1838 / 158 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Rand.

Breslau, 28. Mai. (Bresl. Ztg.) Se. Fürstbischdfliche Gnaden hat gestern in der F dem von Sr. Päpst- lichen Heiligkeit zum Bischof von Diana in part. präkonisirten, zum Weih - Bischof von Breslau ernannten Dom - Kapitular,

errn Daniel Latussek, die bischdflihe Weihe ertheilt, unter ssistenz der beiden Prälaten, des Dom-Dechant Dr. von Mont- marin und des Dom-Kapitular Neander.

Breslau, 4. Juni. (Schles. Ztg.) Alle erfahrenen Geschäftêmänner waren darin einverstanden, daß wir nur auf eine fleine Preis-Erhöhung gegen 1837 hoffen durften, und man würde noch in der Mitte des vorigen Monats dazu sehr bereit- willige Verkäufer gefunden haben. Um so freudiger war die Ueberraschung, als schon vor dem Markte ein großes Verlangen nach hochfeiner Schlesischer Wolle sich aussprah, wozu zwar cines der größten Belgischen Fabrik - Etablissements zuer| den Impuls gab, aber auch bald viele Gleichgesinnte in den angese- hensten Fabrifanten der Rhein-Provinzen und mehreren unver- zagten Spekulanten fand. Alle berühmten Schäfereien, von denen wir wegen Mangel an Raum nur Camenz, Chrzelib, Carishof, Dambrau, Manze, Niklaëdorf, Ober-Glogau, Pisch- kowiß, Raudnißk, Simmenau nennen, kamen kaum zum Abla- gern, und ihnen folgten dann die vielen anderen feinen, gut be- pieam Schäfereien, deren wir in unserem {dnen Schlesien so viele besizen. Die Erhöhung bei ersterer kann auf 12 bis 15 Réhlr. und bei leßterer auf § bis 10 Rthlr. angeschlagen werden. Weniger lebhaft ging es mit der mittelfeinen Wolle, zu 75 à §5 Rthlr., doch wurde ein sehr großes Quantum der- jelben mit 6 à 8 Rthir. úber die vorjährigen Preise verkauft, Und nur die weniger gut behandelten Particen mußten sich mit einem noch mäßigeren Avance begnügen. Das bis zum 2ten d. zum Markt gebrachte Quantum Schlesischer Wolle belief sich auf

circa 32,000 Ctr. Schlesische Wolle,

6,0909 » Wolle aus dem Herzogthum Posen, 2,500 » » » » Königreich Polen, 2,000 » v Oesterreich und Galizien, 4,500 » » alter Bestand,

I Em DTTTTR

zusammen 47,000 Ctr., und wurden noch

2,000 » Schlesische und*

4,000 » Polnische Wolle erwartet. Ueber drei Viertheile der Schlesischen Wolle sind schon vorige Woche bereits verkauft, und auch die Lager der hiesigen Händ- ler sind siark gelichtet werden. Die Preise stellten sih beiläusig : für Elektoral 120—— 140 Rthir., für hochfeine 105 115 Rthle., für feine 99 100 Nthlr. , für mittelfeine 75— §5 Rthlr., fär mittel 65 70 Rthlr., für feine Zweischur 70 75 Rthlr., für Mittel 60— 65 Rth{r., für geringere 50— 65 Rthlr., für hoch- feine Pellwolle 75—- §0 Rthlr., fr feine Pellwolle 65 70 Rthlr., für weiße Zackelwolle 20! ", —-23!/, Rthlr., für schwarze Zackelwolle 16? /, 18!/, Rthlr. Mehrere große Schäfereien aus dem Herzogthum Posen, welche sorgfältig behandelt waren, wurden fast in gleichem Verhältniß wie die Schlesische verkaust. In Wollen aus dem Königreich Polen fand bis zum 2ten d. fein solcher Umsas stait, um ein bestimmtes Preis-Verhältniß

652 angeben zu fönnen; es war jedoch vorauszuseben, daß auch auf diese das gute Resultat des Wollmarkts nicht ohne Einwirkung bleiben und deren Preise um 2 Rthlr. für mittel, 3— 4 Rthlr. für feine und 5—6 Rthlr. fär hochfeine hdher als voriges Frühjahr stellen wird.

Solingen, 28. Mai. Der Buchhändler F. G. Amber- ger hat fär die kleinere der beiden hiesigen evangelischen Ge- meinden, nah unablässigem Bemühen und mit Hülfe nah und fern gesammelter Gaben, unter denen auch Gnaden - Geschenke Sr. Majestät des Königs und mehrerer Glieder des Königlichen Hauses, eine Waisen“aus-Stiftung gegründet, welche 1836 un- ter dem Namen der Ambergerschen Stiftung die Königl. Genehmigung erhielt, und der er {hon 1833 ein neu erbautes Wohnhaus nebst Hof und Garten, welches von ihm erkauft worden war, überwiesen hatte. Am vergangenen Himmelfahrts- tage wurde die Anstalt, in der vorerst 5 Waisenkinder Aufnahme erhielten, feierlich eingeweiht und bei dem darauf folgenden Mahl dem Stifter, im Namen seiner Mitbürger, ein silberner

Ehrenbecher überreicht.

B erliner ae Den 7. Juni 1838. Amtlicher Fonds- und Geld-Caurs-Zetiel!.

lw: l r. Cour. lus ! Pr Cour.

