1838 / 161 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Wissenschast, Kun} und Literatur.

Londen. Jn der Sigung der geographischen Gesellschaft an 28. Mai wurde cin Schreiben des Herrn Schomburgk aus &Guiana vom November 1837 verlesen. Er verlics im September George : Town zum drittemnal, gíuz deu Essequibo hinauf bis zur Vereinigung desselben mit dem Rupununi und folgte sodann dem Laufe dieses Flusses in westlicher Richtuag bis zur Einmündung des Rewa, den er südosiwärts bis zur Einmliudung des DQuitaro binaufs fuhr, der sich vcu S. S. O. ber in den Rewa ergießt. „MRachdem wir“, schreibt Herr Schomburgk, „den Duitaro eiue Strecke sirom- aufwärts vcrfelgt hatteu, machten wir am 7. November Halt, um die natürliche Pyramide Ataraipu zu besuchen, über die ih so vicl Wi: dersprechendes gcbört hatte. Unfer Weg führte uns durch dichte Wälder, bis wir cudlich, nach einem zwcistündigen Klettern, den Fuß cines Gueis- Berges erreicbten, der völlig fkabl ist, mit Ausnabme einiger Schmarogzer- Pflanzen, wie Orchideen, Cactus, Clusien, die ibre färg!iche Nahrung aus der dünnen Schicht ron Dammerde zicheu. die sich in den Fels- spalien findet. Nachdem wir etwa 300 Fuß gtsticgen waren, öffnete ih die Aussicht gegen Wesen, und aus der Tiefe erheb ich die weit- berühmtc Pyramide Ataraipu, elues der größten Naturwunder von Guiana. Jhr Fuß bis zur Hobe ron 350 Fuß bewaldet, und von da crbebt fich die von aller Vegetation entblößie Granitmasse in py- ramidaler Form nocch ctwa 550 Fuß, so daß deren ganze Höhe 900 Fuß über der Ebene beträat. Von dem Bzrze, auf dem toir standen, batten wir cinc weite uud berrliche Aussicht, Ein ivenig südlich ren der Granit - Poramide Ataraipu erbob sich eive ähniicche aus Gneis, und iu der Entfernung ßkieg gigen Wesien eine BVergreibe hinter der anderen amphitheatralisch emper. Jch erkannte die Saerari- Berge mit ibrem fonischen Pik, \o wie die Deruru-Berge in der Richtung des Forts San Yoagquim. die ih sämmilih auf meiner Reise im Jahre 1835 geseben batte, Jh bestimmte die Lage der Ataraipa-Py- ramide zu Lat. 29 55‘ N. und Long 589 15‘ W. Grw. Auf meiner früberen Karte habe ih diesen Verg. nach Ausfage der Eingebornen, 29 Ergl. Meilen weiter nördlich niedergelegt. Gegen Süden über die Savannen erblickte ich die Cara - Wapmi - Verge, während etwas ófilicher die Cara s Etagu : Berge sh in wyuderlichen Formen bis zu 1900 Fuß über die Ebene erhoben. Weiter südlich wurde der Fluß Duitaro fast unfahrbar und ich war daber erfrent, als ih den Punkt erreichte, ven wo aus cin Pfad westwärts nach der Niederlassung Cardeam oder Afatauri fübrt. Als wir am folgenden Morgen die Savaune pasfirten, fanden wir Strecken, die ctwa 200 Scyritt breit und mit eckigen Juarzsiücken so regelmäßig becieat waren, daß sie das Anfcben eines Psilasiers hattcu. Etwas weitcr hin trafen wir Gra- nVitblöcke, die sich vou Oflcen nach Westen crsireckten und häufig so groß waren, daß sie Fcstungäwerkfen glichen, nährend sie an anderen Stellen ppramidenförmig aufgethürmt waren. Bei Souncn - Unter-

tas - rem errt P t

Allgem

Bekanntmachungen.

. Nothwendiger Verfauf. Königliches Kammergericht zu Berlin. Das vor dem Orauienbnx7ger Thore links an der

Chausseefiraße Nr. 47 belegene, Vol, Ih, No 80 pag. 69 «des fammergerichtliten Hvpotbekenbuchs verzeichnete S uebi Qubehbör, abgeschäßt auf 13,554 Tblr. 23 far.

an erdentlicher Gericztéflelle subbaßlirt werden.

gefordert, fich bei Vericidung der Präflusien spätestens in diesem Termin zun ucldrn.

- C

Das m Bereuter Kreife belegene, zur Josepb v, Lebwald Jerzierstischen erbschafstlichen Liquidations: Masse gehörige adlicve Gut Klufewabritta, welches laut Tausch - Koutrakfts vom 1. Oftoder 1811 und ‘Nezesses vem 2. Mai 1835 aus ciuzeluen Theilen ter Guteantbeile Méziöczewice F. 11. M. N. B, D. E. 1. M L. aus dem Vermei Anten v. Wyoseckiichen Ambeiis, Dombrowo und aus den Dêérfern Att : Laßenies excl. des v. Marzirkischen Antbeils und Per- unenzien bestebt und landschaftlich -—

abgeschäyt werden soll ia termino den 15, September ch. an biefiger Gexichtëflelle subbastirt werden. Qugleich werden alle unbekannten Real: Prätendenteu und von den besannten : 1; der Tbaddeus v. Kitiowski; 2) derx Matthias v. Kistowski, wegen der für jeden

lil su No. 4, cingetragenen 1000 Fl:

I) die Theresia v. Kislowska, verebelichte v. Wensiersfa, |scblag gebracht. wegen der für fie auf Mészidczewice F. ll. M. N. ' Rubrica H. sub No, 4. eingetragenen 500 Fl.:

4) die v, Kocypczkowökiscen Erben, wegen der für die v. Koczvczkowskische Masse auf Mäziêczewice F. H. M. N. Rubrica T1. No. 6. cirgetrogenen 600 Thir. :

5) der Carl Wiceiki wegen des für ibu auf Mözióczewice

stige Briefé Inbaber, zu deu auf den 15%. September c. anstehenden Termin Behufs Liquidatien ihrer Ausprücke uter dexr Verwarnung vorzeladen, daß die Ausblei- benden mit den gedachten Ansprüchen präkludirt wer: den sollen. Marienwerder, den 5. Februar 1838.

