1838 / 279 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

giums ein mit der freudigsten Theilnahme aufgenommenes Le- by; och dargebracht. s ? f ___ Stettin, 4. Okt. Unglücksfall. Am 39. Septem- ber fuhr die Wittwe Luwack aus Grabow mit ihren beiden Kindern und in Begleitung zweier Männer zu Wasser über den Dammschen See nach dem Dorfe Lübzin. Bei der Zurückfahrt fing der Wind heftig zu wehen an, und da das Boot {wer beladen war, so wurde dasselbe von den Wellen so mit Wasser gefállt, daß es umshlug, wobei die Wittwe mit ihren beiden Zindern den Tod in den Wellen fand. Die beiden Männer ivurden von einem vorbeifahrenden Luggerschiffer gerettet.

Hamm, 28. Sept. (Elberf. Ztg.) Märkisches Le h- rer-Gesangfest. Gestern wurde dies hier zum siebenten Male «gefeiert. Obgleich der Festort der Mehrzahl der Lehrer (ehr entlegen ist, so hatten sich do, begünstigt von einem freundlichen Himmel, 269 Sänger eingefunden, und mit nie geschenem Glanze fand die Festfeiec in der fatholishen Kirche statt. Die Gegenwart der hohwärdtgsten Herren Bischöfe Eylert und Roß, des Herrn Ober-Präsidenten von Vinke Excellenz, der hochwürdigsten Herren Ober-Konsistorial-Rath Natorp, Konsisto- rial-Rath Bäumer, des Präses der General-Synode, Herrn Pfarrer Nonne, der Herren DEEGRZ E Ino Delius und Sve steigerte i den Eifer der Lehrer, ihren Vorträgen die möglichste Vollendung | zu geben, und wirklich verfehlte auch die präcise Ausführung der von dem Dirigenten des Festes, Engelhardt, Musik-Lehrer am Seminar zu Soest, sorgfältig ausgewählten Tonstücke nicht, die j Herzen aller Zuhörer zur Andacht zu erheben, und ihnen die | Wirkungen der heiligen Tonkunst klar zu machen, die, seßt : sie ihre Leiter an von Tdnen, uns auftrágt zu dew höchsten Schönen. Der angenehme Eindruck des Festes ward nicht we- niger durch die zarte Aufmerksamkeit erhöht, mit welcher die Damen Hamms die Kirche mit Blumen uud Laubwerê ge- s{chmüdckt hatten. Die Pausen zwischen den Gesangstücken füllte Herr Osthoff, Lehrer in Camen, durch sein trefsli- ; hes Orgelspiel aus. Nach beendeter kirhliher Feier versam- melten sich an 600 Personen zu einem fröhlichen Mahle in dem, den Lehrern freundlichst eingeräumten Klubb - Gebäude. Die Leutseligkeit der auch hier anwesenden höchsten Behör- den wirkte erhebend, gar nicht beengend auf die Lehrer. Die Freude erreichte ihren höchsten Glanzpunkt, als jene hohen Herren in das Lied mit einstimmten: Jch bin ein Preuße. Rúhmend und dankend gedachten die Lehrer der ausgezeichne- ten Aufnahme, die ihnen in den Häusern der gastfreien Be- wohner Hamms zu Theil wurde. Herrn Engelhardt, dem un- ermúdeten Vorsteher des Gesangfestes, ward im reihen Maße zu Theil: von den Mähtigen Gunst, von den Thätigen und Guten Förderung, von der Menge Neigung, von den Einzelnen Liebe. : :

| Die Preußische Haupt-BibelGesellschaft wird am Mitt- } woch den 10. Oktober d. J., Nachmittag um 3 Uhr, in der Dreifaltigkeits-Kirche ihre 24ste Stiftungsfeier mit Gesang, Ge- bet und Predigt begehen. Nach Vorlesung des Jahres-Berich- tes über ‘die Verhältnisse, insbesondere Úber die Wirksamkeit des Vereins und der mit demselben verbundenen Bibel - Gesellschaf- ten werden 120 Bibeln an zuvor ausgewählte arme Schulkin- der vertheilt werden. Am Schlusse des Festes wird eine Samm lung für die Zwecke der Gesellschaft stattfinden. : Berlin, den 6, Oktober 1838. Direction der Preußischen Haupt - Bibel - Gesellschaft. von Thile.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

“E

{ senft sich jest in die Ticfe, um zwei großen Uebeln unserer shönen î

Stadt, dem Gestaunfe und dem Staube abzuhelfen. Wer fennut nichi Shakespeare's Fee Mab? So giebt es hier in Berlin cine Fee Schnapp-, die in Rattengestalt in deu fauligen Riunsteinen umher- chlupft und nach den Nasen der Menschen shnappt, indem sie slin- fende Dünsie in ihre Nüsteru sprigt. Gegen dics Ungethüm ift schon mancherlei vorgeschlagen, z. B. die Rinnsieine mit wohlriehzendem Kölnischem Waffer zu füllen. Statt diescs theuren Duftwassers von Köln am Rhein {lägt unser waderer Mitbürger das wohlfeile Luft- wasser von Köln der Spree vor, d. h. das Wasser der Spree oder des Landwehrgrabeus, auch Schafgraben genaunt. Zunächst hat Herr Major Baeyer uur die Berehuung für die Friedrichsstadt bier gegeben, wo zur Spcisung der Riunsicine mit frischem Wasser | aus cinem Wafßerthurm am Hallcshen Thore von 25 Fuß Druck-

Preuss. Prämm.-

Zinsl. —.

