1838 / 258 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

dig L BD ait U e A PETEZ

R 246 24

st:fen wir die von Kaebel an Böttiger, die, wi Vacnbagen voa Ense und Mundt herausgegebenen Âber verschiedene politische und literarische Dinae, bi

e die in der vou Sammluug, \ih er besonders über

das Unwesen vieler Reccnsioucn, verbreiten. Böttiger's phitelegischer

Rath wird auch bier mchrfach in Auspruh genommen.

Herder's,

{ciner Gattin uud des Hofra1h Meyer?s Briese enthalien wenig Be- deutendes, sehr unbed:uteud find die an Ff, weit interessanter da- gegen die von Fernow, namentlich zur Geschichte der für Weimar so

unbeilvollen Tage vom 13—16. Oktober 1806.

(S. 264 276). Ju

cinfah rührender Weise berichtet cr den entfernten Freunden den Éod der ibnen Beide so werthen Herzogin Amalie (S. Wi f.), der nah

wcnigen Monaten ihre treue Hofdame, Fräulein nachfolgte (S. 284). vielcin Ruhme -zu nennenden Dame und von dem

vou Eiusiedci fiaden sich cine Anzahl Briefe. Jn

von Göchhausen,

Auch von dieser im literariswen Weimar mit

Oberst - Hofmeister deneu der ersten

ift zwar vorzugsweise die Rede von Hof-Begebenheitea, vom Besuche

des Kaisers von Ruland und des Königs von P

reußen, von dem

_

Einzuge und der Liebenswürdigfeit der Erdprinzessin (jehigen Frau Großderzogin) von Weimar, aber auch von der Frau vou Siael, vou der Fluchtreise der Herzogin Amalie am 13. Oktober 1806 und

worauf wir besonders aufmerfsam machen vou Stunden und Hinscheiden (S. 250 f.). Einsiedel

Scbiller's leuten bespricht sich mit

Bättiger meistens über scine Uebersegungen des Plautus und Teren-

lius, Von Schiller fiaden sih nur wenige Vriefe,

aber schr berzlicch

geschrieben und wit Autheil an Böttiger's Plänen und Studicn.- Jh- nen hat der Herausgeber noch einen Brief Scbiller's an Wieland aus Dresden vom 24. Maîï 1786 beigefügt und aus scines Vaters Papixe- ren cin, wie er glaubt, noch ungedrucftes Gedicht Schiller's (S. 269 f.),

auf dessen Umschlag Böttiger geschrieben batte: „D Schiller vor 20 \chónes Fräulein von Urnim, die er damals liebte. nen Haud geschrieben.“ Diese Notiz is insefern

ieses Licd dichtete

Yahren dei scinem Aufenthalte in Dresden an ein

Von ibrer eige- von Wichtiakcit,

weil bier zum erstenmale der Name dieses Fräulcins, das nckch Frau

von Wolzogen (Ecinuer. aus Schiller?s Leben 1. 220

cine so gewaitiae Leidenschaft einflößte, genannt it.

ff.) dem Dichter Döring im Le-

ben Schiller's (S. 115) hat sie bloß mit dem Anfangs - Buchstaben

dczeichnet und Schiller's neuester Biograph,

Hoffmeister, dieses Ber-

hältnisses nur nach den Wolzogenschen Mitthcilungen erwähnen fön-

nen (Il. 52 ff.) lese zu Schilier's Werken (S. 351) und aus derse ster's Buche (S. 56).

Fenes Gedicht aber sicht schon in Döring?s Machs

lben iu Hoffmei-

Nebmen wir nun alle diese dricflichen Mittheilungen ausgezciche neter Menschen an Böttiger zusammen, in ihrer Herzlichkeit und Vers

