1908 / 179 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Unter den Forderungen bezüglih der Arbeitszeit ist diejenige, wel<he a „Verkürzung der bisherigen Arbeitszeit“ abzielte, am häufigsten gestellt worden, nämli in 532 Streikfällen mit 69 150 Skretlenpen) „Verkürzung der Arbeitszeit am Sonnabend und vor hohen Fest uen

wurde in 71 Fällen von 8454 Arbeitern erstrebt. Untér Ba [peln Forderungen ragte die der „Wiederanstellung entlassener Ar cue B allen übrigen weit hervor; sie wurde in 317 Streikfällen von 020 Arbeitern erhoben. In 133 Streikfällen forderten a 2 S “Einführung von Lohntarifen“ und_in 121 Fällen L L Ar E

„Abänderung von Lohntarifen“. Die F er chr "l n bezw. Nichteinstellung von nictorganisierten Arbeitern fühn e U is Streikfällen, vertreten dur< 2568 Arbeiter. Erwähnt wir e A

Forderung der „Abschaffung bezw- Nichteinführung der Akkordarbeik , die in 51 Streikfällen von 5741 Arbeitern erdoben worden ist.

Von den 2266 Streiks hatten 373 = 16,5 9/0 vollen Gcfolg,

‘Hei 930 = 41,0 %/0 wurden die Forderurae der Streikenden teilwe|

erfüllt, = 42,5 9/0 blieben ohne Erfolg. Am vollen Grfolg

A e 192 430 Streikenden 19 326 = 10,0 o, ans D

Erfolg bezügli eines Teils der orderungen 101 798 N 0

teil ; keinen Erfolg hatten 71 306 Arbeiter = 37,1 /o. In den legten

5 Sahren nahmen die S folgenden Ausgang : r

e À iee S

teilweise kein voller Teitwe se fein

En E Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg

1903 . . 21,8 32,3 45,9 16,3 45,8 37,9 1904. . 24,0 36,8 39,2 14,6 54,9 30,5 1905 . . 22,0 40,4 37,6 6,L 30,0 828 1906 . . 18,4 45,0 36,6 12,0 65,0 A 1907 . 16,5 41,0 42,9 10,0 52,9 265

Jim Verlauf der Jahre ist die Zahl der Streiks mit vollem Erfolg

: ten der dur< Vergleiche beendeten zurü>gegangen. ummer mebr wu Ee nah der Zahl der Fälle und der dabei beteiligten

ü ben im Arbeiter seit 1903 von Fahr zu Jahr zurü>gegangen waren, ha der eine Vermehrung erfahren. Jahre 1907 n im Berichtsjahre beendeten Streiks, die dei Sir teen vollen Erfolg brachten, befanden fh 341 (= 91,4 9/0) ngrif sireits mit 17 911 Auslindigen in Ln n 37 Betrieben Vollen Abwehrstreiks mi usftän y i 3hung des Arbeitslohns hatten Gs E hinsublid der Li mit 11 717 Streikenden in

von den erfolgreihen Angri den erfolgreichen Ahwehrstreiks 3 mit O: E in "3 Betrieben, zusammen also 249 Streiks

den in 1188 Betrieben. Unter den Streiks, E E S FoTuT9s verliefen, wurden 907 (= 94,2 9/0) Angriffstreiks mit 67 356 Streikenden in 2777 Betrieben und 56 is 5,8 9/0) Abwehrstreiks mit 3950 Streikenden in 93 Betrieben gezähl! Zu den Streiks, bei denen die Streikenden bezügli eines Teils ihrer Forderungen Erfolg hatten, gebörten im Berichts- jahre 898 (= 96,6 9/0) Angriffstreiks mit 95 467 Streikenden in B29 Betrieben und 32 (= 3,4 ?/o) Ahwehrstreiks mit 6331 Streikenden

