1838 / 113 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

verloren gegangen , aber 306 Familien, aus etwa 1600 Perso- nen bestehend , sind obdachlos geworden, ohne Kleidung und Nahrung, indem bei der großen Schnelligkeit und Heftigkeit des Feuers diese Unalúcklichen nur wenig haben retten können und auch der größte Theil ihrer Habe mit verbrannt ist. Die

Noth und das Elend der Verunglúkten ist um so größer, als.

besonders der ärmere Theil der Einwohner von diesem Brand- unglück betreffen worden is, welcher leider auch nur mit den gerinasten Suwmen in verschiedenen Assekuranzen s\ch ver- schert hatte. j

Köln, 19. April. (Kölnische Zeitung.) In dem Dorfe Mehlem im Kreise Bonn {lug am löten d. M. wäh- rend des Gottesdienstes unerwartet ein Blißstrahl in die dor- tige Kirche. Derselbe fuhr, ohne jedoch zu zünden, in den Thurm, längs dem Drathe des Uhrhammers in die Thurm- uhr, den Perpendikel hinab, und dann der Zugluft folgend, durch die halboffene Hauptthür ins Freie. Mehrere Leute wur- den zwar getroffen, jedoch nur zwei wesentlich verleßt.

Düsseldorf, 16. April. Der Kohlen - Absaß -auf den Land-Debits-Zechen des Essen: Werdenschen Bergamts-Be- zirks hat im Laufe des Monats März wegen der eingetretenen gelindêren Witterung keinen besonders starken Fortgang gehabt, wogegen die Abfuhr auf der Ruhr um so stärker betrieben worden is und die Zechen für den Ruhr - Debit sich eines be- deutenden Absakes zu erfreuen gehabt haben. Die Hätten-An- lagen bleiben, da es an Bestellungen nicht fehlt, fortwährend in {wunghaftem Betriebe. Für die Eisen- und Stahlfabriken sollen nur {wache Bestellungen eingegangen seyn ; sie haben inzwischen, nachdem die Flüsse und Bäche vom Eise frei gewor- den, ihre Arbeiten nach langer Stockung wieder lebhaft begon- nen. In den Tuch-Manufakturen herrscht augenblicklich gleich- ‘falls viel Thätigkeit und auch die Verfertigung der baumwolle- nen Zeuge wird lebhaft betrieben, wogegen die Seiden-Manu- fafturen noch immer stocken. Die Kaufleute Thywißen und - Sohn zu Neuß haben eine daselbst neu erbaute Oel - Dampf-

‘mühle vor kurzem in Betrieb gesebt, welche zu den bedeutend- sten Anlagen dieser Art gehört, indem darin wöchentlich 2700 Scheffel Saamen, welche 290 bis 295 Ohm Oel liefern, verar- beitet werden können. Da die Besißer außerdem noch eine kleinere Oel-Dampfmühle und noch eine Wassermühle betreiben, so sind sie nunmehr im Stande, wöchentlich an 4500 Scheffel Saamen zu verarbeiten , resp. 489 Ohmen Oel zu liefern. Auf dem Fruchtmarkte zu Neuß wurden gute Geschäfte gemacht und im Ganzen für etwa 38,858 Rthlr. an Körnerfrüchten ab- gesetzt. Hande! und Schifffahrt haben überhaupt wieder neues Veben gewonnen. Die Schifffahrt nahm am “ten v. M. ihren Anfang und seitdem sind bis zu Ende des Monats im Ganzen 112 beladene Schiffe, incl. 44 Dampfschiffe, hier angekommen und abgegangen. An Gütern haben dieselben 34,607 Centner ‘zu: und 15,293 Centner abgefährt. Die Danipsschifffahrts-Ge- Lllschaft für den Nieder- und Mittel-Rhein hat mit ihren \chd- nen und schnellen Fahrzeugen am Uten v. M. ihre Fahrten vorläufig zwischen Düsseldorf und Mainz begonnen und erfreut sich bis jeßt eines sehr günstigen Erfolges. Der Schaden, welchen die jüngste Ueberschwemmung des Rheins in verschie- denen Kreisen des hiesigen Regierungs - Bezirks verursacht hat, ‘if nach den nunmehrigen Ermittelungen erheblicher, als man ‘anfangs glaubte, Dei Rees sind in der Nähe der entstande- nen drei Durchbräche wenigstens 650 Morgen guten Acker- oder Wiesengrundes ganz abgespält oder theilweise hoch ‘mit Kies und Sand bedeckt worden. Auch in den Bürgermeiste- reien Jsselburg und Vcasselt haben durch den verheerenden Strom ausgedehnte Abspälungen oder Versandungen stattgefun- den und alle Gebäulichkeiten in dem Gebiete der Ueberschwem- mung haben durch Wasser und Eis große Beschädigungen er- licten, so daß viele derselben, und besonders die kleinen Woh- nungen der Tagelöhner, unbrauchbar geworden sind, und ein- stärzen oder den Finsturz drohen. Jn den Feldmarken von Dormagen und Rheinfeld im Kreise Neuß sind an 400 Mor- gen Acker mehr oder weniger versandet, wovon jedoch ein Theil

