1905 / 40 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

empfohlen. Leider war das nicht zu erreichen, deutsher Weine nah Oesterreih-Ungarn find wir ekommen, noch slechter gegenüber der Schweiz, höht H A uns an der Grenze besonders hart trifft. weinzo wirtschaft auf diesem Gebiete große Fortschritte gemacht hat. Der Obstbau wird nun dadur geschädigt werden, daß wir der Schweiz

Bei der Ausfuhr fehr \{lecht weg- die ihren Zoll er- Der Obst- für uns Süddeutsche bon großem Wert, da unsere Land-

gegenüber den Obstweinzoll auf 3 M4 ermäßigt haben. ) wein, insbesondere der Birnenwein wird, so fürhten wir, zur Wein- fälshung verwendet werden. Im allgemeinen will ih- anerkennen, daß für den Weinbäu manches erreiht ist, aber manhe Wünsche sind nicht erfüllt worden. Es war wohl nicht Sea mehr zu erreichen. Solches kann ja auf dem Wege der Meist egünstigung mit anderen Staaten erzielt werden. Durch einzelne Wünsche dürfen wir uns nit fo sehr beeinflussen lassen. Wir müssen das Gesamtinteresse ins Auge fassen, und ih glaube, daß im Interesse der Allgemeinheit die Handelsverträge mit großer Mehrheit angenommen werden. Bevollmächtigter zum Bundesrat, Königlich württembergischer Minister „des Innern von Pischek: Meine Herren, zum ersten ale während unserer mehrtägigen Debatten sind heute au spezielle württembergische Interessen berührt worden, indem der Herr Vorredner von dem Obstmostzoll gesprochen hat. Ich bitte, mir zu gestatten, daß ich zunächst hierüber ein paar Worte sprehe. Der Obstmost ist ein gesundes und wohls{chmeckendes Getränk, welches bei uns in Württemberg von den weitesten Kreisen der Bevölkerung in brüderliher Harmonie von Gewerbe und Landwirtschaft nein wird, und welhem wir es wesentlich zu verdanken ha en, daß der Branntweinkonsum in Württemberg etne irgend erheb- lie Bedeutung nicht erlangt hat. Wir konsumieren in Württem- berg an Branntwein 0,5 bis 0,8 1 per Kopf und Jahr, während dieser Konsum in der Provinz Pofen z. B. 35 1 pro Kopf und Jahr beträgt. Ich gebe diese Zusammenstellung gewiß niht, um damik an- deuten zu wollen, daß wir Schwaben besondere Tugendengel auf dem Gebiete des Genusses der alkoholischen Getränke wären. Im Gegen- teil, wir konsumieren unser ganzes Weinerzeugnis, das in guten Jahren bis zu 600 000 h1 steigt, in s{lechten Jahren allers- dings bis auf 60(00 hl zurückgeht, zusammen mit einem Too. nicht kontrollierbaren Vorrat von eingeführten Weinen allein n unserem Lande. Hierzu kommt der Bierkonsum, der 173 1 den Kopf beträgt. Vor ein paar Jahren waren es 195 Liter er ift zurückgegangen. Weiterhin kommt der Obstmost, der in Teil unheimlihen Mengen von unserer Bevölkerung ge- nossen wird. Wir haben im Jahre 1903 4x Millionen ertragg- fähige Apfelbäume im Lande Württemberg gehabt und 1800 000 ertragsfähige Birnbäume; es gibt das zusammen rund 6,4 Millionen ertragsfähige Kernobstbäume, somit mehr als 3 Bäume auf den Kopf der Bevölkerung gewiß eine stattlihe Anzahl, die den hohen Stand unseres Obitbaumes beweist. Im Durch- schnitt der Jahre 1894 bis 1903, worunter das sehr gute Obstjahr 1900 war, betrug der Jahresertrag an Kernobst 783 000 az. Gleichwohl waren wir genötigt, in den genannten 10 Jahren im Durchschnitt jährli noch 565 000 dz an Obst einzuführen, und zwar zur Mostbereitung. Sie werden unter diesen Umständen verstehen, welch großes Interesse Württemberg daran haite, eine Zollfreiheit für die DObsteinfuhr wenigstens für die in dem Tarif und jezt noch in erhöhtem Maße in den Handelsverträgen be- stimmten Zeiträume zu erlangen. Fertiger Obstmost wurde bisher nach Württemberg aus dem Reichsausland nit eingeführt. Der Zoll hierfür beträgt, wie - der Herr Vorredner autgeführt hat, nah bisherigem Net 24 4 für den Doppelzentner, das sind 24 \ für - das Kilogramm oder etrva 26 „\ für -das Liter, während das Liter 10—12 „4 Herstellung6preis erfordert. Es war also der bisherige: Zoll für Obstwein absolut prohibitiv. Die Höhe des bisherigen Zollsaßes für Obstmost erklärt ch auch nur daraus, daß die betreffende Position in einer sogenannten Sammelposition verbunden mit dem Zoll für künstliche Beerenweine und dergleichen fh befand. Der Saß ist nun der Schweiz gegenüber herabgeseßt worden auf 3 für den Doppelzentner; das macht 3 S für das Kilogramm

