1877 / 128 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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sternation, welche der Verlust von Ardahan hier hervorgebracht, ist } ge | | Regierung hat die Untersuhung und Bestrafung der Schuldi-

unbeschreiblich. Man giebt auf asiatischer Seite beinahe Alles för verloren. Die einzige Hoffnung auf eine günstigere Wendung in der Situation wird auf die Erhebung der ganzen mohamedanischen Bevölkerung des Kaukasus und der Küsten des Schwarzen und Kaspischen Meeres gescßt. Man rechnet hier auf diese Eventualität und bietet Alles auf, um diese Erhebung zu Stande zu bringen. Mit einer hier ganz ungewohnten Raschheit wurden 10,000 Mann, 36,000 Gewehre, 390 Revolver, 5000 Säbél und Mafsen von Mu- nition na Suchum-Kaleh geschickt. 5000 von Batum und anderen Külstenpunkten abgegangene Tscherkessen werden sih mit dieser Ex- pedition vereinigen. Troß alledem ist kaum zu erwarten, daß die Bewegung im Kaukasus folche Dimensionen annehmen wird, um den Russen ernste Verlegenheiten zu bereiten. Kaltblütige Leute hier sind felbst niht chne Beunruhigung über das Schicksal der tscher- kessishen Expedition von Suchum-Kaleh, welde in eine schr kritische Lage gerathen könnte, wenn ein russishes Armee-Corps ihr vom Kau- kTafus aus zuvorkommen würde.“ i t j

Ukber Ardahan und seine Umgebung giebt die W. „Presse“ folgende Schilderung :

„Die Stadt Ardahan liegt in einem reizenden Thale des Kura- lusses, 1845 Meter über dem Meere und auf allen Seiten von hohen ergen umgeben. Die Stadt ist in Form eines Amphitheaters am

rechten Ufer der Kura erbaut und hat cine prächtige Ausficht in die fleine Thalebene, welche sich vor ihr erstreckt. Die Citadelle liegt auf der östlihen Seite der Stadt. - Der Fluß s{längelt sich durch das hohe steile Gebirge und bildet einen Bozen um die Stadt herum. Eben auf diesen Anhöhen ftehen die von den Türken gebauten Forts, welche mit Kanonen von ver}chievenem Kaliber armirt, Stadt und Ebene bekterrschen. Die Festung wurde kurz vor ihrem Falle erst armirt. Aus Kars hatten die Türken 12 Kanonen des größten Kalibers gebracht, von denen jede einzelne Kanone von 149 Büffeln transportirt werden mußte. Das wichtigste und das stärkste Fort ist unstreitbar „Ramasan-Tabia“, welches sich nordöstlich von Ardahan auf dem Berge Maglas befindet. Dieses Fort dominirt nicht nur die Ebene und die Stadt Ardahan, sondern auch alle übrigen kleineren und größeren Befestigungswerke der Festung. Dieses Fort ist nur von Seite des Berges Gjurgun angreifbar; allein auch diese Seite ist jeßt unzugänglich, weil die Bergschluchten noch mit Schnee erfüllt sind. Am Fuße des Bcrges Maglas liegt das Fort „Kara-Tasch-Tschuchur“. Dieses Fort beherrscht den von Achalzik führenden Weg. Es ist 700 Klafter von der großen Citadelle entfernt. Zwischen diesem Fort und der Citadelle befinden sich noch die Forts „Baja-Bas{i“ Nr. 1 und 2, Das erstere in eiñèr Entfernung von 150 und das lektere von 100 Klaftern. Am rechten Ufer des Kuraflusses liegen die drci bedeutenden Forts „Achatie-Tabie“, „Kas-Tabasi“ und „Singer“, alle drei auf einer impofanten Anhöhe erbaut. Alle diefe Forts umgeben Ardahan von Norden, Often und Süden. Abgesehen von diesen Fortifikationen liegen noch im Kurthale die Forts „Djus“, „Mehrab“ und „Kudian- T\schaper“, welche die von Olti und Batum führenden Heerstraßen gänzlich beherrschen. Gegenüber diesen Forts auf der rehten Seite des Flusses liegen die Forts „Tschuna-Kena“ und „Gulja-Werdü.“ Dieses leßtere Fort, vier Kilometer von der Citadelle entfernt, hat fast die größte Bedeutung, weil es alle aus den Schluchten auf- steigenden Wege beherrs{t. Es liegt sehr hoch und ift von allen Seiten {on auf einer Entfernung von 5 Kilometern sichtbar.

Aus dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.

Madrid, Montag, 4. Juni, Vormittags. Ein protestan- tischer Prediger in San Fernando (Provinz Cadix), welcher sih weigerte, vor einer katholischen Prozession das Haupt zu

Werlin, 4. Juni 1877,

Der fahrplanmäßig um 5 Uhx 15 Minuten Vormittags hier eintreffende Courierzug der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn von Breslau ist am 2. d. M. aus Anlaß einer auf Bahnhof Lissa vorgekommenen Geleisesperrung mit 2 Stun- den 20 Minuten Verspätung um 7 Uhr 35 Minuten Vor- mittags eingetroffen.

Bom Kunstmarkt. Der ansehnlihen Reihe bemerkens- werther Kunstauktionen, die seit der Eröffnung des neucn, bequem und zwecktentsprechend eingerichteten Lepke' schen Lokals in kurzen Zwischenräumen auf einander gefolgt sind, {ließt sich die am Dienstag, den 5. und Mittwoch, den 6. Juni im Kunstauktionshause (Kochstraße 29) stattfindende Versteigerung der hinterlassenen Samm- lungen des Rentiers Bürckle, des Rehnungs-Raths Busse und des Barons von Herblingen an, deren gedruckter Katalog 212 Nummern der überwiegenden Mehrzahl nach Oelgemälde, daneben aber auch einige Aguar-!len, Zeichnungen 2c. umfaßt und dem Kunsft- freund eine ungewöhnlich reihe Auswahl gestattet, Die Ge- brüder A. und O. Achenbach erscheinen mit zusammen 7 Bildern, Ed. Hildebrandt mit 1 Oelgemälde und mehreren Agquarellen und Zeich- nungen, L. und Ch. Hoguet, Gude, Lier, Munthe, Körner, Nordgren u. A. mit gleichfalls trefflihen Landschaften, F. Quaglio mit ciner Landschaft, deren Staffage von dem verstorbenen M. Gierymsky herrührt, F. Volt, Steffeck, Decker und Verschnur mit tüchtigen Thierstüken. Von Th. Hildebrandt ist die „Gefangennahme des Kardinals Wolsey“, von Cornelius eine historische Zeichnung vor- handen. Besondere Beachtung verdienen dann ferner die „Fatale" Begegnung“ von Vautier, der „Savoyarde" von Knaus, die „JIdylle“ von Beyschlag, die „Weinlese“ von P. Meyerheim, der „Chinesische Markt“ und die „Ueberfahrt“ von Karl Hoff, die Genrebilder von W. Diez, A. Ramberg, Craeyvanger, H. Kauffmann, Breling, Hose- mann, Müde, Ehrentraut u. A., denen sih endlih noch einige ältere Bilder und Kopien anreihen.