Von den Angriff streiks mit teilweisem Grorg a

m n b f Streiks Streikenden Betrieben g. vollen Erfolg in bezug au Erböhung ves Arens anes ; 41 4 350 1023, b. teilweisen Grfolg in bezug au R des Arbeitslohnes . 559 43 269 3 329, c. vollen Erfolg in bezug auf

Erhöhung des Arbeitslohnes

und vollen oder teilweisen Er-

folg in bezug auf Verkürzung der Arbeitszeit. . + + * -+ 4. teilweisen Grfolg in bezug auf Erhöhung des Arbeitslohnes und vollen oder teilweisen Er- folg in bezug auf Verkürzung der Arbeitszeit. - - +-+ - 6. vollen oder teilweisen Erfolg in bezug auf Verkürzung der

der Arbeitszeit. - « - * 19 ‘von den Abwehrstreik s mit Fe E SEToIA hatten

teilweisen Grfolg in - bezu auf

Erhöhung des Arbeitslohnes . 4 1 468 56.

Was die im Vordergrund des Interesses stehenden Forderungen der Lohnerhöhung und der Verkürzung der Arbeitszeit anlangt, so wurde die insgesamt 1606 mal gestellte Forderung einer Erh SLIia des bisherigen Arbeitslohnes 303 mal (in 18,99% der Fälle, in denen fle gestellt wurde) vollständig, 742 mal (= 46,2 %/ der Fälle) teilweise und 561 mal (= 34,9 9/9) überhaupt nit durh-

eseßt, während die 532 mal angestrebte Verkürzung der

Arbeitszeit 143 mal (= 26,9 9% dieser Fälle) in vollem Um- fange, 126 mal (= 23,7 0/0) nur zum Teil und 263 mal (= 49,4 9/9) überhaupt nicht erreicht wurde. Unter den insgesamt 930 Streiks mit nur teilweisem Erfolg wurden 604 (= 64,9 9/9 dieser Kategorie) gezählt, die den Sitreikenden vollen oder teilweisen Grfolg in bezug auf die Grhöhung des Arbeitslohns, 19 (= 2,0 °/o), die ihnen vollen oder teilweisen Erfolg in bezug auf die Verkürzung der Arbeitszeit, und endlich 192 C 20,6 9/0), die den Beteiligten vollen oder teilweisen Erfolg in bezug auf beide Forderungen ge- bracht haben.

Von den 2266 Streiks fanden 1465 = 64,7 9% dur< Verhand- lungen ihr Gnde, und zwar 857 = 58,5 9% dur< Verhandlungen unmittelbar zwischen den Parteien, 102 = 7 9/0 vor dem Gewerbe- geri@t und 506 = 34,5 9/0 dur< Verhandlungen unter Vermittlung ‘von Berufsvereinigungen Oder dritten Personen. 595 = 26,3 °/o

13 871 175,

179 36 666 3 262,

2 258 38;

‘ver Streiks beschäftigten die Polizei und 391 = 17,3 °/o die Staats-

anwaltsaft. den im Jahre 1907 246 beendet

V en wurden im Jayre Sees die fi übre 5387 Betriebe verbreiteten und 81167 Arbeiter betrafen. Gegenüber dem Vorjahr mit seinen 998 beendeten Aussperrungen ift im Berichtsjahre eine Verringerung der Zahl der Ausyerrnugenaa beobachten. Gs wurden gezählt :

endete Aus betroffene __Be- W Aus Betriebe scäftigte gespertte gen 1903; O 1714 52 541 33 273 1904.» 120 1115 36 312 23 760 1905 D 3 859 188 526 118 665 1906 298 2780 152 449 77 109 1907 e 2AG 5 287 129 563 81167.

