1838 / 137 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Der bisherige Gouverneur von Ceylon, Sir W. Hertön, ist vorgestern von Ostindien hier eingetroffen.

Belgien.

Brüssel, 10. Mai. Von den vorgestern erwähnten Ver- | | konnte sie sich von der Sorge für prompte Reparatur nicht

| entbinden. Man tvird zusehen, ob es in der Folge mòôg-

handlungen der Repräsentanten-Kammer über die Frage, ob es zwveckmäßig sey, daß die Regierung auch ferner die Eisenbahnen für ihre Rechnung baue, theilen wir Nachstehendes aus der Sibung vorm 7. d. M. mit. Herr Verhaegen, der das ganze biéher befolgte System fúr verderblich erklärte, sagte unter An- derem: „Der Enthusiasmus ist zu manchen Dingen gut; sor- aen wir nur, daß er uns nicht in die Jrre verlocke; die Eisen- bahnfrage is nichts anderes als eine Geldfrage; könnt ZJhr billig vanen und sparsam verwalten, so mögen Euch die Anlagen Vortheil bringen; im umgekehrten Falle wird Euch die Neue zu \pät kommen. Zs find ja Actien-Vereine da, die bauen wollen; gebt doc dem Privat-Jnteresse freien Spielraum; dann wird das kostspielige Grandiose vermieden, dem wir nur {ône Gebäude, aber feine ergiebige Verzinsung des angelegten Kapitals vec- danken; die Belgische Eisenbahn kostet schon 34 Misllio- nen; jeßt sollen abermals 21 Millionen darauf verwendet werden; liefern die geöffneten Bahnstreêken einen Ertrag der die Zinsen der dafür aufgewendeten Summen decftf Der Staat muß ein enormes Material besißen; ist es gehd- rig inventarisirt? Man hatte angefangen, die Maschinen und Lokomotive im Lande machen zu lassen; dies scheint nicht

mehr zu geschehen; die Administration kommt mir chaotisch |

vorz; man hört nur von Klagen über den mangelhaften Dienst auf der Bahn; die Regierung sollte einmal einsehen, daß es ihr rein unmöglich ist, die Aufsicht Über so kolossale, täglich be- fahrene Bahn-Anlagen zu fähren. Die Regierung soll nicht spefuliren; sie soll nur die Speculationen überwachen und an Bedingungen knüpfen ; sie kann dann auch auf Einhaltung die- ser Bedingungen bestehen; verwaltet sie aber selbst, so wird sie ‘Partei und Richter zugleih. Soll ih einen Rath geben? Nun denn, ich rathe euch, verkauft eure Bahnen jeßt noch, wöhrend das Unternehmungsfieber grassirt, heute könnt ihr viel- leicht euer Kapital noch herausziehen; später wird es euch nicht jo gut werden. So is meine Ueberzeugung und darum stelle ¿ch nun acht Fragen: 1) Wie viel Kapital ist aufgewendet wor- den für die der Befahrung eröffneten Bahn-Sectionen? 2) Wie tiark war die Einnahme? 3) Wie viel Angestellte sind bei jeder Section? 4) Wie berechnen sich die Verwaltungs - Kosten? 5)

Bird eine Erhöhung des Tarifs nôthig seyn, um Zinsen und | | predigen und das herbeistrômende Volk vernachlässigt seine Arbeit.

| Dafär wird ihmaus Jesuitenmunde der Trost, daß ihre Aecker hun-

Amortissement zu deken? 6) Jst ein Jnventar des Materials vorhanden? 7) Wird ein Bahndienst für die Nacht beabsichtigt ?

