1838 / 120 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

La L nee

E D Ao L n Lat U C2 ae M aEB D

a e E rae E E

G e L D t du u rd

Ô

l j

Lr E A T a A A

I R E S G E I F R C E E S R R N E O oi dani 202i äine aua ci rana is tein can i n a È Bar age

und seine Truppen leisteten einen feicrlihen Eid, wodurch sie ch für immer von Don Carlos lossagten, den sie als den Ur- heber alles Unglücks betrachten, weiches das Land betroffen. Der Karlistische Brigadier Jturri verließ auf die Nachricht hiervon sogleih Andoain mit einem Bataillon, wurde aber von den „Unabhängigen““ geschlagen, die in Verastegui eine Jur:ta eingeseßt haben, welche wahrscheinlih bald von allen Provinzen anerkannt werden wird. Der Christinische General O’Donnell ist von San Sebastian abgegangen, um diese Bewegungen zu beobachten und Vortheil daraus zu ziehen. Murragaray ist

Q

ín Artigariaga geboren, 30 Jahr alt und hat in Oñate studirt.

Er besißt viele Kenntnisse und einen unbeugsamen Charakter. | Als im Jahre 1830 die Emigrirten sich der Gränze näherten, | wak er der Vertraute von Santos Ladron ; später war er sehr |

Seine Anhänger, die fast alle reichen !

intim mit Quesada. Familien angehdren, haben sich stets dem Mislitairdienste in der Armee des Don Carlos dadurch entzogen, daß sie bei jeder von ihm befohlenen Nekrutirung sich loskauften. Die Bevölkerung von Verastegui hat sich für diese Bewegung ausgesprochen. Murragaray hat folgende Proclamation erlassen :

„„Navarresen und Guipuscoer !“‘/

„Seit fünf Jahren {weben Verwüstung und Tod über unserem Vaterlande. Das auf unseren Feldern vergossene Blut ist das Blut unserer Brüder, jener Tapferen, die, verführt und getäuscht durch Intriganten, für einen Prinzen kämpfen, dessen Nechte auf die Krone Spaniens sehr zweifelhaft sind. Was verlangt Zhr? Weshalb kämpft Jhr? Für wen? Friede und Privile- gien! Das muß unser einziger Zweck seyn. Wenn Ehrgeizige nach dem Throne sireben, so mögen sie sich ihn selbst erobern. Na- varra und die Baskischen Provinzen, durch so viele Bande der Freundschaft, des Blutes, der Sitten und der Freiheit verbun- den, sind von jeßt an unabhängig. Von heute an sind wir nicht mehr Sklaven jener Elenden, die als Herren zu komman- diren Und sich auf Kosten der Armee zu bereichern pflegen. Zu den Waffen! Es lebe die Unabhängigkeit! Friede! Frei- heit! Unterwerfung unter neue Behörden! Der kommandi- rende General Murragaray.“

Ein hiesiges Blatt sagt: „Es is jeßt außer Zweifel, daß Herr Aguado seine Vorschläge, in Betreff einer neuen Spanischen Anleihe zurückgenommen hat. Er joll sich über-

zeugt Haben, daß es ihm unmöglich seyn würde, dieselbe zum | halten hat. Andere wollen den Grund dieser Auffkäufe darin

Course von 50 pCt. unterzubringen, da das Spiel in den in- dustriellen Actien den sonst so lockenden Geschäften in Spg- nischen Papieren Eintrag gethan hat. Die Spanischen Un-- terhändler geben indeß noch nicht alle Hoffnung auf, durch die Vermittelung Anderer, Franzdösisher oder Englischer Kapita- sisten, eine Anleihe zu Stande zu bringen, und sie haben si jekt vorzugsweise an Herrn Laffitte gewandt, dessen Anträge früher ziemlih s{ndde zurückEgewiesen worden waren.““

Großbritanien und Jrland.

London, 24. April. Heute wird die Königin von Schloß Windsor in London erwartet. Es heißt, Jhre Majestät werde erst zu Anfang Juni’'s wieder nach Windsor zurückkehren. Morgen beginnen auch die Parlaments - Sißungen wieder.

Das Gerächt, daß Jhre Majestät in diesem Jahre noch Sreland besuchen werde, wird jeßt von ministeriellen Blättern für unverbürgt erklärt.

Im Sre. James - Palast werden bereits die Zimmer des Königs von Hannover für den im Monat Juni hier erwarteten Großfürsten Thronfolger von Rußland in Bereitschaft geseßt. Wie es heißt, wird Fürst Lieven den Russischen Thronfolger nach England begleiten. Zur Krönung der Königin sind auch schon alle die bedeutendsten Hotels für enorme Preise von den ver- schiedenen hohen Fremden gemiethet, die dieser Ceremonie bei- wohnen werden. Ein hiesiges Blatt will wissen, daß unter Anderen der Kdnig und die Königin der Belgier, die Herzdge von Braunschweig und von Sachsen-Koburg, der ‘Prinz und die Brinzessin von Öranien und der Erzherzog Karl von Oesterreich zur Krönung hierher kommen würden. Von Seiten Spa- niens wird der Herzog von Osuña der Krönung beiwohnen. Der Britische Gesandte in Madrid, Sir G. Villiers, wird zu dieser Feierlichkeit ebenfalls in London erwartet.

Im Courier liest man: „Die Ernennung des Grafen ven Flaßault zum Französischen Botschafter bei der bevorstehen- den Krönung würde in England große Freude erregt haben, da derselbe hier sehr geachtet ist und sich stets als entschiedener Freund der Aufrechterhaltung einer engen Allianz zwischen den beiden Ländern erwiesen har. Wir haben daher mit eben s\o viel Verwunderung als Bedauern gehört, daß diese Ernennung, nachdem sie hon für gewiß angekündigt worden, wieder zurük- genommen und auf den Marschall Soult übertragen is. Unser Pariser Korrespondent versichert uns, daß, als Herr Soult sich nacz den Tuilerieen begab, um für seine Ernennung zum au- ßerordentlichen Botschafter am Englischen Hofe zu danken, Lud- wig Philipp zu ihm gesagt habe; „,„„Mein lieber Marschall, Sie sind Mir keinen Dank schuldig, sondern nur der jungen Königin, die Mir den Wunsch zu erkennen geben ließ, Sie bei dieser Gelegenheit als Frankreichs Repräsentanten zu sehen.‘/// Diese Erklärung hat in den diplomatischen Zirkeln von Paris einiges Erftaunen erregt, da man allgemein glaubte, die Wahl des Grafen von Flahault, dem der König der Franzosen früher diese hohe Ehre zugedacht hatte, habe den unbedingtesten Beifall bei der O Regierung gefunden.“/

Graf Durham ist gestern von hier nach Portsmouth abge- reist, um sih dort nach Kanada einzuschiffen.

