5% Port. —. do.

39. 19. Neue Anl. 18!/,. le y R 27. Februar.

5%, Rente fin cour. 109. 60. 3% fin cour. 79. 65. 59% 8 fin cour. 99. 20. 59% Span. Rente 19/4. Passive —. 83% Portug. 18.

59) Met. 106!/,. —. Bank-Actien 1442.

Wien, 28. Februar. 49/, 1003/4. 39%/, 8807/5. Neue Anl. 6083/,.

21/,% O 1%

Le Bas Den 6. Müärz 1838.

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettel.

s Pr. Cour. las | Pr. Cour.

S| Brief. | Geld. N] Brief. ! Geld. Bi _Schuld-Beh. 4] 103 | 102!/, ?Pomm. Pfaudbr. 132 99! 9 Pr. Engl. Ohl. 30.| 4 103! /5 j 102?/3 Kur-u.Neum. do.| 4 1009/2 j PcrinmSech.d,Seeli, d 65! ¡ 2 64/12) do, da. do. 3: 99/8 | T li Kurm.Obl.im,1.C. il 1037/12 103! 1 2lSchlesische do. 4) | 105% Nm. Tut. Seb. do. 4/ 1023/, MRückst. C. mud Z,!| i ! Berl. Stadt -0bl.| s| 103!/5 | 103 Sch. d, K. u. N. —| S Tui b, Jo. j ¿l dime \ eian R \ | : E & 4} E | Gold a! marco [7 215 /2 | 214!/., Daaz, do, in Th.'—' 33/4 | Neue Ducateu [i 18 /4 N Westpr. Pfandbr. 4; 1013/, | Friedric!:sd’or |—| 13‘ 12! Is 112 Grossb. Pos, do. 4 105/; | And. Goldmün-| | L a s Ostpr. Pfaudbr, |4/ 101!/, | zeu ù 5 Til, |—| 13 (4-4. T4 Pomm. do. |4 | 10L/, | Disconto Ls : R

Königliche Schauspiele.

Dienstag, 6. März. Jm Opernhause: Fidelio, Oper in

2 Abth. Musik von L. van Beethoven. M i Im Schauspielhause: Reprézen'ation extraorlinaire au bé-

262 néfice de Mlle. Lancestre. Abonnement suspendu. Le spectacle se composexa de: 1) La première représentation de: Julie, ou: La séparation, comédie nouvelle en 5 actes et en prose, du théâtre français, par Mr. Empis. 2) La première représentation de: Spec- tacle à la cour, vauderille nouveau en 2 actes, du théâtre du Gym- nase, par Mr. Théaulon. i

Billets zu dieser Vorstellung sind von Morgens 9 bis Mittags 1 Uhr, in der Wohnung der Dlle. Lancestre, Charlot- ten-Straße Nr. 27, 2 Treppen hoch und Abends an der Kasse, zu folgenden Preisen zu haben:

Ein Billet zum Balkon und einer Loge des ersten Ranges 1 Rthlr. 2c.

Mittwoch, 7. März. Jm Schauspielhause: Verirrungen, bürgerliches Schauspiel in 5 Abth., von E. Devrient.

Donnerstag, $8. März. Im Schauspielhause: “Die Vene- tianer, Drama in 5 Abth., von L. Rellstab.

Freitag, 9. März. Jm Opernhause, zum erstenmale: Der hinkende Teufel, pantomimisches Ballet in 3 Abth., vön Co- ralli, fár die Königl. Bühne bearbeitet und in Scene geseßt von Hoguet. Musik von Casimir Gide. Die Decorationen sind vom Königl. Theater-Jnspektor C. Gropius.

Die zu dieser Vorstellung eingegangenen Meldungen um Billets sind berücksichtigt worden.

Im Schauspielhause: Franzöfische Vorstellung.

Königsstädtisches Theater. Dienstag, 6. März. Fester Wille führt zum Ziele. Lust- spiel in 2 Akten, frei nah dem Französischen, von B. A. Herr- mann. Hierauf: Die neueste Art, seine Schulden zu bezahlen. Lustspiel in 1 Akt, nah Melesville und Varner, von C. W. Koch.

2 Bat ms AIT E LMÄN S O4 - U ITE. D IRRRH E E e T R A R ETD 2 T R

Ea na att 20 2248 Min ein df 200 an “A T 4 rag wt erw ma ner

Nach dem ersten Stäck und zum Schluß werden die hig anwesenden Bayerischen National-Sänger folgende Piècen vor tragen. 1) Quartett: „Auf den Bergen lebt man frei.‘ 2) Steyerische Walzer, auf der Schla Zither gespielt. 3) Terzet;,

„Die fröhlihe Ankunft auf der Alm.“ 4) Quartett: „D Bauernbub".‘/ 5) Ober-Oesterreichische Tänze, auf mehrere Maulrtrommeln gespielt. 6) Quartett: / „Der Schnee.‘/

Mittwoch, 7. März. Zum erstenmale: Der Vater d

Debütantin. Posse in 4 Akten, nah Bayard, von B. A. Hey; :

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

mann. Vorher, zum erstenmale: Der Oberst von sechzeh,|—— Jahren. Lustspiel in 1 Akt, frei nah dem Französischen, vyy 6 66 B. A. Herrmann. Zwischen beiden Stücken: Ouvertüre, kon} Me °

ponirt von Herrn Oelschig, Orchester-Mitglied des Kdönigsstä)

Berlin, Mittwoch den 7e März

tischen Theaters. ;

Donnerstag, 8. März. Der Dachdecker. Komische G, málde in 5 Rahmen, frei nah dem Französischen, von L. Anf gely. Hierauf werden die Beduinen Rhigas und Abdala, aus} dem Volksstamme Setjas, folgende athleti\che, 99mtaihhe un E Arabische Uebungen ausführen: 1) Pyramide von Luxor. Die Aegyptische Mumie. 3) Der Arabische Turban. 4) Da Lusthaus Mahomed’s. 5) Das Pfeil- und Violin-Spiel. j Das Arabische Rohr. 7) Die Christel Pyramide. 8) Jj Porzellan- Teller. 9) Die Arabische Leiter. 10) Die Afffrifkan sche Vertheidigung. 11) Das Pilaster-Spiel. Zum Beschluj 12) Die Afrikanische Jagd mit lebenden Vögeln.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der Kdnig haben dem Geheimen Hofrath ordan beim Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten den Rothen Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen geruht.

