1908 / 269 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

aber die Ausgrabung von Affur der archäologischen Behandlung der

Einzelfunde. Hier ‘gilt es, die zahlreihen Wechselbeziehungen zwishen den verschiedenen orlentalishen Kuliuren und die Zusammenhänge zwischen diesen und der Mittelmeerkultur aufzudecken. Diese umfangreiche Arbeit, für die bisher so gut wie nihts gesehen war, kann jeßt, begünstigt dur die festgestellte Zugehörigkeit dieser Ginzel- funde zu zeitlih bestimmbaren Gebäuden, mit Aust auf Erfolg in Angriff genommen werden. Mit diesem Ausblick {loß der Vor- tragende, der Mitte November wieder die Ausreise nah Affur antritt, seinen anregenden Bericht. *

An zweiter Stelle \prach Herr Professor Dr. C. Shuchhardt, der seit dem 1. Avril d. J. als Direktor der Vorgeschichtlichen Ab- teilung des Museums für Völkerkunde nah Berlin berufene frühere Direktor des Kestner-Museums in Hannover, über „Das technische Ornament in unseren ältesten Kulturen“. Er knüpfte dabei an einen Vortrag an, den Professor von Kekule vor 18 Jahren (in der Julisißung 1890) in der Archäologischen Gesellschaft über Form und Ornament der ältesten griehischen und vorgriehischen Vasen gehalten hatte. Kekule hatte damals als Erster nachdrücklich auf die vielfache Beeinflussung der griechischen Vasenformen und Vasendekoration dur Korbflehterei hingewiesen. Im gleichen Sinne wies der Vortragende auf Grund typishez Korbgtflehte aus Afrika, Südamerika und Japan nadch, daß die ältesten Tongesäße, die wir in Euroya kennen, die aus den norddeutschen Megalithgräbern, in Form und Verzierung Korb- fleh!ereien nahahmen. Ihre Grundform ist die Sale mit „tragendem Ring“ am oberen Rande, und die Art, wie das Ornament zunächst diesem Rande parallel läuft und dann in vertikale Streifung umseßt, bi3 am Boden wieder die horizontalen Linien eintreten und die Befestigung der Bodenplatte markiert wird, fernec wie der Henkel selbst gefloGten und mit divergierenden Linien in den Bauch eingenäht wird, alles das Topiert leibhaftige Körbe. Da wir nun ältere Tongefäße als diese aus den Megalithgräbern überhaupt nit kennen, müssen wir an- nehmen, daß in der voraufgegangenen Zeit, die Gefäße aus Ton noch nit herzustellen verstand, solche aus Korbgeflecht herrschten, die mit Honig, Harz oder Lehm gedihtet waren und dann von ‘den rein aus Lehm bestehenden in ihrer Struktur zunähst nach- geahmt wurden. Im Gegensagze zu dieser nordisGen Keramik ¡eigt sch weiter im Süden, und zwar \chon in der Donaukultur, ein starker Einfluß der natürcliGen Formen des Flaschenkürbis (Lagenaria N und der Gurk? (Cucumis melo) auf die älteste Keramik. Diese hartschaligen Früchte konnten vielfa ohne weiteres als Gefäße verwandt werden. Oft erhielten sie au einen geflohtenen Hals oder cine Umspinnung zur Anbringung des oberen oder jeitlihen Henkels. So herrschte in diesem Kreise eine roße Freiheit und Mannigfaltigkeit der Ornamentik, und um so auf- fälliger ist es, wenn in gewissen Landschaften, wie z. B. in Bôöotien, die reine Korbflehterei nach Art des Nordens {arf hervortritt. Fm weitercn behandelte der Vortragende einige Knüpf- und Näharbeiten des Altertums, indem er zeigte, daß die großen goldenen Kopfgehänge aus dem trojanischezn Schaße Schnüren mit anhängenden Quasten nahgeahmt seien, daß die Hals- und Armbänder und die Gürtelplatten der nordischen Bronzezeit an die Stelle starker Gewebe, zum Teil mit aufgenähten Schnurspiralen, getreten sind, und daß die Spirale an sich aus dem vom Mittelpunkt aus gedrehten Wulst zur Perlielung eines Tellers und nacher Schildes entstanden zu sein eint. Dem interessanten Vortrage folgte eine lebhafte Debatte, an der sih außer dem Vortragenden die Herren Hubert Schmidt, Eduard Meyer und von Kekule beteiligten.

