1838 / 322 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Bekanntmachungen.

Nothwendiger Ober-Landesgericht zj

Das Rittergut Brzeécie nebsi Kaspral, im Xno- wraclawer Kreise, landschaftücy auf 41,431 Thlr. 11 sgr.

à pf. abgeschägt, soll

am 9. März 1839, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare, Hypotbeken-Schein und Bedingungeu find im Bürcau lli.

einzuschen.

Álle unbekannten Real-Prätendenten und die Erben der verstorbenen “jor t Foseph und Leopold, Gebrüder geboten, sich bei Vermeidung der

Präklusion späteïens im Termine zu m:ldeun. Aufenthalte nach unbekannten Gläubiger, die Kinder des früheren Besiyers, Leon

v. Busse, werden au Auch werden die dem v. Gasiorowsfi, hierzu öffentlich

Nothwendiger Verkauf.

Dber - Landesgericht Subhastations

Das im Lauenburger Kreise belegene Allodial- Rit- landschaftlich abgeschäßt auf 8343 soll zufolge der nebst Hypotheken- | 16)

tergut Chottschewfke, Tbir. 5 sgr. 6 pf., Schein uud Bedingungen in un zusebeuden Tare am 28. Mai an o:dentlicher Gerichtsstelle

dei der bevorstehenden Veräuße

Aufenthalt uach unbekannte Real-Giäubiger, als:

Caroline, Anna, Albertine,

Ernestine und

Wilhelmine,

Geschwister von Mach, so wie die verwittwete Majo-

rin von Mach, Caroline Elise, hierdurch vorgeladen.

Cöslin, den 15. Oktober 1838. Königl. Ober-Landesgerichts von Pommern.

Civil -Sen

a 0. 4160

1m Von dem unterzeichneten Königl. Ober - Landesge- richte werden nachbenannte Personen: Johaum Yüttle oder Jüdel, geboren zu Hünningen im Elsaß am 16. Oftober 1774 X. 1768, anfänglich Oesterreichischer

1) der Dragoner

oder schon 1m

Reiter im Kavallerie-:Regiment Ko im F. 1796 bei dem Preußischen

gimeut von Voß eingetreten, mit diesem ma ] D L i E Freistadt nach Sachsen ausmarschirt, Gerichtlich nothwendiger Verkauf.

1806 aus

später im J. 1808 oder 1809 muthmaßlich bei dem 21en Schlesischen Husaren-Regimente eingetreten ;

2) der Bilderhändler Carl Hein als umherz1ebender aufbalieud, zuleyt im Î Hayuau gewesen ; ) ber 1803 zu Schlabrendorfff

1826 aus seinem damaligen Aufenthaltéorte Kol- angeblich um in der Gegend ven Berlun auf Chaussee- Arbeit zu gehen;

die Auna Rosina, verebelitte Ruff, geb. Jllmer, im X. 1808 mit ihrem Ehemann, dem Bergmann

zig fortgegangen,

4) im J Anton Ruff von Heinrichau,

5) der George Laube aus ‘Pelfe, geboren im muthmaßlih im J. 1801 ins Brandenburgische

gegangen ;

von deren Leben und Aufenthalt seit den angegebenen Zeiten keine Nachrichten eingegangen sind, so tole deren

ctwa i Erben und dert, ih vor oder spätestens in den 22. Mai 1839,

beraumten Termine entweder pe lässige Mandatarien oder auch und weitere Auweisun

zurückgelassenes

Glogau, den 24. Juli 1838. Königl. Ober - Laudesger

(L, 8.)

\chlesien und der Lausiy. Gr. v. Rittberg-

Nothwendiger Verkauf. Das den Hofdesizer Martin Ürend- und Catharina Renata Hanncmannschen Eheleute zugebörige, in dem

Dorfe Leßkau unter der Nr. 7

gelegene Grundstü, abgeschäßt auf 8837 Thir. 10 sgr-, nebst Hypothekenscheine und Bedingungen in der Registratur cinzusehenden Taxe, soll

zufoige der

Nd e 28 an biefiger Gericztsstelle ver?ati Königl. Land: uud Stadt

Edictal: Ci Lm Depositorio des unuterzei und Sas befinden fich Nachlaß ermittelt werden fonnen: 1) der am 16. November 1817 Tuszewska und ihrer am

Jahres verstorbenen Tochter Elisabeth, besieheud

aus 9 Tblr. 5 sgr. 6 pf; 2} des am 17. November Felde todigefundenuen Tischle

gebürtig aus Gorav, Birnbaumer Kreises. Masse besieht gegenwärtig aus 21 Thlr. 9 sgr. 2 vf. ;

3) der im Jahre 1831 hiersel \cafterin Dorothea Meyer,

aus 2 Thir. 8 sar. 7 pf. besteht; j 4) des auf einer Reise zu Drezouck bei Doizig im

-_

ahre 1798 verstorbenen F

-

Katharina Budziszpusfa, aus 1 Tblr. 12 sgr. 6 pf. 6) des bier am 26. Januar

pagnie: Chirurgus Badetoißz,

18 sgr, # vf, besieht;

1839, Vormittags 11 Uhr, : subhastirt werden. gleicy werden zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame

am 13. November 1774 zu Havnau geboren, später Biiderbändler in Sachen ich Y. 1816 in Geschäften in

der Tagearbeiter Gottfried Mueller, am 5. Novem-

Vormittags um 11 Uhr, por dem Deputirten, Ober: Landesgerichts-Refereudarius Waron v. Wadcerbarth, auf dem biesigen Schlosse au-

zu gewärtigen, widrigenfalls die obengenaunten Personen für todt erklärt und ihr Vermögen den ich legitimirenden Erben oder den sonst Berechtigten ausgeantwortet werdeu wird.

