1908 / 90 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

arellmalerei spielt im modernen Kunstleben Besonders in Deutschland senken t viel Ausmerkjamkeit, sondern üben fie nur ver- Und doch hat sie einen erei, fie ist immaterieller und höchst en, viel reizvoller und geistreicher dischaft mit der Shwarz-Weiß- bei thr unendli< an dem rein Technischen er- der Ueberwindung des Stofflichen, Den besten Beweis dafür liefern hingehau<t, nur sentlichen bestimmt, könnte ein Del- wäre sehr hade, wenn das Aquarell bet uns ganz 4 Le) e ulenp ies E

über jede frishe Lebens8- So bedeutet au die Aquarell - se eine angenehme Ueberraschung. st man geradezu

v. A. Die Aqu eine ziemli unter die Künstler ihr n \su<sweise und Vorzug vor der voll, als Technik genomm

Sie hat darin Verwan

rihtlihe Be- Beschäftigung emeinen den Anforderungen, sie gestellt werden prüfung. Daher ift in dem \<ästigung jugendlicher Per- in der Holzindustrie besondere u den gefährlihen Ver- er Abrichthobel- und ähnlicher

ng der Lehrershaft und eine strengere ge von Zuwiderhandlungen ane A 4 Die er Arbeiter entspriht im all Rücksicht auf Alter und Fähig sie erfordert aber stetige Nah ahre bei den Revisionen ber hrlihen Verrichtungen t zugewandt worden. nd vornehmli<h die Bedienung er Kreis- und Bandsägen,

der Holzindustrie daß Jugendliche nständen Unfälle erleide ädigungen dur den Sta gendli Nach. den vorliegenden 8 her Arbeiter zu diesen gefährlichen Verrichtungen deg oem Umfange stattgefunden; im all g der Holzbearbeitungsmaschienen ges<ulte und, ¿uve ne Arbeiter angestellt und es ist den übrigen Arbeitern, den jugendlichen,

eordnete Rolle.

nebenher hie und d

t, daß man \ih

istvollen Ausführung. die jayanishen Bilder i angedeutet und do bildnis nicht sein.

dur Uthographie und H fahren verdrängt würde, regung auf die ausstellung einigen der hier wie ursprüng üden wissen, Ibst wiederholen und nil

anderen Industrien

ihre Gesundheit olzs<nitt und ub von Arbeitsmaschinen aus-

Berichten hat die Zuziehung

und man mu em Gebiete freuen. im Künstlerhau e

vertretenen Künstler lid und fris< sie si< gerade in dieser

<t mehr empfänglih für Rummelspacher mit Bildern aus von wirklicher Großartigkeit der Auf- klar in den Farben. \onnige Tiefe des Tons. Eine te, der, besonders in dem lishen Aquarellisten John

aemeinen sind für

Technik auszudr Arbeiten {i< se neue Eindrücke s{heinen.

dem Hochgebirge vertreten, fassung und Sti hardts „Sennhüt neue Erscheinung i

i< an den Masch

e Zahl der Unfälle, erbots zurü>zuführen inzuziehung jugendlicher andernfalls würde die Unfall- Maschinen, der Ungeschi>lich- beiter wesentli höher sein.

die geseßli<hen Bestimmungen, im vergangenen 9623 (+- 164) Fälle Art, 1280 (+ 178)

in den Werkstätten der und Reinigungs- und Genußmittel Zahl der Betriebe, in denen gen der Gewerbeordnung 6 (4+ 203) und die Zahl der bestraften {weben noh) auf 58 ungen yon Ueberarbeit, d. ängerer Dauer als 11 oder an Sonnab Berichtsjahre erhebli< abgen an Wochentagen au

streng verboten, Die verhältnismäßig gerin um großen Teil auf Nichtbeachtung des r ibt glei<falls erkennen, da en zu diesen Arbeiten selten i ci der großen Gefährlichkeit der d dem Leichtsinn jugend. uwiderhandlungen gegen ‘shäftigung von Arbeiterinnen, 3911 (gegen 1906: +4 342) festgestellt ; Verstöße gegen Bestimmungen formelle hee Ungen materieller Schußvorschriften. en, wie bei den jugendlt<en Arbeitern, und Wäschekonfektion, im Bekletdungs- in der Industrie den Ziegeleien ermittelt. Die handlungen gegen änden, belief si auf 358 onen (72 Strafverfahren

mmung, zart und tte* erfreut dur dié st Alexander Marcet Blatt „Sturm“, etwas an ten eng Mit trefflihen Stücken ist wieder H

der unübertroffen in dem weihen Luftton ift, < Marx Uth fehlt ni<t in- iger kcaß und grell als in seinen Das „Kartoffelfeld“ und „Die Schmiede“ fallen efe der Farbe und die Milderung aller hat Hasenbilder aus Ostende ausgestellt. d ein Parktor von der Riviera, etwas eyer und Hans Klohß geben Walter Blohm ein stimmungs-

