1877 / 101 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Sechsuudfünfzigster Rechuuugsabscluß

Feuerversiherungsbauk für Deutschland

in Gotha vom Jahre 1876.

M. s 3,711,406 60} s Oos 3,711,658/94 6,283/37

|] 3,705,375)5

405,269 7,550,445 404,086 10,332

12,075,509

A. Einnahme. _ A 1L.| Pr-ämien-Uebertrag vom Jahre 1875 laut 99. Recnungs8abs{luß Liierzu: für nah Abscbluß der Rechnung hinzugetretene Versicherungen

Hiervon ab: für nach Ab\ chluß der Rechnung ristornirte Versicherungen

| Reserv: für unermittelt gebliebene Schäden, Verluste und Kosten laut 55. Rehnungsabs{luß . . - A E | Brutto-Prämieneinnahme im Jahre 1876

.| Zinsen-Cinnahme und A a a S

| Verjährte Dividenden aus dem Sahre 1870 . . E, Die Gesammt-Einnahme des Jahres 1876 beträgt demnach

B. Ausgabe. 4 Provision für die Auszahlung der Dividende aus dem Brandschäden Koften und Verluste: F a. aus dem Jahre 1875 und früher laut Nachweisung b. aus dem Fabre 1876 laut Nachweisung Ib, .| Laufende Verwaltungsunkosten laut Nachweisung l... . . - .| Prämien-Provision an die genten, Haupt- und General-Agenten

i j 82,682 73 | 9,380 933/311 993 823: 587 941 T0719

Jahre 1875 .

I. a.

C. Reserve. _

1.| Für unerledigte oder nob unermittelte Schäden, aus dem Jahre 1876 und aus früheren Jahren. S .} Prämienreserve zur Deckung der in künftige Jahre überlaufenden Versicherungen e A A

NVerluste und Kosten 361,694

3,836,055

6,104,889 Es bleibt mithin ein reiner Uebershuß von « «-_-+ - - 5,970,619 welber von der an der Ersparniß dieses Jahres theilnehmenden

Summe von 7,463,274 4 33 H eine Dividende von

80 Procent ergiebt.

Die Gesammtsumme der im Jahre 1876 in Kraft gewesenen Ver- L sicherungsverträge beläuft ih e O BBOBE2000

auf O 43,184,572|—

und die Summe der eingelegten Nachschußbürgschaften auf . wovon für 1876 29,679,062 M.

1877 13505,510} ei :

Die speziellen Nachweisungen I. und 11. dieser Rechnung sind bei sämmtlichen Agenturen der

Bank zur Einsicht der Theilnehmer niedergelegt. 2

S&ließlih wird darauf aufmerksam gemat, daß

die unerhobenen Dividendenantheile vom Fahre 1871 nah S. 9 der Bankverfassung verjähren, wenn deren Erhebung nicht im Jahre 1877 erfolgt. Gotha, den 24. Februar 1877.

Die Feuerversicherungsbank für Deutschland.

A. Matthäi, A. Gier , C. Mathies, J. Doebel, Director. Bevollmächtigter. Buchhalter. Kassirer.

Es wird hiermit atteftirt: E f daß die in diesem 56. Rechnungs-Abschluß für 1876 aufgeführten M 3,836,055. 57 & S Prämien-Uebertrag auf die Jahre 1877 bis 1883, f 361,694. 42 Reserve zur Abmachung sämmtlicher angemeldeten und noch nit festgestellten Schäden, Kosten und Verluste, 5,970,619. 47 Uebers{uß vom Sabre 1876, und ferner : 119,583. 60 für noch unerhobene Dividenden aus früheren Jahren. e 10,287,953. 06 S in Summa, dur disponible Fonds, und zwar in: N #6. 8,080,681. 80 & F auf Grund rechtliher Gutachten und mit Genehmigung des Bank-Vorstandes angelegten Geldern, 1,760,291. 388 „, Guthaben bei den Herren Agenten und Banquiers,

Z 273,979. 88 baarer Kasse und laufenden Wechseln,

2 173,000. für das Bankgebäude,

e 10,287,953. 06 S Summa wie vorstehend und ferner:

5,000. , Caution des Herrn Bevollmächtigten,

s 45,000. Caution des Herrn Kassirers, i bei der heutigen Revision nachgewiesen, sämmtliche der Bank zugehörige Schuld-Dokumente deponirt und in gehöriger Integrität befunden, auch sämmtliche berechnete Ausgaben mit richtigen Quittungen belegt worden find. 4 ¡M : a

Nah erfolgter genauer Revision der Bestände, Nachrechnung der Bank-Rechnungs-Bücher und der Abschluß-Rechnungen wird diese Rechnung von uns als richtig anerkannt.