Der Obst-

werden müsse, und das ist i

merkungen anzufügen. über die Gründe mich zu

Ueberzeugung gelangen ließen, so unerwünst diese Opfer für

fich geeinigt, und {ließli

auf die alten

muß, und daß, Landwirtschaft der Fall fast die Hälfte der währung einer Beihilfe

immer nur ter Industrie, daß sie sich

Akkommodationsfähigkeit hat e

uns das Zugeständn \haftlihen

Produkte zugeführt haben,

{on im Jahre 1902 gewußt, konzessionen Zug um

liegen könnten.

\chaftlihen Zölle gewissenhaft ohne

elassen. Zeigte sich bei den S fans landwirtschaftlichen können durch Industrie, so mußte eben auf

Vergleich abgeschlossen werden.

nteressen berücksichtigt wer verschiedenheiten darüber mögli Erträglichen zu finden ist, das hin wäre es eine in ihrer A sagen wollte, das Ziel, das

Vertra zu machen. zeigt ja vor allem der

oder 34 S für das Liter. Da der Herstellungspreis des Mostes, wie id son vorhin erwähnt habe, 10 bis 12 S für das Liter beträgt, fo bedeutet das bei einem Zollsaß von 34 F immerhin noch einen polsub bon 295 9/9 des Werts. Schon diese nicht unerheblihe Zoll- elastung wird es wohl auch künftighin verhüten, daß Obstmost in irgend- wie erheblihem Maße nah Deutschland hereinklommt, zumal da der Apfelmost cinen Transport auf der Bahn nur {wer verträgt, und da bei zollfreier Einfuhr des Obstes in der Tat kein Grund einzusehen isl, warum nicht jemand, der Molt bereiten will, das Obst zollfrei einführt und Most bereitet, sondern anstatt dessen Obstmost einführt, den er mit 3 c verzollen muß. Aber ganz besonders wird der Ein- fubr des Obstmostes in hobem Maße die Sitte entgegenstehen, die in Württemberg besteht, daß nämlich jeder, der sih Obstmost einlegt, die Bereitung dieses Mostes persönli genau kontrolliert, um eine Garantie dafür zu haben, daß er ein gutes und haltbares Getränk erhält. Bevor die württembergische Regierung ihre Zustimmung dazu erteilt bat, daß der Schweiz gegenüber die Konzession der Ermäßigung des Obstweinzolles von 24 auf 3 gewährt wird, hat sie sih au erkundigt, ob „diese Konzession mit den Interessen unseres Obstbaues vereinbar wäre, und der größte Obstimporteur, den wir in Württemberg haken, hat uns versichert, daß bei einem Zollsat von 4 4, wie er gesagt hat, die Ciñfuhr ven Obst ost nicht in Ausficht zu nehmen und somit allen Wünschen und nteressen des Dbsibaues Rechnung getragen sei. Es \{cheint mix daher nicht zu befürchten zu sein, daß unter dem jeßt vorgesehenen Saß von 3 #4 der Obstbau, sei es der württembergische oder der deutsche über- haupt, Not leiden könnte, und ih halte die Befürchtung, die der Herr g. Blankenhorn vorhin hier in der Richtung ausgesprochen hat, nicht für begründet. Auf weitere Einzelheiten möhte ih j iht ppe „nur einzelne wenige Bemerkungen möchte ih er Hivnsiht, die ch mir im Laufe der Debatte aufgedrängt haben. as den Hopfenzoll betrifft, so wurde gestern ausgeführt, es sei ein wesentliches Interesse, daß die fremden Zölle au Hopfen wesentlich herabgeseßt werden, „weil Deutschland nit nur Hopfen importiere fondern auch exportiere. Speziell in Württemberg, kann ih mit: teilen, haben wir im Johre 1903 nur 6070 dz eingeführt egen 82 640 dz ausgeführt. Dem Wunsche nun, daß auf eine rmäßigung der Auelandszölle für Hopfen hingewirkt würde ist in dem s{weizerischen Vertrage Rechnung getragen worden, indem es do gelungen ist, den bisherigen \chweizerishen Zoll von 4 Fr auf 1 Fr. herabzuseßen. Was fodann das Spannungéverhältnis zwischen dem Gerstenzoll und dem Malzzoll betrifft, das ja beanstandet wurde, so möchte ih darauf aufmerksam machen, daß dasselbe Nees hältnis, welches jeßt in den Verträgen vereinba1t ist, nämlich das Verhältnis von 4 zu 5,75 #6 oder von 100 zu 1433 M, in dem autonomen Tarif nahezu vollständig glei vorgesehen war, indem dort das Verhältnis bestand von 7 zu 10,25 #4 oder von 100 zu 146 und daß bei der Beratung des autonomen Tarifs dieses Verhältnis uicht beanstandet worden ift. Wir haben uns darüber erkundigt, und die württembergishe Malzfabrikation hat erklärt, daß sie bet den jeßt vorgesehenen Vertragszöllen wohl bestehen ks