Se. Majestät der König haben dem Weltpriester Joseph Sobotta zu Bierdzan, im Regierungs - Bezirk Oppeln, den Rothen Adler-Orden viertec. Klasse zu verleihen geruht.

Se. Majestät der Kdnig haben dem praktischen Arzte Dr. Nalfatti zu Wien den Rothen Adler-Orden dritter Klasse u verleihen geruht.

Redacteur Ed. Cottel.

Jm Bezirk der Kdnigl. Regierung zu Danzig isst der bisherige Pfarrer zu Klein - Kak, Friedrih Berg, zu der erl digten evangeli\chen Pfarrstelle

Gedruücft bci A. W. Hayn.

E E E] Z Z Ä Ü Ü E N : Min Pusbig, Kreis Neustadt, berufen worden. . e , t d einer A d Staat Allgemeiner Anzeiger fúr die Preußischen aaten.

$3) zur Anbörung des Prioritäts - Urtbeils auf demi Bei der am 10. Februar geschlossenen 10ten Ein-?_ In uuserem Ver:age erschien als nen: : él t Un s - N a r | . Bekan nfm g ch U gen. 9. Dos d. J. vúd y i : M Ls sind sümmtliche Interimsscheine A mg S Schumann, quatre Mazurecks pour lf I A 9 8 l 3 : s E

i T %) zum fentlichen Verfaufe des Kenfurs- Gutes | Einzahlung umgetausekt worden, mit Ausnahme von} Fiano. 10 sgr. 7 E U & ¿5

Leber den Maas s 2A Rui c. zu Danzig!an Ort und Stelle auf den 7. November d. F./51 Stück, welche hiermit in Gemüässheit des S. k) (Vorstehende Composition dürfte Mi - Y N 1 heit |der Statuten für null und nichtig erklärt werden, Viele eine sehr willkommene Erscheinun} Rußland und Polen.

‘benen Justiz-K issarius if f Qur Wah! eines eurator massae wird in Gemäß verstorbenen Justiz- Kommissarius Felsz ift auf dens zur Zal ; 1 äßheit | gh u des &. 32 der Konkuxs- Ordnung Termin auf den/s ! fa N (7 (6 oru tquidatio A6 ON- È , ra | Termine die Kre- | mehr gültig sind Liquidatious - Prozeß eröfuct und zur Liquidation der 25. April anberaumt, in welchem Termine die Kre- [mor g 4 nspri E [ditoren sich zugleich darüber zu erflúrcn aufgefordert sind demnach ihrer Rechte als - ‘der gemachten Einsechüsse verlusti, V i en : ut $ | übrig gebliebenen 31 Stück der 10ten Einzahlung Lied: Jch weiß eine Mühle im Thale 2c., wi zum Vortheile der Compagnie anderweitig verkauft.

Antrag der Venefizial. Erben desselben der erbschafliicbhe

Ansprüche an den Nachlaß ein Termin auf

den 25. April 1838, Vormittags um 10 Uhr, werden, ob sie es uicht angemesseu findeu, zu Vermei- vor dem Herrn Ober. Landesgerichts: Affessor Drek- [dung eines doppelten Konkurs - Verfahrens auf dic Greßberzogiiche U HAN Lz Oldeaburg zu t bekannten Gläubiger unter der Verwarnung vorgeladen [regiren, bei weicher in Betreff des 1m Herzogthum E Oldenburg belegenen Nachlasses des A add Reichs- verlustia erflárt und mit ibren Forderungen nur an daé-{grafen Bentinck ebeufalls bonis cedirt if, / (8 : Ñ Oldenburg, aus dem Ober - Appellations- Gertchte, Befriedigung der sich meldenden Gläubiger voi der den 15. Februar 1838.

schmidt bierselbst angeseßt worden, zu weichem die un- werden, daß die Ausbleibeuden ihrer etwanigen Vorrechte

jenige werden verwiesen werden, was nach erfolgter

Leipzig, am 24. Februar 1838.

Masse eiwa noch übrig bleiben möchte. Marienwerder, den 22, Navember 1837. i Civil-Senat des Königl. Ober-Landesgericht s,

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P u bilicand um.

Masse gehörige adliche Gut Klukowahutta, welches laut Tausch - Koutrafts vom 1. Oktober 1811 und

Anton v. Wvysoekischen Autbeils, aus dem Vorwerk | * i: Dombrowo anb ans den Dörfern Alt - und Neu- |"t enthält, tinenzien bcsicbt und laudschaftlich laut der in hiesiger Regijiratur uebs dem neueslen Hypotheken: Schein einzuschenden Tare auf 5262 Thlr. 2 sgr. 7 pf. abgeschäyt worden soll in termino “den 15. September c.

an hiesiger Gerich!8stelle subhastirt weiden.

Zugleich werden ase unbekanuten Real-Prätendentev und von den bekannten : :

1) der Thaddeus v. Kistowsfiz

derselben auf Mszisczewice F. 11. M. N. Rubrica III. sub No. 4. cingetragenen 1000 Fl. ;

3) die Theresia v. Kistowsfa, verehelichte v. Wensierska, wegen der für sie auf Msziéczewice F. H. M. N. Rubhrica L. sub No. 4. eingetragcuen 500 Fl.;

4) die v. Koczyczkowskischen Erben, wegen der für die v. Neeon me Masse auf Mézisczewice F. E. M. N.

