1838 / 331 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

flärt haben, daß er bei dem besten Willen die Neutralität nicht |

zu erhalten im Stande sey. Die Depeschen aus Quebek sind vom 20. Oktober. Lord Durham ist danach jeden Augenblick in

England zu erwarten. Sic John Colborne soll entschlossen.

segn, bei der geringsten Feindseligkeit mit der äußersten Strenge zu verfahren und sogleich das Kriegs-Geset zu proklamiren. Er hat deshalb den Befehl gegeben, diéponible Truppen aus Neu- Schottland und Neu-Braunschweig nah Kanada zu senden. Es heißt au, er wolle unverzüglich die Freiwilligen zusammen- berufen, und mehrere úberzählige Stabs - Offiziere, die im Be- griff standen, nah England zurückzukehren, haben den Beschl erhalten; in Kanada zu bleiben, da man ihrer Dienste bedarf. Sir John Colborne hat sich nah Quebek begeben, um sich mit Lord Durham zu besprechen, zu welchem Zweck sich auch Oberst Arthur daselbst einfand. Man erwartete täglich 30,000 Stück Waffen aus England. Die Britische Partei in Nieder-Kanada

war in der größten Aufregung und hielt sich überzeugt, daß, | z

wenn das Parlament nicht augenblicklih die strengsten Maß- regeln ergreife, die Kolonie für das Mutterland verloren sey. Lord Durham soll übrigens mehreren Personen die Versicherung gegebon haben, daß er dem Parlamente sogleich nach sei- ner Erdffnung Maßregeln in Bezug auf Kanada vorle- gen werde. Privatbriefe aus New-York vom 11, Oktober bezeichnen diese Stadt als den Central-Punkt, von dem aus die Organisirung der zur UnterstüGung der Kanadi- schen Rebellen angeworbenen Personen betrieben wird. Der Quebek Mercury erklärt, daß mehrere Blätter die Ant- wort Lord Durham's auf die Adresse der Bewohner von Nieder - Kanada entstellt wiedergegeben hätten, indem Lord Durham sich keinesweges solcher Ausdrúcke in Bezug auf das Benehmen seiner Freunde in England bedient habe, wie man ihm dort in den Mund lege. Dasselbe Blatt meldet, daß mehrere von den wegen Theilnahme an dem Aufstande verhaf teten Personen aus der Citadelle von Quebek entsprungen seyen, nämlich der Parker und Culver. Die drei Leßteren wurden sogleich wieder ergriffen, dagegen gelang es den Uebrigen, zu entkommen.

Im Spectator tritt der bekannte Radikale, Herr Roebuck, mit sehr beißenden Artikeln gegen Lord Durham auf. ter Anderem giebt er die wohl sehr unwahrscheinliche Nach- riht, Lord Durham selbst hade einen Herrn Wakesield an den

General Theller, der Oberst Dodge, Partridge, |

1360

Saamenksrner künftiger Krtege bezeichnete: 1) Anlehns-Beeinträch- tigungen; 2) Beschränkungen im Handel mit Javaz 3) Ueber- tretung der Stipulationen des Wiener Vertrags von 1815 be- züglih auf die industriellen Verbindungen Englands mit Po- len und Krakau; 4) Verlegung Britischer Handelsrechte in Griechenland; 5) der Deutsche Zoll-Verein, der nach seiner An- sicht auf die Auéschließung des Britischen Handels berechnet seyn sollte; 6) Cirkassien: hier seyen natürliche Rechte, ohne die Tscherkessen zu fragen, aufgegeben und neue Sees Geseße zum Nachtheil Englands eingeführt worden; 7) Algier : Bedrückung durch den Französischen Zoll - Tarif; 8) Seneaal: gewaltsame Einmischung Frankreichs, den Britischen Gummihandel zu zer- stdren; 9) Neu - Albion: Rußland habe sich hier einer Engli- | schen Niederlassung bemächtigt; 10) Mexiko: angemaßte Ein- | mishung in Betreff der freien Fahrt Britischer Schiffe | auf der hohen See; Vecsuch, den Handel der Neutralen u hindern, wöhrend noch fkein Krieg erklärt worden, | und Häfen zu blokiren, ehe die Feindseligkeiten angefangen; | 11) Buenos-Ayres: dieselbe Beschwerde in noch höherem Grade; | 12) Stdrung der Fischereien: Großbritanien und seine Kolo- | nieen würden an ihren Küsten von Unterthanen Frankreichs

Belgien.

Brüssel, 22. Nov. Der Moniteur enthält

Königliche Verordnung: „In Gemäßheit des Ar 2 folgend seßes vom 30. Dezember 1836; in Gemäßheit Unserer Beste, vom 11. Januar und 18. April 1837, und auf den Antrag seres Kriegéministers, haben Wir befohlen und befehlen, y folgt: Art. 1. Die Milizen von 1837, welche sich gegenwärt als Reserve in ihrer Heimath befinden, werden zum 15, 22 zember d. J. wieder zur Disposition der Provinzial - Komma, danten gestellt, um nach ihren respektiven Corps abgefertigt Y werden, wo sie in den a®tiven Dienst treten sollen. Art. $

| Unser Kriegs - Minister is mit der Ausfährung beay | Leopold.‘ P eausragt, M

und von Bürgern der Vereiniaten Staaten im Fischfang ge: :

13) Dänemark: Transitrehte in Holstein zu Gunsten

hindert; 14) Hannover: Ver-

| Rußlands und zum Nachtheil Englands;

| Madrid in der Zerstdrung der Handels-Privilegien jener Pro-

| vinzen und

somit in der Verlesung der Rechte, welche die

| Fueros dem Britischen Verkehr gesichert; 16) Wallachei und | Moldau: Regulative, angeordnet von Rußland und der Pforte, |

| wodurch frúhère Verträge einseitig aufgehoben und die

Han-

| deisrechte Enclands innerhalb der Oémanischen Länder beein-

| trächtigt worden seyen. | E Urquhart weitläufcig auseinandergesebt.

i So sehr indeß err Urquhart sich gegen die Meinung verwahrte, als licße er sich von Partei: Rücksichten leiten, so blickte doch überall avs

| seinen Worten gekränkter Ehrgeiz und daraus herfließende Feind-

; seligkeiten gegen die Politik der jeßigen Minister hervor, von

Un-

1

landflüchtigen Papineau abgesandt, um mit ihm wegen Hers

stellung der Kanadischen Verfassung: zu unterhandeln. Die Times verwendet jebt ganze Spalten ihres Blattes

ja nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern- dem glücklich zu Stande gekommenen Handels-Vertrage mit der Pforte rasch zur Wiederbefestigung seines erschütterten Ansehens in Pera mit einem tüchtigen Trumpfe begegnen.