1064

(raulichfeit, so wird man nit umbin fönnen, deu Worten dcs Fráus Königliche Schauspiele, lein vou Stein ín eincm Briefe des Fräulein von Gêöchbausen Sonntag, 16. Sept. Am Opernhause: Drei Frauen (S. 243) beizustimmen, „daß dieser Herr Böttiger, den sie alle fo lied | feine, Lustspiel in 1 Aft, von A. Cosmar. Hierauf: J baben, doch cin recht guter Mann seyn müsse.“ Und die junge Dame | voñ ‘Paris Singspiel ‘in 2 Abth., wit Tanz. Mud hat nicht fals geurtheilt. b. Boieldieu , , y Jm Schauspielhause: Maria Stuart, Trauerspiel in Abth, von Schiller. (Dlle. Enghaus, vom Stadttheater , Berliner Bören Hamburg: Maria Stuart, als Gastrolle.) 3 Montag, 17. Sept. Im Schauspielhause: Die 4; Den 15. September 1838. rente, Schwank in 1 Akt, von G. A. von Maltiß. Hieray Der erste Schritt, Lustspiel in 3 Abth., von Frau v. Weissenthuy 4mttlicher Fonds- und Geld-Caurs- Zettel. Dienstag, 18. Sept. Im Opernhause: Die Zerstreut [s Dr, Lur, S B Br C Posse in 1 Aft, von Koßtzebue. ierauf, zum erstenmale: F A —————— ——— Seeräuber, großes Ballet in 3 Abth, nach dem Gedichte St.-Schuld-Sch. |4 103 /6 102//3 ama Pfaud ;re (34| 1008/4 | 100*/, Lord Byron: ,„l'he Corsar“, vom Königl. Solotänzer Paul E dite h e m e E E l R E a lioni. Musik vom Königl. Kammer-Musikus Gährich. Y Kurm.Oblag-bC. 4| 103*/5 ÎKur-n.Neuw. do./3è{ 102!/, | 1062 Preise der Pläße : Ein Plak in den Logen des ttfm Nme Int. Sch, do.|4| 103/24 | f|Sellesische do.|4| i643/, | Ranges 1 Rthsr. 10 Sgr. 2c. Berl. Stadt-Obl.| 4 1033/4 | 1038/4 JRückst. C. und Z. —— Köuigsb« do. |4| —- Sch. d. K. n. N.—| 953, | 94 Königsstädtisches Theater. Eibinger do. j {Gold al wareo |—| 2151/4 | 214/4 Sonntag, 16. Sept. Zum erstenmale wiederholt: 3y Dauz. do. iu Th. 49 S Neue Dacateo _ 18/4 D treuen Schäfer. Komische Oper in 3 Akcen, nach dem ft Wextpr.Pfaudbr.(4| | 10L5/g [Friedrlehsd'or |—| 137/12) 18/12 | zZsischen des Scribe und Saint- Georges, vom Freiherrn y do, do, |3}| 1003/, | 100!/, JAud. Goldmnäg- L En Lichtenstein. Musik von Adam. Grossh. Pos. do. 4} 1043/, } zeu ù 5 Tul, | 135/5) 12/12 { M ° "17 Se Stralau an 3 Abth vori Se. d Ostpr. Pfaudbr. [4j | 101*/z [Disconto bus 3 4 Montag, . pr. “t . d “j r, By | Pr Cour. ger. Erste Abtheilung : Die Pommern in der Au bei Bei Wechsel-Cours. | e us M Ne im Jahre 1469, oder: Stralau’s Benennung und Einsety d - - T i, | des Fischzuzes. Historisch - romantisches Schauspiel in 1 Y E n A E eg O m Zweite Abtheilung: Die Schweden vor Berlin im Jahre 16 L eo Foe@v nov O N M | e Historisch - romantisches Schauspiel in 1 Att. Dritte Abt dori 2H Kat etl « €800 Mie 2 Mt. 1503/; | lung: Der Stralauer Fischzug im Jahre 1838. Posse in London s a i O 6, A 3M. |6 23% | Atc, mit Gesang und Musik. R as Co Ca E MIIDE 2 Mi. 801, | S0'/12 Wien in 20 Xr. «¿oe 0... e. 150 Fl. 2 Mt. 101!/, | Augsburg «o... eo. e0eco e. 130 Fl, 2 Mt. 1017 /; Fn Vertretung des Redacteurs: Wengyel. Breslau ooooooo... .. 100 Thl 2 Mt. 99!/; 102 I Leipzig «ees o oos Tee 1 FBI 8 Tage _— 2 eines 60: WE (16+ 10M; 2 Mi. E A | Gedrudckt bei A. W. Hayn Petersburg ooooooooooo 100 Rbl. 3 Woch, 30!/,

r ——_—-

————————————————————————————

Allgemeiner Anzeiger fúr

Befanntmachungen. Ediftal-Citation. :

Von dem unterzcicneten Königl. Obver- Landetge-

Das

riche werden nachstehend genannte verscholleue Per- lich abgeschägt a

scuen, als: 1) der

welchec sh im Yahre 1825 mit Zurliklassang seiner Ehefrau MKosalie, gebornen Gickelimnever, oon dort nach Französisch Buchholz begeben hat; 2) der Tépfergeselle Vichaci Streich, geboren den 26. September 1796 zu Us(cz, welcher vor etwa

16 cder 17 Jabren von Cjarnifau nach Pesen | biger, a!s

auf die Wauderschaft gegaugen i;

