1908 / 141 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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für männl, 542 für weibl, Personen) oder 80% gegen 4436 oder 6 %/o im Vorjahre; von 6e Gesaden um Arbeitsstellen in der Landwirtschaft 2c erledigte es 4408 (4050 von männlihen und 358 von weiblihen Personen) gegen 3909 im Vorjahre dur Vermittelung solcher Stell-n. Auf je 100 Stellenangebote kamen hier nur 84,9 Vorj. 87,8) Stellengesuhe. Die größte Vermittelungstätigkeit für ie Landwirtschaft 2c. hatte das Arbeitsamt in den Monaten „April, August und Oktober zu verzeichnen; die wenigsten landwirtshaftlichen Arbeiter und Dienstboten wurden im Dezember, Januar und Februar berlangt. Von der gesamten Tätigkeit in der landwirtschaftlihen Arbeitsvermittelung entfiel weitaus der größte Teil auf den auswärtigen erkehr; hier war auH das Angebot von offenen Stellen sowohl für männliche wie für weibliche PEIOEA bedeutend größer als die Nath- age nah landwirisaftlicer Beschäftigung, bei den weiblichen ersonen fast viermal so groß. 2 Den Angaben über die Lehrstellenvermittelung ist zu ent- nehmen, daß im Jahre 1907 insgesamt 2108 Gesuche um Zuweisung tiner Lehrstelle (1329 von mänrlihen, 279 von weiblien Lehrlingen)

eingereiht, 2806 ofene Lehrstellen (2354 für männlihe, 452 für weibliche Lehilinge) S und 1801 Lehrstellen (1560 bezw. 241) beseßt worden sind. Von den Lehrlingen wurden die meisten Lehrstellen- esuhe für das S{hlofsergewerbe eingereiht, sodann folgten Kaufleute, Bäder, Schreiner, Mechaniker; die größte Zahl der offenen Lehrstellen wurde für S{lofser, Bä>er und Kaufleute angemeldet. Bei den Lehrmädchen entfielen die meisten Gesuhe auf das Handelsgewerbe (Kontoristinnen, Verkäuferinnen), die größte Zahl der Lehrftellen- angebote wies das Bekleidungs- und Reinigungsgewerbe (Puß-, Kleidermahherinnen 2c.) auf. E

Auch 400 im Jahre 1907 aus dem aktiven Militärdienste zur Reserve entlassene Mannschaften (und zwar 120 gelernte, 153 ungelernte, 103 landwirtschaftlihe Arbeiter, 24 Hotel- und Wirt- shaftspersonal) baben bei dem städtishen Arbeitsamt Stellengesuche eingerci<t (im Vorjahre 291 R Ne Von ihnen konnten 370 im Vorjahre 266) eine Arbeit zugewiesen erhalten; hierunter be- m i< 101 (im Vorjahre 62) Reservisten, die in landwirtschaft- lien Stellen untergebraht wurden.

Krankenversi<herung im Jahre 1906. (Endgültige Zahlen.)

: Erkrankungsfälle Krankheitstage mit Mitglieder | „it Erwerbsunfähigkeit | Krankengeld od. Behand-| Krankheitskosten Zahl im lung im Krankenhause Vermögen Kassenarten der Durtschnitt cia auf ein : : auf ein | überbaupt SLIA Kassen | (¿g Jahres Mitglied | überbaupt | itglied L S S Gemeinde 2 7 729 556 5,02 | 17379304 | 11,28 | 2297487 0,25 : j j Driefante e emem U S 950 187 | 2 200 | 038 | 47298109 | 195 122 388 950 | 20,57 | 105 993 724 Betriebskrankenkafsen. . , | 7823 | 2991378 | 1353790 045 | 24286080 | 8,12 | 78678748 | 2680 | 97111375 Baukrankenkassen . . . 48 | 22706 13134 | 0,58 224853 | 9,90 564277 |- 24,86 | 830455 Innungskrankenkafsen, . . | T744| 264122| 296592 | 037 | 1957177 | "76 | 5325936 | 2,16 | 4271912 CingesGriebene Hilfskaffen - | 1339| 884104 | 293139 | 0,833 | 5742438 | 6,50 | 16844273 | 1905} 18452816 Landesre<tliche Hilfskassen . | » 155 | 36405 10038 | 0,28 206 442 | 5,67 617116 | 1695| 1 37566 | 0,38 | 87444605 | 7,48 | 241793604 | 20,68 | 230211 298 a 1908 | 23 127 | 11 184 288 1 Tblaus | 040 | 88082296 | 788 | 232248886 | 2076 | 202957 455.