Nj Brief. !‘ Geld. V! Brief. | Geld. St.-Sechnld-Seb. x | 1029/4 j 102!/, ÎPoum. Péaudbr. |34| 10's | 99S/s Pr. Engl. Obl. 30./4! 103!/,,} 1027/, fKur-u.Neam. do. 4| 1003/4 | PrämSch.d.Seeb.|—! 65 643/ do. do. do.'32| 100'/, | 100 Kurm.Obl. w.1.C./4| 103!/4 1023/, JSchlesisohe do. 4| 1033, Nm lut. Sch. do.! 4 1023/, ückst. C. nud Z. Beri. Stadt- ObL|4i 103 | 162!/, } Seck. d. K. u. N. 90/, —_— Köuigsb. do. (4 i Elbioger do. 4j éats Gold al mareo |—| 2153/, | 214, Danz. do. la Th.|—!| 432, Neue Ducaten |—| 18/4 Westpr.Pfandbr,) 4| 1003/, [Friedrichsd’or |—| 137/121 13/5 Grossh. Pos. do. 4! 1043/, | Aud. Goldinüo- Ostpr. Pfandbr. 4] 1003/, Fre 5 Tul [i 137/51) 13/2 Pomm. ds. 4| l E Disconto n 3 4

Pr Cie

Thlr. zu Sgr.

Wechksel-Cour s. Brief. Geld.

Amaterdam o oe e000 200 FL | Kurz p 141 0 Qi 230 FL | 2 Mi. —— 140!/, amburg ch«..« o-a eon) 300 Mk. | Kurz 151!/, | 151 U ee ias ore co WOMk | 2ME 1505/; | 1503/, TO0dod «v eer eee ooo 1 LSU j N 6 2475 1 DatS 66% 3.9... eee 300 Fr. | 2 Me, —_—— 80, ed O N 0e 2) 0 100 L 2 Nt. 1015% | 1013/5 Anagsburg »« e, Ca 6 10001 2 Mt. 101?/s —_— Bressau oooooo ce) 100 Thl, j 2 Mét. 99!/; tb Leipziz oooooo. edo. O: THL 8 Tage —— 102 Fraukfart a. M. WZ. «e.» 130 Fl. 2 Mit. 1015/; | 1013/5 Petersburg «-eccocecece co 100 Rbl, | 3 Woeh, —_— 30!/6 Auswärtige Börsen. Amsterdam, 2. Juni. NielezL wirkL Schuld 5439/,. 5% do. 1013/,, Kanz- Bill 25/4 29/6 Span, 21/4. Passive 3!'/¡ 4. Ausg. dch. —. Zinsl.

—. Preuss. Präm.-Zch. —. Poin. —, Uesterr. Met. 1023/..

—_—

|

Antwerpen, 1. Juni. Zinsl. 6. Neue Anl. 21'/,. Br. ?/;g- G. y T ravT fert s, M., 4. e ä

21/,0/, Toll, 54!/,. Bank-Actien 1739. o Span. Anl. 153; Poln. L 79. Taunusbahn-Actien 29!/,. Agio. Sambre.Meus it TaRéLEES; 5. Juni. 7h, Bank-Actien 1440. 1438. Engl. Russ. 1081/4. 5% Port. j 39%, —. Neue Anl. 19. :

Span. Rente 22!/,. Passive —. 3°%/@ Portug. 25!/,. Wien, 2. e s/ A 25%. ‘Bank-Actien Neue Anl. 634!/, 4. E

Paris, 1. Juni.

F Fade E e erei reitag, 8. Juni. m Opernhause, au efehl; Liebestrank, Oper in 2 Abch. Musik von Donizetti. Dinge Der Geburtstag, Divertissement in 1 Aft, von Hoguet. Im Schauspielhause: 1) Arriver à propos, vauderille en j acte. 2) La preimière représentation de: Le cabaret de Lufuny vauderille nouveau en 1 acte, 3} Le Parrain, comédie en 1 ac par Scribe, \ Sonnabend, 9. Juni. Jm Schauspielhause: Griseldiz dramatisches Gedicht in 5 Abth., von Fr. Halm. (Herr Löf: ler, vom Stadttheater zu Breslau: Percival, als Gastrolle.) Im Opernhauje. Mit Allerhöchster Genehmigung: Gr, ßes Vokal: und Jnstrumental-Konzert, zum Besten, und zivy zu gleichen Theilen, der hiesigen Stadt- Armen, des vaterlän \chen Vereins für erblindete Krieger aus den Jahren 1813, | und 15 und der Orchester: Wittwen - Kasse, gegeben vom Hety de Beriot und der Dlle. Pauline Garcia. Dlle. Ldwe u) Dlle. Botgorschek , so wie Madáme Erlanger, Pianistin ay Amsterdam, werden bei diesem Konzerte gefälligst mitwirfey, | Die nächsten Zeitungen werden das Konzert: Programm bekann

39%. Neap. 101, do; z lo

E g ul BELE L E R R Los n

i

f

# A

Allgemeine

T

e Staats-Zeitung.

Ar 158.

94 4 Me E lis pn M —-- _--

_— =- H ———

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Des Kdnigs Majestät haben dem beim General: Auditoriat |

gestellcen Ober- Auditeur und Wirklichen Justizrath Toll den harafcer eines Geheimen Zuitizrath- zu verleihen und das dieefállige Patent für denselben Allerhdöchit zu vollziehen geruht. Se. Majestät der Kdnig haben den Land- und Sradtrichs Lauer in Sonnenburg zum Juttizrath zu ernennen geruht. Se. \Najeitäc der König haben geruhc, den Ober- Laundes-

an

M erichts - Deposital : Reudanten Roestel in Fcankfurc a. d. O.

um Rechnungs Rath zu ernennen. Berlin, den 7. Juni. Ce. Majestät der Katser von Rußland sind gefern bend von hier nah Stettin abgereist. Ahre Königl. Heheiten der Prinz und der Eróprinz

machen. F ox Oranien siad nach Schlesien abgereiit.

Die Abonnements und freien Entreen sind ohne Auênahn H

nicht gültig.