Gotha, den 8. März 1877. E E

Die Bank-Revisions-Kommi)sion. G. D. Koh, Commerzienrath aus Arnstadt. F. Blanchart aus Erfurt. E. Fritsche, Spezial-Revisor. 5 Î :

Der vorstehende 56. Rechnungsabs{luß der Feuerversiherungsbank für Deutschland wird auf Grund stattgehabter Revision hierdurÞ als richtig anerkannt und dessen Veröffentlihung genehmigt. Derselbe wird jedem Banktheilnehmer zugesandt. _ j

In der beutigen Vorstandsversammlung ist Herr A. Matthäi für das Jahr vom 1. Juli 1877 “His dahin 1878 zum Direktor und Herr F. A. Kämpf hier zu dessen Stellvertreter gewählt worden.

Gotha, den 19. März 1ST. L E . Der Vorstand der Feuerversiherungsbauk für Deutschland. A. Kämpf, Vorsteher für Gotha.

Graf von Keller, D ces Sen : x . Aanbé »Qiel pold, Vorsteher i. V. für Arnstadt. Vorstands - Dirigent. J. Kallmeyer, Vorsteher für Erfurt.

; Uebersicht des Geschäfts der Feuerversicherungsbauk für Deutschland in Gotha im Königreich Preußen. Bersiherungssumme Ende Dezember 1576... „„„ = « +'- Prämien-Einnahme im Jahre 1876 S e bezahlt

Brandshäden und Kosten im Jahre 1876 Eríparnis (Dividende) aus dem Jahre 1876 an die D Bekanntmachung. Feuer-Versicherungs-Bauk für Deutschland in Gotha.

Nach dem Recbnungs-Abshlufse der Bank für 1876 sind den Theilnehmacn derselben für das xergangene Zahr wO Procent

Der cingezablten Prämie als Ersparniß zurückzuzahlen,

Den in1_ Bereiche der Agentur Berlin wohnenden Banktheilnehmern wird ein Exemplar des Rethnungs-Abschlusses, sowie ihr Dividendenschein zugefandt. '

Leßterer ist eigenhändig zu unterzeichnen und unter Vorzeigung des Versicherungsscheines, welcher dieselbe ummer wie der apuigtdir p ddo trägt, in den Stunden von 9—1 Uhr Vor- mittags, sowie von 3—6 Uhr Nacbmittags auf unserem Bureau abzugeben, worauf Zahlung 8 ort erfolgt.

Aufnahme neuer Mitglieder vermitteln koftenfrei sowohl die unterzeichnete General-Agentur als

di: Agenten Herr L R Alte Jacobftraße Nr. 71, + merow, Manteuffelstraße Nr. 67, Rust, Alte Leipzigerstraße Nr. 11, A. Schindler, Karlstraße Nr. 25.

Berlin, den 1. Mai 1877. j Die Geucra!-Agentur der Fenerverficherungsbank f. D. v. Schirmeister,

Kronenstraße 44, I, Tr.

M. 1,541,778,800. 4,673,373. 625,847.

Versicherten zurückgezahlt 3,738,698.

[3798]

Nechuungs - Abs\chluß

pro altimo Dezember 1876. Debet.

E

1876 Dezember 31. An Grundstücks-Couto : Sd. ¿5% Jmmobilieu-Conto: E e Junventarien-Contso : Saldo am 1. Januar 1876 Zugang pro 1876 T

Abgaug pro 1876 .

—D70,537 3

569,375 1,161

433

E)

56 87

43 68

Abschreibung pro 1876

Mobilien-Conto : Saldo am 1. Januar 1876. . Abschreibungen pro 1876 .

. 4 209,906

570,103

8,642 2,592

75 35

17 67

t 906,575! 1,675,911

360,197

Materialien-Conto: a. dg R S b. Eisen. div. Materialien und Reserveftüke .

280,965 71,210

35

50)

Breunmaterial-Conto: Saldo am 1. Januar 1876. Abitns po 16 S

3,193 1,762

20 54

Serte 29 en- 2c. Bestäude-Couto rth der fertigen Wagen 2c. . Stabfußbodenbestände-Conto:

Werth der fertigen Stäbe . « Conto-Corrent-Conto:

Diverse Debitores . . Cafsa-Conto :

Baarbestand am 31. Dezember 1876 Cautions-Contso:

Bei diversen Behörden 2c. deponirte Effecten Effecten-Conto:

Bestand am 31. Dezember 1876 . Lombarddarlehu-Conto :

Baare Darlehen . Affecunranz-Conto :

Affsecuranz-Prämie pro 1877 «eo Verlust ex 1875 und 18G... E

352,175

1,430'

7,295 18,314 55,646 21,397

35,4375

669,497 91,000

1,486 298/533

Summa Credit.