Br. 1%

böhe cine Dampfmaschine vou 22 Pferden Kraft in cisernen Röh- ren von“ 17 bis 1 Zol Durchuresser und etwa 1'/, Meilen Länge im Ganzen das Wasser ín 200 Röhrbrunnen an alle Rinnsteinköpfe (d. h. Ursprünge der Rinnsteine) führcn würde, so daß täglich 400,000 Die jährlichen

Ufer 625. 615.

den 99. Br. Kubikfuß Wasser gehobeu und fortgetrieben würde.

100,000 Fr. fosien, aber cin Chemifer hat es für den fünften Theil,

22

Niederl. wirkl Schuld 533/,. 243/, 6. BV/g Span. 17!/,. Passive 4!/,. Ausg.

G. Bordeaux - Testé Köin - Aachen 161. Br.

—. Bank-Actien 1460!/,.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, L Ohteden, 116 5 lo 0. 19 . Kans Sol Ti Di, ch. —. Poln. —. Oesierr. Met. 104, Antwerpen, 30. September. Neue Anl. 173/;. Frankfurt a. M., 3. Oktober,

251/,. Br. 1511/,. Br. Toaos zu 500 FI. 1273/5. 127!/¿. Loose zu 100 Fl. 275, Vreuss. Präm.-Sch. 667/g. G. L Eisenbahn-Actien. St. Germain 730. Br. Versailles rech/®

Bank - Actien 1737. 1735. Partial. gj}

do. #%/ Ánl. 103. G. Poln. L

do. linkes Ufer 475. 470. Srrassburg - Base| 37 Sambre-Meus6 440. 435. Leipzig D, Comp.-Centrale —.

Hamburg, 4. Oktober.

Bank-Actien 1%46. 1443. Engl. Russ. 108!/,. 5% Port.

Kosien würden ucbst den Zinsen des Anlage - Kapitals etwas über } z0/ __, [eue An!. —.

30000 Rthir. betragen. Die Sacve ist kein Trugbild menschenfreund- E : Paris, 1. Oktober.

lier Traumwelt. Auch Prag und Paris haben folche ciserne Was- 59/0 Rente fin cour. 109. 30. 3%/4 fin cour. 80. 70. 5%, N

sexicitungen. Diese Eisen-Nöhren sind für Jahrhunderte und brau- f hin cour. 100. 30. 590/ Span. Rente 19. Passive Es N

chen nur ctwa aße 15 Jahre geceinigt zu werden, was eitweder dur f Portug. —. 9 \

Knabeu mit Ausfegen, oder noch woh!feiler mittelst eingelassener Sáure Wien, 1. Oktober.

geschicht. Jn Paris soüte kürzlih das Ausfegen mittelst Borstöcsen 59/, Met. 1671/2. 49% 100!/,. 39/0 80/2. 2/2910 Jy : I

Neue Anl.

würde das Wasser zu Brauereien u. A. benugt werden können. Thaupunkt .+«

“fe 7,29 R. 7,59 R. 4+ 8,19 N.

Mee Fr., M att a s L M j 2 a es in Berlín etiva 110 trodene Tage giebt, wo nur Wasser Ÿ

geflößt zu werden brancht, so föunte das Denidwet an den 255 üßbri- REASESTS 1A Se Beobachtung N gen Tagen zu anderen nüßlihen Zwecken verwendet werden, 1) zu 1838. | Morgens prt Abends Na einmaliger einer Winter-Schwimmschule, wie in Magdeburg, was schon so | ®- Oktober. 6 Ußr. 2 Ubr, 10 Uhr. Beobachiung, vielfach gewünscht worden ist, 2) zu Waschküchen, Badesinben,

3) zum Staublöschèn im Sommer und zum Schneeshmelzen } Luftdruck,...- 338,21//Par.| 338,30'‘‘Par. | 337,12‘‘‘Par.ÿ Queliwäermne 7,49 g, mit warmem Wasser im Winter, 4) zum Feuerlöschen. Ueberdics | Luftwärme „.. |-=#= 8,19 3.411,79 N. |/4-10,09 Rh Flußwärme 11,79 y,

Bodenwärme 11,30

Augen und Lungen gewinnen. A é

B erlivper Bra G

Den 6. Oktober 1838. Montag,

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettel. |

Wie die Rinnsteine Berlins durch eine Röhrenlei- tung mit fließendem Wasser zu versehen. -Dar- gestellt von J. J. Baeyer. Mit einer Karte von der projektirten Röhrenleitung. Berlin, bei Dümmler, 1838.

| 4. 20 S. z __ Herr Major Baeyer vem Königl. Generalstabe, dem wir dfe } z \{öne Beslimmung der Höhe Berlins über die Ofisce verdanken, ver-