N fauft werden. Civil ScnatdesKönigl. Ober-Landeägerichts.

iner Anzeiger für

früher eine Taxe aufgenommen ist, wozu der Fermin [Eintritt erst die Zahl der zuin Mitloosen berechtigten] Jn den Gläubigern desbalb nicht befanut gemacht worden, Actien sich feststellen läßt, weil die Subhastation damals cine freiwillige war.

Nothwendiger Verkauf. Ober -Laudesgericht zu Bromberg. h Die im Mogiluoer Kreise belegene, gerichtlich auf 1 pf. zufelze der nebst Hppotbefen-Schein mit |75,538 Thlr. 12 sgr. 4 pf. abgeschäßte Herrschaft Pad: Bedingungen in der Registratur eipzuscheuden Taxe, soll |niewo, bestehend aus dem Schlüssel Padniewo und am 16. November d. J., Vorm. um 11 Uhr,|dem Schlüssel Paledzie Doluc, nebst Zubehör, soll am 14. Juli 1838, Vormiltags 11 Uhr, Alle unbekannieu Real: Prätendenten werden auf- [au ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Die Tare, der Hypotbeken- Schein und die Kaufbe- dingungen kêunen in der Negisiratur eingesehen werden. Der Rubr. 111. No. 7 eingetragene Gläubiger Kauf: |Berlin, Brüderstraße Nr. 13, i\t so cben erschienen : mann Franz Habiscy aus Kalisch, modo dessen Erben und Machfolger, werden bierzu ösfentlich vorgeladen. l Bromberg, den 12. Dezember 1837. as Königliches Ober -Laudesgericht.

G fo O e S O T e leber den Nachlaß des am 20. November v. J. ver: und V. gebildet weiden 17 und gegenwärtig |forvenen Ackerbürgers Christian Friedrich Janicke zu ad Dorf Klufowabutta, ercl. des [Friesack isl darch die Verfügung vom beutigen Tage der as dem Vorwerk serbschaftlichze Liquidations-Prezeß eröffnet und zur An und Meu- [meidung und Ausweisung der Forderungenein Termin auf deu 17. Juli 1838, Vormittags 10 Uhr, : laut der in sim Gerichts-Loïaie zu Friesact, anberaumt, zu welchem bieger Regifiratur neo dem ucucsten Hyvpothefkea- alle diezenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß deé Schein einzusehenden Tare auf 5262 Thlr. 2 sgr. 7 pf. s2c. Jauicke zu machen haben, unter der Warnung hier- durch vorgeladen werdeu, daß der Ausbleibende aller etwanigen Vorrechte für verlustig erklärt und mit seinen Forderungen nur an dasjeuige verwiesen werden wird, was nach Be- friedigung der sich meldenden Gläubiger von dersnen hat. Masse neh übrig bleiben möchte. f : Denjenigen Gläubigern, welche am persönlichen derselben auf Mézfsczewice F. li, M. N. Rubrica [Erscheinen behindert sind, wird der Justiz-Kommissarius | ver Büsching zu Rathenow zum Bevollmächtigten in Vor- |fußes.

Neustadt a. d. D., den 27, Mäcz 1838. Das Stadtgericht zu Friesack.

Leudgericht Wittenberg. Schiffbaubolz- Auction. arl y j Es sollen 555 Stück bebauene Schiffbauhälzer, 1. Rübrica Til. No. 10. cingetragenen Lebtagsrechts, | welche in der Lebusaer Heide au der Landstraße zwi- mode deren Erben, Cessionarien-:, Pfands- odcr son- schen Lebusa und der Stadt Schlieben, dicht bei dem Etablissement Waldmannsruh, lagern und auf 194 Tha- ler geschätzt worden find, im Termin am 25. Juni, Vormittags 9 Uhr, dort cutreder im Ganzen oder auch nach dcr Wahl der meist betheilgten Kauflustigeu im Einzelnen cder Abtheilungen meislbietend gegen baare Zahlung ver-

gang erreichten wir ein Lager von ctwa 50 Wappeshanas“ Herr Schomburgk bestimmte die Lage diescs Punktes zu Lat. 31‘ N. und Long. 58 !/, W. Grw. Sodann wurde ein Schreiben rer- lesen, das Herr Hoskins im Ramen einer Gesellschaft eingesandt hatte, die sih vereinigt bat, um einen Eingebornen von Dongola, der sich jet in England befindet, zur Erforschung des Laufes der Juel- len des Bahr el Abiad, oder des westlichen Hauptarmes des Nils, nah Afrika zu senden. Außerdem wurden noch mehrere Schreiben mitgetheilt, nämlich aus Adelaide in Australien über die Mündung des Murrey-Flusses und den Alexandrinen-Sce; von Herrn Thomson d'Abbadie aus Massauah; ferner das Jtinerar des Oberst- Lieutenants Shiel durch deu Distrikt Alamut in Persien und eine Mittheilung des Lieutenants Lynch, aus Bagdad.

Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

1838. 9, Juni,

a Luftdruck.….- 336.02 par. |336 (1 par. 337,13‘ par. Quellwärme 7,39 R. Luftwärme .… |4- 7,39 R.|4-13,19 N. |4- 9,19 R. Flufwärme 12,89 R.

