1838 / 219 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

deren Ansehen und Reichthum ihm, dem Emporkômmling, ein Dorn im Auge ist. Mit ansehnlichem Fußvolk, dem etwa 1500 ' Kamee!e Wasser nachtrugen, und mit vier Stücken Feldgeshüß brach der Emir gegen Ain - wohl gerúster. 2000 Bewaffnete gegend, seine Bundes- Genossen Die Mecharis sind eine besondere Zucht Kameele, 50 60 Lieues des Tages zurúcklegen und 3—4 Tage éhalten. Jedes diejer Thiere trägt in der Re- it Flinten und langen Lanzen. Der Mechari öhnlichen Reiter so leiht ein, wie dieser ei- Die Truppen Abdel - Kader's langten crihôpfe vor Ain - Maydeh anz; die Zugänge zur waren unter Wasser gaeseßt, die Mauern nicht zu erklimmen, die paar Geshüßze wirkungslos. Die Reiter überfielen das La- ger des Emir, die Mannschaft der Stadt machte einen wüthen- den Ausfall; der Emir selbit soll wie ein Verzweifelter gekämpft und sih nur mit Mühe aus dem blutigen Handgemenge geret- In grdßter Unordnung trat er den Rückzug an, Die Mecharie hatten Be-

Maydeh auf. Der Tedschini war stellte ihm die Stadt und Um- 3000 Reiter und 300 Mecharis. Renner der Wüste, die ohne Nahrung au gel zwei Man holt einen gew nen Fußgänger.

tet haben. ven den Reitern unablässig verfolgt. fehl, überall den Emir aufzusuchen und ihn lebendig oder todt einzuliefern; da er sich jedoch äußerl so entfam er glücklih. Er soll 5 gene verloren haben; es versteht s{ch von selbs, gaben hier zu Lande und bei solcher Entfernung nichts weniger alé zuverlässig sind.“

Im Arsenal zu ausgebrochen , Es kam in einer zur Esse aus, glimmte die ganze Nacht und wur Bei starkem Winde, wie er herrscht hatte, wären die daranstoßenden Zimmer - und drei auf der Werfte liegende Fregatten sammt einem uner- meßlichen Material unfehlbar darauf gegangen.

Großbritanien und Jrland.

Parlaments-Verhandlungen. g vom 2. August. Der Marquis von Londonderry mehrere Fricdensrichter - Ernen- f Vorlegung der darauf bezüg- Nach einigen Debatten erklärten die Mi- n der verlangten Aktenstücke dem

Die Ver-

¿h durch nichts auszeichnet, | 600 Tode und 200 Gefan- daß solche An-

Toulon war am 29. Juli abermals Feuer leicht hätte gefährlih werden können. Maschinen-Werkstatt gehörigen Schmiede- de erst am Mor- die Tage her ge-

gen bemerkt. erkstätten

Oberhaus. Siz-

ührte wieder Beschwerde über nungen in Jrland und trug au lihen Papiere an. nister \sih bereit, die meiste Hause mitzutheilen. Unterhaus.

Sikßung vom 2. August. handlungen über die Jrländische

Munizipal Bill haben eine endung genommen, als man nach den leßten nachgie- Lord Melbourne's im Oberhause erwarten eser Minister die Amendements, welche er hineingebrachten

bigen Aeußerungen durfte; denn da di geaen die durch Lord Lyndhurst in die Bill Beränderungen zur dritten Lesung angekündigt hatte, fallen ließ und sich bereit erklärte, für jeßt mit der Maßregel in ih- zu begnügen, so konnte man glau- de auch im Unterhause einen ähnli- machen. Dies is nun aber nicht der Fall gewesen; ord John Russell in einigen Punkten neue Kon- er Opposition namentlich in der Qua- Wege entagegengekommen ; n des Ober- Es cheint also fast, vielleicht in einflußreichsten

rer modisizirten Gestalt sich das Ministerium wer chen Vorschlag zwar hat auch L zessionen gemacht und is d lifications-Frage auf _mehr aís halbem in anderen Punkten aber hat er sich den Anträge hauses entschieden widerseßt. iner Konferenz, welche O'Connell und die hen Parlaments : Mitglieder dieser Tage mit L veränderter Beschluß von dem wenn man nicht annehmen getroffen worde, imDber- egen:Umendements dürch- sondern lieber dem Un- u überlassen. Die Minister lbstt die ihnen am eifrig- en über ihre estigkeit gegen wogen gefunden haben. Und gen sind, erklären

J. Russsell gehabt, ein etwas Ministerium gefaßt worden zu seyn, will, daß gleich anfangs die Verabredun hause, wo doch wenig Aussicht war, die Bill nicht weiter aufzuhalten, terhause die neue Umgestaltung derselben z ch wohl auch dadurch, daß se Zeitungen bedenkliche Aeußeru

sten ergebenen t zu größerer

Nachgiebigkeit laut werden ließen, die Forderungen der Opposition be seibst nachdem ihre ministerielle Blätter, noch zu nachgiebig erscheine Blendwerk, für eine nomine hohlen , l ypokritiihen Versöhnung Nähere der heutigen war dér Hauptstreit die Wahl - Berechtigung zur welche Lord J. N von nur 5 ‘Pfd., Census von 10 Pfd. hatte Lord Lyndhurst noch eine gro zwar schr langer Amendements Heute gelangte nun diese m Gemeinen zurück,

dements des Oberhauses entschieden werde. Amendements wird selbs von de ständig mitgetheilt, zu haben scheint, Einige derje anderen eines dieser mentswahl berechtigten troß der neu einzuführenden bisheriges Recht beibehalten sollte Vorrechte der bisherigen sogenann ten Köcperschaften inden Städten, Rechte ertheilende Munizipal- Bili würde also nach diesem Amendement Privilegien einer städtischen Aristokra- der anderen sie wieder eingescht haben. róffnete daher die heutige Diskussion s mit einer langen Rede, in welcher irs, welcbe mit demselben ihnen vorwarf, daß sie die man ‘mit Recht das höchste rhalten woliten. mit dem Ober- inister in seiner

Gegen- Anträge durchgegan denen diese Anträge in mehreren Punkten n, die Bill dennoch für ein bloßes lle Abschlags-Zahlung und für einen s - Versuch. Was nun das úber die Bill betrifft, so bekanntlich die mehrerwähnte Frage über Besekung der Stadt - Aemter, für Unterhaus einen Wahl-Census Lord Lyndhurst und das Oberhaus einen festseßen wollten.