Perry erinnert. mann- vertreten, der alle seine Bilder erfüllt. diesem Kreis. früheren Arbeiten. : sogar auf dur die ruhige Ti W. Hamacher wei und zart in der Farbe, un t, glutvoll im Ton. F obachtete Landschafts\tudien, Bild „Aufziehendes Gewitter". Neben den Aquarallisten bringt d ausstellung von dem Mal spri<t aus den Bi kommt, die Dinge geben, den sie auf aufragende E

er er ist wen

die Bestimmun

as Künstlerhaus no< eine Sonder- Leipold. Ein mystischer Träumer ein Impressionist, dem es nicht darauf an- sondern den Eindru>, wiederzu- Er malt gespenstis< aus und nennt sie „D t malt venetianishe Paläste, vers<wommen „Venctianishe Phantasie“ oder „Marmor- die gewollte Stimmung auf den

H < unter seinen Bildern in ist er stark von englisher Kunst beein- n dem sentimentalen Grundton seiner

. einer täglichen üstigung von 1 Unden hat im n Verwaltungsbehörden 93) Betriebe mit 29224 ( ) Fällen und an Sonnabenden 1211) Arbeiterin will ung über die normale ten 434 441 (— 142 994) ndustrie der Nahrungs- un h industrie und 47 067 auf das Bekleidun E Die starke Vermind zuführen, daß }l en Anträge auf er an eine Verbesserung der inneren en, sodann wohl au auf die rü>gäng Ustriezweigen. Mehrfach tftoren erwähnt, daß etne wirksame n Konfektionswerkstätten sehr {<wterig n Fällen nur dann fle eine Revision o n. Manche Besiger von \{<lägigen Bestimmungen ü

selbst darzustellen, ßer Sonnabend für 7630) Arbeiterinnen in 706 für 99 (— 9) Anlagen mit (— 20) Fällen eine Be- Arbeitzeit gestattet. Von den insgesamt Veberstunden entfielen 213 133 auf d Genußmittel, 111330 auf die as- und MReinigungs- beit ist wohl darauf hlih infolge der scharfen Prüfuyg der Bewilligung längerer Arbeitszeiten die Betriebseinrihtungen ge- ige Konjunktur in man<hen Berichten der Gewerbe- Kontrolle über die Arbeitszeit ist, ta die Geshäftsinhaber in die Kalendertafel eintragen, der eine Anzeige dur<h die Arbeiterinnen Konkfektionswerkstätten haben si< mit berhaupt no< nit vertraut gema<t, < in den Provinzialstädten, in denen Polizeibehörde nit geübt wird, voll-

Er tauft sie Dabei gelingt es thm aber, Beschauer zu übertragen. ü einer eigenen Welt. Technis flußt und wohl au< etwas

ilder.

Sghließlih sei hier no< a die das Seidenhaus von M Bilder in Nadelarbeit enthält. Bildern etwas ganz Unerhörtes geleistet. [le Nuancen und Scattierungen nit reiher und zarter zum der kühnste Griffel keine großartigeren Entwürfe unendli< mühseligen

: g Ded nters, den Zauber der Mondscheinnacht, die Blütenherrlichkeit s, Sie führen uns in das Kleinleben der Natur und den Löwen im Syrung und den Raubvogel, der die einer Jagd. ‘In der Hauptsache enthält die Aus- beiden berühmten Künstler Janomoto und

erung der Ueberar

uf eine Ausstellung aufmerksam gemacht, ichels eröffnet und die japanische Für europäische Begriffe ist in wird in den Der feinste Pinsel Ausdru>k bringen,

vermitteln uns

Nt ibt anme 2 S ere Uu yon der wingen Hhevt zu Willkür. stellung Arbeiten der Nischimura aus Kioto. empfindungsreichere ist I Wasser, seine Ent auf vershzeitem Ast Der Besuch dieser Ausste empfohlen werden.