7

¡ durch Abfahren des Sandes wieder kulturfähig gemacht werdon

kann. Außerdem haben Versandungen in kleinerem Maße auf der Strecke von Grimlinghauser nah Neuß, bei Monheim und Rhein- dorf im Kreise Solingen und beiVolmerswerth im Kreise Düsseldorf, stattgefunden, und Ufer-Abbrüche sind an vielen Orten vorgekommen. Zur Unterstüßung der dur die Rhein-Ueberschhwemmung in Noth gerathenen Einwohner sind fast im ganzen Regierungs- Bezirke Sammlungen milder Gaben eröffnet worden, noch be- vor dazu aufgefordert wurde, und aus einzelnen Orten sind chon erhebliche Beiträge in Geld eingegangen, während in den auptorten die Sammlungen noch fortdauern. Die Wohl- thâtigkeits- Vereine, die sich sowohl auf dem Lande als in den Städten des hiesigen Regierungs-Bezirks gebildet, haben beson- ders im vorigen harten Pa gus Linderung der Noth nicht wenig beigetragen, So hat z. B. der Frauen - Verein zu Cre- feld 126 Wöchnerinnen, unter welchen 40 verschämte Arme wa- ren, auf 2 bis 3 Wochen mit Speise und Trank versehen, auch verschiedene Kleidungsstücke unter sie vertheilen, und überdies in der von ihm unterhaltenen Armenschule 90 Kinder in weib- sichen Handarbeiten mit befciedigendem Erfolge unterrichten saïsen. Jn dem dorTaMnen Johre 1837 sind für Verbesse- rung der Lehrerstellen, Neubauten und Reparaturen der Schul- häuser im hiesigen Negierung-Bezirk aufgebracht worden: durch freiwillige Beiträge von den Evangelischen 2,809 Rthlr. » » Katholischen. 1,117 » durch Umlagen «eaen 54,263 » im Ganzen 58,189 Rthlr.

Wissenschaft , Kunst und Literatur.

Londen. Ju der Sitzung der hiesigen Königlichen geogr as phischen Gescllschaft am 9. April wurde cin Schreiben des Herrn Profcssors Adolph Erman in Berin verlesen, woxin derselbe seine Beobachtungen Über die Temperatur des gefroruen Bodens bei Ja: fuzt ia Sibirien, so wie Über das dortige Klima üb-rhaupt mittheilt. (Siche A. Erman's Reise um die Welt. Bd. 11. pag. 248 2c.) Der Admira! von Krusenstern hatte nämlich der geographiichen Gesellschaft vor einiger Zeit cinige Bemerkungen des Akfaädemkers von Baer in St. Peteröburg Über den gef: orneu Boden (von ibm tälschltch Boden- Eis genannt) bei Jakuzk mitgetheilt, die mancherlei Unrichtigieiten enthiclten und dabex auch bei mehreren Mitgliedern cinige Zwei fel “erregten. Herr Erman sah sih_ daher za der Mitthcilunz sciner cigenen Beobachtungen veranlaßt. Berichtigungen ähnlicher Art werden Übrigens für Denische Leser in kurzem auch in deu geo-

raphischenUimanach von Berghaus erscheinen. Sir Grenville Temple theilte baromeirise Höhenmessungen zwischen Bona und Konstantine mit, die von Herru Falbe, Capitain iu der Däaischen Marine und ebcua!s Konsul in Tunis und Athen, bestimmt worden sind. Hicrnach licgeu das Lager bci El Daraan 280 Fuß, Kalemah 924 Fuß, der Gipf-l des Berges Umm el Sclas 3575 Fuß und die Kassaubah von Konstantine 2300 Fuß über dem M:ere Die Breite dicser Stabt wird zu 369 21‘ N. angegeben. Herr William Ain s- worth theilte Einfzes mit über die Cilicischen uad Syrischen Pforten.

London. n der Sigung der Asiatishen Gesellschaft ain. 7. April d Es der Seccretair der Gesellschaft, Oberst Briags, cu Schreiben des Majors Rawlison aus Teberau 11 B zug auf die in Pfeilschrift verfaß.en Jüschcisten, die sia an vielcn Orten vo fin: den. Hecr Professor Rovle tbeilte einen Auszug aus eia. m Schrcis ben des in Judicn bifind ichen Þr. Spcy mit, wo in er uner A ade:

rem erwäbnl, daß der Kau schuf.BWa. m eist seit d.n Jabre 1828 in

XFndien angebaut wird. —— Here Prof ssor Wiison sehte die Vorie- aws feiner Adhaudlung üver die Reise eines Cbin:sischen Buddd slen nach J::dicn fort. Der Präñdent der Gesellschaft schlug vor den S ¿lian

‘der Domanen zu21 Edren - M tg!iede zu ern-un:u. Der Turfijche

Bolschaftcr, welche: der Sitzunuz beiwohnte, eroi:derie bierauf, das er stolz darauf scyu werde, den Sultan, scinen Herrn, von dec Ab- sicht der Gisellichaft in Kenutaiß zu seß:n; cr bösfe j-docy, das, noch che dies geschehen köune, der Sultan durch cinen wcrtbvollen Beitrag zu der Bibliothek =der Gesellschaft beweisen würde, daß ex der ibm zug: dachten Ehre würdig sey.

eor Cre

S

—- ——_—_——_——

Auswärtige Börsen, Amsterdam, 17. April.

Niederl. wirkl. Schuld 545/16. 39/6 do. 101%, 253/16- 59/6 Span. 1815/, 4. Passive —. Ausg. Sch. _

515// g Preuss. Prám.-Sch. 114. Poln. —. Oesterr. Antwerpen, 16. April. Passive —. Zinsl. —. Neue Anl. 1813/, j Frankfurt a. M., 19. April. Oesterr. 59, Met. 107!/g. G. 4% 101!/,. G.

61!/,, 1% 263/16. G. Bank - Actien 1748. 1746. 151'/,. G. Loose zu 500 F. 1233/s. 123'/4. Loose zu 100 Fj Preuss. Präm.-Sch. 653/;. 65!/,. do. 49% Anl. 1025/8. G.

oll, 5

663/..66!/,. 59/4 Span. Anl. 123/g. 12/4. 21/,0/, F (9596 'las; Mle 29 Hamburg, 20. April 7

Bank-Actien 1438. 1436. Eng!. Russ. 1083/,, 59/

3%, —. Neue An!. 17!/,. de London, 17. April.

Cons. 39/4 93!/,. Belg. 103!'/,. Neue Anl. 19!/,, Þ Ausg. Seh. 73/4. 21/290 Holl. 54. 5% 100!/,. 59/ Þ,

do. 39% 213/,. Engl. Russ. 111!/,. Bras. 76'/,. Mex. 27!/,. Peru 21. Chili 30. i Wien, 17. April.