Thaupunkt ……. |4- 6,19 R.|4-10,19 R. |4- 7,99 R. Bodenwärme 127% R. Dunfstsättigung O pCt. 79 pEt. 78 pCt. Ausdünstung O,(29‘“ Rh. Wetter... trübe, ha!bheiter, halbheiter. Y Niederschlag 0,101‘/ Rb, Wind... NNW. NNW. N. Wärmewechsei -z— 14,1° Wolkenzug «.. N. —_ -$-4,89,

Tagesmittel: 336,53‘ Par... +4#-9,89 R... 48,0% N... 79 pEt. NNW

ito qu E I E R 7 E LEIE N LE LLEE A AELEZ E E E

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 5. Juni.

Niederl. wirkl. Schuld 3413/,,. 5% do. 1017/14, Kanz- Bill 255/16. Dg Span. 21/2. Passive —. Ausg. Sch. —. Zinsl. —, Preuss. Präm.-Sch. 114!/,. Poln. —. Oesterr. Met. 102?/;.

Antwerpen, 4. Juni. Neue Anl. 21/5.

Frankfurt a. M., 7. Juni.

OVesterr, 59/7 Met. 1065/,. G. 4% 1011/5. G. 2/29/59 61, O 26 /,. Br. Bank - Actien 1747. 1745. Partial - Obl. 1513/z. G. LLoose zu 500 FI. 126!/,. 126!/,. Loose zu 100 FI. 263. G. Preuss. Präm.-Sch. 65!/g. 647/4. do. 4°%/, Anl. 103. G. Poln. Loose 66. 653/,. 59/, Span. Anl. 123/,. 125/g. 2/29 Holl. 541 !/; g. DA/g

Hamburg, 8. Juni.

Bank-Actien 1440. 1438. Engl. Russ. 108!/4. 59/6 Port. do. * Neue Anl, 18%.

London, 5. Juni.

A N

39%

Cons. 39/4 94?/g. in 101/,. Neue Anl. 22!/,. Passive 5. Ausg. Sch. 87/5. 21/29 Holl. 55!/,. 59% 101. 5%/4 Port. 37.

die Preußischen Staaten.

nicht statthaben fanu. Unmittelbar

Düsseldorf, den 26. Mai 1838.

vorgetragen von

V .

———-—

während im Gleichgewicht zu halten.

—-

haben :

Gefühls

Mothwendiger Verkanf. Civil Senat des Kéünigl. Ober-Landesgericht 6 ¿n Marienwerder.

Worff, Kreise C gelegenen ! Mr. 1., nämlich Groß und Klein Bialochowo, Malin

zuständige Erbpachtägerechtigkeit auf die im|und 1837

Krug,

der nothwendigen Subhasiatioun im Termine

au ordentlicyer Gerichtsstelle subhaßirt werden.

Kuunfst- Verein für die Rheinlande und Wesiphalen. | Bekanutmachung. : i: j Ja der Verhandlung des Kunst- Vereins für die Die den Erben des Ümts. Raths Edbregott Lndwig |Rhecinlande und Wesiphalen vom vorigen Jahre ist Hanssch und deffen Ebefran Waria Elisabeth, geb. (S. 23) bemerkt, daß von den für die Jahre 1837

VBVialochowoschen (liter | Schooße der Maria‘ von ; } befreit die Priuzessin Jsabella von Galizien aus der kewo, Sappat, L Do n En L erstere im Dezember 1837, der leyz- enaunt Kncedloch, das Dorf Voßwinkel ind [tere bis zum Mai d. J. zur Vertheilung unter die i i i i den Wald, vou denen das Ober - Eigenthum in dem [Actionaire kommen ct Diesem Versprechen sleht E e De N M L Hypothekenbuche als Rittergut eingetragen i}, zufolge ses indessen cutgegen, daß (nach S. 7 a. a. O.) sämmt- der nebst Hypothekeu: Schein und Verkaufs - Bedin- [liche für die Jabre 1837 und 1835 dem Vereine bei: gungen “iu der Regifiratur ciuzusehenden Tare auf [getretene Mitglieder, weiche ihren Ucticn-Beitrag ent: $1,661 Thlr. #4 sgr. 11 pf. abgeschägt, soll im Wege [richtet haben, Ubdtücke der gedachten Kupfersliche nach] unmittelbar

i der durch das Loos zu bestimmenden Reihcfolge erhal- den 14. Dezember d. J., Vormittags 10 Ubr, [ten sollen, der Beitritt aber (laut Zusa zu Art. 7 des 0 ) Statuts, cbeudascibst S. 18) bis zum Tage der Ge- Hierbei wird bemerkt, daß die früber eingeleitcte frei- [neral:Verfammlung frei sieht und erst an diesem Tage

unserer Tage. Auch unter dem Titel:

r. 8vo. Velinyap.

um flaren Vewußiseyn.

willige Subhastation auf Justanz eines Gläubigers) die Liste der Actienaire des Vereins pro 1837 ge-|siimme des Gefühls hören.

in eine nothwendige verwandelt worden, und daß bereits | chlossen wird, mithin vor diesem Zeitpunkt, nach dessen

Literarishe Anzeigen.

