1838 / 140 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Fragen der Britischen Verwaltung sehr eng zusammen und hält | daher unser Publikum in größerer dem Kontinent anzunehmen ( knüpft sich nämlich daran die Frage über die Existenz des je gen Ministeriums, denn wenn das Amendement, des Sir Ackland durchgegangen wäre und die Minister mithin gerade bei demselben delikaten Punkte, der das leßte Ausscheiden des Peel- chen Ministeriums zur Folge gehabt, ungeachtet aller ihrer Nach- ] Bezug auf die sogenannte Appropriations-Klausel, eine so würde ihnen natürlich auch nichts An- deres übrig geblieben seyn, als das Feld ihren politischen Gegnern zu úberlassen. Demnächst aber würde durch das Alandsche Amen- dement jede weitere Annäherung an ein paritätisches Verhält- niß in Bezug auf die geisilihen Revenüen Jrlands wiederum eine bedeutende Verzögerung erhalten haben. Was die gestrige Debatte und die Interessen, die dabei zur Sprache gebracht wurden, betrifft, so verweisen wir auf die obigen Parlawents- Berichte. Ueber die heutige Fortseßung der Diskussion ist zwar noch kein näherer Bericht eingegangen, doch erfährt man be- reits so viel, daß das Amendement des Sir T. Ackland mit einer Majorität von 11 Stimmen verworfen ward, indem der An- trag des Lord John Russell, daß sich das Haus in einen Aus- {uß über die Resolutionen verwandle, von 317 gegeu 298 Stim- Die Tories hatten, wie man sieht, alle ihre Kräfte aufgeboten, und die Minister haben ihren Sieg nur mit genauer Noth erlangt. /

Gestern versammelten sich über hundert Oppositions - Mit- olieder aus beiden Parlamentshäusern bei dem Herzoge von Wellington. Der Gegenstand der Berathung soll die Irlän- dishe Armen-Bill gewesen seyn. ) Ländereien in Jrland besiben, sollen die Absicht haben, im Aus- shusse des Oberhauses über die Jrländishe Armen - Bill auf Streichung derjenigen Klauseln der Bill zu dringen, nach de- nen auch arbeitsfähigen Armen Unterstükung gewährt werden soll. Jn einem Jrländischen Blatt wird berechnet, daß nach der ministeriellen Armen; Bill ungefähr für 120,000 Armen in Arbeitshäusern würde gesorgt werden müssen.

An dem Diner, welches von den konservativen Mitgliedern des Unterhauses am Sonnabend in der Tuchhändler - Halle zu Ehren Sir R. Peel’'s veranstaltet worden war, nahmen im en ungefähr 300 Personen Theil. Darunter sollen sich Interhaus-Mitglieder befunden haben; die übrigen ‘Perso- | nen waren Mitglieder der Tuchhändler-Jnnung, einige Rechts- gelehrte und Berichterstatter von Zeitungen. bei dieser Gelegenheit eine lange Rede, in welcher er die Prin- zipien der Konservativen auseinanderselzte; er rechnete darunter auch die Bekämpfung jedes Planes, der eine Verwendung des Kirchen - Eigenthums zu anderen als streng kirchlichen Zwecken zum Ziel hätte, namentlich die Verwendung desselben zur För- derung cines Unterrichts, der nicht auf den Grundsäßen und Lehren der protestantischen Religion beruhte. diese Bemerkung wurde dann auch am Schluß des Diners, nachdem noch Lord Stanleßgund Sir James Graham das Wort genommen hatten, ein Toast auf guten Erfolg für die konserva- tive Sache am Montage, nämlich bei der Debatte im Unter- hause über die Jrländische Zehnten- und Kirchen-Angelegenheit, ausgebracht.

Herr Warburton will der Talfourdschen Bill zum Schuße des schriftstellerischen Eigenthums noch ein Hinderniß in den Weg legen; er beabsichtigt nämlich, im Ausschusse darauf an- zutragen, daß ein Anwalt dec Gegner dieser Bill an der Barre des Hauses vernommen werde; das Unterhaus diesem Antrage Gehdr geben wird. Der Aus- \{chuß úber die Bill ist bekanntlich auf morgen angeseklzt.

Herr Sharman Crawford, der bekannte Jrländische Radi- kale, der sich seit einiger Zeit mit Herrn O'Connell überwotfen hat, macht diesem in einem Schreiben bittere Vorwürfe dar- über, daß er um des bloßen ministeriellen Zehntenplans willen die Sache der gänzlihen Abschaffung des Zehnten aufgegeben und folglih unnüßer Weise das Land so lange in Aufregung erhalten habe. j Versammlung von Londoner Kaufleuten und Fabri- kanten, die úber die frühe Anberaumung der Krönung miß- vergnügt sind, hat am Freitage unter dem Vorsiß des Marquis von Londonderry in der Kron- und Anker-Tavern stattgefunden, und es ist in derselben eine Adresse an die Königin angenom- men worden, in welcher Jhre Majestät ersucht wird, jene Cere- monie bis zum August auszuseßen, um die Saison nicht zum Nachtheil der industriellen ment, welches einer. der Theilnehmer an der Versammlung vor- schlug, und wodurch, in Betracht des Ausfalls in der Staats- Einnahme des leßten Vierteljahres, die Sparsamkeit der Mi- nister belobt und die Abkürzung der Krönungs - Feierlichkeiten gebiltigt werden sollte, wurde mit lauter Mißbilligung aufge- nommen. Der Marquis von Londonderry wiederhölte seine Klagen über die Beeinträchtigung der Königlichen Würde und des Vortheils der gewerbtreibenden Klassen. Um zu beweisen, daß eine glänzende Krönung dem Staate keine Mehrausgaben verursachen würde, führte er an, daß gerade in dem Viertel(- wo die pomphafte Krdnung Georg's |\. stattgefunden, die Staats-Revenüen einen Mehrertrag v geliefert hätten.

Der Mexikanische Oberst Almonte is als Finanz - Agent seiner Regierung in England angekommen.

Niederlande.