Königsstädtisches Theater. ¿

Freitag, §. Juni. Der Glöcner von Notre-:Dame. Roe mantisches Drama in 6 Tableaux, von Charlotte Birch: Pfeiffer,

Sonnabend, 9. Juni. Zum erstenmale weederholt: Wil helm Tell. Heroisch - romantische Oper in 3 Akten, na Jou und Bis fcet bearbeitet von Theodor von Haupt. Musik von Rossini. (Mad. Ernst-Seidler, K. K. Oesterreichische Kammer und erste Sängerin des National: Theaters zu Frankfurt a. M. Mathilde, als Gastrolle. Herr Schober, K. K. Hof-Opern sánger vom Kärntnerthor: Theater in Wien: Tell, als zwöist

Gastrolle. astrolle.) Der Vater der Debütantin. Posse

Sonntag, 10. Juni. in 4 Akten, von B. A. Herrmann. Vorher: Rarcaplan, der

kleine Tambour. Vaudeville in 1 Afc, von Ferd. Piullwig.

Jn Bertretung des Redacteurs: Wen zel. Gedrudt bei A. W. Hayn.

Maar ann

A

Bekanntmachung der Pommerschen Landschaft.

‘as Publikat vom 28. Dezember 1837 die sämmtlichen" von ihr emanuirien mit 4 pCt. pro Kano pcrzinéelichen: Kurant - Pfandbilefe den Juhabern derseiben resp. zu! Johannis und Weißnachien 1838 aufgekündigt, sofern

der Zinsfuß auf 32 und resp. 3x pCt. berabgesczt und!

gehoben wird, vorziehen möchten; es bat sich aber er- geben, daß cinige der zu Joßannis ec. getündigien, von deu Juhabern nicht freiwillig fouvertirten Pfands-/ briefe, bis jegt, unsercr Aufforderung dazu ungeachtct,| weder ad Depositum eingelicfert, oder auch nur zur! baaren Realisirung zu Johanuis bestimrit angeueidet | find, und es if anzunehmen, daß mitunter eine gleiche

er, geküudigten Pfandbriefe stattfinden dürste.

fündigteun Pfandbricfe abzuwcnden, ; fludigen wir bierdurch wicederhoit alle und jede bis zum 1. Januar 1838 emauirte mit 4 pCt. pro Anno verzinélichen, uit freiivillig fonvertirten Pommerschen Kurant - Pfandbriefe, obne alle und jede Ausnabme den Juhabern derselben nochmals ergesialt auf, daß sie die Kapital - Valuta dieser Pfandbriefe mit den bis dabin fälligen Zinfen am 2. Januar 1839 und in den nächstfolgeuden Ta- gen, entweder bei der Kasse desjenigen Departe- ments, dem das Gut, auf welches der gekündigte Pfandbrief eingetragen steht, augebört, eder auch bei der Kasse der Ecncral - Direction in Stettin prompt in Empfang nehmen. Wir forderun zu-

ten, nicht

von uns vorstebend gekündigten Pfandbriefe mit

(l iner Anzeiger fúr gemeiner Anzeiger für Weihnachten 1838 gekündigt wurden, so bleiben von'a dato vor der unterzeichueten Behérde zu sistiren und B î ann tma d) un g €n. rets andererseits ausdrücklichz ausgescle}en : | ! 1) ale von den Jnhabern bereits fi | tirien Pemwerschen Kurant - Pfandbriefe ; Die Pommersche Landschaft bat zwar schou durch 2) ebenfalls auch die, welche ven den Juhabern bis zum 15, Oktober er. der Landschaft anncch zur freiwiliigen Konvertirung werden eingereicht wer: den, für welche Konvertirung jede, vem 1. Juli er. ad, feine Prämie mehr bewilligt werden kaun; Leutere nicht cine freiw.llige Konvertirung, durch welche; 3) alle auf Gold lautcuden Pewmmerschea Pfandbricfe. Stettin, deu 1. Juni 1838.

die Kündigungs-Bcfugniß Seitens der Gläubiger auf- Kênigl, Preuß. Pommer dbe Geueral-Laud- schafts: Direction.

Deffentlihe Befanntmachung der Pommerschen Laudschaft. Am 25. Juni dieses Jahres und in deu náchsifel- Unachtsamfkeit auch bezüglich auf die zu Weibnachten| genden Tagen werden, gegen Zurückiieferunz der De- positalscheine und beziehungsweise gegen Einreichung Um nun unsererscits nichts zu verabsänmen, was |der *Pfandbriefe und Zinsscheine in kursfähiger BVe- dazu beitragen fann, von solchen säuwigen Pfandbriefs-* schasfenheit in Berlin, m der Wohnung des Pcemmer: Vesigern die geseulichen Machtbcile des Verzuges in? schen Landschaf:s-Agenten, Banquier M. Borchardt der rechtzeitigen Empfangnahme der Valuta der ge-|jun., Jägerstraße Mr. 22., ausgezahit werden: die Kapitalbeträge und fäuigen Zitiseu a) der ven der Landschaft zu J freiwillig fonvertirten , Pommerschen Kuraut- Pfandbriefe, oder deren Zinéscheine dort azgebalten sind, oder deren Realisirung in Berlin ausdrücklich beantragt L und erau dschaf Xdt é das b) Aller von der Landschaft zu Johannis gekündig- sten Red teu nicht fonvertirten Pommerschen Kuraut-Pfand- A lautern Einzahlungen vom I. Juni d. J briefe mit Ausnahme derer, welche bei den Depar- an mit Á Prozent jährlich leer werden und ist die Zeit der künftigen Zinszablungen zum 1. Octo- alie Buchbandlungeu zu bezichen: ber und 1. April jedes N E A Diejenigen Actionairs, welche Voraus - Einzablun- ; j ; ¿ gen auf hie E haben oder D in ihrer geschichtlichen Entwickelung bis auf werden, welches letztere zu thun einein Jeden ( und zwar bis zur 19ten Rate Ffreisteht konieu Dargesiellt von P. F. Stuhr. jedoch nur auf gleiche Zinszahlung mit allen übrigen Als

tements.D:rectionen oder bei dec General. Dircec- tion in Stettin deponirt worden, und daher an diescn Orten zu realifiren \siud. Wir fordern daber die Jutercsenten auf, die ibnen gleich die Juhaber solcher Pfandbriefe bierdurch | zukommenden Kapital- und Zinsca-Belräge prompt in ausdrüflih auf: bis zum 15, Oftober 1838 die| Empfaug zu nehmen, damit sie nicht von den Kesten- und uen - Verlusten betroffen werdeu, welche dic

———— ermer f,

das dem reiwillig konvers | stebende

Eigentbum Übergebte.1 werden seil.

v. Eicfstedi-Peteréöwalde, Mencrdurg-

die Preußischen Staaten.