Verhandlungen

ussell und das

Außerdem aber ße Menge anderer und die Bill hineingebracht. izifirte Bill von den Lords damie hier über die Amen- Der Jnhalt der n hiesigen Blättern nich ihnen an Zeit und Lust gefehlt die weitläuftigen Paragraphen durchzustudi- sben werden indeß angeführt. Amendements, daß die bisher zur Parla- der alten Corporationen, Munizipal-Verfassung, dieses ihr n; nun sind es aber gerade solche ten Corporationen, der privilegir- welche durch die neue allen Stadt- Verfassung abgeschafft

weil es auch

So will unter

bürgern gleiche werden sollen ; die mit der einen H ) tie abgeschafft und mit John Russell e Amendement : Lyndhurst und die Pa heftigste angriff un

der bejaaten er den Lord gestimmt, aufs alten Corporationen, geg Mißtrauen hege, indirekt Durch eine Aufforderung zu use úber eine ede unterbrochen, seßlzte diesel telstunde zurückgekehrt war, ments des ándera Hauses in f jenigen Amendements, die, wie das e Zweck hätten, gewissen Mitgliedern der bisherigen Vorrechte ‘und Vortheile zu bewahren, welche die u nehmen und auf andere zu übertra llten z. B. nach den Lyndhurstschen

en Corporátiónen auf Lebe gkeits-Anstalten behalten, eben so die Psflastern Und” Erleuchten dér

hüben und aufrecht e einer Konferen andere Maßregel wurde der e aber, als er nach einer V iter fort. Er theilte die Amende ünf Klassen : 1) Die große Anzahl der- ben beschriebene, offenbar den orporationen ursprüngliche en beabsich- mendements nszeit die

Bill ihnen

die Mitglieder “der bisheri Verwalrcung der Wohlthät Berfägung über das Reinigen,

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Straßen, und auch das Recht, zur Abtragung der bishsrigen Gemeindeschulden das Gemeindegut ju verpfänden. Ferner sollten die bisherigen Stadtschreiber, Marktschreiber und Waa- gemeister in ihren Aemtern belassen werden, so sehr sie auch, wie der Minister sagte, ihre Ernennung veralteten Mißbräu- chen zu verdanken hätten. Mit einem Wort, der Zweek dieser ganzen Klasse von Amendements sey, den alten Corporationen so viel Gewalt als mdglih zu lassen und den neuen so wenig als möglich zu geben. Lord J. Russell bemerkte, es sey unmöglich, neben dem neuen System die Mißbräuche des alten beizubehalten, und trug deswegen darauf an, die sämmtlichen in diese Klasse | gehörigen Amendements zu streichen. 2) Die zweite Klasse bil- | deten diejenigen Amendements, nah welchen die Munizipal- Verfassung einer kleineren Anzahl von Städten und Flecken bewilligt werden sollte, als die ursprüngliche Bill vorgeschlagen. Diese Aenderung wollte Lord J. Russell sich gefallen lassen. 3) Diejenigen Amendements, welche sih auf die Gränzen der Srádte beziehen. Der Minister gab zu, daß einige derselben micht unzweckmäßig seyen; da aber eine genügende Diskussion derjelben in diesem Hause der Natur dec Sache nach nicht möglich sey, so schlage er vor, jenen Amendements die Bestim- mung hinzuzufügen, daß der Lord: Lieutenant von JFrland nach Anhörung seines Verwaltungs- Rathes befugt seyn solle, sie nach Maßgabe der Umstände abzuändern. 4) Die auf die Sheriffs bezüglichen Amendements. Hier empfahl Lord J. Russell dem Hause, bei seinem früheren Beschlusse zu beharren. 5) Endlich die Amendements hinsichtlich der Wahl-Befugniß bei den Stadt- Wahlen. Hier \{chlug der Minister eine Art von Mittelweg vor. Der Wahl Census soll bekanntlich nach der Armen-:Steuer berechnet werden; nämli derjenige Bürger , dessen Haus oder Grundstúck Behufs Bestimmung díeser Steuer zu einem jähr- lichen Ertrag von 5 oder, wie die Opposition will, von 10 Pfd. veranschlagt ist, soll zur Wahl der Munizipal - Beamten berech- tigt seyn. Nun schlug Lord J. Russell vor: von der so veran- shlagten Ertrags-Summe solle ein Viertheil auf Reparaturen, Abgaben und fonstige Unkosten gerechnet werden, und wenn die- ses Viertheil, zu der veranschlagten Summe hinzugefügt, 10 Pfd. ausmache, so solle der Besizer wahlberechtigt seyn, so daß also ein zu $8 Pfd. taxirtes Haus das Wahlrecht gäbe. Die ganze Aenderung liefe folglich darauf hinaus, daß der Census weder 5 noch 10 Pfd., sondern eine zwi- schen beiden liegende Zahl seyn sollte. Nachdem diese verschiedenen Anträge von Lord F. Russell motivirt worden wa- ren, suchte Sir R. Peel sie zu widerlegen und erklärte na- mentlih, daß er sih auch dem neuen Vorschlage des Kabinets rúckjichtlich des Wahl-Census widerseßen müsse. Das erste Ge- E Lord J. Russell's zu der Klausel, welche die ränzen der Stadt-Gemeinden bestimint, war, daß der Lords Lieutenant die Macht besißen solle, diese Gränzen zu verändern. Sir Robert Peel widerseßte sich dem Vorschiage, weil jene Klausel nach dem eigenen Bericht der ministeriellen Gränz-Kom- missarien gemacht sey, und weil das Amendement dem Lord- Lieutenant, einem Regierungs-Beamten, eine Gewalc gebe, die er zu Parteizweken mißbrauchen könne. Nachdem Lord Mor- peth für, Lord Stanley gegen das Amendement gesprochen, ward dasselbe mit 111 gegen 103, also mit einer Majori- tát von nur 8 Stimmen angenommen. Am lebhaftesten war die Debatte úber die Wahl Qualification und den neuen Vor- {lag Lord J. Russell’s, der den eigentlichen Census auf 8 Pfd. seßt und, '/, fär andere Abgaben und Lasten hinzurech- nend, die von den Tories verlangte Zehnpfund - Qualification herauébringt. Sir R. Peel bestand auf seinem Vorschlage, den Census zu 10 Pfd. beizubehalten und ihn nach der in der Jrländi- schen Armen - Bill bestimmten Abgabe zu machen, da dies die einzige feste und sichere Bestimmung sey. Herr Hume erklärte sich gegen jede andere als die Fünfpfund - Qualification, indem er die Minister. bitter tadelte, diese aufgegeben zu haben. O'Connell klagte über die traurige Halbheit der verstümmel- ten Bill, durch die sie zu einem Spott werde; aber rente dem Vorschlage des Oberhauses und der Minister wollte er immer noch lieber den lebteren, das kleinere Uebel, wählen. Der mi- nisterielle Vorschlag wurde endlich mit 169 gegen 154, also mit einer Majorität von 15 Stimmen angenommen. Zwei andere ministerielle Amendements gingen mit’ Majoritäten von 18 und 20 Stimmen durch. Bei der 68sten Klausel {lug Lord Russell vor, den Rest der Bill bis zum folgenden Abend zu verschieben ; diesem beistimmend, ging das Haus nah 1 Uhr auseinander. Jn der Unterhaus-Sitßung vom 3. August wur- den auch die úbrigen Amendements des Oberhauses zu der Jr- ländischen Munizipal-Bill, auf Antrag Lord J. Russell's, sämmtlich verworfen. Einem von Lord Morpeth vorgeschlage- nen Gegen- Amendement widerseßte sich Sir R. Peel mit be- sonderer Lebhaftigkeit, es wurde aber am Ende mit 116 gegen 97, also mit einec Majorität von 19 Stimmen angenommen. Einige glauben nun, daß die Minister, da bei der hartnäckigen Opposition Sir R. Peel's von dem Oberhause in Bezu auf die noch streitigen Punkte dieser Bill schwerlich Nachgiebigkeit u erwarten sey, die Maßregel und mit ihr auch die Jrländi- he Zehnten-Bill ganz aufgeben würden, in welchem Fall die Haupt- Arbeiten der dietjährigen Session wieder umsonst gewe- s)sen wären.

