1838 / 127 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

R E I T Ä R B Ä A A

find 3 Menscheu erschlagen worden, 7 wurden mehr oder weni- ;

ger beschädigt.

Gestern frúh ist einem Soldaten des Jnfanterie-Regiments Hessen-Homburg, welcher vor 4 Wochen seinen Korporal meuch- lings niederschoß, sein Urtheil publizirt worden, gemäß dessen er mit dem Strange voin Leben zum Tode gebracht werden soll ; nach 3 Tagen, binnen welcher Zeit der Delinquent dffentlich ausgese6t ist, wird das Urtheil volistreckt werden.

___ Das Donau Dampfboot „Maria Anna‘ ist gestern von seiner ersten ordentlichen Fahrt in der erstaunlih kurzen Zeit von 9 Stunden 6 Minuten von Linz zurück hier angelangt, und hat diesen Morgen bereits seine zweite Fahrt nach Linz angetretei.

Am 26sten v. M. hatten wir cin starkes Gewitter, und un- weit Treiskirchen, 4 Stunden von hier, ist ein Bauer beim Akern auf dem Felde vom Blibe getödtet worden.

Wien, 2. Mai. Die neuesten Berichte aus Con- Nantinopel bringen die bestimmte Nachricht, daß Ibrahim Pascha in Syrien die Offensive gegen die Insurgenten mit Vortheil ergriffen hat.

Aus Konstantinopel wird vom 18. April geschrieben: „In den leßten $ Tagen sind wieder mehrere nicht unwichtige Veränderungen in den Staats-Aemtern vorgefallen. Der Zarb- cane Muschiri Hassib Efendi ist zum Range eines Pascha von drei Roßschweifen erhoben und es ist ihm zugleich die Stelle eines Ewkaf Naziri (Aufsehers der frommen Stiftungen) zu- getheilt worden. Zum Musteschar des Zarbchane wurde Schewki Efendi, vormaliger Dschebbi Humajun Kiatibi, er- nannt. Der bisherige Zahire Naziri Hadschi Weli Aga ist dieses Amtes enthoben und dur den ehemaligen Weznedar Baschi und Anführer der Karavane von Mekka Hadschi Ah- med Efendi erseßt worden. Am 1öóten d. ist Marquis Pa- reto, Königl. Sardinischer Geschäftsträger bei der hohen Pforte, auf einer Korvette in dieser Hauptstadt angelangt.

Den lebten Berichten aus Smyrna zufolge, war der Kaiserl. Oesterreichische Juternuntius Freiherr von Stúrmer am "ten um 11 Uhr Nachts dort angekommen und wurde Tags darauf von der dort befindlichen Türkischen Fregatte begrüßt und über- haupt von den Osmanischen Behörden mit der größten Aus- zeichnung aufgenommen. Herr v. Stürmer verließ Smyrna am Nten und fam am l10ten in Syra an, wo er nur die Ankunstc des Französischen Dampfbootes „Dante‘“/ von Alexandrien er- wartete, um die Weiterfahrt nah Malta anzutreten.

___ Briefe aus Alexandrien vom Tten d. melden, daß am 29. März die Pest daselbst ausgebrochen sey und daß seitdem täglich einige Fälle vorkamen.

Spanien.

Madrid, 24. April. Es zirkuliren hier unbestimmte Ge- rüchte in Bezug auf Espartero's Armee. Es soll sich unter den Soldaten allgemein cine ungünstige Stimmung kundgeben, auch spricht man von Kompylotten , die entdeckt worden seyen und Verhaftungen und selbst Hinrichtungen zur Folge gehabt hätten. An dem Tage nah der Abreise des Infanten Don Fran- cisco de Paula fand man an den Straßeneckten Anschläge, welche Beleidigungen gegen die Königin enthielten.

Der General Cordova hat dem hiesigen Britischen Bot- schafter, der bald nach London abreisen wird, um der Krönung der Königin beizuwohnen, auf seinem Landhause Carabonchel ein glänzendes Diner gegeben.

Am 10. Mai wird im Prado eine Musterung von acht neu errichteten Kavallerie Schwadronen stattfinden. Die un- gemein große Schwierigkeit, eine tüchtige Kavallerie zu organi- firen, wird der Beschaffenheit der hiesigen Pferde zugeschrieben, indem dieselben mehr zu Luxus - als zu Campagne - Pferden tauglich seyn sollen.

Dem Vernehmen nach sind Unterhandlungen mit der Por- tugiesischen Regierung angeknüpft worden, um die Karlisten in den Gränz-Provinzen zu verhindern, nah Portugal zu fliehen. Der Herausgeber des „Graduador“‘ ist wegen eines besei- digenden Artikels gegen die Königin zu zweijähriger Gefängniß- Strafe verurtheilt worden.

Der Courier enthält ein Schreiben aus San Se- bastian vom 22. April, worin es unter Anderem heißt: „Es hat ih das Gerúcht verbreitet, daß Muñagorri, der bekannt- lich die Unabhängigkeit der Baskischen Provinzen und Navarra's proflamirte, durch Uebermacht gezwungen worden is, sich nach der Franzdsishen Gränze hin zurückzuziehen. Seine Frau und seine Kindêèr sind von dem Kommandanten von Guipuzcoa als Geiseln festgenommen worden. Die drei Navarresischen Batail- lone, weiche von den Linien bei Hernani gegen Muñagorri ge- sandt wurden, sind dorthin zurückgekehrt. Man behauptet, daß drei Compagnieen Chapelgoris zu Muñagori übergegangen seyen. Vebrigens if die Unzufriedenheit unter den Basken allgemein und hat namentlich seit der Rückkehr des Gomez von seinem Zuge nah dem Süden Spaniens immer mehr zugenommen. Die Aeltesten der Provinz, oder die Väter des Volks, wie sie genannt werden, haben ihre Söhne und Brüder zur Unter- bung der Sache des Don Carlos hingegeben. Jhr Blut, sagen sie, sey geflo}sen, glei der Urumea, wenn sie von den Winterregen angeshwollen, und ihre Gebeine lägen unbeerdigt in den Ländern der Fremden. Ste finden jetzt, daß die Sache von „„Car- los quinto” nicht so innig mit der Bewahrung ihrer eigenen Rechte verbunden ist, als sle anfänglich glaubten, und sie haben daher den Beschluß gefaßt, daß, wenn se noch Truppen steliten , dieselben innerhalb der Gränzen bleiben müßten. Bei der vor kurzem von Don Carlos anbefohlenen Aushebung in Masse für eine zue Expedition nach dem Süden Spaniens haben die Juntas dec drei Provinzen erklárt, sie wúrden nicht einen einzigen Mann zu einem anderen Zwette als zur Vertheidigung ihres eigenen Landes stellen, denn die einheimischen Truppen sollten niemals wieder den Fluß überschreiten, der se von Spanien trenne. Der General Espartero hat, wie wir hôren, die Re- gierung ia Madrid dringend aufgefordert, den Baskischen Pros- vinzen ihre Fueros zu bestätigen. Geschieht dies, und die Bas- fen leacn die Waffen nieder, so möchte es dem Don Carlos wohl {wer werden, sch in Spanien zu halten.“