Im Jahre 1906 waren 23214 Krankenkaffen vorhanden, L mehr S Vorjahr; während die Anzahl der Kassen bei den 34 ebskrankenkafsen um 49 und bei den Innungskrankenkafsen um

gestiegen ist, ift sie bei den eingeshriebenen Hilfskafsen um 25 äUrü>gegangen. Gemeindekrankenversiherungen find 33 mehr tätig gewesen als im Vorjahr. tr e Anzabl der Mitglieder im Dur&schnitt des SJabres be- gt 11 689 388, der - Zuwachs an Mitgliedern gegen das Vorjahr und 505 000. Das Wachttum trifft bauptsählih wieder die Orts- tankenkafsen mit 313 000, au< die Betriebskrankenkafsen nahmen mit 157 000 an dem Wachstum teil, ferner die eingeshriebenen Hilfékafsen mit 26 000 und die Gemeindckrankenversiherung mit

. Die landesre<tlihen Hilfskafsen und die Baukrankenkafsen glizjen einen Rüd>gang auf, erstere von 600, leßtere von 2000 Mit- ern.

Die Erkrankungsfälle mit Erwerbsunfähigkeit stellt fh E 4493 766 mit 87 444 605 Krank heitstagen; auf tin Mitglied kamen durhschnittli< 0,38 Erkrankungsfälle und 48 Krankbeitstage, für die Krankengeld oder Krankenanstaltspflege

rt wurde. Es

__Die ordentlichen Einnahmen (Zinsen, Gintrittsgelder, Beiträge, Zu- \hüfe, Ersaßleistungen, sonstige Ginnahmen abzüglich derjenigen für die Invalidenver erung) betrugen 293 305 160 #, darunter Beiträge (eins{ließlih der ua iträge) und Eintrittsgelder 276 664 612 M.

_Die ordentlihen Ausgaben (Krankheitskoften, Ersaßleistungen, ¿urü>gezablte Beiträge und Eintrittsgelder, Verwaltung8ausgaben ab- Uglih derjenigen für die Invaliden rung, sonstige Ausgaben)

etr ugen 264 236 035 M, welche si en auf

är Behandlung S Ls 57 293 080 M, Ne sonstige Heilm D OOU2L- 7122 S ECLEMICLDET S E eo tie S es 104 050833 , Schwangere und Wöchnerinnen. . - 5061736 , P TETDCIeIDeT b a R ves 6521058 , Krantenamfstalten L Es 32670074 , Nekonbaleszenten. S => T Ir

Auf ein Mitglied kamen dur&s{nittliG 20,68 4 Krankheitskoften, gegen 20,76 46 im Vorjahre. < U us

Die Verwaltungsausgaben abzüglich derjenigen für die In- validenversicherung betrugen 15 327 950 #, auf ein Mitglied dur- \Gnittlih: bei den Ortskrankenkassen 2,01, bei den Innungskranken- kassen 2,49 und bei den eingeschriebenen Hilfskassen 2,35 4 ; bei den Betriebs- und Baukrankenkafsen werden fie fat ganz von derm Be- triebsunternehmer, in der Gemeindekrankenverfiherung ganz von der Gemeinde getragen. Bei allen Kassen überhaupt stellen fih die Ver- S anderolien auf ein Mitglied daher nur auf 1,31 6 durh-

nittlih.

Das Gesamtvetmögen bet 230,2 Millionen Mark (im Vorjahre 203,0), wovon auf die Oriskrankenkassen 106,0, auf die Be- triebékrankenkafsen 97,1 und auf die eingeschriebenen Hilfskafsen

8,5 Millionen Mark enifielen. è

Kunft und Wifseuschaft.