Vorgestern ist Lord Erskine, Britischer Botschafter am Bayerschen Hofe, nach seinem Bestimmungsort abgegangen.

Der Morning Herald hat schon seit einiger Zeit einen auffallend bitteren Ton gegen die Führer der konservativen Par- tei angenommen, und man weiß nicht recht, ob man dies auf eine Spaltung in den Reihen der Konservativen oder auf ein neues Ueberlenken des genannten Blattes zur liberalen Partei deuten soll. Ersteres ist jedoch wahrscheinlicher, da ihm Sir R. Peel und Lord Stanley nicht rasch genug zu Werke gehen * Und dieselben, seiner Meinung nach, das Ministerium längst ge- \sáúrzt haben müßten, wogegen der Standard fär jene Partei- haupter das Wort nimmt und noch nicht Alles zum Wiederein- trité der Tories fúr reif hále. Man müßte in diesem Falle an- nehmen, daß der Herald im Sinne der Ultra-Tories schreibe, und baß diese mit dem Benehmen jener beiden Staatsmänner nicht zusrieden wären. Jndeß auch für diese Annahme erschei- nen doc die Angriffe dieses Blattes auf Sir R. Peel und Lord Stanley fast zu hestig, Und da dieselben mitunter ganz allge- mein gegen die „Konservativen“ überhaupt gerichtet sind, so könnte dies wieder fär die ander Vermuthung sprechen, daß der „Herald“ auf eine Veränderung seiner Farbe hinsteure. So sagt er unter Anderem: „Was haben die Konservativen in dieser Ses-

ftr More ore unavgangrgremr von 9cavarra uno Guipuzcoa;

urjachen ires Wersaus aujzuklären und um dem Enaglijchen Volke zu bewejsen, daß sie bessere Staatswirthe seyen, als unser jeßiger höchst Unfähiger Kanzlec der Schaßkamer? Und schämen

müssen wir uns, wenn wir daran denken, wie die konservati- !

ven Führer sich bei der Frage über die Spanischen Angelegen- heiten benommen, wie sie den Ministern dazu behülflih waren, Über diese Frage hinwegzukommen.‘“ Nachdem das Blatt dann noch mehrere andere ähnliche Vorwürfe erhoben, {ließt es sei- nen Artikel mit den Worten: „Dies sind einige von den Grün-

den, auf welche gestúkt wir die Konservativen anklagen, daß sie |

im Parlamente sich träg, gleichgültig und pflichtvergessen bei allen großen und wichtigen Angelegenheiten erwiesen haben, ob-

| Sir Francis Burdett, Lord Maidstone uno Sir George Sin-

gleich sie in öffentlihen Versammlungen außerhalb des Parla- ments fortwährend behaupten, daß die Minister nur noch mit ihrer Erlaubniß regierten.““

Bei dem Tory- Diner in Huddersficld, zu welchem sich

clair von Manchester aus begaben, zeichnete sich besonders der Leßtere durch die ungestúme Heftigkeit aus, mit der er auf den Sturz des Ministeriums drang. „Jeder Tag“/, sagte er unter Anderem, „den die Minister noch am Ruder gelassen werden, ist für das Land verloren. Je eher diese Menschen ihrer Macht beraubt werden, desto besser. Sie werden aber nicht eher zur Thúr hinausgehen, bis man ihnen andeutet, daß sie sonst zum Fenster hinauswandern müssen. Zu energischen Maßregeln muß man seine Zuflucht nehmen, ein Votum des Mangels an Ver- trauen zu dem Ministerium muß man beantragen, vor der Krd- nung noch muß die Stimmung des Unterhauses erforscht wer- den, und sollte ih auch ganz allein dastehen, so werde ich doch einen solchen Antrag machen. Jch werde dies thun, damit das Land erfahre, auf welche Männer es seine Hoffnungen zu seßen habe.“ Diese Drohung erscheint den ministeriellen Blättern sehr lächerlich ; die Minister, meinen sie, die hon manchen An- grif} bestanden, würden auch diesem mit großer Ruhe entge- gensechen.

Die von dem Oberst Seale eingebrachte Bill, nach welcher die Vermahlung von fremdem unter dem Schloß der Königin liegenden Getraide in England erlaubt werden soll, unter der Bedingung, daß es als Mehl wieder ausgeführt werde, soll hie-

| derer durch dôffentlihe Versammlungen und Petitionen eine

Klasse als ein Recht zu fordern habe, und zwar auf eine viel

tigkeit doch früher oder später den Sieg davontragen, und je- denfalls werden Jhnen und allen denen , welche

Hauch mit innigster Hochachtung und Dankbarkeit verpflichtet bleiben./“ Der Courier bemerkt mit Hinsicht auf dieses Schrei- ben, daß er leider die in demselben ausgesprochene Hoffnung auf die Annahme der Talfourdschen Bill im Unterhause, wo ihre zweite Lesung schon auf morgen, in der ersten Sißbung nach den Ferien, auf der Tagesordnung steht, nicht theilen fônne, weil die bloßen Argumente der Gerechtigkeit in einer literarischen Frage auf eine Versammlung, wie das Unterhaus, schwerlich genugsam einwirken würden, um die Vorurtheile und eigennüsigen Einwendungen der Gegner, die weder gering an Zahl, noch müßig seyen, zu besiegen. Der Vertreter dieser Geg- ner ist besonders Herr Mudie, der die „Times‘“/ auf seiner Seite hat, während die „Morning Post‘ in dieser Sache auf der liberalen Seite ist.

undzwanzigjährige Jubelfeier des Tages begehen, an welchem der Herzog von Sussex zuerst den Vorsiß in derselben über- nahm; man will Sr. Königl. Hoheit bei dieser Gelegenheit ein fosibares Service úberreichen.

