1908 / 215 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Bekanntmachung.

Gemäß 8 46 des Kommunalabgabengeseßes vom 14. Zuli 18983 (Gelednnmien Seite 152) wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß aus dem Betriebe der preußischen Stre>e Ahaus—Landes grenze der Ahaus-Enscheder Eisenbahn im Zahre 1907, soweit dabei die Holländische Eisenbahngesellschaft berührt wird, ein kommunalabgabe- pflihtiger Reinertrag nit erzielt worden ist.

Münster, den 9. September 1908.

Der Königliche Eisenbahnkommissar. In Vertretung : Ditmar.

Nichkamklicßhes.

Deutsches Reich.

Preufsten. Berlin, 11. September.

Das Postamt des Reichstags wird aus Anlaß der XV. Konferenz der interparlamentarishen Union vom 15. bis 19. und aus Anlaß des XII. Internationalen ressekongresses vom 21. bis 26. September in Betrich gehalten werden. Die Schalter werden geöffnet sein: am 15. bis 19. von 9 Vormittags bis 5 Nachmittags, am 21. bis 26. von 8 Vor- mittags bis 3 Nachmittags.

Dem Regierungsassessor Dr. Thon aus Oppeln ist die kommissarische Verwaltung des Landratsamts im Oberwester- waldkreise, Regierungsbezirk Wiesbaden, übertragen E Der Regierungsassessor Dr. von Naßzmer aus Potsdam ist der Königlichen Regierung in Wiesbaden zur dienstlichen Verwendung als Hilfsarbeiter des Vorsißenden der Einkommen- steuerveranlagungskommission im Stadtkreise Frankfurt a. M. Überwiesen worden.

___ Der Regierungsassessor Freiherr von Oer in i. Pr. ist dem Landrat des Landkreises Görliß, assessor Denic>e aus

Königsberg der Regierungs- j t Hannover dem Landrat des Kreises Saaßgig (Bezirk Stettin) und der Regierungsass-\sor Friedrich Schmidt aus Hannover dem Landrat des Kreises Hörde zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften zugeteilt worden.

Die Regierungsreferendare Dr. jur. Müller aus Posen, Kramer aus Düsseldorf und Dr. jur. Schmige aus Breslau haben die zweite Staatsprüfung für den höheren Verwaltungs- dienst bestanden.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. AFAQUar - am 9. September in Nanking eingetroffen und gestern von dort nah Nganking Eee) abgegangen.

S. M. Flußkbt. „Vorwärts“ ist am 9. September in Schanghai eingetroffen. E :

S. M. Flußtbt. „Vaterland“ ist gestern von Suifu

angtse) abgegangen und an demselben Tage in Luchow (Pana eingetroffen.

S. M. S. „Bussard“ ist gestern von Daressalam nah der Tirenibucht in See gegangen und geht am14. September von dort nah Kilwa Kisiwani weiter.

Elsaß-Lothringen.

Seine Majestät der Kaiser und König ist, nahdem die Kaisermanöver gestern nahmittag 1 Uhr beendet waren, „V. T. B.“ zufolge, mit Jhren Königlichen Hoheiten den Prinzen August Wilhelm und Oskar heute früh 7 Uhr

Minuten im Sonderzug von Kurzel nah St. Pilt ab- ereist. Der Kriegerverein und dié Schulen von Kurzel hatten ih zur Abreise eingefunden. Ein Bataillon des 8. bayerischen nfanterieregiments, das auf dem Marsche nah Meß die haussee am Bahnhof Kurzel passierte, machte Halt, Front und präsentierte; darauf brahte das Bataillon ein

f reifaches Hurra auf den obersten Kriegsherrn aus.

Oesterreich-Ungaru.

Jn Budapest fand, „W. T. B.“ zufolge, gestern unter dem Vorsiß des Ministers des Aeußern Freiherrn von Aehrenthal eine gemeinsame Ministerkonferenz statt, in der die den Delegationen zu unterbreitenden Vorlagen endgültig festgestellt wurden. Die Einberufung der Delegationen wurde wegen der Tagung der österreichishen Landtage verschoben.