Ae nifizung der Gesells<haft für Erdkunde bielt Dr. e E <warzba< (als Gast) einen Vor- find über , Kulturzustände in Neuseeland“. Nicht mit Unre<t mit lat: einigen Jahren die Bli>ke der Welt auf dia tee Aae (bh Schönheit auegestatteten, einander eng benathbarten die großen und vielen kleinen Inseln gerichtet, welche ¡usammen en teuseeland genannte Inselgruppe bilden, die 1907 aufgehört hat, ab ide «Kolonie* zu sein, und nunmehr den vom Muiterlandé un- Ver „Dominions* angehört. Denn in diesem dur< ane vollzieht f und seine abzes<lossene Lage audgezeidueten S ete so en lh ‘augenbliÆi< ein allerdings wohl nur Se R ment egrenzten und cigenartigen Gebiet dur{führbares Experi- find ieon boher kultureller Bedeutung, Seit etwa 10 Zabren das dei niht nur die Frauen in ihren Rechten, darin £ ngels 0

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oliti ähigkeit und Wählbarkeit, den Männern e ledgeftelt, E Ee teper Anzahl Einrichtungen alles en Und auf gesehliche Basis geftellt, die in ihrem Radikalismus

bieten, was seither dur< die vorgesrittensten demokra- filden Gem geleistet R ift. s unter sol<hen Um- nNR eilungen über die Kulturzustände Neuseelands aus der Sigen Zeit vom böhften Interesse sind, liegt nahe. Dr. Beheim- ift, bah, welcher in der Gesellhaft für Erdkunde niht unbekannt s da er in den 80er Jahren hier hon Vorträge gehalten hat, er- pacint ¿u einem Urteil besonders berufen. In Sydney ansässig, in per! dem heißen Sommer dieser Stakt entfliehend, seit Jahren die E fübleren Klima Neuseelands den Sommer zugebradt und

e Zeit Beobachtungen und eingehenden Studien der Wirkung

jener oben an edeuteten so,

zialen Aenderungen gewidmet. Di i bei ticferem Eindringen in der Tat überraschend; E eeseeland Tennt, - wie der Redner ausführte, seit Jahren

keine Armut, kein

e Bettler, keine Streiks und Boykotts, mit- din au< feine Klafsenkämpfe, keine sozialen Leidenschaften, kein seen Iwishen Kapital und Arbeit. Gin behagliter Wohlstand die t zuteil geworden; sogar die Maoris, die Ureinwohner, fi im ersten Drittel des leßten Jahrhunderts no< 100 000 Köpfe E Lo 20 Jahren bis auf 40000 reduziert waren und aus-

ohten, vermehren unter den neuen Zuständen ihre

Volkszahl wieder. Was man unter dem Begriff „upper ten thousands“ versteht, eint in Neuseeland ganz zu fehlen, nirgends tritt dem Beokachter cin übertreibender und übertriebener Luxus ent- gegen. Dieser zunähst zweifellos vorhandene Zustand sozialen Friedens datiert aus dem Jahre 1890, wo ein Mann, Sir Richard Seddon, als Premierminister das Vertrauen des Landes und der großen Mehrheit des Kolonialparlaments in solhem Grade gewann, daß Schritt vor Schritt, aber in ziemli< s{nellem Tempo, die von ihm vorgeshlagenen Maßnahmen und Ver- waltung8änderungen angenommen wurden und Gesetzeskraft erlangten. Es ift kennzeihnend für Seddons Vorgehen, daß er mit Aenderungen der Bauordnung in dem Sinne begann, daß fortan Wohnhäuser nur unter Einhaltung von äußerst rei<li< bemefsenen Minimalbedingungen für Raum, Licht, Feuersicherheit gebaut werden durften, die unter allen Umständen das pbysishe Wohl der Bewohner, soweit es hiervon abhängig, - verbürgten. Dann wurde ein Unfalls versierungsgeseß erlassen, das ‘den Arbeitgeber, felbst in ent- s{uldbaren Fällen , - für körperlihe Beschädigungen des Arkbeit- nehmers verantworilih mat, und dem Beshädigten eine Minimalwocheneinnahme von 40 Schilling gewährleistet. Die allgemein eingeführte a<tstündige Arbeitszeit wurde dur< strenge Strafen für Uebertretungen, worüber ein Arbitration Court zu wachen haîte, gegen die anfänglih bemerkte [axe Gesetzesbefolgung sichergestellt. Kinder unter 14 Jahren dur< Arbeit zu beschäftigen, wurde untersagt. War den Männern unter bestimmten, vom Geseß vorgesehenen Vorbehalten ab und zu erlaubt, Ueberstunden zu machen, so galten sol@e Aus- nahmen unter keinen Umsiänden für Frauen und für jugendliche Arbeiter