Stephens, einer der ausgezeichnetsten Englischen Sängerinnen, verheirathet. Der Graf ist $2 und seine nunmehrige Gemah- lin 44 Jahre alt. Búhne 1834 bei dem Musikfeste in Manchester.

in der Nähe unseres Hafens Schiffbruch gelitten hat, war nicht der „Quebek‘/, sondern der „Arhabaska‘/, befehligt vom Capitain Resfield und von Liverpool nah Quebek bestimmt. Von 25 Jndividuen, aus denen die Mannschaft dieses Schif- fes bestand, is nicht ein einziger dem Tode entgangen, troß aller Anstrengungen , die zu ihrer Rettung aufgeboten wurden. Die Französische Barke „König Hamedou“/, welche am läten von hier nach Nantes abgegangen war, ist am 17ten Abends in die Mündung des Flusses Ribb getrieben, wo sie festsilt; man glaubt, daß die nächste Fluth sie ganz vernichten würde. Die Mannschaft noch andere Unglücksfälle befürchtet. Das stürmische Wetter ver- hindert die hier liegenden Schiffe noch immer am Auslaufen.‘

der Westindischen Neger haben in den leßten Tagen wieder

sion gethan, um den wahren Zustand der Staats-Revenüen und die

mehrere Versamnlungen stattgefunden, namentlich zu Liverpool

sige Kaufleute schon zu Auffäufen von Getraide veranlaßt ha- ben, obgleich diese Bill noch nicht einmal die zweite Lesung er- finden, daß man wegen des kalten Frühjahrs eine \chlechte Aerndte in England besorge. | Ò t

Der berühmte Dichter William Wordsworth hat ein Schrei- ben an Herrn Talfourd, den Verfasser und Beförderer der Bill über das Verlagsrecht, gerichtet, worin er demselben im Namen aller Autoren fúr dessen Bemühungen zu Gunsten der- selben dankt und sih mit dem Prinzip seiner Bill vollkommen einverstanden erklärt. Man hatte Herrn Wordsworth vorgestellt, ob er nicht, da von Seiten der Buchdrucker, Verleger und An-

starke Opposition gegen die Bill eröffnet worden, während die Schriftsteller noch keine Gegenbewegung gemacht, mit einem ausgezeichneten Literaten zusammen, als einer der ältesten Schriftsteller, dessen Erben daher bei der Sache ganz beson- ders betheiligt wären, eine Petition zu Gunsten der Bill oder wenigstens des Prinzips derselben dem Parlamente überreichen wolle. Diesen Vorschlag hat Herr Wordsworth jedoch abgelehnt, wie er in seinem Schreiben sagt, vorzüglih aus zwei Gründen: erstens, weil er nicht glaube, daß eine einsichtsvolle. und unei- gennübige legislative Versammlung sih durch bloße Schein-Ar- que von Buchdruckern und Verlegern gegen die gerezhten lnsprüche einer Klasse von Personen, der jene ihr gutes Austom- men, wo nicht ihre Existenz verdankten, in ihrer Handlungs- weise werde bestimmen lassen; zweitens, weil es ihm unange- messen scheine, daß ein Einzelner oder zwei Jndividuen als Supplikanten für eine Maßregel aufträten, die eine ganze längere Zeit, als die in der Talfourdschen Bill festgeseßte, näm- lih für immer. Der Brief des Herrn Wordsworth \chließt mit den Worten: „Sollte auch Jhre Bill durch die ei- gennükige Opposition, die sih dagegen erhoben hat, vereitelt werden, was ich jedoch nicht fürchten will, so muß die Gerech-

ie bei dieser Gelegenheit unterstüßen, die Schriftsteller bis zu ihrem lebten

Morgen wird die hiesige große Freimaurer-Loge die fünf-

Der Graf von Essex hat sich am Donnerstage mit Miß

Leßtere zog sich vor sieben Jahren von der zurück und sang zum leßtenmale dffentlih im Jahre

Aus Liverpool schreibt man: „Das Fahrzeug, welches

hatte dies Schiff verlassen. Es werden auch

Zu Gunsten der unverzüglichen vollständigen Freigebung

schuß nicht stattfinden wird.

nungs-Blattes publizirt. das neue Militair-Straf-Gesebbuch si das Königreich Sachsen, und enthält solches im 1sten Thel allgemeine Vorschriften über Verbrechen der Militair-Persort und deren Bestrafung in 4 Kapiteln, und im 2ten Theile jit einzelnen Militair-Verbrechen und deren Bestrafung in 7 $- piteln.

mp T T L C I T T ViTTA T C

L C 71, ¿ Frz

und Glasgow, so wie an anderen Orten im ndrdlichen Engl und im westlichen Schottland.

Aus Buenos-Ayres sind Zeitungen bis zu Ende d nuars hier eingegangen, in denen die Anerkenr.ung dieser R, publik von Seiten Sardiniens gemeldet wird. |

Montevideo erschienen.

Niederlande. Amsterdam, 2d. April.

seiner Gemahlin nah Berlin zu begeben.

Glaubwürdigen Berichten aus London zufolge, hat sich lh Konferenz bisher darauf beschränkt, ihre respektiven Höfe th neue Instructionen zu bitten. Von Lord Palmerston is al, dings eine Antwort eingegangen , doch wird damit nur unst, Gejatidten, Herrn Dedel, der richtige Eingang seiner Note q, gezeigt.

Das heutige Handelsblad enthält einen autführlicy

Eingangs-Artikel, in welchem es darzuthun sucht, daß das Pty #

hibitiv- und Schuß-System, welches Niederland bisher beobag tet habe, nichts Anderes als eine Mystification sey, und daj

der freie Handel, der in der ganzen Welt ein immer dringen |

deres Bedürfniß werde, besonders für Holland das einzige, seinen physischen und moralischen Kräften entsprechende Sy: stem wäre.

Deutschland.