Fagd, : Dienstag, den 17. d. M., findet Königliche Ae: jagd statt. Stelldichein: Mittags 12 Uhr 30 Minuten in

erbiß. Theater und Musik.

Hebbeltheater.

Das Hebkeltheater gab - gestern erwünschte Gelegenheit, Karl ScMhönherrs Komödie „Erde“, wenige Tage nah der amtlichen Be- kanntmachung, daß ihr die Hälfte des Schillerpreises zuerkannt worden ei, kennen zu lernen, und der äußere Erfolg, den das Publikum dem

erke bereitete, sien das Urteil der sahverständigen Preisrichter im ga zu bestätigen. Sehr laut und s-hr begeistert klang allerdings er Beifall niht, und das lag nicht allein an Schwächen der Darstellung, sondern an dem Mangel an ciner dramatisch bewegten Handlung und Entwicklunyg, die diese in der Mundart Anzen- grubers geschriebene Komödie troy aller dichterishen Vorzüge nicht aufzuweisen hat. Am Schluß stehen die Dinge genau so wie zu An- fang: der alte Grußhofbauer, den ärztliche Kunst aufgegeben hatte, wird wieder gesund und faßt die Zügel um \o straffer, die lachende Erben, während er auf das Krankenlager hingestreckt war, ihm aus der Hand zu nehmen stch ansch!ckcen. Der Reiz des Stücks liegt einzig und allein in der starken Schilderung des Zuständlichen und in der \harfen Charakterzeihnung der Gestalten ; ein kräitiger Erdgeruh geht von dieser „Erde“ aus. Die Liebe zur Heimatsholle und ihre antäishe Kraft gibt den ersten Szenen die Grundstimmung, während bäuerliher Starrsinn, Verschmißtheit und Habgier die Elemente sind, aus denen der humoriftisYe Teil des Werks besirittèn wird. Mena, die Wirischafterin, und Trine, die Magd, haben lange Jähre auf dem Hofe

au8gebarrt, beide in der Hoffnung, von Hannes, dem Sohne des Grußhofbauern, wenn er fein Erbe antritt, zum Weibe erkoren zu werden. Als der Hufshlag eines unbändigen Pferdcs den Alten daniederstreckt, streiten fie ch in offener Nebenbublerschaft um die Gunst des Sohnes, und die rüdsihtslosere Mena siegt über die sanftere Trine. Sie“ beginnt mit Hannes eine Lieh- \{aft, déren Folgen ihn véerpfli®ßten sollen, sie zu ehelichen. Aber die unverboffte Genesung des alten Bauern |foppt sie alle. Hannes sinkt wieder zum Großknecht seines Vaters berab und muß die Sehnsud)t nah Weib und Kind bezwingen; Mena sieht {fh in ihren Hoffnungen betrogen, als Bäuerin auf eigener reiGer Sgholle herrschsüchtig schalten und walten zu können, Obwohl sie sich Mutter fühlt, Heiratet sie nun das früher vers{mähte ‘Eishofbäuerlein, dessen ärmliher Hof einsam auf hoher Bergehalde liegt; und die ergrauende LTrine harrt weiter als Magd auf den Tag, da Hannes sie zum Traualtar führen wird. Der alte Grüß aber laht fie alle aus und zertrümmert eigenhändig den son für ibn bereitstehenden Sarg, um Brennho!z daraus zu machen. Ohne Zweifel hätte das Werk in einer einhettlicheren Darstellung einen tieferen Eindtuck eizielt als gestern, obwohl ihm, wie {on erwähnt, echtes dramatisches Leben nicht innewohnt. Am esStesten wirkte Rosa Bertens in der Rolle der Mena, deren bäuerische Ur-

kraft sie mit siheren Strichen zeichnete. Den alien Gruß hätte man sich fkerniger, wuchtiger, herrishec gewüns@t, als ihn Guido Herzfeld darstellte, und seinen Sohn Hannes

nicht so weihlid, wie er von Herrn Lihho gespielt wurde, sondern mehr gedrückt und geduckt. Sehr glaubhaft wurde dagegen die verhärmte Trine voa Maria Mayer verkörpert. Unter den evisodisen Gestalten ragte das keifende Totenweibele in der glänzenden Darstellung Frieda Richards hervor, während die nicht unwihtigen Neben- figuren eines Arztes und eines Jungknechts ‘nur \chwache Vertreter hatten. Der anwesende Dichter wurde nah dem zweiten Akt, der am meisten Beifall fand, mehrfah hervorgerufen.

