1905 / 62 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Vo Gen wird vorbehaltlich der Bete Dritter lt. Für He Wesedigung der haber der Schu reibungen wird eine Gewährleistung seitens des Staats

niht übernommen. Darmstadt, den 4. März 1905. Großherzogliches Staatsministerium. Rothe.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Meliorationsbauinspektor Thoholte, zur Zeit in Potsdam, zum Regierungs- und Baurat und E den Regierungsassessor Dr. von Chriften in Heiligen- stadt zum Landrat des eises Heiligenstadt zu ernennen sowie infolge der von der Stadtverordnetenversammlung zu Brandenburg a. H. getroffenen Wahl den besoldeten Bei- eordneten (Zweiten Bür ermeister) der Stadt Kottbus Hugo reifert als Ersten Bür ermeister der Stadt Brandens-

burg a. H. für die geseßliche Amtsdauer von zwölf Jahren und infolge der von „der Stadtverordnetenversammlung zu Kalbe a. S. getroffenen Wahl den bisherigen Bürgermeister

dieser Stadt Walter

Mittelstaedt auf fernere zwölf Jahre

in gleicher Eigenschaft zu bestätigen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : durch Allerhöchste Ordre vom 6. d. M. den General der fanterie von Leszczynski, Chef des JZnfanterieregiments arkgraf Karl (7. Brandenburgischen) Nr. 60, gemäß 8 3 Nr. 8 der Verordnung vom 12. Oktober 1854 aus Aller: höhstem Vertrauen als Mitglied des Herrenhauses auf Lebens- zeit zu berufen. | i

Auf Jhren Bericht vom 20. Februar d. J. daß die dem Chausseegeldtarif vom 29. Februar 1 (G.-S. S. 94 ff.) angehängten Bestimmungen wegen der Chaussee- Polízeivergehen auf dié vom Kreise Heils- berg, Re ierungsbezirks Königsberg, 22 aggr und in dauernde Unterhaltung übernommene Chaussee von Station 11,4 der Chaussee Heilsberg—Seeburg südöstlih von Klotainen über E Tollnigk bis zum Konitter Wald zur Anwendung kommen. Die eingereichte Karte erfolgt anbei zurü>.

Berlin, den 1. März 1905.

Wilhelm R. von Budde.

Heheiumige 2A

An den Minister der öffentlihen Arbeiten.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.

Dem Privatdozenten in der philosophischen Fakultät der irie Wilhelms =- Universität zu Berlin Dr. Hermann n>en ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.

Nic<hkamlklices, Deutsches Rei <,

Preußen, Berlin, 13. März.

Seine Majestät der Kaiser und König n am Sonnabend an Bord des Linienschiffs „Kaiser Wilhelm I[.“ auf der Neede von Bremerhaven ein und verblieben während der Nacht auf dem Schiffe. Gestern mitta um 12 Uhr reisten Séine Majestät nah Bremen ab, wo A erhöcstdieselben um 1 Uhr 20 Minuten eintrafen. Am Bahnhof waren zur Be- grüßung Seine Königliche Hoheit der Prinz Heinrich sowie der Bürgermeister von Bremen Dr. Pauli und der Senator r. Markus anwesend. Seine Majestät begaben Sich alsbald nah dem Ratskeller, wo das Frühstück eingenommen würde, und seßten um 3 Uhr 18 Minuten die Reise na Berlin fort. Heute Santiag hörten Seine Majestät im hiesigen Königlichen Schlosse den Vortrag des Chefs des Zioilkabinetts, Wirklichen Geheimen Rats Dr. von Lucanus.

Am 11. d. M. ist in Halensee der Rat im Reichseisenbahnamt, Wirkli im 73. Lebensjahre na längerem

