1838 / 128 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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tenden Klassen, die bet dieser Gelegenheit auf einigen Verdienst

sollten daher, meinc der Marquis, bei Jhrer Majestät und bei beiden Par- lamentê-Häusern gegen das Vorhaben der Minister petitioniren und Deputationen an Lord Melbourne senden, um ihn zur

gehofft hätten, sehr beeinträchtigt würden. Sie

Aenderung des gefaßten Entschlusses zu bewegen.

Aus einer gestern im Oberhause von Lord Melbourne ab- gegebenen Erklärung geht hervor, daß der Krönungézug von dein Buckingham- Palast nach der Westminster - Abtei nicht zu Fuß, soudern zu Wagen statifinden wird. Eine Frage, die im Unterhause az Lord J. Russell gerichtet wurde, ob man nicht, mit Nücksicht auf den hülfsbedürftigen Zustand der 50,090 ar- men Weber in der Hauptsiadt, den bei den Krönungs-Feierlich- keiten erscheinenden Damen vorschreiben wolle, sich bei dieser Gelegenheit nur in Britische Fabrikate zu kleiden, wollte ber | Minister nichi beantworten, weil ihn dies, wie er sagte, nichts | | atens find Euch sicher. Vertrauen wir auf die Gerechtigkeit unserer |

Sache, und verbarren wir in ciner wärdevollen und scsten Steslung. |

angehe.

Lord Wynford hat gestern im Oberhause eine Bill zur | Ve-c besserung des neuen Enzlishen Armen-Geseßzes eingebracht, die zum erstenmal verlesen wurde. Sie is besonders gegen denjenigen Grundsaß der Armen-Akte gerichtet, der jede Unter- | sÖßung der Armen außerkalb der Arbeitshäuser verbietet. Nach Lord Wynford’s Verschlage soilen nämlich die Armen-Vorfsteher, wenn sie um Unterstüßung angegangen werden, dem Hülfsbe- dürftig-n außerhalb jener Anstalten Arbeit zu verschaffen suchen; } weigert er sich aber, zu arbeitcn, und wird er diescr Weigerung riedengrichtern, nicht vor den Arrnen - Kommissarien, Öberführt, so soll er auf drei Monate in ein Zuchthaus geschickt werden; ersucht er nachher wieder um Unterstü6ung, dann erst soll man ihn, als einen offenbar t¿äzen und lúderlihen Men- schen in ein Arbeitéßaus bringen. Eine andere Klausel der Bill soll die Armen: Vorsteher in den Stand seben, Beschäfti- agung fir die Armen aufzufinden, zu welhem Zweck in der Nähe der Arbeitshäuser Ländereien angekauft werden sol- len. Auch in den Bestimmungen úber die Vaterschaft und die Ernähruyg unehelicher Kinder von armen Leuten {lägzt Lord Wykhford einige Aenderungen vor, damit diese Kinoer nicht in den meisten Fällen den Müttern zur Last fielen; es soll nämlich einz Beschwdörung der Vaterschaft vor drei Frie- | densrichtern und nach Vernehmung von Zeugen hinreichen, um demjenigen, der für den Vater erklärt worden, zur Bestreitung der Kosten für die Erziehung des Kindes zu nöthigen, ohne weitere gerichtliche Untersuchungen, die doch in 99 Fällen unter 100 nicht zur Wahrheit führten; um aber die Mutter nicht zu leichtsinnigem Schwur zu verleiten, sollten die Alimente nicht an sie, sondern an die Armen - Vorsteher gezahlt weden; das Kind solle im érsten Jahre bei der Mutter bleiben, dann aber ins Arbeitshaus kommen, wo es besser erzogen werden könne, | als von einer sölchen meist unsittlichen Mutter. Auch will Lord | Wynford eine andere Eintheilung der Armen-Bezirke; die jeßi- |/

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gen scheinén ihm zu groß, so daß ein Armer oft weit von dem Orte M C wird, wo er sein früheres Leben zuge- bracht hat. Andere in der Bill vorgeschlagene Veränderungen sind von ger Bee s Interesse. j Die Times bemerkt, daß außer denjenigen Mitgliedern, die cin Regierungs-Amt bekleideten, nicht cin einziges Mitglicd der ministeriellen Seite des Unterhauses, mit Ausnaÿme des

Herrn Baines, mit dem Kanzler der Schaßkammer für die Verwerfung des Humeschen Antrages auf Suspendirung der

Apanage des: Königs von Hannover gestimmt habe, daß es also nur die konservative Partei sey, durch welche den Miguistern bei dieser Gelegenheit die Majorität zu Theil geworden sey. „So wird also‘, fügt die „Times“/ hinzu, „das Ministerium Abend für Abend nur durch seine Gegner gerettet, und gegen seine Verbändeten geschüßt. So begnügen sich die Whigs damit, unter dem Drän- gen ihrer Freunde, dem Mitleid ihrer Feinde und der Verach- tung des Landes sih_ am Ruder zu erhalcen.“

Herr Thomas Carlyle hält jest in London literar- histo- rishe Vorlesungen, welche die gesammte Literatur von der frü- A Tue der Menschheit bis auf die Gegenwart umfas- jen sollen.

A1s Canton sind Zeitungen vom 7. Januar hier einge- gangeu, die eine neue Vorstellung der Gläubiger des insolven- ren Hong : Kaufmanns Hinatal an den Gouverneur enthalten, aus welcher sich ergiebt, daß jener ihnen die Abzahlung des Kapitals von zwölfjährigen Schulden angeboten hatte, welches Anerbieten sie aber als ungerecht zurückwiesen. Sie behaup- ten, daß die aufgelaufenen Zinfén der Schuld schon doppelt so viel betrügen als das Kapital. Nach dem Gutachten des Rich- ters und Schalzmeisters von Canton haben zwar die Ausländer nach den Chinesischen Gesetzen alle Ansprüche auf ihre Forde- rungen verwirkt, weil sie nicht alle Jahre bei dem Hoppo mit Petitionen gegen den Hong eingekommen sind, indeß wird hin- zugefügt, man wolle ihnen doch, vermöge des Wohlwollens und Mitleidens des himmlischen Reichs, noch erlauben, in Empfang zu nehraea, was ihnen gebühre, das heißt, was ihnen der Hong angeboten. Die Canton - Zeitungen enthalten auch Nachrichten von den Sandwich-Jnjeln, denen zufolge der General Freire nebs mehreren Anderen seiner Partei, die von der Chilischen Regierung verbannt worden, dort angekommen waren.

