1838 / 248 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Minister freilich úber die von Rußland an der Tscherkesfischen Küste und von Frankrei gegen Mexiko und Buenos-Ayres erdssneten Blokaden nicht beschweren könne. Der „Times“/ zufolge, wäre Eng- land je6t ganz wehrlos gegen einen Angriff zur See, denn während die drei neu aufgekommenen Seemächte Rußland, Frankreich und Aegypten mindestens 60 Linienschiffe, 30 {chwere Fregatten nebst 30 Kriegs - Dampfschiffen, alle im besten Stande, in zwei bis vier Wochen gegen England aufbieten könnten, bestehe die ganze See- macht an der Britischen Küste nur aus 7 Linienschiffen und einigen fieineren Fahrzeugen, die nicht einmal auf vollklommenem Frie- densfuße ausgerüstet seyen. Als eben so unzulänglich schildert dieses Blatt die Englische Seemacht auf den Amerikanischen

tationen, so daß die Vereinigten Staaten, wenn sie wollten, jeden Augenblick Neu-Schottland erobern könnten und, wenn im Fall eines Ausbruchs von Feindseligkeiten zwischen England

und Rußland die Russische Ostsee-Flotte der Englischen im Ka- | | rie, Kavallerie und Artillerie vorúber defiliren. Das treffliche

| Aussehen der Truppen und ihre {dne Haltung fanden allge- !| meine Anerkennung. Hierauf mandvrirten das ôte Linien-Jn- | fanterie- Regiment (Prinz Karl) und nah ihm das te Che-

nal bei günstigem Winde nur einen Vorsprung von einem ein- zigen O abgewänne, ganz Westindien für England verloren cyn wärde.

Mit Hinsicht auf den angekündigten Unitausch der Obliga- tionen der Dänischen in London negoziirten Anleihe von 1825 hatte sich an der hiesigen Börse die Besorgniß verbreitet, daß der fúr diese Anleihe bestimmte Tilgungs-Fonds bei dieser Be- legenheit vermindert werden solle, und diese Besorgniß drohte, einen nachtheiligen Einfluß auf den Werth jener Fonds auszu- üben. Die Times giebt daher in ihrem heutigen Bdrsen-Ar- tifel eine von dom Hause Rothschild ihr zugegangene Erklärung, die zur Beruhigung des Publikums dienen soll, und in welcher versichert wird, daß der im nächsten Monat zu verwendende Tilgungs - Fonds der besagten Anleihe so groß seyn werde, wie irgend einer der früheren.

Auch in British-GBuiana hatte, wie von dort unterm 13. Juli gemeldet wird, die Legislatur beschlossen, die Neger schon mit dem 1. August dieses Jahres ganz frei zu geben. Den Pflanzern is dafür eine Entschädigung bewilligt worden. Man wollte nun auch noh durch ein Geseß für die Unter- stüßung der arbeitsunfähigen Neger sorgen.

Das neueste Asiatic Journal enthält eine Menge von Nachrichten aus dem Orient, die jedoch schon etwas veraltet find. Ju Bezug auf die Persischen Angelegenheiten wird darin unter Anderem behauptet, daß es Herrn Macneill. bereits ge- lungen gewesen, einen Friedens - Vertrag zwischen dem Schach von Persien und dem Beherrscher von Herat dem Abschluß nahe zu bringen, daß aber die Ankunft des Russischen Gesand- ten, Grafen Simonitsch, Alles rückgängig gemacht habe. Die Nachrichten aus dem Birmanenlande lauten widersprechend, die einen friedlich, die anderen kriegerish, so daß man über die Wendung, welche die Dinge dort nehmen werden, noch ganz in Ungewißheit is. Jm Jnnern von Ostindien sah es sehr traurig aus; die Hungersnoth soll beispiellos seyn. Zu anderen Besorgnissen gab die unter den Eingeborenen sih äußernde hef- tige Opposition - gegen die Englischen Missionaire Anlaß, die durch ihren übertriebenen Eifer in den Hindus einen Haß ge- gen die Europäische Bildung überhaupt zu wecken anfingen.

Ein hiesiges Blatt findet es nicht passend, daß der König der Belgier, wie es heiße, nah London kommen wolle, wäh- rend die Holländisch - Belgische Konferenz in Berathung wäre, da man wisse, welchen -Einfluß König Leopold auf die Königin Victoria und auf Lord Palmerston ausübe und die Konferenz folglih dur einen solchen Besuch in dieser Zeit nur in Verle- genheit geseht werden würde.

Niederlande.

Aus dem Haag, 31. Aug. Dem Vernehmen nach, wer- den Jhre Königl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Frie- drich ehestens wieder eine Reise nach Berlin antreten:

Herr von Fabricius hat hier bei Hofe eine sehr shmeichel- hafte Aufnahme gefunden und unmittelbar nach seiner Ankunft bei Sr. Majestät dem Könige gespeist.

Amsterdam, 31. Aug. „„Bis heute ‘/, sagt das Han- delóblad, „hat die Niederländische Regierung noch keine di- refte Mittheilung von der Londoner Konferenz über deren leß- ten auf die Theilung der Schuld sih beziehenden Beschluß er- halten über einen Beschluß, nah welchem die Bestimmun- gen über die Vertheilung der Schuld zwischen Holland und

elgien, und die von lebterem- Lande zu übernehmende jähr- liche Zinszahlung, einer Revision unterworfen und in manchen Beziehungen zu Gunsten Belgiens modifizirt werden sollen. Dieses Zaudern der Konferenz, mit ihrem einmal gefaßten Be- schluß ans Licht zu treten, kann keinen anderen Grund haben, als die Schwierigkeit, diesen Beschluß, nachdem man jeßt ein- mal von den 24 Artikeln abgewichen, so einzukleiden , daß eine S agung desselben von Seiten Hollands zu erwarten seyn

nnte.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 31. Aug. An den lehten. Abenden haben wiederum einige Straßen-Aufläufe stattgefunden, wobei in meh- reren Häusern die Fenster eingeworfen und anderer Unfug ver- úbt wurde. Da die Nea )amgen der Polizei: Beamten’ ohne Erfolg blieben , so hat das Militair, Cardets vorgestern Abend, mehreremal einschreiten müssen, und es sind verschie- dene Îndividuen , denen iebt der Prozeß gemacht wird, ver- s worden. Gestern Abend haben die Patrouillen die

olfêmenge bald - wieder zerstreut. Ueber den eigentlichen Grund dieser Aufläufe enthalten unsere Zeitungen noch nichts Näheres, doch scheint so viel sicher, daß dieselben nicht politi- cher Natur sind: Hauptsächlich finden die Zusammenrottungen vor einem sogenannten Kaffeehause statt, welches nicht im besten Rufe zu stehen scheint.

