1908 / 150 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

i Ftalien. * Jn der Deputiertenkammer brachte gestern in der fortgeseßten Debatte über die Militärausgaben der Abg. Bissola ti, nahdem mehrere Redner zu Gunsten der Vorlage gesprochen hatten, im Namen der äußersten Linken eine Tages- ordnung ein, nah der die Kammer aus der Ueberzeugung, daß die Landesverteidigung innerhalb der Grenzen der jeßigen Kosten geregelt werden s alle neuen Kreditforderungen ür militärishe Zwecke ablehnt. | Der S Casana wies, „W. T. B.“ zufolge, in Ver- teidigung der Vorlage darauf hin, daß die Kammer in bezug auf die Fragen der Landeëverteidigung einig sei, und bat um Annahme der Vorlage. Der Ministerpräsitent Giolitti versicherte, daß der Re- gierung die Landesverteidigung über alles andere gehe unt daß er das volle Vertrauen habe, day die Kammer das, was für dieses bôdhfte Ziel notwendig sei, nit verweigern werde. Dem Antrag Bissolati gegenüber betonte Giolitti, daß die Vorlage das Ergebnis der Beratungen der Enquetekommission für die Heereseinrihtungen ei, die das volle Vertrauen der Kammer und des Landes genieße, und die die beantragten Summen für die nationale Verteidigung für unbedingt erforderli halte. Er bitte deswegen um A H Vorlage. È Die Tagesordnung Bissolati wurde darauf in nament liher Atftitmmung mit 230 gegen 18 Stimmen abgelehnt. Dann wurden sämtliche Artikel der Vorlage ohne Debatte an-

genommen. Schweiz+ : Es ationalrat hat die Verfassungsrevision, die dem Bünbe bas Recht der A ES über die Nußbar- machung der Wasserkräfte gibt, „W. T. B.“ zufolge, gestern einstimmig angenommen.

Serbien.

D abinettsfkrisis ist noch niht beendet. Die Aus- sihten Si eine friedlihe Beilegung des Konslikts haben ih, „W. T. B.“ zufolge, dadur wesentlich vermehrt, daß Svetozar Milossawliewitsch sih bereit erklärt hat, in einem Kabinett Welimirowitsh das Jnnere e übernehmen. Durch den Eintritt Milowan Milowanowitshs als Minister des Aeußern in das neue Kabinett wäre ferner der Opposition eine weitere Gewähr geboten, daß die Regierungspartei ernstlich gewillt ist, einen Systemwehsel durhzuführen. Die Jung- radikalen vertreten den Standpunkt, daß der Beweis dieses Regimewechsels nur dur neue freie Wahlen erbracht werden könne. Sie sind demgemäß nur bereit, das Jahresbudget Pl bewilligen, das Schikjal des Handelsvertrags mit Oesterreih- Ungarn wollen sie dagegen einer neu zu wählenden Skupschtina Überlassen.

Afien.

ie „St. Petersburger Telegraphenagentur“ veröffent- licht E “t éffibrlihe Schilderung der bereits bekannten Ereignisse in Persien, -in der die Hauptshuld an der Revolution dem Prinzen Z ill es Sultan, der jih des Thrones bemächtigen wollte, zugeshrieben wird. Jn bezug rit die Haltung der russishen und der englishen Regierung heißt es, „W. T. B.“ zufolge: Die russishe und die englishe Regierung haben in aufmerksamer Verfolgung des Ganges der Dinge in Teheran und von dem C ieWlgen Wunsche beseelt, die Beruhigung des Landes zu fördern, sich jeder Ein- mischung in die inneren Anacegenpetten des Landes enthalten und sich darauf beschränkt,“ eine dur den Notfall erforderliche mäßigende Einwirkung auszuüben. Daher übermittelte au! Bitten der gemäßigten Elemente des Medschlis der russische Gesandte nah Rücksprache mit dem englishen Gesandten dem Schah den Wunsh der gemäßigten Parteien nah Bei- legung des Konsflikts. Der Schah verlangte eine Garantie für die Integrität seiner Person und der Dynastie sowie Zügelung der Endshumens, die Trennung der t lativen und exekutiven Gewalt, den Oberbefehl über die Armee sowie die Auslieferung von fünf Führern der Revolution. Die Verhandlungen scheiterten an dem leßten Punkte, worauf die bekannten blutigen Ereignisse eintraten. Daraufhin wiesen der englische und der russische esandte den Schah auf die Notwendigkeit hin, Maßregeln zum Schuße der Europäer zu treffen, und erteilten ihm auch im Namen der Mäte den freundschaftlihen Rat, die Konstitution nicht auf- zuheben. Der Schah versprah au, das Medschlis zu erhalten und sicherte den Shuß der Fremden fr Die leßten Nach- richten, so s{hliezt das Communiqué, lassen eine Festigung der Stellung des Schahs erkennen.

