1838 / 79 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

L ¿2

E

Cy niccts dur si< selb, sondern lebe nur durch andere; cs \cy mit einem Worte eine Schmaroherpflanze. Herr Renard erflárte, daß ihm die Frage über die Nothwenmdigkeit der be- gehrten Fonds röllig gleichgültig sey; das Ministerium verlange diese Fonds als cin Vertrauens - Votum, und jeder Deputirte also, der die Minister nicht stürzen wolle, müsse das Verlangte bewilligen. „„ Damit indessen ‘‘, fügte der Redner hinzu, „mit jencn Fonds kein Mißbrauch getrieben werde, schlage ich amen- dementsweise ver, daß man den Minister des Jnnern fär die Verwendung derselben persönlich verantwort'ich mache. Jch halte dicó fôr um so nothwendiger, als die Möglichkeit eines Miß- brauchs nicht auf bloßen Vermuthungen, scndern auf gewissen groben Jndiscretionen beruht. (Der chemalige Polizei - ‘Prà- feft Herr G isquet vcrlangte hier das Wort.) Meine Meinung ist nicht, daß man eine ministerielle Krise herbeiführen müsse, denn ich bin überzeugt, daß es sich dabei immer nur um einen Personenwechsel handeln und daß das System dasselbe bleiben würde. Jch unterstúße daher das Kabinet, jedoch unter der Bedingung, daß man, wie ich bereits erwähnt habe, den Minitter des Junern für die Verwendung des ihm zu bewilligenden Kre- dirs verantwortlich mache.“ Herr Giósquet trat jeßt zu seiner Rechtfertigung auf. „Der vorige Redner“, sagte er, „hat auf die Aussagen angespielt, die ich bei der Erdrterung des Budgets im Tten Büreau gemachk habe. Alles, was ih indessen ge- sagt, beschränkte sich auf den guten und \{le<ten Gebrauch, den man von den geheimen Fonds machen kónne, und sollte uur dazu dienen, die Möglichkeit einer Ersparniß in dieser Ausgabe und einer besseren Cinrichtung des Rechnungswesens zu beweisen. Meine Bemerkungen betrafen im Uebrigen bloß allgemein bekannte Thatsachen, und ich brauchte dabei nicht erst meine eiaene Ver- waltungs-Periode zu Rathe zu ziebden. Jch weiß, daß mir als chemalizer Polizei -Präfeke eine gewisse Zurückhaltung obliegt, aber ich kenne auch die Pflichten, die ich als Deputirter zu er- füllen habe, und ic betrachte es als die wesentlichste dieser Pshichten, mich von der Verwendung der Staatsgelder zu un- rerricten. Nach dieser Einleitung gab der Redner verschie- dene Ausshlüsse über die Art und Weie, wie die geheimen Fonds verausgabt werden. Dire Ausgaben, bemerkte er, zer- elen in sieben Titel, worunter einer mit der Ueberschrift: Un- terstigungen. Eine solche Auszabe, meinte der Redner nun, würde ganz fugli<h im Budget selb| der Kontrolle dec

Kammern unterworfen werden kdnnen, Und er glaube nicht, daß irgend ein Grund vorhanden sey, sie dieser Kontrolle zu entziehen. Eben so verhalte es si< mit

einein anderen Titel, der von den Besoldungen derjenigen Be- amten handle, die die Kasse verwalteten und das Rechnungs- wesen sührten, Gehälter, die eben so gut auf das Staats- Budget gebracht werden könnten. Herr Gisquet erklärte chließlih, daß er die geheimen Ausgaben zwar für nothwen- dig halte, daß aber, da dieselben in den Jahren 1833 1836 mit 1,200,060 Fr, bestritten worden wären, auch jebt diese Summe um so mehr hinceihen dürfte, als das Land sich un- bezweifelt in ejner viel ruhigeren Lage wie damals befinde. Der Minister des Jnnern, der nach Herrn Gisquet das Wort ergriff, that \olches hauptsächlich in der Absicht, Le6tern wegen der von ihm gemachten Mittheilungcn zu tadeln. Wenn man Polizei - Präfekc gewesen meinte er, und als solcher der Verwendung der geheimen Fonds vorgestanden habe, so scy die erste Pflicht das unverbrüchlichste Stillschweigen. „„És ist für mich cine {<merzli<he Debatte““, fügte der Minister hinzu, „die ich in diesem Augenblicke ‘vor Zhnen erdffne. Jch liebe solche Diskussionen, in welchen wan seine ganze Meinung sagen kann, aber ih weiß auch, daß der Regierung in manchen Fällen eine gewisse Zurückhaltung zur Pflicht gemacht i|. Wenn nun eine jolche Zucückhaltung dem verantwortlichen Minister obliegt, so darf er sie noch viel mehr von seinen“ Agenten verlangen die úber Alles, was zu ihrer Kenntniß gelangt, das tiefste Still- c<zweigen beobachten müssen. Dies hâtte der chemalige Polizei Präfekt sich sagen- sollen. (Mohrere Stimmen: „Es giebt hier kcinen Polizei- Präfekten !'“) Meine Absicht kann nicht seyn, cinem Deputirten das Recht streitig zu machen, auf die Verweci- gerung eines Theils der geheimen Fonds anzutragen; niewird es mir in den Sinn kommen, der Unabhängigkeit eines Ihrer Mitglieder irgend zu nahe zu treten; dagegen bleibe ih dabei, daß cin Deputirter nichts von dem auëplaudern darf, was ihm als Staatêdiener bekaunt geworden is.‘/ Herr von Montalivet ging hierauf näher in den eigentlichen Gegenstand der Debatte cin; er rechtfertigte die beiden, von dem vorigen Redner ange- fochtenen Ausgabe - Titel und gab unter Anderm auch zu, daß der Polizei - Präfekt selbst aus den geheimen Fonds einen Ge- hasts- Zuschuß von 18,000 Fr. beziehe, so daß er überhaupt eine jährliche Einnahme von 43,000 Fr. habe. Sollte diese Bewilligung bei den Berathungen über das udget zur Sprache fommen, \o werde er sie zu rechtfertigen wissen. Was die ver- langte Summe selbs betreffe, \o babe es zwar seine Richtigkeit, daß in den Jahren 1833 1836 nur 1,200,000 Fr. bewilligt ivorden seyen, indessen habe die Kammer im vorigen Jahre 2 Millionen berageren, und die je6è verlangte Summe halte sona die Mitte. Nachdem der Minister sih noch eine Zeitlang ziemlich ausführlich über die Nothwendigkeit einer Bewilligung von 1,500,000 Franken ausgelassen hatte, wurde er plößlich von einer Art von Schwindel befallen, o daß er si genöthiat sah, mitten in seiner Rede abzubrechen. S:-chwankend und todtenbleich verließ er, mit Hülfe eines der Redactoren des Moniteurs, die Rednerbühne, an deren Fuß er sofort von seinen sämmrlichen Kollegen und einer Masse von ‘Deputirten umringt wurde. Die Sibung blieb eine Zeitlang unterbrochen und eine lebhafte Besorgniß gad sich in allen Thei- sen des Saales kund. Herr von Montalivet wurde nach dem Konferenzsaal gefährt, wo ihm die Doctoren Pruneüe uünd von Lafayette, so wie einige andexe in der Arzneikunde bewanderte- Deputirten ihren Beistand angedeihen ließen. Auch Herr Du- pin verließ den Präsidentenstuhl und in kurzer Zeit befanden ich fast alle Deputirten im Kouferenzsaal. Nach etwa einer Viertelstunde nahm der Präsident seinen Siß wieder ein, und erflärte, daß der Minister sich zwar etwas besser befinde, jedoch außer Stande sey, seine Rede H easélen, weshalb es wohl an- gemessen seyn möchte, die Debatte bis zum folgenden Tage aus- zusehen. Die Versammlung war hiermit einverstanden, so daß die Sißur.g bereits um 3 Ühr aufgehoben wurde.