Dänemarf.

Kopenhagen, 1. Sept. Die hiesige halbamtliche (Ber- lingsche) Zeitung giebt die Nachricht, daß vom 1. Oktober d. J. der Groffirer, Murr Nathanson, durch so viele wichtige Schrif- ten úber unsere Verhältnisse, besonders die finanziellen, bekannt, die Redaction dieses Blattes übernehmen werde.

Konferenz-Rath Oersted traf am 28sten v. M. von Viborg in Aalborg ein, wollte aber, dem Vernehmen nach noch nach Viborg zurückkehren , um verschiedene, die geschlossenen Ver-

andlungen der Stände betreffende Angelegenheiten vor seiner üreise nah Bopanhagen zu ordnen.

Gestern kam die Königliche Brigg „St. Thomas“, Capi- tain-Lieutenant Graah, von Amerika hier wieder an.

Deutschland.

Augsbur g, 2. Sept. (Allg. Ztg.) Die Gewißheit, daß Jhre Majestäten der Kaiser von Rußland und der u von Bayern , so wie der der Königs - Familie Bayerns \o nahe ste-

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| hende Erbe des Throns, der eine von Deutschlands stärksten Säulen bildet, in Person der Eröffnung des Lagers beiwohnen und zugleich große Heerschau halten würden, lockte gestern eine große Volksmenge nach dem Exerzirplaßze bei dem Dorfe Kriegs- haber, in dessen Nähe das Lager abgesteckt war. Dem Kaijer Nikolaus m Rechten ritt Se. Majestät der König von Bayern, zu seiner Linken Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Preu-

| pen. Nachdem Jhre Majestäten von den Generalen, an deren | Spige der Ober - Befehlshaber, Prinz Karl Königl. Hoheit, | ehrfurchtsvoll bewillkommt worden waren, seßten sie ihre Pferde ! in Galopp und langten unter dem Zurufe des Volks, dem

Schmettern der Trompeten, dem Ertdnen der Regimenuts-

| Musiken vor den in Parade aufgestellten Truppen an.

Hier ritten Jhre Majestäten mit ihrem zahlreihen Ge-

| folge zuerst an der Fronte aller Glieder hinab und ließen

dann das ganze, gegen 17,000 Mann starke Corps Infante-

vauxlegers- Regiment (König) in Gegenwart Jhrer Majestäten. Die Înfanterie führte während anderthalb Stunden fast alle

| Bewegungen und Figuren des neuen Kriegs - Exercitiums mit " Práâzision, Raschheit und Sicherheit aus. Während eines sehr lebhaften Heckenfeuers, welches das ganze Regiment in zwei | Gliedern machte, tummelte der Kaiser sein Roß fast dicht an

der Mündung der Musketen und streichelte dabei das edle

, Thier, welches an Knall und Pulverdampf ziemlich gewöhnt

hien. Das treffliche Chevauxlegers - Regiment zeigte bei der

| Ausführung der oft “sehr schwierigen und verwickelten Reiter-

Manöver, bei den unaufhörlichen Schwenkungen der Eskadronen,

| der Aufldsung ihrer Glieder zum Tiralleur - Gefechte oder zum Angriffe mit der blanken Waffe und ihrer raschen Wiederformirung | beim Rückzuge, eine bewundernswerthe Uebang und Gewandtheit. | Auch der Feldmarschall Fürst Wrede, der tapfere Nestor der | Baierschen Armee, dem der Kaiser nah dem Ende der Uebun-

gen freundlich die Hand schüttelte, wohnte denselben bei. Ge- gen 3 Uhr gab ein Kanonenshuß das Signal zur Formirung des Lagers. Jn wenigen Minuten war auf dem kurz zuvor ôden Plate die weiße Leinwand-Stadt erbaut. Die Soldaten hatten sich schnell in ihren Zelten eingerichtet, und man sah sie bis zum Abende singend und kochend bei ihren Lager-Feuern sigen. Gegen halb 4 Uhr kehrten JI. MM. mit ihrem Ge- folge nah der Stadt zuráck. Das Wetter, welches am Mor- gen mit Nebel begonnen, hatte sich während des Tages aufs herrlichste aufgeklärt. Nach der Truppenschau waren Jhre Majestäten, die Prinzen, die Generale und ein großer Theil der hôheren Offiziere bei dem Generalissimus Prinzen Karl in dem Schäbler’schen Landhause vereinigt.