us Tr. Cour. Ee Pr. Cour. Brief. "Geld. Ñ| Brief. | Geld. Dienstag, 9. Oft. Jm Opernhause: Der Degen, dry Bt.-Bebuld-Bch. |4| 103!/, 2 1027/1 afOstpr. Pfandbr. |82| 100!/, matischer Scherz in 2 Abth., von E. Raupach. Hierauf: De Pr. Eugl. Obl. 30./4| 1031/4 | 1023/4 [Ponun. Pfandbr. 4) —_ _ Seeräuber , großes Ballet in 3 Abth. nah dem Gedichte du Prämgch.d.Seeb.|—| 67/5 | 66S/g f do. do. 81 1013/4 | 1011/4 Lord Byron: „The Corsare“, vom Königl. Solotänzer Pau Kaurm.0bl.m.1.C.|4| 1035/4 | 103!/y [Kur-u.Nenm. do.|34| 102 101!/, Taglioni. Musik von dem Königl. Kammer-Musikus Gährid Nimm. Int. Sch, do. 4| 1033/, | Beblexische do.| 4| 103 L À Preise der Pläße: Ein Piat in doi: ode: did: d j Berl. Stadt -Obl./4| 1031/, | fRückst. C. und Z. Range 4 Rehlr. 2c 3 ersten Eönigsb. do, |4| Sch, d. K. u, N.\—| 93 A P Eibioger do. |4| Gold al warco |—| 215! 214! Mittwoch, 10. Oft. Jm Opernhause : Sidelio, Oper i Daur. do. fn Th.|-| A8! // | Nene Ducaten |— 11 1 2 Abth. Musik von L. van Beethoven. Weestpr.Pfandbr.|4| 1015/8 Friedrichsd'or |—| 137/15) 13/5 Im Séhauspielhause: Pour Pouverture du théâtre srançais do do || 100!/, fAúd, Goldmün- 1) La femme raisonnable, comédie nouvelle en 83 actes, par Mr, Grossbh. Pos. do.|4| 105 A zeu à 5 Tk |-| 13/, | 122, Rosier. 2) Les vieux péchés, vandeville en 1 acte, par Mélesville Over Pr E net n D A Die eingegangenen Meldungen um bestimmte ‘Pläge zu de . r. r 1 j Wechsél-Cours. Thlr ‘zu 30 Bar. | Französischen Vorstellungen sind möglichst berücksichtigt word Brief. | Gcld. und wird ersucht, die Billets von Montag, den 8ten bis Dieu Añiatérdam «eé eee nee 250 Fl, Kurz T stag, den 9ten d. M., Mittags 1 Uhr, im Billet-Verkaufs-Bly b g Ci d u M L 1401/, R H reau abholen zu lassen. amburg o... C urz —_— 4 T T E S (dd U ela e S oe é d of 300 Mk. 2 Mit. —— 150!/g Kdni á T h gsstädtishes Theater. Made ie iee er e s Sonntag, 7. Okt. Nelke und Handschuh, oder: Di Ma In 0 Ml ata ea se oes 130 Fl 20e | 1011/, | 10114 } Schicfsale der Familie Monetenpfutsh, Neue Parodie eint Augsburg «ooo c eco oe 159 Fl 2 Mt. 1017/s 1015/3 s{chon oft parodirten Stoffes, in 3 Aften, von I. Nestroy. Bren e ute dias 109 Thl 2 Mt. 99/3 | 99/4 } Musik von A. Máller. Leipzig «oooooooooo 100 Thl. 8 Tage 102 | C i 7M Vrankfirt a. M Wz e ee 140 Fl. 2 Mt. A 101!/, In Vertretung des Redacteurs: Wenge [. Petersborg „ooo oon . « « 100 Rb]. 3 Woch. | 30!/, 1 30/3 Gedrucét bei A. W. Hayn. ,

Trauerspiel in 5 Abth., von Fr. Grillparzer. In Potsdam: Abth., vom Dr. C. Töpfer. Hierauf: Ein Divertissement.

Die gründlichen und umsichtiaen Berechnungen des Herrn Verf. f Dunftfättigung | 87 pCt. 60 p€ 72 pCt. f Ausdünfiung 0,40,

lese man im Buche selbs nah. Wird sein {{chöner Plan ausgeführt, } Wetier.....«- regnig. bezogen Regen. Niederschlag 0,61,

so werden wir fünftig statt an stinfenden Gossen „an Wasserbächen | Wind... ÆW W. 28, Wärrnewecsel 4-12) Badpylans‘/ sigen und statt in staubigen Gassen „in der Straßen cr- | Wolkenzug --- WNW. _— 7,09.

quíckender Kühle“ wandela, dort werden unsere Nasen, hier unsere | Fageumitte!: 337,88/// Yar... =#-9,99 R... 47,6 v N... 73 vEt. Wn,

| E ———PRRREN

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 7. Oft. Jm Opernhause: . Der Maurer, He in 3 Abth., mit Tanz. Musik von Auber.

8. Okt. Im Schauspielhause: Die Ahnfray,

Die Einfalt vom Lande, Lustspiel in 1

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Berlin, Montag den 8am Oftober

1838.

———————

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Berlin, den 7. Oktober 1838. Der Königliche Hof legt morgen den 8. Oktober die Trauer 3 Tage für Se. Durchlaucht den Für sten Friedrich Her-

ann Otto von Hohenzollern-Hechingen an. E von Arnim, Ober-Schenk.

Se. Königl. Hoheit der Großherzog, Ihre Kaiserl. Ho- leit die Großherzogin und Se. Königl. Hoheit der Erb- roßherzog von Sachsen-Weimar sind nah Weimar,

Se. Durchlaucht der Herzog und Ihre Königl. Hoheit ie Herzogin Karl von Schleswig-Holstein-Glüks8- urg und

Se. Durchlaucht der Prinz Wilhelm zu Schleswig- dolstein-Glücksburg nah Deßau abgereist.

