1877 / 209 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Berlin, 6. September 1877.

Kiel, 6. September, 9 Uhr 10 Minuten Vormittags. Die Post aus Norwegen vom 4. ist ausgeblieben. Ursache : Störung des Eisenbahnbetriebes.

Wiesbaden, 2. Septemver. Nachdem die feierliche Grundsieinlegung des Nationaldenkmals auf dem Niederwald auf den 16. September bestimmt worden ist und Se. Majestät der Kaiser Allerhöhstihre Anwesenheit zugesagt haben, wird eine Mittheilung von paterelse sein, in welhem Maße die einzelnen Theile des Reichs bis jeßt durch Samm- lungen zur Aufbringung der erforderlihen Mittel unge- fähr eine Million Mark beigetragen haben.

Zu Anfang des Jahres 1877 waren dem geschäftsführen- den Ausshuß in Wiesbaden angemeldet und größtentheils bereits an die Sammelstellen: die Deutsche Vereinsbank in Frankfurt a. Main und S. Bleichröder in Berlin abgeliefert :

Aus dem Königreich Preußen zusammen 301,751 46, näm- lih im Einzelnen: Beitrag Sr. Majestät des Kaisers und Königs 10,000 4, aus den Regierungsbezirken Aachen 9878 6, Landdrostei Aurich 805 M, Regierungsbezirk Arnsberg 9873 M, Breslau 5077 4, Brombcrg 194 s, Cassel 2754 A, Coblenz 15,175 Æ, Cöln 32,931 M, Cöslin 2604 M4, Danzig 9899 M, Düsseldorf 12,032 A, Erfurt 1989 (, Frankfurt a. d. O. 12,328 1, Gumbinnen 646 A, Landdrostei Hannover 2676 M, Landdrostei Hildesheim 2840 s, Regierungsbezirk Königsberg 1975 M, Liegniß 3708 M, Landdrostei Lüneburg 3252 M, Regierungsbezirk Magdeburg 4736 4, Marienwerder 3865 H, Merseburg 2022 4, Minden 3638 #, Münster 4214 M, Oppeln 662 M, Landdrostei Osnabrück 1816 M, Regierungs- bezirk Posen 1865 4, Potsdam-Berlin 71,619 4, Provinz Schleswig-Holstein 12,597 s, Landdrostei Síade 1601 M, Regierungsbezirk Stettin 1738 M, Stralsund 4403 M, Trier 11,729 MÆ, Wiesbaden 34,610 M.

Sodann aus dem Herzogthum Anhalt 819 4, Groß- herzogthum Baden 5359 A :

Königreih Bayern 30,283 4, und zwar aus den ein- zelnen Provinzen: Rheinpfalz 657 4, Oberpfalz 1867 4, Unterfranken 1264 M, Mitteltranken 10,892 H, Oberfranken 1368 M4, Niederbayern 1984 #, Oberbayern 12,251 A, Herzogthum Braunschweig 7871 H, sreie Stadt Bremen 10,170 M, Herzogthum Coburg 1196 4, Gotha 2709 4, freie Stadt Hamburg 35,348 Á#, Eroßherzogthum Hessen 37,202 M, Herzogthum Lauenburg 1158 #, freie Stadt Lübeck 3026 #1, Großherzogthum Viecklenburg-Streliß 1202 M, NBiecklenhurg-Schwerin 6456

Großherzogthum Oldenburg 4658 A, Fürstenthum Reuß 1362 M, Königr. ih Sachsen 6632 4, Herzogthum Sachsen- Altenburg 1010 #, Herzogthum Sachsen-Meiningen 1138 A, Großherzogthum Sachsen-Weimar 565 H, Fürstenthum Schaumburg-Lippe 904 Æ, Fürscenthum Lippe-Detmold 150 M, Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen 813 H, Fürsten- thum Schwarzburg-Rudolstadt 300 4/6, Fürstenthum Waldeck 2291 M, Königreih Württemberg 3680 4, Elsaß-Lothringen 84 M, aus der Schweiz 143 4, von Deutschen im Königreich der Niederlande 372 M, von Deutschen außerdem im Aus- lande 17,200 M, sodann Bciträge von Jndustriellen und Aktiengesellschasten 20,406 M, sonstige Beiträge, deren Ab- sender niht genau zu ermitteln waren, 1530 4

Jm Ganzen waren sonach Anfangs 1877 507,788 H ge- sammelt , wozu im Laufe diejes Jahres weitere Beiträge ein-

E E E. REREE E E E T A DE E E A É 2d f Fh I

gegangen sind. Die aufgelaufenen Zinsen haben das Kapita!- vermögen weiter ansehnlich erhöht. Zu einer würdigen Voll- endung fehle noch ca. 350,000—400,000/( Nachdem die Krieger- vereine dafür eingetreten sind, diese Summe durch weitere Sammlungen aufbringen zu wollen, kann wohl erwartet wer- den, daß diescr für ganz Deutschland unbedeutende Betra ras JerbelgerGaht sei. & der giebt wohl gern sein Scherfs- lein, um dieses Denkmal zur steten Erinnerung an die e REEE Einheit und deutsche Macht aufrihten zu elfen.