Großbritannien und Jrlaud. n Portsmouth is gestern das Schlachtschiff St. N von Stapel gelassen worden. Es ist mit 19 250 Tonnen das größte Schiff der Dreadnoughiklasse.

Frankreich,

Wie eine Note der „Agence Havas“ mitteilt, sind Frank- reich und Spanien über den Text der französish- spanischen Note hinsihtlih der für seine Anerkennung von Mulay Hafid zu fordernden internationalen Garantien «zu einem Einvernehmen gelangt. Der Text der Note sollte

gestern abend mit der Post nah San Sebastian und nah Madrid gesandt werden, um die Uebereinstimmung des Wortlautes festzustellen. Jhre Mitteilung an die Mähte wird dann sofort

erfolgen. folg Türkei.

Die Blätter in Konstantinopel veröffentlichen ein durch ein Zrade sanktioniertes Mazbata des Ministerrats über die Errichtung eines neuen obersten Kriegsrats zur Landesverteidigung. L

Nach einer Meldung des „Wiener K. K. Telegr.-Korresp.- Bureaus“ ist es am 6. September bei Biranshehir zu einem Kampfe mit den Kurden Zbrahim Paschas gekommen. Die Kurden haben 150, die Türken 20 Mann verloren. Das 4. und 5. Korps haben Befehl erhalten, umfassende Maßregeln zur Unterwerfung des Kurderistammes Jbrahims und dessen Anhanges zu er- eise. Eine vocgestrige Depesche aus Dersim besagt, daß ie Kurden ihre Angriffe forisezen und daß die Bevölkerung

A Star t aas Sderige Dana E dori operierenden Laigalone, General Neschet wurde abgeseßt ! und General Aly statt seiner ernannt. 1d de

Amerika.

, Das Bundesgericht der Vereinigten Staaten erklärte die Hepburnklausel des Eisenbahngeseßes für ver- fassungswidrig, durch die den Eisenbahnen der Transport von Kohle aus eigenen Minen aus einem Staate zu einem andern,

ausgenommen zu eigenem Gebrauch, verboten wird. Die Ent: scheidung betrifft Eisenbahnen, die über neun ig Prozent der Kohlenlager Pennsylvaniens verfügen. Die Meatertina wird, „W. T. B.“ zufolge, gegen diese Entscheidung des Bundes: gerihts Berufung einlegen.

Asien,

Nah einer Meldung des „Reuterscyen Bureaus“ Premierminister Katsura in einer von gehaltenen Rede einen Umriß der olitik strengster Sparsamkeit, welche die Regierung befolgen würde um das Vertrauen und den Kredit wieder erzustellen. Die Ver- minderung der Obligationenshuld Japans würde sich auf mindestens fünfzig Mi ionen Yen jährlich belaufen.

Die E Zeitung“ meldet aus Teheran: Aus Anlaß der in der vorigen Woche erfolgten Geburt eines Sohnes hat der Schah fast alle in Baghishah seit dem Staatsstreich gea enen po naden Gefangenen frei- gegeben mit der Bedingung, Persien bezw. Teheran binnen 20 Tagen zu verlassen.

l gab der Noi im Bankiersklub

Afrika. Nach einer Meldung der „Agence Havas“ aus Tanger ist Mulay Hafid in Mogador und a0 von den Anflus

zum Sultan proklamiert worden.

Wie der „Matin“ aus Algier meldet, wurde in Novigo dur eine Volkszählung unter den Eingeborenen die Befürch- tung erwe>t, daß Mannschaften zur Entsendung nah Marokko ausgehoben werden sollten. Dem Maire gelang es nur teil- weise, die hiergegen protestierenden Leute zu beruhigen. Die Behörden von Algier haben energishe Maßregeln zur Auf- rehterhaltung der Ordnung getroffen.

