1838 / 195 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

vSitginnii E S U tér

Panorama von DTrier herausgab, dankeu wir jeyt im Sinne der Kunst uuteruommeue Bilder der Rheia- uud Lahn-Gegendea; denn je mehr der Rhein selbst uachgerade fast schon abgeweidet is, findet ch das Bedürfniß, auch die schbnen Nebenthäler zu besuchen und darzusielen. Karl Bodmer, rühmlich bekannt durch- frühere Leistun- en, wählte die schönsten Punkte zu den Ansichten aus, und Rudolf odmer, Himelv, Salatbé, J. von Ruef und Martin ägten seine geistreichen Zeichnungen in Aquatinta, ganz in dem Geist des Zeich- ners. Das Werk, dessen Dedication Se. Königl. Hoheit der Kron- prinz ánzunehmen die Gnade batte, erscheint iín mehreren Serien, u je zwölf Blättern, in Lieferungen zu je drei Blättern vertheilt, ck großem Folio-Format, 16!/, Zoll breit, 113/, Zoll hoch. Die erste Serie ist vollendet, die zweite dem Erschcinen nahe. Die vorliegen- den Hefte enthalten: Nonnenwörth und Drachenfels, Köln, Stolz enfels, Boun, Godesberg, Bingen, Bornhofen, Boppard, Mainz, Ro lenz, die Rochus: Kapelle bci Bingen, endlich Labnsteiu. Fast je- dem dieser Blätter ist durch Wabl des Standpunktes und durch Auf- fafsuug ein eigenthümlicher Reiz gegeben, und eben auf dieser Auf- fa}sung beruht ja die wahre Treue. Nicht minder günstig darf von der illuminuirten Ansgabe geurtbeilt werden. Wie verläutet, sind die Blätter in der Schweiz, der Heimath solcher Arbeit, kolorirt.

Aus demselben age sahen wir ferner ein großes Panorama, welches die reijende Umgedung von Koblenz, von Andernach bis nah Nees, in zwei Blättern treu darstellt. Der Standpunkt is das Fort Konstantin, den Mittelpunkt bildet die Stadt, dahinter Ehrenbreit- iein mit den angränzenden Bergreiben. Beide Blätter, gleichfalls in

quatinta, und fowoh! {warz als illuminirt, sind zusammen 43 Zoll breit und $ Zoli hoch. Endlich eine Reihe kleiner Mosel- Ansichten, die Ufer des malerishen Stroms von Trier bis Novlena darstellend, ezeihuet von Karl Bodmer, in Aquatinta von seinem Bruder, von

egi und anderen guten Künsilern: sebr leblich, und uamentlich die farbigen Blätter recht anziebend. e,

Das Nahethal, in Liedern von Gustav Pfarrius. Köln und Aachen, bei Ludwig Kohnen. 1838.

Neuere Becearbeitungen der Rhbeinsagen in Poesie und Prosa gas den uns Gelegenbeit, über die Aufzeichnung und Behandlung der an Lokalität gefnüpften Volfkssage zu sprechen; jeßt kommen schon die Nebenthäler jenes echt Deutschen Stroms an die Reihe, und mit Vergnügen sehen wir, daß sie an poetisher Ausbeute dem Hauptstrou1 faum nachsicheu. Der Verfasser der vorliegenden Sammlung, wel- cher sich uns bereits durch einzelne Gedichte in den Simrocfschen Nheinsagen bekannt gemacht hat, erscheint überall selbst als der Sän- ger, wékcend sein Vorgänger zugleich die Gedichte anderer Poeten und die unmittelbaren Érgüsse des Volksliedes aufnahm; natürlich, denu die Sagen des Rbeins waren schon vor ihm vielfach behaudelt, zum Theil vou deu berühmtesten Deutschen Dichtern, mit denen der

808

Wetistreit zuweileu gewagt geweseu wäre. Viel einsamer siud die Gegenden, in welche uns Pfarrius führt, er hât meistens die erste

anò ¿d darf uns Alles zusammenhängenuder vortragen. Ju secineu

edichten herrscht zunächst eine frishe Wanderlusi und gleichsam eine heitere Bergluft; sein Gesang hat, gleich wie der Fluß, dem er ge- weiht ist, ein munteres Gefälle. Schilderung der Natur und Be- richt der Sagen wechseln anmuthig mit einander ab; unter leßteren sind nicht wenige vou edlem Gehalt; doch verhält unser Führer sich zu ihnen utehr als Erzähler, denn als wirklich darstellender Dichter; wo er noch am weisien darstellend ist, zeigt sich Unsicherheit des To- nes und im Ausdru cin bäufiges Abgleîten in Reflexion und Ab- straction. Vielleicht, daß cine zweite Hand in der poetishen Ausges staltung dieser Sagen glüclicher wäre, daß sie das Deutsche Gemüth, das in ihnen ibrer Anlage nach ruht, noch tiefer ergriffe und noch lebendiger verkörperte; deun imwer mehr muß man sih an den Ge- danken gewöbnen, daß nur durch wiederholte und gesteigerte Behand- lung derseiben Stoffe das Vortreffliche geleistct werden kann.

f Meteorologische Beobachtung. 1838. Morgens Nachrnittags Abends Nach einmaliger 13. Juli. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 thr. Beobachtung.

| Luftdruck 337,75 ‘Par. 337,39 ‘Par. 337,22Par. Quellwärme $,39 R. Luftwärme „.. |4+-18,39 R. |4-23,29 R.!-4+-17,29 R.} Flußwärme 18,59 R. Thaupunkt …. |+-13,89 R. +1349 N. |4+-12,79 R.} Bodenwärme 16,99 R.