600 Thlr.

ige Briefs-Juhaber, zu dem auf Me f den 15. September c.

unter der Verwarnung verzeladen, daß die Austlei-

den sollen. Marienwerder, den 5. Februar 1838. j Civil-Sengtdes Kenigl. Ober-Landesgerichts.

a. M aniAie

abgetreten bat uud hieranf der Konkurs, hinsicht!ich

Reichsgerichte sür Kuicphausen vertretend, erkannt |lungshäusern

werden zu Ausführung des Konkurses, der geseßlichen

Vorschrift gemäß, folgeude Termine angescßt:

1) zur Angabe auf den 2. April d. J., in welchem | zahlungen nach $. 4 der Statuten eintritt. j Die Intertimsscheine werden gegen neue anf 65TkhlIr. Gemeinschuldner aus irgend einem Grande Forderungcu, | Einzahlung lautenile umgetauseRt, und es sind am Ausprüche oder zur Compeusation geeigacte Gegen: |5. Mai d, J, nach 7 Uhr Abende, diejenigen der forderungen zu haben vermeinen, solche, bei Strafe des | I2ten Einzahlung auf 66 Thlr. lautend

Termine alle dicjenigen, welche an den obgedachten

Aus\chlus}ses von dieser Konkursmasse, hierse!bjt auzu- nichtig, geben uud die zur Begründung ihrer Augaben ctiva

dienenden Bewceistbümer ibren Angabe-Rezessen, uuter |derbolen wir, dass

die 1Ite Einzahlung am 17. März in Leipzig, am 10. März ausser Leipzig,

die 12te Einzahlung am 14. April in Leipzig, am 7. April ausxcr Leipzig,

2) zur Liquidation auf den 11., 18. und 25. Juni| Abends um 7 Uhr, geschlossen wird.

Die Inhaber der Interimsscheine werden gebeten, mit Recht empfehlen werdem ahl trefflicher Abbild

der im Artifel #2 der Konkurs - Orduung enthaltenen Verwaraung, anzulegen; auch alsdann cinen der hier recipirten Anwälde zur Wabrnehmung ibrer Gerecht- same bei diesem Koufurse zu besiellen haben :

d. J., da denn díe Giäubiger ihre angegebenen For-

derungen, bei geseßlicher Strafe, völlig flar zu machen |za den Einzahlungen ein Verzeichnifs der Nummern eine große Anz haben, insofern dies nicht {hon früher geschehen ift ; | derselben gefälligst beizubringen, A4

Düsseldorf-Eibersfelder Eisenbahn. Zweiter Acticn- Beitrag.

Die Herren Actien-Unterzeichner der Düsseldorf- Elberfelder Eisenbahn E 0h Ae A des Statuts hierdurch aufgefordert, von ihrer Actien-

Das im Berenter Kreise belegene, zur Joseph |zz6 1g den Betrag von 10 Prozent an die v. Lehwald Jerziersfischeu erbschastlichen Liquidatious- Aen: T

Wilhelm Clefsf in S 6E es E TS aa j : van der Beydt-Kersten & Söhne in Elberfeld, Rezesses vom 2. Mai 1834 aus cin clneu Theilen deri zum 1. Mai dieses Jahres einzuzahlen und dabei Gutsantheile Mösziéc Tes F, H. X At B, D. É. I Jie über den ersten Beitrag von 5 Prozent erhaltene A K. L. und 0. gebiidet worden lt E L J Quittung zu präsentiren, da solche das Formular zu aus dem Vorwert und Dorf Klufowahutta, excl. des den jetzt und ferner anuszustellenden Quittungen

1 s L E S - Düsseldorf, den 20. Februar 1838. Laßenicß ercl. des v. Marzickischeu Autheils und Per- Die Dirvo tion der Düssoldorf-Rlberfelder

Quest.

Rheinische Eisenbahn - Gesellschaft. Jwcite Einzahlung von zehn pro Cent. Die Herren Actionaire werden unter Beziehuug auf

die F$. 14, 15 und 16 des Statuts aufgefordert, die zweiie Einzahlung mit zchn pro Cent oder fünfund- 2) der Matthias v. Kistowski, wegen der für jeden | zwanzig Thaler auf jede Actie bis zum 16. März d. 0 von welchem Tage unsere Quittungen datirt scyu wer- den, bci uns oder bei den Herrca Joh. Dav. Herstatt, Sal. Oppenheim jun. & Comp., Abr. Schaaffhausen und Joh. Heinr. Stein in Kölu, oder by Pan Carl Adenaw in L Rubrica Ill. Xo. 6. cinaectragenen [zu leisten. Die dagegen zu empfaugendeu Quittungen |; S is woérderi auf zwanzig pro Cent oder funfz'g Thaler sür im Mal fertig 5) ‘der Carl Wiecfi wegen des für ihu auf Mszisczewice | die Actie lauten und sind daher die über die ‘erste Ein: [,. Rubrica 1II. No. 10. eingetragenen Lebtagsrechts, zablung ertheilten Duilttungen bei der wci modo deren Erben, Cessionarien-, Pfand- oder sou- zahlung mit cinzuliefern, indem die Auéhäudigung der neuen Quittungsscheiune nur gegen Rückgabe der von (Stechbabn Mr. 3) uns AVB n Dezember 1837 ausgesiellten Juittun: i 4 ) n 1fs Liquidation ibrer Ansprüche] gen geschehen kann. Syed Ta E A : Kölu, den 16. Januar 1838. ; benden mit den gedachten Ansprüchen präfludirt wer-|Die Direction der Rheinischen Eisenbahn-

Hauchecorne, Spezial- Direltor.

