1908 / 179 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Heionpere befindet si< die Maispflanze überall in voller Entwi>lung. glieder entfielen 102 Krankmeldungen, darunter 24,5 mit

e leßten Regentage haben dem Mais sehr gut getan, und man kann

rwerbsunfähigkeit verbund

hoffen, daß das Erträgnis dieser ruht die Ausfälle in anderen | 52 Wochen erwerbsunfähig krank,

Fruchtsorten ausglei<t. Sonst ist a erdings das Bild ein re<t buntes.

In Weizen stellt sih das Ergebnis nah Menge und Beschaffen- | Unfällen ereigneten si< 1266 bei heit, den Durchschnitt genommen, auf befriedigend. Namentlich gilt |} beim Radfahren.

dies für die Donauniederungen. In anderen Gegenden war wiederum

der Ausfall so gering, daß kaum die nôtige Menge an Saatkorn | an Blasen- und Harnröhrenleiden, d geerntet worden ift. Gleichen Schwankungen begegnet man bei der entzündung, 30 an Diphtherie, 922 an nicht syphilitishen Drüsen- Beschaffenheit. Das Gewiht wechselt hier zwischen 73 und 824 kg f und Mandelkrankheiten, 62 an Ep

ür den Hektoliter. In der Walatei hatten die Distrikte Dämbovitza

rges<, Vlashka, in der Donauniederung die Distrikie Teleorman, | litishen Geshwüren, 562 an

Romanaß, Doljiu und Mehedinß eine gute Ernte. Dage ein Teil von Ilfoy und ein Teil von Ialomißa und

Braila und Covurlui nur eine Mittelernte oder weniger. Die Bezirke | an Influenza und Folgekrankheiten Buzku und Rämnic.Skrat haben geringe Ernte. Auf dem Weizenmarkte | bettentzündungen, 185 an Leberleid

Apr

Ut Er eine starke Hausse zu verzeihnen. In den Monaten März, | brüchen, 1672 an Luftröhren- und

ene. 34 Mitglieder waren übe 132 über 26 bis 52 Wogen, 296

über 13 bis 26 Wochen und 703 über 6 bis 13 Wogen. Von 2509

Ausübung der Berufstätigkeit, 85

Von den Erkrankten litten 3120 an Augenkrankheiten, 2370

366 an Brust- un Rippenfell-

epsle und Geistes,

störung, 216 an Gelenkentzündungen, 1379 an nicht \syphi-

Gliederbrüchen, Verstauhungen

En erzielten | usw., 2221 an Hals-, Rachen- und Kehlkopfkrankheiten, 2639 ie Distrikte | an nit syphilitishen Hautkrankbheiten, 730 an Herzkrankheiten, 2050

, 265 an Knogenhaut- und Nagels en und Gelbsuht, 223 an Leisten-

Bronhitalkatarrhen, 553 an akuten |. b atten 100 kg nur einen Preis von 14—141 Fr. Auch | Lungenkrankheiten, 3155 an Magen- und Darmkrankheiten, 876 an

im Mai und Juni war die Nachfrage gering. Dabei beobachteten | Nasenkrank beiten, 2213 an Nervenkrankheiten, 205 an Nierenkrank- die Verkäufer, enttäusht dur die Dürre, große Zurü>khaltüng und heiten, 1020 an Ohrenkrankheiten, 2065 an Rheumatismus wollten zunähft zu keinem Preise verkaufen. Immerhin erzielten | und Gicht, 20 an Scharlach

hon im Juni Qualitäten von 77/78 kg auf den Hektoliter bei | 242 an Tuberkulose, 22 an einem 3 9/9 Fremdkörperbesaß 16,50 Fr. für 100 kg \{lepp- | krankheiten, 61422 an Zahn-

frei Donaustation. Jetzt werden jedo< für die

diesem Jahre nicht viel angebaut worden, daher im Ergebnis \{<wa<, | 9 Nervenkrankheiten, in je 13 akute L in der Beschaffenheit aber sehr gut. Für Gerste zahlte man für Durchschnittéqualität bis 11,50 Fr. 100 kg \{leppfrei Donaustation.