In der diesjährigen Generalversammlung der Aktionäre des Zoologischen Gartens erstattete Hr. Dr. Bodinus einen eingehenden Bericht über die Entwickelung und Erweiterung des Jn- stituts, über neu entstandene bauliche Aualagen und Zuwachs an

Thieren 2c. U. A. theilte der Direktor über das Ende des.

Seelöwen, das seiner Zeit einiges Aufsehen machte , Folgen- des mit: Das Thier verzehrte noch an einem Sonntag seine Adendmahlzeit mit gutem Appetit, und Montags früh fand es der Wärter als Leiche auf dem Grunde seines Wasserbassins. Das Ge- heze der benachbarten Biber war erbrochen, und diese befanden sich im Freien. Am Rande des Bassins und auf dessen Boden lagen zer- bissene und halbverdaute Fische, die ausgebroWenen Reste der letzten Mahlzeit des verunglückten Robben. Die Sek- tion im zoologishen Muscum, dem der Kadaver übergeben wurde, zeigte gänzlihe Leere der Eingeweide und eine ausgeprägte partielle Entzündung, so daß der Genuß eines schädlichen Stoffes nicht zu bezweifeln sein dürfte. Ob Zufall oder böse Absicht diesen dem Nobben zugeführt, muß unentschieden bleiben. Diesem Verluste gegenüber wurden folgende Züchtungsresultate erzielt : 5 Löwen, 5 Kuguare, 1 Jaguar, 2 Tiger, 2 gefleckte Panther, 3 Wölfe, 1 Nylgau-Antilope, 1 Kaama-Antilope, 3 Hirschziegen-Antilopen, 2 Ari- \toteleshirsche, 1 Sika, 4 Axishirsche, 5 Schweinchirsche, 1 Molukkenhirfc, 2 Lama, 1 Guanaco, 1 zweihöckeriges Kameel, 2 Sunda-Rinder, 1 Kerabau, 1 Auercchs, 1 Zebu, 1 Zwergzebu, 1 Bison, 2 Felsen- känguruhs, 1 Bastard von Zebrastute mit dem afrikanischen Wild- esel und 1 Bastard von diesem und der asiatishen Wildeselin. Der neuholländische Strauß hat 3 Junge ausgebrütet, der amerikanische 5; die lebteren gingen aber später in Folge des \{lechten Wetters ein. Der Garten verdankt den Bemühungen des deutshen Gesandten at: Vie E ift Gg T Ie Meer und “ge S

i ur eschenke bereichert hatten, wurde am Schlusse des Berichts Erwähnung gethan. Y E ? m

entblößen, wurde von der Bevölkerung gemißhandelt. Die gen angeordnet.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Aus Stralsund, 24. Mai, berihtet die „Stralsunder Ztg.“ über die Jahresversammlung des Hansischen Geschichts- vereins: Die Herausgabe der hansishen Werke, bis 1430 gehend, wird von Dr. Koppmann besorgt, und zwar auf Kosten der vom König Maximilian von Bayern bestellten historischen Kommission. Dagegen - fälli dem Hansishen Geschichtsverein die Publitation der Rezesse von 1430 ab und der Urkunden zu, und zwar wird-die Herausgabe der Nezesse von 1430—1470 von Þr. v. d, Ropp in Leipzig, derselben von 1470—1530 von Dr. Schäfer in Bremen besorgt, welcher letztere von hier aus sofort na

S{weden und dann weiter nah Finnland gehen wird, um ?

die dortigen Archive zu durhforshen, während Dr. Höhl- baum in Göttingen die Herausgabe der Urkunden übernommen hat. Nach längerer Debatte, an welcher sich die HH. Geh. Rath Prof. Dr, Waiß, Prof. Dr. Nibsch und Prof. Dr.-Frensdorf betheiligten, wurde beschlossen, daß die Rezesse und Verhandlungen älterer Zeit vollständig und ohnealle Auslafsung zur Veröffentlibung gebracht werden follen, während in späterer Zeit, wo die Protokolle zu weitschitig werden, auch die Rezesse dann noch wörtlich, die zur Erläuterung der- felben dienenden Verhandlungen aber nur theilweise und mit Weg- lassung des Unwichtigeren, zu publiziren sind. Demnächst berichteten die HH. Dr. von der Ropp und Pr. Schäfer eingehend über ihre Arbeiten. Da statutenmäßig Dr. Ennen in Cöln aus dem Vorstand ausschied, ward eine Neuwahl vorgenommen, welche den Genannten wieder traf.

Hannover. (Hamb. Nachr.) Die vom Bildhauer Professor Engelhard zur Ausführung übernommenen Kolofsalfiguren der Wal- kyren, welche bestimmt sind, zu beiden Seiten des Kanossasteins auf dem Burgberge bei Harzburg aufgestellt zu werden, gehen ihrer Vollendung entgegen. Das überlebensgroße Medaillon des Fürsten Biêmarck, das în den bereits stehenden Obelisken eingelassen werden soll und vom Bildhauer Engelhard geschenkt ist, wird in den nächsten Tagen nach Braunschweig geschickt werden, wo dasselbe vom Prof. Howald in Bronze ausgeführt werden wird.