4,500,948

6,049.

00 45

1876 Dezember 31. | Per Actien-Capital-Conto: Actien-Capital è „… Unkosten-Reserve-Couto : Bestand ultimo 1875 .

Abgang pro 1876

01

007

Conto-Corrent-Conto: Diverse Creditores . .

E A 4,500,000

00

856

99

91/54

Summa

: Berlin, den 31. Dezember 1876. Actien-Gesellschaft Norddeutsche

in Liquidation. Der Verwaltungsrath.

Bilanz

des

Cölner Bergwerks - Vereins am Schlusse 1876.

[3777]

Die Liquidations-Commission.

4,500,948 53

Fabrik für Eisenbahn-Betriebs-Material

Activa.

Zeche Anna, einscließlih der Felder, Grundeigenthum, Gebäude, Anschlußbahnen, 15 Beamten- und 52 Arbeiter-Wohnungen . hierzu ein zurückgeuommener Bauplaß . „ee

Zeche Auna, 80 Arbeiter-Wohnungen aus 1873/74/75, eins{ließlih cin Dauplals. A N N

Zeche Carl, einschließlih der Felder, Grundeigenthum, Gebäude, An- \{lußbahuen und 9 Beamten-Wohnungen . . . « «+ -

Zeche Emscher, einscließlihch der Felder, Grundeigenthum, Gebäude, Anshlußbahn, nah Verwendung der Spezial-Reserve 46 701,614. 40 Sügtig fn 1STO l i E, Ls Ri s

S E

Hauszin: ölu Ee S S abe e e d ager- resp. Magazin-Bestände auf Zee Anna und Carl .

7 i ä u s „, Emscher . Ziegelei, Grundstücke und Bestände . E RIE ch

t. 1,915,062 600

1,618,717 555,867

81

17,819 94,627! 20,677| 46,907

Debitoren: Banquiers . . « Ode . aen R S 125 Actien der Tauerei . .

237,585)

276,008 30,000) 9,000

T5 96 47 62

25 32

gerictlich deponirte Staatspapiere : Wecsel- und Cassa-Bestand . . . - R

Passiva,

Actien-Capital . ..„«--+ . As L S S Reserve-Fonds für Unglücksfälle .. . Amortisations- resp. Erneuerungs-Fonds DelteederEGonto L S i o o Qa S Creditoren (eins{ließlich December - Löhne und Quartal - Bergwerks-

Gta). S ul aro S erie O A Dividende, Rest aus 1874 . M. 144. 1875 . 1860.

" » L

O I O

5,400,000 911,559 38,848 353,392) 9/986

225,839 2,004

Brutto-Uebers{uß Durch Beschluß des Verwaltungsrathes Wu Bet e

dem Amortisations- und Grneuerungs-Fonds, und

der Reft von .

einer Dividende und der Zahlung von Tantiemen abgesehen.

und Bergwerks-Besißzer Felix Mallinkrodt, Bei Der Geschäftsberiht pro 1876 wird vom 15.

Herren Actionaire bereit liegen resp. denselben zugesendet werden, Cöln, den 28. April 1877.

Der Verwaltungsrath.

Aktien-Gesellschaft zur Gründung des

[3699]

Zu der am Dounersta iz tenden ordentlihen Geueralversammlung werden die Herren unseres Statutes ganz ergebenst eingeladen.

Bad Neuenahr, den 26. April 1877.

Der Direktor : A.

ftionâre

Lenné,

{châftsjahr.

60 82 66

48

__| 6,941,631

7,141,887

c

M.

1,915,662

298,050 2,457,600 1,574,585

297 58,800

6,304,996 51

180,032

952,593 104,265

25

«o 100,206,

40,000.

dem Delcredere - Conto überwiesen und mit Zustimmun ‘der Generalversammlung von ‘der Vertheilung

Bades Neuenahr.

, den 24. Mai c., Warten 115 Uhr, im Kurhotel abzuhal- iermit entsprechend §. 38

200,256

26 26

Die aus dem Verwaltungsrathe ast Bemen Mitglieder, Herr Commerzien - Rath Koenigs

e von Cöln, wurden als Solche wiedergewählt. Mai cr. ab in unserm Geschäftslokale für die soweit sie hier bekannt sind.

Tagesordnung: Vorlage der dehargirten Bilanz pro 1876 und Bericht des Direktors über dieses Ge-

Dritte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Dienstag, den 1. Mai

1877.