Im Verlage der Nicolaischen Buchhantlang in Die Lehre vom Gelde

Anleitung zu gründlichen Urtheileu über das Geldwesen mit besonderer BVezichung auf den Preußischen Staat,

J. G. Hoffmann,

Direktor des Natistischen Büreau's zu Berlin. Veliupap:er, sauber gebecftet 1 Thlr. 5 sgr. Diese Schrift, welche ein hochgestellter Staatsmann hiermit der Oeffentlichkeit übergicbt, wird allen deucn, welche sich mit Staatswirthschaft im weitesten Sinne beschäftigen, um so willkommner seyn, als dieser Gegen: stand eben jeyt durch die Veränderuug des Münzfußes im Königreiche Hannover und Herzogthume Braun: schweig cinerseits und durch den Abschluß des süd: deutschen _Münzvereins andererseits eine besondere Be- dentung für das gesammte Deutsche Vaterland gewon- Es enthält dieselbe gauz neue, bisher von Niemand nachgewiesene Aufschlüsse über das wahre Wesen des Geldes, seine unvermeidliche allmälige Ent- werthung und die Nothwendigkcit cines festen Münz- Eben so wichtig sind die darin zum ersten: male gegebenen zuverlässigen Angaben über die in Preußen geprägte Geldmenge, so wie über die Mittel, welche einer Regierung zu Gebote stehen, um den ge- setlichen Münzfuß mit dem wirklichen Metallwerthe des umlaufenden allgemeinen Zahlungsmittels fort-

Jm Verlage von Julius Klinkhardt in Le'pzig ist so eben erschienen und bei E. S. Mittler in Ber- lin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Culm und Gnesen, so wie in allcn audcrn Buchhandlungen zu

Prof. Dr. Friedr. Frande, Das selbstsiändige und reine Leben des

als des Geistes ursprünglichen Urtbeils, im Gegensage und Kampfe mit den Träumen vem Absoluten bei den Scholastifern und Neuplatonikern

Zur Theorie und Kritik der Urtheilskraft.

Prinzipien Und Adern des Wahren, Guiby, und 1 / l : ie Prinzipien und Jdecn des Wahren, Guten un bestimmten Kupferstichen „Christus im|Schönen, welche wir ua der Organisation unseres Hoffmanu, und „Roland|Geistes in unserm reinvernünftigen Leben ín uns tragen, den Anlagen nach, werden hiernach nicht nur bloß durch die logisch vermittelnde Recflexiou

chen Bewußtscyn eutwickelt, sondern dem voraus kom- men fe schon immer in der Anwendung des wirklt- chen Lebens durch dieselbe Kraft, durch die Denfkkraft oder Urtheilsfraft, d. i. in der Thätigkcit des Gefühls,

50 Met.

—. Bank-Actien 1454. Neue Anl. 63515/, 5.

A D D E É A

Montag Bärgerlich u

feld. Hierauf:

G. Kettel.

Dienstag, 12. Juni.

sche Oper in N. Jsouard. ter ne ein Pas de d

Am Schauspielhause:

do. 39%, 243/,. 26!/,. Peru 20!/».

Engl. Russ. 113, Bras. 80!/ck. Chili 30,

Wien, 5. Juni. 1077/2». 49%, 1017/32. 39/4 82S/g.

DIUND: 14 U

21/29/, s 1

44 E P E A A

Königliche Schauspiele.

, 11. Juni. Im Schauspielhause, auf Befeh, nd romantisch, Lustspiel in 4 Abth., von Bauern; Drei Frauen und feine, Posse in 1 Att, von

Jm Opernhause: Joconde, komy 3 Abth., mit eingelegtem Solotanz. Musik von

(Herr Charles St. Marie, vom K. K. Hofthea dem Kärntnerthore in Wien, wird im ersten Akte eux mit Dlle. S tanzen.)

ecole de bourgeois, comédie ü

3 acies. 2) Le mari de la dame de choeurs, vaudeville our en 2 acte, par Mr. Bayard,

Mittwoch, 13. Juni.

Jm Schauspielhause: Onkel und

Neffe, Lustspiel in 1 Aft, von A. Cosmar. Hierauf: Richard Wanderleben, Lusispiel in 4 Abth., von G. Kettel. (Herr Ld ler, vom Stadttheater zu Breslau: Richard Wanderer, alz

Gastrolle.)

Königsstädtisches Theater. Montag, 11. Juni. Der Barometermacher auf der Zau

ber-Jnsel. Raimund. wiederholt:

Dienstag Oper in 3 A Mathilde.

Zauber - Posse mit Gesang in 2 Akten, von Musik von W. Müller. Bo e Î

rher, zum erstenmale Der Verräther. Lustspiel in 1 Akt, von H , 12. Juni. Wilhelm Tell. Heroisch - romantische ften. Musik von Rossini. (Mad. Ernst-Seidler; Herr Schober: Tell, als Gastrollen.)

olbein,

Jn Vertretung des Redacteurs: Wen zel.

nach der dies

jährigen General - Versammlung wird dieselbe jedoch

vorgenommen und demnächst dic Versendung der fer-| „zi h «G \ tigen Abdrücke an die Betheiligten bewirkt werden. mit besonderer Rücksicht auf die küustliche Vermehrung

Gedrudt bei A. W. Hayn.

E M

der Stuhrschen Buchhandlung zu Berlin,

je Verloosung der Abdrüce! Schloßplaz Nr. 2, ist zu haben:

- Die neuesten Erfahrungen in der BienenzuMMht,

der Bienen. Leichtfaßlich für alle diejenigen bearbei:

tet, welche chue viele Zeitverschwcendung Bienen nicht

Der Verwaltungs-Rath des Kunst-Vereins| bios u für die Rheinlande uud Westphalen. bloß zum Vergnügen, sondern auch mit Nugen halten

Kühlwetter, Seccretair.

wolleu, ven E. F. Hoffmann. 8vo. Preis 15 sgr.

Dice Schrift darf unbedingt als die neueste und beste über die Bienenzucht angesehen werden, denn sie ist rein aus der Erfahrung eutsprungen. Der Verf. hat die verschiedenen neuern Ansichten und Vorschläge alle geprüft und das Beste stets sich zu cigen gemacht.

Beachtungswerthe Anzeige fürlngenieure, Mechaniker, Architekten, Maschinenbauer und Kunstfreunde überhaupt.

So eben ist erschienen und durch Black & Arm strong, Königl. Hof-Buchbändler in London, zu beziehen (in Berlin durch George Gropius): Railway Practlece.