Der toryistishe Standard tadelt entschieden die Wieder- erdf\fnung der Orangisten-Vereine, die er bei der gegenwärtigen Lage der protestantischen Angelegenheiten in Jrland für hdchst unkiug erklärt. „Die Orangisten - Institution“, sagt er, „edel vnd geehrt während ihrer Dauer, war im Kriege entstan- den und daes eine militairishe Anstalt; ihre Logen waren militairische Vereine; ihre Losungen Parolen, ihre Fesizüge mi- litairi’he Paraden. So lange die vollziehende Gewalt sich auf diese edle Heeresmacht, die sih selbst gebildet hatte und selb erhielt, stößte und sie ermunterte, war sle eine rühmliche und róllig verfassungsmäßige Genossenschaft. Gewalt muß das Haupt und die Leiterin jeder physischen Macht

denen er sich mit Undank belohnt glaubt, weil sie ihn wegen seines indisfreten Auftretens in Konstantinopel von seiner Mis sion abberiefen.

Am 12. November ward in Leamington dem Sir Edm.

| n oa den Einwohnern der L ein D gegeben ; 2 Loni diesem deort aufhält, war ei zu Aufmunterungen für Lord Palmerston; er solle, sagt sie ihm, DOIE UPANEIONI “Dor Are V0Ns 4 E E

geladen und saß zur Linken des Gefeierten. Nach den übli- chen Toasts brachte Lord Teynham die Gesundheit des Gastes

| aus. te dabei: „Jndem ich di u die möglichste Ausdehnung geben und jedem Schritt Rußlands | G Er äußerte dabei: „Indem ich diesen Toast auf den er-

lauchten Fremden, der uns mit seiner Gesellschaft beehrt, vor- schlage, alaube ih, daß es dem Prinzen Napoleon bei seiner

zarten Stellung am angenehmsten seyn wird, wenn ih mi

im Staare seyn, und wir brauchen nicht zu sagen, daß wir in ;

unseren Zeiten einen Vereine der Orangisten nicht erwarten können. Dies würde

eine auffallende Anomalie seyn, und ihre mdglichen Folgen könn-

solchen Schus für die wiederaufgelebten ;

ten schr verderblich werden; aber wir wollen davon absehen und nur auf ihre sicheren Folgen hindeuten, und diese sind, daß | die protestantische Stimme in Jrland schweigen und ein großer | Theil der Protestanten sich von der gemeinsamen Sache abson-

dern wird. 2 man unvereinbar finden, und darum und aus vielen anderen der, sich die Sache ernst zu überlegen, ehe sie die Orangisten- Vereine wieder aufleben lassen.“

Orangisten - Logen und konservative Vereine wird |

Nach dem Vierteljahrs- Bericht über die Aktiva und Pas: | siva der Bank haben beide seit dem vorigén Quartal um fast

eine Million abgenommen, jet weniger Beschäfte macht, als früher.

ein Beweis, daß dieses Institut

1]

Vom Kriege mit Rußland spriht man an der hiesigen |

Börse nicht mehr, dagegen aber hegt man manche Besorgnisse |

über den Krieg in Judien. Die Aufgabe, die man sich gestellt hat, den alten Schach von Kabul wieder einzuseßen, erscheint als keine leichte, und man glaubt, sie könnte zu einem weitläuf- tigen Kriege führen, da Dost Mahomed, der jeßige Beherrscher von Kabul, ein entschlossener rain seines Landes sich leicht gegen bedeutende Streitkräfte ver- theidigen läßt. Den Nachrichten aus Juadien, die aber ers ge- gen Ende des Monats erwartet werden, sicht man daher mit großer Spannung entgegen.

Am vorigen Donnerstag versammelten sich die Mitglieder der Handels - Kammer zu Newcastle an der Tyne, um Herrn Urquhart's Meinung über den Britischen Handel im Orient urid úber andere die aligemeinen Gewerb-Verhältnisse betreffende Dinge zu vernehmen. Um | Ußr war die Kaufmanns- Halle zahlreicher angefüllt, als man sie noch je gesehen hatte. Die

Mann ist und das bergige Ter- |

' i í j i ;

bedeutendsten Geschäftsmänner der Stadt und Umgegend hat- |

ten sich eingefunden. Herr Urquhact war zu seinem Vortrage aufs ehrenvollíte cingeladen worden. Der Secretair der Han- dels - Kammer schrieb ihm am 2. November nah Edinburg, es sey der allgemeine Wunsch, ihn, da er genau unterrichtet sey von der Constellation im Orient, über Angelegenheiten des Han- dels zu hdren. Herr Urgquhart antwortete am 7%. November ; er that etwas sprôde, shloß aber mit dem Versprechen, zu kom- men; er wolle, sagte er, seinen Mund aufthun, weil ihn s{chmerze, \o große Kalamitäten, wie aus Vernachlässigung der Handels - Interessen über England gekommen, mit ansehen zu müssen; da man es zu Newcastle durchaus verlange, #o wtaiis er die Wunden aufdecken; möchten dann die Minister zusehen, wie sie es anfangen wollten, sie zu heilen. Herrn Urquharc's Rede zu Newcastle dauerte zwei Stunden lang. Nachdem er eine kurze Verwahrung vorausgeschickt, in welcher er versicherte, Partet- Ansichten sollten ihm ganz fremd bleiben, ging er gleich zur Sache übér. Die vornehmste Aufgabe, meinte er, für jede Regierung, sie mdge aus Whigs oder Tories bestehen, sey un- streitig die Beachtung der National-Jnteressen im Auslande. Diese Aufgabe aber \ey in England in der lebten Zeit aufs kläglichste vernachlässigt worden. - Der Redner theilte seine Be- schwerde in zwei Hauptsiücke : Verlekbte Rechte und versäumte Vor- tZeile. Das erste Haupt|iück zerlegte ex insechszehn Punkte, die er als

| unter lauten Acclamationen der ganzen Versammlung.

