1908 / 99 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Deutscher Reichsanzeiger

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Königlich Preußischer Staatsanzeiger.

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| Der Bezugspreis beträgt viecteljährlih 5 #4 40 S.

| Alle Postanstalten nehmen Lestellung an; für Berlin außer Zeitungsspediteuren für Selbstabholer

ouh die Expedition SW., Wilhelmstrafie Nr. 32.

den Postaustalten und Einzelux Uummern kosten 25 S.

M 99.

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| Iusectionspreis für den Raum riner Druckzeile 20 5, | Inserate uimmt au: die Königliche Expedition

„des Deutschen Reichsanzeigers und Königlich Preußischen Staatzanzeigers Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Berlin, Montag, den 27. April, Abends.

1908,

Juhalt des amtlichen Teiles: Ordensverleihungen 2c.

Deutsches Reich. Ernennungen 2c. tquaturerteilung. Vereinsgeseß vom 19. April 1908. ekanntmachung, betreffend Ausnahmen von 8 4 Abs. 1 der Bestimmungen für die Feststellung des Börsenpreises von ertpapieren. : ekanntmachung, beireffend die Aufnahme eines Anlehens durch die Stadtgemeinde Mannheim. j i Nitteilung, betreffend die Ausgabe der „Amtlichen. Liste der deutshen Seeschiffe mit Unterscheidungsfignalen für 1908“. nzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 18 des Reichs- geseßblatts.

Königreich Preußen. Ernennun en, Charakterverleihungen, Standeserhöhungen und sonstige Personalveränderungen. : Vekanntmachung, betreffend die Prüfungsgebühren für Revolver. Verfügung, betreffend die anderweitige Festseßung eines Grenz: Punktes zwischen den Verwaltungsbezirken der Königlichen Bepglenbahndirektionen Cassel und L E annt betreffend das Ergebnis des Wettbewerb um den Grafen Staltaitéis für Maler und Bildhauer für das Zahr 1908. Kanntmachung, betreffend das Ergebnis des Wettbewerbs Um die Dr. Paul Sqhulße-Stistung für das Jahr 1908. “rige beireffend die Ausgabe der Nummer 15 der Preußischen e

ßsaminlung. x ————

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

dem Generalleutnant Sixt von Armin, Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements 1m Kriegsministerium, den Es zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub

er Königlichen Krone,

dem Ditios Dr.-Jng. Wilhelm Lauter zu Frank- furt q. M. den Roten ÄAdlerorden dritier Klasse, -

dem Wirklichen Geheimen Kriegsrat Dr. jur. Romen, vortragendem Nat: im Kriegsministerium, die Königliche Krone zum Roten Adlerorden vierter Klasse, dem Regierungsrat Dr. jur. Max Haaselau zu Char-

lotte i trischen Hoch- und Unter- nburg, den Direktoren bei der ele wer De E Bousset

avel zu Charloiten-

Lründbahn, Negierungsbaumeistern a. D. ju Schöneberg Pei Berlin und Emil j urg, dem Direktor der Gesellschaft für den Bau" von Unter- : grundbahnen, Ingenieur Bruno Rudloff zu S: bei Verlin, dem stellvertretenden Direktor der Aktiengesellschaft lémens und Halske, Regierungsbaumeister a. D. Adolf Lerche zu Berlin, dem Seminarlehrer Heinri Bögers- Qusen zu Hildesheim und dem Bürgermeister a. D. Wilhelm N S Fd zu Lautenthal im Kreise Zellerfeld den Roten dlerorden vierter Klasse, y : e dex „dem Generalmajor von Was, Direktor des Zentral: liartements im Kriegsministerium, den Stern zum Ven Kronenorden zweiter Klasse, G to;7, dem Oberregierungsrat Hermann Dumrath, Ab- herig Gdirigenten ad Ge in Berlin, dem bis- rigen Direktor der städtishen höheren Ma! Kiel Emil Plümer und dem Domänenpächter, Amtsrat j Friedri Peters zu Domäne Papau im Landkreise Thorn èên Königlichen Kronenorden dritter Klasse, : dem stellvertrétenden Direktor der Aktiengesellschaft Siemens Und Halske, Negierungsbaumeister a. D. Heinrich Kreß Á Swhöneberg bei Berlin, dem Gendarmerieoberwachtimeister Ra gust Baude zu Vohwinkel im Kreise Mettmann, den éntnern Hermann Fröhli < zu Kaminchen im Kreise Filehne d riedri< Hanelt zu Neuhöfen im genannten Kreise ên Königlichen Krouenorden vierter Klasse, i / Mi dem Lehrer Heinrih Held zu Oberlübbe “im Kreise s G Adler der Jnhaber des Königlichen Hausordens ohenzollern E, S Ne S dem ‘Gendarmerieoberwachtineister Heinrich Dietrich zu M nover, dem berittenen Gendarmeriewachtmeister Adolf ri êrner zu Küstrin, dem Fußgendarmeriewachtmeister Hein- M Bröfker zu Hittfeld im Landkreise Harburg und dem Aschinenzeistet: bei der eleftrishen Hoh- und Untergrundbahn

rmann Lönnies zu Berlin das Kreuz- des Allgemeinen

brenzeichens sowie ; ù O E ed Nel Amandus Binder zu Kalau en. Kreise Meseriß, dem Gemeindeshöffen Wilhelm Pie- pen ski zu Bierschlin im Kreise Wreschen, dem Mühlen- deliber Friedri Zarnikau zu Xionsek im Kreise Schrimm, G Bezirksschornsteinfegermeister Emil Paehold zu Kurnik genannten Kreise, dem Schiffseigner Wilhelm Mattheus

zu Schrimm, dem Kirchenältesten, Kossäten Gottlieb Stöteér zu Rosensdorf im Kreise Westprigniß, dem Kirchen: ältesten, . Kossäten eorg Thiede zu Besandten im genannten Kreise, dem Kirchenältesten, Auszügler Ernst Fuchs u Schilda im Kreise Lu>kau, dem Altsißer August Ba the zu

redow im Kreise Osthavelland, dem Ausgedinger Gottlieb Jesse zu Waldau im KreiseSchrimm, dem Gemeindediener Wil- helm Gattermann zu Nachterstedt im Kreise Quedlinburg, dem Nachtwächter und Gemeindediener Wilhelm Schubert, dem Wirtschaftsmeier Karl Fiele>e, beidezu Radewege im Kreise Westhavelland, dem Lagerverwalter Louis Gräßner, dem ehe- maligen Kassenboten Wilhelm Brandt, dem Maurergesellen Julius Menz, sämtlich zu Berlin, dem Zugführer erster Klasse

bei der Hoch- und Untergrundbahn Emil Möbius zu Char- lottenburg, dem Maschinenmeister Karl Handke zu Char- lottenburg, dem Schachtmeister Sixtus Maierhofer, dem

Bauführer Elias Staudter, beide zu Schöneberg bei Berlin, dem Werkführer Theodor Viegße zu Schweidniß, dem Schlosser und Nadler Karl Freiberg zu Quedlinburg, dem Heizer Karl Schröder zu Stralsund, dem Waldwärter Gottlieb Krull zu Jvenrode im Kreise Neuhaldensleben, dem Gutskämmerer Karl Schöttke zu Kondehnen im Landkreise Königsberg i. Pr., dem Gutsförster Heinrih Sprenger zu Blumer-

auland im Kreise Bomst, dem Gutsstellmachermeister Jo-

ann Trettau zu Bankwiß im Kreise Namslau, dem Hof- meister Gottfried Stuß zu Dornbo> im Kreise Kalbe, dem Brennereiverwalter August Schulz zu Pieske im“ Kreise Meseriß und dem landwirtschaftlihen Arbeiter Gustav Schulze zu Pommelte im Kreise Kalbe das Allgemeine Ehrenzeichen zu

verleihen.

Deutsches Neich.

Seine Majestät der Kaiser haben im Namen des Reichs den Kaufmann W. Richard Thormann zum Konsul in Santo Domingo zu ernennen geruht.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht: den Geheimen Regierungsrat, Professor Dr. Nobert Ostertag zum Direktor im Kaiserlihen Gesundheitsamt zu

ernennen und dem Vorsteher der Geheimen Kalkulatur IT des Aus-

wärtigen Amts, Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator Koch den Charakter als Hofrat zu verleihen.

‘Dem Vizekonsul bei dem Konsulat von Panama in Berlin August Michels ist namens des Reichs das Exequatur erteilt

worden.

Dem Kaiserlichen Vizekonsul Joäo Sergio Nibeiro in Fayal (Azoren) ist die erbetene Entlassung aus dem Reichs-

dienst erteilt worden.

Vereins ge[ es Vom 19. April 1908.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c. L | verordnen im Namen des Reichs, nah erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags, was folgt: Sie Alle Reichsangehörigen haben das Recht, zu Zwe>en, die den Strafgeseßen Uit zuwiderlaufen, Vereine zu bilden und si zu ver- sammeln. Dieses Necht unterliegt polizeili< nur den in diesem Gesch und anderen Reichsgeseßen enthaltenen Beschränkungen. Die allgemeinen sierheitspolizeili<hen Bestimmungen des Landes- re<ts finden Anwendung; soweit es si< um die Verhütung unmittel- barer Gefahr für Leben und Gesundheit der Teilnehmer an einer

Nersamnilung handelt. N Ein Verein, dessen Zwe> den Strafgeseßen zuwiderläuft, kann

aufgelöst werden. 5

ngsverfügung kann im Wege dés Verwaltungsstreit- vejchrens d, wo ein solches nit besteht, im Wege des Nekurses nah Maßgabe der Vorschriften der $$ 20, 21 der Gewerbeordnung angefeGten wiltice Auflösung eines Vereins ist öffentli bekannt zu ‘maden,

Feder Verein, bezwe>t (politischer

$3. der cine Elnwirkung auf politische Angelegenheiten Verein), muß einen Vorstand und eine Saßung

haben ¿

f { verpflichtet, binnen etrer Frist bon zwei Wochen e Der Borsland Pgereins die Sazung_ sowte das Verzeichnis der Mitalleder des Norstandes der für ten Siß des Vereins ¿zuständigen PolizeibebÖrde einzureichen. Ueker die erfolgte Einreichung is eine kostenfreie Bescheinigung ¿1 erteilen.

“ni<t.

Ebenso ist jede Aenderung der Saßung sowie jed der Zusammenseßung des Vorstands See ns S A Wogen nah dem Eintritte der Aenderung anzuzeigen. ita s ene die emer E in deutscher Fafsung s nahmen von dieser Vorschrift ks Verwaltungsbehörde zugelafsen werden. I O Ie S

-

84.

Personenmehrkeiten, die vorübergehend zusammentret i Auftrage von Wahlberehtigten Vorbereitungen L beftiatürte Wahlen zu den auf Geseß oder Anordnung von Behörden berubenden öffent- a n e E vom Tage der amtlichen Be-

ahlta i rit als politische attag zur Beendigung der Wahlhandlung

$8 5.

Wer ‘eine -öffentlihe Versammlung zur Erört iti

Angelegenheiten (politische Verscinatets VezcistaTtof u Rd

von mindestens 24 Stunden vor ‘dem Beginne der Versammlung

E Es Ds Ries 6 der Polizeibehörde Anz?ige z eber die Anzetge v

kostenfreie Bescheinigung A eeteilen: S

86.

Einer Anzeige bedarf es nit für Versammlungen, die öffentlih bekannt gema<ht worden sind; die Erfordernisse j t E E E S f Ee, P emaiis

ner' Anzeige bedarf es ferner ni<t für Versammlun Wahlbere<tigten zum Betriebe der Wa len zu A Geseh Adi Anordnung von Behörden beruhenden öffentlihen Körperschaften vom Tage der amtlihen Bekanntmahung des Wahliags bis zur Be- end gung t ;

Das eihe gilt für Versammlungen der Gewerbetreibenden gewerblihen Gehilfen, Gesellen, Fabrikarbeiter, Besißer und Arbeiter von Bergwerken, Salinen, Aufbereitungsanstalten und unterirdish betriebenen Brücjen und Gruben zur Erörterung von Verabredungen und Vereinigungen zum Behufe der Erlangung günstiger -Lohn- und Arbetisbedingungen, insbesondere mittels Einstellung. der Arbeit oder Entlaffung der Arbeiter. i

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Oeffentli<je Versammlungen unter freiem Himmel und ü

Pelitbebbebe Straßen oder Pläßen bedürfen (A Geneh usitge olizeibehörde. /

Die Genehmigung ist von dem Veranstalter mindestens vierund- ¿zwanzig Stunden vor dem Beginne der Versammlun e, des Aut zugs unter Angabe des Ortes und der Zeit nahzusuhen. Sie ist \hriftli<h zu erteilen und darf nur versagt werden, wenn aus der Abs haltung der Versammlung oder der Veranstaltung des Aufzugs Gefahr für die öffentlihe Sicherheit zu befürchten ist. Im Falle der Ver- weigerung ist dem Veranstalter sofort cin kostenfreier Bescheid mit Angabe der Gründe zu erteilen.

8&8.

Eine Versammlung, die in einem geschlossenen Raume v t wird, ist nicht [von deshalb als Bere dla unter iein S anzusehen, weil außerhalb des Versammlungsraums befindliche Per- Janea M c ael nebmen, odex weil die Versammlung in

nen em Versammlungsraume ä Hof oder Earten verlegt vieh: L Lea causgledeln

Ï 8 9. Der Landeszentralbehörde bleibt es überlaffen zu besti

und e P lies E D für Versammlungen tee fes

immel und Aufzüge die Genehmigung dur i Befanntmaduna ertebt p L L E öffentliche ewdöhnlihe Lerchenbegängnisse - sowie Züge der i ; schaften, wo sie hergebracht sind, bedütfen der Areige E Gebe S Der Landeszentralbehöëde bleibt es überlassen zu bestimmen, daß au< andere Aufzüge der Anzeige- und Genehmigung nit b. dürfen, fue ¿0p Aufelige, die dur mehrere Ortschaften führen, nur E zeibehörde angezeigt und von ihr genehmigt zu werden

$ 10. Jede öffentliche politishe Versammlung muß ei i Der Veranstalter ift berett, die Leitng, felbit it fler etnem andern zu übertragén oder die Wahl des Leiters dur die Gere ne zu ‘veranlassen. Der Leiter oder, solange dieser ni t bestellt st, der Veranstalter hat für Ruhe und Ordnung in der 2 ersamm- Tung zu sorgen. Er ist befugt, die Versammlung für aufgelöst zu

erklären.

103 Niemand darf in einer öffentlihen V i Aufzuge, der auf öffentlichen 2 odec PliLAe Malifiiber L ta A EAaA i R daß er Os öffentlihen Berufs ¿Ti f PliO ermit Lam Suseinen_ Mf Waffen be- 12: Die Verhandlungen i / euts Epraße ju ffes. endlichen Vérsammlungen find in eje Bors@rist findet auf internationale K | Versammlungen dèr Wakblberehtigten zum Bétriebe ee u den Reichëtag und für die gesetzgebenden Versammlungèn der Burldes- staaten und Elsaß-Lothringens vom Tage der amtlihen Bekannt- machung des Wahltags bis zur Beendigung der Wahlhandlung keine Tk Läsfigt ie Zulässigkeit weiterer Ausnahmen lt die L s gebung. Jedoch -ist in Landesteilen, A deñèn Ver Zeit des u

. tretens dieses Gesetzes altemgelessene Bevölkerungsteile nichtdeutscher:

Muttersprahe vorhanden sind, sofern diese Bevölkerun

dem Grgebnifse_ der jeweilig leßten Volkézählurg fe<zig Si BraeN der Gefamtbevölkerung übersteigen, während der etsten-zvanzig Jahre nad dem Jukrafttreten dieses Gesetzes der Mitgebrauh der niht- deuish:n Sprache gestattet, „wenn der Veranstalter der öffentlichen Versammlung mindestens dreimal vierundzwanzig Stunden vor ihrem Beginne der Polizeibehörde die Anzeige erstattet hat, daß und in

welcher nihtdeuts<hen Sprache die Verhandlu efü follen. Ueber die Anzeige ist von der PaHiebeE e Tre N