1908 / 156 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Schweiz. Der Bundesrat hat den Wortlaut der An! Die deutsche Note, betreffend das Schieds gerichtin der Mehl- geinfuhrfrage, wie er von der Delegation des Bundesrats und dem Handelsdepartement vorbereitet war, na einer Mel- dung des „W. T. B.“, genehmigt. Der Bundesrat hält im

allgemeinen den in der ersten Note auseinandergeseßten Stand- punkt aufreht.

Antwortnote auf

Niederlande.

Die Zweite Kammer hat gestern, wie das „W. T. B.“ meldet, den Gesehentwurf, betreffend Einführung der Brit von Amsterdam als geseblihe Zelt, angenommen.

uf eine Anfrage des Abg. Patyn,- betreffend die Unter- handlungen mit ‘dem Auslande über die Erhöhung des Einfuhrzolls für Weine na Indien, erwiderte der Minister des Aeußern, die Unterhandlungen seien wieder auf- genommen worden, jedoh no< niht zum Abschluß gelangt. Belgien.

Die Deputiertenkammer seßte gestern die Debatte über die Angliederung des Congostaats fort.

Nah dem Bezuicht des „W. T. B.* erklärte der Justizminister Renkin, daß Belgien sh den Staat angliedern und ihn na< eigenem Ermessen organifieren werde. Die Regierung gebe 1, daß Mißbräute vorgekommen sein, do sei dies um so mehr Grund, den Tongo zu übernehmen; Reformen könnten aber niht obne ein Ueber- gangsstadium durchgeführt werden. Darauf silderte der Minister Sie Vorzüge einer einsihisvollen und intensiven Kulturarbeit. Einen diplomatischen Konflikt mit England stellte er in Abrede.

Afien.

Seit der Erklärung des Kriegszustandes am 24. vorigen Monats ist in Teheran nicht ein einziger Raubüberfall mehr vorgekommen. Das Vorgehen des russischen Obersten Linkhoff hat, wie das „Reutersche Bureau“ meldet, eine ausgezeichnete Wirkung, und alle Teile des Publikums zollen der guten Haltung der Truppen Anerkennung. Es herrs<ht Ruhe und Ordnung in der Stadt. Die Proflamation des Schahs über die im Oktober statifindenden Wahlen ift gestern ver- offentliht worden. S

Ueber die Lage in Täbris liegen heute folgende Depeschen der „St. Petersburger Telegraphenagentur“ vor:

Täbris, 3. Juli. Nachdem die Bevölkerung des Stadtteils Hiaban zum Zeichen, daß sie si< ergeben wolle, die weiße Flagge gehißt hatte, zerstörten gestern Kosaken gemeinsam mit dem Pöbel und dea Reaktionären einen Bazar mit mehreren hundert Läden. Das benußten die Revolutionäre dazu, die Be- völkerung dur< Hornjignale zur Selbstverteidigung aufzurufen. Sie rifsen die weiße Flagae herunter und erseßten sie durch eine rote. Es wurden von neuem Barrikaden erri<tet. Morgens versu<ien Reiter im Auftrage der Regierung, die Kaufleute zur Oeffnung ihrer Läden zu berbegen. Aus Furcht vor Plünderung wurde dies j do< abgel-hnt. Die Ruffen bingen Nationalflaggen aus, ebenso die übrigen Europäer. Infolge Brotmangels gestaltet sich die Lage immer {wie iger.

Täbris, 3. Juli. Reiter Shudshai Nisams, des Gouverneurs von Miranda, der jum Stadthauptmann von Täbris ernannt worden ist, zerstörten das Endshumengebtäute. Der Fidaianführer Satarkhan organisierte eine Bande, um energishen Widerstand zu leisten.

T äbris, 4. Juli. Das Konfularkorps richtete an den Gouver- neur von Aserbeidsban einz Kollektivnote, in der gegen das andauernde Raubwesen protestiert, auf die unfabrbaren Wege und die Grd pes der Kornvorräte hingewiesen und die Bitte au8gespro@en wird, da die Zufuhr gesichert und die Sicherheit der Europäer garantiert werde.

Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ ist das japanische Kabinett gestern zurü>getreten.