eine Kranihe am silbergrauen ter überhängenden Weiden, sein Raubvogel sind von unerreihter und unvergeßliher Schön- Uung kann ni<t dringend genug

Zur Arbeiterbewegung. Tarifverhandlungen im Berliner ® die „Voss. Ztg.“ ber wihtige Punkte, besonders iht zu erziel D bei thren Au

Baugewerbe

Bl.) sind, wie berichtet, vor- O)nfrage, eine Einigurg n

e Len ou Sus

es jegt festgelegten

auch die Arbeitnehmer von

Gewerbegeriht: Eo ee Lene ralvorstände der Ar eriht wiegen die Verhandlungen aufgenommen werden.

uh : nahdem am Frei er Arbeitnehmer un bandes stattgefunden rmen den Wünschen

die nit in Brauereien be- in eine Tarifbewegung nah der „Lpz. Ztg. h tägliche Arbeitszei vor den drei hohen F

Mindestwochenlohn oder und Nachtarbeit, die 60 bis 90 „S. in eine Lohn- iner Versammlung, einen

ftraggebern für Stundenlohnes eintreten zu ihrem erstgestellten An- des Schiedsspruches des Abstand nebmen gericht getroffenen d Arbeitnehmer- pril vor dem Ge-

n Cöln ist, der „Köln. Verhandlungen zwischen d Vertretern - der I haben und am S der Gesellen entgegen»

Verkehrsanstalten.

A. F. Ueber „Posi und Telegra ten Versammlung der

phie in unseren Kolonien“ Deuts(en Kolonialgesellshaft

spra in der le tenburg) der vortragende Rat im Reich

(Abteilung Berlin-Charlot postamt, Geheime Oberp an Worte, die er vor 29 des Weltpost - Vercins,

zu werden anfing,

j daß Post und Telegrap l Slicher Kultur“.

s im Jahre 1907,

Berliner Gewerbe strat Wilhelm Christiani. Anknüpfend

Fahren aus dem Munde des Organisators a des unvergeßlichen Stephan, gehört ZLEERU

zu tand bekannte der Vortragende {ih Chef ausgespro<henen Meinung, el zur Ausbreitung de Einrichtungen, als rihtig anerkernen sollte, der Seite mahtvollerer Gin- zum mindesten ein und R

ik die erfreuliche uf 13 Quadratkilometer,

sem günstigen Verhältnis Einwohnerúu auf

o

h aufzufassen sind als Mitt diesem Sinne sind bei Saß nur bedingt ine Nebenrolle spielen läßt an den fkulturellen Fortschritt,

détommen ind rere Fi

wirkungen auf k wichtiger Maßstab für

richtig gelten,

haben di

e Böttcher, ner Versammlung besclofsen, L Lohntarif enthält, erungen: 93 stündige „__ an den Tagen rbeits\<luß, 30 M ndenlohn, für Ueherstunden- ngenden Fällen geleistet werden darf, Wagenla>iere oh Sie beschlossen in e n von 45—48 „$ zu forder enim wurden, wie die „Frkf. H ünchergehilfen au die Arbeiter

olzlagerpläß uen meldet „W. T. B.“: Etwa sieb enträger machten gestern den Versuch, ameraden zur Arbeitsniederlegung zu bewe e die Arbetitswilligen m andelten die dort d zwei Verhaftungen

vierhundert Berg- ihnen geforderte ni@t bewilligt

gerer Zeit ausgebro<ene Ausstand in der Bau - d Sto>kholms no< fortdauert, Let wie „W. T. B.“ er Arbeitgeberverband geftern bes{lossen, eine um rung in allen Arbeitszweigen vorzunehmen, die zur B Die Zahl der dur die Aussperrung

Läß sh aus der Statist an ‘der Spitze

eihe kommt ein Postamt a enamt auf 16. England steht die Fsbihte von 138 in Deutschland.

ein Telegraph ; allerdings bei einer Vol ein Quadratkilometer gege

in Rußland und der Türkei Deutschland. Es ist nicht zu ver- ern Kolonien die Verhältnisse no< 1. Januar 1907 1 Postamt bezw. w. 43 260, in Südwest- f 19 824 bezw. 5b 000, rdiese sheinbareine geringe Ver- n in unsern Kolonien anzeigen- <t, wenn man si vergegenwärtigt, er Reihenfolge vorerst nur 7, 4, 7 und tkilometer betragen. Zieht man dies in B. eine Verkehrsanstalt auf dem Verhältnis etwa gleihkommt, in dem die auf die Einwohnerzahl