| wie alle Militairs, die Erhebung der Fueristas,

jeder politischen Anspielung enthalte; indeß so viel darf ih wohl bemerken, daß, während wir als Engländer mit Recht stolz darauf sind, daß auch dem Sklaven, sobald er Englands Küste betritt, die Fesseln abfallen und er frei wird im Lande der Frei- heit, daß, sag’ ih, es um so mehr mit Stolz und Freude erfüllen muß, unsere Thore dem erlauchten Fremden zu ¿ffnen, der bei uns Sicherheit gesucht hat und gewiß Ruhe fin- den wird. Auch darf “ih wohl unsere Hoffnung aus-

| M Ds der glänzende weltgeschichtliche E ns der Aber die vollziehende | Prinz trägt, ihm \chüßend durchs Leben leuchten möge, und

mag nun, nah dem Willen der Vorsehung, sein Pfad zum

| Ruhm und zu einem Throne oder ins ruhigere und vielleicht

glücélihere Aiyl des Prévoatlebens führen, so wünschen wir ihm von Herzen Gesundheit und Gluck.““ Louis Napoleon erwie» derte in Englischer Sprache einige verbindliche Worte, be- dauernd, daß er in einer fremden Sprache seinen Dank nicht

so vollständig ausdrüÉen kônne, wie er wohl wünsche. Er \{chioß | mit den Worten: „Der Empfang, meine Herren, den Sie mir pulver kommen lassen, um dadurch den

' tenen Worten nichts weiter sagen wollen, als | lebung der Verträge durch neue Zolltarise; 15) Baskische Pro-

| vinzen: die Englische Regierung untersiúke die Regierung zu 1 | der Ausdruck zweideutig erscheinen, so habe die Komtmisig

Jeder dieser Punkte wurde dann von | ' gen die Beibehaltung der beiden Provinzen Luxemburg uy

| fraglichen Sab in den Adreß-Entwurf ausnahmen, wollten tj | gan

Nach den amtlichen Berichten des Moniteur is ny eine Stelle aus den Debatten der Repräsentanten-Kammer über dj, Adresse nachzutragen. Jn dem vorgelegten Entwurf heißt es nämlig, „Wir sind bereit, mehr als unseren Antheil an der Schuldey last zu tragen 2c.“ Are Frison {lug vor, diese Worte y streichen und statt dessen zu seßen: „Wir sind bereit, unser rechtmäßigen Antheil an der Schuldenlast zu tragen.“ Hey Dumortier, als Bericht - Erstatter dec Kommission, hy merkte, dieselbe habe mit den von Herrn Frison ahngefoh was der Bereitwilligkeit Belgiens selbs zu Geldopfern in as früheren Theil der Adresse gesagt worden sey; sollte he

nichts dagegen, daß man ihn auf die von Herrn Frison vorg s{lagene Weise modifizire. Dem stimmte Herr Felix vy Merode bei und äußerte noch bestimmter: „Indem wir dy

positiv ausdrücken, Ar Belgien bereit sey, ein Geld-Oyse

zu bringen, um den Widerstand zu beseitigen, den man uns g

Limburg entgegenstellt; wir wollten nur die in einem füheren Abs

| enthaltene Andeutung noch stärker und verständlicher machen ; dies

bereitet haben, ist ein Beweis, daß Sie die Gastfreundschaft | als eine der ersten Eigenschaften eines von Natur unabhängi- | gen und von Charakter edelmüthigen Volkes betrachten.“ Seine |

Auch mehreren seiner Begleiter wurden Toaste aus- Gegen 10 Uhr Nachts entfernte sich Louis BApelgon Der Sun bemerkt: „Louis Napoleon wird bei uns zwac nicht so

brochen. gebracht.

Namens, der cin Symbol der Hoheit und Macht und mit Englands stolzesten Erinnerungen unzertrennlich verwebt ist,

ßen Ehren empfangen werden.“

Briefe aus San Sebastian vom !Iten d. beschäftigen sich fast nur mit den Rúckständen der Legion, welche die Spa- nische Regierung endlich zu berücksichtigen geneigt ist. Baares

Geld hat man für jeßt fceilih nicht zu erwarten, aber doch

Papiere, die unter etwas günstigeren Umständen negoziirt twer- den fônnen. Das jetzige Resultat wird den ernstlichen Vorstel- lungen des Englischen Botschafters, Sir G. Villiers, zugeschrie- ben. Muñagorri's Unthätigkeit wird nicht seiner Ohnmacht, sondern den geheimen Befehlen Espartero's beigemessen , der, wie sich die Anhänger jenes Parteigängers nennen, mit scheelen Augen ansicht.