Afrika. s des Generals d’Amade von seiner

Auf die Meldun 3 Azemur, die er mit

vorübergehenden Beseßung von dem Verhalten der Bevölkerung dieser Stadt begründete, als er mit - einem Expeditionskorps die Verbindung zwishen dem Schaujagebiet und Mazagan sicher - stellen wollte, hat die französishe Regierung Veranlassung genommen, den General auf seine Instruktionen hinzuweisen. Sie bringt, der „Agence Havas“ zufolge, hierbei zum Ausdru>, daß die Instruktionen ihm nicht erlaubt hätten, den Um er Rebia zu überschreiten. Es genüge auh niht, wenn er seine Truppen aus Azemur wieder zurücziehe, sondern er hätte fih gleih aus der näheren Umgegend der Stadt zu entfernen und sih bis zu seiner Operationsbasis zurü zu begeben. Die Regierung hat außerdem die Jnstruktionen des Generals erneuert und ihm wiederholt, daß er si in den wirklichen Grenzen seines Offu- pationégebiets zu halten habe, ohne si<_ hinreißen zu lassen, Punkte, die ihm als äußerste Grenze für seine Operationen bezeichnet worden seien, zu überschreiten. L

Wie das „W. T. B.“ meldet, bilden vershiedene Stämme im Schaujagebiet Abteilungen, die den Sultan Abdul Asis bei seinem Zuge nah Marrakesh begleiten sollen.

- Statistik und Volkswirtschaft.

S Zur Arbeiterbewegung. E er Sizung der S{lichtungekommission für die Wäsche- R A L S am Donnerétagabend im Berliner ecdeoecin stattfand, wurde, wie dic „Vefs. Ztg.“ mitteilt, von den Abi E erklärt, daß die Vereinigurg der Wäschefabrikanten zum us eines neuen Tarifvertrages bereit sei, wenn dieser Vertrag s, fünf Jahre Dauer statt ter bisherigen dreijährigen Dau a séhearbeit werde. Die Vertreter des Verbandes der Schreider und Wa E E crflärten, daß sie zu diesem Vorschlag erst Stellung es ee wenn die weiteren Vorschläge der Arbeit- geber für E “neuerung vorliegen. Die Parteien wählten es tes Li Tariss el a pin 21. Auli in die sachliche ra f nireten soll. Der Tarif Bee die Kofferindustrie, der am 65. Juni zwis t iPe8 Et por Arbeitgeberorganisation und der Verbände der Satlle e S c und <yristlichen Lederarbeiter ver- einbart wurde, Ul, e Don cfcnill e zufolge, nunmehr in einer Ver- sammlung der in A beiterina tes Es Ledergalanteriebranhe be- {{äftizten Arbeiter und K en mit großer Mehrheit angenommen

worden. ttin ind, [aut Meldun der „K . i Sue ellen i einen Aubfiand -fngelreene fe fortern E:

SGhmiedegesellen in einen böbung des ohnes und Verkürzung der Arbeitezeit. Die Shmiede-

meister stehen den Forderungen biéher ablehnend gegenüber und be- traten die ausständishen Gesellen a!s kontraktbrüchig, da fie die Arbeit obne Einhaltung der Kündigungsfrist niedergelegt und au< Feine Einigung dur den Gesellenaus\huß versuWt haben.

360 Arbeiter der Kammgarnspinnerei La Vervistoise in Verviers haben gestern die Arbeit eingeftellt, weil die Direktion fünf von E ungenügender Leiflungen entlafsen hatte. Die Fabrik wurde ges{lofsen.

In azn hat eine Versammlung bon 133 Abgesandten der Landarbeiter aus der Provinz einstimmig die Fortseßung des Agrarstreiks beshlofsen.

Kunst und Wissenschaft.

Die Königliche Akademie der Wissenschaften hielt am Donnerstag, den 2. Juli, Nachmittags 5 Uhr, statutengemäß ihre öffentlihe Sißung zur Feier des Jahrestages ihres Stifters Leibniz, welcher der vorgeordnete Minister der geistlihen usw. An- gelegenheiten Dr. Holle beiwohnte. Auch das Ehrenmitglied der Akademie, der Staatsminister Dr. von Studt und der Botschafter der Vereinigten Staalen von Amerika, Hill nahmen an der Sißung teil. Den Vorsiy der be- ftändige Sekretar der philosophis<-historis<en Klasse, Geheimer Regierungérat, Professor Dr. Diels, der die Sißung mit einer kurzen Ansprahe eröffnete. Darauf hielten die beiden seit der Leibniz - Sihung 1907 neu eingetretenen Mit- glieder Professor Dr. Heusler und Geheimer Bergrat, Professor Dr. Rubens ihre Antrittêreden, die von dem beständigen Sekretar der philosophis{-bistoris<hen Klasse, Geheimen Regierungsrat, Professor Dr. Vahlen und dem beständigen Sekretar der physikalis<h- mathematis@en Klasse, Geheimen Oberregierungérat, Professor Dr. Auwers beantwortet wurden. Daran gens fich Gedächtnisreden auf Adolf Kirchhoff von dem Geheimen Regierungsrat, Professor Dr. von Wilamowiß-Moellendorff, auf Eduard Zeller von dem Vorsißzenden. Sühließlich wurde über Preisangelegen- heiten das folgende mitgeteilt:

Akademishe Preisaufgaabe für 1908 aus dem Gebiete der Philosophie.

Im Jahre 1898 hatte die Akademie für das Jahr 1901 eine Preisaufgabe gestellt, in welcher eine Darstellung des Systems von Leibniz gewünscht wurde, und diese Aufgabe, da sie nur eine teilweise Lösung gefunden hatte, dann für 1905 erneuert. In diesem Jahre fand sie keine Bewerbung, und die Akademie \{rieb folgende ver-

änderte Preisaufgabe aus: Í „Es soll untersu<ht werden, was über die Abhängigkeit der Meta- physik Leibnizens von seiner Logik mit Sicherheit aus den vorhandenen

gedru>ten Quellen si ergibt; auf Ungedru>tes zurü>zugehen, wird

nit gefordert.“

Bewerbungsschriften, die bis zum 31. Dezember 1907 erwartet wurden, find jedo< nit eingegangen, und die Akademie hat nunmehr von ihrer Befugnis Gebrauh gema<t, dem Verfasser einer in das Gebiet der gestellten Preisaufgabe eins<lagenden, innerhalb des Zeit- raums 1905—1908 veröffentlihten Schrift oder dem Urheber einer in der gleihen Zeit ausgeführten wissens<aftli< hervorragenden Arbeit die Preissumme als Chrengabe zu überweisen. Ste erkennt den au8geseßten Betrag von fünftausend Mark zu gleiWen Teilen den Herren Dr. Willy Kabiß in Breslau und Dr. Paul Ritter in Berlin für ihre Arbeit an dem kritischen Katalog der Leibniz-Handschriften zu, der für die in Angriff genommene interakademische Leibniz-Ausgabe hergestellt worden ist.

Preisausschreiben aus dem Cotheniusshen Legat.

Die Akademie schreibt folgende Preisaufgabe aus dem Cothentus- {hen Legat aus:

„Der Entwi>lungsgang einer oder einiger Ustilagineen soll mög- li lü>enlos verfolgt und dargestellt werden, wobei besonders auf die Ueberwinterung der Sporen und Mycelien Rü>ksicht zu nehmen ist. Wenn irgend mögli, sind der Abhandlung Präparate, welche die Frage entscheiden, beizulegen.“ _

Der ausgesetzte Preis beträgt zweitausend Mark.

Die Bewerbungsschristen können in deutscher, lateinischer, fran- zösiser, englischer oder italienisher Sprache abgefaßt sein. Shriften, die in störenter Weise unleferlih geschrieben find, können dur<h Be- {luß der zuständigen Klafse ven der Bewerbung ausges{<lofsen werden.

Jede Bewerbungsschrift ist mitgeinem Spruchwort zu bezeichnen, und dieses auf einem bzizufügenden versiegelten, innerlih den Namen und die Adresse des Verfassers angebenden Zettel äußerli<h zu wieder- holen. Schriften, wel<he den Namen des Verfassers - nennen oder deutli ergeben, werden von der Bewerbung ausges<lofsen. Zurü>- ziehung einer eingelieferten Preis\crift ist nit gestattet.

Die Bewerbungsschriften sind bis zum 31. Dezember 1910 im Bureau der Akademie, Berlin W. 35, Potsdamer Straße 120, einzus liefern. Die Verkündigung des Urteils erfolgt in der Leibniz-Stihung

des Jahres 1911.

Sämtliche bei der Akademie zum Behuf der Preisbewerbung eins gegangene Arbeiten nebst den dazu gehörigen Zeiteln werden ein Jahr lang von dem Tage der Urteilsverkündigung ab von ter Akademie für die Verfasser aufbewahrt. Nach Ablauf der bezeichneten Frist steht

es der Akademie frei, die niht abgeforderten Schriften und Zettel zu

vernichten. Preis der Diez-Stiftung.