Ein schöner Quartband. enthaltend $0 bis 90 gros Folioblätter, worauf mehr praktische Details ent. halten sind, als gewöhnlich auf zwei Mal s0 viel Platten gefunden werden; mit cinem schönen Titel. kupfer in Folio von Andrew Picken, den North Church-Tunnel auf der Birminghamer Eisenbahn dar stellend. Das Ganze bildet ein in dieser Zeit sehr nützliches und wünschenswerthes Werk, besonders da ohne wirkliche Plane von gemachten Arbeiten nie ein richtiger Anschlag der Kosten für projektirte Eiscnbahnen gemacht wérden kann. Auch ist dies eine Klasse der Baukunst, welche bis jetzt noch nicht auf eine angemessene Weise erläutert ist,

herausgegeben von S. C. Brees, Ingenieur. Es enthält: Eine Sammlung von wirklichen Pla nen und praktischen Details für den Bau der öffent: lichen Werke der berühmtesten Ingenieure und Eisen- bahn - Architekten, mit Inbegriff der Tunnels und Tunnelsfaçaden Brücken ü ber Eisenbahnen, Brük- ken auf Eisenbahnen mit Zeichnungen für verzierte Lehnen etc., Viadukte und Aquadukte, Wende-Ma- schinen und überhaupt Alles, was zu einer Eisen- bahn oder einem Kanal gehört sämmtlich aus der einzig richtigen Quelle, nömlich unmittelbarer Ver. bindung mit den Architekten geschöpft, welche ein stimmig dem Werk ibren Schutz haben angeeihen assen- Das Werk enthält Plane von den folgen den Eisenbahnen: i: Grand-Junction-Railway —— Great-Western-Ralk way Leeds and Selby-Railway London an Birmingham-Railway (15 Folio-Platten) London and Greenwich-Railway Midland-Counties-Rail: way North-Union-Railway Slammanaw-Rail-. way und auch Plane etc. auf dem Lancashire- Kanal. Preis gebunden 18 Thlr. 117 sgr.

Binnen kurzem erscheint hiervon ein 2r Band.

Fernerist durchBlack & Armstrong zu beziehen: -

The Public Works os Great Bnitamn. Enthaltend: Plane für Eisenbahnen, Brücken etc» kurz Alles, was zu einer Eisenbahn gehört, feruer P'ane von Eisenbrücken und eisernen Gaswerken, Kanäle, Schleusen, Tunnels, Kanalböte, die London- und Liverpool - Docks, Dock - Thore, Walle, Kays; Ankerplätze, Plan des Hafens von London und an- dere wichtige Ingenieurwerke. Das Ganze Wir auf die leichtfasslichste Weise dargestellt und allen

Wollen wir

die Mustergestaiten und Normen des geistigen Lebens in Kirche und Staat, in Schule und Leben, im wirk- lichen Leben zur s{chönen Erscheinung bringen: so müs- sen wir auch zugleich und vorher auf die reine Natur-

Architekten und Eisenbahn-Erbauern gewidmet Y08 F. W. Simms. j Ein Prachtband in Folio mit 153 Kupfermlattes n Folio, einige in Doppel. Folio; prachtvoll in Halb Maroquin gebunden. Preis 29 Thir. 1234 sgr.

P

_Ww e Wu rer rw v

Preußische Staats-Zeitung.

Amtlihe Nachrichten.

Kronik des Tages.

¡estát der König haben dem Landrath des Ruppin- Se. 16, gl Zieten auf Wustrau, den othen Adler- e erster Klasse mit Eichenlaub zu verleizen geruht. ( Ne Majestát der König haben dem bei dem Kriegs - Mi- j ium stehenden Geheimen Registrator, Kriegsrath Beh- E en Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife, My dem Capitain außer Dienst Jannert, vormals im 3ten

Me rie Regiment, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse

ruht. alen sat der König haben dem Domainen- und es: Kassen - Exekutor Petersmark zu Salzwedel, auch dem de und Stadtgerichts- Boten Seelhoff zu Höxter, das gemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

* Qas heute ausgegeben werdende 20ste Stäk der Gesehz- ammlung -enthäle: unter d ; r, 1898. das Reglement. für die Feuer- Societät der sämmt- i lichen Städte des Regierungs-Bezirks Königsberg, mit Ausschluß der Stadt Königsberg. Vom 29. April d. J-; und N ‘» 1899. die Verordnung wegen Aufldsung der bisherigen Städte: Feuer: Societät und Ausführung des Regle- ments für die Feuer-Societät der sammilichen Städte des eben gedachten Regierungs-Bezirks. Von dem- selben Tage. Berlin, den 12. Zuni 1838. Debits-Comtoir der Gesez-Sammlung-

Königliche Akademie der Künste. Mittwoch den 13ten d. M. wird die Aufführung der Probe- beiten der Eleven der akademischen Schule für musikalische mposition Mittags von 12 bis 2 Uhr im langen Saale des izdemie-Gebäudes unter den Linden stattfinden. An demsel- n Tage wird die - Ausstellung der Probe - Arbeiten aus den Klassen der Akademie, den akademischen Ateliers 2c. um Uhr geschlossen.

Berlin, den 11. Juni 1838. Direktorium und Senat der Königl. Akademie der Künste. (gez.) Dr. G. Schadow, Direktor.

Abgereist: Se. Excellenz der General-Lieutenant und P eneral:Adjutant Sr. Majestät des Königs, Graf von Nostit, fach Kissingen. F Der Königl. Niederländische General-Major Bagelaar, pch Schlesien.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Frankrei.