Eine Vorlage des hiesigen Magistrats für die Stadtverordneten- versammlung betrifft eine versuchsweise einzuführende Verän- derung des Tarifs der städtishen Wasserwerke. Der bestehende Tarif der städtischen Wasserwerke hat {on in früherer Zeit, und namentli seit der Einfül- rung und mit dem Fortschreiten der Kanalisation einem Theil der Eigenthümer Veranlassung zu Be- {werden darüber gegeben, daß pro Quartal ein Wasserverbrauch von 200 Kubikmetern als Minimum für jedes Grundstück angenommen wird und bezahlt werden muß. In dem 4. Quartal 1875 haben von den 6879 Konsumenten, welde nad Wassermessern zahlten, 3993 oder 58 9% wenigcr als das ihnen zustehende Wasserquantum von 200 Kubikmetern, 1761 oder 25,6%/9 weniger als 100 Kubik- meter und 1156 oder 168% weniger als 80 Kubikmeter Wasscr verbraucht. Der Magistrat hat, einem von dcr Stzdtver- ordnetenversammlung ausgesprohenen Wunsch entgegenzukommen, im Verein mit dem Kuratorium der Wasserwerke die Frage erörtert, in- wiefern \choa jeßt eine vorläufige Revision des Tarifs für den Wasserverbrauch in der Weise rorzunehmen sei, daß die Beseitigung der bestehenden Härten ohne allzugroße finanzielle Opfer angestrebt wird. Nach wiederholter Berathung bat das genannte Kuratorium zuleßt den Vorffhlag gemacht : a. ein Minimalquantum des Wasser- verbrauchs überhaupt nicht sestzuseteen, sondern zu fordern; b. für jeden vom Wassermesser als verbraucht angezeigten Kubikmeter Wasser bis zu 200 Kubikmetern incl. 30. 4; e. für jeden folgenden Kubik- meter über 200 15 K. Diesem Vorschlage hat der Magistrat zwar hinsichtlich der Preiéfestseßung im Allgemeinen beistimmen können , dagegen * glaubt Magistrat an einem Minimalsaß, welchen er auf nur 80 Kubikmeter pro Quartal ermäßigen will, festhalten zu müs- sen, und zwar um eine nach verschiedenen Richtungen hin schädliche, zu große Sparsamkeit im Wasserverbrauch möglihst zu verhindern, und weil -er glaubt, daß das von ihm angenommene Minimum allen billigen Anforderungen entspricht, wenn man erwägt, vaß bei einem solhen Quantum noch uicht ein Kubikmeter pro Tag auf ein Grund- tück fällt. Bei Besprechuug dieser Seite der Tarifsrage ist von dem Direktor Gill darauf aufmerksam gemacht worden, daß bei den Kon- sumenten, welde das Wasser ungemessen, d. h. ohne Anwendung eines Wassermessers à discrétion geliefert erhalten und mit Rücksicht auf den Miethsertrag der Grundstücke bezahlen, eine Wasser- verschwendung beobachtet worden ist, welche sür die Wasserwerke finan- ziell außerordentliþh nachtheilig ist und verhindert werden muß. Das Kuratorium der Wasserwerke hat diesen Antrag zu dem seinigen gemacht, und der Magistrat trägt kein Bedenken, ihm ebenfalls zuzu- stimmen. Demnach ersucht der Magistrat dié Stadtverordneten- versammlung, si damit einverstanden zu erklären, daß der Tarif der städtischen Wasserwerke bis auf Weiteres nah folgenden Grund- säßen festgestellt werde: 1) Wasser wird nur mittelst Wassermesser abgegeben, der Stand des Wassermessers wird nur gegen Ende jedes Quartals aufgenommen. Der Betraa für daz gelieferte Wasser ist 8 Tage nah Ablauf des betreffenden Quartals zahlbar. 2) Es sind zu zahlen: a. für die ersten 80 Kubikmeter und darunter pro Quar- tal 24 M, b. für jeden Kubikmeter über t0 bis eins{ließlich 200 0,30 1, c. für jeden Kubikmeter über 200 0,15 M.

Im Zoologischen Garten hat dieselbe Tigerin, welche am

_2. Mai d. J. zwei Junge warf, die von einer Ne! foundländerhündin

! Münz, Maß und Gewicht.

ernährt wurden, am 4. d. M. wiederum zwei Junge geworfen, welche sie säugt.

Die „N. Zürch. Ztg.“ meldet über die Gewitter vom 30. auf den 31. August: Aus allen Gauen der Schwe iz gehen uns immer noh Be:ichte ein über die Wirkung der förmlichen Reihe von {weren Gewittern, welce sich entladen haben. Ueberall Blißschlag, der hier Menschen tödtete, dort Häuser entzündete oder demolirte, an anderen Orten Bäume und Darn Ren beschädigte. Der Gesammt- schaden muß sich {on darum auf hohe Summen belaufen, weil, wo der Blitz zündet, das Löschen und Retten wegen der schnellen Ver- breitung des Feuers fehr ershwert wird, und weil die Heu- und Getreideernte überall bereits eingebracht war.

Unter dem Titel „Christlich-vaterländishe Weihe- stunden“ ist im Verlage von Carl Chun hierselbst das erste Heft einer Sammlung von Predigten, Ansprachen und Reden erschienen, wel{be von den Predigern Emil Frommel, Dr. Rud. Kögel, Jul. MüUensiefen, Stahn, Adolph Stötker und Anderen gehalten worden sind. Wie der Herausgeber mittheilt, wird das zweite Heft dieser ersten Sammlung im Oktober d. I. erscheinen und sei es beabsich- tigt, ie nah der Aufnahme der Sammlung sowohl Seitens der Geistlihen als auch Seitens des Publikums, dieselbe uter Mit- wirkung" bedeutender Kräfte fortzusetzen, so daß im Laufe des nächsten Jahres weitere prisegurgen erscheinen würden. Das bis jeßt erschienene erste Hest hat folgenden ant: 1) Predigt am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs am 22. März 1871 in der St. Thomasfkfirche zu Straßburg, von Emil Frommel. 29) Worte der Erinnerung am hundertjährigen Geburtstage der Königin Luise im Mausoleum zu Charlottenburg, gesprochen von Dr. Rud. Köge!. 3) Unser Dank. Predigt über Epheser 5, V. 19—20. Gehalten nach der Einnahme von Met, am 20. Sonntage nach Tri- nitatis, den 30. Oktober 1870, in der Marienkirhe zu Berlin von F, Müllensiefen. 4) Predigt zur Reichstagseröffnung, den 22. Februar 1877, über Psalm 3, 9. Gehalten von Ad. Stöcker. 5) Predigt am 2. heil. Pfingsttage, den 20. Mai 1872, bei Gelegenheit der Ver- leihung des Eisernen Kreuzes an die Fahnen und Standarten des Garde-Corps und der Weihe derselben. Gehalten in der König- lihen Garnisonkirche zu Berlin von Emil Frommel. 6) Ordensfest-

