1838 / 351 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

burg hier an; sie ist ein Geschenk des Russischen Kaisers an König Ludwig. s ;

ildesheim, 12. Dez. „„Am gestrigen Tage hatten die Unterzeichneten das hohe Glúck, Sr. Majestät, unserm Aller- gnädigsten Könige, die von circa 600 hiesigen Bürgern und Einwohnern vollzogene Erklärung unmittelbar überreichen zu dúrfea. Diese Erklärung lautet: „,,„Wir erklären hierdurch feier- lichst, daß -wir die von cinem Theile des Magistrats, der Bür- ger: Vorsteher und Wahlmänner bei der hohen Bundes - Ver- sammlung gethanen Schritte für Aufrechterhaltung des Staats- Grundgeseßes vom Jahre 1833 weder je gebilliget, noch sonst unsere Zustimmung dazu gegeben haben, solche vielmehr ohne unser Wissen und gegen unsern Willen, allein von jenen geschehen sind.“ ‘‘

Se. Majestät —vig rey pp r unter Anderem huldreichst zu erwie- |

dern: „Sagen Sie Jhren lieben Mitbürgern, daß Mich der Mir so cben wiederholt gegebene Beweis ihres festen Vertrauens zu Mir erfreuet, obgleich ich an der aufrichtigen Liebe, Treue und Ergebenheit der Hildesheimer überall nicht gezweifelt, und deshalb auch den erwähnten Vorfall ihnen nicht zur Last gelegt habe; daß Jch ihnen, wie allen meinen guten Hannoveranern, mit Liebe zugethan bin, und daß Mein ganzes Streben allein

dahin gerichtet ist, Alle so -glücklih zu machen, als in Meinen | Kräften steht.“/// Schließlich geruhten Seine Majestät, aller- |

gnädigst die Versicherung zu ertheilen, die Stadt Hildesheim spätestens im nächsten Frühjahre mit Allerhöchstdero Besuch be- alúen zu wollen. (Unterzeichnet.) Busch. Gehrke. Hage. Henke. Kasten. Kerstein. Rittnagel.“/

Oesterreich.

Wien, 13. Dez. (Oest. Beob.) Nachrichten aus An- cona zufolge, hat die Einschiffung der Französishen Besaßung dieser Stadt und Festung am 3. Dezember stattgefunden, und am {ten Morgens ist die Französische Eécadre, die, durch widri- aen Wind zurückgehalten, nicht sogleich auslaufen konnte, unter Segel gegangen.

Wien, 12. Dez. Färst Louis Lichtenstein hat nun- mehr das Rasumoffskische Palais in der Vorstadt Erberg, wel- ches er früher bloß für die Dauer der großen Restauration sei- nes herrlichen Palastes am Minoriten - Plaße gemiethet hatte, fäuflih erworben. Man berechnet, daß die Interessen des Kaufpreises einem Miethzinse von 30,000 Fl. C. M. gleihkom- men. Diese Summe übertrifft bei Weitem die Miethpreise der besteingerichteten Hotels in Paris, welche sich selten auf mehr als 50,000 Fr. belaufen.

Die zur Leitung der am Stephansthurme vorzunehmenden Arbeiten niedergeseßte Kommission scheint die Baufälligkeit des oberen Thurmes fär bedenklicher zu halten, als man anfangs glaubte. So hatte man, des Versuches halber, die große Spalte im Thurme mit Glastafeln verkitten lassen; nah einer stürmischen Nacht fand man sie ‘urchgängig losgerisser und zer- splittert, ein Beweis, daß der Mauerriß sich fortwährend er- weitert. Der große Sturm vom Jahre 1807, der den Augusti- ner: Thurm in einer Nacht plôklih in der Höhe der Kirche abtrug, und in vertikaler Lage auf den V A herab- stúrzte, ist noch zu sehr im Andenken, um nicht zu Besorgnissen Anlaß zu geben. Man zweifelt jedoch nicht, daß es der aus lauter Männern von anerkannter Tüchtigkeit zusammengeseßten Kommission gelingen werde, jede Gefahr abzulenken, und zu- gleich dieses {dne Gothische Denkmal Wiens, ohne welches sich der Wiener seine Vaterstadt nicht vorstellen kann, noch fär künftige Jahrhunderte zu erhalten.

Jtalien.

Rom, 6. Dez. (A. Z.) Der am Hofe in Brüssel akkre- ditirte Geschäftsführer Monsignor Raphael Fornari ist zum außerordentlichen Gesandten mit dem Titel eines apostolischen Jnternuncius fär das Königreich Belgien erhoben worden, um jeiner wichtigen Stelle den ihr gebührenden Glanz zu leihen.

Der neve Bischof von Algier, Prälat Dupuch, ist auf sei- ner Reise dahin hier eingetroffen, um vom heiligen Vater Jn- structionen zu empfangen. Zehn andere Französische Geistliche begleiten den Bischof in die neue Didzese.

Die Königin Wittwe von Sardinien ist vor einigen Tagen von ihrem Landsiß, der Villa Rufinella (auf der Höhe des al- ten Tusculum gelegen), hierher zurückgekehrt.

Unter dena Fremden von Auszeichnung, die hier jeden Tag eintresfen, bemerken wir den Herzog von Sutherland und den Grafen von Castelbarco, den Erben des reichen Fürstlichen Hau- ses Albani. Die Gemahlin des Herzogs ist Oberst-Hofmeisterin der gegenwärtigen Königin von England, und die Gräfin Oberst- Hofmeisterin der Erzherzogin Elisabeth, Gemahlin des Erzher- zogs Nainer in Mailand. Beide Familien sind von einem zahl- reichen Gefolge begleitet.

Verona, 7. Dez. (Münch. pol. Ztg.) Der Kardinal Odescalchi ist gestern ganz unvermuthet und beinahe He alle Begleitung hier angekommen und im Noviziat der Jesuiten abgestiegen. Heute Morgens hat derselbe die Kardinals: Tracht mit dem bescheidenen Habit eines Jesuiten-Novizen vertauscht.