Hannover, 27. April. Jn Bezug auf die Staats- Ein nahmen und Ausgaben für das laufende Rechnungsjahr von 1. Juli 1827 /zz liest man in der Hannoverschen Zeitung;

„Nach dem für das Rechuungsjahr 182/zz aufgesiellien Budget

warcu die Einnabmen angeschlagen zu 6,093,978 Rtblr.; die Ausga: |

ben bewilligt zu 6040566 Riþbli., so daß sich daraus ein Ueberschuß ergeben haben würde von 53411 Rtblr. | diescm Budget zum Grunde lagen, waren auf den damaligen Zusiand gebauet. Da aber die Thronbesieigung Sr. Majestät des jeßt regie: reuden Köuigs und die Treanung der Krone vou England diesen

Zustand wescntlich veränderie, so waren davon große Veräuderungen | in den Einnabmen und Auégaben der General - Kasse die noihwen: | Es wußte nämlich der Zuschuß, weicien des Höchslseli:

dige Foige. | di gen Konigs Maj:stat für das Rechuungsjahr 18?7/,z an die Gene

ral - Kasse zahlen zu lassen sich crboten batte, so wie die Zusage, die È

Kosten der Deutscheu Kanziei in Londeu mit Ausnahme der Ve- foldungen tragen zu wollen, bei dem Regierungswechsel von selbsi binwegfalleu. Die Deutschz Kanzlei wurde zwar aufgelöst, abr die mit derselben verbundenen Kosten mußten *noh länge: fort: geven, und haben noch nit ganz aufgehört, Statt desscn i hin das Kabinet Sr. Majestät des Königs errichtet, das indeß seine ganz Ausbildung noch nicht crhalteu hai, und dessen Kosieu daher auch

noch nicht feststehen; und in London if eine neue Gesaudischaft noth- E Außerdem find an vorübergehenden Ausgaben die |

wendig geworden. für die stattgehabten außerordentlichen Sendungen an fremde Hf

und die für die herfömmlichen Trauergelder vorgekommen. Abgeseheu | hiervon und von dez geringen Ersparungen, welche unter den meisin | Nubriken des Budgets vorkommen, und welche sich, so weit sie in den |

gegenwärtigen Augenblicke schon überscheu werden können, auf etwa 25/000 Rthlr. belaufen mögen, sind noch einige andere Abweichungen von dem Budget bemerklich zu machen. Da nämlich bei diesem darauf

gerechnet war, daß die Aufhebung des Hänslings- und des Juden: | Schugtgeldes vom 1. Juli 1837 an erfolgen würde, und diese Einnabu:n | daher bei den Domainen nicht mit angeschlagen waren, wachseusie durch die | geschehene Beibchaltung beider Abgaben den Domaníal - Einnabme | Dagegen füllt F

mit dem Nein - Ertrage von 21,500 Nihlr wieder zu. die in Anschlag gebrachte Einnahme von der Berghandiung ganz

tveg, indem der Bleihandel scit dem Anfange des gegenwärtigen Nech: E

nungsjahres völlig darnieder liegt. Jadeß toird der Ausfall dicse: Einnahmen durch den besseren Ertrag der Soliuen ctwas wieder aut geglichen. Vei den direkten Steuern beloufen sich die nothwendi)

werdenden Nemissiouen und Restitutionen uacz den bither gema: E

ten Erfahrungen weit höher, als bei dem Budget angenommen wer

den konnte, so daß der Nein-Ertrag dieser Steuern wohl um 20,00 |

Rthlr. hinter dem Anschlage zurüctbleiben dürfte. ben hat die für Pensioueu vormaliger Staatsdiener cinen nmcht un:x- beblichen Zuwachs erhalten. Und was die Ausgaben für den Passi Etat betrifft, so war beidem Budget darauf gerechnet, daß an außerordentli: chem Zuschuß für dieTilgungs-Kasse nur so vicl gezahlt werden solite, alser- forderlich wäre, um dieser Kassse eine Einnahme von überhaupt 270,000 Rtÿlr. zu gewähren. Die Stände haben dagegen gewünscht, daß die: ser Zuschuß, ungeachtet des größeren Betrages der 11 die Tilgungt: Kasse sließenden Zinsen unverändert die Größe behalten müge, wel! er im Jahre 1825/57 hatte. Durch die Gewährung dieses Antrag

inter den Ausga

wird die Ausgabe gegen das Budget um etwa 0,000 Rthlr, erhöht, Dies sind, so weit der Haushalt der Königlichen General- Kasse biz F jeßt vorliegt, die wesentlichsten Veränderungen, welche er im Ver: F gleiche zu dem Budget crlitten bat, und 'es ergiebt sich aus der Aus: ® ¿ahlung derselben, daß der uach dem Auschlage zu erwartende Ueber Da indeß zu hoffen ifk, daß uicht mr | der Ertrag der Pesien den Anschlag um einige Tausend Thaler über: F sicigen, sondern auc die indireften Abgaben und Zölle wenigstens nicht ecrheblih hinter dem Ergebuisse von 1836/7 zurückbleiben, so lußt fich bis jeßt annchmen, daß die laufeuden Einnahmen ansrei chen werden, un die bewilligten und sons nothwendig gewordenen Ausgaben zu decken.“

Dresden, 27. April. Jhre Königl. Hoheiten de

Prinz Albrecht von Preußen nebst Gemahlin sind gestern Nach mittag, aus Schlesien kommend, hier eingetroffen, im Hotel de Saxe abgestiegen und heute Abend von hier über Leipzig nei ter gereist.

Das eben erschienene 7te Stk des Geseh - und Vero!t-

Dresden, 27. April.

Das Lte Stúck des Geseß- und Verordnungs- Blattes von

diesem Jahre, als dessen leßte Absendung der 20. April bemerkt F ist, enthält ein Gesek, einige Bestimmungen über die Verpflich! FF tung der Kirchen- und Schul - Gemeinden zu Aufbringung des [F für ihre Kirchen und Schulen erforderlihen Aufwandes betref fend, vom 8. März, ein Geseß, die Aufhebung des Bier- und Mahl - Zwanges betreffend, vom 27. März datirt, nebst einer dazu gehörigen Verordnung, und endlich die bereits früher et wähnte Verordnung des Finanz - Ministers zum Geseßze vom 8. Januar 1838, die Ausgabe und Annahme des Convention

IETCETS T TEE C E T E E E I ER E E U E T E E O R U E T R R T ER E EREET T O RETTERIO “7 v

und P

Mechsel-Zahlun oder andere Sorten nach Cours lauten, ledig- lig i Wechsel-Zahlung zu berichtigen sind. |

; inie! Der Insurge, ten-Chef Rivera war mit seinen Truppen vor den Mauern'y, shreitet ,

F daß in den lesten Tagen 300,000 Rthlr. baares Geld | hervar, do 6 Ó ; 1 Ó | fel mehr. Der Landrath, der so lange unentschlossene, hat am

gausmannschaft nâch Leipzia, d. h. die dortigen Banquiers, ab- | !9. April einmüthig folgende Anträge der Standes-Kommission

Se. Königl. Hoheit der Pri, en find, um hierdurch dem gegenwärtigen Mangel eini- | | Friedrich hat heute den großen Reichs-Werft besichtigt. Zu W j gegan T d O E N i

fang des nächsten Monats denkt sih Se. Königl. Hoheit t (F 20,000 Rtblr.