predigt in der Königlichen Schloßkapelle zu Berlin am 11. Februar,

Sonntag Estomihi 1877. Gehalten von Dr. Rud. Kögel, 7) An- sprace bei Gelegenl;eit der Feier des Stiftungstages der Luisen- stiftuna am 10. März 1876. Von I. Müllensiefen. 8) Predigt zur Sedanfeier über Psalm 50, 25. Gehalten am 2. September 1575 von Ad. Stöcker. 9) Rede, gehalten bei der Einweihung des Denkmals für die Gefallenen des 1. Niedershlesishen Infanteric-Regiments Nr. 46. im deutsh-französishen Kriege von 1870—71 auf dem Herrenberge bei Wörth am 6. August 1872 von Ad. Stöcker. 10) Rede bei der Cinweihung des D nkmals für die im leßtzn Kriege gégen Frank- rei Gefallenen und Gestorbenen der Garde-Artillerie-Brigade auf dem Schießplatz bei Tegel, gehalten von Emil Frommel. 11) Rede, gehalten bei der Cinweihung des Denkmals für die Gefallenen des I, Armee-Corps im deuts-französishen Kriege von 1870--71 bei Noifseville, am 19. Januar 1873 von Ad. Stöcker. 12) Rede, gehal- ten bei der Einweihung des Denkmals für die Gefallenen des 3. Brandenburgischen Jnfanterie-Regiments Nr. 20 in der Schlacht vom A Uu 1870 bei Vionville am 22. Februar 1873 von Ad. töôcker.

Im Verlage von Herm. Wölferts Buchhandlung in Leipzig ift ein „Deutscher Wand-Kalender“ für 1878 erschienen, der sich durch seinen Reichthum an Daten auszeichnet, die man oft gebraucht und gern gleih bei der Hand hat. Neben einem vollständigen gre- gorianischen, julianischen, jüdishen und mohamedanischen Kalender enthält vas übersichtlichz Blatt mit Sorgfalt gesammelte genealo-

ische, geschichtliche und tatistishe Bemerkungen, ferner den deutschen Post- Wechsel- und Telegramm-Tarif und brauchbare Angaben über

5 Fnserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. | Staats-Anzeiger, das Central-Händelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition

des Deutschen: Reichs-Anzeigers und Königlich

| Preußishen Staats-Anzeigers :

L Berlin, S. Wi. Wilhelm-Straße Nr. 32. f

; Der Ausz

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

ug aus der Sieuerrolle, der Hypo- thekenschein, etwaige Abshäßungen und andere das 547

. Steckbricfe ut:d Unterenchungs-Sachen, | 5, Industrie}le Etablissements. 2, Subhastaticnoen, Aufgebote, Vorladungen | u, dergi. | 3, Verkäufe, Verpachtangen, Suhmissionen etc, | . Verloosung, Amortisation, Zivezahlung | 8. u, 8, w. von öffentlichen Papieren. |

und Gresshandel.

. Literarische Anzeigen, Theater- Anzeigen. . Familien-Nachrichten, /

. Verschiedene Bekanntmachungen,

I In der Börsen- bei’age,

294 Stück fertige Drillichjaken, aar fertige Stallho¡en,

Oeffentlich €éV Anzeiger. P ansaate nehmen an: das Éeccté ite i

Febriken

Bureau der deutschen Zeitungen zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen-Expeditionen des „Juvalidendauk“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größereu j Annoncen-Bureaus. ch

Actien-Gesellschaft für Fabrikation von Eiseu- bahnmaterial zu Görliß, Die Aktionäre werden

[6909]

Subhastations-Patent.

Nothwendiger Verkauf.

Das dem Gutsbesißer Hermann Seifert gehörige, im Saaßziger Krei e belegene und im Grundbuche der Rittergüter des Saaßiger Kreises Band 1II, pag. 21 verzeichnete

Gut Groß Rohrphul,

veranlagt zur-Grundsieuer bei einem Flächeninhalte von 297 Hektar 08 Ar 80 Qu.-Meter nah einem Reinertrage von 173,54 Thlr., zur Gebäudesteuer nach einem Nußungswerth von 216 Æ, soll

am 17. Oftober 1877, Vormittags 11 Uhr, in unserem Gerichtslokale hier im Wege der noth- wendigen Subhastation versteigert und das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags

am 20. Oktober 1877, Vormittags 11 Uhr, ebenda verkündet werden.

Auszug aus der Steuerrolle und beglaubigte Ab- \chrift des Grundbuchblattes sind in unserem 1V. Bureau einzuschen. l

Alle Diejenigen, welche Cigenthums- oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nit eingetragene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufge- ordert, dieselben bei Vermeidung der Ausschließung pätestens im Versteigerungstermin anzumelden.

Stargard, den 28. Juli 1877.

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations-Richter.

E Subhastations-Pateut.

deren Gnesener Distrikt, jezt im Mogilnoer Kreise

gelegene : Rittergut Rogowo,

aus der Stadt Rogowo, dem Dorfe Sródka nebst Holländereien, dem Dorfe Laziska nebs Hollände- reien, dem Dorfe Szkölfi. dem Dorfe Kogówko, den Holländereien Ochodza und der bei Rogowo gelege- _nen Wassermühle bestehend, soll im Termine 12. Dezember 1877, Vormittags 9 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle im Wege der nothwen- digen Subastation versteigert werden.

Dasselbe is mit einem Reinectrage von 1183,23 Thlr. und mit einem Nußungswerthe von 1839 zur Grund- resp. Gebäudesteuer veranlagt worden und enthält an Gesammtmaß der der Grundsteuer unter- liegenden Flächen 928 Hektar 42 Ar 36 Qu.-Meter.

Grundstück betreffende Nachweisungen, ingleichen be- sondere Kaufbedingungen, können in unserem Bu- R ITI. während der Geschäftsstunden eingesehen werden.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit geger: Dritte der Cintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra- gene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Prä- flujion spätestens im Verf'eigerungstermin anzu- melden.