M 1Of.

Der Inhalt dieser Beilage, in welcher auch die im §8. 6 des Î Modellen vom 11. Januar 1876, vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentliht werden, erscheint au in einem besonderen Blatt unter

Central-Handels-Regi

Das Central- andels-Register für das Deutsche Reich kann dur alle Post-Anstalten, fowie |

durch Carl Heymanns Verlag, Berlin, W.,

Mauerstraße 63—65, und alle Buchhandlungen,

für !

Berlin auch dur die Erpedition: 8W., Wilhelmstraße 32, bezogen werden. |

t aud Satente.

Königreich Sachsen. Auf 5 Jahre, 9. April 1877, Anton Weiß, Crimmits{au, Mittel zur Verhütung der Kefsselsteinbildung; 9. April 1877, Bothfeld u. Sohn, Chemniß, Handschuhfutter ; 19. April 1877, F. Edm. Thode U. Knoop, Dreéden, für Picot de la Peyrouse, London, Verbesserungen in der Erzeugung von Leuchtgas. Verlängert bis 10. Mai 1878, Ern zu Ausführung des Heinrich Rätke in Berlin für Samuel Frith, Leicester, unterm 10. Mai 1876 auf Ver-

esserungen an flahen mechanischen Wirkstühlen er- theilten Patentes; verlängert bis 13. Mai 1882, Dauer des Karl Pieper, Dreéden, für Charles F. Gardner, Paris, unterm 13. Mai* 1872 auf eine verbesserte Nähmaschine, um die Sohle an das Oberleder von Schuhen oder Stiefeln zu befestigen, ertheilten Patentes; verlängert bis 7. Juni 1882, Dauer des Karl Pieper, Dresden, für Charles F. Gardner, Paris, unterm 7. JIúni 1872 auf eine Maschine zum Aufnageln von Schuhsohlen er- theilten Patentes.

Lippe. 23. April. Nathan Loeb & Söhne, Berlin und Elberfeld, Vorrichtung an der Bonnaz- \{hen Stickmaschine zum Aus\chneiden des aufge- \tickten Stoffes, fünf Jahre.

: Schaumburg-Lippe. 20. April, Nathan Loeb & Söhne, Berlin und Elberfeld, Vorrichtung an der Bonnaz'shen Stickmaschine zum Ausscneiden des aufgestickten Stoffes, auf drei Jahre.

Sachsen-Coburg-Gotha. 18. April. Löb & Söhne, Berlin und Elberfeld, Vorrichtung an der Bonnaz’\chen Stickmaschine zum Aus\chneiden des aufgestickten Stoffes, auf fünf Jahre.

(S. Anzeige am Schluß.)

In Beziehung auf das Vergehen des ein- ba hen Bankerutts (§. 283 Strafgeseßbuchs) at das Ober-Tribunal in einem Erkenntnisse vom 6. Februar 1877 folgende Säße ausgesprochen : 1) die Vollendung des Vergehens tritt erst mit der Zahlungseinstellung ein, und die Verjährung des Vergehens beginnt demnach erst mit dem Tage der Zahlungseinstellung. 2) Gehen der Zahlungseinstellung mehrjährige Unterlassungen. der Bilanzziehung voran, so liegt demnach nur ei n Vergehen vor, und es kann deshalb überhaupt nur ein eStrafe verhängt werden, „weil die verschiedenen Unterlassungen des Ange- klagten nur mit Rücksicht auf die erfolgte Zahlungs- einstellung strafbar geworden sind.“

Die Verpflichtung eines Kaufmannes zur alljähr- lichen Anfertigung einer Bilanz ist nah einem Er- Fenntniß des Ober-Tribunals vom 6. März 1877 vóllig unabhängig von der Befugniß, in den Fällen der Artikel 29, 2 Handel8geseßbuch (in wel- chen die Beschaffenheit des Geschäftes es nicht an- ders gestattet) nur alle zwei Jahre ein Inventar aufzunehmen. Es genügt für diefe Fälle, bei Auf- machung der Vilanz in denjenigen Jahren, in wel- hen eine JFnventur nicht statthaft, das Inventar aus dem Vorjahre mit den erkennbaren Verän- derungen zu Grunde zu legen. Unterläßt ein Kauf- mann diese jährliche Bilanzziehung, so ist er bei Zahlungseinstellung wegen einfachen Bankerutts zu bestrafen.