50/0 Met. 107%/s. 4% 101!/g. 39/0 8215/19. 21

—. Bank-Actien 14603/,. Neue Anl. —.

Allgemeine

“Preußische Staats-Zeitung,

113.

Berlin, Dienstag den. 24a April

„Amtliche Nachrichten. À Kronik des Tages. Majestät der König haben dem Geheimen Justiz-

als-Râth- Professor Vr. Reideni6 zu Königsber

“nd -Tribun aid Tri Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlau

Meteorologische Beobachtung. 1838. Morgens L Se Abends | Nat éin

21. April. 6 lhr. 2 Uhr. 10 Ubr.

Luftdruck.…... 331,31‘‘‘Par. | 332,78‘‘‘Par. |332,80‘‘‘Par.} Quellwärme 64 Luftwärme …. |4- 1,69 R.|4- 7,89 R. [4+ 2,9% R.} Flufwärme 420 Thaupunkt 0,09 R. |+4- 0,89 R |-+ 0,39 R.} Bodenwärme 4 Dunstsättigung | 87 pCt. 56 pEt. 81 pCt. Ausdünstung

Wettet +0. heiter, heiter. heiter, Niederschlag 0,919 Wind... ..-+- SW. C€W. SW. Wärmewetse| +id Wolkenzug « «« SW, —_ +

Tagesmittel: 332,29‘ Par... +4,19 R... 4-049 R... 74 pet, a

in! Pr. den

ât “der König haben dem katholischen Pfarrer u: Niedermarsberg, im Regierungs-Bezirk Arnsberg, Adlér-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Im Bezirk der Königl. Regierung zu Breslau ist der zeitherige Kuratus Scholz zu Tra- olischen Pfarrer in Prausniß ernannt worden ; urg is der Predigtamts- Kandidat Stüber evangelischen Pfarrstelle in Neuendorf, Brüchau m berufen, und der Rektor Spierling in en zum ‘evangelischen Prediger in Emmeringen er-

nannt worden.

g zum fat

zuy der erledigten und Siedentram

Königliche Schauspiele.

Montag, 23. April. Jm Schauspielhause: Der

fomishe Oper in 3 Abth. - Musik von Auber.

Jn Potsdam: Magister Quadrat, Lustspiel in 1 Att, y C. Blum. Hierauf: Bruno und Balchasar, Lustspiel in 3 U,

von C. Blum.

Dienstag, 24. April. Jm Schauspielhause: Vor huntn Jahren, Sitten-Gemälde in 4 Abth., von E. Raupach. Der Polterabend, komisches Ballet in | Akt, von Ho

Mittwoch, 25. April. Jm Opernhause:

Braut, Oper in 3 Abth. Musik von Marschner.

Jm Schauspielhause: 1) Les rivaux d’eax même, comélig 1 acte. 2) La premiere représentation de: Un mariage rium ble, vaudeville nouveau en 1 acte, du théâtre du Gym, Jh

inari de la veuve, comédie en 1 acte.

Königsstädtisches Theater. Montag, 23. April. Liebe kann Alles. Lustspiel in#ly, von Holbein. (Herr S vom Stadttheater zu Vuhiuy hmiß: Franziska, als Gi) Hierauf: Paris in Pommern, oder: Die seltsame Testmnnuk Klausel. Vaudeville: Posse in 1 Ake, von L. Angely. (W Schmit: Miekchen; Herr Gädemann, vom zweiten Yur /

h Akten. Vi ö von Bellini. (Herr Kaler, erster Bassist des Theatti Pesth, neu engagirtes Mikrglied dieser Bühne: Ocovis,

Oberst von Held; Mad.

in Hamburg: Heimann Levi, als Gastrollen ) Dienjtag, 24. April. Norma. Oper in 2

Antritts- Rolle.)

Nedaction unter Leitung von Rhcinwald.

Gedruct bei A. W. gen

Se. Excellenz der General - Lieutenant dirende General des Zten Armee - Corps, von 11, von Magdeburg.

Der General-Major von Grabow, Det General lerie:Brigade, bgereist:

und Commandeur der 2ten Division, von Erfurt.

- Majox und Commandeur der 1iten Kaval- von BVarner, von Danzig.

Der außerordentliche Gesandte und bevoll- tigte Minister der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika am hiesigen Hofe, Henry Wheaton, nach Paris.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 14. April. vird im Mai des nächsten Jahres hier in St. Petersburg eine Ausstellung Russischer Fabrikate stattfinden.

Se. Majestät der Kaiser

Auf Allerhöchsten Befehl

haben mehreren Burätischen Stämmen der Trans-Baikalschen Ländereien Fahnen verliehen, ie-dénselden am 17. Februar feierlich übergeben und von den Betheiligten mit großem Jubel aufgenommen wurden.

Mehrere Beamte und Aerzte bei der Odessaer Quaran- aine-Anstalt erhielten für ihre ausgezeichneten Dienstleistungen dährend det Pest lebenslängliche Pensionen und Belohnungen Auch erging ein sehr schmeichelhaftes eskript Sr. Majestät des Kaisers an den General-Gouverneur on Neu- Rußland und Bessarabien, Grafen von Woronzoff. In dem dem Kaiserlichen Winter: Palast gegenüber belege- jen Gebäude des Generalstabes ist eine Abends erleuchtete Uhr ingebracht worden, die den Bewohnern der Stadt als Regu- ator dienen soll.

E Geld und Medaillen.