DiedreizehnteEinzahlungvonöThalernauf gabe. 7 / die Leipzig- Dresdner Eisenbahn -Actien Da der Hr. Reichsgraf G. A. Bentinck in Varel [wird nach $. 3 der Allerhöchst bestätigren Statuten den cum benef. invent. angetretenen Allodinal-Nacy- [hiermit angeordnet, Die Inhaber belieben diesè Ein- laß seines verstorbenen Hru. Vaters seineu Kreditoren [zahlung vom 17. April an, : in*Leipzig bis zum d. Mai, Abends 7 Uhr, - dieses Nachlasses, so weit er in der Herrschaft Kuiep- [aler anch, jedoch spätestens biszum 28. A p ril, hervorzurufen. bansen belegen is und dahin gebört, ven dem Ober-[Ahends 7 Uhr, | n l Appcl/ations- Gerichte, als die Stelle der ehemaligen |kanaunachungen bezeichneten auswärtigen LHand- ist; (in Berlin bei Herren Anhalt & worden ist, so wird dics biermit befaunt gemacht, und\ Wagener) zu leisten. : Wir erinnern, dass im Lnicrlassungsfalle der Ver- 11 lust aller Rechte nund aller früher geleisteten Ein- baren erfüllen. | : | Zaubermacht den Menjchen zu jenen glänzenden Ge- l 1 nirnen hinge, wenn er sie in ruhigem Schweigen [Beruf, eine solche Tendenz zu verfolgen. L ihre Babaen dahinwandelu sicht, als ob nf! bier, geld, darüber- möge sein Werk sprechen, und p: sondern dort die wahre Heimath seines Geistes wäre, [verweisen vorläufig nur auf das Urtbeil eines der a null und jals ob er Flügel befommen müßte, um sich aufzu. |gezeichneisten Lehrer und Kenner des Degen. wi schwingen, wo Örion sich gürtet und der Swan seine werbsipesens, des Direktors der polvtechynischen t Daher wird denn Kenatniß anfstait zu Hannover, Pr. Karmar sch, welches G der Sternwvissenschaft auch im großen Publifuu als [den Blättern des Hannoverschen Gewerbe - Vereint 4 cin allgemcines Bedüfuiß gefüblt. Diefes Handbuch, eine umfassendere Ankündigung dieses Werkes n das bier in ciner zweiten, woblfeileren Ausgabe/nommen worden ist. Uebrigens fezt das Wer t ¿u den beïsen und vollständigsten seiner Benußung feine cewische Kenntnisse vera neueren Werken über populäre, Astronomie und darf der Verfasser hat gerade &cwerbetreibende vor Aug jedem Lehrer und Freuude der Maturwissenschaften gebabt, denen diese Kenntnisse vêllig abgchen. Der Tert it durch ¿ngen erläutcrt,

Unsern frühern Bekanntmachungen gemüss wie-|Silberfittige enifaltet.

\gabe1 bis zum 15ten d. M. Berlin, den 6. März 1838.

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Eisenbahn. Schöller.

Berlin, deu 6. März 1838.

lass jetzt kene Scheine der S9ten Einzallung feyn.) Bic Inhaber dieser Interimsscheine | : Actionairs, s0 wie Arie aus „die Nachtwandlerin“: Ach an Deinen und werden die

Leipzig- Dresdner Eisecnbabn-Compagnie. Gustav Harkort, Vorsitzender. A. Dufour, für den Bevollmächtigten.

Befanuntmachung iu Bezichung auf die Anmeldung der land- schaftlich Polnischen Pfandbriefe. Wir übernehmen, Behufs der am 1. April d. J. iu ¡ Warschau zur Verloosung kommenden landschaftlich Polnischen Pfandbriefe, deren Anmcidung und berü: (sichtigen die uns darüber zugehenden Nummern - Auf- S

Nathan, Gebert & Comp., j Linden Mr. 13.

0 ; s D fox die. Jubaber dey Quit Englischen marius zu Beeskow, Königl. Superintendenten und Publifums in Ausübung vorgezeigt. 3prozentigen Ankcihe bei Th. Wilson & Comp.

in London negociirt.

Die Ende dieses Monats sällig werdenden Coupons der Dänisch-Englischen 8 prozentigen Auleihe realisiren staltet und verkauft it wohl der beste Beweis bei det Fnd wir schon von heute an zum vortheilhaftesten Course Fut neuer Schulblicher von dec Vorirefflichkeit dieset F und werden uns auch seiner Zeit mit dem vorzuneh-|Fijichleins, a.--faun dasselbe Preußens Elementar F menden Umtausche jener Obligationen durch Auslie-|fyulen nit genug empfohlen werden. Ju vielen tau ferung auderer gleich bier zur Stelle beschäftigen. :

Nathau, Gebert & Comp-., Linden Mr. 13.

Odessa, 23. Febr. Jn unserem Pest - Hospitale befinden h nur noch drei Rekonvalescenten, da alle übrigen bereits als eheilt entlassen worden sind. Jnzwischen muß auch die Ent- assung dieser drei Individuen abgewartet werden, bevor unsere Stadt wieder fár völlig gesund erklart wird.

Unsere Rhede ist fast ganz frei vom Eise und zwei Engli- he Fahrzeuge sind gestern bereits eingelaufen.

Ein hiesiger Kaufmann, Herr Jsnard, hat ein Privilegium us eine von ihm erfundene Maschine zur Anfertigung „„künst- ¡he Bausteine‘‘, die eben so dauerhafc wie die natürlichen seyn ollen, und aus jeder Art von Erde gemacht werden kdnnen, f funf Jahre erhalten.

Herr Orgesson, cin geborner Schwede, Eigenthümer gro- r Ländereien in den Umgebungen von Helsingfors (Finnland), at einen Apparat erfunden, wodurch man den Torf eben o art und dicht wie die Steinkohlen machen kann. Der fo in sten Zustand gebrachte Torf entzündet sih mit der größten ihtigfkeit , brennt ohne Spriben, giebt eine reine und glän- nde Flamme und macht eben so viel, wo nicht mehr Hiße s die Steinkohle. Herr Orgesson hat seinen Apparat in einem

Durch uns zu bezichen :

treuen Herzen 2c., mit Begltg. d. Pfte. 73 sgr Begltg. d. Pfie. od. d. Guitarre. 5 sgr.