Ein We chs\el, welcher nicht mit dem erforder- lihen Bundesstempel von vornherein versehen ift, kann nah einem Erkenntniß des Obertribunals Senat für Strafsachen vom 27. März 1877, nur durch Aufkleben einer Bundesmarke, nicht aber eines aus einem Wechselblanket ausge- shnittenenBundesstempels versteuert werden. Eine Verstempelung in leßterer Weise ist als Wehselstempel-Kontravention zu bestrafen.

In einer der leßten Hauptversammlungen des Gewerbevereins zu Dresden wurden die jeßt überhandnehmenden Verfälschungen der Lebensmittel zur Sprache gebraht und der Norstand beauftragt, dieserhalb mit einer Bitte sich an den Stadtrath zu wenden, dahin gehend, ob es nit auf irgend eine Weise möglich sei, die Be- wohner Dreédens vor der das allgemeine Wohl fo sehr shädigenden Verfälshung der Nahrungsmittel durch strengere Beaufsichtigung, resp. durch Be- strafung der Schuldigen schüßen zu Tonnen. Dem- gemäß hat der Vorstand eine in der „Sächs. Ge- werbe-V.-Z.“ abgedruckte Petition eingereiht, in welcher derselbe den Stadtrath bittet, in Erwägung zu ziehen, ob es nicht mögli sei, die Errichtung eines chemischen Bureaus zur Untersuchung aller der Verfälshung, überhaupt der Gesundheit nachtheiliger, oder Verderbniß verdächtiger Lebens- und Genuß- mittel zu bewerkstelligen und deren Verkäufer oder SZerfertiger zur Verantwortung zu ziehen, resp. zu vestrafen.

Sollten indeß der Strafverfügung, welche in den angeführten Fällen der Stadtrath unbedingt ausüben müsse, wenn überhaupt die Herstellung eines chemifscen Bureaus einen Zune haben folle, Reichs- oder andere Gesete entgegenstehen, so dürfte es jedenfalls dringend nothwendig sein, dieserhalb eine Aenderung der Verordnung bei den gesetzgebenden Faktoren zu beantragen.

Der Gesammtvorstand des Allgemeinen Meck- lenburg. Handelsvereins hat an die Lokal- vereine ein Rundschreiben erlassen, welches u. A. auch die Abkügzung derCreditfristen und die Beförderung der Contantzahlnng betrifft.

Der soeben erschienene Jahresbericht des baverishen Gewerbemuseums zu Nürn- b-rg pro 1876 giebt günstige Mittheilungea über diese in steter rasher Entwickelung begriffenen ge- meinnüßigen Anstalt. Das Gesammtvermögen be- läuft si z. Z. auf 985,374 A. 33 S; der vom Landtag ins Budget eingeseßte Jahresbeitrag ist 50,000 A Die Mustexsammlung wur:e um 840 Nummern vermehrt und fanden sich am Jahres- \{lusse 4421 Inventarnummern verzeichnet, welche sih auf ca. 21,500 Gegenstände beziehen. Von den zumeist durch Gelegenheitskauf erworbenen Gegen- ständen treffen 158 auf Thonarbeiten, 145 auf Glas8- arbeiten, 80 auf Metallarbeiten, 57 auf Textil- arbeiten, 49 auf Holzarbeiten, 8 auf Elfenbein" und 25 auf Bucbinderarbeiten. Die Thonarbeiten umfassen italienische Majoliken, französische Fayancen, deutsche Stein- und Thonkrüge. Hervorragend ist cuch die Erwerbung von nahezu 100 Blättern \{önster Ornamentstiche aus dem 16. und 17. JIahr- hundert. Der technologishe Theil der Mustersamm- lung hat durch die Ankäufe des Sekretärs Dr. Seel- horst eine ziemlihe Bereicherung erfahren. Die Vorbildersammlung umfaßt gegen 36,000 ver- schiedene Abbildungen von Gegenständen der Kunst und des Kunstgewerbes auf 4505 Kartons, außerdem noch 327 Nummern von Gipsabgüssen. Der Besuch der Sammlungen, sowie der damit verbundenen per- manenten Ausstellung von Preisbewerbung8gegen- ständen beziffert fih auf ca. 33,000 Personen.