Von den 246 Aussperrungen kamen 152 94 auf die übrigen deutshen Staaten. Unter den einzelnen f Pre rovinzen waren es die Provinz Brandenburg (29), die Provinz Sachsen (18), Swle8wig-Holstein (21), Hannover (13), Weftfalen (16) und Rhein- L C De E als ie Audsperrungen: entfielen. Unter den außerpreußishen Staaten es nur bei Sajsen (15) zu. Bayern (20) und

Von den bedeutenderen Gewerbegruppen hatten i ta jahre der Bergbau, das Reiniger und das erkehr keine Aussperrungen zu verzeihnen. In anderen Gewerbegruppen betrug die Zahl der Aussperrungen, der betroffenen Betriebe, der in diesen Beschästigten und der Ausgesperrten:

endete betroffene Be- Aus- sperrungen Betriebe \{häftigte gesperrte

Snduftrie der Steine und

Tb R 0055 5 25 1120 é Metallverarbe nbi L & 48 159 16 584 9018 Industrie der Maschinen, Zn-

Le airente, Apparate - « 21 84 23286 10769 TTextilindustrie . « + * 5 57 4167 3501

beendete ptrofene Be- Aus- Aus- Betriebe \{<äftigte gesverrte

Industrie der Holze und

Snihstoffe se 35 1296 27 777 14 435 Nahrungs-

Industrie de l 2 S 11 39 2051 971

Bekleidungsgewerbe « - - 53 1042 159755 11521

Baugewerbe es 84 2351 29987 283 847

Handelsgewerbe z 6 59 5 886 5 242.

der dritte Teil aller Ausfperrungen, 34,1 %/s fommen Mebr s Baugewerbe, 21,5 9/0 auf das Bekleidungsgewerbe und 14,2 9% auf die Industrie der Holi- und Schnißstoffe; von den Aus- gesperrten gehören diesen Gewerbegruppen 29,4 9/0, 14,2 °/o und 17,8 9/0 an. Diese drei Gewerbegruppen vereinigen über f aller Aus\perrungen (69,8 9/0) und fast # (61,4 9/0) aller Ausgesperrtea

auf si

Die Forderungen der Arbeitgeber betrafen 109 mal Auf-

ng des bisherigen Arbeitslohnes (darunter 19mal in der E Holz- E Schnibstoffe, 17mal im Bekleidungsgewerbe,

27mal im Bau ewerbe), ferner

Arbeitslohnes (e einmal in der Textilindu

industrie und im Baugewerbe),

herigen Arbeitszeit (darunter 3 mal

in der Industrie der Mas@inen,

3mal Fels des bisherigen

trie, in der Leder- 64mal Aufre<terhaltung der bis- in der Metallverarbeitung, 6 mal Fnstrumente, Apparate, 13 mal in

der Industrie der Holi- und S@nißstoffe, 33 mal im Baugewerbe), N Verlängerung der Arbeitszeit (und zwar im Baugewerbe). Non den Aussperrungen hatten 112 = 45,5 9/0 vollen Erfolg,

119 = 48,4 9/6 teilweisen Erfolg

la, 15 = 6,1 °/ keinen Erfolg. Die

Arbeitgeber hatten mit der Auesperrung Erfolg in bezug auf Auf-

rehter

altung des bisherigen Arbeitslohnes 37 mal voll, 67 mal teilweise,

5 mal nit, hinsichtlich der Herabsezung des bisherigen Arbeitslohnes

9 mal voll, Lmal ait itr N A e der 0 voll, mal teilweise, 8 mal nit. N ! 1907 in 47 Fällen Ausschließung

Maifeier erfolgte am 2. Ma

Arbeits Wegen unerlaubter

der Arbeit. Die Dauer dieser Aus\{ließung \<hwankte zwischen 1 ah 31 Ste Im ganjen wurden 12 381 Arbeiter von der Aus-

ließung betroffen; davon waren iy Lt man die bezügli der des Jahres 1907 ermittelten Zahle

512 unter 21 Jahren. Streiks und Aussperrungen n zusammen, so ergeben ih folgende

Gesamtzahlen: In 18 379 Betrieben haben 273 597 Ärbeiter

infolge von Streiks oder Aussperrungen gefeiert.