Das Urtheil über die Ertheilung 2es Zuschlags soll im Termine

am 14. Dezember 1877, Mittags 12 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle verkündet werden.

Tremessen, den 3. August 1877.

Königliches Kreisgericht. L Abtheilung. Der Subhastations-Richter.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2E»

Am Freitag, den 7. September cr., Vormit- tags 10 Vhr, sollen auf unserem Packhofe circa 26 Ctr. alte Plomben, 55 Ctr. Makulatur und 2 Ctr. 60 Pfd. dergleichen zum Einfstampfen gegen gle baare Bezahlung öffentlich meistbietend ver- auft werden. Berlin, den 27. August 1877.

Königl. Haupt-Steuer-Amt für ausländische

Gegenftände.

[7588] Pferdeverkauf. An nabgenannten Tagen sollen: 1) Montag,

Das vormals in der Wojewodschaft Gnesen und } den 17. September cr., Bormittags 8 Uhr,

ca. 64 Pferde auf dem Stallhof der 4. Escadron

1, Garte-Ulanen-Regiments, Louisenplaß Nr. 5, 2)

| an demselben Tage, Vormittags 9 Uhr, ca. 52

ferde auf dem Stallhofe der Leib-Compagnie des egiments Garde du Corps, 3) am Dienstag, deu 18. September, Vormittags 8 Uhx, ca. 53 Pferde auf dem Kasernenhofe des 3. Garde-Ulanen-Rcgi- ments, Jäger- Allee Nr. 14, 4) an demselben Tage

4 Vormittags 10 Uhr, ca. 54 Pferde auf dem

Stallhofe des Garde-Husaren-Regiments, öffentlich gegen baare Zahlung verkauft werden. Potsdam, den 3. September 1877. Kommando des Garde- Husaren-Regiments. Cto. 25./9,)

[7585] : Für das untengenannte Regiment sollen : 1819 Meter Futter-Caüicot,

1225 Stü fertige Hemden im Wege ver Submission beschafft werden. Lieferanten, welche hierauf reflektiren, wollen ihre Offerten bis zum 24. September d. J. der Be- fleidungs-Kommission einreichen. Proben und Be- dingungen sind im Bureau des Zahlmeisters einzu- sehen. Cto. 25/9.) Potsdam, den 3. September 1877. Königlidies Kommando des Garde-Husaren-Regiments.

[7462] Vergisch-Märkische Eisenbahn.

Die gesammten Bauarbeiten zux Herstellung je eines Dienstgebäudes auf den Bahnhöfen Dahlen und Wegberg der M.-Gladbah-Rörmonder (Fisen- bahn sfellen für jeden Bahnhof gesondert im Wege der Submission verdungen werden.

Zeichnungen und Bedingnißheft liegen in unserm hiesigen Centralbureau zur Einsihtnahme aus. Abdrücke des Letzteren sind gegen Kostenersaz von dem Rechnungs-Rath Elkemann hierselbst zu bezie- hen; jedoch wird deren Abgabe nur an Unterneh- mer erfolgen, welche ihre Qualifikation bei unseren

Neubauten bewährt oder durch Atteste nachgewiesen

haben.

Offerten “ind versiegelt urter der Aufschrift : „Abtheilung VI., Offerte auf Herstellung von Dienstgebäuden auf der M.-Gladbath- Rörmonder Eisenbahu“

bis zum 13. September er., an welhem Tage, Vormittags 11 Uhr, die Eröffnung derselben stattfinden wird, frankirt bei uns einzureichen.

Vor dem Termin if eine vorläufige Kaution von

500 M. bei unserer Hauptkasse zu hinterlegen.

Elberfeld, den 29. August 1877.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

Verschiedene Bekanntmachungen.

Die mit dem ctatsmäßigen Gehalte von 600 M. und mit einem Zuschusse aus Kreismitteln von 300 é. jährlih verbundene Kreisthierarztstelle des Kreises Heilsberg ist nv nicht beseßt. Wir for- dern qualifizirte Bewerber um diese Stelle hiermit auf, sich unter Einreichung der erforderlichen Zeug- nisse und des Lebenslaufs bis zum 1. Oktober cr. bei uns zu melden. Königsberg, den 24. August 1877. Königliche Regierung, Abtheilung des Funern.

zur diesjährigen ordentlichen Generalversamm- lung auf Freitag, den 21. September c., Nath- mittags 2 Uhr, im Direktionszimmer der Gesell- {haft zu Görliy eingeladen. Tagesordnung : 1) Bericht über die Geschäftslage. 2) Neuwahl an

telle des aus dem Verwaltungsrathe scheidenden m Kaufmann Otto Druschki. 3) Bericht der Revisionskommission. 4) Wahl der Revision€- und Dechargekommission für das laufende Geschäftsjahr. Zur Theilnahme an dieser Generalversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, welche bis zum 20. September cr., Abends 6 Uhr, entweder ihre Aktien bei der Gesellschaftskasse deponirt haben, oder die geschehene Niederlegung derselben bei einer óffent- lichen Behörde, oder in einer andern dem Verwal- tungsrathe genügenden Weise dur Einreichung einer über die Niederlegung glaubhaft lautenden eschei- nigung der deponirten Aktien nachgewiesen haben. Görlis, den 4. September 1877. Der BLON unge rath. E. Lüders. [7563]

[7597] Große Berliner Pferde-Cifenbahnu. Die Pa amen betrugen 1877: (act. 281/9.) im August 46 329,593. 70. vom 1. Januar bis ultimo Suli .... 2,048,568. 40. Sa. M 2,378,162. 10., durch\chn. pro Tag M. 9,786. 68. dagegen 1876 2,012,581. 10. , »„ 8,247. 46.

[7433] (259/3)

Admiralsgarten-Bad. 102. Friedrichstraße 102. L

Täglih Wannen-, Douche- und Mineralbäder für Herren und Damen. Roe von 8—8, Sonntags von 8—12 Uhr. Rus. und rôm. Bäder. Wochentags von 9—74 Ühr, Sonntags von 9—11 Vormittags; Dienstags und Freitags Vormittags nur für Damen, von 2 Uhr ab für Herren.

Redacteur: F. Prehm.

Verlag der Expedition (Ke sel). Druck: W. Elsner.

Berlin:

Zwei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

M 209.

In dieser Beilage werden bis auf Weiteres außer den gerihtli@en Bekanntmachungen über Eintragungen und Löschunge 1) Pat

Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staals-Anzeige”.

Berlin, Donnerstag, deu 6. September

ente, 5 die Tarif - und Fahrplan - Veränderungen der deutschen Eisenbahnen,

G t di ilage, in welcher auch die im $. 6 des Geseßes über den Markeushut, J ] Modellen e fg: reg Spez im Patentgeschß vom 25. Mai 187 vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden,

andels-Register

Central-H

Das Central-Handel8-Regisler für das Deutsche Reih kann durch alle Post-Anstalten, sowie

durch Car: Heymanns Verlag,

‘Ain m

Yateute. Patent-Aumeldungen.

Die nachfolgend Genannten haben die Ertheilura eines Patentes für die daneben angegebenen Gegen- stände nachgesucht. Ihre Anmeldung hat die ange- gebene Nummer erhalten. Der Segen der An- meldung ist einstweilen gegen unbefugte Benußung

ubt. as 1074. Hr. Aug. Ferdinand Spann zu

(D, : apf (6E Verbesserter Brenner mit Saug-

do&t an Petroleum-Nachtlampen. R A D Foh. Schön, Mechaniker und Math.

Schön, Schneidermeister zu Malstatt b./Saarbrücken. Gegenftand: Eine Vorrichtung zur Herstellung gefalzter Ofenrohre landesrechtlich patentirt).

Nr. 1207. Hr. K. L. O ili as d, Norwegen, gegenwärtig in Hannover.

N Seaenftcud : Kesselspeise-Apparat, bei welchem durch Oeffnen und Schließen von Hähnen von der Maschine aus stets ein glei großes Wasser- volumen m s Nes ge as wird, als D aus leßterem entweihk.

Nr. eye Hr. Heinr. Jarck, Fabrikant zu Flens-

b - , .

E Begènstanidt Ein neuer und eigenthümlicher

Verschluß eines Tintenfasses. :

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i Berlin. Fabrikanten zu Berlin verbefferte Fleis{wiege-

Sia tano Eine aschine.

Nr. 02. Hr. Ingenieur Peter Barthel, Frank- furt a./M,, für Hrn. Felix Sivilla, Ingenieur zu adrid. : Gegenstand: Atmosphärische Gasfkraftmaschine. Nr. 1295. Hr. Alfred Kusenberg in Düsseldorf.

Gegenstand: Automatischer Condensations- wasserableiter (landesrehtlich patentirt). Nr. 1322. Hrn. F. Edmund Thode u. Knoop, N ae Dresden und Berlin, für Hrn. Ioseph ean Marçais in Paris. Gegenstandt Set G liebige H jur Hebung von lüssigkeiten auf beliebige Höhe. N 1939, rn. A. Dülkin u. Ernst Glaser, In- genieur und Fabrikbesißer zu Düsseldorf. Gegenstand: Sel stthätiger Versblußkopf an Dampfreinigern für Sied: röhren (landesßreht- lich patentirt). : S Nr. 1440. Hr. S. Schrieder zu Säingen. Gegenstand: Hydraulischer Regulator für Tur- binen und Wasserräder. E Nr. 318. Hr. Bremshay u. Co. zu Ohligs bei Solingen. : : Gegenstand: Ein verbesserter Schirmfchieber. Kaiserliches Patcut-Amt. [7610]

Königreich Sachsen. Verlängert bis 4. Sep- tember 1878, Frist zu Ausführung des Leo Gun, Aachen, am 4. September 1876 auf eine atmosphä- rishe Gaskraftmaschine ertheilten Patentes.

Der Jahresberiht der Handelskammer zu

Essen pro 1876 weist zunächst darauf hin, welch ünstigen Aufshwung, nach der Kohlenindustrie zu ließen, die Großindustrie im dortigen Bezirk seit wei Jahrzehnten genommen hat. Die Kohlenpro- duktion im Ober-Bergamts-Bezirk Dortmund betru

im Jahre 1856: 65,044,464 Ctr., 1866: 184,357,69

Ctr., 1876: 354,851,370 Ctr., hat fich also in 20 Sahren fast um das bfache, in 10 Jahren um 980/60 vermehrt, während in ganz Deutschland die Pro- duktion von 1864—1874 nur um 80,8%, in Frank- reich um 51,79%, in England um 34,8% und in Belgien um 31,59% afestiegen ift.

Nach der leßten Volkszählung vom 1. Dezember 1875 sind vie beiden (Stadt- und Land-) Kreise Efsen des Bezirkes der Handelskammer die dichtest bevölkerten des preußischen Staates.

Es enthielt der i Stadtkreis 54,790 Seelen, Zuw. seit 1871: 3,277 Landkreis _108,717 , a 25,194

163,507 i a O oder in 4 Jahren 17,40?/0. Diese Bevölkerung ver- theilt sich auf 3,50 Quad.-Meilen, so daß auf die Hektare 3,4 Seelen fallen. Die relativ geringe Zu- nahme des Stadtkreises hat hauptsächlih ihren Grund in der Arbeiterwanderung aus dem städti- Den Gebiete in die im Jahre 1874 fertig gestellten

rbeiterkolonien der irre Fried. Krupp: Cronen- berg und Schederhoff, Gemeinde Altendorf bezw. Frohnhausen, Landkreis Essen.

Diese Bevölkerung des Handelskammer - Bezirks hat ihren Erwerb direkt oder indirekt fast aus- {chließlich in der Industrie, hauptsächlich in der Großindustrie der Kohlen- und Eisenwerke.