*) Is es wahr, daß die Regierung vorhat, große Werkstätten

zum Maschinenbau und Hochöfen anzulegen, auch die Kohlen- gruben zum Eisenbahnendienst auszubeuten?“/ Der Mi- nister der dffentlihen Bauten, Herr Nothomb, hat auf die Angriffe Verhaegen's und seine Fragen befriedigend geant- wortet. Zuerst beruft er sih auf die nah Vorschrift des Ge- seßes vom 1. Mai 1834 {hon zweimal eingereichten Rechen- \chafts-Ablegungen; dann kündigt er eine neue an, die in wenig Lagen an die Kammer kommen soll; sie erledigt alle Fragen des Gegners der Bahnen; Nothomb berührt jedoch gleich aus dem Gedächtniß, was in wesentlihen Beziehungen daraus re- sultirt. „Jch hielt die aufgeworfenen Bedenken für längst gelös und entfernt; ich glaubte, alle Zweifel seyen am schlagendsten Hurch die thatsáächlichen Ergebnisse widerlege. Erwägt man die Umstände und urtheilt man unbefangen, so wird man zugestehen missen, daß die Ereignisse unser Erwarten gerechtfertigt haben. Lir hatten Gi in dem Bau, Glück in der Benußung der Eisenbahn. Glück im Bau! Ja, unsere Bahn kostet im Ver- háltniß am wenigsten von allen, die noch angelegt wurden. Die Belgische Eisenbahn mit doppeltem Fahrweg wird per Kilome- ter 160,000 Fr. kosten; ih habe zuverlässige Notizen unter Augen, woraus sich ergiebt, daß die Bahn von Liverpool nach Manchester per Kilometer 700,000 Fr. gekostet hat; die von London nach Birmingham 300,009 Fr., die von Lon- don nach Bristol 630,000 Fr.; ih wiil nicht reden von der London - Greenwich - Bahn, dieser Monumentalstraße mit Galle- rien und Arcaden, denn sie wird zwei Millionen Fr. per Kilo- meter zu stehen kommen; in Frankreich rechnet man die St. Etienne-Bahn zu 300,000 Fr., die St. Germainer auf 600,000 Fr., die Versailler (am linken Seineufer) auf 400,000 Fr. per Ki- iometer. Kurz, die Belgische Bahn ist die billigste im Bau. Über auch in der Ausbeutung und dem Ertrage hatten wir Glück. Zuerst dürfen wir uns freuen, daß- auf der Belgischen Bahn keine jener furchtbaren Katastrophen vorgekommen ist, wie fie nicht selten aus anderen Ländern berichtet werden; ein- zelne Unglücksfälle werden immer zu beklagen seyn; das gilt aver au fúr die Minenarbeiten, und doch fällt Niemandem ein, die Regierung deshalb verantwortlich machen zu wollen. Es sind allerdings Klagen über verspätete Ankunft der Dampf- wagen laut geworden; wenn am Eilwagen ein Rad bricht und die Reisenden ein Paar Stunden aufgehalten werden, #o sind es hôchstens 18 Personen, die darunter leiden; ihre Be- schwerden verlieren sich fast ungehört; ganz anders ist es mit der Eisenbahn, auf welcher 3000 Menschen fortgeschafft wer- den; passirt das Geringste, so u gleich die 3000 ein lau- tes Geschrei; da heißt es denn: Wo steckt der Minister? Sollte er nicht bei jeder Abfahrt zugegen seyn und auch auf jeder Station! Jch aber sage der Kammer, auf unserer Bahn geht Llles so gut, wie in England und in Amerika, und ich glaube, wir dürfen es als ein Wunder ansehen, daß es so ist. Unser Tarif t nicht aristofratish; gebt mir den Englischen Tarif, und ich stehe für Wegräumung aller Verlegenheiten; es ist leichter, 100 Reisende fortzuschaffen, die 29 Fr. für den Kopf zahlen, als 1000 Reisende für 2 Fr. die Person; der Ertvag ist derselbe, aber der Kosten - Aufwand weit größer, denn man bedarf mehr Material, mehr Angestellte, mehr Aufsicht. Wir int Belgien transportiren die Menge, in England und Ameréfa fahren nur die Wohlhabenden auf der Eisenbahn. Es ist nien vier Jahre, daß wir das Geseß zur Anlegung von Bahnen haven; in den vier Jahren sind G Lieues fertig geworden et Resultat, wozu sih das Land Glück wünschen darf. Die Einnahize und die Ausgabe unserer Bahn stehen im Budget; die Einnahme war (im leßten Jahre) 1,416,982 Fr, die Ausgabe für Unterhaltung und Verwaltung belief sich auf 1,051,107 Fr., so daß zur Deckung der Zinsen vom Ka- pital 365,875 Fr. übrig blieben. (Nimmt man an, daß, wie oben vorfam, die Bahn bereits 34 Millionen kostet, so wäre freilich der Netto - Ertrag nicht einladend zur Speculation.) Hätten wir die Bahn - Anlage Privaten überlassen, sie wärden einen ganz anderen Tarif verlangt und nicht die große Zahl des Volks transportirt haben; die Bahn wäre dann nicht ein allgemeines Verbindungs-Mittel, eine National-Wohlthat gewe- sen. Ueber das Material der Bahn bestehen geordnete Ver- ¿ctchnisse; ih erfahre jedesmal am 25sten des Monats, was ver-

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| fúgbar, in Reparatur, in Reserve ist; an einem allesumfassen- | den Jnventarium wird eben jeßt gearbeitet. Die Do

hat auf verschiedenen Punkten Werkstätten für Unterhaltung und Herstellung der Maschinen errichten lassen; sobald sie ein- mal die Ausbeutung der Bahn in ihren Wirkungskreis zog,

lih ist, Kontrakte darüber mit Privaten abzuschließen. Was die Lieferung der Lokomotive angeht, so hat die Regierung Verträge mit Herrn John Coerill in Se- raing und mit Herrn Robert Stephenson in New- castle. Der lebtere hat seine Verpflihtungen vollkommen gelöst; er sollte vierzehn Lokomotive liefern und hat sie gelie- fert; ih habe acht neue bei uw bestellt, was ih thun mußte, weil der Belgische Maschinenbauer seine Verbindlichkeit nicht ganz eingehalten hat. Herr Cockerill sollte siebenundzwanzig Locomotive liefern; er ist noch zum Theil damit zurúck. Um jedem Vorwurf zu begegnen, konsultirte ich Herrn Cockerill, che ich die neue Bestellung nach Newcastle gelangen ließ; er hat zugegeben, es sey ganz angemessen, daß die Regierung cinen neuen Kontrakt mit Stephenson mache. Die Schienen sind meist in Belgien angekauft worden und zwar zu einem hohen Preis, weil die Regierung bedachte, wie es ihr zukomme, die inländische Production und Bearbeitung aufzumuntern. In Jahresfrist hoffen wir die Zahl der Lokomotive auf $80 bis 100 zu bringen und die der Waggons auf 500.‘