Im Königlihen Overnhause wird morgen, Sonnabend, die hiftorische Pantomime „Sardanapal wiederholt. (Anfang 8 Uhr.) Die Vorbereitungen zu den bevorstehenden Neuheiten : eVersiegelt* von Leo Blech und ‘„La Habannera® von Laparra, sind in vollem

ange.

Im Köntglichen Schauspielhause wird morgen Paillerons Lustspiel „Die Welt, in der man sich langweilt“, mit S Herren Vollmer, Sommerstorff, Patry, Vallentin, Eageling, Zeisker, und den Damen Buye, Abih, C|hborn, Arnstädt, Steinsieck, von Mayburg, Wienrich und von Arnauld in den Hauptrollen, aufgeführt.

Im Neuen Königlihen Öperntheater fälli morgen das Sslierkfeergastspiel aus. Hingegen ist die Tageokasse am Schalter IIL des „Königlichen Schauspielhauses für den Vorverkauf der beiden Sonntagsvorstellungen geöffnet.

In der Komischen Oper feiert Suetanas „Verkaufte Braut" am kommenden Sonntagabend, gelegentliß ihrer Wiederaufnahme, das Jubiläum der fünfzigsten Aufführung. Die: Hauptpartien sind mit den Herren Naval, Mantlker, Zador, Kreuder, Armfter und den Damen Deetjen, Krüger, Willner und Lorenz beseßt.

(Der Konzertbericht befindet si in der Zweiten Beilage.)

Mannigfaltiges. Berlin, 13. November 1908.

In der gestrigen Sißung der Stadtverordneten, die nur von kurzer Dauer war, sollte in gëmetishaftliher Siyung mit dem Magistrat die Wahl ‘eines Mitgliedes der Abteilung T des Bezirks- aus\{chufses stattfinden. Auf Antrag des Stadtv. Rosénow wurde aber die Angelegenheit nochmals an dieïgemischte Deputation zurückverwiesen, da mehrere Mitglieder den Wunsch zu einer nochmaligen Ausfprache über die Wahl hatten, Die auf der Tagesordnung sonst noch stehenden fünf Gegenstände waren von untergeordneter Bedeutung und wurden bald erledigt. Auf die öffentliche folgte eine geheime Sitzung.

Im gegenwärtigen Augenblick ist die Aufmerksamkeit der Welt kaum einem anderen Erdenwinkel in böherezm Grade zugewandt als der Balkanhalbinsel. Es war: daher ein guter Gedanke der Direktion der „Urania“, gerade jeßt Vorträge über Bosnien und HFerz-gowina einerseits, Bulgarien andererseits zu veranstalten und hiermit die besten Kenner von Land und Leuten zu betrauen. Für Bulgarien gilt als der für folche Aufgabe Berufenste mit RNecht Professor Dr. C, Kaßner, der sh bereit gefunden hatte, am leßten Sonnabend einen von vielen Lichtbildern ‘begleiteten Vortrag über das zeit- gemäße Thema im großen "Saal der „Urania*® zu halten und der am Montag diesen Vortrag wiederholte, weil am ersten Tage nur ein Teil der Nachfrage nah Eintrittskarten hatte befciedigt werden können. Der Redner erntete an beiden Abenden reiten und wohlverdienten Beifall. Bereits am 19: Märj 1906 hatte Professor Kaßner ir der Falitung der Gesellschaft für Erdkunde einen derzeit mit hohem