Belgien.

Brüssel, 3. Mai. Nach Eröffnung der gestrigen Sißung der Repräsentanten Kammer verlas der Präsident die Antwort des Kdnigs auf die Adresse. Dieselbe lautete: „Meine Her- ren, cs war immer hd erfreulich fár Mich, den Ausdruck der Wünsche der Repräsentanten - Kammer entgegenzunehmen. Die Bewohner Belgiens haben sich durch ihren Patriotismus und durch die Anhänglichkeit, die sie Mir bezeigen, Anspröche auf Meine lebhafiesie Theilnahme erworben. Möge die Kam- mer in ihren Berathungen auch fernerhin Ruge, Würde und Vertrauen zeigen; so wird sie am besten für die wahrhaften

E E e E A5 ; | (Eez) von Renesse, Simous, Scheyven, de Louzrei, Pol- / lenus, Beereubrocck, Cornuélis, Vapymaeklers, de Puydt,

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Belgien würde sich sciner jeßicen Stellun

ipir in den glorrcihen Tagen der Revelitiou befördert, für dessen Zukunft wir gearbeitet baben, je so tief sinfe, daß es seine Aner-

unsere Mitwirkung; thciit uns Eure Wünsche, Eure Einwendungen mit: wir werden Eure Do!metsher bei der Gescekaebung und bei der Negierung scyn: schon ist dic Karamer und sind die Minister unseren Wünschen für die Unverleßlichfcit des Belgischen Gebietes beigetre- ten. Der König hat dieselben vernommen; dic Spuipathicen Bel-

| Gesehen zu Brüssel in! Balasle der Nation, am 2. Mai 1838.

Mes, Hoffschmidt, Fadot.

Gestern Mittag ist der König nah seinem Landgute Ar- denne abgereist; er wird sich daselb nur cinige Tage auf- halten.

Gestern wurde der zweite Prozeß des Lynx beendigt.

Nachdem der Angeklagte durch seine Vertheidiger hatte erklä

ren lassen, daß ec nicht beabsichtigt habe, die Ehre des Obers sten Lhonneux oder der Offiziere des Verwaltungs - Rathes an- zugreifen, traten die Kläger zurück; jedoch forderten sie, daß der Angeklagte sich zur Zahlung der Kosten verpflichte. Hierauf wurden die Debatten geschlossen, und nach ciner viertelskündi- gen Berathung sprachen die Geschwornen den Angeklagten frei.

Die zu Gunsten der Abgebrannten von Strassen unter den Mitgliedern der Kammer eröffnete Subscription betrug gestern ungefähr 900 Fr. (Sehr wenig bei dem großen Enthusiasmus von etiva 70 Mitgliedern.)

An unserer Börse waren heute wieder viele beunruhigende

| Gerüchte über nächtliche Auftritte verbreitet, die man für den

nächsten Sonntag im Plan habe. Obwohl diese Gerüchte nur wenigen Glauben fanden, und die Börse vielmehr das Ver- trauen hegt, daß die Regierung wissen werde, die Ruhe der

friedlichen Bürger zu hüben, so ist doh der Geschäftsgang da- |

durch etwas gejstôrt worden.

suchen sie wieder eine Union zwischen den Liberalen und den Ultramontauen zu Stande zu bringen; aber wiewohl das hie- sige Organ jener Union, der von den Herren Lebeau, Rogier und Devaux gestiftete „Politigue‘/ bereits wieder ín einem ähn- lichen Tone, wie damals, zu präludiren beginnt , so lassen sich doch die hiesigen freisinnigen Kaufleute, Geschäflsmänner und städtischen Beamten, die bekanntlich nichts weniger als geräde orangistish gesinnt sind, von den Anlockungen ihrer Freunde aus dem Jahre 1830 nicht so leiht wieder täuschen. Gleich- wohl scheuen die Lebteren keine Anstrengungen: im Luxembur- gischen und im Limburgischen suckt man die Gemüther auf alle mögliche Weise zu bearbeiten ; Emissaire sind auLegesandt, um einen Aufstand en mas zu bewirken, und wo dies nicht angeht, wenigstens ein Corps sogenannter Freiwilliger zu bilden. Landleute, die meistens kaum wissen, was eigentlich voroche und die mit ihrem ehrlichen Deutsch das- jenige, was ihnen die Wallonisch-Flamändischen Agenten vorre- den, faum zu beantworten, geschweige denn zu widerle- gen verstehen, werden zur Unterzeichnung von Petitionen auf- gefordert, die man später der Londoner Konferenz als Beweise vorlegen will, wie man in den abzutretenden Gebietstheilen ge- finnt sey. Inzwischen scheint besonders im Luxeinburgischen, wo man sich der Wohlthaten der Niederländischen Regierung erinnert und wo die Deutschen Tuch - Fabrikanten das Bedürfniß empfinden, mit einem Kolonial- und Handels- Staate wie Holland, in näherer Verbindung zu seyn, der Propagandismus weniger Änklang zu finden, als die Parteigänger desselben erwarteten. Zwar ist ihre lebte und stärke Erwartung auf Frankreich gerichtet und man hat auch jeßt schon wieder, wie im Jahre 1830, Werber nach die-

sem Lande gesandt, die für Rekruten sorgen sollen, falls es in

Belgien daran fehlt, aber auch hier fürchtet man, nicht mehr dieselbe Begeisterung für die Emeute, wie im Jahre 1830, zu finden, und eines unserer hierarchisch - revolutionairen Blätter geht in seiner Unverschämtheit sogar so weit, darauf hinzuwei- sen, daß der eigentlihe Stüßpunkt der Belgier nicht sowohl in Paris und in London, als in Köln, Posen, Münster, Baden und Preßburg zu suchen sey, wo man sich mit denjenigen ver- binden müßte, die ähnliche Gesinnungen wie die Belgier hegten.