é Die S ibung vom láten.d., zu der sich eine greße

Menze von Zuhörern eingefunden hatte, wurde durch eine

Rede des Conseils-Präâfsidenten erössnet, der ch etwa in

folgender Weise vernehmen ließ: „Die gestern meinem Kolle- gen, dem Minister des Jnnern, zugestoßene Unpäßlichkeit er- laubt ihm nicht, die Diskussion fortzuseßen. Ich nehme daher die Debatte da wieder auf, wo er unterbrochen wurde. Auf die Rede des Herrn Gisquet habe ich nichts zu -antworten. Jeder be- trachtet die Verbindlichkeiten seiner Stellung auf seine Weise. Die

316

Kammer, oder befißen wir es nit? Es handelt sich nit um die geheimen Fonds, nicht um einige Personen, sondern um das allgemeine Interesse des Landes. Die Lage is ernst, m. H. Sie haben in der vorgestrigen Sibung eine Rede (die des Herrn Jaubert) vernommen, die einen bittern Tadel unseres politischen Systems enthält; man muß wissen, bis auf welchen Punkt die politischen Freunde jenes Redners seine Ansicht theilen. Es giebt Leute, die die Verantwortlichkeit des Kabi- nets zu färchten, aber sich zu Lehrmcistern desselben aufwerfen zu wollen scheinen. Sie wissen, m. H., daß man uns prophe- zeite, wir würden nicht 14 Tage am Ruder bleiben; unsere Dauer, unsere Erfolge, das sind unsere Verbrecyen! Bei Erdffaung dieser Session wurde uns von der Rednerbühne herab ein Anerbieten gemacht: es war eine Vernunft-Heirath!! Jn gewissen Lagen ist es Pflicht, jede Mitwirkung, die sich uns darbietet, anzunehmen; indeß gestehe ist, daß ich gleich fein großes Vertrauen zu jenem Anerbieten hatte; ich fürchtete schr, daß jene Vernunfr-Heirath, wegen Unverträglichkeit der Gemü- ther, mit einer Scheidung endigen würde.‘ (Allgemeines Ge- láchter.) Schließlich erkalrte der Graf Mol“, da$ die geringste Verkürzung des verlangten Kredits als ein Mangel an Ver- trauen von Seiten der Kammer betrachtet werden und das Zeichen zur Aufldsung des Ministeriums seyn würde. Beim Abgang der Post befand sich Herr Odilou- Barrot auf der Rednerbühne.

París, 14. Febr. Es haben sich heute früh eine große Menge von Deputirten, unter ihnen auch die Herren Guizot und Thiers, bei dem Grafen Montalivet einschreiben lassen. Der Minitter hat eine schr unruhige Nacht gehabt, indeß is sein Zustand, nach dem Ausspruch der Aerzte, durchaus nicht gefihr- lich. Es is ein dur hefrige Gemäürhsbewcgung veranlaßter Gicht- Anfali, der durch einig: Tage der Ruhe beseitigt werden dürsce. "Die Pairs-Kammer seßte in ihrer vorgesirigen und gestri- gen Sigung ihre Berathungen über den Gese-Entwurf wegen des Land- und Frachtfuhrwesens fort. Nachdem sie gestern bis zum 40sten Artifel gelangt war, wurden heute die 11 lebten angenommen, worauf der ganze Gesetz: Entwurf mit $2 gegen 34 Stimmen durchging. Bevor die Versammlung sich trennte, wurde noch ein anderer Geseh-Entwurf, betrcfffend den Ankauf der Waffen - Fabrik zu St. Etienne fár Rechnung des Staats,

ohne Weiteres mit 102 gegen 2 Stimmen genehmigt. In die- ser Sihung legte auch der Kriegs - Minister den von der anderen Kammer bercits angenommenen Geselz-Entwurf wegen der Aushebung des diesjährigen Truppen - Kontingents vor.