lasse, zu denen bisher feine Erben haben

1829 auf dem Lasfower

Telcher angeblich 1 Frau und 2 Kinder in Warschau

hinterlassen, die Masse besteht 5) der bier am 16. April 1827 verstorbenen Wittwe |-

Allgemeiner Anzeiger

7) der hier im Jahre 1831 versicrbenen Katharina oder Karolina, verwittweten Sosiasfa. Die Masse besteht aus 40 Thlr. 25 sgr. 1 pf. z 11

8) des bier im Jahre 1831 verstervenen Schauspiclers

Fofeyh Hoppe, aus 27 Thlr. 3 sgr. 1 pf. bestehend; k

9) der hier im Jahre 1831 verstorbenen Wittwe Bar-

bara Lasforosfa, aus Dinkelómühl in Bavern ge-

bürtig, die Masse bestchi aus.17 Thlr. 22 sgr. 10 pf. ; der bier am 7. Juni 1823 verstorbenen Wittwe

Apolonia Ciesielsîa, die Masse besieht aus 35 Tbir.

29 sgr. 5 pf:

des am 26. September 1807 zu Lodz verstorbenen

Probsies Jguay Giecy. Er war ein Sohn des

zu Kalisch verstorbenen Stadt-Präfidenten Blasius

Sjecv. Die Masse besicht aus 99 Thir. 25 sgr. d pf. ;

der bierselbsi am 14. April 1833 verstorbenen, au:

geblich aus Chodziesen gebürtigen Anna Kucharska, aus 8 Tblr. 6 sgr. S pf;

der hierselbsi im Jahre 1804 verstorbenen Ugnues

Fedrowicz, die Masse besteht aus 13 Thlr. 22 sgr. 5 pf. ;

der hier am 12. Januar 1834 verstorbenen Wittwe

Dorothea Elisabeth Felhoru, aus 19 Thir. 20 sgr.

2 pf. bestehend :

des am 27. Januar 1821 zu Gluszyn verstorbenen

Vinceni Wachowiak, aus 17 sgr. 6 pf. besiehend;|s

der für todt crflärten Wittwe des Adalbert Nowa-: |2

fowsóti, aus 7 Thir. 3 sgr. besieheud;: E

des bierselb im Jabre 1805 verstordenen Malers

Johann Schedlit alias Schidleg aus Hollischan

în Mábren gebürtig. Er soll eine Fran in Jacz-

mir; in Gallizien binterlassen haben. Die Masse

besteht aus 34 Tblr. 1 sgr. 2 pf. ; d

der bier am 7. Februar 1830 versiorbenen Hökerin

Rosalia, verwittweten Schlamm aus Moschin, dice

Masse besteht aus 18 Thlr. 2 sgr. 3 pf., und

der Dicustmagd Karoline Schirrmacher, angeblich

aus Königsberg gebürtig, am 20. März 1830 hier

verstorben und ihrer in Steszewo im Jahre 1831

verstorbenen Tochter Julianne Karoline. Die Masse

besteht aus 35 Thlr. 2 sgr. 4 pf.

Alle unbekannten Erben einer oder der andern der

vorstehend genannten Masseu und deren Erben oder

nächsten Verwandten werden hierdurch aufgefordert, sich in dem auf

den 5. April 1839, Vormittags um 10 Uhr, |PÞ

vor dem Deputirten, Landgerichts-Rath Bonstedt, in

unserm Gerichts-Lofal anstehenden Termin zu melden.

Falls sic in demselben kein Erbe melden sollte, o

wird der diechfällige Nachlaß als ein herrenloses Gut

dem Fiskus anheimfallen.

Posen, den 31. März 1838.

Königl. Land- und Stadtgericht.

Verkauf. u Bromberg.

10)

i1)

12)

vorgeladen. 13)

1 14) zu Côslin.

-Patent. 15)

serer Negisiratur cin: 17)

QU-

rung folgende ihrem

18)

19)

geborne von F-scher,

at.

a.

al Allemand, V

ragoner-Re-

Damn o.

Land- und Stadtgericht zu Kottbus. Das hier zu Kottbus belegeue, im Hypothekenbuche Nr. 160 verzeichnete, mit einer Bäckerei» Anlage ver- sehene und der verchelichten Bäckermeister Friederike Sopbie Elias, gebornen Kiingmälier, zugehörige Wohn- baus, worauf dic Braugerechtigkeit von 9 Bieren uud das Branutwcinbreunen haftet, zufolge der nebst Hv: potbeten- Schein in unserer Regisicatur täglich cinzu- schenden Taxe auf 5016 Thir. 6 igr. 6 pf. abgeschäßt, soll in dem avf den 30. Yannar 1839 an gewöhniliwer Gerichtsftelle austeßenden Bictung®- Termine öffentli) meistbietend verfauft werden. Kottbus, deu 30. Juli 1838.

E

rich Angust Felsmann.

geboren, im Frühjabr

ins Uuéland gegangeu; A. 1764, Betanntmachuag

Nm erbschaftlichen Liquidations: Verfahren über den

Rächlaß des Kaufmanns Carl Ludwig Prevôt allbier S werden die unbekannten Gläubiger vorgeladen, im Erbnebmer aufgefor-| Liquidations - Terminc G A A dem auf den 21. Januar 1839, Vormittags 9 Ubr, Bekanntma au Gerichtsstelle hier vor dem Land- und Stiadtgerichté-|Die z2zwanazigste und |

Rath Sethe entweder persönlich oder durch zulässige Bevollmächtigte, wozu die Justiz- Kommissarien Reiß: ner, Horch, Pötte in Vorschlag gebracht werden , zl ersczeinen, ihre Forderungeu abzugeben und derci Richtigkcit nachzuweisen. , Dic Ausbleibenden werden aller ctwanigen Vorrechte verlustig erflärt und mit ihren Forderungen uur an dasjenige, was nach Befriedigung der si meldenden läubiger von der Masse übrig bleibi, verwieseu werden. Magdeburg, den 9. Oktober 1838.