Wie ein Londoner Blatt meldet, hat der Schah am Sonntag ein Ferman erlassen, durch das der Meditlis auf- gelöst wird und Neuwahlen für einen neuen Medschlis und Senat angeordnet werden, die der Schah binnen drei Monaten feierli zu eröffnen gedenke. Der Schah versicherte den Ver- tretern Großbritanniens und Rußlands, er beabsichtige, von den Zugeständnissen, die der frühere Schah und die er selbst dem Volke gemacht habe, nihts zurückzunehmen.

Nach Meldungen eines anderen Londoner Blattes hat der Sah gestern eine Proklamation erlassen, die Persien seit dem 92. d. M. unter Kriegszustand stellt und dem Obersten Liakhoff freie Hand gibt, mit aller Strenge gegen das Volk vorzugehen. Die Abhaltung von Versammlungen und das Waffentragen ist bei Todesstrafe untersagt. Die Geschäfte müssen ALEE gnt werden, doch ruht R A vollständig.

ehrere Abgeordnete wurden gefangen gele. :

A Ueber die Unruhen A Niederländish-Fndien liegt folgende, vom „W. T. B.“ verbreitete amtliche Meldung vor:

Eine Kaballerieabteilung is als Patrouille an die Westküste von Sumatra kommandiert worden. A Regterungsgebäude in Padang find unter militärischen Schuß gestellt. Jn Boewah is das Haus

es Steuerbeamten in Brand gesezt und die Kasse geplündert worden. in auf Patembalang geriWleter Angriff ist abgeschlagen worden. Die

Angreiter hatten 57 Tote.

Afrika.

Wie dem „W. T. B.“ gemeldet wird, ist bei den Stämmen

in der Umgegend von Fes und bei den Ánhängern El Kittanis

eine Bewegung gegen Mul ay Hafid bemerkbar. Der

Kaid Mtugi hat, einer eo Le des Admirals Berryer

Ifolge, über die ees Mulay Hafids in der Gegend von arrafesh einen großen Erfolg davongetragen.

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Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht über die gestrige Sißung des Herr Ñ befindet sich in der Zweite Betiacs L

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. 104881 Uhren). Gegen den Vo:monat hat die Einfuhr

legis- -

Ergänzung und Berichtigungen

mtlichen Wahltelegramme zusammengestellten und in Ne. 142 des „Neihs- und Stagats- Dea Sra n p Fe Ï E E der Mitglieder des Hauses der Abgeordneten v, s :

anzeigers“ veröffentlihten Uebersicht über die Se

Die E Gewählt „giolute Nane Stand a E Ps 2E Wahlbezirk haben beträgt Abge E y neten, Abgeot dieien, R us erbaltenct S e e t : überhaupt E Gegenkandidaten Gegenkandidaten Gegenkandidaten |Stimmen Ergebnis der engeren Wahl: Berlin 12" 620 311 Hoffmann Stadtverordneter in Berlin] Sozialdemokrat 313 Moabit, Wedding Dr. Runze Prediger in Berlin - freif. Volkspartei 307 (Teil westlich der Amrumer und der Torfstraße). - Berichtigungen? Breslau 4 1630 816 Strosser Major a. D. in Char-| deutshkonservativ 842 Breslau - Stadt d eue Dr. Wagner Mathematiker in Breslau | freikonservativ 842 ieschs6 ektor in Breslau Zentrum 842 x. Gürih Poser in Breslau freisinnig 480 Kapuste ehrer in Breslau do. 480 Wünsch Ba leporitents in nationalliberal 480 reslau Löbe Redakteur in Breslau Sozialdemokrat 307 Neukirch Pl in Breslau do. 307 Schüß eitungsverleger in Breslau do. 308 zjersplittert 2 Minden 1 567 284 Sültemeyer Kolon in en konservativ 330 Minden - Lübbecke : ielermann Kolon in Holsen do. 329 Rathert Schmiedemeister in Minden| freis. Volkspartei 164 Ruoff Stadtrat und Fabrikbesizer| nationalliberal 164 Behrens Gewerkschaftssekretär christlih-\ozial 44 Knapp Buchdruckereibesißzer do. 32 Buhse Arbeitersekretär Soztialdemokrat 27 Lißinger do. do. 27 zersplitteri 16.