beiderlei Geshle<ts zwishen 14 und 18 Jahren. Der halbe o, von 1 Uhr Mittags ab, wurde zum U erklä an dem alle gewerblihe Arbeit zu ruhen hatte. Der unterrih:

wurde als Staatsverpflichtung anerkannt und ganz kostenfrei gemacht. Endlich bes<loß das Parlament, den Grundsaß der Gleichberehtigüng der Geshle<hter in Gemeinde und Staat bis in die äußersten Konsequenzen durchzuführen. Hat Neuseeland z. Zt. au< keine Ministerinnen, keine Richterinnen in höheren Stellungen, so gibt es do<h s<on eine gewisse Anzahl weiblißher members of Paar die anscheinend ihren politis<hen Pflichten mit Eifer genügen. ie wichtigsten Aenderungen aber vollzogen s< auf aararis<em Gebiete. Ihnen if es zuzushreiben, daß zunächst dem Staat und mittelbar der großen Menge der Staatsangehörigen die Vorteile zuflofsen, die zur Durchführung der sozialen Aenderungen und ibrer dauernden Fundierung gehörten. Bis 1890 bestanden in Neu- seeland einige wenige Landkompagnien, denen zu äußerft geringem Preis ziemli< aller Landbesiß dur< die früheren Verwaltungen überlassen worden war. Diese Landkompagnien wurden unter Rü>- gewähr ihrer geringen Leistungen expropritert, und nunmehr das Land in kÉleinenParzellen zumäßigen, genau bestimmterPreisen und, wo nötig, unter Stundung des Kaufgeldes, die dem Erwerber keine höheren Zinsen als 4 9/9 auferlegte, an eine fehr große Zahl tleiner Leute verkauft, die fih der einzigen Beshränkung zu unterwerfen hatten, beim Wieder- verkauf dem Staate das Vorkaufsre<t zuzugestehen. Für die neuen Landbesitzer E ges der Staat au< gewisse Pflichten der e

Ar large, Er durh Experte , besuhen, ihnen t für die Beschaffung guten Samens und gesunde Haltung des Viehs geben, und vor allem, er

hilft La

‘geringe Abgabe den für die Ausfuhr bleibenden Teil der Produktion (Mais, Weizen, Hafer, Gerste, Hanf, Wolle, Vieh) zu verwerten, ja der Staat begründet und unterhält Kühlhäuser, um das zum Export nah Australien, Amerika, selbst Europa bestimmte Fleis< in den versandfähigen Zusiand zu versezen. Ob es gerade mit dieser \taat- lihen Fürjorge jusammenhängt, daß man in Neuseeland weder Géetreide- no% Viebkrankheiten kennt, kann mit Sicherheit nit be- hauptet werden, jedenfalls besißt das Land au< natürliche E vor allen anderen unter gleihen Breiten liegenden: Es kennt z. B. keinen Hagelschlag, und die Erde liefert aus dem vulkanischen Boden in zahlreichen Geysirs (auf der Nordinsel zumal) soviel heißes Waser, daß die Hausfrauen ausgiebigen Gebrau davon machen und für Heilzwe>e öffentlihe Bateeinrihtungen ausgedehnter Art her- estellt werden konnten. Es ift bei diesem Anlaß au auf die wunder- tis landschaftliße Schönheit Neuseelands hinzuweisen. Die Süd- insel vor allem besißt vollständig alpinen Charakter und im Mount Cook einen in die Region ewigen Schnees aufsteigenden Gipfel von 3800 m sowie viele Sletsher. Unter allen diesen Ver- bältnifsen wäre Neuseeland, das etwa halb fo groß ift wie Deutsch- land und nur 1 Million weiße Einwohner besißt, ein würdiges Ziel für Auswanderer; do gebört es zu dem herrshenden System, die &in- wanderung nah Möglichkeit einzuschränken. Den Chinesen, Jayanern und Negern ift das Land vollständig vershlofsen und willkommen sind außer Handwerkern nur Landarbeiter, do au diese nur, wenn sie nit ganz mittellos ers<einen. Weler Landwirt dagegen dem Londoner Neuseclandkomitee ein Vermögen von 50 Pfd. Sterl. nachzuweisen vermag, der empfängt bei der Einwanderung in Neuseeland noh eine Prämie von 10 Pfd. Sterl. Kaufleuten und Mitgliedern der gelehrten Stände blüht j. 3. wenigftens in Neuseeland keine Zukunft. Das Tsperrun pr des gegenwärtic-n Systems findet seinen Ausdru> au in dem Zoll- tarif. Von der Einfuhr ausges<lofsen ist alles, was im Lande felbst produziert wird, und wenn z. B. dies Verbot sich au< auf nur A abrikate erstre>en kann, so geht die Tendenz do< dahin, die Einfuhr ebr ho< zu besteuern, hiermit zur Selbftherstelung im Lande an- zuregen und, wenn es so weit ift, dann von Fall zu aa den Mitbewerb