Die leßten Sißungen der Deputirten-Kammer, und beson- ders die Reden der Herren Javbert und Gisquet, bilden das allgemeine Tagesgespräch. Die Spaltung zwischen den Doctri- nairs und dem Ministerium tritt diesmal greller als je hervor, und Viele glauben, daß lekteres, selbst wenn es bei der Ab- stimmung über die geheimen Fonds die Majorität behalten sollte, sich dennoch binnen kurzem werde aufldsen müssen. In den Tui- lericen soll man sehr unzufrieden seyn, daß die vorgestrige Siz- zung gleich nach der Rede des Grafen Jaubert ge\chlossen wurde, ohne daß ein Mitglied des Kabinets zur - Wi- derlegung der darin enthaltenen Angriffe aufgetreten sey. Die Oppositions-Journale fönnen ihre Freude über die Schilderheburig der Doctrinairs nicht verbergen, während die ministeriellen Blätter einen gewissen Gleichmuth zu erkennen ge- ben, der aber bei der {hwierigen? Lage der Dinge der Natùür- lichkeit entbehrt. Das Journal des Débats allein macht seincm Unwillen Luft, beklagt sich über den Undank und über die Unzuverlässigkeit politischer Freunde, über das unschi>- liche Benehmen des Herrn Gisquet, über den Mangel an Hal- tung von Seiten der Majorität U. \. w. Der Temps dage- gen is ruhig und erörtert die gegenwärtige Lage, ohne sich zu ercifern. „Die Doctrinairs“, sagt er, „machen Opposition ; um so besser! Wir billigen diesen Entschluß schr, denn die Lage der Dinge wird dadurch deutlicher. Sie haben gestern, während Herr von Montalivet auf der Rednerbühne war, Zei: cen des Mißfallens gegeben; der Schritt des Herrn Jaubert int also ein Partei - Streich, und seine Erklärungen sind ein Peogramm.“/

Der Abgefandte Abdel-Kader's, Mulud-Ben- Arrach, ist am 7. d. auf dem Dampsschiffe „„le Cerbère“‘ in Toulon angekom- men. Ein Adjutant des Kriegs-Ministers, der der Arabischen Sprache mächtig is, hat den Auftrag, ihn auf sciner Reise nach Paris zu begleiten. Der Jude Ben - Durand und einige Offi- ziere sind im Gefolge des ‘Arabischen Gesandten.

Durch die Aussagen Valentin's ist auch noch ein Fabrikant

aus Bernay, Namens Picquenot, in den Hubertschen Prozeß

verwi>rclt worden.

Briefen von der Spanischen Gränze zufolge, sollen , nach dem über die Karlisten erfochtenen Siege, ernte Unruhen in Saragossa ausgebrochen sevn. Die Patrioten \+llen die Mili- tair-Behdrden abgesezt und Deputirte nach Madrid gesandt haben, um sich über Verrätherei zu. beklagen und zu erklären, daß man in der Folge nur solchen Beamten, welche Proben

ihres Patriotismus abgelegt hätten, gehorchen werde.

Großbritanien und Jrland-.

Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 12. März. Der Bischof von Exeter überreichte eine mit 27 Unterschriften versehene ‘Petition der Vorsteher des Ar- menhauses des Dudleyer Bezirks, in welcher diese um Schulz gegen die außerordentlichen 2 ollmachten der drei Ober-Armen- Fommissarien in London (welche Graf Stanhope die drei Des- poten von Somersethouse nannte) crsuchen und namentlich bit- ten, daß es allen Armenversteher-Kollegien gestattet werden solle, nach ihrem Gutdünken für die Ärmen zu sorgen. Es handelte sich dabei namentlich um einen Streit zwischen der Central- Behörde und den Armenvorstehern über die Art der Bekôösti- agung der Armen, und der Bischof beschränkte sich in seiner Rede darauf, diese Sache auseinanderzuseßen, ohne im Allgemeinen das neue Armengesclz anzugreifen. Sämmtliche Mitglieder des Hauses, die sich über den Gegenstand vernehmen liepen, mit Ausnahme des Grafen Stanhope, sprachen sich úberhaupt, wenn Einige auch gegen einzelne Punkte dieses Geseßes Einwendun- gen zu machen hatten, im Ganzen mehr biiligend, als tadelnd über dasselbe aus, und es schien nicht nur aus den Bemerkun- gen Lord Melbourne’ s, des Herzogs von Richmond, Lord Brougham’s und des Grafen von Radnor, sondern auc) aus denen des Marquis von Salisbury, des Grafen von Winchilsea und des Bischofs von Exeter hervorzuleuchten, daß GrafStanhope, wenn er, wie er ankündigte, mit einem Antrage gegen das Armengeseß im Oberhause auftreten sollte, eben so wenig Unterstüßung finden dürfte, wie Herr Fielden bei eiuer ähnlichen Motion im Unterhause, obgleich er dies Geseh als

eigentliche Frage ist die: Besißen wir das Vertrauen der

eine der schreiendsten Ungerechtigkeiten und der unerträglichsten

317

gen das neue Armengeseß von ihren Freunden im Oberhause so im Stich gelassen würden, und dieses Blatt findet in der Art, wie dieser Gegenstand gestern im Oberhause behandelt worden, einen neuen Beweis, daß die Aufregung gegen jenes

Herr F. T. Baring bemerkte, der schr ehrenwerthe Baronet “isse zwar einräumen, daß die angefochtene Ernennung ganz in der Ordnung sey, dessenungeachtet aber fönne derjelbe d) nicht niederjeßen, ohne diejenigen, die er seine Freunde nenne und von denen er, Jeden einzeln genommen, so freund- (ih spre<e, insgesammt anzugreifen. (Beifall.) Er solle nur immer- hin mit seinem angedrohten Angriff hervortreten, man werde ihm chon zu begegnen wissen und namentlich die Vergleichung mit andere Ministerien nicht scheuen, wenn der sehr ehrenwerthe

Haronet cine solche anstelien wolle. (Beifall.) Der Antrag

Bedräkungen c{ilderte, die jemals den armen Mann in j gend einem Lande der Erde getrossen, und sich sehr darü bcklagte, daß die cdlen Lords in so milden und gemäßigt Ausdrúcen von einer Maßregel sprächen, bei deren blyj Nennung ihre Ahnen sich mit Schaudern und Unwillen in j ren Gräbern umkehren würden.