nteresse aufgenommenen Vortrag über Bulgarien gehalten, worüber, seiner Wichtigkeit entsptehend, au an dieser Stelle ein ganz ausführ- licher Bericht erstaitet worden ist. Um Wiederholungen zu vermeiden, beschränken wir uns deshalb im nachstehenden auf einé kurze 'Wieder-

gabe des Gedankenganges des jüngsten Vortrages: Einleitend be- gründete der Redner scine Berehtigung, zur Sie zu sprechen. Er hat in den Jahren 1900—1907 in jezem Sommer, den von 1907 ausgenommen, also im ganzen \iebenmal, Bulgarien kreuz und quer durzogen_ und vielfa bei Landesangebörigen Gastfreundschaft ge- nossen. Seine Erfabrungen belehren ihn, daß man \sich hüten mus, unsern Maßstaban dortige Verhältnisse zu legen ; denn das slavische Denken ist von dem unsern außerordentlich vers@zi-den. Zur richtigen Würdigung gehört auch die Kenntnis der Vergangenheit, des geshihtlihen Werde- gauges dieses Jahrhunderte lang von einem nah Rasse, Sprache und

eligion verschiedenen Volke in s{chwerer Abhängigkeit gewesenen iristlicen Volkes, das stolze Erinnecungen an frühere bessere Tâäge bewahrte: Diese abwecfelungsreiche Vergangenheit Bulgariens wurde vom Redner ausführlih bis in die jüncste Zeit behandelt und daran Betractungen_ über die bervorsteherdsten Charakterzüge ber heutigen Bulgaren, Männer und Frauen, geknüpft, die im allgemeinen sehr freundlich lauteten. Die hierauf folgende, dur viele Bilder begleitete Beschreibung des Landes in scinen landshaftli® schönsten Teilen und_ seinen betriebsamen Städten gab wiederholten Anlaß zu Stilderungen des Volkslebens und des nicht immer das richtige Maß haltenden, zuweilen {wer zu zügelnden Freiheitssinnes - der Bulgaren. Von hohem Interesse waren auch dic geologis@en Mit- teilungen, die Darlegungen über dea Durchbruch des Itkerflufses, dur) den in ferner Vergangenheit das früher einen großen See bildende Tal von Sofia Abfluß zur Donau gewonnen hat. An dieser Stelle ist jeyt nach Ueberwindung großer S@wtkerigkciten eine Eisenbabn geschaffen, die Nozdbulgarien mit der Lande3hauptstadt an der Südseite des Hogebirges verbindet und eine Gebirgslandscaft ersbließt, die es an Großarzigkeit mit den berühmtesten threr Art auf- nehmenkann. Von den öffenilihen Bauten und Anlagen aller Art, die in der knapp dreißigjährigen Epoche der Begründung des Fürstentums Bulgaricn ais Nationalstaat entstanden find, gab der Vortragende einen Bericht, der überraschend“ wirkte, weil er von einer höchster Aztung werten Tätigkeit des befreiten Volkes Zeugris ablegt. Aehnlich sprachen die Mitteilungen von dem Fortschritt und den guten Aut sichten auf allen Gebieten der Volks1oirischaft an, insonderheit auch, was vom Bau S und der Förderung des Volksunterrihis er- ¿ù urde.

S

Hamm (Westfalen), 12. November. (W. T. B) Wie die Zeche „Radbod“ (vergl. Nr. 268 d. Bl) mitteilt, sind von den eingefahrenen Bergleuten 37 tot, 35" verleßt und 6 un- verleßt geborgen. Der Rest der Verunglü@ten, über 300 Bergleute, wird verloren gegeben. Die Rettungsarbeiten mußten eingestellt werden, da bei weiterer Arbeit das Leben der Reitungéleute gefährdet werden könnte. Zudem eischeint es nach der Sachlage auë- geschlossen, daß von „den in der Grube befindli@zen Bergleuten noch jemand am Leben ist, Die Rettungsmannscaften sind na® allen Richtungen pur kurze StreFen vorgedrungen, da überall das Feuer wütet. Nah Norden zu war man bemüht, die Sohle abzudämmen, um das Feuer zu ersticken, Heute, Abends, hat eine Beratung unter dem Vorsiß des Berghauptmanns von Liebre@t stattgefunden, Das Ergebnis ist, taß die Unmöglih- keit festgestellt wurde, die Rettungsarbeiten weiterzufüh ren. Der ‘ganze Sha@t soll unter Wasser geseuzt werden, um die Feuersbrunst zu erstiden. Die Sanitätêmannschaften sind abgerüdckt.