des Auslandes völlig auszuschließen. Hierin liegt offenbar die Achille3- ferse ‘des Regierungs und Verwaltungssystems von Neuseeland, und

wahrscheinli< au no< in einem andern Punkte, über den neuerdings große Meinungkverschtedenheit im Lande herrscht, d. i. die Anwendung der Temperenzgeseßze. Die außerordentli< stark auseinandergehenden S über die Ersprießlichkeit absoluter Enthaltsamkeit von Alkohol haben es nämli< nicht zu einer einheitlißen Geseggebung kommen lafsen, sondern es is nur Uebereinstimmung darüber erzielt worden, daß die Frage regional und zwar derartig geregelt werde, daß alle drei Jahre in den einzelnen Bezirken über folgende drei Fragen abgestimmt werde: 1) Ist der Gemeindewähler bezw. die Gemeindewählerin für vollständiges Verbot. des Alkohols, 2) wird für Einschränkung des Gebrauches gestimmt, 3) soll volle Freiheit der Bereitung, des Vertriebes und des Genusses von Alkohol bewahrt bleiben? Damit der erste Punkt für den betr. Bezirk auf drei Jahre Geseß werde, bedarf es einer # Majorität, über unkt 2 und 3 entscheidet die einfahe Majorität. Die Frauen nd fast überall für Punkt 1, ebenso die auf der Südinsel tar vertretenen Schotten. Die Meinungsverschiedenheiten nd jedoh so groß, daß ein buntes Dur@einander von Bezirken mit vollem oder einges<ränktem Verbot und voller Freiheit besteht. Hier liegt ein {were Besorgnis erregender Keim zur Störung des sonst im Lande vorhandenen sozialen Friedens; denn es kann beispielsweise nit fehlen, daß, bei ihren frommen Mits bürgern Anstoß erregend, durstige Seelen aus einem Bezirk mit vollem Verbot den benachbarten Bezirk aufsuhen, in dem Brauereien und Destillationen gelitten sind und in Blüte tehen, solange die Majorität der Bewohner ihnen günstig ist. Sir Richard Seddon hat das Zeitliche gesegnet, sein Nachfolger Sir Joseph Ward sucht dur< das Institut der Public Trustees“ ftaatliher Agenten und dur seit 12 Jahren bestehende Sgiedsgerichte die loyale Durchführung der Beschlüsse der einzelnen Bezirke und der \fi< in so kurzen Zeiträumen wiederholenden Abstimmungen zu sichern. Es ist bisher gelungen, überall den inneren rieden zu behaupten und die Prosperität des Landes ersihtli< zu. ördern ; die Bevölkerung macht überall den Eindru> physisher und moralis<her Gesundheit, und sie hat au< \o unre<ht nit, ihr \{ônes Land „God’s own country“ zu nennen ob seiner Fruht- barkeit und e gesunden Klimas. Immerhin dürfen Sozial- politiker und Menschensreunde gespannt fein auf die fernere Ent- wi>elung des interessanten Landes und seiner zu uns im physischen Verhältnis der Antipoden stehenden Bewohner.

Literatur.