H. Hirßel, Myrthenkränze. Waljer für Pian forte. 10 sgr. i Der Familienball auf das Jahr 1838. Enth.; Polonaise von Martin Flora-Walzer von Ph. v. Hubovsky Wintergarten-Galopp von Wollank 6 Contretänze aus „Rovin: son“ 4 befanute Schottische Tänze Ma zureck von Adelson Weihnachts-Galop mit beliebiger Kuckuck-, Wachtel- und WaldteufF Begleitung. Sämmtlich für Pfte. Preis 222

Bechtold & Hartje, Jägerstraße Nr. 49,

Bei Ludwig Hold, Buchhändler in Berlin,

uigsstraße Nr. 62, neben der Post, ist erschienen : Kleine Elemencar- Geographie.

Fin Auszug aus dem nmetbodischen Leitfaden in der L : ;

Electeta Oed rant von A Wilhelmi, Pri-sfffer Säle des Rathhauses von Helsingfors in Anwesenheit des

s i Er hat in weniger als

Schul: Juspekior. v Minuten 4000 Pfund Torf, der kurz vorher bei Hallaxoe

Vierte Auflage. Wit 1 Kupfer. Geb. 25 sgr. Jusgestochen war, in festen Zustand gebracht. Der Torf hatte

Ju wenigen Fahren vier starke Aufiagen veran: Aach dieser Operation ungetähr ein Fünftel seines Gewichtes

drei Achtel seines Volumens verlzren; dafár war ihm aber

ch alle seine Feuchtigkeit entzoge" Die Erfindung des Herrn

rgesson ist für alle Länder, wo der Torf sich reichlich vorfin-

t und das Haupt -Brennmaterial für die Armen ausmacht,

send Exemplaren verbreitet möge es unter Gottes aupt - 2 i dn großer Wichtigkeit. *)

Schuße auch ferner recht viel Gutes uud Segens reiches wirken.

E E Warschau, 2. März. Se. Majest Kaiser Jm Verlage der Unterzeichneten is so eben erschie sau, Î jestät der Kaiser hat dem

Schiller's Werke.

lich. 3 Th:r.

Berlin. wciten Ein-

Gesellschast. Mit 1 Atlas Abbildunzen. Vvo.

erscheint, gebört

Quedlinburg, im Februar 1838,

Literarische Anzeigen. [berg 12 Bande. Velinpapier, Taschen-A S 1 Stahl: enthaltend die Bierbrauerei, Brauntweinbrenuerei, Heft Band 1 —3 faun in wenigen Wochen für 2 sgr. bei uns in Empfang genommen werden; das Ganze wird

List & Klemann, Burgstraße Nr. 9

Für die gebildeten Stände, Lehrer 2c.

ÎÏn allen E ist zu haben, iu Berlin ci E. S. Mittler: J. A. L. Richter's

Handbuch der populären Astronomie für die gebildeten Stände, insbesondere für denfende, wena auch der Mathematik uur weuig cder gar nichi l / i fundige Leser. 2 Bände (72 Drudbogen entbaltend). besser bezeichnen, als durch die Anzabe seiner Haup! Wohlfeile Aus-|Teudenz, nämlich Förderung der wissenschaft Preis 3 Thir. 10 sgr. d ; |

Die Asronomie ist die Krone der Maturwissenschaf- |trofeu, anf den jegt im Gewerbewesen Alles al ten; se cuthä!t das geiïige Element in einem soichen |fommt. ti ray Ich Grade, daß sie darin fat afle andere Wissenschaften oder nah altem Schlendrian, sondern wissen #chaf! übertrifft, und unmittelbar dabin wirkt, die höchslen|lich getrieben wird, dann wird fie vernünftig (ration Jdceu des Wahren, Schönen und Gutea iu der Sce!e [un alsdann auch erst sicher und mit allen den Be Daruu1 spricht sie denn U Faden L O N G E L Auggenot M 1 den in j rühe lan, dessen inneres Seldst noch nicht ganz verfrüppeli |den. so fordert unsere ckZeit gebieterisch die L L L U ja h das bloße AnWanén Ms Jeflirnien Himmieis [fassung des höheren Ge verbewesens und vorzugs erweckt sou in der Secle, auch des Unnutercichtetsten, |des landwiribschafilichen. Der / eine Menge Vorfskeltung:u und Empfindungen, die ihn| feine jevige wie durch seine fiübere Stellung an Q erheben uud läutern uud mit Abnungea des Unsicht. [großartigen Nathusfins schen Gewerbe - Austalt Eh Jt es doch, als ov éine gebeime |Althaldensleben, wo er den landwirth{chaftlihen Et

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eneral-Adjutanten, General-Lieutenant Joseph Rautenstrauch, itgliede des Administrations - Rathes des Königreichs Polen, r seinen mehr als vierzigjährigen Dienst eine jährliche Pen- In von 44,670 Gulden bis zu seinem Tode bewilligt; die ahlung derselben beginnt mit dem 1sten d. M. und soll, so nge der General Rautenstrauch in aktivem Dienste verbleibt, gleich sein biéher aus dem Schabe des Königceichs Polen zogenes Gehalt mit vertreten.

So oft der Fürs-Statthalter während des ersten Semesters (ses Jahres von hier abwesend ist, wird der Geheimerath hrmann, General - Direktor der Regierungs- Kommission der nanzen, den Vorsis im Staatsrath des Königreichs führen.

Frankrei.

Paris, 28. Febr. Der König hat ein Schreiben des roßherzogs von Toskana erhalten, worin dieser ihm die Ge- rt einer Tochter anzeigt, welche in der heiligen Taufe die amen: Marie, Christine, Annunciada, Louise, Anna, Jo- ha, Agathe, Dorothea, Filomene erhalten hat.