Die Na§Hricht, die Shlagwetterexplosion auf der Zeche „NRadbod* habe wegen der außerordentlihen Trockenhcit des in dicken Schichien in Querschlägen lagernden Koblenstauks eine #0 große Verbreitung gefunden, bestätigt h niht. Nach Aus\age der Rettung8mannschaften haben nur herschwindend geringe Koksbildungen in den Strecken gezeiat, ‘was dafür {pridt, daß keine nennen8werten Kohlenstaubansammlungen vorhanden gew: sen sind. Die auf „Radbod“ aufgeshlossenen Flöze gehören, wie man bermutet, der Fettkoblenpvartie an,“ baben aber ausgesprochenen Gaskoblerharakter. Sie neigen bei verhältnismä ig bohem Gaß- gehalt nur wenig zur Staubbildung. Ueber den Eindruck, den das Unglück in Hamm bervorgerufen hat, wird gemeldet: Automobile und

Droschken durhjagten Hamm und brachten Verwundete nah den -

Krankenhäusern, die von den Angehörigen der Verunglückten umringt find. - Die Straßen zur Unglüdcktstätte, die eiwa cine Stunde vor Hamm liegt, waren mit Venschea gefüllt Tausende umlagerten die Unglüdsstätte.

Plauen (Vogiland), 12. September. (W. T. B.) Seit gestern abend sind, wie dem „Vogtländishen Anzeiger“ gemeldet wird, im Vogtlande wiederum neue Erdbeben verspürt worden. In der vergangenen Nacht erfolgten fünf leichte. Grdstöße. Heute mittag 12 Uhr 25 Minuten war ein beftigerer Grdstoß zu verspüren.

Stockholm, 12. November. . (W. T. B.) Nah hier einge- troffenen Nalhrichten ist Sven Hedin in Tokio angekommen und mit Jubel empfangen worden.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der

Ersten und Zweiten Beilage.) ;

a

Theâter.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 239. Abonnementsvorstellung. Sardäuapal. Große historishe Pantomime in einem Vorspiel und 3 Aktea (4 Bildern) unter Anlehnung an das gleihnamige Balleit Paul Taglionis, neubearheitet von FriedciG Deligsch. Choreograpkis(zer Teil von Emil Graeb, Musikalishe Begleitung (unter freier Verwertung histori\her Originalmotive und einzelnez Teile der Hertelshea Partitur) von Josevh S@Whlar. Begleitende Dichtung von Joseph Lauff. Musßikalische g ugs! Herr Kapellmeister Dr. Besl. Anafang

r

Schauspielhaus, 252. - Abonnementsvörslellung. Die Welt, in der man sich langweilt. Lust- spiel in 3 Aufzügen von Edouard Pailleron, über- seßt von Emerich von Bukovics. Regie: Herr Reaisseur Keßler. Anfang 72 Uhr. :

Sonntag: Opernhaus, 240. Abonnementsvor- stellung. Dienst- und Freipläge - sind aufgehoben. Der Ring des Nibelungen. Dritter Tag: S A

2 ©

uspielhaus. 253, Abonnemeztvorstellung. Dienst-- und Freipläße sind aufgehoben. Mais

Heinrich der Sechste. Tragödie in fünf Aufzügen | Mess

von Christian Dietrich Grabbe. Anfang 7x Uhr,

Deutsches Theater. Sonnabend: Zum érsten Male: Revolutiou in Krähtwiukel. Anfang

7 Ubr. Sia! Revolution in Kräßwiukel. Kamimerspiele.

Sonnabend: Gyges uud sein Ring. Anfang |

Uhr. ; Sonntag: Frühlings Erwachen. ' Veues Srhauspielhaus. Sonnabend: Faust,

| Hebbeliheater. (Königäräger Straße 57/58.)

