1838 / 285 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

(E Rd Li diD n

Hauptzwe seiner Reise die Besezung dieses Theils des Algier- schen Gebiets berrisst, wodurch die Sicherheit der Kolonie ver- mehrt werden würde. Von dem früheren Gerücht, daß Achmed Bey mit dem Ober- Befehl über die Stämme von Stora be- fleidet werde sollte, verlautet jeßt nichts.

Nach Briefen aus Beirut vom 2. September soll Jbra- him Pascha sich heimlih mit einem jungen Mädchen aus einer der ersten Türkischen Familien zu Damaskus vermählt haben.

Die Englishe Dampf: Fregatte „Rhadamant““, welche am 21. September auf der Rhede von Malea Anker geworfen, hatte dringende Depeschen des Admiral Stopford für die Britische Regierung an Bord. Als dieses Fahrzeug am 17. September die Insel Scio verließ, befanden sich dort zusammen die Englische und Tärkische Flotte; beide zählen zusam- men mehr als 30 Kriegsschiffe von verschiedenen G Kapudan Pascha war mit den unter seinen Befehlen stehenden See-Streitkräften bereits vor Scio, als Admiral Stopford da- selbst ankam. Die beiden Flotten begrüßten sich mit zahlreichen Salven. Der Englische Kommandant Walker vom Linienschiff ¡„„Vanguard“/ wucde ermächtigt, einige Tage auf dem Türki- hen Admiralschifff zu verweilen, um Alles in Augenschein zu nehmen. Ein Türkischer Kommandant verfügte sich auf ein

Englisches Schiff. Die Englische und die Türkische Flotte soll- |

ten einige Zeit in dem Archipel bleiben. Jn der Stadt Scio

folgte eine Festlichkeit auf die andere.

Niederlande.

Aus dem Haag, 7. Oft. Der Gouverneur der Provinz Súd- Holland, Baron van der Duyn van Maasdam, hat von Sr. Majestät dem Könige den Auftrag erhalten, sich an den Königlichen Hof nah Stuttgart zu begeben, um dort für Se.

Königl. Hoheit den Erbprinzen von Oranien um die Hand der | Prinzessin Sophie, zweiten Tochter Sr. Majestät des Königs |

von Württemberg, anzuhalten,

Deutschland.

München, 8. Okt. Der Prinz und die Prinzessin Chri-

Co von Dänemark haben diesen s 4 Do Stadt ant allen.

weichem gröstentheils namhafte Gelehrte und Künstler geladen aren.

Der Großfürst Thronfolger von Rußlañd hat mehrere kostbare Geschenke zurückgelasseu, die nach seiner Abreise durch die Legation an die betreffenden Herren vertheilt wurden.

j Cornelius ist heute mit seiner Familie nah Paris abge- reist. Jn einigen Tagen begiebt sich Kaulbach nah Rom, um den Winter doit zuzubringen. Möge der treffliche Künsiler, dessen Gesundheit in leßter Zeit sehr angegriffen war, nächstes Frühjahr neugestärkt aus jenem milden Klima zurückehren:

Von namhaften Durchreisenden und Fremden nennt die Allgemeine Zeitung den Bischof von Hermopolis, Grafen von Frays¡iaous, und den Oesterreichischen Kanzleirath Dc. Jarcke aus Wien, der sich noch hier aufhält, und von welchem in die- sem Augenblick eine Sammlung kleiner Schriften erscheiut.

Das Bayerische Regierungsblatt macht die wesenilichen Ergebnisse der Gemeinde- Rechnungen der den Königl. Regie- rungen unmittelbar untergebenen Städte (die der Pfalz sind darunter nicht begriffen) vom Etatsjahre 182%/,, befannt. Die betreffenden 28 Sràdte haben zusammen 91,055 Familien, näm- lih München 19,471, Nürnberg 8460, Augsburg 6900, Re- gensburg 5159, Bamberg 4388, Würzburg 4060, Ansbach 3267, Baireuch 3182, Färth 83025, Angolstadr 2682, ‘Passau 2258, Eclangen 2241, Hof 2051, Straubing 2023, Schwabach 1871, Landshut 1780, Amberg 1758, Eichstädt 1744, Schweinfurt 1702, Kempten 1700, Äschaffenburg 1692, Memmingen 1626, Rothenburg 1613, Nördlingen 1578, Dinkelébühl 1373, Neu- burg 1317, Kaufbeuren 1080, Lindau 754.

In der Münchener politischen Zeitung liest man: „Heute werden in der Benediktiner - Kirche zu Öttobeuern Ä dovizen ihren Ordenéprofeß ablegen. Es sind die Herren: Alois BVirkec von Sonthofen, Andreas Zucktrigl von Herrets- hofen, O Baptist Neiter von Langweid und J. Evang. Boll von Heyde; drei Andere: die Herren Karl Kraus aus München, Joieph Cramer von Nassenbeuern und Johann Stoll, Ritter der Ehrenlegion, von Grubwiller in Elsaß, werden in furzem diesen folgen. Es verdient noch bemerkt zu werden, daß an der Spige des Frauen: Comité's zu Pfaffenhofen , wel- ches die innere Einrichtung der Probstei Scheyern übernommen hatte, eine Protestantin stand.‘/

Oesterreich.

Wien, 8. Okt. Nachrichten aus Verona zufolge, verfüg- ten sich De. Majestät der Kaiser am 28. September Morgens auf das Campo Fiore, um Revue über die Besaßung der Stadt zu halten. Die Truppen, aus dem Jnfanterie: Regi- mente Erzherzog Franz Ferdinand, einem Bataillon des Jn- [Oie Sens Baron Mayer und dem Jôger- Bataillon