« M. Zimmermann gehörige, uuter Kuratel ) be iat, ermêgen in Empfang zu r.ebmen, widrigen: | baren Beitrag zur gebörigen Würdigung der grosarn

falls der Abwesende, da er bereits das 701e Lebens-| Wiré sawkeit der Heilque len zu Wiesbaden dar, jahr überschritten hat, für tedt erflärt und das Ver: | welche, ohne dem Wecbsel der Mode unterworfen mögen desse'ben nah Maßgabe der Verordnung vom|zu seyn, jetzt noch fortwährend Tausenden die 21. Mai 1781 scinen darum nachsuchenden Geschwistern | Hülse leisten, welche vergebens auf anderen Wegen und Geschwisler. Kinde.n, se wie dem an die Stelle] cesuckt n | ungen

eines der Geschwister, durch UAnfauf dessen ctwa'ger!| sich zänurlich an dieser Quelle machen lässr, ¡ist gross, Erbansprüche, getretenen Friedrich Lux zu vieuwicd, a!ls|/und der Inhalt dieser zeitgemnässen Schrift daher iv

Zaidbrelibacy, den 18. April 1838. FSürstlih Wiediscwes Justiz- Amt

K akt. «leichfalls «ls geschmackvoll und ansprecbend be:

fichen Pu'liknm als ein gebildeter und erfah ren Arzt schon rübmlichst bekannt ist, einen sebr sclätz

gesuckt wurde. Die Summe (der Erfahrungen, welche

pathocogizcher und tter&peutischer Hinsicbt für Aerne elen s0 lehrreich als durch eine Reihe anderer Mit theilungen für Laien, welche diese Quellen benutzen wollen, unentbebrlich. Das Aeußere derselben darf

zeichnet werdeli

odannis er. gefüindig- in Schlesien.

welche in Berlin depcuiri,

9 ia Q í a / : 2 C1123? il! c eiti A T r 2 den Zinsscheinen, eder wenu diese von der Laud-:| Verabsäumung der rechtzeitigen Empfangnahme der Actien Anspruch machen.

schaft augehalien worden, mit den in Stelle der-| Zahlung unerläßlich berbciführen würde, Zur Ver- clben erthciiten Recoguitiouen, in kurösfübiger Be: [meidung von Jrrthümern demersen wir übrigens, daß shaffenheit zum Depcsitorio des betreffenden De-|die Zah!ung der Zinsen aller fonvertirten, fo wie der partements oder der Eencral-Directiou in Stettin, [erst zu Weihnachten er. gekündigten und der auf gegen Empfang von Deposital- Scheinen, einzu-|Gold iautenden Pommerschen Pfanddricfe in den De- liefern und anzuzeigen, ob die Empfangnahme derspartcmentsstädten, so wie anch in Stett1in und Berlin der fälligen Ziuseu am 2. Ja: [unverändert in der biéherigen Weise erfolgen wird, nuar 1839 bei der Kasse des betreffenden Depar- | auf diese also die obige Bekanntmachung, welche nur tements oder beci der Gencrai- Kasse in Stettin, | die ju Johannis gekündigten, uicht konvertirten Po:

heu Kurant-Pfaudbriefe betrifft, keineu Bezug hat. Stettin, den 28. Mai 1838.

digung unbeachtet bleiben, so haben die säumigen] Königl, Preuß. Pommersche General-Land- schafts-Directio.

Kapitai. Valuta un

oder auch bei der Agentur in Berlin gewünscht wird. [mer Sollte wider Erwarten auch diese w1icderholte Kün:

Pfandbriefs - Jnhaber sich dann selbs die Nachtheile und Kesten des gesculicea Verfahreus mit der nich! abgehebenen Valuta und den daraus unerläßlich er-

macht werden. Leipzig, den 23. Mai 1838.

v. Eickstedt-Peterswalde.

wachsenden Zinsenverluft allein beizumessen. : So wie diese erncuerte Aufkündigung einerscits aßle und jede, nicht freiwillig foavertirten, bisber wit

Seiten

Kurant - Pfandbriefe, chne alle und jede Ausnahme| seinem Leden und Aufeathalt keine Nachricht g sie durch das Publikat vom] oder seine etwaigeu Leibes: oder Testaments-Erben, wer-

betrifft, unange ‘chen, ob

23. Dezomber 15337 bereits zu Johannis oder erst zu|den hiermit aufgefordert, sich innerhalb drei Monaten

Ediftal-Ladung. Der am 17. Januar 1768 zu Kurtfcheid geborue A pEt. F Anno zu verziasenden, èer Küudigung auch] Johann Matthias Zimmermann, welcer vor 42 Jah: des Gläubigers unterwersenen Pommerschen |7en als Tischler auégewandert ist, seitdem aber von

Von x.

egeben, ) Vignette, sauber broscLiTt.

Ein NMittéergut : in der S Gegend C Liegniy und Breslau, mit der Aussicht auf die Ge-] ujchbandlurg {so eben erscicncn und an alle Buch birgsfette vom Zobten - bis Grädig- Berge, welches ; in Berl: r. 3), den fiber ein bälbes Jabrbundeit in E Familie if, banètlungen versandt, in EVerl:n (Stchbahn Nr. 3) und defsen Ertrag j{hrlich zwischen 5— 6060 Thir. be:| ckZ: , ; trug, soli gewisser Verbältniffe wegen für 100,600 Ft. Die Allocution des Papstes Gregor XYVI. aus freicr Hand bald recfauft werden; die Häilsie

fann zu 4 Peolent Neben bleiben. Näheres erfäort Mit einem Machtrage may in portofreien Briefen, adresfirt: M, R., zu L.egniß über

Bekanntmachung.