London, 3. Aug. Ueber die Holländisch - Belgischen An- gelegenheiten liest man in der Morning Post Folgendes : „Einige der Holländischen und Belgischen Blätter bringen fortwährend Mittheilungen, die angeblich von ihren Korrespon- denten in London herrühren sollen, und die dann regelmäßig wieder zu uns zurückfehren und in den Londoner Zeitungen erscheinen. Diese Mittheilungen sind großentheils bloß dazu geeignet, das Publikum irrezuführen. Was die Fragen über das Gebiet und über die Schuldrückstände Belgiens, und nicht nur die Rückstände, sondern auch die künftige Theilung der g Schuld anbetrifst, so weichen die von den eiden Mächten, die bei den Unterhandlungen betheiligt sind, gehegten Ansichten und erhobenen Ansprüche so sehr von einander ab und lassen sich offenbar so wenig vereinigen, daß die Repräs- sentanten der großen Mächte zu dem stillshweigenden Einver- ständniß gekommen sind, es könne durch förmliche oder regelmäßige Versammlungen der O uls solcher, für jest nichts gefördert werden. Was also in diesem Augenblicke geschieht, besteht nur aus unregelmäßigen und, wenn auch nicht wirklich, doch dem An- schein nah immer nur beiläufigen Diskussionen zwischen einzel- nen Mitgliedern der Konferenz oder mit den Repräsentanten Hollands und Belgiens, ohne einen weiteren Zweck, als durch freundschaftlihe Vorstellungen eine Annäherun hervorzubrins gen, die zu einer befriedigenden Uebereinkunft offnung geben könnte. ir haben Grund, zu glauben, daß nicht ehec eine

Versammlung der L DOELSeN wird, bis die beiden |

| STeT an dex größere

ebereinstimmung in Ansichten und wecken an den Tag legen, als es jeßt der Fa

ll ist. Nach der

Art und Weise, wie die Unterhandlungen gegenwärtig betrieben werden, fann man wohl ohne Be lich e Versammlung der Konferenz werde der Welt als ein Z gelten können, daß jede wirkliche Schwierigkeit {hon übe den und daß der Schlußvergleich, wenn nicht ganz erreicht, doch Wenn man von Drohungen over

auch nur von dem Gedanken spricht, daß gegen eine der beiden wang anzuwenden seyn dürfte, so tönnen daß feine solche Drohung ge,

eußen, durch das Band der liebten König verbunden, be- esellschafts-Saale, welchén Se. yern zu diesem Behufe auédrüklich Mit den Preußen verbanden sich r anwesenden Deutschen, Russen und Engländer, leichen Gesinnungen der innigsten und aufrichtig- ung gegen Preußens hochherzigen an dem Feste Theil nahmen. de General von Naßmer,

ser von Nagl r Landrath

n Quellen befindlichen Pr c und Treue für ihren ieses Fest in dem ne ¿t der König von Ba ewilligt hatte.