Lättich, 11. Mai. (Elberf. Ztg.) Man is hier im Lande in sehr aufgeregtem Zustande : es sind der falschen Pro- pheten so viele, die unter der Maske der Heiligkeit einher- \chleichen und auf die Massen, die leider noch in den Banden der Unwissenheit liegen, einen verderblichen Einfluß ausüben : indessen haben diese Verehrer der geistigen Sklaverei ihre Geg-

| ner gefunden. Vor einigen Monaten haben alle Bischöfe den

Bannfluch gegen die Freimaurer ins Gedächtniß zurückgerufen, um das Volk gegen eine Gesellschaft aufzuheßen, die nicht so ganz in- ihrem Geiste handelte. Es is zur dffentlichen Fehde gekommen, die Presse hat die Hand geboten: gegenseitig er- \schienene Flugschristen werden unentgeltlih vertheilt: es ist ein Kampf auf Leben und Tod. Den Freimaurern, welche zu den Gebildeten gehören, schließen die sogenannten Liberalen sih an, und der Kampf wird desto hartnäckiger. Zu diesen Umständen fommt jeßt ein Shwarm Missionaire, welche gewaltigen Un- sinn verkünden, von Ort zu Ort ziehen, unter freiem Himmel

dertfältige Früchte tragen werden, wenn nur die Predigten besucht würden: Verdammniß, Hölle, Jntoleranz, Zwietracht, nichts vom Evangelium wird vernommen, leßteres dürfen sie nur le- sen. Die Bibel-Gesellschaft in Brüssel läßt, und zwar bischdf- lich approbirte Bibeln verbreiten, allein man verfolgt sie, zer- reißt öffentlich die vertheisten Exemplare, und fordert das Volk zum Steinigen der Verkäufer auf. Das Ereigniß in Tilf (2 Stunden von hier) ist bekannt der dortige Bürgermeister soll jeßt in die Provinzial - Deputation gewählt werden: der Advokat des Bischofs, Bruder des Schwiegersohnes von de Theux (Herr v. Longrée - Verdbois ), oppóonirt und unser „Maas -*Courier‘“/ unterstüßt ihn. beider fallen selbst in den Kirchen Streitigkeiten vor, dieselben sind immer ge- füllt, aber von Neugierigen, denn ein Jeder will einmal den Wahnsinn hdren; da predigt man, es sey besser, seine Schwester tödten, als Gott lästern; wenn eine Mutter ihr Kind in der Wiege sehe und glaube, es werde: einst der Religion un- treu werden, so solle sie ihm lieber den Dolch in das Herz. sto- ßen! Ein Bibel - Verkäufer steht heute hier auf dem: großen Marktplabe und verkauft fr 50 Cent. das neue Testament, fär 3 Fr. die ganze heilige Schrift: troß des Verbotes drängt man sich zusammen, Offiziere, Soldaten, Polizei, Gendarmen, alles kauft: die Erbitterung ist groß. Einem Offizier und einem Banquier , die beide Freimaurer sind, is die kirhlihè Einseg- nung ihrer Che verweigert worden, sie haben sih mit der Ci- vil-Trauung begnügt, und dffentlich erklärt, wenn ihre Ehe mit Kindern gesegnet würde, so sollten sie in der protestantischen Konfession erzogen werden. Bei solchen Ereignissen ist es kaum zu erwarten, daß nicht neue Excesse entstehen, die man : natürlich nicht billigen kann.

Deutschland.

Braunschweig, 12. Mai. Am 9ten d. M. sind in dem Dorfe Allrode, Amts Hasselfelde, 47 Wohnhäuser mit ihren Nebengebäuden, darunter die Pfarre, die Schule und die Ge- meinde-Schenke, außerdem auch die Kirche und die Glocken durch eine heftige Feuersbrunst in wenigen Stunden in Asche

elegt, während die meisten Einwohner auf dem Felde mit dem Bestellen beschäftigt waren. Mehr als 60 Familien haben Ob- dach und Habe verloren.

Leipzig, 15. Mai. ela: A. Z.) Es hat sich hier ein Verein gebildet, welcher ‘die Verarbeitung des Asphalts zu Straßenpflaster und anderen Zwecken nach der von Herrn Hey- mann in Berlin unter der Mitwirkung des Herrn Vepyssier in Paris bereits ausgeführten Methode beabsichtigt. Das Unter-

| nehmen ist auf Actien gegründet, und der Verein hat vorläufig

einen Vertrag mit Herrn Heymann abgeschlossen. Jn Auer- bach’s Hofe ist eine kleine Strecke mit der nach jener Methode bereiteten Masse belegt. :

Luxemburg, 9. Mai. Ein an die Redaction der hiesi- gen Zeitung gerichtetes Schreiben lautet: „Nicht ohne Be- fremden habe ich in dem zu Arlon erscheinenden „Echo“ gele- sen, daß am Tage nach der Wegnahme der Fahne in Strassen die Bewohner der Umgegend bei der Kammer eine Petition eingereiht hätten, in welcher sie gegen jede Gebietsabtretung protestirten. Ein gewisser M..., welcher in Strassen, Mamer und Kehlen die Functionen eines Secretairs bekleidet, hat diese Adresse für die Gemeinderäthe entworfen - oder vetfaßt, und die Räthe haben die Schrift mit der Gleichgültigkeit unterzeichnet, mit der man gewöhnlich diese Formalität auf dem Lande erfüllt. Die „„Bewohner‘/ der Dörfer haben damit eben so wenig wie mít der Aufrichtung der Fahne zu schaffen. Zum Beweise, daß die Bevölkerung die Gesinnungen einiger unruhigen Köpfe, welche die Bevölkerung in unserer Gegend aufzuregen suchen, nicht theilt, fann der Umstand dienen, daß die Einwohner von Strassen die zweite Fahne, welhe M... am Tage nach der Expedition aufgepflanzt hatte, aus eigenem Antriebe. weggenommen haben. Fast alle Dörfer in der Umgegend von Luxemburg ziehen die Mittel zu ihrer Existenz aus dieser Stadt. Die Befestigungs- arbeiten bieten ihnen reihlihe Gelegenheit zum Erwerbe. Da- her wünschen wir nichts sehnlicher, als mit der Obrigkeit und den Einwohnern von Luxemburg in gutem Vernehmen zu blei- ben und weisen aufs Entschiedensté alle Unruhestifter. - zurück, welche die Behörden: unkluger Weise aufreizen.“/