Zufolge Allerböchster Genebmigung sollen nach dem in der letzten General. Versammlung der Actio- nairs der Leipzig- Dresdner Eisenbahn- Compagnie

(dts die bisher auf die Actien der-

Literarische Anzeigen.

Bei Th. Chr. Fr. Ensli: in Berlin ist s9 eben er- S n Zl li isen: : ; : ten, daß die Literatur kein ähnliches Werk aufzuwe! «chienen und! E s E B as beziehen: hat, can dèm vorliegenden, in Bezichung auf Vollään- S a 2 nebst seinen Heilquellen u. Umgebungen, |Darfie!lung gleihkemmt.

Dr. Gustav Heinrich Richter,

mehrerer gelehrten Gesell-«taftvn : Mit einer Ansicht von Wiesb-Œœn unl einer Titel.|ju wellen, gratis nach.

1 Thir. 15 sgr. Es stellt diese Schri deren Verfasser deim ärzt-

Hantiover. Jm Verlage der Hahnschen Hes

Posen, Brecmberg an E. S. Mittler:

vom 10. Dezember 1837.

Görres Athanasius. Gr. §ro, (Gebeftet, 10 sgr. Mit dem Motto: In nececsariis unitàs, in dubiis Jiberta#, in omnibus caritas. (Augustinus,)

In unserm Verkage erschien so cben und i? dur Die Religions - Syst: me der Hellenen, die maccdonische Zeit.

34 Bogen. 27 Tblr.

zweiter Band der: Allgemeinen Ge- schichte der Neligionóformen derbeidnishen

Jeber die Zeit und die Modalität bei Ausgabe der! e i L SDLR a Zinsscheine wird das Nöthige noch bekannt ge- E G O - F .

ei uns

erschienen ist, Eine sh beiden Werken anschlicßend€ dritte Abtbeilung ist bestimmt, die Religions-

pr) i ¡ . S 71 - L ie. -_— V4 E U ean O MDAEnI®| Systeme der Aegvpter, der Jtafischen Völker-

F. Busse, Bevollinächtigter.

schaften, insbesoudere der Nêmer, endlich die Alt- eee und Germanische Mythologie abzu- anden. | “Mit dieser fünftigen Abtbeilung if alédann der ge sammte Cyflus der Religions « Svsiewe aller histeri

gewcrdenen Völker bescölecssen, und wir dürfen b.baup:

digfeit des Maxcrials und gedicgcne Klarheit der

Eigen Anbang, Armcnische- Religionéformen uud ee auéführliches Ne, ister über den erst.n Band, liefer

prakt, Arzte und Wundarzte in Wiesbaden, Miegliede/ wir deu Besigern dessclbeu, die wir biermit ersucht den Anbang von den resp. Buchhandlungen verlang?

Veit & Comp-

Verlin, Juni 1838.

I Abgereist: Se. Durchlaucht der Fürst Karl zu Shwar- A enberg, nach Wien. Ls a _—

Der Kaiserl. Russische General-Major Belewkzeff, nach reéden. . L Î Der Kaiserl. Nussische Oder-Stallmeister, Graf von S cch u; haloff, nach Karlëbad,

i 4 f Ls

Zeitungs-Nachrichten. U l6 n d

Gr antrech. Deputirten - Kammer. Sißzung vom 2. Juni.

ie Debatte über die der Gräfin von Lipona zu bewilligen- e Pension von 100,000 Fr. ward durch Herrn von Mar- ier erôssnet, der darauf antrug, die verlangte Summe, da s sich von der Schwester Napoleons handle, ohne weitere Er- terungen zu bewilligen. Als die Kammer auf diesen Antrag icht einging, bestiez Herr Salverte die Rednerbühne, und uperte sich im Wesentlichen folgendermaßen: „Die Gräfin von Fipona behauptet, da die Besißungen, die ihr von Napoleon fguichweise gegeben, 1hr durch den Gang der Erciqnisse wieder genommen worden wären, und daz sle deshalb mit Recht auf cine ntschadigunz antragen tdnne. Diese Forderung t:ägt in meh- tien Beziehungen den Charakter einer Civilsache an sich; die jung dersclben muß dader* auch in dem Civilrechte gesucht erden. Man hart bald einen geheimen Traktat, bald cinen ontraft und endlich einen im Jahre 108 in Bayonne abges- hlossenen Veit! ag, dem Frankreich übrigens gänzlich fremd blieben war, angeführl. Letzterer liegt besonders der Recla- ation zum Grunde und da es sich hier um Könige und um daigthum handelt, so hat man geglaubt, daß die Frage durch 1s politische Rechcr entschieden werden kdane. Der Finanz- Vinister aber, so wie der Berichterstatter, räumen ein, daß das blitische Recht aus dem Spiele blerben müsse, da sich kein po- tischer Akt in diejer Sache vorfinde. Beide gestehen auch ein, Ma das Civiirecht eben jo wenig angerufen werden könne. Mu: fat war ohne Zweifel ein Tapferer; er war der Hand Mr Schwester Napoleons würdig; er hatte die höchste Stufe reicht, die ein Soldat erkflimmen kann. Dies genügte ihm her nicht; er wollte auf einem Throne sißen und sih Napo- on gleichitellen. Waruin mußte er sih aber |päter, am 11. anuar 1814, mit Oesterreich und England gegen Frankreich reinigen? Die une:bittliche Geschichte wird cs bezeugen, daß e Unihzuigkäir Mürai's im Jahre i814 viel zum Verdeiben ¡ifreichs beizetragen Hat. Gläcflich diejenigen, die damals Me Leiden des Vartcrlazdes nicht geschen haben. Jch war alt 1 nug, unm das Andenken an so viele Greuel zu bewahren, und 8 ist dies cine Erinnerung, die mich nie verlassen wird. Aber, t man, es handelt sich hier um die Schwester Napolcon's ; \heint, daz diesec Name eine Widirlegung für Alles