London, 29, Mai. (A. A. C.) Die GeographischeGesell- !

\cchaft hielt gestern ia dem großen Saale der Universität zu London ihre Jahresversammlung unter dem Vorsiß ihres Präsi- denten, Sir Rutherford Alcock. Nach der Verlesung des Jahres- berichts, aus welchem erhellt, daß die Gefellshaft gegenwärtig 3295 Mitglieder, aus\f{ließlichß der Ehrenmitglieder, zählt, wurde zur Ver- theilung der Medaillen geschritten. Die Medaille des Gründers für Förderung der geographisden Wissenschaften urd Entdeckungen erhielt Kapitän Sir George Nares, in Anerkennung seiner der geographiscben Wissenschaft als Befehlshaber der arktischen Erpedition von 1875/76 und Führer der wissenschaftlihen Expedition an Bord des

„Challenger“ geleisteten Dienste. Die Victoria- oder Patrons- j

Medaille, die dem Punditen Nain Singh für seine großen Reisen und Forschungen in Thibet und längs des oberen Brahmaputra, während welcher er die Position von .Lhassa fesistellte, zuerkannt worden, wurde dem Obersten H. Yule zur Uebersendung an den Punditen übergeben. Kapitän A. H. Markham, der die nördliche Sclittenabtheilung in der letzten arktishen Erpedition befehligte, er-

hielt eine goldene Uhr mit entsprechender Inschrift dafür, daß er :

den „Union Jak“ im 839 20‘ 26“ nördlicher Breite, somit in einem höheren Breitegrade als den, der je von irgend einer früheren Exrpe- dition erreicht wurde, aufgepflanzt hat. Der Präsident hielt sodann die üblihe FJahresrede, die cinen Rüdckblick auf die geo- raphischen Errungenschaften im abgelaufenen Jahre warf. m Abend fand das jährliche Diner der Gesellshafi unter dem

Cassel, 3. Juni. (W. T. B.) In der heutigen Aus\chuß-

ißung des ersten Kongresses der neuen freien Deutschen

rbeiterpartei wurde eine Kommission zur Berathung der Sta- tuten gewählt. :

4. Juni. (W. T. B.) In der gestrigen Abendsitung des Kongresses der Neuen freien Deutschen Arbeiterpartei wurde der von Dr. Marx Hirsch aufgestellte Programmentwurf angenom- men. Derselbe empfiehlt 1) Seitens der Geseßgebung: Die geistige und materielle Hebung des Arbeiterstandes im Wege des Geseßes und die vollständige Gleichberechti- gung der Arbeiter mit allen anderen Staatsbürgern, unentgeltliche Volksbildung, geseßlichen Schuß der Arbeiter , die obligatorische Einführung gewerblicher: Schiedsgerichte, die geseßliche Anerkennung der Gewerkvereine, die Abwehr einer neuen Beschränkung der Koalitionsfreiheit und die Beseitigung der die -freie Arbeit unterdrückenden Konkurrenz der Strafarbeit. Für 2) die Einzelnen und die Vereine wird empfohlen, die Herstel- lung eines humanen Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeit- nehmern, die Förderung der Ausbildung von Lehrlingen, die Grün- dung und Förderung von Bildungsvereinen, wirthschaftlihen Ge- nossenschaften und Hülfs- und Jnvalidenkassen, sowie die Bekämpfung aller auf Klassenherrschaft gerichteten Bestrebungen.

v. Mirus* Hülfsbuch für den theoretischen Unter- richt des Kavalleristen, fürjüngere Offiziere und Unter- offiziere. Zugleich zur Selbstbelehrung. R Auf- lage. 1877. Berlin bei E. S. Mittler u. Sohn. Nachdem der Verfasser sich ins Privatleben zurückgezo;en, hat der Major v. Pelet-Narbonne vom Kriegs-Ministerium die Fortführung der Mirus’s{en Bücher, des Hülfsvuches und des Leitfad:n8, übernommen. Derselbe ist ter Armee bereits durch sein Handbuch zur Er- theilung des 1heoretishen Unterrichts im Reiten bekannt und hat sich dur diese Neubearbeitung eines der Kavallerie unentbehrlihen Hülfsbuhs neues Verdienst um die Waffe erworben. Denn obgleich die leßte Auflage erst vor wenigen Jahren erschienen ist, so haben wesentlihe Aenderungen in der Geseßgebung, das Erscheinen des neuen Exerzierreglements, Aenderung in der Be- waffnung und im Gepäck der Kavallerie, sowie - zahlreih ergangene andere Bestimmungen es dennoch erforderlih gemacht, einzelne Ka- pitel vollständig neu zu bearbeiten, andere wesentlih umzugettalten. Erheblich häufiger als in früheren Auflagen sind die Geseße und offiziellen Bestimmungen angeführt und dadurch die Möglichkeit ge- boten, auf die Quellen E zurücézugehen. Für den Abschnitt über das Ererzieren zu Pferde sind die bekannten Instruktionen des ver- storbenen Generals v. Schmidt benußt.

Wie der „Allg. Ztg.“ a1s Reichenhall geschrieben wird, hat dort am 1. d. M.- Abends zwischen 7 und 9 Uhr ein Sturm von so auße’ ordentlicher Heftigkeit stattgefunden, daß Bäume entwur:clt, Dächer abgedeckt, in einem halbatten Orte die Spite des Kirch- thurms abgerissen und ein Eisenbahnzug mehrmals zurückgeschoben wurde. Die Temperatur war den ganzen Tag über bis zum Sturm sehr {chwül. Auf der Eisenbahnstree Immenstadt-Kempten rissen in der Nacht vom 1. zum 2. von einem Güterzug mehrere Wagen ab, fuhren bis zu der Station Kempten zurück, zertrümmerten dort die Mauer des Sackbahnhofs und fielen în den Stadtgraben. Der Wärter, welcher sih bei den Wagen befand, blieb unversehrt.