denken sagen, die erste förm,

seinem Ziele sehr nahe sey. Liele der hie ston Verehr lichen König fommandirend Staats - Mini

wahrhaft ritter- Se. Excellenz der Se. Excellenz der er, der Geheime Rath Wendt aus von Byla aus Nordhausen hatten enheit sämmtlicher Theilnehmer Einleitung ( . Bei der Tafel wurde der erste Toast hi Sr. Majestät des allverehrten Königs von Sr. dem Landgrafen von Hessen: Barchfeld unter dem Böller vom alten Berge und begleitet von dem Heil Dir im Siegerkranz‘“ ausgebracht. Dann Excellenz der General von Nakmer das Wohl t des Königs von Bayern aus. Dieser Toast galt errn, der durch seine Huld so viel für Kissiagen An der Tafel waren gegen drittehalbhundert ‘Per- Ein Ball machte den Beschluß dieses fro- jedem Preußen theueren Tages. Herr Peter Bolzano be- sich bei diesem Feste als ein musterhaster Wirth. Ueber- errschte Frohsinn und die Gesinnung der dankbarsten Treue Gesegnet sey diesex Tag, Heil Friedrih Wil- helm dem Gütigen, dem Gerechten, Gott erhalte den König und sein Königliches Haus:

Leipzig, ©. Aug. Mit den vielleicht erst in eini- aen Monaten auszugebenden Bank-Actien, wozu die eigentliche Zeichnung erst mit heute beginnt, ist schon jeßt viel Agiotage und Speculation getrieben und der zu erwartende Ausfall der n Actien mit 5 und mehr pCt. pro Stück verkauft Hierbei fann nur der Kapitalisk gewinnen; wer sich die ndrhigen Summen erst dazu hat borgen müssen (sier zu hohen Zinsen) und erwogen hat, wie lange das eingezahlte Geld ungenutzt bleibt, wird bei diesem Handel wenigstens kein ver- hälcnißmäßig gutes Geschäft gemacht haben.

Unsere stadtishe Verwaltungs - Behörde hat nunmehr den Plan, geeignete Schritte gegen die durh Vermehrung der Hunde rgefährten Unanneh lichkeiten und Gefahren zu thun, ins Nach vorheriger Rücksprache mit den Stadtver- ordneten soll vorläufig auf die nächsten drei Jahre eine Hunde- Steuer von 1 Rihlr. 8 Ggr. für einen männlichen, 16 Ggr. fár einen weiblichen Hund jährlich eingeführt und die einkom- mende Svmme dem hiefigen Jakobs-Hoepital (dem eigentlichen städtischen Krankenhause) und dem Georgenhause (einer Anstalt imathlose und Unbemittelte) angewiesen werden. achdein der Hof Schauspieler Rott aus Berlin seine Gast- fviole beendigt hat, is jezt Eßlair von München hier einge-

betheiligten Parteien Z wir mit Bestimmtheir versichern , äußert worden, und wir sind auch fest Öberzeugt, daß ein so, cher Gedanke Niemanden je in den Sinn Der Kanzler der Schaßkammer hat einen - infuhrzölle vom Zinn angekündigt. Tagen sind der Fürst von Hohenlohe, der von Oldenburg, zu einem Besuch bei und der Britische Botschafcer in F Sir Thomas Farquhar, vom Kontinent hier eingetroffen König der Belgier soll seine beabsichtigte Reise nach Englan bis nach der Prorogation des Parlaments aufgeschoben haben. Der Russische und der Schwedische Krönungs-Botschafter Graf Stroganoff und Graf Löwenhjelmn, sind am Dienstage Paris abgereist. Gestern folgte ihnen eben dz ¿Bolschafter, Herzog voy [E 8 h eide wollen dort erst d,

efommen is. ntrag auf schafung der E f Abs In diesen T und die Prinzessin dajestät der Königin,

zu diesem Feste getroffen. auf das Wo Durchlaucht Donner der

Hochgesange:

Sr. Male ndes von hiec nach dem La

in auch der Portugiesi]che Krönun almella, mit seiner Gemahlin. Vermählung ihrer Tochter mit einem rcichen Edelmanne feiery und sih dann nach Lissabon begeben. Der Marquis von CElanricarde, berhauses gehört, soll, der Morning Ps Stelle des Grafen Durham zum Botschafter sischen Hofe designirt und bereits mit Anstalten zu seiner Abreise, die im Okrober stattfinden würde, beschäftigt seyn Dasselbe Blatt will wissen, daß der Herzog von D bekanntlich einer der reichsten Pairs von England, als Briti after nah Mailand gehen werde. hrt eine Stelle aus der mehrerwähnty von Lord Durham in Kanada erlassenen Prockamation an, un wie weit dieser Staatsmann davon entfernt sey, sh Lord Brougham vorgeworfenen Felonie \{uldig er, nah der Aeußerung des Lekteren, einen Mord an den verbannten Rebellen verüben zu wollen, falls diese nad sollten. „Wenn der General-Gouverneut Prozedur hinrichten ließe‘, hatte Lord Mord begehen.‘ Jn der wenn sie ohne Erlaub: betreffen lassen, des Hochver g etfannt und verurtheilt werden Und, sobald daß sie ohne die besagte Erlaubniß n in derselben betroffen

das Gerüt

n versammelt.

der zu der liberalsen und Verehrung.

Fraction des O

scher- Krönungs-Botsch Spie Der Courier gezeichn

zu zeigen, der ihm von zu machen od

Kanada zu1ückehren sie ohne gerichtliche Brougham gesagt, „so würde er einen Proclamation heißt es aber: niß sih wieder i raths für schuldi sie Überführt worden, der Provinz Kanada zucügekehrt und woroen sind, sofort die Todesstrafe erleiden.“

Paris soll, wie der hiesige Courier saat, he Regierung wolle dem Niedêrländischn se zusenden, weil derselbe sich aus den Ar Ministeriums der auswärtigen Angele peschen der Herren Bresson und

erk geseßt. Sie sollen, ges n der Provinz

gehen, die Fran Gesandten seine chiven des Franzdsischen genheiten Abschriften von De Sebastiani verschafft habe. Ueber Triest har man hier Berich vom 1. Juli, welche die zuversichtliche Ueberzeugung auesprechet, daß Mehmed Ali fär jeyt keinen Schritt thun werde, der die Orient stdren kdante. Aus San Salvador

Die Dampfwagenfahrten auf der Eisenbahn bis Wurzen sind, wie alles Neue, scher besucht und Fremden wie Einheimi- hen ein interessanter Genuß; wer namentlich an der Erdffaung den 31. Juli d. J. Theil genommen hat, kann das Jmposante beider Wagenz'ige und den fceundlichen Empfang in Wurzen Leider hatte am Tage vorher bei der Probefahrt einen der Bahnwäcter durch eigene Nachlässigkeit das Unglück betroffen , daß ihm ein Bein zerschmettert wurde. Es \ind nunmehr die von der Regierung genehmigten Eisenbahn- Kassenscheine bis zum Belaufe von 100,000 Thalern ausgegeben worden, die nah Art dec neuen Preußischen Kassen: Anweisun- gen sehr fein und geschmackvooll gearbeitet sind.