und Masern, 425 an Syphilis, Typhus und anderen Fieber- und Kieferkcankheiten; Ver-

gleiche Menge | leßungen kamen 1960 vor. Gestorben sind 186 Mitglieder. Todes- 18—19 Fr. und no< mehr angelegt. ‘Gerste und Hafer sind in | ursahhen waren in 61 Fällen Tube

rkulose, in 18 Herzkrankheiten, in e Lungen- und Magen- und Darm-

krankheiten, in 11 Nierenkrankheiten, in 7 Brust- und Rippenfell- entzündung, in 9 Epilepsie und Geistesstörung, in 1 Rheumatismus

Abschlüsse fanden darin bisher wenig statt. Hafer wird vorauesichtli< | und Gicht, in 2 Influenza und Folgekrankheiten, in L niht fsyphi- gelangen. Der | litishe Geshwüre, in 3 Luftrößren- und Bronialkatarrh, in 1 nit

nur in ganz geringen Mengen zur Ausfuhr

irse und Bohnen versprechen gut ¿u werden. Leinsaat ist im

<nitt, läßt aber nur einen {wachen Ertrag erwarten. Desgleichen Die wesentlihsten Einnahmen Läßt der Na ps nicht viel hoffen, er ist im Bezirk Jalomita am besten | jahres bildeten 1 193 501,32 46 M gediehen. Hiervon wird indeffen kaum etwas zur Ausfuhr kommen, | Zirsen, die Ausgaben hauptsä li 410 391,36 46 Krankengelder, a die inländischen Oelfabrikanten bereits die ganze Ware aufgekauft | 358 517,46 4 ärztli<he Gebü ren, 109 727,15 #4 Arzneikoiten,

Haben sollen. Weiden und Wiesen haben sih in leßter Zeit etwas erholt. Jmmerbin fehlt es im allgemeinen an genügenden Futter- mitteln. Weinberge und Obstgärten stehen geradezu glänzend

und bere<htigen zu den {önsten Hoffnungen.

Ernteaussihten in Shweden.

größte Teil der Ernte dürfte für Futterzwe>e im Lande bleiben. syphilitishe Drüsen- und Mandelkrankheiten. Durch Verunglü>ungen d endeten 5, dur< Selbstmord 12 Mitglieder.

der Kasse während des Berichts- itgliederbeiträge und 29 037,44 4

30 720,99 # Heilmittel, 70 027,84 46 Krankenhauskoften, 24 864,50 46 Begräbnisgelder und 159 238,50 46 Verroaltungskosten.

Rußland.

Die rusfishe Kommission zur Bekämpfung der Pestgefahr hat die Gouvernements Astrachan und Saratow, ferner die Wolga von

Der Kaiserliche Generalkonsul in Sto>holm beri<htet unterm Astrachan bis Samara und die an der Wolga liegenden Kreise Samara 23, d. M.: Nach einem von der Königlih Schwedischen Landwirt- | und Nikolajew im Gouvernement Samara sowie Syram im Gou-

schaftsverwaltung veröffentlichten Bericht über die gegenwärtigen

‘Ernteaussichten in Schweden war die Witterung in der ersten Hälfte | erklärt.

des Monats Juni im allgemeinen infolge des anhaltenden Regens und der ungewöhnlihen Kälte ret ungünslig; die

vernement Simbirsk und die Stadt Samara für <olerabedroht

Pflanzen blieben daher im Wachstum weit zurü>. Jn der St. Petersburg, 30. Juli. (W. T. B.) In Astrachan

Mittels<weden | sind seit dem 21. Juli 17 Cholerafälle vorgekommen, von denen dur< reihlihe | 13 tödlih verlaufen find. In Zarizyn find seit Ausbruch der Regengüsse. In Nordschweden war das Wetter im allgemeinen unstetig | Cholera von 33 Fällen 16 tödli<h ausgegangen. Die Städte Baku, mit abwecselnder Wärme und Kälte und am Ende des Monats mit | Krasnowodsk und vier Kreise des Gouvernements Tambow starkem nördlihen Sturmwinde. Die Wintersaaten, die im Mai | sind ebenfalls von der Cholera bedroht.

weiten Hälfte des Monats herrs<hte in Süd- und warmes, tro>enes Wetter, zeitweise unterbrochen

und Anfang Juni im allgemeinen ein dünnes

erwartet für Weizen in den mittleren und

‘statt, obwohl sie dur< die kalte Witterung im Vorsommer

und ungleich-

mäßiges Aussehen hatten, erholten fi unter der günstigen an

Witterung! im Juni ziemli ras. er Roggen steht fast Verdingungen im Au De:

Überall stak und kräftig mit großen und vollen Aehren und Desterreih-Ungarn.