n \oll. Erinne:n Sie sich, meine Heren, eines be-

Füh mten Akts, des Testaments Napoleon's! Seine Schwester E ln demseiben nicht genannt. Liegt in dieser Auelassung nicht e Deirizelung? (Bewegung. Herr Emanuel Lavca- Mf: „F verlange das Wort.) Und úbrigens, wenn es sich 1 ein National: Andenken handela soll, so erinnern Sie sich, \ÿ für die Kinder des Generals Foy eine Subscription erf

| ward und daß Frankreich die Kinder jenes berühmten Ver- sUigers der Freiheit mit einer Million ausstattete. Dies ist è Weise, wie man heilige Schulden abträgt und nicht, indem n h groëmüthig zeigt auf Kosten der Steuerpflichtigen, de- hig echte zu verihcidigen wir geschworen haben.“ Herr / nel Lascases: „Eines der Argumente, die man gc- den Vorschlag geltend gemacht hat, besteht darin, daß s fia Lipona von dem Kaiser Napoleon in seinen iese T ugenblien gewisscrmanen verleugnet worden wäre. M hatsache ijt durchaus falsch. Das Testament des Kai- G nt den Namen seiner Schwester in langen Zwischenräumen al und zwar das- erstemal ín-den rührendsten Ausdrücken.

é glet Augenblicke, m. H., wo eine Nation Herz und Ge- j aben muß, und wir befinden uns in einer solchen Lage. dpa, in welhem Napoleon 15 Jahre lang siegreih gewesen sagt seinen Namen nur mit Bewunderung aus. Jn G wo unsere Armeen zweimal verheer-nd auftraten, habe Ses tück auffähren sehen, in welchem Napoleon dargestellt Îirde a Gd man ihn immer mit Beifall überschüttete. Was lbe Gef, eschichte sagen, wenn Sie den Jhnen vorlie- ÿ 17 Fehr Entwurf zurückwiesen? Sie würde sagen, n unter L re nah dem Tode Napoleon's , nachdem em Jauchzen der Nation seine Statuen oufgerich-

Berlin, Sonnabend den 9tan

Jun

eee t 4 ————- S ee e s

- v E Ö ms L E Em ES A S S

| tet hatte, eine Frau vor einer Fran;dsishen Kammer erschicn | Und jagte: Jch bin die Schwester Napoleon's; Und daß Sie

ihr darauf erwiederten: Wir kennen dich nicht !“/ (Allgemeiner Beifall.) Der Conseils-Präsident e!klärte hierauf, daÿ es sich von Seiten der Gräfin Lipona durchaus nicht um ein Recht handle, sondern daß die ihr zu bewilligende Pension le- diglich als ein Aft der National- Großmuth betrachter werden müsse. Nicht fär die Wittwe Murat's, sondern für die Schwe- ster Napoleon's verlange man cine Pension. Ein Theil der Kammer drang hierauf so lebhaft auf den Schluß der Debatte, daß Herr Dupin, der dea Präsidentenstuhl verlassen hotte, um an der Erörterung Theil zu nehwen, cine geraume Zeit aufder Rednerbühne stehen mußte, bevor man ihn zu Worte kommen ließ. Er sagte, daß, wenn man die Pension als cin Recht, oder fär die Wittwe Märat's verlangt hätte, er sich der Be- willigung widersezt haben würde. Da man sich ader darauf beschränke, dem Andenken Napoleon's eine Ehre crieisen zu wollen, so stimme er unbedenklich für den Entwurf. Derselbe ward hierauf mit 213 gegen 137 Stimmen angenommen. Die Kammer ging demnächst zu der Erörterung des Budgets fär das Ministerium des dffentlicez Unterrichts über. j

Paris, 3. Juni. Der Moniteur publizirt heute die beiden mit der Republik Hayti abgeschlossenen Verträge ganz in der Weise, wie sie bereits früher mitgetheilt worden waren.

Der General von Piré wird, wie es hcist, den Marschall Soult als Adjutant nach London begleiten :

__ Der General Haro is je6i so weit wieder hergestellt, daß sein Zustand durchaus keine Besorgniß mehr einfldft.

Ein hiesiges Blatt meidet, daß der Marschall Valée gänzlich in Ungnade gefallen sey, weil er sih dem Plane, in den Afrikanischen Besizungen ein Vice-Königthum zu errichten, aus allen Kräften widersete.

_ Man hat gestern den Bericht des Herrn Dufaure úber die außerordentlichen Kredite für Afrika an die Deputirten vertheilt. Diese Kredite belaufen sich, dem Gesebz - Entwurfe zufolge, auf 16,671,408 Fr. Die Kommission hatte sich anfänglich fúr eine Reduction ausgesprochen, indem sie verlangte, daß die etwa nothwendige Vermehrung der Truppen in Äfrika aus dem Ef- feftiv-Bestand der Armee genommen werden solle. Nach einer Konferenz mit den Ministern hat die Kommission diesen Vor- sal aufgegeben, und in dem Berichte wird demnach auf die Bewilligung des verlangten Kredits angetragen; man versichert aber, daß einige Mitglieder der Kommission den früheren Be- {luß amendementsweise einbringen werden. Die Kommission bewilligt gleichfalls einen Kredit von 1,509,000 Fr., der fár Befestigungs- Arbeiten auf verschiedenen Punkten in Algier ver-

f

E A S PRAT 6 L p 3 D p . C Mz f E E C E E S pr Ar Dr X: —— ———— a E ——— r h L =

langt wird; sle macht dabei nur zur Bedingung, daß in der |

nächsten Session über die Verwendung dieses Kredits bes s S : T S Pia s Die R e | leistung auf das Appropriations-Prinzip und wollte ihnen daher

Rechenschaft gegeben werden soll. beiden Kredite wird wahrscheinlih am künftigen Montag be- ginnen.