Statistik und Volkswirtschaft.

Deutscher Außenhandel im Mai 1908.

Nach dem Maihefte 1908 der vom Kaiserlihen Statistishen Amt herausgegebenen „Monatlihen Nachweise über den auswärtigen Handel des deutschen Zollgebiets" betrug die Einfuhr im _Mai d. J. 5 250 505 Tonnen verschiedene Waren, ferner 117 160 Stück (nämli 2059 Stock Bienen, 10 086 Pferde und andere Tiere, 134 e e zugenommen. Besonders stieg die Zufuhr von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft uh und von mineralischen und fossilen Nohstoffen (Ergen). A den Mai des Vorjahres ist ein bedeutender Rückgang wahrnehmbar.

Die Ausfuhr betrug 4026 487 Tonnen verschiedene Waren, ferner 29 302 Stück (123 Stock Bienen, 522 Pferde und andere Tiere, 164 Fahrzeuge, 28 493 Uhren). Gegen den April d. I. zeigt die Aus- fuhr einen starken Aufshwung, desgleichen gegen den Mai v. F.

In den fünf Monaten Januar bis Mai 1908 erreichte die Einfuhr 23 178 430 Tonnen verschiedene Waren gegen 23 679 139 Tonnen im Vorjahre, ferner 633 663 gegen 740 098 Stück. Der Rückgang beträgt rund 500 000 Tonnen; er ist besonders stark bei Er- zeugnissen der Landwirtschaft usw., Spinnstoffen, Eisen und Eisen- Tegierungen, während bei sieben Tarifabschnitten fich eine Erhöhung gegen das T R erkennen läßt. /

Die gleichzeitige Ausfuhr machte 18139926 Tonnen ver- schiedene Waren aus gegen 17 630 943 im Vorjahr, - ferner 169 050 Stück gegen 190 694 im Vorjahr. Die Ausfuhr zeigt demnach cinen kräftigen Aufschwung von über { Million Tonnen. Er zeigt sich bei 13 von 19 Tarifabshnitten, namentli bei Erzeugnissen der Lands- wirtshaft, mineralischen und fossilen Rohstoffen (Brennstoffen), chemishen usw. Erzeugnissen, Farben und Farbwaren, Papier, Pappe und Waren daraus, Tontwaren, unedlen Metallen und Waren daraus (Esens Blei, Kupfer), Maschinen, während die Ausfuhr von Spinn- toffen und Waren daraus um über 22 000 Tonnen fiel.

Zur Arbeiterbewegung.

Der nahezu zwei Monate andauernde Streik in der Koffer- industrie Groß - Berlins ist beendet. Jn nohmaliger Ver- andlung zwischen den beiden Parteien is es endlich zu einer Ver- tändigung gekommen. Die Fabrikantenvereinigung hat, wie die „Voss. Ztg.“ mitteilt, die im Schiedsspruh feitgeseßten Lohn- erhöhungen anerkannt, während die Arbeitnehmer ihren ablehnenden Standpunkt gegen den von den Arbeitgebern verlangten Endtermin aufgaben. Die Dauer des Tarifs is damit auf 3 Jahre festgelegt, bis zum 30. Juli 1911. Am Montag soll die Arbeit wieder auf- genommen werden.

Der Schieds\pruch in den Tarifverhandlungen des rheinish- westfälishen Stukkateurgewerbes (vergl. Nr. 92 d. Bl.) bestimmt, der „Köln. Ztg.* zufolge, die Beibehaltung der bisherigen Arbeitszeit und eine Lohnerhöhung um 1 S in der Stunde für das Jahr 1909, Der Vertrag tritt am 1. Juli in Kraft.

Kunst und Wissenschaft.