S panien

Madrid, s. Dez. Jn der heutigen Sißung der Depu- tirten - Kammer verlas der Kriegs - Minifter einen Bericht des Generals Borso, worin dersclde meldet, daß er am 3. Dez. das Corps Cabrera’s geschlagen habe. Der Feind hat, soviel man bei dem Abgange des Berichts wußte, 400 Todte und mehr ass 800 Gewehre verloren. Auf den Antrag des Hrn. Sancho beschloß die Kammer, den Truppen und der National - Garde, die zu diesem Siege mitgewirkt, ihren Dank abzustatten. Ca- brera hatte bekanntlich 10,900 Mann, 4 Kanonen und 2 Hau- bißen bei sich. L

In der gestrigen Sibzung wurde ein von den Herren Men- dizabal, Salvato, Fernandez, Los Rios und anderen Deputirten unterzeichneter Antrag verlesen, worin die Minister aufgefordert wurden, unverzüglich eine vollständige Nachweisung über die Stärke der Armee, den Zustand der Hospitäler, der Ver- räthe 2c. vorzulegen; auch soll eine besondere Kommission er- nannt werden, um Alles, was die Armee betrifft, zu reguliren. Der Antrag wurde an die betreffende Kommission verwiesen.

Spanische Gránze. Man schreibt aus St. Jean de Luz vom 8. Dezember: „Die Muñagorristen arbeiten fort- während an der Befestigung ihrer Stellung bei der Einsiedelei St. Martin. Englische Jngenieur - Offiziere leiten diese Arbei- ten. Zwishen den Muñaggorristen und den Christinos findet keine Verbindung statt. Der General Jaureguy is der Einzige, welcher täglih mit Muñagorri verkehrt. Die Karlisten sehen

Allem ruhig zu. Die Bewohner des Landes wissen niht, was sie aus d

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Raum gegenüberstehen, machen sollen. Muñkiagorri hauptet, daß, wenn die Christinos die Karlisten angriffen, Viele der Leßteren zu ihm übergehen würden. Das Bataillon der Englischen Marine - Soldaten befindet sich bei den Muña- gorristen, die auf diese Weise mit dem kleinen Spanischen Ge- shwader kommuniziren, das eher von der Regierung in Madrid den Befehl erhalten hat, das Unternehmen zu unterstüßen, wäh- rend der General O’Donnell nur den Befehlen Espartero?s ge- hort. Diese wunderlihe Stellung kann unmöglich lange dauern, denn die Muñagorristen und ihre Englischen Bundes- genossen können in der strengen Jahreszeit nicht ohne Maga- zine, ohne Hoëspitäler für ihre Kranken und ohne direkte Ver- bindung mit den Schiffen des Lord John Hay bleiben. Wahr- scheinlich wird, sobald ein neues Ministerium in Madrid ge- | bildet worden, irgend ein Beschluß in dieser Beziehung gefaft werden, wobei denn natürli der Einfluß Espartero's von gro- ßem Gewicht seyn wird. Uebrigens ist zu glauben, daß, wel- hes auch die Meinung Espartero's über Muñagorri seyn mag, der Antheil, den die Engländer an dieser Bewegung nehmen, die Auflôsung der Muñagorristen verhindern wird. Auch be- günstigt die verwittwete Königin das Unternehmen.“

P ortugal.

| Lissabon, 20. Nov. Täglich hört man jebt in | Portugal sagen: „So kann es nicht länger gehen; wir sind | s{chlimmer daran als jemals; es muß zu einer neuen Verände- | rung fommen.’/ Aber worin soll diese Veränderung bestehen ? | Die Hibköpfe von allen Farben möchten “eine Veränderung | nach ihrem Geschmack; die verständigen und besonnenen Män- ner aber, zu welcher Partei sie au gehören mögen, sind, durch Erfahrung belehrt, einstimmig zu der Einsicht gelangt, daß das constitutionnelle System, nachdem zum drittenmale der Versuch damir gemacht worden, und nachdem es Gelegenheit gehabt, sich vier Jahre lang ohne inneren bewaffneten Widerstand und unter äußerem Schub zu entwickeln, niht nur keine Früchte getragen hat, sondern auch überall auf Hindernisse stößt. Diese Hindernisse liegen theils in der Abneigung, welche die große Mehrheit der Nation dagegen zeigt, und die ganz natür- lich ist, denn die Portugiesen sind ein Volk, das urter rein monarchischen Gewohnheiten alt geworden ; theils in dem Haufen von \{chlechten Jndividuen, welche die liberale Partei in sich schließ. Die Demokratie in Portugal ist ein Traum von Köpfen, die voll moderner Verblendungen steben und dieses Land nicht kennen. Welcher Portugiese hätte wohl, wenn er zu Macht gelangte, nicht sogleich seinen aristo- kratischen Sinn gezeigt? Nur von Demagogie kann hier die Rede seyn. Silva Carvalho, einer der sogenannten Regenera- toren von 1820, war entzückt, als im Jahre 1822 Johann VI. seine Söhne zu Kammerherren ernannte. Und welches Wohl- gefallen spiegelte sich in Freire's Blicken, als er mit Großkreu- zen bedeckt neben dem hohen Adel saß. Eine Fluth von Vis- conde- und Baron- Titeln, Commandeuren und Räthen über- s{chwemmte das Land, als Manoel Passos 1836 Minister wurde. Wenn dies Demokratie ist, so hat die Bedeutung des Worts sich geändert. Die Nothwendigkeit, zu einem aufgeklärten Ab- solutiómus zurückzukehren, der die ganze Verwaltung wieder in ihre naturlihen Fugen brächte, und dann von oben aus die nöthigen Verbesserungen vorzunehmen, wird jeßt von allen vernünftigen , redlihen und unabhängigen Män- nern anerkanne. Es handelt sich nicht mehr um das Wie, sondern um das Wann und Wodurch? Die auswärtige