Stuttgart, 3 Aug.

te aus Alexandrien

nicht genug rühmen. Ruhe im M E Os

in Central-Amecrika hat man Briefe vom 2. Mai, welche es bestätigen, daß die Ruhe in Guarp mala vollkommen wiederhergestelle war. Republik, Señor Salazar, war nicht ermordet worden, sondern | 1d sich ganz wohlbehalten auf seinem Landsiß.

Seit Moncag ist das Wetter sehr veränderlih, und es hat viel geregnet; die Preise des W in die Hdhe gegangen; der Englische ist gegen die hilling auf den Quarter und der fremde, unte Schloß liegende um 3 Shilling aufgeschlagen, und es wurden zu diesen Preisen viel Geschäfte gemachr.

Der Präsident der

Nachdem die irdischen Ueberreste des Herzogs Heinrich von Württemberg gestern von Ulm in Ezlingen angelangr Und von da in feierlichem Zuge abgeholt worden waren, wurden dieselben am gestrigen Abende unter feierliher Begleitung in die hiesige Stiftskirche gebracht, wo deren Beisezung in die Königliche Familiengruft auf eine dem hohen Range des Verewigten entsprechende Weise um 9!/, Uhr

Se. Kaiserl. Hoheit

eizens sind daher von neuem

Preise um 2 S

Helgoland, 4. Aug. Nicht nur in der auch in der Fremde trägt der Dies wurde am ge|

Preuße- König und trigen Tage, wie anderer Or Schon am f:ühen Morgen verkündeten der Klippe der Jnjel und dem Meer, di Mittags vereinigten sid

Frankfurt a. M., 5. Aug. der Großfürst Thronfolger von Rußland ist heute Mittag um 12 Uhr nach Wiesbaden abgereist. Gestern war der regierende Herzog von Nassau hier eingetroffen; Se. Durchlaucht machte | sófort dem Großfürsten einen Besuh und Se. Kaiserl. Hoheit erwiederte denselben.

Bremen, 3. A hier eine Mäßigkeits -

im Herzen. ten, so hier offenbar. Kanonen'\chüsse von ein festliher Tag angebrochen sey. sámmtlihe auf Helgoland anwesenden Preußen und mit ihnet Viele der übrigen Bade - Gesellschaft , einem Festmahle im Conversationshause. der Saal von de Herrn Legeler, mit det Blumen und mit Flaggen s Gedicht trug Fräulein vot Sein Jnhalt klang in t stimmten alle Anw Sr. Majestät dem K d in vollkräftiger Begeisterung t! Hymne, begleitet von dem Ör schlägen. Später wurde no

136 Personen an dt m Laufe dieses Monats wird auch ) chaft ins Leben treten ; die Auffor- derung zur Theilnahme an derselbèn ist. in der ersten Nummer des „Mäßigkeits-Blattes für Nord-Deutschland“/ enthalten, das in monatlichen Lieferungen erscheinen wird, und als dessen Her-

egeber sich die Pastoren Mallet, Jken und Tiele genannt

Zahl, zu na) vor demselben war mit Flaggen geshmückc, Königl. Hof- Gärtner zu Sanésouci, Nanienszuge Sr. Majestät in geshmackvoll dekorirt. Hagn mit Krafe und Innigkeit vor.

jedem Gemüthe wieder. Freudig beweg senden in das dreifache Ho nige dargebraht wurde, un klang die Preußische National - chester und weithallenden Kanonen ein eigends fúr das Fest verfaßtes Lied gesungen. Der zweit Fest-Toast galt Britaniens jugendlicher Bewohnern Helgolands. Auch des Deutschen Gesammt- landes, so wie seines schôneren Theiles, der Deutsche wurde nicht vergessen und im Sinne unseres mildthäti Milde gegen die Armen der Jusel Gesellschaft hatten die S einen reihlihen Ertrag.

mehrere Häuser am Fallm glänzten in

Niederlande. Aus dem Haag, 3. Aua. Zur Feier Geburtstagé nigs von Preußen findet heure Abend il des Prinzen

Das Fest -

Oesterreich.

Tepliß, 28. Juli. Se. Majestät der Kaiser von Rußland haben das zum Andenken der bei Kulm gen Russen von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich er- herrliche Monument son zweimal und letzthin in G sellschaft Höchitihrer Frau Schwester, der Kronprinzessin der Niederlande, Kaiserliche Hoheit, besucht und dem dort zur Be- wachung wohnhaften Oesterreichischen Invaliden und Theilneh- mer an dem Kulmer Treffen den Annen - Orden vierter Klasse

ch ist am -23sten von

ch cin, das

efallenen heldenmüthi-

Königin, der dritte del

nebst einem Geschenke

u ertheilen geruht Se. Durchl. der Ó

úrst von Metterni dier nach seinem Schlosse Königswart bei Marienbad ab

Bis zum 23sten d. betrug die Zahl der Kurgäste 17 Darunter kommen seit dem 22. Juli vor: der Kaiserl. Russische Gesandte am Dresdner Hofe, v. Schröder, der Kaiserl. Russische Gesandte am Berliner Hofe, v. Ribeaupierre, und der Kaiserl. Russische Ober:-Ceremonienmeister, Graf Woronzoff-Daschkoff, aus Peteréburg.

