1908 / 92 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Das Departement Magdalena is so gut wie unausgebeutet, obwohl die Anwesenheit von Gold in einigen seiner Flüsse beob- achtet worden ist. Auch Kohle ist entde>t worden; sie Eönnte dur den Bau einer kurzen Eisenbahn na< dem Hafen leiht nußbar ge- macht werden.

Wie man sieht, bietet Columbien für Bergingenieure und Kapi- talisten ein weites Feld. Es sind ungeheure Sc<wemmlandminen von mittlerem Reichtum vorhanden, die zwar ni<t in einem Tage rei maten, aber bei einem durs<nittlihen Ertrage von 50 Cent auf die Tonne no< gute Erttägnisje geben können. Was die Quarz- minen anlangt, so sind sie fast unberührt. Da der Bau von mehr Eisenbahnen zum Programm des modernen Columbianers gehört, so dürfte dem Mangel an Beförderungsgelegenheiten, der dfe Entwicklung dieser Minen bisher gehindert hat, abgeholfen werden.

l Ein erfolgreiher Abbau der Minen Columbtens ist wohl môg- ih, aber es gehören dazu Energie, Ausdauer, Fachkenntnisse, Ver-

s für das Land und außer Sesundheit eine entsprechende Menge eldes, um die anfänglichen Fehls<läge auszuhalten.

die Der Betrieb der Berawerke ist in der Regel ein einfaher, und

Eaaegüeborenen Arbeiter find mit Umsicht und Freundlichkeit zu be-

n, G Gold wird allenthalben gefunden, aber es ist über ein großes vor verbreitet und selten in großen Mengen an bestimmten Pläßen en. wae lange Isolierung, aus der Columbien jeßt unter der Ver- : cen des Präsidenten Rafael Rey?s hervortritt, ist der Grund Beg daß bisher so wenig über den wunderbaren Mineralret<tum Ce Landes bekannt geworden ist. Silber wird in Antioquia, D Ua und Tolima, Kupfer in Boyaca, Platin in Cauca und Petro- Sin, in Tolima gefunden, während Kalk, Alaun, Kreide, Magnesia, qt veel, Marmor, Asphalt, Zinnober, Blei und Quelsilbererz in ven Lagern in vielen Teilen des Landes gefunden werden. G ie mineralischea Hilfsquellen Columbiens, besonders seine G tlmetalle, haben frühzeitig die Aufmerksamkeit der spanischen Er- drei! Entde>er - und Herrscher auf si< gezogen. Während der G5 hundertjährigen spanischen Herrschaft waren die columbischen i elder anerkanntermaßen die reisten auf der Erde und bis [A Jahre 1848, wo diejenigen Californiens entde>t wurden, nigetten se ein volles Drittel der gesamten Ausbeute an amerika- ehem Golde, ungeachtet der äußerst primitiven Methoden, die von nis panièrn angewendet wurden. Bei der mit Tausenden india- Ver Sklaven betriebenen Gewinnung von Gold und Sikber aus A lluvialbe>den der Strôme und Flüsse des südlichen Columbiens Prrden die ersten Spuren Platin entde>t. Das neue Metall kam im üeeile so ho, daß im Jahre 1904 Don Ventra Salzas Malibran, geetstatthalter der Provinz Atara, cinen Bericht an den Vizekönig Platin in W Amar erstattete, in dem er zu beweisen versuchte, daß st