Deutschland,

Dresden, 5. Mai. Unser König wird nächsikom- menden 14. Mai seine im vorigen Jahre unterbrochene Reise nach Dalmatien antreten, auf welcher ihn unter Anderen der

| Leibarzt, Hofrath Dr. Carus und Hofrath Dr. Reichenbach be-

gleiten werden. Möge kein Unfall die Tage und Wochen der Erholung trüten, die das ganze Sachsenland seinem geliebten Fürsten mit Freuden gdönnt und er sein Wiegenfest (den 18. Mai), wenn auch vom Vaterlande fern, doch freudig unter Freudigen begehen!

Bei dem hohen Interesse unseres Justiz - Ministers von Könneriß an der Sächsischen Strafrechtspflege und bei der sich mehrfach kundgegebenen wissenschaftlichen Verbindung desselben mit den Gelehrten von Fach in Jn - und Auslande, wie mit Zachariá und Mittermaier in Heidelberg, Wächter in Tübin-

| gen 2c., erwartet man die Befriedigung eines fär die legislative

Interessen des Landes wirken können.“ Hierauf wurde der | Statistik läi E Sti j 3 , a : i L ; atistik längst gefühlten Bedöärfnisses, nämlich eine durch den Druck dieser Antwort angeordnet. Jm weiteren Verlaufe der | Druck veröffentlichte Uxbersiht der Strafrechtspflege im König-

Si6sung beschäftigte sich die Kammer noch mit einem Geseb- | veiche Sachsen nach dem

Entwurfe, der das Cassations-Verfahren bestimmt.

Nach Beendigung der Audienz, welche der Kdnig den De- putirten Luxemburgs und Limburgs ertheilte, und in welcher er die Adresse zu Gunsten dieser beiden Provinzen entgegennahm, wurde die folgende Proclamation der erwähnten Deputirten an idre Kommittenten veröffentlicht :

„Bewohuer Limburgs und Luremburgs! Wir keunca schr wohl die VeranlaçÇung Eurer gerechten Unruhe, und wir müsen unfer Mitgefühl gegen Euch aussprechen. Wir sind von Euch in die Re- prâscatoaten-Kammer gesendet, um die Juteressen des Baterlandes zu wahren; die s{hwierigen Umstände, welÞe Eure poiiitsche Existeuz be- droven, fonven uns nicht von unserec Pilicht abwendig machen. Jm Jahre 1831 hätte Belgien beinahe das Gese des S:ärkeren annch-

mea müssen. Unglücksfälle, welche auf Kosten der Ueberraschung ge- | ' dem Jahre 1839 vollendet, und schon jet einträglich seyn wird.

| Der so eben ausgegebene Bericht des Direktoriums über den

seyt werden missen, lichcn den Vorwand zur Annahme von Bedin- gungen, welhe uns nur die Lewalt aufzwingen founte. Fm Fahre

orbilde ähnlicher, wie z. B. kärz- lich im Großherzogthum Baden ausgegeben worden.

Leipzig, 6. Mai. Vor 3 Jahren nunmehr ertheilte unsere Regierung ihre Genehmigung zur Errichtung der Eisen- bahn zwischen Leipzig und Dresden, und bewilligte zugleich den eingereichten Entwurf der Statuten der Gesellschaf. Wurde auch früher von dem Comité und nachherigen Direktorium Vieles, ja zu viel:s versprochen, und konnte dies in der gesehß- ten Zeit bei den mehrfach eintretenden Hindernissen nicht ge- währt werden, so ist doch in den verflossenen drei Jahren nicht allein Großes ins Werk gesezt und becndigt, sondern annoch die beruhigende Gewißheit gegeben worden, daß, wenn nicht unvorhergesehene Störungen eintreten, das Unternehmen mit

1838 ist Belgien \arf und glülih; in der Meinung Europas hat es wicder den Play cingenommen, dessen es die Sittlichkeit sciner Bevölkerung, seciue geistige Macht uud seine materiellen Fortschritte würdig machen. Diesclben Bedingungen darf man uns beöte uicht mebr antragen, obne uns aus der Reihe der Nationen zu strcichen;

] t ] g unwürdig erwœcisco, wenn cs dieseiben nicht fráftig zurückwicse. Diese Ueberzeugung muß un- ser Betragen lcitenz wix, die Wächter uud Vertheidiger der National- Ehre, wir dürfen nicmats dulden, daß das Land, d¿fsen Aufschwung

| gegenwärtig 10?/; 6 117 der Staâts - Zeitung vom Ref. widerlegte als sey mit der Zeit nicht mehr, sondern weniger Plane sa geworden, wird dadurch erklärt, daß die Muldenbräcke bei V, A zen, 677 Ellen betragend, irrigerweise niht aufgeführt wor ! sey. Die Arbeiten am Tunnel bei Okterau, am Vioduft ‘E Röôöderau, an der Ueberbrückung des Zschöllau-Thales und E der Elbbrúcke bei Riesa schreiten rasch vorwärts; im Laufe der g, beginnenden Woche wird die Bahn von hicr bis Machern (etwas j 2 Meilen von hier) erôffnet werden, wie denn auch {on „F Strecke von Dresden aus fahrbar ist, und die ersten 10 F, A tage im zweiten Bahnjohre haben 15,555 Personen tran,. E | tirt, was, gegen die 172,782 Personen im ersten Bahnifl vom 24. April 1837 bis dahin 1838 gehalten, und die P} nur mit 4 Gr., als dem mittelscen Sake berechnet, ein, E | nabme von gegen 260 Rthlr. pro Fahrtag im Durchschnit, ! renen läßt. “F S tuttgart, 1. Mai. nehmen dem Begsleitungs - Vortrage des Geheimen Raths „f Schlayer zu deu Geseß - Entwurfe gegen den Nachdrus , Nachstehendem die Darlegung der Motive, welche dem (; wurfe zu Grunde liegen: „Die Gründe, aus welchen dit Betreff dieses Gegenstandes auf dem Landtag von 1836 g fene ‘Verabschiedung auf cine provisorische Vorkehr, wie Gesek vom 22. Juli 1836 sie ausspricht, sich beschränke, (f beseitigt, nahdem durch einen am 9. November 1837 abges: Ï ten Bundes-Beschluß die Deutschen Regierungen über gleichförn} * Grundsäße, nach welchen die im Umfange des Bunde®sgebieti f * scheinenden literarischen und artistischen Er druck und Nachbildung geschüßt werden sol Der Vundesbeschluß enthält kein auséführliches G úber den Bücher - Nachdruek, sonoern stellt Grundbestimmung J auf, deren Entivickelung und Ausführung den Bundes-Stgas vorbehalten bleibt, und die der vorliegende Entwurf aufgenas! Es wäre, zumal nach oden Verhandlungen, wel} | über den in Frage begriffenen Gegenstand auf dem Landi aben, úberflússig, die Gründe für 15 erbots des Bücher-Nachdrucks umstäy Die Fragen: ob der Nachdruck eine red

fennung durch den König der Nicderlaude mit der Preisge- bung eines Theils sciner Bevölferuna erfaufe. Zäbtet aifo auf