‘berspricht eine qule Mittelernte. Aehrenbildung und Blüte fanden 20. August 1908, 12 Uhr Mittags. K. K. Generaldizektion der unter den günstigsten Verhältnissen statt. er Weizen steht | Tabakregie in Wien: Bau einer abakversleißmagazinanlage in ‘überall, besonders in den südlichen Provinzen, außerordentli öôn. | Pilsen. Näheres bei der erwähnten Direktion und beim Reichsanzeiger. ‘Nur stellenweise ist er etwas dur< Rost bes<ädigt worden. Dieser

Umstand fällt aber bei dem Ertrage niht ins Gewicht. Man Bulgarien.

fsüdlihen Pro- Bezirksfinanzkommission in Sofia, 22. August 1908 : Vergebung vinzen eine gute Ernte, in den übrigen eine re<t gute Mittelernte. | der Lieferung von Asbest und Talk Die Sommersaat fand unter sehr günstigen Verhältnissen | Ungefährer Wert 14 234 &r., Kaution 5 9/6 des Wertes.

für die bulgarishen Staatsbahnen.

( s Australien. erhebli< verspätet wurde. Als aber im Juni die Wärme eintrat, wurde alles ras< nachgeholt, und die Saaten stehen 9. September 1908. Doputy

nunmehr inm allgemeinen re<t gut. An einigen Pläßen, an denen

4 Zentner kupfernem Verbindung söner als eit dden Subréa: Dur sines t e E eisernen Bolzen verschiedener Größen. Näheres beim „Reichsanzeiger“.

garze Land mehr als eine Mittelernte. Die Kartoffeln sind im

Postmaster-General, Sydney:

Lieferung von: 12 & hart gezogenem Kupferdraht (200 1b die Meile),

8band (150 1b die Meile), 2 &

ganzen Lande weit zurü> und an manchen Orten erst Ende Juni Verkehrsanstalten.

aufgegangen. Der Ertrag der Heuernte ist überall Für das ganze Land wird die Heuernte als voll mittel

ut und dur<s{nittli< als etwas über gut bezeihnet. h Ausgedrü>t in Zahlen nah folgender Skala :

esonders rei.

A Laut Telegramm aus Ratibor ist die Post aus Wien und mäßig bis sehr teilweise die aus Galizien, die heute früh in Berkbin fällig war, infolge von Verkehrt störung ausgeblieben.

5 = t, ; 4= L5N L Theater und Musik. R: Im Neuen Königlichen Operntheater (Direktion Gura) i E spe s even morgen, N Lar Taners i R ibdeE res Z E ürnberg“ zum ersten Male gegeben werden. eseßung in der Ftellen si für das ganze Land die Ae E wie folgt: Wiederbolung am Sonntag, 2. August, ist fast dur<weg E andere. für die Heuernte n E Am Sonnabend singen die Herren Semba@, Bachmann, Wittekopf « » Kartoffeln . 2 und Lordmann, am Sonntag Herr Tänzler vom Hoftheater in Karls- s Sn E ¿ ruhe, der Kammersänger Franz Schwarz, Hérr Giesen und Herr n Zuerrüben 3,4 vom Stheidt. Auf der Festwiese im leßten Akt werden mehr als O A O 200 Mitwirkende tätig sein. x Le D Ee Dr s Gee e s E 37 Z Winterroggen . . . . 3,6 Mannigfaltiges. F Winterweizen . 4,0. Swinemünde, 30. Juli. (W. T. B.) Jn Gegenwark des

Oberpräsidenten Freiherrn von

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- | präsidenten Guenther sowie unter