Während man in Deutschland durh- um von einem Post- dazu in unseren Alles ia allem, besißen wir z. Z. Kolonten, außer-

fi und Telegraphenämter 100—200 mal so dünn gesät a

wundern, daß einstweilen in un viel ungünstiger sind.

e au3gesperrt. u enhunderè aus-

Es kamen am Ostafrika auf 29 265 bez 1410 bezw. 55 666, in Ka bezw. 17 440gkm; abe und Telegraphenämter innen ein anderes Sesi NVolksdichten in obig 12 Eir. wohner auf den Q Betracht, so ergibt sich 4540 Einwohner, was

Freilih liegen näher anetnander.

end f po Chi h n auf die e und mi Cg rei Arbeiter wurden verleßt e

d, dem W. T. B.“ usstand getreten, weil d

in Togo auf 17 440 breitung an Po

für Westafrika z. bezogen, in Belgien

in Beziehung steben. n Arbeiter ist fehr groß. anderen zu gehen, Kolonien no< mehrerer ämter und 83° Auslande (Türkei, Marokko, Die Länge der Teleg Drahtleitungen auf

Telegraphenämter in unseren China) 31 Post- en in unseren Kolonien 8304 km. Sie haben Quantum von Arbeit mit Kosten erfordert,

gerührt haben, Fahre 1906 vermittelt,

Kunst und Wissenschaft.

Zum Gedächtnis an Geheimrat Julius Le Kunstgewerbemuseum in seinem Lihthof eine Aus- ikation seines langjährigen Leiters. mmlung stellt in setnen drethundert, der Webekunst ittelalters und

eläuft si auf 52 natürli<h ein we weit größeren Au glei< langer und Telegraphenämte des Verkehrs hervor, dings dur ‘die krci

3 mittelten Briefsendungen afrika mit 17 Millionen anweisungen wurden 6 M afrika: 164000 und 33

9 der leßten großen Publ Iwe;k über die Gewebesa 6 farbigen Aufnahmen die ganze Entwi>lun ng des Altertums dur alle Epochen des n des 19. Jahrhunderts dar. Wie die bemuseums die Lieblingss{<öpfung des leßten Jahrzehnt seine beste Kraft

ihr cin hervorragendes Die Ausf\tellung wird bis

als die Anlage

und der aller- eignisse in Südwestafrika beeinflußt en deutschen Kolonien ver- Millionen (wobei Süd- auf 288 000 Post- 8gezahlt (Südwest- in deklarierten Werten Pakete im Gesamt-

N ance bis zum Begin lung des Kunstgewer bildete, so hat er im entlihung gewidmet und

R Lebensarbeit hinterlassen.

N lief si< auf 23 interessiert_ war),

Millionen Mark),

7

gewicht von 566 000 kg (Sübdwestafrika: 341 000). Endlich wurdet Telephongesprähe in den Kolonien geführt: 1341000 (Südwests afrika: 621 000), darunter Ferngesprähe 44 000. An dem Telephon nehmen die Eingeborenen ein besonderes Interesse, in Victoria- Kamerun wurde die Jahreseinnahme von Telephongesprähen ‘der Eingeborenen untereinander auf 7000 # geshäßt. Die Zahl der Beamten zur Bewältigung dieses beträhtlihen Verkehrs is ver- hältnismäßig bescheiden. Sie belief fi< an europäishem Personal am 1. Januar 1907 auf 1 Postrat, 6 Direktoren (davon in Afrika je einer in Daressalam, Windhuk, Dualla und Lome), 11 Inspektoren, 73 Oberpost- und Postsekretäre, 17 Aufseher, zu denen natürli ein beträhtlihes Kontingent eingeborener Arbeiter einerseits und eine gewisse Anzahl verschiedener Landesbeamten. Missionare, Privat- beamten anderseits tritt, die si< als Hilfsbeamte zur Verfügung ge- S E die Verhältnisse di