Eín Schreiben aus Remich im Journal de „In dieser Nacht hat e Fahnen auf den ansehnlihsten dffentlichen Ge unserer Stadt aufgepflanzt. Diese That ist durch einige kenbolde, denen man ein Trinkgeld versprochen worden. An ihrer Spike steht ein Deutscher eifriger Belgischer Patriot. Heldenthat in der Nacht vollbracht hat, denn am Ta die Bewohner unserer Stadt und der Mosel-Ufer, hänglichkeit an den König Wilhelm bekannt mit Gewalt verhindert haben.“‘

Auf die Bemerkungen des Echo, daß die Missionspre nun auch in Luxemburg eingedrungen seyen, um auch d Provinz wie eine Landplage zu überziehen und das Familig, glück zu stören, erwiedert die hiesige Zeitung: „Die N F sions - Predigten sind also niht nah Jedermanns Geschme | Es giebt viele Personen, welche dieser modernen Einrich, manche alte aus den Zeiten Kdnig Wilhelms vorziehen. 8; sagen es dem Herrn Hoffschmidt ganz unumwunden, daß er y, nige Luxemburger geneigt finden wird, die Quellen f ten, Und noch dazu im Interesse derjenigen, welche, nach d, andsmannes, gekommen sind, um ihr mo Herr Hoffschmi) |

ungs - Geseßes auf der Jnsel einigen Eindruck machen ; allein auf eine förmliche Gährung war man nicht ge- aum hatten nämlich die Behörden zur Zeit der Ostern, (he die jungen Männer im Kreise ihrer Familien zuzubrin- lusführung des Geseßes cinige Vorkehrungen 1, ass sich auch {on das Volk in Massen versammelte E t förmlichen Widerstand droßte. F yurde insuitirt und sogar thâtlich mißhandelt, sämmtliche Be- érden wurden vom Volke abgeseßt und andere Individuen t den erledigten Aecintern bekleidet; an einigen Orten wurden e Akten den Flammen preisgegeben u. \. w. emüther etwas befänftigt waren, wurde eine Bitt- schrift an den König votirt, worin um Aufhebung der Patent- und Stempelsteuern, so wie um Rekrutirungs - Freiheit für die Insel gebeten wird, und eine Deputation ernannt, welche un- dem Auftrage abgehen mußte, dieselbe in die Hände

zu Úberliefern. Diese Deputation war bereits im fommen, vom Könige jedoch nicht angenommen, cinister Anton Kriesi gewiesen wor- und zugleich den Auftrag Kriesi is! von

enthált Folgendes :

en pslegen, zur 2

Zu bemerken ist, daß man Der Gouverneur

genug ist, dieselb,

dem die G

er ú lich mit Siri Otto's

iráus ange j aen an den Marine - $ den, der sich eben auf Poros befand erhielt, si persönlich nach Hydra zu begeben. Hydra gebürtig und genießt auf dieser Insel ungemeines Anse- E hen; es fann darum nur höchst toeise genannt werden, daß die Wahl der Regierung auf ihn siel, und der Erfolg rechtfertigte vollfommen diese Anordnung. Zwar wurde Kriesi im Anfange ebenfalls mit Hohn empfangen, allein bald gewann die Vernunft Oberhand in den durch übertriebene Gerüchte und

falsche Ansichten über das Rekrutirungs - Gese entflammten Köpfen, und, nachdem die drei Haupt - Anstifter der Unruhen,

bei welchen übrigens glücklicherweise kein Menschen- leben verloren gegangen und an keinerlei Privat- * Eigenthum Hand gelegt worden ist, es nöthig gefunden * hatten, die Flucht zu ergreifen, stellte sich die Ruhe und Ord- ; Es ist merkwürdig, daß besonders I die Weiber, durch ihre Leichtgläubigkeit verfährt, bei diesen Sce- F nen eine Hauptrolle spielten. Ein Weib war es, die den Gou- F verneur thätlih mißhandelte, weil sie, die ihren Mann im Frei-

heits-Krieg verloren, meinte, man wolle ihr nun durch die Re- fèutirung auch ihren einzigen Sohn entreißen. Einzelner, daß Englische Intriguen dabei im Spiele gewesen, hält man hier für absurd. (Vergl. den Artikel Griechenland.)

iecchenland.

Athen, 29. April. (Allg. Ztg.) Die fast vollendete Aus- skribirten erfuhr von einer Seite, a igsten vermuthet hatte, Hydra cmpôrte Geseß, Die Einwohner begannen ihre Wider mit, daß sie den Gouverneur der Jnsel, getreu verschen wollte, in einer öffentliche selen und ihn mit Schlägen und Stö ten Die Weiber nahmen gro tèn mit Wuth das Gesicht des Gouve die Frage, ob man den Unglücklichen gänzlich mit großer Stimwen-Mehrheit vom Volke beja ten zwei rüstige Männer den Vorschlag, Hunde zu ersäufen ; da diese Proposition den blutenden Gouverneur nah dem Ufer, warf Barke, die zwei Männer seßten sich ebenfalls in diesel Die ganze Be