Dresden, 1. Sept. (Leipz. Ztg.) Die betrübende, vor- zugsweise in größeren Städten gemachte Erfahrung, daß beson- ders die außer der Ehe geborenen Kinder von ihren Aeltern aus Noth oder aus Leichtsinn oft verlassen, schon vom zartesten Alter an sogenannte Zieh - Aeltern übergeben, von diesen aber nicht selten aus Speculation zum Betteln oder zu Verbrechen angehalten werden, und so in sittlicher Verwahrlosung heran- wachsen, als Verbrecher die bürgerliche Gesellschaft gefährden und den Kommunen öffentliche Unterstüßung abnöthigen , hat die Polizei - Deputation unserer Stadt im Cinverständnisse mit den übrigen hiesigen Lokal-Behdrden vermocht, alle sogenannten Zieh - Aeltern unter polizeiliche Aufsicht zu stellen, und mit schriftlichen Instructionen zu versehen. Zu diesem Zwecke wird besondere Konzession zur Auferziehung hierorts oder auswärts geborener Kinder ertheilt, bei dieser Ertheilung aber auf sittlich gebildete, unbescholtene und sonst zur Erziehung der Kinder geeignete Personen gesehen, und dazu das Gutachten der Ar- men - Versorgungs- Behörde vernommen werden. Diese, nach Befinden unter Mitwirkung achtbarer Frauen, wird die spezielle Aufsicht über Zieh - Aeltern und Zieh - Kinder führen, und fär lehtere künftig eine Aufenthalts-Karte erfordern. Diesen Zweck sicher zu erreichen, sind die Hausbesißer gehalten, in den halb- jährigen Haus - Verzeichnissen die Zieh - Kinder, unter Angabe des Namens, Standes und Wohnortes der Aeltern anzumer- fen, so wie die Hebammen verpflichtet werden, geschehene außer- eheliche Entbindungen der Polizei-Behdrde anzuzeigen. Auch werden die Directionen der Entbindungs- Anstalt und des Stadt- Krankenhauses dieselbe Behdrde von dergleichen Encbindungen in Kenntniß: seben.

Friedrihshafen (Württemberg), 30. Aug. Gestern Nachts sind Se. Majestät der Kaiser von Rußland zum Be- suche bei der Königl. Familie hier eingetroffen, haben den heu- tigen Tag im Kreise derselben verweilt und sind heute Abends 10 Uhr wieder von hier abgereist.

annover, 3. Sept. Die Hann. Zt g. schreibt aus Em- den: „Eine wichtige Untersuchung beschäftigt in diesem Au- genblicke unsere Kriminal-Behörde. Am 26. Aug. strandete auf dem Memmert bei Borkum eine Amerikanische Brigg, Und es aben sih von dieser Schiffs-Mannschaft 5 Matrosen, theils

ngländer, theils Holländer von Geburt, aufs feste Land geret- tet. Schon die Eile, mit welcher vier derselben ihre Entfernung betrieben und Fuhr-Gelegenheit nah Brake suchten, erregte Verdacht, als noch mehrere Umstände hinzutraten, welche ver- muthen ließen, daß niht Sturm oder sonst ein Mißgeschik, sondern vielmehr ein shweres Verbrechen den Untergang des Schiffes veranlaßt haben möchte. Die Geretteten befinden sich nämlich niht nur im Besiße einer Menge Kleidungs- und, Schiffs-Inventarienstúcke, sondern es fehlen auch von der Be- sazung der Capitain, der Steuermann, der Bootsmann und der Koch, welche das Opfer einer Meuterei geworden zu seyn scheinen. Die Kriminal-Behörde hat daher am 29. Aug. Abends die Arretirung. eines dieser Matrosen verfügt. Dem fánften der Geretteten, der bereits mit einem Schisse von hier nach Hamburg unter Segel gegangen war, wurde ebenfalls nachge- set, und auch er wird so eben gefangen eingebracht, indem der widrige Wind das von ihm bestiegene Schiff an der Mündung der Ems zurückhielt. Man is sehr gespannt auf den Ausgang der Untersuchung eines schaudererregenden Verbrechens, welches sich, zur Schande der Menschheit, in neuerer Zeit nicht selten wiederholt hat.‘

Schweiz.

Luzern, 31. Aug. Tagsaßung. —_ Aus der Sibung vom 27. August tragen wir Folgendes nach. Dr. Kern, indem er den Beschluß des großen Rathes von Thurgau eröffnete, bemerkte in Bezug auf die namentlich von Neuchatel verlangte Auskunft, ob Louis Napoleon bei Erwerbung des Thurgaui- schen Bürgerrechts förmlich auf das Französische Bürgerrecht Verzicht geleistet habe: „Die Frage, ob Jemand in einem Kanton das Bürgerrecht auf geseßliche Weise erworben habe, liegt lediglich in der Kompetenz ded Kantonal - Behörden zu

entscheiden. Wenn diese offiziell Jemanden. als Bürger an; erkennen, so is dieser Anerkennung von den übrigen tänden Glauben beizumessen und der Betreffende als Schweizer Bür, ger anzusehen. Uebrigens war Louis Napoleon zur Zeit, als er das Bürgerrecht von Thurgau erhielt, nicht einmal Franzz, ischer Bürger, da die Napoleoniden auf immer aus Frankreich verbannt und der bürgerlichen Rechte verluzkig erklärt sind. Eine Verzichtleistung auf das frühere Bürgerrecht wird in Thurgau nur da gefordert, wo der Betreffende ungeachtet der Annahme des Thurgauischen Bürgerrechts das des ausländischen Staates nicht verlôre. Indessen hat Louis Napoleon in einer Zuschrift vom 20. August an den großen Rath erklärt, das Thurgauische Bürgerrecht scy das einzige, welches er besitze. Dieses ist deny auch nicht etwa ein bloßer Ehrentitel, weil man im Kanton Thurgau nur ein Bürgerrecht kennt, wonach alle Bürger glei sind. Der große Rath hat sodann erklärt, daß die Behördey politische Umtriebe gegen das Ausland selbsi zu bestrafen wis, Es scheint gewisse Personen zu geben, die sich in der Näh

von Arenenberg herumtreiben, da oder dort etwas hören,

uad in ihrem Diensceifer es nah Paris berichten, ohne zy untersuchen, ob es Geund habe. o erscheinen dann in dey ministeciellen Blättern die albernsten Gerüchte über Louis Napoleon. So heißt es in der „Revue des deux mondes“’, e lasse sich Kaiser nennen und betrachte seine Umgebungen als Unterthanen. Der Gesandte hat dann noch die Voílmadht erhalten, gegen jede die Souverainetät seines Kantons verleßend Schlußnahme Verwahrung einzulegen, hosst aber nicht, hiervon Gebrauch machen zu müßen, indem er nicht glaubt, daß di, eidgenössischen Stände, welche unlängst die Verfassung voi Thurgau garantirt haben, zu Beschlüssen die Hand bieten wet den, wodurch die Grundsäße dieser Verfassung verleßt würden.“