I vom 8. Januar (wegen Ausgabe und Annahme des Conven-

Die Berechnungen, wel |

# hen Nuntius wissen zu lassen, und

Die seit einiger Zeit aud * unter hdheren Offizieren des hier garnisonirenden Militair! stattgefundenen Duelle, von denen daë eine fúr den einen Thel besonders unglücklich ausgefallen seyn soll, haben nicht bloß il militairischer und staatsrechtliher, sondern auch in gesellige! F Rücksicht Interesse erregt. Man rufe sich nur die Verhandlun F gen beider Kammern der lebten Stände-Versammlung bei de! F Berathung über das nunmehr publizirte Kriminal-Geseßbuch in }* dieser Beziehung ins Gedächtniß; manches gewichtige Wort is (F damals unbeachtet gesprochen worden und spurlos verhallt.

E a

reußischen Geldes betreffend, vom 2. April, wonach Wech-

el und Anweisungen nah dem 1. April ausgestellt, die auf

Wie angelegentlih unsere Regierung da unterstükend ein- ; wo es Noth. thut, geht unter Anderem auch daraus |

/2/, in Pr. Cour. und !/z, in Conventions - Múnze) für die

ermaßen Abhülfe zu leisten; doch verlautet, daß nicht unter und die entnommene Summe nur gegen genü- gende Decfung verabfolgt wird. Ob dadurch den mannigfachen Schwierigkeiten, welche hon jeßt die Anwendung des Geseßes

tions: und Preußischen Geldes), wie der Verordnungen vom 9, Februar und 2. April d. J., herbeifährt, begegnet werden fann, ist nicht ohne Grund zu bezweifeln.

Madame Schrôder-Devrient, die im Begriff ist, eine Reise anzutreten, wird nur einen Theil ihres Urlaubs zu Gastspielen quf dem Stadttheater zu Leipzig benußen, die übrige Zeit des- selben aber in einem Bade zubringen, um ihre seit der leßten Reise nah England añdeaertäeni Gesundheit wieder Een, Das Neumann - Haizingersche Ehepaar, das im ereine mit den Töchtern der Neumann in mehreren Rollen den ungetheil- ten Beifall unseres Publikums geärndtet Hat, geht auch zu Gastspielén nach Leipzig.

München, 24. April. Se. Majestät der König haken dem ältesten Rathe des protestantischen Ober - Konsistoriums, Fmanuel von Niethammer, das Ritterkreuz des Civil-Verdienst- Frdens der Bayerischen Krone verliehen.

Stuttgart, 25. April. Gestern hielt die Abgeordneten- Kammer ihre erste Sibung nah den Oster - Ferien. Jn der- selben brachte ‘der Geheime Rath von Schlayer im Namen der Regierung einen Geses-Entwurf gegen den Nachdruck ein, der noch in der jeßt versammelten Stände - Versammlung zur Be- rathung kommen soll. Streng kann man die Bedingungen des- selben eben nicht nennen, da sie das' literarische Eigenthum nur auf 20 Jahre, vom Tage des Erscheinens an gerechnet, be- hüben sollen. Für Musikalien ist sogar nur ein zehnjähriger Zeitraum festgeseßt.

Karlsruhe, 26. April. Einer Privatmittheilung im „„Deut-

“Anton, Bischof von Basel.

gebrannten Wasser aufhére. Gott wird Jhrem amtlichen Worte das Gedeihen geben. olothurn, den 12. Apríl 1838. Joseph

Giarus, 21. April. (Neue Zär. Ztg.) Die Entrü- stung Über Bischof Bossis Benehmen , bei den Katholiken nicht minder, als bei den Protestanten, unterliegt jest keinem Zwei-

um Beschluß erhoben. 1) Es sey der Bisthumsverband mit Chur von Stunde an aufgehoben; 2) dem Hrn. Bossi sey jeg- lihe Einmischung ín unsere kirhlihen Angelegenheiten sofort strenge untersagt; 3) ebenso sey bei strenger Verantwortlichkeit allen Beamten und Einwohnern des Kantons untersagt, Mit- theilungen von Bossi anzunehmen, zu verbreiten oder an ihn abgehen zu lassen; 4) sey dem Hrn. Bossi ein Absagebrief zu übermachen und das Volk von diesen Schlußnahmen durch eine eigene Publication in Kenntniß zu seßen. Eben so einmü- thig wurde dem Rath der Auftrag ertheilt, wegen Anschluß an ein anderes Bisthum die erforderlichen Schritte einzuleiten und dem Nuntius anzuzeigen, daß man bereit sey, darüber Unter- handlungen zu erdöfsnen. Auf den Antrag des Hrn. Fúürsprech Kubli erhielt der Rath gleichzeitig Auftrag, dafür zu sorgen, daß auch von Seiten des Nuntius oder einer andern kirchlichen Behörde keine feindselige und fremdartige Einmischung in un- sere Angelegenheiten geduldet würde. Hinsichtlih der Behand- sung der katholischen Geistlichen fand man, daß dieses Sache des Rathes sey. Noch denselben Tag, Nachmittags, versam- melte sich also der Rath und beschloß „Ueberweisung der Geist- lihen ans Kriminal-Gericht‘“/, und zwar in zwei Abtheilungen. Zur ersten gehdren die Pfr. Tschudi, Etziger, NReithaar und Kaplan Fischli, welche sowohl als Eidscheue, als auch hinsicht- lich ihrer vor und während der Fahrt bewiesenen Widerseßlich- keit und weitern Unfugen geahndet werden sollen. Die zweite Klasse ist bloß der Eidesweigerung wegen überwiesen. Sehr zu wünschen ist nun ein baldiger Spruch.