K Der in den Ortschaften des Pesther dmicats durch die Donau-Uebershwemmung angerichtete Schade beträgt laut Schäßung 1,517,322 Fl. 16 Kr. C. M. Ganz 3987 Wohnhäuser, 744 Kammern, 2424 Häuser, 259 Kammern, 384 e Schade an den Gebäuden betcägt, 991,421 l. 35 Kr., an Viehfut-

ammlung übernommen; sie gewährt ahlreih besuchter Ball, estlicher Erleuchtung.

Abends war

milien mit 3089 Personen.

Sr. Majestät des Kd! länzender Ball im Palais Sr. Königl. Hoheit riedrich satt.

Unsere Truppen im L

Gegenwart Jhrer Königl.

prinzen von Oranien mehrere Mandver ausgefährt.

ager von Reyen haben vorgestern il ; oheiten des Prinzen und des Er Y Pesth, 26. Juli. zUsammengestürzt sind:

elgien. 2092 Ställe; beschädigt:

ie Herren Dujardin und Fallon sind um ‘Herrn Vandeweyer namenb Belgischen Angelegenheit Herr Dumortier geht niht nah London.

Ein Baraillon des 3ten Regiments ist gestern , mit an der Spike, auf der Eisenbahn aus dem Lager von loo hier angekommen.

Deutschland. Kissingen, 4. Aug. Der 3. August war in fceeundlichen Saalthale zu Kissingen ein festlicher Tag.

B

Brúfsel, 2. Aug. D gestern nah London abgereist, lih in der Geldfcage der Holländisch -

2K rnerfcüchten 132,864 ter 66,777 Fl. 14 Kr., an Vieh 9760 Fl. 54 Kr. u. s. w. Spanien.

Dem Courier wird aus San „Die vor einigen

nterstüßen.

panishe Gränze. astian vom 26. Juli geschrieben : ochen hier angekommene Berg - Artillerie und 3000 Mann znfanterie rückten gestern“ von hier aus, um die Karlisten zu rhindern, die Aerndte einzubringen. Drei Bataillone stellten

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si unter der Anführung O'Donnell's bei der Meierei Zubieta und die übrigen Truppen unter Santa Cruz bei Lasarte auf. Der Zweck der Expedition wurde erreicht und drei und. zwan- zig große Wagen - Ladungen Getraide nach San Sebastian ge- braht. Auch wurden bei dieser Gelegenheit ein Offizier und fünf Chapelchurris zu Gefangenen gemacht. Ein gelungener Streifzug dieser Art ist, weil er die Karlisten verhindert, ihre Winter - Vorräthe einzusammeln , von gleicher, wenn nicht von größerer Wichtigkeit sür die Waffen der Königin, als eine eroberte Stadt oder eine gewonnene Schlacht, es sey denn, daß durch leßtere das Schicksal eines Feldzuges entschieden würde. Seit mehreren Jahren bin ih fast bei allen Gefechten und Rekognoszirungen in Alava und Biscaya zugegen gewesen, aber noch uie habe ich die Karlistischen Linien lo von allen Vertheidigungsmitteln entblößt gesehen, wie am 2isten. Nur etwa drei Compagnieen stellten sich uns entgegen, und es wurde, außer von unserer Artillerie, wohl kein Schuß

“abgefeuert. Am Abend, bei der Rückkehr nah der Stadt,

wurde aus einem Hause im Thale auf eine Compagnie der Königin geschossen; es gelang indeß bald, die Karlisten aus ihrer Stellung zu vertreiben, wobei zwei derselben getödtet und die sechs oben erwähnten Chapelchurris gefangen genommen wurden. Mit Ausnahme dieses Vorfalls war die ganze Ex- pedition nichts weiter als eine militairische ‘Promenade. Auf einem Hügel hinter Zubieta zeigten sich vier Lanciers, von denen Einer die Britische Uniform trug und wahrschein- lich zu denen gehört, die vor kurzem desertirten. Von den 3000 Rekruten, die für das Corps des Generals O’Donnell hier erwartet werden, sind etwa 1200 Mann bereits angekom- men. Man glaubt, daß, wenn alle 3000 zur Stelle sind, der General O’Donnell den vertheidigungslosen Zustand der Pro- vinzen benußen und einige Streifzüge unternehmen wird, um die Aufmerksamkeit der Karlisten von Estella, Cantavieja und Morella abzulenken. Die Britischen Jngenieure sind seit eini- r Zeit beschäftigt, von dem alten Kloster nah dem Berge

gueldo, auf dem der von den Karlisten zerstôrte Leuchtthurm steht, einen Weg zu machen. Die Britischen Marine-Soldaten haben daselbst cin Fort - errichtet , von dem aus man die ganze feindliche Linie , Hernani gegenüber , erblickt. Die Bewohner von San Sebastian betrachten zum Theil die Besetzung ailer wichtigen Positionen durch die Engländer mit argwöhnischem Auge und scheinen zu fürchten, daß dieselben sich hier eben so festsezen würden, wie im Süden auf dem Fel- sen von Gibraltar. -— Die bisherigen Gerüchte über die Be- wegungen des Grafen von Luchana sind so widersprechend, daß es unnúß wäre, siè anzuführen. Jn diesem Augenblicke heißt es, habe er sih von Estella zurückgezogen und die Absicht, die- sen Ort anzugreifen, aufgegeben. Dies sollte mich gar nicht überraschen, denn seine Truppen sind so von allem Nothwen- digen entblößt, daß sie niht im Stande sind, das Feld zu hal- ten; seine wiederholten Vorstellungen in Madrid waren bisher | ohne Erfolg.“‘

Man schreibt von der Navarresishen Gränze vom

29. Juli: „Weder Espactero noch die Karlisten in Estella hat- ten bis zum 26sten das Geringste unternommen. Der Erstere befand sich in Logroño, wo er die Ankunft einer Geldsendung und die Artillerie der Britischen Legion erwartete. Don Car- los war noch in Estella, und die Operationen gegen diese Stadt sollen_erst dann beginnen, wenn die Belagerung von Morella und Cantavieja ihren Anfang genommen hat. Der Bischof von Leon, die Karlistische Junta und verschiedene im Dienst des Don Carlos stehende Personen befanden sih in Villafranca. Der Graf d’Espagna hat sich nah der Einnahme von Solsona nach Torregassa zurückgezogen. Dem Vernehmen nach, hat Cabrera den Bewohnern der Ddrfer um Morella bei Todes- strafe befohlen, ihre- Wohnungen zu verlassen und ihre Fuhr- werke zu zerstören.“