Australien.

_ Das amerikanische Pacificges<wader ist in Albany eingetroffen. :

Statistik und Volkswirtschaft.

Das III. Heft der „Vierteljahrsheste zur Statistik des Deutschen Reichs“, Jahrgang 1908, enthält eine Uebersicht über „Die Be- stands- und Kapitaländerungen der deutschen Aktien- gesells<aften und Kommanditgesellshaften auf Aktien für das 1. und 2. Vierteljahr 1908. Neu entstanden sind in den beiden Vierteljahren 77 Gesellshaften mit einem Nominalkapital von 96,2 Millionen Mark, in Liquidation getreten sind 38 Gesellschaften mit nominal 44,2 Millionen Mark, in Konkurs geraten 5 G:\ellschaften mit nominal 1,2 Millionen Mark, und ohne Liquidation oder Konkurs sind 15 Se- sellschaften mit nominal 32,6 Millionen Mark aufgelöst. Es sind daher 19 Gesells<aften mehr entstanden als aufgelöst, und das Nominalkapital bat si< dadur< um 18,2 Millionen Mark erhöht. In dem gleichen Zeitraum des Vorjahres waren 110 Gesellschaften mit nominal 150,4 Millionen Márk neu entstanden, dagegen 68 Ge- selli<aften mit ncminal 112,8 Millionen Mark aufgelöst. Die Zu- nahme der Gesellschasten betrug 42, die des ominalkapitals 37,6 Millionen Mark.

Kapitaländerungen sind im 1. Halbjahr 1908 von 162 Gesell- schaften vorgenommen, dagegen im 1. Halbjahr 1907 von 240 Ge- sellshaften, und zwar betrugen die Kapitalerhöhungen nomial 198,9 Millionen Mark (1. Halbjahr 1908) und 368,5 Millionen Mark (1. Halbjahr 1907), die Kapitalherabsezungen dazegen betrugen 15,3 Millionen Mark (1. Halbjahr 1908) und 102,3 Millionen Mark (1. Halbjahr 1907), fodaß das Nominalkapital infolge der vor- genommenen Kapitaländerungen einen Zuwachs von 183,5 Millionen Mark (1. Halbjahr 1908) beziehungsweije von 266,1 Millionen Mark (1. Halbjahr 1907) erfahren hat.

S@ulsparautomaten nach der Erfindung der Berliner Firma änel (Südende) wurden zuerst für eine {lädtisce Bürgerschule in <önzeberg cingeführt und fanden vel Anklang. Nunmehr hat au die Stadt Deuts<- Wilmersdorf iz ihren sämtlichen vier Gemeinde- f<ulen diese Automaten aufstellen lassen. In den Schulen 1 bis ITI find bereits seit einiger Zeit diese Sparautomaten als Schulsparkassen- einrihtung aufgestelit, und es ergab fi, daß {on na< einigen Monaten ein Gesamtguthaben voa rund 61 300 46 vorhanden war. Daß die SaFe der Schulsparkassen si wieder im Aufschwung befindet, eht auch daraus hervor, daß viele Sparkassenverbände diesen Gegen- ftand der Tagesordnung ihrer auptversammlung einfügen. Auf der 13. Hauptversammlung des Sparkassenverhandes für die Provinz Hesser-Nassau und das Fürstentum Walde> spra am 28. August in Schmalkalden Spar A entaut Surendorff (Rinteln) über die Errichtung. von. Sculsparkassen, während auf der am 22. September in Dortmund abzuhaltenden 18. ordentlichen Verbandsversammlung des Rhetnish-Wesifälishen Sparkassenverbandes Beigeordneter Prentel (Koblerz) die Schulsparkassenfrage erörtern wird. Die Sghulspar- Tasse in Glogau bestand am 1. Ayril 1998 N Jahre. Während S Zeit sind bei ihr auf 8803 Sparbücher 298 711 4 eingezahlt worden.

Zux Arbeiterbewegung.

In Bielefeld hat, der „Köln. Ztg,“ zufolge, eine Versammlung bon 900 arbeitslosen Metallarbeitern in einer Entschließung den Magistrat aufgefordert, sofort Notstandaarbeiten vorzunehmen. ,

Der Ausstand der S<hlepper und Pferdetreiber auf der Zehe „Bismar>k* (vgl. Nr. 213 d. Bl.) flaut, wie dem „W. T. B.“ aus Essen gemeldet wird, allmähli<h ab. Auf Schacht 3 und 5 sind alle eingefahren, von der heutigen Frühshiht auf Schacht 1, 2 und 4 fehlten inégesamt 92 Mann, während gestern no< 232 Mann ausf\tändig waren.

Dank der Vermittlung des englishen Handelsam!ts wurde, wie die „Voss. Ztg.* erfährt, vorgestern die Beendigung des Aus- stands der Mechaniker im Nordosten Englands erzielt.

Die „Frankfurter Zeitung“ meld't aus Winnipeg: Der Verk-hr auf der Canadishen Pacificbahn is von neuem gestört. Der R dauert fori. Die Hoffnung auf baldige Beilegung

ering.

Die Hafenarbetter von Santos sind, wie dem ,W. T, B,“ aus Rio de Janeiro gemeldet wird, in den Auéstand getreten,

Kunst und Wissenschaft.

Die Spigweg- Ausstellung bei Sqhulte.

Im Jahre 1808 wurde Carl Spißweg in München geboren. Wir haben also heuer die Wiederk-hr seines En Geburts- tages erlebt. Der Salon von Eduard Schulte hat dies Ereignis zum Anlaß für eine Spißweg Ausstellung genommen und fi damit ein großes Verdienst erworb-n: Man lernt hier den Meister von Grund aus fennen. Nicht wentger als 225 seiner Werke find augestellt. Í

Sarl Spiÿweg widmete si< anfançcs dem Studium der Pharmazie. In München und Erding war er in Apotheken tätig. Dies Milieu

i Zat dann no< später in der Kunst des Malers cine gewisse Nolle !

gespielt. Um 1835 gab Spikweg jenen Beruf auf und begann eifrig zw malen. Aus dieser Zeit ist bei Sulte ein kleines Selbstporträt (datiert 1836) ¿zu sehen. Eine 1ypische Anfängerarkeit ist dieses Brust- biltnis vor hellgrauem Grunde. Man spürt die Unerfahrenheit im Technischen, abec au bereits einen dec besonderen Vorzüge des“ Künstlers, die präzise Charakteristik.

Mehrere Kopien na älteren Meistern, nah Tintoretto, Rubens, Rembrandt u. A. gehören dieser gleihen Frühzeit an. Sie fesseln kaum, ausgenommen bie Negerköpfe nah Rubens. Wertvoll find sie als Dokumente der Studienzeit. Denn vor allen bei den alten Meistern ist Spißweg in die Lehre gegangen. Hauptsächlid) bei den Niederländern tes fiebzehnten Jahrhunderts, \p:zièl bei Adrian

rouwer. Anreguna, „wohl au Belehrung fand ec dann weiter im Verkehr mit den Münchener Künstlern Eduard Schleich, Peter Heß und Bürkel.

Mit Schleich unternahm Spißweg im Jahre 1851 eine Reise nah Frankrei und England. Ste war für die völlige Ausbildung des Künstlers von Bedeutung. Bilder von Diaz, von Decamps lernte er damals kennen. Man@hes in der Farbenbehandlung scheint der Münchener den Franzosen Ma zu haben. Sonst kann man nit ; eigentlih von Beeinflussung prehen. Spißweg war diesen Franzosen in mehr deun einer Beziehung wesentyerwandt. Erst durch sie fand er ganz si felbst. Darum ist diese Reise so wichtig. ,

ah München zurü>gekehrt, hat Spizweg kaum no< wesentliche Stilwant lungen durhgemaht. Sie wären bei setner Natur au kaum erklärlich. Solc@e heitere, fricdyolle Temperamente können nur eine Ausdru>sweise haben. _Iit diese gefunden, mag sie sih wohl weiter klären, aber nit prinzipiell wandeln. So mat die umfang- reihe bei Schulte ausgestellte Sammlung einen ganz selten einheitlichen Gindru> Wunderbar, daß diese Masse untereinander nahe verwandter Bilder nihr ermüdet. Immer von neuem wird man entzüdt, gefessel denn die sehr klar umscriebene Eigenart Spißzwegs ist in si rei

an Nuancen. Wir hegen hzute eine gewisse

Spißwegs Kunst is erzählend. Scheu vor erzählenden Bildern. Malghat soviel banal vorgetragene Man gegen dies garze Genre

HistörWen zu {luden bekommen daß

mißtrauish E ite Nes Sypißwe in Novellist voller Esprit. Und vor allem: Inhalt unh Miete beiden Ae bei in Stets bringt dle Form die Pointe der Erzählung. Schon die Wahl des jewelligen Formates ift wißig. „Der Morgenkaffee* (Nr. 1) ho< und {mal und im Bilte lauter Vettikalen: Der aufce<tstehende Alte, die Pfeife s<maucend und zum klaren Morgenhimmel emporschauend, A die glattgesGnitte Pre ae de S ornste R Mes

ne Taxushe 2 ein,

dies steigt parallel dem Blicke des biederen Alten leihe empor. Nahe

verwandt ist der „Briefbote“ / teigert der Bettelstötist“” (Nr. 6). Garz t gnd, fast e S Unten auf der Gase iebt dex Mg eamten dur dad Bde ant, dey n Oa erE A Fenster, ärgerlih ob der Störung, ein E springt die Linie des Klingelzu mde, In bizarren“ Nerbindung zwischen Bittendem und A empor, elne wigige line - „Nächtl Runde* (Nr. 4), sind da f i en D ider, wie ier - hingelagertea Brüde e¿- tipreweit Fpctformat Pop nandergezogen di- Wahmannschaft ihren We imes Me eil f er Weise G Pointe bet dem fköftlihen „Hagestol. “in ähnlicher (Nr. 1 vorgetragen. Eine Voralpenlandscaf{ i apem D ne. Stodstelf lpaziert der einsame Herr den shnurgerad A e Bilde heraus- laufenden Wiesenpfad entlang. Etwas. “Pebantisches liegt in diesen Hp Gnjam wie fs bebe Like fe Ce t ven W rit es dadurch, besonders egen]aß è fügen. Salt la Beet e, Borde Weid er Bant (hat eir mittel in „Plaßmajor und SEOSANa E (Nr. 20) Ben o, Lehre“ Pera N E s B L ales Zat der Vorgeseßzie im ron!, wobet da! gluerii@ze man beat S poll atr Geltung fommi, Die aritektoni 2e Umgebung wiederholt ann e e ten Figuren gegebenen ungsa D erhêtt die Komposition Giwheit f höherem Se L y E cles in der Ausstellung zeigt, wie p'ßweg lietevoll in die Werke der französishen Rokokomaler versenkt hat. Abex niemals ahmt er sie sklavis< na<. Stets ertönt eine sehr persönliche Note. Am nächsten d Ea i e en en E Es Nr. 159) und „Das Gartenfest“ (Nr. ; ei dem in die r ien vorkommenden „Pi>nik im Walde“ (Nr. 16, 17, 102) sind die gepuderten Damen, die Kavaliere im spigenbeseßten Fra> zu aa da P A sind aub Stü te Spihwegs troß der Rokokoverkleidung sind au üde, wie Nr. 44: Cin di>er Herr, dur seine körperliche Unbeholfenbe sehr komish wirkend, ist vor elner ebenfalls re<t beleibten Dame au!s Knte gesunken und gesteht seine Liebe. Oder der „Witwer im W s (Nr.- 15), der s<warz gekleldet auf einer Steinbank sitzt. Er hat de / verstorbenen Cheliebsten nahgeweint, no< hält er deren Medaillon, E bildnis und das tränenfeuhte Tashentu<h in den Händen. Avers / scheint, daß er ih trösten wird. Nicht ohne Interesse seht er 10

jungen Damen nah, die, dic Unbefangenen spielend; an thm vorbet ge

wandelt find. i 6.4 J Nicht ganz die gleiche Frische haben die morgenländischen Sujets- Spigzweg ist niemals im Orient gewesen. r wohl die Anregung zu seiner „Siesta® (Nr. 67), zum „Türkischen Kaufmann“ (Nr. 10), zum „Türken in enger Gasse" (Nr. 105). n O Zu voller Geltung kommt dann wteder der Münchener Humor A F „Im Orient“ (Nr. 166). Mit unershütterlihem Ernste lauscht a anz unmöglih gekleidetec englisher Lord und seine Dame cinen : icerore, der fiherlih ret Phantastishes von den Ruinen vor ihne" berichtet. Gelangweilt gähnend lehnt im Hintergrund der Diener- Mäntel, Schirme und Stô>e unter dem Arme. 19)

Anderes erinnert an Schwind, wie die Gnomenbilder (Nr. 79, 1 4 oder die Ankunft des Postwagens (Nr. 94 und 155). Aber Spin! 7 erreicht ni<t Shwirds poetische Zartheit. fd war ues t Lyriker. Ec war vorwiegend fatyris<h veranlagt. Alle diese a n Junggesellen, Professoren, Apotheker, Wachsoldaten, Spießbürgel! Sonderlinge, so liebevoll sie in ihrer Eigenart beobachtet find, 2 h werden alle eiwas lächerlih gemaht. Stets saß der Schalk Maler im Nat>en. H.

Die erste gündlihe geologis<he Erforshung des Nord“ westens von Deut S DUKIEE und der Vulkanregioh verdanken wir dem Berliner Geologen Egon F. Kirsch stein, der ffe seit dem Sommer 1907 länger als ein halbes Jahr hindur teilw t unter großen Gefahren tätig gewesen ist. Ein kurzer vorläu Bericht Swe über seine wertvollen Ergebnisse findet DE ih 3, diesjährigen Heft der „Mitteilungen aus den deutschen Sn 5 gebteten“, Kirschsten kam in diese Gebiete von Blinde À aus und widmete die Zeit von Ende Juni bis Y August der geologishen Grfors<ung der Gegend zwische Victoriasee und dem Kiwusec, UntersuGungen auf da egen kommen nußbarer Mineralien hin hatten kein Ergebnis, das h konnte wichtiges Beokahkungsmaterial über die Entstehung und breitung der eifenshüssigen Konglomerate gewonnen werden, die fälshlih als NRaseneisenerze bezeihnet worden waren. hte in- zeichnung fals< war, hatte bereits Bornbardt bemerkt, er bra ct dessen die Eatstehung dieser weit im tropischen breiteten Gestei-sart irtrigerweise mit dem Grundwa 4 he: Verbindung. Andere interessante Beobahtungen Kirschsle D iellen treffen tropishe Verwitterungösformen und die heißen war in Karagwe und im BentralafrikanisGen Graben. Seen? Kirschstein ses Monate lang mit Untersuhunrg im Vulkan- cie ebiet bes<äjtigt. Das Grgebnis ist etne vollständige geolog e {hret A orshung der Bulkane bezügli ihres Baucs, der Eruptions ‘Tettonil Magmen, ihres Uatergrundes und threr Beziehungen zuk À Diese Untersuchungen erstre>den ih auf sämtlicze aht uff auch Kics{stein alle erstiegen hat, Der Namlazira zetgt? A rade eine Periode erhöhter eruptiver Tätigkeit, und Kirsc{s

Durch Decamps erhielt ek 4