1838 / 339 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Landivehr- Uniform von 1814. Säulen trugèn die Schlachteti- Meteórologishe Beobachtung. Schilder, über ihnen die Adler, überschattet von Fahnen mit 1838, Morgens | Nachmittags | Abends Nach einmaliger den Namen der großen Feldherren, der Führer und Sieger. | 4. Dezember. | 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Ubr. Beobachtung. tableaux viva Trophäen und Gewinde s{chmückten die Wände. Ein Mittags- mahl von 240 Personen und ein glänzender Ball am Abend | Luftdruck.......-« 333,70‘ Par. |334/41‘/‘Yar. |335,01‘/ Par. f Quellwärme 7,29 R. beschlossen das Fest. Luftwärme... + 5,59 R. |—+- 7,39 N. |4- 5,89 R.f Fluêwärme 0,49 R. Thaupunkt... |+ 5,09 N.|—4+- 6,29 R. [4+ 5,19 R.f Bodenwärme 3,59 R, E i uy Dunstsättigung | 83 pCt. 78 pCt. 83 yCt. F Ausdünftung 0,628‘/ Rh, S ° c etter... tegnig. übe, trübe, i ey Auswärtige Börsen. A L D | m | S Imm +74 Amsestecráam, 30. November. Wolkenzug... up W, —— +4,49, le rôle de Ninette.) Niederl. wirkl. Schuld 531/,. 5°/g do. 1C05/,. Eana-Bill 233/,. Tagesmittel: 334,37‘ Yar... 4-629 N... 4-540 R... $l pCt. W. S ‘Span: 16% 6. Pasdîve— Ausg. Seh. —. Zinal. : Prous. | E E. d. M., früh Präm.-Sch. 122, - Poin. 121. Oesterr. Met. -—, Königliche Schauspiele. Se es A ¿Sn yCar pad, 29. November. Donnerstag, 6. Dez. Jm Schauspielhause. Konzert. 1) } sen zu haben: Zinal, 9/4 Noue Anl. 16/1 G. Ouvertúre zum Trauerspiele „Belisar‘/, von dem Königlichen Ein Bill

: Frankfurt a. M., 2. Dezeinber. 21/,0/0 Holl. 3527/0.

: Bank-Actien 1794. 59/, Poln. Loose 13A4!/,.

Tannusbahn-A ctien 265. Hamburg, 3. Dezember.

Bank-Actien 1485. 2483 Engl. Russ. 11:65/,. 1/

Neue Ánl. —. London, 39. November. Cons. 39% 933/.. Beig. 161/,, Ausg. Sch. 7!/4. 2i/2% Holl. 537/z. 59/0 100!/4. do? 3%9/, 20. Engl. Russ. 1115/;,. Bras. 77. 223/,. Peru —. Chili —. Päris, 30. November. 5%, Rente fin cour. 110. 35. 39%/, fin cour. 8

32/5 do. -—-.

fin cour. 101. 95. 5%/, Span, Rente 173/,, Passive 3%.

Wien, 30. November. 49% 160!/,. 3% 813. Neue Anl. —.

5% Met. 1075/,. Bank-Áctien 1507.

Ait

Befanntmachungen.

f r 0 Ta Wai Nachsichend benannte Personen :

i) der Schuhmacher: Geselle Martin Burchardt, wel:

cher im Jahre 1788 auf die Wanderschaft gegangen ;

2) der Peter Steinmann, Sohn der Eiawohner Christian und Elisabeth, geb. Finger- Steinmann: schen Ehelcute aus Borowno, welcher im Jahre 1817 von Rosnowo nach Schweß gegangeu :

3) der Jobann Christian Schwenk, welcher sich im Jahre 1815 oder 1816 von Friedrichsbruch entfernt ;

4) die unverchelichte Eva Kornacka, welche vor circa 30 Jahren zur Untersuchung gezogen und nach Thorn abgeführt worden ; die Euphrosiue Urban, welche im Jahre 1820 den obervormundschaftlichen Consens zur Verheirathung mit dem Einfassen Carl Uermann in Ostromecfo erhalten hat; die Geschwister David und Elisabeth Fanslau, welche sich vor etwa 28 Jahren aus der Gegend von Culm entfernt haben ; die Gottliebe, geborne Ochner, veichelichte Nico: laus Weber, welche vor ctwa 24 Yahren nach Rußland verzogen ; der Johann Wevher, welcher im Fahre 1812 oder 1813 in der Absicht, fich in Bessarabien anzusie- | delu, weggegangen, weiche seii den angegebenen Zeitpunkten keine weitere Nachricht von ihrem Leben oder Aufenthalt gegeben haben, so wie deren etwanige unbekanute Erben und

9)

6) 7)

8)

Neue Anl. 162 4

Columb. 25 /g,

1/6 2 E L 19% e 0

Allgemeiner Anzei

Musik-Direktor C. W. Henning. 2) Concertino militaire, fúr die Violine, komponirt und vorgetragen von Herrn H. Wolff aus Frankfurt a. M. 3) Variationen über ein Thema aus dec Oper „„der Maurer“, für die Guitarre, fomponirt und vorgetragen ¿ von Herrn E. Pique aus Prag. 4) JIntroduction und Variatio- j nen fúr die Violine, komponirt und vorgetragen von Herrn H. Wolff. 5) Variationen auf der E-Saite, fár die Guitarre, 5%/0 Port. 30!/4. } fomponirt und vorgetragen von Herrn E. Pique. Hierauf: Mex. } Der Pflegevater, Schauspiel in 4 Abth., vom Verfasser von | „Lúge und Wahrheit““. 50/, Neap. Freitag, 7. Dez. Jm Opernhause. Der Ehestister, Lust- j

ges 1 Rthlr.