Aus dem úber das Budget des Kriegs-Ministers abgestat- teten Bericht geht hervor, daß die Französische Kavallerie 3037 Pferde unter 5 Jahren, 6337 Pferde von 5 bis 7 Jahren, 4871 Pferde von 7 bis 10 Jahren, 17,102 Pferde von 10 bis ld Jahren und 2211 Pferde über 15 Jahre alt hat. Da die noch nicht 5 Jahr alten Pferde für unfahig gehalten werden, die Strapazen einer Campagne auszuhalten, und dies bei zwei Drittheilen der beiden legten Karegorieen ebenfalls der Fall

seyn dürfte, so behauptet man, daß von §33,558 Pferden kaum |

1,000 zu einem Feldzuge geeignet seyn würden.

Die mit Präfung der Eisenbahn - Entwürfe beauftragten Kommissionen seten ihre Arbeiten mit großer Thätigkeit fort. Die Kommission der Eisenbahn nah Orleans hieit gestern eine Si6ung, die nicht weniger als sehs Stunden dauerte. Herr Casimir Lecomte, dem die Konzession ertheile werden soll, hatte allein eine dreistúndige Konferenz mit der Kommission. Herr Lecomte gab die ausfahrlihsten Erklärungen über den von der Compagnie entworfenen Plan und über die Mittel zur Aus- führung desselben. Man glaubt, daß der Bericht der Komnuf- sion günstig ausfallen wird.

Das Journal des Débats enth lt heute unter der Ueber- schrift: „Der Pflanzen: Garten““ (Tarîtin des planies) nachstehende Bemerkungen: „Unter den Supplementar - Krediten, die der Minister des êffentlihen Unterrichts sür das Jahr 1839 ver- langt, befindet sich einer, der sich sowohi durch seine Geringfä- gigkeit, als durch scinen Nußen empfiehlt, nämlich der für das hiesige naturgeschichtliche Museum. Als wissenschafiliches Jnsti- tut betrachtet, hat der Pflanzen-Garten feinen Nebenbuhier zu fürchten. Nirgends existiren so volltändige und für das Stu- dium so gut eingerichtete Sammlungen aller Arr. Man braucht nur die Namen Gay-:Lussac, Brongniart, Geosfroi St. Hi- laire, Dumeril, von Jussieu, Cordier, von Mirbel, Che- vreul, Blainville, Flourens, Valenciennes, Audouin, Frie- drich Cuvier zu nennen, um die Ueberzeugung zu verschaf- fen, daß es unmöglich is, eine größere Sorgfalt auf den Untcr- richt in allen Theilen der Natur - Wissens aften zu verwenden. Ein von Ludwig AlUI. im Jahre 1625 angelegter ‘Pilanzen-Gar- ten und ein einfaches Naturalien - Kabinet waren der Ursprung jenes Instituts, welches in diesem Augenblicke fast alle Pro- ductionen der Weltkugel in sich vereinigt. Unter der Leitung Bufson's gab es nur drei Lehrstühle, und die Oberfläche des Gartens betrug nicht mehr als 43 Morgen. Diese Oberfläche hat sich jeßt verdoppelt und die Zahl der Lehrstüähle verfünsfacht. Seit 40 Jahren, aber besonders unter der Verwaltung Cuvier's, hat das Museum eine ungeheure Entwickelung und eine, man kann wohl sagen, Europäische Berühmtheit erlangt. Nicht allein, daß man von allen Theilen Frankreichs zur Bereicherung des Jnstituts bei- trägt, so beeifern sich auch in ganz Europa alle durch ihr Wissen, durch ihr Vermögen, oder durch ihce gesellschaftlihe Stellung ausge- zeichneten Männer, den Pflanzen-Garten immer mehr zu ver- vollklommnen. Die Regierung hat eingesehen, daß es ihre Pflicht sey, eine so kostbare Erbschaft zu beschüben und auf eine

| missarien im Namen der Kirche zu verwaltenden Gütern.

A ————— E

würdige Weise zu unterhalten; auch ward der von den Kam- inern bewilligte Kredit während der leßten Jahre bedcuticnd vermehrt. Die Galeriecn waren úüberfüllc und die warmen Éc- wächshäuser unzureichend. Jet sind große und {dne Gebäude fär die geologischen, mineralogischen uud botanischen Samm- lungen errichtet worden, und man kann in den neuen Treib-

| häusern Bäume von 40 Fuß Höhe in die Erde pflanzen. Cs

ist indeß unumgänglich nothwendig, noch cinige kleine Verbese- rungen anzubringen. Die Verw..ltung verlangt zu dem Ende eine Vermehrung des Kredits, welche von der Kammer gewiß nicht verweigert werden wird. Es handelt sih darum, den fc heren Kredit von 419,009 Fr. für das Jahr 1839 auf 472,559 Jr. zu erhöhen. Diese Vermehrung gründet sich auf verschie- dene Urfachen: 1) auf die Errichtung eines Lehrstuhls für die auf die Naturgeschichte angewandte Physik; 2) auf eine Er- gänzung des Gehalts für den Professor der vergleichenden Phy- {lologie; 3) auf die Errichtung einer Galerie für die Anatomie und Naturgeschichte des Menschen, und 4) auf die Unzuläng- lichkeit der angewiesenen Summen zur Vervollständigung der Sammlungen. ‘7

Der Assisenhof von Caen hat in drei Duellsachen, die ihm von dem Cassationéhofe zugewiesen worden waren, die Ange- klagten sämmtlich freigesprochen. ; x _ Der General Tacon, vormaliger Gouverneur der Insel Cuba, is auf dem Spanischen Schiffe „Union“ von der Ha- vannah in Bordeaux angekommen. E __ Seit ungefähr einem Monate kommen eine Menge Kar- listischer Offiziere, die die Sache des Don Carlos aufgegeben haben, nah Frankreih. Die Französische Polizei beaufsichtiat sie sehr strenge, um sich vor Umtrieben von ihrer Seite zu sichern. Jndeß will man doch wissen, daß kürzlih in der Nähe von Pau eine zahlreiche Versammlung von Karlisten stattgesun- den habe, bei welcher auch der Baron Los Valles zugegen ge- wesen sey. S

Bei Grenoble hat man am 22. Mai ein ziemlich heftiges Erdbeben verspürt. Es fanden innerhalb 15 Minuten 3 Stöße statt, von denen der erste so stark war, daß die Häuser erbeb- ten und die Mauern an vielen Stellen Risse bekamen.