Die Zimmer des Palais-Royal werden zum Empfange von sten eingerichtet.

In der Deputirten-Kammer fiel heute nichts von Bedeu- g vor; es wurden die Berathungen ber den Geseß-Entwurf gen der Reorganisation der Tribunäle erster Instanz fortge- t. Die Debatte schreitet nur sehr langsam vor.

Die mit der Pcüfung des Geseß-Entwurfes wegen der en Eisenbahn - Strecken ernannte Kommission besteht aus

erren Duvergier-de-Hauranne, Lepelletier d’Aulnay, Jau- }, Cordier, Arago, Berryer, von Remusat, Chasles, Des- grais, Paixhans, Odilon-Barrot, Thiers, Taillandier, Bil- t, Mercier, Houzeau- Muiron, Legentil und Berigny. [Me Fürst Paul Esterhazy, Oesterreichischer Botschafter am oner Hofe, is gestern hier eingetroffen. Der Meldung n dieser Ankunft fügt der Messager die Bemerkung hinzu, Le Unterhandlungen zwischen Oesterreich, Frankrcich und gland in Betreff der Orientalischen Angelegenheiten immer liger würden, und daß der Fürst Esterhazy sich im Interesse tr Angelegenheiten einige Tage in Paris aufhalten würde. j er am vergangenen Montag zum Besten der Armen im no Paganini gegebene Maskenball war einer der glänzend- Hund belebtesten im diesjährigen Karneval. Der Herzog von urs beehrte denselben mir seiner Gegenwart. Der Ball

den eigenthümlichen Reiz, daß (wie bereits erwähnt) die

nea und iu Berlin (Stechbahn Mr. 3), Po¡en, Breu bei E. S. Mittier zu baben: : Lehrbuch der rationellen Praxis

der landwirthschafclichen Gewerbe,

Fabrication, Liqueur - Fabrication, Essig - Fabrication Stärke - Fabrication, Stärkezucker- Fabrication und “Runkfelrübenzucker - Fabrication.

Zum Gebrauche bei Vorlesungen über landwirthschaft

liche Gewerbe und um Selbstunterrichte für Landwirthe, Kamecalisien und Techuifer. Von Pr. Fr. Jul. Dtto, _Y Professor der technischen Chemie am Collegio Carolin! in Braunschweig und Medizinal - Assessor. Mit Kupfern. Gr. 8vo. Fein Veliupapier. Geheftet 3 Tblr. 15 sgr. i Man fann den Gehalt dieses wichtigen Werkes nid!

lihen Praris. Damit ist sicherlich der Punkt g

Wenn eft die Praxis nicht mehr empirist

Der Verfasser hat du!

werben als Chemiker vorstand, den wohtlbegründetel Wie er si!

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Brauuschweig, im Januar 1838. Friedrich Vieweg & Soh1-

G. Basse. G 2rd d:n Art. „Wisséns haft, Kun? und Literatur‘ in Nr. 65

Damen nur maskirt, die Herren aber nur unmaskirt erscheinen durften, wodurch die Jnitiative des Maskenscherzes aus\chließ- lih in die Hände der Damen gegeben war ein Vorrecht, dessen sih die Französinnen mit eben so viel Geist als An- muth zu bedienen wissen. Viel Anlaß zum Lachen gab auch eine Lotterie, in der neben vielen werthvollen Gegenständen auch einige vorkamen, die sich als bloße Wortspiele erwiesen. So war unter den zur Verloosung bestimmten Gegenständen ver- zeichnet: une paire de souliers ¿u temps de Louis XV.; der Ge- winner erhielt zwei Sous -Stüe, die durch eine Schnur zu- sammengebunden waren (deux sous-liés). Ein anderer, der einen ballon avec parachute zu gewinnen dachte, erhielt einen ungeheuer langen Strumpf (bas -long) mit einem kleinen papiernen Fall- schirm versehen, u. s. w. Man sah gestern eine große Menge von Masken auf den Boulevards, und man erinnert sich über- haupt seit. langer Zeit keines Karnevals, der von Anfang bis zu Ende so glänzend und belebt gewesen wäre.

_ Herr Robert, der ältere Bruder des Direktors des Jtaliä- nischen Theaters, is vorgestern an den Folgen der Krankheit gestorben, die ihm der Schrecken bei dem Brande des Theaters zugezogen hatte.

Q Der iecle widerspricht dem vor einigen Tagen von dem „Temps“ gegebenen Gerüchte, vaß man in Paris mit dem Plane umgehe, auf der Ebene von Waterloo ein Denkmal fär die dort gebliebenen Franzosen zu errichten.

Man schreibt aus Toulon vom 23sten d.: „Es is heute den Korvetten „Fortune‘/, „Marne“, „Caravane‘/ und „Aga- the‘/, und den Dampfschissen „Ramier‘/, „Castor“ und „Tar- tare‘’ Befehl ertheilt worden, sih so einzurichten, daß sie bin- nen einem Monat Truppen an Bord nehmen können. Die Zahl der einzuschiffenden Truppen is auf 7000 Mann festge- seßt, und sind Leßtere ohne Zweifel dazu bestimmt, eine gleiche Anzahl von Truppen in Afrika- abzulöien.“/

Eine Gesellschafe Französischer Kapitalisten bewirbt sich um das Privilegium einer regelmäßigen Dampfschifffahrt zwischen Havre und St. Petersburg, und hat zu diesem Ende einen Agenten nach der Russischen Hauptstadt abgesandt.

An der heutigen Börse sind die Asphalt - Actien von 5850 auf 5600 Fr. zurückgegangen. Die Nachricht, daß außer den Herren Laffitte und Gouin auch die Herren Passy und Teste zu Mitgliedern der mit der Prüfung des Renten - Reductions- Entwurfes beauftragten Kommission ernannt worden sind, wirkte nachtheilig auf die Course der Französishen Fonds. Man sieht nun mit großer Spannung der Ernennung des Berichterstatters dieser Kommission entgegen.