Von dem Werke „Die Preußische Volks\{<ule“ Geseßze und Verordnungen, agten und erläutert von E. vón Bremen, Wirklichem Geheimen Oberregierungsrat, liegt das Heft 2 der Nachträge vor. Es enthält die Ausführungsanweisungen zum Ie: (Verlag von Cotta Nachfolger, Stuttgart u. Berlin. 1 4. ä Von der von Dr. Alexander Tille herausgegebenen, im Ver- lage von Otto Elsner in Berlin erscheinenden wohlfeilen, kritish- historischen Au3gabe der Reden des Freiherrn von Stumm liegt der dritte Band vor. Den Inhalt des ersten Bandes bildete die selbstherrlihe Zollpolitik des Deutschen Reichs, und der zweite enthielt Stumms Anteil an den Verhandlungen der Eisenenquete von 1879. Der dritte Band bringt dazu Stumms Reden zur Handelsvertrags- politik des Deutschen Reichs und zu dessen Steuergeseßgebung.

Die Kunst des 19. Jahrhunderts. Ein Grundriß der modernen Plastik und. Malerei, mit etwa 400 Abbildungen, von Dr. Berthold Daun, Privatdozenten an der Tenischen Hohscule zu Braunshweig. 9.—12. Lieferung. Preis je 1,20 46. Verlag von Georg Wattenba<, Berlin, In diesen vier Lieferungen des vor- genannten Werkes, das den Entwi>klungsgang der modernen Malerekt und Plastik klar und gemeinverständli<h darlegt und besonders die führenben Meister eingehend behandelt, werden die Schöpfungen der Düsseldorfer Genremaler, Ludwig Richters, der beiden Vertreter des Spätklassizismus Genelli und Anselm Feuerbach, ferner Pilotys und Makarts auf ihren künstlerishen Wert hin geprüft. Dann folgt eine Interpretation des modernen NRealismus und

inpressionismus in den Werken der Maler Millet, Courbet, Manet, . as, Nenoir, Monet u. a. Hieran s{hließen si< Abhandlungen über Menzel, Lenbac, Leibl und die beiden tiroler Volksmaler Defregger und Gabl. Das zwölfte Heft ift zum Teil der Mohnuinenialnilerei Geéselshaps gewidmet. Auch in diesen Lieferungen wird eine Fülle von gon für die behandelten Künstler charakteriftischen Abbildungen ge- oten, die in E mit den ästhetis<hen Ausführungen des Ver- fafsers jeden gebildeten Leser zu einem E Urteil befähigen. Dla Erscheinen von weiteren drei Lieferungen wird das Werk ollslän

vorliegen.

Der sogen. „Blaue Harzführer“, die offizielle Vereins- {rift des Harzer Verkehrsverbandes, ist soeben in E verbesserter und exweiterter dae erschtenen. (Verlag der Hofbuchhandlung Rud. Stolle, Bad Harzburg. Preis 50 4.) - Verbessert ist das praktishe Bu dur< Ergänzung des umfangreichen Kartenmaterials und erweitert dur< ein übersihtlih gruppiertes Kursbu<h. Das mit 75 Illustrationen versehene Vorwort |<ildert die Vorzüge des Harzes- in sehr überzeugender Weise. Dann folgt der „Praktische S dur den Harz, eingeteilt in 15 Wegeabschnitte (von Halberstadt bis - Hildesheim). Unterstüßt werden diese praktishen Angaben dur 41 leicht Tesbare Routenkarten. Hierauf folgt eine Zusammenstellung aller Harzbahnen mit entsprehenden Anf lüfsen und sämtlicher Omnibus- verbindungen im pas sowie der Fahrposten. Schließlih bringt das Buch noch als lose Beigabe eine Spezialkarte vom ganzen Harz.

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Einsendu bia find nur an die Redaktion, ilbelmstraße 32, ¿u ri<ten. Nü>sendung findet in keinem Falle stätt.

Für alle Welt. Jllustrierte Zeitschrift mit der Abteilung Erfindungen und Entde>kungen auf allen Gebieten der Naturwissen [Haften und Technik. X1IV. Jahrgang 1908. Heft 22. Jährlich 28 E à 0,40 46. Berlin W. 57, Deutsches erlagshaus Bong u. Co.

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