eber die Verhältnisse dieser Beamtenschaft gab der T tragende fehr interessante Auskunft: Es i s an R a zu den Stellen in den Kolonien keineswegs, so arbeits- und entbehrungsreih au<h das Leben draußen ist. Man darf ih dessen als eines idealen Zuges in der Beamtenschaft freuen, um so mehr, als erheblihe Anforderungen an die nach ärztlihem Attest für den Tropen- dienst als geeignet erkannten Reflektanten in Punkto einer voran- gehenden Ausbildung für den Spezialdienst gestellt werden. Bedingung ist der Besu<h des orientalishen Seminars zur Erlernung der arabishen oder Suaheli oder <inesishen Schriftsprache, je nah der Kolonie, in der der junge Beamte Anstellung finden foll. Reisen die Beamten nah genügender Ausbildung dann hinaus, so empfangen sie angemessene Reiseents<hädigung, das im Inlande übliche Gehalt und eine Ortszulage, außerdem freie Dienstwohnung. Die regelmäßige Ablösung vollzieht si in den einzelnen Kolonien, je nah deren Klima, in verschieden langen Zeiträumen; in Kiautshou und den Karolinen in 4 Jahren, in Neu-Gutnea in 3, in Deutsh-ODstafrika in 21, in Kamerun und Togo in 2 Jahren. Nach dieser Zeit er- halten die Beamten einen Erbolungsurlaub na< der Heimat, und später neue Anstellung, sei es in den Kolonien oder im Heimat- lande. Es sind bisher do 2809/6 der einmal in den Kolonten S Bearnten, die wieder hinausgehen, und die Fälle sind ni<t elten, . daß auh eine dritte Dienstperiode angetreten wird. Ver- heiratungen von Beamten sind selten; ein eingeborener Unterbeamter wollte es nit glauben, daß es bei den vielen Amtsgeshäften über- haupt verhetratete Postbeamte geben könne, die müßten denn do< ih andere Arbeit suhen. Die eingeborenen Hilfs- arbeiter werden in Ostafrika, Togo, Kamerun am liebsten aus den Missiors\hulen genommen. Diese Eleven find meist anstellig und lernen au< das Telegraphteren \{<nell. Do<h werden viele Hilfs- arbeiter au< anderen Negerkreisen entnommen, und es berührt merks würdig, wie {nell \si< diese Leute, obgleih sie nicht lesen und shreiben können, fogar als Briefboten anlernen lassen und keinen Fehler im Abtragen von mehreren Briefschaften machen, die man ihnen auf einmal gegeben und deren Empfänger man thnen genannt hat. Dabei kommt diesen Negern die Fähigkeit ihrer Rafse zu statten, ein offenes Auge für Fleine Merkmale und ein gutes Gedächtnis zu haben. Allerdings lassen alle Neger in absoluter Zuverlässigkeit zu wünschen übrig. Ste s<lagen gern einmal über die Stränge; selbst jahrelang bewährte Leute lassen si< unvorhergesehene Versäumnisse zu {ulden kommen, und allzu geneigt zur Ueberhebung ist oder wird derjenige Eingeborene, dem Beaufsichtigungs- oder Vorgeseßtenrehte über seinesgleichen eingeräumt werdèn. Die Asiaten, sowohl Inder als Chinesen, erweisen f< im Dienst zuverlässiger als die Neger, bei ihnen ist nur darüber zu wachen, daß fie dem Publikum gegenüber die Beamtenqualität nit ungebührlih herausfehren.

Der Vortragende gab nunmehr in großen Zügen eine Uebersicht der Verkehrsmittel, die das Mutterland mit seinen Kolonien ver- knüpfen, heißen sie nun regelmäßige Damypferverbindungen oder Ueber- landtelegraphen und Kabel. Ueberall ist seit Jahren das Bestreben maßgebend gewesen und zu befriedigender Verwirklichung gelangt, un- abhängig vom Auslande zu sein und übér Verbindungen mit der Kolonie das alleinige Verfügungsrehht sicher zu besigen. Es im ih