Politik wird auf Ersteres die Antwort geben, die Schwäche und Unentschiedenheit im Jnnern auf Lebtes. Die Geseßge- bung, welche von der Regentschaft in Terceira ausging, war im Allgemeinen gut; ihre Haupturheber waren Guerreiro, ein talentvoller Mann, Mitglied und Secretair jener Regentschaft, und Louis da Silva Mouzinho D’'Albuquerque, der mit vielem Geist eine vraktische Kenntniß von seinem Lande verband. Manches Treffliche enthielt auch ein Theil der Geseßgebung, die von Joze Xavier Mouzinho da Silveira, erstem Mi- nister der Finanzen, der Justiz und der geistlihen Ange- legenheiten des Herzogs von Braganza, zu Terceira und Porto geleitet wurde. Aber dies waren alles nur Versuche, die nach den Erfordernissen, welche die Praxis ergab, hätten modifizirt werden müssen. Die Lücken, welche im Schaß und in anderen Kassen dadurch veranlaßt wurden, hätte man durch andere Fi- nanz- Maßregeln ergänzen sollen. Vor Allem aber hing der gute Erfolg von dem Takt und den Ortskenntnissen der vollziehen- den Behörden ab. Silva Carvalho war zu Porto der Nach- folger Mouzinho da Silveira’s; die Seele dleses Ministeriums, welches bis zum Tode Dom Pedro’s dauerte, war jedoch Freire, ein Mann von unbestreitbarem Talent, in den Portu- giesischen Angelegenheiten wohl bewandert und zu stolz, um seinen Einfluß mit Anderen zu theilen. Eingenommen von seinen Ansichten und kurzsichtig als Staatsmann, hosste er auf das Wiedererstehen einer Französischen Republik und sah im Geist Spanien und Por- tugal ihr folgen. Jn diesem Glauben brachte er ein völliges Wahl- System in die Civil-Vecwaltung. Hätte er Portugal gekannt, so würde er die Unausführbarkeit seines Planes eingesehez haben. Seine anderèn Kollegen verstanden den Geist der früheren Gesebß- gebungen gar nicht. Zu unrechter Zeit und ohne Rücksicht auf die Orts- Verhältnisse befahlen sie ihre Vollziehung, und die Vollziehenden mußten vor allen Dingen zu ihrer Partei gehd- ren; die Wahl war daher meist sehr unglücklih. Die oben er- wähnten Lücken, welche durch diese neue Geseßgebung in den Steuern entstanden waren, wurden eben so wenig ergänzt. Man wollte also, da es mit ihr nicht ging, eine Veränderung darin vornehmen, aber sie ward dadurch" nur noch schlimmer. Manoel Passos beging, als er Minister wurde, in der Civil - Verwaltung einen noch. größeren Fehler, denn er verwandelte Freire's Theorieen \tracks in ein Geseßbuch. Die Wahl des neuen Personals war nicht glücklicher; man ge- rieth in ein vdlliges Labyrinth, und diè Regierung verlor alle Kraft. Verschiedene Minister des Jnnern folgten na einander ; alle sahen die handgreiflichen organischen Fehler jenes Geseb- buches ein, und man fand sih in die s{machvolle Nothwendig- keit verseßt, {on eine Kommission zur Nevision desselben zu ernennen. Jm Gerichtéwesen folgten sich zwei Reformen in der ProzeßOrdnung, die eine schlimmer als die andere. Bei den trefslihsten alten organischen Gesehen der Portugiesischen Justiz, die man nur hätte auszuführen brauchen, giebt es jeßt fast keine Gerechtigkeit in Portugal. Silva Carvalho's gatzes Finanz:-System bestand darin, von Anleihen zu leben. Da er die durch die neue Geseßgebung eingeführte Steuer- Erhebungs- weise den Verhältnissen des Landes nicht anzupassen wußte, so brächte er Verwirrung unter die Steuer: Beamten, unddie Steuern blieben aus. Manoel Passos verminderte die Ausgaben bedeu- tend. Die Cortes von 1837 und 1838 vermehrten die Einnah-

en drei Partéïen, die einander auf eincm so kleinem

men und beschränkten die Ausgaben noch mehr, doch weder je- nem noch diesen gelang ‘es, die Erhebung der Steuern zu be-

be- |

sehr begierig, den Ausgang eines zwei von ihnen so entfernte Länder betrifft.

Katastrophe eintreten werde, die sich_ selbst in * fühlbar machen könnte.

wer kstelligen ; Manoel Antonio de Carvalho wurde Finanz, nister. Die Widersprüche der früheren Geseßgebung fone (Nb freilich“ nicht beseitigen; den Mißbräuchen aver half er a viel es die Umstände erlaubten, tros allem Geschrei der P; s so oft die Juteressen der Koryphäen dieser oder jener Farbe es unter litten. Ohne Civil - Verwaltung, ohne Justiz, und einem leeren Schage is keine Nation lange zu regicren, 2 diesem Zustande aber {reitet Portugal seit 1834 imraer weN vorwärts. Es hatte eine Civil-:Verwaltung, ein geordneteg G rihtswesen und hinreichende Einkünfte. Mißbräuche batte, sich eingesclichen, Reformen waren nöthig geworden, Zeit - Erfahrung würden Abhülfe gebracht haben; der Revolu, nd geist aber hat Alles umgeworfen und nichts wieder aufgeht

TUETEL

Konstantinopel, 20. Nov. (Journ. de Smyrne Der Musteschar hat die angesehcasten Kaufleute der Hauptstey auffordern lassen, sich zu ihm zu begeben. Man giaubt : wolle sih mit ihnen über das Tonnengeld berathen, das in " kunft von den das Schwarze Meer befahrenden Schiffen bej

Einfahrt in den Bosporus oder bei der Ausfahrt aus demselben

fár die Jnstandhaltung der Leuchtthürme zu entrichten seyn wi

Der neue Schwedische Gesandte, Baron von Troil h seit zwei Tagen gefährlich krank. Als er am Sonntag einen ‘Diner bei dem Oesterreichischen Änternuntius beiwohnte, “9 fam er einen Blutsturz, und man hat wenig Hoffnung zu seiner Genesung.

Das leßte Dampfboot aus Trapezunt hat keine neuern Nachrichten aus Persien mitgebracht. Nach Privatbriefen soll jedoch der Persifrthe Minister, welcher durch seine Rathschläge eine Art von Bruch zwischen dem Schach und dem Britischen Gesandten herbeiführte, abgesezt worden seyn.

Herr Bulwer, Secretair bei der hiesigen Britischen Bot, schaft und in gleicher Eigenschaft nach St. Petersburg bestimm hatte am 17ten eine Audienz beim Sultan. Ein leichtes Uy, wohlseyn hat seine Abreise mit dem leßten Frañzdsischen Paket: boote verhindert.

Man erwartet hier drei Aerzte und einen Apotheker aus Wien, die in den Dienst des Sultans treten wollen.

Herr Samuel Rothschild, der sich seit einem seinem Vergnügen hier aufhielt, ist vor einigen Tagen n Aegypten abgereist.