3) der Kutscher Michael Dahlfeaus Neu Dombrow?ke gebürtig, weicher sich im Jahre 1796 von feincin Aufentbaitsorie Groß - Bartelsee entferut batz

4) der Organist Jobanu Osielsfki zu Guiewfowo

geboren deu 24. Juni 1798, welcher vor etwa nah Thorn

20 Jahren oder 21 Jahreu aegangen if;

5) der Geineindeshndt Johann Milas zu Cieciéfo

wclchver sich im Monat Juni 1813 vou dort

heimlich entfernt bat;

6) der Seilerleh; ling Michael Jahns aus Schacide: múübi, geboren im Fahr 1785 oder 1786, welcher

im Fahre 1805 zum Preußischeu Militair ausge

hoben, na Berlin gebracbt worden und in den Kriegen 1806 bis 1807 in Fcanzösische Gefangen:

schaft gerathen fevn soll; ad 9) der Brauer ) Schubin, welcher scit 1804 mit der *Peironelta

ebornen Mroczkowsfa verheirathet und im

abre 1824 von dert nah Posen gegangen if

a) dexr Vincent

Alle di: jenigen

icn, Juventarien

solche in einem d

Bartihzolemäus Maciejewsfi zu|den 13. Sepvtb

„\vor dem Königl.

:| bigen,

10) der Evuard Uhl, Sohn des zu Bromberg ver: [erfennenden Prá

orbenen Kriminal - Direktors Ernst Lüdwig geboren am 12. April 1801, weicher sich im

Uhl, Fabre 1824 unter dem Namen „Lindenberag/'

t

nah Hamburg begeben und dort uah Süd- (L. S.)

Amerika cingeschiffr haben soll ; 11) die Gebrüder:

a) der Bediente Karl Christian Schulz aus Bocianowo, welcher mit den Franzosen im

Jahre 1812 nach Rußland,

1) der Zimmergesell Wilhelm Schulz aus

Bei G. Basf

Bocianowo, welcher im Jadre 1819 nach |nea und in allen

Hamburg gegangen sevn soll ;

12) der Teichgräber Christian Dams zu Chodziesen welcher im Jahre 1822 sich heimlich vou dor entferat hat: g

13) der Handeiémann Woisf Preuß zu Czarnifau welcher im Jahre 1824 sich entfernt hat;

14) der Maurer Joseph Nose zu Pakosé, welcher ‘| Für alle Stände, jedes Alter nud beide

sich im Jahre 1799 oder 1800 von dort heim licy entfernt bat:

15) der Knecht Cöristian Schauer, welcher im Jahre 1807 zun Mreczen zum Wilitair auégeheben| &

sepn cll; 16) die Gedrüder :

a) Andreas Zimmermann alias Ciedlins6fi eboren den 9. August 1800,

aus BVarcíi, weicher sih seit einigen zwanzig Jahren b) Jehann Wilbeim Zimmermann Cieslináfi aus Varcín, geboren am 21

April 1793, welcher im Jahre 1814 sich

heimlich ven dort entfernt hat; werden anf den Autrag ibrer Verwaudten und Kura toren, fie für tedt

alias

u erfiáren, sammt ihren unbefann-

Schrift Über dic

Shloßplay Mr. Die 8tc vielvo

„(iu Deutscher

enib

Rothwendig Ober - Landesgericht zu Bromberg. im Jaowraclawer Kreife Rittergut Wierzbiczano cum Pertinentis, landschaft-

gegenwärtig veckauf ; 11 nen Güter Bartelsbagen und Züblendorff nebst Saa-

Dr. Fr. Handbuch der Fremdwörter

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uf 121,770 Tblr. 19 sgr. $ pf., wo-

fir im lcuteu Termine $81,200 Thaler geboten sind, soll Zinngicßer Benjamin Adler aus Gnesen. jam 10. Dezem au ordentlicer Gerichtéstelle in fortgesegter Subha- station verfauft werden.

Hvpotbefen:-Scbein, Kaufbedingungen und Tare fiad in der 3ten Ab beilung unserer Registratur eiazuseben. Die ihrem Aufenthalte nach unbekauuten Realgläu-

ber 1838, Vormittags 10 lihr,

Rzeszotarsfi,

b) dec Ritterschafisrath Joseph v. Busse, c) die Auna Schrêder, werden hierzu êéffentlich vorgeladen.