in Wirklichkeit eine Art weißea Goldes sei. Ob és nun wahr

ied oder ni<t, daß Platin zuerst im Jahre 1720 entde>t wurde, L enfalls ist bezeugt, daß im Jahre 1788 4202 Pfund davon an en spanischen König gesandt wurden. In Guropa wurde die Auf- erksamkeit zum ersten Male im Jahre 1748 auf dieses Metall (Ceenkt, Vorher war es von Minengräbern in den Bezirken von oco und Barbacoas beobachtet, jedo< als nußlos beiseite geworfen orden. Im Jahre 1720 soll das Verfahren, es von Gold mittels Quesilbers zu scheiden, .in Popoyan, Cauca, bekannt gewesen sein. Im Jahre 1778 befahl die spanische Regierung, daß alles Platin an die Königliche Schaßkammer zu senden sei, ohne jedo für irgend wel<he Vergütung anzubieten. Zehn Jahre später ürden namens des Königs zwei Dollar für ein Pfund geboten und Ende 1788 waren ungefähr 3820 Pfund Platin im Choco-Bezirk ammengebra<t worden. In den Minen des Opagado, eines Neben- uses des Atrato, wurde damals das meiste Platin gewonnen. Der qidrige Preis, den die Regierung zahlte, führte dazu, daß das Metall und Ausländer verkauft wurde, die 12 Dollar für das Pfund gaben Al dur< Wiederverkauf in Guropa Vermögen erwarben. Nach 1g ander von Humboldt kostete das Pfund Platin zu Anfang des Y Va Fahrhunderts an Ort und Stelle 8 Dollar oder 49. Francs, in

an allgemeinen aber 130 bis 150 Francs. i Mär Choco-Platin ist das reinste und beste, das auf ausländischen t

_ Preis war bereits im Fahre 1894 auf 900 Fräncs ‘das Pfund

elegen. Troß des hohen Preises findet es Absaß auf dem Welt- i Columb ie Ausbeutung der verhältnismäßig reichen Platinläger j 661 Pf tens ist so gering, daß im Jahre 1905 im Choco-Bezirk nur und erzeugt wurden.

m westlichen “tement Cauca, besonders in den süd- iwisgien und sütlibes Bezirken von Choco, Barbacoas und Supia,

vean den westlihen Vorbergen der Anden und dem Stillen Gebiey Wird Platin in größtem Veberflusse gefunden, Das ganze panis t Deyariemens Cauca hat seit den frühesten Tagen der

führenden rorberung in dem Rufe gestanden, der reiste aller Erze.

das bsGni 5 zu sein. Von 1654 bis 1890 lieferte Ghoca @Mtement für 137 000 060 (Dollar Gold, wovon auf das Das Bet allein 115 000 000 Dollar entfallen. «

der Wass enträgliste Feld für die Extraktion von Platin liegt auf Juan iuerldelde zwischen den Quellen der Flüsse Atrato und San barsaft Choco- Gebiet in der Nähe von Tado und in der Nah- * nördli des San Juan, Condoto und Iro, zwischen 109 30! und

von Cos Her Breite also in dem südlichen und äquatorialen Teil und ¿olumbia. Das Platin findet fih in dem goldhaltigen Sar \Wmelz d m anges<wemmten Boden der Sirôme, die dur< den Stil en Schnee der Anden gespeist werden und westwärts in oder S Diean fließen. In diesen Bezirken findet wan eine Zone er nt iht von Kies, Sand, Stein und verschiedenartigem Lon.

der pagri0ste Teil dieser Shiht liegt ungefähr L oder 100 Yard, die Disste ungefähr 800 oder 820 Yard über dein Mteeress\piegel, e der Schicht beträgt ungefähr 720 Yard. Oberhalb oder

Unkerhalb d g er angegeb en wird au nit ein Korn Platin ; Piunden. Je weiter E der See desto s<wieriger ist die Ertraktion.

le Z

Neg „YMe ist 10 bis 12 Seemeilen brett. Die Arbeit vieler tausend

Ihr iet der Entde>ung hat diese Lager nit zu ershöpfen vermocht.

in dercitum ist nit unveränderlih; es gibt reie und arme Stellen

Reicht Zone. von 30* nördlicher Breite nah Süden zu nimmt der

Hum S, der Lager gradweise ab, auf nördlicher Breite werden sie mehr A abzebaut und am Aequator findet si ketne Spur Platin Mera andi vom Acquator werden die Ausdrü>te Gold, latin,

Di inen usw. niemals gehört.