Dre m R e E E D2 E EE E” R E E Q D E L “umg Îuwn

N e - E ee E A Üa E A E E e T A m aus _

Allgemeiner An

¡minial-Brau- uud Brennerei, drei herrschaftlichen Lein-

2 ad ungen. leichen mi iner Leinwand- Mangel, ° , ) 2E t j E i N t 9 1? I O and ApiMtuv, uuEsadt sieben Dörfer mit Iu Heyloge De Buterge Guten S: U (Stechbahn ‘ia 3), L D ¡u hd s J le 0A K R = Ms Á ls U nl, y l á o v | 2 K 1, 2 Schulen, 52 Bauern, 3 Scheuken, 6 in alleu Bachhaudlungen, zu Wern in er T | Bf bttelmeiter Johaue Be N E briti, Mühlen, 2 Schmieden und 22 andern ländlichen Be- schen, Schloßplag Nr. 2, zu bekommen : Novellen und vermischte Aufsäßt nh B, E au ) : welche zasammen circa 2100 Thlr, jävrli h Der Erzbischof von Köln von August Kahlert.

eb. Wasserfuehrer, ist schon am 16. Januar 1808 hier- sizunge!i elbst E Da deren Erben uubekanut sind, so baare Gef werden die levteren oder deren etwaige Erben und schaftliche Tax

älle an die Hercschaft catrichten. Die land- re vem Jahr 1783 it 130,000 Thlr,

E

c

Erbnehmer bierdurch aufgefordert, fich spätestens bis | Kanflustige wollen sich gefällig au Unterzeichnetem oder:

Termine, E Ini / ; / L 2A ; ven 12. November d. I., Vormittags 11 Uhr,} Albrechtsderf bei Breslau, den 18. April 1838. 1nd vielfach vercinigten revolutionairen 8 Ie Ne, R hterselbst zu welden, widrigenfalls die uit Erschiene- ron Mutins, O8 Umtriebe der Nömisch - katholischen lische Eleitient' in dee Sprache. 5) Das nen mit ibren Erbansprüchen werden präciudiet werden K?nig!. Rittmeister a. D. und Landesäitetter. NReactiouspartei, i B sein Verhäitniß zur neuern Kunst. und der Nachia$ den f legitimirenden Erdeu verah- x / nebs nech verschiedenen Zugaben für die Lehre von (Es 1 Tobias v) Bouifacius, der All folgt, der nach erfelgter Präclusiou sich etiva er mel- E A L gemischten Ehen und auderen in das bürgerliche Leben Apostel! “W Poetischer Auhaug. rest d dende nähere eder gleichuahe Erbe alle Dispositionen) NasDampfschiff „Droning Maria“, Capt. J.PÞ.Saag, tief eingreifende Kultus - Angelegenheiten. Tönen. 2) Das Glötlcin. 3) Die

derselben anzuerkenyen und zu übernehmen für schul: | virá am 3. Mai seine Fahrten zwischen Stettin h Von dig und von ihnen weder MRechaungslegung ne TE l nd éo penhbagen hegionen, an jedem Donnerstag, |dem Herausgeber des c faß der aebobenen Nuunngen zun fordern für berewtigt,| Yiirag 12 Ukr, von hier, und an jedem Montag,

P

vielmebr sich mit dem, was alëdann noch von der Erd- Nittaz 12 Uhr. von Kopenhagen abgehen,

e

\chzafi Lerhanden sevn wird, ¡u begnügen für verbno-| je Preise uad Frachtiedinzungen bleiben (ie- den crachtet und, wenn sich Niemand meiden sollte, | hen als im vorigen Jakre, nämlich 12 Thlr. à Per- tigen firchen- und staatsrecztlichen Gegenstand, der

in portofreien Vricfen weuden.

1838

iger fúr die Preußis

in Opposition mit dem

Neueses Beispiel der offencn Auflehuung

Diese inhaltreiche Denkschrift über eiuen höchst wich-

en Staaten.

anonishen Wächters. 4) Das Abendlicd. 5) Myantene ee 6)

Karlsrube, Cbr. Fr. Müller sche Hof- Buchhandlung. Faliferg U VE, 9) Deníspüche fir Künsller, 10) jahrs6lied für Musiker. 11) Bekenntniß.

Sängerin. 7) Einer jungen Klavier

der Rachlaß als herrenloses Eut deim Fiéfus zunge: on des ersten Platzes, 8 Thir, à Person des ink éitbh jekt dzs Lofungswert unserer Tageépolitiker geworden Von den

spreczen werden wird, 1nd 26 sgr. à Centner ofter 24 Kubikfuss Fracht. it und au welchem alle Parteien Stettin, den 29, April 1838. A, Lemonivs. [nehmen, ist von unterzeichueter Ver

Alt -Dawm, deu 160. Januar 1838, i Kénigl. Land- und Stadtgericht.

A Ut utf. E Der Handlungsdiener, nachherige Mechanikus Julius

uo e E

: « ab Gon ieß i ten berufen wir h Wilhelm Böttcver, 36 Jahr alt, zu Schönsließ in der! 9 0 Neumark, Königreichs Pre Maud ausgewandeit Frei nas 111, Maid. J., Vormittags 9 Uhr, [mit Gründlichfeit uud unparteiifch beleuchtet.

Köln. Anßerdem hat dersc!be die jeyt geltendeu Grund-

Fahre 1820 oder i821 na Rußland ausgewandert

ps aber nach St. Petersburg gegangen, woselbsi er jede gegenwärtig nicht fat ermittelt werden kên- nen, wird bierdurch von feinen gewesenen Vormunnde v dringend aufgefordert, sich baldigit bei dem Königlichen adeptirten vat Land- und Stadtgericht zu Schönfließ in der Neumark und eiuer gedrà

,

r eetere Exemplar in Empfang nehmen kênnen. Bebufs Auteinanderscunz sell die in der Grafschaft} Kêln, den 5. April 1838,

j ( 30 in T uf en, im großen Rathhaus-Saale zu n u | sich bis zum Jahre 1830 in Tula aufgehalten alie D ol Denselben bekannt, daß in Felgc (äge von gemischten

B s. der General-Versamminng vom 16. Of: [darüber vorbandenen L ] E C: Ercudlare der lthegrapbirten Pläne der siichsier Vollsiändigfeit dargestellt, so wie noch andere