A us

“\dandlungeu zu haben sind:

ul g. 3 , welche an die von dem Sondifus

„|Dr. Eichsicdi hierselbst biéher eigenthümlich bescssenen,

ten, in Neu : Vorpommern beiege-

und iensligen Pertinenzíen aus irgend

cinem Rechtsgrunde Forderungen und Aasfprüche machen zu kênnen glauben, den Stralsunidischeu Zeitungen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage hierdurch aufgefordert,

werden mit Beziehung auf dic

er auf r. u. 4. 11. 25. Oftoberc., hora 10, Hofgericht anberaumtea Liquidations

Termine recisbeständig anzumelden und zu beglau- bei Lerme-dunz der am 15. November c. zu

flusion und aänzlichen Abweisung.

Datum GreifSwald, den 13. August 1838. Königl. Preuß.

Hofgericht von Pommern und igen. p. öller, Praeses.

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nunmebr vollständig, und is die Anordnung getroffen, daß in jeder uamhaften Bucvhandlung gut eingce- : [bundene Eremplare vorrächig scyu und bis Michæel d. X. zu dem geringen Preise vou 3 Thlr. 5 sgr. (70

ten Erben und Erbnchmern aufgefordert, uns sofort | Bogen enger Druck und feines Papier) verkauft wer-

anzuzcigen, wo sie leben oder sich spáteteus in dem auf | den können. Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten Herru Referendarius Melcher im Ober-Landesgericyts- Lokale hierse!bst anberaumten Ter- diegen mine persönlich odêr durch-cinen gesctlich zuläsligen |der_ Fujtiz- |trofien dastche. gewöhnlichen Gebrauch der

deu 11. April 1839,

Bevollmächtigten zu melden, wozu ibneu die

Kemmissarien Schoepfe, Vogel und Schulz 1. vorge-

Alle frilische

lagen werden, um weitere Anweisung zu empfan: schaften, bei juri

gen, eder zu gewärtigen,

daß sie für todt erflärt ünd

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Und so wird denu Jedermaun bei deu Fremdwönrter in Gesell- lischen und medizinischen Ausdrücken in den bildenden Kün-

ivr Vermögen denjenigen zugesprochen werden wird, sten, in faufmänni‘chen und gewerblichen Geschäften,

die sich als ihre nächsien Erben legitimiren. WVremberg, den 29. März 1838. Königliches Ober-Landesgericht. ; Neigebaur.

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Arnoldi sch

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4 Ô é - , Le , [y-A F, el ewissermaßen eiue Ranglisie dexr Pecuß. Justiz- Stettin bei Moriu Fran!furt bei Temp dieie bildet. s Magdeburg bei Heiurichyshoseu' Breslau

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Zum Scbulgebrauch u. zur Selbsthelchrul

von Schweden, und Graf Rosenblad,

Starke. Bs

Allgemeine

Amtlihe Nachrichten. Kronik des Tages.

Bekanntmachung. Am 15. Oktober d. J., Vormittags um 11 Uhr, werden im großen Konferenz-Saale des Seehandlungs-Gebäudes , un- ter Zuzichung von zwei Notarien und zwei vereideten Proto? foll-Führern, planmäßig 108 Serien, enthaltend die Nummern der am 15. Januar künftigen Jahres zur Ablösung kommen- den 10,800 Sechandlungs-Prämien-Scheine, gezogen und hier- nächst dur die hiesigen öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden, wovon wir das dabei betheiligte Publikum hiermit in ntniß seßen. : N E dan 30. August 1838. General-Direction der Sechandlungs - Societät. (gez.) Kayser. Wentel.

Im Bezirk der Königl. Regierung

die erledigte Pfarrei in Freyhahn verliehen worden, und der Pastor Zäschmar zu Olbersdorf als Pastor in Stolz, Fran-

tensteinschen Kreises, ernannt ; M Magdeburg ist dem Prediger Laue in Schlanstedt

die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Ditfurth, Diözese Qued- linburg, übertragen worden. F

Angekommen: Se. Excellenz der General der Junfan- terie, Gouverneur von Berlin und Präsident des Staats - Ra- thes, Freiherr von Müffling, und

Se. Éxcellenz der General der Infanterie und Chef des Generalstabes der Armee, Krauseneck, von Magdeburg.

Se. Excellenz der Kaiserl. Russische General der Kavalle- rie und General - Adjutant, Freiherr von Geißmar, von Weimar. _

Se. Excellenz der heime Rath und Kämmerer, außerordentliche Gesandte und be- vollmächtigte Minister am hiesigen Hofe, Graf von Traut- mannsdorff-Weinsberg, von Hamburg.

Der General-Major, außerordentliche Gesandte uyd bevoll- mächtigte Minister am Königl. Hannoverschen Hofe, Freiherr von Canib und Dallwisi, von Hannover.

Der Königl. Sardinische außerordentliche Gesandte und be- vollmächtigte Minister am Kaiserl. Russischen Hofe, Graf von ‘Rossi, von Magdeburg.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

-— St. Petersburg, 8. Sept. In Abwesenheit des See-Ministers, Fürsten Mentschikoff, der unsere Großfürstinnen bei ihrer am leßten Sonnabend von hier nach Berlin erfolgten Abreise begleitete, is die interimistische Leitung der Angelegen- heiten des Marine-Ministeriums dem General-Adjutanten Kol-

\akoff âbertragen. _ Graf Brahe, Chef vom Stabe Sr. Majestät des Königs Königl. Schwedischer Justiz-Minister, haben den St. Andreas-Orden erhalten. ittschriften, Privat- Angelegenheiten betreffend, die von Russischen Unterthanen oder von solchen Personen, die in Ruß- land ihren Aufenthalt haben , dem hier akkreditirten Staats- Sekretariat des Königreichs Polen zugestellt werden, mússen künftig unumgänglich auf Russischem Stempel - Papier zu zwei Rubel geschrieben seyn.

Ein von Sr. Majestät dem Kaiser bestätigtes Gutachten des Reichs-Raths bestimmt, daß jüdische Soldaten , welche die geseßliche Frist ausgedient haben, bei erlangtem Abschiede, gleich den übrigen subalternen Kriegern des christlichen Kultus, nach den darüber für die Aufenthalts-Orte der Juden im Allgemei- nen vorhandenen geseßlichen Bestimmungen anzusiedeln sind. Zufolge derselben darf diese Ansiedelung nicht an solchen Or- ten statthaben, die von der Reichs-Gränze nur 50 Werste ent- fernt liegen.

Die in Sibirien heimischen wilden Volksstämme sollen, wenn sie familienweise ihren bisherigen Nomaden- Zustand ver- lassen und sich als Ackerbauer ansiedeln, nach Grundlage des von ihnen früher erlegten Tributes in Fellen ( Jassaks), der Seglerung einen Grundzins zu zahlen verpflichtet seyn, dessen Größe die Seelenzahl der übersiedelnden Familien bestimmt. In West- Sibirien beginnt dieser Grundzins zu Anfang des nächsten Jahres, für Ost-Sibirien soll er noch erst regulirt und im Jahre 1842 in Anwendung gebracht werden.

Der General - Gouverneur der Ostsee - Provinzen, Baron Pahlen, berichtet dem Finanz-Minister, daß in Folge des Kai- serlichen Ukases vom 13. April d. J. die Anordnung von ver- stärkten Maßregeln zur Unterdrückung des überhandnehmenden Schleichhandels an der Westgränze des Reichs, die Formirung der neuen auf 30 Werste ausgedehnten. Gränzlinie mit allen sie bezeichnenden Flecken, Edelhöfen und Dorfschaften , längs dem ganzen westlichen Kurland, von der Preußischen Gränze bis zum Vorgebirge Domesnäs gehend, vollendet und abgesteckt sey.

Bis vorgestern waren in Kronstadt 1074 fremde Kauffah- rer angekommen und 757 abgesegelt. Jn den lehten Mouaten ist der Handel nah Schweden von hier und Finnland mit be- sonderer Lebhaftigkeit betrieben worden. Ausgeführt wurden nah Stockholm Finnländische Produkte, als Butter, Talg, frische und gesalzene Fische, Salzfleisch, vorzüglich aber viel Ge- traide, weil man in diesem Jahre bedeutenden Mißwachs in Schweden befürchtet. Bis jut ersten Hälfte des August belief sich die Quantität des aus Rußland nah Stockckholm eingebrach-

|

| rem engeren Ausschuß übertrug.

ten Getraides auf 14,440 Tonns Roggen, 1341 Tonus Wei-

zen, 690 Tonns Hafer. Aus Schweden wurden nach Finnland verschiedene rohe und bearbeitete Landes-Erzeugnisse eingebracht. In Riga, der zweiten Handelsstadt im Reiche, waren bis zum 30. August 1007 Sehiffe angekommen und 939 abgesegelt.

Unseren hiesigen Kunstfreunden stehen in kurzem neue Ge- nüsse bevor. Unsere erhabene Herrscher - Familie hat während ihres gegenwärtigen Aufenthaltes im Auslande vornehmlich in Bayern bedeutende Ankäufe von seltenen Gemälden ge- macht, deren Ankunft man noch im Laufe der diesjährigen Na- vigation erwartet.