Dunsitsättigung | 72 pCt. 49 pEt. 72 pCt. Aus8dünstung 0,099‘ Rh. Wetter...» heiter. heiter. heiter. Niederschlag 0. Wind... WSW. W. WNW. F} Wärmewecsel 4= 24,09 Wolkenzug ««« —_ WNW, | -+- 13,29.

Tagesmittel: 337,45 ‘“ Par... =+-19,69 R... —#+-13,3 V R... 64 pECt. WSW.

Königlihe Schauspiele. Sonntag, 15. Juli. Jm Schauspielhause: Fra Diavolo. Jn Charlottenburg: Der Verräther. Hierauf: Ein Mann hilft dem Anderen. Und: Die Liebe im Ehause. Montag, 16. Juli. Jm Schauspielhause, zum erstenmale : Adelheid von Burgund, historisches Trauerspiel in 5 Aufz., und einem Vorspiele, von E. Raupach.

Königsstädtisches Theater.

Sonntag, 15. Juli. Zum erstenmale wiederholt: Papchen. Lustspiel in 3 Akten, nah Gresset's Vertvert, von M. Tenelli. Vorher, zum erstenmale wiederholt: Frau oder Schwester ?

Lustspiel in 1 Akt, nah dem Französischen, von H. Gempt.

Montag, 16. Juli. Der Glóckner von Notre-Dame. R, mantisches Drama in 6 Tableaux, nah dem Roman des Víc, tor Hugo, frei bearbeitet von gr ver Birch-Pfeiffer.

ienstag, 17. Juli. Was

A. E. Wollheim.

Posse ín 4 Akten, von Dr,

Berliner Den 14. Juli 1838.

m0: 2 A S.

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Ï é 195.

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettel.

: Pr. Cour. r. Cour. S N| Brief. |' Geld. /

Bt.-Schold-Scb. [4| 1031/4 | 1029/4 fOstpr. Pfaudbr.

Pr. Engl. Obl. 30./4| 1033/, | 1027/; IPomm. Pfandbr.

PrämSch.d.Seeh.|| 663/, | 65?/; } do.

Kurm.O0bl. m.1.C.| 4| 1033/4, Kur- a.Neoum. do.

Nm. Int. Seb. do.|4| 103!/2 | Schlesische

Berl. Stadt- Obl. 4| 103!/2, | 103 Rückat. C. and Z.

Königsb. do. |4| Sch. d. K. n. N.

Elbioger do. 43} _—_ Gold a! marco

Daoz. do. in Th.|-| 433, —— Neue Dneaten |—

Westpr.Pfandbr.| 4| 102!/, | Friedrichsd’or |—

do. do. 33|/ 1005/2 JAnd. Goldmün-|— Grossh. Pos. do.|4| 1043/, } zen à 5 Thl. 2H Ostpr. Pfandbr. |4| 102!/, Discouto =

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages,

Se. Majestät der König haben dem bei dem Justiz-Mini- gestellten Geheimen Registrator Schdne bei seiner

é m an F steriu Ruhestand den Titel als Hofrath Allergnd-

Ï Versegung in den " digst beizulegen geruht.

Wechsel-Cours.

h Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl ist von Fürstenstein Din Schlesien hier wieder eingetroffen.

Amsterdam e... e... 250 Fl do, .....…. 0.0... 250 F1 Hamburg «oooooooo. 300 Mk s eee és ees... 200 Mk London «ooooooooooo 1 LSt, E es So o E ARCL S S S 300 Fr. Wlan n Ae va 00400 . 150 Fl. Augsburg .....«. Ct E S S D 130 Fl. E 4 6605 60060064 . . 100 ThL Leipzig «ee co o o c eee eee 100 Thl. Frankfurt a. M. WZ. „ea 150 FI. Petersburg «eco ooooo 109 Rbl.

In Vertretung des Redacteurs: Wentzel Gedrut bei A. W. Hapa.

Der Justiz-Kommissarius H assert zu Delibsch is zugleich um Notarius in dem Bezirke des Ober - Landesgerichts zu bestellt worden.

Der Advokat Theodor Regnier zu Trier ist zum Ad-

80/12 vofat/Anwalt bei dem dortigen Landgerichte ernannt worden. 1011/,

“Naumbur

Im Bezirk der Königl. Regierung zu Breslau ist dem zeitherigen Kreis-Vikar Kaufmann

Ÿ u Brieg die Pfarrei in Brosewit, Kreis Ohlau, verliehen

Angekommen: Der General-Major und Commandeur

der 2ten Garde-Landwehr-Brigade, von Below Il., aus der Rhein-Provinz.

Befanntmachungen. Nothwendiger Verkauf.

Allgemeiner Anze

Da eine Königl. hohe Regierung zu

Königl. Kammergericht in Berlin. lichen Reparatur nuterworfen worden sind, mit guten, durch das Amtsblatt zu empfehlen, und das Lehrer- Die den Erben des Geheimen Ober - Rehuungs- |tragbaren Feldern, Wiesen und Holjungen, vom jegigen| Seminar in Brühl dasselbe zum Unterrichte einführte,

Raths Büttner gehörigen, im Teltow - Storkowschen Kreise belegenen Rittergüter Diepensee und Waßmanns- dorff ersien, zweiten und dritten Antheils, nebst dazu gehörigen Erbpachts - Pfarracker zu Waßmannsdorff, abgeschäßt zu resp. 25,264 Thlr. 11 sgr. 9 pf. und 18,688 Tblr. 19 sgr. ò pf. exclusive mehrerer verkauften und vererbpachteten, im Hypothekenbuche noch nicht abgeschriebenen Ländereien, und inclusive derselben ab-

21,408 Tblr. 17 sgr. 11 pf. zufolge der nebsi Hypo- rhekenscheinen und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll

am 19. Jauuar 1839, Vormittags um10 Uhr, an ordentlicher GerichtÄelle subhastirt werden.