S Ae L

Belgrad, 22. April. Der Zustand Albaniens is, obwohl diese Previnz äußerlich den Schein der Ruhe emadre, innerlih doch sehr bedenklich, indem die Gemüther dur Ver- spreiegen und Geld Mehmed Ali's neuerdings in die gróßte

ufrezung versegt seyn sollen. Die Albanesen scheinen aber, durch die trüben Erfahrungen der leßten Jahre gewibigt, nicht wieder leihtsinnig die Fahne des Aufruhrs erheben zu wollen, was die Agenten Mehmed Ali's auch bereits bestimmt zu haben scheint, ihre Taktik? zu ändern. Statt nämlich ferner sich mit dem gefährlichen uud dennochz wenig Erfolg versprehenden BDe-

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sreben zu befassen, die Bevölkerung Albaniens zu insurgiren, sind dieselben nunmehr vorzugsweise bemüht, Rekruten in Al- hanien zu sammeln, um dieselben auf andern Punkten gegen die Pforte zu gebrauchen. Man versichert, daß bereits über 1006 Mann der frieggewohnten Albanesen auf solche Weise für Mehmed Ali geworben worden seyen, die heimlich eingeschifft und auf einer der Jonischen Juseln gesammelt werden, um in größern Abtheilungen vorläufig nach Candien geführt zu wer- den. Auf Corfu sol! sich ein förmliches Aegyptisches Comité befin- den, das alle diese Vorkehrungen und Umtriebe in Albanien leitet. Aus Vitoglia berichtet man, daß der Rumely Walessy seinem sehr geachteten und einflußreichen Secretair, einem Griechen Namens Costa, auf eine einfache Anzeige des Paschas von Ja- nina 2c. „daß er Briefe desselben Ea habe, worin die Albanesische Bevölkerung zum Aufruhr ermuntert werde“‘, den Kopf habe abschlagen lassen, und sotchen dem Pascha von Ja- nina, in Gemäßheit sciner Forderung, ihm den Secretair zur Untersuchung auszuliefern, überschikr habe. Dieser Vorfall hat großes Aufsehen erregt, und allerlei Vermuthungen und Com- binationen úber seine Veraniassung erzeugt. Während nämlich Einige der Ansicht sind, daß Costa durch den ihm vorgespiegel- ten Plan einer Lripcl- Allianz zwischen Aegypten, Griechenland und Serbien zum Umsturze des Türkischen Reiches von Mceh- med Ali's Agenten gewonnen, die Rolle eines Auzwieglers wirk- lih gespielt haben könnte, treten die zahlreichen Gegner des Rumely Walessy mit der Behauptung auf: „„daß Costa nur auf Befehl seines Herrn, des Rumely Walessy selbst, jene zu Un- ruhen gegen den Pascha von Janina auffordernde Briefe ge- schrieben habe, wodurch jener die Einverleibung des Paschaliks von Janina mit seiner Statthalterschaft zu erzwecken gedacht habe; darum, sagen sie, wurde Costa nicht lebend ausgeliefert, wie es verlangt wurde, sondern bloß scin Kopf übersandt, der nicht mehr reden kann.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Berlin. Außer den bercits in Nr. 124 der St. Ltg. mitg?- theilten Auszligen aus dem Bericht über die zur Befanutmachung geeigneten Verhandlungen der Akademie der Wisseuschafcen im Monat März eutnehmen wir denselben noch die damals uur erwähniec Abd: handlung des Herrn von Humboldt über die Hochebene von Bo- gota. Die Andes-Kette, wie alle großea Gebirgs - Ketten der alten und neuen Welt, bietet mehr oder minder ausgedchute Hochebenen dar. Sie liegen slufenweise über einauder und stud mcist durch enge Schluchten Thäler, die senkrecht die Haupte:Arxe des Gebirges durch- schneiden verbunden. Diese schr bekannte Erscheinung wiede1holt c setbst am Adhange isolirt stehender Berge. Was der Andes-Keite aber eigenthümlich ist und sich in gleichem Maße nirgends in dem alten Kontinent wicderbolt, ist der Umstand, daß dort große, reiche und wobibevötfkerte Städte in den Hochebenen seibst gegründet sind: fast reihenweise in gleichem Abstande vom Acquaior, zwischen 360 nördlicher und 369 südlicher Breite, von Neu-Mexiko bis Chili. Die Ursache dieser sonderbaren Städte-Gründung muß man suchen in der Richtung der fcühesten Völkerwanderunugen, in der Farcht aller Berg- vöifer, in dic heißen Ebenen hinadzusteigen, in der Wahl der nâh- renden Pslanzea, wclche früh ein Gegenstand des Ackerbaues gewor: den sind. Die Europäischen Ansiedler foigten überall der alten Kul: tur: fie haben die eroberten Städte erweitert, doch ihnen seiten neue Namen gegeben. Wenn man Caraccas, Popayau, Merito, Quito, La Paz und Potosi nennt, so re:het man genau in dieser Foige Stationen an einander, die sich senkrecht zu Lufischichien zwischen 2800 bis 13,060 Fuß Höbe über die Meeresfläche erheoen, mcteorologishe Warten, gewiß einst Siye wissenschaftlicher Biidung, in welchen durch permanente Bewohnung die wichtigiten Aufschlüsse über den mittleren Zustand der Atmosphäre nah Berschiedenbceit der Hrbe und geograpbischen Breite erlangt werden fönnen. Die Asiatischen Bergländer zeigen uns höber bewohute Dorfschaften und Meierhöfe am nördlichen Ädhange des Himalaga, wie in Wi sk-Tivet, am Küenlun und in dem Plateau von Pamer gegen den Bolor hin, aber feinesweges eine Reihe großer Städte. Kaschmir licgt nach Victor Jacquemont und Baron von Hügel nur 5000 oder 5400 Par.

