1908 / 97 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

“a vorliegenden Werkes, dessen

siht vorgetragen, daß au Steins Geseßgebunzg in der Hau ondere der Gese

n das Lehmannsche Werk vertieft habe,

9 der französisGen Revoluti ondern au mann von bee alten Sen his 1806 gibt, hat den Wider-

pru des Verfa r ursprüngli

erfür bat er sich hauptsählich a

buntertänigkeit betont, daß den Pflichten der Bauern do bem Beste etanden Den sen. Ueber das Bürgertum urkeilt esißstand gesichert gewesen. Ueber 1 t Verfasser, ez set frok S Anstrengungen Friedri Wilhelms I. Friedrihs des Großen um die Hebung von reußen wie in ganz ti geblieben. Kantonreglements Friedrih Wilhelms I.

rst geworden, als sie in der Scharnhorftschen

am entgegengearbeitet.

Wernden Kam erem G anderswo bürgerliße Beamte herangezogen, \o-

wird daran erinnert, daß dieser Zustand no In der Schlußbetrachtung über den preu

f Ad bei ver Befreiung der ms IIL. wi: efreiun sie son ven Sabiren 1798 bis 1805 erfolgt sei, 1807/08 habe

erung habe es

êren nur um 45 000. Umwandlung des Beamtentums seit dem en und die Stimmung der Be!

omgentätigfeit von R A E enia Kleve, mm un m Generaldirektorium). Es wird ausgeführt, daß Siein, so mächtig

f seine Zeit gewirkt habe, anden habe. Dee fein moderner, sondern nah damaligen

altmodisher Mensch, der, wie neuerdings richti etwas Altfränkisches in seinem Wesen Ernst von Meter aus noch

ung angenommen habe.

elen Und d it %, in jedem Abfchaitt die Ansicht Lehmanns prüfend und feine

eten

om 14./18. Dezember gelangt aber Ernft ven

Literatur.

entwicinlishe Einflüsse auf die Staats- und Rechts- n Meier, tbolution.

Preußens im 19. Jahrhundert. Von Ernst Zweiter Band. Preußen und die französische X[ und 509 S. Letpzig, Verlag von Duncker u.

reis 12 6 gebdn: 13,60 #6. Der Verfasser erster Band, die Prolegomena, vor

Jahr hier ausführlih besprochen worden ist, untersucht in dem

1908.

B e gestüßt auf seine bereits 1881 ershienene Schrift „Die deg Mültnig der französishen Revolution zur Stein-Hardenbergschen g.

ner Arbeit die Vorstellung, er werde die Beeinflussung der Harden- bergschen Gesetzgebung V Bt Napoleonisch-Westfälische, die als er-

erwaltung8organisation unter Stein und Hardenberg“,

Wie er im Vorwort bemerkt, hatte er beim Beginn

angenommen werden kann, im einzelnen darlegen müssen. Nvn Max Lehmann in seinem dreibändigen Werk über Stein die

E Ee mung Frankreichs, eine Nahahmung der französishen Revolution, ai R (von 1791) gewesen sei. dazu: „Da mir diese Auffassung, ie mehr ih als der volle Gegensaß dtlihen Wahrheit erschienen ist, habe ih hon im ecsten en Inhalt der französischen Revolutionsgeseße, namentlih e der Konstituante, so ausführlich dargelegt, wie es d nit geschehen ist, weder in Deutshland noch in Frank- urch den größten Teil dieses zweiten Bandes zieht sich nun pf gegen Lehmann, unter Heranziehung gerade derjenigen on8geseße, auf deren Nachahmung es vorzugsweise ankommt,

Ab Steinschen Gesetzgebung er nit bloß die Ableitung der ; tinshen Gele ns

erfasser bekenn

ers hervorgerufen und ihn weiter ausholen laffen, ole, Dobee hat er den zweiten Band mit folgenden \hnitten eröffnet: „Der preußische Staat des 18. Jahrhunderts

uf die Acta Borussica bezogen reußischen Regierung vom Tode Friedrichs

It Haltung der Was die Auéführungen

ßen bis zur Schlacht bei Jena.“

inzelnen betrifft, so wird nahdrücklich darauf hingewiesen, daß das fuyen des 18. Ce NIEt vom Minisiertum aus, wie Stein ee berühmfen Denkschrift vom 27. April 1806 irrtümli aus-

rieBle,

t aus regiert worden sei. In dem sondern vom Kabinett aus reg L E be

h au sie seien versorgunosberechtigt und

„Adel, Bürger und Bauern“ wird bet

Fndustrie und Handel Deut ens S L

2 , fo lassen ja allérding Primo 3 auf die sich der Ver- eruft, das Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht bereits enn

ichtung ist die allgemeine Wehrpflicht grundlegende preußische Einrichtung ist die ge T Eb

Was das

öllig überwand. Für das Beamtentum, das andere Werkzeug alien Gewalt A dem Heer, wird dreterlet hervorgehoben.

? war erstens einheitlih für den Gesamtstaat; die Könige haben bermieden, Beamte in ihrer

Heimatprovinz anzustellen und

dad Deutschland tief eingewurzelten Partikularismus us E Es wurden zweitens in dem lange

des preußischen Königtums gegen den Adel in

d in der Verwaltung bis zu den höchsten Stellen hinauf das m seinen Plaß neben dem Adel eroberte, und es konnten a das Examen nur bet der Justiz absolute Vorbedingung der

ellung war, tüchtige Männer aus allen Berufsständen, auch wenn t studiert. S zu den hchsten Würden im Verwaltungs-

ferfür werden allerlei Beispiele angeführt, Der iE diefe ch jeßt in Preußen Fischen Staat des 18. Jahr-

ts wird die herrschende Ansicht, daß der Westen der Monarchie,

erufen werden.

beitsfeld Steins bis zu seiner Berufung nah Berlin (Ende 1804),

ne 1s der Osten gestanden habe, als irrig e reen der Reformbestrebungen Friedri Domänenbauern vermerkt,

nux , rihtia gestellt und ergänzt. Bei dieser Sa a a S M0 Bauernhöfe ges bei den Sehr lehrreich sind die beiden Kapitel über Tode Friedrih3 des völkerung u S e E An der Spitze der Erörterungen über die Feform einehenbe DälemRR feiner kirhlihen und politischen Ueber-

ösisGen Revolution und seiner gen, seines Verhältnisses zur franz ot S

inden und als Minister

do ganz außerhalb dieser Zeit ge-

egriffen gesagt worden hatte.“ Sehr interessant ist, ungedruckten Aufzeichnungen Steins die französishe Revolution ‘mitteilt. Im Geheimen Staats-

i von Stein eigenhändig ge- Berlin eristiert neben einem E B60 cus

ebenen, von ihm durckorrigierten ebenen Sriten’ unter 5 Titel „Geschichte des Zeitraums von I— 1799“ ein andres ebensolches, 1300 Seiten fassendes unter dem Titel: , Französishe Geschichte von den ältesten dlejen bis 1799 Y dem ersten aus dem Perbishen Nachlaß ta Meyer an, alt wird angeführt, evolution vorhanden gewesen sei, daß si:

(R 92 A 12—14),

di Manuskript, das E mmt, gibt Ernst

es sei bisher nirgends auch nur erwähnt. Aus dem

inung keingrlei Anlaß daß nach Steins Me ug s auf Mißstände,

n auf den Zeitgeist, die Gleichgültigkeit gegen die R

(R 92 A 4—11).

ußsucht und auf Eifersucht der Stände gegeneinander zurückzuführen Dem trüben ep S Revolution entsprechend seien die Folgen

t verderblih gewesen.

Die Verfassung von 1791 set nit eine sondern ein völliger Umsturz. Die Konstituante habe. ee

H reten ge]ut. Zwecke mit noch verruchteren Mitteln zu er R E

Ans{luß d egen Max Lehmann der , daß g diesér S enleabe Urteil Steins über die französische

ution, das er kannte, nit genügend Rechnung getragen, viel- T0: ränfu ine Hinneigung Steins zu dieser

$ mangher Einsrununge ‘diese allgemeinen Auteinander geht inen Verwaltung8zweige, das Agrar- E E s die Finanzen und das Militär

dagegenseßzend. die Behördenorganisation und die Städte- los Le Gd zur Herbeiführung eiver landstädtishen g werden diesem Verfahren unterworfen. Was die Städte- betrifft, so gibt der Verfasser zu, daß Lehmann dur die ung der revolutionären Geseßgebung mit den Steinschen „in zwei Fällen zu einer Entdeckun gela sei: A tädteordnung, der von den efugnifsen der Stadt- bandelt, is die wörtliche UVeberseßzung aus framzösishen Gesezen von / 1790 und 1791, Und die und 73 der Städteordnung, betreffend die is Ee ordneten, sind ziemlich wörtlih aus dem Muniz u j 1789 herübergenommen. In der Haupt- e n D iums ‘bis Re i s für dfe eordnung b l Wen aler de Dee achn pit d nstellu en, was selbst n icht al m A A M lie: zu dem Saße Gau E hätte es bei allen seinen Reformmaßregeln gar eine

zösische Revolution zu geben brauen“, so geht er in der Ausschaltung der französishen Revolution etwas weit. Glei der Reform Steins werden die Hardenbergshen Reformen mit großer Genauigkeit und Klarheit geschildert. Cs ist bekanni, daß Hardenberg, im Gegensatz zu Stein dem Zeitgeist zugewandt, demokratishe Grundsätze in etner monarchishen Regierung als Ziel. der Staatskunst hinstellte. „Aber troßdem hat Hardenberg niemals den Plan verfolgt, die Gesetzgebung der Konstituante, der Legislative, des Konvents oder des Direktoriums auf Preußen zu übertragen. Was er unter französisher Revolution verstand, war doch nur die napoleonishe Geseßgebung.“ Als wertvolle Ergänzung wird im leßten Abschnitt das Neform- programm besprochen, das Wilhelm von Humboldt in bewußtem Gegensaß zu Frankrei als Minister des Innern 1819 aufstellte. In einer Beilage beschäftigt sich der Verfasser mit den neuen Quellen, die nach dem Erscheinen seines Buches von 1881 über die Stein-

ardenbergsche Reform von Lehmann benußt seien. Was Ernst von Meier in dem vorliegenden Band seines großangelegten Werkes bietet, ist ein wi{htiger Beitrag zu der Erforshung des modernen Staats- wesens. Zwar wird ein starker Widerspruch gegen setne Ausführungen niht ausbleiben, aber für die Wissenschaft is der Streit ja nur förderlih, und seine ebenfo gründlichen wie umfangreichen Kenntnisse, desgleichen seine lebensprühende, geistvolle Darstellung verdienen rück-

haltlose Anerkennung.

Land- und Forftwirtschaft.

Fnlandslegitimation der ausländischen Arbeiter.

Die Durchführung der am 1. Februar in Preußen in Kraft ge- tretenen Bestimmungen über die Inlandslegitimierung der ausländischen Arbeiter geht, soweit {ih bis jeßt übersehen läßt, ohne erheblihe Shwierig- keiten vonstatten. Bis Anfang April find in den 31 Grenzämtern und Abfertigungsstellen der Deuischen Feldarbeilerzentrale tin ganzen rund 230 000 Arbeiter legitimiert. Für die verhältnismäßig kurze Zeit, in welcher der Hauptzuzug der Arbeiter stattfindet, sind in den Grenzämtern zahlreihe Arbeitskräfte vorübergehend herangezogen worden, wodur eine glatte Erledigung des Legitimationsgeshäfts er- möglicht sowie jedem unnötigen Aufenthalt der Arbeiter in den Grenz- ämtern vorgebeugt wird. Bei weitem am stärksten ist der Andrang in A in Oberschlesien, ivo bereits über 50 000 Arbeiter ab-

efertigt sind.

A Die in landwirtschaftlihen Kreisen anfänglih hier und da gehegte Befürchtung, es werde dur die Einführung einer Inlandslegitimation der Zuzug der ausländischen Arbeiter gehemmt werden, hat sich als nit begründet erwiesen. Namentlih an der österreihishen Grenze ist der Zuzug in diesem Jahre besonders groß und hat {hon früher eingeseßt als in anderen Jahren. Auch im allgemeinen [{cheint der Bedarf an Arbeitern in diesem Jahre leiter gedeckt werden zu können als in den Vorjahren, was indessen in erster Linie wohl eine Folge der 1ückgängig gewordenen Konjunktur in der Industrie und des R R Zusammenhange stehenden Nallassens des Arbeiterbedarfs cin dürfte.

Ì Bei der Einführung der Inlandslegitimation wurde in beteiligten landwirtschaftlihen und industriellen Kreisen der Wunsch ausgesprochen, daß die neue Maßregel sofort auf sämtlihe ausländishe Arbeiter ohne Unterschied der Herkunft ausgedehnt werden möge. Dieser Wunsch konnte damals niht berücksichtigt werden, weil der dazu erforderliße Ausbau der Grenzorganisation der Deutschen Feldarbeiter-Zentrale noch nicht genügend gefördert war. In- zwischen nd aber bereits in denjenigen Grenz-Regierungs3- bezirken, in denen noch keine Grenzämter errichtet find, Erhebungen darüber angeordnet, über welhe Eisenbahnlinien der Hauptzuzug der ausländishen Arbeiter erfolgt. Hieraus wird stich er- geben, an welhen Pläßen zur völligen Durhführung der Inlands- legitimation în Preußen noch neue Grenzämter einzurichten sind.

Den preußtischen Maßnahmen haben fich bis jeßt acht deutsche Staaten angeschlossen. Die Verhandlungen mit den übrigen Einzel- staaten {weben noch.

Verdingungen im Auslande.

Lt Oesterreich-Ungarn.

28. April 1908, 12 Uhr. K. K. Postökonomieverw ien: Veräußerung von Telegraphen- und T elephonmalel C der erwähnten Verwaltung und beim „Reichsanzeiger".

30. April 1908, 12 Uhr. K. K. Staatsbahndirektion in Stanislau: Bau eines einstöckigen Wohnhauses nebft besonderem Keller und Waschraum auf der Statton Bóbrka. Chlebowice der Eisenbahnlinie Lemberg—Ißkany. Kostenanshlagpreis ungefähr 30 000 Kronen. Näheres bei ter genannten Direktion.

19. Zuli 1908, 1 D

. Juli 1 Uhr. Direktion der 6

Provinz Ponteved ra (Jefatura de ObEAd ebn E EE

E A N e Dampfkrans für den Hafen x n e

2 in Det und e panisher Sprache beim «Reichsanzeiger

e eteiligqung an Verdingungen in S sich der Vermittlung landeskundiger Matt ae Les A Adressen bei den Kaiserlichen Konsulaten zu erfahren sind.

27. April 1908, 4 0b O c / D ôtel i : eferung D 200 Steinkokie ôtel de ville in Tournai: s zum 28. April 1908, 8 Uhr Abends. Mai in Ougrse (Lüttich) 94, Rue Ferdinand Nicolay: Angebote fr bie Einrichtung der elektrishen Beleuchtung im Theater. 29. April 1908, 11 Uhr. Börse in Brüssel: Verkauf von E E S des charges spécial Nr. 1129, Ayr L ôtel des d : Sus E p 000. kg Buifetts E E m 1. Ma , anstatt am 24. April, 2 Uhr. Mai i munale in Tamines (Namur): Bau einer Waßserleitcn0 1256 Lui 10000 pee E Fr; 2. Los 130 120 Fr., Sicher- N . a 7 Ubr Wert ngeshriebene Angebote zum 29. April, . Mai 1908, Mittags. Gouvernement inci : Lieferung von Shulmöbeln für die Schule R Fcoidtivni, L Los 3773 Fr., Sicherheitsleistung 115 Fr.; 2. Los 801 Fr., Sicherhetts- leistung 25 Fr. Eingeschriebene Angebote zum 29. April. __ 4. Mai 1908, 4 Uhr. Maison communale in Huccorgne Cat ber Lde Fe ebas: s der Kirhe und Ein- usthetzung in derselben. 34919 Fr., 1500 Fr. Eingeschriebene Angebote zum 30. i eee f S Od L M de la guerre, 5 Rue Royale . alige . e Militärkrankenbüuser, g e Lieferung von Wäsche für . Ma , 14 Uhr. Hôtel de ville in Brü L s R E s Le Siherhetleleistae en - a. genannien fage por 11 Nr ier des charges 50 Cts. Angebote zum_ . Ma , Miitags. UYôtel de vi ü : cines Ambulanjwgend._ g el de ville in Lütti: Lieferung . Ma L r. Hôtel de ville # x des filien Teils der Hallen. 81 E S . Ma 2 ags. Maison com le i (Antwerpen): Bau eines Gemeindehauses. 101 000 Fr. S 13. Mai 1908, 11 Uhr. Sociótó nationale des chemins de fer vicinaux, 14 Rue de la Sctence in Brüssel: Bau mehrerer Gebäude auf der Station Arlon-St. Croix. 74 960 Fr., Sicherheiis- leistung 7500 Fr. Eingeshriebene Angebote zum 12. Mai.

