1838 / 179 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Rathes hat in diesen Tagen die Wahlen, welche die Stadt Brüssel am 31. Mai vorgenornmen hatte, bestätige. Heute hat lich dèr hiesige Gemeinde: Rath versammelt, um si über eine wichtige Mittheilung zu berathen. Der Königl. Beschluß in Bezug auf die Ernennung des Gemeinde Rathes wird eben- falls. nächstens erscheinen und die Wahlen dér Bütger bestätigen: Im Journal des Flandres liest man: * „Die Reserve ist einberufen, die Uebungen habèti begonnen. Man versichert, daß Niemand beim Aufrufe gefehlt“ habe. Leßtere zwar -nur-vom-Uten-Reserve-Regiment-mit-Bestimmt- heit behaupten, aber wir glauben, daß die anderen Regimenter feine Auênahme machen werden. Die Feinde unserer nationa- len Selbsiständigkeit , T den Patriotismus unserer Solda! ten so gern in einem zwei haften Lichte erscheinen lassen, kêön- nea- durch--nichts besser widerlegt werden, „als durch diese Thatsache.“ : Die Tilffer Gemeinde hat-diejenigen, welche; na< ihrer Ansiéht, das Eigenthumsrecht derselben durch die Aufpflänzung eines Missionékreuzes auf dem Kirchhofe verleßt ‘haben, vor Gericht geladen. er Gerichtsdiener begab sich zu den Re- demptoristen, um dem Pater-Bernard“ die- gerichtliche Verfú- ung einzuhändigen, und da dieser gerade abwesend war, so Âbergab er sie dem Direktor der Congregation, Pater Held.

i Deutschland.

Schwerin, 26. Juni. Das Großherzogliche Trup- pen-Corps, welches ‘seit der am 2. Juni stattgefundenen Zujsam- menziehung das Preußische Exercitium angenommen, ist heute von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge entlassen worden, und sind die beiden Musketier-Bataillone, welche drei Wochen hindux< im Lager, gestanden, demnächst wieder nach ihren resp. Garnisonen Wismar und Rosto>k abmarschirt. Die Uebungen der Truppen im größeren Maßstabe {losen estern, Montag den 25sten, mit : einem Schul - Mandver U der sogenannten Wasloïver Räume, wo die Bataillone, Schwadronen und Bat- terieen unter dem Kommando. des General - Lieutenants: von Both sich. die Zufriedenheit Sr. Königl. Höheit des Großher: zogs: erwarben. Nach dem - Urtheile aller Sachverständigen lerjteten die Truppen - Ausgezeichnetes, um, so mehr als über 90 Rekruten sid bei der Brigade befanden, und selb| die- vom Urlaub ‘einberufenen Mannschaften seit ganz kurzer - Zeit erst das. ihnen neue Preußische Exercitium cingelernt . hatten. Am Tage vorher hatte auf dem Plateau vor dem Lager am Haselholze eine große Parade stattgefunden, die vom \s{<önsten Wetter begünstigt wurde, und den Tausenden von Zuschauern, welche theils aus Wismar, Güstrow, Rostock, Dobvberan und selbst aus Hamburg und Berlin anwesend wa- ren, einen herrlichen Anbli> gewährte. Das Dragoner: Regi- ment und -das leichte Jufanterie-Bataillon erschienen bei dieser Gelegenheit zum erstenmale mit der Standarte und Fahne, welche die- Gnade Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs beiden einige Tage vorher verliehen. <werin war- diese ganze Zeit hindurch ungemein belebt, und in den Gasthäusern war es fast unmdalih, Unterkommen zu finden, ja die ältesten Leute erin- nern sich kaum, in der Stadt eine ähnliche- Regsamkeit gesehen zu- haben. Die im Lager befindlichen Truppen hatten, troß des theilweise sehr \chlechten Wetters, verhältnißmäßig nur wenig

ranke, was vor atlen Dingen der guten ‘Lagerung und reich- lihen Verpflegung zugeschrieben werden muß.

Brêmen, 25. Juni. Se. Maj. dexr Kdnig von Hanno- ver trafen gestern um Mittag in Bremerhaven ein, wo Höôchst- dieselben von: einer Deputation des Senats empfangen und be- grüßt wurden „- und eine dargebotene Collation im Amthause anzunehmen geruhten. Hier- in Bremen war zum feieriichen Empfange des: Königs, falls Höchstdieselben hier aussteigen würden, Alles vorbereitet; allein Se. Maj. lie?en durch den vorausreitenden Postbeamten beim Stadthause anzeigen, Höchst- dieselben wären- in Bremerhaven vollkommen zufriedengestellt, könnten aber in: der Stadt nicht verweilen. Unter dem Zu- drange einer unabsehbaren Menschenmenge, an den Thoren militairis<- begrüßt, fuhr der König vom Doventhor langsam úber den Wall bis zum Osterthore, und nachdem außerhalb desselben-die Pferde gewechselt waren, seten Se. Majestät die Reise úber Achim- nach Verden fort.

Emden, 23. Juni. Jn Folge einer Aufforderung an hie-

Mir können das !| nions.

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bäudes, einer Zierde-der Stadt, damit verbunden worden. Der Erbgroßherzög hat am Wten d. M. einx Reise, an den Rhein und G S D 6 A i n :

Leipzig, 26. Juni. Die hiesige Allg. Ztg. bemerkt: ¿¡Vor in Jahxe ward in Deutsciaid eine kleine Schrift