Span. Anl. 43/.,

2. G Port. _—

oder:

Passive 4. Freitag, sale der Fam

1. 65. A 5 | | ) h 3% Port. 203/, | spiel in 1 Aft. Hierauf: Der Maurer, Oper in 3 Abth., mit (e Es Tanz. Musik von Auber. u L Zu dieser Vorstellung werden Opernhaus-Billets mit Sonn- abend bezeichnet verkauft. j

hierin wieder

| ec) das Rittergut Bielau auf 28,725 Thlr. landschaftlich abgeschäut, werdecu in dem vor dem Hrn. Justiz-Rath Günze! auf : den 13’ März 1839 in unferem Fürsfenthumégerichts-Gebäude angeseßten Termine im Wege der nothwendigen Subhastation verkauft werden. Die Taren und die neuesten Hvpotheken - Scheine find in unserer Negistratur ciazusehen. E Leobschlit, den 21. August 1838. FUrfl Lichteustein- Troppau-Jägerudorffer ötrfienthumsgeriht Königl. Preußischeu Antheils. Sn Ne l

nud schon von diesem Gefichtspunfte aus betrachtct, oerdient sie Aeltern, Lehrern und Freunden der Fu- gend empfehlen zu werden. Betrachtet man aber den JInbait genauer, erwägt man die treffliche Auswahl, bedenit man den Reichthum des bier Dargebotenen und die geshmadckvc lle, edle Form, in welcher es dar- geboten wird, fo sieht mau sich wah: baft angenehm überrascht und fühlt si gedrungen, dicse Schrift zu dem Vorzüglichsten zu rechnen, was in nueucrer Zeit auf dem so vielfach, aber freilit unicht immer glücflih anugebanten Felde der Jugendschrifistellerei an M A wir auch bier is in das Vou dem Magistrate der\Köuiglichen Haupt- und|Elnzeine elagehen, so glauben wir doch eine furze An: Ea Maa T ipugeriens, Bere, ae Bo Via 1E R D E Bld aide e Gie Belage als Ruiritor der Maseudo Mita or A blátter. (Anégewählte Moraenläudiscke Erzählungen.) Wächter, chemaliger Bäergeselle, oder deffen allfällige Hy A S e ic E Erben hiermit aufgefordert, diesem Magistrate oder cen und Sagen “2 Gemälde aus der Länder: und dem Kurator Herrn Georg Prziborskv von seinem Völkerkunde d À Lebenóbilder A Buntes Alle lei resp. ihrem dermaligen Aufenthaliscrie wegen eiuer Inbalt d s Krit Bandés: 1 “Geschid lid Bil. Vorkehrung hinsichtlich des dem Aiton Wachter von|Znbalt des dritten Bandes: 1. Geschichtlicher Bil:

dèr Baulige Qet é | dersaal. 2. Merfwürdigkeiten menschliher Kunst. W. A ees Fagats E 265% Fl. \x, Reiseabenteuer. 4. Buntes Allerlei. Jedem Bande

- sind die nêthigen Worterkflärungen in alphabetischer Wien, am 7. September 1838, Folge angchängt. Die tvpographische Ausstattung is

Kundmachung.

Erbnehmer, werden hierdurch aufgefordert, schon vor. der oder im Termine den 7. Oktober 1839, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Kammergerichts: A}essor Petri im Ge- richtshause bierselbst sich entweder persönlich oder schrift lich zu melden, widrigenfalls sie für tedt erflürt und ihr Vermögen den si) legitimirenden Erben oder in deren Ermangelung dem Fisfus zugeiprochen und ver- abfolgt werden ivird. Culm, den 2. November 1838, Königl. Land- und Stadtgericht. Westphal.

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Nothwendiger Verkauf.

Von dem Königlichen Laud- und Stadtgerichte zu Ueckermünde sollen die beiden an der Chaussee zwischen Pasewalk und Anklam, cine Meile von ersterer Stadt belegenen Etablissements

1) Albertshof, früher Saurenkrug genanut, aus einem berrschaftlichen Wohnhause, einer Scheune, cinem Stallgebäude, Backiause, zwei Familien-Häusern, zwei Ställen, ciner Beë-Windmühle, cinem Kruge nebst 3 Ställen, 1 Morg. 110 C] Ruth. Garten- land, 71 Magd. Morg. 19 J Ruth, Acker und 26 Magd. Morg. 111 [J] Ruth. Wiesen besichend, tarirt auf 5998 Thlr. 21 sgr. 8 pf,

2) Wilhelméthal, bestehend aus cinem Wohnhause, einer Scheune, cinem Stalle, zwei Familienhäuseru nebst einem Stalle, einer Schmiede mit Wehnung, 14 Magd. Morg. Acker incl. 4 Magd. Morg. Sandschellcn, 51 Magd. Morg. Wiesen und 4 Magd. Morg. Koppeln, tarirt auf 2197 Thlr. 5 sgr.,

am 8. Mai 1839, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Die

‘Taxe und Hypothefenscheine sind in der Negistratur einzusehen,

Subhastations-Patent.

Das im Fürstenthume Troppau und im Ratiborer Kreise gelegene, landschaftlich auf 24,981 Thlr. 15 sgr. abgeschägte Rittergut Zabrzch soll in dem auf

déèn 1141 MAr 4 1839 vor dem Fürstenthums - Gerichts - Direktor Hansel auf unserem Grrichts-Gebäude hierselbst anstehenden Ter- mine im Wege der nothwendigen Subhastation an den Meistbietenden verkauft werden, und liegen die Tare und der nevesle Hypothefen- Schein desselben in unserer Registratur zur Einficht bercit.

Lecbschüß, den 21. August 1838.

Fürst Lichtensiein-Troppau-Jägerndorffer &Surstenthumsgeriht Königl. Preußischen Aniheils.