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Einem Schreiben aus Konstantinopel vom 18. Juli in der Allg. Zeitung zufolge, hat die Flotte des Kapudan: Pascha den Befehl erhalten, sih nicht weit von der Asiatischen Küste zu entfernen und die Flotte Mehmed Ali's überall, wo sie die- jelbe treffen sollte, anzugreifen, entstehe auh daraus, was da wolle. Alles soll Überhaupt in der Osmanischen Hauptstadt das Ansehen des baldigen Ausbruches eines Krieges zwischen der Türkei und Aegypten haben. ;

Englishe Blätter enthalten Berichte aus Kon- stantinopel vom 11. Juli, denen zufolge die ganze Russische Kriegsflotte im Schwarzen Meere, wdörunter 3 Linienschiffe, 2 Korvetten, 5 Briggs und 2 Dampfböte, im Ganzen angeblich 30 Schiffe, durch die lesten Stürme daselbst gewaltig gelitten haben soll; ein Theil der Schiffe, heißt es, sey ganz zu Grunde gegangen, der andere zum Dienst unfähig gemacht worden. Die

scherkessen sollen zwei ans Land getriebene Korvetten geplüän- dert und dieselben dann nebst vier anderen Schiffen unter den Kanonen eines Russischen Forts in Brand gesteckt haben. Ein Ausfall der Garnison dieses Forts zum Schuß der Korvetten wäre angeblich mit bedeutendem Verlust von den Tscherkessen purüefgeshagen worden. Nach denselben Berichten hätte der

ussishe Konsul zu Trapezunt von dem dortigen Pascha die Zersidrung des Türkischen Schiffes, auf welchem der Engländer Longworth aus Tscherkessien entkommen, und aller an Bord desselben befindlihen Güter verlangt, weil ein Ferman des Sul- tans seinen Unterthanen jeden Verkehr mit Tscherkessien unter- sage, und der Pascha soll dieser Forderung Genüge geleistet haben. Ferner melden diese Berichte, daß Herr von Chrza- nowski, ehemaliger Polnischer General, von der Türkischen Re- gierung in Dienst genommen worden sey.

Inland.

Geburtstag8feier Sr. Majestät des Königs.

_— Königsberg i. Pr., 4. Aug. Der gestrige Tag wurde hier von der treuen ‘Anhänglichkeit der Alt - Preußen an die Ae: Coltetf Person ihres hochverehrten geliebtén Königs mit dem heitersten Frohsinn gefeiert. Am Morgen war die ganze Garnison zum feierlichen Gottesdienste auf dem großen Exercir-

lage versammelt; die Deutsche Gesellschaft hielt eine dffentliche

ibung; später begingen die Mitglieder der Ostpreußischen

Landschaft in ihrem Geschäfcs - Gebäude die Feier des Tages, mit der sich ihnen das Fest des funfzigjährigen Bestehens der hiesigen landschafclichen Sozietät verband. Zu dieser Doppel- feier waren die höheren Militair- und Civil - Beamten geladen, welche hiernächst von den Mitgliedern der Landschaft in dem Gasthofe „zum Deutschen Hause“/ festlih bewirthet wurden. In den Logen und in der Deutschen Ressource hatten die Mit- glieder sich zahlreich zu einem frohen Mittagsmahle versammelt. Konzerte in dem Garten der hiesigen Bödrsenhalle und in allen dffentlichen Gärten, eine allgemeine Jllumination und mehrere