nter dem Titel verbreitet: * „In Sachen Griechenlands, ein geprüstes-Woit an seine Freunde und an das gebildete Deutsch- nd,» als Aufruf: zuk Grüñdung einesZroßen Panphilhelle- Von einem Philhellenen.““ Der ungenannte Vekfasser, -der sich “als- einen aus -Griechentand--zurückge 7aber noch immer fär. Griechenland, begeisterten Deutschen bezeichnet, gewiß jekt ein selténer Fall bei solchen Zurü> efehrten! sucht darin zu beweisen, daß „dem jungen. ellas Unter- stüßung und Beistand zu seiner Regenerat on no< dringend | Noth thue‘/‘/; und fordert daher alle-Griechenfreunde guf 7 zu | diesem Zwecke sich von neuem zu verbinden und besonders Geldbeiträge zu sammeln; weil die Vorschüsse der drei mit Grie- chenland näher verbundenen Mächte bei weitem nicht dazu hinreic- ten, auch son großentheils verauégabt wären. Nameütli<h wèn? det er sich deshalb an den Kaufmann Eynard in Genf und den Professor Krug in Leipzig, als Männer, die s{<óôn- frühér die Griechische Angelegenheit eifrig befördert hätten. Was nun der Erste diesem neuen Aufrufe zufolge gethan, ist nicht be- kannt. Der Zweite: aber a es fár Pflicht, vorerst die -Grte- chishe Regierung ‘selbst befragen zu lassen, ob sie die Sache ge- nehmigte, da sie do das Bedúrfniß, welhem abgeholfen wer- den sollte, ‘am besten kennen müßte. - Die Antwort blieb lange aus. Endlich kam eine verneinende: Sonach muß man wphl annehmen, daß der Zustand des wiedergebornen Griechenlands nicht’ so traurig «und wittellos sey, als der Verfasser: jener Schrift und auch manche dffentlihe Blätter ihn schildern. . Auf jeden Fall aber dürfte die beabsichtete „Gründung eines- großen Panphilhellenions‘/ dermalen nicht zu verwirklichen seyn. Denn der vormalige Enthusiasmus fár das Griechenthum ist bei den Meisten unter uns eben so sehr erkaltet, als: der vormalige En- thusiasmus fâr das Deurschthum. Alles har seine Zeit, und so auch: die Begeisterung für Dinge, welche eben die Zeit ge- boren hat.‘ Jin Kassel, 26. Juni. Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oranien ist gestern hier eingetroffen.

Würzburg, 22. Juni: Unsere Hochschule is, wie das heute im-Druck erschienene Namens - Verzeichniß nachweist, im gegenivärtigen Sommer-Semester- von 42i Studirenden besucht, wovon 344 vom Înlande und 80-.vom- Auslande sind. Diesel- ben theilen sich in 82 Theologen, 107 Juristen und Kamera- listen, 135 Mediciner und Pharmazeuten, und 100 Philosophen und Philologen.

O esterreí ch.

Wien, 23. Juni. (Schles. Ztg.) Bald- wird sich das Königreich Galizien einer eben so wichtigen als gemeinnütigen neuen Anstalt erfreuen. Jn der Hauptstadt Lemberg wird näm- lich eine ständische Hypotheken-Bank errichtetet werden, nachdem die dieéfallsigen Bemühungen durch die dieser Tage erfolgte Allerhöchste Genehmigung mit dem besten Erfolge gekrönt wor- den sind.

i S<weiz.

Die Baseler Zeitung giebt einen Bericht über die jüngste Lands - Gemeinde am Rothenthurm- (am 17. Juni), worin es heißt: „Das {dnste Weiter begünstigte die Versammlung, von allen Seiten kamen Schaaren von Schwyzern - an,- um an den Berathungen Theil nehmen zu können. Aus--der March lang- ten Truppen an und aus Schwyz 80 Scharfschhüßen und 225 Mann Jnfanterie. Viele, um sich allfälligen Verfolgungen der Klauen 7 Partei zu entziehen, mußten, auf Umwegen über Ge- birge sich begeben. Mittags 1 Uhx begannen die Verhandlun- gen, welche Landamman Holdenex -in kräftiger Rede erdfífnete, Paas auf die Lage des. Kantois und die Stellung der

egierung, welcher man, verbieten wollte, von ihrem Rechte, eine Lands- Gemeinde zu versammeln, Gebrauch zu- machen; er dankte für die Theilnahme (denn es mochten 6060 bis 7900 Akciv - Bürger sih. im Kreise befinden), so wie als abtretender Landamman fár das. geschenkte Zutrauen,

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sigen Magistrat zur Vornahme einer neuen Wahl eines stän- | dischen Deputirten (dem früher ernannten Deputirten, Kauf- |

mann Y. Brons, íst vom Königlichen Kabinet der Zutritt als Scände-Mitrglied verweigert , weiler Menonit ist) versammelte fich am en Aufforderung Genú Banagor Sax, der unsere Stadt bereits in den leßten beiden Scände-: Sibungen, ‘vor Aufhebung des Staats-Grundgesetzes

von 1833, repräsentirte. Hannover, 24. Juni. (Hamb. Korr.) Nach einem

cigenea Beschluß der zweiten Kammer sollte die zur Prüfung der neuen Verfassung - niedergesezte Kommission auch cine Er- | | wollte das Wort nehmen,

wiederung auf das dea Entwurf der Verfassungs-Urkunde be- g'eitende Königl. Schreiben vom 18. Februar 1838 vorlegen. Bie Kommission hat sich guf folgenden Vorschlag beschränkt: „Stände sind der Ansicht, daß, nach $. $8 des Königl. Patents von: 7. Dezember 1819 die Organisation der allgemeinen Stände- Versammiung nur im Einverständnisse von, Regierung und S tánden geändert werden fônne, indem der $. 6 der Wiener Schluß: Akte dies vorschreibe und in diesem Sinne auch in der Regierungs - Proclamation vom 7. Februar 1831 und in dem Königl. Patente vom 1. November 1833 ausgelegt wird. Stánde müssen also dafur halten, daß dem eilsten Absatze des Könial. Schreibens vom 15. Februar d. J. eine andere Deu- tung niche hat ‘gegebea werden sollen. Stände sprechen ‘die Vorausschung aus, daß die Verfassungs-Urkunde nicht eher zur Publication gelange, als bis eine Vereinbarung über die, von Seiten der Stände nicht blo für das Geseb selb|, sondern auch fr dNas- Begleitungt-Scyreiben gemachten Anträge erreicht worden scyn werde. Ss beziehe sich indessen nicht auf die, bloß als Wünsche bezeichneten oder auf die, der Regierung bloß zux Erwäagauna veriteliten Punkte.“

eimar, 27. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großher- z5g haben den Erbgroßherzog zum Obersten ernannt und Se. Köriat. Hoheit den Prinzen von Oranien unter - die Zahl der Ritter erster Klasse des Haus Ordens vom weißen Falken auf: genommen.