J talien.

Livorno, 18. April. (Allg. Ztg.) Jn Folge der vie- len Ansuchen fúr eine Eisenbahn zwischen hier und Florenz hat das Gouvernement nun einem hiesigen und einem Florentiner Hause die Erlaubniß ertheilt, die vorläufigen Arbeiten zur Aus- mittelung einer solchen Straße vornehmen zu lassen. er Ent-

hen Courier“ zufolge, ist Herr Staatsrath Nebenius an die Stelle des verstorbenen Ministers Winter zum Departements- Chef des Junern ernannt worden.

Frankfurt a. M., 28. April. Gula, der vor einigen Tagen bereits in Verbindung mit den angesehensten Dilettanten und Musik-Vereinen eine große Kir- cchenmusik zum Besten der von der Ueberschwemmung heimge- suchten Ungarn veranstaltet hatte, wird in diesen Tagen auf ähnliche Weise Haydn's Schöpfung aufführen, und zwar ist der Ertrag diesesmal den Abgebrannten der SSchwedischen Stadt Werid, so wie den Uebershwemmten am Rhein und an der Oder bestimmt, Frau Gräfin Rossi wird bei dieser Musik-Auf- führung mitwirken.

VDEEerreto.

Vien, 25. April. Gestern hat der Túrkishe Ge- sandte am Königlich Preußischen Hofe, Kiamil Pascha, Wien verlassen und die Reise noch Berlin fortgesest. Der hier neu beglaubigte Türkische Botschafter Rifat Bey geleitete seinen bis- herigen Reisegefährten bis Stockerau. Rifat Bey wird in den Tagen des 2bsten, 27sten und 2Lsten d. N. das diplomatische Corps bei sich empfangen.

“Gestern früh ist die nah Linz bestimmt gewesene Pionier- Division auf der Donau von hier nach Pesth abgeschickt wor- den, um dort dem Mangel an arbeitenden Händen zu steuern.

Die mit dem Anfang der Ziehung der bedecutendsten Tref- ser der Wohlthätigkeits-Lotterie verbundene Redoute, deren Ein-

E nahme ebenfalls den durch Ueberschwemmung verunglückten

Ungarn zugedacht ist, hat vorgestern stattgefunden und war troß des hohen Eintritts: Preises von 4 Gulden C. M. - ziemlich be- sucht. Man rechnet, daß über 2000 Personen sich dabei ein- fanden, und nennt hierunter auch einige Mitglieder der Kaiser- a die, wo es sih um schdnes Beispiel Handelt, nie zurück- cibt.

S ch weiz.

Bern, 25. April. Eine außerordentlihe Beilage des ultramontanen Organs, der „Schildwvwvache am Jura““, vom 23. April, bringt folgende Korrespondenz aus Glarus: „Am 17. April hat das am dten vom Kantons-Landammann Herrn Schindler auf dem Schlachtfelde bei Näfels angedrohte Rache-

werk gegen die katholische Geistlihkeit und das fatholische |

Glarnervolk begonnen. Das Jhnquisitorium begab sich im Staatswagen von Glarus nah Näfels; dahin wurden die hochwürdigen Herren Geistlihen von Näfels und Oberurnen beschieden, und jeder über gs Stunden verhört. Am 18ten fam die Reihe an die von Netstall, Glarus und Líinthal, und mußten zu Glarus vor dern Vorhödr-Amte wegen ihrer Pflicht- treue gegen den hochwürdigen Bischof von Chur s\ich verant- worten. Dem 19ten aber ward die Krönung des Rachewerkes vorbehalten. Der dreifache Landrath beschloß, die Katholiken von ihrem Bischofe Johann Georg von Chur zu trennen, dies dem Bischof in gewohnten barschen Ausdrücken anzuzeigen, wie auch dasselbe in bescheideneren Ausdrücken den Aposoli- L ihn den Wunsch Wohl der hiesigen Ka-

er aber nicht nach

auszudrücken, daß er für das geistliche tholikfen Vorsorge treffen möchte. Sollte Wunsch antworten, Auffündschein zugestellt werden. Was mit den „Römischen faffen“ zu thun sey, wurde dem einfachen Landrathe zu be- stimmen überlassen, tacmittag vom Landammann bei Ehr und Eid einberufen A Dieser übergab die hochwürdigen Herren Pfarrer hudi, Reidhaar, Ebiger und Kaplan Fischli dem Kriminal- d v Die übrigen Herren Geistlichen betreffend, wissen wir M bestimmt, was beschlossen worden; doch das wissen“ wir, sie nicht weniger als die Kriminalisirten der Gegenstand der hoheitlichen Rache sind.“ j Der Bischof von Basel hat an alle Pfarrämter des Kan- ons Solothurn folgendes Schreiben erlassen : „Da die hohe egierung des Kantons Söolothurn mir die Anzeige gemacht hat, daß auch in diesem Kanton der unmäßige Genuß gebrann- L Wasser immer mehr überhand nehme, }\o ersuche ich JZJhre R (gleih wie das gleiche Ansuchen an sämmtliche dh M. Pfarrer ergeht), durch alle mögliche Belehrung und ri d glich im Unterrichte der Jugend auf Jhre Pfarr-Angehd- m. einzuwirken, damit das Laster der Trunkenheit überhaupt, 1 der unmäßige Leib und

so solle ihm, wie dem Bischof in Chur, der -

der am Ende der Vormittags - Sibung auf

Seele vergifcende Gebrauch der

wurf soll dem Gouvernement spätestens bis zum 30. April 1839

| vorgelegt werden und, wenn das Gouvernement sich entschließt, Der Kapellmeister |

die Bahn zu bewilligen, den Vorzug erhalten. Die erwähnten Häuser schlagen die Kosten der Bahn (die Poststraße zwischen Livorno und Florenz ist 63 Jtaliänische Meilen) auf 30 Millio- nen Toskanische Lire an; sie verlangen bei Einzeichnung für Actien sogleich 10 pCt. Einschuß.

S panien.