wenigstens der - Zoll erträglih sei unter der Bedingung, "daß vos

ea träglich

Die Schweiz führte, abgesehen

Gegenkonzession nit erhalten schweizerischen Zolltarif eine auf unsere industrielle Aus Industrie und speziell auch

geleitet und veranlaßt. einzelnen, von ihren speziellen

auch Deutschland bei und bei dem Abschluß mehr ges{choben wurde, als Der Herr Abg. Beumer

Zollsäße zu erhalten,

dieses Be würde dahin besonderen

5 d erheben, Ed oder er wel

sind diese Zolle E a der Industrie.

raudt einen stärkeren Schu a in dem Wu e arin die Erhöhune ter verträgen

ch dem gro

Refaktien, die auf den österreichischen Bahnen bei der Mal

N werden, nicht bestehen bleiben, und P das der Fall ite at neulih {on der Herr Staatssekretär Graf von Posadowsky mitgeteilt. Von dem Queb bemerkt, es sei

E uebrachozoll wurde neulih doch_ ein unbegreiflihes und unbegründetes Zugeständnis, das man Quebracho-

da Oesterrei und Jtalien gegenüber gemahßt habe, den zoll von 7 auf 2 4 herabzuseßen, da wir von Desterreih und Jtalien Quebrachobolz nicht bezögen. Das ift ja richtig, wir bes

z von Oesterreich und Jtalien Quebracho nit, wohl E Quebrachoextrakte, die bisher zoUfrei nah Deutschland eingegangen find. Wenn wir zuglei auch im Interesse unserer

i und Lederindustrie zugestanden haben, daß die Zölle für G die M8 ‘im autonomen Tarif a ho Que Ia waren, etne gewisse Ermäßigung erfahren sollten, so verstand es E en selbst, daß ¿wischen dem Quebrachoholz und den Quebracho-

gegenwärtig

statt dessen?

auf Seite 1 O n dem aus diese

I prophezeit wird: au ndet si ein Börsenberi ie Industriewerte genommen aben, und wochenberiht der «Frankfurter „Im Grunde beruht aber die

er „Frankfur

nicht mögli sein zu verlangen, daß R f Ana sih daran gewöhne, von der Luft zu leben. Daß

fs einer erheblihen Erhöhung unserer landwirt- ölle von den Vertragsstaaten, die bisher uns ihre unter wesentlich günstigeren Bedingungen erzeugten landwirt

Zug mach konzessionen im wesentlichen oR au

dessen vollständige Erreichung verzichtet ,

Ns gegangen. De A Wünschè

2 Wünschen oder Interessen

Regierung ihren Anstoß erhalten,

d in der Allgemeinheit aus {ih

der Aufstellung des autonomen Tarifs der Verträge

säße die gleichen sein müßten.