D e Feler des Geburtêtages Sr. Königl. Hoheit des Erb- großhe:zogs wurde am 2isten d. M. auf dem Großherzoglichen Sommerschlosse zu Belvedere® begañigen ‘und durch die Vegen- wart -des Prinzen von Oranien Königl. Hoheit erhöht, der-am Tage zuvor hier angekommen war und gegen Mitternacht die Rückreise na< den Niederlanden fortseßte. - Außer dieser Feier

im Fürslliczen Schlosse war wieder im Armbrxust -Schießhause etn7 Festlichkoit reranttaltet und die Einweihung des neuen-Ge-

2! sten d. das- gesammte Wahl-Kollegium, um der obi- e zu leisten. Es fiel die Wahl auf den |

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' in dieser sturmbewegten Zeit einem

und empfahl als würdigen Nachfolger, Th. Ab- Yberg. Vor der Wahl des Landammans. wurden die, sieben in leßter Landé- Gemeinde gewählten Stimmenzähler durch Abstimmung, die ein- stimmig ausfiel, bestätigt und ergänzt, Hixrauf sprach Landam- mann Schmid das Vergnügen aus, daß ‘heute keine steinerne Vögel daher zu fliegen kommen und- die andern Vögel, die nicht pfeifen aber: krähen. können, ihren Rúü>zug über“ Einsiedeln genommen, haben, und empfahl ebenfalls Ab - Yberg, was auch Hediger mit den Worten that: as Vaterland gleiche hi, das Landvolk Schiffleuten, welche aber eines. tüchticen Steuermanns be- dürfen: Dazu schlage er Ab - Yberg. vor, so werde man sicher seyn, glücklich an das Gestade zu gelangen. Ab - Yberg wurde aber von der sámmtli- chen Volksmasse verhindert, nur ein Wort zu sprechen, bis es zur Abstimmung kam. Mit welchem Jubel. sich alle Hände ohne Ausnahme für ihn erhoben, davon muß man si selbst überzeugt haben. Wahrlich es war ein shdner Anbli>, dieses einstimmige Zusammenhalten zu sehen. Hierauf übergab ihm

| Holdener das Landes\chwert , und gesküßt auf dasselbe, sprach

er zu seinem treuen Volke Vieles, das verdiente näher aufge- zeichnet zu seyn. Er fühle, sagte er unterm Ánoerem, wie eine schwere Last es ‘ihm sey, eine - solche wichtige Stelle zu übernehmen; er berúhrte die Umstände und die Kránfung, die dem Stande Schwyz widerfahren; er werde aber nichtsdesto- weniger das Schwert der Gerechtigkeit mit seinen {wachen Armen zum Wohle des Landes führen; er bemerkte ferner, er erbli>ke einen Vorort, der es sich zur AaLA machte, die Regierung des Kantons Schwyz zu unterdrücken und: zu zer- nichten, ihr die von unsern Vätern ererbte, seit. Jahrhun- derten bestandene und heilig gehaltene Freiheit zu rauben und das Volk vielleicht unter eine nie erlebte Knechtschast zu brin- gen. Zum Schluß brachte man an der Lands-Gemeinde einige auf dem Landtag bezeichnete Gegenstände zur Abstimmung. Es. hieß aber, wir wollen beim Alten bleiben. Der Entwurf wurde zu fernerer Berathung. an den Kantonsrath zurückge- wiesen, um später behandelt zu werden und die- Gemeinde von Ab-Yberg ungefähr mit den Worten entlassen: So wollen- wir einstweilen no< mit der alten Elle messen. und den-alten Schop- pen trinken. Man solle. nun in Frieden und Ruhe nach Hauje gehen, Niemand teln oder verfolgen und „selbst die verirr- ten Landsleute als Brüder betrachten.“ : :

Der Kanton Uréí, der sih neuerdings fär die Regierung von Schwyz beim Vorort verwendete, A erklärt, daß er die- ser Regierung thätlich beistehen würde, falls diese ihn dazu auf- fordern sollte. -

Spanien.

Madrid, 16. Juni. Die Deputirten - Kammer hat j ihrer heutigen Sißung den dritten und leßten Artikel des Ge, ses - Eutwurss über die außerordentlihe Kriegssteuer angenom men. ; Am<Montag wird ¿die von dem Finanz - Minister ver lañigte Autorisation zur Fortérhebüna der Einkünfte des Staateg zuk; Diskussion kommen, und am Dienstag werden die Debaz, ten úber einen anderen" AGEA bes Finanz-Ministers, den pro, visorischen Geseß-Entwurf in etreff der Dotation des Kultus und der Geistlichen für dies Jahr in Krasc zu segen, begin; nen. Der Geseß- Entwurf soll in der nächsten: essiondéz Cortes vorgelegt werden. » D A Í

Die Anleihe-Kommission hat ihre Arbeiten beendigt und,

dem Vernehmen nach, die Vorschläge der Herren Lafitte und

Garcias verworfen, dagegen die des *Hetrn Aguädo* für die

einzig annehmbaren erklärt. 1

Der General Tacon, ehemaliger Gouverneur. vont Hav wird in diesen Tagen hior ‘erwartet. Dem Vernehmen äg wird die Regierung ihm ein wichtiges Kommando übertragen.“

Der General Valdes ist an die Stelle des Generals Manso zum General-Capitain von Galizien erttäntt und de; General Seoane als zweiter Komwandant der Provinz unter den Ober-Befehl desselben gestellc worden.

Es fehlt durhaus an Nachrichten, sowohl von der Not, Armee, aîs von ‘der Armee ‘des Centrums: * Auch Über die Spaltungen in den Baskischen Provinzen lauten die Buitzte sehr widersprechend. Die Deputirten“ diesec-Prövinzen wolken jedoh, wie man versichert, die Regierung in einer Petuion auffordern, mit ihnen in Uñterhanadlüngen zu treten.