Der Besuh des Kaiser Friedrih-Museums an den Montagnachmittagen; den Reinigungstagen des Museums, die seit Juni 1907 gegen ein Eintrittsgeld von 1 #6 dem - Publikum freis gegeben find, ist so überaus spärlih geblieben, daß der Vorteil für das

ublikum nicht in Betracht kommt gegen die Unzuträglichkeiten, die

ch für die Uai goareteo besonders aber für die Vorträge von Dozenten ergeben haben, für die früher der ante Montag zur Ver- fügung ftand. useumsverwaltung sieht fih daher genötigt, vom 1. Juli ab die frühere Schließung für den öffentlichen Besuch an den Montagen wieder einzuführen.

Die Königliche Akademie der. Wissenschaften in Berlin hält am Donnerstag, den 2. Juli, um 5 Uhr Nachmittags, in ihrem E E A E 122 j f F tatutenmäßige öffentliche ung zur Feier des Jahrestages ihre Stifters Leibnhz. Der Eintritt steht auch ohne besondere Ein- ladung frei.

Der Musikabteilung der hiesigen Königlichen Bibliothek ist gestern eine überaus wertvolle Zuwendung übergeben worden. Der Geheime Kommerzienrat Ernst von Mendelssohn-Bartholdy bésaß eine von seinem Vater D dem Bruder Felix R Bartholdys, herrührende, erlesene Sammlung von Handschristen Bachs, Haydns, Mozarts und Beethovens. Diese wertvolle Sammlung hat Herr von Mendelssohn-Bartholdy Seiner Majestät dem Kaiser und König als Stiftung übereignet, und“ Seine Majestät hat deren dauernde Aufbewahrung in der Könlg- - lien Bibliothek verfügt. Gestern fand, wie die „Voss. Ztg." berichtet, die Ueber abe der Sammlung in“ der Musik- teilung der Königlichen Bibliothek, Behrenstraße 42, statt, und

war in Gegenwart des Stifters sowie des Wirklichen Geheimen Ober- regierungsrats Dr. Schmidt, des Generaldirekiors der Königlichen Bibliothek, Wirklichen Geheimen O herregterang es Professors Dr.

Direktors dieser Bibliothek, Geheimen Re- S De le Shwenke und des Oberbibliothekars, Pro-

fessors Dr. Kopfermann. Nah freundliGen Worten des Herrn von Mendelssohn gab der Generaldirektor Dr. Harnack der Freude und dem Danke des Instituts Ausdruck unter besonderer Beziehung auf die großen Verdienste, die sich die Familie von - Mendelsfohn-Bartholdy um die Bildungs- und Kunstgeschihte Berlins erworben hat. Diesem Dank {loß ih der Direktor Dr. Kopfer- mann, in dessen Obhut die Säße übergehen, unter Hinweis auf die Bedeutung dieser Handschriften im Rahmen der in der Abteilung hon vorhandenen wertvollen Bestände an. Den Hauptinhalt der Samm- lung bilden : eine Kantate und ein Heft Choralvorspiele von Bach, vier Sinfonien, eine Konzertante für Violine und eine Messe von Haydn, die ganze Partitur der „Entführung® von Mozart Le ein Skizzenbu des jugendlihen Meislers, endlih die herrlihen Beethoveniana; dre Sinsonien, die vierte, fünfte O und siebente in vollständigen eigenhändigen Partituren, ebenso das Septett Op. 20, das C-Dur- Quintett Op. 29, das große B-Dur-Trio Op. 97, sechs Streichquartette (F-Dur. Op. 59, 1, Es-Dur Op. 74, Es-Dur Op. 127, B-Durc Op. 130, Cis-Moll Op. 131, A-Moll Op. 132), von denen drei voll- ständig. vorliegen; endlih vom „Fidelio® die Ouvertüre (E-Dur), das erste und zweite Finale und ein umfangreihes, hochinteressantes Skizzenbuh. Dieser großen Schenkung fügte Geheimrat von: Mendelssohn als Zugabe noch eine weitere Kostbarkeit hinzu: die Orlginalniederschrift des Violinkonzerts seines Onkels Felix Mendels- sohn-Bartholdy.