Die wegen der Französischen Note niedergeseßte Kommissin hat am Donnerstag den 30. August Abends noch eine Sibumy gehalten, und man hofst, daß sie in derselben zu einem Beschluß gekommen sey. Ueber die Berathung selbst verlautet noch nichts. Dies zur Berichtigung der Blätter, welche die Tag saßung schon die Note zurückweisen und dem Beschluß von Thucgaa beitreten lassen.

Schaffhausen. Jn dem JInstructions- Beschluß unseres großen Rathes für Abweisung des Französischen Begehrens heißt es unter Anderem: „Das Verhältniß zwischen der politi {chen Machr Frankreichs und den schwachen Kräften der Sáweiz kann hier niht in Betrachtung kommen; es sollte hingegen der Sat eine Wahrheit seyn, daß Frankreich und die Schweizerische Eidgenossenschaft im Europäischen Staaten - System als selbs ständige, gleichberechtigte Glieder nebeneinander stehen, und dn Eidgenossenschaft die. Verpflichtung obliege, ihre nationale Un abhängigkeit, ihre Würde und ihre Ehre gegen jede Anfechtung und um jeden Preis aufrecht zu erhalten und zu behaupten, und das Bestreben, dieser Pflicht Geuüge zu leisten, höher ste

hen solle, als Bestimmungsgründe, die nur aus den Geboten einer ängstlih berechnenden Staatsklugheit abzuleiten ren.‘’ Die Instruction wünscht, als Anhang eine Zusicheruy an Frankreich, daß die Schweizer Kantons - Regierun gen keine Störungen der Ruhe anderer Staaten vot ihrem Gebiete aus dulden werden. Endlich sollte die Ge sandtschaft dahin wirken, daß die Regierung von Thurgau

veranlaßt werde, von Louis Napoleon Bonaparte eine aus: drücfliche Verzichtung auf das Französische Bürgerrecht zu or: dern, und ihm die Vermeidung aller Umtriebe aufs beste eiw uschärfen. „Dieser Antrag“/, bemerkt hierzu die Züricher B citun g, „Und vornehmlich seine Begründung muß, auch ab gesehen von dem jeßigen Falle, jeden Eidgenossen freuen, dem es für Schaffhausens Stellung und Gesiunung in den leßten Jahren bange geworden ist. Man verdankt ihn vorzüglich Herrn von Meienburg- Rausch , der auch in der Sibung de großen Rathes, wo der Beschluß auf Antrag des kleinen Ra thes genehmigt worden, wieder {chêne Worte gesprochen hat. ¿Er fühle \sih gedrungen“‘/“/, sprach er unter Anderem, „„ nige Betrachtungen über die Politik Frankreichs und die Folge, welche die Ablehnung seines Begehrens für die Eidgenossen schaft nach sich ziehen könnte, anzustellen. Die demokratischen Grundsäte, welche in der Schweiz an Umfang und Bee im mer mehr zunehmen, sagten dem System der gegenwärtigen Franzds- schen Regierung nicht zu, weil sie sich bei der vielfachen Berührungde beiden Nachbarländer und dem Anklang, den jene Grundsäße ail bei einem Theil des Französischen Volkes finden, durch dieselben

ihrer Existenz gefährdet glaube; darum habe sich die Stellun F

Frankreichs zu der Schweiz verändert jenes Frankreich das zur Zeit des Umsturzes der Bourbonischen Dynastie einen

so großen Werth darauf g?legt habe, in der Schweiz und Bel

gien, gleichsam als Vorposten, Sympathieen zu gewinnen und das neue System dadurch zu befestigen. Uebrigens sey Frank reich fortwährend selbst der Zufluchtsort der politischen Unzusfris denen; in jenem Lande sey, neben dem jungen Frankreich, Vereinigungspunkt des jungen Italiens, des jungen Deutsh lands, der Polen; ja diese Fluchrlinge erhielten sogar, wie s aus den alljährigen Budgets ergebe, Unterstüßung aus den Franzdsishen Staatsgeldern. Darum dürfe Frankreih um st weniger ein Begehren, wie das jeßige, an die Schweiz stel len,‘ Der Redner unterstüßt noch die Ansicht, daß ernste Folgen aus der Üblehnung nicht entstehen werden, durch Hin weijung auf die allgemein in Europa befolgte Politik.‘

Ftalien.

Mailand, 27. Aug. Vorgestern kamen der Kaiser und die Kaiserin in Como an, wo sie auf das feierlichste empfange wurden; die erwartete Beleuchtung auf dem See hatte aus de! Umgegend und aus Mailand Tausende zusammengeführt; das Schauspiel selbst brachte eine außerordentliche Wirkun hervor. Der Kaiser wohnte derselben in einer kleinen Barke bei. An anderen Tage war Schiffrennen und außerordentliches Theo

Die Allgemeine Zeitung enthält über die ereitt mehrfach von uns erwähnte Ankunft des Kaiserpaares in Jta lien folgenden Bericht aus V ico vom 26. August: „Es wl den Kaiserlichen Reisenden uicht bestimmt, Jtalien in dd Schmue seines blauen Himmels zu begrüßen. Während

ganzen Reise über den Stelvio fiel hestiger Regen, welcher es

nachließ, als der Zug Sondrio, das zweite Nachtlager in Jw

| lien, erreichte. Auf der Hdhe des Joches ward der Kaiser v0!