Linic von Köln bis zur Belgischen Gränzc [damit verwandte, dié

eben versendet.

großes Juteresse) Rittheilungen aus Spanien üb lagéhanbiung so Wissenschaft I COUnE Ñ devige - s Fd, ; wälzuug und den Krieg ; von J. V. v. ; f hang ù Der Verfasser hat in diesem neuen Werke, in dems iz N atr TES Lieferung erschienen. Rheinische Eisenbahn - Gesellschaft. sich Geschichte und Polemik die Hand bieten, das in Mit Bezugnahme auf d'e Art. 33 und 34 der Statu: [491 Europa vicl besprocheue Ereigniß in der Beit gefunden, beweist, daß die Tendcnz N vir biermit die nähe ordentliche Geueral: |Kölu, vou allen Seiten und auf den Gu Li "Aktenstücke zur politischen und Actionaire unserer Gesellschaft aus |konstatirten Thatfachen und offiziellen Afteustüen | (i fern, die, in ihrem Zusammenhange pECeS religiösen A L 5 : ; on der Gesiunung und Denkweise Ehen mit den verschiedeneu Mitteln und Wegen, von dem Bildungé andesverordnungen mit mêg-| tion u. st. w. eiu treueres und vollständi è e ren, als die iu unsern Zeitungen ¿é die höchjten und heiligsten Juteressen «erde ‘nicht verkannt sern. 5 Diese ugten Darsicüunz auf unserem Büreau [der faiholischen Kirchengenossen eo. Vas euthält unter Anderem : 1) den Zug în nwärtigen Aufenthaltsort | hiersclbst und auf dem Secticns- Büreau zu Aachen suisse nach den mi Gen E en na Katalonien ; 2) die Karli zu melden, und seinen gege H 4 niedergelegt. sind, woselbst die in unseren Registern Anforderungen der Gegenwart cspro en. licht s anzuzeigen. cingeschriebencn Actionaire bis zum 16, April c. eiu Die Verlagshandiung hat cs si zur Pjl! */4) Auszüge a. d. Memoiren des nacht, diese zeitgemäße, für Deutsches Kircheuwesen 5) Berichte über die neuesten kiterar. überaus wichtige Schrift auch äußerlich durch gefälligen Druck und schönes Papier geschmackvoll anézustatten.

nahme, welche die erste in den off

sen in

achten und Gesege über die

Glag gelegene Herrscaft Gellenau verkauft werden. \ je Direction der Rheinischen Etseubdahn-|" Yas Werk enthäit 234 Druckbegen ia gr. 80. Und\ i znclungen zur Einsichtsuahmé"v

Dieses Besigthbum an der Bchmischen Gränze im (üdliczen Abbang des Gebirges zwischen Rachod, und Lewin gelegen, hat ein ansehulices Schloß, drei Aker- Vorwerke mit guter Feid- und Wiesensläche, shöucm Forst und einer veredelten Schaafdeerde, großen Do-

Gesellschaft. fostet 1! Thlr. eder 2 Fl. 42 Kr. Ryein. lin (u der Stuhrschen, Schloßplab Nr. 2 ah ß Spezial: Di e, März 1838. f I h. Per Ma Hauchecorne, Spezial- Direftor. E L Fr Müllersche $ F- Buchhandlung, h

Auf: Veranlassung des Ministeriums des Innern erscheint jier eine „Uebersicht von Russischen alten Gebäuden und ande- en vaterländischen Denkmälern‘/. Den interessanteren Beschrei- ungen sind lithographirte Pläne und Ansichten beigefügt. Die Materialien wurden auf Befehl und für Rechnung der Regie- e von Jahren gesammelt und in der beson- aisers aufbewahrt.

Der berühmte Violinspieler Ole-Bul is im ersten Konzert, velches er in Moskau gab, mit unbeschreiblichem Enthusias- A nar Verei worden; er beabsichtigte, noch zwei Konzerte b geben.

| j ; lage von G. P. Aderholz in Brel! Literaris c Anze igen. is s tf GMión 960 bei E. S. M ittler in Wll lien ung seit einer Rei deren Kanzlei des

8vo. Geh. 22 Bog. Velinpap. Preis 1

i i e Fnhalt: 1. Novellen. 1) Reinholds B Preußischen Staats-Oberhaupte, ¡afte 2) Die Dilettauten. 11. Beiträge zur A

tif der Tonfunst. 1) Die Bedeutun Frankre i ch.

Pairs-Kammer. Sibung vom 16. April. Bei Er- r heutigen Sißung hielt der Baron von Barante ch verstorbenen Marquis von Osmont eine Gedächt- ierauf nahm die Kammer mehrere Geseß-Entwürfe nteresse an, und beschäftigte sich alsdann mit er die Aushebung von 80,000 Mann Da mehrere Redner wünschten, aus- stand zu sprechen, so ward die Bera- zelnen Artikel auf den folgenden Tag verschoben. Sikung legte der Großsiegelbewahrer drei Ver- lungen vor, durch welche dem General Voirol, dem Herrn dem Herrn Rossi die große Naturalisation be- Die Kammer ernannte eine Kommission , um diese Verordnungen zu präfen.