Verkennung der Tatsache, daß jeder Staat seine Z Provuktionsbedingungé und nach dem besonderen Stande \

enn wir in Deutschland beispielsweise Für die Schweiz aber nur rue

eben je für ih zu Auch die Industriezölle in den einzelnen Staaten lane mnan nicht einander gegenüberstellen, Eine {wache Industrie

Herrn Abg. Beum ung der industriellen Audlandszslle, G

Handelsverträge L reisinnigen Press

ein großer Leitartike[ über die „N

eine E feste Haltung an d

extrakten ein dem Gerbstoffgehalt angemessenes Verhältnis festgesetzt ist in den Verträgen gesheh

ehen. Ob dieses

Verhältnis richtig getroffen worden ist, darüber sind allerdings unsere Gerbereiinteressenten verschiedener Meinung. Aber ih will Sie mit Einzelheiten niht weiter aufhalten. noch einige Bemerkungen allgemeiner Natur an diese speziellen Be- Ich will dabei Ihnen und mir ers

verbreiten, glerungen und darunter auch die württembergishe Negierung zu der daß die Verbesserung der Lage unserer

Landwirtschaft eine so unabweisbare Notwendigkeit ist, daß zur Er- reihung dieses Zieles au erheblihe Opfer gebraht werden müssen,-

Vielleicht gestatten Sie mir aber,

paren, welche die verbündeten Re-

sich allein betrahtet auch sind. Denn

hierüber haben ja im Jahre 1902 die auéführlihsten Erörterungen stattgefunden. Die verbündeten Regierungen und der Reichétag haben

muß doch auch der Minderheit gegenüber einmal res judicata gegeben sein,

der gegenüter nicht immer wieder

Gründe und Gegengründe zurückgekommen werden kann. Maßgebend bleibt meines Erachtens immer die Erwägung, daß ein Gewerbebetrieb, bei welhem es nit eng ist, die gesteigerten Er- zeugungskosten auf den {hon vorher an d

gelangten Preis der erzeugten Waren prosperieren kann, \ondern über kurz oder lang zu wenn ein solher Gewerbebetrieb, wie

e Grenze des Möglichen an- zu wälzen, niht nur nicht Grunde gehen das bei der

ist, die Quelle des Lebensunterhalts für O Bevölkerung als Gebot der staatlicheu Selbsterhaltung fich darstellt. zwar gestern der Herr Abg. D

bildet,

die Ge- ein unabweisbares

kategorishes Es hat ove ausgeführt, man solle nicht

sondern auch der Landwirtschaft zumuten, an die veränderten Verhältnisse anpasse und diesen Verhältnissen entspreend

des Weltmarkts einrihte. Aber die en ihre natürlihe Grenze, und es wicd der Mensch beispielsweise im

aftlichen nicht werde geschenkt werden, war

hon voryherein jedermann klar, und auch unsere Industrie hat

daß wir für jenes Zugeständnis Gegen- n müßten, und daß diese Gegen- dem Gebiete der Industrie

Es hat sih daher bei den Vertragéverhandlungen darum gehandelt, die Leistungen, die wir verlangen, und die [leistungen, die von uns verlangt werden, na ihrem Wert genau ab- zuwägen, und inébesondere war bei der Feststellung der landwirt-

Gegen-

zu prüfen, welhe Opfer für die Er-

öhter Zölle unserer Industrie zugemutet werden können, A aats oder auch nur unverhältnismäßig zu: belasten. Dieser Gesichtspunkt wurde bei den Verhandlungen nie aus dem Auge

Verhandlungen, daß ein Zugeständnis Gebiete nur hätte erkauft werden

eine unerträglihe oder übermäßige Belastung der

dessen Erlangung oder wenigstens äuf

oder es mußte ein So ist es bei einer ganzen Anzahl von erfüllt, nit alle daß au Meinungs- ch find, wo die genaue Grenzlinie des liegt in der Natur der Sache. Immer- [lgemeinheit folshe Formel, wenn man die verbündeten Negierungen verfolgt

haben, sei das gewesen, [andwirtshaftliche Zugeständnisse von unsêren s\taaten zu erhalten und dafür industrielle

Gegenkonzessionen

Daß dies in dieser Allgemeinheit nicht, richtig ist, das

\chweizerische der Herr Abg. Singer als unseren Interessen durchaus ab- ezeihnet hat, und den er nicht {warz genug malen konnte.