; Platinlager Columbiens snd so gelegen, daß der Ausfuhr trtrahjeronnenen Metalls keine Hindernisse erwachsen. Das meiste an de erte Platin wird aus dem pazifishen Hafen Buenayentura, R Bai von Choco, ausgeführt, der in wenigen Tagen dur

anama City südwärts fahrende Dampfer bequem erret<t wird. it pi anama City landeinwärts nah ben Platinlagern zu gelangen, Carje Mt \{<wierig, Ein anderer Transportweg führt zunächft na na ena (Nord-Columbien), am Golf ‘von Darien, von dort \üdli aufwà er EMLAS dieses Golfes und den Atratofluß 400 Mellen

| 0 ni S bis zu fe ner Quelle, wo er von dem San Juan durch eine | alg is Me und {male Wasserscheide getrennt ist, daß diese Route Atlarties lhaft für einen interozeanis<en Kanal zur Verbindung des | fe A hen Ozeans mit dem Stillen Ozean angesehen worden ist. luß eise kann von Cartagena aus in viec bis fünf Tagen, mit Ein- e Aufenthalts auf den Wegstationen, zurü>gelegt werden. fluß e reisten Minen befinden si<h am Rio Condoto, einem Zu- Arme e, San Juan, ferner am Apagado und ‘am Tamanal, die Üu i des San Juan-Flusses sind. In der Provinz Atrato gibt es Nequs nen feinen Bezirk, in dem Platin gewonnen wird, nämlich Worbee, Kürzli sind in Nobitu mehrere neue Minen entde>t Kapitet die vielversprehend sind. Eine Gesellschaft N geme aristen hat unlängst sehr große Erwerbungen im Platindistrikt _unpaht. Sie wird von Albert L. de Lantreppe (London) geleitet Unter d demnächst Sachverständige zum Zwe>ke der sorgfältigen sende tung der Gegend und besonders thres dortigen D ent- reie Ramón Buendia, ein GAUMNaIEn at umfang- s ift no< Land

O L-L E

. General Erzfelder in Condoto und Nobitu gekauft.

Satkten verkauft wird, da es 80 bis 85 9% reines Metall ent ält

in großer Ausdehnung vorhanden, das rei< an Mineralien aller Art ift und in dem Platin in großen Mengen vorkommen muß, aber es

it no$ nit erfors<t worden. Für den Schürfer und Bergmann

bietet sich hier ein großes Arbeitsfeld.

Nach den Mitteilungen verschiedener Exporkeure in Cartagena wird eine große Menge Platin und Gold aus dem Departement Cauca über Buenaventura und Panama ausgeführt und zwischen Frankrei< und den Vereinigten Staaten geteilt. Noch bis vor kurzem sollen Frankreih und andere europäische Länder den größeren Teil erhalten haben; aber gegenwärtig sheint das Bestreben zu be- stehen, den größeren Teil des Ertrags nah den Vereinigten Staaten zu liefern, wo die Nachfrage erstaunlih zugenommen hat und ein be- friedigender Preis gezahlt wird.

__ Die Hauptpläße des Platindistrikts find Quibdo und San Pablo, besonders Quibdo, das die Hauptstadt der Provinz gleichen Namens ist. Hier sind keine Minen in Betrieb. Das von hier au2geführte Erz; stammt vom Grunde der von Flüssen durhströmten engen Séhluchten, wo es in Pulver- oder Staubform angetroffen wird, und von den Flußbarren. Die Gewinnung erfolgt na< einem sehr primitiven Verfabren, ähnli demjenigen, das in alten Zeiten in Brau war. Arbeitékräfte sind im Veberflusse vorhanden. Der ungeheure Erzreihtum dieser Gegend is nahezu unberührt und uner- forst, was zum Teil dem Mangel an Kapital und der Ungesundheit des Klimas zuzuschreiben i|ff. Es regnet hier nämli< zehn Monate im Jahre, und der Distrikt ist sehr sumpfig. Es würde ge- wagt sein, die jährliche Ausfuhrmenge bestimmt anzugeben, da die Regierung einen Ausfuhrzoll auf Metalle gelegt hat, und in Gegenden, wo sie nur eine unzulängliche Ueberwachung ausübt, wohl 90 9/0 der Ausfuhr Shmuggelware sind. Es ist der Regierung der Vorschlag gemacht worden, die Platinlager zu Nationaleigentum zu erklären; aber diese sind so auëgedehnt und verschieden im Werte, daß die Regierung in dieser Nichtung nichts unternommen hat. Es werden wissens<astlihe Unterfuhungen zur Entde>ung der Erzlager notwendig sein, aus denen das Platin kommt, das jegt aus den Betten der Flüsse gewonnen wird.