Zeugnisse seines lishes Gift über das Land auszuschütten. hat die Kammer und das Land benachrichtigt, daß man Emjs saire nah Frankreich gejendet hat, um zu Gunsten des stäty F quo zu werben. Aber bevor die Parteigänger sich in Burguy | und in der Champagne organisirt hatten, war das Haupt-Coty welches sie unterstüßen sollen, längst auseinander gelaufen. Dzj „Echo“ mißt die Schuld der Belgischen Regierung bei, welch Emissaire nah Luxemburg geschickt haben soll, um die kriege) he Gluth zu dämpfen. die Bevölkerung in ihrer Ruhe zu erhalten. Provinz einige unruhige Scenen st dieselben nur ganz vereinzelte Aeußerungen. Wenn die Bij banter Fahne irgendwo aufgepflanzt worden ist, so- kennt m1} auch denjenigen, der es gethan hat; es war ein Agent der R: volution. Jn Diekirch ward sie indeß ganz im Geheimen wi rend der Nacht aufgepfslanzt.“/

In demselben Blatte liest man: stimmung der Belgischen Blätter hat etwas Komisches. ie niht genug die Wohlthaten des and befand sich glücklich dabei, es genoß alle Vortheile der 24 Artikel, und Holland trug die La- et, wo es darauf anfômmt, zu beweisen, das k der Genuß aller dieser Begünstigungen Belgien Ansprüche auf Entschädigungen giebt, ist die Verlegenheit dieser Lobpreisér des status quo nicht gering; wir fürchten nicht werden ziehen können.“

Oesterreich. | Se. Majestät der Kaiser slnd

* wieder die

Dessen bedarf es aber gar nicht, uy enn in dy attgefunden haben, so sin

nung wieder von scibst her.

„Die rasche Un- Die Ansicht vor kurzer Zeit konnten status quo preisen.

sten derselben. hebung der diesjährigen Kon von welcher man es am wen

Widerstand hartnäckigen

sih förmlich gegen dieses neue spänstigkeit da- welcher seine Pflicht ichen Versammlung über- gen barbarisch mißhandel- heil daran und zerkrall-

Nachdem nun todtschlagen solle, ht worden, mach- ihn lieber gleih einem schleppte man n in eine e und stie- vöôlferung eilte ans Ufer, um ,„Nun““, riefen mehrere den in n zu, „werft den Hund einmal , antworteten diese, „wir sind noch Schwimmen retten.“ ¿weiten vom Ufer entfernt waren, Kraft die Ruder, und flohen {t in seinen vermeintlichen Poros. Die am Ufer sste- nte Wuth und brach in aum gelangte die Nachricht nach Athen, r fich augenblicklich nah Hydra begab, n herunter rufenden , sondern von seinem Fahrzeuge 8 den Hydrioten vier Tage Bedenkf- Verlauf, wenn nicht Alles zur Ordnung strengsten Maßregeln ohne alle Rücksicht gleicher Zeit wurde ein großer Theil n eingeschifft, um Hydra gegenüber

Mittlerweile langte eine Deputa- Insulañer im Piräus an, um im Namen erden dem Könige vorzutra- Monarch eine Deputa- ntwort mit gewaffneter er Hafen-Capitain von Piräus die t ans Land zu lassen, und sie muß- 2 Uhr den Hafen wieder verlassen. | h) man nun dem Ablaufe des nach- inins entgegen, um so mehr, als die meisten Ca- Offiziere der Griechischen M | e dessen nöthigenfalls S gegen Brüder hätten feindlich agir et jedoch lauten sehr i Tage verschwanden die eigentlichen 2 7 ng fürchtend, heimlich von der On Jeßt die ganze Sache als beige

Äegypten.

Neuern Nachrichten (die das und die mit dem Dampf- en seyn sollen, widerlegen die e von der Niederlage der Dru- „Die aus Syrien anlangenden annte Journal, „stellen diese Pro- ande allgemeiner Göhrung befindlich dar. fersuht Jbrahim's einen Augen- zum Oberbefehl der Armee gegen JIbrahim Pascha war eben auf Damasëkus, dem ffen, als er die Aufstande erhielt. Er kehrte g durch zahlreiche Verdacht des Pa- und soll einen seiner Söhne icse Forderung soll einen mir treue Bevölkerung des ie Vermittelung des Emir geschlossen haben. Meh- fsameren Mittel Er hat zahlreiche Emissaire

, daß sie sich aus derselben

Wien, 12. Mai. neuerdings von einem Unwohlseyn befallen worden.

Der vorgestern aus St. Petersburg hier angekommene Courier hat bestimmtere Nachrichten in Bezug auf die Reise der Russischen Kaiser - Familie Großfärst - Thronfolger zuverlässig im nächsten Monat unsere | Hauptstadt besuchen. Fürst Metternich hat darum seinen Reise plan wesentlich verändert, und wird nun vor Ende des Monats | Juni nicht von hier abgehen. Fürsten auf dem Johannisberg ist jeßt zweifelhaft.

Die schon seit einiger Zeit erwartete große Avancements- Liste unserer Armee is nunmehr erschienen. Jn Folgé dersel- rúcken fünf General-Majors zu Feld mar\chal- Lieutenants vor, nämlich die General-Majors Freiherr von Wald stätten (Brigadier zu Karlstadt, wird Divistonair zu | Agram), Graf Hartmann (in seiner Anstellung beim Hof: F Kriegsrathe), Freiherr von Augustin (bleibt Kommandant des Feuerwerks - Corps), von Berwaldo Bianchini (Artil lerie- Brigadier zu Wien, wird Divisionair der Artillerie da F felbst), und Graf Woyna (Brigadier in Jtalien, wird Divi F fionair in Oedenburg). Dann werden 12 Obersten zu Ge- neral-Majors befdrdert, nämlich die Obersten Freiherr von F Dankelmann- (von Sachsen-Koburg Ulanen, wird Brigadier | zu Theresienstadt), von Wania (von Paumgarten Junfanterie, wird Brigadier in Podgorze), von Lebzeltern (im Jng | nieur- Corps, in seiner Anstellung), von Zten Jäger - Bataillon, wird Brigadier in Mailand), von Schdnhals (General-Adjutant des Grafen Radeßky, in seiner Anstellung), von Rajakovich (vom Deutsch-Banater Gräny Regiment, wird Brigadier zu Mittrowiß), von Eliatschek (von Richker Junfanterie, wird Brigadier zu Jnnsbruk), Graf Caboga (im Ingenieur-Corps), und Graf Meraviglia (Oberst-Hof meister bei Sr. K. K. Hoheit dem Erzherzog Rainer, Beide in ihrer Anstellung), von Glaeser (von Kaiser Chevauxlegers, wird Brigadier beim mobilen Corps in Jtalien), von Medin (vom St. Georger Gränz-Regiment, wird Brigadier zu Panc sowa), und von Hartlieb (beim Generalstab, wird Brigadier "M zu Karlstadt). Der Feldmarschall - Lieutenant und Divisionair zu Hermannstadt, von Villata, wird in gleicher Eigenschast | nach Kaschau verseßt; der Feldmarschall - Lieutenant und Divi * sionair zu Oedenburg, von Piccard, zum Festungs-Kommat | danten von Peterwardein, und der General - Major und Bri Þ zum Festungs- Kommandat ten von Legnago ernannt. Ferner werden verseßt: der Genera Major und Brigadier zu Innsbruck, Graf Thurn, in gleicht * Eigenschaft nah Gräb, der General - Major und Brigadier zl Pilsen, Freiherr von Mylius, ebenso nach Prag, und det General - Major und Brigadier zu Mittrowiß, von Mait4, nach Verona. Jn Pensionsstand treten : der bisherige Festund | Kommandant von Peterwardein, Feldmarschall - Lieutenant von Fd ajor und Brigadier in Jtalien} Freiherr von Corbey, mit Feldmarschall - Lieutenants Chara! ter, und die Obersten, Freiherr von Dlauhowesky, vo! Jordiíis und von Brehm, alle drei mit General - Majors Charakter.

Das Projekt eines Getraide - Dampfm därfte nun doch durch eine andere zu diesem getretene Actien - Gesellschaft. zur Ausführung kommen.

Triest, 8. Mai. Eben hier eingegangene Brieft aus Athen vom 29sten v. M. bringen Anzeige von bedaut! lichen Unruhen, deren Schaupla6 die Jnsel Hydra gewesen ist Anlaß hierzu gab das neue Rekrutirungs-Geses, nach welche gedachte Insel die verhältnißmäßige Zahl Rekruten durch stimmung des Looses stellen sollte. j den Fretheitskampf ganz besonders gelitten, so daß kaum eint F

Familie existirt, die nicht einen oder den anderen ihrer Ang! F drigen verloren hat, überdies aber cine große Zahl Hydriote" r ei der Griechischen Flotte und in dem

Diesen nach wird der

Der beabsichtigte Besuch dès ßen vom Lande. F die Execution mit anzusehen. der Barke befindlichen Männer hinaus!“ „Noch nicht“ zu nahe am Lande, er ks Uls sie endlih mehrere Schuß packten sie mit übermäßiger "mit dem Unglücklichen , " Mördern seine Retter erblickte, E hende getäuschte Bevölkerung {äur S Schmähungen aus. F als’ der Maríne-Ministe “aber auf Anrathen ein Stimmen die Jusel nicht betrat aus im Namen des König zeit bestimmte, nach deren "zurückgekehrt sey, die angewendet würden. unserer Garnisons - Trupp: das Resultat zu erwarten. tion der empörten sämmtlicher Hydrio “gen; da es jedoch natúrlih ijt, daß ion annimmt, deren Absender die An ¡Hand ellvarten, so erhielt d “Ordre, die Verblendeten nick iten noch in der Nachc um großer Spannung sa

nnte sich durch

der úüberra

iger von den Felse

eigelsperg (vom

ten ihre Beschw

Ipitaine und

j j arine Hydri | “und in Folg Dydrioten sind,

dhue gegen Väter, Brüder 1 müssen. Die leßten Nach- vor Ablauf der en Aufwiegler, ihre Aus- Insel, und man betrachtet

beruhigend.

gadier zu Laibach, von Pirguet,

Ulexandrien, 9. April. nal de Smyrne mittheilt) Nil‘ hierher gekomm r bezweifelten Berichc f das Bestimmteste.

schreibt das gen nem Zustande

Milanes, der General -

z als in ei an Pascha, je Deseitigt hatte, ist wieder

Vrusen berufen worden.

er Aegyptischen m in Aleppo ausgebr Um, und unterdrückte di Auch Emir-Beschir hat den ¡eoypten auf sich geladen, haben stellen müssen.