Handelsvertrag, den am

von Zuchtvieh und von Hartkäse, be-

¿üglich welder beiden Positionen die bisherigen Säße unverändert geblieben sind, landwirtschaftliche k : aus. Die Schweiz konnte daher auch dafür, daß sie uns die höheren landwirtscaftlihen Zölle zugestand, eine Gegenkonzession nicht ver- langen. Sie hat das auch nicht

Produkte nach Deutschland nicht

getan, und sie hat hierfür eine . Gleihwohl sehen wir auch im große Menge von Zollerhöhungen fuhr gelegt, die unsere

a zum Teil unsere württembergische

Industrie {wer treffen. Woher kommt das? Es rührt eben daher, daß dur alle Staaten, die eine entwidelte befindlihe Industrie haben, ge enwärtig der Indu]trie zu {hüten und alle diejenigen Industrieerzeugnisse, die unter wenigstens annähernd gleichen Bedingungen wie im Auslande her- gestellt werden können, gegen die

Ja wird eingewendet dieser 3

oder in der Entwickelung mächtige Zug geht, diese

fremde Konkurrenz abzuschneiden, ug wurde von Deutschland ein-

d ßt. Aber ich halte das nit für zutreffend. Eine derartig mächtige wirtschaftliche Richtung oder Bewegung ih glaube, nicht durch künstliche oder willkürliche Einwirkungen einer

kann, wie

getriebenen fondern sie wächst und verbreitet selbst heraus, und ih glaube, daß

von

dieser Bewegun daß es seinerseits fit

geschoben hätte.

hat gestern ausgeführt: um den richti Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit O

der vereinbarten

müsse man die von den vershiedenen Vertrag3- staaten je auf die gleihen Waren d g

inander ver- gleichen, Diesen Standpunkt halte ih wenigstens in F “Rllaerneit beit, in der er vertreten wurde, nit für richtig. Die

gelegten Zollsäße mit er Allgemein-

Durchführun daß in allen Kindern die Zoll:

Das wäre aber doch natürlich eine ölle nach seinen nach seinen befonderen Bedürfnissen bemessen muß. einen Zoll von

führen,

einer Industrie

einen Zoll von 35 Centimes, fo nicht sagen: entweder ist der deutsche Zoll O0 au hoh Zoll 20mal zu niedrig, sondern es

beurteilen. / Ebenso ift es

als dieselbe Industrie in dem anderen Industrie hon mehr entwielt ist. vollständig recht, daß wie sie in den Handels-

enteils vorgesehen ift, für unsere Industrie in hohem «Be ¿u bedauern ist. Wirkungen der Handels- r unsere Judustrie unter dem e

rsten Eindruck einiger- ch meine Meinung. Wären die e über die Wirkungen der laut werden, zutreffend, so müßte,

mäßigen Wertshähure Industrie [1 au auéprägen in der börsen-

h Aber was schen wir ter Zeitung“ vom leuten Samstag steht „Mißhandelsverträge“,

Indust1ie dner derselben Nummer aber steht, daß namentli er Börse ein-

m am Sonntag er hienenen Börsen- Zeitung“ befindet ih folgender Saß:

Festigkeit der Cisen- und mehr oder

t, in dem

minder aller anderen Industriewerte auf der zuversihtlichen Beurteilung der gesamten industriellen Lage. Die neuerdings wieder wesentli i versichtliheren Berichte vom amerikanischen Gisenmarkt, die Ausf E auf umfangreiche Bestellungen vom Auslande, namentlich auch yo

Rußland, und nicht zuleyt die wachsende Nachfrage des heimischen Verbrauchs lassen die rundlagen unseres Erwerbslebens a L mindesten recht befriedigend ersheinen.“ Eine solche Auffassung i wirtshaftlihen Lage wäre doch sicher unmöglich, wenn von rie neuen Handelsverträgen wirklich der Ruin der Exportindu! n und damit eine erheblihe Vershlechterung der Lebens s unseres Arbeiterstandes zu erwarten wäre. _Wir lesen ja doch ar in den Zeitungen, daß sowohl in Wien wie in Bern die Interessen l für einzelne Industriezweige die Verträge von ihrem Standpunkte qu für ungünstig, also für Deutschland günstig ansehen, und wenn n Herr Abg. Singer am vorigen Sonnabend ausgeführt hat, daß wir e Handelsvertreg mit Rußland nur unter dem Dreuck der politishe