ehemalige vortragende e Geheime Rat Kraefft eiden fanft entshlafen. Jn Kolberg am 26. Oktober 1832 jeberen, begann er seine Beamtenlaufbahn am 4. September 1850 im preußischen izdienste. "Jm Hahre 1861 trat er zur Staatseisenbahn- verwaltung über und folgte im Jahre 1868 einer Berufung in das damali è Bundeskanzleramt, wo er zum Regierungsrat und igen Hilfsarbeiter ernannt wurde. Bei Errichtun _des ihseisenbahnamts im Jahre 1873 trat er als Geheimer Xegrerungsrat und vortragender Rat in dieses Amt ein, wurde ium Jahre 1878 zum Geheimen au LS lon von 1887 ab mit dec ständigen Vertretung des enten lichen Geheimen er als stellvertretender undesrat angehört. 2 Ausgestattet mit einer umfassenden Kenntnis des Eisen- bahn-, insbesondere des Verkehrswesens, und begabt mit einer großen, auf tangiähriger grkahrung und sicherem Urteil be- “ruhenden Umsicht in der Behan lung der Dienstgeschäfte, war der orbene an Diensteifer und nie ermüdender treue das Muster eines Beamten. Aus Anlaß der seines l ntglährigen Dienstjubiläums am 4. September 900 wurde ihm der Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit

Eichenlaub und bei der Genehmigung der mit Rückficht auf ein vorgerü>tes Alter zu Beginn des v agen hres von ihm èrbetenen Versezung in den „Ruh der Cha- rakter als Wirklicher Geheimer Nat mit dem Prädikat Ex- zellenz verliehen. E

Cine Verdienste um das deutsche P T E vortceffliher, zuverlässiger Charakter und ose

eine E Liebenswürdigkeit sichern dem Dahingeschiedenen ein uerndes ehrenvolles Andenken. L

ierungsrat und, nach- |

Laut Meldung des „W, T. B.“ ist S. M. S. „Bussard“

am 9. N in Port Elizabeth eingetroffen und sezt am 15. März die Reise nah Kapstadt fort. S. M. S. „Falke“ ist am 10. März in Mus (Peru) angekommen und geht heute von dort nach den alapagos- feln in See.

Bayern.

Seine Majestät der Kaiser hat, wie meldet, an Seine Köni liche Hoheit den nachstehendes Handschreiben gerichtet:

Durghlauchtigster Fürst! Freundlih lieber Vetter und Bruder!

Eurer Königlichen Hoheit ist es dur< Gottes Gnade vergönnt, am 12. d. M. den Tag zu feiern, an dem Dieselben vor 70 Jahren in den Militärdienst eingetreten sind. Eure Königliche Hoheit dürfen überzeugt sein, daß mit Mir Meine ganze Armee und in- sonderheit das Eurer Königlichen Hoheit erlauhten Namen tragende Feldartillerieregiment den lebhaftesten Anteil an dieser seltenen Feier nimmt. Mit freudigem Stolze erfüllt es Uns, Eure Königliche Hoheit zu den Unsrigen zählen zu können, und in aufrichtiger Verehrung und treuer Waffenbrüderschaft sprehe Ich Eurer Königlichen Hoheit Meine und Meiner Armee wärmste Glü>- wünsche aus. Jch benuße diesen Anlaß, um die Versicherung der vorzüglichen Hochachtung und verwandtschaftlihen Gesinnungen zu erneuern, womit Jh verbleibe

Eurer Königlichen Hoheit freundwilliger Vetter und Bruder Wilhelm, Wilhelmshaven, an Bord Meines Linienschiffes „Kaiser Wilhélm IT.*, den 10. März 1905.

Seine Königliche Hoheit der rinz-Negent hat, wie B. L. D.” niitteil De Soi eten Arméetéfcti erlassen, in dem Höchstderselbe darauf R daß 70 Jahre verflefsen seien, seitdem er zum Hauptmann des 1. Artillerie- regunents ernannt worden sei und der Armee angehöre. Sodann

heißt es: „Mit regem Interesse habe ih die Jahrzehnte hindur< die Ent-

wi>elung der Armee verge ihre Wandlungen und ihr stetes ziel- fidheres Fortschreiten. Heute sprehe ih es mit boher Genugtuung aus, daß dank der freudigen Vingabe aller Offiziere und Mannschaften an den Dienst sowie dank der von jeher herrschenden Manneszu(ht die bayerishe Armee ein ebenbürtiges Glied des glorreichen deutschen eeres bildet. Jh hege die zuversichtliche Hoffnung, daß die Armee hre im Kriege wie im Frieden bewährten Traditionen stets hohhalten und au férnerhin in rastloser Friedensarbeit threr ernften eingedenk bleiben wird. Meine innigsten Wünsche werden die begieiten, solange ih lebe.“

Aus Anlaß seiner 0 jährigen Fuge porigtelt zum 1. Feld- artillerieregiment besuhte Seine Königliche Hoheit der Prinz- Regent vorgestern die Kaserne des Regiments. An dem Kasernentor erwies eine Jahr in der historischen Uniform

„W, T. Y.° Prinz- Regenten

des Regiments aus dem Zahre 1835 die Ehrenbezeugungen, Nachdem der Oberst von Seiner Königlichen Hoheit den Dank des Regiments abgestattet und das Hoch ausgebracht il folgte die Vorführung eines Geschüßes und eines Munitionswagens aus dem Jahre 1835. Nach ein- stündigem Verweilen verließ der Prinz-Regent unter leb aften Hochrufen des Regiments die Kaserne.