Der Deutsche Werkbund, dessen Ziel die Veredelung dex ewerblihen Arbeit im Zusammenwirken von Kunst, Industrie und- Bader ist, wird am 11. und 12. Juli in München eine Tagung. abhalten. Es werden sprehen der Professor Theodor Fischer- Stuttgart, der Vorsißende des Deutshen Werkbundes, und der Direktor Gerecke von der Delmenhorster E „Anker- marke“. ür die - Diskussion haben ihre Mitwirkung zugesagt der Vorsißende des Verbandes deutscher Kunstgewerbevereine, Geheime Regierungsrat Dr. Ing. Herm. Muthestus-Berlin und der Vorsigende der „Münchener Vereinigung für angewandte Kunit*, Professor Richard Riemerschmid-München. Außerdem wird

noch eine Reihe von namhaften Künstlern, Gewerbetreibenden, Nationalökonowmen und Kunstverständigen zu Worte kommen. ür den zweiten Tag, 12. Juli, ist eine geschlossenè Versammlung der Mit-

lieder des Deutshen Werkbundes vorgesehen, in der neben den inneren

Tegen ee vor allem die Detaniiuag des gewerblichen Nachwuchses im Kunstgewerbe beraten werden soll. Die Referate haben übernommen Dr. Dohrn-Dreöden, Hofrat Bruckmann i. Fa. Bruckmann u. Söhne-Heilhronn, und der Professor Rudolf Bosselt- Düsseldorf. Die öffentliche Versammlung findet in der großen Bierwirtschaft der Ausstellung München 1908 am 11. Juli 10t Uhr, die geschlossene Versammlung in der Alten Schießstätte neben dem Ausstellungsplaß - statt. Weitere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle des Bundes, Dresden, Blasewißzer Str. 17.

Theater und Musik.

Das Neue Königliche Operntheater (Direktion Hermann Gura) beginnt seine Sommerspielzeit am 1. Juli mit der Oper „Lohengrin“, Als zweite Vorstellung am 2. Juki wird „Don Juan“ in Szene gehen. Der Billettvorverkauf findet von morgen ab am Scalter T des Königlichen Opernhauses von 104 bis 1 Uhr tägli

statt, Es wird ein Aufgeld von 50 S für jeden Sißplaß zum Preise 4 L é und darüber und von 25 H für jeden Sigplay unter 3 46 erhoben.

Im Neuen Swhauspielhause führt das Ensemble des L A in Hamburg allabendlich die Operette „Die Dollar- prinzessin“ auf.

Im Berliner Theater geht an allen Tagen der kommenden Wote die Komödie „NRaffles*“ in Szene. :

Im Lessingtheater finden vor den Ferien nur noch drei Vorstellungen vom „Raub der Sabinerinnen®, morgen, Montag und Dienstag statt. Abonnemzntsbestellungen für die 40 Donnerstags- vorstellungen der kommenden Spielzeit werden werktäglih im Theater- bureau entgegengenommen.{z

n der Morwiz-Oper im Schillertheater O. wird morgen nachmittag bei halben Preisen „Die Afrikanerin“, Abends sowie am Montag, Donnerstag und Sonnabend „König für einen Tag" (Si j'étais roi) aufgeführt. Am Dienstag geht „Carmen“®, am Mittwoh „Der Wildshühß*, Freitag und näthsten Sonntagnahhmittag „Der Waffenschmied*, Abends „Die Jüdin“ in Szene.

Im Sghillertheater Charlottenburg wird am Sonntag-

nahmittag „Das vierte Gebot*, Abends „Der Herr Ministerial- direktor“ gegeben. Am Montag kommt „Das Opferlamm*, am Dienstag, als leßte Vorstellung in dieser Spielzeit, „Der Herr- Ministerialdirektor* zur Aufführung. *_ Die Komische Oper {ließt ihre diesjährige Spielzeit“ am- Dienstag mit einer ANMbEAds der Oper „Ttiefland“. Am Sonntag verabschiedet sich Jean Nadolovith als José in der Oper „Carmen“, ebenso tritt Carl Pfann am Montag als Hoffmann zum leßten Male in der Komischen Oper auf. s:

Im Neuen Theater (Sommerspielzeit, Direktion Woldemar Runge) findet am Donnerstag, den 2. Juli, die Erstaufführung von Nestroys dretaktiger Posse mit Gesang „Der Zerrissene® statt. Am Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch geht noh „Schöps" unt: eNâchte im Hampton: Club“ in Szene.