Madrid, 17. April. Die Hof- Zeitung enthält nach- stehenden Bericht des Generals Jriarte an den Kriegs-Minister: „Excellenz! Die gestrige Nacht brachten wir in Rioseco zu, heute [e die Straße nach Leon ein, als meine Avantgarde um fünf Uhr Abends die feindliche Kolonne entdeckte, die, sobald sie meine Truppen erblicte, sich nah Sallice zurückzog, um die dortige Brücke zu passiren. Auf die erste Nachricht hiervon ließ ich die beiden Schwadronen des Regiments „Prinz“ vorrücken, um den Feind bis zur Anfunft meiner Truppen zu beschäftigen; allein es gelang dem größten Theile der Feinde, die Brücke zu passiren und sich in der größten Unordnung zurückzuziehen. Unsere tapfere Kavallerie griff jedoch mit Ungestüm die feindliche an, die von vier Compagnieen Chasseurs unterstüßt wurde. Unsere Kavallerie richtete unter den einden ein großes Blutbad an, und Alles, was nicht hatte den luß passiren fönnen , wurde niedergemacht. Da meine Jufanterie unterdeß auf dem Kampfplaßze augefommen war, so verfolgte ich den Feind troß der Dunkelheit bis um 10/5 Uhr Abends. Die Karlisten sind völlig geschlagen, das Schlachtfeld is mit ihren Todten bedeckt, und wir haben 200 zu Gefangenen gemacht, unter denen 14 bis 16 Offis ziere und Unteroffiziere. Auch haben wir mehrere Gefangene befreit, die der Feind von Sahagun aus mitgenommen hatte. Außerdem sind Waffen, Lebensmittel und Pferde in unsere Hände gefallen. Wir haben 2 Todte und ctwa 10 Verwundete. Jch werde Jhnen später die Details über diesen Kawpf mittheilen, in dem Offiziere und Sol- daten an Tapferkeit mit einauder wetteiferten Melgar de Abajo, den 15. April 11 Uhr Abends. Firmin Jriarte.“

Die Hof-Zeitung enthält ein Königliches Dekret, welches die Verleihung von Medaillen an die Vertheidiger von Sara- gossa befiehlt.

Es is jeßt entschieden, daß der Marquis von Miraflores (nicht, wie früher gemeldet, der Herzog von Osuña) als außer- ordentlicher Botschafter zur Krönung der Königin von England nach ‘London gehen wird.

Die Deputirten-Kammer hat gestern mit 76 Stimmen ge- gen 46 entschieden, daß Deputirte und Senatoren, die sich we- gen Annahme eines Amtes u. s. w. einer neuen Wahl unter- werfen müssen, ihre Siße bis zur Beendigung der neuen Wah- len beibehalten sollen.

Als die neue Aushebung von 40,000 Mann beschlossen wurde, ersuchte bekanntlih der Conseils - Präsident, Graf von Ofalia, die Britische Regierung um 40,090 Flinten, die ihm auch von Sir George Villiers zugesagt wurden. Jet will | man jedoch wissen, daß Lord Palmerston sich nicht nur entschie- | den geweigert habe, die verlangten Flinten zu senden, sondern daß er auch der Spanischen Regierung Wortbrüchigkeit gegen ihre Gläubiger, so wie die Nichtzahlung des rückständigen Sol- des der Britischen Legion und ihre Weigerung, einen Handels- Vertrag mit England abzuschließen, vorgeworfen habe. Man behauptet sogar, daß Lord Palmerston erklárt habe, England werde sich zu keinen Opfern fúr Spanien mehr verstehen.

Der Senator Entrena hat das Amt eines politischen Chefs

von Madrid angenommen und, was in Madrid unerhört ist, auf das Gehalt verzichtet. Der Courier enthált folgendes Schreiben aus San Sebastian vom 12. April: „Die. wichtige Seestadt Santan- , der ist nur [ie genauer Noth der Zerstôrung entgangen. Als | Jrun von den Soldaten der Britischen Legion mit Sturm ge- l

nommen wurde, betrug die Zahl der gefangenen Karlisten etwa 500 Mann, unter denen auch der Gouverneur von Jrun war. Sämmtliche Gefangenen wurden anfangs nach Corduña, später aber nah Santander in das Franziskaner- Kloster gebracht. Hier fanden sie Mittel, mit dem von Guergué kommandirten Karli- stishen Corps, welches in der Nähe von Santander stand, zu korrespondiren, wobei die Frau eines Landmannes, welche Eier und Geflügel zu Markte brachte, die Vermittlerin machte. Als eines Tages die Schildwache in ihrem Korbe ein ungewöhnlich großes Paket bemerkte, wurde sie angehalten, und man fand bei Durchsuchung des Korbes ein starkes zusammengerolltes Seil und einen Brief; leßterer war von einem Offizier, der zwei | Bataillone von Guergué’'s Division kommandirt, geschrieben und an den ehemaligen Gouverneur von Jrun gerichtet. Es

hieß darin, daß das Kloster, worin sich die Gefangenen befän- den, shlecht bewacht werde, und daß daher leicht einer dér Ge- fangenen mit Hülfe des Seiles entfliehen könne, daß ‘dieser dann um Mitternacht ein Haus in der Nähe des Klosters in Brand stecken solle, und daß während der hierdurch erregten Verwirrung die beiden Bataillone in die Stadt einrücken wür- den, um dieselbe zu plündern. Jenes Weib befindet sich jet dort im Gewahrsam, weigert sich aber, wie ih höôre, zu be- kennen, ob Bewohner der Stadt mit in dies Komplott verwi- ckelt sind. Die Gefangenen sollen nun nah Santora, San- tander gegenüber , gebracht werden , wo es ihnen nicht so leiche werden dürfte, mit ihren Freunden zu korrespondiren.

Türke4.

Konstantinopel, 5. April. Die Würde eines Serias- fers von Anatolien ist aufgehoben worden. Ferik-Bey ist zum Verwalter dieser Provinz ernannt worden, die nunmehr wie jede andere administrirt wird.

Die bereits erwähnte Armenierin, deren Bemühungen die Wiederherstellung des ältesten Sohnes des Sultans gelungen ist, hat von diesem eine bedeutende Geldsumme, einen Dia- mantring, ein Haus, dessen Wahl ihr freigestellt is, und eine lebenslängliche Pension von 6000 Piastern, die auf ihre Kinder übergeht, zur Belohnung erhalten.