Heute wird das 3lste Stück der Gesez-Sammlung ausge- eben, welches enthält: unter Nr. 1933. das Feuer -Societäts- Reglement für die Städte der Kur- und Neumark (mit Ausschluß der Stadt Berlin), so wie für die Städte der Nieder-:Lausiß und der Aemter Senftenberg und Finsterwalde. Vom 19. September d. J., und die Verordnung von demselben Tage wegen Auf- lôsung der Feuer-Societät der Städte der Rur und Neumark und der Nieder-Lausiß, so wie der Aem- ter Senftenberg und Finsterwalde, und wegen Aus- führung vorbemerkten Feuer-Societäts-Reglements. Berlin, am 8. Oktober 1838.

Geseß-Sammlungs-Debits-Comtoir.

9 1934.

Angekommen: Der General-Major und Commandeur ver Kadetten-Anstalten, von Below, von Kulm.

Abgereist: Se. Excellenz der General der Kavallerie und ommandirende General des Sten Armee-Corps, von Borstell,

ach Stralsund. Se. Excellenz der Kaiserl. Russische Wirkliche Geheime chenk, Graf von Stroganoff, nah St.

Rath und Ober - "etersburg.

Se. Excellenz der Großherzogl. Meklenburg - Schwerinsche Beneral- Lieutenant von B oth, nach Ludwigslust.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

p

Allgemeiner Bekanntmachungen.

Ediftal-Citation. Fa der Verlassenschaftssahe der am 20. Februar 1837 zu Gottfriedsgrün, sonst Göpfersgrün ausge-

Adam Bescherer, cin gewisser Johaun Christoph, auch| Auskunft geben. Andreas Bescherer genannt, gegen das Jabr 1782 geboren, als Erbe vor. Christoph oder Andreas Bescherer seit beiläufig 30 Jah- reit aus hiesiger Gegend entfernt hat, ohne von seinem Leben uud Aufenthalte Nachricht gegeben zu haben, so wird auf den Autrag der übrigen Erb-Jnteressénten und des bestellten Kurators derselbe oder auch dessen zurüctgelassene unbekannte Erben und Erbnehmer an- durch aufgefordert, sich binnen neun Monaten und ¡ängstens bis zum 1. Juli 1839 schriftlich. - oder persönlich dahier zu melden und weitere Anweisung zu erwartén, widrigenfalls dessen Erbtheil von 474 l. 16 Kr. an die hiesigeu nächsten Verwandten hinaus- gegeben werdeu wird.

lungen, zu habeu:

am 18. September 1838. Königl: Bayer. Laudgerícht allda.

Ein bedeutendes Fabrik-Geschäft nebst den dazu gehörtgen Gebäuden, welches einige Hundert Menschen in couranten Artikeln

nießt, ist zu verfaufen, und werden die Her: ren A. Busse & Comp. in Berlin nähere Aposfkunft geben.

Rhein - Weser - Eisenbahn. Auf den Antrag unsers Kassirers haben wir gench- migt, daß die Einzahlung der fälligen ersten Rate

bei den nachbenannten Häusern geschehen fönne, als: in Berlin an Hrn. Cari W. F. Schulze,

» Bremen an Hrn. H. H. Meier & Comp., Dr. Draesedcke: » Kölu an Hrn. & D. Herstatt, an Hrn. S. Oppenheim jun. & Comp., an Hrn. Ubr. Schaaffhausen, au Hrn. F. W

. Stein,

in Dreóôden an Hrn. George Meusel & Comp., » s a. M. an Hrn. Grunelius & Comp., » Hannover an Hru. Michel Berend,

» Münsfier an Hru. Lindenkampf & Olfers. Für die Beförderung der Gelder zur hiesigen Kasse res, F Sram er MMt Be Le uy Hine e atne Rote oa 0 e Ein- XFahn, gebornen Bescherer, kommt ein Sohn des am zahlenden von Beträgen bis zu r. 2 pCt.; von|-,*

19. Januar 1791 als Bergmann zu Bergnersreuth|größeren Summen z pCt. Speesen zu entrichten. Ueber e O s ¿ul verstorbenen Bruders dec Erblasserin, Namens Wolf sonllige Bestimmungen werden die geuaunten Häuser f fp $ Mr. 2, 3 ;

Minden, decn 2. Oftober 1838. Da sich aber dieser egan Die Direction der Rhein-Weser-Eiseunbahn-

Vogelsaug. v. Sprefelsen. Vorlaender.

Literarische Anzeigen.

Bei A. W. Havu in Berlin (Zimmerstraße Nr. 29) ist erschienen und daselbst, so wie in allen Buchhand-

Handbuch für Preußische Landräthe l in ihrem amtlichen Wirkungskreise, Wunsiedel, in Oberfranfen des Königreichs Vayern,| Kreis-Deputirte, Gutsherren, Kreis:-Physifer, Bürger- wmeisier und Dorfschulzen von J. D Könuigl. Preuß. Hefrathe. Gr. 8vo.

een As ift l pin erschienen und durch lebhaft beschäftigt, im Fu- und Auslande alle Buchhandlungen zu beziehen, namentlich durch , E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Po- den erfreulich sten Absay und besien Ruf ge-\sn, Bromberg, Culm und Gnesen: M Kalcher, K. (ehrer an der höheren Bürgerschule wird, geuau zu bestimmen, wie viel er Mauerziegeln zu Torgau), die biblischen Geschichten desszu einem gewissen Bau bedarf. alten und neuen Testaments, für den häus- lihen und Schulgebrauch neu bearbeitet. 2 historischen Anhängen. (10 Bogen.) 71 sgr. t h Wir erlauben uns, das Urtheil eines Mannes über à 10 Prozent des Actien-Kapitals, so weit solche noch obiges Werfkchen anzuführen, der mit warmer Begei- nicht geleistet worden, gegen Änterims-Duittung auch|sterung die Schule liebt, ihre Bedürfnisse mit flarem Auge überblickt, und dessen Name zu den gefeiertsten gehört, welche von Lehrecn verehrt werden, des Herrn » Braunshweigan Hrn. Gebr. Löbbecfe & Comp.,|Geueral -Superintendenten und Bischofs|Ed. Bote & G. Bock, vorm, Fröhlich & Comp.,