dem Vice - König, dein Erzherzog Johann, dem Gouvernel! der Lombardei, Grafen Hartig, und dem General - Komman danten, Grafen Radebky, in einem eleganten Pavillon bew

kommt. Fichten- und Tannenzweige s{hmückten den leichte! Bau, und ließen vergessen, daß man sich in einer Höhe b fand, in welcher selbst diese Bäume des Nordens nicht mehr fortkfommen. Daneben errichtete Eis-Pyramiden waren dur

den in Strômen herabstürzenden Regen zu Wasser gewo? den. Zu dem dunklen Himmel und wilden Schneegestdbe!

essin das Taubstummen - Institut und ohen Besuche. Sie er-:Präsidenten und Zerrenner, in der leßteren aber von tolberg und der Frau Präsidentin von

oheit die Prin leinkinder-Bewahr- wurden in der ersteren von dem Herrn

oßartige Schauspiel eines Ungewitters. Wo die Ünfreundlichkeit der Elemente schadhaft e das Landvolk mit wundervoller Schnelligkeit och verursachte dies manchen Verzug. Auch die Fernblike, deren man bei heiterem Wetter über einen en Gesichtskreis genießt, gingen verloren; der Kaiser ohlthat des Himmels denn das durch lange Dürre gelitten mit seiner Ankunft ort, welches unter dem Landvolke von lange vor dem Kaiser die Thäler elina und die Ufer des Comosees erreicht hatte. Jn wurden die seit dem Mittelalter durch ihre Heilkraft be- Schwefelquellen besucht. Noch trägt eine Stube des alten ses den Namen la Stanza della Duchessa, nach einer Deut- Zeither entstand unter dem Regierung und insbesondere des gegenwärtigen ein geräumiges Etablissement, welches über drei- Unterkunst bietet, und in der Mitte dieser auf einer dem Alpenabhang abgewonnenen t seinen drei Geschossen, langen Korridors und voll- eingerichteten Wohnzimmern ,

das esellte si nstalc mit Jhre

wieder her. errn Pro

herúhmten der Frau

empfangen. esel, 1. Sept. Se. Königl. Hoheit der Prinz Wil-

aber, daß diese nigs) traf am 30sstten v. M.

helm (Sohn Sr. Majestät des K hier ein und wohnte dem Manöver der Truppen war großer Ball, die Stadt erleuchtet und überl pfang ein allgemein freudiger. Durch vielfache die Anhänglichkeit der Bewohner auch anderweit kund. dem Rhein wurde ein neues eisernes Dampfschiff feierlich ein- geweiht und erhielt den Namen: „Prinz Wilhelm von Preu- pen‘. Nachdem heute die Mandver der Truppen beendet wa- ren, verließ Se. Kdnigl. Hoheit wieder unsere Stadt.

Königsberg, 1. Sept. Mäßigkeits-Ver- eine im Regierungs-Bezirk Königsberg. Nachdem von Seiten der Provinzial - Behörde die angemessenen Aufsor- derungen geschehen und die bekannten Werke, welche Belehrung und Ermunterungen über diesen Gegenstand enthalten, verbrei- tet worden waren, hatten sih hon bis zum Schlusse des Jah- res 1837 in dem Regierungs - Bezirke Königsberg 20 Vereine, und zwar 9 Enthaltsamkeits- und 11 Mäßigkeits-Vereine gebil- Die neuesten bekannt gewordenen Resultate über das Fortschreiten der einzelnen Vereine sind sehr erfreulich. So hat . B. die Zahl der Mitglieder des Mäßigkeits-Vereins des Holland vom 26. September v. J. bis 16. Juni d. J. um 493 Personen vermehrt und nach der dem Ausschusse dieses Vereins von Seiten mehrerer Gutsbesißer des Kreises Pr. Holland zugekommenen Mittheilungen der Debit an Branntwein in den Schankhäusern seit Errichtung des Vereins sehr merkbar vermindert. Mehrere im Kreise als Trunkenbolde befannte Personen, welche dem Vereine beigetreten sind, haben sich fortan nüchtern verhalten, und ist fein Vereins- Mitglied wegen Verlezung der Statuten verwarnt worden. Uebel des unmäßigen Genusses von Branntwein und anderen hißigen Getränken nah Möglichkeit e ner die Königliche Regierung hierselbst durch da vom 24. Oktober 1837 Gastwirthen , Schänkern 2c. bei 15 Strafe verboten, einem bereits Angetrun- und hat dieselbe Be-

mmentreffe: ein

u Mund lief, und aupt der Em-

eichen gab sich N A

chen Fürstin, die sie bewohnte.

Schuße der Gouverneurs undert Badegästen erggegend,

den übercaschendsten An-

Sondrio war festlich erleuchtet; Überdieß ver- tadt durch Gründung eines Hospitals das An- s Kaiserl. Besuchs. Am nächsten Tage ging die Reise am nördlichen Ende des Comosees, nah Varenna, t úber den See nach der Villa Melzi, unweit

ylick gewährt.

Hypothekenbuch noch unvollendet ist, bis zur ben ein Surrogat aufgestellt wurde, welches sich so nahe als möôglih an den Gang des Geschäfts anschließt, der da, wo be- reits Hypothekenbücher eingerichtet sind, beobachtet wird.

der Colico, und von dor

Belaggio.“‘

Mailand, 29. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin sind m zwei Uhr Nachmittags von Como in Monza an- an welhem Orte Sie von den Er n, von dem Erzherzog von dem Herzog und der Herzogin v. Modena und den Brüdern des Herzogs empfangen wurden. Zur Feier der Ankunft Jhrer Majestäten in der Nähe unse- rer Stadt hat der Gemeinderath von Mailand an diesem Tage Lire durh das Loos bestimmen lassen, cborene Mäd- rônung Jhrer

vorgestern u ekommen, arl, Ludwig und Johan

seiner Gemahlin, so wie

erzdgen Franz ice-König und

150 Prämien von 200 Um dem

und zwar .als Aussteuer für arme in Mailand , die sich binnen einem Jahre nach der Gestern hat der Kaiser in Monza rzbischof von Mailand eine Audienz ertheilt ; e Höchstderselbe. den Ort und die glänzende Be- eberall begleitete der Jubel der Einwohner den Monarchen und seine erhabene Gemahlin.