Wan \iest im Morning Herald: „Mehrere Privat- briese aus Konstantinopel berichten, das Gerücht sey ungegrún- det, daß Herr von Butenieff der Pforte eine nachdrückliche Note des Russischen Hofes in Betreff der freundschaftlichen Verhältnisse, welche sich zwischen der Britischen Regierung und der Ottomanischen Pforte gebildet, überreicht habe. Sie fügen hinzu, Lord Ponsonby habe so großes Uebergewicht in Konstan- tinopel errungen, daß, wenn die Bedingungen des neuen Han: dels: Vertrages nicht voliständig erfállt würden, er der Britischen Flotte befehlen würde, Besi von dem Bosporus zu nehmen. Diese Angaben find uns von gut unterrichteten Personen ais bestimmt mitgetheilt worden, und wir glauben auch, daß die Ereignisse sie bestätigen werden. ““

Aus den Vereinigten Staaten bringen die neuesten New-Yorker Blätter die Nachricht, daß, einer Bekanntma- hung des Schaß-Amts-Secretairs, Herrn Woodbury, zufolge, diejenigen Schabscheine, welche das Datum des 21. Mai 1838 oder ein fcüheres tragen, zur Verfallzeit bei eingelô| werden sollen. Dieselben Blätter melden den Tod zweier bedeutender Männer, nämlich des unter dem Namen „der s{chwarze Falke“/ bekannten Indianischen Häuptlings, der am 3. Oktober in einem Alter von 73 Jahren starb, und des Begründers der Schulen des wechselseitigen Unterrichts, Joseph Lancaster, der am 24. Oktober, 61 Jahr alt, in New-York mit Tode abging. i

dem Schalzainte |

| è bei j Worte von Beifallsruf unter- | eben so wichtigen Gründen bitten wir unsere Jrländischen Brü- FUCIE Meh WUpNe U URs ORNY M E f aniter

_ delle veranstaltet hat, s | Kriegs: Bedürfnisse gefunden zu haben, die noch von der Zeil

populair werden, wie der alte Soult, aber als der Erbe eines Alba's hecrühren sollen.

hat | der Böse, alle diese Maßregein verriethen kriegerischck Abs

wird er überall mit inniger Theilnahme betrachtet und mit gro- für e wenigster(s, daß man eine Stödrung des Friedens bt : ; urchfe.

| ses Jahres zwischen dem Könige der Belgier und der Ottomd | nischen Pforte abgeschlossenen Freundschafts -, Handels - und

Alles. Herr Demonceau erklärte nun, ohne sich auf diese Frage selbit weiter cinzulassen, daß es doch wohl zweckmäßig erscheine, den Saß weder in der Redaction, wie ihn die Komn mission, noch so, wie ihn Herr Frison vorschlage, in die Adress aufzunehmen, sondern ihn lieber ganz wegzulassen ; er trage also lediglich auf Streichung desselben an. Dieser Antrag, den Herr Frison selbst beistimmte, wurde zur Abstimmung gebracht und angenommen.

Im Journal des Flandres liest man: „Es eint, daß die Unterhandlungen der zu London vereinigten Bevolk mächtigten s ihrem Ende nähern. Binnen kurzem werden wir wissen, woran wir uns zu halten haben. Entweder wir) uns ein Ultimatum mitgetheilt werden, oder die Konferenz wir) sich, wegen Mangels an Uebereinstimmung hinsichtlich de Schuldfrage, auflösen. Die leßtere Alternative scheint di! wahrscheinlihste zu seyn; wir werden dann die Fortseßung del Status quo haben, und dies würde so übel nicht seyn; un drängt es wenigec, aus demselben herauszukommen , als unser! nôrdlichen Nachbarn. Die Majorität unseres Ministecium hält sich fest: Huart und Ernsk zeigen viel Energie; de They zeigt mehr Kraft, als sein Charakter und sein früheres Beneh men hätten vermuthen lassen.“

Seit einigen Tagen wird wieder viel von den Festungk werken gesprochen, welche die Belgische Regierung anzulegt Willens wäre. Dem Vernchmen nach soll àm 21. Dezembts zu Diest die dritte Abtheilung der Festungswerke verdin} werden, die binnen der Frist von drei Monaten vollendet seyn muß. Eine Summe von 1,600,000 Frs. ist für diesen Ge enstand im Budget von 1839 ausgeworfen, und 150 Feuer fchlünde sollen zur Bewaffnung von Diest dienen. Aus ver 143,800 Kilogramme Schief ur Vertheidigung Venloo’'s nôthigen Vorrath zu ergänzen. Auch aus Antwer: pen meldet man, daß man dort in der Citadelle beschäftigt ist, das geblendete Spital, das während der Belagerunz bestand, abzubrehen und ein anderes besseres Gebäuk von ähnlicher Bestimmung an dessen Stelle zu errichten Bei den Ausgrabungen, die man kürzlich in der Cito eint man steinerne Kugeln und andet

chiedenen Festungen hat man

Da die Regierung au beschlosst die Reserve von 1837 einzuberufen, so glaubte man 1

Die dentlichen Blätter theilen jeßt den am 3. August dit

Schifffahrts-Vertrag mit.

Durch ein Dekret vom löten d. wird die Belgische vereiniz! Actien-Gesellschaft ermächtigt, sich bei der Rheinischen Eisenbah! mit 300,000 Fr. zu insfkribiren.

In der Repräsentanten - Kammer , die sih jeßt mit det

" Stempel-Gesetze beschäftigt, ist beschlossen worden, daß bei eint

Stempel- Defraudation auf Wech\el nicht bloß der Ausstel und. der Acceptant, sondern, in Ermangelung dessen, auch di erste Endosseur zur Strafe gezogen werden könne.

Dänemark.

_— Kopenhagen, 22. Nov. Jm kleinen Belt hi am vorigen Mittwoch ein merkwürdiger Fang von pier zu! Geschlechte der Wallfische gehörenden Scethieren stattgefunde Zwei Fischer, die am Dienstag Abend von Middelfahrt ned Scrib nach Hause gingen und einem Fußwege längs des Stra des folgten, hörten mit eineinmale ein Geplätscher und Getün mel im kleinen Belt, von ganz eigenthümlichen Lauten beglt tet, was e auf die Vermuthung kommen ließ, daß sich fremdt Fische von ungewöhnlicher Größe dort eingefunden haben müß ten. Einer. der Fischer ging, der Dunkelheit ungeachtet, in Wasser hinein, und da er so weit gekommen war, daß es (h beinahe bis zur Brust heranstieg, sah er die Thiere in einis! Entfernung eiue Menge Wasser aussprißen und sich gewaltiß herumtummeln. Beide Leute lichen darauf von einem benad/ barten Hause ein Boot, Aexte, Stricke u. st. w., womit sie sd unverzüglich in der finstern Nacht zum Kampfe gegen die ee! ungeheuer aufmachteu. Obschon es ihnen nun auch glückte, di Thiere nach dem Lande hin zu treiben, so daß sie bald auf de Grund festkamen, so kounten sie dieselben doch mit ihren Ae) ten nicht erlegen, und mußten daher wieder ans Land fahren um Beistand zu holen. Mit Hülse mehrerer Leute gelang * denn endlich gegen Morgen, die Beute zu sichern, und zeig! es sich, daß es sämmtlich eine Art von Wallfischen waren. D! beiden größten hatten jeder eine Länge von 14 Ellen und a! difsten Theile des Rumpfes einen Umfang von 12 Ellen;