Die „Neue Zürcher Zeitung“ enthält über die Lage der amerikanischen Industrie nacste- hende Mittheilung: „Zu den zahlreichen Nachrich- ten, die aus den verschiedenen Theilen Europas ein- laufen über das Stocken des Handels, den Still- stand im Verkehr, die Einschränkung der Produk- tion, gesellte sich in den leßten Tagen eine Mel- dung aus New-York über den Nothstand in den Vereinigten Staaten, welhe Alles, was wir in Europa zu leiden haben, durch seine Dimen- sionen in den Schatten stellt. Die Beamten der Trades Union s{chätzen die Zahl der unbeschäftigten Arbeiter im ganzen Lande auf wenigstens zwei Mil- lionen; New-York selbst hat, so vernimmt man aus derselben Quelle, vierzigtausend müßige Hände. Andere behaupten sogar, es seien fünfzigtausen. Der erste Gedanke, welcher uns bei diesem lakoni- schen aber nur zu deutlichen Berichte aufsteigt, ist an die Millionen Frauen und Kinder, weiche für ihren Lebensunterhalt auf den Verdienst diefer Arbeiter angewiesen sind und deren Leiden und Entbehrungen einen \{chmerzhaften Hintergrund zu den stillstehenden Fabriken und ge\{lossenen Bergwer- fen bilden. Die Krisis, unter welchen die Vereinigten Staaten fo par leiden, hat in der That mit wenig Ausnahmen alle Zweige der Industrie und Produktion ergriffen, und Tausende und aber Tau- sende, welhe noch vor wenig Jahren mit der Hoff- nung, viel und gut bezahlte Arbeit zu finden, nah Amerika auswanderten, finden sich jeßt ihrer Sub- sistenzmittel entblößt und genöthigt, entweder zu darben oder die Hülfe der Vertreter ihrer Heimath zur Rückkehr anzusprechen. Allein man wäre sehr im Irrthum, wollte man annehmen, daß diefer Nothstand ein Ereigniß neuern Datums fei; seit mehr als zwei Jahren ist eine Industrie nach der andern ins Stockten gerathen, und haben fih Tau- sende zum Darben oder Abreisen gezwungen gesehen. Schon vor einem Jahre gab Mr. S. I. Reeves, der Präsident der amerikanischen Cisen- und Stahl- Assoziatio, in einem Briefe an ein Kongreßmitglied folgendes traurige Bild von dem Stand der Manu- faktur: „Die Hälfte der Hochöfen und Fabriken des Landes sind müßig; Eisen aller Art steht im Preise tiefer als vor dem Krieg; der Bankerott der erfahrensten und angesehensten Eisenmeister ist von Tag zu Tag in den öffentlichen Zeitungen an- gezeigt und die Löhne der Eifenarbeiter sind fo niedrig, daß diese kaum \ich vor Hunger und Ent- blößung \{chüßen können.“ j

och \{limmer erging es allen anderen Industrie- zweigen, welche durch hohe Tarife zu einer über- mäßigen Produktion angespornt und zu unprofi- tablen Unternehmungen verleitet worden waren. Unter dem kombinirten Einflusse eines übertriebenen Marktes und der Vortheile, die man von dem Schutzzoll erwartete, wurden Fabriken gebaut, Hoch- öfen arg-legt und Manufakturen aller Art unter- nommen in der trügerischen En, gleichbereh- tigt mit dem Weltmarkt konkurirren zu können. Der Rückshlag hat nicht lange auf sich warten lassen; der Zusammenbruch war eben fo plöulih als voll- ständig; die Fabriken sind leer, die Manufakturen stehen till und die großen Städte der Union sind gefüllt mit Tausenden unbeschäftigter Arbeiter, die unter Umständen eine Quelle ernstliher Gefahren sein müssen.

Handels - Register.

Die fen, dem Königrels aus dem. Königreich

Sachsen, dem Königreih Württemberg und

dem roßherzogthum Hessen werden Dienstags,

bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubrik

Leipzig resp. Stuttgart und Darmstadt ver-

öffentlicht, die beiden ersteren wöchentlih die letz- teren monatli.

Aachen. Die- Handelsgesellshaft unter der

Gesetzes über den Markenshuß, vom 30. November 1874,

ster für das Deut

Das Central-Handels-Register für das Deuts®ye Rei 0 M 50 4 für das Vierteljahr. Insertionspreis für den Raum einer Drudtjzeile 30

dem Titel

Abonnement beträgt 1

bisherigen Gesellschafter, den zu Aachen wohnenden Kaufmann Nicolaus Creußs, übergegangen, welcher den in Aachen wohnenden Kaufmann Richard Adams als unbeschränkten Gesellschafter in dasselbe aufge- nommen. hat.

Gedachte Firma wurde daher heute unter Nr. 1326 des Gesellschaftsregisters gelöscht. :

Sodann wurde unter Nr. 1382 desselben Registers eingetragen die Handelsgesellschaft unter der Firma: W. Creußt & Cie., mit dem Sitze in Aachen, welche am 19. April 1877 begonnen hat und von jedem ihrer beiden Theilhaber, den vorgenannten Kaufleuten Nicolaus Creuß und Richard Adams, vertreten werden kann.