Leeuwarden, 2, Juni. (Wes. Ztg.) Gestern Nachmittag fand die festlihe Eröffnung des neuen Harkinger Hafens statt. Der Prinz Heinrich der Niederlande taufte ihn Nieuwe Wilhelmshaven. Bei den Festmahlen in Leeuwarden und Har- lingen wurde die freundschaftlihe Verbindung mit Deutschland be- sonders betont. Der Prinz Heinri brachte das Hoh auf Se. Ma- jestät den Kaiser Wilhelm aus, der für Frieden und Fortschritt sei.

Paris, 2. Juni, (W. T. B.) Bei einem in der vergangenen Nach: auf dem Londoner, heute früh 73 Uhr hier eingetroffenen

Vorsiz Sir Rutherford Aléocks statt. Dem Feste wohnten der tür- kische Botschafter, die Gesandten von Persien, Belgien, der Nieder- lande, China, Japan, sowie Syad Jacub Khcn, der Abgesandte des Emirs von Kaschgar, hohe Regierungsbeamte, Marine-Offiziere, Par- lamentsmitglieder, Dr. Scliemann u. #. w. bej.

: Land- und Forstwirthschaft.

‘Posen, 3. :Juni,- (W. T. Ds Im Auftrage des Land- wirthschaftsrathes begiebt- sih Heute eine ans dem Landtags- abgeordneten Witt und“ mehreren anderen Mitgliedern bestchende Deputation nach Loudon,. um mit der englishen Parlaments- Kommisfion wegen der Vieherport-Geseßgebung zu konfcriren.

Gewerbe und Handel. __ Von „O. A. Sulz’, Allgem. Adreßbuch für den deut- \chen Buchhandel, den Artiquar-, Kolportage-, Kunst-, Land-

| farten-‘iünd Musikalienhändel so vie verwandte Geichäftszweige“ ist

vor Kurzem* der Jahrgang für 1877 ausgegeben worden. Derselbe ift bearbeitet und herausgegeben von Hermann Sulz (Leipzig, Verlag

: von Otto August Schulze) und enthält im Ganzen 4920 Firmen aller

auf dem Titel genannten Geschäftszweige. Davon beschäftigen sih 1230 nur mit dem Verlagëbuchhandel, - 227 nur mit dem Verlags- funsthandel, 141 nur mit dem Verlagsmusikalienhandel, 92 nur mit dem Sortimentskunsthandel, 138 nur mit. dem Sortiments- musikalienhandel, 109 nur mit dem Antiquariatshandel, 2927 mit dem Sortiments-, Buch-, Antiquar-, Kolport.-, Kunst-, Musikalien-, Landkärten-, Papier- und Schreibmaterialienhaudel. Von den Sorti- mentshandlungen beschäftigen fich ebenfalls viele mit dem Verlag. Neue Etablissements wurden im Jahre 1876 bis 20. Februar 1877 zusammen 400 gezählt; die Änzahl der erloschenen und veränderten Handlungsfirmen dagegen beträgt 483. Durch den Tod wurden 1876—77 den Geschäften 49 Handlungsbesiter und Affsociés entrissen. 5020 Handlu gen, incl. 100Filialhandlungen vertheilen si auf 1221 Städte nach folgendem Verhältniße: 3745 Firmen auf 852 Städte des Reiches, 3 Firmen auf 1 Stadt Luremburgs, 610 Firmen auf

| 204 Städte der österreihishen Monarchie, 570 Firmen auf

131 Städte des übrigen Europas, 82 Firmen auf 27 Städte Ame- rika*, 2 Firmen auf 2 Städte Afrikas, 3 Firmen auf 2 Städte Asiens, 3 Firmen auf 3 Städte Auftraliens.

Thorn, 1. Juni. (Pos. Ztg.) Der diesjährige hiesige Woll - markt verspricht einen nit unbedeutenden Umfang anzunehmen. Die Zufuhren werden jedenfalls beträchtlichß sein, da in unserer Gegend in diesem Jahre weniger Wolle vor den Märkten verkauft worden ist, als sonst und die jeßt eingetretene warme Witterung hoffen läßt, daß die Wäsche rechtzeitig zum Markte beendigt it. Es sollen bereits 2500—2600 Ctr. Wolle zum Markt angemeldct scin.

Aus Stockholm wird den „Hamb. Nachr.“ unter dem 29. v. M.. das Falliment ter Gothenburger Kammwollenfirma Barclay u. Co. gemeldet; weitere Nachrichten über die Höbe der Passiva fehlen. É

Die Ermsthalbahn-Gesellschaft (Meßtingen-Urach)-

| welche ihren Siß in Urach hat, hielt am 19. v. M. ihre General-

versammlung. Der Rechenschaftsberiht vom Jahre 1876 weist eine Brutto-Einnahme von 95,016 A, die Betrieb8ausgaben von 39,425 b, somit eine Mehreinnahme von 55,591 #( nach. Von diescr Summe waren zur Amortisation der Prioritäten 48900 4, zu deren Verzinsung à 41/3 9/9 34,168 M. erforderlich, und verblicb zur Ver- theilung für 1300 Aktien die Summe von 16,622 # Nach dem Beschlusse der Generalversammlung wurden hiervon als Dividende für jede Aktie 12 s. ausgesezt und dem Erncuerungsfonds gutge- schrieben 1022 «e. Das Anlagekapital hat fich zu 3,7 %/9 verzinst. Der Personenverkehr betrug in einer Richtung berechnet etwa 110,000 Perfonen. Der Gütertransport beläuft sich auf 31,110,920 K. Verkehrs-Anstalten.

New-York, 2. Juni. (W. T. B.) Der Dampfer des

Norddeutschen Llovd „Weser“ ist hier eingetroffen.

Exrpreßzug ausgeführten, sehr beträchtlichen Cffektendiebstahl. handelt es sich um Werthpapiere der verschiedensten Art, hauptsächlich aber um Egyptier, der Gesammtbetrag isi noch nicht festgestellt. Die Untersuchung ist im Gange.

Theater.

Ihre Kaiscrlichen und Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin, die Prinzessin Charlotte, sowie der Erbprinz und die Prinzessin Marie von Sachsen-Meiningen wohnten auch am Sonnábend der italienis{chen Vorstellung des Signor Salvini und seiner Gesellschaft (,La Marte Civile“) im Friedrih-Wilhelmfstädtishen Theater bei. Die auf heute befohlene italienische Vorstellung im Neuen Palais zu Pots- dam ist wegen des inzwischen erfolgten Ablebens der Königin der Niederlande bis auf Weiteres vershobea worden.

