1905 / 36 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

das für morgen vor, erkläre hier aber ausdrü>li<, daß die Auffa} ung, die der Herr Vorredner über die Wirkung der neuen Handelsverträge in bezug auf die deutshe Industrie geäußert hat, unseres Erachtens durhaus irrig ist. E Meine Herren, wer die Handelsverträge studiert hat ih werde morgen eingehend darauf zurü>fommen —, muß sih überzeugen, daß in den Verträgen eine sehr große Anzahl von Bestimmungen enthalten ist, die für unseren Handel gegenüber den bisherigen Vertragsbestim- mungen im höchsten Grade förderlich find, und daß fowohl in unserem Zolltarif wie in den fremden Tarifen eine Anzahl wichtiger Industrien unzweifelhaft besser gestellt ist wie bisher. Alles, wie gesagt, konnten wir nit erreihen, aber eine Darstellung, daß das Verträge wären, die den Handel unbedingt s{hädigen oder wenigstens einen großen Teil des Handels, eine solche Darstellung muß ih für durchaus unrichtig erklären und behalte mir den Nachweis Punkt für Punkt für die morgige Sigßung vor. (Beifall.) Präsident Graf von Ballestrem teilt mi i i ntra g von sämtlichen Parteien eingegangen il e S s G2. 2 ü x a u S e eaotalle der beiden Vizepräsidenten als Bizepräsident zu beta: S Da niemand der sofortigen Beratung und der Abstimmun über den Antrag wi i i i instimmi L Sa g widerspricht, wird dieser einstimmig ange- Präsident Graf von Ballestrem: Si f Erleichterung meiner Geshältsführant He Beschluß Lei

aben. Jch richte an den Abg. Büsing die i ü haben will, die ibm übertragene Fu t O E az

Abg. Büsing (ul.): Je bin bereit, die Funktion zu übernehmen.

Darauf wird um 6 Uhr die Weiterberatung d - verträge auf Freitag 1 uhe vertagt. Ode

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 136. Sigung vom 9. Februar 1905, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Lelegraphtshem Bureau.)

Das Haus seßt die zweite Beratun des Staats$haus- “haltsetats für das Rechnun G 1905 e dem “Etat der andels- und Gewerbeverwaltung fort.

S A E E und e an dieses Kapitel ge-

h ungen der Kommission i Berichterstatter Abg. Beuchelt (konf.) E

u der Einnahme aus den Bauger (688 nat Oen og. Fe (konf.): Neue Baugewerks{ulen {fin in diese B niht borgesehen, s die fnlerrtbiar rind zum s eil überfüllt, namentli<h in Berlin. Die Berliner Baugewerk- ulen müßten so bald wie mögli<h verstaatli<t werden. e sollten die Baugewerks{hulen eine 5. Oberklasse erbalten. us den Vorbereitungsklassen sollten die Baugewerks<üler in die Fachklassen ers dann aufgenommen werden, tvenn sie eine genügende Saeung erhalten haben. Ein allgemeiner Wunsch in Bangewerks- ‘Ercisen geht dahin, daß der Lehrplan geändert wird dur Ein- ührung eines wissenschaftlichen Ergänzungsexamens isherigen Prüfungen. Ferner wünschen wir, kräste an den Baugewerkshulen aus der Praxis genommen werden; die Schulen müssen mit der Praxis immer in Fühlung bleiben. Ih wünsche jedo< nicht, daß die Lehrer einz gewerbömäßige Nebentätigkeit ausüben, sondern si< ganz dem Leßrfa> widmen. Die Schulprüfung sollte niemals die Prüfung als Bau- et ubister 8 Warum will man nicht endêih den Be- E S Bere einführen, für den si: alle anzen, au eih8iag und Landtag, sowte alle Inaungen und! Handwerkskammern ausgesprochen haben ? l D