Stadtverwalt Ea i

adtverwaltung zu Sofia. 18. Mai 1908: Ausfü o)

Eisenkonstruktionen und Betonarbeiten an der im Bal Cle

Od E Ma aue, i E n j 520 000 Fr, Kaution : Ée edingungshefte find zum Preise von 10 Fr.

Stadtverwaltung E Sofia erhältlid, ttile Bun Or De E

; Verkehrsanstalteu. Der Güterverkehr auf sämtlihen Berliner Bahnhöfen und Ringbahnstati wi ä L: und Charlottenburger Baller E ge Sli stellte si nach dem Jahresbericht der Handelskammer zu Berlin für 1907 (IL. Teil), wie folgt: I. Berliner Bahnhöfe und Ringbahnstationen.

Gütergattungen Empfang Versand 1905| 4906| 41907 1905 | 1906 1907

: t b b b t t 1E Auma aue G C e 2 2198731| 2147 707| 1827 8121 141784 157194| 211084 I S s e e Ee 700481] 742 477| 624 208 95 449 90 634 91 628 T Koblen S R a s E 2E « | 3142 263| 3252 893//3 632990] 320465| 307 152] 247 507 IV. Andere industrielle Roh- und Hilfsstoffe, Halbfabrikate .. . . . .| 898 532/1167 156| 1173 393| 441135 568975| 627 508 V. Industrielle gate S E 567 991| 632232| 609945] 172907| 185 682| 207 441 VI. Nahrungs Füllér-zund Genißmitte s 1364779| 1543 933| 1655 403} 281921| 288 147| 312833 V Verschiedene Watt s 490 144|_ 548 332|__502 238] 966 264/ 1 031 279| 1 104 814 Gesamtsumme . . . |_9 362 921/10 034 730/10 025 989] 2419 925] 2 629 063| 2 802 815

VIII. Lebendes Vieh. Stü Stück Stüdck Stück Stüdck Stück zusammen . . . . . 1 5019 370] 7 878 954] 7 360 457] 1 685 068] 1 907 650| 1 506 976. IT. Berliner und Charlottenburger Wasferstraßen. t t t t T Baumaterial abr S Ss 0% 6 298 764| 6 502 796| 4 617 286] 199994 208 040 303 628 E S 430 872| 439133| 343120 22651 920931| 14455 E 1429 221| 1452576| 1522975] 831613) 36958| . 19 984 IV. Andere industrielle Roh- und Hilfestoffe, Halbfabrikate .… . 419919] 407569| 8325708] 103922| 120330| 86 363 VSibtelle Fabrltate E E S 8561| 12242) 12626) 22181 15873| 16628 V: Nahrungs, Futter» und Genußmitlel n a6 732206 735977) 698749| 108738| 102800| 83998 VITe SBeriiedene Bat S ne S S 82125 99782) 98772|__211381| 240907! 937 018 Gesamtverkehr 9 401718] 9650 175] 7 619 236] 700 480| 745 839

Theater und Musik.