Deputirten-Kammer. Sibßung vom 4. Juni. Bei t Fortsebung der Debatte über das Budget des Ministeriums } (fentlichen Unterrichts nahm heute der Minister dieses )epartements zuerst das Wort und sagte: „Es handelt sich ier nicht, wie Herr St. Marc- Girardin sehr richtig bemerkt at, um eine akademische Fechter : Uebung, sondern es ist von n wichtigsten, von den ernstesten Jnteressen der Gegenwart d der Zukunft die Rede, vnd R besteige ih die Red- rbühne. Jch glaube, daß es von Nuten ist, der Kammer zu zen, hah welchen Grundsäßen der Verwaltungszweig, der ir anvertraut is, geleitet wind. Jch. weiß, daß ich _ nicht al- in über meine Handiungen, sondern auch über meine Absichten der Kammer Rechenschaft schuldig bin. Das Ministerium des dffent- chen Unterrichts theilt sich in zwei große Abtheilungen: in die Universität und in Literatur und Wissenschaften. Die Universi- it begreift alle Methoden, alle Systeme, alle dentlichen Un- rrichts- Anstalten des Landes in sich; die Literatur und Wissen- haften umfassen alle wissenschaftlichen und literarischen ÎInter- en des Landes. Auf die leßtere Abtheilung hat der Minister ur einen geringen Einfluß. An Bezug auf die Literatur kann t nur dafür sorgen, daß von den Unterstüßungs-Geldern, die Sie ihm anvertrauen, der bestmdglichste Gebrauch gemacht werde, Und in Bezug auf die gelehrten Anstalten kann der Minister Ur nah seinen Kräften zur Vermehrung der Unterrichtsmittel titragen, Die Universität aber, m. H., ist auf andere Weise istituirt, sie ist feine Verwaltung, sondern eine Körper- haft, ausgestattet mit all’ dem Ansehen, mit all’ der rafe, mit all’ der Wärde, die diesem Worte zusteht, ne Körperschaft, die Alles, was den öffentlichen Unterricht des vtaates betrifft, theils leitet, theils überwacht.‘/ Der Minister leuchtete hierauf ausführlich die Wohlthaten des Elementar- îterrihtes und schilderte dann mit kurzen Worten den Gym- j Unterricht. Er vertheidigte die klassischen Studien gegen L griffe des Herrn von Tracy und erklärte sich auch gegen System, welches Herr St. Marc-:Girardin befolgt wissen em f nämlich den wissenschaftlichen Unterricht entschiedener von p Iegenannten praktischen Unterrichte zu trennen. Der junge IR, meinte Herr von Salvandy, müsse möglichjt in allen A des Wisjens unterrichtet werden, damit er sich in sei wn fünftigen Leben nah mehreren Seiten hinwenden könne, un niht gezwungen sey, einen. bestimmten Weg zu verfol- isse auf dem sich ihm vielleicht unübersteiglihe Hinder- t tegen stellen fönnten. „Als man“, fuhr der Minister oe M Jahre 1789 fragte, was der dritte Stand sey, da Erzie man mit Recht antworten: Alles; weil hinsichtlih der d an aung und des Unterrichts er mit Allen auf gleichem Fuße

- Wenn Sie aber ausgesprochen haben werden, daß der

î

|

Berlin, Dienstag den 12e Juni

L

E ai

ps pes

Handels- und Gewerbestand auf eine besondere Weise unter- richtet werden sollen, wenn dieser Unterricht von dem abweicht, was in der ganzen Welt den Charakter einer gewissen gesell- schaftlichen Stellung verleiht, so drücken sie jenen Klassen fär | ewige Zeiten den Stempel der Ungleichheit auf.“ Herr von

Salvandy erklärte, daz er damit nicht gesagt haben wolie, daß in den Studienplänen niht noch Verbesserungen einzufüh- ren wären, nur ven der Basis einer allgemeinen wis | senschafclichen Erziehuag könne er nicht abgehen. Es sey be- | sonders ein Punkt, bei dem Frankreich vielen andern Ländern nachstände, nämli das Studium der lebenden Sprachen. In dieser Desqung sey noch viel zu thun und er werde sih nach | seinen besten Kräften bemühen, diese Lücke in dem öffentlichen

Unterrichte auszufällen. Herr St. Marc-Girardin: „Jch theile die Anficht des Ministers des öffentlichen Unter- richts, daß der prafttishe Unterricht einen Kastengeist in der Ge- sellschaft einführen werde, durchaus nicht. Meines Erachtens ' entsteht die Gleichheit nicht durch die Uebereinstimmung, sondern vielmehr eben durch die Verschiedenheit der Studien. Ich brauche nicht weit zu gehen, um ein Beispiel dafür anzufüh- ren. Fch blicke auf die Versammlung, die mir die Ehre er- zeigt, mich anzußhdren. Die Gleichheit in der Kammer entsteht dadurch, daß wir uns hier Alle mit verschiedenen Spe- zialitäten, mit Erfahrungen zusammenfinden, die Jeder in sei- ner Sphäre gemacht hat. Jeder trägt sein Scherflein vei, und dadurch entsteht die Summe der Kenncnisse und Erfahrun- gen, vermdge deren wir das Land repräsentiren. Man hat viel von dem Alterthum gesprochen. Jch liebe und siudire dasselbe; es sagt dies nit allein meinem Geschmack zu, sondern es ist mir Pflicht in meiner Stellung. saß des Alterthums, daß nur dann eine Gesellschaft wohl ge-

Nun ist es aber ein Grund- |

l 27

O O P

regelt is, wenn Jeder die ihm angewiesene Stellung, das ihm übertragene Amt vollständig und genbgend ausfállt. Es ist dies ein Gedanke, den ich dem Herrn Minister empfehle. Die Schulen mússen. immer in Uebereinstimmung mit dem Zustande der Gesellschaft seyn, und die Jugend muß sich in denselben vorbe- reiten, ihre künftigen, verschiedenartigen Berufe würdig zu er- fällen. Für den philosophischen und intellektuellen Theil der Gesellschaft behalte man die klassishen Studien bei, aber für den industriellen und Handel treibenden Theil errichte man ebenfalls besondere Schulen, in denen sie sih auf eine er- {dpfende Weise zu ihrem künftigen Berufe vorbereiten können.“

Paris, 6. Juni. fen Sebastiani, der im Begriff ist, nah London abzugehen, eine Abschieds-Audienz.