¿Das Büchlein wehet mit lieblihem Hauche, wie von milderen, s{chöneren Fluren her, den Leser an.|3 Thlr., mit der Berechtigung, im Laufe des Abonne- So kann es ín den Händen eines Lehrers, der ein|ments oder sofort beim Abonniren für den ganzen warmes Herz hat für das Gotieswort und für die|gezablten Betrag Musikalien nach unumschränkter

Anzeiger fúr die Preußischen Staaten.

Menschenkindlein, in der Schule mit großem Se- geu wirken.“ Leipzig, August 1838. Hahnsche Verlagösbuchhandlung.

Vei Gebhardt & Reisland in Leipzig ist er-

Bulwer, E. L., the Pilgrims of the Rhine. Nebst vergleichendem und erklärendem Wörterbuche. 2te durchgesehene Auflage. Mit 1 Stahlstiche. 8vo. Brosch. 1 Thlr.

Montfort, Rud. v., Bartaam und Johephat, altdeutsches Gedicht. Herausgegeben und mit einem Wörterbuche versehen von F. K. Köpke. 2te Ansgabe. Gr. 8vo. Brosch. 12 Thlr.

Kurt von der Aue, das Ritterthum uud die Ritterorden, oder histor.-frit. Darstellung der Ent- stehung des Ritterthums und vollständige Be- schreibung aller bestehenden Ritterorden für Freunde der Geschichte alter und neuer Zeit. 2te Ausgabe. Gr- 8vo. Brosch. à 14 Thlr.

La Alamanna di M. Antonio Francesco Oliviero. 2 Theile. 2 Thlr. 5 sgr.

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Wir machen gan merfsam, wedurch Feder sogleih in den Stand gesetzt

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der Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung von

Berlin, Jägerstrasse No. 42, Ecke der Oberwallstrasse. Abonnement für 12, 6 oder 3 Monate 12, 6 oder

e San

! Auswahl als Eigenthum zu entnehmen. Für 4 wärtige beträgt das Abonnement unter gleicheßt dingungen für 12, 6 oder 3 Monate 15, 8 oder 4 Ti, wogegen dieselben eine grössere!' Quantität Noten stets leihweise erbalten. Depot 2 Thlr. Täglid kann gewechselt werden.

Für solcbe Musikfreunde, die sich mit dem wöhnlichen Leihen von Musikalien begnügen unl eigene Anschaffung derselben nicht beabsichtiga, haben wir ein zweites Abonnement unter folgende Bedingungen errichtet.

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So eben ist erschienen und bei G. Gropih Königl. Bauschule No. 12, vorräthig: 0 Herings Sketches on the Danube in Hungary and Transylvania. j Ein Band in Imperial- Folio, enthaltend droeissig ausgezeichnet SNURgOno Lithographieen und einen ogen Text. Preis gebunden 29 Thlr. 10 sgr. London, September 1838. Black & Armstronßg, Königl. Hof-Buchhändler.

Bei J. M. Gebhardt in Grimma erschien und is dur alle Buchhandlungen zu beziehen, uamentlid durch E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Mr. 3h Posen und Brouverg: Jesurun sive Prolegomendôn in Concor

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O nDW Isagoge in Grammatican et Lexicographiam Linguae Hebraicad contra Guil. Gesenium et Henr. E waldun auctore Francisco Delitzschio. in gr. 8vo. Druckvelin. Broch. 2 Thlr. odet 3 FL Conv. - Münze. y

dantias Vet. Test.aJul. Fuerstio editas

I8 Bogen |

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 29. Sept. Gleichwie seir vie- n Jahren schon in hiesiger Residenz, unter der unmittelba- n Protection Jhrer Majestät der Kaiserin, eiñe patriotische damen - Gesellschaft für wohlthätige Zwecke besteht, so ist jeßt uh in Moskau ein Damen - Verein gegründet worden, unter essen Beaufsichtigung die zu errichtenden weiblichen Schulen ür die därftige Bevölkerung dieser Hauptstadt stehen werden. (uh diesen Verein haben Jhre. Majestät die Kaiserin ihres be- nderen Schußes gewürdigt. Die Staatsdame Fürstin Tatjana Volûbin ist als Präsidentin desselben bestätigt. Die: Großfär- nen Maria, Olga und Alexandra sind ihm als Mitglieder igetreten. Der Verein wird den Namen führen: Die Mos- aushe wohlthätige Gesellschaft vom Jahre 1837, zum Anden- en des Aufenthalts der Kaiserlichen Familie daselbst. Die erste qule in Moskau, die von diesem Verein zu organisiren ist, bird den Namen des Kaisers führen. Der Verein ist autori- rt worden, eine allgemeine Subscription. zu eröffnen. _ Ein unbekannter Menschenfreund hat in seinem heimathli- jen Gouvernement Olonez 150,000 Rubel aus seinem Vermö- en als Unterstüßungs - Summe deponirt, deren Zinsen armen nd von harten Lebens-Verhältnissen bedrängten Individuen zu ewähren sind. Se. Majestät der Kaiser, dieses Beispiel unges ddhnlicher Menschenliebe vernehmend , haben dem edlen Geber hr hôchstes Wohlwollen bezeugen lassen und befohlen, seine hat durch die Tagesblätter zur allgemeinen Publizität zu bringen.