Der Moniteur enthält nachstehende telegraphische Depe- she aus Bayonne vom 26. Februar: „Der General Flinter hat am 19ten d. M. bei Yeneves (etwa 4 Meilen von Toledo) die Karlisten unter Jara vollständig geschlagen, ihnen 200 Mann getödtet und 1600 Gefangene gemacht.“ Auch die Madrider Zeitungen vom 19ten erwähnen bereits dieses Gefechtes. Jn einem Berichte des politischen Chefs von Toledo an die Ma- drider Regierung wird sogar der Verlust der Karlisten an Ge- fangenen auf 2600 Mann angegeben.

Ein Schreiben aus Bayonne vom 2östen enthält Folgen- des: „Mehrere Briefe aus Bilbao vom 19ten und 21sten ver- sichern, daß der General Latre am 16ten zwei Karlisten - Ba- taiilone Überrumpelt (wo?) und gänzlich aufgerieben habe. Eine gewisse Anzahl Offiziere und zwei Mitglieder der Provinzial- Deputation sollen bei dieser Affaire von den Christinos gefan- gen genommen worden seyn. Espartero hat nunmehr die Ab- sicht, den wichtigen Punkt Peñacerrada, der vor einigen Mo- naten den Karlisten in die Hände fiel, wiederzunehmen. Einem Gerüchte zufolge, âtte die Stadt Gandesa in Nieder-Arago- nien sich den Karlisten ergeben. Jn Saragossa gab man sich indessen noch der Hoffnung hin, daß der General Santos San-Miguel noch frühzeitig genug vor jenem Plate eingetrof- fen seyn werde, um dessen Fall zu verhindern.“

In einem anderen Schreiben aus Bayonne von demsel- ben Tage heißt es: „Don Carlos ist, nachdem er am 2lsten mit dem Jufanten Don Sebastian in Tolosa zugebracht, von dort nach Estella gegangen. Um diese Zeit waren die Christi- nos in der Umgegend von Miranda konzentrirt; sie e Or- duña bedroht, in der Absicht, einen Transport von Lebensmit- teln nach Vittoria zu schaffen. Der Karlisten - Chef Carmona hat den Auftrag, mit 12 Bataillonen Peñacerrada zu decken. In Peralta stehen 7 Bataillone und 6 Schwadronen Christi- nos. Espartero operirt nah Haro und Pancorbo zu.“

Nach Briefen aus Madrid wäre folgender großer Finanz- Plan im Werke: Die ganze Schuld, ohne die der-Zins-Rück- stände, soll liquidirt und auf ein Drittheil konsolidirt werden ; für die anderen zwei Drittheile würden unverzinsliche Papiere gegeben, die zum Ankauf von unbebauten Ländereien in Spa- nien verwendet werden könnten; eine neue Anleihe von 200 Millionen Fr. soll ganz zur Kriegführung bestimmt seyn; die passive Schuld und die rückständigen Zins-Raten würden zu ei- nem Zehntheil konsolidirt. Mehrere große Bankhäuser in Pa- ris, London und Amsterdam sollen bereit seyn, bei dieser Ope- ration mitzuwirken, die manchem Ehrenmanne wieder eine Gele- genheit bietet, sich zu ruiniren.

Großbritanien und Jrland.

_ Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 26. Februar. Lord Lyndhurst brachte die (ge- stern erwähnte) abgesonderte Cinsperrung einiger unmündigen Sträflinge in dem unter der Jurisdiction der Grafschaft Mid- lesex stehenden Milbanker Zuchthause zur Sprache; er hielt diese Art der Gefängniß- Disziplin sowohl im Allgemeinen, als insbesondere bei Kindern, fär höchst unangemessen und trug auf Vorlegung von Nachweisen darüber an. Lord Melbourne nannte Lord Lyndhurst’s Auseinanderseßung ruhig, aber fein berechnet, und erklärte, daß er mit der Sache nicht bekannt sey. Es würde, meinte er, jedenfalls besser gèwesen seyn, wenn Lord Lyndhurst vorher angezeigt hätte, daß er diesen Gegenstand zur

Sprache bringen wolle. Lord Lyndhurs erwiderte, seine Aus- einanderseßung sey zwar ruhig, aber nicht vershmikt. Uebri- gens sey es eine große Nachlässigkeit von Seiten des Ministers, daß ihm Dinge unbekannt seyen, die Jedermann kenne und die der Gegenstand einer Korrespondenz mit dem Minister des Jn- nern gewesen. Lord Brougham stimmte völlig bei und sagte, er sey mit der Absicht in das Haus gekommen, genau dasselbe zu thun, wie Lord Lyndhurst, worauf Lord Mel- bourne in großer Aufregung ausrief: „„Der Herzog von Wellington würde sich eher die Hand abhauen, als ein solches Verfahren einschlagen; aber der edle Herzog ist auch ein Mann von Ehre, er is ein Gentleman!‘““ Kaum waren diese Worte dre, so erhob sich Lord Lyndhurst und verlangte eine

rflärung, ob sich diese Auédrúcke etwa auf ihn beziehen soll- ten, worauf Lord Melbourne wieder das Wort nahm und sagte: „Jch bitte um die Erlaubniß, sagen zu dürfen, daß, wenn ih den edlen Herzog erwähnte, ih damit nur sagen wollte, daß bei der überlegten und gewissenhaften Vorsicht des edlen Herzogs, wenn derselbe seinen Gegnern etwas vorzutragen hat, ih meine, daß bei dieser bekannten Vorsicht des edlen Heriods, derselbe in dèm vorliegenden Falle nicht“ so gehandelt haben würde, wie der edle und gelehrte Lord bei dieser Gelegenheit. Was nun weiter folgte, die Worte, deren ih mich bediente, so wie die Art, wie ich dieselben ausgesprochen , dessen erinnere ih mich nicht mehr. Habe ich jedoch irgend etwaë in Bezug auf den edlen und gelehrten Lord gesagt, wie etwa, daß er nicht gehandelt habe, wie ein Mann von Ehre, nicht wie es einem Gentleman gezieme, so nehme ich diese Worte vollständig zurück.“ Hiermit endigte diese Debatte. Lord Denman legte sodann eine Bill auf die Tafel des Hauses, wonach denjenigen Perso- nen, die sich ein Gewissen daraus machen, einen Eid zu leisten, statt dessen erlaubt seyn solle, eine bloße feierliche Versicherung abzugeben. Hierauf vertagte sih das Haus.