Hausel.,

S

Subhastations-Profklaua. Die Herrschafi Beneschau, so wie dié Rittergüter Zaudiß, Klein Peterwit und Vielau, in complexu auf

Mittheilungen aus dem Gebiete der Wahr- heit und Dichtung zur belehrenden Unter; haltuugderJugend. Von H. Gräfe, Dr,, in Jena.

anf weißem Papier, mit gauz ueuen, deutlichen Let- tern gedruckt. Jeder Band mit 5 sauber gestcche- nen, folerirten Vupfertafeln und ciner folorirten Titel-Vignette. Sämmtlich clegant gebunden.

zeitung in Darmfiadt fand sich bewogen, schon 14 einer Kritif zu unterwerfeiu.

ber a. c, ausgesprochen, welches die Verlags- Hand-

ständiger hier wörtlich folgen zu lassen: „Ueber die Grundsäge, von welchen der Herausgeber bci dieser Sammlung ausgegangen ist, spricht er sich Seite V der Vorrete zum ersten Bande also aus: ,, „Die Jugend sollte belehrend unterhalteu und unter- haltend belehrt werden ; daher mußte die Sammlung mannigfaltig seyn und die Jugend in recht viele Ver- hältnisse einführen; die da follte allgemein verständlich seyn, aber in keiner Wei

vorzüglich zu nennen, und die illuminirten Kupfer sind eine danfenówerthe Zugabe. Kurz, Alles if hier vereint, um dicse Gabe des verdienstvollen Pá- dagegen Gräfe zu cinem eben so nüglichen a!s ange: uechmen Ge[chenfke sür die Jugend zu machen.“

Das in Westpreussen, Regiernngs-Bezirk Marien- werder im Culmecr Kreise, 14 Meile vom Weichsel- strom und der Kreis-Stadt Culin belegene Rittergut Grubno, 2880 Morgen Preuss. gross, die Hälfte der jährlichen Aussaat Weitzenboden, mit einer vorzüg- lichen Merino - Scbäferei, deren Wolle in den ver- gangenen Jahr»n im Durchschnitt mit 100 Thlr. pro“ Cent. bezahlt worden und deren Zuchtstöhre eiuen anerkannten allgemeinen jährlichen Absatz finden, nebst dem in der Weichsel-Niederung, dem Havptgnte angränzend gelegenen Wiesen- Vorwerk Lenz, circa 80 Morgen Preuss. gross, ist wegen Erb-Auseinandersetzung aus freier Hand zu verkau- fen. Kaufliebhaber belieben sich wegen der Kauf. bedingungen an die von uns hierzu Bevollmächtig-|König Lear. Subser.-Pr. _— ten, den Guts-Besitzer J. K. Grodzki in Schönborno|Retzsch's Phantasieen und Wahrheiten. Subser.- und den Kaufmann Carl Wilh. Lentz in Culm ent-| Per. * 1 Thlr, 20 sgr. weder persönlich oder in frankirten Briefen zu|Retzsch"'s Schachspieler. Subser.-Pr. wenden. : *1 Thir. 15 sgr. Grubno, im November 1838. Shakspeare'’s Plays and Poems, in Lederband Die Johann u, Christine Lentzischen Erben.| mit Goldschnitt. Subscr.-Preis *4 Thir. 20 Sgr. so wie die andern bei mir erschienenen aner- fannt vorzüglichen Ausgaben fremdländi- scher Literatur. Sämmtliche Buchhandlungen des Ju- und Aus- landes nehmen Bestellungen an, namentlih E. S. Mittler in Berlin (Siechbahn Nr. 3), Posen, Bcom- berg, Culm und Gnesen.

Leipzig, im Movbr. 1838. Ernst Fleischer.

Zu Fesigaben ganz besonders sich eignend empfehle ih bei herannahendem Weihnachten die in meinem Verlage erschienenen :

Retzsch's Umrisse zu Shakspeare's

Hamlet, Subser.-Pr. *6 Thlr. sgr. Macheth. Subscr.-Pr. a s Diese beiden zusammen genominen *8 Romeo & Julia, Subscr.-Pr. *5

“5

L T E14 ME 732 T A Luer Pie t 2 2

Literarishe Anzeigen. In der Buchhandlung von E. Fr. Amelang in Berlin (Brüderstraße Nr. 11) erschien so eben und ist in allen Buchhandlungen des An - und Unslanves zu haben:

A tal än ta.

Passende Weihnachts- Geschenke aus dem

Verlage von C. Hevymaun in Berlin, Hei!. Geiftstr.

Mr. 7, welche in allen guten Buchhandlungen zu

haben sind:

Zamilien-Bibel für wahrhaft Gebildete reiseren Alters ohne Unterschied des Glaubens und Geschlechts. Ein Buch zur Beférderung echter Neligicsität, von Pr. Fr. Reiche. Gr. 8vo. Elegant 1n Konugreve:Umschlag gebundeu. 1 Tülr.

Wirklich cin Buch für Geist, Herz u. Gemüth!

Die 2te vermehrte und verbesserte Auflage des aus-

gezeichneten Buches:

Der Fübrer auf dem Lebenswegè, ein Ge: scheut für jedes Alter und Geschlecht ; ein Führer sür die Jugend, cin Angebinde für Licben e, ciu Spiegel für den Glücklichen und cin Trost für den Leidenden. Herausgegeben von Dr. Reiche. Auf feinem Velinpapier gedructt, in Taschen. format ukhd elegant gebunden. 1 Thlr.