Konzerte. Zum leyten Male pflegt alljährlich das Konzert zum Besten

des Pensionsfonds des Philharmonischen Orchesters die

tändigen Besucher der Nikishkorzerte in der Philharmonie zu gei Diesmal fand es am Montag voriger Woche statt, und die Leitung hatte für den anderweit verpflihteten Professor Nikisch der Königliche Kapellmeister Dr. Richard Strauß übernommen. Da Richard Strauß inzwischen zum ständigen Leiter der Symphonieabende der Königlichen Kapelle berufen worden ist, war das Konzert doppelt interessant, einmal weil er sich nach längerer Paufe hier wieder als Konzertdirigent vorstellte, dann aber weil es ihm zum ersten Male in Berlin Gelegenheit gab, zu zeigen, in welchem Verhältnis er zu Beethoven steht. Das Pro- gramm enthielt nämli ledigli Werke dieses Meisters, und zwar die Ouvertüre „Leonore Nr. 3*, das Klavterkonzert in Es-Dur (Dp. 73 Nr. 5) und die fünfte Symphonie (in C-Moll). Die Abonnenten der Symphonieabende mögen beruhigt sein, von dem neuerungs- süchtigen Komponisten Strauß is bei dem Dirigenten nichts zu bemerken. Dieser leßtere kenut und liebt seinen Beethoven wie nur einer und bringt ihn ohne jede Tüftelet großzügig in der Auffassung und mit begeisternder Wärme des Ausdrucks zu Gehör. Ganz .be- sonders empfand man dies bei dem Schlußsaß der Symphonie, deren jubelhafte Steigerung mit Necht Stürme des Beifalls erweckte. Den Klavierpart des Es-Dur-Konzerts führte Artur S@nabel, der einen seiner besten Abende hatte, mustergültig dur.

Am darauffolgenden Mittwoch veranstaltete der Königliche Musikdirektor Bernhard Irrgang ein Konzert in -der_St. Marienkirche, in dem er Gelegenheit gab, die umgebaute Orgel dieser Kirche, die hon seither zu den s{önsten Werken ihrer Art

5

761 974.

ehörte, kennen zu_lernen.. Die im Jahre 179: Weciec erbaute Orgel, die älteste Deriies F it o E orgelbauanstalt W. Sauer in Frankfurt a. O. renoviert und umgebaut worden; sie verfügt über dret Manuale, 4200 Pfeifen und 57 as Das Konzert, auf dessen Programm Herr Irrgang neben alten auch neue Kompositionen gefeßt hatte, lieferte den erfreulihen Bewei3 dafür, „daß die Orgel dur den Umbau an ihrem früheren Glanz urd an ihrer Klangfülle nichts verloren, vi. [- mehr an thnen eher noch gewonnen hat. esonderes Interesse in dem TeiPgattigen Programm erregte eine zum ersten Male vorgefübrte Kanonen Die Roe E S über die D-Moll- ; rtvyer

Lte q Fe Konzert (t O er Karsreitag brachte, dem ernsten Charakter de - sprechend, verschiedene Oratorien, unter E die bon es citeas verein für Volkswohlfahrt veranstaltete Aufführung von I. S. Bach s „Johannes. Passion“ im überfüllten Saale der Philharmonie 2 erster Stelle genannt zu werden verdient. Auzführende waren : er Mengewein sche Oratortienverein, unter Leitung seines neuen Dirigenten Friß Krüger, das Möjarte S Le und als Solisten: Anna von Pilgrim (Sopran) argarethe Cloß (Alt), Georg Funk (Tenor), Anton Sister- mans, Emil Stammer (Baß) und Bernh

(Orgel). Die ¿ Iohannes-Passion“ unterscheidet ard Irrgan wuchtigeren, aber au leiter verständliden fd pot dee Mamaliis

dur feinere musikalische Einzelzüge aus; so sei

freudig bewegte. erste Sopranarie Hlagewlelen are a di ergreifende, vom Violoncello begleitete Altarie , Es ist vollbracht“ v A 0 dem cantus frmus des Chorals |ch aufbauende Ba sol „Mein teurer Heiland“. Von den Chören seien der tige