Sibßung vom 16. April. 6-Entwurf in Betreff der Gei- Sibung geschlossen und der- die eine neue Zusendung an achen, mit 202 gegen 32 Stim- orschlag des Präsidenten beschloß morgen mit der Proposition des H enußte den übrigen Theil der Siz- eseb-Entwurf in Betreff der im Mittel- Dampfschiffe anzunehmen. ergab es sich aber, daß nicht die von Mitgliedern gegenwärtig gewesen

on örtlichem J em Gese6-Ent don der Klasse von 1837. Ührlih über diesen Gegen

wurfe üb

londeau und dilligt werden \ on sieben Mitgliedern Deputirten - Kammer. hungen über den Gese en ward in der heutigen nigen Amendements, hwendig m

Die gün!

des Her Kulturge! ie Pairs-K men angenommen. die Kammer, sich Bouin zu beschäftigen n Ung, um über einen u ändischen Meere fah

dem Zählen der S Beseblich nôthige Anzahl

_ Siz6ung vom 17. fentlichen Tribunen mit deputivten fanden sich früh Ui Finanz-Minister, Her gen eines G sich auf einem Se gestern für un b-Entwurf ir,

ammer not

alladol Reformirung Schon fráh waren heute die ern “angefüllt, und auch die Und zahlreicher als gewdhnlich Laplagne, der seit das Zimmer hüten inem Plate tragen. te Skrutinium erneuert etreff der Dampfschiffe angenom-

Ge

Ersch M Recensionen neuer literar. Werke u f Exemplare dieser Lieferung à 15 (gre rofibig, 0M

r Lacave- ichtanfalls ssel nach se ültig erklär

achdem das

und der Gese

men worden war, ertheilte der Präsident dem Hérrn Dela- borde, als dem zuerst eingeschriebenen Redner, das Wort ge- gen den Vorschlag des Herrn Gouin. Derselbe bestritt eben so wohl das Recht, als den Nußen der Renten-Reduction und glaubte, daß das Einzige, was man in Bezug auf die Staats- {huld thun könne, darin bestehe, eine Veränderung in den Ge- seßen über den Amwortisations- Fonds vorzunehmen und zu er klären, - daß man die Rente zu jedem Course zurückkaufen wolle. Die D5proc. Rente wúrde dadurch vielleicht auf 133 steigen; aber dies, meinté dér Redner, sey eben ein großer Vortheil für den Staat, indem der National- Reichthum dadurch vermehrt werden würde und eben dadurch eine neue Erwerbsquelle für dêèn Gewerbfleiß und Ackerbau er- dffnet sey. Herr Monier-de la Sizeranne erklärte sich fàâr den Vorschlag und gab dié Hoffnung zu erkennen, daß, falls derselbe angenommen wärde, das Ministerium sich nicht verleiten lassen würde, die Pairs - Kammer zum Widerstand gegen denselben anzureizen. Mach diesen beiden Rednern, de- nen die Kammer nur eine sehr geringe Aufmerksamkeit schenkte, und nach einem geistreichen Vortrage des Herrn Liadières (aus dem wir uns einen Auszug vorbehalten), bestieg Herr von Lamartine die Rednerbühne und äußerte sh, unter auf-

merksamer Stille der Versammluñng, im Wesentlichen folgender-

maßen:

„Die Kammer erwartet Lielleicht, daß ih die Beweggründe wie- derholen werde, die mi son cinmal- veranlaßten, das Recht und die Billigkeit einer gezwungenet“ Reoteu - Reduction zu bekämpfen. Jch crkläre von vorné herein, daß dies uicht der Fall ist, und hoffe, dics werde die Kawmer geneigt machen, mir einige Augenblicke zu schenfen. Jch behalte mir meine Ueberzeugung als eine ohnmächtige Protesiation vor, und will einen Augenblick annehmen, daß ich, in Ucbereinstimmung mit ‘der Majorität der Kammer, die Konversion wünschte. Jch werde den Vorschlag an sich, d. h. seinen Gcist, seine Jahlen und seiue politische Bedeutung, prüfen. Vorher aber erlau- ben Sie mir eine einzige Bemerkung: Jedesmal, wenn eine große politische, legislative und finanzielle Maßregel, und die vorliegende vereinigt diese drei Bedingungen in sich jedesmal also, sage ich, wenn eine solhe Maßregel die Mcinungen, die Jnteressen so lebhaft aufregt und cin Land in folchem Grade leideuschaftlih stimmt, so is immer u wetten, daß fie vollex Zweifel und voller Gefahren ift, und daß

e nicht anzuregen fliger géwefen wäre. Obne eine absolute Noth- wendigkeii, obne eben so augenscheiuliche als bedeutende Vortheile, das Eigenthuui und den öffentlichen Kredit umzuwälzen, ift eia Schritt, vor dem ein jeder Staatsmätnn, eine jede Regierung, cine jede Kammer zittern muß. Jch saze zt Jhuen, wenn Sie es wol- len, daß es billig und gefeylich ist, Fre -kousolidirten Drittheile, die Ueberbleibsel früherer Staat s-Baukerotte gewaltsam zu reduziren, daß es loval ist, den Geist uud den Buchstaben früberer Kontrakte zu leugnen, ein Kapital zurückzuzahlen, wöhrend bei dem ursprünglichen Gesetze. über das große Buch nie von einem Kapitale die Rede gewesen ist: aber i| es auch wohl arsiändig genug für den Aft ciner großen Nation, deren Rechtlichkeit leuch- ¡ien muß, wie das Sonueniicht? Und würde ein Privatmann aus einer solchen Operation mit ganz undbesleckttem Rufe hervorgetbe ?

Nein. Kein Einziger von Jhneu würde in seinen Privat-Verbält: |

nissen das thun, was er seinem Lande jet aurätbh.‘“/ -— Der Redner liez sich darauf in cine Beleuchtzzng der einzelnen Artikel des Gouin- schen Vorschlages ein, uud fuhr dann folgeüdermaßen fort: „Hat die Kommission bofen können, daß sie cite Verwaltuug finden würde, die verblendet und verwegen genug wäre, das Mandat anzunehmen, was maun ihr übertragen will? as Ministerium vom 11. Dftober, so ftarf es auch war, is vor einem folchen Versuche zurücgebebt. Jch frage den chrenwerthen Antragstelier, was er selb thun würde, wenn er auf der Ministerbank säße; ich frage ihn, ob er es wagei würde, seinen Vorschlag in Ausführung zu bringen? Jch frage, ob sich unter den Mitgliedern der Kommission ein einziges befinde, wel-

ches sch ähnliche Bedingungen auferlegen lassen würde? (Leb: |

hafte Sensation.) Werfen Sie doch die Augen auf Europa! Sind Sie nicht eben erst einer großen Revolution entronuen? Sind die

in der politischen Weit durch den Umsturz ciner Dynasflie heroorge: brachten Erschütterungen schon ganz wieder beseitigt und besänftigt? |