brillante Feuerwerke beschlossen diesen auch von der jeßt sonst hier sehr unbeständigen Witterung begünstigten T Posen, 6. Aug. - (Pos. Ztg.) Das schönste National- olkes, die Allerhôchste Geburtstagéfeier des besten der Könige, wurde am verflossenen Freitage bei uns auf eine eben so würdige als erhebende Weise durch die feierliche Grundsteinlegung zu der neuen evangelischen en. Nur durch das Gnaden - Geschenk Königs von 20,000 Rthir. wurde es der Gemeinde möglich, den lange beabsichtigten Bau ihrer Kirche würdig auszuführen. Die Umgebungen und der Bauplahz seibst waren auf das fest- lichste geshmückt, und alle Notabilitäten der Stadt zu dieser Feier geladen und sehr zahlreich erschienen; außerdem bedeckte eine unübersehbare Menschenmenge die Räume rings um den Bauplat, wie die Fenster und Dächer der zunächst gelegenen Die evangelische Geistlichkeit des Orts, wie der bes nachbarten Gegenden, die katholischen Kirchen - Kollegieen von der Pfarr - Kirche und der St. Martins - Gemeinde, die erschienenen Geistlichen und Kirchen - Vorsteher der zweiten Posener Superintendentur, so wie die angese- hensten Gemeinde: Glieder begaben sich, der evangelische Bischof Herr Pr. Theol, Freymark in ihrer Mitte, unter Vortritt der Schule zwischen einem von der {dn uniformirten Schütengilde gebildeten Spalier hindurch auf den Bauplaß, wo sie den Herrn Ober-Präsidenten Flottwell, die hohen Koliegien der Re- gierung und Justiz, die hohe Generalität, so wie die übrigen Militair - und ‘Civil-Autoritäten empfingen. den inneren Raum des Bauplabes eingenommen hatte, stimmte der Sänger-Chor von einer erhöhten Estrade herab den herrli- chen Gellertshen Choral: „Wenn Christus seine Kirche {üßt““ V. 1, 3 u. 4) an, nach dessen Beendigung der evangelische Bischof Herr Dr. Freymark eine die eigentliche Feier einleitende, tief ergreifende Rede hielt und mit einem Gebete endigte, worin er des Himmels Segen auf den neuen Gottes-Tempel herabflehte. Darauf überreichten der Bau-Conducteur und der Maurermeister, | die sich nebst den sämnitlichen, festlich gekleideten Werkleuten auf einer mit Blumengewinden geschmückten Plateform neben dem Grundstein aufgestellt hatten, dem Herrn Ober-Präsidenten die erforderlichen Maurergeräth\chaften und ersuchten ihn, im Na- men Sr. Majestät des Königs den ersten Hammerschlag auf den Grundstein zu thun, welchen alt ehrwürdigen Brauch denn auch derselbe, nachdem er einige inhaltschwere Worte über die Bedeutung desselben gesprochen, feierlichst vollzog. brachte ein Mitglied der Bau-Deputation Sr. Majestät un- serm Allergnädigsten Könige ein dreimaliges Lebehoch aus, worin die ganze Versammlung mit donnerndem Jubel einstimmte. | Jett nahte sih Herr Ober-Bürgermeister Naumann dem Grund- | steine und vollführte, unter einigen angemessenen Worten, im Namen der Stadt den zweiten Schlag. merschlag that Herr Stock, das älteste Mitglied des Kirchen- Kollegiums, Namens der Gemeinde als Patron. Darauf stimmte eilig, heilig 2c.‘ an, nah dessen Beendigung emeinde, HerrKonsistorial:Rath Dr. D ütschke, Herzen erhebende Festrede hielt. Zur ferne- ren Feier des Allerhdchsten Geburtstags fand um 11 Uhr im Dome, unter Ausführung der herrlichsten Musik, ein feiers lihes Hochamt statt, wobei der Erzbischof persönlich celebrirte und mit der úberaus zahlreichen Versammlung den S Höchsten auf unseren erhabenen und gnädigen Herrn herabfleh- te. Mittags hatten sich im Kasino, in der Loge und an anderen Orten frohe Tafel-Vereine gebildet, die das: \hdne Fest unter Jubel und Becherklang und unter dem Donner des Fes stungs-Geschüßes froh begingen. Abends war die Stadt er- leuchtet, und der Theater: Direktor Vogt gab, in dankbarer Er- innerung des, ihm unlängst gewordenen Geschenkes, freies Schauspiel, wozu die sämmtlichen Pläße zur einen Hälfte für Militair-, und zur anderen für Civil-Personen eingeräumt waren. Bis tief in die Nacht hinein durhwog- ten frôhlihe Schaaren die erleuchteten Straßen und erfreuten sich besonders am Anblick des \{chdnen Rathhauses, das unser loyales Magistrats - Kollegium auf eine eben \o reiche als ge- shmackvolle Art hatte erleuchten lassen.

Düsseldorf, 3. Aug. (Elberf. Ztg.) Die diesjährige Feier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät unseres all- verehrten Königs hat sih den frühern Jahren würdig ange- hlossen und die immer wachsende Liebe und Anhänglichkeit an den wahren Landesvater und sein Erlguchtes Königliches Haus Aufrichtige Verehrung gegen das theure Haupt unsers Allergnädigsten Königs, Friedrich Wils- helm Ill, des Gerechten, hat diesen Tag zu einem wahren é Am 2. August, Nachmittags 5 Uhr, wurde die Feier dieses Festes auf- eine würdige Weise in der vor 2 Monaten ins Leben getretenen Realschule begonnen, welche Schule damit gleichsam selbst erst feierlich eröffnet wurde und keinen passenderen Tag zu dieser Feier hätte wählen können, als eben den Geburtstag des Königs, dem sie ihr Entstehen und selbst ihren Si6 als Geschenk Seiner Gnade verdankt. “Heute, am Allerhöchsten Geburtstage selbst, liche Freude; eine Versammlung zur Feier des hohen Tages reihte sih an die andere, unter beständigem Donner der Kano- nen von frúh Morgens bis in die späte Nache. Um $8 Uhr zuerst war feierlicher Gottesdienst für die fatholishen Schüler des Königl. Gymnasiums, darauf große Kirchen: Parade der nzen hiesigen Garnison im Hofgarten vor dem Palais Sr. eit des Prinzen Friedrih, wobei Herr Divisions- ) nje eine tief ergreifende und allgemein begeisternde kräftige Rede hielt, in Gegenwart von Tausenden, ihren König verehrender Zuhörer aus allen Ständen. wurde auf die gewöhnliche Weise in der prachtvollen Aula des Königl. Gymnasiums die Feier von einer hochansehnlichen, sehr ng begangen. Daran reihen \sih ein großes geshmückteri Saale der Lese: Gesellschaft, ckerschen Garten, viele andere Bälle, f, bis spät in die Nacht wird der

Koblenz, 4. Aug. (Rh. u. Mos. Ztg.) Wie überall in unserem Vaterlande, war man auch hier be den Geburtstag Sr. Majestät unseres Allergnädigsten Königs zu feiern. Am Donnerstag Nachmittag festlich geshmückten Saal des hiesigen Versammlung eingefunden, um der eine ansprechende Weise wechselten bei derselben Reden und Declamationen mit dem Gesange vater- ländischer Lieder. Nach dem Rede - Aktus begab sch die ganze Versammlung auf den Turnpla£, wo der Herr Direktor des Gymnasiums gediegene Worte zu den Herzen der Zöglinge sprach. Hierauf wurde unter de'n Donner der Böller die Fahne, die der Anstalt vor sieben Jahren von hiesigen Bürgern ve worden, aufgezogen; und nah Absingung des Liedes: ,„ Dir im Siegerkranz ‘/ begannen die Turn -

Fest des Preußen -

etri - Kirche be- r. Majestät des

sámmtlich

Sobald der

Den dritren Ham-

| der Chor das ,„, der Parochus der eine, aller

llerhôchsten Gnaden-

aufs deutlichste bekundet.

Festtage gemacht.

herrschte allgemeine fest-

Um halb 12 Uhr

ahlreichhen Versammlu

iner im friegerisch Konzert und Ball im Be eudenschießen, Feuerwer ubel erschallen.

auf eine würdige Weise schon hatte sich in dem Gymnasiums eine zahlreiche Vorfeier beizuwohnen. Auf