Malbahn und des Regierungs- Teilnahme der hiesigen Behörden,

maßregeln. Privat- und Militärvereine fand heute mittag die Enthüllungs«

s feier des Denkmals für Kaiser Friedrich stait. Die Weihe-

Die Kranken- und Begräbniskasse des Verbandes rede hielt der Justizrat Herrndörfer. Der Bürgermeister von deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig 1907. Gräßel übernahm das Denkmal in den Schuß der Stadt und

Nat dem Bericht über das Jahr 1907 betrug zahl der Kranken- und Al Tungsgehilfen zu Leipzig (eingeschriebene Hilfskasse) Beri

e des Verbandes deutscher Hand- tsjahres 38 379 und am Schlusse 41 403. Das Monatsmittel

die Mitglieder- | brachte ein Hoh auf Seine Majestät den Kaiser aus. Musik- und

am Anfang des | reie Kränze niedergelegt.

Gefangêvorträge beschlossen die Feier. Am Denkmal wurden zahl-

ergab 39 737 gegen 36 963 im Vorjahre. Von den Mitgliedern kamen auf Jena, 31. Juli. (W. T. B.) Aus Anlaß der Feierli<-

die Hauptitelle Leipzig (Stadt) 3036, auf 95 Verwaltungsstellen 27 596, auf 414 ablftellen E A auf 2508 einzelne Orte im Reich 2928. Neu errichtet wurden Verwaltungsftellen in Bochum, Elbing, Kiel und Riesa; in Uelzen wurde die Verwaltungsstelle aufgelöst. Krank-

keiten zum 350jährigen Jubiläum des Bestehens der Universität Jena und der Einweihung des neuen Univer- sitätsgebäudes ist die Stadt prächtig Geh

Veranstaltungen begannen gestern vormittag mit der feterli<hen

<müdt. Die festlichen

meldungen gingen bei der Hauptstelle 12152 ein, bei den N igN Uebergabe des Phylogenetishen Museums dur< Professor stellen 28 365, in8gesamt 40517, davon 9747 mitErwerbs8unfähigkeit, | Ernst Hae>el vor einem großen Kreise geladener Gäste im

in 10270 Fällen, | großen Lehrsaal des Phylogenetishen Museums. Unter den An- und zwar für 193 728 Tage, Krankengeld gezahlt wurde (gegenüber wesenden befanden \i< der 8893 Fällen mit 186 #86 Tagen im Vorjahre). Auf je 100 Mit- | der Staatsrat Trinks. Meiningen,

Hierzu'kamen no< 523 Fälle aus dem Vorjohre, sodaß

A E ———— S f

u. C —————— R t ri Cu lhaus. (Friedrihsiraße 236.) Sonn- | Geboren: Eine Tochter: Hrn, Oberleutnan

Seatiinesl 8 Uhr: Die blaue Maus, Hans von Schüß (z. Zt. Senzke, Westhavelland)

Theater.

enes Königliches Operntheater. (Krou.)

Direktion: Hermann Gura. Sonnabend: 32. Vor-

tellung, Die Meifterfinger von Nürnberg.

per in 3 Akten N s Fee S ter

ü : Herr Direktor Hermann Gura. usi-

Bli be Bettane Herr Kapellmeister Gille. Anfang 6

Uhr. tag: 33. Vorstellung, Die Meisterfinger SLE uCbeeZ, Anfang 6 Uhr. (Erhöhte Preise.)

Deutsches Theater. Sonnabend: Vaubeville- | y S ae Gastspiel Fedák. Die | Elf

rettlgräfin. Anfang 8 Uhr. S folgende Tage: Die Brettlgräfin.

Ueues Schauspielhaus. Gastspiel des Neuen Operettentheaters in Hamburg. (Direktion: Wilbelm Bendiner.) Sonnabend: Die Dollarprinzesfin. Anfang 8 Uhr.

Sonntag und folgende Tage: Die Dollar-

rinzesfiu.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Morwit - Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: O, Oper in 3 Aufzügen von Ludwig van eethoven.

Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen : ndine, Abends 8 Uhr: Oberon, König der ent.

Montag, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Heinri Bötel. Der Postillon vou Loujumeau.

Staatsminister Rothe - Weimar, der Prorektor Professor Dr. Dels-

Sonntag: Die blaue Maus.