Großbritanien und Jrland.

Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz- zung vom 29. Mai. Was die näheren Einzelheiten der von Sir Robert Peel gemachten Eröffnungen über scine Absichten in Bezug auf die Jrländische Zehnten- und die Jrländische Munizipal - Bill anbetrifft, so berrachtete er die Crfklärung der Minister, daß sie sich auf cine einzige Zehnten - Resolution, die Umwandiung des Zehnten in einen Grundzins enthaltend, beschränken wollten, als eine Verzichr-

durch entsprechende Nachgiebigkeit von seiner Seite entgegen- fommen. Er willigte in die vorgeschlagene Zehnten - Umwäand- lung, weil es für den Geistlichen angenehmer seyn müsse, bei Erhebung seiner Einkünfte mit den Grundherren in Berührung zu kommen, die meist Protestanten, als mit den Pächtern, die meist Katholiken seyen; er hatte auch nichts dagegen , daß den Grundherren die Abldsung des Zehnten möglich gemacht werde, und E den ‘Plan, daß die von den Grundherren empfange- nen Ablösungs - Kapitale in Staats: Papieren angelegt würden, schien er nicht ganz zu verwerfen; nur die Art der Ablösuna, welche die Minister vorschlagen wollten, hielr erx fär unbiüiz und zu verwickelc; endlih war er auch keinesweges abgeneig:, in eine Reform der Jrländischen Kirche zu willigen, nur joli ihr nichts von ihren Einkünften entzogen Und zu welilichci Zwecken bestimmt, sondern alle ihre Revenüen sollen zur Ver- besserung ihres eigenen Zustandes verwendet werden. Wie lassen hier die Hauptstelle seiner Rede über die Zehnten- und Kirchen: Angelegenheit folgen :

„Wenn der Zehnten abgelöst ist, toird natürlich die nächste Frage scyn, wic man die auf diese Weise erhaltenen Fonds am vor1hciibaf- testen und sichersien anlegen könne. Die Jrländische Kirche in cine große Grundbcsigerin zu verwandcin und sie ibr Eintommen as Ländereien ziehen zu lassen, schcint mir cin schr mißlihec Plau. (Hört, bôr!!) Alies, was sich gegen die Verwaltung von E1uud: eigenthum durch greße Corporaiionen saaeun läßt, würde hier nech vi! mehr gelten, weil der Grundbess der Filäudischen Kircze, im Ver- gleich zu dem der Englischen, vou ganz neuem Ursprung wäre; und 1h fürchte, daß ans mebreren U-sachen, welche durch die ctgenthüzn!i- hen Verbäitnisse Jrlands bediogt sind, cin seizexr Versuch nicht giif- fn würde. Jude will ich damit nicht ctwa deo Ankauf von flctucu Grundfstüccn b:fämpfen, die von dein Pfarrer unter ciner cizenca Aufsicht verwaltet uud bewirthschasict wüiden, sondern ich spre: unr gegen die Anlegung bedeutender Suümmeu in großen, von #-ch1:- Beni mau nun das Eeld nit in Länder: ien anlegte, so würden die Staates papiere die näcbstbeste Sicherheit scyn, und ivenn auh Grundeia.n- ibum fär sicherer gebalten werden föunte, als Staatepipicre, fo it cs doeh ut so einträglih. Geseßzt nun den Fil, doß

1600 Pfd, jäbrlicher Zebutcn flir 1600 Pfd. Kapital veikauft und daß diese 1600 Pfd. in Staat -pari;rin angelcat du, so sleven die 3proc. Consols jeßt 94, und 100 Pfund, ‘1

öprec. CEonsels zu diesem Course angelegt, würden nicht cinm.1 3 Psd. 4 Sh. jährlichen Z!ns trogen: ich will jedo 3 Pfd. 4 Sb. ann þÞ: men; dann ivürden dié 1600 Pfd., zu 94 Pfd in den 3proc. F:uds auaelegt, jäbrlich 51 Pfd. 4 Sh. eintragen. Zieht man diese 51 Pf. 4 Sh. von deu 100 Pfd. des jährlichen Zehnten-Bctragcs ab, fo cer: bält man 48 Pfd. 16 Sh. als Belauf des Abzuges, den auf tief; Weise das Einkommen der Jrländischen Geistlichkeit erleiden würde, Dies wäre der absolute Verlust, und die Folge des auf die Ablôiunz bezüglichen Theils der ministeriellcn Resolutionen würde also uidt ein Abzug von bloß 30 pCt. von dem Zehnten der Jrländischen Gi it - lichfeit sevu, sondern nah dem Ausslerben der jeßigen Pfründen: Ju- baber würde ein Abzug von 48 Pfd. 16 Sh. auf jede 160 Psd. cs früberen Zebnten eintreten. (Hört, hört!) Jch habe daher ohne das geringste Bedauern vernommen, daß der edle Lord (J. Ru}}ell) diefc1 Vorschlag aufgeben will, der sich in der Praxis als ein böchf ver- wicfelter Ablösungs - Modus erwiesen haben würde. Da ich J: doc freiwillige Ablösungen für vortheilbaft und iu cinzelnen Fällen aich die Verwandelung des Grundzinses in Landbesig für wüuschensner: 1

B E E L M 0E

I SEE I C A A