Die in Mitau bestehende Kurländische Gesellschaft für Li- teratur und Kunst beschloß in ihrer lezten Sißung vom 15. August die Herausgabe einer eigenen, der speziellen Tendenz ihres Wirkens gewidmeten Zeitschrift, deren Ausführung sie ih- Besagte Gesellschaft gab schon in früheren Jahren eine ähnliche Zeitschrift die Quatember- Hefte heraus, die aber bald nach ihrem Entstehen wieder

i Mar s | einging. zu Breslau ist dem zeitherigen Pfarr-Administrator Au |

Fast jeder Zweig der gewerblichen Industrie ist voährend

| des leßten Decenniums shnell in Rußland aufgeblüht; unter " Anderem gehören dahin auch die son sehr kunstvoll bei uns

efertigten Porzellan- und Glas- Arbeiten, wie dies die jebt stattfindende dffentlihe Ausstellung in der hiesigen Kaiserlichen Porzellan - Fabrik, wenige Werste von der Residenz gelegen, darthut. Besagte Fabrik erfreut sich darum in diejen Tagen des zahlreichsten Zuspruchs von Seiten unseres hdheren Publi- kums spáâter wird sie auch für die niederen Volksklassen ge- dffnet seyn und einmüthig zollt man ihren Erzeugnissen gro- ßen Beifall; ja, Kenner finden sogar, daß einige ihrer Fabri- kate an Güte und Schönheit denen der berühmten Sevresschen Fabrik bei Paris in nichts nachstehen. Die Erzeugnisse sind in mehreren Zimmern ausgestellt, sie beginnen von den rohesten

| Stufen ihrer Bearbeitung und reichen bis zu ihrer vollendet- sten Ausbildung. Jn einem besonderen Gemache sind die Fa-

Kaiserl. Oesterreichische Wirkliche Ge-

brifate der Kaiserlichen Glasfabrik aufgestellt. Manche dieser Erzeugnisse ziehen durch die außerordentliche Anmuth der Ma- lerei, wie nicht minder durch ihre künstlerische Form, die allge- meine Bewunderung “auf sich.

Frankrei.

Paris, 16. Sept. Béarn, vor mehreren Jahren eine Subscription eröffnet, um ein Standbild Heinrich's ÎIV. aufzurichten. Gegenwärtig hat der König der Stadt Pau eine Bronze-Statue Heinrichs V. ge- schenkt, und die durch Subscription zusammengebrachte Summe soll nun zu einem Piedestal vom s{önsten Pyrenäischen Mar- mor und zu einem kunstvollen Eisengitter verwendet werden.

Es hat in diesen . Tagen in der Kirche St. Roch eine glänzende und viel Aufsehen erregende Vermählungs-Feier statt- gefunden. Der Bräutigam war Herr Eduard Odier, der Sohn des bekannten Banquiers und Pairs, die Braut, die Tochter des Grafen von Laborde. Die Herren Gabriel und Benjamin Delessert, Gabriel Odier und Herr Beugnot vom Jnstitut wa- ren Trauungs-Zeugen.

Man exinnert sich aus früheren Zeiten wohl noch des Herrn von Podenas, der in der Deputirten - Kammer vor und nach der Juli- Revolution ein sehr eifriger und selbstgefälliger, aber ziemlich unnüßer Redner war. Er wurde im Jahre 1831 Rath am Königlichen Gerichtshofe zu Montpellier und später Senats-Präsident (président de chambre). Man vernimmt jebt, daß er tief in Schulden gerathen, von seinen Gläubigern mit Gerichtszwang bedroht und überdies in Disziplinar-Strafe, näm- lich in dreimonatliche Suspension von seinem richterlichen E verfallen is. Er hat dagegen an den Justiz - Minister appellirt.

Das mit der Aufsicht über die Hospitäler zu Paris beauf- tragte General-Conseil hat jüngst eine Verfügung getroffen, die den armen Patienten gar sehr zu Statten kommt. tan be- merkte nämlich seit mehreren Jahren, daß eine immer größere Zahl der in den Hospitälern Operirten starb. Das Conseil verordnete daher die Herausgabe einer monatlichen General- Uebersicht sämmtlicher in den Hospitálern zu Paris vorgekom- menen Operationen. Es soll bei jedem einzelnen Falle der Name des Operateurs und des Patienten und die Natur des

Uebels angegeben werden; ferner die Anzahl der Gene- sungs- und der Todesfälle u. st. w. Die beabsichtigte Wir- kung scheint erreiht worden zu seyn; denn gleich das

erste, dieser Verordnung gemäß erschienene Monats: Tableau zeigt eine gegen früher bei weitem geringere Mortalität unter den Operirten; doch soll es noch manchen namhaften Operateur geben, der 2 von 5, oder gar 3 von 5 seiner Patienten verliert. Aus einer zu gleicher Zeit erschienenen, jedoch nicht auf die chirurgische, sondern auf oie ärztliche Hospital. Praxis bezügli- chen Tabelle stellt sich das interessante Resultat schlagend her- aus, daß, jemehr Arzneimittel und Nahrungsmittel ein Hospi- E Aba seine Patienten gebraucht, desto mehr Kranke darin sterben.

e Staats-Zeitun

S Ä E Ä D G Ä T e

Berlin, Montag den 17m September

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Man hatte zu Pau, in der Landschaft |

(l,

1838.