Jn der heutigen Sitzung der Deputirten-Kammer ward das Budget fär das Ministerium des öffentlichen Unterrichts unverändert angenommen, und die Kammer ging darauf zur QrGetecuns des Geseg-Entwurfes hinsichtlih der Afrikanischen Kredite über.

Der Belgische Gesandte, Herr Lehon, hat sich gestern nach Neuilly begeben. Man spricht von einer nahe bevorstehenden Inspections-Reise, die der Herzog von Orleans in Begleitung des Generals Athalin nach der Belgischen Gränze unternehmen werde.

In der Charte von 1830 liest man: „Mehrere Journale beschäftigen sich mit einem Artikel aus der „Revue des deux Mondes“ úber die Belgischen Angelegenheiten, indem sie be- haupten, daß derselbe entweder von dem Grafen Molé felbst, oder unter seinem unmittelbaren Einflusse geschrieben sey. Eine solche Behauptung braucht wohl nicht ernstlich widerlegt zu wer- den. Niemand wird glauben, daß ein Minister seine Zeit da- mit zubringen könne, Artikel für ein Journal zu reiben ; be- sonders aber wird Niemand glauben, daß ein Minister der auswärtigen Angelegenheiten in der Presse ein Organ für sich habe, um seine Gedanken auszusprechen. Sicherlichh würde nichts hinderlicher für einen Minister der auswärtigen Angele- genheiten seyn, als ein Blatt, das seine Mittheilungen erhielte und verdffentlichte. Der Graf Molé steht durchaus mit keinem Journale in irgend einer Verbiadung. Alle Gerüchte, die man ag verbreitet hat, sind eben so falsch als

erlich.

In einem hiesigen Blatte liest man: „Die Inhaber der Haytischen Öbligationen sind über die Art, wie man sie behandelt , sehr ungehalten, und man versichert, daß sie gegen die Maßregeln, die ohne ihre Mitwirkung angenommen worden sind, - ernstlich protestiren werden. Man erinnert sich, daß in dem Augenbli, wo der mit Hayti abgeschlossene Traktat in Frankreich publizirt wurde, Jedermann sich wunderte, daß úber die mit jenem Lande abgeschlossene Anleihe nichts festgeseßt woor- den sey. Man war der Meinung, daß die Interessen der bei jener Anleihe Betheiligten sogar noch mehr als die der Kolo- nisten berücksichtigt werden müßten, da sie ihr Geld nur unter

Termin der Entschädigungs Summe zu bezahlen, hergegeben hatten. Das „Journal des Débats‘ verkündete. auch daznals, wenngleich in zweideutigen Ausdrücken, daß das Interesse der Darleiher nicht unberücksicht geblieben sey und daß man sich nach der Ankunft der Französischen Kommissarien davon über- zeugen werde. Die Französischen Kommissarien sind nunmehr angekommen; die mit Hayti abgeschlossenen Verträge sind auf offztene Weise puölizirt worden; aber bis zu diesem Augen- blike hat man es noch nicht der Mühe werth gehalten, das Publikum von den Unterhandlungen in Betreff der Anleihe in Kenntniß zu segen. Alle Welt ist daher sehr erstaunt gewesen, als man gestern in mehreren Journalen eine Annonce des Herrn Laffitte las, worin derselbe anzeigt, daß im Monat Juli 1000 Stück Haytische Obligationen durch das Loos bezeichnet und demnêchst, incl. der rüständigen Zins-Coupons, mit 1000 Fr. pro Stück bezahlt werden solleu. Hinzugefägt wird noch, daß dergleichen Ziehungen alljährlih bis zur Tilgung der ganzen Schuld, also 20 Jahre lang, fortgeseßt werden. Man fragt

sich, mit welhem Rechte Herr Laffitte dergleichen Bedingun-

Der Ksnig ertheilte gestern dem Gra- |

| | |

der Garantie der Französischen Regierung und um den ersten |

gen angenommen hat. siger ist, noch zwanzig Jahre warten müssen, so ndthigt man auch diejenigen, die noch in diesem rúcfständigen Zinsen, die sich auf 600 Fr. belaufen, umsonst her: zugeben. Diese Operation steht mit den Worten des Präsiden- ten Boyer, daß er die Anleihe als eine heilige Schuld betrachte, durhaus im Widerspruch. Jedenfalls aber hätten diese Bedin- gungen den Betheiligten zuvor mitgetheilt werden müssen, und es liegt in der ganzen Art und Weise, wie man bei dieser Sache verfährt, eine Rücksichtslosigkeit, welche die Kapitalisten, die der A Regierung früher zu Hülfe eilten, nicht verdient aben.“

sich sehr ernstlich mit der Errichtung einer Citadelle in bas nôthigen Terrains soll der Staat seit längerer Zeit gekauft. aben.

des verstorbenen Fürsten mie der moralischen und politischen Wissenschaften ernannt wer- den wird.

1838.

———————————————————r— ————= E E = R,

P E B E Ei

rg pp E

Nicht allein, daß diejenigen Be-

von Obligationen, denen das Loos nicht günstig

Jahre herauskommen, di:

Der See - Minister hat eine Kommission zur Entwerfung

einer administrativen Organisation des Senegal ernannt, an deren Spike der Baron Karl Dupin steht.

Dem Journal du Commerce zufolge, S an aon.

Die Herzogin von Dino bewohnt jest ihr Schloß in Va-

a und wird erst zum Herbst wieder nah Paris zurück- chren.

err Michel Chevalier an der Stelle

Man glaubt, daß alleyrand zum Mitgliede der Akade-

Die Französische geologische Gesellschaft wird sih in diescm

Jahre und zwar am 5. Seprember in Porentruy (in der Schweiz) bei dem Professor Thurmann versammeln.