(Deutscher Cour.)

zeugnisse gegen N, Ÿ en, sich vereinigt

| von 1836 stattgehabt stellung eines zeitigen lich zu entwickeln.

| lich erlaubte oder unerlaubte Handlung sey? ob es sich dah bei dem Verbot des Nachdrucks von dem Schuße des Eizeh*

Lüttich, 3. Mai. Die Agenten der hierarchisch- politi, | thums eines Schriftstelers, oder nicht vielmehr von eines

| schen Propaganda sind ungemein thätig. Wie im Jahr 1830,

| dem Schriftsteller aus dringenden Gründen der Biligtefl | und zu Förderung literarischer Unternehmungen eingeräurÞ® ten Monopol handle? sind längst und viel auf dem (i biete der Wissenschaft erörtert, und es ist, um ein ausschlit liches Recht des Schriftstellers auf die Vervielfältigung u! den Verkguf seines Werkes zu beweisen, von den größten D!" kern aller Scharfsinn aufgeboten worden. verschiedenen Wegen es auch versucht wurde, bis jet kein! gelungen, und wird wohl auch nimmermehr gelingen, die The rie eines Eigenthums auf einmal zu Markte gebrachte 6" danken zu begründen, sondern es wird im Gegentheil di! Theorie mehr und mehr als eine unerweisliche anerkannt; 1 denn auch alle bestehenden Geseßgebungen über den BüchtF Nachdruck dem Rechte des Schrifistellers nicht den Beg des Eigenthums zu Grunde legen, nach welchem dasselbe seiner vererblihen Dauer nicht begränzt seyn könnte, son dern insgesammt eine gewisse Zeit bestimmen, nach "welche das von dem Staat zu Gunsten des Verfassers gehandhabi Verbot des Nachdrucks zu wirken aufhört. natürlichen Rechte

Es fann dah des Schriftsteilers auf deß immerwährenden Alleinverkauf seiner Werke wohl nicht die Fra werden. Fúr die Aufstellung cines zeitigen V Nachdruks, oder fúr die Einräumung eines ausschließlichen Red des Schriftstellers zur Vervielfältigung und zum Verkauf sein | Werke während eines Zeitraums dagegen sprechen nicht bloß f Rücksichten, die auf den Schriftsteller zu nehmen sind, und v möge deren ihm neben seiner Enischädigung für Zeit- und Gel! Aufwand ein Ehrensold für seine Anstrengung und Leistung gebüh sondern auch in gleicher Weise die Rücksichten auf das Publikurl nteressen der Volksbildung bei einer durch (l fs-Verbot guten Schriftstellern zu gewährend# betheiligt ist; es sprechen überhaupt dafär alle di jenigen Gründe, aus welchen nach dem $. 31 unjerer Verfassung® Urkütnde núßliche Erfindungen durch Verleihung eines aue\schlie * lichen Benübßzungs-Rechts belohnt werden können. Doch es |

positivem Gebiet bereits durch d:

Juli 1836, durch den von Jh * angenommenen Art. 372 des Entwurfs eines Straf: Geseßbut und durch die Bundes - Beschlüsse vom 2. April 1835 und F

erbots des Büch

das wegen der itiges Nachdruc {ufmunterung

die dicéfáilige Vorfrage auf Gesetz vom 22.

! provisorische

November 1837 entschieden, und ih gehe, ohne mich länger F denselben aufzuhalten, zu dem näheren Jnhalte des Geseß-C F wurfs selb über.“ (Folgt sodann die Erläuterung der west F sicheren Bestimmungen des Geseß-Entwurfes im Einzelnen, 1 daran reihen sich die Schlußworte :) „Schließlich habe ih 1 zu bemerken, daß, wenn die Erstreckung der Bestimm* gen des gegenwärtigen Entwurss auf die im Umfang " erscheinenden î vorhandenen

literarischen Bundes - Nor!" und der zwischen den Bundesstaaten festgeseßten Gegenseitig!! von selbs sich motivirt, eine Erweiterung dieser Gegenseitizl um so mehr unter die bei der vorliegenden gesebgeberisd" Aufgabe ins Auge zu fassenden möglichen Fälle zu rechnen si" dúrfte, als das Gebiet der Deutschen Literatur nicht gat dem Bundesgebiet abgeschlossen ist. Entwurfs ist daher eine Auédehnung der Bestimmungen (t ben auf nicht zua Dentschen Bunde gehörige Staaten im V besonderer deshalb abzuschließender Verträge vorgesehen. Ucd gens kann es bei der Berathung des vorliegenden Entw" Ihrer Einsicht nicht entgehen , hung der buchhän

Bundes - Erzeugnisse

Jn dem Schlußartifke n ]

) daß durch den neuerlichen U rishen Verlagsgeschäfte des Juland® und die gleichzeitig von der Jndustrie mancher Buchdrukerti® angenommene veränderte Richtung dem System dieses “F wurfs in einer Weise vorgearbeitet ist, welche die Besorg!" F entfernt, als ob dasselbe nur mit einer bedeutenden Ers! rung bestehender gewerblihec Existenzen durchgeführt werd

Kassel, 5. Mai. (K. Z.) Heute Mittag hatie eine D piitation der Stände- Versammlung, bestehend aus dem Pr denten, den Herren von Ochs, Schomburg, Eberhard und H mel die Ehre, bei Sr. Hoheit dem K ur Uebergabe der Adresse eingeführt zu werden, "A räsident, Herr Schwarzenberg, verlas, folgenden Inhalts: "F „Durchlauchligsier Kurprinz, gnädigfier Kurprinz un

Eure Hoheit haben dur) das des Junern uns eröffnen lasen,

urprinz und ®

| d Mitre [E rgan Höchstihres Staats - Mini s

daß zur Berathung einiger ¡oi E

: Stand der Arbeiten bis zum 39. April 1838, und der d, verbundene Nachweis über den Bau der Bahn läft eine | Einnahme und ein rasches Ende des Baues hoffen. Es ° Meilen Planie fertig das {on in T Miß oerftündng E

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Es ist aber, auf!