Aachen, den 26. April 1877.

önigliches Handel8gerichts-Sekretariat.

Aachen. Unter Nr. 1301 des Gefellshafts- registers, woselbst eingetragen ist die Kommandit- gesellshaft unter der Firma J. G. Beissel Sohn mit dem Sitze in Eupen, wurde heute eingetragen, daß diese Firma mit dem 1. Mai cr. in Gebr. Hüffer & Cie. umgeändert wird.

Die für bisherige Firma dem zu Eupen wohnen- den Kaufmann Heinrih Hoffmann ertheilte Prokura bleibt für die neue Firma fortbestehen.

In Fulge dessen wurde diese Prokura unter Ièr. 804 des Prokurenregisters gelöscht und unter Nr. 859 desselben Registers neu eingetragen.

Aachen, den 27. April 1877. ]

Königliches Handels8gerichts-Sekretariat.

Altona. Bekanntmachung. N In fee Verfügung vom 28. v. Mts. Nr. 78 dritte Beilage dieses Blattes muß die Firma lauten: Marx Schliemaunu. Altoua, den 27. April 1877. | - Königliches Kreisgericht. Abtheilung 1. Altona. Bekanntmachung. x : Zufolge Verfügung vom 27. d. M. ist heute in unser Firmenregister unter Nr. 1363 eingetragen : der Kaufmann Mori Löwenberg zu Altona, Ort der Niederlassun z: Ottensen, Firma : M. Löwenberg# Altona, den 28 April 1877. Königliches Kreisgericht. Abtheilung I.

Altona. Bekanutmachung. z : Zufolge Verfügung vom 27. d. Mts. ist heute in unser Firmenregister unter Nr. 1364 eingetragen : der Agent Emil Christian Martin Vogel fang zu Hamburg, Ort der Niederlassung: Hamburg mit Zweig- niederlassung zu Altona, Firma: E. C. M. Vogelsang. Altona, den 28. April 1877. Königliches Kreisgericht. Abtheilung T.

Altona. Bekanutmachung- 5

Zufolge Verfügung .vom 27. d. M. ist heute in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 557 die Firma:

Ebel & Hansen in Altona eingetragen worden. Rechtsverhältnisse der Gesellschaft : Die Gesellschafter sind: 1) Christian Adolph Ebel, 2) Carl Ingwer Hansen, Beide zu Altona. f Die Gesellschaft hat begonnen am 27. April 1877. Altona, den 28. April 1877. Königliches Kreisgericht. Abtheilung I,

Altona. Bekanntmachung. 4

Zufolge Verfügung vom 27. d. M. ift heute bei Nr. 512 unseres Gesellschaftsregisters die Aufhebung der zu Ottensen bestandenen Zweigniederlassung der Hamburger Firma :

Gebr. Scholvin

notirt worden.

Altona, den 28. April 1877.

Königliches Kreisgericht. Abtheilung I. Berlim. Sn unser Firmenregister ist heut unter Nr. 233, woselbst die Firma W. Schefer zu Trebbin mit einer Zweigniederlassung zu Berlin verzeichnet ist, das Erlöschen der Zweiguiederlasung zu Berlin: (Straßburgerstraße Nr. 59) als solcher eingetragen, und letztere gelös{ht worden.

Berlin, den 24. April 1877. Sn es Stadtgericht. I. (Civil-) Abtheilung.

Berlin. Sn unser Gesellschaftsregister sind heut

als Gesellschafter der am 24. März 1877 zu Staak

Mühle begonnenen Handelsgesellschaft FranzKampfs-

meyer Nachf. die Mühlenbesißer Julins Moriß

Junker und Rudolph Willnow daselbs eingetragen. Berlin, den 24. April 1877.

Königliches Kreisgeriht I. (Civil-) Abtheilung.

Berlin. Sn unfer Firmenregister ist heut bei der unter Nr. 177 Cen Firma Franz Kamvbffmeyer zu Hohe Mühle und Staak Mühle das Erlöschen der Fi:ma in Staak Mühle und daß die Firma nur noch in Hohe Mühle besteht, einge- tragen und ihre Löschung in Betreff der ersteren erfolgt.