Drei Bände in Oftav,

I, Band. VIUl und 412 Seiten. à 12 Tblr., 11, Band. V1 und 380 Seiten. à 12 Thlr, HI, Band. VI nund 380 Seiten. à 15 Thlr., mithin vollständig 4 Thlr. Die Löbl. Redaction der Allgemeinen Schul-

Tage nah dem Erscheinen obigen Werks, dasselbe 1 ( Das Resultat findet ‘ich in nachstehender glänzenden Receusion vom 28. Okto:

lung ailer weiteren Lobpreisung Überhebt; wohl mag es ihr aber erlaubt seyn, das Urthcil Sachver-

Vei mir if erschienen und in allen Buchhandlun:

en zu haben (in Berlin bei W. Besser, Behren-

raße Nt. 44):

Der Sunudzoll und dessen Veroflanzung| auf Deutschen Boden. Ein Beitrag zur Geschichte der Handelépolitik. Vou Þr. C. F.

se an das Kin- Wurm, Prefessor in Hamburg. 8vo. Geh. 10szr,

246,700 Thlr. 19 sgr. 8 pf., einzeln aber, und zwar: a) die Herrschaft Beneschau auf 190,473 Thir. 28 sgr. : b) die Güter Zaudiz und Klein Peterwig

20,406 Thlr. 13 sgr. 4 pf., und

dische reifen, deun eine gute Schrift für die erwach- sene Jugend muß doch auch der Erwachsene selbsi auf uicht ohne Verguügen lesen köunen; endlich sclite'

| Alles fern gehalten werden, was auh nur entferut

Hamburg, November 1838. Johann Angust Meißnuer.

Im Schauspielhause. Représentation extraordinaire. B; de retraite de Mr. Clozel. Le spectacle sera ote ide n

2) La premiére représentation de: Clermont, ou: tiste, vauderville nouveau en 2 actes, par Scribe.

remplira le rôle de Clermont.) Mesds. Taglioni et Galster, et par MM., Taglioni et Stull Le spectacle sera terminé par: Les vieux péchés. (Mlle, première danseuse de l’opéra, remplira, pour cette fois reulene h

Zu dieser Vorstellung sind Billets von Mittwoch de Mohrenstraße Nr. 56 zwei Treppen hoch,

oft parodirten Stoffes, von A. Múller.

ger für die Preußischen Staaten,

é fet Une femme "pi

(Mr. Saint. Ayt; 3) Le pas Styrien, eor

Mülle,

ns, représentés par les artistes du théâtre

ment,

Cet zu folgenden p

et zum Balkon und einer Lage des ersten Ry, 2.

9 bis 1 Uhr, in der Wohnung des Herrn

Königsstädtisches-Theater. Donnerstag, 6. Dez. Der Pariser Perruguier. nach dem Französischen des Planard und P. Duport, von Freiherrn von Lichtenstein.

Zum erstenmale wiederholt ;

1 Komische Oper in a

3 Akten.

E Ver S S S

7. Dez. Nelke und Handschuh, oder: Die S

ilie Monetenpfutsh. Neue Parodie eines un in 3 Akten, von J. Nestroy. Must

(Herr Bekmann wird nach seiner Genesyy

auftreten.) ;

In Vertretung des Redacteurs: Wenzel. E S E A A0 ermer

Gedrutt bei A. W. Hapn,

—_—_——————————————— D

für das fittliche Gefühl ansiößig sevn, oder was Triebe’ Für Kameralisten, Steuer-, Forst-, Bay, und Wünsche in der Jugend anregen und nähren und Bergwerks-Beamte, so wie für mecha. È fonnte, die der besorgte Erzieher in ibr nicht gern seben!/nische k

fann.““ Diesen Grundsäyen entspricht die bier der Ju- gend dargebotene Sammlunugauf das vollfommenjte,

ünstler, Chemiker, Ländwirthe insbesondere aber für Kaufleute, ' Bei F. A. Herbig, unter den Linden No. ist erschienen und in allen Buchhandlungen zn baben; Taschenbuch der Mass- u. Gewichtskunde, enthaltend die Faktoren zur gegenseitigen Verwan. lung der wichtigsten Deutschen und ausländischen Läugen-, Flächen-, Körpermasse und Gewichte, $6 wie zur Vergleichung von Preisen, Feld., Wie, sen -, Forst- und Weinbergs-Erträgen und andere, den Kaufmann, Techniker undStatistiker interessirende Reductionen, Zum praktischen und wissenschaftlichen Gebrauch nach den neuesten gesetzlichen Bestimmungen und einer auch dem minder fertigen Rechner zu Hülte kommenden Weise bearbeitet vom Prof, F. W. Schneider, Gebefiet 21 Thir.

Es verdient dieses mit dem grössten Fleis:e ans- gearbeitete Werk um so mehr eine allgemeine Beach. tung, da wir ein ähnliches noch nicht besitzen, Nach der eigenthümlichen Ein ichtung desselben können die zusammengesetztesten Reductionen mit zrösster Sicherbeit und Leichtigkeit ausgeführt wer- den. Für den Verkehr, wie tür wissenschaftliche Zwecke, bietet es die grösste Bequemlichkeit dar.

Für Brennerei-Besiger.

Folgende fortwährend mit Beifall aufgenommene

Schrift für Brennerei-Besiger ist durch alle gute Buch:

bandlungen zu befommen und wind nech ferner von

der unterzeichneten gegen portofreie Einsendung bon drei Thalern durch die ganze Preußis4e Monarchie fcanco versandt :

Genaue und schr vollsiändige Anweisung, aus 100P\. Kartoffeln incl. 5 Pfd. Malz bei $0 Quart Maisch- raum ohne alle Künslelei oder chemi!chen Zusaß 500 Neuen? Tralles Aifohol zu erzielen. Nebs einer Belchrung, wie man sich auf gauz einfache Art von einem Tog zum andern die Hefe zur Brenuerei bereiten kann, so wie auch die Beschrci- bung einer vollsändig guten Einrichtung einer Branntwein - Brennerei. Von einem praktischen Brauntweinbreuner. Preis 3 Thlr.