Der Vorstand der Diez-Stifiung hat beshlofsen, den aus der Stiftung im Jahre 1908 zu vergebenden Preis im Betrage von 1900 4 Herrn Jules Gillióron, directeur adjoint an der École des hautes études in Paris, als Verfaffer des Atlas linguistique de la France zuzuerkennen.

Stipendium der Eduard Gerhard-Stiftung.

Das Stipendium der Eduard Gerhard-Stiftung war in der Leibniz-Situng des Jahres 1907 für das laufende Jahr mit dem Be- trage von 2500 # ausgeschrieben. Diese Summe is Herrn Professor Dr. Alfred Brü>ner in Berlin-Schöneberg zur Herausgabe seiner im Fahre 1907 mit Unterstüzung aus den Mitteln der Eduard Gerhard- Stiftung an der Agia Triada zu Athen vorgenommenen Ausgrabungen zuerkannt worden.

Für das Jahr 1909 wird das Stipendium mit dem Betrage von 2400 6 auszes<rieben. Bewerbungen find vor dem 1. Januar 1909 der Akademie einzureichen.

Nach $ 4 des Statuts der Stiftung is zur Bewerbung erfor-

ih:

1) Nahweis der Reichéangebörigkeit des Bewerbers;

9) Angabe eines von dem Petenten beabsichtigten, dur< Reisen bedingten arhäologis<en Planes, wobei der Kreis der arhäologis<hen Wissenschaft in demfelben Sinn verstanden und anzuwenden ift, wie dies bei dem von dem Testator begründeten Archäologischen Institut geschieht. Die Angabe des lanes muß verbunden sein mit einem ungefähren, sowohl die Reisegelder wie die weiteren Ausführungs- arbeiten einshließenden Kostenans>lag. Falls der Petent für die Publikation der von ihm beobsihtigten Arbeiten Zuschuß erforderli erahtet, so hat er den vorautsihtli<hen Betrag in den Kostenansclag aufzunehmen, eventuell nah ungefährem UeberGlag dafür cine ange- mefsene Summe in denselben einzustellen. -

Gesue, die auf die Modalitäten und die Kosten der Veröffent» lihung der beabsihtiglen Forshungen ni<t eingehen, bleiben Se tian Ferner hat der Petent sh in seinem Gesu zu

en:

1) vor dem 31. Dezember des auf das Jahr der Verleihun folgenden Jabres über den Stand der betreffenden Arbeit' sowie na Fe Arbeit über deren Verlauf und Ergebnis an die Akademie ju en;

2) falls er während des Genufses des Stipendiums an einem

ilientage L: April) in Rom verweilen sollte, in der öffentli

igung des Deutschen Instituts, sofern dies gewünsht wird, auf sein Unternehmen bezügli<en Vortrag zu halten;

3) jede dur dieses Stipendium geförderte R auf dem Titel zu bezeichnen als Herausgegeben mit eihilfe des Eduard Gerhard-Stipendiums der Königlichen Akademie der Wissenschaften; Bde Cremplare jeder derartigen Publikation der Akademie einzureien.

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Bei der Königlichen Landwirtshaftlihen Hohshule zu Berlin find für die auf das Studienjahr 1907/8 P erlgricaenen 5 Preisaufgaben 4 Bearbritungen eingegangen, die sämtlih mit einem vollen Preise von je 150 #4 au! ezeihnet werden konnten. Die Verfasser der Arbeiten sind die Studierenden der Landwirtschaft Rudi Lumblatt und Wilhelm Bohne in Groß.-Lichterfelde,

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August Locher in Berlin und der frühere Studterende der Ge: und Kulturtehnik Friß Brauneis in Posen. Ge dass Für das Studtenjahr 1908/09 nd wiederum 5 Pretss aufgaben gestellt und zwar je eine aus dem Gebiete der Landwirt- saft, Chemie, Mineralogie und Geologie, Geodäsie und der land- wirtsastli<-te<nis<en Wissenschaften. Zur Bewerbung um die aus- geseßten Preise von je 150 6 sind nur die als ordentliche Hörer immatrikulierten Studierenden der N L Hochsule bere<tigt. Die Arbeiten sind bis zum 1. April 1909 einzusenden.