Das erwähnte Quantum Steinkohlen (354,851,370 Ctr. im Werthe von 108,600,740 46) ist auf 235 Gruben durch 82,284 Arbeiter o ee worden. Gegen das Vorjahr hat die Förderung um 18,732,429 Ctr., der Werth um 13,054,536 H. und die Zahl der Arbeiter um 321 abgenommen. Der Absatz der Kohlen betrug 305, 628,333 Ctr., gegen 293,877,927 Ctr. in 1875. ;

Auf 15 Gruben des Ober-Bergamts-Bezirks Dort- mund wurden durch eine Belegschaft von 1164 Ar- beiteru 8,432,263 Ctr. Eisenstein im Werthe von 1,867,647 M. gewonnen, wonach sich der Durch-

erlin, W., Mauerstraße 63 —65, und alle Buchandlungen, für Berlin auch dur die Expedition: SW-, Wilhelmstraße 32, bezogen werden.

! \hnittepreis auf 22,4 «5 pro Ctr. berechnet. Gegen das Jahr 1875 hat die Förderung um 1,043,890 Ctr., der Geldwerth um 240,495 A zugenommen, die Zahl der Arbeiter um 36 Mann abgenommen, der Werth eines Centner ist um 0,21 -Z ge|ttegen.

Die Produktion betrug: Gußstahlfabrik von Friedr. Krupp 6,104,891 Kil. Gußwaaren, 6,795,267 Kil. Schmiedeeisen, 102,151,048 Kil. Stahl; Puddlings- und Walzwerk von Schulz, Knaudt u. Lo. in Essen 114 Mill. Pfd. Kesselblehe (gegen 13 Mill. Pfd. in Os Hochöfen zu Berge - Borbeck 30,526,000 Kil. Pu delroheisen, Stahleisen und Bessemereisen und 3,336,000 Kil. Bessemer Roheisen; Hochöfen zu Kupferdreh 9,228,625 Kil. Gießereieisen. Die Zink- hütte zu Borbeck produzirte im vergangenen Jahre 121,270 Ctr. Rohzink, 15,000 Ctr. mehr als im Vorjahre. Die Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Union zu Essen lieferte im Jahre 1876 an Fa- brifaten 53/9 des im Vorjahre vorhandenen Ge- wichts ab, der Umschlag betrug 76% des vorjäh- rigen. Die Eisengießerei und Maschinenfabrik von R. W. Dinnendahl in Huttroy bei Steele hatte in Bezug auf die Masse 25 °/o, den Werth 25 °/9 ge- ringeren Umsay als im Jahre 1875. Die Tuch- fabrikanten, welhe von der Mode begünstigte Ar- tikel fabriziren, haben ihren Umsaß auf der Höhe des Vorjahres erhalten.

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Aus der öffentlichen Plenarsitzung der Han dels- kammer zu Leipzig am 23. August theilen wir nach der „Leipz. Ztg.“ Folgendes mit: Dem Pprovi- sorishen Comité für die im Jahre 1879 in Leipzig abzuhaltende kunstgewerbliwhe Ausstellung hat vorläufig der Vanidenve im Namen der Kam- mer die erbetene Förderung des gemeinnüßigen Unternehmers in Aussicht gestellt; dieselbe wird sich später näher mit der Angelegenheit zu beschäftigen haben. In Nr. 2 des Correspondenzblattes des DenGen Reichsanzeigers“ sind die E wiederholt aufgefordert, auf Mitveröffent- eung des Geshäftszweigs bci der Fir- menbefkanntmachung hinzuwirken. Die Kammer hat \ih bereits mehrmals dafür verwendet, ein Ge- fuch an das Justiz-Ministerium um bezügliche Ver- ordnung an die Gertchte, ist jedoch abs{läglich be- schieden worden. Der Vorsitzende mat aber darauf aufmerksam, daß, wenn die BVetheiligter: die Bei- fügung des Gel chasttgweigs auf ihre Kosten verlangen, die Gerichte dieseibe wohl nicht verwei- gern werden. 7

Auf die Vorlage des General-Postmeisters, die Erhebung von Wechselprotester durch Postbeamte betr., beschließt die Kammer, dem Vorschlage des Handelsgesetgebungs- und des Verk echrs- aus\chufes gemäß, die ge|tellte Hragee insofern es sich um die Erhebung einfacher Pcoteste an Neben- pläyen handle, unter der Vorausseßung zu bejahen, daß die Postverwaltung eine entsprechende Haftpflicht übernehme.

Weiter berichtet Hr. Bassenge Namens des Han- delsgesezgebungs-Aus\chusses über eine Zuschrift der Handels- und Gewervekammer zu Zittau, welche aus Anlaß des auf die Reform der Aktien- ges cem nag bezüglichen preußischen Antrags, die Abhaltung einer Delegirten-Konferenz zur Behandlung dieses Gegenstandes empfiehlt. Der Aus\chuß hat jedoch weder die Frage im Augenblicke für dringlih, noch eine Berathung ohne spezielle Vorlagen für erjprießlich erachten können und s{hlägt vor, der genanrten Handels- und Gewerbekammer in diesem Sinne zu antworten, zugleich aber die Kön'g- lihe Staatsregierung um ihre Verwendung dafür zu bitten, daß ein etwaiger Geseßentwurf über den fraglichen Gegenstand längere Zeit vor dessen Vor- legung an den Reichstag veröffentlicht und daß ins- besondere den Handels8- und Gewerbekammern Ge- gene zur gutaHßtlichen Aeußerung darüber ge- geben werden- möge. ECinstimmig tritt die Kammer diesem Vorschlage bei.

Namens des Verkehrsauts{usses berichtet Herr Stadtrath Scharf über die nachstehenden beiden Kanalangelegenheiten.