Jch frage die Minister, ob nicht vom Petersburger bis zum Haager pium bezeichnet werden, indem von den neun Büreaus fünf

Kabinette und von den fteinen Jtaliänischen Höfen bis zu deur La:

ger des Don Carlos ein Ncy dumpfer Feindseligkeiten um das Juii- | Frankreich gesponnen isi? Jch frage, ob wir nicht die Freundschaft | Preußens hauptsächlih nur den persönlichen Gefinuungen seines ver- |

ebrten Souverains zu danken haben? Jch frage sic, ob nicht ein

Tag der Empörung in Konstantinopel jener Fic:ion des Osmanischen

Reiches cin Eude machen und cb dadurch nicht im Dsten und im Westeu cin neuer Erbfolgefrieg eröffnet werdeu würde, der alle Be- ziehungen der Kabinette unter einander verändern könne? Wenn sich

bci einem so provisorischeu Zustaude der Dinge ein Staatemann in | E ar DAG Nina : Cr or: Mécida bs der Kammer befindet, der kühn gcnug ijt, um 6 Monate lang für die | brochen, sie ward von dem Bataillons - Chef der Afrikanischen Ruhe in Europa einzustehen uud unter dicser Bedingung die Regie- |

rung anzunehmen, so erhebe er sich uud übernehme sie. Die Regie» |

rung gchört ihm, als dem Kübnften unter den Kühne. Er sicht

weiter als das Schicssal und ist verwegener als dic Vorsehung. Und |

baben Sie es nicht selbs bei Eröffnung dieser Session gesehen? Ha- ben Sie nicht Krieg oder Frieden in Jhrea Händen gehabt, je nach- dem Sie für oder gegen die Juntervent1on' in Spauien. stimmten ? An welch? schwachen Fäden bing die Entscheidung! Tänschen Sie sich nicht ; Sie baben die Spauische Frage nicht gelöst, sondern deren Lösung

nur hinausgeschoben. Sie wird noch einmal, noch zehnmal wieder- | kehren, wiederkehren mit neuen Verwickelnugen und mit gebieterischereu | véan 2 BAE

Die Fackeln, welche jedem Zuge vorgetragen wurden, verlösh- ten dfters durch die Heftigkeit des Sturmes. Ju solen Augenblicken wäre das Weiterrüken cine völlige Unmdög- lichkeit geworden, wenn nicht starke Blike die Wolken | decke zerrissen und die Straße erhellt hätten. Endlich, gegen I Uhr, brach das Ungewitter los, der Regen und der Hagel schlugen mit Macht nieder und die Bergschluchten {wollen zu reißenden Strömungen an, die unser Vordringen now mehr verzdgerten. Während unseres Marsches waren 3 bis 400 be: rittene Arader von den uns unterworfenen Stämmeu zu uns gestoßen und bildeten unsere Avantgarde, die unter dîe Befeßte des Kadi von Smelas gestellt ward. Um 2 Uhr Moraenë, als der Kommandant Paté fah, daß die Infanterie das Ziel nir vor Tagesanbruch erreihen würde, defahl er, daß die Kavale rie sh vorauf begeben solle. Diese benukte jede nur einigermaßen gute Wegstrecke, sich in Trab zu eken, um die verlorene Jeit wieder zu gewinnen und vor Tagesanbruch bei dem aufrüdre

Umständen. Und können Sie denn etwa mit größerer Sicherheit Jbre Blicke auf das Juuere des Landes richten? Die Regierung bat sich ohne Zweifel auf dem Gebiete der Jnteressen der O1dnung befestigt, aber herrscht in den Jdeeu Ordnung, oder Frieden in deu Meinungen ?

Exislirt ein Regicrungs-Gedanfe, um den sich cine so große Anzahl | persönlicher Ueberzeugungen gesamnielt haben, daß die Kammeru, das |

Land und die Regierung cinea übereinstimmenden Weg einschlagen können? Augeuscheinlih nicht: die Juli-Regierung bat sich bisher uicht zur allwächtigen Repräsentantin cines jener allgemeinen Jnter- essen, eines jener Lebens-Gedauken zu machen gewußt, die den Re- gierungen Stärke, Einfluß uud Dauer sichern. Der Beweis dafür liegt in „unserem S Ee wenn man 7 Jabre laug imer unsicher auftritt, so geht daraus hervor, daß der richtige Weg noch nicht dean worden is, Jch beklage diesen unsicheren Zustand eben so. schr als Siez ich erschüttere niemals, ich unterstüge vielmehr nah allen meinen Kräften die achtungswerthen uud fried- licbenden Männer, die in dieser! Augenblicke auf der Ministerbauk sipen; aber unser guter Wille allein kann die so gewlinschte Stabi: lität nicht détbd eus: Man follte beinabe glauben, der parlamen- tarishe Boden fey untergraben, und es wäre das Schi|sal Aller,

nah wenigeu Schritten in die Tiefe hinabzufinken. Und nut will man Majoritäten, die zuweilen durch Coalitionen gebildet werden, dic schon den Keim ihrer Ohnmacht in sich tragen, ein Werk anvertrauen, welches, um auf eine nügliche Weise ausgefüllt zu werden,“ weuig- stens des Europäischen Fricdens und der Stabilität unscrer Gewal- ten bedarf. Wenu ich gewagt habe, der Kammer und dem Lande das zu sagen, was ih für Wahrheit balie, so mêgen mir zum Schlusse auch die Minister erlaguden, daß ich gegéu, fie auésprec{c, was ich über die Haltung der Regiernng bei diesex großeu Debatte denke. Haben sie wobl darüber nachgedacht, welche Stellung die Regierung bei eiger Frage einnchmen muß, die so victe verscbic- denartige Juteresseu berührt f