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inde - Versammlung nicht gelangt sind, uns unverweilt Vorlagen | fährte. Hier versammelte sich das Corps der Freiwilligen um die Mittagszeit, stellte sich in 12 Kolonnen auf und marschirte | den, dann, die Infanterie rechts, die Kavallerie links, in langem sehr gesunkene

d ersichert zu halten, daß wir in chrfurchtsvoller und téeuer Gesinnung für | Doppelzuge, jede Kolonne von einem Feurier geführt, dur | fast

n befestigen, was gerechte Erwartung befricdigen faau und crblif- fen eben hierin die cinfahe Richiscbnur, welche, wie wir bofscn, zu

cigen g ten wir

ren Angekegenheiten, welche zur Verabschiedung mit der leuten

übergeben werden sollen, damit alsbald zu einer gedeiblizen Erlcdi-

ung derseiben geschritten werden fônne. Geruben Eure Heheit, sich

nsercnu Durchlauchtigsten Landesherrn diejenige gewisenbafie Sorgfalt,

‘aen werden. Wir erfennen die in unserem Berufe liegende Pflicht, im

(operidandten Hinblicke auf Eurer Hoheit und des Landes eng ver- | nen, nächst den höchsten Beamten der Provinz, jeder Stand | lih noch ein neues Uebel an.

undenes Wohl, wahr und cen zu erwägeu, w2s dasselbe férdern | seine Vertreter fand. Blücher's Degen und Handschuh fehlten | gesunkenen Préise

auch dieses Jahr nicht; einer der beiden Seitengänge war mit | ben sich bald wieder, erstere mäßig, verbunden mit der Aussicht au

edciblichen Ergebnisse und Sch!ufse des Landtags uns binlci-

ird. Jn tießler Ehrfurcht beharrt Eurer Hebeit treu gehbor- |

same Stände-Versammlung. Kassel, am 1. Maí 1838.‘ | Se. Hoheit geruhten, Sich mit den Mitgliedern der De-

putation huldreicch zu unterhalten.

Spanien.

Madrid, 24. April. Man will wissen, daß der Wunsch der Regierung, sich des Grafen Parsent, der Intendant des nfanten Don Francisco de Paula ist, zu entledigen, eine von den Ursachen sey, welche. die Abreise des Prinzen herbeigeführt aben. Der Graf Parsent is ein persdnlicher Feind der ver- wittweten Königin und man schreibt ihm die in der lesten Zeit egen die Königin gerichteten Spottgedichte und beleidigenden Artikel mehrerer Blätter zu. Am 13. April wüthete in der Bai von Cadix, ein Sturm, der den Verlust mehrerer Schiffe herbeiföhrte, doch sind nur vier Personen dabei ertrun?en.

Inland.

Berlin, 8. Mai. Auf telegraphishem Wege ist uns die Nachricht zugekommen, daß Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Aibrechc am f. Mai Mittags um 12 Uhr in erwünschtem Wohl- seyn i:n Haag eingetroffen ist.

—- Kdônigsberg in Pr., 4. Mai. Bei der hiesigen Sparkasse hat im Jahre 1837 der Verkehr sich in nachstehender Art ergeben. Am Schlusse 1836 blieb die Zahlungs-Verbind- lichkeit der Sparkasse incl. der Zinsen 127,689 Rthlr. ; im Jahre 1857 find eingelegt: 67,692 Rthlr., macht in Summa: 195,381 Rehir. Jm Jahre i837 sind zurückgezahlt 37,828 Rthlr. Es bleibt aljo die Zahlungs-Verbindlichkeit uit. 1837 157,553 Rthlr. Erhdhr wird dieselbe durch die zugeschriebenen Zinsen bis ult. 1837 im Betrage von 4316 Rthlr., und die Zahlungs-Verbind- lichkeit der Sparkasse an Kapital und Zinsen beträgt am Schluß des Jahres 1837 161,869 Rthlr. Die Zahlungs-Mittel dage- gen sind in Stadt- und Magistrats-Obligationen 160,190 Rthlr. ; an Zinsen davon für Januar 1838 3203 Rthlr.; bei dem Kd- niglihen Banko - Comtoir sind niedergelegt 3500 Rthr., baarer Kassen-Bestand 269 Rthlr., überhaupt 167,462 Rthlr.

Graudenz, 1. Mai. Jn Nr. 111 der Leipziger Allgemeinen Zeitung vom 21. April d. J. findet sich unter der Rubrik „Preußen“ ein Schreiben aus Danzig, vom 1öten desselben Monats, worin es unter Anderem heißt: „In Grau- denz haben sich vielfache Erbitterungen gegen die Juden geäu- ßert, so, daß diese sich genöthigt sahen, den General v. Naßmer in Königsberg um Kavallerie zu ihrer Beschüßung anzugehen, weil sie Pländerung fürchten.“/ Wir fühlen uns hierdurch zu der amtlichen Erklärung veranlaßt, daß in dieser Mittheilung auch keine Sylbe wahr is, im Gegentheil leben wir mit allen unseren Mitbärgern, ohne Unterschied der Religion, so sehr ein- tráchtig, daß uns jene Nachricht um so überra\schender war, als auch nicht der Menge Vorfall am hiesigen Ort zu einer Mit- theilung dieser Art Veranlassung geben kann. Eben so is uns auch von ähnlichen Aufregungen, die in anderen Weichsel- Städten herrschen Yileen hier durchaus nichts bekannt worden, und die in dieser eziehung durch einige Deutsche Blätter ver- hreiteten Nachrichten sind ebenfalls wohl als Erdichtungen an- usehen.