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hatte der Maire Anstalten getroffen, sich gegen jeden Verdacht zu verwahren ; er brachte selbst die Büchse ins Wahl - Zimmer, ließ Jedermann sehen, daß sie leer war, verschloß sie und nahm den Schlüssel mit. Nach dem Schlusse des Scrutini- ums fam er wieder. 32 Wähler hatten votirt, 37 Zettel fan- den sih in der Büchse. Darob * ereiferte sich Herr Spehner gewaltig, fing an zu drohen, von Betrug zu sprechen und wollte die Büchse mit den Zetteln darin versiegeln. Es kam zu Wortwechsel und Zank, und indem man sich um die Büchse riß, sprang der Deckel. Nun fam es heraus: sie hatte einen doppelten Boden. Beim Verhör gestand Herr Spehner Alles ein. Am 11. Zuni habe er 13 Zettel mit seinem eigenen Na- men in die Büchse gethan, um seine Wiedererwählung durch)- zusehen ; am 13. August habe er seinen Feinden einen Possen \pielen, und den Verdacht des Betruges auf sie werfen wollen. Die Jury \sprach ihr „Schuldig//, und die Strafe der búrger- lichen Degradation konnte dem Angeklagten nicht erspart wei- den; allein mit Geldbuße und Hast vershonte man ihn, in Betracht seiner großen Einfalt, und seßte ihn auf freien Fufk.

Es findet seit einigen Wochen cine starke Geld - Ausfuhr aus den West - Französischen Häfen statt. Die Kaufleute zu Bordeaux und theilweise auch zu Havre remittiren bedeutende Summen nach den Englischen und Holländischen Kolonieen ii West- und Ostindien. Der Handels-Minister soll darüber bei der Bank um Auskunft nachgesucht und zur Antwort erhalten haben , das Französische Zoll- System mit seinen Prohibitionen wäre dem Austausch Französischer Produkte und Fabrikate ge- gen die Erzeugnisse fremder Länder so hinderlich, daß die Frar- zösischen Fabrikanten sehr oft in den Fall kämen, das rohe Ma: terial, dessen sie vom Auslande her bedürfen, mit baarem Gelde, statt mit Waaren zu bezahlen.

Der Semaphore de Marseille, welcher die Nachricit von dem Handels : Traktat mit der Pforte aus erster Quelle mitgetheilt hat, giebt in seiner Nummer vom öten einige nähere Details. Der Admiral Roussin hatte das zur Abfahrt berett liegende Post:-Paketboot „Leonidas“/ 24 Stunden warten lassei?, um ihm die Nachricht noch mitzugeben. Auch Reschid Pascha hatte seine Abreise um einen Tag verschoben, um diese. wichtige Unterhandlung noch zu Ende zu bringen. Das ihm zu Gebote gestellte und überaus prachtvoll eingerihtete Dampfboot „le Phocéen‘/ trägt mit der Türkischen Flagge auch einen Türtki-

schen Namen. Er wird zu Malta die Quarantaine úberstehen -

und dann für seine Person über Triest, nah Wien, Berlin und Paris gehen; sein Gefolge aber geht unmittelbar über Mar- seille, um sich ihm zu Paris wieder anzuschließen. Der Zweck seiner Sendung is leicht zu errathen. Die Pforte wünscht, durch Anknüpfung näherer Verständnisse und Beziehungen mir England, Oesterreich, Frankreich und Preußen, Garantieen für Dee Bestand und eine wirksame, hülfreiche Vermittelung zur

eilegung der Differenzen mit Mehmed Ali zu gewinnen. Es ist auch ganz unrichtig, aus der Entfernung Redschid Pascha’s von Konstantino el den Schluß zu ziehen, er habe seinen Eir- fluß, oder die Gunst des Sultans verloren. Vielmehr konnte ihm der Sultan keinen hdheren Beweis des Vertrauens erthci- len, als diese Mission.‘/