Das Thalia-Theater, in dem gegenwärtig £r. Robert Guthery, Regisseur des Grand Théâtre in Amsterdam, gastirt, hat feine Sommersaison eröffnet. Die hier während des W inters zur Aufführung gelangten, den ganzen Abend füllenden Possen werden jeßt durch kleinere einaktige Stücke abzelöst. Daraus er- wächst den Besuchern des Theaters, denen zugleich der Ein- tritt in den Stadtpark freisteht, größere Freiheit für das Verweilen im leßteren. Bei s{önem Wetter und warmer Luft, wenn die Tem- peratur im Saale ungeachtet der günstigen Ventilationsverhältnisse und der während der Pausen durch Oeffnung der Thüren nach- dem Garten geschehenden Lüftung desselben immerhin Hoch ift, dürfte es Mancher vorziehen, ein oder das andere ihm vielleiht s{chon bekannte Stück, vorübergehen zu lassen und in dem ges{chmackvoll eingerihteten Garten zu bleiben, da die einzelnen Theile der Theatervorstelung unabhängig von einander sind. Die kleinen anspruchslosen Lustspiele werden mit der. nöthigen: Frische und Lebendigkeit gespielt. Am Freitag und Sonnabend kamen drei ältere Stückchen „Passiver Widerstand“, nah dem Französischen von M. Tenelli, „das Sonntagéräuschchen“ von Wilhelm Floto und „Schreckwirkungen“ von J. R. Lenz zur Auf- führung, und boten durch ihre erheiternde Komik eine angenehme Unterhaltifng. Hr. Guthery, der in beiden zuleßt genannten Stücken die männlichen Hauptrollen gab, bewies sich als Schauspieler von Talent und Routine und fand allseitigen Veifall. Der angrenzende Stadtpark, in dem eine besondere Kapelle konzertirt, neu restaurirt, prangt in dem frishen Grün von Blättern und Blüthen, und glänzt, wenn es dunkel geworden, in cinem wahren Lichtmeer. Der Besuch des Theaters und Parks wird durch die günstige Lage im Mittelpunkte der Stadt erleichtert.

Bäder-Statistik. Personen...

GALLSVO O B L Vat E De U O O S TeS E 2 D E 229 G E ZIPPIPEINGE biS 24 Mat S 100 Mera (mit Oberttais) bis 4 Mai e L992 ZNUNBAUIQU D L Ut E 349 MEULTA V8 20 Dat L E 87 Dbep-Slalibrunit bis 21 M C2 Schwalbäch-Weilbah bis 31. Mak ¿2 « e « »€+ 173 RebUiß und S(bonau o 2 e LOSR

Redacteur: F. Prehm.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner-

Drei Beilagen (eins{ließlich Börsen-Beilage).

Berlin:

(4824 ),

A von der Friedrich-Wilhelmstadt Band I. ‘Rath Elkan hierselbst eingeleitet, und bin ich zum

zum Deuischeu Reichs-Anzeiger und Königlich

M128,

Erste Beilage

Berlin, Montag, den 4. Juni

E Preußischen Skaats-Auzeiger.

18T E

L Inserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition

des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlih Preußiszen Staats-Anzeigers: Berlin, s. W. Wilhelm-Straße Nr. 32.

l. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen, | 2, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. | 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc, 4. Verloosung, Amortisation, Zinszahluzg

u. s, w. von öffentlichen Papieren. |

—- R E

Stekbriefe und Untersuchungs - Sachen. tags von 8 Uhr ab, im Pfuhl’schen Lokale zu

Steckbriefs - Erledigung. r Peterssou in Nr. 145 pro 1867 Seite 2469 d. Bl.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[4367] Oeffentliche Vorladung.

In der Expropriationssache der Berliner Stadteisenbahn ist in Folge Antrages der Direktion vom 21. April 1877 das Entschädigungs-Verfahren rüdsihtlich einer Fläche von 4,8 Ar von den in der Louisenstraße Nr. 18 und Carlstraße Nr. 5a. gelegenen, im Grundbuche des Königlichen Stadt-

. 24 verzeichneten Grundstücke des Kommerzien-

Kommissar des Königlichen Polizei-Präsidiums er- E Folge dess ‘habs i zur Verhaubïung d n Folge dessen habe ich zur Verhandlung der Sache, sowie eventualiter zur Aufnahme ber Tate und zur Erklärung darüber Termin auf den 20. Juni cr., Nachmittags 3} Uhr, in der Stolzenburg'’schen Restauration, Carl- straße 27, hierselbst anberaumt, zu welchem die- jenigen Betheiligten, welche E bereits persönliche Vorladung erhalten haben, in Gemäßheit des §. 25 des Geseßes über die Enteignung von Grund- eigenthum vom 11. Juni 1874 behufs Wahrnehmung ihrer Rechte hierdurch unter der Verwarnung vor- grladen werden, daß ohne Zuthun des etwa Aus- leibenden die Entschädigung festgestellt, und wegea Auszahlung oder Hinterlegung der Leßteren verfügt werden wird. Berlin, W., den 14. Mai 1877. Körnerstraße 7. „Der Kommissarius des maten Polizcei-Präsidiums. egierungs - Rath Stephan.