Nach“ ‘der Ankunft eines Couriers áus Estremadura hat

sich hier’ das Gerächr verbreitet, daß in Elvas in“ Portugay:

ein Aufstand ausgebrochen und Doin Miguel - proklamirt wor den sey. Man fúgt sogar hinzu, daß der General: Capitain von Estremaoura, General Mendez Vigo, mit seinen Truppeu in Portugal eingerü>t sey und Elvas bédrohe. ,

Saragossa, 18. Juni. Die: National-Garde hat auf unseren Wachtposten die Garnison, abgelöst, welche lebtere einen Zug: von 200 Wagen eskorttren soll, die mit Munition, - zwei Mörsern, vielen Kugeln und auch mit Lebensmitteln fär die Armee beladen sind. Dies Convoi wird morgen früh von hier

nach Fuentes abgehen, wo der General um dieselbe Zeit vou

Alcaniz eintreffen wird. Die Karlisten befinden. sih jest in den Engpássen von Beceite und die Division des. Generals Mir. ij bis Villarluengo vorgedrungen, wo man seit zwei Jahren uicht einen einzigen Soldaten der- Ködnigin- gesehen- hat Die Kar

listen streifen indeß bis zwei Stunden von Saragossa, wo sie,

zwei Hammelheerden und einige Maulesel weggenommen haben,

Griechenland.

Nicht Uninteressantes. bietet ein Artikel aus. Athen vom, Zeitung vom 24. Juni. Da; derselbe indeß manches schon fcúher Mitgetheilte enthält, 0"

26. Mai in der Allgemeinen

wollen wir das Neuere. hier. -zur.leichteren Uebersicht paragra- phenweise ausheben. i:

Militair: Die Rekrutiyung ist vollendet ; die Mannschat größtenthcils {hon \o weit éinexerzirt, daß sie Dienst thun kann. Die Mehrzahl derselben ist «voll guten Willens, ak:r noch sehr jung und \<wach. Die Söhne der Primaten bez‘ hen die Ehrenposten am Königlichen Palais; von Phanariol-u kam feiner freiwillig ein; nur zu Offiziersiellen melden; sie ic), überhaupt will man bei diesen ede Lust zu städtischen Zerstreaun- gen und Wm Hofleben bemerken, als Anlagen zum Kriegs? stande. Die fcüher projektirte Besteuerung der Militair - Ee: soldeten unterbleibt vor der Hand; dagegen werden Zie. meist 1; der jüngeren Deutschen Offiziere in Disponibilität geseht, eiu Loos, das frúher hauptsachlich die Griechischen Offiziere und viele alte Philhellenen traf.

<ulwesen. Die Gesellschast fär den öffentlichen Un- terricht erhält täglih mehr Mitglieder und Beiträge. So machte ihr erst kürzlich Herr Antonopulos aus Andrizena mehr als 800 Griechische Bücher von großem Werthe zum Geschenk.

Bei Gelegenheit des Rektor - Wechsels an der Universität iu

Athen wurde bemerkt, daß die Universität nun mehr als 70 Studirende zählt, und daß seit der Errichtung derselben die Zahl der Gymnaüal - Schüler von 209 auf mehr als 500 ge- stiegen ist.

Administration und Polizei. Die Jnsel Eubôa ward am 15. Mai wegen stattgefundener Berührung eines Bewoh ners von Kumi mit dem Matrosen eines in Kontumaz befind: lichen Schiffes auf neun Tage in Quarantaine versest. Cine kürzlich erschienene Verordnung beabsichtigt bei künftigen Anle: gungen von Kolonieen mehr Vorsicht in ärztlicher Beziehung. Die mit Nächstem zu erdfnende Hebammèn- Schule verdankt man den Bemühungen der Deutschen Aerzte, vorzüglich den Leib- ärzten Pr. Wibmer und Réser. Jm Junern herischt die tiefste Ruhe; wo sich Räuberbänden an der Gränze zeigen, werden sie vernichtet; mehrere ihrer bedeutendsten: Chefs sind bereits getödtet oder gefangen, und in der Provinz Livadia, so wie an

rselben wird; én weniaën Jahren die Athener zu häu- Seiten Gagderunigen nach: dem Piräus. einladen. ; „A

Bar Ea Staaten von Nord-Amerika.

“Der Washingtoner-Korrespondent: der- T i mes- schreibt 20e Bera 30. Mai: -„¿¿Die.. Botschafe--des “Präsidenten d Bez auf. die Tschirokis hat im Repräsentanten-Hause ‘eine o S ebarce: úber - die Bill zur Untirdrückuug; der: In: ischen F indseligkeiten, veranlaßr. Die Georgischen' Mitglie: der aben feierlich exklärt, daß - die Cinwohner- ihres, Staates : ie Ardianer {sfort aus- dem\Landé jagen würden „- wenn" die Cntral-Régierung es versuche, sich indie Bestimmungen: des Pertragés zu mischen, wonach die Tschirokis verpflichter wären, re Auswanderung am 23...Mai-zu-beginnen. Da deè Gene- ral Scott sich mit ;ciner starken- Militairmacht dort befindet, 10 wáre-Widerstaud. von Seiten. der Indianer röôllig unnüs; allein man ist: denno< ‘in großec Ungewißheit über dasz was gesche- hen: wird. Der Stgat Georgien hat zwei Seuatoren im Kon: réß, und alle Beorgischen Mitglieder des Repräsentanten-Hauses sind, bis. auf eines7 der, Regierung. günstig. Die Boitschafe des Präsi nten, welche versödhnliche Mazpregeln. empfiehlt, wird vou den Georgischen Mitgliedern aufs hefcigite angegrisfen, und es is_daher_ zu. befrchteu, daß. die darin ausgesprochenen ¡umanen

Gesinnungen politischen Rücksichten werden weichen- müssen, und

THertên Fairfield aus Maine und Howard aus Maryland sich

daß man den Tschirokis nur wenig Aufschub zugestehen wid. Der-Prásident hat dem. Kongreß auch eine Mittheuung über die Gränze ‘von. Maine gemacht und zugleich Dokumente von ‘qrojem Interesse übersandt. - Gestern kam im Repräsentanten: Hause die Forderung, des Staates Maine zur Sprache, der vélangt, dap” die Centra: Regierung gewisse Summen zurück (fle, welche die Regierung des Staates Maine an dortige purger als Entschädigung für die durch die Britischen Behör- den in Neu- Braunschweig ihnen zugefügten Verluste gezahlt hat, Jiese Forderungen wurden von den Herren Cvans aus Maine und Cushing ‘aus Massachusserts vertheidigt, die zu en talentvollsten Mitgliedern der Kongresses Und der Opposi ¡ions - Partei gehören: Sie versicherten in den bestimmtesten Ausdrú>en, daß der Staat für si handeln we:de, wenn die gièruhg* sh weigere, etivas zu thun. Dagegen sprachen die