Eindruck auf die dem Et nacht haben, und ohne d ch schon den Jusurgenten zu ein-.m tvirksar

den die Ei

wecke zusammel"' Aleppo nach

auptquartier Armee, begri M

chricht von

e Empdörun

Da die Jnsel Hydra ctheiligen ‘ges gema umt jest

i n, seine Zuflucht. g den

; ut, E rsenale Dienst thut, F mit bedeu-

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zu bestehen. Bis jeßt scheint sein Bestehungs - Sy- stem noch zu feinen großen Resultaten geführt zu haben. Die wenigen Truppen , welche noch hier sind, sollen nach Syrien abgehen, mit Ausnahme dreier Bataillone, welche zur Besebung Kreta's bestimmt sind. Aus Syrien sind einige LTompagnieen zurückgekehrt, aber leidend und entkräftet. Der Gesundheits-Zustand Jbrahim Pascha's soll nicht sehr be- friedigend sepn, und Mehmed Ali is sehr nieder eschlagen. Die Angelegenheiten von Hedschas konsumiren ebenfalls die Kräfte Aegyptens; in einem neuen Gefechte sollen die Aegyptischen Truppen bedeutende Verluste erlitten haben. Die Schiffbauten werden nichtsdestoweniger fortgeseßt, und kürzlich erst ging wie- der ein neues Schiff in See. Auf einigen Schiffen, wie im Arsenal, sollen mehrere Pestfälle vorgekommen seyn. Der Ge-

| sundheits-Zustand Alexandriens scheint die Reise Mehmed Ali's

im Delta zu E, wo ihm kürzlih beinah ein Unglück zugestoßen wäre. ls er näâmlih eine Barke bestiegen hatte, um sich nah dem Dampfschiff zu begeben, wäre diese beinahe durch einen heftigen Windstoß umgeworfen worden. Seitdem die Verbindung mit Jndien über das Rothe Meer zu Slande

| gekommen ist, strômen sehr viele Fremde hierher. ürzlich be- | merkte man hier den General Ventura, welcher lange Zeit im

Dienste des Sultans von Lahore stand, und wel (S egi nach Frankreich begeben will.‘ st elcher sich je6

Inland.

Berlin, 17. Mai. Jhre Majestäten .der König und die Königin von Hannover speisten gestern bei Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Wilhelm (Sohn Sr. Majestät) en familse, Se. Königl. Hoheit der Kronprinz empfingen Vormittags den Kaiserl. Tärkischen Brigade-General, außerordentlihen Gesand- ten und bevollmächtigten Minister beim hiesigen Hofe, Kiamil Pascha. Nachmittags hatte derselbe die Ehre, von Jhrer Kdö- nigl. Hoheit der Kronprinzessin, und heute von Jhren Königl. Hoheiten dem Prinzen Wilhelm (Sohn Sr. Majestät) und Prinzen Karl in Höchstihren Palais empfangen zu werden. Gestern Abend besuchten die Allerhöchsten und Hôchsten Herrschaften die zum Besten der im Nothstande befindlichen Cinwohner der längs der Polnischen Gränze belegenen Kreise Ostpreußens und Litthauens von sämmtlichen Musik - Corps der diesigen Garnison im Opernhauje ausgeführten Mislitair-Musik. Heut is diner en famille bei Sr. Königl. Hoheit dem Prin- zen Karl. Die Truppen seßen ihre begonnenen Vorübungen fort. Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Sachsen-Wei- mar hat bereits das Kadetten-Corps, Invalidenhaus, Zeughaus, Museum, die Kunstkammer , so wie andere Institute und Se- henswürdigkeiten Berlins, in Augenschein genommen.

__— Königsberg, 13. Mai. Seit dem Abgang des Eises von den Gewässern hat die Schifffahrt lebhaft wieder begonnen. Im verflossenen Monat gingen in den Pillauer Hafen 28 Schiffe ein, darunter 8 mit Stückgut und gewdhnli- chen Produkten, und 17, darunter 7 mit Getraide und anderen Produkten (die anderen mit Ballast), aus. Jn derselben Zeit O in Po U 33 S davon 3 mit Kohlen, Dach- iegeln und Kartoffeln ; aus: davon mit 38 ; und mit Flachs-8 Schiffe. : A E

_ Kulm, 7. Maëï. (Per. M In einem aus Danzig vom 15. April datirten Artikel der Augsburger Allgemeinen Zeitung Nr. 116 lesen wir, unter ähnlichen Nachrichten aus Preußen, zu unserer Verwunderung auch die, daß sich hier in Kulm kürzlich 15 (katholische) Geistliche das Wort gegeben haben sol- len, jeden Verkehr mit Protestanten und Juden abzuschneiden und als Märtyrer: die Rechte der katholischen Kirche zu behaup- ten. Daß daran nichts Wahres ist, fällt in die Augen, denn wer wird so thöricht anfangen und sch zum Märtyrer machen wollen, wo es weder Gefahren noch Verfolger giebt? Die Ver- breitung solcher Nachrichten kann also nur dazu dienen, die Saat des Hasses und der Zwietracht auch da auszustreuen, wohin sie noch nicht gedrungen ist. Aber selbs das wird hier nicht gelingen ¿ denn Geistliche und Layen aller Konfessionen N G 4 a OE Ae und freundlichem Verkehr, oven Dott, leben ihren Kdnig und lassen sich dari

fremdes Treiben nicht irre mad: E S

Köln, 13, Mai. Der kommandirende General des Lten Armee - Corps und General der Kavallerie, Herr von Bor- stell, is, nach Inspizirung der hiesigen Truppen und heute abge- U Gottesdienste und Parade, von hier nah Elberfeld

ereist.

Die Schifffahrt durch den Sund, insbesondere Preu- Bisher Flagge, im Jahre 1837. 7 Die Schifffahrt dur den Sund war in den ersten beiden Monaten mehrmals, jedoch nur in kürzeren Perioden, durch Eisgang unterbrochen und fing, wie in den leßten Jahren, im Monat März eigentlich erst an, in welchem 54 Preußische Schiffe mit Holz, Getraide 2c., aus der Ostsee fommend, fklarirten. Sie zeichnete sich durch bedeutende Frequenz aus. Es haben im Sund fklarirt : N ati ti S L Er Jm Jahre Ju Jahre Also 1837 Lt der Ns 1836. Î Rae ¿n weniger. Preußische Schiffe ' 2387 2010 3 Belgische 6 43 37 Bremische 48 40 Dänische 924 1113 189 Englische 3190 3417 227 Französische 105 130 25 amburgische 27 38 11 annoversche 413 478 65 olländische 664 847 183 Lúbecêsche y 94 93 E Mecklenburgische 740 760 20 Neapolitanische 26 26 _— Nord- Amerikanische 139 103 as Norwegische 1444 1843 8399 Oesterreichische Oldenburgische 55 Portugiesische 4 Ä Russische 721 57 Schwedische 1058 94 Spanische 14

Summa 11916 13102 1311 125 Es haben mithin im Jahre 1837 1311 125— 1186 Schiffe mehr klarirt, als im Jahre vorher, und es steht die Schifffahrt von 1837 selbs derjenigen der günstigsten Jahre, als 1817 mit 13,148, 1825 mit 13,146, 1828 mit 13,257, 1829 mit 13,449,

Sl 1-111 F tS

Ummen gusgese

“so ließ sich wohl voraussehen , daß die Einführung des neuet F ndet, um die Führer der Jnsurrection

1830 mit 13,160 Schiffen nur um ein Geringes nach.

. Das Steigen der aóifahre durch den Sund i| haupt- sählih durch den reihen Häringsfang in Norwegen, dessen rößeren Bedarf an Getraide, die in der ersten Hälfte des Jahres fortgeseßten Getraide-Sendun en nah den Vereinigten

taaten, so wie durch die größere Verschiffung von Waizen rf Ziglqud und ín allen Sorten nah Holland herbeigeführt

Die Preußishe Schifffahrt ist um 68 Schiffe im vorigen Jahre zurückgeblieben, welches dem Umstand zuzuschreiben ist, daß eine nicht unbedeutende Anzahl Preußischer Schiffe in der Fahrt nach Nord-Amerika waren. Da nun aber die Preußi- sche R 1836 gegen alle früheren Jahre um ein Be- deutendes gestiegen war, so if die vorigjährige immer noch als sehr günstig zu betrachten.

Unter den Nationen, welche an der Schifffahrt durch den Sund in einem vermehrten Verhältniß Theil nahmen, steht e 4 dann England obenan, dagegen hat die Nord-Ame- rifanisi e Schifffahrt fich am bedeutendsten vermindert, ein Er- eigniß, welches nach der dort stattgefundenen Handels- und Geld- Krisis natärlich eintreten mußte.

Der direkte Verkehr Preußischer Schiffe mit den jenseits des Sundes belegenen Häfen im Jahre 1837 ergiebt sich aus folgender Zusammenstellung. Es gingen nach

Name des Landes. Pee S | Vorzüglich

Belgien 38 |n 7 D s. 7 ah Antwerpen. . 27 DESEN 143 Bordeaux .. 44 roßbritanien 708 London . . . . 183 Holland - 3 olland 46 » Amsterdam. . 25 ordsee u. úbríg. Ländern 71 72 : e » Bergen... . 62 Nord-Amerika ; D N D New-York . . 29 Afrika

1214 1160

Es is derselbe im Ganzen um 54 Schiffe geringer gewe- sen als 1836. Der Ausfall zeigt sich vorzüglich  Verkehr mit England, dessen Einfuhr von Holz aus der Ostsee geringer war, wogegen der Verkehr mit Frankreich, Norwegen, Holland, Bel- gien und Nord-Amerika grdßer war, als im Jahre 1836.

Der Fracht - Verkehr Preußischer Schiffe zwischen fremden Ländern durch den Sund stellte sich im vergangenen Jahre ge- ringer, als im Jahre 1836. Es haben nämlich 1837 nur 57 Preußische Schiffe diesen O getrieben, unter Anderen 18 von Rußland nah Frankreich, Belgien, Holland, 15 ven Eng- land nah Rußland, Dänemark, Lübeck 2c.

Nachweisung der im Jahre 1837 von Preußischen Häfen kommenden, durch den Sund geführten Ladungen. N

duns E | Gingeu vorzüglich:

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9 2 j 4 Bohnen | 1 Branntwein j Bretter | Dielen | Erbsen * nach England lachs » desgl. erste » Norwegen Getraide » » u.England Hafer ¡| » England áute, Felle Op oguter nochen England Knochenkohle s Lein- und Rappsaamen Holland, England Lumpen Meh e England Oelkuchen desal, Planken Provisionen AUN oggen Nor Saamen wegen tâbe Frankreich Weizen Engl Wicken G

A eegÓ » England, igos : } ; Ballast » rankreich

Nachweisung der im Jahre 1837 na reußischen Háfe Lelsmmeen, dur den Sund geführten E s E e M Inhalt. Vorzüglich Bier Blauholz Blechplatten Dachziegel von Hannover Eisen und Cisenwaaren » Holland

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Die Ausfuhr von der Ostsee hat sich im Jahre 1837 im

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Vergleich mit 1836 um 363 Schiffsladungen (Ballast ab : net) vermehre. Dieser Unterschied stellte M Cat r Gunsten des Getraides aller Art. Es wurden nämlich expedirt :