Aus dem Haag, 15. Mai. d. M. haben Se. Maj.

Spannung, als man auf

eneigt seyn möchte.

iebigkeit in D iederlage erlitten hätten,

men angenommen wurde.

Mehrere Pairs, welche große

iv R. Peel hielt

Mit Hinsicht auf

man glaubt indeß nicht, daß

La A E E M E M

lassen zu verkärzen. Ein Amende-

on 600,000 Pfd. Sterling

Durch Verfügung vom 5. der König ein Reglement in Bezug auf die Verleihung von Pensionen an katholische Geistliche

er Plan einer Trokenlegung des sogenannten Harlem- mer Meeres is, wie man vernimmt, von unserer Regierung noch nicht aufgegeben, und es soll vielmehr nächsteus mit dem in Vorschlag gekommenen Verfahren ein Versuch gemacht werden.

B elgien. In der g

en Sibung der NRe-

Brússel, 15. Mai. 6-Entwürfe berathen.

präsentanten-Kammer wurden mehrere Ein Geseß-Entwurf, durch welchen ein Kredit für die Aufmun- terung des Krappbaues gefordert wird, wurde ohne Modifica- tion angenommen, eben so wie ein anderer, welcher die Polizei- Ordnung in Bezua auf die Eisenbahnen feststellt. da wurde dem Kriegs-Minister ein nachträglicher Kredit von 25,206 Fr. fár einige noch aus dem Jahre 1832 übertragene Rück- sránde bewilligt. Auf den Vorschlag der Herren Meb und von Brouckère wird morgen das Stempel-Geseß erdrtert werden ; zuerst soll der Zeitungs-Stempel zur Sprache kommen. Vorher en über die unterm 8 November

werden noch die Berathun ne Convention erdfsnet werden.

1833 mit der Bank geschlo

—WwVv- Lúttih 295. Mak WÆé hat allerdidgs Jein€ Richtigkeit, daß aus dem Limburgischen, wie aüUs dem Luxemburgischen zahlreiche Bittschriften mit dem Gesuche, die Trennung der bei- den Gebietstheile nicht zuzugeben, an die Repräsentanten-Kam- mer eingesandt worden sind. Wer jedoch sind die Unterzeichner, und auf welche Weise sind die Bittschriften zu Stande gekom- men? Ein Belgisches Blatt hat, um dieses Treiben zu paro- diren, die Bittschrift der Schafe aus den Ardennen an die Re- prásentanten der Nation mitgetheilt. „„Wir“/, heißt es in die- ser Petition, „die Geschorensten aller Bittsteller, Ardenner von Geburt, Hammel von Natur und von unseren respektiven Hir- ten auf außerordentliche Weise zlammengetriebeu, nahen uns mit vollständiger Unabhängigkeit, um unsere patrioti- hen Stimmen vernehmen zu lassen. Unsere besagten vielge- liebten Hirten haben uns eine traurige Nachricht mitgetheilt. Es ist stark davon die Rede, versichern sie, uns unseren ehema- ligen Herrn zurückzugeben , der, wenn wir ihnen glauben dür- fen, und als wohldisziplinirte Schafe glauben wir Alles, beson- ders wenn’s unsere Hirten sagen, ein wahrer Polyphem is und sich schon anschickt, uns mit Haut und Wolle zu verspei- sen. Fürchterliher Gedanke, vor dem uns jeßt schon die Haut \shaudert und die Wolle zu Berge steige. Zwar haben die Aeltesten der Heerde ungläubig das Haupt geschüttelt. „,„„Bah, sagen sie, wir haben ja vor acht Jahren unter ihm geweidet. Das Gras war damals nicht minder s{chdn, nicht minder frisch, nicht minder diht und nicht minder grün wie jeßt. Ja, wir glauben uns sogar zu erinnern, daß uns unsere Hirten damals nicht so dicht auf dem Nacken saßen, daß man uns nicht bloß unsere ganze Haut ließ, sondern auch noch etwas Wolle oben- drein.‘/‘/ Aber das ist nichts, als Gewäsch, versichern uns unsere Hirten. Wir kehren darum auch jenen alten Rebellen den Rücken und unsere frommen Lämmer meiden sie, als ob sie die Drehkrankheit hätten. Ja, Ihr theuern Väter des Vaterlan- des, wir wollen um jeden Preis unseren bisherigen Herrn be- halten; wir haben ihn zwar noch niemals mit Augen geschen, | auch haben wir noch nie auch nur ein Bündel Klee von ihm | bekommen, aber unsere Hirten erzählen uns so viele schône Dinge von ihm, daß es unmöglich anders seyn kann. Es lebe die Integrität des Gebietes! Dies ist, o S efeunetee, unser allgemeines Bldken. Die Integrität oder das Schlachthaus! Der Boden, auf dem wir weiden, würde ja vertrockënen und kein Gras mehr tragen, falls er von Belgien getrennt werden | sollte. Es ist dies ein Beweis der Sympathie, den er nicht umhin kann, der Belgischen Revolution zu geben, wie dies eben in der Brüsseler Akademie vorherverkündet worden von Herrn Dumortier, welches der größte Naturforscher der be- wohnten und der unbewohnten Erde ist.‘/

Dänemarfk.

Kiel, 17. Mai. Nach einer Mittheilung der Hambur- ger Neuen Zeitung wird zur Feier der Eröffnung der Schleswigschen Stände - Versammlung am 21sten d. M. ein feierlicher Gottesdienst in der Domkirche zu Schleswig stattfin- den. Wie es heißt, wird der Landtags - Abschied den Ständen bei der Erôffnungsrede mitgetheilt werden. Es soll den Stän- den eine nicht unbedeutende Anzahl von Geseß-Entwüärfen vor- gelegt werden, und dem Vernehmen nach werden sich darunter eine Städte-Ordnung und eine Sonntags- Ordnung befinden. Als die bedeutendsten Petitionen, welche mehrere Kommunen einreichen werden, bezeichnet man den Antrag auf Vereinigung der Schleswig-Holsteinschen Stände - Versammlung und Ueber- tragung des den Herzogthümern zustehenden Steuerbewilligungs- rechtes auf die vereinte Stände-Versammlung.