gegen ‘das Verfahren von Maine aus. Ersterer ist Präsident

des Comité’s für die auswärtigen Angelegenheiten. Sie sag

hen, daß der Gegenstand auf eine freundschafiliche Weije werde

qusgeglichen werden, und da. eine auswärtige Macht dabei be- heiligt sey, so. gehdre dies unter die Kontcolle der Föôderativ- Regierung. „Da. es sich hier, nur um wenige hundert Dollars handelt, so könnte das Ganze als unbedeutend erscheinen; dem st jedoch:-nicht- so,-denn- es betrifft zugleich ein großes Prinzip. Gewisse Personen fingen nämlich an, auf Befehl des Scaats Naine eine Volksschäßung innerhalb “eines gewissen Bezirks vorzunehmen, der von den Britischen Behörden als innerhalb der Jurisdiction von Neu - Braunschweig liegend in Anspruch genommen wurdé, ‘weshalb sie jene Bärger der Vereinigten Staatén verhafteten, und eine Zeit lang gefangen hielten.“ Der Staat Maine ‘entschädigte dieselben dafür und vetlangt nun sei- nérséits. die Wiedererstattung von der Central: Regierung. Be-- willigt der : Kongreß, die- Wiedererstattung,-so- wird das Verfah- ren jener Bürger von Maine durch die Vereinigten Staaten" anctionirt, und es fann in dieser Hinsicht eine bedeutende Na- ional-Frage. werden. - Dem Vernehmen nach, befinden si< un- ter denen, die das, Verfahren von Maine rechtfertigen und die Politik der Central-Regierung tadeln, auch die beiden Senato- ren fár Massachussetts, . Webster und Davis: Dies ist der Stand der Frage, so weit sie im Kongreß entwi>elt worden ist. Die Be- wöhner von Maine befinden sich in einem aufgeregten Zustande, deé'von außerhalb durch hinterlistige Mittel zu politischen. Zwek- ken noh vermehrt wird. Dies macht das Resultat der Frage zweifelhaft und vermehrt die inneren Sehwierigkeiten der Aus- gleichung. Dièse Schwierigkeiten sind, wie ich fürchte, größer, als-män' in Europa glaubt. . Bis jeßt hege ih zwar keine Be- sorgnisse; aber kann nicht durch Aufschub Gefahr entstehen ? Und ist es wahkscheinlich, daß jemals eine günstigere Zeit zur Áus- gleichung kommen wird? Jch glaube nicht. Zwischen den bei- den Regierungen und den Bewohnern beider Länder bestehen jelzt die feeundschaftlichsten Gesinnungen. Es giebt keine widerskrei- tende Interessen, kéine gehässige Leidenschaften, die loëzubrechen drohen, keine mächtige Vorurtheile, die zufriedengesteilt, keine schwere Beleidigungen, die gesuhnt, keine offene Wunden, die

geheilt werden müßten.““

: großen Exerzirplaze zum Pferderennen.

den Ufern des Sperchios wurden -starke Banden ge]chlagen und: |

zerstreut. Jn Athen und im Piräus wird viel gebaut und nad)

und nach gepflastert. Schon werden in den Scraßen die Trott Für Straßen - Polizei, für neue ] núsliche städtische Anstalten hat man hier der Thätigkeit des -

toirs mit Steinplatten belegt.

Gouverneurs, dem braven Axiotis, Vieles zu vérdanken. Unter den Bedürfnissen, welche sich troß des Geldmangels fühlbar machen, wird hervorgehoben die Errichtung eines großen allgemeinen Hospitals, dann die eines wahrscheinlich noch gib ßeren Straf: ÄArbeitshauses und endlich die Erbauung eines hu! reichend großen H far Athen, wo die Leidenschaften stÓ abkühlen und die Politiker sich ctivas zerstreuen können.

Athen, 12. Juni. die Ansiedelung - der Hydrioten del

im Piräus, welchen auf

re<ten Seite desselben, oberhalb des. den Chioten abgetretenel,/

Terrains, Ländereien angewiesen wezdcn. Sie bezahlen für dié ihnen abzutretenden Baupläte eine schr mäßige Summe in dem Zeitraume von“ zehn Jahren, sind jedocz übrigens verpflichtel/ binnen Jahresfrist die Bauten zu beginnen.

Eine Käniglicße Verordnung regulitk-;

Da nichr: zu be: 4

zweifeln ist, daß weit über 160 Familien von Hydra von dieser;

Vergünstigung Gebrauch machen wetden. so. hat der Piräus

dadurch. eine neue Gewähr rascher Entwickelung erhaltet. haupt macht diese Hafenstadt ungewöhnliche Fortjchritte sow hinsichtlich ihrer Ausdehnung als ihrer Handels1hätigkeil, und fast unglaub!ich dünkr. es dem -Reijenden, dap: an dieser Siaite vor vier Jahren nur eine einzige hélzerne-Barge stand.

Ucbers

sehr- gut erhaltene alte Straße zwischen Piräus und. Athen 7 |

beständig mit Hunderten von Fupgängern, Wägen und P ben belebt, und die bereus begonnene Baumpflanzuug au hei

Á 0-1 awd;

Königsberg, 24. Juni. (Kdönigsb. Ztg.) Gestern Mor- ens um 9 Uhr faad auf dem Paradeplakbe eine große Parade