Der Öesterreichishe Jnternuntius Baron von Stürmer und seine Gemahlin werden, wie es heißt, am ten d. M. mit dem Französischen Paketboot nach Frankreich abgehen, wo dieselben sich einige Monate aufzuhalten beabsichtigen.

Die Kriegsrüstungen werden rastlos fortgeseßt; noch in der vorigen Woche ging eine beträchtliche Truppenabtheilung ins Lager von Konieh ab. Eine nicht mindere Thätigkeit bemerkt man auf der Flotte.

Die Europäer, welche die am Bosporus gelegenen Dör- fer bewohnen, haben sich an die Regierung gewendet, um beé derselben die Erlaubniß zur regelmäßigen Verbindung beider Ufer. durch ein Dampfboot zu erwirken. Wie schon öfter ist auch dieses Mal das Gesuch ohne günstigen Erfolg geblieben.

Briefe aus Jassy melden die Ankunft vieler Russischen Offiziere von verschiedenen Waffengattungen, welche sich nach der Túrkei begeben, um die vorzüglichsten Festungen zu be-

E 4 Auch hier beklagt man sich úber \chlechtes Wetter, und heute schneit es sogar sehr stark.

Belgrad, 16. April. So eben aus DVitoglia ein- egangenen Berichten zufolge, hat der Rumely Walessy eine Bevarbauns erlassen, wodurch allen in dem seiner Verwaltung anvertrauten Gebiete ansässigen Kaufleuten bei Strafe der Con- fication untersagt wird, nach Verlauf von zwei Monaten, von Tage dieser Bekanntmachung an gerechnet, zum Bezug ihrer Waaren einen anderen Weg als den úber Durazzo zu wählen. Diese Verordnung is von nicht geringer Wichtigkeit, indem sie vielseitige Interessen berührt. Insbesondere ist dabei die Ser- bische Neziebung insofern sehr betheiligt, als ihr auf diese Weise eine bedeutende Zoll-Einnahme entzogen wird, da bisher die meisten Waaren aus Deutschland nah jenen Gegenden über Belgrad gingen und Fürst Milosch vorzugsweise wegen Ueberlassung der Belgrader Mauth an Serbien den sehr an- sehnlichen Tribut von 52,000 Stück Dukaten jährlich traktats- mäßig an die Pforte bezahlt; dann aber sind besonders auch betheiligt die in Oesterreich ansässigen Türkischen Kaufleute, in deren Händen hauptsächlich der A mit jenen Gegenden sich befindet, da sie durch die fragliche Verordnung gezwungen werden , den bisherigen Weg der Versendung aufzugeben und dafür den mit größeren Spesen verknüpften über Triest einzu- schlagen, wodurch sie in ihren Geschäften genirt werden und durch die so veranlaßte Steigerung der Waare länger beste- hende Geschäfes-Verbindlichkeiten zu erfüllen sich gehindert sehen. Es existirt deswegen auch kaum ein Zweifel, daß gedachte Ver- ordnung nicht lange in Kraft bleiben kann, da eben so die Oesterreichische als die Serbische Regierung dagegen protestiren werden; allein auch die augenblickliche Störung is beklagens- werth, um so mehr, als sich eben mehrere Macedonische Kauf-' leute auf der Leipziger Messe befinden, um Waaren zu kaufen, und die Handelsweit überhaupt im Begriff ist, zu der bevor- stehenden Messe von Perlipe in Macedonien eine Ne Quan- tität Waaren nach jenen Gegenden zu versenden. Man erstaunt daher billig über eine solche den Verkehr hemmende Verord- nung eines Türkischen Statthalters, dessen Regierung gerade jeßt nihts Angelegentlicheres zu thun weiß, als jeden den Han- dels - Verkehr hemmenden oder ershwerenden Umstand zu be- eitigen. s Aus Janina berichtet man aus sicherer Quelle, daß die Unruhen in Thessalien sih bloß auf einige Auszüge der dorti- gen Gebirgs-Bewohner beschränken, wie dies aewdöhnlich mehr oder weniger in jedem Frühjahre der Fall war.

Smyrna, 7. April. Das Journal de Smyrnebringt jeßt ebenfalls Mittheilungen aus Alexandrien, welche die Nach: richten von der Niederlage der Drusen bestätigen. Nach den in Alexandrien umlaufenden Gerüchten wäre der Aufstand die- ser Völkerschaft gänzlich unterdrückt, und Jbrahim hielte die Insurgenten so fest eingeschlossen, daß sie sih bald auf jede Be- dingung ergeben müßten. Dieses glückliche Resultat wird be- sonders einem geshickten Mandver Soliman Pascha's zuge- schrieben. „Wenn alle diese Nachrichten begründet sind“, be- merkt das genannte Journal, „so kann sich Mehmed Ali Glück wünschen, denn einen Augenblick war seine Herrschaft in Sp- rien sede bedroht.“/ Der Gesundheits-Zustand Jbrahim Pa- scha’s soll sih fortwährend verschlimmern und seinem Vater die größte Besorgniß verursachen. Der Doktor Clot hat den Be- fehl erhalten, sich nah Syrien zu begeben; Mehmed Ali har demselben sehr ansehnliche Geschenke gemacht; unter andern cine Besikung bei Alt-Kahira, welche einen Werth von 250,00) Piastern hat. Mehmed Ali soll sich noch nicht entschlossen ha- ben, seine Baumwollenvorräthe öffentlih zu versteigern; nur mit einigen von ihm begünstigten Häusern hat er schon Kauf- verträge abgeschlossen. Ein neues Edikt der Regierung gestat- tet die Einfuhr fremden Getraides in Aegypten bis zur Mitte des April; und so wird täglich eine ungeheure Menge Getraide nach Kahira gebracht, wo dasselbe sehr theuer bezahlt wird. Uebrigens steht es fest, daß die diesjährige Aerndte nur eincn sehr geringen Ertrag gewähren wird, weil das Wasser des Nils keinen hohen Stand erreicht hat.

Mexiko.

Mexiko, 4. Febr. Die hiesige Regierungs-Zeitung enthält eine Botschaft des Ministers der auswärtigen Angel--

genheiten, Don Luis G. Cuevas, an den Kongreß. Der Theil,