Notlage, der auf diesem Lande augenblick{ich lastet, erlangen konn c so wird auch hierin das Anerkenntnis ausgesprochen, daß Ruglat uns erhebliche Konzessionen gemacht hat. Außer acht zu lassen ter au ferner der Gesichtspunkt nicht, daß zunächst nur die ers Handelsverträge abgeschlossen sind, und daß unsere Vertragsstaa r! veranlaßt sein werden, auch mit anderen Staaten . künftig Hande! ¿ verträge abzuschließen, ünd daß in diesen Handelsverträgen auch L zessionen gemacht werden müssen, die dann vermöge der el 3 begünstigungsflausel auch uns zu gute kommen werden. Allerding! find, wie ja {hon bemerkt, viele Wünsche nicht erfüllt worden. Niem wird mit den Verträgea ganz zufrieden sein, und namentlich ist es p österreihishe Vertrag, der au vom Standpunkt der würitembergi en Industrie manche Enttäuschung. bereitet hat. Aber es ist dabei imme hin nicht außer aht zu lassen, daß die Unzufriedenen sih immer rige und lauter geltend machen als die ufriedenen, die keinen An

haben, ihre Zufriedenheit vor der Oeffentlichkeit an die große Glo ;

zu hängen, und es it ja eine allgemeine Crfahrung, daß derienE dessen Wunsch erfüllt wird, und zwar, je länger und je stärker ür: diesen Wunsch vertreten hatte, in dieser Erfüllung nur eine nat i liche und selkstverständliche Wiederherstellung der Gerechtigkeit blickt, für die eine besondere f

nerkennung auszusprehen er niht verpflichtet fühlt, während beribuiües Le E Bn geäußert hat, den er nit erfüllt sieht, über die ihm widerfahte Ungerechtigkeit laut zu lagen vflegt. Jedenfalls wird anerlW! werden müssen, daß unsere Unterhändler erreicht haben, was unt! gegebenen Verhältnissen erreiht werden konnte. Württemberg et bei den Verhandlungen mit/ der Schweiz dur einen besonderen der treter beteiligt, und ih weiß aus ‘den vielen über den Fortan ie- Verhandlungen von dem württembergischen Vertreter an die ‘igfelt rung gerihteten Berichten, mit wel peinliher Gewissenhaf N und mit welcher Unparteilichkeit die Vertreter die vielen an Ne he langenden und oft unter si felbst nit ganz harmonischen Winter geprüft und zu berüdcksichtigen gesuht haben, und zwar ohne Ner- schied, ob solche Wünsche geäußert worden von einer bet den Sm handlungen "mit vertretenen Regierung oder von einer in det  go mission uicht vertretenen Regierung. Daß es bei den Vertrags verhandlungen mit Rußland, Oesterrei ebenso gehalten wurd“, aft mir aus zahlreichen, absolut glaubwürdigen Berichten bekannk. icht aber erreicht worden, was unter den obwaltenden Umständen erer werden konnte, und wäre niemand imstande gewesen, bessere ft tragsbedingungen zu erlangen, fo inußte das war der Standp der württembergischen Regierung den Verträgen zugestimmt wer (ts au wenn in manchen Punkten eine andere Gestaltung des Inhais der Verträge zu wünschen gewesen wäre, und ih hoffe meinerse / 8 e auch der Standpunkt der großen Mehrheit dieses Hau ein wird. Abg. D. Stoecker (wirtsch. Vag.): Ih habe mi zum Work gemeldet, um der Mißachtung n R A Ga bb äußerste Linke entgegenzutreten und der Wir ung diejer Ausführungen hei del

i auern und industriellen Arbeitern entgegenzuwirken.