Minister für Handel und Gewerbe Möller: : Meine Herren! Jch bin erfreut, daß der Herr Vorredner über die Baugewerksulen seine Zufriedenheit ausgesprochen: hat... J teile mit ihm die Auffassung, daß wir auf unsere Baugewerk\#uleu stolz: sein können; aber vollkommen find sie niht, und wir fin; wie der: Herr Vorredner ganz rihtig hervorgehoben hat, bereits: fzit ei nigen: Jahren damit beschäftigt, Pläne für eine Reorganisation aufzust ellem. Meine Kommissare haben seit längerer Zeit mit der Mehrzahl. zer Le hrer Tollegien der Baugewerkshulen und Vertreter ber Praxis un®fonftigem

nebew - den daß die LÆhr-

fassung, daß, was die Vorklassen leisten sollen, eigentlich für die Mehr- zahl der Schüler, die aus den größeren Städten kommen, von den Volksshulen und Fortbildungssulen geleistet werden sollte. Wir sollten unsere Fahshulen mit der Zustußung der nit genügend vor- gebildeten jungen Leute nicht belasten. Wir maten die Fahschulen dadur nit besser.

Wos dann die von dem Herrn Vorredner beklagte Ueberfüllung der unteren Klassen und der vergleihsweise mangelhafte Besuch der oberen Klassen betrifft, so beklagen wir diese Ungleihmäßigkeit im höchsten Maße. Ich hoffe au hier, daß unter Mitwirkung der größeren Städte eine erheblihe Entlastung der unteren Klassen auf die Dauer wird eintreten können. In der Stadt Essen ist ein der- artiger Versu gemaht, Vorbereitungskurse für die höheren Klassen der Baugewerkshulen und der Maschinenbauschulen, für welhe in ganz ähnliher Weise eine Ueberlastung der unteren Klassen ftatlfindet, einzurihten. Aber au< hierüber sind unsere Erwägungen noh nicht abgeschlossen, au< das wird zu den Gebieten gehören, die wir dem- nächst im Gewerbeamt zu beraten haben werden.

Sodann hat si der Herr Vorredner darüber beschwert, daß an einzelnen Stellen eine gewerb8mäßige Bautätigkeit von Baugewerks- \<hullehrern ausgeübt würde. Ich kann ihm nur versichern, daß eine folhe gewerbsmäßige Bautätigkeit unsererseits niht geduldet würde, wenn sie uns bekannt wäre. Der Fall, den er nennt, is uns bisher nit bekannt geworden7 wir werden ihm nahgehen. Aber in dem einen wird mir der Herr Vorredner zustimmen: es würde verkehrt sein, wollten wir den Lehrern der Baugewerkschulen vollständig eine Bau- tätigkeit untersagen. Im Gegenteil glaube ih, daß na< den Auf- fassungen, die der Herr Vorredner selbst kundgegeben hat, er mit mir eine enge Fühlung mit der Praxis für nüßli< und notwendig hält, und daß wir anstatt es zu verbieten, dieselben ermuntern müssen, sich in Verbindung mit der Praxis zu halten. (Sehr richtig!) In bezug auf die Frage des Befähigungsnachweises - werde ih meinen Herrn Kommissar beauftragen, den Herrn Vorredner über die gegenwärtige Lage der Dinge zu unterrichten.

egierungsrat Dr. von Seefeld: Die Frage des Befe Probiles a uns son lange beschäftigt, Die Mehr- zahl der Handwerktkammern hat si für dessen Einführung im Bau- gewerbe ausgesprochen. Die Antworten der Kammern haben die früheren Bedenken dex Regierung gegen die Einführung aber bestätigt. Wir haken nun einen Geseßentwurf ausgearbeitet, der den größten Be- \{hwerden abhelfen und den Behörden stärkere Mittel in die Hand geben soll, damit diese gegen f{windelhafte Bauunternehmungen vor- gehen können. Der Entwurf soll als Novelle zur Gewerbeordnung den Reichstag beschäftigen. Die Einnahmen aus den Bernsteinwerken (3537-000 M, 112000 / mehr als im Vorjahr) werden nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Gyßl ing (fr}. Volksp.) genehmigt. Bei den Einnahmen aus der manufaktur (1202900 M) weist