hieran eine dur< Karten erläuterte Darlegung, welche regelmäßigen osten in “les von Botenposten und welhe Telegraphenlinien ereits in unseren Kolonien eingeri<htet sind. Was die Postbehörde in diesem Punkte geleistet, ist grober Anerkennung wert. In Ostafrika z. B. besitzen wir hon drei Telegraphenlinien:/ die nördlihe von Dareésalam zum Kilimandsharo gehende, die mittlere Tabora und darüber hinaus Muanza am Viktoriasee mit der Küste verbindende und eine südliche, von den Küstenstädten na< Bismar>burg am Südende des Tanganyikasees und zwis<hen Bismar>kburg und Udjidit in der Mitte des Ostufers dieses Sees. Zwischen diesen Telegraphenlinien sind, etwa in der Zahl 6, reg‘lmäßige Botenposten eingerichtet, die von eingeborenen Briefträgern begangen werden und deren ausgedehnteste, 40 Tage in Anspruch nehmende von Kilwa am JFndischen Ozean zum Nyassa-See geht. Welche ungeheuren Schwterig- keiten die vorgedahten Telegraphenlinien in ihrer ersten Anlage ver- ursaht haben, zeigte der Vortragende an einer Rethe von Bildern aus der Zeit des Baus. Wo Nes oder Hohwald zu kreuzen is, muß das Terrain auf 40 m Breite \reigelegt werden, weil sonst die überwuchernde Vegetation {nell wieder des Werkes von Menschenhand Herr wird. „Eine mit Telegraphenlegung beschäftigte Kolonne, aus mehreren f hundert eingeborenen Arbeitern bestehend, dehnt fi< häufig über 3—4 km aus. Der Termitengefahr wegen find die Telegraphen- stangen aus Eisen. Es könnte befremden, daß diese Anlagen -in der Wildnis verhältnismäßig geringe Beschädigungen von Menschen- hand erfahren, wären die Eingeborenen nit in dem Glauben an einen Zauber, den die Weißen hier wie in vielen andern Stü>ken auszuüben vermögen. Wie naiv die Vorstellung der Neger ist, darüber hat dem Vortragenden der Telegrapheninspektor Krüger berichtet, der fh bet den leßten Telegraphenanlagen in Deutsh-Ostafrika durch seine Energie besonders ausze!hnete. Als Zauber erscheint den Eingeborenen nicht nur das Telegraphieren und vor allem das Telephonieren, son- dern auch u. a. die Bändigung von wen, ja selbst das unshuldige Streichholz; aber das \<wedishe Streichholz stellt den geringeren Zauber e Bel es A S A SireihBlee bedarf der höchste Zauber wohnt dagegen der andern Art Stre zer inne, d ¡ streien an der Hose Einen a die man dur An n zahlreichen dern wurden nun die verschie in den Kolonien vorgeführt, von dem sehr ftatilia en Bau bag Posse gebäudes in Daretsalam aa bis zu den s{li<testen Wellble<- oder Holibdujern im Innern, alle glei<h sauber érs<heinend. Au das nere mehrerer dieser _ Anstalten Pangant, Kilwa Tanga wurde gezeigt und dabei der Eindru>k " gewonnen, daß die Eingeborenen _ überall ju tüchtiger Hülfe heran- gezogen werden. In Südwestafrika haben die Erfordernisse der Kriegführung zur Einführung reitender Relaisposten genötigt. Hereros und Hottentotten erwiesen ih von jeher als wenig nftellig und als unduverlälsige Botengänger. Ausgedehnte Postverbindungen besigt ae A die Anlage von Telegraphenlinien unterliegt hier ganz ou exs den oben angegebenen Vegetations\<wierigkeiten. Fn Togo entfalten die Postanstalten von Lome und Anecho bereits eine fehr rege Tätigkeit. Die verhältnizmäßig geringsten Shwterigkeiten bat E Postgebiet von Kiautshou der Anlage von Post und Telegraphen bereitet. Die Chinesen find vorzugsweise gelehrig, man findet bald heraus, daß man es hier mit einem alten Kulturvolke- zu tun hat. Wenig mehr als von Anfängen vielverspre<hender Art ist von den Karolinen und Marianen zu sagen. (Das Kabelhaus in Yap, ein stattliher Bau, wurde im Bilde vorgeführt.) Aehnliches gilt von Neu-Guinea und den Inseln des Bismar>karchipels; in Flinshhafea auf Neu-Guinea besteht ein ansehnliches Postgebäude. Das Schmerzens- ea ist einstweilen no<- Samoa; denn es besigt no< keine Generalpostmeister Stephan, so {loß der Redner seinen m großem Beifall aufgenommenen Vortrag, hat einst das Wort Soria «Wilde Menschen haben keine Posten“. Vielleicht würde er den Ausspru<h heute ändern, sähe er, daß wilde Leute ni<t bloß Posten haben, sondern fie einrihten und bedienen helfen, ja selbst ein wa<hsendes Interesse an der Einrichtung

A B