Unterhaus. Sißzung vom 12. März. Herr 1 Thomson, der Präsident der Handels - Kammer , beantra die zweite Lesung ciner Bill in Betreff des Fishguard - Haf in Zrland, durh welche die im vorigen Jahre angenomm Bill in Bezug auf die- Verbesserung des Hafens abgeänd werden sollte, weil, wie der Minister bemerkre, nach der in ner Bill enthaltenen Gränzbestimmung des besagten Has diese Gränzen sich von der A rländischen Küste bis an die Kj von Wales auédehnen würde, und daher jedes mit Gütern ladene Schiff, das den Jrländischen Kanal passirte, die in} Bill festgeseßten Hafenzölle würde entrichten müssen. Y aber könne’ die Regierung unmöglich zugeben, sie habe j her diese Privatsache zu der ihrigen gemacht Und hej daß das Haus ihr beipflichhten werde. Sir R. Y lipps und Sir James Graham widersezten sich zw dem Antrage, weil dadurch Privat: Interessen beeinträchtigt nj den und das Haus nicht einen Freibrief, den es in der (jy Sesüon bewilligt, in der anderen wieder zurücknehmen di ohne diejcuigen, welche ihce Kapitalien in dem Unternhy angelegt, zu entschädigen; die zweite Lesung der Bill uy aber mir 181 gegen 29 Stimmen genehmigt. Der Mat von Chandos wünschte zu wissen, ob der Graf Durham, | wie er gehört, als Boischafter zu St. Petersburg kein Gi empfangen habe, als Gouverneur von Kanada ein Sehalt| ziehen und ob die Kosten seine: Sendung von dem Lande y den bezahlt werden, worauf Lord I. Russell erwiederte, | Lord Durham in Ste! Peteredurg allerdings das Gil cines Botschasters bezogei habe, und daß die Kosten s Missien nah Kanada, als Zosten einer besonderen dung, vom Staat bezahle werden sollten, daß ders daacgen während seines Aufenthalts in Kanada kein Gi empfangen werde. Der Marquis »0n Chandos fragte (1 noch, ob gegen die Vorlegunz der Instructionen, die dem 6 fen Durham, als Souverneur der Kanada's, ertheilt won oder noch ertheilt werden nèchten, etwas einzuwenden f wárde, und Lord J. Rusfell versicherte, daß cr dem Hi in dieser Bezichung jede Mittheilung zu machen bereit sey, sich mit dem Interesse des öffentlichen Dienstes vereinby ließe. Oberst Sibthorp, der auf cine Frage, ob der erled Posten eines Secretairs des Feldzeugamts schon wieder bi sey, keine genügende Antwort erhielt, machte darauf die ironi Anzeige, er werde morgen auf Abschaffung dieses unnüßen Posi antragen. (Gelächter.) Lord J. Russell zeigte auf cin ihn gerichtete Frage an, daß die Regierung die Bill zur | besserung der Akte úber die Arbeit der Kinder in den Fab sehr bald cinbringen werde, daß man aber erst nach Oster mit werde weiter fortschreiten können. Herr O’Connellf den Präsidenten der Handels-Kammer, ob die Franzd)\i{ gierung wirklich die Absicht habe, den Einsuhr - Zoll aufs \ches Garn zu erhöhen, in welchem Fall er als Repressalü Erhdhung des Zolls von Französischen Weinen vors würde. Herr P. Thomson erklärte aber, der Englische 3 ifier iniParis habe der Franzdsischen Regierung chon Vorste gen gegen jénen ‘Plan gemacht, und nach den gegenseitigen Mit lungen habe man allen Grund, zu hoffen, daß diese Regie ihre Absicht aufgeben werde. Herr Fleetwood wünschte die in dieser Hinsicht dem Englischen Botschafter in Paris theilten Justructionen dem Hause vorgelegt würden ; cr glau daß die ‘Parijer Handelskammer nicht für die beabsichtigte Erhöhung sey, daß aver der Französische Handels - Ministe wünsche. Auf eine Frage des Viscount Sandon, ob etwas gethan habe, um die Spanische Regierung zur Hs seßung der kürzlich auf Britische Produkte, die auf Briti Schiffen in Spanische Häfen eingeführt würden, gelegte striktiv-Zöôlle zu vermögen, antwortete Herr P. Thomjo habe diesem Gegenstande schon längst seie Aufmerksamkä widmet, es sey darüber unterhandelt worden, und da nichts auszerichtet habe, s#o werde man zu anderen N regeln schreiten. Herr Hume erhob sich hierauf, um die \

Deutschland.