Der Kaiserl. Russische Botschafter, Bailli von Tatistscheff, der Königl. Preuß. Gesandte, Graf von Maltzan, der Königl. Niederländische Gesandte, Baron von Mollerus, der Großher- Fürst von Sayn-Witgenstein, und viele d. hier eingetroffen.

ntgegenzuwirken, hat fer-

Majestäten verhe s Amtsblatt

dem Kardinal - E Sgr. bis 10 Rthlr.

kenen noch spiritudse Getränke zu reichen, hôrde, nachdem sie in Erfahrung gebracht hatte, daß namentlich in den größeren Städten ihres Branntwein- Genuß von Seiten der Handwerks-Gehülfen vor- blauen Montage gefröhnt werde, sich ihr Amtsblact die betreffenden Be- stimmungen des Allgemeinen Land-Rechts, wodurch die willkür- liche Feier namentlich des blauen Montags von Seiten der Gesellen, bei Strafe untersagt ist, dem betheiligten Publikum in Erinnerung zu bringen, und die Orts-Polizei- Behörden wiederholt und gemessenst angewiesen, über die unausgeseßzte Befolgung der bestehenden Vorschriften mit Ernst und Nachdruck zu wachen. E

Kön Schänken. E

epartements der Völlerei im

zugsweise am sogenannten veranlaßt gefunden, durch

zogl. Hessische Gesandte, andere hohe Diplomaten sind am 26.

Rom, 25. Aug.

Das Diario berichtet, daß am 26sten v. M. der General - Prokurator der Mechitaristen - Mönche zu

Venedig, Peter Eduard Hurm hen Religion in Rom eine A

in der Akademie der katholi- handlung vorgelesen habe, in welcher er dargethan, daß die shismatischen Armenier ganz im Viderspruche mit ihren eigenen Dogmen handelten, wenn sie das Primat des Papstes nicht anerkennen wollten. schichte der Armenier weise es vielmehr durch unwiderlegliche Aktenstúcke nach, wie eng sie mit der Römischen Kirche verbun- den seyen, deren Oberhaupt sie darum auch unbedingt als das ihrige anerkennen müßten.

Um die Wiederherstellung des erkrankten Erbgroßherzogs von Toskana zu erflehen, is hier in der Kirhe San Giovanni dei Fiorentini ein dreitägiges Gebet angeordnet worden.

Spanien.

Das hiesige Diario meldet, daß am Iten eine zahlreiche Maurische Armee vor Ceuta erschienen tellung eingenommen habe, wie am 16. Juli i In Ceuta fehlte es an Lebensmitteln und die Soldaten erhielten nur halbe

Spanische Gr von Morella bestà Details über den e von mehr als vier

sberg, 2. Sept. Verringerung der s ist in neuester Zeit in mehreren dffentlichen Blättern und Schriften die Behauptung aufgestellt worden, daß die Zahl der Schankwirthschaften in unserem Staate in den leßteren Jahren immer mehr zugenommen und das Geses vom 7. Februar 1835, in Betreff der Ertheilung von Konzessionen Schankwirthschaften noch nicht den gewünschten Erfolg ge- In Beziehung auf unseren Regierungs-Bezirk ist Nach den statistischen und Ge- werbe - Tabellen des Regierungs - Bezirks Königsberg befanden 34 in demselben 716,342 Einwoh- einschließlih 115 Gasthödfe, Speise- Anstalten. Ende hner und 3683 Schank- 1218 Krüge und 65 on Ende des Jahres

abt habe. es aber wenigstens unrichtig.

sich zu Ende des Jahres 18 ner und 3848 Schankwirthschaften, 1185 Krüge und $2 Restaurationen und Dezembers 1837 waren 735,868 Einwo wirthschaften, einschließlich 143 GastHöfe, Restaurationen und Speise-Anstalten. 1834 bis dahin 1837 hat sich demnach im Regierungs - Königsberg die Zahl der Einwoh Zahl der Schankwirthschafte dert, so daß 1837 ungefähr i3 N eine Schankstätte kommen. Daß diese sultat der erwähnten Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 7. Fe- bruar 1835 sey, geht daraus hervor, daß vor der Bekanntma- chung derselben die Zahl der Schankwirthschaften im Regie- s: Bezirk Königsberg mehr oder weniger im Steigen be- aber seitdem sih mit jeden Jahre mehr und x vermindert hat. Auch sind seit der Publication dieses Ge- bei der Königl. Regierung in Königsberg eine bei weitem dßere Menge von Beschwerden von Seiten solcher, die neue chankwirthschaften anzulegen beabsichtigt, über verweigerte Er- laubniß zur Anlegung derselben eingegangen, als früher; denn es haben die Orts-Polizei- und Kommunal-Behörden, nameut- lih in den beiden leßteren Jahren, redlih und emsig sich be- müht, die Haupt - Absicht des Gesehes vom 7. Februar 1835, welche dahin geht, dem übermäßigen Genusse der geistigen Ge- tránke, besonders in der niederen Volksklasse, vorzubeugen, mit Konsequenz und Energie zu verfolgen und nah Möglichkeit zu erreichen gesucht und sind darin von der Regierung auf das ste unterstüßt worden.

anzig, 29. Aug. Friedens-Gesellschaft. Diese Gesellschaft hat im vorigen Jahre 19 Stipendiaten aus Dan- zig und ‘anderen Orten Westpreußens mit 1770 Rthlr. unter- stüßt und befi6t gegenwärtig einen Kapital -Fonds von 16,000 Von. den Stipendiaten widmen sich 4 der Malerei, 1 der Musik, die úbrigen den Wissenschaften.