hoh, es erreicht aiso nech nicht die uubedeutende Hobe der Stadt Popapyan. Der Paf, auf dem Burnes, zwischen Kabul und Baikh, den L indu: Kbo bet dem alten Bamivan überschri1t, is auf dem höchsten Punkte fast 1000 Fuß niedriger als das Straßenpflaster der oberen Stadt Potcsi. Herr von Humboidt untersucht in duscn allgemeinen Betrachtungen, welche der Abhandlung zum Eingange dienen, die Stellen der Alten, in denen das allgemcine Gese der/ unadbängig von der geograpbischen Breite, mit der bloßen Erhebung des Bodens zunehmenden Kälte der Klimate ausgesprochen ist. Der von Herodot geleugneten Schueeberge in Afrika zwischen den Wende- freisea erwähnt zuerst die Adulishe Juschrift. Jm neuen Keutinent wurde der ewize Schnee der Tropen-Reg1on zuerst in dem Gebirge von Ci: tarma (jeyt Nevades de Santa Marta), neun Jahre nach Celumbus erster Enideckung, gcseben. Petrus Martyr de Aùagdhicra bemerkte zuerst in einem für den Papst Leo X. geschriebenen Buche, daß die untere Gränze des ewigen Schnees mit abnehmcuder Breite sich erhebe. Neuere Beobachtungen lehren den Einfluß der Hochebeaeu auf die mittlere Temperatur ; sie ist 19,5 bis 29,2 größer, als in gleicher Höhe an dem ununterbrochenen Abhange der Gébirgsfettén: auch bemerk mau Unterschiede zwischen der Mitte der Hochevenen und den Rán- dero. Dem Ackerbau, besonders der Kultur des Mais und der Eu: copäischen Cerealien, in den Hochebenen, befondcrs wenn sie sich iber 7800 Fuß erheben, das Erscieren dur näch.liche Stirab'ung gegen einen heiteren, dun?freien Himmel, durch unbewegte - dünne und sebr trockene Luft, gefabrbringend. Jedes Plateau hat cin ige: ncs individue!les Klima, welches durch seinen Vigetations - Zustaud, die Gestalt der umgebenden, näcsicn Felswände, ihre Steliung zu den berrshenden Winden und ihre Farbe, wie durch den periodischen Gang der Störungen im eleftrischcn Gleichgewicht der Atmosphäre bedingt wird. Die numcerischen Resultate der mittleren Log- vud Nacht - Temperaturen acben allcin, bei dem vernickelten Gange des weteorologischen Vrozesscs, fein treues Biid der lofalcn Klimate. Auch von dieser Seite bietet in der glücklichen Tropen-Zone die kicinste Raumsläche die böchsimégliche Mannichfaliigfcii von MNatur-E! fchii- nungen dar, sey cs in den metcorisch vorübergehenden oder iu den durch innere Entwielung sich ciwig craeucrnden des organischen Le- bens. Herr von Humbelidt ging nuumchr zu ciner spezeluen Schlde- ung der Hoczebenen von Bogota nach scinen noch uugedrucftcn Tage- büchern über und sprach über die Bewchnbarkcit, das Kiima, tíc L hy- siognomik der Vegetation und die gzognojlishen Schichtungs Verbält- nie. Das Plateau Llanura de Bogota, nach den anen Sagen der Urcinwchner vom Stamme der Muvöcas der Boden des ausgetrock: neten See Funzha, hat die mitt!ere Hohe von 8130 Fuß. Die Stadt Bogota, vor dem Freibeitsf:icge Sauta Fe de Vogota génannt, ijezt 2556 Fuß héher als das mildere Popavan und 820 Fuß tiefer als Quito. Es bictet in sciner 15 18 geegraphishe Quadrat - Wieiln aroßen, ganz séhligen, fast baumlosen Fläche vier merfwüdige Er- sccheinungen dar: den prachtvollen Wasserfall des Tequendama, der ‘vou der Region immergrüzer Eichen in eine Kiuft stürzt, zu welher Palmen uod baumartige Farren bis an den Fuß der Katarafte binaufzestiegen sind; das mit Mastodonten - Kucchen überfüllte Niesenfe!d, Campo de Gigantes; Steinfkohlenflöze und mächtige Steinsalzshichten. Dax Borlommcn der be.d:n lekteren Formationen erregt um so mehc Bcfremden, ats sie eiue Höhe erreichen , ungefähr der gleich, die man erbält, wenn man \:ch unseren Brocken auf den Gipfel der Schueefoppe gethürmt denkt.

Der Charakter der ganzen Landschaft if großartig, aber mclanchelisch

! und éde, Die Stadi, von Alleen ricseumäßiger Daturen umgeben, | líegt dicht an einer fast seufret abgestürzten Felswand, deren östii- | chzer Ubfall über den Paramo de Chiguachi hinüber in die Ebene des

Mecta und Orinofo fübrt. An dicser Felswand häge über der Stadt, nesterartig zwei Kapellen, Monserrate besuchte Walifahrtsorte, in absol Gegen Südweien sicht man unu sie bezcihnet den Punft, wo der Vegetation der Hochebene kontraflirt wand, an der dic Kapellen bänge, callonia tubar,

der Temperatur der wärmslen und fäl 79,8; August 239,7),

Wärme so gleichmäßig vertheilt ist, geude Monaie nur cinen Unterschied ven 09,9 bietev. Juin aoanzcn Jahre ift der der fälteite 14%,2 C. (11",4 R.). Lebensprozes}se des Organisuus b Wärme unter die verschiedenen Jabres-

wármste Monat 1 Die fklimaterischen Eiaflüsse auf, ángen mehr von der Vertibeilung und Tagcézeiten, als von h Die Bergcbeue vy

wttleren Temperatur des ganzeu Jabres ab.