9512 Streiks und Aussperrungen

Von den haben in 1075 Fällen (= 42,8 °/o)

die Arbeitnehmer keinen Erfolg erzielt.

Zur Arbei

In Stettin fand estern auzständiger Nieter tatt. wie die „Voss. Ztg.“ erfährt,

terbewegung.

nahmittag eine Versammlung Mit 600 gegen 10 Stimmen wurde, bes<hlossen, die Einigungs-

bedingungen der Direktion des „Vulkan“ nicht anzunehmen (val. Nr. 176 d. Bl.). Die Nieter wollen nur an drei Wochen- tagen Ueberstunden leisten und verlangen einen Mehrlohn von 1 bezw. 17 S für die Stunde. Die Direktion verlangt aber Ueberstunden an vier Wochentagen und will keine Lohnerhöhung bewilligen. In- folge dieses Beschlufses hält die Direktion die Aus peraus sämtlicher

„Vulkan“ -Arbeiter aufre<t. Am Abend fanden vier Ver

ammlungen

der Ausgesperrten statt, in denen von dem Beschluß der Nieter

Kenntnis genommen wurde. Arbeitgeberverband

deutscher

Wie mitgeteilt wurde, werden die dem

Werften angehörigen

Firmen infolhe des Beschlusses der Nieter ihre sämtlichen a

Arbeiter so worden find.

nge aussperren, bis die Streitigkeiten beigelegt

Gelegentli< der N A der französis<hen Bau-

arbeiter in Draveil-V dort, wie „W. T. B.“ berichtet,

gneux (vgl. Nr. 178 d. Bl.) kam es

zu Zusammenstößen der Aus-

ständigen mit dem Militär. Die Truppen sahen sh genötigt, von der S<hußwaffe Gebrau zu maGhen. Sie en zuerst

in die Luft und gaben dann ¡wei Salven auf die Manife von denen mehrere verleßt wurden.

den Weg mit Planken und

Gendarmen entfernten ‘die Hindernisse. die nah Villeneuve-Saint Georges ging,

Gruppe Manifestanten, quer dur die Felder verfolgte standenen Tumult wurde ein rifsen und sehr erheblih verleßt. ließ darauf blank ziehen, und die über die Böshung des Eisenba

aber mit Steinwürfen empfangen.

gegen den Eisenbahndamm vor illeneuve zurü>. Heute früh

tanten ab, Die Ausftändigen hatten eihenen Bohlen versperrt, aber Auf Dragoner, die ine

n, wurde geshossen. In dem ent-

endarmeriehauptmann vom Pferde ge-

Der Oberkommandant der Truppen Soldaten suchten die Ausftändigen bndammes zurü>zudrängen, wurden

Die Truppen pn en no<hmals und trieben die Man ae auf 2 Uhr wurde von dem Ministerium

des Innern folgende Mitteilung über die Zahl der Opfer bet

den gestrigen Ruhestörungen

in Vigneux ausgegeben: Zwei

Zivilisten getötet, 15 Ziviliften verwundet, ein Rittmeister

und zwei Kürassiere verleßt. kaber der zur Unterdrü>kung Truppen, e mebrere Offiziere würfe ver

General Virvais, der Oberbefehls8- der Ruhestörungen ausgesandten und 20 Soldaten sind dur<h Stein-

egt. Nach anderen Berichten beträgt die Zahl der Ge-

töteten drei; die Zahl der Verleßten wird zwischen 30 bis 80 an-

gegeben. Der Z

ustand von 6 Verleßzten wird als hoffnungslos be-

zeichnet. Die Vertreter aller Arbeiterverbände hatten in vergangener Naht in Paris in der Arbeitsbörse eine Ver-

sammlung abgehalten und beslofsen, infolge der

die Arbeiter aufzufordern,

dur< Mauerans{läge gestrigen Vorgänge

den Ausftand bis auf , weiteres zu verlängern. Es heißt, daß

au< andere Arbeitersyndikate ,

so die Elektrotehniker, Gold-

\<miede und Anstreicher beabsichtigen, fi dem Ausstande anzus{hließen. Die meisten Blätter, abgesehen von den sojialistis<en und a:

radikalen, verlangen, daß die

Regierung weit energischer vorgehe, da

die Treibereien des allgemeinen Arbeiterverbandes geradezu gemein- gefährlih geworden seien. Da die Bauunternehmer bes<lofsen haben, die Baupläße zu s\verren, befürchtet man, daß die Lage no<h eine Ver-