1) Der in Bitterfeld unter Vorsiß des Herrn Bergwerks-Direktor Voigt vor Kurzem begründete Verein für Herstellung des Elster-Elbekanals übersendet Abdrücke eines von ihm an den preu- ischen Handels-Minister gerichteten Gesuhs um R EuR des im Auftrag: der Handelskammer bearbeiteten Kanalprojekts, in welchem die Bedeutung dieses Projekts für die davon berührten preußischen Landestheile nachdrücktlich hervorgehoben ist, und bittet urn Mittheilung, ob und in welcher Weise der Kam- mer die Förderung des Unternehmens dur gemeîin-

\husse im Entwurfe vorgelegte Antwortschreiben giebt der Befriedigung über die jenseits gethanen Schritte Ausdruck, bezeichnet ein andinhandgeklen mit dem Verein als durchaus erwünscht und ver- eh Mittheilung der von Hrn. Direktor Sea, rath in Dresden in Aussicht gestellten Aufschlüsse über die tehnischen Mittel zur Ueberwindung des bij aeadiere an der sächsis{-preäßishen Grenze. er Entwurf wird cinstimmig genehmigt.

2) Die Königliche Regierung zu Merseburg beab- sichtigt, das Projekt einesEl ster-Saale-Kanals durch Veranstaltung einer Konferenz der Haupt- interessentèn zu fördern, dafern dieselben Aussicht zur Tragung der Kosten der Vorarbeiten eröffnen, und fragt an, ob die Kammer sich betheiligen würde.

\chaftlihe Schritte möglih scheine. Das vom Aus--

4) die Uebersicht der

n in dea Handels, Zeichen- u. Musterregistern 3) die Uebersicht der ra -Eisenbahn -Verbindungen Berlins, estehenden Postdampf\chif - Verbindungen mit transatlantischen Ländern

vom 30. November 1874, sowie die in dem Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Mustern und erscheint auch in einem besonderen Blatt unter dem Titel

für das Deutsch

1877.

sowie über Konkurse veröffentlicht

e Reich. «r. 2100)

Das Central-Handels-Register für das Deutshe Reih erscheint in der Regel täglich. Das

Abonnement beträgt 1 M

50 4 für das Cs Einzelne Nummern kosten 20 F.

Fnsertiouspreis für den Raum einer Drudtzeile 3

Der Aus\{huß beantragt Erklärung der Bereitwillig- keit, jedo unter Vorbehalt der Entschließung wegen eines Beitrags zu den Kosten und mit der Erklä- rung, daß in der Theilnahme an der in Rede \tehen- den Versammlung keineswegs ein Verzicht auf die weitere Verfolgung des Projekts eines direkten Ka- nals nach der Elbe erblickt werden dürfe. Auch

! dieser Antrag findet einstimmige Annahme.

Zum Schlusse folgen zwei Berichte des Zoll- und Steueraués\chusses, erstattet durch Hrn. Heydenreih.

1) Die Handels- und Gewerbekammer zu Sonne- berg hatte eine Konferenz von Vertreiërú der Spiel- waarenindustrie in Borscblag gebracht, um gegen die angeblich bevorstehende Erhöhung des französi- schen Eingangszolls auf Spielwaaren von 10 % vom Werthe auf 30 bez 60 Frcs. von 100 Kilogramm zu agitiren. Obgleich sie von hier aus auf Grund einer authentis{chen Mittheilung darauf aufmerksam gemacht worden war, daß es sich in Frankreih jeßt nur um Abänderung des allge- meinen Tallabes für Bimbeloterie, und zwar um eine Herabseßung desselben von 96 Frcs. auf 30 bez. 60 Frcs. handle, der Vertragstarifsatz von 109% dagegen zur Zeit nicht in Frage fei, so erläßt sie jeßt die Einladung zu der fraglichen Konferenz. Die Kammec beschließt, unter so bewandten Um- ständen sich nit daran zu betheiligen.

2) Gbenso wird der von Stuttgart aus ergange- nen Anregung zu einer nochmaligen Vorstellung wegen Festhaltung am Veredelungsverkehr bei den Verhandlungen mit Oesterreih-Ungarn, in Er- wägung, daß die Kammer bereits wiederholt in die- sem Sinne vorstellig geworden, und daß die verbün- deten Regierungen über die Wichtigkeit dieses Ver- kehrs, nah dem Gange der Verhandlungen zu urthei- E L unterrichtet sind, keine weitere Folge gegeben.

Bremen, 31. August. Die Besteuerung der Wanderlager soll hier nun ins Leben treten. Der Senat hat einem dafür aufgestellten Geseßtz- entwurf seine Zustimmung bereits ertheilt. Danach wird der Gewerbebetrieb im Umherziehen überhaupt mit einer Steuer belegt, welche nicht unter 1 und nicht über 30 A im Monat betragen sol. Den speziellen Saß bestimmt je nach dem Umfang des steuerpflihtigen Betriebes entweder die hiesige Po- lizeidirektion oder das Amt zu Bremerhaven oder zu Vegesack. Betrieb des Gewerbes vor Löfung des erforderlihen Gewerbeshcins wird mit Geldbuße bis zu 150 M bestraft, welche_ der Negel nach das Dreifache der anzunehmenden Steuer ausmachen sfoll.

_Nach den (Mitth. des Bayer. Gew.-Mus. zu Mes sind dem Verbande bayerischer Gewerbe-Vereine beigetreten die Vereine: Aib- ling, Altdorf, Amberg, Ansbach, Aschaffenburg, Augéburg, Bamberg, Bayreuth, Deggendorf, Dinkels- bühl, Erlangen, Freising, Fürth, Gundelfingen, Hof, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kempten, Kissingen, Kißin- gen, Kulmbach, Landshut (GBewerbeverein), Landshut (Kreis-Muster- und Modellen-Sammlung), Lauingen, Lohr, Marktbreit, Marktheidenfeld, Marktsteft, Memmingen, Mellrichstadt, Nördlingen, Nürnberg,

afsau, Regensburg, Roding, Rosenheim, Rothen-

urg a. T., Schwabach, Straubing, Vilshofen, Weil- heim, Würzburg, Zeil.

London, 1. September. (A. A. C.) In Bolton hat ein großer Strike der Baumwollen- \spinner begonnen, in Fclge dessen nahe an 100 Spinnereien das Eigenthum von ca. 30 Firmen zur Einstellung ihrer Thätigkeit gezwungen sein werden. Anlaß zu der Strikebewegung gab der Ent- {luß der Fabrikherren, die Arbeitslöhne um 59/6 herabzuseßen. Es feiern im Ganzen 11,000 Per- sonen, aber die Arbeiter sind geneigt, einen Ver- glei zu \chließen, zu welhem Behufe nächsten

tontag eine Konferenz zwisGen Vertretern der- selben und der Fabrikbesißer anberaumt worden ist.