Bogola bar, mie thr individuelles K Mypihce. Die

( Tcnochtitlauü), nem cinzigen

in threm Schutiboden dic fnung im Thal von Mexito ist «i begonnen: der Paß, durh bei Tequendamo, die Wis: Muy1hische Tradiiic:F s, schreiben die Ocffaung dieses Passi Wasserfalls der mächt!gen Hand cin

Tbiere, abcr die Ocff durch die Spanischen Ausicdler scit 1607

welcyen der Rio de Begota oder Funzba, ser der Hochevene ausführt, nen des Urvolfs der Muvdöca und die Entstchung des großen f Wundermannes, des Botschica (Bochica) zu, der die in roher Sitte lebendeu Muvscas j udicnst cinfübrte und, wie in Tibet und Ju) er einen welilihen Herrscher (zaque) und i} Lama des Souncutempels von Jraca (b Bildung und Anschwillung def

dem Heliaden feindliche weibliche Was von dem Mcenschenge schlechte, , rettete sich auf tschica dfffaete die er trocénet die nun wieder

Wanco: Capac, bau aurigte, den Soune pan, die Obergewalt unm uen geisichen, den QOber- Sogamoso), theilte. Sees Füunzha wurde durch eine Gestalt, Huvtharca, d. b. Lon dem Stamme der die nahen Berae. Der lang Felsmwand bei Tequen 1 bewchnbare Edeue. Huaythaca selbst wird der alle Feuchtig!eit anjzl } rde zu begleiten. be

ende Mend, wáilcher nun erst die E f feit der

ron Humboldt macht hier Personen Duetzalcoate in Mancco-Capac tau P dem sie ihr Misfion Buddha, in seldslaufgel! die symbolisirende Mens Gesittung, große bislorische Ges bequem als picgliche Erfind bürgerliche Eiurichtungen, te Jabre zuzuschreiben. zeitig, wie durch fremde Herr von Humboidt gcht nun zu de Aber und beschreiöt die Au Raum: Verhältnissen, ohue sic jz oder der Jdenlitär mit j ut wohicrkanuten C Vorsicht \cien Herrn von Humboldt ntl ig | 0 : Studium der zoologischen Kennzeichen und charalfterifirenden Fefsilien F Eine sorgfälzige und glück: F

der fast cinzig sichere Leiter E a ) fall einz Ï im Wurm - Revier

liche Vestimmuna dcr Veisi e Fdentität der Formationen mit E

erflären.

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettel.

r. Conr.

St.-Schuld-Sch«

Pr. Eugl. Obl. 30. PrämSch.d.Seel:. Kurm.Obl. m.LC. Nm. Tut, Sch, do. Berl. Stadt - Obl.

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Dauz. do. iu Thi. Westpr.Pfaud!.r. Grossk. Pos. do,

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Briet. V2 /5 103!/g 65 103! /; 1023/4 Li3!/,

433, 101!/2 1045/5 101!/, 101

folsilen

Die Lofkal-Fluib,

verursacht. Muyscas,/, übrig blieb bärtige Wundermaun Bo dama uud Canoas:

auf die Acbulich Mecriko, Botschica in Neu- Granada und fmcrfsam. Die bilden ersteren enden, nch- s Gcschäst vollbracht, auf cinsamen Bergen, wie egten strengen Büßungen. i chbeit Personifizirungen, Repräsentanten dir alten gedach!, um ihncu cinfach und F Fortschritte der Kultur, geistliche und cnische Künste und Verbesserung der Mont: igentwickelt bat, wird gedacht als gleih\ * Wundermänncr oder Änkémmlinge bervorac rufen, r aeognue stischen Schilderung flagerung der Fidz-Formationen k u benenneu nua dim Parallclizmus n Europäischen Typen. Diese zu ciner Zeit, wo das

cer au

geworden . ist. cinerungen der Andesfeue wud bald die

urcpäishenu Typen descicdgend f

[41TH]

it cin natürlicher.

er Ba 5 Den 7. Mai 1838.

Gold al unarco Neue Du: atenu Friedrichsd’or

zen à 5 Tlil.

Discouto

n, fast 2009 and Guadaly uter Höhe fast demGipfel des Actua gl nterdrochen cine Dampfsäule alleigen;

Wasserfall von Tequeudama lieg. Die F mit der des Abhanaes der Fi;

wo unter dem Schatten von Ex,

Vallea stipularis und Weinmannien, purpurblüibig,

Thibaudien. Passifloren und Gaulterien von ewigem Nebel getränit F werden. Dic mittlere Johres-Temperatur von i Höbe und unter 36“ Breite) ist 14%5 E. (11%6 R.), von Rem, aber in Rom sind die miitleren Grz), testen Monate um 16° verschieden (Januy während in der Hochubene von Bogeta di daß oft sicb:n auf ciaander fj mitilerer Wärme d, 6%,6 C. (13%,3 8,

Fnland.