Der Herr Verfasser hat, zum besten Dank der Her:

ren Besiyer, seit eirigen Jahren mehr als 20 Bren-

nuereien nach seiner Me1hode eingerichtet. Oefsemliche

Belobungen, wie in der Leipzicer Zeitung vom 7. und

8. Dezember 1835 und 7. Mai 1836, den Berliner

Zeitungen und Jutelligenzblatt vom 9. und 10. Ja-

nuar 1838, so wie Zeugnisse besonderer Zufriedenheik

von Sr. Durchlavcht dem Fürsten von Lichnewsky-

Werdenberg in Gräg, Herrn Landrath Grafen Hover-

den zu Hünern in Schlesien, Herrn Wirthschafts-Ralb

von Dedowich in Troppau u. A. w., charakterisiren den

Verfasser als Ausgezeichneten sciues Fachs. Hier biete

tet er 1m Ju'eresse desselben, was früber mit Honora-

ren von vielen Louisd'or bezahlt worden, für den Preis

von wcnigen Thalern dar.

Richtersche Buchhandlung in Berlin, Neue Schönhauser Stcaße Nr. 16.

Tm Verlage von T. Trautwein. Breite Strass

No. 8, sind erschienen und zu den Subßsctiptions- Preisen zu haben:

Bach, A. W., Choralbuch für das Gesangbucb zum gottesdienstlichen Gebrauch sür evange- lische Gemeinden, mit Genebmigung des Ki nigl. Preuss. Ministeriums der Geistlicken etc, Für Orgel oler Pianoforie. Preis 2 Thir. 15 sgr.

Derselbe, Kleines Choralbuch, die gebräuchlich- sten Melodieen miikurzen und leichten Zwischen- spielen enthaltend. Preis 1 Thlr.

Melodieen, zum Gesaugbuch sür evangelische Gemeinden, Dritte Auflage. 64 gr. Oktav- Seiten. Preis 6 sgr.

Einhundert Choräle in drei Abtheilungen, ein-, zwei- und dreistimmig, zum Gebrauch in Schulen, auf Veranlassung des Königl. Schul- Kollegiums der Provinz Brandenburg heraus- gegeben von E. Fischer, Prosessor am Ber- linischen Gymnasium zum grauen Kloster. Drei Heíte. 20 sgr.

Einzeln: 50 einstimmige Choräle 6 sgr. 25 zweistimmige - 6 ser. 25 dreistimmige - 9 sgr.

Preußische S

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E 7 339, s d “r y U Ld ——_————————————————_—_—— E r pap S a p p —= Ei S 7A C M-M S: T Pi —- A

Amtlihe Nachrichten. Kronik des Tages,

disherige Kammergerichts-Assessor Kari Albert Fer- E Neude ist zum Justiz-Kommissarius bei dem Königl.

dammergericht bestellt worden. . g : : L Néctbrländis ngekommen: Se. Excellenz der Kbuigi. Nieder

14 S ED tegant, außerordentliche Gesandte und bevoll-

jáchtigte Minister am hiesigen Hofe, Braf von Perponcher,

us dem Haag.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Frankrei dq. Paris, 1. Dez. Gestern Abend wurden Herr und Ma- dame Thiers von dem Könige empfangen. _ E Das Journal des Débats enthält Folgendes: „Bie )bersten und Oberst - Lieutenants der Pariser Legionen haben n den Seine - Präfekten geschrieben, um ihm einen Wunsch, h Betreff des Leichenbegängnisses des Marschall Lobau auszu- rúcken. Der Präfekt hat sogleih den Munizipal Rath von (esem Wunsche in Kenntniß geseßt und der Munizipal - Rath at eine Kommission ernannt, welche heute in außerordentlicher Bibung einen Bericht über diesen Gegenstand abstatten wird. Nach Notizen aus anderen Blättern zu schließen, scheint je- jer von dem „Journal des Débats‘/ so mystisch gehaltene Punsch darin zu bestehen, daß man eine Summe von 40,000 Fr. r Bestreitung der Begräbniß-Kosten erhalten mte, Außer dem „Temps“, der ganz entschieden gegen die Coa- tion mit den Doctrinairs ist, scheint auch der Constitution- el zwischen seiner Anhänglichkeit für Herrn Dupin und sei- er Abnéigzts gegen das Ministerium zu s{chwanken. Es kam der gestrigen Nummer seines Blattes folgende Stelle vor: Man hat in einigen Journalen von vorbereitenden Versamm- ngen gesprochen, die zwischen den Deputirten des linken Cen: ms und den Doctrinairs stattgefunden härten; man hac die ete genannt, wo dieselben stattgefunden, die Namen der De- tirten, die daran Theil genommen, und die Reden , die da- 1 gehalten worden seyn sollen. Es ist kein wahres Wort allen jenen Gerüchten, die man zu verbreiten sucht, um der Sri inz jener famösen Coalition, die in der That überall ist, aber sich nir- nds versammelt, einigen S verschaffen.“ Der Cour- ler français bemerkt hierzu: „Wir begreifen nicht, warum der Constitutionnel“ es sich so angelegen seyn läßt, die Behaup- ungen der ministeriellen Presse zu berichtigen. Man beschul- igt die Deputirten des linken Centrums, vorbereitende Konfe: enzen mit den Freunden des Herrn Guizot zu halten, und der Constitutionnel‘ glaubt, uichts Wichtigeres zu thun zu haben, (s die Journale des Ministeriums in dieser Beziehung Lügen u strafen. d l en, wo wäre denn da das Unglück? Man ráumt ein, daß die Coalition úberall sey, man erklärt sie für nüßlih und mora- (h, man schreibt täglich lange Artikel zu ihren Guusten, und dann will man, daß sie sich nirgends versammle. Was hitte das Ministerium Besseres zu seinem Nutzen erfinden kön- nen, als die seltsamen Gewissensbisse des „„Constitutionnel‘/? Venn es, um das Ministerium zu stürzen, nichts weiter bedürste, (ls eine schwarze Kugel in die Urne zu werfen, so hätten die Par-

Aber wenn sie nun auch die Wahrheit gesagt hät: |

tien allerdings nicht nôthig, sich zu nähern und sich zu verskändi- jen. Aber beim Angri} wie bei der Vertheidigung ist die drdnung vor allen Dingen nothwendig; man siegt nur dur hie Disziplin, durch Ausdauer und vor allen Dingen durch ie Wahl der richtigen Mittel. Wenn Jeder einzeln und für izene Rechnung den Sturm auf das Ministerium unternähme, h várde das Kabinet gewiß leichtes Spiel mit dieser verwirr- n Masse von Feinden haben. Wir unternehmen, man be- inke es wohl, einen langen und mühseligen Feldzug. Wenn die Opposition auch bei Gelegenheit der Adresse die Majorität Se, so würde sich der Hof deshalb noch nicht für besiegt erkláren. Es bedarf mehr als einer Niederlage, um ihn zu er- hüttern. Jn dieser shwierigen Lage kann man den koalisirten Meinungen nicht genug anempfehlen, sich zu berathen, gemein- \hafclich ihre Angriffsmittel vorzubereiten und sich zu organéi- îren; am gefährlichsten in solchen Fällen is die Anarchie.“

Der Courrier de la Moselle enthält ein Schreiben,

Patten, zur Unterzeichnung der Wahlreform-Petition veranlaßt k haben, indem der Gatte jener Frau selbst anzeigt, daß ihr Schreiben in den dffentlichen Blättern (siehe das vorgestrige blatt der St. Ztg.) ihr durch die Versicherung abgepreßt wor- hen sey, daß dasselbe nicht dffentlich mitgetheilt werden soile, sie lîo durchaus nicht kompromittiren werde und nur zur Recht- rtigung des Maire nothwendig sey. E Man glaubt jeßt versichern zu können, daß die Eisenbahn n Paris nach Versailles auf dem rechten Ufer der Seine zu \nfang des künftigen Jahres erdfnet werden wird. Von der gerichtlichen Untersuchung, die eingeleitet worden n sollte, um die näheren Umstände des Todes des Doktor droussais zu. erforschen, hôrt man jeßt gar nichts mehr. Es at sich eine Konimission gebildet, welche Beiträge zur Errich- ung eines Denkmals für den Verstorbenen sammelt. : Der geistreiche Feuilletonist der „Presse“, Vicomte Charles Lannay (Sophie Gay), sagt heute: „Man verspricht uns oh im Laufe dieses Monats ein wissenschastliches Werk des errn Alexander von Humboldt. Der berühmte Reisende ist

n Paris mehr als jemals in der Mode. Tin Gelehrter Mode!

welches den Oberst der Meter National-Garde vollkommen von | her Anschuldigung reinigt, eine Frau, in Abwesenheit ihres |

Allgemeine

L S E E E E E E 7 T E I

P Mgr Tw ee n gg new

und doch i| dem so. Hecr von Humboldt wird überall, in Frankreich eben so gut, als in Rußland oder in China, mit demselben freudigen Eifer, mit derselben allgemeinen Auszeic- nung aufgenommen; und er beklagt sich auf die geistreichste Weise úber diese zu verführerische Aufnahme. Ja der That hindert sie ihn am Schreiben und vielleihe am Beobachten. Wie soll man ein Urtheil über ein Land fällen, wo man dbe- ständig im Triumph herumgetragen wird? Eine so sch meichel-

hafte Gastfreundschast verschließt einem den Mund und hat des- |

Berlin, Freicag den 7e Dezember

| verschiedene Arten des

{a ats: eitung. i

1838.

Diese krampfhafte, bebende Todesangst, dieser Kampf des Le- bens gegen das Aufhören ergriff und rührte dasselbe; es ver- stand diese Art von Tragddie. Wohlan, m. H., hier sind zwei teröens, zwei verschiedene Arten der

| Emotion, zwei verschiedene Arten des Drama; Sie mögen ur- | theilen und wählen.““

haib auch ihre Gefahren; fie erlaubt nur, das Gute zu sagen, |

und die Erzählung bleibt unvoliständig.““ i

Das erste Debüât des Tenoristen Maris (Herr von Catu- dia) is! übecaus glänzend ausgefallen. Wieviel von dem er- rungenen Beifall dem wirklichen Talente des jungen Edelman- nes, oder wieviel seinem seltsamen Schisale und seiner Stel- {ung in der Welt gebührt, muß die Folge lehren.

Das Journal des Débats publizirt heute das nachfol- gende Schreiben einer hiesigen* angesehenen Buchhandlung : „Der Buchhandel hat mit Erstaunen bemcrkt, daß in dem kürz- lih mit Belgien abgeschlossenen Handels-Traktat nichts in Be- tref des Nachdrucks stipulirt worden ist. Die Regierung er: nannte im vorigen Jahre eine Kommission, die sich mit diesem Gegenstande beschäftigen sollte, und das Publikum hat seitdem nichts wieder von den Arbeiten jenec Kommission gehört. Frank- reich sollte sich doch im Juteresse seines Handels und auch ein wenig im Junteresse scines Ruhmes, in Bezug auf diese Frage, nit von anderen Nationen überflügeln lassen. Und doch hat England im Laufe der vorigen Parlaments: Session ein Geseß erlangt, welches das literarische Eigenthum der Ausländer sichert, sobald England nux in seinem Lande auf Reziprozität rechnen kann; auch in Deutschland is in Erwartung eines all- gemein gültigen Beschlusses von Seiten des Deutschen Bundes von einzelnen Staaten viel für die Sicherstellung des literari- schen Eigenthums gethan. Fraukreih ist in dieser Sache noch nicht über die Kommissionen hinaus. Man erlaube uns, uns im Namen des ganzen Buchhandels úber einen für denselben so nachtheiligen Zustand der Dinge zu beklagen. Wir sind durchaus ohne Schus gegen den Belgischen Nachdruck. Frü- her operirte- derselbe nur mit unbedeutenden Kapitalien, und dieselben wurden vorsichtig angewandt, weil sie einzelnen Spe- kulanten gehörten. Jett aber wird das Geschäft im Greßen mit den Fonds einer Actien-Gesellschaft betrieben, und diese schcint sch weniger um die Interessen ihrer Actionairs zu bes fúmmern, als sle einen besonderen Werth darauf legt, sich ¡hâtig zu zeigen und vor allen Dingen den Französischen Un- ternehmungen zu schaden. Ein Belgischer Verleger kündigt den Nachdruck eines unserer Werke an, welches mehr als jedes an- dere vor einer solchen Beraubung sicher gestellt zu seyn schien: Es ist die Geschichte Napoleon's von Herrn Laurent, die wir, begleitet mit 500 Zeichnungen des Herrn Horace Vernet, her- ausgeben.“ Im Verlaufe dieses Schreibens wird der Nach- theil geschildert, der den Pariser Verlegern durch einen solchen

| Naódruck erwachsen muß, und es wird auch in der bevorste:

henden Session an Bittschriften âber diesen Gegenstand nicht fehlen, die doch endlich zu irgend einem entscheidenden Schritt gegen das Belgische Raubsystem führen werden.

Herr Saint Marc Girardin hat am vergangenen Montag seine interessanten und vorzugsweise besuchten Vorlesungen über die Franzdsische Poesie wieder begonnen. Er wird sich in die- jem Kursus mit der Prüfung der vorzüglichsten Meisterwerke des klassischen Theaters des lten Jahrhunderts beschäftigen, und fündigte in der ersten Stunde an, daß er wesentlich ver- gleichend zu Werke gehen, und jenen klassishen Werken die vorzüglichsten Erzeugnisse der modernen Poesie gegenüber stellen werde. Der entschwundenen Leidenschaftlichkeit zwischen den Klassikern und Romantikern folgt aiso jeßt die besonnene wis- senschaftliche Prüfung, Der Raum und der Zweck dieser Blätter gestatten nicht, den mit Französischer Beredsamkeit und Deutscher Gründlichkeit ausgestatteten Professor bei der Ent- wickelung der Aufgabe, welche er sich gestellt hat, zu begleiten; aber wir kdanen es uns nicht versagen, eine Probe seiner Dar- sellunasweise mitzutheilen. Er vergleicht die Art, wie Racine

scine Jphigenia und Victor Hugo seine Katharina (Angelo)

die Furcht vor dem Tode ausdrücken läßt, und schließt diese Vergleichung mit folgenden Worten: „Es sey mir erlaubt, E eine geschichtliche Erinnerung anzurufen, die den beiden Ar- ten von Drama, welche ih zu charakterisiren versuche, zur Abspiegelung dienen kann. Im Jahre 1794 verließ eine Frau die Conciergerie, um zum Tode zu gehen. Als sie mit ihren Unglücks - Gefährten den verhängnißvok len Karren bestiegen hatte, war das Antliß der Ma- dame Rolland eben so ruhig und eben ‘so heiter, als ob sie sich noch in ihrem Salon unter der Elite der Girondisten be- fände. Stelz und verächtlich auf die blutgierige Menge herab-

R R E L M R

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¡ ham habe den Ministern das Spiel jezt sehr leicht

Großbritanien und Jriand.

London, 30. Nov. Jm auswärtigen Amte sind ín der lezten Woche fast täglih Kabinets - Versammlungen gehalten worden, denen alle Minister beiwohnten, init Ausnahme Lord John Russell's, der seit dem Tode der Gemahlin bis jest noch nicht wieder an der Verhandlung der Staats - Angelegenheiten Theil genommen hat und noch, fern von London, in stiller Zu- rückgezogenheit lebt. j

ie Ankunft Lord Durham's hat von neuem die Frage angeregt, ob das Ministerium sich noch lange halten werde. Man glaubt zwar nicht, daß Lord Durham selbst der Rival Lord Melbourne's seyn dürfte, weil er fast ganz isolirt steht und von den Radikalen, zu deren Partei man ihn fcúher wohl rech- nen konnte, schon durch die Erweiterung, welche die Grundsäße derselben während der legten Jahre erfahren haben, entschiede- ner aber durch seine Sendung nach Kanada getrennt worden ist, deren’ Zweck ja den von den Häuptern der radikalen Partei verfochtenen Ansichten geradezu widerstrebte. Wenn nun aber auch Lord Durham, dieses Alleinstehens wegen und vielleicht auch wegen seiner allseitig getadelten Proclamation an die Ka- nadier, jet selbst keine Ansprüche erheben dürfte, an die Spibe der Regierung gestellt zu werden, so hält .man es doch für wahrscheinlich, daß die Tories von den unvermeidlichen Verlegenheiten, welche sich für das Ministerium an die Rückehr Lord Durham’'s und an sein Auftreten im Par- lament knüpfen möchten , allen möglihen Nuten ziehen werden, um endlich ihren Zweck, die Wiedererlan- gung der Regierungs - Gewalt, zu erringen. Bis jegt äußern solche Absichten indeß nur die untergeordneten Organe der To- ryistischen Presse, der John Bull, die Morning-Post und ähnliche Blätter; die Times meint im Gegentheil, Lord E

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durch seine eigenmächtige Entfernung aus Kanada, einen Schritt, den dieses Blatt fast als Hochverrath darzustellen sucht. Jn- deß halten es doch auch die ministeriellen Blätter nicht mehr fär überflässig, sih auf die Frage einzulassen , ob sich das Mi: nisterium halten könne oder nicht, und der Courier stellt es fast als eine unerläßlihe Bedingung. fär das Ministerium dar, daß es sih ganz der Nation in die Arme werfe, worunter wohl zunächst nur Mitwirkung zur Einführung der geheimen Abstimmung und Abschaffung der Korngeseße verstanden wird, wenn es siegreich die ihm von mehr als einer Seite dro- henden Hindernisse beseitigen wolle. Die Morning-Chro- nicle ihrerseits sucht in einem längeren Artikel darzuthun, daß, welches auch die Lage des Ministeriums seyn mdge, jedenfalls fár die Tories noch nicht die Zeit gekommen sey, und um so weniger, da es ihnen doch nur unter falscher Fahne, nämlich als angebliche Reformer, gelingen könnte, auch nur temporair zum Machtbesig zu gelangen. Daß auch die Häupter der Tory- Partei dieser Ansicht seyen, glaubt das ministerielle Blatt aus den Aeußerungen der „„Times“/ abnehmen zu können, die noch vor wenigen Tagéh wiederholt an den Rath des Herzogs von Wellington erinnerte: „Wartet Eure Zeir ab.“

Einer Anzeige im Courier zufolge, ist die Ernennung des Sergeant Aradin um Generals: Advokaten der Armee nur als provisorisch an unehmen; zum definitiven Nachfolger des Herrn Tutclar Fergusson soll ein Rechtsgelehrter von entschieden libe-

ralen Ansichten in der Politik erwählt werden.

Die aufreizenden Reden Fielden's, Oastler's und Feargus O’Connor's gegen das neue Armengeset haben ihre böôsca Früchte getragen. Ein Einwohner des Städtchens Todmorden unweit Manchester, Herr Ingham, wurde vor einigen Monaten an

die Bezahlung der Armensteuer gemahnt; eine Versammlung

die Steuer zu bezahlen.

sehend, die sich \{hmähend herandrängte, um sie sterben

zu sehen, rief sie bei dem Besteigen des Schaffots aus: 7 Freiheit! wie viele Verbrechen begeht man in deinem Na- men! ‘‘‘/ So starb sie, ohne sich 4 beklagen, lih zu gebehrden, ohne das Geschrei und die

“u sich ängst-

uckungen der |

Todes : Angst, bis zum lebten Augeablicke würdig und majestä:

tisch. War das Volk gerührt und erschüttert? Nein! Es ver- stand die ruhige Schönheit dieses Todes nicht; und da es nur sinn- liche Emotionen zu begreifen vermag, so drang diese nicht bis u ihm. E it, um ebenfalls auf dem Schaffot zu sterben; es war Madame Dubarry. Die Unglückliche, die den Muth und die Würde nur bei den Abendtafeln Ludwig XV. kennen ge-

Einige Tage darauf verließ eine andere Frau die

lernt hatte, stieß erbärmliches Geschrei aus, bebte vor dem Ge- .

danken des Todes und noch auf dem Schaffot wimmerte sie ängstlich: „„„Uch, Herr Scharfrichter, nur noch einen kleinen

Augenbli, ich bescchwöre Sie!//// Dieser kleine und jämmer- | liche Augenblick ward ihr nicht geschenkt, und das fallende

aupt hatte noch den Mund gedffnet, aus dem der Schrei des Sntsezens hervorgegangen war. Das Volk war erschüttert.

* sich, und es war offenbar ,

* mehrerer Steuerpflichtigen aber gus den Beschluß, daß er

nicht bezahlen und fär die Verluste, die er durch obrigkeitliche Zwangsmaßregeln oder Geldbuße erleiden möchte, Ta werden sollte. Die Aufregung unter dem Volke war so groß, daß Jngham mit den furchtbarsten Drohungen abgemahnt wurde, 1 Nach einiger Zeit ward ihm die gesehz- liche Geldbuße von fünf Pfund Sterling aufgelegt, und als er auch diese nicht bezahlte, erhielc er Execution. Kaum waren am 19. November die dazu bestimmten Personen in sein Haus getre- ten, als zur ungewöhnlichen Zeit die Glocken in mehreren be- nachbarten Fabrikgebäuden aciäutet wurden, und augenblicklich waren die Spinnmäühlen von allen Arbeitern leer. Ein Haufe von wenigstens 1000 Menschen, Männer, Weiber und Kinder, mit Knitteln und anderen Werkzeugen bewaffnet, versammelte daß se entschlossen waren, Gewalr- thätigkeiten gegen diejenigen auszuüben, die das neue Armen- eseß vertheidigten. Die Häuser mehrerer Personen, die dem Gesege gehorcht hatten, wurden erbrochen und alle Geräthe in denselben zerstdrt, ja in einem Hause wurde Feuer angelegt, das glúcklicherweise schnell gelöscht werden konnte. ale ieder- erstellung der Ruhe wurden endlich aus der achbarschafe Reiterei und Fußvolk mie einigen Kanonen herbeigerufen, welche eine Spinnmühle umzingelten, wohin si die Aufrührer urükgezogen hatten, und mehrere gefangen nahmen. Erst am 22. November wurde auf diese Weise der Aufstand gedämpft. Der Times zufolge, wird die je6t zum Theil aufgeldste oder reduzirte Miliz in England zu Anfang des nächsten Frühs- jahrs von neuem organisirt werden, und es is binnen kurzem ein Befehl zu erwarten, durch welchen die Zahl der Unt-roffi- iere in den bestehenden Miliz- Regimentern vermehrt werden bell. Eine Mittheilung in der Limerick Chronicle besagt, daß von dem Ober - Befehlshaber der Truppen in Irland an alle Werbe-Depots der Befehl ergangen sey, für die in Ostin-

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