L Stettin, 7. Mai. Am 17ten v. M. feierte der Kämmerer Müller in Garz a. d. Oder sein funfzigjähriges Dienst - Jubiläum. Jun der Frühe des Morgens brachte ihm das Musik - Corps des 2ten Dragoner - Regiments, bei welchem leßteren er über 27 Jahr diente, ein Ständchen; später ver- sammelten sich sámmtliche Behdôrden und Beamten der Stadt,

| frellie, zu welchem ein von zwei Geschützen vertheidigtes Thor | mehr auf die wenigen Artikel sich wendete, welche zeither noch | vom Auslande, namentlich aus der Rheinprovinz, bezogen wur-

so daß bei dem Schub des dortigen Zollsystems der bereits Absatz vaterländischer Fabrikate nah Frankreich ganz atun. mußte. sh f ing wichtiger Landes-7 en gebübrt, zu bcthätigen | z! An die vorstehend erwähnten, au

welcheder Berathung wichtiger Landes-Jutercffen gebüdrt, 3 | Haupt - Eingang der Stab die Chrengäste einführte, unter de- | lähmend und vernichtend einwirkenden Umstände reihte si Die auf einen geringen

der baumwollenen Garne und Seide echo- aber leßtere um 20 25 f noch weiteres Steigen. abrikate zu den früheren niedrigen Preisen der enz und des

wei Seiten - Eingänge in den Fesisaal, während durch den |

| des großen Friedrich's Büste in würdiger Umgebung geziert. | pCt., | Die bei dieser Gelegenheit gemachte Stiftung hat den Namen | Nun sind alle F Seide notirt, die Preise kônnen wegen der Konkurr

noch immer shwachen Absatzes nicht erhöht werden. irkungen der sangui- so bitter empfunden hatte, othdärftigste ein, um sich nicht ei- im Preise mit einem großen Waarenlager atte nun leider zur Folge, daß viele Fabrik- eder Fabrik - Unternehmer gern volle Arbeit ge- noch dazu in dem harten Winter, feiern mußten.

echt kann man daher sagen: das Jahr 1837 war igsten in der Geschichte der Fabrication. Den- ank der Vorsehung, vorüber, ohne im Handels- Provinzen verderbliche Erschütterungen her Ermangelung des Z

der Schlesischen Freiwilligen - Stiftung erhalten. | Erfurt, d. Mai. Gestern Abend 9 Uhr ist Se. Königl. |

werden mehrere Tage hier verweilen.

Minden, 4. Mai. Der Maurer- und Zimmer - Meister

Menny jun. , cin mehrjähriger Zögling des Königl. Gewerbe-

Instituts in Berlin, und die Lehrer Dr. Hartwig und Kniebe

haben hier cine Sonntagsschule fär Handwerks - Gesellen und

Lehrlinge, zum Unterricht im Zeichnen und zur M in | |

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andern der nêthigsten Kenntnisse vnd Fertigkeiten, errichtet und dadurch einera lange gefühlten Bedürfniß abgeholfen.

err von Borstell, ist heute zur Inspizirung der Truppen von } ier nach Mainz abgereist. | Düsseldorf, 4. Mai. Heute Mittag fand auf dem hie- | sigen Palais in Gegenwart des Prinzen und der Prinzessen j Friedrich von Preußen Königl. Hoheiten, der gesammten

wurde hierauf von Höôchstseinem bisherigen Religions - Lehrer, Divisions-Prediger Thielen, feierlich eingesegnet.

Aachen, 2. Mai. Kürzlich ist bei der Anwesenheit des Ober - Ingenieurs der Belgischen Eisenbahnen, Simons, von | g

nach der Gränze verbinden soll. Seiner Versicherung nach, werden die jenseitigen Arbeiten nächst der Gränze unverzüglich

beginnen.

j Ueber Handel, Fabriken, Gewerbe, Transport- und | Communications- Mittel in den Rhein- Provinzen | im Jahre 1837, aus amtlichen Berichten s entnommen.

Das Jahr 1837 hat sich in den Annalen des Handels durch eine fast beispiellose Erschütterung bemerkbar emacht, welche sich schon in den ersten Monaten von Nord - Amerika aus úber cinen großen Theil von Europa verbreitete. Da nun die Rhein-Provinzen seit den leßten 20 Jahren in bedeutende mittelbare und unmittelbare Verbindung mit Nord - Amerika gekommen sind, so konnte es nicht ausbleiben, daß jene Krisis ihre unheilvollen Nachwirkungen auch auf den Handel und die Fabriken des Rheinlandes ausüben mußte.

Der Absab an Fabrikaten war allmälig nah Nord - Ame- rika úber den Verbrauch gestcigert worden; als nun der Brand von New - York 1836 eine ungewdhnliche Zufuhr von Europa veranlaßte, und die dortigen Hauser troß großer Verluste sich L die gefürchtete Krisis nicht ausbrach, so_ stiegen unter

(nderen Seide und Baumwolle zu s{windelnder Höhe, wodurch

hon in der zweiten Hälfte des Jahres 1836 der bsaß nach Nord-Amerika fast gänzlich aufhdrte, und daher eine bedeutende Einschränkung der Fabrication im Rheinlande herbeigeführt wurde. Dieser Zustand, so unangenehm er auch war, gereichte doch zum wahren Heil der Fabrikanten, denn wäre die große Krisis von 1837 in einen Zeitpunkt des lebhaftesten Handels gefallen, so wären kolossale Verluste unvermeidlih gewesen.