Ediktal-Citation. Die Ehefrau des Haus- zimmermaunns Carl Hein, hierselbst, hat vorgetragen , daß sie sich vor 19 Jahren mit ihrem Ehemanne, welcher aus Bauh- s ve S gebürtig sei, in Ge pl i Sfr

ald un (49 iund gewo ut gten Ce Ovato oer[ceive im Frühlinge

1867 weggegangen, habe angebli etwa 6 Wochen in Kiel earbeltet und seitdem sei ihr sein Aufent- halt unbekannt geblieben. Sie hat unterm 26. Mai 1877 gegen ihn die Ehescheidungsklage wegen bösliher Verlassung angestellt und eantragt, das Band der Ehe zu trennen, und ihren Chemann für den {huldigen Theil zu erklären. Der Hauszimmer- mann Carl Werner wird demzufolge hiermit geladen, am 8. März 1878, Mittags 1 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, in unserem Sißungszimmer Nr. 1 zur Beantwortung der Klage und mündlichen Ver- handlung der Sache zu erscheinen, widrigenfalls nah Ableistung des Diligenzeides von Seiten der Klägerin egen ihn in contumaciam erkannt werden wird, was Rechtens. Alle ferner an den Beklagten ergehenden Verfügungen und Ausfertigungen werden nur an unserer Gerichtstafel au8gehängt werden. Stralsund, den 26. Mai 1877. i Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

9912 Befauntmachung. | 1) D Tischlergeselle Fricdrich Wilhelm Lehmann, geboren def 30. April 1841 zu Dörf- chen, Sohn des Fuma Friedrih August Lehmann, und dessen Ehefrau Johanne Christiane, geb. Ziehe, welher im Jahre 1863 in Berlin in Arbeit gestanden hat, si in demselben Jahre von dort entfernt und seitdem keine Nachricht von h eben hat, N B der Weber Georg Wolter aus Zschornewiß, dessen Ehefrau Johanne Christiaue Wolter, geb. Knecht, geboren den 31. Dezember 1812, und deren Kinder Johann Gottlieb, geboren den 28. November 1833, und Wilhelmine, geboren den 4. Februar 1841, wels u A E auf der Reise nach Amerika gestorben sein Jollen, / 5 der Oekonom Johann Gottfried Hilde- brand, geboren den 9. Dezember 1826, zuleßt in Schleesen, Sohn des Iohann Gottfried Hildebrand, und dessen Ehefrau Johanne Sophie, welcher im Jahre 1854 gas Amerika ausgewandert und von dort seit 1862 keine Nachricht von sich gegeben hat, und deren unbekannte Erben werden aufgefordert, U ätestens in dem I E , September 1877, Vormittags 11 Uhr, vor dem Kreisgerihts-Direktor von anteuffel, im Zimmer Nr. 1 des unterzeichneten Gerichts an- stehenden Termine „schriftlich oder persönli zu melden, widrigenfalls die genannten Verschollenen für todt erklärt und ihre Verlassenschaften ihren eseßlihen Erben eventualiter dem Fiskus zuge- prochen werden. Wittenberg, den 30. November 1876. Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtungen- Submisfionen 2c.

[4965] Holzverkaufs-Bekanntmachung.

Die in den Königlichen Hauksfideicommiß-Forst- 1 i reviereit "Königs-Wusterhausen, Hammer, Staakow | daselbst einzureichen. ius und Klein-Wasserburg -eingeschlagenen Brennhölzer . Juni i:

follen

Werner, Henriette, geb. | und zwar:

_ Königs-Wusterhausen beim Bahnhof öffentlich versteigert werden.

Ein spezielles Verzeichniß der zum Ausgebot kom- menden Hölzer ist unentgeltlich in unserem Geschäfts- [ofale, Breitestraße Nr. 3511. hierselbst, sowie au bei den Herren Oberförftern Hartig zu Königs- Wusterhausen, Enske zu Hammer bei Wend.-Buch- holz, Neumann zu Klein-Wasserburg bei Wend. Buchholz und Oppenhoff zu Staakow bei Brand zu erhalten, welche die ¡zum Verkaufe bestimmten Hölzer auf Verlangen vorzeigen lassen werden. Die Verkaufs-Bedingungeun werden vor Beginn der Licitation bekannt gemacht.

Der vierte Theil des Meistgebots muß soglei im Termine als Angeld bezahlt werden, was auch auf diejenigen Gebote Anwendung findet, welche etwa den Tarwerth nit erreihen und hinsichtlich deren der Zuschlag im Termin nit ertheilt wird.

Berlin, den 26. Mai 1877. Cto. 948/5.)

Königliche Hofkammer der Königlichen Familiengüter.

Es foll den 22. Juni cr., im Gasthofe zum Deutschen Haufe in Peiß nachstehendes Holz aus der Oberförsterei Tauer, Schußbezirk Drachhausen, aus dein Scblag Jagen 48 und 167: 1131 Rmtr. Beleen Scheit, 273 Nmtr. kiefern Knüppel T1. und 279 Rmtr. kiefern Reisig T. im Wege der Lizitation öffentlih an den Meistbietenden gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, wozu Kauflustige an dem gedachten Tage Vormittags um 10 Uhr hiermit eingeladen werden. Tauer, den 30. Mai 1877. Der Oberförster.

r O Ein Theil der für die Zeit vom 1. Juli 1877 bis ultimo Juni 1878 erforderlichen Materialien,

a, 1,000,000 Gentner Set tdenrotte, 790,000 Centner Stüdfohle, sowie Pee zur Lokouottvhelzung 2c., b. 80,000 Gentner Schmiedekohle und e. 7,500 Kubikmeter Kiefern-Klobenholz, soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.

ermin hierzu ift auf : G E den 11. Juni cr., O ien 6 ipziger Plaß er unterzeichneten Direktion, Lel Nr. 1617, Ibra woselbst die Offerten frankirt und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Bengal E laren angeseßten Termin eingerei ei ¿ Vor e an s Stückkohle ist ade von den brigen Materialien in einer besonderen Offerte unehmen. : E Be rissionsbedingungen liegen an den Wochentagen Vormittags im Centralbureau der Königlichen Direktion zu Berlin zur Einsicht aus und Éönnen daselbst auch Abschriften gegen Erstat- tung der Kosten in Empfang genommen werden. Berlin, den 29. Mai 1874. Königliche Direktion der Niedersclesisch- Märkischen Eisenbahn.