ven andern waren ungefähr halb \o groß. Wahrscheinlich Me ose Thiere bei den neulichen shweren Stärmen aus der ordsee ins Kattegat bis zu dem Belte getrieben, wo man âbrigens hon in früheren Zeiten, nämlih im Jahre 1603, einen großen Wallfisch efangen hat, dessen Gerippe noch theils eise in der Kirche zu tiddelfahrt aufbewahrt wird. Man ist jer begierig, zu erfahren, ob dieser Fang, der einen bedeuten- den Gewinn an Thran zu liefern verspricht, den beiden Fischern oder dem angränzenden Grundbesitzer des Strandes wird zu-

erfannt werden.

Oesterreich. Wien, 19. Nov. (Närnb. K.) Abermals sind bedeutende Summen zur Instandsehung der Festungen Oümüß und Ko- morn angewiesen worden. Der nächste Zweck ist der Schu von Wien, so wie westwärts nun die Maximilianischen Thürme ein festes Bollwerk bilden. Oesterreich hai die Friedené-Epoche nah dem Grundsaß : daß, wer den Frieden will, zum Kriege gerüstet seyn müsse, in Bezug auf seine Festungen trefflich be: núßt. In Verona wird an den ungeheuern Werken noch im- mer gearbeitet; der kolossale Bau von Aicha in Sáúd-: Tyrol ist in aller Stille emporgestiegen, und das offene Thal bei Linz dur seine Thürme nun ein TIERE geworden nur die nordóstliche Gränze bedarf noch des chubes. Lemberg selbst best nicht die strategische Verfassung, um einer Armee Wider: stand zu leisten. Schweiz. Der Schwäbische Merkür berichtet aus Baden vom 19. Nov.: „Der vor kurzem in das Leben getretene Verein katholischer Geistlicher und Laien, der am 4. Oktober d. J. zu Schaffhausen seine erste General - Versammlung hielte, hat nun seine Statuten befannt gemachi, und darin als seinen Haupt- zweck bezeichnet: „in Rede und Schrift kirchliche Angelegenhei- ten frei zu besprechen, und dadurch zur Beförderung des kirch- lichen Lebens beizutragen.“ Die ercins: Mitglieder machen sich die Betreibung der hierzu erforderlichen Wissenschaften, die unumwundene Mittheilung und den zwanglosen Austausch der Ergebnisse ihrer Forshungen zur Aufgabe. Jährlich foll eine aupt-Versammlung der Mitglieder gehalten, nebst dieser aber auch Bezirks-Versammlungen, die mit der Haupt-Versammlung durch wenigstens Einen Abgeordneten in Verbindung stehen, stattfinden.“

Mai en Der Gazzetta di Venezia zufolge, haben Se. Majestät

der Kaiser, in Betracht, daß dem Andenken des durch seine Meisterwerke unsterblich gewordenen Malers Titian bisher noch fein angemessenes Denkmal gewidmet ist, durch allerhôchste Ent- | schließung vom 15. Oktober an seine Kaiserl. Hoheit den Durch- | lauchtigsten Erzherzog-Vice-König huldreichst anzuordnen geruht, - ' ter wird mittelst dieses Fermans verfügt, daß die Kadi's, nur

daÿ ihm ein solches Denkmal aus Carrarischem Marmor errich:

tet und die Ausführung desselben Venetianischen Künstlern über: |

tragen werden solle. Dieses Denkmal, welches in einer Kirche oder an einem andern passenden Orte aufgestellt werden soll, machen Se. Majestät der Stadt Venedig zum Geschenke.

S panien.

Madrid, 15. Nov. In der gestrigen Sihung der De- puiirten-Kammer sprach sich der ehemalige Sinanze

Seoane ihm gemachten Vorwurf aus, daß er aus persdnlichem

Interesse die Mittheilungen in Bezug auf die passive Schuld ) Er erklärte dies für s{händliche Verleum- | dung, eine Beschuldigung, die jedoch der Graf de ias Navas |

zurückgehalten habe.

zurûckwies. Die Adresse der Deputirten-Kammer zur Beantwortung

der Thron-Rede soll, dem Vernehmen nach, in sehr energischen |

Ausdrücken abgefaßt seyn und unter Anderem die provijorische Suspendirung der Geseße während der Dauer des Krieges verlangen.

Es heißt, der bekannte Muñoz habe, mit einem von der Britischen Gesandtschaft ausgestellten Passe, unter dem Namen eines Grafen von Colina, Madrid verlassen.

Das Dekret zur Aufldsung der Repressalien-Juntas schreibt man allgemein dem Einflusse des Französischen Botschafters zu.

Der politische Chef der Provinz Madrid hat einen Befehl erlassen, worin er das Tragen von Schnurrbärten verbietet, der| folgendermaßen lautet: „Don Jose Maria Puig, Ritter der nationalen und militairischen Orden des heiligen Ferdinand's und der heiligen Hermenegild, dekorirt mit mehreren anderen

Ordensfreuzen für Auszeichnung im Kriege, Brigadier der Jn:

fanterie, Oberst des 4ten Grenadier-Regiments der Königlichen Garde und oberster politischer Chef dieser Provinz, thut den Bewohnern dieser Hauptstadt hiermit kund: daß, in Folge der Entscheidung Sr. Excellenz des Herrn General-Capitains dieser Provinz, alle Personen, die, ohne zur Armee oder zur Natio- nal- Garde zu gehdren, Schnurrbärte oder Uniformen tragen, sofort verhaftet und vor ein Kriegsgericht gestellt werden sollen. Matrid, den $. November 1838. Jose Maria Puig.“ Dem Vernehmen nach, wird in diesen Tagen ein Köniali-

cher Bèfehl erscheinen, wodur von den in Legares befindlichen

gefangenen Personen Einige aus Spanien, Andere nach einem Orte im Lande verwiesen werden sollen; einige Wenige dürften die Erlaubniß erhalten, nah Madrid zurückzukehren.