Aachen, 31. Aug. Brennmaterial der Eisen- werke. Aus der Eifel wird gemeldet, daß d gefangen worden, beim Eisenschmelzen geröstetes kohlen anzuwenden, wie dieses an einigen Punkten Frankreichs bereits nah dem ersten Vorgange in Rußland geschieht. Französischen Erfahrungen sagen, daß bei dieser Schmelz -Pro- zedur 2/; des Brennmaterials erspart werde. Es wäre im Jn- teresse des Staates und des Landes von großem Werthe, wenn bei der sets sich mehrenden Eisen-Erzeugung, die keinesweges im Verhältniß mit der fortschreitenden eine solche Ersparung des immer kostbarer werdenden vegetabi- lischen Brennmaterials erzielt werden könnte. Jn Belgien soll die Erfahrung gewonnen worden seyn, daß sih das geröstete

olz bei Hohöfen von der gewöhnli läßt; zugleich soll sich der material regelmäßiger gestalten und das Gußeisen von guter Qualität werden... Es is zu erwarten, daß man nicht säumen werde, bei uns die Sache ebenfalls zu prüfen und, wenn sie sich bewährt, durchzuföhren, da nah den Französischen Erfah- rungen der davon zu erwartende Vortheil selb

Sevilla, sey und dieselbe

ner um 19,526 vermehrt, die n dagegen um 165 vermir- enschen mehr als 1834 auf Verminderung ein Re-

Die Aufhebung der Belagerung vollkommen, aber es fehlt noch an den die Christinos auf einem Rú- eilen erlitten haben. aufheben müssen, nachdem er ungeheure Verluste ie Karlisten haben eine merkwürdige Unerschrocken- heit bewiesen; Frauen und Kinder nahmen an der Vertheidi-

Ï gung Theil und schwache Greise schossen ihre Gewehre ab, gleich den jüngsten und abgehärtetsten Soldaten.

war einer der blutigsten, denn es verging kein Tag, än dem

die Parteien nicht handgemein wurden.

rella vôllig eingeschlossen; am 13ten begann das Feuer der

um Läten errichteten die Christi- nos neue Batterieen; am lten und löten war das Feuer von beiden Seiten fürchterlih; am U6ten und 17ten wurden zwei n, und am 17ten Abends nach dem zweiten eneral der Königin nach Monroyo zurü, von wo aus er die Behörden in Saragossa. von der Aufhebung der Belagerung in Kenntniß seßte. sey nah Madrid Briefen aus

Oraa hat die

Der Kampf en gewesen ist,

Am l10ten war Mo-

in der Nacht

Stärme abgeschlage Gturm zog sich der

Man will wissen, Oraa

aragossa vom 26. August zufolge, befand hristinishe Armce an diesem Tage zwischen San Ma- ‘teo, Carrascal und Rubielos. Die leichten waren bis Cherte, Torral und Villoris vorgedrungen. e Land oberhalb Morella hat sich in Ma Es ging in Saragossa das Gerücht, an Mateo erschóssen.

Inland.

t. Auf der fertigen Eisenbahn - Section hlendorf finden jeßt täglich mit den Lo- kfomotiven und Personenwagen Probefahrten , sowohl zur Ein- übung des Personals, als zur Befestigung des Dammes statt. Der Andrang des Publikums dazu is in den leßten. Tagen so groß geworden, daß die Bestimmung n, außer den Direktoren, Reprä- eamten der Eisenbahn, an den Fahrten Theil nehmen zu lassen. Am 18ten d. M. wird jedoch die förmliche Erdffnung jener Section, die bis zur Hälfte des g a Potsdam nach Berlin führt, auch für das Publi- attsinden. Magdeburg

ruppen Cabrera's

on Carlos der General Oraa

habe sich in

, aselbst schon an- Berlin, 6. Sep olz statt Holz-

von Potsdam nach Ze

von Potsdam aus nothwendig wurde, Niemande

sentanten der Actionairs und olz - Production steht,

en Construction anwenden

, 4. Sept. Zum Gottesdienst waren unsere ohdfen bei diesem Brenn-

Prinzlichen Herrschaften mit Jhrem gewöhnlichen Gefolge gangenen Sonntage im Lager, des Mittags fand die täg- mehrerer Fremden statt, des Abends nigl. Hoheiten bei der Wiedereröf-

nung unserer Bühne im Theater. Gestern beglückten Jhre

iche Tafel unter Z aber zeigten Sich

hre Ks

größer scheint

als der, welchen die anerkannt nüglihe Anwendung déè heißen Gebläse-Luft gewährt.

Gesebßgebung. Hypothefenwesen. Die Verordnung vom 16. Juni 1820, betressend die Er-

werbung und Ausübung der Real- und ypotheken-Rechte auf Grundsüke bei nicht vollständig eingerihtetem Hypothekenwe- sen (Geseß - Sammlung für 1820 Seite 106—108), sollte den Uebelstand beseitigen, welcher daraus hervorging, daß eine be- deutende Anzahl von Grundstücken ihre Aufnahme in das Hys- pothekenbuh noch nicht gefunden hat, die allgemeine Gesehge- bung aber, das wirkliche Daseyn des Hypothekenbuches voraus- sekend, an die Eintragung in dasselbe die Möglichkeit des Real- Kredits knüpfte.