[4804] Submission. N i tellung der Erd-, Maurer- und Delo- e L À den 8 Bauwerken der Gleise-

ubmission verdungen werden. : Sn n rcissiorsbedingun en, Zeichnungen und

ituationspläne liegen tägli von 9 bis 1 Uhr in Bera, ahnhofstraße Nr. 3 11. aus und sind daselbst auch die Formulare zur Aufstellung der Submissionsofferten zu entnehmen. S y Dieselben sind frankirt, versiegelt und mit der Aufschrift: « ission auf: Erd-, Maurer- resp. Be- E iten zu Bauwerkeu der Gleise- schleife bei Rummelsburg“ L mit Angabe der Loose bis spätestens Freitag, den 15. Juni cr., 11 Uhr Vormittags, in dem genannten Bureau abzugeben, woselbst zur bezeich- neten Zeit die Eröffnung der eingegangenen Offerten in Gegenwart der etwa ershienenen Submittenten erfolgen wird. | in, den 30. Mai 1877. E Der Abtheilungs-Baumeister. Grapow.

[4966] Bekauntmachung.

ie zu der Regulirung des Bürgersteiges vor der ite des Regiments des Garde du Corps in der

Charlottenstraße erforderlichen 4 Steinseh- Arbeiten

follen im Wege der Submission VELLUZgen werden.

i dingungen und Kostenanschlag sind in unsere n Gesüftalokale, Michaelskirchplaß 17, ein-

d versiegelte Offerten E n 15. en er., Vormittags 11 Uhr,

Berlin, den 2

Oeffentlicher Anzeiger. 7

geben werden.

\leife bei Rummelsburg soll im Wege öffentlicher |

Cto. 27/6.) missionsbedingungen erfo

E)

5, Ininstrielle Etablissements, Fabriken und Grosshandel.

6. Verschiedene Bekanntmachungen.

7. Literarisehe Anzeigen,

8. Theater-Anzeigen.

9. Familien-Nachrichten,

[4718] Bekanutmachung,

betreffeud die Verpachtung von Torf- [7 : grundstückenu. Ein von der Domaine Linum bei Fehrbellin abgezweigtes Areal im Luche von 81,710 Hectar Größe soll im Ganzen auf zwölf Jahre von Jo- hannis dieses Jahres bis Johannis 1889 zur Aus3- torfung und Grasnußung im Wege des Meist- gebotes verpachtet werden. ierzu haben wir einen anderweiten Termin auf den 15, Juni TPE Jahres, Vormittags r, auf dem Domainen-Vormerke Linum vor dem Herrn Geheimen Regierungs-Rath von Schönfeldt an- beraumt. Das Pachtgelderminimum ist auf 120,000 M für die ganze Pachtperiode festgestellt und das von den Pachtluftigen nachzuweiseude disponible Vermögen auf 40,000 M Die Verpachtungsbedingungen, sowie die Regeln der Licitation und die Vorwerkskarte, auf welcher die zur Verpachtung kommenden Luchgrundstücke an- gegeben sind, können täglih mit Ausnahme der Sonntage sowohl auf dem Domainen-Vorwerke Linum als auch in unserer Domainen-Registratur eingesehen werden, aub werden auf an uns gestellte Se gegen Erstattung der Copialien Abschriften dek Verpachtungsbedingungen und der Regeln der Licitation ertheilt werden. Der Domainenpächter Herr Ober - Amtmann Werner ist angewiesen, den sich meldenden Pacht- lustigen örtlihe Auskunft zu ertheilen und die Be- sichtigung der Pachtstücke zu gestatten. Bemerkt wird, daß nach Abhaltung des früheren Verpachtungstermines ein bindendes Nachgebot von 205,000 M abgegeben worden ist. Potsdam, den 22. Mai 1877. Königliche Regierung, Abtheilung für directe Steuern, Domainen und Forsten.

Königliche Nicderschlesish-Märkische Eisenbahn, Die Lieferung der zur Fundamentirung des Loko- motivs{uppens auf Bahnhof Liegniß erforderlichen Granitplatten soll im Wege ‘der Submissiort ver-

c E Den 9. Jurä d. M Mitta 8 12 Uhr, S ERE er Königlichen Sfenbahns ommission hierselbst anberaumt, bis zu welhem die Offerten frankirt und verfiegelt mit der Aufschrift : „Offerte für Lieferung vou Fundament- platten zum Lokomotivschuppen zu Liegniß per Adresse der Königlichen Eisenbahn-Kommission (N. M.) eingereiht fein müssen. : Die Submissionsbedingungen und Zeichnungen liegen im vorbezeichneten Bureau zur Einsicht aus, auch können daselbst Abschriften der Bedingungen und der vorgeschriebenen Offerten-Formulare, sowie Kopien der Zeichnungen gegen Erstattung der Kosten im Betrage von 1 4 8 «S von dem Bureau- Vorsteher Herrn Volke in Empfang genommen werden. E Breslan, den 28. Mai 1877.

Der Cisenbahn-Bau-Juspektor.

Großmann.

In der Börsen- beilage. 2

4955 Bekauntmachung. L

l Selgaibe ausr. Gegenstände u. z. 144 Mäntel, ca. 8 Ctr. Unterhosen, . 4 Ctr. Drillichhosen - Ab- schnitte, 2 Ctr. Hemden, 40 Kilo Tuchleiften, 130 Kilo größ. Oberleder-Abfälle, 300 Kochgeschirre, Tuch- u. Leinen-Abfälle, sollen in!

den 11. Juui c. der unterz. Kommission einzureichen.

ldenburg, den 2. Juni 1877. - Die, Beklcidungs-Kommission

des Oldeub. Jufant. Regts. Nr. 91,

[4763] Königliche Ostbahn.

denz ünd zwar: ; 3 Sl Stat 18,25 bis 70,77 mit88,539 Kbm. Boden

XII. 70,77, 105,60 20D ä

" XIIL. j; 105,60 y 149,25 60,869

" XIV. , 149,25-,191,30 „141,227 , verdungen werden. Submissionstermin am Sonn abend, den 16. Juni 1877,

Nr. 4 hierselbst, bis zu welchem Offerten mit de und Böschungsarbeiten für die Bahn inien Lasko

von dicen ans von 5 M. pr Exemplar abgegeben. : "Scombera, ben 25. Mai 1877.