Deutschland.

Luxemburg, 12. Mai. Man liest in der hiesigen Zeitung: „Die (Brüsseler) „Emancipation“ nennt die Wegnahme der Brabanter Fahne in Strassen eine Gewalt- Maßregel, eine Ungebührlichkeit, welche Deutschland mißbilligen muß. Weit gefehlt! Die Bundesstaaten werden der festen Hal- tung des Generals Dumoulin ihre Anerkennung nicht verwei- gern. Wenn bei den Strassener Vorgängen etwas Ungebühr- liches vorgefallen ist, so könnte man dies nur in den Umtrieben einiger Unruhestifter suchen, welche die Bundes - Besaßung ver- höhnten, indem sie eine dem Deutschen Bunde noch fremde Fahne aufpflanzten, und in dem Bereiche der Festung Aufregung und Unruhe zu stiften suchten. Nach den über die Sikbung des geheimen Ausschusses der Kammer bekannt gewordenen Berich- ten hat derselbe die Unrechtmäßigkeit dieser Aufreizungs- Versuche und das Necht des Festungs-Kommandanten, ihnen entgegenzutreten, anerkannt. Uebrigens überzeugt man sich im- mer mehr, daß die Bewohner von Strassen den an sie ergan- genen Aufforderungen der Agenten keine Folge geleistet haben. Gleichwohl glaubten die revolutionairen Agenten, die Gelegen- heit benußen zu müssen, und wollten auch die anderen Gemein- den bearbeiten. Sie wissen ja schon, wie viel Francs es jedes- mal kostet; nah den Wünschen der Bewohner fragen sie wei- ter nicht. Es genügt eines fremden Abenteurers, um solche Auftritte herbeizuführen. Dann heißt es, daß irgendwo eine Fahne aufgepflanzt worden, und man läßt in allen Ländern aus- posaunen, daß Luxemburg sih in der größten Aufregung be- finde. So sucht man die dffentliche Meinung zu täuschen, und auf die Entscheidungen der Londoner Konferenz einzuwirken. Alle unterrichteten Leute kennen aber den Werth der stereotypen und längst abgenußten Redensarten der revolutionairen Sprache.“

Die hiesige Zeitung äußert sich über die Sprache, welche ein am Rhein erscheinendes Blatt in Bezug auf die Strassener ‘Vorgänge angenommen hat, in folgender Weise: „Ein Deutsches Blatt schreibt seit einiger Zeit, als wenn es im Solde der Brüsseler Polizei stände, denn es nimmt alle lü- genhaften Korrespondenzen auf, welche ihm Deutsche Flüchtlinge einsenden, und in welchen man die Revolution zu rechtfertigen sucht. Der Plan dieser Herren kann kein anderer seyn, als das revolutionaire Gift in den Rhein-Provinzen zu verbreiten. | Wie dem aber auch sey, so ist dieses Blatt undeutsch genug, einen lügenhaften Schmähartikel gegen den Kommandanten der Bundesfestung und gegen den Burgemeister von Luxemburg aufzunehmen. Die Bereitwilligkeit, mit welcher die Garnison im Falle einer Feuersbrunst in der Stadt oder in der Umge- gend zur Verfügung gestellt wird, kann dagegen nicht genug gerühmt werden. Der Kommandant ist in solchen Fällen ge- wöhnlich zuerst auf dem Plate, um seine Befehle zu ertheilen. Eben so der Burgemeister. Angriffe, wie jene, können daher nur verachtet werden.“

Aus Bettemburg wird gemeldet, daß der Bezirks-Kom- missarius die größte Mühe hatte, die Brabanter Fahne dort aufzupflanzen, und sie an ihrer Stelle zu erhalten. Die ganze Gemeinde widerseßte sich ihm, und selbst der Burgemeister wollte sie wegschasfen lassen, bis der Kommissarius dies im Namen der Behörde verbot. Die Fahne, welche einige Tage

t 4 d 5 4K s aú.s u. (i 3 rzüfei, Prelsen dffentlich versteigerten, um när “Gaäk zu er- n, da die Banken, welche im Mai die Baarzahlungen wie- der beginnen wollten, das baare Geld zurückhielten. :

Die Nachrichten aus Kanada sind von geringem Juteressse. Die Zeitungen von Toronto enthalten einige an den neuen Gouverneur Sir George Arthur gerichtete Adressen. Eine Par- tei, die sih die constitutionnellen die in Untersuchung befindlichen Gefangenen verwendet, worauf der Gouverneur folgendeAntwortertheilt lichen Personen, von denen Sie in Jhrer der größtenWichtigkeit, daß die exekutiveGewalt, indem sie sowohl die Gerechtigkeit als die Milde berüsichtigt, nicht eine Erneuerung der betrübenden Scenen zu befürchten habe, welche vor kurzem die Ruhe der Kolonie stôrten und durch Bôöswillige, die eine Reform beabsichtigten , hervorgerufen wurden. Bestrafung nie als eine Handlung der Rache anwenden, sie ist nur das nothwendige Mittel, um die Wiederholung des Ver- brechens zu verhindern, und dieser Nothwendigkeir würde vor- gebeugt werden, wenn die Anhänglichkeit und der Geist des gen den Souverain und die Gese6e unter allen esellschaft sich kundgäben.“‘ äußerte er sih in seiner Antwort auf die Adresse des Mayors, der Alderman und der Bürgerschaft der Stadt Toronto.

so ist dêr Verlust immer bedeutend. dieses Jahr Auch das O

( Auf Weir ‘ist nun ar. niht mehr in unserer Gégend zu rechten. ( hat gelitten, und namentlich dürften die kirschen als völlig verloren anzusehen seyn. Aehnliche richten über den durch diesen

Ip m El listèn--erzeugt h : irte an ¿dem cension und Cuzcurzagado arlistische Ueberläufer freiwillig an ihn anschlossen. Man er werde sich nach Unter-Aragonien begeben.