Fund eines O Nen Golds<hmud>s auf Fünen. Wie die „Berl. Tidende“ mitteilt, ist jüngst im Dorfe Alless auf Fünen ein seltener Golds<mu> gefunden, der dem dänischen National- museum in Kopenhagen übersandt worden ist, Er besteht aus einer runden, beinahe medaillonförmigen Goldscheibe, hat 4 cm im Durchmesser und ist auf beiden Seiten geprägt. Auf der Vorderseite feht man das Brustbild eines byzantinischen Kaisers mit diadem- Een Kopfe und mit einem faltenreichen Mantel angetan, der über er reten Schulter mit einer großen Spange jusammengehalten wird. Die Umschrift lautet: FL (avius) JVL (ius) CONSTANTIJVS mit der Hinzufügung PERPET (uus) AVG (ustus). Das Bild stellt also den E Kaiser Constantius Il. dar, der von 324 bis 361 regierte. Auf der anderen Seite sieht man eine rei drapterte Frauengeftalt, auf einem ho<hlehnigen Thronftuhl sißend und mit einem Fuße gestüßt auf den Steven eines Kriegs\hiffes; in der linken Hand hält sie ein Szepter, in der re<ten eine geflügelte Viktoria mit einem Siegeskranz in der ausgestre>ten Hand. Auch diese Seite hat eine Umschrift: &LORIA ROMANORVM. Die Frauengestalt ift eine Personifizierung von Konstantinopel, die der im Westen allgemeinen Personifizierung von Roma entspriht. Endlich jau A Buchstaben SMANT, daß der Shmu> in Antiochia auszeführt ist. Nande aus geht eine dreiseitiae, di>e Platte in gekörnter Arbeit, die S t oben auf dzn S<hmu> selbst na< dessen Ausführung aufgelegt worden war; die Platte geht hinunter bis über einen Teil des Kopfes des Kaiserbildes und diente zum Festhalten der Dese, E L ERA E dieser Art in den G Wo die Goldstüc>ke dieser Art in den Grenzgegenden des Römerreiches vorkommen, haben sie eine solhe Dese, was beweist, daß es Smd stü>e waren, bestimmt zum Tragen. selten, während einige ähnlicze aus Ungarn bekannt sind.

nd Geschenke oder Auszeihnungen der Kaiser, die bei feter- ien Veranlafsungen (eaten wurden. Wahrscheinli<h sind die Exemplare, die außerhalb der rômischen Linder gefunden wurden, den gotishen Fürsten oder den anderen Häuptlingen barbarischer Nölker verliehen worden, mit denen die Römer in Verbindung traten. Man weiß, daß so etwas stattfand. Die obengenannte Oese, die ursprüngli zu dem Schmuke gehörte, ist nicht zufällig verloren ge- gangen, fondern man sieht deutli, daß sie nebst einem Teil der dreie>igen Platte, woran sie getragen wurde, dur< einen scharfen Sgniit entfernt worden ist. Auf seinem Wege von den römischen Gren¡ländern hat also der Shmu>k einem anderen Zwe>k dienen müssen, als dem, wofür er- ursprünglich bestimmt war. Der S<mu> ist ein wenig verbeult, aber im ganzen wohl erhalten. Die Figuren und Buchstaben sind, troß ihrer späten Entstehungszeit, \hôn aus- geführt und zeigen noh den Abglanz der Kunst der klassischen Zeit. Sein Goldgewicht beträgt 20,55 g und der Metallwert 48 Kronen.

Literatur.

Von allen Philosophen hat Arthur S<Wopenhauer wohl unter ven Laten den größten Leserkreis gefunden. Seine klare und glänzende Sghreibweise erleichtert das Verständnis seiner Schriften au) dem in philosophishem Denken Ungeübten, hat aber oft ‘genug nur eine Sllusion des Verstehens zur Folge. Allen, die tiefer in Schopenhauers Gedankenwelt eindringen wollen, sei eine kleine Schrift des Privatdozenten der Philosophie an der Universität