Am 17ten vergangenen Monats ward auf Höchsten Befehl n der Gouvernementsstadt Smolensk, im Beiseyn der Mili- tir: und Civil-Behörden, der Grundstein zu einem Monument elegt, das das Andenken an die glorreiche Schlacht, welche an lesem Tage im Jahre 1812 Rußlands Heere lieferten, auf die dâteste Nachwelt bringen soll. Dieses Monument wird aus BuUßeisen in Pyramidal-Form erbaut. Unsere Handels - Verhältnisse mit Asien, vornehmlich mit aafei und der Asiatischen Türkei, nehmen seit den im Jahre 832 in den Transkaukasischen Provinzen begonnenen neuen Vohlthätigen Administrativ-Reformen, die sih auch auf die dor- igen Zoll- und Handels - Verhältnisse beziehen, eine erwünschte Ausdehnung, und selbst! der Handel jenes Landstriches erweitert ch sichtlich mit jedem Jahre. Der Gesammt-Umsat in diesen Provinzen und auf dem Kaspischen Meere betrug im Jahre 1837 an Zinfuhren 11,223,639 und an Ausfuhren 5,533,288 Rubel. Die daupt: Artikel der Einfuhr waren ‘Persische Erzeugnisse in Seide ind Baumwolle, die man im gedachten Jahre für 6,859,000 Aubel einbrachte ; die Haupt: Artikel unserer Ausfuhr nach Per- en sind Eisen und andere Metall-Waaren, Baumwolle und onstige, dem Asiatischen Geschmack entsprechende Russische Er- Ugnisse, größtentheils im Kaukasus t Obgleich nun er Tranékaukasische Handel nah Verhältniß der Benußung einer reichen Natur-Erzeugnisse, der allmäligen Entfaltung der W°rtigen Jndustrie und sozialen Verhältnisse, in fortgehender Stei-

| sische Münzen verwandelt.

rung begriffen ist und in der Folge einen hohen Grad der Blüthe

erreichen dürfte, so ist er doch für den Moment noch von der Art, daß wir dorthin mehr baares Geld senden müssen, als wir erhalten. Doch auch das edle Metall ist ja inläándisches Erzeugniß. Jm vorigen Jahre allein wurden 470 Pud solcher Metalle in Rus- An Europäischen Waaren brachte man 1837 in die Transkaukasishen Provinzen für den Betrag einer Million Rubel, also das Doppelte dessen vom Jahre 1836. Diesen Uebershuß muß man der großen Handels - Ausdehnung zuschreiben, die Redut- Kalé seit kurzem gewonnen hat. Hier

| müssen die eingebrachten Europäischen Waaren den Zoll erlegen,

oder ins Depot nach Tiflis expedirt werden. Europäischer Ma- nufaktur-Erzeugnisse bedarf der Transkaukasische Landstrich zur Zeit noch wenig; im vergangenen Jahre betcug ihr Werth nicht über 18,000 Rubel. Seine Wollen-, Baumwollen- und Sei- den- Fabrikate bezieht er größtentheils aus Persien und der Türkei. Der Waaren - Jmport aus Asien in diese Provirizen betrug im vergangenen Jahre 9,054,415 Rubel; darunter be- trugen die Baumwollen - Fabrikate 5,821,000, die in Seide 100,200, die wollenen 208000 Rubel. Der Exp

abo E: R A M P R N I T I S

ort nach Asien | betrug 3,556,215 Rubel. Bei dieser Ausfuhr bleibt der bemer- ;

kenswertheste Artikel die rohe in diesen Provinzen gewonnene |

Seide, auf deren vervollklommnete Kultur man ers in neuester Zeit die Aufmerksamkeit zu richten beginnt. Jhre Ausfuhr aus Redut-Kalé und den úbrigen Transkaukasischen Zoll - Aemtern betrug im vergangenen Jahre 308,000 Rubel. Redut- Kale wird mit der Zeit einer der blühendsten Handels - Orte an der Transkaukasishen Küste werden.

Folgendes sind einige statistische Notizen über unseren Han- dels-Betrieb über Kjächta nach China: An feineren Thee-Sor- ten wurden im vergangenen Jahre in Kjächta 134,215 Pud, vom sogenannten Ziegel - Thee aber, einer der shlechtesten Gattungen, die nur noch unsere niederen Volksklassen zu kon- sumiren pflegen und deren Absaß nach Rußland jest mit jedem Jahre abnimmt, 57,153 Pud eingetauscht. Haupt - Artikel unserer Jndustrie, welche in Kjächta den stärksten Absatz fan-

| den, waren Tuche für 2,173,000, Baumwollen - Erzeugnisse für

998,000, Pelzwerk für 3,153,000 Rubel. Alle diese Artikel an diesmal zu hôheren ‘Preisen als in früheren Jahren abgese6t.

Frankreidch. '

Paris, 1. Okt. Die Minister waren gesiern Abend noch spát bei dem Conseils - Präsidenten versammelt, und man be- merkte, daß gegen Mitternacht zwei Couriere das Hotel der aus- wärtigen Angelegenheiten verließen.