So wie nun in Nord - Amerika die befürchtete Erschütte- | rung ausbrach, sahen sih die Englischen dorthin handelnden i Häuser pldblih ihrer Hülfsquellen beraubt, viele mußten bei | großem Vermögen ihre Zahlungen einstellen. Es fam nun an | den Tag, welch Übermäßigen Kredit die Amerikanischen Häuser

wie auch das Offizier-Corps und die Geistlichkeit im Hause des Gefeierten, um ihn zu beglücwoünschen, wobei ihm der Kreis- Landrath die erfreuliche Botschaft brachte, daß Se. Majestät Allergnädigst geruht hätten, seinem jüngsten Sohne auf die Dauer der akademischen Laufbahn desselben ein jährliches Sti- pendium von 150 Rthlrn. zu bewilligen. Der Bürgermeister úberreichte im Namen der Kommune einen silbernen ‘Pokal und die Schübengilde eine goldene Dose. Zahlreiche Gedichte besangen den noch rüstigen Jubelgreis, der, tief ergriffen von der Gnade des Monarchen, seinen gerührten Dank aussprach. Ein Mittagsmahl von 70 Gedecken, bei welchem der Jubilar den Toast für des Königs Majestät, dem Allergnädigsten, auch ihm so huldreichen Landesvater, unter schmetterndem Trompe- tenklang ausbrachte, und am Abend ein glänzender Ball, ver- herrlihten die Feier des Tages. Im verflossenen Monate wurde auf einem See in Hinterpommern ein sehr seltener Gasi- vogel, die Polar-Ente (colymbus aretlicus), geschossen. Stralsund, 2. Mai. Der diesjährige Sommer-Vieh- und Pferdemarkt zu Grimmen is vom 2i. auf den 12. Juni und der darauf folgende Krammarkt vom 22. auf den 12. Juni ver- legt worden. Vom isten d. M. ab sind an die Stelle der bis- herigen Fahr- und Kariol-Posten zwischen Stralsund und Ber- gen auf der Jusel Rüge, folgende geireien : eins wöchentlich zweimalige Post zwischen Rheinberg und Bergen über Garz und Putbus, als zweispännige Per- sonea- im Sommer- und Kariol-Post im Winter-Haib- jahre, welche sich an die Schnellpost von Berlin, so wie an die Kariol - Post von Bergen nach Alcenkirchen anschließt; eine wdchentilih zweimalige zweispännige Fahrpost zwischen Stralsund und Putbus über Bergeu, welche sich an die Berliner Fahrpost und an die von Stralsund nach Barth, und eine eben solche Fahrpost zwischen Stralsund und Garz, welche sich an die Berliner Fahrpost, so wie an vorgedachte Post von Rheinberg nah Bergen und an die Fahrpost nach Barth anschließt. Breslau, 3. Mai. Heute versammelte sich der größte Theil der bei dem gestrigen Fe| gegenwärtig gewesenen Frei-

willigen zum Appell, dem eine fröhliche Nachfeier folgte. Viele

von denen, die als solche von hier scheiden, wird am Schluß

des Monats der Wollmarkt als intelligente Landwirthe wieder zurüctführen, ein Beweis, wie Schwert und Pflug im Vater- lande Hand in Hand v Ueber das gestrige. Fest ist noch

vor dem Saale ein Feldiager vor-

nachzuholen, daß der P

die außerordentliche Steigerung der Preise Amerikanischer Pro-

Der Werth des Geldes stieg in Folge des Begehrs um 5 bis | 10 pCt. gegen Bankjzettel, in gleichem Verhältniß stiegen noth- wendig auch die Course auf Europa und somit häuften sich als- bald alle ungünstigen Umstände, welche eine fast ge Hem- mung der Äusfuhr Rheinischer Fabrikate hervorzubringen ge- eignet waren.

Die Dauer dieses Zustandes ist noch ungewiß. Bei der Unentbehrlichkeit der Banken für den Handel, die Gewerbsain- feit und die Boden-Kultur in den Vereinigten Staaten steht die Dauer dieses Zustandes mit den Modificationen in genauem Zusammenhang, welche das Bankwesen erheischt, Und demselben bevorzustehen \cheinen. Bis dahin, daß die sich entgegenstehen- den Meinungen úber die Modificationen gecinigt haben werden, kann der Handel den nöthigen Schwung nicht wieder erlangen. Letterer ist aber auch für lange Zeit vor der Gefahr des Zuviel- thuens dadurch geshüßt, daß dem Amerikaner in Europa der Kredit, besonders in Bankgeschäften, abgeschnitten ist, daß also nur für den Betrag der Produkcen-Auëefuhr gekauft werden fann, was für die Deutsche Industrie hinreicht, um einen angemesse- nen und für die Folge regelmäßigen Absaß zu sichern. ‘Amerika bleibt immerhin das wichtigste Land fär unsere Exportation, und jede Maßregel is daher für den Deutschen Handel nach jenem Lande wünschenswerth, welche die freundschaftliczen Verhältnisse zu dea Vereinigten Staaten noch enger zu knüpfen geeignet ist.

Auf die Súd - Amerikanischen Staaten war die Handels- Krisis zwar von weniger verderblichem Einfluß, ihre Wirkung war jedoch auch dort zu verspúren, wenn auch nur in einer Lähmung des Absatzes nach jenen Ländern.

Welchen Einfluß diese unglälichen Verhältnisse auch in Europa hatten, ist Jedem bekannt. Sie erzeugten allgemeines Mißtrauen, große Unsicherheit in den Geschäfcen, während der enorme Abschlag in den Urstossen die Preise aller Fabrikate drúckte und jedem Kaufmann und Krämer Verluste brachte, | welche gar oft die Kräfte des Verlierenden überstieaen. Dazu |

in demselben Maße mehrten, als die úberseeischen Abzugs - Ka- ; nále sich verstopften. Jn Frankreich hatte die Handels - Krisis | | unter Anderem noch die Folge, daß die dortige Industrie immer

Fabrication und Handel

S D E

Hoheit der Prinz Karl hier eingec:rofsen, um über die hier ste- } brikant {ränkte daher, nachdem er die henden Truppen Inspection zu halten. Se. Königl. Hoheit : nischen Speculation im vo

, seine Production auf das ' nem neuen Abschla auszuseßen. arbeiter, denen j göónnt hâtte,

en Jahre

eins der ungú noch ging cs,

Koblenz, 4. Mai. Der kommandirende General, Frei: | stand der Rhein: Was wäre aber wohl in

e dieser Zeit gewesen?