Abg. Freiherr von Sven E darauf hin, daß der eatsprehende Ausgabetitel no< um ein Beträhhtliches erhöht werden nte, um die Kunftanstalt auf der jeßigen Höhe zu erhalten. Die Königliche Porzellanmanufaktor sei ver Stolz unserer ganzen Nation; manu müsse ihr die besten Kräste sichern. Gs müßten Niederlagen im Westen errichtet werden. Minister für Handel wnd Gewerbe Möller:

Meine Hexren! Wir Minister sin® es nicht gewöhnt, so liebens- würdige Worte sehr häufig z2 hören, wie der Herr Vorredner fie eben an mi bezügli des Instituts, welhes mir unterfteht, gerichtet Hat. Jch darf dankbar für die freundlichen Worte quittieren, die er gesags hat; an éinem ganz kleinen Tadek hat es ja aud) ni<t gefehlt

Porzellan-

(Heiterkeit), und auf den will iäreingehen.

Der Herr Vorredner hat gesagt, in bezug auf die Kräfte, die wir

in der Porzellanmanufaktur beschäftigen, müsse man nicht kargen, und: ' i< stimme darin vollständig, mit ihm überein. | Frage für cin soles Kunftinslitut, immer die richtigen Kräfte heran- ' zuziehen und sich die rihtigen Kräfte auszubilden. dieser Richtung hin hon feit Jahren fystematis<h verfahren : wiv

Es ist eine \{<wierige

Es wird nah

haben ein Perfonal von einer Stetigkeit, wie es nicht viele andere Institute haben. Und wenn wix au der Meinung {ind,

Jnteressentenkreisen eingehende Verhandlungen gepflogen, um zu hBren;, vas man für besserungsbedürftig hält. It kann dem Herrn Vorredner bestätigen, daß rir waßxscheirlih» ein fünftes Semester einführen werden, aber mancherlei. Dutails sind- noch nicht geklärt. Es ist unfere Absicht, das künftige Läawv.desgzwerbeamt: ret bald mit diesen Fragen zu befassen. I: bitte daber, mi davon zu entlasten, auf alle Einzelheiten der Reorganifatiora einzugehen, weil 4h hier nicht gerne persönliche Meinungen äußere, die nit bereits. vollkommen ausgereift sind. 2 - Veber eine Reihe von Einzelfragen kan ih aber jeyt bereits. * Auskunft geben. 4 Was zunächst die Verstaatlihung der Baugewerk\hule Berlire: “betrifft, so kann ih dem Herrn Vorredner fagen, daß táe- Verhand=- ungen darüber bereits im Gange find und, wiz ih baff, auch ¿zu -„elnem- guten Ergebnis führen werden. Was dann seine Wünsche wegen vex Einjährig-freiwilligenlte=. ‘xe<tigung für die Absolventen der Baugewerks@ulen betrifft, so Jes merke ih, daß das nit allein von mir abhängt, sondern: von anderen Stellen, daß ih es nit als glütli< erahte, wenn wir unßre- «Fahshulen mit dem Freiwilligenwesen verquid>en; ih bin \ ‘der Meinung, daß es für die Fachshulen can besten wäce, »das « Berechtigungswesen von thnen fern zu, halten; venn ¡die fahlihe Durchbildung leidet darunter. (Sehr rishtig 1 Ih habe das insbesondere dur einen Bericht eînes der Lehrer be» “stätigt gefunden, die ih in- diesem Iahre nah den Vereinigten Staaten —_ ¿gesh\> habe. Er berichtet, daß es ihm besonders aufgefallen sei, daß ‘die amerikanischen Fahshulen fi dadur vorteilhaft auszeichnen, daß Ke von jeder Rücksihtnahme auf Berechtigungen entbunden seien. Ich bin überhaupt der Meinung, daß diese Reisen, die ih jeyt seit drei Jahren habe unternehmen lassen, uns ein reiches Material für den Ausbau unserer Fahschulen geben werden. Die Herren, die demnächst berufen sein werden, in dem Beirat des Landesgewerbeamts uns zu beraten, werden aus den Berichten, die ih ihnen vorlegen werde, ent- nehmen, daß von allen Ländern, die bereist sind, no< manches für uns zu lernen ist. A ; Was dann die Bemerkung über die Vorklassen betrifft, so kann ¡d nur bestätigen, daß die Vorklassen in ihrer Wirksamkeit sehr verschieden gewesen sind, daß fie an verschiedenen Orten günstige, und