\{<limmerung bes<äftigungslos werden.

erfahren werde, weil dadur< viele tausend Arbeiter

In Kairo waren seit einiger Zeit die Arbeiter in verschiedenen Baare t ibiet, im allg ausständig. Der Ausstand ist, wie die „Köln. tg." berihtet, im allgemeinen \nell beigelegt worden, ausgenommen dei der African Cigarettes Cy., in der 150 Arbeiter einstweilen weiter im Ausstand verharren. Sie verlangen u. a. eine tägliche Lohnauf-

besserung von # Fr.

Wohlfahrtspflege.

Wokhlfahrtseinrihtunge fabrik (A.

Nah einer im zweiten Teil Efsen für das

sind in den

n der Krupps<hen Gußstahl-

-G.) in Essen.

des Berichts der Handelskammer zu

Sabr 1907 gegébenen Uebersibt über die Wohlfahrts- einri{tungen der Gußstahlfabrik von ÿ

riedr. Krupp, Aktiengesellshaft,

Wohnungen der der Firma gehörigen Arbeiterkolonien

Westend, Nordhof, Baumbof, Scederhof, Kronenberg, Alfredshof, Friedrihshof und Allenhof (leßtere für invalide und pensionierte

Arbeiter) 5060 318 Arbeiterwohnungen, die die Reihe von Jahren gemietet ha

Familien untergebraht. Dazu

kommen no< Firma 1907 bei Privaten auf eine

E Zu den weiteren Wohlfahrtseinrihtungen der Gußstablfabrik in Essen gehören u. a.: 1 Krankenhaus, 2 Baratenlazarette für Gpidemien, 1 Erholungshaus für Rekonvaleszenten (im Laufe des Jahres 1907 wurde die Erweiterung des Erholungshauses für Männer und je ein

Neubau für Frauen und

Kinder in Angriff genommen), 1 für medi-

zinis<e Bäder eingerichtete Badeanstalt, 3 Pfründnerhäuser, 1 Arbeiter-

menage mit Wohnung für 1170 täglich gespeist werde! anstalt in der Arbeitermenage), 2

Facharbeiter, 1 Beamtenkasino, 1

Personen, in der etwa 30090 Personen 3nnen, 6 Speisesäle (einschließli einer Speise-

Logierhäuser für je 30 unverheiratete Werkmeisterkasino, 1 Haushaltungs-

\{ule, 1 Industrieshule für Erwa sene, 3 Industrieshulen für [e fditige Mdäen 1, Bicberhalle, 1 Lesehale b her “olonie e of, paretnri<tung ge Berzin]ung, Htierv - ¡us<huß der Firma 1907/08: 28 781 K und 37 850 16 N R der Sparkasse verbundene Prämienverlosung), 1 Lebensversicherungs- verein E Sb her Relhsversicherungsgeseße wurden im I uf Grund der ersiherung8geseße wurden im Jahre 1906 von der Firma (eins{ließli< der E D gezahlt für zaO : Krankenversiherung - « « «-«++ 1393/883,87 M, Unfallversiherung . « ._+ « 1557:0144657 Invalidenversicherung . - 514 934,29 ,

ree zusammen . . 3465 832,62 M.

Außer den geseßlihen Kassen bestehen bei der Firma eine Reihe von Hilfskafsen und andere, ä nliche Unterstüzungseinrihtungen. Die statutarischen S ERAEN der Firma zu geseßli< ni<t vor- ges<hriebenen Kassen betrugen in demselben Jahre:

zu den Unterstüßungs- und Familienkafsen f 15‘038,38 M

Arbeiterpensionskafsen 1347 70469 7 Beamtenpensionskassen . 286 145,70

zusammen . 1648 938,77 M.