Kassel, 16. März. Die hiesige Zeitung publizirt nachste- einen ne ô » hendes Ausschreiben des Ministeriums des : l Gesel, die sich hier und da im Lande kundgebe, und die aller: | Se. e iy Kurprinz on CIEIE. Ne DameD L E dings schon 234 Petitionen mit 196,288 Unterschriften gegen s. 2 Höchstihrer Verordnung vom lten d. M., die Einberu- dasselbe veranlaßt habe, nur auf künstliche Weise durch ein paar | fung der nächsten Stände-Versammlung auf den 18. April d J Blätter „und durch die vereinten Bemühungen von philantro- gnädigst bestimmt haben, so wird solches hierdur< zur dffentli- aen Schwärmern und Heuchlern hervorgerufen worden sey. | chen Kunde gebracht und ergehet an sämmtliche wahlberechtigten des Herrn Hume wurde dann mit 22 gegen 29 Stimmen A insen des Zee e R A E ey o En O N R „L wenn o ‘erworfen. Lord John Russell eigte hiernächst an, daß | Wahlen g iber, wi ierbei fei j inwi i voin 16, Februar „50e: Ser MALEE L am Freitage darauf antragen werde - dem Sprechec mie D E E E E e E bara p 4 g E E i e DO e Ran E L N Sniiins au ‘g Dae Unte etaes dee ¡ Wahl-Aué schüsse sind noch nicht sorgfältiger Beobachtung des p E pre u ge ie N) Dee LON i oinjiche Eng è beendigt; der Ausschuß für Tralee hat die Wahl des Tor Z S 2 831 i sitze, nämlich Meseaides Namen von den Wählerlisten zu srei- | Herrn Bateman, fár ungültig und 2 des Zt Maurice E E De Taae cit T dBer- en, die E E Weise darauf geseßt zu scyn scie- | O’Connell für gültig erklärt. : sammlung Berechtigten die Einladung an Tra d ges ften ned. Dez L P! 0 E noch befragt, wie es mit der Dem John Bull zufolge, würde das radikale Parla- | Tage hierselbst einzutreffen, und übrigens der Ges afts. Ord- Abd! 0 Linneinvaaren E cia gte Beg E e E vori ‘pr ies Puller den Grafen Durham auf | nung der Stände-V ersammlung vom 16. Februar 1831 gehörig P A E Pr a E F _ günstiger einer Wethjion nach anada begleiten. nachzukommen. Kassel 15 Mär 1838. GHedingungen zulassen wolle, als Englijche; worauf er erklärte, Gestern Abend hielten die Weber in Spitalfields eine Ver- | Mi s ium c E, A E Kurfürst. 2) iee nos t os Mais sungen, | ft, P Dee dl S d Ke P | qus Sa inn I Ste Ls du dete S

ga Gg Pa O S ¿Häuser in Petitionen zu ersuchen, fle durch höhere Zölle | aus Kiel vom 16. März, daß das dortige st\ ne é ; mern noch nicht vorgelegen habe, indeß scy Grund zu der | gegen die Einfuhr der Französischen Seide ú Es F L dontide In T 144 Hoffnung vorhanden, daß sich die Dinge nicht so- ungünstig steilen | gab sich bei dieser Gelegenheit, daß, ob leich a S r L e MLLESE Walhalmlete F würden, wie man anfangs geglaubt. Ein Antrag des Oberst S ib- | 1824 die Zahl der Seidenweber Sa bleinmet e a Se via le na: are, Ir Nacht ein Raub Me Flamme, ge- thorp, die Abgabe von Feuerversicherungs- Policen von 3 Shil- | sich seitdem um 1000 Pfund für den Ta d d t E 99a L-L Nus L Mitternacht Hülse herbertam, A e ling auf 1 Sh. 6 Pee. herabzuseßen, wurde vom Kanzler Der Verluft, den dec General-Prof e A (* d d i senn een Dn w Morgan Nar, Bee der Schaßkammer befämpft und mit 95 gegen 20 Stimmen | im Tempel erlittea hat, wird auf 2000 s chä t mio E ffen n, Ste NEGE geen ou ve:worfen. Eine längere Diskussion wurde durch die Vorle- weder seine Möbel noch seine Bibliothek v rsichert 1 E] ne aan E R gung der Veranschlagungen der diesjährigen Ausgaben für das Briefe aus SanSebastian vom 5 R a d L La e E en ganz nau Bonehren BES T Heec im Ausschusse des Hauses veranlaßt. Lord Howick, der | nachdem die Einschissung der Mannschaf E Ke | den n R S O E S Tite Ein n Ie A E r. : ' nad L - t der Britischen Legion | teten die Universitäts-Behörden ins akademische Gebä Ei Kriegs-Secretair, machte bemerklich, daß die vorgelegten Listen | auf den von der Britischen Regierung abgesandten Transport: | c Nordn | i e. nrt vei pee eit ber die numerijhe Stärke des Heeres eine anscheinende Ver- | schissen am Iten begonnen hatte von 700M der J fa t a L E E, E E ot De an: mehrung in dem Etat desselben um $000 Mann gegen die im | rie sich faum 30 bereit fanden ‘wieder Di t e S h 1a S E ctn s O pie e Le E S vorigen Jahre bewilligte Anzahl ergäben. Die Vermehrung | nehmen. Die Kavallerie und Artillerie abet bleida r's er N U de Ls Buttaties reen MUEE e: sey aber nur anscheinend, weil sie in nichts bestehe, als in der“ | Geld haben die entlassenen Soldarer micht betonen, die Of | wahrt g Vas sid esel ‘Lokal der Börsen; Komplettizung der Regimenter auf ihre nominelle Srärke, welche | fiziece jeder kaum 19 Pfund auf Abschlag. Halle gebracht wo morgen M “Vin Hans Á ische Vereiu user aus Srinden der Sparsamkeit nicht stattgefunden habe. 4 Nachrichten aus S ingapore zufolge, hatte die Chinesische | das Jubiläum der Befreiung Hamburgs mit Gesan gt Rede Es solle jest us jedem Trupp der Kavallerie fehlenden fünf Regierung ein neues Dekret zur gänzlichen Unterdrückung des | gefeiert wird. Schon gestern sind von den Sl westerstädten Mann angewor en und dadur diese Waffe um 580 Mann | Opiumhandels erlassen. eine große Anzahl ehemaliger Kampfgenossen vier eingetroffen verstärkt werden. Dei der Infanterie, sagte der Kriegs-Secre- Seit den lebten zwei oder drei Jahren wurden alle Arten | um an der Feier theilzunehmen, zu “welcher man seit einigen tair, scyen bis jest für jede Compagnie acht Mann als-nicht | von seidenen Strümpfen, Handschuhen, Schnüren und Tressen | Tagen an öffentlichen Pláben und Gebäuden Vork ani n esseftiv aufgeführt worden. Diese bisher nur nominell aufge- | in die Amerikanischen Häfen zollfrei zugelassen. An dem Tage | aller Art treffen sieht. tive führten acht Maan fär jede Compagnie sollen nun allen bereits | vor dem Absegelu des lehten Packetbootes ging jedoch der Be- Am jenseitigen Elbufer oberhalb Hopte soll in der vorigen in Nord-Amerika stationirten oder dahin bestimmten Regimen- | fehl von der Regierung in Washington ein, daß in Zukunft | Nacht ein Deichbruch stattgefunden und nicht Leder

25 pCr. von allen Seidenwaaren erhoben werden sollten. Das | Verwüstungen angerichtet haben. Nottingham-Journal bemerkt hierúber, daß in Folge die- Mänchen, 13. März. Der früheren Angabe, daß zu-der

Niederlande.

Aus dem Haag, 13. Márz. (Holl. Bl. Die sehr lebhaste Diskussion über das E der E n heutigen Sißung der zweiten Kammer der Generalstaaten ist heute beendigt worden und die Abstimmung fiel gegen die Mi- nister aus. Wie gestern, fanden auch heute wieder die Stein-

tern zugetheilt werden. Durch diese Anordnung, bemerkte er, werde Ae ey Vermehrung der Ausgaben um 71,000 Pfd. zuwege gebracht werden, da die- im vorigen Jahre für | ses Befehls eine große Menge Seidenwaaren, die nad Ame- ojefti i / i i d'e nicht esfeftive Mannschaft, wie üblich, in Abzug gebrach- | rika_ unterweges seyen, wteder würden zurügebracht wevden Sia S fe T E tis Hre A E, ten 181,000 Pfd. in dem laufenden Jahre auf 110,000 Pfd. | müssen, da man sie bei dem jeßigen Zustande des Handels in | tung widersprochen. : N S usammenschmelzen würden. Außerdem komme noch eine Ver- | jenem Lande mit einem solchen Zoll dort nicht würde abseten Nach einem an das Divisions- Kommando in Augsbur tung in der Besoidung En, einer Anzahl von Offizie- | können. ergangenen allerhöchsten Befehl ist es nunmehr eutséiéden, dn L s = den Etat fár Ein Amerikanisches Blatt erzählt von einem moder- | daß das angeordnete Uebungslager in der Nähe von Augsburg, E al d A E L A em C au "von | nen Don Juan, der eben so berühmt zu werden verspreche, | und zwar zwischen Gersthofen und Kriegshaber stattfinden wird. Eo z P an Ne k v en E M ach Hinzu- wie sein Vorgänger, wenn ihn nicht etwa das Schicfsal ins | Dasselbe wird aus 16,000 Mann, worunter 16 Esfadrons Ka- p i a ahre n! en Auega en für Equipirung Zuchthaus führe. Er war, weil er dreizehn Frauen geheirathet, | vallerie, bestehen, und am 1. September seinen Anfang neh; nd Verproviantirung er nach Kanada bestimmten Trup- | ins Gefängniß“ geworfen worden; es gelang ihm indeß, zu ent- | men. Die Fourage - und andere Natural - Ankäufe haben be- pen, so zuk für einige in andern Kolonicen nôthig ge- | kommen; nach einigen Tagen erkannte ihn Jemand und lud | reits begonnen. C / e N 3 Anstellung eines De um ihn wieder den Gerichten zu überliefern, zu sich ins Das Regierungsblatt enthält eine Königl. Verord- Grie ihn Leone ne et t / M Mas E ne aus, worauf er sich unter einem schi>lichen Vorwand ent- | nung vom 28sten v. M. über die den Unterbehörden der Re- O A e m G nd zunehmenden Neu- fernte, um einen Konstabler zu holen. Wie groß war aber | gierungs -Bezirke diesseits des Rheins zustehende Befugniß in \üd-Wales und für die wegen des vorjährigen Kaffern - Krie- | sein Schre>, als er bei seiner Rückkehr weder den Gefange- | polizeilichen Straffällen zes a8 Ea hig Ee L nen noch seine eigene Frau fand: Darmstadt, 16. März. Vorgestern wurde das Namens- der Kriegs Seecctaie die Vermehrung der Ausgaben für die: | Aus Rîo, Janeiro snd Brief v aire Machrichien | Großherzog gaben zu Ehren des Tages einen großen Ball in Or E A N A4 pg L a en; ü i ort keine neuere Nachrichten ¡roßherzog gaben zu Ehren des Tages einen großen Ball in E L Mebris e M a e e P S N doch wenn in Folge der thatfräftigen Maßregeln den lee Aschmietien Walen des Residenz schlosses, welchen dite indes, daß? falls es A E uge Bete a Mus au die Brasilianischen Papiere von 86! /, auf $7 a ee im Kostúme des Zeitalters Königs Franz kl. ver- : indurc cine bedeutende Truppenmacht in Kanada zu halten, attiiiant Frankfurt a. M., 16. Mär ie B eine Ergänzung der Truppen in denjenigen Kolonicen erforder- sammlun hát nun zwei Si un i diese Mo E lich werden würde, aus denen die Truppen zelt hinweggezogen Der Ba Graf von Münch - Velli ia A A worden, und dann würde die Regierung bei dem Parlament Wien zurügekehrt und es ist u A aid, B ß derselbe E ane N Eren des Heeres anhalten müssen; auch in dieltk Monat Wien ie mth O L eyen die bereits in Kanada gemachten außerordentlichen Mili- “ges i tair: Auegaben noch nicht in den Veranschlagungen int aufge- E r a e Pgelera: Hn n t /

fernung eines Herrn Primrosfe E der N E M N und General-Einnehmers des Post-Amtes zu Edinburg zu führt, da man sie nicht kenne. Lord Howick trug schließlich auf | fohlenzdile den meisten Widerspruci : i z S | nehmer burg j ührt, da 1 icht _Lord H [chließlich a »), und úberhaupt wurde von | b E : i i it di tragen. Er stükte seinen Antrag darauf, daß Herr Þ die Bewilligung der Ausgaben fir cine Armee von 9,305 Mann | der Opposition der Mangel eines festen, dus > ateifenbet Prin- o Mais L m gy E E rose fráher nicht im Post - Departement angestellt 4 an, auss\chlieblich der in Ostindien verwendeten Regimenter. | zips in den vorgeschlagenen Abänderungen des Zolltarifs be- | zu lassen. E e M 2 acts sen sey. Herr Wallace und Oberst Sibthorp unters! r s me widerseste sich dem Antrage, den er für úbertrie- | merklich gemacht; die meisten Mitglieder der - Versammlung Der Landgraf von Hessen-Homburg is seit kurzem wieder en hielt, da Jrland ruhig und der Aufstand in Kanada un-- | sprachen sich über, theils für, theils gegen das Gese aus; die | in Homburg anwesend. Sobald die Frähjahrswitterung bestän-

die Motion, der Kanzler der Schaßkammer aber Oberst Anson führten m Umstände und Thatsache! um zu beweisen, daß die Ansicht jener Herren irrig sey, daß der General: Postmeister Lord Lichfield bei dieser Ernen! ganz ordnungemäßig gehandelt habe. Sir James G rah der hierauf das Wort nahm, sagte: „Obwohl die chren Herren gegenüber mich persönlicher Böswilligkeit zeihen, | ih doch diesen Gegenstand nur mit großem Bedauel! Sprache bringen sehen. (O!) Der edle Lord, der Gul Postmeister, ist ein alter Freund von mir, mit dem ich seht traut bin. (Beifall von der ministeriellen und von der Ÿ sitions-Seite.) Den edlen Lord, den Vater des jungen nes, der zu jenem Posten ernannt worden, rechne ich aud langer Zeit zu meinen Freunden. (Wiederholter Beifall von nistern.) Die ehrenwerthen Herren gegenüber scheinen zu glu daß ich hier wieder cine Ööswilligkeit im Schilde führe. (Hd Gelächter.)

diger geworden, wird au<h Jhre Königl. Hoheit die verwitt- wete Frau Landgräfin ihre Sommer-Residenz in Homburg wie- der aufschlagen. In dem bevorstehenden Sommer werden am Landgräflichen Hofe verschiedene hohe Personen zum Besuche erwartet. Zur Bade-Saison sind bereits alle in dem freundlich gelegnen Homburg disponibeln Lokale in Beschlag genommen. _Die ihres Amtes entsesten Göttinger Professoren sollen die Absicht haben, bei den Hannoverschen Gerichten klagend auf- zutreten; einer der drei des Landes Verwiesenen soll sich unter den hiesigen Advokaten einen Anwalt deshalb erwählt haben. Unserer Buchhändler-Corporation ist von Seiten des Se- Ein ( l nats noch keine Resolution zugekommen auf ihre Vorftellung, burger Korrespondenten) giebt nach einer vor Kurzem er- | welche die Erweiterung der Bestimmungen des allgemeinen Ge- schiencnen Militairkarte von Schweden eine Aufzählung aller | sekes gegen den Nachdru>, die Anerkennung ihrer Corporation unter der Regierung Karl Johann's theils begonnenen, theils | und Verleihung besonderer schüßenden Privilegien derselben, so betriebenen oder vollendeten Arbeiten. Dazu gehören die Ka- | wie die Verhütung antiquarischer Nahrungseingriffe namentlich e Götha, Bhalmar, Spra E bezwe>en will. Nus Ae tae ee Une a>a, Djurgärds, Wermdd, Carlberg, ffle, Carlstad, Gráda Der hohe Wasserstand is der wieder begonnenen Schiffe N E ette A Das A Forshaga und Degcefors, für welche 12,811,419 Thlr. Schw. fahrt af d Se 6 sie itimer noch vate aüf hon Main Eri URE s g icb h 2 - gegen Stimmen B. aufgewendet wurden. Neue Kanäle, deren Ausführung be: | gehemmt, daß die Mainufer von den Eisschollen no< nicht ge- ann die einzelnen Ausgabe: Posten ohne wei- | schlossen ist, sind: bei Stockholm, Trollhätta und Philippstad. säubert und dadurch die Leinpfade nicht zu benuben sind Den

teren Widersprucl ehmiíi L S E iderspruch genehmigr. Für néuanzulegende Häsen und Dämme bei Helsingborg, Jdn- | Marktschiffern der benachbarten Städte am Main und Rhein entsteht dadurch besonders großer Nachtheil. Es wäre aber eine

kdping und Halmstad sind 290,000 Thlr. ausgeseßt, und andere sollen in Warberg, Högands, Cimbrisham, Ystad- und Chri- Riesenarbeit gewesen, längs der Main- und Rheinufer die Eis- schollen von Menschenhänden wegschaffen zu lassen. An derx

stianstad angelegt werden. Neue Landstraßen wurden zwischen Woxna und Rohrbôta,- Ostersund und Lewanger, Amäl und Wasserseite unserer Stadt geschah es allerdings ungesáumt und mit raschem Erfolge.

Blakier, Wenersborg und Fredrikshall, Hogdall und Bera, mit

einem Aufwande von 289,000 Thlr. Schw. B. gebaut. Die Den Gerüchten von dem bevorstehenden Abschluß eines An- Festungswerke zu Carlsborg (Central - Waffenplakß für 20,000 | lehens mit der Madrider Regierung schenkt man am hiesigen Mann), die Vertheidigungslinien der Hauptstadt, nämlih | Plate wenig Vertrauen, um so weniger , als das Haus Roth- Waxholm, Fredriksborg, die Linie zwischen dem Mälar - und | {ild nicht geneigt seyn soll, an einer derartigen Operation dem Brunswiksee, die Vertheidigungslinien bei Carlscrona, | Theil zu nehmen. nämlich die wiederaufgebaute Festung Kungsholm, die Verthei- J :

digungslinien der Westküste, die wiederhergestellten Festungen Oesterrei.

Carlsten und Elfsborg, fosteten zusammen über 2,045,000 Thlr. Wien, 14. März. Den in meinem gestrigen Schrei- Der Gesammtbetrag des Aufwandes fär diese Werke betrug ben mitgetheilten Militair - Veränderungen habe ich noch die 15,709,208 Thle. Schw. B. und wurde ohne Anleihe aufge: | Ernennung des Obersten v. Haen zum Festungs - Kommandan- bracht. ten von Piaceta beizufügen. Das in demselben Schreiben

erwähnte Vermählungs-: Projekt betrifft nicht den Kronprinzen

Abstimmung ergab gegen dasselbe eine Majorität von 33 Stim- men gegen 16.

Nach einem vom Dagblad mitgetheilten Briefe aus Java vom 26. November, war Tuanku Jman, der bekannte Häupt- ling, welcher Bonjol so hartnäckig gegen die Holländischen Truppen vertheidigt hatte, am 9. November in Padang, dem Hauptorte von Sumatra angekommen und hatte sich unbedingt dem Niederländischen Scepter unterworfen.

terdrúüd>t sey. Er behauptete, daß die Whigs das Heer um 20/600 Mann vermehrt hätten, seitdem sie zur Regierung ge- langt seyen, und beantragte eine Verminderung von minde- stens 10,000 Mann. Nebenbei erklärte er sich gegen die Vor- rehte der Garden und sprach den Wunsch aus, daß, eben so wie in Oesterreich, jedes Regiment, der Reihe nach, den Dienst um die Person des Souverains versehen möchte. Endlich wollte er die Zahl der Regimenter vermindert schen. Die Vorschläge des Herrn Hume wurden von vielen Seiten bekämpft, gaben indeß dem Lord How i> Veranlassung zu dem Eingesktändniß, daß jeßt! nur 18!/, Mann auf einen Offizier kkmen, wobei er sich jedo<h auf das Jahr i792 berief, in wel- hem das Verhältniß wie 12 zu 1 gewesen sey. Sir Edward Knatchbull brachte die Ausgaben zur Sprache, welche die Mission des Grafen Durham, obgleich derselbe kein Gehalt be- ziehen wird, veransassen wrden. Die Minister gaben über die- fea Punkc indeß keine weitere Auskunft, als daß die Ausgaben des Grafen auf dieselbe Weise bere<hnet werden sollten, wie die

Schweden und Norwegen. Ein Schreiben aus Stockholm vom 1, März (im Ham-

t S SRI S E I E L T E

Sie thun mir großes Unrecht, zwar nicht j! stenmal, aber bci dieser Gelegenheit ganz besonders. in das Haus, um der Debatte aufierksam zuzuhdôre! F hielt die Sache für zweifelhaft und wollte mir erst aus" drterung mein Urtheil bilden. Ich war entschlossen, mis keine Privat-Rücksicht bestimmen zu lassen, falls ih Antrag des ehrenwerthen Herrn (Hume) stimmen zu ) glaubte; aber ich muß erklären, daß ich nach aufmerk1an® hôrung der Debatte seiner Motion nicht beipflichten fan", éann weder finden, daß die Ernennung den bei der Poll henden Vorschriften entgegen, noch auch, daß sie dem | hen Dienst nachtheilig ist. Ich wänsche übrigens den“, werthen Herrn Glück dazu, daß er sich nicht mehr mit Gege der auswärtigen Politik abgiebt, sondern sich auf bescheide chen, wie die vorliegende, beschränkt, wofür er sich besser eign®, dieser Gelegenheit is er indeß, wie mir scheint, in de A seines Thema's nicht glücklich gewesen ; máge der chr Herr einen Antrag auf Untersuchung der ganzen Art un s wie das jebige Ministerium das ihm zustehende Patrol i úbt, ankündigen, und ih glaube, er wird zur Ueber)

des Hauses und des Publikums darthun können, dab i Ministerium das Patronat der Krone o offenbar E schließlich dazu benutzt hat, seine politische Macht zU *:

London, 13. März. Jhre Majestät die Königin ma gestern Mittag - vom Natron “Palaste e, iti Begleitung pie arau von Lehzen , des Grafen von Uxbridge, des Oberst dvendirs und Sir Frederi> Storvin's, einen Spazierritt durch Pl: James: Park, Pall- Mall, Regent - Street und Portiand- Bp A Regent s:Park und traf nach drei Stunden wieder A aran ein, wo der Herzog von Cambridge Ihrer Majestät en Besuch abstattete. Abends speisten die Minister Mel- urn, Glenelg und John Russell, Herr Edward Ellice und „perr Spencer Cowper an der Königlichen Tafel.

G großen Jurys von Îrland wollen das Oberhaus in R aa etition ersuchen, daß die durch das neue Armen - Geselz Miad and beabsichtigte Unterstüßung nur auf alte, schwache

e hülflose Perfonen beschränkt werden solle. s bo e Courier fragc, was der „Standard““ und die „Times““

agen würden, sie bei ihren wüthenden Angrisfen ge-

A li ren, wie das gegenwärtige.“ (Beifall von der Oppo!