[4790]

alten GCisenbahnshienen und Metall- 2c.,

ierselbst, Bahnboféstraße 49, anberaumt ist.

erten, deren Ahjaliung pa N lind portofe

am Dienstag, den 19. Zuni d. Js. Vormit-

Kgl. Garuison-Verwaltung.

i hrung der Erd- und Böschungs- i i in ( arbeiten für die isenbahn - Baustrede Laskowiß- etwa erschienenen Submittenten geöffnet werden,

ormittags 11 Uhr, in j unserem tehnishen Bureau Nr. Il, Victoriastraße Partie Forster a Kuen,

Aufl “Offerten auf Ausführung von Erd-

wit-Fablonowo einzureichen sind. Die Bedingungen E bei unserem Bureau-Vorsteher, Eisenbahn-

fretär Pasdowsky, Victoriastr. Nr. 4, und in S E f Graudenz aus, werden auch

Cto. 295/5.) Königl Direktion der Oftbahn. Bau-Abth. 11.

Die im Bereich der unterzeichneten Eisenbahn- i mberg angesammelten Kommission auf Bahnhof Bromberg Mbgtnge ollen in öffentlicher Submission na Gewicht ver- Luft werden, wozu Termin auf Donnerftag, den [4946 14. Juni cr., Vormittags 11 Uhr, in unjerm ues M afigabe der Sub- Artilleric-Depct die Lieferung von

und versiegelt mit der Aufs rist: „Offerte auf An-

F:

Inserate nehmen an: das Central - Anunoncen- Bureau der deutschen Zeitungen zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen-Expeditionen des „Juvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Sÿhlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annonucen-Burcaus. -

kauf von alten Materialien“ an die unterzeichnete Eisenbahn-Kommission einzusenden. Die Eröffnung der eingegangenen Offerten wird zur bezeichneten Terminsiunde in Gegenwart der erschienenen Sub- mittenten erfolgen. Die Submissions- und Kauf- r mng nebst Na%weisung der zum Verkauf estellten Materialien werden auf portofreie Requi- ition von unserm Büreau-Vorsteher Ohme unfran- kirt übersandt werden. Die qu. Bedingungen sind ferner zur Einsicht ausgelegt in dem Büreau der Eisenbahnstation zu Bromberg, Warlubien, Dir- schau, Danzig lege Thor und Thorn.

Bromberg, den 24. Mai 1877.

Königliche Eisenbahn-Kommission.

[4926]

__ Zum Bau der Central-Wasch-Anstalt hierselbst

sollen die nachbezeichneten Lieferungen und Leistun-

gen im Wege der Submission verdungen werden,

und zwar die Lieferung von:

160 m? gelösten Kalk,

185 Tonnen Cement,

13 do. Chamottmehl,

539 wm.3 Mauersand,

11 m? Mauerlehm,

sowie die Ausführung der Erd-, Maurer-, Asphalt-, Steinmetz-, Klemp- ner-, Schmiede-, Schlofser-, Eisenguß- und Eisenwalz-, Dfenseßer-, Glaser-, Maler- und Anstreicher-Arbeiten.

Sfferten sind versiegelt und mit der Aufschrift :

„Lieferungen und Arbeiten für die Wasch-

Anstalt“ 5

bis zu dem in unserem Bureau, Carlstraße Nr. 27,

am 18. Zuni cr., Vormittags 11 Uhr,

anstehenden Termine hierher einzureichen.

Die Zeichnungen und die Submissionsbedinguns

geu liegen im Bureau der Garnison-Verwaltung

zur Einsicht aus und werden letztere gegen Erstat-

tung der Kosten abschriftlich mitgetheilt.

Kiel, den 1. Juni 1877.

Kaiserliche Marine-Garuison- Verwaltung.

L I wis E E E TE L E r? ag ung auf dem Marine-Kichofe hierselbit excl. Liefe- ads der: Mauersteine, Kalk, Sand und Cement,

im Wege der Submission verdungen werden.

Ra id versiegelt und mit der Aufschrift : „Bau einer Kapelle 2c. bis zu dem am

aa Juni cr., Vormittags 11 Uhr, L in unserem Bureau, O Nr. 27, anstehenden

i ierher einzureichen. / - A und die Submissionsbedingungen liegen im ‘Bureau der Garnison-Verwaltung ¿ur Einsicht aus und können Leittere gegen Erstattung der Kosten abschriftlich mitgetheilt werden. Kiel, den 1. Juni 1877.

Kaiserlihe Marine - Garuison- Verwaltung.

4952 Westfälische Eisenbahn. /

[ Bie Lieferung des für di: Zeit vom 1. Juli 1877 bis dahin 1878 für die Westfälische und Münster- Enscheder Eisenbahn erforderlichen raffinirten und rohen Rüböls, sowie Petroleums soll im Wege der öffentlichen Submission verdungen werden. Die

Submissionswege | bezüglichen Bedingungen liegen in unserm “ata n

bureau hier und auf den Stationen Hamm un

veräußert werden. Offerten sind bis spätestens Pearborn zur Einsiht aus, au können dieselben

cstattung der Kopialien ad 50 S pro U ae. von uns bezogen werden. Offerten sind verschlossen mit Aufschrifk: „Submission auf ras rung von Oel" bis zu dem am 13. Junt cr., Dor- mittags 11 Uhr, in dem Geschäftslokal unserer Hauptmagazin-Verwaltung zu Hamm anstehenden Lie in welchem dieselben in Gegenwart der

it vorgeschriebenen Proben frei dorthin ‘einzusen- , ies S, Königliche Eisenbahn-Direktion.

[4938] Beschaffung s Ausrüstungsstücken Fabrikanten, welche auf Lieferung einer größern

Tornisterrciemen, E Leibriemen, Mantelriemen, Gewehrriemen, Patronenbüchsen, Reservetheilbüchsen, 0 Fettbüchsen,

Sh Be Pireri men nnd

Kochgeschirrriemen nn!

*bellaschen zu Leibriemen,

reflektiren O iee Offerten nebst Proben bis Montag, den 11. d., franco Kammer «inreichen.

1. Juni 1877. MEEEe Die Beleidungs-Commission

e 8, Rhein. Jufant.-Regts. Nr. 70.

B terzeichnete v0 - Verfügung bat das unkerzeiWne olge höherer Verfügung 37,5 K. Näh eide zu vergeben und ist demzufolge in dem dicîe j Niligen Burcau, Weidenbach Nr. 4, auf