Die aus den besonderen Stiftungen und Fonds der Firma geleisteten Unterstüzungen einshließli<h der Zuschüsse zu verschiedenen Werkskassen und der Aufwendungen zur Förderung allgemeiner Wohlfahrtseinrihtungen und Interessen betrugen im Fahre 1906 insgesamt 4 732 447,35 M. Die gesamte Jahres- leistung der Firma an Versicherungs- und Kassen- beiträgen, Unterstüßungen und Zushüssen belief si< somit im Jahre 1906 auf 9 847 218,74 #4.

Nach der Aufnahme vom 1. Januar 1908 betrug die Gesamtzahl der auf den Kruppshen Werken beschäftigten Personen ein- {ließli von 6198 Beamten 63 084 (am 1. April 1907 : 64 397 ein- [Bla von 5809 Beamten). Von diesen entfallen auf die Gu stahlfabrik Essen mit den Sgießpläßen 32 952 (35 538), die Friedri Alfred-Hütte in Rheinhausen 5372 (4713), das Grusonwerk Bud>au - 4336 (4582), die Germaniawerft in Kiel 3580 (3552), die Kohlenzehen 9447 (9273), die mittelrheinishen Hüttenwerke 1108 (1139), das Stahlwerk Annen 1002 (870), die Eisensteingruben 5171 (4730) beschäftigte Personen.

Die prozentuale Steigerung des Arbeitslohne s vom Jahre 1907 betrug gegenüber demjenigen von 1879 77 °/o- Der Durchschnitt der in der Gußstahlfabrik auf den Kopf und Tag gezahlten Löhne belief fi< 1902 auf 4,52 4, 1903 auf 4,56 4, 1904 auf 4,88 M, 1905 auf 5,12 6, 1906 auf 5,39 M, 1907 auf 5,35 M.

Bun

Kunft und Wissenschaft.