Handels -: Register.

Die Handelsregistereinträge aus dem Königreich

Sacbsen, dem Königreih Württemberg und

dem Großherzogthum Hessen werden Dienstags

bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubri

Leipzig resp. Stuttgart und Darmstadt

veröffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich, die leßteren monatli.

Aachen. Der zu Aachen wohnende Kaufmann Arnold Stanislaus hat das Geschäft, welches er in Jaa unter der Ca Stanislaus: Hoyer be- trieb, vi Sohne Viktor Stanislaus übertragen ; in Folge dessen wurde gedachte Firma heute unter Nr. 137 des Firmenregisters gelöscht.

Aahen, den 4. September 1877.

öniglihes Handelsgerichts-Sekretariat.

Agnchen. Unter Nr. 3611 des Firmenregisters wurde heute eingetragen die ama Frings- Shmeyz, welche in Aachen ihre Niederlassung hat und deren Inhaber der zu Aachen wohnende Cssig- fabrikant Heinri Frings ift. Aachen, den 4. September 1877. öniglihes Handelsgerihts-Sekretariat.

e

Aachen. Die zu Aachen wohnende Kaufhänd- lerin Lena Jungschlaeger hat das Geschäft, welches fie in Aachen unter der Firma L, Jungschlaeger betrieben, eingestellt.

Gedahte Firma wurde daher heute unter Nr. 3576 des Firmenregisters, die für diese Firma dem zu Aachen wohnenden Kaufmann Andreas Bochlen erthei:t gewesene Prokura unter Nr. 849 des Pro- kurenregisters gelöst.

Aathen, den 4 September 1877.

Königliches Handelsgerichts-Sekretariat.

Altona. Bekanntmachung.

Zufolge Verfüaung vom 31. v. Mts. ist heute in unser Firmenregister unter Nr. 1381 eingetragen: ; Martin Johannes Lautenberg zu Altona.

Ort der Niederlassung: Altona. Firma: J. Lautenberg. Altona, den 5. September 1877. Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

Barmen. Auf Anmcldung is heute in das hiesige Haudels- (Firmen-) Register eingetragen orden :

1) unter Nr. 1646 die Firma „Julins Göfser“ in Berne deren Inhaber der daselbst wohnende Anstreicher Julius Gösser ift;

j E Nr. 1647 die Firma „Otto ean in Barmen, deren Inhaber der daselbsi wohnende Färbereibesiter Otto Sehlbach ist;

3) unter Nr. 1648 „Abraham Schulte“ in Bar- men, deren Inhaber der daselbst wohnende Bier- und Weinhändler Abraham Schulte ift;

4) unter Nr. 1649 die Firma „Hugo Sthaar- wächter“ in Barmen, deren JFnhaber der daselbft wohnende Colporteur Hugo Schaarwächter ift;

5) unter Nr. 1650 die Firma „Friedr. Wilh. Voß“ in Barmen, deren Inhaber der daselbft woh- nende Bäcker und Specereihänvler Friedrih Wil- helm Voß ift;

6) unter Nr. 1651 die Firma „Ferd. Wie“ in Barmen, deren Inhaber der daselbst wohnende Fa- brikant Ferdinand Wie ist;

7) unter Nr. 1652 die Firma „Julius Huns- helm“ in Barmen, dcren Inhaber der daselbst woh- nende Handelsmann Julius Hunshelm ift;

i De Nr. 1653 die Firma „Rich. Wandhof}f“ in Barmen, deren Jnhaber der daselbst wobnende Riemeundrehereibesiter Richard Wandhoff ist;

9) unter Nr. 1654 die Firma „Alb. van der Burg“ in Barmen, deren Inhaber der daselbst wohnende Bäckter Albert van der Burg ist;

10) unter Nr. 1655 die La „Wilh. Finken- tey“ in Barmen, deren Inhaber der daselbst woh- nende Bäcker und Specereihändler Friedrih Wil- helm Finkentey ift;

11) unter Nr. 1656 die Firma „Engelbert Efff- maun“ in Barmen, deren Inhaber der daselbst wohnende Bäcker Engelbert Effmann ist.

Barmen, den 4. September 1877.

Der Handelsgerichts-Sekretär. Adckermann.

Belgard. Bekanntmachung.

In unser Firmenregister ist unter Nr. 267 der Kaufmann Joachim Orbah in Bramstädt, Kreis Belgard, mit der Firma Es Orbaë zufolge Verfügung vom 31. August am 1. September 1877 eingetragen.

Belgard, den 1. September 1877.

öniglihes Kreisgeriht. 1. Abtheilung.

Berlin, Handelsregister des Königlichen Me zu Berlin. Zufolge Verfügung vom d. September 1877 sind am felbigcn Tage folgende Eintragungen erfolgk: Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma :- Goldberger & Lehmann (Fabrik von Damenmänteln und Export) n us September 1877 begründeten Handels-- gesellscha (jetziges Geschäftslokal: Kronenstraße 38) find die Kaufleute: 1) Felix Goldberger, 2) Benny Lehmann, Beide zu Berlin, / Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6284 eingetragen worden.

Die Gesellshaster der hierselbst unter der Firma: C. Saul & Sohn gan E September 1877 begründeten Handelsgesell- a (jeßiges Geschäftslokal: Koppenstraße 57) sind die Dol;bänbler j 1) Johann Christian Schulz, 2) Emil Ernst Otto Schulz, Beide zu Berlin. Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6285 eingetragen worden.

In unser Firmenregister, woselbst unter Nr. 6875 die hiesige Handlung in Firma: C, Viezens vermerkt fteht, ist eingetragen : Das Handelsgeschäft ist durch Vertrag auf die Fräulein Ulrike Herz und Lina Herz über- gegangen, welche die Firma C. Viezens Nfl,