Ein erhöhter Rand umgibt den Shmu>. Von diesem

getragen wurde. Die Oese felbst mangelt jeßt. -

In Nordeuropa sind sie e s s

Königsberg Dr. Arnold Kowalewski „Arthur Schopen- . hauer und seine Weltanshauung*“ (Verlag von Carl Marhold in Hall empfohlen. Sie werden in

ea S;

dem Verfasser einen L iden Führer finden. Anregung zu der - Strift gaben - eine Neibe von Schopenhauer- Vorlesungen, die Dr. Kowalewski jüngst an der Köaigsberger Universität gehalten hat. Das Buch bietet nah einer biographishen Einleitung eine Darstellung der

uptlehren des Philosophen und deren kritis<e Beleuchtung. Aus- einanderseßungen mit der Literatur über Schopenhauer sind absihtlih beiseite gelaffen. Die Werke Swopenhauers find nach der bekannten, S Ausgabe von Grisebach,

, zitiert.

halle“ (Verlag der Verlagsanstalt Vaterland in Berlin; jede Lieferung 24) enthält unter anderm eine Studie von dem Universitäts: profefsor Dr. Georg Kaufmann über Kaiser j andere von dem Herausgeber Archivrat, Professor Dr. von Pflugk-

über Canofsa. Eine gute \{<müd>t die Lieferung.

Die vor nit langer Zeit vom Verein zur Förderung des Fremde: verkehrs in e und im Bayerishen Hochland an die Oeffentlichkeit gebrachte Neliefkarte vom Bayerischen o<- land, die der Münchener Panoramamaler Professor M. Z- iemer hergestellt hat, hat einen außerordentlihen Anklang gefunden. Die ganie Auflage in Höhe von 35 000 Exemplaren ilt E kaum vier

ochen vergriffen. Der Münchener Fremdenverkehrsverein hat nun die Karte in neuer Auflage erscheinen lassen, aber nit mehr in dèm bis- herigen Format, sondern in erheblich größerem Maßstabe, wo- dur< die Vorzüge tes Kartenwerkes: plastische Klarheit der Ta Uebersichtlihkeit über das ganze Gebiet und <harakte- ristishe Darstellung aller Einzelheiten no< mehr hervortreten. Troy der erheblihen Vergrößerung des Maßstabes ist der Preis der ganzen Karte von 1 #& nur auf 1,25 6 erhöht worden, Angesichts der be- vorstehenden Reise- und Ferienzeit kann die Reliefkarte vom Baye- rishen Hochland, die für Reisen ins bayeris<e Gebirge, für Bergsteiger und Touristen sehr brauchbar ist, warm empfohlen werden." Die Karte ist vom Münchener rembenverkehr8verein, vom Verlag Carl Gerber, G. m. b. H., München, und von allen Bu<handlungen zu beziehen. aedekers bekannter Führer ‘dur< Nordostdeutshland liegt in ergänzter und erweiterter 29. Auflage vor. Das Buch unter- ritet in zuverlässiger Weise über das östliche Deutschland von der Elbe und der Westgrenze Sachsens ab sowie über Dänemark Es ist mit 42 Karten und 78 Plänen versehen und in einzelne Teile

zerlegbar. Verkehrsaustalten.

In Venezuela sind Bü@her- und Warenproben- sendungen, die irgend einen Handelswert und zur Einführung mit der Briespost nit uugela d pee

f entgegen dem - Verbote mit der Briespost nah Venezuela,

verfallen sie na< den dort bestehenden geseßlihen Vor- N der Beschlagnahme. Es wird s empfoblen, erartige Gegenstände in Bospateten abzusenden. Die einzigen Dru>- sabe die in Venezuela der Verzollung nit unterliegen und die mit er Briefpost eingeführt werden dürfen, find Zeitungen, Kataloge aus-

ländisher Geshästsunternehmungen und ungebundene Bücher über

- Kunst oder Gewerbe.

Theater und Musik.

ide S Königliches Operntheater. G9 nter dér Direktion Hermann Gura ging gestern als tritte Gasle vorstellung Bizets ene in Steno. a kann unbedenklih von einer befriedigenden Gesamtvorstellung gesprohen werden; mit geringen Ausnahmen fanden nicht nur dié führenden Rollen gute Ver- eter, sondern au die Besezung der Nebenpartien konnte zumeist ge- nügen. Frau Meßger sang die Titelrolle mit gewohnter Meisters

arttun Wiedergabe des Schnorr von - Éarolsfldschen Gemäldes „Friedri Barbarossas Einzug s Mailand“ ¿

die b:i Reclam erschienen Die 7. Ueferuna des Prachtwerkes „Deutsche Gedenk- ,

Heinrich 111. und eine *

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