Man wiïl hier wissen, daß

ei - # ce s d. s:uuter den, ral Frtarte-’ mi

| in Larochette gesehen worden war, ist von einem Gendarmen aufgepflanzt worden. wird Aehnliches berichtet.

Im Journal de Luxembourg liest man: Belgische Zeitungen haben es sich in den Kopf gesekt, ländern und Deutschen beweisen zu wollen, daß ihnen lust der Festungen Mastricht und Venloo, sowie der Þ Limburg und Luxemburg, sehr sie besser thäten, dieselben den ten, der Französischen Avantgarde zu überliefern. die Festung Luxemburg bis jeßt noch nicht erwähnt haben wollen sie wohl nur dem Deutschen Bunde Zeit zur Ausfu rung und Beendigung der angefangenen Festungsarbeiten \ sen, um denselben später der Bewachung dieses kostbare Es ist wirklich Schade, daß die hen sih nicht von den Brüsseler Politikern belehren überzeugen wollen , und Vergrößerung ihres Nachbars in ihrem Interesse [„„Z|

Oesterreich. Bei der Krönung der Kö, von England werden sich dem Gefolge des außerordent Botschafters, Fürsten von Schwarzenberg, mehrere Oesterr che Edelleute aus freien Stücken anschließen. unter diesen den Landgrafen von Fürstenberg, und den Gy, ral Gyulai, der heute {on die Reise angetreten hatte.

Se. Majestät der Kaiser haben dem Kapellmeister ( in Frankfurt a. M. zur Anerkennung des von ihm fär | Verunglückten in Pesth veranstalteten Konzerts die mittlere y dene Civil-Ehren-Medaille mit dem Bande verliehen. i

So eben hier einlaufenden Nachrichten aus Triest zuf, is daselbst der Königlich Bayersche Staats-Minister von R, hart mit Tode abgegangen.

Nachdem der Monat Mai sich als der Bote s{dnen y warmen Wetters angekündigt hatte, und sich auch als solg bewähren zu wollen schien, wurden wir in voriger Woche uf * einem Gewitter heimgesucht, welches wie im Mai gewöhn[([# Frost im Gefolge hatte, der in den leßten drei Nächten betr lihen Schaden in Weinbergen, Obst- und Gemüse-Gärten „E gerichtet hat. |

Von der Serbischen Gränze schreibt man: „&|* einiger Zeit ist eine Oesterreichische Kommission in Thätigt:| um neben Katastrirung der bisher von direkten Abgaben u| der Rekrutirungs- Pflicht gänzlich befreiten Kreise von Ragu}* und Cattaro die Dalmatinisch-Montenegrinische Gränze, wel(| an mehreren Punkten ungenau war, bestimmt abzustecken un} Bei Grahowo, nordwestlich von Montenegr(}# wird damit der Anfang gemacht, und die Kommission vollfüh| bisher ihren Auftrag, indem sie die ganze Strecfe bis f Südgränze Montenegros, wo das Gebiet von Cattaro ansiß} zu beiderseitiger Zufriedenheit regulirte. Hier aber zeigten \#" Schwierigkeiten, welche die wichtigsten Folgen haben könnt Es ist nämlich hier eine seit langer Zeit streitige Gebietsstrech* die nun sowohl die Montenegriner als die Bewohner von C1 taro als ihr Eigenthum zuerkannt haben wollen. i Seiten scheint man, in Betracht des hohen Werthes jed Hand breit Landes in diesen Gegenden, mit größter BehanE lihfeit seine Ansprüche verfolgen zu wollen und schon blißtE Waffen, die dem Streite der Nachbal den Ausschlag geben sollten, als die Oesterreichische Regierung durt Aufstellung eines Militair-Corps auf der Gränze zu rechter Zeit ne} blutigen Reibungen zuvorkam. ser Demonstration bei den tollklühnen D bloß vorübergehend seyn, wie dies fast zu fürchten: Währen} unterdessen auf dieser Seite durch die Weisheit des Oesterr chischen Gouvernements Blutvergießen verhütet wurde, ist «sf der nordöstlichen Gränze Montenegros vermuthlich aus Anl} der Vorgänge im Süden bereits wieder Blut geflossen. angränzenden Türken hatten nämlich faum von Ausstellung d! Oesterreichischen Observations-Corps Kunde erhalten, als sie au hon von einem förmlichen Kriege gegen Montenegro und \ gar von gänzlicher Ausrottung der Bewohner dieses Gebir ländchens träumten, und unverholen hierüber frohlockten. F Tärken von Podgorika, seit Jahren die gefährlichsten und t} losesten Nachbaren der Montenegriner, glaubten nicht, Zuschauer bei diesem erwünschten Anlasse bleiben, sondern ül Vortheil dabei durch einen kräftigen Angriff wahren zu so Zweitausend wohlbewaffnete Männer seßten sich zu die F Zwecke in Bereitschast, brachen unversehens in das Gebiet des Stat * mes Kucsi ein, wo sie zuerst auf etwa 30 Hirten stießen, | hier sorglos ihre Heerden hüteten. Troß der Ueberraschung U der vielfah úberlegenen Zahl der Feinde griffen indessen l FMontenegriner dennoch zu den Waffen, und seßten sich mit! ger Benubung des Terrains lebhaft zur Wehre, während Hülferuf von Bergspike zu Bergspiße durch das Land ert Nachdem das Gefecht durch volle 4 Stunden gedauert ha und bereits 7 Türken und 4 Montenegriner gefallen, etlihe und dreißig von beiden Seiten verwundet worden ogen sich die Türken, die unterdessen den größten Y" ontenegrinischen Heerden geraub men , daß ihre Gegner allmälig Succurs erhielten , wiede þ rúck. Es ist nun die Frage: wie werden die Montenegti! Den Podgorißzanern selbst ist hinter ijn starken, zahlreich vertheidigten und wohlbewachten Wällen wohl beizukommen und des Montenegriners Rache bliße Auge wird sih darum wohl wieder zu seiner unumgänglid® thigen Befriedigung einen anderen Punkt aussuchen, wi! vor drei Jahren geschah, wo dieselben Montenegriner d Stammes Kucsi wegen eines ähnlichen Raubanfalles der !! gorizaner später die Türkische Festung Schabljak erstim und darin mit Feuer und Schwert furchtbar hausten. G F bei den Montenegrinern allgemeiner Grundsaß, für Frevel an Tärken Rache zu nehmen, gleichviel, w trifft; alle Moslims sind ihnen in solchem Falle gleich vet"

Auch aus ande a lage 0

n Burgos nach San

achtfrost angerichteten Schaden gehen auch aus andern Gegenden des Morseburger Regierungs- Bezirks ein.

__— Minden, 12. Mai. Vom 9. zum 10ten d. M. hat eine Feuersbrunst auf den Domainen Dalheim bei Paderborn das Wohngebäude und einen Theil der Wirthschaftégebäude mit den darin befindlich gewesenen Vorräthen eingeäschert; das Vieh-Inventarium is indeß gerettet worden.

Düsseldorf, 15. Mai. Die gewöhnlichen Assisen in dem Bezirk des Königl. Landgerichts zu Düsseldorf für das Juni erdffnet werden. zu wünschen übrig und Abgesehen von der allgemeinen welche sih in den Feloern überall fund giebt en mit nur wenigen Ausnahmen dünn in aps ist größtentheils umgeakert worden. Hierzu gesellt sich der üble Umstand, daß die bisherige Witte- der Felder für die Sommer-Saat j ee ist zum großen Theile vergan- gen, was für den Viehstand nur nachtheilige Folgen haben fann, umal da auch Wiesen und Weiden noch wenige Nahrung da- | Unter solchen Umständen sind die Preise der Cerealien von neuem gestiegen. Der Fruchthandel war in Folge des von verschiedenen Seiten sich kundgebenden Begehrs außer- ordentlich lebhaft und zu Neuß wurden ansehnliche Geschäste zu geteigerten Preisen gemaht. Für die Mosel und den Ober - Rhein wurden während des Monats April angekauft, resp. versandt 14,541 Scheffel Weizen, und 12,732 Scheffel Roggen. Nach dem Bergischen gingen 1053 Scheffel Weizen, 192 Scheffel Roggen, 1668 Scheffel Gerste, Hafer und Buch- weizen. Der Kohlenbergbau is im Laufe des vorigen Mo- Zechen des Essen-Werdenschen Bergamts- d fortbetrieben worden und úberall haben die Gruben-Gewerkschaften auf starke Förderungen angetragen, wofär es jedoch auf einzelnen Zechen an Mannschaft fehlt. Es ist dies eine Folge der großen Bestellungen, welche seit einiger Zeit eingegangen sind und noch fortwährend eingehen, indem der Kohlen-Verbrauch nicht bloß im Allgemeinen bedeutend zu- genommen, sondern sich auch über in denen man sich bis zum vorigen Holzes als Brenn- Material bediente. Ruhr - Kohlen findet daher gegenwärtig nah dem Mittel/ und Ober - Rhein statt, während der Absaß nach Holland sih ver- mindert hat. Die Eisenhütten und Maschinen - Werkstätten sind immer gleich lebhaft beschäftigt und erfreuen sich zahlreicher Bestellungen, besonders auf Dampf-Maschinen für den Bergbau , | Stahl- und Eisen-Fabriken des Kreises Solingen wurde ebenfalls lebhaft gearbeitet, wenngleich einzelne Fabrik - Herren über Mangel an Beskelltingen Klage fähren. Die vorhandenen Tuch-Manufakturen wurden {wung- ch die Weber in baumwollnen Zeugen wa- Jm Laufe des vorigen Monats sind

San Sebastian, 6. Mai. Reformer nenn ih für aerr Laffitte sich erboten habe, die Anleihe von 500 Millionen s n, Dat: S Realen allein zu übernehmen und auch die Zahlung der seit wei Jahren rüständigen Zinsen der alten Schuld welches befanntlih ein Haupt - Hinderniß bei den mit Herrn Aguado bildete.

eichgültig seyn muß, elgiern, oder mit ander „In Betreff der unglück- u sichern, dresse sprechen, ist es von nterhand- Ein Adjutant des Königs Philipp hat diese Nachricht nah Bayonne gebracht, Nesse des Herrn Laffitte soll sich bereits mit diesen uf dem Wege nach Madrid befinden. hiesige Ayuntamiento hatte vor einiger Zeit beschlossen, ße von hier über Lezo und Renteria nah J die Verbindung zwischen San Sebastian und Be- erleichtern. Man beabsichtigte dabei, den zahlreichen euten in der Gegend von Andoain, H eben und sie dadurch von dem j Karlisten abzuhalten. Dies gelang | vollfommen. Eine beträchtlihe Anzahl junger Landleute, die nicht Lust hatten, Soldat zu werden, meldeten sih bei dem Ge- zeral D’Donnell und verlangten Arbeit. Sie wurden auch \o- fort beschäftigt und erhielten täglih 2 Realen und ihre Ratio- nen. Unter diesen Arbeitern befand sih ein junger Mann aus Rillabona, einem Dorfe etwa 1!/, Leguas von Andoain, der Ï Alles, was er erübrigen konnte, seiner Mutter und Schwester schickte, als er eines Tages erfuhr, daß beide von den Karlisten verhaftet worden seyen, und daß man sie erschießen werde, wenn er nicht zurückkehre. Er erbat sich sogleich einen Urlaub von einigen Tagen und nahm drei Chapelgoris mit, die jedoch ihrerothen Müben mit den weißen Müßen der Chapelchuris vertauschten. | Auf diese Weise gelangten sie glücklih durch die Karlistischen Linien nach Villabona, erfuhren aber daseibst, daß die Mutter und Schwester des jungen Mannes nah Andoain abgeführt worden seyen, wo sie streng bewacht wurden. | lich war, fie dort zu befceien, so beschloß er, sih einige Geiseln zu verschassen, die für das Leben der Seinigen bürgen sollten. Er úberfiel zu diesem Zweck den Regidor von Villabona im Bette, knebelte ihn und führte ihn mit sich fort, entwaffnete sodann mit Hülfe seiner drei Chapelgoris zwei Chapelchuris orgen mit seinen drei Gefangenen in Hernani ein, úberzeugt, durch diese kühne That das Leben seiner Ver- wandten gerettet zu haben.

Am Donnerstag Abend kamen in Jrun achtzig Ochsen aus Bayonne an, die für die hiesige Garnison bestimmt waren. Die Karlisten, hiervon unterrichtet, sandten sogleich vier Compagnieen ab, die sich in einen Hinterhalt legen und sich der willkomme- nen Beute bemächtigen sollten. Dies gelang ihnen auch, denn die Eskorte der Ochsen, welche aus einer Compagnie Chapelgor- ris und etwa 40 Mann von Gambio’s Frei-Corps bestand, mußte der Uebermacht weichen. Ein Chapelgorri wurde getödtet und t er v Von den Ochsen fielen etwa 58 den Karlisten in die Hände, mehrere liefen davon und einige wur- Die Rationen der hiesigen Truppen waren da- her gestern sehr knapp, und es war fast unmöglich, - ein Loth Fleisch aufzutreiben.

werks zu úberheben. Man darf die

weite Quartal d. J. werden am 11. Der Stand der Feldfrüchte läßt vieles ist keinesweges befriedigend. Verspätung, hen Weizen und Ro

und schlecht und der

V. I E E R R

eine Stra

Gehorsams

Wien, 14. Mai. Klassen der

Beschäftigung zu

die Reihen der Auf ähnliche Weise

j Eintritt in rung eine gehörige Bestellun Man beze fast gänzlich hinderte. Der

Inland.

Berlin, 20. Mai. Die Nachricht, daß Jhre Majestät die Kaiserin von Rußland am l1®9ten d. in der Sen E ein- treffen würde, hatte gestern, trol des anhaltenden \chlechten Wetters, sehr viele Bewohner unserer Stadt in der Gegend des Frank- furter Thores, so wie von da ab bis zum Königlichen Schlosse t. Ihre Majestät waren vorgestern Abend mit der Großfürstin Alexandra, Kaiserl. Hoheit, in Müncheberg einge- troffen, wo Tages vorher schon die beiden jüngeren Großfür- sten Nikolaus und Michael , Kaiserl. Hoheiten, angekommen waren und Jhre Kaiserliche Mutter erwarteten. hatten Sich zen Wilhelm

úr gewähren.

versammelt.

nats auf sämmtlichen

O \hwunghaft

re Königl. Hoheiten der Kronprinz, die Prin- arl und Albrecht zum Empfange Jhrer Erlauch- ten Schwester nah Müncheberg begeben. König fuhren der geliebten Tochter bis nach Friedrichsfelde ent- gegen, wo Jhre Majestät die Kaiserin auch Jhre Erlauchten Schwestern, die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin und die Prinzessin Friedrich der Niederlande, Kdnigl. Hoheiten, fan- den. Se. Majestät der Kaiser, obwohl mehrere Tage später als Ihre Majestät die Kaiserin aus St. Petersburg abgereist, waren doch, und zwar auf einem anderen Wege, schon gestern früh in Vo- gelsdorf, von wo Sie Jhrer Erlauchten Gemahlin zu Höôchst- deren großer und freudiger Ueberraschung entgegenkamen und nun mit Jhr, so wie mit Jhren Kaiserl. Hoheiten dem Groß- fürsten Thronfolger und der jüngeren Kaiserl. Familie, bei dem Königl. Vater in Friedrichsfelde eintrafen.

milienfeste des Königs sind auch für die Bewohner Seiner Hauptstadt und für alle Seine treuen Unterthanen jedesmal Tage 6 Darum war auch, als gestern Nachmittag der Königliche Vater im Kreise der Seinen nach der Hauptstadt zurückkam, allen Gesichtern zu welche den Ankommenden entgegen eilten, gewährten das lebendigste Bild der allgemeinen Theilnahme. In der großen Frankfurter-Straße war das Grundstück, welches Hospital bestimmt is, mit Blumen- d Um 5!/, Uhr fuhr der erste Wa- gen, in welchem Sich Seine Majestät der Kdnig, Ihre Ma- jestät die Kaiserin von Rußland, so wie Ihre Königl. Hohei- ten die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin und die Prin- zessin Friedrich der Niederlande befanden, in das Schloß-Por- Bald darauf kamen Se. Majestät von Rußland mit Sr. Königl. Hoheit dem Kronprinzen, wo- nächst dann auch die anderen Wagen der Kaiserl. und der Kd- | Im Schlosse wurden Jhre Majestäten " der Kaiser und die Kaiserin von Rußland von Jhren Königl. Hoheiten der Kronprinzessin und den übrigen ‘Prinzessinnen des o wie von den hier anwesenden Aller-

Herrschaften

Da es unmòg- Se. Majestät der

enden ausgedehnt hat, inter hauptsächlich des Der Haupt - Absaß dor

und zog heute D

aufzunehmen.

und das Fabrikwesen.

iner schwer verwundet. der Freude und des Jubels.

haft betrieben und au ren vollauf beschäftigt. 186 Schiffe, worunter 70 Dampfschiffe, mit kommen oder von zen 133,668 Ctr.

Güter hier eingenommen. Düsseldorf, 16. Mai.

den getôdtet. das freudigste Mitgefühl auf

wogenden Massen, N hier ee aven im an-

rt hergebracht und 2s,618 Ctr.

ier abgegangen.

Dieselben üter aller G

hin und wieder die

Me rtto. treueste und Ein Franzdsishes Geschwader aus einem Linienschiffe von 60 Kanonen S bestehend, is gestern auf der Hdhe von Veracruz angekommen, um eine Geld - Entschädigung für gewisse Unbilden zu fordern, über welche die in Mexiko wohnenden Französischen Untertha- nen sich beschwert haben. Der Französishe Gesandte hat sich E auf eineë der Schiffe begeben, von wo aus er mit der Regie- Ÿ rung unterhandelt. Er verlangt $00,000 Dollars, von denen ein Achtel sogleich bezahlt werden soll. ruhig. Man spricht von einer neuen Expedition gegen Texas.

Möchte doch der Eéndruck# dit?

/ Veracruz, 19. März. ontenegrinern nid

Der kommandirende General des Sten Armee - Corps, Freiherr von Borstell, kam gestern

Nachmittag auf seiner Jnspections - Reise hier an.

ifolaus - Bürger - gewinden festlich geschmückt.

Dem heutigen Blatte ist eine Nachweisung der jet hier ànwesenden auswärtigen Preußischen und fremden Militair-Per- sonen beigefügt worden.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Chronik der Haupt- und Residenzstadt Berlin. 1838. 38 Heft. N E

Nachdem die Kunsthandlung des Herin Georgc Gropius mit dem sten Hefte die Herausgabe des Werkes „Berlin im 19ten Jahr- hundert“ geschlossen hatte, unternahm sie die eines si daran anschlie- ßenden, welches seit dem Beginn dieses Jahres in monatlichen Hef ten erscheint und den Titel „Chronik der Königlichen Haupt- und d . Der Zweck dieser Chronik isl, na Urt der Englischen „annual registers“ und der Französischen „anunaies**, eine zusammenhängende Uebersicht der Zusiände der Residenz. und war in jedem neuen Jahre für das vorhergegangene, zu liefern. Jedes Monats - Heft giebt in einzelnen Rübrifen Nachricht Über : 1) die statistischen, 2) die Natur - Verbältnisse, 3) den Gesundheit ® Zustand und die Gesundheitspflege, 4) den Hofstaat und die Hoffeste, 5) die Veränderungen in der bürgerlichen Verfassung, 6) die kirch- lichen Angelegenheiten, 7) das Schulwesen und die BVildungs-Austal- ten, 8) den Zuwachs der Sammlungen für Wissenschaft und Kunst, 9) die Literatur, 10) die bildenden Künste, 11) das Bauwescn, na- mentlich die Neubauten, 12) die neuen Anlagen, 13) den gewerbli- hen Verkehr, 14) die wohlthätigen Anstalten, 15) die Anftalten für geistige und gesellige Unterhaltung, 16) das Militair-Wescn, 17) An- wesenheit hoher und ausgezeichneter Personen, 18) Unglücksfälle, 19) Personalien, 20) Kriminalsachen, 21) Einrichtungen zur Bequem- lichkeit des Publikums, und enthält endlich noch historische Qusauunen- slellungen und vermischte Nachrichten.

__ Bei der Vollständigkeit, welche beabsichtigt wird, kann es freilich nicht fehleu, daß auch Befanntes und Unbedeutendes beigebracht wer- den muß. Die Chronik Berlins wird jedo eine um so wichtigere Duelle für die künftige Stadt- und mittelbar auch für die Landes- Geschichte werden, je reichhaltiger und vollständiger fie is, und mau- ches, was der Gegenwart nicht des Aufzeichnens wertb erscheint, ge- winnt oft späterhin eine Bedeutung, welche die Unterlassung desfeiben schmerzlich vermissen läßt.

Schon jeut gewähren diejenigen Artifel, welche Elurichtungeu und Anlagen von mehrjährigem Bestande besprehen , auf ihren Ur- sprung zurücgehen und theils beinahe Vergeffenes ins Gedächtniß zurücufen, theils vereinzelt Bekanutgewordenes Üüibersichtlich zusam: Hierher gehört z. B. im ersten Hefte die Mittheilung über den Verein zur Beförderung des Ge.verbfleißcs in Preußen. Derselbe wurde im Jahre 1820 gestiftet und im Yahre 1821 eröffnet; der Geburtstag Friedrichs des Großen, der 24. Ja- uua7, ward zum Sliftungstage gewählt. Verein 367 Mitglieder, die bis zum Jahre 1836 auf 956 heranwuch: Seit seiner Begründung bis zum Jahre 1837 hat der Verein für die Lösung der von ihm gestellten Preisaufgaben und für rühu- liche Leistungen 16 goldene Denfmünzen, 39 silberne und 3 cherne, in Werthe von 2380 Rthlr., und an baarem Gelde 5420 Rthir., also in Summa 7800 Rthlr. vertheilt. Maulbeerbäume zum Betrage von 300 Rtdlr. jährlich an Scidcu- üchter, und allen Mitgliedern eine gedruckte Anleitung zum Seiden- i Verband!ungen Vereins, zu deren würdiger Ausstattung durch vorzügliche Küuvfer- stiche die Ministerien, denen die Abtheilung für Handel und Gewerk: seither angehörte, wesentlich beigetragen baben, indem eine nicht g ringe Anzahl gestochener Platten dem Vereine zum Abdruck alijbriic

Das Land ist ziemlich | nigl. Familie folgten.

Se Rio-Janeiro, 1. März. Der Correo official mel- det einige unbedeutende Vortheile, welche die Regierungs-Trup- | l i. Bahia befindet sich jedoch noch immer in den Händen der Jusurgenten. Der Kriegs-Minister hat befoh- 1, das Benehmen des Commandeurs der Fregatte „Principe mperial“” zu untersuchen, weil er die Blokade von Bahia icht aufrecht erhalten, sondern einer mit Lebensmitteln belade- | jen Dänischen Brigg einzulaufen gestattet hatte. húmer der Brigg scheinen indeß keinen so bedeutenden Ge- winn gemacht zu haben, als sie erwarteten. 150,000 Reis für das Faß Mehl, erhielten aber nur den drit- Man is zwar überzeugt, daß die t werden behaupten können, allein sih vor ihrem Abzuge noch allen und vielleicht gar die Stadt in ck Es waren keine Schiffe da, um das e Eigenthum zu hüben, doch erwartete man täglich die eines Kriegsschisses von Madeira.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