Obgleich es wahr ist, daß die Entwi>lung der Platinindustrie in Columbien dur< die ungesunde Natur der Gegenden, wo Erzlager vorhanden sind, verzögert worden ist, so gibt es dessenungeactet aus- gezeicnete platinführende Abschnitie, wie Supia auf 5 ° 21‘ nördlicher Breite und 40* westliher Länge von Bogota, 4144 Fuß über dem Meeresfspiegel, die ganz gesund sind. Es mag betont werden, daß dur< strenge gesundheitlihe Maßnahmen, dur geeignete Diät, dur< Regelung der Lebensgewohnheiten und passende Kleidung den Einwirkungen des tropischen Klimas begegnet und auch den ungesündesten der Erzgegenden Columbiens ihr Schre>en genommen werden kann. (Nah Monthly Bulletin of the International Bureau of the American Republics.)

Lage des Herrenstosfmarktes in den VereinigtenStaaten von Amerika Ende März 1908.

Im Herrenstoffges<äft der Vereinigten Staaten hat sich eine auf Bevorzugung billiger Ware hinzielende Wirkung der finanziellen De- pression bisher nit geltend gemacht. Sowohl bei neuen Käufen für den Herbst 1908 als auch bei sol<hen für den unmittelbaren Bedarf im Frühjahr d. I. werden feinere Stoffe entschieden bevorzugt, und für billigere Ware zeigt si< nur ein mäßiges Interesse. In den Konfektionshäusern sowohl als au< in den Tuchhandlungen besteht der bei weitem B Teil der aufgestapelten Vorräte in billigen Stoffen, und vielfa be f Häuser no< erhebliche Lagerbestände an solchen, während sie die feineren Sachen völlig ausverkauft haben.

Die Herrenkleiderges<äfte fertigen Musterkleidungsstü>e für den Herbst 1908 an, sobald sie Stoffproben von den Fabriken erhalten Énnen. Die Nachfrage nah Stoffproben wird von Tag zu Tag dringender, und viele Stoffkäufer, die Proben von gewissen bestellten Stoffen innerhalb der leßten Wowen nicht zu erhalten vermochten, hoben die Bestellungen auf sol<he Ware auf und nahmen solche, von der Probestüce zur Verfügung standen. Die Fabrikanten werfen si hauptsächlih auf die Fertigstellung der Stoffe, in denen se bisher die besten Geschäfte gemacht haben. Das Drängen um Stoffproben ist dadur< no< in nit vorherzusehender Weise verstärkt worden, daß viele Konfektionshäuser si{ bemühen, ihre Muster für den B noch vor Ostern herauszubringen. Daher wird von den Fabriken verlangt, daß sie die neuen Stoffe fast einen ganzen Monat rüher liefern sollen, als sie ursprünglich beabsichtigt hatten, und diese Forderung läßt sich zumeist nit erfüllen. L