Man schreibt aus Toulon vom sten: „Es ist telegraphi- cher Befehl von Paris eingelaufen, die beiden Bombardier- Schiffe „,Cyclope‘“ und „,Vulcain‘’ nebst dec Brigg „Zebra ‘‘ in allerkärzester Frist zur Escadre des Admirals Baudin abzu- fertigen; es wird aber doch vor 8 Tagen nicht geschehen kön- nen. Die Bombardier- Schiffe „Volcan‘/ und „Eclair“/ sollen in Begleitung der Korvette „Favorite‘/ sobald als möglich nach- folgen. Ferner ist Befehl eingelaufen, das Linienschiff „„Tri- ton‘ schleunigst segelfertig zu machen; es soll, wie man ver- nimmt, zur Escadre des Admirals Gallois stoßen und dessen Admi- rals-Flagge führen, da der „Jupiter“ schonlängere Zeit in Seegewc- senis, und abgelôst werden muß. Die Verzögerung der Rüstungen gegen Mexiko fängt sogar an, der ministeriellen „Presse““ be- denklih zu werden. Sie bringt eine Korrespondenz (unter der Angabe du Golfe de Mexique ohne Ort und Datum) worin es heißt: ‘Wolle man das Fort St. Juan d'Ulloa von der See- seite angreifen, so músse man ein Paar Fahrzeuge daran seßen. Wolle man aber erst Veracruz nehmen, um den Angriff zugleich von der Landseite zu führen, so müsse man sih auch hier auf großen Verlust gefaßt machen, des gelben Fiebers halber, wel- ches um diese Jahreszeit den Küstenstrich ganz unfehlbar hein- sucht und Europäer am wenigsten verschont. Die Mexikanische Regierung habe ein Häuflein Truppen gesammelt, lasse sie aber wohlweislich nicht in der Gegend von Veracruz, sondern etwa

15 Lieus landeinwärts kampiren, wo die Gegend, ihrer höheren

lung: „Ueber die Theilun

| vorgelesen.

Lage wegen, gesunder ist.

Herr Hippolyt Passy hat jüngst in der Akademie der mo- ralischen und politischen Wissenschaften eine interessante Abhand- des Vermögens durh Erbschaft und deren Einfluß auf die Vertheilung des Besißes überhaupt“ Ein besonderer Abschnitt handelt von der Frucht- barkeit der Ehen. Man findet überall in Europa die Ehen in

| den großen Städten minder fcuchtbar als in den kleinen und

i; Vor den Assisen zu Straßburg wurde am dten ein fast ko- | mischer Kriminalfall verhandelt. Herr Franz Joseph Spehner |

war Maire der kleinen Gemeinde Lipsheim und wäre es gern geblieben. Allein als es am 11. Juni 1837 zur Wahlhandlung kam, wobei der Maire präsidirte, marschirten von 52 anwesen- den Wählern 31 an der einen Seite des Zimmers auf und er- klärten, sie wollten von Herrn Spehner nichts mehr wissen. Die Zettel wurden aus der Büchse gezogen und verlesen, der Name des Herrn Maire wollte sih auf keinem finden. „Das geht nicht so!‘/ sagte Herr Spehner zu dem Skfrutator, „„Sie müssen besser umshütteln, Herr Hansmännel.‘/ Darauf \chüt- telte und rührte Herr Hansmännel mit beiden Händen derge- stalt, daß der Maire zuleßt mit 33 gegen 3! Stimmen unter 52 Votanten wieder gewählt wurde. Die Wahlzettel wurden ohne Säumen verbrannt. Die 31 reklamirten, die Wahl wurde annullirt und eine neue auf den 13. August angeseßt. Diesmal

ier wieder minder als auf dem Lande. Für Frankreich stellt ih das Verhältniß wie folgt: Für die 10jährige Periode 1827 bis 1836 beträgt die jährliche BGERLEN l der aeschlossenen Ehen 256,947, der ehelichen Geburten 909,702; danach kommen im Durchschnitt auf jede Ehe 3,52 Geburten. Die großstädtische Bevölkerung (in 39 Städten von mehr als 20,000 Einwoh- nern) betrug im Mittel dieser zehn Jahre 2,634,532 Seelen.

' Die Durchschnittszahl der Ehen war jährlich 21,274, der Ge-

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burten 65,290, sona kamen nur 3,05 Geburten auf jede Ehe.

| Durchgängig findet sich, daß die Ehen der armen Familien

fruchtbarer sind, als die der reihen. In den 6 großen Städ- ten: Versailles, Caen, Angers, Tours, Le Mans und Clermont- Ferrand kommen gar nur 2,45 bis 2,74 Geburten auf die Ehe ; ingegen in den 6 Städten: Marseille, Nismes, Limoges, Se. tienne, Boulogne und Dänkirchen , die sämmtlich als See- háfen oder Fabrikorte einen sehr zahlreichen Arbeiterstand be-