Ein Walzertraum.

p

Sonntag: Ein Walzertraum, L ——— 1 Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.

brü, die Vertreter der Behörden von Jena sowie zahlreiche Gelehrte.

Die Eröffnungsrede hielt der Professor Hae>el, der bei seinem Er- scheinen itürmis begrüßt E ghor Da der Universität dankte S Professor Dr. Del brü>, der Prorektor der Universität Jena; als- dann sprachen no< zwei frühere Shüler Hae>els, die Professoren Lang-Zürih und Bran dt-Charkow. Darauf fand ein Rundgans dur die Räume des Museums statt. g d

In der Vorhalle des neuen Universitätsgebäudes fan geftern, Mittags 122 Uhr, eine Feier ftatt, zu der die Großherzogl und Herzoglich sä<sishen Staatsminister Eirladungen hatten er ehen lassen. Unter den Anwesenden befand sih au< Seine Durchlauh der Prinz Ernft von Sachsen-Meiningen. Der Kurator der Universität, Geheime Staatsrat Dr. Eggeling hielt eine An- sprache, in der er einen Rü>bli> auf die Geschichte des Universitäts- neubaues* gab und allen denen dankte, die zur Vollendung des herr- lichen Werkes, teils dur eigene Arbeit, teils dur Stiftung hoher Spenden

eigetragen haben. Er gedachte hierbei vor allen des verstorbenen Professors

Abbe und der Großherzogliczen und Herzoglichen Regierungen, die dur die einmütige Zustimmung ihrer Landtage die no< fehlenden Mittel aufgebracht hätten. Er {loß mit dem Wunsche, daß der Univerfität alle Zeit der Shuß der durhlau@tiusten Erhalter bewahrt bleiben, und daß die Universität in voller Freiheit die Wahrheit erforschen und lehren möge. Nach einer Rede des Oberbaudirektors Krieshe- Weimar und des Architekten, Professors Theodor Fischer- München fand ein Rundgang dur< die Räume des neuen Universitäts- gebäudes statt. -

Im festlich ges<mü>ten Saale des Volk3hauses, der bis zun leßten Plage gefüllt war, fand gestern nahmwittag unter Leitung des Musikdirektors, Professors Frit Stein das akademische Fest- konzert statt, defsen Höhepunkt die Neunte Symphonie von Beethoven bildete. Abends 8 Uhr begann im Festzelt

der Rasenmühle die Begrüßung der einaetr offenen *

Gäste, die nah vielen Tausenden zählten. Der Prorektor der Univerfität, Professor Dr. Delbrüd, nahm zuerst das Wort, um ein Ho< auf Alt-Jena auszubringen, in das die Anwesenden begeistert einstimmtea und das Lied „Stoßt an, Jena soll leben sangen. Darauf begrüßte der Oberbürgermeister Singer- Jena die Gäste und {loß mit einem Hoch auf die alma mater, worauf die Musik „&audeamus igitur“ intonierte. Das Fest dehnte si bis na< Mitternacht aus.

Die Hauptfeier des Universitätsjubiläums begann beute morgen 9 Uhr mit dem Festgotte8dienft in der Stadt- kirhe, in der zu beiden Seiten des Altars die Chargterten

| der akademis<hen Verbindungen, das Präsidium des Land»

tages, die Vertreter der Ministerien der Erhalterstaaten, \sämt- lier Staats- und städtishen Behörden sowie der Lehrkörper der: Universität Plaß genommen hatten. Um 9 Uhr betraten unter Orgel- klang Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog von Sachsen“ Weimar und der Herzog von Sach:\sen-Coburg-Gotha, Ihre Hoheiten der Herzog von Sachsen-Altenburg und der Erbprinz von Sachsen-Meiningen sowie Seine Durtlauht der PrinzErnst von Sachsen- Meiningen die Kirche, am Eingange bon dem Kurator der Universität und dem derzeitigen Prorektor begrüßt. Nach Chorgesang und Gebct begann der Professor Thümmel die Festpredigt mit einem Rü>bliX auf die Gründung der Universität urd einer Wündigung des Gründers Johann Friedri, Nach der Feier begaben si< die Fürstlichen Herrschaften in offenem Wagen na< dem S{hloß im Prinzessinnengarten, wo: das Frühstü> ein- genommen wurde.

Heidelberg, 30. Juli. (W. T. B.) Aus Anlaß ‘des zehn- jährigen Todestages des Reichskanzlers Fürsten von B ismar> veranstaltete die hiesige Studentenshaft Nachmittags im reihges<müdten großen Hörsaal der Unive! sität eine akadem i\ he Gedächtnisfeier, zu der an den Lehrkörper und alle Behörden Einladungen ergangen waren. Der Professor Hermann On>en

| hielt die Gedächtnisrede. Abends gegen 8 Uhr verfammelten \si<

etwa 1000 Studenten auf dem Karltplay zu einem Fa>elzuge na< dem Bismar>kturm. Die lange Feuers<lange bewegte fi unter dem Vortritt einer starken Musikkapele dur< die Hauptstraßen. Als sie am Bismar>plaÿ anlangte, erstrahlte das Denkmal in bengalischer Beleuchtung, begrüßt ven tausend- stimmigen Hochrufen. Gegen 92 Uhr traf die Spiye auf der Platt- form ein. Die Studenten stellten sh im Halbkreis auf. Der Stud, phil. Schneider hielt eine {wungvolte Ansprache, in der er auf die Pflicht hinwies, das nationale Vermähtnis Bismar@s allezeit hodjzu* halten. Alsdann wurde das Led «Veutshland, Deutschland über alles* gefungen und der Rü>weg nah dem Ludwigsplaß angetreten, w die Fa>eln zusammengeworfen wurden.

St. Petersburg, 30. Juli. (W. T. B.) Dié Kurator der Lehrbezirke haben die Weisung erhalten, die geseßlih nid erlaubten, aber no$ immer fortbestehenden Studenten

bertretungen an den höheren Lehranstalten endgültig verbieten.

Innsbru>, 30. Juli. (W. T. B.) Gestern abend richtete ein Wolkenbruh im Unterinntal E Schaden an. Die Ge- meinden Volders und Wattens sind übershwemmt, Bad Mehri bei Brixlegg wurde vom Alpba<h zerstört. Im Zillerta wurden in der Gemeinde Hart zwei Häuser zerstört, ein Haus wurde weggerissen. Man spriht von 16 Toten. Der Betrieb der Zillertalba bn ist unterbrochen.

Tapolcza (Komitat Zala), 30. Juli. (W. T. B.) Heute nah- mittag ist in drei A pa a 2 Feuer autgebrohet- Bis jevt sind in sieben Straßen 120 Häuser samt den Nebengebäuden abgebrannt. Zwei Menschen find in den Flammen umgekommen.

Straßburg, 30. Juli. (W. T. B.) Seine Königliche Hoheit der Prinz August Wilhelm, der gestern nachmittag rits zu Doktor der Staatswisfen|<aften promoviert worden ist, hat eine Dissertaiion über das Thema geschrieben „Die

Gntwi>lung der Kommifsariattbehörden in Brandenburg-Preuße

bis zum Regierungsantritt Friedrich Wilhelms 1.* Die Arbe ist von der re<ts« und staatswissenschafilihen Fakultät angenomten worden, worauf das mündliche Examen stattfand. Examinatoren ware! die Professoren Sartorius, Freiherr von Waltershausen, Laband ul

Rehm. Den Borsig führte der Dekan der Fakultät, Professor von Tuhr.

(Fortseßung des Nichtamilichen in der Ersten Beilage.)

Gestorben: Hr. Nittmeister a. D. Richard besißer Therese Barthel (Breslau).

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Verantwortlicher Redakteur: J. V.: Weber in Berlin. *

s ; i und Verlags Fawiliennachrichten, lnstalt Bette Lie Mlsdiluiraße Ne: 2. Verlobt: Frl. Elisabeth von Fir>s a. d. H. ‘Ha n Fir>s - Pedwahlen mit Hrn. Freiherr Friß von Sechs Beilage

uhholz (Ploehnen bei Tu>kum, Kurland). (eins<ließlih Börsen-Beilage).

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De>er (Dittersba<h). Verw. Fr. Rittergut#“ y