Der in Badajoz kommandirende General Santjago Men- | 18 wegen gemeinen, Haus- und gewaltsamen Diebstahls, 2 wegen

dez Vigo erließ, auf die Nachricht. von der Ermordung seines Bruders bei den leßten Unruhen in Valencia, eine Bekannt-

machung, worin er die Bewohner von Estremadura auffordert,

die Ordnung aufrecht zu E und den Behörden auch ferner zu gehorchen. Gleich nachdem diese Aufforderung bekannt ge-

macht worden, bezeugten die Provinzial: Deputation und das | eneral ihr aufrichtiges Bedauern wegen | der Ermordung seines Lruders und sprachen zugleich ihren

Ajuntamiento dem

festen Entschluß aus, den General in Allem, was die Aufrecht: haltung der Ruhe und Ordnung betreffe, zu unterstüßen.

Man versichert, daß die Führer der exaltirten Partei, | welche die Majorität der Adreß-Kommission bilden, einen Para: |

graphen in die Adresse hätten aufnehmen wollen, worin Frank-

reich, weil es sich weigere, zu interveniren, der Verleßung des | Quadrupel- Traktats angeklagt wurde, daß der Artikel aber nicht

angenommen worden sey. Das Journal de Francfort be- merkt hierzu: „Es ist merkwürdig; daß diese Anklage Frank-

reichs von einer Partei ausgeht, deren Chef, Herr Mendizabal, | Herrn Martinez |

vor zwei Jahren bei einer Bemerkung des

de la Rosa in Bezug auf die Möglichkeit einer Französischen |

ntervention ausrief: „„„„Lieber den Tod, als eine solche chande !‘/‘‘ :

| liest man:

| reits bestätigt. | der Leitung eines so verdienstvollen, gelehrten und thätigen | Mannes, als welcher Herr Jsajlovics bekannt ist, die neu ge- | gründete wissenschaftliche Anstalt auf das herrlichste gedeihen

fentlichen Beamte regelmäßig vom Staate bezahlt werden.

inister Mon | sehr energisch gegen den von den Herren de las Navas und

1361

Spanische Gränze. Die Sentinelle des Pyré- nées enthält ein Schreiben von der Navarresishen Gränz vom 18. November, wonach Don Carlos mit seiner Gemahlin am 20sten in Estella erwartet wurde, um daselbst über jäámm - lihe Navarresische Infanterie und Kavallerie Revüe zu halten.

Merino hat die kleine Stadt Palacios, an den Gränzen der Provinzen Burgos und Palencia, eingenommen. ie ganze Garnison ist zu Gefangenen gemacht worden. Merino ist darauf nah Potes abgegangen, um den Aufruhr in Astu- rien zu organisiren.

n einem Schreiben aus Bayonne vom 20. November „Die Spanische Regierung hat das Benehmen Espartero’s gegen Muïiagorríi keinetweges gebilligt ; der Kriegs- Minister hat vielmehr am 2. Novewber an Mullagorri ge: schrieben, daß die Regierung es dem Ober-Befehlshaber über- lassen habe, die zur Sicherung des Unternehmens erforderlichen Maßregeln 'y ergreifen. Das Mißlingen von Mufiagorri's Expedition ist daher allcin dem bdsen Willen Espartero's zuzu- chreiben, obgleih er von Anfang an das Unternehmen unter- stüßte und laut seinen Unwillen darüber zu erkennen gab, daß das Ministerium und die Cortes seine Ansichten in Bezug auf diesen Gegenstand nicht theilten. Seine jeßige Sinnesände- rung wird den Einflüsterungen der Agenten der Regierung zu- geschrieben, die dem Unternehmen nicht hold ist.‘

Serbien.

Die Agramer politische Zeitung meldet von der Ser- bishen Gränze unterm 1. November: „Fürst Milosch hat sich um sein Volk neue Verdienste erworben. Er gründete nämlich in Krajugewab, seiner Residenz, ein Lyceum für die Serbische studirende Jugend mit cinem bedeuicuden Fonds. Damit wird ein Alumueum für jene armen Studirenden in Verbindung gebracht, bei welchen si{ch vorzügliche Geistes - Anlagen zeigen. Die Summe, welche Fürst Veilosh zur Gründung dieser heil samen Anstalten darbrachte, beträgt 100,006 Piaster. Die Magnaten folgten diesem hohen Beispiele des Fürsten und spen- deten ebenfalls nah Kräften und Vermögen, wodurch die ers wähnte Summe noch bedeutend vermehrt wurde. Zum Rektor des Lyceums wurde dec als Serbischer Literator rühmlichst be- kannte Gelehrte Herr Demeter Jsaj'ovics, Mitglied des Mi- nisteriums für Aufklärung, ernannt und von dem Fürsten be- Man hegt die gegründete Hoffnung, daß unter

werde.“‘

Ter fei

Der Wesir läßt durch die Muteselims einen Großherrlichen Ferman publiziren, nah welchem von nun an allen Religions- Sekten der freie und dffentliche Kultus gestattet seyn soll. Wei-

mehr bei solchen Verlassenschaften, die zu Gunsten des Staates verfallen sind, amtlich zu interveniren haben, und daß alle ôf-

Inland.

| Kbdnigsberg in Pr., 22. Nov. Dampf- | Zueker - Fabrik. Das großartigste Unternehmen, das durch Dampfmaschinerie in unserer Provinz je zu Stande gekommen, “i! unstreitig die hier seit einem Jahre in Thätigkeit gesehte