Unter mehreren auf Preußen Bezug

Berlin, 7. Mai. ! welche die gestern hier ange-

Korrespondenz- Artikeln , 23 der Augsburger Allg. Zeitung enthält, Stern bezeichnetes Schreiben, angeblich aus welches in der Aufzählung von Beweg- Bewohnern des Großher- schenden düstern und gedrückten Stimmung en noch Úberbietet. Erwarte noch die Allg. Ztg. selbst, Aufnahme solcher, den Stempel der innern Unwahrheit rn tragende? Aufsäße einen unbegreiflichen Mangel s auf eine spezielle Widerlegung wie sie der

ein mit einem erlin vom 26. April, Índen zu der vorge thums Pose sle bisherige! weder der fri

Bogota (bei 8130 Fug 5 blich unter den Verwaltungs - Gegenstände, wie Hypotheken-, Vormund- | schafts- , Nachlaß - Sachen, zu ihrem Geschäftskreise ge- Hôren, wobei es sich nicht bloß um die Anwendung des | Geseßes auf den gegebenen Fall handelt, wo es vielmehr ; auf eine Menge positiver, administrativer Kenntnisse, auf eine umsichtige Verwaltung, auf die einsichtsvolle Einlei- tung und Behandlung aller Arten von Rechts- und Ver- mödgens- Angelegenheiten ankömmt, einer aufmerksamen | veständigen Ober- Aufsicht bedürfen, und zwar durch solche Ober-Gerichte, welche mit der Bearbeitung ähnlicher Ge- genstände selbst beauftragt, damit folglich vollklommen ver- traut sind, an welche die Beschwerden über die Unter- | Gerichte gelangen, und die durch fleißiges Visitiren der- selben eine Garantie für die Thätigkeit und Integrität der Beamten gewähren; 5

daß dergleichen Ober - Landesgerichte die beste Vildungs- Anstalt fúr angehende Justiz-Beamte sind, indem ein Re- ferendarius nur dadur, daß er bei cinem größeren Ge- richte, welches aus ausgezeichneten Justiz - Beamten zu- sammengeseßt ist, in allen Theilen des Dienstes be- schäftigt wird, eine klare Ansicht von den geseßlichen Vor- \chriften erhält, welche das Verfahren betreffen, und sich darin mit Selbstständigkeit frei bewegen lernt.

Se. Majestät der König entschieden Sich für den leßtern Weg , eine follegialische Verwaltung der Rechtspflege und eine a M Reform.

lúgenhaften Darstellung le Einsender jenes Artikels

n der Sti ent ch darlegt, daß wir un eichen aus der Luft gegrifsenen Anklagen, Berliner Korrespondent der Allgemeinen orgebracht, einlassen werden; wir wir lassen nur Thatsachen | uen uns um so mehr, gerade heute Gelegen- Korrespondenten gegenüber das Großher- vir denn auch unsere

* von dergl : ernige angebli) F : t N hereits zum Vestern v lima, ío auch ihre gergnoniih s E. wie die Bergebene lagenderer Waffen: aus dem die Auswcg fiauden. Kuocven

F bedienen uns {

Wasser nur in (j: | Beide cnhbalin F elcphantenarti!git ne fünßlice,

aben, jenem u besprechen, weéhalb 1 rs auf den nachstehenden Artikel über die neue dieser Provinz aufmerksam machen.

In der hiesigen Armenhaus - Kirche M. eíne Gedächtniß-Feier für den am Eten | Richter 2c.

eser noch besonde iz-Organisati Breslau, am 25sten v. h De Me i S cliaden, + Menzel statt. cinem Ycliade, ivie + sehrer-Vere | gelische Geistlichkeit und viele a! sh in der erwähnten Kirche. ielt der Konsistorial-Rath Fi erse, der eine v mlung angestimmt, die Breslau, 4. Mai. endorf bei Neucode seit einigen Jahren | ser Heil: Anstalt, nah Art de * Frúhjahr von ihrem Besißer, erweitert werden. i my: bischen dessen Hdhe, durch bequ | Aussichten darbietet, und hat eine vorzüglich

ats verstorbenen Ober-Bärgermeister, Sämmtliche Mitglieder des evangelischen Schul- Magistrat, die Stadtoerordneten, die evan- dere Theilnehmer versammelten Nach Avfingung cines Chorals cher eine Rede, worauf 2 Lieder- on den Lehrern, der andere von der Ver- Feier beschlossen. Die in der Grafschaft Glaß zu Kun- entstandene Kalt-Was- r Gräfenberger, wird in diesem dem Aizt Niedenführ, bedeutend Abhang cines Berges, eme Pfade zugänglich gemacht, schdne : e Queile unter dem " asten Namen der Zentnerborn, von der gerühmt wird, daß sie auch bei anhaltendem Regenwetter hell und klar bleibt. | Die von dem skonomischen Vercin zu Brieg gegründete * Zeitschrift beginnt cin allgemeines Org theilungen in Schlesien zu w ein bereits den Anfang gemach

Das Bad liegt am

Ueberall bat ch an für dfonomische M\?- Steinaguer Ver- t hat, sich ihr zu diesem Behufe ießen. Der Ertrag cines auf Kosten Ihrer Königl. | der Frau Kronprinzessin lithographirten Bildnisses der | Dorothea Sibylla von Liegniß und Brieg, deren an- | Denéwürdigkeiten der Syndikus Koch herausgegeben, | frommen Stiftung für Brieg, im | Fürstin bestimmte

erden, indem der

wird zur Errichtung einer Sinne diefer trefflichen

Aachen, 26. April.

und wohlthätigen

Die Gesellschaft sür Steinkohlenbau \ hat zur Erhdhung ihres gesellschaftlichen * Grund-Kapitals bis auf 1'/, Millionen Rthlr. die landeshert- Ï liche Erlaubniß erhaîítei.

Düsseldorf, 3. Mc

Pomm. Pfauduir. | Kur- u.Neun, do.| do, do, do./i Sechlesische do. Rückst. C. uud Z. Seb. d. K. u. N.

Ueber die neue Justiz-Organisation im GBroßher- zogthum Posen. /

7 Die seit der Wiedervereinigung der ‘Provinz Posen mit

Wen Staaten Sr. Majestät des Königs dort eingeführte Ge:

Mrichts-Einrichtung gtändete sich auf die Verordnungeit vom 9.

F November 1816 und v. Februar 1817.

: 30 Friedenégerichte,

4 Jnguisitoriate,

7 Landgerichte und

1 Ober-Appellationêgericht, als Gericht dritter Instanz,

Es wurden

Aud. Goldmüu-

Niederl. wirkl. Schuld 54S/1 Mg. 9/9 Span. W!/. —,. Preuss. Präm.-Sch. —-

Zins! 57/8.