Das Allgemeine Landrecht und die Allgemeine Gerichts-

Ordnung enthalten nur Bestimmungen für den Fall des bereits vorhandenen und des noch gar nicht vorhandenen Hypotheken- buches und úbergehen den dritten Fall, den der eingeleiteten, aber noch unvollendeten Apr E Der aus die- ser Lücke entspringende

so dringender, je einleuchtender es ist, daß dabei den Gläubi- gern gar keine Verschuldung zur Last fällt.

achtheil erforderte eine Abhülfe um

Diese Abhülfe konnte nur darin bestehen, daß da, wo das Vollendung dessel-

Es läßt sih derselbe in folgende einzelne Bestandtheile auf-

lôsen: a) wirkliches Daseyn eines Titels zur Hypothek;

b) Anmeldung zur Eintragung;

c) Prúfung und Genehmigung der Eintragung von Seiten der Hypotheken-Behörde ;

d) wirklihe Eintragung. Von diesen vier Erfordernissen fann einstweilen noch das

vierte unmöglich, die drei ersten aber können, gerade so wie nach der Vollendung des Hypothekenbuches , vorhanden seyn. Hier- aus rechtfertigte sich dasjenige Surrogat, welches die Verord- nung vom 16. Juni 1820 geschaffen hat, und welches darin be-

steht, daß

der Gläubiger einen Titel zur Hypothek wirklih habe und zur Eintragung anmelde,

die Hypotheken-Behörde den Grund dieses Gesuchs prüfe und dasselbe nah Befinden genehmige,

dann aber die Priorität nicht von der Zeit dieser Genehmi- gung, vielmehr von der Zeit der Anmeldung angerechnet werde.

Daß dieses Surrogat nur alsdann Anwendung finden olle, wenn für einen ganzen Gerichts-Bezick nod kein Hypgo- thekenbuch existirt, nicht aber, wenn nur erst einzelne Grund- se im Hypothekenbuche eingetragen stehen, die übrigen nicht, davon ist in der Verordnung nirgends die Rede.

Zur e, eines solchen Unterschiedes, an den man bei Äbfassung der Verordnung nicht gedacht hat, fehlte es an einer genügenden Veranlassung. In dem einen, wie in dem anderen Falle, bei dem Mangel des Hypothekenbuchs überhaupt, wie bei den einzelnen Hypotheken-Folien, ist das Bedürfniß der durch die Verordnung gegebenen Abhülfe in gleicher Weise vor- handen. Nur mittelst der Vorschriften dieser Verordnung kann dem bis zum heutigen Tage in allen Provinzen noch nicht vél- lig beseitigten Uebelstande, daß viele Grundstücke noch kein Hy- potheken-Folium Mia begegnet werden, und nur in Voraus- se6ung derselben konnte die Zwangs-Verbindlichkeit zur Berich- tigung des Besiß - Titels durch die Allerhöchste Ordre vom 31. Oktober 1831 (Geses-Sammlung für 1831 Seite 251) suspen- dirt werden, ohne in die Privatrechts-Verhältnisse: störend ein- ugreifen.

Es Jene einschränkende Auslegung würde daher, wenn sie auf- recht erhalten worden wäre, das Fehlschlagen des durch die Verordnung vom 16. Juni 1820 beabsichtigten wohlthätigen Zweckes herbeigeführt und viele Tausend bisher ertheilte Re- cognitionen über die erfolgte Anmeldung und Prüfung von Hy- potheken-Forderungen in ihrer Wirkung vernichtet haben.

Darum erschien es dringend nothwendig, jeden Zweifel durch eine authentische Declaration der Verordnung zu lôsen. Sie ist unterm W. Juli d. J. (Geseß-Sammlung Nr. 28 Seite 428) dahin erfolgt, , :

daß die Verordnung vom 16. Juni 1820 auf jedes ein- zelne Grundstück bis zu seiner MENCRAQUEE in das Hypo- thekenbuch für anwendbar erklärt worden ist, ohne Unterschied, ob andere, in demselben Gerichts-Bezirke befindliche Grund- stücke in das Hypothekenbuch dieses Gerichts - Bezirks bereits eingetragen sind, oder nicht.

leichzeitig ist dadurch ein anderes Bedenken erledigt wor-

den, welches die Frage betraf:

ob die Registrirung der Recognition auf das Dokument selbsst| so wesentlih sey, daß von der Beobachtung dieser Form die im $. 5 jener Verordnung verheißenen Vorzüge abhängig bleiben.

Diese Frage is verneint worden. Das Surrogat, welches an die Stelle der Eintragung tritt, soll seyn: Daseyn eines Ti- tels zur Hypothek, Anmeldung jur Eintragung, Prüfung und Bescheinigung der Eintragungsfähigkeit von Seiten der Hypo- theken- Behörde. Allen diesen Erfordernissen wird eben so ge- nügt, wenn die Necognition unter dem Original-Jnstrumente, worin die Hypothek bestellt ist, ausgefertigt wird, als wenn dies besonders geschteht.

Ersteres ist unzweifelhaft an sich zweckmäßig; aber noth- wendig zur Erwerbung des Realrcchts kann es eben so wenig seyn, als zum Beispiel der Vermerk der Negistratur Über den Att einer Cession, welcher nach $. 203 Titel Il. der Hypothe- ken-Ordnung auf das Original-Jnstrument geseht werden soll.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Newcastle am Tyne. Am 25. August fand die Schluß-Síz- jung der Britischen Affociation statt. Nachdem Herr Taylor seinen ericht über die Finanzen der Gesellschaft abgestattet hatte, nahm der Marquis von Northampton das Wort und sagte: „Es. kann nicht überrashen, daß dice Bewohner von Newcastle ein so großes Yuteresse an der Association nehmen, wenn man bedeukt, welche Ge- enständc in den Versammlungen derselben diskutirt werden. Die Ländbesiger wiffen den Werth der Geologie zu e Vrdite die Fabrik-

besißer kennen den Nutzen der Chemie und die Architekten wissen, was sfe der Mathematik zu verdanken haben. Mau hört indeß wohl zuweilen sagen, daß gewisse Wissenschaften die religiösen Gesinnun- gen gefährdeten, und unamentlih hat man der Geologie diesen Vor- wurf gemacht. Wir befinden uns jedoch jeyt an einem Orte, wo diese Wissenschaft höchst populair ist und wenn man um sich schaut und die zahlreichen cristlihen Tempel erblit, fann man dann wohl einen

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