Königl. Land- und Stadtgericht.

C R E L R EE

rsénlich oder durch zu- schriftlich zu melden

iht von Nieder- Ediktal-Ladung. Am 22. Dezember 1836 i} hiersclbst die Wittwe Thicpförtners Bernard Anton Pelster, Cathariua Gertrud, geb. Bußmann, wit Hinterlassung eines Vermögens vou etwa 3009 Thle. ver¡iorben. uf deu Antrag des angeordneten Nachlaß-Kurators werdeu deren unbekannte Erben hierdurd) aufgefordert, vorx oder spätesiens in dem auf deu 24. Fuli 1839, Morgens 10 uhr, i 4839 vor dem Deputirten, Herrn Assessor Becimann, ange- seuten Termine an hiesiger Gerichtsflelle zu erscheinen, um {bre Ansprüche anzugeben unnd nachzuweifen, unter der Verwarnung, daß dem EÉrscheinenden un? fich als Erbe legiiimirenden der Machlaß zur freien Disposition verabfolgt und der nach erfolgter Präklusion sich etwa chucten Königl. Land: [ers meldende nähere oder gleich nahe Erbe dessen nac;stehend bezeichnete] Handiungen und Dispesitiouen anzuerfenuen und zu übernehmen schuldig, vou ihm weder Rechnungslegung noch Ersas der gehobenen Nugzungeu zu ferderu be- rechtigt, jondern sich lediglich mit dem, was alsdaun noch von der Erbschast vorhanden wäre, zu begnügen oerbunden sevn solle. Rheine, den 23. Juli 1838. Königl. Preuß. Laud- und Stadtgericht. Nothwendiger Verkanf.

ch-tadtgericht zu Berlin, den 30. Juli 18838.

Das hierselb} in der Dresduersiraße Nr. 73 belegene (“rundstück des Rentiers Grabe, taxirt zu 9134 Thlr. T) sar.,, soll Schulden halber

am 12. April 1839, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhasftiri werden. Tare und Hypeotbeken-Schein sind in der Regisjiratur einzusehen. S E Zon i n Ls

des Hypothekenbuchs

f werden. gericht zu Danzig.

tation.

verstorbenen Katharina 7. Dezember desselbén

Martin Szulczewski, Die

verstorbenen Wirth-

bst welche

gebornen Main,

ubrmanuns v. Ratowsfi,

Vierte Einzahlung auf die Actien der Mag- deburg- Cöthen -Halle-Leipziger Eisen-

babn - Gesellschaît. Das rasche Fortscbreiten der Bau- Arbeiten, die

gebornen Romanowsfa, esteheud: 1821 verstorbenen Com:

Expropriation Lieferungen dei

dern Bahnwagen erfordern Wir sehen uns daher genöthigt, Gesellschafts- Statuts auf jede Actie - Cöthen - Halle- Leipziger Eisenbahn- Gesellschast eine vierte Einzahlung von

nach $. 3 des der Magdeburg

auszuschreibeh , spâtestens am 15. Dezember d. J., bi in unser Geschäfts-

nicht eines hiesigen die Zahlung, jedochnur biszum Anhalt & Wagener

wie jédes Zeichner dann nach $. 7 des Statuts der ausgebliebenen Rate angehalten werden wird. Schliesslich machen wir noch darauf dass nach $. 12 unsers Gesellschafts - Statuts die Zinsen der zuerst eingeschossenen vierzig Prozent bei der fünften Theilzablung, mithin bei derjenigen, etzt ausgeschriebene folgt, durch Abzug berichtigt werden.

welchen Besehluss

Direktorium der Ma

von 5 Thalern auft (

nd die Anschaffun jet ráíte.

zehn Thalern Preu

aber

Auswärtige Actien-Inhaber ki Vermittle

in Berlin an die Herren oder

leisten. Jeder Einzahler hat mit dem Gelde die betrefsen-

den Quittungsbogen nebst zwei nach der Reihe- folge derselben

geordneten

ignationen, von denen die

inzureichen, worau

rackung eines Stempels,

ingelöst werden. Wenn auf eine Actie die

Theilzablung bis zum 15. Dezember, nicht eingegangen ist, s0 wird nach sellschafts- Statuts der Eigenthümer derselben von uns öffentlich aufgefordert werden, die ausgehliebene Zahlung und ausserdem eine Conventional- Strafe von fünf Thalern Preuss. Courant, funfzehn Thaler, spätestens am 26. Januar 1839 an die Gesellschafts-Kasse zu *ntrichten, und büsst, wenn er dieser Aufforderung nicht vollständig und

ünktlich Genüge leistet, die

fernere Anrecht auf

velche auf die j von dem Betrage der

Das Nähere darüber werden

Ausschreiben bekannt aachen, nach Beendigung der jetzt ausgeschriebenen vierten Theilzahlung in Gemässheit des $. 5 unsers Statuts der Beschluss der Vertreter der Gesellschaft darüber

eingebolt werden soll: E Actien-Zeichner fernerweit für den

„0b die ersten Riüjckstand des Nominal-Betr oder von dieser Verhaftun sollen**,

Magdeburg, den 1. Nevemb ahn

Leipziger Eisen Fran

in Leipzig bis zum 19. Ja

unser frühern auswärtigen die monatlichen Bau dern sind)

zu leisten.

Die

nebst Talon umgetauscht, und 1839, nach 7 Ubr Abends, null und nichtig. Unserer frühern derholen wir, dass die 19te Einzahlung ausser Leipzig am 1

Die Inhaber Leipzig,

F. Busse, B

Fm Verlage ven Deargs Bauschule Nr. 12, ist so e Buchbandlungen zu haben:

im Jahre

Wichtiges Werk für

ferung vom: Universal- der praftishen Mediz

welche aus 20 Thlr. l dadurch notwendig werdende Beschleunigung des

Nach dem Französischen.

s - Gesehäfts und endlich die prompten kontrahirten Schienen und Hölzer g von Personen-Wagen und an-

die vom 1. Dezember d. J,

Lokale (Regierungsstrasse No. 7) an die Gesellschafts-Kasse zu entrichten ist.

en Bogen geschbrieben seyn muss, bei der Zahlung f itfun die andere Designation,

mit der Interims-Quittung des Empfängers versehen, sofort zurückgegeben werden wird. ter können dann die Quittungsbogen,

inzwischen ein Mitglied des Direktoriums, unter Bei-

über die geleistete Zahlung quittiren wird, gegen die Interims-Quittung wieder

jetzi ausgeschriebene

wir demnächst auch ungesäumt zur öffentlichen Kenntniss bringen werden.

deburg-Cöthen-Halle-

Zur Annahmo der vorstehend ausgeschriebenen

Einzahlung erklären wir uns bereit.

Berlin, den ®. November 1838.

Anhalt und Wagener, Brüderstrasse No. 5.

lie Leipzig-Dresdner Eisenbahn - Actien wird nach $. 3 der Allerh hiermit angeordnet. Die Inha zahlung

öchst bextätigten Statuten ber belieben diese Ein-

7 Uhr, oder auch, jedoch spätestens bis zum 12. Januar 1839, Abends 7 Ubr. bei den in Bekanntmachungen bezeichneten Handlungshäusern (in Berlin bei den Herren Anhalt & Wagener,

Wir erinnern, dass im Unteclassungsfalle der Ver- lust aller Rechte und aller früher zahlungen, nach $. 4 der Statuten, eintritt. nterimsscheins werden gegen die Original- Actien von 100 Thlr. mit Zins-Coupons auf 5 Jahre

Bekanntmachung gemöis wie- in Leipzig am 24. November,

Abends 7 Uhr, Ee wird, er Interimsscheine werden gebeten, zu den Einzäblungen ein Verzeichniss der Nummern

derselben gefälligst beizubringen.

den 10. November 1838. Leipzig-Dresáner Eisenbahn-Compagnie. : Gustav Harkort, Vorsitzender.

en erschienen und in afen

Bericht über die Berliner Kunst-Ausstellung

von Dr. Klein. Broschirt.

Acrzte und Wundärzte! So eben versandten wir des 6ten Bandes 7te Lie-

1322 fúr die Preußishen Staaten.

zt bedeutende Geld- hiermit

Courant V an, [6 ni

ss.

s Abends 7 Uhr, de

¡nnen, wenn sie sich rs bedienen wollen, 13.Dezemberd.J.,

gleichlautenden De-

eine auf einen ganli-

Ewmige Zeit spä- auf welchen

Abends 7 Uhr, &. 6 des Ge-|v

zusammen also

frühere Zahlung s0 die Actie ein, deren zur Entrichtung

aufmerksam,

fünsten Theilzablung

wir bei dem nächsten s0 wie auch gleich

ages verhaftet bleiben

g entbunden werden | den Bearbeitungen der demseibeu Verfasser erschienenen Genrebilder a. d. Londoner Alltagsleben, und Leben und Abenteuer des Nic.

schließt sich Zweifel dieselbe Anerkfenuung

er 1838.

-Gesellschaft. cke, Vorsitzender.

chung-. etzts Einzahlung

nuar 1839, Abends

woselbst auch abzufor-

erichte

eleisteten Ein-

es snd am 19. Januar alle Interimsscheine

7. November,

evyollmächtigter:

E RBAA! 06 A Es H N CPCÜFMAAY A D L T

Literarische Anzeigen.

Gropin s, Königliche

1838, 15 sgr.

Lerxifon in und Chirurgic.

neuere Deutsc ] Aehnliches in gleich Acußere Eleganz und

ist so eben ersczieneu un zu haben : Kaun irgen

Jusägzen vermehrt. KBercine Deutster Aerzte.

1 Thir. oder 36 Kr.

Der Werth dieses Werkes, wel

praftisheu Medizin und Chirurgie umfaßt, is von de, ausgezeichnetsien Aerzten und : und die Reichhaltigfeit diescs Un ist aus’ deu bis

jeßt erschienenen on 3 zu 3 Bogen. schem Wort -

Franz., Engl. und Holländischem

n cinen Band.

S. Mittler in Berlin Bromberg, Culm und Gnu

Ritter vou RLöser. Preis gtheftct 25 sgr. Leipzig, im Oftober 1838.

: Für Mediz Wir wollen von heute ab:

des Mervensystems, on Professor Dr.

Bogen mit 6 Tafeln Abbilduugen, é 3 Fhilr., um den Studireuden die Anschaffung di trefflichen Werkes zu erleichtern, a 14 Thlr. ablass

Berlin, im November 1838.

Baronet Sir John Si

2 Theile. 8vo. Velinpapier.

Boz (Dickens, und

von Dr. Diezmann. zeichnungen nach Cruiks

das obige vorzüglich

liegende Werk uicht minder emp

Braunschweig, im September

Vei Burmeister &

Christus gesagt h

Eine Frühp

von Pr. Mit Zustiimmuug des H Ludwig G Kandidat des Pred Preis 5 sg

Jn Brauuschweig bei E. L

und in Berlin bei C.

Portrait und Facsimile. 8vo ten.) Brosch. 264 sgr. Fuhalt : - Biographie. Julius von Tareut. Gesellschaft Gelehrter. -— Ueder deu Ursprung des

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Vreußische Staats-Zeitung.

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# 322.

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Amilihe Nachrichten. |

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Kronik des Tages.

Bei der am 16ten und 17ten d. M. fortgeseßten Ziehung | er dten Klasse 78ster Königl. Klassen: Lotterie fiel der tin aupt:Gewinn von 100,000 Rthlr. auf Nr. 12,877 nah Halle |

vei Lehmana; ein Haupt - Gewinn von 10,000 Rthlr. auf | j

zweite ;

Nr. 105,066 in Berlin bei Gra; ein Gewinn von 5000 Rthlr. uf Nr. 26,502 nah Aachen bei Levy; 8 Gewinne zu 2000 | Nihlr. fielen auf Nr. 3836. 4121. 26,823. 52,325. 57,297, |

en bei Holzshuher, Breslau bei Gerstenberg und bei Jaensch, alberstadt bei Pieper, Naumburg bei Kayser, Sagan bei Wie- nthal und nah Wrieten bei Paeisch; 39 Gewinne zu 1000 hir. auf Nr. 11,149. 11,300. 11,470. 12,661. 16,995. 17,775. ; 661. 30,980. 34,710. 41,356. 43,208. 48,019, 48,897. 49,116, 313. 55,323, 55,809. 61,358. 62,586. 62,903. 63,824. 61,122. þ,239, 73,32 i. 74,093. 77,060. 77,651. 78,322. 88,124. 90,375. 1,101. 100,078. 100,393. 100,485. 102,297. 103,383. 105,304. : 15,576 und 109,83ò ín Berlin bei Alevin, bei Borchardt, al bei Burg, bei Klage, bei Mestag, bei Moser und $mal ei Seeger , nah Barmen 2mal bei Holzschuher, Breslau bei herstenberg, 2mal bei Leubuscher, bei Lôwenstein und 2mal bei reiber, Bunzlau bei Appun, Colberg bei Meyer, Frankfurt

Salzmann, Glogau 2mal bei Levysohn, Jüterbogk bei Ge- wiß, Halle bei Lehmann, Königsberg in Pr. bei Burchard, angensalze bei Bell, Manófeld bei Schünemann, Minden bei Polfers, Posen bei Bielefeld, Potsdam bei Hiller, Sagan bei Biejenthal , Schwedt bei Goldstein und nah Waldenburg bei Phükenhofer; 50 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 504. 9700. 0,57Ò. 12,088. 13,771. 16,076, 17,277. 26,075. 28,426. 28,692. 2828. 32,913. 34,590. 39,982. 43,248. 45,481. 48,587. 51,923. 3/900. 54,032. 55,364. 60,169. 61,986. 62,692. 64,5 il. 65,330. 3/781. 68/688. 69,009. 77,670. 78,393. 79,039. 79,121. 82,067. 1778. 85,352. 86,204. 92,681. 94,062. 95,245. 97,427, 99,187. /544. 104,780. 105,230. 105,655. 106,293. 106,577. 109,734 nd 110,660 in Berlin bei Alevin, bei Baller, bei Borchardt, mal bei Burg, bei Grack, bei Gronau, 2mal bei Mabdorff, al bei Mestag, bei Moser und Amal bei Seeger, nach Bar- jen bei Holzschuher, Breslau bei Holschau, 2mal bei Leubu- her, bei Löwenstein und Amal bei Schreiber, Cdln 2mal bei rauß, Danzig bei Rohzoll, Driesen 2mal bei Abraham, Düs: (dorf bei Spa, Fceankfurt bei Salzmann, Glogau bei Bam- erger und 2mal bei Levysohn, Halbei stadt bei Alexander, Halle mal bei Lehmann, Köngsberg in Pr. bei Samter, Magde: urg bei Brauns, bei Elbthal und hei Roch, Naumburg bei ayser, Reichenbach bei Parisien, Stettin bei Wilsnach, Tilsit ei Lôwenberg und nach Warmbrunn bei Grimine; 95 Ge- jinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 717. 1925. 2805. 3104. 8033. D149. 9305. 11,907. 12,422. 12,717. 14,756. 15,618. 16,219. ß,330. 18,391. 18,533, 20,975. 23,561. 24,918. 25,638. 27,497. '0U5. 30/618. 32,115. 33,651. 35,745. 37,262. 38,413. 38,868. ),460, 39,713. 41,038. 41,259. 43,998. 44,840. 44,893. 46,975. ‘260. 50/495. 51/664. 53,689. 53,717. 54,167. 54,316, 54,385. ‘560. 55,849. 57,004, 57,185. 57,568. 57,733. 58,072. 58,963. 8/985. 60,861. 62,154. 63,268. 63,290. 63,509. 63,615. 66,329. 7,329. 67,761. 68,665. 69,1635. 71,032. 71,906. 72,590. 72,898. 5,110. 78,722. 78,735. 78,856. 79,188. 84,265. 84,600. 84,992. 1,994. 87,552. 90/261. 93,493. 94,045. 97,932. 98,188. 100,040. 0,825. 101,126. 101/422. 101,604. 102,619. 104/325, 104,432. 3,003. 107,680 und 111,339. :

Die Ziehung wird fortgeseßt.

Berlin, den 19. November 1838.

Königl. Preußische General-Lotterie-Direction.

Angekommen: Se. Excellenz der Ober-Land: Mundschenk n Herzogthum Schlesien, Graf Heackel von Donners- harck, von Breslau.

Zeitungs-Nachrichten. A u sl and.

Frankrei. /

Paris, 14. Nov. Gestern hatte der hiesige Türkische otschafter, Achmer Ferhi Pascha, die Ehre, seinen nach Lon- on bestimmten Kollegen Reschid Pascha, dem Kdnige vorzu- llen. Se. Majestär unterhielten sh einige Stunden lang tit diesen beiden Diplomaten. Reschid Pascha gedenkt in

O

nach Spanien eingesch

| bringt die ganze Oppositions: Presse in Alarm.

so verhängnißvollen Beschlusse abzuhalten. ihre Stimme, die nur die Interessen Frankreichs

inigen Tagen seine Reise nach London fortzusetzen. | y ie vor mehreren Tagen von dem Mesjager angezeigten cránderungen im diplomatischen Corps werden jezt auf offi- é e Weise durh den“ Moniteur bestätigt, der die König- G en Ordonnanzen eathält, durch welche der Herzog von ontebello zum Botschafter in Neapel, der Baron Mortier um Botschafter in der Schweiz, der Baron von Bois - le- inte zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten ister im Haag, der- Baron von Varennes zum außeror: “itl Gesandten und bevollmächtigten Minister in Lissabon, L Herr von Tallenay zum Minister-Residenten bei den Groß- k (gogen von Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg: Streliß und denburg und bei den Hanse:Städten ernannt wird. E hiesiges Journal meldet in einer Nadc,schrist von ge Nachzrittags Folgendes: „Wir erfahren in diesem Augen- L daß der Marquis von Dalmatien bestimmt als Gesandter A Berlin gehen wird. Graf Bresson erhält den Botschafter ; en in Wien und Herr von Se. Aulaire geht in derselben Auisast nach London. Diese verschiedenen Veränderungen G: en nur noch dadurch verzögert, daß der Graf Sebastiani weigert, seine Entlassung einzureichen.““

Berlin, Dienstag den Wîeu November

Der König beider Sicilien hat den Grafen Ludolf zu sei- nem Botschafter. bei dem König der Franzosen ernannt. Herr I, gee sich am 1, Nov. in Port Vendre c.

Der (gestern mitgetheilte) Artikel des „Journal des Dé-

' bats‘/ über die nahe bevorstehende Räumung von Ancona

i „¡Ulso doch! “‘ heißt es von allen Seiten, „„wir haben es den Deutschen Jour- nalen nicht glauben wollen, wir haben es für unmöglich gehal- ten, daß sich ein Ministerium finden würde, das sich zu einer se \chmachvollen Retcaite hergeben werde.“/ Jn diesem Tone

13 078. 86,331 und 196,031 in Berlin bei Burg, nah Bar- | stoßen alle Oppositions- Blätter ins Horn und kaum daß die * von dem „Journal des Débats‘/ angeführten Gründe auch Das |

ihm die verhängnißvollen Ordonnanzen zum Druck überreichte,

nur einer Widerlegung für werth gehalten werden. Journal du Commerce mag als Beispiel dienen, wie die: ser Gegenstand von der Oppositions-Presse gewürdigt und be- sprochen wird: „„Die Wärfel sind also gefallen‘/, sagt das ge- nannte Blatt; „unsere Truppen verlassen Ancona und stellen es dem Papste, d. h. Oesterreih wieder zu. Vergebens hat die Opposition Alles aufgeboten, um das Kabinet von einem Was vermochte i vertheidigt, gegen die Worte des Herrn von Appony. Jene traurige Nach- richt, die das Land in Bestärzung verseßen wird, ist uns durch ein ihrer würdiges Organ, dur das „Journal des Débats‘

angezeigt worden. Wir gestehen, daß uns die Keckheit eines schwachen

Ministeriums bei einer so wichtigen Gelegenheit mit Besorgniß

und Traurigkeit erfülle. Großer Gott, wohin gehen wir! Und

was bedeutet jene gewissermaßen systematische Shwächung aller unserer Bündnisse und unserer Macht nah Außen hin? Wie: acht Männer, ohne Ansehen beim- Publ:kum, ohne Bedeutung in der politischen Welt, haben es gewagt, einen 10 kühnen Ent- {luß zu fassen, einen nicht wieder gut zu machenden Fehler zu begehen, ohne sih um die dffentliche Meinung zu bekümmern, ohne die Repräsentanten des Landes zu Rathe zu ziehen, und zwar in einem Augenblick, wo die Kammern im Begriff sind, zusammen zu treten, und fast an demselben Tage, wo die Ein- berufungs- Ordonnanz in dem amtlichen Blatte erschienen war. Unseren Seehäfen, unseren Kolonieen, unserer Schifffahrt, un- serem Handel wagte man, ohne Zustimmung der Legislatur nichts zu versprechen, aber sobald es darauf ankommt, Oester- reich gefällig L seyn, hdren alle Rücksichten auf. Ja, man fürch- tete, daß die Rednerbähne der beabsichtigten Räumung hinderlich seyn könnte und deshalb beeilte man sich, diesen anti: nationa- len Akt zu vollziehen, ehe die Kammern si darein mischen konnten. Man räumt ein, daß die Besetzung von Ancona nach wie vor für Frankreich von großem Nußen gewesen wäre, daß es aber von jeßt an, an dem Rechte dazu fehle. Diese le6tere Behauptung wird beständig auf dasselbe Argument gegründet, námlih auf die Myskification der Oesterreichischen Räumung. Man kennt den Werth dieser angeblichen Räumung zu gut, als daß wir ndthig härten, darauf zurückzukommen. Hätten wir denn wirklich jeßt weniger das Recht, Ancona zu besetzen, als im Jahre 1832; und erinnert man sich denn nicht der von dem heiligen Stuhie unter Fran dsischer Bürgschaft versproche- nen Institution? Dies ist die rv warum antwortet man nicht darauf. Gründet sich übrigens unser Recht nicht auf all das, was in Europa geschicht, auf das Ve!1 fahren, auf die Po- litif aller Mächte? Während rings um uns her Alles provisorisch und \{hwankend ist, während die ih ge- genüber stehenden Staaten, Grundsäße und Interessen Alles thun, um sich in ihren gegenseitigen Stellungen zu befestigen, während Rußland seinen mächtigen Einfluß vom Sunoe bis zu den Dardanellen entwickelt, während England sich durch Verträge an Oesterreich knüpft, während Deutschland sich unter die Handels: Herrschaft Prenßens schmiegt, während Belgien dur die Gegner unserer Revolution bedroht wird, furz, während Jeder an sich denkt, fragt unsere Regierung, mit welchem Rechte sie Ancona behalten kônne? Wir wollen es euch sagen! Mit dem wichtigsten aller Rechte, nämlich dem der Selbstvertheidigung. Aber das Ministerium kümmert sich nicht um dergleichen höhere polttische Ansichten. Sein ganzer Ehrgeiz beschränkt sich darauf, die Schrifisteller und die Depu- ticten auf Kosten des Budgets zu bekehren, und die Gunst ge- wisser Diplomaten auf Kosten des Landes zu erlangen. Wird der beklagenéwerthe und verwegene Beschluß, den das Ministe- rium gefaßt hat, die Kammern endlich veranlassen, auf ihrer Qu seyn? Und hat das Ministerium seinerseits wohl über die Verantwortlichkeit nachgedaht, welche es auf sich ladet? Hat es sich wohl gesagt, daß die Handiung, deren es sich schul: dig gemacht hat, die antinationalste ist, die seit dem Jahre 1815 in unserer Geschichte figurirtr? Was uns, die Männer der Nation, anbetriffe, so kônnen auch wir in diesem Unglücke eine jener Lehren erblicken, welche die Vorsehung den zu ver-

Das legitimistishe Blatt l’Europe erinnert daran, daß es vor einigen Monaten gesagt habe, Frankreich werde binnen kurzem Ancona räumen, und bald darauf eine Ztraliänische Confödderation, unter dem Protektorate Oesterreichs , gebildet werden. Die erstere dieser beiden Nachrichten habe ihr damals eine sehr gravitätische Rectification von Seiten des „Moniteur parisien’ zugezogen, aber so gewiß dieselbe jeßt in Erfüllung gegangen sey, so gewiß werde, noch ehe 2 Monate vergingen, die Ztaliänishe Conföderation unter deu Schutze Oesterreichs ins Leben getreten seyn.

Man spricht noch immer von einer Veränderung in der Redaction des „Moniteur“, und die dem Grafen Molé erge- benen Revuen lassen es nicht an Jnsinuationen in dieser Hin- sicht fehlen. Dér Graf Molé soll es dem „Moniteur“ noch nicht vergeben können, daß er den Artikel über die politischen Konversionen in das offizielle Blatt aufgenommen hat. Uebri- gens dürste man doch einigen Anstand nehmen , den gegenwär- tigen Direktor des „WMoniteur‘/, Herrn Sauvo, von einem Posten zu entfernen, den er beinahe

| geßlihen Völkern vorzubehalten scheint.

40 Jahre unter den schwie-

rigsten Umständen und inmitten vielfacher Revolutionen

friedenheit seiner Gönner und des bali von der fe feiner Gegner ausgefüllt hat. Herr Sauvo stand schon während der konstituirenden Versammlung, während des Konvents, wäh- rend der Schreckenszeit, während des Direktoriums, des Konsulats und während der Kaiser - Regierung und bis auf den heurigen Tag an der Spite des „Moniteur“. Allc dieie verschiedenen Regierungen ließen ihn unbelästigt in seiner Stellung, und er selbst besaß die seltene Uneigennüßigkeit, niemals nah einem höheren Wirkungskreise zu streben, obgleich viele seiner frúhe- ren Mitarbeiter zu den höchsten Würden im Staate gelangten. Man erinnert sich seiner Zeugen - Aussage vor dem Paurehofe in dem Prozesse der vier Minister und mit welcher edlen Be- scheidenheit er erzählte, wie er in dem Augenblicke, da man

den Kollegen des Herrn von Polignac in prophetischem Geiste

| von jenen s abrieth.

An der gestrigen und heutigen Börse herrschte neuerdings ein wahrhaft daiiseher Schreeken unter den i der Éisen-

bahn - Actien, und es is gar nicht abzusehen, von welchen ver- | derblichen Folgen diese industrielle Krisis für den hiesigen Han- | delsstand seyn kann. . Man bietet Alles auf, um dem fort- währenden Sinken Einhalt zu thun, aber alle Mittel, die man

in dieser Beziehung anwendet , scheinen zum Gegentheil auszu-

schlagen. Die Actien der Eisenbahn von Paris nach Versailles j linkes Ufer sind nun bereits auf 230 gefallen, und mit dem | besten Willen der Direktoren dürfte es am Ende nicht verhin- dert werden fêörrien, daß man dieses Unternehmen ganz auf- | giebt, wenn es nicht bald gelingt, das Vertrauen zu demselben | wieder herzustellen. Man hoffte heute, die Regierung werde sich zu einer energischen Untersiüßung bereit finden lassen... Auch die cin Ba Renten waren ausgeboten, weil man glaubte, daß die Thron-Rede des Königs der Belgier kriegerisch lauten würde. Bis um 4!/, Uhr war übrigens diese Rede noch nicht in Paris eingetroffen. (Vergleiche den Art. Brüssel.)

Der Prozeß des Herrn Giequet gegen den Messager, der auf gestern ansiand, und in dem sich, wie bereits gemeldet, das Journal kontumaziren sassen wollte, um einige vergéssene For- malitäten nachzuholen, ist ex officio vershoben worden. Dee Messager erklärt diesen Umstand auf folgende Weise: „Der Präsident des Gerichtshofes hatte vergessen, uns den Tag un- serer Erscheinung vor den Assien zu notificiren, welche Notifi: cation immer Î0 * Tage vorher geschehen muß. Wir hatten dieses Versehen röohl gemerkt, aber nicht darauf aufmerk- sam machen wollen, Um eine fernere Zögerung zu vermeiden. Da das Vergessen der Vorladung zu unserm Nachtheil war, und wir dennoch. shwiegen, so glaubrew wir, daß au der Ge- richtshof darúber’ hinweggehen würde. Dies is aber nicht ge- schehen. Wir bedauern diesen neuen Grund zum Aufschub, der dieses Mal keinesweges von uns herrührt, denn wir sind nun doch gendthigt, uns bei dem nächsten Termine kontumaziren zu lassen, da dies das einzige Mittel ist, um das Recht wieder zu erlangen, unsere Behauptungen beweisen zu können. Wir hof- fen aber, daß man. uns so kurz als möglich auf eine Debatte warten lassen wird, zu der wir alle unsere Waffen seit langer Zeit bereit halten, und wir werden Alles, was in unsern Kräfs ten steht, aufbieten, um dieselben zu beschleunigen.““

Jn Bordeaux arbeitet man daran, das vormalige Theater ¿,Molière“/ in eine Kirche zu verwandeln, die fär Missionaite bestimmt ist. Ein seltsames Schicksal für eine Kunst- Anstalt, die den Namen des Verfassers des Tartuffe trug.

Aus Toulon schreibt man vom Nen d.: „Das Linien- chiff} „„Diadem“‘‘ und die Last:-Korvetten „Tarn‘“ und „Egerie““ big durch den Telegraphen den Befehl erhalten, morgen in

ee zu gehen. Diese Schiffe sind beauftragt, die Truppen, welche Ancona beseßt halten, nach Frankreich zurückzubringen. Die drei Capitaine derselben waren heute früh bei dem Admis ral-Präáfekten, um ihre leßten Jnstructionen einzuholen. Heute Abend werden sie die Einrichtung alles dessen vollenden, was zur Aufnahme der Truppen nothwendig is, und morgen mit dem fcühsten unter Segel gehen. Diese Nachricht hat in Tou- lon eine sehr lebhafte Sensation gemacht.“

Der Marschall Clauzel ist am 31. Oktober auf dein Dampf- schiffe „la Chimere‘/ in Algier angekommen und von den dor- tigen Einwohnecn mit großem Wohlwollen empfangen worden.

In einem Privatschreiben aus Bona vom 25. Oktober wird die am lten erfolgte Ankunft des Linienschiffes „„Hercu- les‘/ vor Tunis gemeldet. Dieses Schiff hatte den neuen Französischen Konsul, Herrn von Lagau, am Bord, der von den dort ansässigen Kaufleuten mit großer Ungeduld erwartet wurde. gleich nach seinec Ankunft eine Uncerre- Der Contre: Admiral Lalande lag Tunis

Herr von Lagau hatte dung mit dem jungen Bei. mit den unter seinen Befehlen stehenden Schiffen vor und gedachte, binnen kurzem aufzubrechen, um auf der Rhede von Toulon zu überwinteru. Es scheint aber, daß er GBegenbe- fehl erhalten hat und daß die jeßt vor Tunis liegenden Schiffe binnen kurzem nach der Mündung der Dardanellen abgehen werden, wo alle See-Streitkräfte versammelt sind, über die Herr von Lalande den Ober-Befehl erhalten soll.

Großbritanien und Jrland.

London, 13. Nov. Es hat sh kärzlih hier ein proviso- risches Comité gebildet, um einen Central-Verein zur Besdrde- rung religidser Gleichheit zu Stande zu bringen. Der zu die- sem Zweck entworfene Plan wird in den dffentlichen Blättern mitgetheile. Die Haupt Grundsäve desselben sind, daß Jeders mann die Pflicht und das unveräußerliche Recht habe, seinen Schdpfer und Erldser nach seinen Ansichten von dem in der heiligen Schrift, als der einzigen Autorität für den Glauben ausgedrückten göttlichen Willen zu verehren, daß es ungerecht und dem Geiste Jemand zwingen wolle, » Unterstäßung religidser Gebräuche beis zutragen, die er mißbillige, oder zum Unterhalt der Geistlichen einer Kirche, zu welcher er nicht gehdre, und daß Staats - Jn-

des Christenthums widersprechend sey, wenn man "