613/,. 19%

Auswärtige Börs

Amsterdam, 2. Mai.

Poln. —.

Anrwerpen, 1. Mai.

Bank - Actien 124. 1233/4.

G.

Neue Anl. 20!/». Br. Frankfurt a. M., 4. Mai. Oesterr. 59, Met. 1065/g. G. 26!/1 151/,, G. Loose zu 500 FI. Preuss. Präm.-Sch. 65!/,. 65!/4.

4%) 1005/5. G. 1743.

661/,. 66. 59/9 Span. Anl. 12. 1134. 2/20

59%, Rente fin cour. 108. 5. fin cour. 100. Portug, 22/4»

5% Met. 1067's. Bank-Actien 1456!/».

Königliche Schauspi Dieustag, 8. Mai. Opernhause :

Abth , mit Tanz. Musik von

U.

wieder auftreten.) Wegen Unpäßlich sche Gedicht: Faust,

werden. És bleiben abe tag bezeichneten Billets fär die erste Vorstellun in den nächsten Tagen näher angezeigt wer

Jm Schauspielhause: 1) Le Chaperon, 2) La premiere représentation no:veau en 1 acte, du ihéâ're du Gymnase, p# 2) La fille de Dominiq:e, vaudevil

par Sciive.

Rome, vauderville

MAML. Paul Daport et Arago.

Königsstädtisches Th

Dienstag, 8. Mai. Der Barbier von S in 2 Akten, aus dem Jtaliänischen, von Kollmann. aris in Pommern, oder: audeville-Posse in 1 Akt, von L.

Redaction unter Leitung von Rhcinwald. bs O Gedruft bei A. W. H ay!-

en 1 acte,

Rossini.

Hierauf: Testaments. Klausel.

5,

L

Paris, 2. Mai. 3% lin cour. 80, 75. DV/o L'assive —«

Rente 21.

Wien, 2. Mai.

3% 82%,

Neue Anl. 622!!/45.

fcit des Herrn Grua fann das drama”

Dienstag, den Sten d.

r die dazu bereits gekauften, gg, wel! F

den joll.

vau leville en 1 act f

Une éleve it

Bald ergab sich jedoch die Unzulänglichkeit dieser Anord- | 59/, do. 1013/, g. Kanz- Bill Passive 43/4. Ausg. Sch. -- Vesterr. Met. li

Schon in den Jahren 1820 1822 wurde:

die Vermehrung der Friedenégerichte auf 60, mit Verkleine-

rung ihrer Bezirke und Erweiterung ihrer Kompetenz;

die Reduction der Landgerichte von 7 auf 4;

die Aufhebung des wechselseitigen Jnstanzenzuges in zweiter Instanz von einem Landgerichte in das andere;

die Errichtung eines Appellationshofes als Spruchbehörde für die zweite Instanz, und H

die Verlegung der dritten

Vorschlag gebracht.

In Folge dieser Anträge wurde die Zahl der Friedensge-

richte nah und nach bis auf 41 vermehrt, der wechselseitige

; F Instanzenzug von einem Landgericht an das andere aufgehoben

und statt dessen dem Ober - Appellationsgerichte noch ein beson-

derer Senat hinzugefügt, welchem das mündliche Verfahren und

“die Abfassung der Erkenntnisse in zweiter Instanz übertragen

21/29) G1 E

Partial - Obl, Loose zu 100 FI. 264. do. 49/4, Anl. 1025/g. G. Poln. Loos F

Ov T Lloll. 543/16. 54'//e Min Instanz na Berlin

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Auf dem ersten und zweiten Provinzial-Landtage in den Jahren 1827 und 1831 fam die Sache wieder zur Sprache. Die hierdurch veranlaßten Geschäfts - Revisionen ergaben die } Nothwendigkeit einer umfassenden Abhülfe. [masse überstieg die Kräfte der Beamten und erforderte eine edeutende Vermehrung sowohl im Richter-, als Subalternen- n Eben so erheischte der zu große Umfang der Be- zirke der Landgerichte, Inquisitioriate und einzelner Friedens- gerichte eine Abänderung.

Zwei Wege boten sich dazu dar :

Die Beibehaltung der bestehenden Gerichts - Einrichtung mit Vermehrung der Friedens - Gerichte, Erweiterung der Kompetenz derselben, Errichtung einiger Landgerichts-Depu- tationen und Anstellung mehrerer einzelner Kriminal-Richter.

Oder die Organisirung kollegialisher Untergerichte für jeden landräthlichen Kreis und die Unterordnun Unter einize Ober-Gerichte.

Dabei kamen, außer den allgemeinen und besonderen Grün- D gen die Verwaltung der Rechtspflege durch einzeln ste- ende Richter, folgende Umstände zur Erwägung:

Norma, Oper in - Bellini. (Dlle. Löwe wird hien

Die Arbeits- M, nicht gegeben h

eater. J evilla. Komische Opt Musik von |

g derselben | Die seltsam! L |

1) daß durch das Vorschreiten in der Regulirung der bäuer-: lichen Verhältnisse die Geschäfte der Justiz-Behörden in

Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung „F 127.

c) alle Vormundschaften bis zu einem Nachlaß-Betrage von

Betreff der Hypotheken: , Vormundschafts- und Nachlaß- resp. 2500 Rthlr. und 5000 Rthlr. ;

Sachen von Tag zu Tag ungemein vermehrt wurden, und dieser Zuwachs nur allein in kollegialish formirten Ge- richten genügende Arbeitskräfte finden könne ;

daß durch Bildung von Kollegial-Gerichten und durch die mít ihr in Verbindung stehende, gleichmäßigere Verthei- lung des Beamten-Personals das Aufblühen der dazu ge- } wählten Städte vorzüglich gefördert werden würde; | daß die Gerichte in denjenigen Landestheilen, wo viele |

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ie Verordnung vom 16. Juni 1834 sprach die Grund-

ge derselben aus. Sie sind, nachdem der Herr Fürst von hurn und Taxis die ihm zugestandene Privat-Gerichtsbarkeit im Fürstenthum Krotoschin an den Staat abgetreten hatte, im Wesentlichen nachstehende : l

Die Rechtspflege wird verwaltet :

durch zwei Ober - Landesgerichte für die Regierungs - Bezirke

Posen und Bromberg;

26 Land- und Stadtgerichte, wovon jedes einen landräth-

lihen Kreis zugetheilt erhält;

4 Inquisitoriate ;

ein Ober- Appellationsgericht für die ganze Provinz;

das Geheime Ober-Tribunal zu Berlin, und

die geistlichen Gerichte, in deren Einrichtung nichts geändert

worden ist.