uamentlich: Geerge von Schlaberndor},

3) der Rittmeister Friedrich Leopold Ernst, 145 4) der Licutenant Hans Alexander Albrecht, Gebrü- | fährt

der von Schlaberndorff, des Generals Gustav} an jedem Dienstage, Mittags 12 Uhr, Albrecht Söhue, an jedem Donnerstage, Morgens 8 Uhr, an jedem Sonnabend, Morgens 5 Uhr, von Stettin nach Swinemünde. Bei den die frühere Abgangszeit der Sonnabende bedingenden Reisen nach Rügen verweilt es in Swinemünde eine Stunde, geht

9) der Friedrich Wilhelm Heinrich Carl Ernst, Ge-|dann weiter, um am Abend vor Putbus einzutreffen, brüder Grafen von Schlaberndorff, des Staats-|dort den Sonntag hindurch zu liegen und an jedem

Montage, Morgens #5 Uhr, wieder abzugehen, um an]

demselben Abend wieder Stettin zu erreichen.

Stettin, den 25. Juni 1838. A. Lemonius.

5) der Ludwig Friedrich Wilhel,

6) der Leopold August Friedrich Wilhelur, 7) der Christoph George Gustav, - i

8) der Friedrich Wilbelm August Ferdinand,

Ministers Ernst Wilhelm Söhne, werden hierzu éfentlich vorgeladen.

sermühle mit zwei Gängen dazu gehört, so dürfte sich

Nähere Auskunft, portofreie Anfrage zu erhalten bei dem Gerichts- geschäßt ju resp. 26,640 Thlr. 27 sgr. 72 pf. und|tor Adv. Menzner in Camenz.

Stettiner Dampfschifffahrt. Während des Monats Juli wird das Dampfschiff haben. Bonn, im Mai 1838. „„Dronning Maria“, Capt. J. P. Saag, an jeden Die dem Aufeutbalte nach unbekannten Gläubiger, | Dounerstag, Mittag 12 Uhr, von bier nah Kopen- bagen ige N a s ie ri e TAA heime Ober-Finanz-Rath Heiurich Wilhelm | fördert auch, gleich dem Dampfschiffe „Kronprinzessin“,

O e i X : P Reisende, Wagen und Effekten zwischen Stettin und

2) der Kriegsrath August Wilhelm Eugeuius Leopold, | Swinemünde und legt zu deren Bequemlichkeit an's Land. ) g gu} g E Das Dampfschi} „Kronprinzessin“, Capt. E. B l ubm,

so wie L

vom 21. Jauuar d. J., Seite 47.

durch

in Hamburg erscheint :

Subhasiations-Pateut.

Besitzer zwanzig und einige Jahre mit Sorgfalt selbst! glauben wir nichts weiter zur Empfehlung hinzufügen bewirthschaftet, soll mit der heurigen sh bnen Aerndte, |zu dürfen. vollständigem Juventarium, so wie mit Nuz- und| V Brennholz-Vorräthen, verkauft werden. Da eine Was-|Erin nerung an Bonn in Liedern u. Bildern. Eine Sammlung von 41 Gedichten und 20 Ansichten, diese Vesizung auch zu Me einer Fabrif eignen. |auf Bonn und dessen Umgebung Bezug habend, nebst ugungs - Anschlag, Hegen 2 Plänen der Stadt, wie dieselbe vor 2 Jahrhunderten iref-|war und heute ist. Preis 1 Thlr. 10 sgr.

Ueber den Werth dieses Werkes verweisen wir auf eine Rezension in deu Rheinischen Provinzialbláttern,

Vor kurzem erschien in unserm Verlage :

Die Werke find in jeder soliden Buchhandlung zu

Henry und Cohen.

Bei uns ist erschienen und zu Berlin in der Stuhr. schen Buchhandlung, Schlossplatz No. 2, zu haben: Die erste Lieserung von Beschreibung von Sachsen

und der Ernestinischen, Reussischen und Schwarzburgischen Lande

Albert Schiffner, In 7 Lief. à 274 sgr. Mit 200 Ansichten in Stablstich, J. Scheible's Buchhandlung in Stuttgart.

Anzeige für Kunsifreunude. Jm Verlage von Johann August Meißner

Herculanum und Pompeji.

Vollständige Sammlung der bis auf den heutigen Tag daselbst entdekten Malereien, Bronzen, Mo-

Mas ai der dart Aas Veaushwig: dei Qotins L it era risch c Anz c ig en. saiken etc. Enthaltend sämmtliche in der Antichitä

egenen, im Hypothekenbuche Ne. 60 verzeichneten M iriéscen R Dei erbaute Wohnhaus, laut der uebsi Hypothefen-Schein in unserer Registratur einzu- sebenden Taxe auf 5500 Thlr. abgeschägt, soll im Termine / am 17. Dezember c. an Gerichtsstelle meisibietend verkauft werden. Kottbus, den 27. April 1838,

ald, zu habeu:

Bei den Unterzeichneten ift so eben erschienen uud bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3),

Culm und Gnesen, und bei L. Bam

Der Bau der Erdrinde, nach dem heutigen

di Ercolano, dem Museo Borbonico und den übrigen bisher erschienenen Werken beschriebenen Antiken, so wie in dessen Handlungen in A Bromberg, | mit neueren noch unedirten Gegenständen vermehrt.

erg in Greifs: |Gestochen von H. Roux dem Aelteren und Ad. Bouchet zu Paris. Mit erläuterndem Text, zum Gebrauch für Künstler, Gelehrte und höhere Schul-