Willen und den Gedanfen des Landes leiten muß, einen soichen K011: flift eintreten lassen, obne die Hand auf die Frage zu legen und zu sagen: „,„Sie gehört mir vor jedem Audeceuz: mir kommi es ¡u, dies selbe ins Werk zu seyen, oder zn bekämpfen!‘ Ja, die Regierurig muß eine Ueberzeugung haben. Wenn sie für die Konversfien is, so unternebme sie dieselbe. Ft fie aber dagegen , so trete sie entschieden anf unsere Seite und stelle sih zwischen die bedrohten Rentiers und die Steuerpflichtigen, die man täuscht. (Lebbafter Beifal.) Ju er- sieren Falle wird das Ministerium wenigsiens die Ehre des Sieges haben; - im zweiten wird es viellcicht besiegt. Aber was is darau gelegen ? T O 4 man jemals ruhmvoller, als im Kampfe für das, was man zu vert

als wenn man mit seinem Körper das Recht und das Vermögen voi 200,000 Franzosen und den Kredit und die Rechtlichkeit des Laudcs

Kann cine Regieruug, die immer den

eidigen beauftragt ist, und fällt man ebrenvollex,

bedeckt? Wenn es aber glaubt, daß eine Regierung ungestraft bei Seite treten kann, um dem Strome einer öffentlichen Leidenschaft

Play zu machen, wenn es einem Theile der Natiou seinen Schutz

versagt, so bat es den Anschein, als ob es der Nothweitdigfeit cin

feiges Zugesländniß machte. Es würde sich täuschen, weun es glaubte,

daß es nach Vollziehung der Reductions- Maßregel die frühere Achs tung und die frühere Zuneigung iu der Nation wieder gewiäticu würde. Verleßte und ubesüvt getasseus Jutcressen baben cin uu: versöhnliches Gedächtniß. Der Gedanke einer Drohung liegt mir fern, aber ich hielt es für meine Pflicht, dem Staatsmauue, der in diesem Augenblicke an der Spiye der Regierung steht, meine Besorg» nisse nicht zu verhehlen. Jch ehre scinen- Patriotismus / 1nd seine persönliche Uneigennügigkeit zu sehr, als daß- ich nicht wüßte, daß x bei seiner Verwaltung weniger noch auf heute, als auf morgeu bes dacht if. Nicht seine Verlegenheiten kümmern iba so, als die seiner Nachfolger und das Schifsal der Regierung, welche cer seinem Landé

dermaleinsi zurückläßt.“

Nach diesem Vortrage, der bei einem großen Theile der

Versammlung lebhaften Beifall fand, verlangten viele Stim- men die Verschiebung der Debatte auf morgen, und der Prä-

sident sah \sich genöthigt, die Sibung schon um 4!/, Uhr aufe zuheben.

Paris, 18. April. Es wird je6t wieder von vielen Sei- ten her versichert, daß der Herzog von Fezensac in wenigen Tagen nah Madrid abgehen wird.

Das Journal la Presse findet sich durch die (gestern er: wähnten) Gerüchte heute zu folgender Erklärung veranlaßt: „Einige Journale wiederholen die Gerüchte, denen zufolge Herr von Lamartine als Minister der geistlihen Angelegenheiten be- zeichnet wird. Es is allerdings nicht zweifelhaft, daß das schdne Talent und der edle Charakter des Herrn von Lamartine ihm in eiter nicht entfernten Zukunft die ehrenvollsten Posten im Staate sichere; aber wir glauben uns nicht zu täuschen, wenn wir er: klären, daß die in Rede stehenden Gerüchte durchaus unge-

gründet sind.“

Düurch eine Königliche Verordnung vom 17ten d. werden die Wahl - Kollegien von Arras und von Laigle auf den 12ten künftigen Monats zusammenberufen, um as die Stelle der ver: or reg Herren Harle Vater und Valacé neue Deputirte zu wählen.

Es wird von den Oppositions-Blätteru nicht unbemerkt ge: lassen, daß Herr Odilon Barrot zum erstenmal zum Präfiden- ten eines Büreaus ernannt worden is; wie denn überhaupt die lebten Ernennungen als besonders ungünstig für das Ministe:

dem linken Centrum und der linken Seite angehören.

Ueber die militairischen Operationen in Konstantine be: richtet ein Schreiben von dorther in folgender Weise: „Am 28. März um 6 Uhr Abends brachen wir mit einein Detasche- ment von 160 Jägern des dritten Regiments und 129 Spahis - von Konstantine auf. Das Kommando stand unter den Befeh- len des Capitain Marion. Die mobile Kolonne, zu der unser Detaschement gehörte, war schon zwei Stunden früher aufge-

Scharfschüßen, Pate, befehligr. Diese Kolonne bestand aus

4 Compagnicen Grenadieren, 4 Compagnieen Voltigeuren des | 26sten und 6lsten Linien- Regiments, T Comvagnieen Scharf:

schüßen, 2 Compagnieen des ?ren Afrikanischen Bataillons, 2

Compagnieen Türken und 2 Gebirgs-Haubikten; ein Train: De taschement, das das nôthige Fuhrwerk zum Transport der Ver: wundeten mit sich führte, folgte. Wir zählten im Ganzen 0 Mann. Zwei Meilen von der Stadt stießen wir zu unserer mobilen Kolonne und seßten nun vereinigt unsern Marsch bis 2 Uhr Mergdee forc. Dieser war ‘langsam und beschwerlic,

etter war fürchterlih und die Nacht ftockfinster.

7 R E E P T T, 0 E E

git

E P ia

P

Æ e C #* E 2 # e. 2 Æ 2 S 2 ia Ba Eve 2

B E i É E At B 1 Vei fie ‘1D E