‘daß die Ginkünfte der dort arbeitenden Herren vollftändig- ausreichende

; find, fo find wir doch zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Pension8- : tTassenverhältnisse verbesserungsbedürftig find, und ih kann dem Hexrn

Vorredner mitteilen, daß wir seit längerer Zeit in Verhandlungen darüber eingetreten find, inwieweit die Pensionskasse, deren Bestim-

„mungen zum Teil aus einer fernen Vergangeuheit datieren, und die ] nah Grundsäteu geregelt isi, die wir heute für niht mehr zutreffend | halten, einer Reform bedürftig ist, und daß wir mit der Reform: be-

\cäftigt find. Ich hoffe, daß wir vielleicht im nächsten. Fahre. bereits nähere Mitteilungen darüber werden machen können. Wenn dex Herr Vorredner von der Erwünschtheit der Schaffung von Niederlagen im Westen gespro@en hat, fo, glaube ich, ist ex nicht darüber unterxihtet, daß wir sowohl in Cöln wie iw Düsseldorf in anderen offenen Geschäften Niederlagen haben. Wix vermeiden es allerdings tunlich\t, eigene Geschäfte zu begründen, weil ein Institut wie die Porzeltanmanufaktur der Privatindustrie und dem PNrivat- handel mögli<st feine Konkurrenz maten foll (sehr rihtig!), und ih glaube, Sie werden mir darin re<t geben, wenn ih wmih im Prinzip taran hakte, anderen Geschäften Miederlagen zu geben. Mir ist im Augenbli i< war für die: Beant- wortung dieser Frage niht gewappnet nur ein einziger Fall bekannt, wo wir eine eigene Niederlage eingerihtet haben, weil wir ein anderes geeignetes Geschäft ni<ht finden konnten. Das ist in Baden-Baden, einem Badeorte, wo ganz andere Verhältnisze vorliegen als ‘an. solchen größeren Orten, wo reihli größere Gex schäfte vorhanden sind, denen man die Niederlagen für so kostbare Dinge übertragen kann, dort haben ‘voir ein eigenes Geshäft auf- gema<ht und beim Fremdenpublikum einen guten Abfay gefunden. Ih kann dem Herrn Vorredner nur versichern, daß ih der Porzellanmanufaktur von meinem Cintreten ins Amt an die größte Aufmerksamkeit gewidmet habe, do.ß es au<h mein Bestreben gewesen ist, die Kunstrichtungen in einer Weise zu beeinflussen, die, wie ih hoffe, jeßt auh in weiteren Kre? sen Anerkennung finden wird. (Sehr richtig!) Selbfiverständlich ‘v’ issen wir in erster Linie die historische Ls der _Porzell’anfabrikation Hhochhalten, aber wir Richtu niht umhin, v8 au den weiterstrebenden modernen die A iht gaw, fern zu halten. Mane Ritungen, or einigen Jahr ¿n einges<lagen wurden und vielfa keinen

anderen keine günstigen Ergebnisse gehabt haben, Jh bin der Auf«

S R hab ¿n, sind im wesentlihen wieder verlassen worden, men, die #F, ganz na der modernen Richtung hin bewegten,

das waren die reinen Glasureffekte, Dagegen habe ih meinerseits einen hervorragenden Künstler aus München berufen, den Herrn Schmuz-Baudiß, und ihm die Aufgabe gestellt, daß er versuchen solle, in einer anderen Richtung als der althergebrachten das edlè Material des Porzellans zu verwerten. Jh habe den Eindru>, daß in künst- [erishen Kreisen gerade au diese Bestrebungen hohe Anerkennung gefunden haben und denjenigen Herren, die vielleicht bisher nicht darauf aufmerksam geworden sind und si für diese Frage interessieren, kann i hur empfehlen, si< das erste Fenster re<hts vom Eingang Leipziger Straße 2 anzusehen, wo immer die Produkte dieses hervores ragenden Künstlers insgesamt und wo sehr häufig neue Werke aus- gestellt sind.

Ih hoffe, daß es mir gelingen wird, au weiterhin die Porzellan- manufaktur vor dem Urteil der Kunstwelt und dieses hohen Hauses günstig bestehen zu lassen. (Bravo!)

Bei dem Titel „Landesgewerb spricht

Abg. Feli \< seine Befriet ung über u E dieses Amts für das Handwerk aus. Cs solle aus ciner Behörde mit Beamten und einem beständigen Beirat bestehen, der bei guter Zu- sammenseßung sehr nüßlich sein könnte. Die ständige Kommission für das te<nis<e Unterrichtêwesen habe leider den Erwartungen nicht ent-

syrochen. Sie sei nur viermal in 30 den. Der ständige Beirat des Landesgewerbeamis, tele, E eee Zeit

und in gewissen Perioden einberufen werden. Es sei zu wünschen,

d itglieder d eir al, V Mügliter des Beits auf Bars ter Handwertef mers

Minister für Handel und Gewerbe M öl\ er:

Meine Herren! Das Landesgewerbeamt hat eine h gabe. Einmal hat es die Aufgabe, dasjenige e ae einmal dur< die ständige Kommission für das technische Unterrichts- wesen beabsichtigt gewesen, was aber dur sie nit ganz errei<t worden ist.

Meine Herren, der Fehler in der Konstruktion dieser Kommission war der, daß sie viel zu groß war. Große Parlamente von Sach- verständigen bringen praktishe Arbeit äußerst selten zu Wege; daher ift überhaupt mit derartigen Organisationen nur etwas anzufangen wenn man si für die regelmäßigen Mitglieder auf eine kleine SaßL von Sachverständigen beschränkt, dann aber für alle die verschiedenen Spezialfragen, bie man zu behandeln hat, ad hoc zahlreihße Sach- verständige einbernft. Auf dem Wege, hoffe i<, zu cinem guten Ziel zu gelangen, Ueber die Einzelheiten, insbesondere zu welhem Termin wir den Beirat einberufen wollen, wie wir die Mitglieder auswählen wollen, sind wir uns selbst no<h niht abschließend klar geworden, und ih kann dem Her:n Vorredner darüber eine nähere Auskunft no< nicht geben. Aber wir werden, sobald die jeßige Sturm- und Drangperiode der Arbeit vorüber if, uns au<h darüber s{lüssig machen.

R id vorhin gesprochen habe von der doppelten Aufgabe, die das Landesgewerbeamt kat, so find wir zunähst ausgegangen davon, für den tehnis<en Unterricht zu forgew. Der grundlegende Gedanke für das Landesgewerbeamd ist gewesen, daß es bei der immer weiteren Spezialisierung aller Tehaiken, aller Geroerbe unmöglih geworden ist, Techniker zu finven, die alle diese Spezialitäten beherrshen, und daß es deshalb au< notwendig set, für die Bearbeitung bei uns an die Stelle der Einzelbearbeitungen dur@ einzelne Dezernenten eine folle- gialische Behörde zu segen, bet der die Cinzelfähigkeiten der Mitglieder nit uur für eine bestimmte Schulgattung, sondern für alle Schul- gattungen ausgenuzt werden sollen.

Meine Herren, es ist ni<ts gefährlicher in der jeßigen Zeit ih habe das wiederholt hier ausgespro<hen als die immer weitere Fortbildung des Spezialistentums. Es ist nicht zu entbehren bei der immer tiefer gehenden wissenschaftlihen und te<nishen Bildung, die

' für alle Gewerbe notwendig ist; es ist aber anderseits: eine große

Gefahx. Denn jedes Spézialistentum führt unfehlbar zur Einseitigkeit. ‘Diese Einseitigkeiten sind nur zu vermeiden. und auf die: Dauer aus-

' zugleichen, wenn diese Dinge in einer kollegialey Behörde behandelt

‘werden.

Aufgaben getreten zur allgemeinen Förderung des Gewerbes. Dkteser Teil der Tätigkeit 5es Landesgewerbeamts wird, wie ih hoffe, ein ret fruchtbarer sei; gerade auf viesem Gebiete wird es aber auch nôtig sein, möglichst zahlreiche Spezialsachverständige für die einzelnen Fragen zur Verfügung zu haben, was nah Begründung des Landesgewerbeamts und bes: ständigen Beirats möglich fein wizd. Freilih wird auch hier eine gewisse Beschränkung nötig fein, um die Verhandlungen nicßt zu \<werfältig zu machan.

Meine Herren, es ist dieses Landesgewerbeamt, wie ih zugebe, zunächst ein Experiment. Es hat ja gewisse Vorbilder in anderen WUndern: in Oesterreich, in Süddeutschland; aber O lle A G var, daß unser Landesgewerbeamt \sih in anderer Weise ertwidesa wivd, als wie die dortigen Gewerbeförderungsstellen. Jch hoffe dabei auf vie Mitwirkung aller E L die fi< für dies interessieren, um das, was ih mir in dixser Beziehuag y zu erreichen. Zunächst darf ic au dankbar A e S Herr Vorredner im allgemeinen mit dem Grundpubuzip einverstanden ist, und ih hoffe, daß mit diesen guten Wünsäta en dem Institut auf den Weg gegeben werden, wir au< zu Att as deihlihen Ende, und vor allen Dingen zu einer edelblichen allée: meinen Gewerbeförderung kommen werden. (Bravo!)

Abg. Euler (Zentr.): Namens mei aft bo j nas nh den Bonin mern Vent fe: Lie Prouen

O den Beiat des Amts enu cdn selbstverständlich den größten Wert

im und fin S ; 7 Spezialitäten darin vertveten sein E ugt, s Leo, wirken kdunen, Die für tag gteiten finden laffen, welche im Beirat mite nachweises muß He 8 Handwerk so wichtige Frage des Befähigungs- führen. Allerdings wi Regierung endli einer Lösung entgegen- Ae A R ah das Handwerk dur die Großindustrie immer keine bes e s Bed n dieser Beziehung hat der Befähigungönachwets lich fd e fs edeutung; aber er wird do das Handwerk wesent- ver cte Prüf Nur derjenige sollte sich Méister nennen dürfen, dee Ferdi a ung das Recht dazu erworben hat. Der Besu Jn den Meistetiadulen müßte überall obligatorisch gemacht werden. Buigeiny, Wahlen 09 ie Meiner arf tei Lande i

i 1 gebildet werden. era 1s Ei Grons,): , Dur die Greibtuná des Landes- S 28 d at sih der Minister den Dank des ganzen Hauses A 1d namens meiner Fraktion habe ih ebenfalls dicsen Dank 2 zusprethen. Die O dazu i nit vom Zentrum allein, ondern von allen arteien qus A V

wünsche, daß sich das Landes S its mit dem praktishen Leben ilt. E Nüter Dal Uh eagewerbe- amts soll der Titel «Landesgewerberat" gegeben werden: Darunter.

-

Aber, meine Harren, zu den: Aufgaben, die uns früher in bezug , auf vie gewerblihen Schulen obgelegen haben, sind nun: die neuen -

Siam i i R a O ü er mere mi

L S R i ir i i