7 liefert einen neuen Beweis von den gro-

s Verkehrs mit dem ältnissen und Ereig-

erbandes die Fol

Das Jahr 18 zen Wechselfällen und der Unsicherheit de enn derselbe h meistentheils außerhalb der Gränzen der E tsgewalt liegen. Die Ereignisse in und Nord-Amerika beweisen, daß die inländi f sehr lockerem Boden begründet seyn würde, wäre chlich nur auf den Verkehr mit dem Ausland ange- Fall seyn würde, wenn der Zoll - Verein aterlándischen Grundlage

eist- | Auslande, d ángt von Ver

lichkeit, der hôchsten Militair- und Civil-Behörden, so wie einer | nissen ab, die ansehnlichen zur Feier eingeladenen Gesellschaft, die Confirma- | kung der tion Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Alexander statt. Nach- | England dem der Prinz die úblihe Prüfung bestanden, verlas Se. Kö- ; dustrie au niglihe Hoheit das selbst verfaßte Glaubens - Bekenntniß und | sie hauptsä

wiesen, wie dies der ¡ nicht existirte.

heimathlihen Staa

Durch den lebteren aber ist der v Gewerbsamkeit unter allen Umständen eine sichere Und diesem Verhältnisse ist es zuzuschreiben , daß der Rheinischen Industrie keine unheilbaren Ohne den großen Zoll-Verband wür- ranzosen für ihren großen Waaren-Ueber- Maße, als bisher, einen Ausweg auf sucht und uns úbershwemmt haben. e Verkehr im Julande bildet die einzig Industrie großer Staaten, und es ist, ntwickelung des Ge-

ewonnen. ihm und der Direction der Rheinischen Bahn der Punkt fest- | das Jahr 1837 geseßt worden, wo die leßtere sich mit der Bahn von Lättih | Wunden geschlagen hat. den Engländer und F fluß in noch größerem den Deutschen Märkten ge „Der gehörig ges{chükßt sichere Grundlage der wo diese Stúße fehlt, eine großartige E werbfleißes nicht möglich.“

Daß dieser Grundsaß in unserm Vaterlande anerkannt wird, daß die Regierung bemüht is, ihn immer mehr ins Leben zu rufen, muß mit leb Die finanziellen O dehnung des Zoll - fár als glänzender Beweis. welche das vergangene Jahr gesch und im Vertrauen auf die Weishei Förderung der großen cation, erhebt sich wie zu neuen Kraft - Aeußerungen.

haftem Danke bezeugt werden. r, dur welche die immer größer ereins erkauft werden mußte, dienen hier- alb werden die Wunden, gen hat, leichter geheilt, t der hdôchsten Behdrden in Interessen des Handels und der Fabri- der muthvoll der Gebeugte und erstarket

Vom Kolonialwaarenhandel ist nichts Erhebliches zu berichten, da er ih fortwährend nur auf Befriedig lichen Bedürfnisses beschränkte. del nicht eher wieder in Köln erhe Rheinisch - Belgischen Eisenbahn , en Seehäfen in glei ch der Handel mit Háu Am Schluß des Jahres 1836 wurden als 40,000 Stü,

ung des täg- m Großhan- ollendung der durch welche Köln in dieser che Linie gestellt werden wird. ten daselbst immer

Er dürfte sich ben, als nach

insicht mit d

x Dagegen hat si mehr vergrößert.

Bestand angenommen gegen

die Beziehungen von 1837 betrugen

Westindische Häute 140,000

Ostindische Häute .

| Summa 205,000 Stück,

| von welchem Quanto am Schluß des Jahres 1837 kaum 15,000 so daß der Jahres - Umsatz auf 190,000 Von Buenos-Ayres sind 45,000 aller Anschein vorhanden, en in diesem Artikel der ausschließ- Provinz und die benachbarten Län-

bisher in England gefunden, und wie dieser eben so sehr auf | Stück übrig blieben, die úbermäßige Ausdehnung der Einfuhr aus Europa, als auf Stück geschäßt werden kann. | Sräe direkt bezogen worde dukte eingewirkt hatte. Mit dem Fall vieler Englischen Häuser | daß Köln in wenigen Jahr wich der Preis der Baumwolle bis auf das Minimum, und | liche Markt für die Rhein - dieses wirkte nothwendig auf Nord - Amerika wieder zurü. | der

n. Es ist

seyn werde. Getraidehandel. Die hohen Getraide-Preise in Nord- | Amerika während des Jahres 1836 hatten dieselben in Holland sehnliche Consignationen von Ge- traide vom Rhein aus nach Holland gemacht wurden, von wel- chem der größte Theil nach Nord-Amerika ging. wurde der Verkehr durch die Handels-Krisis von | und die Preise der in Holland befindlichen großen V sehr gedrúuckt. Da nun am Ober-Rhein und an der Mosel die Aerndte weder in Quantität noch Qualität befriedigend ausge- fallen, so wurden bedeutende Getraide-Quanten von der Preuß. chen Gränze entboten und nah jenen Gegenden ver- ie Versendungen waren bis zum Schluß der Schifs-

Da die Preise

| so beträchtlih erhöht, daß an

Plôblich aber 837 gehemmt

Holländis,

\ fahrt schr lebhaft. Steinkohlenförderung und Handel. der Steinkohlen in Belgien bedeutend gestiegen sind, fo findet aus dem Regierungs-Bezirke Aachen ein Transport nach jenem Lande, troh der Hôhe des Belgischen Eit Auch haben Belgisch lanten sich dorihin gewendet, um Ko Das Rüäbdl- Geschäft war 1 hatten ansehnliche Versendungen den wärts statt; obgleich die wesen, so mußten dennoch Stettin, Magdeburg, so wie Saamen vo Ostsee bezogen werden. ganze Jahr hindurch den häufte sich am Ende stalt, daß der Preis Weinhandel. ges zu berichten. se des M

1fuhr-Zolls, statt, und d Sranedsihe Speku- hlengruben auszubeuten. 837 sehr bedeutend. Rhein und Neckar auf- Aerndte recht ergiebig ge- bedeutende Quantitäten Oel von n Holland und der die Oelmúhlen das ünstigen Wasserstand benußten, \o orrath an Oel und Kuchen derge- des erstern auf 11!/, Thaler herunterging.

Ueber denselben ist leider nur Ungünsti-

Der Absaß ot, die Lager sind überhäuft, oselweines unglaublih gesunken. Die Armuth m Gelde bei den Weinbergs - Besißern an der _Am 25. Oktober wurde das beste Weine in Câs und Lieser, wie folgt, freiwil-

vermehrt sich.

Rappsaamen-

Da inzwischen

an baarem ( ist fast nie 0 g Gewächs 1837 er

20 Fuder für die Total-Summe von 15 Rthir. hester Lieser

roß gewesen!

fam noch, daß die Reibungen der inländischen Konkurrenz sich | lig