Königl. Preuß. Land, und Stadtgericht. Standpunkte der Geognosie bildlich dargestellt| Anstalten. Deutsch bearbeitet von Dr. A. Kaiser

von Dr. J. Nöggerath und Dr. J, Burkart. Fünf Imperial. grosse Tafeln mit besonderm

in Leipzig. 200 Lieferungen, jede von 4 Tafeln fein gestochener Abbildungen mit Text und Um-

Den Hauswirthen zu Weiteudorff bei Laage fiud in Texte in gr. Folio. Preis 5 Thlr. 20 sgr. schlag in gr. 8vo. Preis für jede Lieferung 64 sgr.

der Macht vom 8ten bis cu d. M. zwei Pferde ans der Koppel gesiohlen :

Für Lehrer und Lernende der Geologie und Geo- nosie ist es ein dringend nöthiges Hülfsmittel und 1) eine dunfelbraune Stute mit einem weißen Stern | Bedürfniß, den Bau der Erdrinde im Bilde vor Au-

Von diesem interessanten Werke, welches allen Künst- lern, Gelehrten, namentlich aber den Vorstehern von Schul-Bibliothefen eine willkommene Erscheinung seyn

vor dem Kopfe, wie ein Groschen groß, 8 Jahr gen zu haben. Vorträge und Mae erhalten da-|wird, da ihnen in demselbeu auf 800 Kupfertafeln alle

alt, etwa 5 Fuß 1 Zoll hoch, mit

tragend seit 5 Wochen;

angem Halse, | dur erst Leben und Verftändlich ‘h de großen Dhren, plattem und breitem Kreuz, etwas liegende Werk ist jenem Zwecke sowohl in bildlicher nah vorn niederhängend, langsam von Gang, [als wörtlicher Darsiellung auf eine bisher noch nicht erreichte und sehr ershöpfende Weise entsprochen. Die 2) eine braune Stute mit gelblichem Schwanz und | fünf großen an einander schließenden illuminirten Ta-

Mähnen, legtere kurz, mit einem wenig größeren | feln sind nämlich von einem besondern Texte begleitet,

weißen Steru, etwa 5 Fuß 1 Zoll hoch, 13 Fahr|der unter Anderm die Synonymik in Deutscher, Fran:

alt, von gedrungenem Wuchs, gerundetem Kreuz, fischer und Englischer Sprache enthält, wodurch das | ausgegeben.

kurzen Ohreu, furzem Halse, furzem, munteren

Gang, eine Geschwulst auf dem Rüfen, vom|für ausländische Lehrbücher der Geologie und Geogno-

Sattel gedrücft, groß wie ein Hühnerei.

Ulle betreffenden Behörden ersuchen wir, wenn die|trägen auf Universitäten, Gymnafien und höhern|gen zur Einsicht vorliegen. chneten Pferde in ihrem Bezirk anzutreffen seyn| Schulen geeignet, werden eben so sehr die Studierstube] Hamburg, Mai 1838.

de sollten, selbige nebst den etwanigen verdächtigen Jn- jedes Gelehrten oder Lernenden belehrend zu schmücken

babern derselben anhalten und davon Anzeige hierher|im Stande seyn. Die Namen der Herren Verfasser| Französische Straße Nr. 21.)

gelangen zu lassen, indem wir uns zur Kosten-Erfstat- | endlich find vollständige Bürgen für den innern Werth

tung und zu Gegendiensien erbieten. der Arbeit.

eit. Durch das vor-| jene Schätze des Alterthums zu einem äußerst billigen Preise geboteu werden, welche durch die Ausgrabun- gen in Herculanum und Pompeji aus die Nachwelt gekommen sind, und die seither, obgleich so nothwendi zum Studium der Kunst und Wissenschaft, durch die Kostspieligkeit der sie enthaltenden Werke unzugänglich waren, sind die beiden ersten Lieferungen bereits

anze als Erläuterung sowoh für Deutsche als auch onatlich erscheinen vier Lieferungen; ausführliche Prospekte über das Werk sind durch alle Buchhand-

sie brauchbar wird. Die Bilder, besonders zu Vor- [lungen zu beziehen, woselb auch die-ersten Lieferun- (Jn Berlin zu finden bei Alexander Dunker,

Bei Eduard Anton in Halle ist so eben erschie-

Laage, iguoFberzogthum Mecklenburg-Schwerin, den] Methodischer Leitfaden A den Unterricht|nen und in Berlin bei T. Trautwein, Breite Str. U h

10. Juli Berordnetes Weitendorffer Patrimonial- 36 Vorlegeb

eichnen, neb

im Linear jittern und Handbüchlein: geradlinige| Sendschreiben an Y. Görres von Heinrich

den dazu gehörenden | Nr. 8, zu haben :

gericht. pigares, und 40 Vorlegeblätter und Handbüchlein : Leo. Zweite Auf Y 5 ß e. Gr. 8vo. -104 Bogen. r.

Ein Erb - und Allodial-Rittergut, 5 Meilen von Dresden, 23 Meilen von SBudis 0, 10

r. 1 Meile vou Camenz und 17 Meilen von Kloster| Die G eitung dieser Vorlegeblätter beruht auf Mariensiern angenehm gelegen, mit {dbnem, großem] einem Lehrplan, den ein Königl, hohes Ministerium, Anzeige des Herrn Dr.

rummlinige Figuren, von Michaet Bach, Leh- Geheftet. rue rer in Boppard. Preis des Leitfadens 71 sgr. Kaum war die äFedes Heft der Vorlegeblätter mit Handbüch

erste Auflage erschienen, so wurde ein eine zweite nöthig. Sie blieb unverändert. Nur fand sich der Herr Verfasser veranlaßt, in einem Vorworte ‘auf die in den Halleschen Jahrbüchern abgedrunckte

uge Einiges zu erwiedern.

