1908 / 141 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

A 141,

Berlin, Mittwoch, den 17. Juni

1908,

Gesundheitswesen, Tierkraukheiten und Absperrungs- maßregeln.

Uebersicht über die im Jahre 1906 in Preußen zur emtlihen Kenntnis gelangten Fälle von N En eredlngen ei Menschen dure tolle oder tollwutverdähtige Tiere.

Während des Jahres 1906 sind in Preußen bei 258 männlichen und 114 weiblihen Personen O bei 1 Person, deren Geschle<t È angegeben ist, 373 Verleßungen dur tolle oder der Tollwut diese dtige Tiere amili< bekannt geworden; jedo befinden fi< unter sen 373 Personen 3, wel@e die tollwütigen Tiere nur berührt falten, und 2, wel<e von solchen nur gele worden waren. 6 der bei Jahre 1906 festgestellten Verletzungen hatten sih bereits in den aut leßten Monaten des Vorjahres ereignet, sodaß nunmehr 374 auf das Vorjahr 1905 und nah vorläufiger Feststellung 367 das Jahr 1906 entfallen sind. 94 5208 Lbenéalter der 373 Verlezten war 9 mal ni<t angegeben, 10 (orden im Kindesalter bis zu 10 Jahren, 102 im Alter von 373 is 20 Jahren, 41 waren mehr als 50 Jahre alt. Von den näm Verletzungen sind die meisten (157) in Shlesien beobahtet, Dp lih 99 im Regierungsbezirk Breslau, 61 im Regierungsbezirk A und 18 im Regierungsbezirk Liegniß, weitere 40 Ver- Ungen kamen in Posen vor (32 im Regierungsbezirk Posen), 26 in ern E im Regierungsbezirk Köslin), 26 in Ostpreußen (20 im 55 gerungs ezirk Allenstein, 6 im Regierungsbezirk Gumbinnen), ferner Fr im Regierungsbezirk Marienwerder, 19 in Hefsen-Nafsau (davon d im Regierungsbezirk Wiesbaden), 14 im Regierungsbezirk Düssel- fe 11 im Regierungsbezirk Arnsberg, je 9 in den Regierungsbezirken oln und Merseburg, 7 im Regierungsbezirk Frankfurt, 5 im Re- und ngöbezirk Aachen, je 2 in den Regierungsbezirken Potsdam, Erfurt Hildesheim, endli je 1 in den Regierungsbezirken Stettin und

——

Koblenz. Frei geblieben sind hiernah der Landespolizeibezirk Berlin, obenjollern und 13 Regierungébezirke, nämli< 5 in der Provinz annover, 2 in Westfalen und die Regierungsbezirke Königsberg, anzig, Stralsund, Schleswig, Magdeburg, Trier.

Die 373 Verletzungen gingen von -213 Tieren aus, und zwar von 202 Hunden, 7 Kaßen, 2 Kühen und 2 Pferden; allein die 202 Hunde hatten 357 Menschen, die 7 Kaßen. hatten 12 Menschen ver- leßt. Von den 213 Tieren find 16 entlaufen, ohne daß man ihrer habhaft werden tTonnte; 37 wurden ledigli auf Grund der Krank- heitsers<einungen und der Obduktionsbefunde dur< den Tierarzt als tollwütig oder dringend tollwutverdächtig erklärt. Von 151 Tieren wurden Gehirn und verlängertes Mark in den Tollwutstationen des Instituts für Infektionskrankheiteñ oder des Hygienishen Instituts f Breslau untersucht; hierbei erwiesen fi< 131 Tiere als sicher toll- wütig, wogegen bei 20 der Tollwutverdaßt weder dur< den weis der Negrischen Körperhen, no< dur< Verimpfung von Hirnsubstanz auf Kaäninchen bestätigt werden konnte.

Von den 373 Verleßten ließen 342 die Shußimpfung nah Pafteurshem Verfahren in-Berlia oder Breslau an sih vornehmen, 11 ließen fi< an ihrem Wohnorte ärztli<h beharideln, von 20 wurde überhaupt kein Arzt zu Rate gezogen. Bei 4 der verleßten Personen fam es zum Ausbru< der Tollwut und wenige Tage därauf zum Tode, obwohl sie sih der Shußimpfung unterzogen hatten; die Krank- heit zeigte fi je 1 mal 20, 39, 64 und 84 Tage nah der Verleßung.

Zieht man nur die Personen in Betracht, welche von den 131 na< den Untersuhungen der Tollwustationen siher als tollwütig erkannten Tiere gebissen waren, so starben von 236 geimpften Per- sonen 4, also von je hundert 1,69. Im Vorjahre waren von 176 unter den gleihen Umständen Geimpften 2, d. i. 1,14 9%, gestorben.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Der Ausbru< der Maul- und Klauenseuche ist dem Kaiserlihen Gesundheitsamt gemeldet vom Swhlachtviehhofe zu Straßburg i. E. am 13. Juni 1908.

Türkei.

Der internationale Gesundheitêrat in Konstantinopel hat die für Herkünfte aus den russishen Häfen des Shwarzen Meeres R ärz tlihe Untersu<hung wieder au fs gehoben. (Vergl. „R.-Anz.* vom 13. Februar d. J., Nr. 38.)

Verkehrsanstalten.

Vom 1. August ab können Pakete jeder Art zwi Deutschland und Rußland mit Na<hnahme bis 800 i Rußland 400 Rubel) belastet werden. Die näheren Bedingungen fee é: ea Dienst werden vom Reichspostamt später bekannt gegeben

erden.

In Dume (Kamerun) ist eine Posta gentur eingerihtet worden - deren Tätigkeit sich auf die Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen sowie auf die Ausgabe von ges wöhnlichen Paketen erstre>t. :

Die Postanstalt in Otjosondu (Deutsh-Südwestafrika) nimmt am Pg enste mit den Postanstalten des Sh: A a mit Deutschland sowie am Nachnahmedienste nicht mehr teil.

R O E S S E E R E E S E E R i Qualität

Außerdem wurden 1908 3 Dur@schnitts- Am vorigen gering mittel gut Verkaufte Verkaufs- pri i Markttage ‘E Tes ü á nah ü Juni Marktort Gezahlier Preis für 1 Doppelzentner Menge wert 1 Doppel: A | s S ung vertaufi oppélzentner Tag niedrigster | höchster | niedrigster | höchster | niedrigster | höchster Doppelzentner! preis (Preis u ekannt) S E74 74 t h M H h t : Weizen. S 16, Mee E eon ot o M p 19,50 19,50 20,75 20,75 22,00 22,00 s E - z T e fe p pi S ae 20,30 20,30 20,50 20,80 12 247 20,55 20,90 12. 6. S ° Seidel». e o ao o 20,50 20,50 21,00 21,00 21,50 21,50 50 1050 21,00 21,00 12, 6. è 7 at bu n p s vex 6 a5 18,90 19,89 19,90 20,80 20,90 21,50 S z u é L Î - Hreibars Sa E s 9 021 20.40 20,60 20,70 20,90 21,00 21,40 é E S : » e s e Dee 19,50 20,00 20,50 20,50 21,09 21,50 5 S L e Glogau o ps 20,80 20,80 15 312 20,80 21,10 5, 6. é 7 Neustadt O.-S@hl. . E 20,10 20,29 20,50 20,60 20,90 21,00 60 1236 20,60 21,20 9, 6. 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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der DurWhschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen net, Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat E daß der betreffende Preis nit vorgekommen ift, ein Punkt (. ), in den lebten se<s Spalten, daß entsprechender Berit rh

Berlin, den 17. Juni 1908,

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