Englishe Dampf-Zuker-Fabrik des Kaufmanns und Fadbrikan- ten Herrn H. Pollack, der seit mehr als 20 Jahren im Be- si6 einer der ersten Zucker-Raffinerieen durch dieses neue Unter- nehmen in unserer Provinz seinen längst bewährten faufmänni- | schen Ruf noch bedeutend zu erweitern verstanden hat. Die | Maschine erfordert nicht bloß eine immer größere Zufuhr von rohen Amerikanischen und Ostindischen Zuckern, und beschäftigt | dsters mehr als 100 Arbeiter, sie shassr auch ein vor ügliches | Fabrikat, einen im Verhältniß zur Güte der Waare sehr wohl- | feilen Preis und einen so bedeutenden Absatz, daß nicht nur fortwährend nach allen Richtungen der Preußischen Monarchie, | ja bis Berlin hin, sondern auch vorzüglich sehr oft in das be- | nachbarte Ausland Dampfzucker versendet wird. Wie verlautet, soll Herr Pollak die Fabrication in einigen Monaten ver- | doppeln wollen. ® | Posen, 8. Nov. Verbrannte Kinder. _ Jm Regierungs Bezirk sind im Monat Oktober 13 Personen auf gewaitjame Weise ums Leben gekommen, worunter sich auch zwei Kinder von fünfoiertel und zwei Jahren befanden, die von den sorglosen Aeltern ohne Aufsicht in der Stube gelassen,

und von dem im Kamin brennenden Feuec ergriffen, und so

verleßt wurden, daß sie kurz darauf unter den jämmerlichsten

Qualen ihren Geist aufgeben mußten. Bei dem in unserer Pro-

vinz noch #\) allgemeinen Gebrauch der Stubenherde und soge-

nannten Russischen Oefen, bei denen ein solches Unglük so leicht

eintreten kann, mögen alle die, welchen ein Einfluß auf die

niederen Volkeklassen zusteht, hieraus Veranlassung nehmen, vor

der Gefahr, die Kinder allein beim Feuer zu lassen, oder gar, wie in den arbeitenden Klassen bié zum Frevel üblich, sie ein- | zuschließen, während die Aeltern halbe Tage lang auf Arbeit entfernt sind, auf das Eindringlichste und unausgeseßt zu warnen. | Trier, 22. Nov. Assisen. Die am sten d. M. fär das dritte Quartal l. J. eróffneten gewdhnlihen Assisen des hiesigen Königlichen Landgerichts wurden am löten d. Nach- mittags geschlossen. Es standen 25 Angeklagte vor denselben,

" Mißhandlung , 4 wegen falschen Zeugnisses resp. Verleitung zu demselben, l wegen Brandstiftung. 12 Angeklagte wurden frei- gesprochen, 6 zu Sjähriger Zuchthausstrafe, 1 zu 5 Jahre Festungs- | strafe mit Verse n in die zweite Klasse des Soldatenstandes, 1 zu 1jährigem Gefängniß, s zu resp. 5: und 7jähriger Zwangs- Arbeit verurtheilt. Eine Sache wurde zur nächsten Assîse ver-

Zuchthausstrafe verurtheilten Angeklagten fand das Jdenti- táts: Verfahren statt, welches gegen ihn auefiel. Dem Geschlechte nach, waren 16 männlichen und 9 weiblichen Geschlechts; dem Alter nach 1 von 7 Jahren, ! von 11, 1 von 14, 1 von 18, | 6 in den Zwanzigern, 12 in den Dreißigern, 4 in den Vierzi- | gern. Unter ihnen waren 11 Städter und 14 ländliche Ein- | wohner, wovon $ dem städtischen Gewerbstande, 7 dem länd- | sichen, 2 dem dienenden, 4 dem Handarbeiterstande angehörten | und À ohne Gewerbe waren.

| j Domainen-Verwaltung. Die Domainen : Verwaltung des Preußischen Staats umfaßte, | abzesehen von den Forsieu und von den durch Verpachtung und

tagt und hinsichts eines am 7. November 1837 zu Sjähriger

Erundsiüten, so wie mit Ausschluß der bereits vererbpachtetcu eder zu empdyteuitfschen Recoten verlichenen Vortwcerfe und der segenann- ten Gratial: Güter, imgleichen mit Auéscluß des Reut-Amis Be1lin und der zum Regierungs - Bezirke Minden schêrigen , bloß für die Erhebung auswärtiger Prästationen bestehenden Neutei Frülar, im Aufange des laufenden Jahres 1838:

tin der ín den Rhein:

s Prov. in ees u.ind.| Sums

in | uod | ma phalen 12132! 755

12909 Ort ten und 1936} 207 shaste

2143} cinzelne Etablifsements welche, bezüglich auf Ge-

ll- Erhebung und resp. auf gutéherrliche Po- lizei-Verwal:ung und örtliche Stellvertretung des Fiskus in 8091| 49] 440/ Domainen. Amts- und Neutei-Bejzirken und resp-

| Kreisen belegen wa?en.

An denselben befanden fich: größere Vauerhöfe, deren Verhäitnísse bereits völlig regulirt waren, dergleiczen, welche noch der Regulirung unutérs lagen, zusammen : I M 1A S N a ortan inclusive dez Kölner ia

| reußen, $6103/12294| 48397} fieinere bâäuerlize Bésizungen nund Gärtuncrs j stellen , deren Verhältnisse bereits vêlig regu- 4 lirt waren,

595] 1358? dergleichen, welche nech der Regulirung nunterlas | gen, zusammen : 49750 E bäncrlihe Besitzungen und Gärtner=- stellen. 59350f andere, nit zur Kategorie der bänerlichen Hüfe und Gärtnezrsielen gehörige, jedoch mit #Laad- | besiz verschene Sieilen, welche bereits zu | freiem Eigentbum oder doh ¿zu Erbpaczt- oder Erbzins-Rechten verliehen waren, teralcichen Stellen, welche vocz nicht als freies Eigenthum oder zu Erbpacht - oder Erbzins- Recbten besessen wurden, zusammen andere nit zur Kategorie der bäuerlichen Höfe und Gärtnerstelen gehörige, jedoch mit Land- besig verscbene Stellen. 93156] Hausstellen mit und ohue kleine Gärten, welce bereits als freies Eigenthum oder zu Erbzins- oder Erbpacht:--Rechten besesseu wurden,

122085 11236/133321 2687; 1066) 3752 j

N

3656 l 12889

53646; 5704

591! 96) 687

-.