r. 11, fecnec aus 3 Bataillons Infanterie, einem Bataillon Grenadiere und einer Compagnie Jäger (sämmtlich aus den verschiedenen hier zum Festungsbaue verwendeten Corps gebisl- det), aus einer Eskadron Husaren von Reuß-Köstriß und zwei Infanterie - Batterieen bestehend, waren unter dem Kommando des Feldmarschall-Lieutenants von Retsey, in zwei Schlachtlinien aufgestellt, die eine unter dem Befehle des General - Majors von Maina und die andere unter dem General - Major von Mert. Se. Majestät ließen die Truppen in halben Compag- nieen vorbei defiliren. Jhre Majestät die Kaiserin und _die Erzherzogin Vice-Königin wohnten diesem militairischen Schau- spiele in einem offenen Wagen bei. Nach Beendigung der Re- vue bezeugten Se. Majestät dem Feldmarschall Grafen Nadebky die größte Zufriedenheit úber das treffliche Aussehen und die vorzügliche Haltung der Truppen, und besonders über den gün- ]stigen Gesundheitéstand des bei den Fortifications-Arbeiten ver- wendeten Militairs. Zu gleicher Zeit gaben Se. Majestät Be- féhl, der ganzen Garnison, vom Feldwebel abwärts, eine drei- tägige Gratielöhnung auezuzahlen. Nachmittags begaben Sich Ihre Majestäten, in Begleitung des Gouverneurs der Venetianischen Provinzen, des Delegaten und des Podesta, nah dem Convente der PP. Jesuiten. Später machten Se. Majestät der Kaiser mit Jhrem Bruder, Erzherzog Franz Karl, eine Spazierfahct nach dem Castell von Montorio. Jhre Maj. die Kaiserin, von dem Podesta begleitet, besuchte das unlängst von dem Priester Don Antonio Provolo errichtete Taubstummen- Junstitut. Abends waren die Scadt und die Arena auf das prachtvollste beleuchtet, Eine zahlreiche Menge der elegantesten Equipagen bildete einen nächtlichen Corso; über sechzig Tausend

rößen. Der |

Der Prinz gab vorgestern noch ein großes Diner, zu | | im Fall einer Belagerung die Stadt nicht eher zu übergeben,

117A

| Menschen wogten in den Straßen und auf den Pláben, die in

einem Feuermeere schimmerten. Als Ihre Majestäten der Kai- ser und die Kaiserin, mit den Erzherzögen und einem zahlrei- chen Gefolge, gegen 8 Uhr in eilf Wagen erschienen, um die Beleuchtung in Äugenschein zu nehmen, drängte sich das Volk an den Wagen Jhrer Majestäten und erfüllte die Luft mit Freudenruf, welcher den getkiebten Herrscher und Seine erha- bene Gemahlin bis zu Jhrer Rückkehr in den Pallast unauf- hôrlich begleitete.

Am 30. September sind Jfre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, von den Segenswünschen der Einwohner beglei- tet, von Verona nach Vicenza abgereist, wohin ihnen auch be- | reits der Erzherzog Franz Karl, so wie der Erzherzog Vice-

Moa A Gemahlin, vorangeeilt waren.

Der Professor der Philosophie am evangelischen Lyceum zu Preßburg, Präses der Ungarischen Gesellschaft daselbst, Pr. Michael Greguß, ist am 27sten v. M. im 4b\ten Jahre seines Alters mit - Tode abgegangen. Er gehörte der Schule Kant's und Hegel's an und hatte im nördlichen Deutschland seine Stu- dien gemacht.

| Schweiz.

| Genf, 4. Okt. (A. Z.) Die Französischen Truppen sind | nun, wie angekündigt war, in ihren Standquartieren an der

| Genfer Gränze in St. Genix, Gex und Ferney angekommen, | und in bürgerlicher Kleidung gehen ihre Offiziere selbst nach |

Genf, um die dasigen Festungs-Arbeiten, die Zahl der aufgefah- renen Kanonen u. \. w. zu beobachten. Die Anstalten zur

Vertheidigung dauern in Waadt und Genf Tag und Nacht mit |

einem Enthusiaémus und mit einer Verleugnung aller materiel- len Interessen fort, als ob der Krieg eine ausgemachte Sache wäre. Freilih kann Frankreich seine Truppen nicht eher von | der Schweizer Gränze zurückziehen, als bis der Zweckck ihres | Marsches erreicht ist. Die Genfer Festungswerke und Verthei- | digungsmitiel auf der Französischen Seite waren früher nur gering, weil der Stadt von dieser Seite, von ihrem alten treuen | Allürten Franfreih, nie Gefahr zu drohen schien. Jeßt hat | sich gar Vieles anders gestaltet, und die Franzosen würden da

mehr Widerstaudsmittel finden, als sie denken. Der Genfer

Staatsrath hat ganz im Einklang wit den Bürgern beschlossen,

als bis eine praftitable Bresche vom Feinde geschossen ist. Die Vertheidigungs- Anstalten und Arbeiten leitet der verdienstvolle, wegen seines festen Charakiers ahtungswerthe Oberst Masse.

Bern, 5. Okt. (A. Z.) Jhre Majestät die Königin von Griechenland, welche schon eine ziemliche Zeit mit Jhren Durchlauchtigsten Aeltern si hier befindet, ist vor einigen Ta- gen von einer Lustreise in das Oberland wieder zurückgekehrt, und wird bis zum Sten d. noch in unsern Mauern verweilen. Ihre Majestät besucht größtentheils zu Fuß alle schönen Spa- ziergänge, deren Bern so viele hat, und erheitert sich täglich mehr in den romantischen Gefilden der Aar. Die Königin wird ihren Geburtstag (7. Oktober) noch in Bern feiern, und dann über den Simplon nach Mailand, Venedig und Triest sich begeben. Vor einigen Tagen befanden sich hier

der Naturforscher Karl L. Bonaparte. Principe di Musignano und der Englische Geologe Lord Buckland, welche von Freiburg kommend auf ihrer Reise wissenschaftliche Conversationen mit L. Agassiz, Professor Johannes Gistl, Dr. Otth, dem Heraus- geber der „Esqusses africaines” 2c hielten. General Guiguer von Prangins, dem der Waadtländische Staatérath den Ober- Befehl über die Truppen des Kantons übertragen, hat diese Stelle angenommen, er, der bereits aus dem Dienst entlassen war, und der sich persdnlih für die Ausweisung Louis Napo- leon’s auégesprochen hatte. Welche andere Gesinnung verräth dies als der Rücktritt der Schnelle! Es ist nicht die Sache Louis Napoleon's, der vielmehr, wenn er Ohren hat zu hören, bittere Dinge hdren muß es ist die Sache der Schweiz:

Bern, 6. Okt. Der Regierungs-Rath hat am Äten d. an das Voik folgende Proclamation erlassen :