Ju Verlage der Gebr. Reichenbach in Leipzig erschien so eben und ist dur alle Buchhandlungca zu erhalten, in Berlin durch Ludwig Oehmigke, Burgstraße Mr. 8:

Aus dem Leben eines Gespenstes. V

Bei Th. Chr. Fr. Enslin in Berlin s aua vollsiándig erschienen und durch alle Buchhandlungey |

Brennglas.-

Jn Umschlag. 252 Bogen. 8vo. 1 Thlr. 26 Der beliebte Schriftsteller übergiebt hiermit Publikum sein neuestes Werk, welches in feinen mannigfaltigen, meist humoristischen Mittheilungen das Juteresse der Leser vorzugsweise ansprechen wird, E

bezichen :

Lehrbuch der Mechanik, zugleich mit den dazu uöthigen Lehren der höhern Ana- lysis und der höhern Geometrie. Elementar vorgetragen und mit sehr vielen Beispielen der Anwendung versehen 0

vom Professor Dr. Martin Ohm in Berlin. Preis 8 Thlr. 72 sgr. nde zu folgenden Preisen: lr Band. Mechanik des Atoms, mit 1 Tafel, 2 Thlr. 15 sgr. - 2x Band. Statik fester Körper, mit 2 Tafeln,

. 222 sgr. G Körper, mit 1 Tafel,

Thlr. i Alle kritische Blätter haben sich höchst lobend Über |* dies Werk ausgesprochen, und da der Name des H Verfassers ohnehin ein in der mathematischen Literatur hochgeachteter ist, so wird dasselbe einer weiteren Eu pfehlung wohl nicht bedürfen.

3 Bände, mit 4 Die einzelnen

Nenesies Werk über Karlsbad.

Jn unferu Verläge ersien so ebén und if ave Y Kaiserin Josephine, únd seine Mutter, die Kdbnigin Hortensia,

¡Meigeseßt worden sind. Y Der Moniteur promulgirt das Geses über den auf die [WPersonenpl

Gr. 8ro. Unsstattun J. Scheible

Erstes Heft, mit zw

iteratur in einer vortre

der „Pickwicker.“ einer beispiellosen Berühmtheit seinen eminenten Talenten vielleicht noch n dem Höhepunkte seines Ruhmes. J wurden von dem 1sten Hefte des vorliegen den Werkes 50,000 E binnen wenigen Stun verkauft. mit dem Englischen

Braunschweig,

d

2 Thlr 3r Band. Dyuamik L

t S

ie

: f 2 e enne iger für die Preußischen Staaten. uud oiele bewohubare Räume enthaltendem Schlosse, |für den Zeichnenunterricht auf Gymnasien «nd Schu-

schönen und regelmäßig gebauten Wirthschaftsgedäuden, |len mitgetheilt. welche ersi im vorigen Jahre sämmtlich einer gründ-! Koblenz sih bewogen fühlte, das Werk als ¡weckmäßig

Buchhandlungen versandt worden :

a p A E

seine Gesundbrunnen und Mineralbäder

in geschichtiicher, topographischer, naturhistorischer und |f medizinischer Hinsicht dargestellt von h

Leopold Fleckles,

Dr. der SHeilfunde, praftischem Arzte in Karlsbad 1c.

374 Seiten, mit einem Stahlstiche. Eleg.

reis 1 Thlr. 225 sgr.

uchhaudlung in Stuttgart.

——_——————__—_—

_So ebeu erschien und ist bei E. H. Schroeder ia Berlin, Non E ars Nr. 37, zu erhalten : : eben a Abenteuer

es Nicolaus Nicklebyy. Nach dem Englischen des Boz,

des Verfassers der Pickwicfer,

bearbeitet von Dr. H Mit F rINAARnges nach Phiz

ei Zeichnungen. 1210.

Das Deutsche Publikum erhält hiermit eine der aus- ezeichnetsten Erscheinungen der neuesien Englischen ichen Deutschen Bearbeitung- Kaum irgend Einer der jeßt lebenden Belletristen Eng- lands hat die allgemeine Aufmerksamkeit mit größerer Theilnahme auf sich gezogen, als Bo Noch sehr jung, i

Zeitungs-Nachrichten. Anusl[-and.

und Polen.

Vom 1. Januar bis zum 1. Juni hiesigen Hafen Russishe Produkte im Be- age von 10,577,677 Rubeln ausgeführt. der Waaren belief sich auf 8,375,115 Rubel, unter denen sich 24,737 Pud Baumwolle, 10,550 Pud Oel, 26,655 P

irten Zuckers, 696 Pud roher Seide, für 994,018 Rubel Wein ad verschiedene Manufaktur-Waaren im Betrage von 1,357,844 Jn der angegebenen Zeit liefen in den hiesi- fen 347 Schiffe ein und 239 aus.

an schreibt aus Smyrna: „Die Pest, welche in der Metten Zeit fast auf allen Jnseln des Archipelagus ausgebrochen , ist bon den Türken aus Syrien eingeführt worden, da diese in Fhrem religidsen Fanatismus jede

Rußland

Odessa, 29. Juni. purden aus dem Die Einfuhr frem-

Rubel befinden.

orsichts-Maßregel -verabsäumt on den Jnseln wurde die Pest nah Smyrna úber- | geführt, wo sie in zwei Wochen uur zwei Menschen hinraffte, Und wahrscheinlich wird sie auch jeßt nicht weiter um sich grei- | en. Am 12. Juni hagelte es hier, und die ganze Nacht hin- | durch blißte und donnerte es; in der Umgegend von Brussa soll der Sturm dreien Menschen das Leben gekostet haben. Ein in diesen Tagen aus Brussa hier eingetroffener Reisender erzählt, | daß er daselbst eine dffentlihe Bibliothek mit Türkischen Bú- | hern gesehen habe, welche die Türken gegen Einlegung eines | Diese Bibliothek ist die einzige im Orient, | nd Christen und Türken benußen dieselbe gleich eifrig. : Brussa erwartete man den Sultan, und man hatte {hon für hn von Mudanía an einen neuen Weg angelegt, weil derje- ige, dessen man sich früher bediente, höchst unbequem ist.“

Frankreich.