Sn dem Geschäft mit Frübjahrsstoffen für das laufende Jahr zeigt ih für einige Waren * eine unge]|<wächte lebhafte Nachfrage, indessen andere andauernd unverkäuflih bleiben. Kammaarnstoffe in braunen, gelbbraunen, rauhfarbigen und oliven Farbeneffekten er- freuen si cines starken Begehrs und sind nur selten _für sofortige Lieferung zu kaufen. Diese Knappheit an beliebten Frühjahrs\toffen wurde hon seit Wochen vorausgesagt und is aus folgenden Gründen erklärlih. Seit dem November wurden infolge der un- günstigen Finanzlage viele Webstühle außer Betrieb geseßt, und nur wenige Fabriken erhielten ihre Tätigkeit in vollem Maße aufre<ht. Viele Konfektionäre nahmen ferner Bestellungen auf Frühjahrss\toffe, soweit sie konnten, zurü>, und stellten nur etnen beschränkten Vorrat von Frühjahrsanzügen her. Bei einigermaßen normaler Nachfrage war deshalb eine Knappheit an verfügbarer Ware unvermeidli<h. Seit einigen Wochen hat si< nun diese Knappheit im Stoffmarkt deutli bemerkbar gemacht, und die Tuchhändler dürfen darauf reúnen, daß sie wegen des Mangels an vornehmli< beliebten Stoffen nun au einen erheblichen Teil der weniger bevorzugten, bisher unver- fäuflihen Waren abzusezen vermögen. Neben den braunen und Pas braunen Kammagarnstoffen waren in den leßten Wochen au feine Köperstoffe begehrt, aber im Verhältnis zu ersteren in immerhin be- \<ränktem Maße. (Nah Textil Manufacturers Journal.)

i Venezuela. S z Beseitigung des Salzmono ols. Dur Dekret vom 13; E S I. 158 die venezolanishe Regierung das im Oktober 1905 erteilte Salzmonopol aufgeboben, das von seinem Erwerber an eine Aktiengesells<haft „Sales de Venezuela“ übertragen war. Der Staat übernimmt das gesamte Fnventar der Gesellschaft, erseßt ihr vertragömäßig E nur die für Gewinnung und Transport der vor- handenen Salz estände aufgewendeten Kosten. Das “Salzmonopol, dessen Ginnahmen mit 3 500 000 Bolivares jährli veranschlagt sind, wird unter staatli<hem Betriebe weiter bestehen.

Neu-Hebrlden.

rklärung des Hafens Vila auf der Insel Efate als Cid an athaten. Dur eine gemeinsame Verordnung des britishen und des französishen Oberkommissars vom 4. Dezember 1907 ist der afen Vila auf der Insel Efate als alleiniger Cingangshafen der

euHebriden erklärt worden. j i t ränkung der Einfuhr un erstellung gewi|]er E OIR, Laut einer gemeinsamen Verorbnung des britischen und des französishen Oberkommissars vom 4. Dezember 1907 ist die Einfuhr von Handelsspirituosen (alcohol de traite) nur mit gemein- samer Erlaubnis der beiden residierenden Kommissare gestattet. Die Einfuhr von Maschinen und Apparaten zur Herstellung oder Destilla- tion von weingeisthaltigen oder beraushenden Getränken, ebenso die Herstellung der enannten Getränke dur das Dettillationsverfahren

oder auf andere Meise ist verboten.

Konkurse im Auslande. Galizien. Gal gani et über das Vermögen des regisirierten aufs E En RNzedowski in Lemberg, Eigentümers dex andeléfirma Gebrüder Rzedowski“ in Lemberg mittels Be- Wlusses des K. K. Landes- als Handelsgerichts, Abteilung VII, in

nahmen des entsprehenden“ Zeitraums des orjahres

Lemberg vom 3. April 1908 No. ez. 8. 2/8 (1,2), Proviso- riser Konkursmafseverwalter: Dr. Johann Schenk in Lemberg. Wabhltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmafsever- walters) 21. April 1908, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen sind bis zum 4. Mai 1908 bei dem genannten Gericht anzumelden; in der E He zu in SUON NONCA E Sustellungsbevo a e gter

jl en. Liquidierungstagfahr rmin zur Feststellun der Ansprüche) 18. Mai 1908, Vormittags 10 Uhr. : :

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 15. April 1908: Ruhrrevier Oberschlesishes Revier Anzahl der Wagen Gestellt... 21779 7817 Nicht geftellt —,