„Geliebte Mitbürger! Laut zuverlässiger Nachrichten von Sei-

ten unserer cidgenössischen Mitstände Genf und Waadt rückten uch- rere Französische Truppen-Corps ge. en die Schweiz vor, um dem von Fraukfreich gestellten Begehren der Fort weisung von Louis Napoleon Bonaparte, welchem unser cid@enössische Mitstand Thurgau das Bür- gerrecht geschenkt bat, mit Gewalt der Waffen Nachdruck zu gacben. Ungeachtet Louis Napoleon bcbufs sciner freiwilligen Entferuung die Pässe verlangt bat, nähern sich die Truppen fortwährend den Grän- ¡en unseres Vaterlandes. Werthe Mitbürger, es bandelt sich fortan nicht um die Person Bonaparte?s, sondern um die Erhbaltunz der Schweizer Unabhängigkeit. Genf und Waadt haben nicht geséumt, sofort dea Bundes - Auszug und die Reserve aufzubieten, und zu- folge heute eingegangener Nachricht stepeu zur Stunde die beiden Waadtländischen Bundes: Konlingente uuter den Waffen. Weynu unsere Mitsiände auf fo chrenvolle Weise sich rüsten zum Kampfe für die Selbsiständigfeit der Eidgenossenschaft, so ziemt es sich, daß auch Beru sich bercit balte, den Bundes-Brüdern beizusteben, und das gemeinsame Vaterland zu schirmen. Diesem nach- haben wir, obsvon bis jegt fein weiteres Ercigniß den unmittelbaren Ausbruch wirfiicher Feind'eligfciten verkündet, beschlosscn, die beiden Bundes- Kontingente aufs Piquet zu siellen und die sämmtlichen Offiziere des ersten Bundese- Auszugs auf ibre Sawmmelpläge zu beorderr, damit auf den ersten Wink die Bernischen Webr-Mäuner dastchen, wo das Vaterland ihcer bedarf, und wohin Pflicht und Ehre sie rufen. Ju- dem wir Euch, liebe Mitbürger, von d'escnu Maßnahmen in Kenutniß segen, erwarten wir von Euch, Jhr weidct wit Rube den von der obersten Bundes - Behörde zu tressenden Anord- nungen und denjeniacn Entschließungen entgegensehen, welche wir nach Maßgabe der Umstände zu nehmen genöthigt seyn werden. Vertraut mit uns auf den Goit unserer Väter, der unser geliebtes Vaterland schon oft in aroßer Gcfabr beshüyt und von drehendem Untergang errettet hat. Bern, 4. Oktober 1838. Namens des Re- gierungs-Raths, Der Schulthciß: Tscharner. Der Staatsschreiber : Hünerwadel.“ __ Gestern war Staats-Kanzler Amrhyn hier, um beim Eng- lischen Gesandten einen Paß fár Louis Bonaparte auszuwir- ken. Er is gestern wieder nach Luzern gereist. Auch Herr Dufour is zur eidgenössischen Militair-Kommission nach Luzern hier durchgereist.

Spanien.

Madrid, 29. Sept. Die Hof - Zeitung enthält ein Schreiben des Herrn Paradis, Präsidenten des Comité's der Inhaber Spanischer Papiere in Paris, worin es heißt: „Da einige Spanische Joucnale gemeldet haben, daß die von Herrn Safont gemachten Anerbietungen zu einer Anleihe von dem Comité gebilligt worden seyen, so ersuche ih Sie, dem Publi- fum fund zu thun, daß das Comité sih diesem Anleihe Pro-

al’en der Fall gewesen is, die nit die rúcksiä:dizen Di den der auswärtigen Schuld garantiren.““ z f videw

Man schreibt aus Santiago in Galicien vom 19. Se tember, daß die Verhaftungen in jener Provin fordauern, Am Tage zuvor waren - mehrere Verhaftete aus Coruña ange fommen, unter denen ein Franzose Namens Barrier, der L Preußischer Konsul und ein Deut{cher, der als Russischer Kon sul dajelbst fungirte.

Taro

Konstantinopel, 20. Sept. (Journ. de Smyr Diese Woche is, eben so wie die vorhergchende, ohne irg ein politisches Ereigniß von Wichtigkeit vorübergegaügen. Y; Minister sezen unter dem Vorsitz Chosrew Pascha's igre Vie sammlungen und Arbeiten fort; da es sih jedoch für jeßt t um Reformen in der Verwaltung und um Verbesserungen L Janern handelt, deren Resultate in kurzem bekannt werdey dürften, so erregen diese Versammlungen im Allgemeinen wenj Interesse. Die Acferbau- uud Handels-Kammer, die jeßt dey Namen „Conseil des allgemeinen Nußtens“/ führt, versammeh sich ebenfalls schr häufig, und man erwartet gsüliche Ergeh | nisse von ihren Arbeiten. | Am vorigen Sonntag begab sich der Sultan mit seinen

Söhnen und einigen der vornehmsten Palast-Bearaten nach der

oberhalb Faner - Baksche gelegenen Cbene, um den Manövern der in Haidar Pascha im Lager stehenden Miliz beizuwohnen; | 6000 Mann, worunter 2000 Kavalleristen, waren daselbst ver | sammelt und zeichneten sich durch ihre gute Haltung aus. Bj der Ausführung der Mandver zeigten die Truppen eine Gy wandtheit und Präzision, die denen, welche sie einexerzit | E, so wie dem Pascha, der sie kommandirt, zur größten | Ehre gereicht. Der Sultan gab ihnen seine Zufriedenheit jy erkennen, und vorzugsweise dem Preußischen Stabs - Offizier der vor furzem, mir Beibehaltung seines Ranges in der Preu ßishen Armee, als JInstructeur in den Dienst der Pforte ge: treten ist. __ Der Russische Botschafter, Herr von Butenieff, welcher seit seiner Rückkehr nach Konstantinopel von den Mitgliedern des diplomatischen Corps und den Ministern der Pforte mit , der größten Aufmerksamkeit behandelt wird, hat bereits meh rere Konferenzen mic den Großwürdenträgern der Pforte gu habt. Am vorigen Montag hatten die Paschas ihm zu Ehren in Kirß-Burnu ein Fest veranstaltet.

Die mit dem leßten Paketboote aus Alexandrien eingegan gene Nachricht, daß Mehmed Ali sich endlich anschicke, seinen rúcfständigen Tribut zu bezahlen, hat große Freude im Publb fum erregt. Man kann sich indeß nicht verhehlen, daß diese Nachricht von Vielen nicht geglaubt wird, namentlich von den- jenigen, die der seit einigen Jahren vom Pascha befolgten Po: licik mit Aufmerksamkeit gefolgt sind und daher seinen Charak:

getäuscht sieht, gedroht haben , falls er seine Verpflichtungen gegen die nicht erfülle, sich jeßt nur verstelle, um Zeit zu gewinnen und sich zu dem Scyritc vorzubereiten, den er beabsichtige. Diese Ansicht findet um so mehr Glauben, da sich- aus den mi demselben Pafkétboote angekommenen Privatbriefen ergiebt, daß Mehmed Ali, ungeachtet des großen Mangels an Geld und Menschen, noch immer Verstärkungen nah Syrien \{ickt, und daß der General Churschid Pascha, der sih von der Armee in Hedschas getrennt hat, um mit den Beduinen - Schaaren, die er zusammenzubringen vermochte, eine Expedition nach dem Euphrat zu unternehmen, vor kurzem den Befehl erhalten hat, seinen Marsch nach dem Paschalik „Bagdad fortzusezen. Dit Botschafter der großen Mächte, die bei der orientali\hen Fragt interessirt sind, scheinen jedo ihrerseits diesesmal den Verspre chungen des Vice-Königs zu trauen, und man erwartet dahet, die in Rede stchenden Summen nächstens ankommen zu sehen.

Vor einigen Tagen ist abermals ein Kutscher, und zwa! ein Bulgar , wegen verbotenen Umgangs mit einer Türkischen Frau gehängt worden. Da die Frau guter Hoffnung ist, so if ihre Bestrafung bis nach erfolgter Niederkunft aufgeschoben worden, wo sie dann dasselbe Schicksal haben dürfte, wis de

Bulgar.

Aus Persien sind in der vergangenen Woche keine Na! richten eingegangen. Der erwartete Tatar is nicht angekom men, und man sieht mit Ungeduld den Nachrichten über den Gesundheits-Zustand von Trapezunt, so wie über die Bewe

gungen der Persischen Armee vor Herat, entgegen.

Smyrna, 22. Sept. Der „Jupiter“, das Flaggenstif des Contre- Admirals Gallois, ist am Montag E biec abge segelt, so daß die Brigg „„Bougainville“/ jeßt das einzige Fran zösische Schiff auf unserer. Rhede ist.

Der Oesterreichishe Kommodore Baron Bandiera hat at 11ten Jpsara verlassen, nachdem er daselbst vergeblich die ge [nauesten Nachforschungen nah den Seeräubern angestellt hatte, die vor furzem die Holländische Brigg „„Hendrica Elisabeth“ angriffen und versenkten. Er machte übrigens die Bewohner von Jpsara mit dem Zweck seiner Anwesenheit bekannt und deutete ihnen zugleich an, daß er ein wachsames Auge auf Al les haben werde, was in ihrem Hafen vorgehe. Zu diesen Zweck ist die Brigg „Elisaberh// zurückgeblieben, um nährend der Jahreszeit, wo die mit Früchten beladenen Schiffe nah Europa zurückkehren, in den dortigen Gewässern zu kreuzen.

Im hiesigen Journal liest man: „Die allgemeine Ach/ tung, welche sih der Kaiserlich Oesterreichi|che Vice - Admiral Dandolo während seines Aufenthalts in der Levante erivorben, macht es uns zur Pflicht, die Beweise der Achtung zu erwäh/ nen, die ihm von seinem Souverain zu Theil geworden sind. Bei seiner Ankunft in Wien wurde er von den Ministern mit der größten Auszeichnung empfangen, und Se. Majestät der Kaiser ernannte ihn zum General ad latus bei dem Ober-Kow' mando der Marine in Venedig. Vei seinem Eintreffen daselbst wurde ein außerordentliches Conseil zusammenberufen, um ihn alle Offiziere und Beamten der Marine vorzustellen.‘

Uegypten.

Alexandrien, 16. Sept. (Journ. de Smyrne.) Mehmed Ali scheint, wenigstens für den Augenblick, seine Un/ abhängigkeits: Pläne aufgegeben zu haben; er wird der Pforté seinen Tribut entrichten, und hat deshalb eine “Uebereinkunft mit den Handels-Häusern Anastasy und Pastré abgeschlosse; die sich verpflichtet haben, Wechsel auf Konstantinopel zul! Betrage von 900,000 Talaris zu liefern, wogegen sie dielel Werth in Baumwolle empfangen sollen.

jekt mit eben der Energie widerseßen wird, wie es bisher bei

ter kennen. Sie glauben, daß der Pascha, da er sich in seiner Hoffnung, von den Europäischen Mächten unterstüßt zu werden, und diese ihm vielmehr mit strenger Ahndung

Pforte

Gestern

n N

efg

u

reichend

n

il

))

r

(he Unte nen von (rfung bedürfen, ufregung ver L ascha dort

ischer gebracht. ) iedermebelung eines ganzen

ng auf Abyssinisches Gebiet geschickt war, hart gestraft.

jon

aher au

rachen, ten, diesen

fte zu begeben, dann gedenkt an vergleiche den Artikel Paris, 7. Oktober son estern emphing

Belgischen ranzósischen General-Konsul vorgestellt wurde. j er Nil giebt jest zu keiner Besorgniß mehr Anlaß; er ist gestiegen und verspricht

d Ali scheint durchaus

wird;

en

Mehme

t im Sennaar und man versichert, er

lassen,

| damit anzufangen. hrung dieses Pl ne t ne schon ziemlich schwierige Lage noch verwicelter machen ird; denn abgesehen rnehmung i Ober- Aegypten und Sennaar unfchlbar einer Ver-

zeigen

jedete Autorität i (stärkungen werden in Sennaar um so nôthiger seyn, als

ptishen Truppen, chástigt waren, die Bewohner des Landes im Zaume zu hal-

n und de ren Unmuth aufs n Urch:baren Feind zu y ) - h: Befehlshaber hat durch seine wiederholten Streifzüge nach en Abyssiniens eiber und Kinder

Aczy

Grán

,

einziger

re Meilen von der Gränze entsernen. Es handelte sih damals fär ¿Bewohner dieses hten Angriff, auf den sie nicht vorbereitet waren, zurückzu- lagen, seitdem haben anze Land scheint von hahre konnte die or ihnen retten, n den Gränzen von niern das Vordringen unmöglich zu machen. Sie mußte si ein vershanztes Lager in der urückziehen, ß, um die ßereinigung mit. den bird also vollauf zu thun haben, Sennaar gegen die Firten - Araber und der (schüßen, m sich dem Aegyptischen (serung dieses Zustandes )arten, denn ein von iht nur ein Krieg der Rache für erlittene Beeinträchtigungen yn, sondern ein Pólter schaft aus lauter fanatischen Christen besteht. îónig hat in den leßten Hâändeln zahlreiche Proben von ihrem

uth und

ihn

Handel mit dem

andes vernichtet , und es deutet nichts darauf hin,

Berlin, 13. Oft. Rußland haben der hiesigen Armen-Direction ein Geschenk von 100 Dukaten durch den heilung unter die Armen zustellen lassen.

Köln, unseres nach ÄCorrectionshauses ist nunmehr so weit gediehen, Translocirung der Thäude noch im Laufe dieses Monats wird stattfinden können. Zeugniß ablegend von den humanen Grundsäßen, Fväterlich gesinnte Regierung gegen alle Ferfúllt is, darf diese mit wahrhaft Fgestattete neue Anstalt, nach dem Zner, allen derartigen Instituten als nachahmungswerthes Muster empfohlen werden. Fler Räume versehen, scheint die ganze ge einer durch eine doppelte Ringmauer abgesonderten kleinen

lich, in welcher für alle nur reichlich gesorgt ist. einem noch 5 dem Königlichen kann diese “Anstalt auch als deutsamfkeit gelten , aber hôchst soliden Bau - Constructionen und der auédrucksvolle Charakter der äußeren Architektur, die vortrefflichen inneren Einrichtungen , in Bezug auf die Trennung der Züchtlinge nah Geschlecht, Alter und und Schlafräumen , in den Speise- und Höfen, im Krankengebäude und sogar während der Beiwohnung des Gottesdienstes in der liche Lösung sh zugleich hinsichtlich der Solidität der Bauart wenig erinnern ließe. Fâr ein gleichfalls wichtiges und der Stadt nach der Rheinseite hin zur Zierde gereichendes Bauwerk gilt das neue fiele ager hate dessen Errichtung dur den außerordentlich

en Verke dürfniß geboten und auf städtische Kosien bewerkstelliget wu-de.

Dasselbe Weyer in

trägt gerade an seiner Be der Stadt —,

eziehu lih b

zur

asten bequemen dürfte.

f einen langwieri Alles auf dem

schisste der Pascha sch ein, um sich zu seine: wo er aber nur zwei oder drei Tage blei- er úber Rosette nah Kahira zu gehen. wo man diese Nachricht

estrigen Blatte der St. Ztg.) Âli mit aller Feierlichkeit den der ihm von dem

atte, im Mehmed onsul, Herrn Blondel,

eine gute Aerndte. entschlossen, die vor einiger

entdeckten Goldgruben im Großen ausbeuten habe den Befehl ertheilt, bal-

Es is aber zu fürchten, daß die Aus- Planes seine Verlegenheiten noch vermehren und

von den beträchtlichen Auslagen, die eine erheischen muß, werden auch die Garni- esonders da leßteres sich in fortwährender sch nur mit Mühe zur Tragung Die 7— $000 Mann, die der stehên hat, und wovon die Hälfte stets frank sich hon als unzureichend, um seine oft ge- in Ansehen zu erhalten. Bedeutende

befindet und

die bis auf die lelte Zeit nur damit

Empdrungen der Arabischen Hirten vorzubeugen, Höchste gestiegen ist, nun noch einen ande- bekämpfen haben werden. Der Aegyp-

hin und durch die Wegführung Abys- die dortige Bevölkerung gegen sich en Jahre wurde er durch die ataillons, welches zur Plände- Nicht davon, und er selbst mußte sich meh-

Schon im vori

Soldat kam

Theils von Abyssinien nur darum, einen unge-

sie die Offensive ergrissen, und das Kampflust erfüllt zu seyn. Jn diesem Aegyptische Gränz: Garnison sich nur dadurch daß sie eine Strecke von 40 Meilen Landes Sennaar ganz verwüstete, um den Abys-

Nähe des verheerten Gebiets und von da aus feuerte sie häufig Kanonenschüsse Araber der Umgegend einzushüchtern und von der Abyssiniern zurückzuschrecken. Mehmed Ali um die Ausbeutung der Mínen vereinten Angriffe der Abyssinier, der Bevölkerung von Sennaar selbst, zu denn die le6tere harret nur auf eine Gelegenheit, Druke zu entziehen. Und eine Ver- der Dinge ist so leicht nicht zu er- den Abyssiniern begonnener Krieg würde

National: und Neligions-Krieg, da diese Der Vice-

von ihrer Unversdhnlichkeit erfahren; er muß wh en Kampf gefaßt machen, in welchem piele steht. Schon haben sie den Elfenbein und den anderen Produkten thres

indem sie ihre Ausfuhr nah Aegypten ab- daß sie geneigt wä- Handel wieder aufzunehmen.

Jnland. Jhre Majestät die Kaiserin von

Staatsrath von Chambeau zur Ver-

8. Okt. (Köln. Z.) Bauwerke. Dex Bau einem großartigen Maßstabe angelegten neuen

daß die Gefangenen aus dem alten in das neue Ge- womit unsere Klassen der Gesellschaft Königlicher Freigebigkeit aus- Urtheil hierzu befähigter Män-

Mit einer großen Auzahl shdöner und hels-

tadt niht unähn- denkbaren Bedürfnisse des Lebens Nach dem Amerikanischen Strahlenplane, befolgten Sysieme, entworfen, und von au - ÎJnspektor Herrn Biercher ausgeführt, ein Werk architektonischer Be- allein die einfachen,

weni

bei welcher nicht

sondern hauptsächlich auch welche ganz besonders

Vergehen während ihres Aufenthaltes in den Wohn- rbeits\sálen, in den die glüdck-

Haus-Kapelle getroffen sind, indem

einer der {wierigsten Aufgaben bekunden,

r im hiesigen Freihafen als ein dringendes Be-

ist nah dem Plane des Stadtbaumeisters Herrn einem \{dnen mittelalterlihen Style ausgeführt und Stelle dem Mittelpunkte der Rhein- wo sich e in architektonischer

artie honteuse befand, wesent-

eine wahrhafte anorama’s von Köln bei.

ershdônerung des

1175

Köln, 9. Okt. Grödßtes eisernes Dampfschiff. Das zu Feyenoord erbaute große Dampf-Scchleppschiff Rhein‘/ kam heute Nachmittags gegen 4 Uhr bei hiesiger an. Es gehört der Niederländischen Dampsschissfahes Desen,

3 Dampfschiff, das baut wurde; selbst England hat keines von dieser Größe, Stärke

schaft und is das größte eiserne

und Maschinenkraft aufzuweisen.

wodurch man das Schiff auf dem vermag. breit und hat einen Tiefgang von haben einen Durchmesser von zwölf Fuß breit; sie tauchen vier

zwischen den Räderkasten, seinen das Steuerruder lenkt. Die

nicht einmal bedurfte. dem Bau des Schiffes verwandt

von zweihundert und funfzig Pferdekraft, von denen jede be- sonders ein Rad treibt, so daß eines der Räder vorwärts ge- trieben werden fann, während das andere rückwärts arbeitet,

Es is mehr denn zweihundert Fuß lang,

sondere, wegen der Länge des Schiffes nüßzliche dient erwähnt zu werden, daß der Steuermann in der Mitte,

Vollendung dieses Riesenwerkes, das der Segelschifffahrt neue große dem Direktor der Niederländischen chaft, Herrn Röntgen, zu hoher Ehre. Auf der Waal \chleppte „der Rhein‘ sieben, mit mehr als tausend Last beladene Fahr- zeuge, wozu derselbe jedoch seiner ganzen Kraft - Entwickelung Es sollen úber 8000 Ctr. Eisen zu

Stadt

is jeßt ge- Es hat zwei Maschinen, jede

kleinsten Raume zu wenden dreißig Fuß nur fónf Fuß. Die Räder nfundzwanzig Fuß und sind Fuß tief cin. Als eine be- Einrichtung ver-

Stand hat, und von da aus

Vortheile darbietet, gereicht Dampfschifffahrts - Gesell-

worden seyn.

Verzeichniß der auf der Königlichen

1) Herr Profcssor und Privat-D

2) Herr Professor Ur.

halten. täglich des Vormittags uud, mit

die Sectionen der gefallenen Thier anwesend scyn wird, in dessen Krau 3) Herr Professor Dr. med. Ucbungen im Krankeustalle täglich von 4—5 Uhr Nachmittags icitcn;z

gischen Operationen verrichten und la}scu.

Dienstags und Freitags von 8—9 U 5—7 Uhr Abends über die Grun

5) Herr Kreis - Thierarzt uud wird, mit Zuziehung von Eleven

Haustdiere Voriesungen halten.

10— 11 Uhr den praktischen Unterr

spezielle Pathologie und Therapie, mittel-Lehre und des Formulare, ha Veh Professor Gurlt bei Leitung tiren. 7) Herr Dr. philos, Stöôrig,

Dienstags,

heilkunde Montags, Mittwochs und

Uhr und Montags, terieur, Züchtung und Pferdes und Schafes,

8) Herr Professor stimmenden Stunden Pferdes und der damit verwandten

9) Der Thierarzt und Vorsteh wird die Uebungen in der Uhr. leiten i:

Zugleich wird bekannt gemacht

Bürde bält

die Verabfolgung der geheilten jedo

wie zur Besichti tersuchung und è l Zeit des Vormittags vou ß 10

esigeseut ist.

elg Sin, den 9. Oftober 1838. Königliches

Abtheilung für die

welche im Winter 182/,, vom 25. Oktober d. J. an

gehalten werden.

Dr. ned. Reckleben, wird Mittwochs und Sonnabends Uhr über die Knochenlehre der Hausthiere, und Dounerstags und Freitags von 1—2 Uhr über Gestüt- Kunde und

Diätetik des Pferdes Vorträge halten. med. Gurlt wird über Anatomie der

Hausthiere täglich vou 12— l Uhr, über pathologische Anatowiè Dienstags, Mittwochs und Sounabends Derselbe leitet die praftischen

Sounabends, auch des Nachmittags.

Hertwig wird die prafiischen

Vorlesungen und Nepetitioueil über den 1sten Theil der Chirurgie balten; auch wird erx die in den Kraakcnsiällen vorfommeuden chirur-

») Herr Apotheker und Lehrer Dr. philos. Erdmann wird

Vorträge und Repetitzionen halten; Dicnstags, Sonnabends vou 4—6 Uhr über Chemie und Pharmacielehre und den praftischen Unterricht in der Apotheke der Schule täglich Repetitor Dr. philos. Spinola der Schule, crfranfte Hausthiere/ mit Ausnahme der Pferde uud Hunde, sowohl in hiesiger Residenz, als im Teltowschen, Nieder - Varnimschen und Osi - Havelländischeu Kreise, in den Ställen ihrer Besitzer, handeln. Feruer wird derselbe täglich l den erslen Theil der speziellen Pathologie und Therapie säumilicher

6) Herr Kreis-Thierarzt und Nepctitor

theilen uud ia noch zu bestimmenden Stunden Repetittonen

hiesigen Universität, wird über Geschichte und Encyflopädie der Thier- Honnerstags und Freitags von 4#—5

Diätetif der Hausihiere, Vorträge halten.

Vorträge über die Proportionen der Theile des Fustructions- Schmiede täglich von 2 4

Thiere in das Spital der Schule zu jeder Stunde, Tags und Nachts,

den von 9—12 und Nachmittags von 4 5 Uhr erfolgen kanu, so ung derjenigen Thiere, ath-Ertheilung zur

Thierarznueishul-Augelegenheiten. Dr. F. Schulze.

Vorlesungen, Thierarzneischule

ocent au der biesigen Universität, von 11—12 Montags, Dienstags,

vou 2—3 lhr Vorlesungen Uebungen in der Zootomie Ausnahme des Mittwochs und Unter sciner Leituug gescheheu bei wielczen derjenige Lehrer

€/ cfalleu ist.

fenstalle das Thier

von $8— 10 Uhr Vormittags uud ferner täglich von 11—12 Uhr

unter sciner Leitung verrichtez

hr Morgens und Mittwochs vou dlehren der Physik und Chemie Donnerstags und

ertheilen.

auf Verlangen thierärztlich be- Morgens von 7—8 Uhr über

Lichte roird täglih von Hunde - Kraukenstalle er- über mit Berücksichtigung der Arznci-

Feruer wird derselbe deu zootomischen Uebungeu assi:

iht im iten. der

Professor extraordinarius an der

Freitags von 3—4 Uhr über Ex- mit Ausnahme des

3mal wöchentlich in noch) zu be- Gegenstände. z er der Schmieden, Herr Müller, , daß zwar die Aufnahme franfcr ch uur ia den Vormittags-Stun-

die bloß zur cinmaligen Un- Anstalt gebracht werden, nur die und Nachmittags von 4—5 Uhr

Kuratorium.

deckung Amerifa's im zehnten Avch theiite derselbe Herrn Schrift über die kürzlich

über Herr U. Erman über Herrn von mit Berücksichtigung der früheren Gesellschaft von den Verfasseru :

in ancrfaunier Wirksamkeit. gemeinen von cinem Vorstande ruztigen, die von einzelnen Mitgli

nen selbstgewählte Dirigenten v

liz e, hält ihre Versammlungeu dazu fasi den ganzen Tag.

rer ersten Zusammenkunft für

126 Mitglieder. Es cin fo freudiges, gen werde; daß man welchen Reichthum die

Monats E übertraf atie 3 Säle des bicsigen geshmü&#t, was Garten - Beet Krán; Gewinde, Sträuße ,

mengestellt, fröste

den ersten Saal zog sich eine

Stücfe, bescgt waren.

solche Reihe,

zierlich darstellte. Die auch uur oberflächlich, Plate seyn: nur das

geu-Rettig, die Spanische Pe

Der zweite Saal Gewächsen zum leßtern war das Licht am cine lieblicze Schaar von

mit fünstlerischer

in einer durch einen Springbr am Ende des Saales in ciner sem Saale waren 1132 Topfge sich als ueu auszeichneten :

noides und eite Araucaria ex machten die Gruppen von Cen terhen und Cactus- Arten. tung Näheres berichten.

fer-Soxrten, Zeitung empfohlen war. glied der fältige Versuche angestellt. sich hier vorfanden. freudiges Gedeihen

Chriífien aus Tabris in Persien mit. acob’s Darstellung des UAreai!

Fm ersten Juartale dieses Ja vierte Abtheitung, für Gartenful bau, daran reihenz die Mitglicder derse zweckmäßi

f zu slften. den gegründet uud zähit bereits uschen, daß in unserem Stadtgee- artens von Thüringen“ verdient, irfen Außerordeutliches hervorbrins

Garten- Verein cine besondere im März c. von 18 Blumen-Freun war voraus biete, weiches den Namen des gemeinsames W dadurch erst aufmerksam gemach Natur in unseren Boden gelegt und welchen Eine vom bten dis Iten dieses

Scgen der Fleiß daraus ziche. Gemüse

veransialtete Uusstelung von Blumen, gehegten Erwartungen.

jedoch die userlesensten

Raths - Keliers mit dem

¿e , áchlich aus Georginen, Asiern, J überrashten den Eintreten und den Glaz ihrer Farben um so mehr so Schônes nicht erwarten ließen.

nung machte die Ungünstigkeit des Lokals verge Reihe von Tafcln, die mit den chöênsieu

Vor den in ähnlicher Weise reich geziert,

deira-, die Aegyptische Luft-Zwiebel, die mandelähulich shmeckeude Oxalis esculenta.

it ciner Doppelreihe Durchgange in den dritten versehen. vortheilhafiesien und man hatte Blumen, auf das reizendste geordnet, s Licht - Effeks

war m

Feldfrüchten waren mehrere Cereal die Himalaya-Kavalier-Ger Ueber den Bau d landwirthschaftlichen Abthcilung des Eine Zierde für di die Kürbisse, wovou alle bekannten Arten

Ein fo glänzender Anfang des Garten-Vereins in Erfurt erwarten.

Berliner Den 13. Oktober 1838.

Ante-Columbianarum in America veranlaßten Herrn Nitter za einer ausführlichen Erörterung der in jencm Werke pubtizirteu, die Entso

ahrhundert beireffenden Schriften.

von Lancizolle’s als Manusfript gedruckte durch Berlin gercisien drei Chaldäischen Zuletzt berichtete Herr Wolfers s der östlichen Erdbälfte und

Baer's Reise nach Nevaja Semlja

Reisen.

Nr. 1, 2 und 14 von Herrn von Desfeld fortgeschten Karte; men d’une carts topographique de la Belgiqu und Report of the parliamentary &elect commit bes (British settiements), London 1837, 8., reprinted, with comments by the aborigines protection society. ;

Ais Geschenke erhiclt die der Neymannschen van der Meulen, Spóci- e d’après le Catastrs tee o1 aboriginal tri-

Ersurt, 11, Ofi. Garieu- Verein. Seit einer beträchts lichen Reihe von Jahren besteht in Erfurt cin Gewerb-Veretn Die Arbeiten dessciben werden im alls

cleitet und bestehen theils in Belchs

edern, welche einen zu besprehendeit

Gegenstand besonders geuau fennen, ausgehen; en des Neuesten der gewerbliczen Literatur, so wie ie cine ausgesprozene Ansicht besiätigen oder meisien sclcher Erêrterungen finden gesprächsweise stait und werdeu in Sißungen vorgenommen, welche 3 Abtheilungen des PVereins, des

theils in Mittheiluns

con Versuchen,

urlickwecisen.

orstehen, abwechselnd halteu.

solche Abtheilung beschäftigt sich mit Gegenst Mechanik, cine zweite mit denen der Chemie. fommt alle 2 Wochen zusammen ; cíu

Dio

Eine

änden der angewandten

Yede derselben

e driíte, die landwirthschzafts

cinmal im Monat, verwendet aber

Geselischa

hres wollte fich nun uech eine tur, Blumenzucht und Obsts iben hielten es jedoch bei ih-

er, unter dem Namen:

Sie

wurde

t werdcn würde,

und Man

e und Gewächs - Häuser darboten.

Fächer

Nücksicgt genommen hatte, daß sih Alles e

Bemerkenéwertheste Unter deu Exemplaren von enormer Größe zeichneten sich Kohlrabi, ein Kohlkopf, (jedes 20 Pfd. gucer und andere Rüben, Nettig, ellerie und einige Kartoffel-Urien, den, unter denen allein 54 neue Englische ibrer Neuheit verdienten besondere U Sprossenkohl, das O lil:

tersilie,

würde

ufmer die violette Möhre, der Schlaus die Mallaga-Erbse, die Mas Däuishe Schalotte und die

Exemplaren der Erzeugnisse des Gartens und Feldes scl, mit funstvoller und anmuthiger Zusammenstellun i

Fenstern hin zog sich eine zweites wobei mau darauf ben so übersichtlich als Einzelheiten dieses Saales bier, wenn

durczugehen ,

ffen.

nicht

und Pyramiden, mmortellen und Laubwerk den dur die Mannigfa als vorangegangene Nachts Die geshmackvoolle Unords Mitten durch

baupts erar tigkeit

in reichem Wech-

am

g der einzeluen

rechten

finde bier eine Stelle.

schwer)

cine

und Schottische. fsamfeit : der Palmen-, dex

Benugung des Raumes und de tes, ohne Ueberladung und doch in reichster Fülle -

lasse und jeder ihr Lieblingsplägcheu angewiesen. D unnen gefühlten Grotte,

von

aus: Artischoe, Wirsing, Gurken, Zwicbeln, von denen 59 Sorteu vorhan»

cin

Wegen

Kübels

Fn dem

hiex

sih versammeln es Königs Büste,

befand sich

sehr freundlihen Umgebuug. Jun dies wächse zusammengestellt, unter denen

Isa.

eine Fuchsia fulgens aus Mexifkfanischem Saainen gezogen, eiue Lobelia gleichen Ursprungs, die ihren Beinamen

oon Berlin erwartet, eine Russelia juncea, Einen angene

cin Penstemon gentia- hmen Eindruck

ifolien, Haide -Gewächsen, Stiefmüts

B

0.-F 9

C.

Ueber das Ganze wird dic Blumeu-Zei- Der Früchte im ersten Saale waren uur wenige, da fie der frühe Frost in der Blüthe zerfiört hatte. Von den

ien beachtenswerth, so 5 neue Has sie, die früher von der Staats- er lezteren hatte cin Mit- Gewerb - Vereins \orgs- e Ausftellun vom größten zum

iparen

fleinstea ßt mit Recht ein

aaa G

Berlin.

der Kaiserlichen Bibliothek aufdew Herrn Kummer eine NReitefkarte gelegt J Gebirgserhebung und Flußverticfu lichen Kartenschrift verbindet.

nachbarter Meere und der Afrifan lawsfki berichtete Über die beabsi

Gränze Ober- Schlesiens und thei von Schweiniß über die Höhe, T Seen im Riesengebirge mit. Stiftung der British and Foreign

nensis vor, woran Herr Lichtensi Die Antiquitates Americanae sìv®

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Die Sigzung der geographischen Gesellschaft am 6. Of-

tober eröffnete Herr Dieterici nach Nachrichren über Wien durch Uebergabe des von dem Kaiserlichen

Vibliothefar Herrn Gévay der Gesellschaft übersandten Verzeiehnisses

der an den Küsten des Schwarzen ) welche auf deu älteren Venelianischen Karten genannt sind, die auf

gegründet auf eiue uei!e Varfertigungs - Methode, welche die

Diese Karte ist eiu Probe - Exemplar eines in dieser Weise herauszugebenden Atlassas. Herr Parthey las liber die in Palästina entdeckten Einsenkungen unter: dem des Mittelmeeres im Zusammenhange mit ähnlichen Verhältuissen be-

bis zur Osisee beendeten Nivellements bis an die Oesterreichische

Herr Ritter legte

gefertigte Chinesische Probedrucke vor und sprach i Aborigines’ Protection Society und

den aus ihren Reports sich ergebenden geographischen Resultateu; darauf legte Derselbe Birfmeyer's Untersuchungen über Filaria medi:

Mittheilung ciniger statistischen

Meeres gelegenen Ortschaften,

ahrt werden. Darauf wurde vou von Süd-Amerika zur Ansicht vor:

ng mit dem Aufdruck der gewöhn-

Niveau

Bogu ss

ischen ODasen. Berlin

Herr von chtigte Fortsegung des von lte die Beobachtungen des Grafen icfe und Temperatur der Koppen- uerst in Berlin Pdaun über die

ein weitere Bemerkungen kuüpfte. Seriptores septentrionales rerum

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettsel. “s Pr. Cour. r. Lour. N| Brief. Geld. N| Brief. Geld. B Beluld-Beh. [4| 1023, | 102!/4 Pein: Piandbr. (34 100 | Pr. Engl. Obl. 30.|4| 103!/4 1023/, [Pomm. Pfaudbr. |4| S PrámBeh.d.Seeb.|—| 675/s | 67!/g } do. do. 34] 1017/s, | Kurm.Obl.m, 1.C./4 103*/; 103! ls Kur- u. Neum. do. 3} 101 1 M 2 1015/, e Nm. lut. Sch. do«| 4 1033/, Behleaizehe do.| 4| 105 _— Berl. Stadt - Obl. 4 103 _—— licksat. C. und Z. Königsb. do. [4j Bch. d. K. u. N.|—| 94!/ Elbioger de. M4} Gold al mareo |—| 215!/, 214! Dauxz. do. in Th.\—| 48/2 | Neue Ducateo |—| 18/, | W'estpr.Pfandbr.|4| 101S/ [Friedrichsd’or |—| 18!/2 | 18 do. do, |3t| 1007/, | And. Goldmün- Gressb. Pos. do.|4| 105 dhe zen à $ Thl. l Ila 123/ Osipr. Pfandbr. (4) 101 8/1, Disconto a 3 e Thir, ‘cu 30 8 ö i r. É Wechsel- Cours Thlr. uu ) Ser. Amsterdam «ee... ooo 9250 Fl Kurs 1403 4 do. N Ce E C00 EE 250 Fl. 2 Mt. 140!/, dli E aud Cc a ooo e P 300 Mk. Kurz 151 - R E, M Tes « 300 M. 2 Mt. 1503/; | 150!/4 Londo «aag ateeataeood 1 LSt. 8 Mt 6 235/45 R Paris « ¿oa ad adtatoteoss t 200 Fr.