0 Anwesenheit der im aktiven Militärdienst stehenden Prinzen und der Generalität überreichte am Sonnabend- nahmittag Seine Königliche Hoheit der rinz-NRegent in der Residenz Seiner Königlichen Hoheit dem General- , feldmarschall Prinzen Leopold den Feldmarschallstab mit

einer Ansprache; an diese Feier shloß sih eine militärische Galatafel.

D eitung“ veröffentlicht Kaiserliche preven an den Minisierpeoctoffel B y G

en “Feldzengmeise minister Gr

! von ‘dem Posten desg und poverteidigungsmini ers unter dem ‘Mus dru dés Tete i riennung für die während Er als 50 Jahren geleisteten Dienste gewährt und der Korps ommandant, Feld- zeugmeister Schönäich zu dessen Nachfolger ernannt wird. Die uta rie Regierung t, wie „W. T. B.“ erfährt, die geltende : mit Öesterreich- Se arn, die 4 Ms r ens rteits , vorgenommenen ndigung am 14. rz abgelaufen wäre, bis zum 14. Sep- tember 1 verlängert. s E Das österreihis<e Ab eordnetenhaus hat am S abend nah mehrtägiger Verhand ung die erste Lesung e Gewerbes tenelte beendigt. Die Vorlage wurde dem Gewerbeauss<uß en.

Kossuth hat in einem Blatte wonach eine wirtschaftli<e Trennung Ungarns von Oesterrei in der Weiss durchzuführen sei, baß in den, zwischen den beiden Ländern ga 'uschließenden nur bezüglih einiger Industrieartikel estellt würden, daß hingegen bezügli owie j die 4 auar der haupt Rohprodukte nah esterrei< au bestehen solle, Seuuali der etwaigen Einwendun ers Les in (is i ungsflazel “ral :

e, “bem ; die übrigen: en würden un- bedikas einsehen, daß fuih, die üb des Mon ad reih und Ungarn eine besondere Lage schaffe.

einen Artikel vetöffentlicht,

Pflicht-

er |

Vorgestern sind in Budapest a

flüchtlinge, die über Polen nah Ungarn geflüchtet warén, verhaftet worden.

Großbritannien und Irland,

“4 Der Fürst Ferdinand von Bulgarien i +W T. Y,® beridt am Sonnabendvormittag von E nach dem Kontinent ab, i

“An Stelle Wyn hams is Walter Ÿ. Long zum potgsetretär für etn us ernannt worden. ‘Das Pr unt der Lokalverwaltung, das bisher Long inne hatte, übernimmt der Prásident des Handelsamts Gerald Balfour. An die / Stelle E fritt dex rerd-Geheimsiegelbéwahrer Marquis _of Salisbury. Der Junior-:Lord des Schaßes Fell “ist zum Präsidenten des A>erbauamts ernannt an Stelle des

arl of Onslow, der kürzli zum räsidenten der Kommissi , des Oberhause ernannt erte, Präsi Fommissionen

t russische Militär.

Rußland. Y Die „St. Petersburger Telegraphen-Agentur“ ertline wie dem „W. aus St. Petersburg gemeldet wird

die im Auslande verbreiteten Gerüchte unruhen im Die Bauern in

Balachow hätten, gestüßt auf Urkunden, * deren E

theit nicht erweislih sei, in dem

olge zu geben. Hierauf ehrere Kosaken und worden. i

sei Militär 1 lebt Soldaten seien dur Steinwürfe ver s Menge sei den Gouverneur beruhigt * iter hätten die Bauern die Namen der Aufwiegler angegeben, die verhaftet worden seien. Die Soldaten hätten niht von der Wa Gebrauch gemacht; von den Bauern se keiner verwundet worden. Im Hinbli> Ÿ droht eine amtliche Kundmachung für Aufheßung del Bauern bei Versammlungen in den Dârfern gegen die F die „Bauetnselbstverwaltung bestehenden ( egterungsanordnungen Geldstrafen big