Berlin, den 24. April 1877. :

Königliches Kreisgericht. I. (Civil-) Abtheilung.

iva W. Creuyß & Cie., mit dem Sitze in Aachen, ist am 12. d. M. aufgelöst worden; das Geschäft mit der Firma is auf den einen der beiden

Berlin. Jn unfer Firmenregister ist heut unter Nr. 236 die Firma H. Seeger & Krüger zu Nteu-

sowie die in dem Gese, betreffend das Urheberrecht an Mustern und

sche Reich. (Nr. 101.)

ersheint in der Regel täglich. Das Einzelne Nummern kosten 20 S.

wedell mit Zweigniederlassung zu Grünau und als äFnhaber derselben der. Fabrikbesiter und Thon- waarenfabrikant Hermann Seeger aus Seegerhall bei Neuwedell eingetragen. Berlin, den 24. April 1877. Königliches Kreisgericht. I. (Civil-) Abtheilung.

Berlin. Handelsregister des Königlichen Stadtgerit2 zu ‘Zerlin. Zufolge Verfügung vom 30. April 1877 sind am selbigen Tage folgende Eintragungen erfolgt: Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma: Fabian & Levy am 15. März 1877 begründeten Handel3gesell schaft djebiges Geschäftslokal: Kommandantenstraße 71 T2) ind die Kaufleute: 1) Julius Levy, 2) Wilhelm Fabian, Beide zu Berlin. Dies ift in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6159 eingetragen worden.

Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma: Emil Heyse et Comp. 2 am 18. März 1877 begründeten Handelsgesellschaft 2 Cebiges Geschäftslokal: Landsbergerstraße 58) nd : 1) der Schuhmachermeister Emil Eduard Conrad Heyse zu Berlin, E 9) der Maler Franz Carl Preißler zu Lichtenberg (Kolonie Wilhelmsberg) bei Berlin. Dies is in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6160 eingetragen worden.

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 3431 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: Jablousky & Co. vermerkt teht, ist eingetragen : Die Gesellschaft ist durch gegenseitige Ueberein- funft am 30. April 1877 aufgelöst. Der Kauf- mann Marcus Jablonsky sett das Handelsgeschäft unter unveränderter Firma fort. Vergleiche Nr. 10,072 des Firmenregisters. i: Demnächst ist in unser Firmenregister Nr. 10,072 die Firma: Jablonsky & Co. und als deren ÎFnhaber der Kaufmann Marcus JFablonsky hier eingetragen worden.

unter

n unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 2350 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: Grapentin & Meyer vermerkt steht, ift eingetragen : Die Gesellschaft is durch gegenseitige Ueber- einkunft am 30. April 1877 aufgelöst. Der Kaufmann Carl Wilhelm Egmont Meyer seßt das Handelsgeschäft unter unveränderter Firma fort. Vergleiche Nr. 19,073 des Firmenregisters. Demnächst ist in unser Firmenregister unter Nr. 10,073 die Firma: Grapentin & Meyer und als deren Inhaber der Kaufmann Carl Wil- helm Egmont Meyer hier eingetragen worden.

In unser Firmenregister sind:

unter Nr. 10,074 die Firma Druck und Ver- lag der Volkszeitung Emil Schilke und als deren Inhaber der Erpeditionsvorsteher Emil Scbilke hier (jeßiges Geschäftslokal : Kronenstraße 55),

unter Nr. 10,075 die Firma: Hermann Scheller und als deren Inhaber der Kaufmann Her- mann Scheller hier (jeßiges Geschäftslokal : Reichenbergerstraße 5)

eingetragen worden.

Gelöscht sind: Firmenregister Nr. 4178: die Firma: Breslauer, Meyer & Co. Prokurenregister Nr. 2198: die Prokura des Dr. Richard Mever für die gs gelös{chte Firma: Breslauer, Meyer 0. Firmenregister Nr. 6416: die Firma: Georg Welsch. Prokurenregister Nr. 3371: die Prokura des Iohann Friedri Janz für die Firma: Rud. Kadau & Co. Berlin, den 30. April 1877. Königliches Stadtgericht. I. Abtheilung für Civilsachen.

Bochum. Handelsregister des Königlichen Kreisgerichts zu Bochum. Unter Nr. 277 des Gesellschaftsregisters ift die am 15. April 1877 unter der Firma Altenbohumer Dampfmühle und Kornbranntweinbrennerei Utermann & Co. errichtete ofene Handels8gesell- {aft zu Bochum am 26. April 1877 eingetragen, und sind als Gesellschafter vermerkt: 1) der Kaufmann Wilhelm Utermann, 2) der Kaufmann Heinrich Wittich, Beide zu Bochum. Die Befugniß, die Gesellschaft zu vertreten, hat jeder der beiden Gesellschafter für si allein.

Breslau. Bekanntmachung. In unser Gesellschaftsregister ijt bei Nr. 889 die Auflösung der offenen Handelsgesellschaft Geshw. Nowotny hierselb heut eingetragen worden. Breslau, den 28. April 1877. Königliches Stadtgericht. Abtheilung k.