C tV- Die hiesigen Zeitungen beschäf- ih jebt hauptsächlich mit der wichtigen A Úber die caufnahme der Baarzahlungen, zu der die New-Yorker gislatur dieses Staates gezwungen wor- , welche zur Suspendirung der Zahlungen war ursprünglich nur bis zum 16. Mai gültig, und n haben nun beschlossen, diesen Tag nicht abzuwar- on am 10. wieder baares Geld für ihre Bank- Die übrigen Staaten aber werden fortfahren, Papier auszugeben, und natürlich wird nun das n im Vergleich mit dem Staates New - York dher stehen; man fürchtet daher, daß die hiesigen schweren Stand haben werden gegen diejenigen, d die Wiederaufnahme der Baarzahlungen ver- hiesigen Banken werden wenigstens große Vorsicht n ihrer Noten beobachten müssen und werden e seyn, die handeltreibende Klasse eben so reich- rsehen, wie andere Banken, die sich keiner sol- Um dieser Schwierigkeit Gouverneur Marcy die Legislatur aufge- hig seyn sollte, zu ermächtigen, gewisse zur Unterstußung der Banken zu ver-

Königlichen Hauses, und Hôchsten denen bald nachher auch die Cour der Königlichen Hofs Chargen, vieler hohen Militair- und Civil-Beamten und eine Deputation der städtischen Behörde folgte. ward von sämmtlichen Musik - Corps der Garde und der jest hier zum Mandver anwesenden Truppentheile unter den Fen- stern Jhrer Majestäten , vor dem Kdnigl. Schlosse, eine glän- ende Militair - Musik aufgeführt, wozu sich eine unermeßliche Menschenmenge versammelt hatte. Der ganze Plaß, sämmtliche Fenster und Balkons der nahen und fernen Häuser, sogar das Dach des Königl. Schlosses und die zum Schloßpla6ß führenden Straßen waren dicht mit Zuschauern beseßt, die troß des an- stend ungünstigen Wetters stundenlang versammelt blieben. Nachdem einige Musikstücke gespielt waren, erschienen Jhre Majestät die Kaiserin, nebst mehreren anderen Mitgliedern der beiden Erlauchten Herrscher-Familien, auf dem der breiten Straße gegenüberliegenden Balkon und wurden mit einem enthusiasti- \hen Vivat- und Hurxrrahruf empfangen, der die s{hmetternden Trompeten und wirbelnden Trommeln übertönte und stets, wenn er an einer Stelle des Plaßes aufgehdrt, an einer anderen von neuem begann. Später war Souper bei Jhren Kaiserl. Ma- jestäten, welchem Se. Majestät der Kdnig und sämmtliche fremde e und Höchste Herrschaften beiwohnten. eute Vormittag um 10 Uhr zog im Schloßhofe bei Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland eine Ehrenwache vom 6ten Kürassier- Regiment, dessen Chef Allerhöchstdieselben sind, auf, und das Offizier-Corps des genannten g Se. Majestät der Kaiser geruhten die Ehrenwache Allerhôchstselbst zu mustern und dann zu entlassen. Um 2 Uhr war großes Diner im Rittersaal. Galla, die Damen in Roben, und sowohl die fremden, als die einheimischen hohen Offiziere waren dazu geladen. Morgen ist große Parade der hier versammelten Truppentheile.

pen erlangt haben. empfangen,

Um 8 Uhr Abends stadt Berlin“ führt.

Die Eíigen- |

Sie verlangten

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ten Theil dieses Preises.

Insurgenten den Ort nich man fürchtet zugleich, daß sie möglichen Excessen úberlassen Brand stecken würden. t hatten und nun wahr! Wi

Rache nehmen ? New-York, 16. April.

Danken durch die Le ». Die Bill, ermächtiate,

Allerhöchst H

egiments war da-

noten zu zahlen. ihr uneinlösbare Diskonto desselbe bedeutend h Banken einen die fortwäßren weigern. Die el den Ausg Î «aum im Stand A ‘ch damit zu ve Verantwortlichkeit unterziehen. b etgegnen, hat der Hiueete ihn, falls es ndôi A êmittel des Staats

Die Herren erschienen in menfassen, großes Juteresse.

S panien.

Das Ministerium h nicht aufgegeben, die Anleihe von tande zu bringen. Jn der Nacht vom ein Courier nah Paris abgesandt, der zwei besondere schläge zu einer Anleihe für die H überbringt. Man kennt zwar diese Vorschläge ni ! ufriedenstellende Bedingungen für die Gläubiger Y alten. Es ist eine aus Deputirten, Banquiers Kaufleuten bestehende Kommission ernannt worden, dingungen, welche von den genannten Kapitalisten werden, zu prüfen und darüber Der General Espartero ist Miranda del Ebro aufgebrochen, um d

at noch im"

Madrid, 6. Mai. , ' 500 Million

Bromberg, 15. Mai. Einige hiesige Kunstfreunde cat Ehen bte der

ben in diesen Tagen drei dramatische Vorstellungen esten der durch Uebershwemmung Verunglückten gegeben, welche die Summe von 400 Rthlr. eingebracht haben.

__ Halle, 14. Mai. (Sächs. Prov. Bl.) Die auf eine für den Monat Mai so ungewöhnliche Hike in der Nacht vom I0ten zum llten d. M. plößlich eingetretene Kälte hat unsern Saaten leider doch mehr geschadet, als man anfangs befürch- Korn, Gerste und Kümmel scheinen wenigstens zur Hälfte erfroren zu seyn. Eben so sehr haben die Erbsen ge- litten. Wenn auch ein Theil der Pflanzen sich erholen sollte,

die Hoffnun Realen zu

erren Aguado und La} cht genau, !

Außerdeu sind seit mebreren Jadren

f /

niens ent

and der Handels- Angelegenheiten ist hier noch im- unentgeltlich

dagegen schreibt man aus Philadelphia , daß der ganz daniederliege, indem die. Kaufleute von ve Waaren dort hinsendeten und sie zu den

mer derselbe;

dortige Hande ew - York ih

zu berichten. l am 1. Mai von Brivi i ie Bestárzung,