1908 / 90 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinalan gelegenheiten.

Bei dem Ministerium der geistlihen, Unterrichts- Medizinalangelegenheiten sind die Kanzleidiätare Klose Krüger zu Geheimen Kanzleisekretären ernannt worden.

Den Privatdozenten in der medizinischen Fakultät Universität Halle-Wittenberg Dr. Dr. Otto Frese ist das Prädikat

und und

der Hugo Winternißz und rofessor beigelegt worden.

Abgereift:

_ Seine Exzellenz der Staatsminister und Minister der geistlichen, Unterrichts-und Medizinalangelegenheiten Dr. Holle, nach der Provinz Westfalen.

Nic<jtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 14. April.

Seine Majestät. der Kaiser und König hörten gestern im Achilleion auf Korfu die Vorträge des Vertreters oes Theis des Zivilkabinetis und des Chefs des Militär- abinetts.

._ Gestern früh verschied nah langer, s<werer Krankheit der Königliche Wirkliche * Geheime Kriegsrat und vortragende Rat im Kriegsministerium, Hauptmann d. L. a. D. Öskar Heß im 55. Lebensjahre. Aus der Staatsanwaltschaft hervor- gegangen, is er aht Jahre im Kriegsministerium tätig ge- wesen und hat diesem durh seine hervorragende Begabung und seine reichen Kenntnisse vorzü Ee Dienste geleistet. Sein lauterer Charakter und sein freundlihes Wesen haben ihm die allgemeine Zuneigung erworben und sichern ihm über das Grab hinaus ein treues Andenken. ;

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Sperber“ am 10. April in Mossamedes eingetroffen und vorgestern von dort nah Swakopmund in See gegangen.

S. M. Flußkanonenboot „Vorwärts“ Kiukiang (Yangtse) eingetroffen und geht am dort nah Hanfkau ab.

S. M.S. „Loreley“

ist vorgestern in 21. April von

ist gestern von Rhodos nach der

Kovela-Bay (Milei) in See gegangen. Oesterreith-Ungaru. Der Kaiser Franz Joseph empfing gestern den Minister des Junern Bienerth in besonderer Audienz, um

über die Ermordung des Statthalters Grafen Poto >i eingehenden Bericht entgegenzunehmen. Tief ergriffen, sprah der Kaiser, „W. T. B.“ zufolge, sein s{<merzlihstes Bedauern über den Verlust dieses von ihm so hoh geshäßten Staatsmannes aus, dem er stets sein vollstes Vertrauen ent- gegengebraht habe und der ihm bis zum leßten Atemzuge treu ergeben gewesen sei. Schließlih drü>te der Kaiser seine Empörung und seinen Abscheu über das ruchlose Verbrechen aus. Der Witwe des Grafen Poto>i sprah der Monar telegraphisch sein Beileid aus.

Wie die „Neue Freie Presse“ aus Lemberg meldet, ant- wortete der Student Liczinski, als ihm der Polizeikommissar im Verhör sagte, daß die Ermordung des Statthalters keine Aenderung des Systems bringen werde, es werde sich dann ein zweiter Nuthene finden, der den nächsten Statthalter eben- falls aus dem Wege -räumen werde. Er habe den Statthalter nur ermordet, um andere zu warnen.

Großbritannien und Jrland.

Der. gegenwärtige Parlamentssekretär für die Lokal-

verwaltung Mac Namara ist, „W. T. B.“ zufolge, zum

arlamenissekretär der Admiralität ernannt worden. Damit ist die Umbildung des Kabineits abgeschlossen.

Rußland,

Die Reihsduma hat gestern in erster Lesung die Gesevesvorlage des Ministeriums für Volksaufklärung, be- treffend die Bewilligung von 6 900 000 Rubeln jährli für die Einführung des allgemeinen Elementarunter- richts, genehmigt und alsdann die Debatten über die Amur- bahn wieder aufgenommen.

« —, Nah dem Bericht des „W. T. B.* erklärte der Ministerpräsident Stolypin, daß Rußland im fernen Osten zweifellos ni<t nur zum Kampfe, sondern au für den Schvß der nationalkulturellen Arbeit,

die seine historishe Mission sei, \tark sein müsse. Zweifellos werde die Amurbahn große Ausgaben v Sei R M sohe F gaben verursahen, do< sei cs von großer

nen enorm ausgedehnten Territorien die Mög- lichkeit vorhanden sei, die Armee von einer Stelle ¡ur anderen zu befördern. Durch Festungen Verkehrs- mittel ni<t erseßt werden. Mußlands entferntes Grenz- ebiet sei reich an Gold, Wäldern und anbaufähigen lähen. Deswegen und wegen des Vorhandenseins eines dihtbevölkerten Nachbarstaats werde es niht unbeyölkert bleiben. Freude Völker würden eindringen, wenn Rußland nit zuvorkäme.

as Eindringen fremder Völker habe dort bereits begonnen, ebenso wie an der fernen Grenze Kamishatkas und im Küstengebiete des Ochotskishen Meeres. Der Ministerpräsident wies sodann auf die YUimatishen Verhältnisse des Amurgebietes hin und spra< von den Vorzügen des Projekts der Regierung, das Nertschinsk als Ausgangs- punkt der Bahn bestimmt. Er bringe die Amurbahvfrage rit in Zusammenhang mit der Agrarfrage im euro äischen Rußland. Dieje Frage sei selbständig. Doch müse die Amurbahn von russishen Händen gebaut werden, weil dann Bahn- arbeiter dort ansässig würden, die Rußland dorthin verpflanzen könnten. Die fibirishe Bahn, für die viele“ den Bau eines zweiten Schienen- stranges fordern, habe 1899 41 Millionen Pud, 1906 aber 102 Millionen befördert. Wolle man da diesen Sthienenstrang nah der Mandschurei unterbre<hen ? Denen, die sagen, daß zuerst das Zentrum MNRußlands gekräftigt werden müsse, erwidere er, daß au<h die entfernten Teile abfallen könnten, bevor dies möglih wäre. Der Minister erklärte ferner , daß die Fee dem Staate jährli< 20 bis 22 Millionen kosten werde, und ieser Frage dem Staat große Kraft verleihen wird. bringende Arbeit res i j Millionen.

+

könnten

Ihre frucht- hebt den Kredit des Staates und gibt thm neue Wenn in den s{wersten Stunden der neuesten Ges{ichte

:_ «Ich bin überzeugt, meine Herren, daß Jhre Entscheidung in -

die russishen Finanzen dem Krieg und den Unruhen standgehalten haben, fo werden \i< do jeßt Geldmittel finden, um unsere Staats- ordnung durch einen eisernen Reif zu festigen. Dazu bedarf es nun Ihres eiumütigen Beschlusses, Jhres einmütigen Wortes. Sprechen

Sie es aus! Jtalien.

Der König Viktor Emanuel hat, „W. T. B.“ zufolge, gestern vormittag den Reichskanzler Fürsten von Bülow, der vorgestern in Nom eingetroffen war, in Privataudienz empfangen. Am Nachmittag stattete der Minister des Aeußern Tittoni dem Reichskanzler einen Gegenbesuch ab.

Portugal. Nah einer Meldung des „W. T. B.“ der Wahlen ohne Zwischenfall vor sich. herrsht voUkommene Ordnung.

Serbien. Nach Eröffnung der gestrigen Sißung der Skupschtina erhob si der Justizminister Trifkowits<h, um das Au lósungsdekret zu verlesen. Wie das „W. T. B“. meldet, brachen die Zungradikalen in stürmische Protestrufe aus, die sich „zu tosendem Lärm steigerten, sodaß die Verlesung der Königlichen Botschaft vao unverständlih blieb. Nachdem Triffkowitsh geendet hatte, brach die Regierungspartei, welche die Verlesung stehend angehört hatte, in begeisterte Ziviorufe aus, worauf die Sigung geschlossen wurde. Die Neuwahlen finden am 31. Mai statt. Skupschtina ist auf den 17. Juni einberufen wordèn

Afien.

Nah einer Meldung des „W. T. B.“ wurde vorgestern nahmittag bei dem Grenzposten von Beliasuver eine Ab- teilung von se<s Reitern der Grenzwache, die von dem Hauptmaun Dvojeglasoff befehligt waren, von persi- schen Briganten aus dem Stamme der Khodjibegli über- Ln: Von den Reitern alarmiert, eilten die Besaßung von

eliasuver und Freiwillige des Tenginsker Jnfanterie- regiments herbei. Fn dem d hierauf entspinnenden Gefechte wurden der Hauptmann Dvojeglasoff, zwei Freiwillige und ein Reiter getötet, drei Soldaten der Grenzwache und zwei Freiwillige verwundet.

geht die Prüfung In ganz Portugal

Die neue

Statistik und Volkswirtschaft.

Nachweisung

der Einnahme an Reichsstempelabgabe für Wertpapiere im Re<hnungsmonat März 1908.

Noh- Wertpapiere \folleinnahme ; Mh A I. Inländische Aktien ‘und Interimsscheine . . . | 1370 288/40. 1L. Ausländische Aktien und Interimsscheine. . . | 96 053/44 ITI. Inländische Renten- und Schuldverschreibungen und Interimsscheine außer den unter 1V genannten 378 575/85 IV. Inländische, auf den Inhaber lautende und auf Grund ‘staatlicher Genehmigung ausgegebene Renten- und Schuldverschreibungen der Kom- munalverbände und Kommunen, der Korpos- rationen ländlicher oder ftädtisher Grundbesitzer, der Grundkredit- und Hypothekenbanken oder der Eisenbahagesells<asten sowie Interimsscheine . 294 813/60 V. Renten- und Schuldverschreibungen und Jn- terimssheine ausländisher Staaten und Eisen- baun feldaften L E 140 688/30 VI. Ausländische Renten- und Schuldverschreibungen und Interimss<{eine außer den unter V genannten 9 611/25 VII. Bergwerk8anteilsheineund Einzahlungen auf solche 29 384/75 V1 GenußldWeinlen A t E N 321/50 zusammen: | 2 319 737/09

Berlin, den 14, April 1908,

Kaiserliches Statistishes Amt. van der Borght.

Die Gewerbeinspektion in Preußen im Jahre 1907.

Die wirtschaftilihe Lage der Industrie in Preußen stand zu Beginn des Jahres 1907 im Zeichen der Hochkonjunktur, in allen Erwerbszweigen herrschte eine rege und angespannte Tätigkeit. Bereits im März setzte aber in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Finanikrise ein, die auf alle europäishen Bösen einwirkte und eine ungemein s{wiecige Geldmarktlage {<huf. Obwohl der Auftrags-

bestand in vielen Industriezweigen bis in den Herbst no< günstig war, haben do< die hohen Zintsäße Handel und Jns dustrie gezwungen, ihre Operationen einzuschränken. Nach den

den Berichten der Königlich preußischen _Reglerungs- und Gewerberäte hat der hohe Zinsfuß in erster Linie lähmend auf das Baugewerbe eingewirkt und die zahlrei<en, ihm nahestehenden gewerblihen Bes triebe, wie Bautischlereien, Schlossereien, Gelbgießereien , Klempnereten 2c. stark in Mitleidenschaft gezogen und zu Betriebsein- shrärkungen gezwungen. Nächftdem machte ih der NRükgang in der Cisen- und Máschinenindustrie fowie in denjenigen Gewer ezweigen besonders bemerkbar, die große Kapftalien in Nobstoffen auf längere e fesilegen müssen. So kznnzeichnete #< denn in den wichtigsten ndustriezweigen die Situation am Schlusse des Berichtsjahres dur< Einschränkung der Betriebe, Einlegung von Feitershihten, Arbeiter- entlafsungen und au vereinzelt dur< Herabseßung der Arbeitslöhne. &ür die Beurteilung der Entwi>klung derx industriellen Verhält- nisse und der sozialen Lage der Arbeiter sind die von den Gewerbe- aussihtsbeamten tn den einzelnen Bezirken und Jadustriegruppen er- mittelten Zahlen über die vorhandenen gewerbli<en Betriebe und die

in thnen beschäftigten Arbeiter von hohem Werte und liefecn dur |

Vergleichung mit den statistischen Ergebnissen der früheren Jahre wichtige Beiträge zur Lösung mancher sozialen Frage, welche die Gegenwart beschäftigt. Nah den vorliegenden Berichten über das

vergangene Jahr betrug die Zahl der Fabriken und der diesen gleich- !

gestellten Anlagen, die der Gewerbeinspektton uuterstehen, 141 999 gegen 135 369 im Jahre 1906 und 129 823 im Jahre 1905; fie hat mithin gegenüber dem Vo. jahre um 6630 zugenommen, während von 1906 zu 1905 eine Erhöhung um 5546 stattgefunden hätte. Die Zahl der gewerblichen Betriebe, die niht zu den Fabriken gerehnet werden, aber auf Grund der vom Bundesrat gemäß $ 1206 der Gewerbeordnung erlafsenen Bestimmungen zu beaufsihtigen sind, belief fih aut 47 150’ gegen“ 49 759 im Jahre 1906 und 38781 i. J. 1905,

Die Gesamtzahl der Arbeiter ia den zuerst genannten Betrieben | keit d

betrug 3 069498 gegen 2986 173 i. J. 1906 und 2838 9265 i. J. 1905, mithin + 83 325 resp. + 147 248 gegen das voraufgegangene Jahr; darunter befanden fi< 2277 642 (1906: 2228 613, 1905: 2 124 960) erwachsene “männlihe Arbeiter, 563 100 (1906: 538 310, 1905: 509 962) Arbeiterinnen, 225696 (1906: 216 904, 1905: 201 651 jugendliche Arbeiter von 14 bis 16 Jahren und 3060 (1906: 2346, 1905: 2352) Kinder unter 14 Jahren. In den niht fabrikmäßigen Anlagen wurden insgesamt 111 931 Arbeiter gegen 118 527 t. J. 1906 und 78180 i. I. 1905 gezählt. Bet der Vergleihung dieser Zahlen

) |_nehmers in keinem Verhältnis zu dem

sowie bei den späteren statistishen Ergebnissen ist zu beachten, daß diz Werkstätten der Königlichen S E in dem Berichtsjahr nit mehr in den Katastern der Gewerbeinspektionen J wordeit sind, weil fie nah der neuesten Rechtspre<ung den Vorschriften der Gewerbeordnung niht unterliegen, und daß die bisher zu den nl fabrikmäßigen Anlagen gezählten kleineren Werkstätten der Ta 4 industrie dur< Kaiserliche Verordnung vom 21. Februar 1907 s Fabriken gleihgestelt und dementspre<hend in den Berichten He sichtigt sind. Die Verteilung der gewerblihen Anlagen, die Gewerbeinspektion unterstehen, der in ihnen beschäftigten erwa Arbeiter und Arbeiterinnen sowie der jugendlichen Arbeiter und s männlichen und weiblihen Geshle<ts auf die einzelnen Industrie, gruppen und die Zu- resp. Abnahme gegen das Jahr 1906 aus folgender Tabelle ersihtli<:

E

Anzahl der =| Bezeichnung Zahl > der der Juen Kinder » | Industrie- | gewerbl. | männl. | Arbeite- A unte S weige Anlagen | Arbeiter | rinnen | 1416 Jahren : Fahren 3 |Bergbau, Hütten- u.Salinenwesen, 90 Torfgräberei 709] 217 461 4496| 11207 (5) (—8)|[(+11803)| (—14)| (4742) 4 [Industrie der , 352 Steine u. Erden] 15 906] 333 997| 36 898| 21497 +119" (—157)| (4990)| (4-1139)| (—807) ( 5 [Metallverarbei- 409 E A 288 946 27 208 N (+9) 5 660 6 |Industrieder Ma- I A268 schinen, Werk- zeuge, Instru- mente u. Appa- 931 ate E 8 314] 450 879| 28275 326 7D (+558)] (—918)| (4-3831)| (42646) 7 \Chemishe FIn- 33 dustrie O 74,888) 10 494 200) 5 17 9 8 |Industriederforst- A wirtschaftlichen Nebenprodukte, Leuchtstoffe, Sei- fen, Fette. Oele 7 und Firnisse .. 2131| 39167 4 192 1 396 18) (+82) (+1450) (+17) (+119) A 9 [Textilindustrie . 67221 174919) 164 888| 834479 995) (-+28)| (+1364)| (+3575)| (4-670)| (F 138 10 |Papierindustrie . 1890| 47106| 28 671 8 34 50) (+69) (4-1777)| (+1011)| (4-862) (Fs 11 \Lederindustrie . 1434} 838 926 12000 2 94 19 S E (+20)] (4-1021)| (4256) (—75)} (+7 2 |IndustriederHolz- N und Schntitzstoffe 14 969] 189 087| 12074} 13 031 100 mgl (4-970)] (4-7201)| (4-848)| (4-703)) (+9) 13 Lee Der ahrungs- un enußmittel . . 43 351} 244 253| 80038] 21 344 391 A s 1 (4-3153)} (4-8418)| (45409)} (4-1536)| (+121) 14 O und eintgun Cs E e 10 27086) 47555) 137 858] 24663 233 (--742)} (4470)| (45555)| (—365)| (+45) 15 ¡Baugewerbe . 2885) 64 046 407 4250 10 T (+136)} (—143)| (4+127)) (=—78)| (—11) 16 |Polygraphisches Tore B 39861 63433| 18743| 10102 133 j (4+227)| (+2508)| (+1085)| (4518)| (4-6) * [Sonstige Jndu- E striezweige 189 3 484 1483 305) (+4) (+376)| (4208) (—57)| (—)

Die Revisionstätigkeit der Gewerbeinspektoren und Berg- revierbeamten hat im Berichtsjahre eine wesentliche Steigerung gegenüber dem vorigen Jahre erfahren. Es wurden in den Fabriken: den diesen gleihgestellten Anlagen, in den Bergwerken und Salinen 148 920 Revisionen gegen 140 845 i. J. 1906 vorgenommen, darunter 2245 (gegen 1906: —+ 211) bei Naht und 4521 (+4 457) an Son und Festtagen. Zweimal wurden 11513 (+ 367), drei oder mehrma 6980 (— 41) der gewerblihen Anlagen revidiert. Die Zahl 3) revidierten Fabriken 2c. belief ih auf 69 811 (gegen 1906: + 253 i das sind zwar nur 49,20/6 der gesamten fabrikmäßigen Betriebe, da aber E jenen 1 898 489 (+ 32 173) erwa<hsene Arbeiter, 445 956 (+4 24 408) ib- beiterinnen, 179 261 (+4 6%06) jugendliche Arbeiter männli<hen und we te lien Gesle<is und 2506 (+ 664) Kinder besäftigt waren, umfäß“ die Inspektion 2526 211 (+ 64051) oder 82,3 9% der überhz #

ezählten Fabrikarbeiter. Die meisten Revisionen fanden im Bers der

Bütten- und Salinenwesen (42179) und in der Industrie trie Nahrungs- und Genußmittel (30 687) \tatt, nächstdem in der Ins der Steine und Erden (14 026), im Bekleidungs- und- Reinibnofe gewerbe (11 437) und in der Industrie der Holz- und Sid ien (11 325); es folgen nah der Zahl der Revisionen die Masch vie industrie (8831), die Betriebe der Metallverarbeitung (8796),

Textilindustrie (6027), das polygraphishe Gewerbe (4080) die <hemis<e Industrie (2808), das Baugewerbe (2 t, und die Industrie der forstwirtshaftlichen Nebenprod® i

Leuchtstoffe, Seifen, Gee und Dele (2210). Von den 47 150 Be- fabrikmäßigen Betrieben, für die vom Bundesrat besondere 617 stimmungen erlaffen find, wurden 9953 (4 1751) mit A (+ 1332) Arbeitern revidiert. Bei dex Dur<hführung der Arbe!

\<ußgeseßgebung zeigten die Arbeitgeber im allgemeinen bereitwillige i

u Gntgegenkominen; nur in kleineren Betrieben wurde hier und da n0 i ¡ Widerstand gestoßen. Dagegen nehmen dié Kiagen der Aufsib i beamten über Gleichgültigkeit der Arbeiter gegenüber der Unfallgel in und über mangelndes Verständnis für Unfallverhütungsvors<hr lle, den Berichten einen breiten Naum ein. Doch seinen die Un En die s{<weren, eine verhältnismäßig über bie Zunahme Arbeiterzahl hinauêgehende Vermehrung nicht erfahren zu haben. E Die Anzahl der von den Gewerbeinspektoren ermiitelten E handlungen gegen die Geseße und Verordnungen zum Schuhe [Ug liher Arbeiter ist im Berichtsjahre von 7551 i. I; iffer der 7052 gesunken: Ein Resultat, das um fo erfreulicher ist, als die 3 des in fit lich beschäftigten jugendlihen Personen und Kinder infolge unbe- ast allen Industriezweigen herrschenden Arbeitermangels ni 99) trähtlih gestiegen is. Immerhin wurden 231 (gegen 1906: F N ftöße geseßwidziger Beschäftigung von Kindern und 1376 (— 129) Personen, gegen die geseßlihe Beschränkung der Arbeitszeit Ie an Sont- gegen das Verbot der Nahtarbeit sowie gegen die Bes äftigus und Festtagen ermittelt und, abgesehen von 94 no< (hme Berichten der verfahren, 1296 (— 61) Personen bestraft. Wie in den 1 an zuver Geweiberäte hervorgehoben wird, ers<wert der Mang# Schwierig- üssigen Verzeichnissen der Arbeitsstätten der Kinder und der gemerD- elf der Ermittlung von Kinderbes(äftigung außerha eblich. Mehxr- lien Betriebe die Durchführung des Schußgeseßes erbe" olle straf; fad) ist au die Beobahtung gema<t worden, da te ein Strafmab re<tliher Verfolgung von Gesetwidrigkeiten die Gerldjte e des Untcr- anwenden, daß bet Berüsichtigung der, Betmoge ag ip desbalt cEge Bestimmun nicht geeignet erscheint, die Bestrebungen, den geseßlichen Seen gegen" Geltung zu verschaffen, übelwollenden und lässigen Betriebtlelte ê

N d ie. über wirksam zu unterstüßen. Um günstige Resultate zu ls d ener eine shärfere Kontrolle n Polizeibehörden, eine ständige un

enden Straf»

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