Unterhaus. Sißung vom 26. Februar. Gleich nach Oeffnung der Thâren war das Haus gedrängt voll, da man mit großer Spannung der Entscheidung der Versammlung über den von Lord Maidstone angekändigten Antrag entgezensah. Die Privat - Angelegenheiten, die gewöhnlich zwischen 4 und 5 Uhr zur Sprache kommen, wurden diesmal nicht vor leeren Bänken verhandelt, und Herr Hodges wollte, unter deutlichen Zeichen der Ungeduld des Hauses, diese Gelegenheit benutzen, um ein Amendement zu der Bill in Betreff des Gravesender Hafendamms in einer vollen Versammlung zur Abstimmung zu bringen; die Mehrzahl der anwesenden Mitglieder nahm aber an diesec Abstimraung nicht Theil. Kurz nach 5 Uhr erhob sich Lord Maidstone, um angekündigtermaaßen die Beschuldigung des Meineides , welche Herr O’Connell in einer am Mittwoch in der Kron- und Anker-Tavern gehaltenen Rede gegen die Mit-

lieder der Wahl - Ausschüsse erhoben hatte, zur Diskussion zu

ringen. Seine Nede war nur kurz, auch sprach er klar und vernehmlich, obgleich es sein erster Vortrag im Hause war, da er erst bei den lezten Wahlen ins Parlament gekommen ift. Er verrieth sich indeß doch als Neuling im Reden, denn er be- gann gleich in einem so hohen und starken Tone, daß er sich in wenigen Minuten heiser gesprochen hatte. Er erklärte na- mentlich, daß er selbst ganz kürzlih an einem Wahl - Ausschuß, dem fúr Salford, Theil genommen und sich daher persdnlich aufgefordert fühle, seine Redlichkeit zu vindiziren; wollte er eine solche Anklage, wie die von Herrn O'Connell erhobene, L vorübergehen zu lassen, so würde er verdienen, von seinen Konstituenten mit der größten Verachtung behandelt zu werden, und die Aeußerung Herrn O’'Connell's sey um so ae- dessiger, da noch viele Wahl - Untersuchungen im Gange seyen. Als er seine Rede beendigt hatte, übergab er dem Secretair des

auses drei Zeitungsblätter, in welchen die anstdßige Stelle der

’Connellschen Rede enthalten war, und {lug die Verlesung der angestrichenen Stellen vor. Herr O’Connell wünschte, daß der Secretair die ganze Rede vorlesen möchte, was auch genehmigt wurde. Der Secretair las nun die Rede zuerst aus der „Morning Chronicle‘“/ vom 22sten d. und schickte sich eben an, dein Hau auch die Version der „Morning Post“ vorzu- tragen, als Herr O’Connell, um Zeit zu sparen, sich damit zu- frieden erflârte, wenn in den beiden anderen Blättern bloß die gerägten Stellen verlesen würden. Als dies geschehen war, wußte man eine Weile nicht, wer nun das Wort nehmen solle, Herr O'Connell oder Lord Maidstone. Der Erstere weigerte sich, zuerst zu sprechen, mußte aber nachgeben, da der Spre- her, an den man appefllirte, die Ansicht aussprach, es sey ain räthlichsten, bei dieser Gelegenheit das Verfahren zu be- folgen, welches Lord Colchester vorgeschrieben , als einst gegen Sir Francis Burdett eine ähnliche Klage erhoben worden. Damals hatte nämlich zuerst das angeklagte Mitglied sich ver- theidigt und dann der Kläger seinen Antrag geselle. Herr O'’Connell erklärte sich nun bereit, diesem Beispiel zu folgen, obgleich es, wie er sagte, ihm ungelegen komme, da es seine Absicht gewesen, erst den Antrag Lord Maidfone's abzuwarten und dann als Amendement vorzuschlagen, daß ein Ausschuß nie- dergeseßkt würde, um die ganze Sache, namentlich die es seiner Angaben, zu untersuchen. Er suchte nun seine Aeuße- rung dadurch zu rechtfertigen, daß er das unredliche und pars teiische Verfahren der Wahl- Ausschüsse als eine ganz bekannte und allgemein zugegebene Thatsache darstellte. chon bei dex Zusammenseßung dieser Ausschüsse, sagte er, herrsche der Parctceis eist vor, jede einer Partei günstige Liste werde von ihr mit ubel begrüßt, und die Blätter der beiden Parteien forderten jedesmal die Jhrigen auf, sich recht zahlreich einzufinden, wenza ein solcher Ausshuß zusammengestellt werden soile. Der jebige ziemlich gleiche Stand der Parteien mache jeden einzelnen Sit doppelt wichtig, und alle Mitglieder hätten daher das größte Interesse bei der Entscheidung einer solchen Frage. Er selb sey keinesweges der erste Urheber von dergleichen Beschuldigun- g gegen die Wahl - Ausschüsse; Herr C. Buller habe {on ehnliches gesagt; auch die „Morning: Chronicle“ und die „„Ti-

mes‘/ hâtten solche Anklagen enthalten, was er mit Stellen aus

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