51237| 3900| GUUST

R9078| 3472

2255| 45| 2300] dergleichen, welche noch nicht als freies Eigen- thum oder zu Erbzins- oder Erbpacht-Rechten besessen wurden, zusammen : T1933] 3517| 95450} Hausstellen mit und ohne Garten. j überbaupt also: 30780334508 342311] größere und kleinere bäuerliche Besikungen und

Gärtnerstelcn, audere mili Landbesitz versehene

Stellen und Hausfellen mit und ohne fleine

Gärten, woron

301512/32706[334218f bereits völlig regulirt und beziebnngsweise 10 | freiem Eigenthum oder Erbpacht oder Erdb-

zins- Rechten verliehen waren, uud

8093] noch der Regulirung unterlagen und beziehnngss

weise noch nicht ais freies Eigenthum oder

zu Erbpacht - oder Erbzins- Rechten bescssen

wurden.

Die Gefäll - Erhebung und beziehungsweise die gutsherrliche Polizei: Verwaltung und die örtliche Stellvertretnng des Fiskus ward, ab- gesehen-von dem Rent- Amte zu Berlin, bei welchem cin Domainen -Rentmcisier und ein Amtsdiener angesellt sind, und von der Rens tet Fritlar, bei welcher cin Rent-Beamter nnd ciín Fruchtmesser fungiren, von 176 37| 213} Domainen-Rentmecistern,

181} 1811 Domainen-Pacht Beamten,

45 6 51] Kreis: Kassen-Reudanten und anderen, gleizci- tig als Rent - Beamte fungirenden Steuers Beamten, mit der Gefäll-Erbebung nicht beschäftigten Dos mainen -: Intendanten (im Regiernügs-Bezizks Gumbinnen),

3 5 8 Unter-Erhebvera,

U 20] Domaineu-Actuarien und Controlleur€,

3| 3] Steuer-Assistenten

besorgt, und waren außerdem

3433| 4 387] Domainen: lluter-Bedtente als Amtsdiener, Ere- futoren, Schließ-Voigte 2c. angestellt, wovou:

6291| 1802)

—$ i h

254 A4 298 bei den Rent: Aemtern oder Renteien und bes ziehungsweise bei den Kreis-Kassen, und 9 89] bei den Domainen: Pacht-Acmteru fungicteu.

Berlin, den 27. November 1838.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Kopenbagen, 19. Nov. Am vorigen Donnerstage hat« ten wir der Güte Thorwaldsen's die Ausstellung von vier ihm gebös- renden Gemälden zu danken; nämlich 1) Hektor's Abschied vou Ans dromache von Etersberg. 2) Der Mann mit dem Geide von Gers hardt, cinen Geizhals darstellend, der scin Gold zu wäzen \ich ans shickt. 3) Ein schónes Fruchtsück vom Professor J. L. Jeuscu, und 4) ein brav gearbeitetes fleines Blumenslück vom nämlichen Meißer. Außer diesen Bildern waren auch einige der Kunsi - Akademie gebö- rende, von Lasinío nach alten Jtaliänischen Meistern gestechene Blát- ter ausgelegt. Dahin gehört Giotto's Abendmah! im Kicster Santa Croce zu Florenz; Begebeuheiten aus dem Leden des heiligen Frans ziófus: die Aubetuug der heiligen drei Könige, dic Seburt Mas ria's, Christi Taufe von Ghirlandajo, etri Martyrtbum von Mas sacc‘o v. a. w. Auch Thorwaldsen's Büste, nach der Natur seit sci- ner Hciwmfkehr zum Vaterlande von Borup modellirt, war aa deut Tage ausgestellt. Sie ist iu halber Größe, schr ähnlih und gut auógeführtr. Die schwache, röthlich- gelbe Tinte dicses Exemplars machte cinen viel augenehmeren Eindruck aufs Luge, als die gewöhns liche, weiße, schreiende Gipsfarbe, die uur zu häufig das Veistige an deu Büsten und Statuen tödtet. :

Ein besouderes Jnteresse erregten noch eine Neihc von Zeichs nungen unsers talentvollen Architekten Bindesboll, welcher in diesen Studien cinen Beweis von der Genialität gad, wowit er das Herrs liche der Ataliänischen, Griechischen und orieutalischen Banfunsi ond ihrer Verzierungen aufgefaßt hat. Unter den Nôömischen Gegensiäns den frappirte zunächst die meisterhaft ausgeführte Zeichnung von der inneren Kuppel: Verzierung in der S ledebg T Kirche der Santa Maria del Popolo von Pinturichio, die Façade einer Klosteckirche zu ‘Perugia u. A. Ron Pompeji batte der Künjiler einige Wand- Verzierungen, nebsk Plan und Profil eines antiken Hauses ausgestellt, wodurch der Bee schauer sich eine flare Vorstellong von der Einrichtung der Wobnun- gen bei den Alten machen fann. Daß der Künfiler anch von Athen eine gute Ausbeute mitgebracht hat, versteht sich vou selbs. Verschiedene Zeichnungen von Konstantinopel versegen uns in ein anderes Land der Kunst und Kultur. Sehr interessante Details sehen wir auf den Darstelungeu von Sultan Achmed's Moschee, und Mah- mud Pascha's prächtigeu, öffentlichem Bade. G

Die ersie neue Arbeit, die Thorwaldsen während seines Aufeuthalts Mes zu modelliren beabsichtiat, soll eine Vüsie Holberg's seyn;

| Selbst - Administratien benugteu Vorwerfen und anderen Etablisse- " megts, einzelneu Gebäuden und nicht mit Gebäuden verscheuen

chon längst wünschte der Künstler seinem unsterblichen Landsmann diese Huldigung zu bringen, allein man hatte bisher uur eígeu uns

an 4 ta O N “E r A T