der gesammten Garnison und des lsten (Königsberger) Batail-

¡lonus des lsten Landwehr-Regiments statt. Se. Königl. Ho- heit der Mator inx FURt, die Truppen vor fich vorbei mar- iren zu lassen. Von hier begaben sich Höchstdieselben nach dem , Mittags war großes ner bei 7. Königl. Hoheit dem Kronprinzen, und näch cusgehobener Tafel hatten des Kronprinzen Königl. Hoheit die un sich abérmals nah dem Exerzirplaße hinauszubegeben, an i Thierschau beizuwohnen. Se. Königl. Hoheit vertheil- N <steigenhändig die zuerkannten Preise und geruhten, an N welche Preise erhielten, noch einige besonders er- tab Worte zu richten. Abends geruhten Se. Königl. vatut den Ball bei Sr. Excellenz dem kommandirenden Ge- di t, von Natmer, mit Höchstihrer Gegenwait zu verhertli- E bte G um halb -se<hs Uhr haben Se. Kdnigl. Hö- e Weiterreise angetreten, begleitet von den Segenswün- E zahlreich versammelten“ Einwohner. au as diesjährige Fest des Pferderennens und der Thier- Weiler de C 30) ungewöhnlich zahlreiches Publikum aus allen ales n. der Prôviny hier versammelt, da die bestimmte Nachricht I war, daß Se. Königl. Hoheit unser gnädigster all- ht (e Kronprinz, der hohe Beschügex narioneliler Pferde- rad 4 Unserem Vaterlande, dem Fest beizuwohnen huld- M zugesagt hatten. Ein in der Nacht vom 2!|sten zum t einagetretenes sehr hestiges- Regenwetter erregte allgemein Am 2st orgniß fär das Schicksal unseres" diecjährigen Festes, tarsten S ruh: 7 Uhr wichen indeß die shwarzen Wolten dem eilten ónnenschein , zahllose Wagen, Reiter und Fußgänger vlâge C env abn zu, bald waren die Tribünen und Schau- geh (sle: um 9Uhr erschien, von jubelndem Hurrahrufempfan- eibieti e. Königl. Hoheit der Kronprinz und übernahmen auf die ehr- - (M Mutle des Direktoriums des. Vereins das Richteramt S Been Renntagen, -assistirt von den Prinzen Friedrich Burgedoif und deer Pee von dem Land - Stalimeister vou : rásidenten von Zander. - Die Reunne ; fn nun wie folgt star; n von Zander. Die Rennen fan

743 -

I. Rennen auf freier Bahn, doppelter Sieg, "/, Meile, 1000 Ruthen, um den von Sr. Majestät dem Könige Aller- anädigs? bewilligten Preis- mit Pferden: it den -Händen ihrer Züchter. Es erschienen zwölf Pferde, - von denen. der Fuche- wallach_ von the Cryer und der Amelie des General - Lieu- tenants Grafen von Lehndorf-St-inort, Sieger blieb. Der Be- sier erhielt eine tragende Stute aus dem Königl. Haupt-Gestüt Trakehnen.

11. Rennen auf der freien Bahn, einfacher Sieg, an zwei aufeinander folgenden Tagez, Pferde aller Länder,“ Vollblut nicht ausgeschlossen. Heute: {jährige Pferde 132 Pfd., söjährige 147 Pfd. , Gjährige 150 Psd. Morgen: - ‘jährige 162 “Pfd., djáhrigè 174 Pfd, 6jáhrige 180 Bfd. - Der Sieger am ersten Tage erhält 10) Rihlr. , jedoh nur in dem Fall, wenn er am ersten Tage- den Distanzpfahl / passirt; der Sieger am zweiten Tage mit erhöhtem Gewicht-erhäir 300 Rthir. Es “erschienen 4 Pferde, von denen Jung Cryec Sieger blieb.

lil. Rennen auf der sreien Bahn, um den von; Sr. Excel- lenz dem fommandirenden General von Naßmer ausgeseßten Preis ‘mit Offiziers: Pferden_ in Preußen geboren, regelmäßig im Dienst-geritten. Der-Sieger erhält ein zur Ausbildung als -Offizier-Chargenpferd ‘Ldllig geeignetes Pferd aus dem Kd- niglichen-Haupt- Gestüt Trakchneu. Angemeldet waren 5 Pferde, von denen der Rappwallach Cencrius, des Major von Lebbin, den Sieg davontrug. -

_- V. * Rennen auf der freien Bahn. Doppelter Sieg. 1/, Meile. Pferde ‘ailer Länder, Vollblut nicht auegeschlossen. Hierzu waren. 8 Pferde. angemeldet, ‘von denen der braune Heng|t Jerth des Moajots von “Auerswald - Faulen Sieger blieb und die fr den Siegek ‘auegesckte Prämie von 100. Du- faten cmpfing: f

V. Rennen auf freier Bahn. Erstes Subscriptions-Ren- nen. Pferde aller Länder. 10 Dukaten Einsatz. Das zweite Pferd erhält seinen Einsaß zurü>. Es liefen in diesem Ren- nen 4 Pferde, von denen der Fuchéhengst Liliput des Generals von Csebeck das Ziel zuer erreichte.

V1, Rennen auf freier Bahn. Rennen. Einfaeher. Sieg. 400" Ruthen. Vollblut ausgeschlossen. “Das Direkiorium wird eine noch zu normirende Prämie ausseßen. Es erschienen drei Pferde zu diesem: Rennen, von denen der shwarzbraune Hengst Gladia- tor mit vier Pferdelängen siegte. y

V1IL Production von Campagne-Pferden. Hr.-Rittmeister von Hinzmann, brauner“ Hengst Trasjo, -Trakehner Haupt: Gee stät. Hr. Gutebesizer Aweyde-Jukeln, brauner Hengst Coran von Jolann und Melpomeae (reitet chne Preisbewerbung). Das besidressirte Campagne - Pferd wird fúr 159 Dukaten ge-

Zweites Subscriptions-

fkaufc. Will der Besiker das Pferd nicht überlassen, so erhält

er eine Prámie von 390 Dukaten in -einer silbernen Schaale. Frúherem Beschluß zufolge, ward beiden Reitern vor dem Be- ginn der Production durch“ den betreffenden Ausschuß vorge- \chrieben ,- welche Lectionen sie reiten sollten, sowie die Reihe- folge derselben. Trasso “ward für den vom Direktorium ausge- selzten Preis gekaust. Coran erhielt in besonderer Anerkennung Seitens des Direktoriums einen Ehrenpreis. , Die Kommission zur- Prúfung- der Rennpferde“.in Bezug auf ihre Eigenschaften auch als Zuchtpferde erkannte von. den Siegern des heutigen Tages dem Jerth und Jung Cryer den Ehrenpreis als zur Zucht vollkommen geeignet zu. :

Liegni. Man schreibt aus Neusalz vom 27. Juni: „Se. Königl. Hoheit der Kronprinz kamen auf Höchst- ihrer Reise nach Fürstenstein, in Begleitung Jhrer Königl. Ho- heit der. Frau- Kronprinzessin am heutigen Morgen von Grün- berg, wo Höchstdieselben übernachtet hatten, im erwünschtesten Wohlseyn durch hiesige Stadt. Hechdieselben wurden von den Militair - und- Civil - Behörden empfangen Und geruhten, den Wagen zu verlassen, um den-Baäu der Kirche, welcher durch seine Schönheit und Gediegenheit der ganzen Provinz zur Zierde gereicht, näher in Augenschein zu nehmen. Obwohl der innere Ausbau noc) schr unvollkommen sich datstellt , äußerten sih do<h Se. Königl. Hoheit sehr beifällig úber das Ganze und erkundigten sich huldvoll nach vielen Citizzelnheiten in Beziehung darauf. Eine sehr zahlreich) und festlich versammelte Menge hiesiger Einwohner, so wie Vieler aus der Umgegend, freute sich in ehrfurchtsvoller Stille der Höchsten Huld und Anmuth des geliebten Fürstenpaares, welches, begleitet von den heiße- sten Segenswünschen, die Reise fortseste.““

Schweidnib, 26. Juni. Am 21sten d.,, an welchem Tage Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich zur Inspection hier war, wurde das 2öjährige Erinnerungs-Fest an die Errichtung der Landwehr in dem schön dekorirten Saale des Gesellschafcs- hauses auf eine würdige: und angemessene Weise gefeiert.

Trier, 22. Junt. helm traf am I19ten d. M. Abends nach 11 Uhr- hier ein, cinpfangen von dem Jubelrufe der zahlreich versammelten Ein- wohner hiesiger Stadt, welche auf der hell erleuchteten Straße nah Pallien und auf der Moselbrücke Se. Königl. Hoheit er- warteten. Die auf den Pfeilern der Brücke und dem daran stoßenden Quai angezündeten Theertonnen hatten die ganze Gegend in Tageshelle umgewandelt und verschafscen Sr. Königl. Hoheit den Anblicë der Stadt und ihrer uralten Brücke. Höcht- derjelbe nahm das Absteige-Quartier wieder in der Dienstwoh- nung des Regierungs. Präsidenten, vor welcher das Musik: Corps des 30iten Infanterie: Regiments spielte. Am Wsten besich- tigte Se. Königl. Hoheit von 9— i2 Uhr die Merkwürdigkei- ten und Anstalten der Stadt. Das Prachtstäk der Stadt-Bi- bliothek, den Colex aureus, ließ Hochderselbe sich, zur näheren Ansichr, noch im Absteige- Quartier vorlegen. Jn dem Lokal des Frauen: Veréins zur Unterstdzung der Hausarmen, wo verschiedene Gegenständezum Vortheil dieser verloostwurden, nahm Se. Königl. Hoheic für einen reichlichen Beitrag cin Loos. Nachmittags gegen | Uhr seßte Hochde! selbe scine Reise fort, in den Herzen der Einwohner dur< Huld und Herablassung einen unauslösch- lichen. Eindruck zurü>klassend. Alle Orte, welche Se. Königl. Hoheit passiriên, suchten nah Kräften einen festlihen Empfang zu bereiten. Jn der Kapelle bei Castel hatte sich hinter dem vor einigen Wochen auf Befehl Sr. Königl. Hoheit des Kron- prinzen dahin gebrachten, zur Aufnahme der Ueberreste des Kö- nigs Johann von Böhmen bestimmien Sarkophage, die aktiven Mitglieder der Liedertafel von Trier aufgesteilt und empfingen den Prinzen mit dem sehr gut ausgeführten Zelterschen Choral zu (Schiller’s Jungfrau von Orleans. Se. K. H. dankte für die be-

wiesene Aufmerksamfkeic aufs freundlichste ‘und äußerte sich in j

den“ lebendigsten Worten über die herrliche Gegend und die merkwürdigen Ueberbleibsel der Vorzeit, welche durch die Gnade des Kronprinzen Königl. Hoheit uns erhaiten werden. Bei dem Eintreffen in Dillingen war es fast sinster geworden. Se.- Königl. Hoheit besichtigte dennoch dort die von innen und außen glänzend erleuchtete Fabrik der Gebrüder Piette und Comp., in welcher Papier ohne Ende von vorzüglicher Qualität auf ei-

Dreijährige Pferde, -

Se. Kdnigl: Hoheit der Prinz Wil- |

! Span, Rente 22!/gì Passive 4/4. 3% Portug. 24/4.

ner neuen, äußerst sinnreich komponirten Maschine gefertigt wird. Die eintretende völlige Dunkelheit hinderte De O noch” die dortige. große Kupfer- und Lisavblarh Fabrik in Augen (dein, B nehm. MaGdem Se. K m l. Hoheit den Regie- rungs-Prâfidenten von Ladenberg gnäd! entlassen hatte, seßte Höchstderselbe die Reise nach n, pen fien hatte, seste

Köln, 25. Juni. Die Umstände, welche bishér die Dùf- seldörfer Dämpfschifffahrts - Gesellschäft- den “Holl den, #0" wie die Rhein - und Yssel - Dampfschifffahrts - Gesells<ä&}t?; den Preußischen Rhein zu befahren, hinderten, sind nunmehr “in Folge des Schifffahrts-Vertrags mit Holland vom 3. Juni v; J. beseitigt und sehen beide Gesellschaften den desfallsigen: Könzes- sionen entgegen. Leßtere, deren Statut im vorigen Jähré von der Holländischen Regierung - genehmigt wurde, únd- Pétsoten und Waaren zwischen Arnheim und Köln befördern wird, ist mit dem Bau ihres ersten eisernen Schiffes bereits soweit vor- gerückt, daß bloß an die innere Einrichtung noch die lekzte ‘Hand gelegt wird, und: gedenkt , ehestens eine Probefahrt na< Kölu zu machen.

—— Stralsund, 26. Juni. Nachdem die anhaltend kalte Witterung ein Ende genommen und sich jest pldblih der Sommer bei uns eingefunden hat, beginut die biéher zurügebliebene Vegetation, kräftig das Versäumte nachzuholen. Die- Landwir- the unserer Provinz versprechen sih ein gesegnetcs Jahr, und ein zu ticfes Sinken der Preise wird nicht befürchtet, weil keine áltere Vorräthe mehr da sind. Der Trinitatis-Termin hat es A und am 22sten hier um so lebendiger gemacht, als un- er achttägiger Jahrmarkt diesmal sehr besucht ist Und auch die stattfiidenden Landwehr-Uebungen viele Menschen hier versam- melten. Dieser Termin spielt bei uns eine wichtige Rolle. Auf demselben werden (mit Ausnahme weniger auf Petri zu leisten? den Zahlungen) die meisten Zinsen und Pächte ausgezahlt, Land- güter und Pachtungen übergeben u. st. w. Stralsund bildet so ziemlich den Mittelpunkt des Geldverkehrs der Provinz; - die meisten der genannten Geschäfte, insofern sie nicht an Ort und Stelle erfolgen müssen, werden daher hier abgemacht und ‘sind um so zahlreicher, als in unserer Provinz eine große Menge Landgüúter existiren, die Mehrzahl derselben verpachtet ist Und wir keine landschaftlihe oder andere Kredit-Systeme haben. Obs- gleich das verfiossene Jahr nicht eben segensreih war, \o ist doch eben kein Geldmangel jühlbar geworden.