kleine Mann gibt vielleicht auf solhe Aeußerungen etwas. Meine Wähler sind fast durhweg Kleinbürger, kleine Bauern und industrielle Arbeiter. Sie wissen, taß ih für die neuen Verträge, auch für die Zölle, stimmen werde, und ih habe keinen Widerspruch erfahren. Nichk weil thnen die höheren Zölle besonders lieb waren, fondern weil sie sie für notwendig hielten zum Ausgleih für alle Teile des Vater- landes, sind sie mit einer gewissen {Freude darauf eingegangen. D Grafen von Caprivi hat man links ein großes Lob gesungen. Auch n habe keinen Grund, anders als mit großer Verehrung von ihm t sprehen. Jeder Nachfolger Bismarcks hätte es schr {wer geha 4 Ruhm und Herrlichkeit in feinem Amte zu erwerben, zumal, Bei z erst mit 60 Jahren in dié Politik hineinkommt. Db er gro ew schaftliche Gedanken gehabt hat, weiß ih nicht; G aut gel 0 c bieten hatte er unpraktische Gedanken. Man hat Jen een Sttimt Weltwirtschaft beigebracht, die dringen S ndelsverträge. um schaft hat man ihm nit nahe A ener Politik, Ich bin für jeden Preis, das war die S Ber Landwirtschaft ist damals Handelsverträge, wenn sie gut find. hat die Dinge hter und da

Dye S gedacht worden, und iennbér Oesterreich Dea) der Üübereilt.

E . Unsere ungünstige Lage geg ehler zurückzuführen sein. Die Eisenzölle dürfte au L S sind damals E eraus fremden Diplomaten t den deutschen Ünterhändlern fertig werden (a ae leit 19 belsverträgen muß das Lob erteilt werdên, daß ieß.

: b sie arlos, Vorbe 2 Pré diesmal ausgeschlossen. Man hatte früher vorgefomm l

D I N . {“ , den bitteren Streit zwischen Industrie von vornherein den, Emtl ncaben: Versöhnung war die Parole und Landwirtscha| Weltwirtschaft hatte man dabei nur soweit Y Die Förderung it noch die Vlüte unserer heimischen Wirts Auge, als ees erseint mir als der. größte Fortschritt. G0 : verträgt, ift estern die neueste Vertragépolitik dahin charakteris unrihtig ! L ra hat, dem wird gegeben; wer nichts hat, dem e O enommen, was er hat.“ Jh kenne große und fle auch a S aber keinen, der dabei rei geworden wäre; es me Grundbesis durchslagen. Die Gefahr sehe ich vielmehr in E L eten Neigung zur Weltwirishaft und zum Industriestaalck Un ie ih das Wort anwenden: „Was hülfe es dem Mens darauf or die ganze Welt gewönne, und nähme doch Schaden t wenn Seele?" Gs gibt doch viele Leute, die Gründungen geneiB uer Tb habe noch nie gehört, daß sich ein Konsortium finde! sind; in Gut zu gründen. Jh halte es durchaus für häßlich, en unr f dec sich in allen seinen Schichten so viel Mühe geber A ‘um durhzukommen, als eigensüchtig, als egoistisch zu n afen. S so gegen die Landwirtschaft den des iht; es sin (dier, wohl gar Berliner. *orige ines, heißt es, träten bie Agrarier mit Füßen; das n Volk müsse leiden zu Gunsten der Landwirtschaft. Nein, es ist orde eine vaterländishe Pflicht, für den einen Stand fo gut zu fratie wie für den anderen. Die Industrie hat uns die Sozialdemo ande über den Hals gebracht, so groß wie in keinem anderen soliden der Grde; wenn da das Gegengewicht der landwirtschaftlihen 19 was Kreise, der landwirtlschaftlihen Arbeiter fehlte, wüßte ih nich aus unserem lieben deutshen Vaterlande werden sone M Gothein weiß ganz genau, daß der Fürst von Bismark zuleß einen ) aus und halte mich an die Tatsachen. Preußen forderte e des oll von 6 r vom. Reiche, wenige Jahre vor dem Pie dent ürsten von Bismarck. Selbst Marristen, au Kautsky, e: ill ih gat totstand der Landwirtschaft an; von Calwer, Schippel i pels er nicht reden. Die Freisinnige Vereinigung hat sich S Mrugnetes bitterten Spott gefallen lassen müssen, daß sie den Notstan sollen dem er nannte sie gute Leute, aber \{le{chte Musikanten. Wa verekeln® gegenüber diese Versuche, die Handelsverträge dem Lande iu

(S{Whluß in der Zweiten Beilage.)

eschlossen find. Naivitäten, wie sie

dhe einführen wollte. Ich bestreite das duen

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