Man woill wissen, daß der vormalige Finanz-Minister, Herr Human, der sich seit - einiger Zeit in Straßburg befand, und gestern hier cingetroffen ist, durch den Telegraphen herbeordert worden sey. Hieran knüpft sih das Gerücht, daß ihm Vor- schläge zum Wiedexeintritt in das Kabinet gemacht worden seyen, er dieselben aber zurückgewiesen habe. :

Die anhaltende Entwerthung der Eisenbahn- Actien ruft, wie es immer bei solchen Krisen der Fall is, allerlei Rath- schläge hervor, um das Vertrauen wieder herzustellen, und dem Sinken der Papiere Einhalt zu thun. Man sucht jeßt die Be- siger der Actien durch die Bemerkung zu trôsten und zu berus- higen, daß auch in England die Actien der verschiedenen Bah- nen während des Baues derselben ausgeboten gewesen wären, und sich nach Vollendung und Befahrung einer auch nur kur- zen Strecke schnell wieder erholt hätten. Es wird demnach allen Compagnieen angerathen, nicht gleich von Anfang an ihre Kräfte auf der ganzen Bahnlinie zu zersplittern, sondern es sich vor allen Dingen angelegen seyn zu lassen, einen Theil der Bahn ganz zu vollenden, damit die Actien-Besiter sih so schnell als möglich eines, wenn auch geringen Zinsertrages zu erfreuen hätten. Die Compagnie der Bahn näch Havre scheint diesen Grundsa6 befolgen zu wollen, denn sie verspricht schon zum nächsten Frühjahr die Strecke von Paris nah Montmorency der Circulation zu dôffnen.

Bei der Wichtigkeit der bevorstehenden Deputirten - Wahl in dem ersten Pariser Arondissement dürfte es nicht ohne Jn- teresse seyn, das Schreiben zu lesen, welches der Kandidat der Opposition, Herr Bureaux de Pusy, an die Wähler erlassen hat, und welches, im Fall es von Erfolg begleitet seyn sollte, ur Charakterisirung der Stimmung der Pariser Einwohner- hast dienen kann. Dasselbe lautet folgendermaßen: „Meine Herren! Die Ehre, Sie zu repräsentiren, einen Bezirk zu re- prásentiren, der so viele aufgeklärte Männer in sich \chliept, ist zu groß, zu {wer, sie würdig zu tragen, als daß ich aus ceige- ner Veranlassung gewagt haben würde, Anspruch darauf zu machen. Nicht aus freien Stücken bewerbe ih mich heute um Jhre Stimmen; ih bin durch die wohlwollende Nachsicht einer großen Anzahl von Wählern dazu aufgemuntert worden. Da dieselben von ihrem Kandidaten vor allen Dingen politische

- Rechtschaffenheit und Unabhängigkeit der Stellung und des

Charakters verlangten, so haben sie nicht allein diese Bedingungen, sondern auch Prinzipien, die wit den ihrigen übereinstimmen, bei mir anzutreffen geglaubt. Jch_habe die mir angebotene Kandidatur dankbar angenommen. Indem ich Sie bitte, m. H., mir den größten Beweis von Achtung zu geben, den Jemand von seinen Mitbürgern erlangen kann, so will ih mich Jhnen nun zeigen, wie ih bin. Meiner Ansprüche sind wenige; aber ich I dieselben dennoch zur Sprache brin- en und mich, um Niemand zu täuschen, ganz offen erklären. (s Zögling der polytechnishen Schule widmete ih mich dem militairischen Jngenieurfache; alle meine Grade habe ih entwe- der dur Bewerbung in dffentlichen Prüfungen oder durch An- ciennität erhalten. Nach der- Juli- Revolution ward ich zum

räfekten ernannt, in welcher Stellung ih 3 Jahre lang, ohne nwendung gewaltsamer Mittel, die Geseke in ihrem ganzen Umfange zur Ausführung brachte. Meine Achtung für die Rechte der Bürger machte diese Aufgabe leicht. Als ich in das Privatleben zurückkehren mußte, konnte ih mir s{meicheln, daß mein Benehmen, inmitten {wieriger Umstände, gebilligt wor-

- aus auf ein Französisches Fahrzeug gefeuert, und zwei Die Gemüther erhißen sich ‘von beiden Seiten .

den war. Vielleicht wußte man es mir einigen Dank, daß ih immer Magistrats -Pérson und niemals Parteimann gewesert war. Die ehrenwerthesten Einwohner von Avignon ersuchten nach meiner Abreise den Minister, mir meine Práfektenstelle zu erhalten. Die Wähler von Tarbes beehrten mich mit ihren Stimmen; aber die Kammer von 1834 annullirte durch einen Beschluß, der damals auffallend erschien, meine Wahl, und er- nannte meinen Konkurrenten. Bald darauf sandte mich der zweite Bezirk des Allier neuerdings in die Kammer. In den administrativen Functionen habe ih meinem Lande und der Regierung mit Are als rechiliher Mann und als gu- ter Bürger gedient. enselben Gesinnungen treu bleibend, glaubte ich als Deputirter die Handlungen des Ministeriums dekämpfen zu müssen, da dieselben mit den Grundsäßen der wahren Freiheit unverträglich, und selten im Einklange mit den Jnteressen und der Würde Frankreichs waren. Die Sep- tember - Geseke schienen .mir eine offenbare Verleßung unserer Institutionen und *ich habe sie deshalb bekämpst. Jn meinen Augen bildeten sie die ersten Ringe einer Kétte, welche der öf- fentlihe Unwillé zerbrach, indem er die Disjunctions-, Depor- tations- und Nonrevelations-Gesetze entschieden zurückwies. Die Lasten, welche auf das Eigenthum, den Handel und die Indu- strie drúcken, sind zu {wer , als daß man vor einer rechtmäßi- en Reduction zuräckschrecken dürfte; ih bin daher dem Grund- abe der Renten-Konversion beigetreten ; aber theilweise Erspar- nisse würden ohne Resultat seyn, wenn nicht eine strenge Kon- trolle die vernünftige und getreue Verwendung der dffentlichen Gelder sicherte, und sih den Vershwendungen widerseßte, welche es oft nicht einmal versuchen, sich hinter einem Schein von Größe zit verbergen. Jch habe Mißbräuche gekannt, und sie mit Beharrlichkeit und Festigkeit zur Sprache gebracht. Es wäre nicht unmögli, daß die wichtige Frage der Wahl - Reform angeregt würde. Sollte dies der Fall seyn, so würde ih die pulatng des zwei- ten Theils der Geschwornen - Liste unterstüßen. Es scheint mir, daß denjenigen Männern, die bei ciner Wahl einen dffentiüichen Beweis des Vertrauens von ihren Mitbürgern erhalten haben, auch das Stimmrecht bewilligt werden muß. Jch weiß nicht, m. H., welches Urtheil Sie über mein Benehmen und meine Ansichten fällen werden. Wenn Sie mich aber für würdig fins den sollten, Jhre Rechte und Jhre Interessen in der Kammer u vertheidigen, so würde ich mich dieser edlen Aufgabe mit