Am Sonnabend, den 18. April d. J. ; Börse aus. pr I, flit die

b Nas einer Uebersicht des Königlichen Oberbergamts Halle a. S. über die Gewinnung der Bergwerke und Salinen des Oberbergamtsbezirks Halle a. S. (Provinzen Sachsen, Branden- s und Pommern) für das Jahr 1907 förderte ein Stein- fohlenwerk 10 197 t (— 364 t gegen das Vorjahr). Der Absay und Selbstverbrau betrug 1907 10198 & (— 246 t). Der Bestand am Schlusse des Jahres 1907 betrug 259 t, der Wert der Gewinnung betrug 76 579 4 (— 192 46), die Zahl der Arbeiter 39 (+ 5), die Zahlder von diesen ernährten Angehörigen 106 (— 13). Ferner förderten 363 Braunkohlenwerke 380 948 140 t (+ 2 926 175 t). Der' Absaß und Selbsiverbrauh betrug 38 939 333 & (+ 2868 034 4), der Bestand am Stluß des Jahres 139 504 t, der Wert der Gewinnung betrug 86 377233 M (4+ 8012182 1), die Zahl der Arbeiter betrug 40018 (+ 3981), die Zahl der von ihnen ernährten Angehörigen 92 461 (+ 6111), ferner förderten fünf Werke 118 638 & Eisenerz (— 222 t), der Absay und Selbstverbrau<h betrug 111911 & G 18215 t), der Bestand am Slhluß des Jahres 24211 t, dêr

ert der Gewinnung 379038 M ( 39433 1), die Zahl der Arbeiter betrug 255 (— 62), die Zahl der von ihnen ernährten An- gehörigen 609 (— 73), ferner förderten drei Werke 680 486,7 Kupsererz 5 12 779,2 t), der Absaß und Selbstverbrau<h betrug 681 289,6 & 11908 t), der Bestand am Schlusse des Jahres betrug 5694 t, der Wert der Gewinnung betrug -24 532851 4 (4+ 537 969 6). Ferner betrug der Absag und Selbstverbrau<h dieser dret Werke an Ni>elerzen 0,35 t (— 0,281 t), der Bestand am Ende des Jahres 0,64 t, die Zahl der Arbeiter dieser drei Werke betrug 16 091 9), die Zahl der von ihnen ernährten Angehörigen 37 132 538). erner förderten zwei Steinsalzwerke 389 623 (+ 29 974,8 6). Der Absaß und Selbstverbrauh betrug 374 263,3 (+ 45 141,8 t), der Bestand am Schlusse des ‘Jahres 77 397,3 1; der Wert der Gewinnung betrug 11740 373 4 (+ 126 907 46); ferner förderten 24 Kalisalzwerke 2 236 171,4 t (—75 718,6 t), der Absaß und Selbstverbrauh betrug 2211 486,8 t (— 105 253 t), der Bestand be- trug Ende 1907 475454 t, der Wert der Gewinnung betrug 96 089 357 46 (— 438 409 4). Diese 26 Werke beschäftigten zu- sammen 7710 Arbeiter (+ 135). Die Zahl der von dtesen ernährten Angehörigen betrug 19 207 (— 1251), ferner förderten 6 Slede-

Cg 120 699,6 & (4+ 10 210,9 t), der Absaß und Selbstverhrau<h

etrug 120462,9 & (4 8157 4), der Bestand am Schluß des Jahres betrug 3449,5 t, der Wert der Gewinnung betrug 2 805 221 A4 (4- 508 046 16), die Zahl der Arbeiter betrug 643 (4+ 21), die Zahl der von diesen ernährten Angehörigen 1695 (4 21). Endlich förderte der Kalksteinbruh ¿zu Rüdersdorf 567453 cbm (— 11 327 cbm), der M und Selbsiverbrauh betrug 550 730 chm. (— 21107 cbm). Der Bestand am Schlusse des Jahres 1907 betrug 27 454 ebm. Der Wert der Gewinnung betrug 2487 789 (— 87 151 46). Die Zat der Arbeiter betrug 1060 (+ 26), die Zahl der von ihnen ernährten Angehörigen 2492 (+ 545). Jn der in Sofia abgehaltenen Sißung des Verroaltungsrats der Banques de Crédit wurde, laut Meldung des „W. T. B.“ die Bilanz für das zweite Geschäftsjahr (1907) vorgelegt. Nah Abzug sämtlicher Unkosten verbleibt ein Reingewinn von 141 027,03 Fr., aus wel<hem der Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 5 9/6 auf das eingezahlte E vorges<lagen werden soll. Laut Meldung des „W. T. B.“ betrugen die Einnahmen der Oesterreihis<-Ungarischen Staatsbahn (öfterreihis<hes Net) vom 1. bis 10. April: 1867 087 Kronen, gegen die definitiven Ein- nahmen des entsprehenden Zeitraums des orjahres Mindereinnahme 98 399 Kronen, gegen die provisorishen mehr 94738 Kronen. Die Einnahmen der Oesterreihis<hen Südbahn betrugen vom 1. bis 10. April: 3 514 424 Kronen, gegen die d nitiven Ein- ehreinnahme 60 O Kronen und gegen die provisorischen Einnahmen 325 630 Kronen mehr.