Die K As Akademie der Wissenschaften hielt am 23. Juli eine Sizung der philosophis<-historishen Klasse unter dem Vorsiß ihres Sekretars Herrn Vahlen ab, in der Herr Dees über die gelehrte Urgeshichte im altisländischen <rifttum las. Die euhemeristischen Einwanderungsfabeln bek Snorri u. A. werden zergliedert und auf ihre Quellen zurü>kgeführt. Einen entwi>elten Euhemerismus zeigen unter den Germanen nur die Isländer; der Däne Saxo hängt von ihnen ab. Ein geshiht- licher Kern dieser gelehrten Fabeln ift nit glaubhaft zu machen. Derr Diels legte eine Mitteilung des Herrn Professors Dr. M. ellmann in Potsdam vor: Aelius Promotus ‘larpæà puouà xa2 àvræaßsyræá. Das Erxcerpt der ppa Sne Heilmittel ent- haltenden Schrift des unter Hadrian lebenden Arztes wird zum ersten Male heraubgegeben Neben dem Vaticanus 299 i} auh der Vossianus Fol. 29 benuyt wörden. Pete Pischel überreichte eine Arand: „Die Turfanrezensionen des Dhammapada“. (Erscheint ipäter.) Unter den von den Herren Grünwedel und von Le. Coq von der dritten Turfanexpedition mitgebrachten Handschriftenresten befindet si< eine größere Zahl Blätter, bisher 35, die zwei, vielleicht drei ganz unbekannte Sanskrits- rezensionen der berühmten buddhistis<hen Syruchsammlung Dhamma- yada, die bis jegt nur in der Pali-Sprache bekannt war, enthalten. Das Verhältnis der Sanskrit- und Pali-Fafsung zu einander und zu den cinesishen und tibetishen Uebersegungen wird besprochen und Textproben gegeben. Ser rman legte Mitteilungen der Herren C. H. Be>ex, C. Schmidt und H. Schäfer über Privat urkunden aus dem <riftlihen nubischen Reiche vor. Zu den älteren des 9. Jahrhunderts, die koptish abgefaßt sind, sind neuerdings drei des 10. Jahrhunderts getreten : eine in nubischer Sprache und zwei arabische; sie sind von den Königlichen Museen er-- A i Tage hielt die physikal is < h n demselben Tage hielt die physikalis<-mathematisc<he Klasse unter dem Vorsiß ihres Sekretars Herrn Waldeyer L Sitzung ab. In dieser las Herr Engler über die „Pflanzen- geographische Gliederung von Afrika“. Vie vier größeren in Afrika vertretenen Slorengebiete sind I. das Mediterran- geei mit der südwestlichen Mediterranprovinz und der südlichen editerranprovinz; 11. das nordafrikanisch-indische Wüstengebiet ; ITI. das afrikanis<e Wald- und Steppengebiet; IV. das Gebiet des Kaplandes. In I]. werden unterschieden a, die südmarokkanis<he Provinz, þ. die Provinz der großen Sahara, c. die thebaish-nubis<e, d. die Uebergangsprovinz. 1III. wird gegliedert in a. sudanishe Parksteppenprovinz, þÞ. nordostafrikanishes Hochland und Steppen- provinz, c. westafrikanische oder guineensishe Waldprovinz, d. ost- afrikanishe und südafrikanishe Wald- und Steppen rovinz. Fede Provinz wird dann weiter in Unterprovinzen und Bezirke ein- geteilt. Herr Shottky machte eine Mitteilung: Zur Theorte der Symmetralfunktionen. Unter einem ymmetral wird eine mehrfah berandete ebene Fläche verstanden die in bezug auf eine gerade Linie symmetris< ist. - Ist # die Anza l der unpaarigen Randlinien, 7 bie der Paare, ud wird + r = o + I geseßt, so gehört zu der Figur eine bestimmte Klafse Abels&er unktionen von o Variabeln, die E der bekannten Riemann- Gen Theorie steht. Es wird bewiesen, daß die Anzahl derjenigen

unter den (1D Periodicitätsmoduln, die bei dieser Definition

als unabhängig gelten können, geiau s o n ist, falls nicht die

Zahl S kleiner als 30 —n i. Herr Nernst legte Eberhard

eine Mitteilung des Herrn Professors Dr. G.

in Potsdam vor: Ueber die weite Verbreitung des Scandium auf der Erde. Bei der Untersuhung der Spektra der Sonne und Sterne hatte es {h herüugestels daß in diesen Himmelskörpern Scandium in weit ‘reihli<herer Menge enthalten sein muß, als man es nah der bisher ange- nommenen äußerst großen Seltenheit dieses Elementes auf der Erde voraussezen konnte. Der Verfasser hat nun dur spektrographishe Untersuhung von Miner>lien und Gesleinen gezeigt daß Scandium kein seltenes Element ist, sondern auf der Grde die weiteste Verbreitung hat, indem es in fast allen Gesteinen, welche die Erdkruste zusammenseten, wenn auch in geringer Menge, vorhanden ist und si< sicher na<weisen läßt. Bei diesen Versuchen sind au Mineralien ' gefunden worden, welche einen weit größeren Gehalt an Scandium haben als die Euxenite, Gadolinite U Viteotitanite,

Land- und Forstwirtschaft.

Ernteaussihten, Ernteergebnisse und G Das Kaiserlihe Konsula Rumdnien R aiserlihe Konsulat in Bukarest berihtet unt : i E E E E Veranlassung gaben: bat A Hs 2M f Zane in Rumänien wesentlih gebessert. Freilich hat in Tun e o In Landes die Dürre angehalten, im E fa jedo an wohltuenden MederiGlnen nit gei fotak mmerhin no< ein mittleres Ergebnis zu erwarten is. Ins-