Paris, 9. Juli. Dem Messa / ft zur Unterstüßung von Schiff Bige der Franzosen und der Königin .von Den in der Schweiz lebenden jungen Ludwig Napoleon zu ih- "Tem Protektor ernannt. Der Lettere hat 3000 Fr. zur fung einer Zufluchtsstätte für Arme in Rueil eingesandt, wel- Ges leßtere bekanntlich der Ort ist, wo seine Großmutter , die

rentafeln. s dfandes entlehnen.

er zufolge, hat die Ge- rüchigen, neben dem Ks- roßbritanien, auch

e der Eisenbahnen anzuwendenden Abgaben-Tarif; Ferne eseß Úber den Kanal zwischen der Marne und dem [Mhein, so wie über den nach der Garonne führenden Seiten- anal, und endlich die Verfügungen, wodurch die Städte Mar- Feille und Aix zur Erdffnung von Kanälen autorisirt werden.

F Der Minisier des dffentlihen Unterrichts, Herr von Sal- hat an die -Präfekte sämmtlicher reiben erlassen, wodurch er dieselben auffordert, die ge- hrten Gesellschaften in den Departements, die die von ihnen Sammlungen gegenseitig auszutauschen wünschen, in ben dadurch zu unterstüßen, daß ihnen die Trans- ortmittel erleichtert werden. Zu diesem Behufe sollen die Prä- denten und Secretaire jener Gesellschaften alle ihre Sendun- jen an den Minister adressiren, dèr dann für die“weitere Ver- heilung der eingesandten Denkschriften 1c. Sorge tragen wird. iècle verbreiteten Nachricht, daß der Mar- Soult bei der Englischen Regierung die Erlaubniß nach- ‘sucht und auch bereits erhalten hätte, die Gebeine Napoleon's St. Helena nach Paris bringen

prinz von Joinville sogar schon den Vehufe nah St. Helena zu segel Seite widersprochen. nem solchen Projekte schr günstig seyn, Englische es nicht gern sehen würde, obwohl der Her- Wellington den Wunsch der Franzosen unterstägen soll. as Lager von Lüneville wird, wie es heißt, in diesem Außer 4000 Mann Kavallerie ch eine Infanterie - Abtheilung versammelt. werden. Kriegs-Eskadron des $ten Kürassier- Regiments ancy gekommen, uw sih nach Läneville zu begeben. ste Carabinier-Regiment ist nach Toul verlegt worden.

epartements ein

diesem Vorha

u dürfen, und daß der uftrag habe, zu diesem n, wird jeßt von anderer die Französische Regierung doch wird behauptet,

k.

elangt und

laud n Eng sehr imposant werden.

U dort au

tund F mplare gedruck bereits is die

en 17,000 Exe ortsepung erscheint gle riginale. i

den 1. Juli 1838. i George Wesierman1l

d

Berlin, Montag den 16e Juli

__ In Angers hat am 7ten d. M. die Hinrichtung eines Pel- nischen Flächtlings, Namens Eduard Amiklewicz, stattgefunden Der Plngertnté hatte noch bis zum lesten Momente gehofft, daß die odeéstrafe nicht an ihm vollzogen werden würde.

Den hiesigen Zeitungen stehen wieder einige neue Ver- änderungen bevor, die auf eine völlige Umwandlung des äußern und innern Getriebes unserer journalistishen Presse hinwei- sen, so daß sich immer deutlicher herausstellt, wie richtig (im Interesse des Ministeriums) die Speculation des Herrn Emil von Girardin bei der Begrundung von Zeitungen für 40 Fr. war. Das Journal de Paris kündigt bereits seit einiger Zeit seinen Verkauf durch Licitation an, doch is {on zweimal ein Termin angéseht und abgehalten worden „- ohne daß es zu einem Zuschlage Ét ommen. e Charte de 1830 tritt von der politishen Schaubühne ganz und gar ab und wird sich mit dem Moniteur Parisien vereinigen, der mit sei nem offiziellen Namensvetter, dem „Moniteur Universel/“ nicht zu verwechseln is. Der erstere erscheint in kleinem Formate und kostet nur 30 Fr. jährlih. Ueberhaupt scheint man jeßt von dem Extreme des Formats, wie es eine Zeitlang der Temps gehabt, und wie es zum Theil noch das Jour- nal des Débats und die Gazette de France haben, wieder zu dem anderen Extreme zurückkommen zu wollen, in. dem neben dem kleineren Moniteur, jebt auch ein Nouvellist für 25 Fr. jährlih) angekündigt Pi der ganz an die alten eiten erinnert. Die logitimistishe Presse, - und zwar diejenige Núance derselben, die Ach mehr dem kirchlichen und klerokra- tischen Jnteresse zuwendet , ist ebenfalls durch ein neues Organ vermehrt worden, welches sich Allgemeine Zeitung (Gazette DEEEO nennt und von einem Publizisten aus Lyon redi- girt wird.

Großbritanien und Jrland.

Parlaments - Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 9. Juli. Nachdem die Bills úber die jugendlichen Sträflinge und über den internationalen Schus des schriftstelle- rischen Eigenthums zum zweitenmale verlesen waren, fragte Graf Radnor die Kanzler der Universitäten Oxford und Cambridge, Herzog von Wellington und Marquis von Camden, was gesche- hen sey, um die im vorigen idre egebenen Versprechungen, daß die Universitäten bedeutende Veränderungen in ihren Sta- tuten vornehmen wollten, zu erfüllen. Der “Ferzog von Wel[l- lington wollte sich hierauf zu keiner weiteren Antwort verstehen, als daß die Universität Oxford eine Revision ihrer Statuten begonnen habe; er wünschte, das Haus mdchte die Vorsteher der a E ruhig ihre Arbeit fortsetzen lassen und erst dann, wenn dieselbe beenoigt wäre und man die vorgenomme- nen Veränderungen nicht billige, sich ins Mittel legen.

| Der Marquis von Camden erklärte, daß der Ma-

triculations-Eid auf beiden Universitäten abgeschafst worden sey.

| Dieser Eid, der bet der Aufnahme von Studirenden abgelegt

werden mußte, bezog sich auf die Glaubens - Artikel der Angli- kanischen Kirche. r muß auch ferner noch geleistet werden, wenn ein Studirender an jenen beiden Unétversitäten sich um einen akademischen Grad betwirbt. Nachdem der Bischof von London noch versichert hatte, daß die Vorsteher und Mikt- glieder der Kollegien zu Oxford bereit und bemüht seyen, die Statuten diefer Universität in allen Fällen, wo diesel- ben sih nicht länger in ihrer bisherigen Form durchführen ließen, e verbessern, wurde zur zweiten Lesung der Jrlän- dischen unizipal - Vill Übergegangen. Lord Melbourne, der dieselbe vorschlug, sprach die Erwartung aus, daß die Bill auf dieser Station keinen großen Widerfpruch finden werde, da sie sich zwar in einzelnen Punkten von der vorjährigen Maßregel etwas unterscheide, im Wesentlichen aber ihr gleiche ; sollte man sich indeß ihrem Prinzip widersezen wollen, so schlage er vor, die Debatte erst bei dem Antrage auf Ueberwei- sung der Bill an den Auss{chuß zu eröffnen. Der Graf R o- den fand es zwar mit seiner Pflicht unvereinbar, sih der Bill nicht schon auf dieser Station zu E, wenn es dieselbe sey, welche bereits zweimal im Oberhause verworfen worden, aber der Herzog von Wellington seßte der Maßregel keinen Widerstand euORR und behielt sich die vorzuschlagenden Amendements für den Ausshuß vor. Die Bill wurde daher

ohne Weiteres L zweitenmale verlesen und der Beginn der Ausschuß - Een auf Donnerstag anberaumt. Lord Brougham hob seinen Antrag hinsichtlich des Lehr- lings-Zustandes der Westindischen Neger bis zum nächsten Mon- tag auf und fragte den Kolonial - Minister, ob man aus pecu- niairen Rücksichten den dritten Sohn des Königs von Audih, statt des zweiten Sohnes dieses Fürsten, auf den Thron erho- ben habe, worauf jedoch Lord Glenelg nicht antworten wollte. Sodann ging die Bill gegen die Cumulation der Pfründen wit

einigen Amendements. durch den Ausshuß und wurde noch ein-

mal zum Dru verordnet. Als hierauf der Antrag auf An-

nahme der schon am Sonnabend zum drittenmale verlesenen, aber noch nicht definitiv genehmigten Jrländischen Armen-Bill gestellt wurde, trug der Marquis von Londonderry auf Ver- werfung derselben an, weil sie durch die darin vorgenomme- nen eräánderungen noch schlimmer geworden sey. Graf Limerick! unterstüßte dies Amendement; FJrland, sagte er, habe die Maßregel niemals verlangt, und alle dortigen Eigenthümer seyen dagegen. Der Marquis von Clanricarde und der Graf von ountcashel stimmten dieser Ansicht. ebenfalls bei. Sie hielten jedes Armen - Geseß für einen Ver- derb für den moralischen und gesellschaftlichen Zustand jedwe- des Volks und meinten, die Maßregel würde in Jrland nur Aufruhr und Empörung verursachen, da alle Parteien, Prie- ster, Volk, O’Connell und Konservative, sih gemeinschaftlich dagegen sträuben würden. Sie prophezeiten passiven Wider- stand, Weigerung des Volks, Armenvorsteher zu wählen. Es seyen, bemerkten sle, in Jrland 2,385,000 Arme 32 Wochen während des Jahres zu unterhalten, und wenn man für Jeden nur 3 Pfund rechne, so würde dies schon den ganzen

Dettiiani

: Manches für Jrland gesche | digste wäre, daß das Vice - Königthum ganz abgeschafft | würde. (Hört | zwischen der Verwaltung Irlands und Schottlands? Alles | erkläxt, daß in Jrland keine gute Verwaltung mödglich scy,

so lange noch ein Unterschied zwischen Katholiken und Prote-

seine

Grund - Ertrag Jrlands crschöópsen. Lord Brougham, der auch wieder eine lange Rede gegen die Bill hielt,

ging vorzüglich davon aus, daß die Maßregel in Jrland durchþ-

aus unpoputär sey, während das Englishe Armen-Geses in England populár gewesen. Bemerkenswerth ist folgende Stelie in seiner Rede: „Wie lange und wie ofc hat man uns gesagt, Irland sey jeßt so ruhig! Wie pries man die Irländische R-- ierung! Und doch sagen uns jeßt dieselben Zungen, Irland habe sih noch nie in einem \o gefährlichen Zustande befunden wie jet, es versammelten sich Tausende über Tausende auf tte tumultuarishste Weise, und das Gesch sey ganz kraftles! Welches ist denn nun die S Jch glaube allerdingé, das