Die Preisnotierungen vom Berliner Produktenmarkt be- finden si< in der Börsenbeilage.

Berlin, 15. April. Marktpreife nah Ermittlungen d Königlichen Poltzeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für: Weizen, gute Sorte f) 20,40 4; 20,34 46 Weizen Mittelsorte{) 20,28 4; 20,22 46 Wetzen, geringe Sorte) 20,16 4; 20,10 46 Roggen, gute Sorte f) 18,50 46; 18,46 #6 Roggen, Mittelsorte f) 18,42 4; 18,38 # Roggen, geringe Sorte P) 18,34 46; 18,30 46 Futtergerste, gute Sorte*) 16,80 4; 16.00 4 -— Futtergerste, Mittelsorte®) 15,90 4; 15,10 ‘46 ge geringe Sorte*) 15,00 4; 14/30 46 Hafer, gute 18,00 4; 17,20 Hafer, Mittelsorte®) 17,10 4;

16,30 #6 Hafer, geringe Sorte*) 16,20 6; 15,50 6 Mais (mixed) gute Sorte 16,10 H; 15,80 # Mais (mixed) geiate orte —— #; —— M Mais (runder) guts orte 16,00 4; 15,75 G Rihhtstroh 5,82 4; 550 - Heu 9,20 #1; 7,10 # Erbsen, gelbe zum ‘Kochen 60,00 6; 30,00 # Speisebohnen, weiße 50,00 ; Linsen 90,00 46; 30,00 # -— Kartoffeln 9,00 46:

Rindfleis< von der Keule 1 kg 2,00 4; 1,40 4

6,00

dito Baulhfleish 1 kg 1,60 46; 1,10 46

1,70 San 46 Kalbfleish 1 kg 2,10 4; Shweinesteish 1 kg 3

30 M

fleish 1 kg 2,00 4; 1,20 G -—Butter 1 kg 3,00 6; _

Gier 60 Stü 4,00 46; 3,00 4 Karpfen T 2.0 a M

Aale 1 kg 3,00 4; 1,60 46 gan ér 1 kg 3,50 4; 1409 #4

Hechte E 2,60 4; 1,00 46 Batsche 1 kg 2,00 4; 0,80 4

Stleie 1 Kk 20S 46; 1,20 46 Bleie 1 kg 1,40 4; 0,80 4 üd 20,00 A; 4,00

Berlin, 15. April. Bericht über Speisefette von Gebr Gause. Butter: Bei lebhafter Nachfrage Aas ce Sorten Butter konnten die Einlieferungen \{lank geräumt werden; die Preise konnten fi< ohne E behaupten. Die O Notierungen sind“ Hof- und Genofenschaftsbuiter Ta Qualität 119 bis 121 M, 1a Qualität 116 bis 119 46. S<malz: Die Nähe der Feter- tage führte zu Glattstellungen bestehender Hausseengagements, die einen E e Preise herbeiführten. Die heutigen Notierungen sind: Choice Western Steam 484 bis 48} #4, amerikanisches Tafel- \<malz (Borussia) 51 4, Berliner Stadtshmalz (Krone) 51 bis D E ratens<malz (Kornblume) 52 bis 56 Spe >: