1908 / 91 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

“ls

UND

Deutscher Reichsanzeiger

n ra

Der Bezugspreis betrügt vierteljährlih 5 440 A

IJnsertiouspreis für den Raum einer Druckzeile 30 S.

Königlich Preußischer Staatsanzeiger.

Alle Postanstalten unehmen Bestellung anz für Berlin außer den Postanstalten und Zeitungsspediteuren für Selbstabholer oúch die Expedition SW«, Wilhelmstraße Nr. 32.

Einzelne Uummern kosten 25S. L

M 91.

Juserate nimmt ‘an: die Königliche Expedition

des Dentschen Reichsanzeigers und Königlich Preußischen Staatsanzeigers

Berlin, Mittwoh, den 15. April, Abends.

Berlin 8W., Wilhelmftraße Nr. 32.

1908.

Fuhalt des amtlichen Teiles:

Ordensverleihungen 2c. Deutsches Reich.

g: Erste Beilage: i Uebetsicht der Ausprägungen von Reichsmünzen in den deutschen Münzstätten bis Ende März 1908.

Königreich Preußen. Ernennungen, Charakterverleihungen, Standeserhöhungen und qui e Personalveränderungen. : : lerhöhster Erlaß, betreffend die Verleihung des Enteignungs-

qucdts an die Gemeinde Geismar. s llerhöhster Erlaß, betreffend die Genehmigung des von der eneralversammlung des Kur- und Neumärkischen Ritter- [aftlichen Frebitinstituts gefaßten Beschlusses, jedem Uer- märkischen Ritterschaftsrate einen U>ermärkishen Kreis als

g Beschäftsbezirk zuzuweisen :

ekanntmachung, betreffend Stipendien der Emil Wenßelschen Stiftung « für Studierende der Königlichen Akademie der

Künste in Berlin. j

Ernennungen 2c.

R ——

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

S dem Rechisanwalt und Notar, Justizrat Eduard gälihting zu Potsdam, dem emeritierten Oberpsarrer a Tri ebel zu Berlin, bisher in Frankfurt a. O., dem vorsteh Hermann Schmökel zu Potsdam, dem Amts- ber. cher, Brauereidirektor Wilhelm Brähmer zu Spandauer- N Kreise Teltow und dem Oberingenteur Paul User zu Aachen den Roten Adlerorden vierter Klasse, Steitien Notar, Geheimen Justizrat August Bourmwtieg zu db den Königlichen Kronenorden dritter Klasse, a. D m Rektor Franz Vierguß Uu Rixdorf, den Rektoren Augusi 9 Herkt zu Wernigerode, bisher in Berlin, und Gottl y Findede zu Spandau, dem Gemeindeschullehrer Wilh l Ebert zu Friedenau bei Berlin, dem Gesanglehrer in S em Manzke an der Borxnimschule (Knabenmittel\schule) bisher ¿2 dem Bahnmeister a. D. Ernst Hertel zu Hameln, Heinr Warendorf, und dem Oberbahnassißen n h D. in Norden deglfers zu Fee P A Da bisher em f öniglihen Kronenorden vi Ae Kreise m Hauptlehrer Albert Macha zu Deutsch-Neukirh im erlin, de Düß, dem Gemeindeschullehrer Otto Gau ger zu 0. D. Nud, Lehrer Karl Wendt zu Elbing und dem Lehrer burg de olf Pakusch zu GroßKoschlau im Kreise Neiden-

Hohenzollern der Jnhaber des Kön glichen Hausordens von

dem as : Provin er Hugo Trowißsh zu dolf D G anialehausseeau f sionierten Straßenmeister Ehrenzeicheng 2 zu Hechingen das Kreuz des Allgemeinen

en Gemeind de Brahms zu Boekzeteler: Ra Kreise A Korczyk zu Nieder-Lazisk im Kre se Feb und Leopold Smolka zu Ellguth:Paruschowiß U Züge ybnik, dem Ortssteuererheber Friedrich Leithold B e dem Schußmann Nobert i 25: Dent Regierung reen den Éisenbahnlokomotiv

endorf im Krei a eise Querfurt, Louis o> zu Frankfurt a. ried Krug zu Schleswig, Ns rih Binnewies zu ( aupensto> zu Lingen, demEisenba nweichensteller Fiel Bail Qulte zu Schermbe> im Kreise Rees, der pensionierten Steje wärter Heinri<h Laumann zu Borg orst im Kreise Dirt, den pensionierten Schlachthofaufsehern Herman Glêt, und Joseph Roesner, beide zu Elberfeld, dem Kreis er und Kirchendiener Franz Barteczko zu Radlin um (e Nybnik, dem. Maurerpolier Johann Paschek zu Rheic dem herrschaftlihen Kutscher Johann Woch gzu Seinfeld im Kreise Karthaus, dem Gutsverwalter Karl rad zu Klein-Langerwish im Kreise Ostprigniß, Krei Gutsjäger Wilhelm Müller zu Laaske im genannten im des “dem. Gutsgärtner Friedri<h Bru> zu Brießig it rae Prenzlau, dem Gutsfeldvogt Wilhelm Buchhols b, antikow im Kreise spra dem Holzhauer Sylvan Us arhAler zu Ma>enzell im Kreise Hünfeld und dem Guits- t eL Ludwig Braag zu Wartenberg im Kreise Nieder- nim das Allgemeine Ehrenzeichen sowie in dem Maschinisten Konstantin Heimbe>- zu Schwerte Kreise Hörde die Rettungsmedaille am Bande zu verleihen.

ührern

Osnabrü> und L dri riedri

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dex den nachbenannten Personen die Erlaubnis zur Anlegun ¡wg en verliehenen nichtpreußischen Orden zu erteilen, un „des Großkreuzes des Großherzogli Badischen

d Ordens Bertholds 1.: j F

._ dem Oberhofmeister Jhrer Majestät der Kaiserin u

Königin Freiteren e n a <;

des Kommandeurkreuzes erster Klasse des Groß- herzoglih Badischen Ordens vom Zähringer Löwen:

dem Zeremonienmeister und Kammerherrn von Wiede- bach und Nostiz-Jänkendorf;

der Großherzoglich Badischen silbernen Verdienst- medaille: dem Kammerlakai Rettshlag von der e Seiner Königlichen _ Hoheit des Prinzen Friedrih Heinri von Preußen;

des Komturkreuzes gw Klasse des Großherzog-

lih Hessischen Verdienstordens Philipps des Groß-

mütigen, des Komturzeichens zweiter Klasse des

Herzoglis Anhaltischen Hausordens Albrechts des

ären und des Ehrenkreuzes erster Klasse des Fürst- lich Schaumburg-Lippischen Hausordens:

dem Zeremonienmeister und Kammerherrn von Oppen;

der Verdienstmedaille des Köni li<h Württem- bergishen Friedrihsordens: dem Leibjäger Kublank, dem Lakai Mehring, beide von der Dienerschaft Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrih Heinrich von Preußen; sowie des zum Herzogli < Braunschweigischen Orden Heinrichs des Éoien geslifteten Ehrenzeichens: dem Lakai Sradni> von der Dienershaft Seiner König- lichen Hoheit des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen.

Deutsches Ne i <.

Seine Májestät der Kaiser haben im Namen des Neichs Allergnädigst geruht:

den R preußishen Ersten Staatsanwalt Schweigger aus alle a. S. zum Reichsanwalt zu ernennen.

Bei der Kaiserlichen Biologischen Anstalt für Land- und orstwirischaft ist der wissenschaftliche Hilfsarbeiter Dr. Carl Ener zum ständigen itarbeiter ernannt worden.

Bei der Kaiserlichen Normaleichungskommission ist der Dr. phil. Curt Drewiß zum ständigen Mitarbeiter ernannt

worden.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen Hegel zu Magdeburg für die Dauer seines dortigen auptamtes zum Königlichen Kommissar bei der Landschaft der Provinz Sachsen und N i j den Direktor des städtischen Progymnasiums in Malmedy Dr. Albert Lemmen um Gymnasialdirektor zu er-

nnen v h 2 “demn Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator im

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Reß-

laff den Charakter als Rechnungsrat und Î j dem Geheimen Registrator örsdórfer im Ministerium

für Handel und Gewerbe den Charakter als Kanzleirat zu

ie : N h “er von der Stadtverordnetenversammlung zu

t{-Burbach getroffenen Wahl den Kaufmann Franz Es Did dis unbesoldeten Beigeordneten der Stadt Malstatt-Burbah für die geseßlihe Amtsdauer von se<s Jahren zu bestätigen.

Scine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

der Daimler Motorengesell|\ aft in Marien- felde bei Berlin und den Adlerwerten vorm. Heinrich Kleyer A. G. in Frankfurt a. M. die Staatsmedaille

in Gold mit der Inschrift „Für gewerbliche Leistungen“ zu verleihen.

rit: vom 4: März d. J, will Jch der Ge- A ai E Kreis Frißlar, auf Grund des Geseßes vom 11. Zuni 1874 Geseßsamml. S. 991) hiermit das Necht verleihen, das Ur <affung einer Schutzone für Quelle I der seitens der Gemeinde zu erbauenden zentralen Wasser- leitung erforderlihe im Besiße des Maurers Hermann Bauer zu Geismar befindliche Gelände im Wege der Enteignung

zu erwer

ben oder, soweit dies ausreicht, mit einer dauernden

S 4

Beschränkung zu belasten. eel i i Di E zu belast Die eingereichte Handzeihnung Berlin, den 16. März 1908. Wilhelm R. Breitenbach. von Arnim. von Moltke. Holle.

An die Minister der öffentlichen Arbeiten, für Land- wirtschaft, Domänen und Forsten, des Jnnern und

E Unterrichts- und Medizinalangelegen- iten.

.

Es #

Auf Zhren Bericht vom 23. Februar d. J. will den von der Generalversammlung des Kur- und P ati <en Rittershaftlihen Kred itinstituts am 17. Dezember 1907 gefaßten Beschluß, dur< den die Haupt-Ritterschafts- direktion ermächtigt ist, jedem Úd>ermärkischen Ritterschaftsrate einen U>kermärkishen Kreis als Geschäftsbezirk zuzuweisen, Landesherrlich genehmigen. Berlin, den 2. März 1908. WilhelmR. Beseler. von Arnim.

An den Justizminister und den Minister für Landwirt- haft, Domänen und Forsten.

Beschluß

der Generalversammlung des Kur- und Neumärkischen Ritters<aftlihen Kreditinstituts vom17.Dezember 1907.

fest h E Zahl der Ritterschaftsräte in der U>ermark wird auf drei estgestellt, 2) die Haupt-Ritterschaftsdirektion ist ermädtier jédem U>er- märkischen Ritterschaftsrate einen U>ermärkischen Kreis als Geschäfts- bezirk zuzuweisen,

3) das Gehalt der Udermärkischen Ritterschaftsräte wird auf jährli 600 6 und außerdem 300 4 während der Meitvyerwaltung des Neuen Brandenburgishen Kredit-Instituts dur< die Haupt- Ritterschastsdirektion festgeseßt. Außerdem werden thnen zu" den follegialis<hen Sißzungen Reisekosten und Tagegelder na< Maßgabe der Gebührenordnung bewilligt.

Kur- und Neumärkische Haupt-Ritterschaftsdirektion,.

Staatsministerium.

Als E angene find die Archivassistenten Dr. Karl Knetsch bei dem Staatsarchiv in Marburg, Dr. Albert Eggers bei dem Staatsarchiv in Wiesbaden, Dr. Otto Grotefend bei dem Staatsarc<hiv in Marburg und Dr. Max Folg bei dem Staatsarchiv in Danzig.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

Der bisher kommissarisch beschäftige Vermessungsinspektor Deubel ist in eine etatsmäßige P gelie nau bei der Königlichen Generalkommission in Cassel eingerü>t.

Ministerium der geißlihen, Unterrichts- und Medizinálan gelegenheiten.

Der bisherige Privatdozent in der philosophischen Fakultä der Universität Halle-Wittenberg Dr. Albert Seife pan auer Professor in derselben Fakultät ernannt worden.

Dem Direktor Dr. Lemmen ist die Direkti nasiums in Neustadt O.-S, übertragen worden. on des Gym-

Stipendien der Emil Wenyelshen Stiftung

für Studierende der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin,

überwiesen von Frau Louisa E. Wenzel in Baden-Baden,

Die Stiftung Emil Wengels ift bisher nicht ins Leben getreten weil die Einkünfte aus dem Mr en der Witwe des Stifters, fre Louisa Wentzel, geb. Bo>, zu Baden-Baden, lebens- länglich zustehen. Da diese jedo bis auf weiteres jährli 5000 4 ¡zu Stiftungszwe>en in hohherziger Weise zur Verfügung gestellt hat, ollen im laufenden Jahre 5 Stipendien à 1000 4, und zwar 2 für

r<estermusiker (darunter 1 Violinist), 1 für Kirchenmusiker e 1 für Kupferste<her und 1 für Architekten ver- iehen werten.

Zwe> der Emil Wenßel. Stiftung ift, Studierenden der König- lichen Akademie der Künste zu Berlin (akademishe Hochschule für die bildenden Künste, akatemische Meisterateliers, akademische Hochschule für Musik, akademische Me fterlen für musikalishe Kompo tion und akademishes Institut für Kirchenmusik) Studienstlpendlen und folhen, welche ihre Stubien an diesen Lehranstalten vollendet haben, Reisestipendien zu ihrer weiteren Ausbildung ¿u ewähren.

Zum Genuß dieser Stipendien werden nur Tele Bewerber zu- gelassen, welhe körperlih und geistig rüstig sind, ihren Pes dur< gute Zeugnisse nahweisen, die deuts@e Relchsangehörigkeit besißèn und das 30. Lebensjahr no< ni<t vollendet haben. Von diejen sollen sol<he bevorzugt werden, die in Berlin geboren sind oder deren Eltern in Berlin ihren Wohnsiß haben oder bis

zu ihrem Tode gehabt haben. Außerhalb Berlins Geborene