11. Alle gerichtlichen Geschäfte sind zwischen den Ober-Lan- desgerichten und den Land- und Stadtgerichten zunächst nach dem Ae des dinglichen Gerichtsstandes und erst die übrig blei Objekts vertheilt.

Es gehdren daher

4‘ ¡ t a dp Heute Moraen fand vor dei | A, vor die Oher-Landesgertchte fommandirenden General des Tten Armee - Corps, General- | * Lieutenant Freiherrn von Pfuel, welcher gestern Nachmittag | Ï von Münster hier angekommen war, große Parade statt, wel: | D ches herrliche militairische Schauspiel vom schönsten Wetter be- L gänstigt wurde. :

enden nah der Hdhe und der Wichtigkeit des

als dinglicher Gerichtsstand,

a) die Hypotheken-Buchfährung über alle in ihrem Bezirke

gelegenen Domainen - und Rittecgüter, so wie über alle zur Aufnahme von Pfandbriefen geeigneten adeligen Güter ; die Instruction und Entscheidung erster Instanz in allen Prozessen, in welchen der dingliche Gerichtsstand nach

der allgemeinen Gerichts-Ordnung bei den ihrer Gerichts: |

barkeit unterworfenen Grundstücken eintritt,

die Bearbeitung aller Vormundschasten , aller Nachlaß-

Regulirungen und aller Konkurs -, Liquidations- und Gú-

ter-Abtretungs-Prozesse, wenu ein zum Hypotheken-Buche | des Ober-Landesgerichts gehdrendes Grundstück einen Theil |

des Nachlasses oder der Masse ausmacht ; als persdnlicher Gerichtsstand,

alle Prozesse Konkurs- und Liquidations-Prozesse nicht | ausgenommen welche dem in dem ursprünglichen Klage- | Antrage berechneten Objekte nach einen A von mehr |

erechtsame, |

als 500 Rthlr. Courant oder NRegalien oder in welchen das Rechtsmittel der Revision nach $. 1 und 2

der Verordnung vom 14. Dezember 1833 zulässig ist, be- |

treffen,

die Bearbeitung aller Vormundschaften und damit verbun- | denen Nachlaß - Regulirungen, wenn der Nachlaß 2500 | Rthlr. , und bei vorhandener Gütergemeinschaft das ge- | meinschaftlihe Vermögen 5000 Rthlr. úbersteigt, wobei |

es auf den Betrag der Aktivmasse zur Zeit der Einleitung

nach der in den $8. 107 seq. Tit. 59 der Allgemeinen Ge- | richts-Ocdnung vorgeschriebenen Werths - Berechnung an- |

fommt ; : in Betreff der Strafgerichtsbarkeit,

die Abfassung der Erkenntnisse |

in erster Jnstanz, wenn ein Juqguisitoriat in den vor dem- } selben ressortirenden Sachen die Untersuchung geführt hat, | in zweiter Jnstanz, wenn das Erkenntniß erster Instanz

bei einem Land- und Stadtgericht ergangen if.

B. vor die Land- und Stadtgerichte:

als dinglicher Gerichtsstand,

a ) die Hypotheken - Buchführung über alle in den Gränzen | ihrer Bezirke (landräthlichen Kreise) gelegenen städtischen | und bäuerlichen und solche Grundstücke, welche nicht vor |

den Ober-Landesgerichten ressortiren,

) die Instruction und Entscheidung erster Instanz in allen Prozessen, in welchen dieser dingliche Gerichtsstand ein- |

tritt, ohne Rücksicht auf die Höhe des Objekts,

J die Bearbeitung aller Vormundschaftssachen, Nachlaß-

Regulirungen und Konkurs-, Liquidations- und Güter-Ab- tretungs- Prozesse, wenn ein zum Hypotheken - Buche des Land - und tadtgerichts gehörendes Grundstück einen Theil des Nachlasses oder der Masse auêmacht;

als persönlicher Gerichtsstand,

) alle Prozesse bis zu einem Objekte von 5v0 Rthlr. ein-

M und Gerechtsame, welche nicht revisionsfähig ind

alle Nachlaß - Regulirungen, ohne Unterschied des | Objekts, insofern damit nicht eine dem Ober - Landes- |

e zustehende vormundschaftliche Verwaltung in Ver- indung steht, oder zum Nachlasse ein Gut gehört, dessen Hypotheken - Folium bei dem Ober- Landesgerichte geführt wird, und

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E A E E E EE: C E E D I

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in Betreff der Strafgerichtsbarkeit,

a ) alle polizeimäßig oder fisfalish zu führenden Untersuchun- gen, die Untersuchungen gegen Beamte nicht ausgeschlosscn, b) alle Kriminal-Untersuchungen wegen kleinen, unter erschwe- renden Umständen verübten, wegen ersten, zweiten oder dritten großen gemeinen mit oder ohne erschwerende Um- stände begangenen, oder ersten gewaltsancen Diebstahls, so wie wegen aller Vergehen, bei welchen die höchste ge-

\eßliche Strafe des, den Gegenstand der Untersuchung

ausmachenden Verbrechens oder Vergehens eine Geldstrafe

oder, außer körperlicher Züchtigung und den eintretenden

Ehrenstrafen , eine 3jährige Freiheitsstrafe nicht übersteigt.

Zur Erleichterung der Gerichts - Eingesessenen sind in den größeren Kreisen an bestimmten Orten Gerichtstage eingeführt, und die an diesen Gerichtstagen vorzunehmenden Geschäfte genau ! vorgeschrieben.