anfbarfkeit und Hingebung widmen, und um später nicht frei- willig auf dieselbe verzichten zu müssen, würde ich während der Dauer meines Mandats ' von dem Ministerium keine Gunst- bezeigung irgend einer Art annehmen. Als Sohn Bureaux de Pusy's, den die konstituirende Versammlung dreimal zu ih- rem Präsidenten ernannte, als Adoptiv - Enkel Lafayette's, hat deren Beispiel mich gelehrt, daß das geradeste und offenste Be- nehmen zu gleicher Zeit das geschickteste sey; mein Gewissen sagt mir aber auch, daß es in der Politik wie anderswo das einzig Ehrenvolle ist.‘ 6

Es bereiter sihch in der hiesigen großen Oper cin Debut vor, dem das ganze hiesige Publikum und besonders die höhern Zirkel mit großer Neugierde entgegen schen. Ein junger Ita liäánischer Nobile, Herr von Candia, begabt mit einer sehr \{dnen Tenorstimme , hat alle Schwierigkeiten, die sich seinen Drange zum Theater entgegenstellten , zu besiegen gewußt, und wird wahrscheinlih noch im Laufe der nächsten Woche in „Robert der Teufel‘ zum erstenmale auf der Bühne erscheinen. Die Feuilletons erwähnen seiner jet schon mit dem größten Lobe, und meinen, seine Stimme sey nur mit der Duprez's oder R! bini's zu vergleichen.

Jm Courrier français liest man: „Jn der Nacht vom 15. zum 16. Sept. is die Genuesishe Brigg „San Gaetano“/ von Porto Venere aus nach Mas unter Segel gegangen. Ein Dampfschiff der Königlich Sardinischen Marine, welches beauftragt scheint, jenes Schiff zu begleiten, lichtete einige Stunse den früher die Anker. Der „San Gaetano“/ hat 100 bis 150 Tonnen mit Munition, Kleidungsstüken, Schuhen, Waffen 2c. an Bord, die aus Livorno und Genua gekommen waren, und außerdem führt er etwa 30 Ftaliäner und Spanier von verschie- denem Range mit sich.“

Der Messager sagt: . „Es ist Zeit, daß die Division des Admiral Baudin vor Veracruz eintrifft, denn unser shwaches Geschwader spielt, den Fanfaronaden der Mexikaner gegenüber, eine Frankreihs unwürdige Rolle. Der Kommannant Bazoche ist gendthigt, zu außerordentlichen Mitteln seine Zuflucht zu nehmen, um für alle Bedürfnisse des Dienstes zu sorgen. Er hat zwei Kauffahrteischiffe, die von dem Blokade-Geschwader

enommen worden sind, bewaffnet, und benußt sie zum kreuzen. Es ist in dieser unglücklichen Angelegenheit noch einmal Blut geflossen; die Mexikanischen Soldaten haben von der Küste Matro- sen getödtet. immer mehr, und eíne freundschaftliche Aue eas wird tâg- lich shwieriger.‘/ (Die neueren. Nachrichten über England wa: ren noch nit in Paris eingetroffen.)

Großbritanien und Jrland.

London, 1. Okt. Fastkomisch istes, wiegenau die ministeriellen Blätter herauszurechnen suchen, welche Anzahl von Menscheneigents lich bei den leren Arbeiter-Versammlungen in London, Manchester, Sheffield und Liverpool zugegen gewesen, als ob sie nah Ver- hältniß der numerischen Stärke abmessen wollten, inwieweit den Forderungen, die in diesen Versammlungen aufgestellt und in die sogenannte Volks-Charte zusammengefaßt wurden, nachzu- geben sey. Man hat sogar die Größe des Feldes, Kersal:-Moor genannt, auf welhem die Versammlung bei Manchester statt- fand, nah Quadrat-Fußen ermittelt, um zu sehen, wie viel Menschen wirklich dort Plaß haben konnten, und danach soll es sich gefunden haben, daß höchstens für 45,000 Raum vor- handen war, während die Zahl der Versammelten bisher zwi- hen 200 und 300,000 angegeben wurde. Die ministerielle Presse ist darüber sehr erfreut, und da die Versammlungen in