Greifswald, 27. Juni. An unserem Rykflusse, dem hiesigen Hafen, herrjcht schon seit mehreren Wochen- große Thätigkeit. Die Schiffahrt ist lebendig, no< mehr der Schiffbau. Jm Laufe dieses und des verflossenen Monats -sind drei neue, hier erbaute Schiffe ausgegangen, und noch: gegen? wärtig sechs neue Schiffe im Bau begriffen. Seit einiger Zeit hat in diejer Provinz -das - Verbrechen - des Kindermordes auf betróbende Weise zugenommen. Das hier geltende gemeine Kriminalrecht kennt nämlich zwar eine Bestrafung aüf Grund eines bloßen Jndizienbeweises, jedoch keine außerordentliche Strafe, wie-das Preußische Kriminalrecht. Der volle Beweis dur Jndizien,wird aber bei diesem Verbrechen um #o \{wie- riger, wenn das heimlich geborene Kind so auf die Seite ge- \s{ha}t worden, daß es der richterlichen und ärztlichen Untek- suchung entzogen ist. Daher meist nur auf vorläufige Freispre? chung erkannt werden konnte. Die Folge davon war, daß“ das Verbrechen immer mehr eintiß- und überhand nahm, und um diesem Nachtheil zu begegnen, hat das Hofgericht in neuerer Zeit einen anderen Weg eingeschlagen. Da, wo es nämlich das Verbrechen des Kindermordes wegen Mangels -an Thatbestand

“nicht bestrafen kann „sieht ihm doch nach einer allgemein ange-

nommenen, längst bestehenden Praxis das Recht und die Pflicht zu, die Verheimlihung der Schwangerschaft und Nie- derkunst zu bestrafen. Diese Strafe ist zwar nur. eine polizeilice, und obgleich sich ‘auch hier die ‘Praxis, dieses uur polizeilichen Charakters ungeachtet, für Anwendung einer Zucht- haus-Strafe entschieden hat, so wurde: bisher doch höchstens auf sechs Monate Zuchthaus erkannt. Hier hat nun das Hof- gericht kräftiger einschreiten zu müssen geglaubt. Es bestimmt námlih die Strafe der Verheimlichung- der Schwangerschaft und Niederkunft, wenn eine solhe ruchlose Behandlung durch Beseitigung des neugebornen Kindes u. st\. w. hinzutrict, mir vorzüglicher Berücksichtigung der lelzteren, auf neErlahriges Zuchthaus, und es is zu hoffen, daß die von diesem Verfahren zu erwartende heilsame Wirkung nicht ausbleiben werde.

Meteorologische Beobachtung.

1838, Morgens | Nachmittags | - Abends Nach einmaliger 28. Juni, 6 Uhr. 2 thr. 16 Ur. Beobachtung. anm , 7 o) Lufidrudä...++ 1338,61-par.| 338,51‘“Par. |337,75‘Par. Quellwärme 7,59 R.

Flufwärme 17,89 R. Bodenwärme 17,59 R. Ausdünstung 0,061‘ Nh,

Luftwärme ... [4-12.69 R.|4-17,89 R. [414,19 R. Thaupunkt „.. |4- 9,19 R. |4- 6,39 R. |4-104% R. ‘Dunfifättigzurg | 76 pCt. 41 yCt. 75 yCt,

Wetter ....+++ heiter, balbheiter. heiter, Niederschlag 0, AuUind.. 6 « | 2W. W.“,; B. Wärmewewse! 4+ 18,19 Woikenzug ««« | de 28. R 412,10,

Tagesmittel: 338,20“ Par... +1480 N... +8,66 R... 64 pCt. W.

indi

Berliner Br Ee

Den 29. Juni 1838. Amtlicher Fonds- und Metd-Cours-Zettel.

s Pr. Cour. es Pr. Cour. N| Brief. | Geld. Nj Brief. | Geld. St.-Schuld-Sch. |4| 103/24 102‘/jlPoum. Pfaudir. (4| Pr. Engl. Obl, 80./4| 103/74 | 1022/4 } do. do. 1323| 1005/5 | 100!/5 PrämSch.d.Sceh.|— 655/5 65! /; [Kur-u.Neum. do.|4| Kourm.Obl. m.1.C.|4| 163 do. do. do.'33| 1007/15} 100!/19 Nin, ÎIot, Sch, do. 4| -— 1023/, fSchlesische do.{4| 104!/g Berl. Stadt-Obl. 4| 103!/, | 1023/4 [Rückst. C. undZ. Königsb. do. 4j _ Sch, d. IC. a. N.|—| 91!/, 90! /, Elbinger do. A4 —_ Dagz. do. in Th.'—| 43%, | Gold al marco |—| 2153/, | 2143, Wezstpr.Pfandbr.| 4} 1013/; ÎNeue Ducazea ¡—| 18/4 _— do, do. |34| 9985/5 99!/; FFriedrichsd’or 13?/3 13/5 Grossb. Pos. do.' ¿| 105 Aud. Goldmnün- Ostpr. Pfandbr. 4) 1013/; | zeu à 5 Tul. Gl 18/4 13/12 do. do. ' |32| 99S/, 99!/z ]Discouto 3 4

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 24. Jmni.

Niederl wirkl. Schuld d45/g.. Dg do, Kanz - Bill, —.

Antwerpen, 23. Juni. Neue Anl. 2i! g. Br. '/;g. G.

Zinsl. —,

Paris, 23. Jani.

59%) Rente 110. 90. 3°%/, 80. 35. 5%, Neap. 98. 75. 5%

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