Il, Die Jnquisitoriate zu Posen, Kozmin und Fraustade bilden für den Bezirk des Ober - Landesgerichts zu Posen uni das Inquisitoriat zu Koronowo für den Bezirk des Ober - Lans deégerichts zu Bromberg die Unrersuchungs- Behörden in allen den Kriminalsachen, die nicht zur Kompetenz der Land- und Stadtgerichte gehdren, oder die von den Land- und Stadt- erichten wegen Unzulänglichkeit ihrer Gefängnisse nicht geführt werden können. e

1V, Die geistlichen Gerichte úben die ihnen durch die Con stitution wegen Verfassung der geistlichen Gerichte in Süd- Preußen vom 25. August 1796 beigelegte Gerichtsbarkeit in dem Erzbisthum Gnesen und Posen aus. Sie bestehen in den erzbischöflihen Konsistorial-Gerichten zu Gnesen für die dortige Diözese, und zu Posen für die Didzese zu Posen, erkennen in den ihnen zugewiesenen Sachen und erster Instanz und bilder wechselseitig die zweite Jnstanz; die dritte Instanz formirt das Prosynodal-Gericht zu Posen.

Das Ober - Appellationsgericht zu Posen ist der Ge-

rihtshof zweiter Jnstanz für die ganze Provinz und zwar: a) in Civil-Sachen A b) in solchen Straf-Sachen, in welchen in ersier Justanz voti den Ober-Landesgerichten entschieden worde ist. y1 Vor das Geheime Ober-Tribunal gehört die Enischei- dung der Revisions-Sachen und Nichtigkeits-Beschwerden nach Maßgabe der Verordnung vom 14. Dezember 1823.

ne Ausnahme, und

An die Ausführung der Reorganisation nach vorsiehenden Grundzügen wurde mit Aufgebot aller Kräfte geschritten. Sie wurde in der Hauptsache schon mit dem 18. Juni 1835 been-

Mancherlei Schwierigkeiten waren dabei zu äbccivinden,

| wovon nur Einiges hier O e werden mag.

1) Eine besonders s{wierige

errichtenden Gerichts-Behörden die Geschäfts-Lokale und die Gefängnisse, und den Beamten die unentbehrüchsten B zu verschaffen.

ufgabe war es, den neu zu

Die Provinz mit ihrem verhältnißmäßig geringen

städtischen Gewerbsbetriebe, der sih auf eine große Zahl unbedeutender Städte vertheilt, erschwerte dieses Unter- nehmen.

Einzelne Städte, in denen Land- und Sradtgerichte zu

errichten waren, machten freiwillige Anerbietungen, welche

s

benußt worden sind. So bedeutend aber av diese Hülfe gewesen ist, so blieben doch noch zu Neu- und Umbauten und zu Reparaturen,

welche für Königl. Rechnung auszuführen

E 60,005 Kthlr. zur Einrichtung der Geriche „...«---- 10,000 Rthtr. unverzinslichen Darlehnen für Bearmten- Wohnungen E, 15/600 Rthir. nothwendig.

Die Geschäfts-Lokale wurden durch diese, aus Staats Fonds bewilligten Summen ausreichend und voll- ständig beschaft.

Für die Wohnungen zum Unterkommen der Beamten ward na den Umständen gewirkt; die bewilligten Bau- Vorschússe halfen dabei viel. Die bewilligten Fonds fonn- ten aber bei dem Kosten-Aufwande, mit welchem die Bauten im Bromberger Regierungs - Bezirk ausgeführt werden mußten, nicht ausreichen. Es ward daher noch ein ZU- chuß von 15,600 Rthlr. gewährt.

) Bei der Auswahl und Vertheilung der Beamten blieben,

nach Entfernung mehrerer Arbeits - Unfähigen, noch an 1200 Beamte, die sich bereits in der Provinz befanden, zu berücksichtigen; eine große Zahl wirklicher und ver- meintlicher Ansprüche mußte erwogen, die Anforderungen einer ganz neuen Verfassung mußten beachtet und darnach das Bedürfniß und dgs Vorhandene gewürdigt werden ; jedes Gericht bedurfte eine angemessene Zahl von Beam- ten, welche der Polnischen Sprache kundig waren.

Ein bedeutendes, vielfach verwickeltes Kassen und Rechnungswesen war aufzulösen und der überwiegende Theil der neuen, damit wenig vertrauten Beamten mußte auf eine feste Bahn geleitet werden.

Die Vorschläge zur Wahl der Direktoren erforderten cine besondere Sorgfalt.

Es bedurfte gemessener Inftructionen für alle Theile des Geschäftsbetricbes.

Alle diese Aufgaben wurden geld, Das Nähere darüber enthalten die Jahrbücher für die Preußische Gesekgebung, | Rechts-Wissenschaft und Rechts-Verwaltung, Band id, Seite 53 bis 205. Die seitdem verflossene Zeit läßt den Erfolg der neuen Einrichtung úbersehen.

Dic Rechts-Ängelegenheiten werden nicht allein regelmäßig, sondern auch rasch bearbeitet; langjährige Prozesse sind zu Ende “geführt, zum Theil sehr alte Kreditmassen ausgeschüttet worden. | Man darf die Geldsummen in beiden Ober-Landesgerichts: Be-

D

\ zirken, welche zahlbar gemacht und aus den gerichtlichen Depo- !| sitorien ausgeschüttet worden sind, auf mehr als eine Million | Thaler annehmen. Dem wichtigen, früher oft vernachlässigten

Vormundschastswesen wird die gebührende Aufmerksamkeit ge: | widmet: die Strafsachen haben eine bisher nicht gekannte Be- schleunigung erhalten. Sehr großer Fleiß wird den Hypo- thekensachen zugewendet. Die Gerichte haben diesen, für das Gedeihen eines geregelten Kredits, sür das Aufölühen des Ver- kehrs so sehr wirksamen Geschäftszweig nach Möglichkeit zu | fördern gesucht. Eine redlihe und unabhängige Rechts- vflege is hergestellt. Jeder findet sein Recht, alle Beschwer: den werden sorgfältig geprüft, die Beamten in gleicher Weise | beaufsichtigt.