en múßte, und das Nothwen-

hört!) Warum soll denn ein Unterschied seyn

ftanten gemacht werde. Dies war die Ansiht des Marquis von Wellesley und des Marquis von Anglesep, dic Jrland mit fester, aber freundliher Hand regierten. Wenn jedoch an dem, was wir über den gefährlichen Zustand Jrlands hôren, etwas Wahres is, so trage ih kein Bedenken, zu erklären, das dort nicht eher Frieden seyn wird, bis der Staar die katholisd;- Geistlichkeit besoldet; man sollte, troß aller Protestationen , zu einer solchen Mrs schreiten; ih bin ¿berzeugt, die Gei!?- lihkeit würde das e sehr bald recht gern annehmen.“ (Hört, hört! und Gelächter.) Lord Melbourne bestritt die Behauptung , daß die vorliegende Maßregel in Jcland fo gewaltig unpopulär sey; im Gegentheil, er glaubte, - daß noch nie das Bedürfniß einer Maßregel so allgemein gefühic worden, als das eines Jrländischen Arinen-Geseßes. „Was die Bemerkungen über die Ruhe in Jrland betrifft““, E der Mi- nister fort, „deren das Ministerium sich gerühmt haben sell, so erinnere ih mich nit, daß damit sehr geprahlt worden wäre. Doch glaube ich, daß die Verbrechen, die in Jrland begangen werden, so arg sle auh seyn möôgen, sih nur auf einen kleinen Theil des Landes beschränken. Jch gestehe, daß ih die Aeußc- rung des ehrenwerthen Herrn (O'Connell), auf welche der edie und gelehrte Lord anspielte, nicht recht begreife; indeß glaube ih, daß sle fich nur auf Verhältnisse bezog, die mit der Zehnten - Ahgelegenheit in Verbindung stehen. Die vor- liegende Bikl, ih wiederhole es noch einmal, is eine wohlthätige Maßregel , und es hieëe Jrland s{mähenu, wenn man pre wollte, sie scy dort unpopulär, wcil sie den Gutsbesibern eine Last auferlegt. Es is eine Bill, die gewiß großen Nuten stiften, die ein ordentliches LeSen begrün: den, die Crb reiber und Bettler entmuthigen und die den Jr- ländern angeborene Neigung zur Mildthätigkeit nicht vermin- dern wird.“ (Beifall.) Lord Plunkett, der Lord: Kanzser vot! Jrland, räumte ein, daß die Maßregel ein sehr gefährlicher Versuch sey, aber, fügte er hinzu, ZJrland befinde sich jest iz einer Lage, in der es unmöglich gelassen werden könne, und die durchaus sin Armen-Geseßz erheische. Nachdem noch die Lords Roden und Glengall gegen die Bill gesprochen hatten, wurde zur Abstirnmung geschritten, und es ergaben sich für die Maßregel 93 Stimmen, worunter 24 durch Vollmacht, gegen dieselbe 31, worunter $8 durch Vollmacht, #o daß sie {ließlich mit einer Majorität von 62 Stimmen angenommen wurde.

Oberhaus. Sißung vom 10. Juli. Lord Broug- ham brachte heute die Spanischen Angelegenheiten zur Spracie und stellte einen die desfallsige ‘Politik des Ministeriums tadeln- den Antrag. Bei der Abstimmung über denselben ereignete sich der seltene Fall, daß die Stimmenzahl auf beiden Seite: gleichstand, was im Oberhause als eine Verwerfung des be- treffenden Antrages gilt. Es hing also nur an einem Haar, fo hátte das Ministerium eine Néederlage ersitten, die von decn wiGtiglen Folgen seyn konnte. Die näheren Nachrichten über diese Debatte fehlen noch.

Unterhaus. Sikzung vom 9. Juli. Zuvörderst wurde dem Hause folgende Antwort der Königin auf eine an Jhre Majestät gerichtete Adresse mitgetheilt: „Jch habe Jhre erge- bene Adresse erhalten, worin Sie bitten, daß Jh Meinen Gesandten am Hofe von Madrid beauftragen möchte, fernerhin seine guten Dienste zu verwenden, um eine baldige Erledigung der gerechten Forderungen der Offiziere, Unteroffiziere und Ge- meinen der ehemaligen unter Autorität der Geheimenraths-Be- fehle vom Juni 1835 und 1837 im Dienste Jhrer Katholi- schen Majestät befindlich gewesenen Britischen Hülfs - Legion zu erlangen. Jch habe Meinen Gesandten in Madrid nah JZhren Wunschen instruiren lassen.‘’ Hierauf richtete Herr Milnes die Frage an den Minister - der aus- wärtigen Angelegenheiten, ob das in London verbreitete Ge- rúcht, daß die Armee des Schachs von Persien von Herat zu- rücfgeschlagen worden, und daß Russische Truppen die Stadt Teheran besest hätten, gegründet sey. Lord Palmerston ant- wortete, es sey der Regierung nicht die geringste Mittheilung darüber zugegangen. Sir E. Sugden wünschte wieder einige Aufschlüsse Âber die von Lord Durham in Kanada getroffenen Maßregeln; Lord J. Russell ertheilte ihm dieselben. Den übrigen Theil der Sißung füllten die Bewilligungen der ver- mischten Anschläge, im Subsidien - Ausschusse.

Unterhaus. Sibung vom 10. Juli. Sir N. Peel machte den Präsidenten der Handels-Kammer darauf aufmerk - sam, daß man wohl unter den Offizieren, die an der Euphrat- Expedition Theil genommen, keinen Unterschied machen und nicht die Einen befördern dürfe, die Anderen nicht, welches Lestere mit dem Major Estcourt der Fall sey. Sir J. Hobhouse erwiederte, er habe dem Ober-Befehlshaber der Armee alle jene

Ee und befonders den Major Estcourt aufs angelegentlich sie

emp en, leider aber sey gerade in Detug auf den Letteren

mpfehlung von keinem Erfolg gewesen, und es freue ihn

sehr, daß die Sache von dem sehr ehrenwerthen Baronet hier zur Sprache gebracht worden, da seine Vor

ellung unfehlvar