500 Rubel oder A Monaten an.

‘ie Maßnahme wird auf ge in Warschau ist, na< einer Meldung T ieri Gesindel terrorisiére dém Dru> der Ver 5 Drohbriefe mit der For

F

leidenden Hausbesiger erhielten herabzuseßen: sel

die D x bst bedeutenderen Jemen geit M | es bei der ungünstigen wirtschaftlichen Lage hwer, die A

zu entrichten.

nnern im übernehmen. edotti, ajórana

x 0 zuzzatti, Ronchetti wlirden auf ihren Poiten verbleiben.

Türkei, Wi Aus Konstantinopel vom heutigen Tage berichtet ammerhz dr -Rorr Bureau” i tr, zwei Kaiserli ein Brigade zwei Kaiserliche Im Yildi

djutanten, ein Division& eneral vers<wunden und angeblich entflohen 1z¿Palais herrsche große Erregung.

D Rumänien. R ie i Sonnabend, wie „W. T. richtet, im ierung hat am S

and und

entwurf, betreffend die Verlängerung des provisor Handelsübereinkommens mit Bulgarien auf eit

Serbien.

A 6 f:

In einem am Sonnabend unter Vorsiß des Köntg beshleenen Ministerrat wurde, dem an S oe t Skupschlina in dep? serbischen Handeln nid

H ärtigen mehr vorzulegen, © egenwärtig

Séhweden uud

In der vorgesirigen S; Staatsrats is- wie „W. T. B“ erfähet das Abs Biedagesuc L ens herigen „Ministeriums genehmigt und ensezung Ministerium in der bereits gemeldeten Zusamm ernannt.

Nortoegen. wurde, s

Amerika. 1 E Aus Washington meldet das „Reutershe Bureal - russishe Botschafter Graf Cassini habe gegenüber über Friedensverhandlungen ärt, Mb von Frieden gesprochen. Die Antwort Rußlands je endung von Verstärkungen gewesen. Mukden , wie Antwort edeúte einen Rückzug, ua abécmals werde die eber den ßlands die Entsendung Le er Verstärkungen sein. he ferner eden werde kein Wort fallen. “Dex Bo chafter Jn dem ul geäußert, daß er seit mehreren Wothen Kenntnis v Cs Krieg lihen Entschlusse des Kaisers habe, nie fortzufegen, bis die Nussen siegreich seien, ohne Tits d datauf, wie lange dies dauern könne. Armee sendung neuer Truppen zur Verstärkung der Generals Kuropatkin vorbereitet.

Asien. 4 ist wie Die ,St. Petersb legraphen-Agent ir< zu er- in; V. T B beriduel wird eemüedtige fategoris 8, klären, daß alle eldungen über Ab über einen Zussishen Regierung Vorver andlung begründé Frieden t céginnen, vollständi E tönnten t n. Alle diese t ;

aus gut unterrichteten Sten Quellen starumen, fen u A n vethandele ge tig mit en nkiers über eine Anleihe und au tándard ‘Oil Comp une, 100 Millionen Yen mit der Norden von unter Verpfändun E n thten die di Die hierbei interessierten art einleihen zu ur die

den E Ungewißheit eseitigung d die wegen über die Bauer ¿Befürchtungen den

: 10. d. M. 6 Uhr General atkin-hat vom i Abends gemeldet; r 0patl

Seit der Onders léwiecig (8 vollzieht fich der

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Mandarinenstraße ent- efahr. Det A une r Die Mandarinew vei Ortén bei Tavan und RERTRE hielten sih sehr tapfer. Die Japan Wangen so L om Süden vor, weil der Des der ift veund bei Mukdea e géfroren ist. Genera ist verwundet worden, er Front. in Tele ramnm des l. d. M.

Zerpiyky Generals Kurdó patkin an den et: ; i zwei ee, bél ber S ans t

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über Bauern? Gouvernement Saratow für übertrieben“

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weigert, der Aufforderung der Behörden, dies zu unterlassen, T entboten worden. E

auf die Wahrung der staatlichen Ordnun F

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he j it D df E enat die Handelsabkommen mit De f der Schweiz eingebracht, ebenso einen igen Zahr

orps, Die Javanee bedrohten unsere Truppen, aber dank