Die hiesigen Blätter theilen heute die Anklage- Akte gegen

den Mörder des Herrn Tessié, des Maire von Chollet, wört- lih mit. Man glaubt indeß, daß die Verhandlungen , wenig: stens ein Theil derselben, bei verschlossenen Thüren stattfinden wird.

Vorgestern Abend ward der nordöstliche Theil von Paris

wieder von einem überaus heftigen Gewitter heimgesucht. Jn den Vorstädten Montmartre und Poissonière waren die Sica- ßen eine Zeitlang förmlih unter Wasser gesebt. schlug in ein Getraide - Magazin ein, und steckte dasselbe in Brand. Das Feuer ward indeß durch die schnell herbeigeeilten Pompiers bald wieder gelöscht.

Der Bli6

Großbritanien und Jrland.

London, 6. Juni. Jn Dublin ging dieser Tage das Gerücht, daß Graf Mulgrave, der Lord-Lieutenant von Frland, der si je6t in London befindet, nicht wieder auf seinen Posten zurückkehren, sondern den durch Lord Durham's Sendung nach Kanada erledigten Boischafter - Posten in St. Petersburg cr- Qs würde. Der Marquis von Conyngham jollte zu seinem

achfolger in Jrland bestimmt seyn. Dies Gerücht wird jedoch hier in London fár ganz grundlos gehalten. Eher glaubt man, daß die Königin den Grafen Mulgrave gern nah Eng- land verseßt sehen würde, um dessen Gemahlin, mit der Jhre Majestät sehr befreundet ist, stets in ihrer Nähe zu haben; aber Lord Mulgrave hat sich in Jrland so beliebt gemacht, daß ihn die Minister dort {wer würden entbehren können. Er wird daher, den glaubwäürdigsten Nachrichten zufolge, zu än- fang Juli's, gleich nach der Krdnung der Königin, sich wieder nach Dublin zurückbegeben.

Die Morning Post giebt folgendes Verzeichaiß der zur Krönung in London erwarteten Stellvertreter eiber Socouve- raine, so weit dieselben bis jeßt bekannt sind, wobei das Blait bemerkt:

„Weun Fhrer Majestät Minister gemcint haben, gerade dicse Krönungs - Feier recht sparsam einrichten zu müssen, so legen alle Souveraine Europa’s dabet cine ganz andcre Gefinnung zu Tage. (Frwdgend, daß eine junge und schöne Fürstin den Thron diescr mäch: tigen Nation bestiegen hat, eine Fürstin, welche berufen ift, nicht nur Verträge politischer Freundschaft mit ibnen abzuschließen, sondern auch mit irgend cinem begünfligten Hofe sich dureh cheliche Bande zu verknüpfen babcn sie dies für die schicklichste Gelegenheit von allen erachtet, ihre Repräsentanten mit dem höchslen Glanze auftreten zu lassen. Ya, wir werden diesmal nicht nur aile czrisiliczen Fürsteus häufer, soudern auch die erste der Mahomedanischen Mächte, die Türkct, durch cizen außerordentlichen Gesandten beider Krönung unscrer Königin vertreten sehen; unseres Wissens das erste Beispiel dieser Art. Der Pa- dischah hat scinen Würdenträger hon lange ernanut, und derselbe it unierwcg:s. Wie fehr die fremden Höfe in der Entfaltung voi Pracht und Aufwand mit cinander wetteifern werdeu, das erheüt aus den Méethsvreisen, die für Wobnungen in London auf 4 bis 6 Wochen geboten worden sind. Die Französische Gesandtschaft, nach: dem sie lange vergebens cin hinlänglich großes Gebäude gesuczt bat, zahlt, wie wir hören, 1660 Pfd. Sterl. für das Haus des ehzen- wertben Herrn Ponsouby. Die Russische Gesandisczaft, welche spä- ter fam, bat 3000 Pfd. Sterl. für Burlington-House, was angenem- men wurde: da jedech die Zeit, auf die man das Gebäude zu die- sem boben Preise cinráäumen wollte, als zu kurz erschien, so wude der Vertrag rückgängig. Endlich miethete Rußland das Haus des Lord Stuart de Rothsav, nebsi dem anstoßenden Haufe seines Schwagers, für 2500 Pfd. Sterl. Trotz des ungemeinen Eiterêy welchen alle Einwohner - Klassen bethätigen, den vornchmen Vi- plomaten Raum und Bequemlichkeit für „billige Entschädigung“ zu vershoFen rin Eifer, dessen Uebermaß von Seiten gewisser cdlir Personen die schöne Welt nicht wenig verwundert und belustigt bat if die Schwierigkeit, in London hinlänglich) geräumize Gebände für solche Zwecke zu findca, über Erwartei groß, da selbst weu!ge vou denen, die may „Hecrenbäuser (mansions)“ nennt, cin Drittel so groß sind, als die Gcsandischafts-Hotels in cincr der größeren Ne- sidenzsiádte des Koutinenis. Wir wolien nun die außerordentlicheiz Gesandischafien aufzäblen und beginuen mit unjerm nächsien Mace- bar, Franfre ich. Marschall Soult, Herzog von Dainatien, ist woblbefannt. Der erste Feldberr Frankreichs nach Napolcou und fas fein Nebenbubler in fkriegerischem Ruhme, später mit den hêcbsten Civil- 4mtern des Staates betraut 1nd dabei im Besiy enes unermeFßlicben Vermögens, so founte die Wahl anf keinen Besseren fallen. Dcr Herzog von Wellington bereitet seinem alten Feinde eine Aufnatwe, welche eben so warm seyn wird in der Gasifreundschaft, wie sie vor- mals warm wax bei Pulverdaimpf und Bajouuetien, Doch weiden

E E O

ee

128 U T S E R D Q E I A S E V R P T E S E M R S (E P oi A0

26A