Das Gerücht von Pestfällen in der Hauptstadt hat sich als ungegründet erwiesen. Die Regierung hat jedoch nichtsdesto weniger alle möglichen Vorkehrungen getroffen, um' die Verbrei tung der Krankheit. zu verhindern. :

Die Sanitäts-Kommission hat ihre Arbeiten in Bezu avf die ankommenden Schiffe beendigt und man erwartet täg: lih die Bekanntmachung derselben. Auf Befehl des Sultans E die {dne Kaserne in Skutari zu einem Lazareth einge richtet.

Konstantinopel, 26. Nov. (A. Z.) Man glaubt all gemein, daß Oesterreich dem Traktate vom 16. August beitre ten werde. Bis C U LDoE der Jnternuncius keine Schritte deshalb gethan. Jener Traktat ist nun ratifizirt und zwischen der Pforte und England auëgewechselt worden. Ek tritt uw verzüglich in Kras. Auch Admiral Roussin erwartet tägli die Ratification “von seiner Regierung, um gleich Lerd Ponsonby den Trakiat mit der Pforte auszuwechseln. Herr Bell spukt gewaltig in Tscherkessien. Er schein auf die Vollziehung der neuen Hande!s - Setipulationn zu warten, um sie zur leichteren Betreibung des Schmug gels in Kriegs-Munition fár seine Freunde, die Tscherkessen, zu benugen. Nach dem -Texte des Vertrags erhalten die Englän der außerordentliche Erleichterungen, um nach dem Schwarzen Meere Schifffahrt und Handel zu treiben. Bell scheint sich dies ju Nuken machen je wollen, denn er soll bedeutcnde Vor- räthe von Pulver und Blei aus Malta verschrieben haben, die er hier in Entrepoë legen läßt, um sie den Umständen gemäß den Tscherkessen zuführen zu lassen. Er ist gewissermaßen der Apostel Englands, der die Tscherkessen zum Widerstand anfeuert und ihre Anstrengungen gegen die Russen unterstüßt. Unlängst schrieb er an einen seiner hiesigen Freunde: „So lange ich ge sund und kräftig bleibe, um das Wort zu predigen, wozu ih berufen bin, wird Rußland die Tscherkessen nicht unterjochen!“ Man sieht, Bell ist Missionair, nicht des Friedens oder der Bibel-Gesellschaft, nein, ein Verkünder des Aufruhrs und des Krieges. Er stiftet viel Unheil an, denn selbst wenn es ihm ge lingt, den Kriegszustand in Tscherkessien aufrecht zu halten, witd er unter den besten Umständen doch nicht viel mehr erreichen, als aus den Tscherkessen ein tributäres, Rußland verpflichtetes Volk zu machen. Die Ressourcen der Tscherkessen sind bereits er {dpft; sie können nur durch fremde Unterstüßung fortfahren, Wider stand zu leisten. Man weiß, wie lange dergleichen dauert, und wie gern man, um den Frieden wieder zu genießen , Conditio nen eingeht, wenn sie auch nur einigermaßen das gewährt was man anfangs zu erreichen suchte. Wollte Rußland sich. dw her mit einem Tribut begnügen, und bloß die Rechte der Sow verainetät Úber Tscherkessien ansprechen, ohne es gerade einzuver leiben, so würde man dort mit freudigem Herzen dazu greifen. Freilich wäre zu besorgen, daß die Englischen Agenten Einspruch dagegen machen und si angelegen seyn lassen würden, die Tscher/ kessen zu bereden, keinen Fingerbreit nachzugeben, indem ihnen wenig an- dem Glück und der Ruhe Tscherkessiens gelegen is, viel mehr ihr ganzes Dichten und Trachten bloß dahin ‘geht, die weit aussehenden Pläne Englands im Morgenlähde ‘vorzube reiten, mag dabei ein Volk, fär das sie so viel Sympathie af fektiren, untergehen oder nicht. England is und bfeibt der alte Rechenmeister, der nah Pfunden zählt, und nur seine Jnteres sen kennt. Doch genug von den Bellschen Umtrieben und sei nen Mitgenossen. A

* Eine eigene Theilnahme giedt sich] hier für die Belgisch!

Holländischen Streitigkeiten kund. Die Türken, die sonst kaum |

den wichtigsten Ereignissen ihre Aufmerksamkeit schenken , sind Streites zu vernehmen, der Man kann dié nicht anders erklären, als daß Reschid Pascha, der Richelieu ‘der Pforte, hierher berichtet haben muß, daß von Belgien aus eine

Konstantinopel

zug haben, sehr emsig und genau überseßt, und dem Minister onseil vorgelegt. Man sieht, es giebt keine Distanzen mehr, die Welt ruckt näher zusammen.

Smyrna, 24. Nov. Es sind hier über Alexandrien Nachrichten aus Syrien bis zum 9. eingegangen, aus denen s ergiebt, daß die daselbst herrshende Unzufriedenheit Und Aufregung der Regiernng ‘zu ernstlichen - Besorgnissen“ Anla

Seit diesem Augenblick werden allt “Artikel aus den ausländischen Journalen, die auf Belgien Be

Jahre u F

,

i im Pascha, der sich nah Antiochien begeben wollte, | gie Joraf n Vegas dahin, daß mehrere Kurden - Häupt- ersu sich empört hätten. Er brach daher augenblicklih mit ling n seiner besten Regimenter auf, um die Empörung zu en. Man glaubte jedoch allgemein in Syrien, daß dies nicht so leicht werden dürfe. 5 Regierung hat einen von der Pforte hbe-

státigten Vice- Konsul nah Jerusalem gesandt.

Aegypten.

Alexandrien, 16. Nov. (Journ. de Smyrne.) Ein stern aus Kahira angekommener Courier hat die Nachricht verbracht, daß Mehmed Ali bereits in Kortum, einer kleinen

Stadt, wenige Meilen oberhalb Assuan, angekommen sey, von !

e: einem kurzen Aufenthalt, seine Reise fortseßen | B Er befand sih sehr wohl und war sehr heiter. Unge- wetet dieser Nachrichten glaubt doch hier Niemand daran, daß Ï dem Pascha pee E sey, seine Reise bis zu dem an-

en Ziele fortzuseßen.

ger Dascha hat den in Konstantinopel abgeschlossenen andels- Vertrag jelzt definitiv angenommen. Diejenigen, welche seinen Charakter kennen, legen jedoch nicht viel Gewicht darauf und glauben, daß er sih dadur nicht für mehr gebunden hal- ten wird, als in so- vielen anderen Fällen.

Von der: Entwaffnung der Flotte ist niht mehr die Rede. Das nach Kandien abgesegelte Geschwader wird dem Verneh- men nach nicht eher zurückkehren, als bis die Ruhe auf jener Jnsel völli wieder hergestellt ist.

Die Ernennung des jüngern Herrn Populani zum Por- tugiesishen Konsul hat hier großes Aufsehen gemacht, weil man nicht begreift, wozu die Portugiesische Regierung, in ei- nem Lande, in dem sie keine Unterthanen hat, und mit dem sie weder Handel treibt, noch sonst Verbindungen irgend einer Art unterhält, ein Konsulat errichtet. Die wahrscheinlichste Vermuthung ist noch, daß Portugal die von England eingerich- tele Schifffahrt auf dem Rothen Meere zur schnelleren Com- munication mit seinen Judischen Besizungen benußen will.

Vor einigen Tagen is eine nah Beirut bestimmte Barke fast im Hafen von Damiette beraubt worden.

Na einem Zwischenraum von 65 Tagen sind hier wieder zwei

Pestfálle vorgekommen, der eine am Bord eines Schiffes, der

andere im Arsenal. Man ist aber keinesweges hierdurch über-

rasht worden, denn die Vernachlässigung aller, auch der ge- wöhnlichsten Vorsichts - Maßregeln von Seiten der Regierung lieÿ den Wiederausbruch der Krankheit erwarten.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 25. Nov. Das zu besserer Sicherstellung des Lebens solcher Reisenden, welche sich am Bord von Fahr- zeugen befinden, die ganz oder theilweise durch Dampf bewegt werden, gegebene und am 7. Juli angenommene Gese lau- tet also:

„1) Der Senat und das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika haben, im Kongreß versammelt, beschlossen, daß alle Besiger von A UEpsbrees oder von Fahrzeugen, die ganz oder theilweise durch Dampf bewegt werden, verpflichtet sind, diesel: hen, nach den bestehenden Geseyen der Vereinigten Staaten, am oder vor dem 1. Oftober 1838 von neuem einschrciben zu lassen und von dem Einnehmer oder Aufseher des Hafens, wo die Einschreibung statt- findet, unter den bereits gesetzlich vorgeschriebenen und dürch dies A ne zu bestimmenden Bedingungen einen neuen Erlaubniß- hein zu loscu.

2) Es ist dem Eigenthümer, Schiffer oder Capitain eines Dampf- bootes oder Fahrzeuges, das ganz oder theilweise durh Dampf be- wegt wird, nicht erlaubt, vor und nach den erwähnten 1. Oktober 1838 Güter, Waaren und Reisende nach oder auf deu Baien, Seen, Flüssen oder anderen schiffbaren Gewässern der Vereinigten Staaten zu tranéportiren, ohne vorher vou dem betreffenden Beamten nach den bestehenden Gesegen einen Erlaubnißschcin erhalten uad die von dem gegenwärtigeu Geseg vorgeschriebeneu Bedinguugen erfülit zu haben. Für jede Verlegung dieser Bestimmung. zahlen der oder die Eigenthümer des genannteu Fahrzeuges die Summe von 500 Dollars an die Vereinigten Staaten, wovon der Denunciant die Hâifte er- hält. Für diese Summe oder Summen kaun man sich an die Dampf- bote oder Fahrzeuge halten und diesclben mit Beschlag belegen und | bel jedem Bezirks-Gerichte der Vereinigten Staaten, welches die Ge- richtóbarfeit über dies Vergehen hat, gerichtlich belangen.

3) Jeder Bezirks-Richter der Vereinigten Staaten, in deren Be- jirfe Einlaufungs- oder Löschungs- Häfen der schiffbaren Gewässer, Valen, Seen und Flüssen der Vereinigten Staaten scyn könnten, i auf das Gesuch der Schiffer oder Eigenthümer von Dampfböten idr Fahrzeugen, die ganz oder theilweise durh Dampf bewegt wer- dex, verpflichtet, von Zeit zu Zeit zur Untersuchung: solcher Böte und Fahrzeuge und der darin befindlihen Kessel. und Maschinen erfahrene und fompetente Personen zu eruceunen, die bei der Aufer- ligung voa Dampfmaschinen, Dampfboot - Kesseln oder auderer, zu Dampsböten gehörigen Maschinerie nicht betheiligt find, und deren Migt es ift, diese Untersuhung vorzunehmen, sobald sie dazu auf-

| Bôte cine gehörige Auzahl von erfahrenen und geschickten Jugenieurs

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bändigen; im Unterlafsungsfalle ist der cincm so!lchen Boote oder ahrzcuge ertheilte Erlaudbnißschein verwirft, und es wird dieselbe trafe zuerkannt, als ob das Boot-eder Fahrzeug chne Erlaubniß seine Fabrten gemacht bätte. Die Eigenthümer und Schiffer von Dampfbêten, die Erlaubnißscheine crhalten haben, sind, zufolge der Bestimmungen dieses Gesctes, verpflichtet, am Bord ihrcr respektioen

anzustellen; im Unterla}sungéfalle sind die genannten SUEIEN und Schiffer für allen Schaden verantwoitliv, deu das Eigenthum oder die Passagicre am Bord cines Botes durch Zerspringeun des Kes- sels oder ducch cine Beschädigung der Dampfmaschiue oder fönstigen Maschineric eines Boots erleiden.

7) Wenn der Schiffer cincs Bootes oder Fabrzeuges, oder die Persou oder Personen, weiche mit der Führung des geuannten Boo- tes oder Fabrzeuges, das ganz oder theilweise durch Dampf bewegt wird, beaufiragt find, die Bewegung oder die Fahrt (headáway) des genannten Bootes oder Fzbrzeuges bemmt, oder wenn das geuaunte Boot oder Fabrzeug angebaltcn wird, um auszuladen oder Ladung, Brenn- material! eder Passagiere cinzunehmeci1, so müsscn er eder sie das Sicherheit s- Ventil öffnen, um deu Dampf ia dem genannten Kessel so nahe wie möglich unter dem Grade der Spanuunag zu halten, den er hat, wenn das Boot oder Faóvrzcug in Bewegung is; auf jede Unterlassung stcht eine Strafe von 200 Dollars.

8) Feder Eigenthümer und Schiffer cines Dampfdootes, das zum Tranéport von Waaren oder Pafsfagiícren auf dem Meere oder auf dem Chawplain-, Outario-, Erie-, Huren -, Oberen - und Michigan- See verwendet wird, und dessen Tounen- Gehalt nicht über zweihun- dert Tounen beträgt, muß auf jeder Rcise zwei Langböte oder Yawls mit sich führen, von denen jedes mindestens zwanzig Personen fassen fann. Beträgt der Tonnen-Gehait des Fabrzeuges über zweihundert Tonnen, so ist der Eigenthümer und Schiffer verpflichtet, mindestens drei Langböte von denselben eder größeren Dimensionen mitzunceh- men. Der Eigemhümer und Schiffer, welcher dieser Bestimmung zu- widerhandelt, zahlt eine Strafe von 300 Dollars.

9) Es if die Pflicht cines jeden Schiffers und Eigentbümers cines Dampf - Fahrzeuges, das auf den im vorhergehenden Artiifel er- wähnten Seen oder auf dem Meere fährt, si mit einer Saug- Pumpe und Feuersprize, die, wenn Feuer am Bord ausbricht , ges braucvt werden fönnen, zu versehen und dieselden in. gutem Stande zu halten und auf jeder Reise mit sich zu führen. Auch müssen auf Dampfböôten ciserne „rods” oder Ketten anstatt der Rad- oder Tifler- Reepec (tiller ropes) angewendet werden. Wer diefem zuwider han- delt, verfällt in eine Strafe von dreihundert Dollars.

10) Jeder Schiffer und Eigenthümer eines Dampfboots, das von Sonnen - Untergang bis Sonnen - Aufgang fährt, i verpflichtet, ein oder mebrere Signal-Lichter zu führen, die von anderen, dieselben Gewässer besabrenden Böten geschen werden fönneu, bei zweihundert Dollars Strafe. i

11) Die durch dies Gescy auferlegten Strafen fönnen bei dem Bezirks- oder Kreis-Gericht desjenigen Bezirks oder Kreises, in dem das Vergehen oder die Verwirkung stattgehabt, nachgesucht und erho- ben werden und zwar zur Hälfte für den Denunzianten und zur Hälfte für die Vereinigten Staaten; auch kann die erwähnte Strafe durch Anbringung einer Klage bei cinem der genannten Gerichtshöfe nachgesucht werden.

12) Jeder Capitain, Jugenieur, Steuermann oder andere Per- son, die auf einem Dampfboote oder Fahrzeuge, das ganz oder theil- weise durch Dampf bewegt wird, angestellt siud und durch deren fals sches Verfahren, Nachlässigkeit cder Unaufmerksamkeit eine oder meh: rere Personen am Bord des genannten Fahrzeugs das Leben verlies ren, soll des Todschlages für schuldig crachtet und, nah der Ueber- führung vor cinem Kreis - Gerichte der Vereinigten Staaten, zur Ein- \sperrung mit schwerer Arbeit, jedoch auf nicht mehr als zehn Jahre, verurtbeilt werden.

13) Bei jedem gerichtlihen Verfahren gegen Eigenthümer von Dampfböten wegen Verleßung von Personen und Eigenthum durch das Zerspringen cines Kessels, Umfallen eines Schornsteins oder wes gen anderer Beschädigurgen durch Entwcichen von Dampf, soll das Faftum als hinreichend erwiesen betrachtet werden, um den Befklag- ten, oder die ihm Untergebenen wegen Nachlässigkeit zu belangen, bis er darthut, daß weder er, noch scine Untergebenen sich einer Nachläisigkeit schuidig gemacht haben.“

Inland.

Berlin, 18. Dez. Vom Ulten bis zum 17ten d. M. sind auf der Berlin-Potsdamer Eisenbahn 4832 Personen gefahren.

Köslin, 8. Dez. Schifffahrt und Handel. In die drei Häfen des hiesigen Regierungs-Bezirks sind im verflossenen Monate 29 Schisse und 44 Bôte eingegangen, dagegen liefen 11 Schiffe und 30 Bôte seewärts aus. er Werth sämmtlicher ausgeführten Waaren betrug 23,596 Rthlr., der der importirten 70,273 Rthlr. Die bemerkenswerthesten einheimischen Ausfuhr- Artikel waren 5585 Scheffel Roggen, für 999 Rthlr. Thierknochen und für 550 Rthlr. Lumpen. Um die Mitte des Monats wurden, angeblich durch Aufträge aus Holland, Belgien, England und den Rheingegenden veranlaßt, starke Aufkáufe von Roggen gemacht, wodurch dieser im Preise stieg. Auch Leinwand, Butter, so wie geräuchertes und einge- salzenes Gänsefleish, wurden gesucht und gut bezahlt.

Köslin, 12. Dez. Jm hiesigen Amtsblatte veröffentlicht

gefordert werden, und den Eigenthümern oder Schiffern solcher Böte |

oder Fahrzeuge doppelte Vescheinigungen über die Untersuchung aus: jiselen, Ehe solche Personen, die durch dieses Gesey ‘hnen aufer- tgie Verpflichtung Übernedmeu, müssen sie vor dem erwähnten Be- zirts:Ricater, oder vor cinem anderen, zur Abnahme cinés Eides ge- seylih autorisirten Beamten einen Eid '

an Eides statt, unterzeichuen, daß sie die von ihnen verlangten Dicnste, gut/'getreu und unparteliisch ausführen und vollziehen wollen.

4) Die Person oder Personen, welche aufgefordert werden, den | eines Dampfbootes oder Fahrzeugs nah den Besiimmungeu |

Rumpf

dieses Gescges zu untersuhen, müssen, nah der genauen Unter-

suhung dem Eigenthümer oder Schiffer eine Bescheinigung ausstellen, |

worin. das Alter, jeit des Bootes oder Fahrzeugs angegeben ist. Und er oder sie solleu aua ihre Meinung, abgeben, ob das genaunte Boot oder Fahrzeug ühtig und in eder Hinsicht seefähig ist und sh zum Transport ven fract oder Reisenden--eignet. Für diese Dienste erhält jede der in- nd renden Personen vou den genannten Schiffern oder Eigenthl- Meru, welche die Untersuchung verlangt haben, fünf Dollars. s 5) Die Person oder P U und Maschinerie eines Dampfboots E nach den clmmungen dieses Geseves zu untersuchen, sollen, nach genauer / tesuchung, cine Mel hewigung ausstellen, worin sie ihre Meinung M er aussprechen, ob die Kessel tüchtig und zum Gebrauche geeig: gnd wie alt dieselben sind. Der Eigenthümer oder Schiffer eines fi en Fahrzeugs erhält Duplikate dieser Bescheinigung und muß, enu er um einen Erlaubnißschein oder um die Erncuerung eines Gel nachsucht, dem Einuehmer oder Aufseher des Hafens ein femplar davon einhändigen, das andere aber zur Eiosicht für das pu lifum an einem bemerfkbaren Orte im Boote befestigen. Für jede de E Ung tan ede der as farazten Personen von r Eigenthümer, welche die Un : i, fünf Dollars, ( ch tersuchung verlangt ha ‘le Eigenthümer und Schiffer von Dampfböten sind verpflich- gdie im Atén Artikel dieses Geseues a L egibe@ A E O inte einmal in “¡wöolf Monaten, und die im Art. 5. angegebene Ing adung wenigstens einmal in sechs Monaten jn veranlassen: Bua, müssen“sie"dem Einnehüier oder Aufseher des Hafens, wo. das éiugeschrieben i}, * oder den Erlaubnißschein er:

alie oder Fahrzeug u hat, die Bescheinigung=über die stattgehabte Untersuchung ein-

eisten, oder cine Versicberung, |

Zeit und Ort der Erbauuug, so wie die Dienst- |

ersonen, welche aufgefordert werden, die

die Königl. Regierung das rühmliche Uebereinkommen von neun | Mitgliedern des hiesigen Fleischer-Gewerkes, die sich gegenseitig | verpflichtet haben, aller Schlachtsteuer - Defraudationen sich zu | enthalten. Mittelst einer unter dem 20, Oktober d. J. amtlich aufgenommenen Verhandlung bestimmen sie, daß fär jeden den- | noch etwa vorkommenden Defraudationsfall, außer der gesebli- | chen Steuerstrafe, noch eine Geldbuße von Zeh# Thalern von dem Kontravenienten zur JInnungskasse zu zahlen sey. Die ges dachten Kontrahenten haben sih zur wechselseitigen Kontrolle, in | Gemeinschaft mit den Kdnigl. Aufsichts - Beamten, verabredet, | auch stipulirt, daß jeder fär seine Leute und für die von Frem- den auf seine Rechnung, sey es innerhalb oder außerhalb seines Haushaltes, etwa vorgenommene Schlachtung zu haften habe. Breslau, 16. Dez. An Schenkungen und Stiftungen sind im Jahre 1837 in den drei Regierungs- Bezirken der Ploving Schlesien zusammengekommen: in 94 fär evangelische Kirchen 18,855 Rthlr.; in 217 fär katholische Kir- chen 31,006 Rthlr.; in 52 für evangelishe Schulen 24,293 Rihlr. ; in 30 fär katholische Schulen 9623 Rthlr., und in 347 für Arme oder fár sonstige wohlthätige Zwecke 82,128 Rthlr., zusammen 165,905 Rthlr.

Jn dem abgelaufenen Kirchenjahre, vom ersten Advent- Sonntage 1837 bis dahin 1838, wurden hier und in den ein- gepfarrten Vorstädten und Dörfern geboren 3180 Kinder (dar- unter Todtgeborne 127); gestorben -sind in dieser Zeit incl. der todtgebornen Kinder 3230 Personen.

Düsseldorf, 13. Dez. (Elbf. Ztg.) Straf- Er- kenntniß, Der Pastor Binterim in Bilk ist in Folge der gegen ihn geführten Untersuchungen von dem Königlichen Land- gerichte zu Düsseldorf zu zwei Jahre Gefängnißstrafe verur- theilt und gestern am Abend sogleich“ gefänglih eingezogen wor- den. Dieselbe Strafe hat der bekannte“ Scheven wegen Ver-

U

breitung aufrührerischer, in Sittard gedruckter Schriften erhalten.

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kenhause gefunden werden. Der ge Grafen Raczynsfi verdankte die Gesellschaft einen Bericht „über den pp tatigen Zustand der Kunst in Wien“ von Herrn ge

Wissenschaft, Kunst und Literatur. Berlin. Jn der Sizung dcs wissenschaftlihen Kunste

Vereins am Idten d. M. erstattete Herr Prof. Tief Bericht üder Monumento Robbiano nella loggia spedale di Pistoja, illustrato dal

rofessore Contrucci 1835“ und legte die lithograpbischen Abbildun-

genu der in Thon gebrannten Relicfs, mit welchen Luca und Andrea della Robbia um das Jabr 1524 das Spital von Pisioja geschmüdckt haben, vor. Es sind die sieben Werke der Barmberzigkcit und schwer

ch fönnte eine passendere Verzierung wu einem Arwen - und Kran- fälligen Mittheilung des Herrn

; Preieuthner chrieben, in welchem die früheren Zusiäade der K. K. Akadumie er Künste und der Uebergang von der Lallsa «ean Schule

zur romantisch: mpstishen oder „religiésen“‘, wie der Verf. sie uenot, in geistreichen Zügen geschildert wird. nächïten Bande des großen fuünsigeschicztlihen Werkes des Grafen Raczvnsfi abzedruckt werden. —— Herr Kunsthändler Sachse legte zur EriTuterung des Aufsayes üter Wien, die vou F Arbeiten bisher erschienenen Litdographiceu und radirten Blätter vor. Man muß bedauern, daß von den avsgezeihneten A1beiten, sowohl der Historien-, a!s der Genre-Maler in Wien, so wenig durch Kupfers sich und Litbographie bisher bekannt wordeau ist.

wird fn dem Herrn

Dieser Uuffa

Éhrih's

5e Ée

Meteorologische Beobachtung.

1838. Morgens Nanaittags Abends Nach einmaliger

17. E aas 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Ubr. Beobacdtung.

' m Luftdruck......... 341,51‘ Par. |342,10‘‘‘Par. |342 62‘ Par.} Quellwärme 7,39 R, Luftwärme... |+- 1,59 R.|-+- 3,19 N. (4+ 2,09 R.) Flufwärme 0,29 R. Thaupunkt... | 4 0,89 R.|-+ 2,59 R. [4+ 1,49 R.} Bodenwärme 3,99 R, Dunstsättignng | 80 »Ct. 79 pEt. 81 oCt. F} Ausdünfiung 0,227“ Rh, Weitter.….....---.- trübe, trübe. trúée. Niederschlag 0. Wind …...-.------ W. W-, 2. Wärmewechsel =g- 3,29 Wolkenzug .---- W. -+- 1,39,

Faaeámittel: F42 08‘‘/ Var... 2293... $1,909 N. $0 pEt. W.

Berlins r. Baur S W Den 18. Dezember i838.

ámtlicher Fonds- und @eld-Cours-Zettek

?

Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf-/ auch 20 Sgr.

“s r. Cour. les r. Cour. N! Brief. | Geld. Ki Brief. | Getd. E-Zcksid-Bet. |4| 1025/4 | 102! “E O Pr. Engl. Obl. z6.14| 1621/1, (1013/4, zèj 1015/7 | 101'/% PrämBeb, d.Sech.|—| 693/, | 69!/, ISchlesizche do.| ¿j 1633/, | Karm.0bLm.1.C.| 4| 162, | 5m. Int. Sch. de.| 4| 102 _— 2 92'/s Berl. Stadi - Obl! 4| 103 _— Könlgst, do. |4| —_ Fes ; 214 Elbinger do. [44] has 4 Daus. do. in Th.|—| #48 L 137/13 12!/, 2 Weastpr.Pfandbr.|3è| 1008/5 | ; Grosab. Pos. do.| ¿| 104?/ 12, 12, Ostpr. Pfandbr. |3é| 101!/, | 1008/, 3 d. 7, Cour, d . «u . Wechseel- Cours Thir: Ammstordara eo cor oer 250 FL Kars 140 do. 00000000020... 250 F1I 2 M4. 139!/, ——— Dambarg ooooooo... 300 Mk. Kars 151 _— do: 000000000020. 300 Mk. 3 Mt. 1493/, London ooooooooooo. 1 LSt. 3 Mt. Ber ody Parib i eia ap viertes ¿Rie 200 Fr. 2 M. 797/121 =— Wien in 20 Xr. ooo eo nee : 0B 2 Mit, 101 | Augsburg eo... eee. 150 FL 2 Mt 1013/s —_— Breslau «ooooooooo 100 Tkl 2 Mt. 99, | Leipzig e oooooooo. ».. 100 Thl 8 Tage —— 102 Frankfurt a M. WZ. eco... 150 FL 2 Mt. 1013/, 101!/ Petersbnrg „oe. ooo ne. . + 100 Rbl. 3 Waah. 31! le

Auuwärtige Börsen, Amesterdam, 13. Dezember.

Niederl. vrirkl. Schuld 53! 1/6 S do. IOOB/g; Kans-Bil. 24 1 59/0 Span. 16!/5. Pasxive —. Ausg. Sch. -. Zinsl. —, Preus. Präm.-chob. Poln. —. -Oesaterr. Mei. 1035/,.

Antwerpen, 12. Dezember.

Zin«i. d Neue Anl. 161, 167/16

Frankfurt a. M., i5. Dezember.

Oesterr. 59% Met. 106!/, G. A9 999/. g. 997/16. 21/29) 282. 6. 19, 233/16 G. Bank « Aotien 1788. 1786. Partial - Obl. 155!/, G. Loose zu 500 FI. 1347/,. 1343/4. Loose zu 100 F]. 278 6. Preuss, Präm. - Sch. 695/, G. do. 4%, Anl. 108!/, Br. Poln. Looée 68'/,. 68. 59/0 Span. Anl. 37/g. 83/4. 2'/4%/, Holl. d3!/,. 532).

Kisenbahn-Áctien. Si. Germain 660 Br. Vorzailles rechtes Ufer 595 Br. do. linkes Ufer 230 br. Strassburg-Basel 345 Br. Rordeaux - Teste Sambre - Meuse 445 G. . Leipsig - Dreaden 931/, Br. Köln+ Aachen 92 Br. Comp. - Centrale -.

Paris, 13 Dezember.

5%, Rente fin cour. 109 85. 39/, tin cour. 79. 50. 59/4 Noap.

fin cour. 99 50. 5©/4 Span. Rente 163/z. Passive 8!/,. 39 Port. —, Wian, 13. Dezember,

59 Mei. 1077/2 4% —. 2% 81/5 21/29

1% —- Bank-Actien Neue Anl. —.

M

Kbniglihe Schauspiele.

Mittwoch, 19. Dep Jm Opernhause. Euryanthe , rose roimankilcho Oper in 3 Abth., mit Tanz. Musik von C. v

eber.

Jm Schauspielhause: Spectacle demandé. 1) Une faute, draïne - vaudeville en 2 actes, par Scribe. (Mr. Saint-Aubin rom- plira le rôle du comte Ernest.) 2) La seconde représentation de: Madame et monsieur Pinchon, vaudervillo nouveau en ! acte, par

Mr. Bayard.

Königsstädtisches Theater.

Mittwoch, 19. Dez. Die Franzosen in Spaktien, otere Der Zögling von St. Cyr. Schauspiel in 5 Akten, mit einem Vorspiele: Die Eroberung von Tarragona. Nach. dem Fran- zösischen des Francis Cornu, von L. von Alvensleben. 2 int

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dlencictäniiput

Markt-Preise vom Getraide.

Berlin, den 17. Dezember 1838. j u Lande: Weizen 3 Rthlr. 10 Sgr., auch 2 Rthlr. 12 Sgr. 6 vf ; Roggen 1 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf., anch 1 Rtblr. 17 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 1 Rihlc. 8 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rihlr. 5 a fleine Gerste 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 1 Rihlr. 6 Szr.; Hafer 1 Nthlr. 1 Sgr. 3 Pf., auch 21 Sgr. 3 Pf.; Erbsen 1 Rihlr. 18 Sgr.s

auch 1 Rthir. 16 Sgr. 3 Pf.; Linsen 2 Rihlr. 17 Sgr. A Qu Wasser: P 2 Nile, a De Je R Vi Vf g lr. 2 Sgr. 6 Pf. un thlr. ; Roggen ! Sgr. 6 Pf, au 1 Rthlr. 20 Sagr.; kleine Gersie 1 Rihlr. 7 Sgr. 6 Pf; Hafor 1 Rthlr., auch S Sgr. 9 Pl onnabend, Das Schock Stroh 6 Rthlr. 20 Sgr., auch 6 Nthlr. Der Ceutuer

dei 15. Dezember 1838.

Yu Vertretung des Nedacteurs: Wenßel. | Gedruckt bei A. W°Z ayu.

E C a, N; 157 (4

Pv 2 je

D Ga rar T R E.