(Bewöhuliche Preise.) Anfang |-

_| Theatér des Westens. (Station Zoolögiscer äti Garten, Kantstraße 12.) Sonnabend: Déx fidele

Sonnabend: Erde. Anfang 8 Uhr.

Berliner Theater. Sonnabend: Zum ersten Male: Herodes und Mariamne. Anfang 7 Uhr.

Lessingtheater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Naub der Sabineriunen.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Noseumoutag.

Sonntag, Abends 8 Uhr: Michael: Kramer.

Montag, Abends 7x Uhr: Die Wildente.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Julius “Caesar. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare.

Sonütag, Nahmitiags 3 Uhr: Der rote Leutnant,

Sonntag, Abends 8 Uhr: Die Zwilings-

\chwester. Montag, Abends 8 Uhr: Der schwarze Kavalier.

“’Charlotteuburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Dér Fainilieutag. Lustspiel in 3 Akten von Gustav

Kadelburg. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Dië Bvaut von

L "

esfina. Sonntag, Abends 8 Uhr: Der Heèr Mikifterial- direkïtor. R T

Montag, Abends 8 Uhr: Det Fäimilientag.

auer. Operette von Leo Fall.

_ Komische Oper. “Sonnabend: ‘“Tieflaud. Anfang 8 Uhr.

Lustspiélhaus. ** (Fricdri@ftragé 536,) “Sont

Sonnabend, Abends 8 Ubr: Kümmere Dich um Amelie. “Schwank in 3 Akten (4 Bildern)! von Georges Feydeau.

Thaliatheater. (Direktion: Kren ünd-S&önfeld.} Sonnabend, Atends 8 Uhr: Gastspiel Alexauder

Girardi: Bruder Straubinger. Operette in 3 Akten.

: Trianoutheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedri straße.) Sonnabend: Die Liebe wacht.

Konzerte.

Vingakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr? Liederabeud von Johanues Messchaert.“ Mitw.: Prof. Robert Kahn.

Saal-'Behstein. Sonnabend, Abends 7x Uhr: Konzert des Trio „Chaigneau“ aus Paris: der L R O LCEa

aigneau (Viol.), aigueau ‘(Violoncello) und GailGarduer (Ges.).

Beethoven:Saal: ‘Sonnabend; Abends 8 Uhr: tee eimmden Dee Mente dem k ar S : :

'Eriist Kunwald.) irigent: Dr.

“Klindworth-Sharwenka-Sagl, & Abends 8 Uhr :“Liederabeud von Ethel i

““Mozart¿Saal. * Sonnabend, Abends 8 Vhr:

A, Teil. Anfang 74 Uhr.

übend, Abends 8 Uhr: Die Tür ins Freie.

“Konzert von Mischa Elman, i Liachowsk9. Mitw.: Waldemar

; Neifer.

Residenziheater. (Direktion: ichard Alexander, | Klüthner-Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Konzert von Robert Zeiler (Violine) mit dem Vliithuersaal-Orchester. Dirigent: Ferdinaud

Choralion-Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Liederabend von JFetta Rintel.

s

Birkus Schumann. Sonnabend, Abends präi- 74 Uhr: VIL. Grande Soirée HMigh Eise und Salaprogramm und um 94 Uhr: Beginn der grofien ‘diesjährigen Pracht-Ausftattungë- pautomime: Golo, der Seeräuber Müädchenhändler. 5 wunderbare“ Akte und die {öne-Schlußapotheose. Sonntag in beiden Vor- stellungen: Riesenprogramm, Nau. ein Kind frel-

LREAE N 7D N I RNS E S I Familiennachrichten.

Verlobt: Verw. Fr. Anna Leipoldt, geb. Kulen- kawpff, mit Hrn. Geheimen Megterungsrat Christoph Bosse (Berlin).

Geboren; Eine Tochter: Hrn. Legationsrat G. Plehn (Denver). Hrn. Unibversitäteprofessor Alexander Burggrafen und Grafen zu Dohna-

_SYlodien (Potsdam).

Gestorben: Hr. Major a. D. Hans Robert F von Dobeneck (Königsberg N.-M.). Hr. e a. D. Catpar Friedri von Bülow (Neu-Ruppin/-

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. E Charlottenbur9-

Verlag der Expedition (Heidri) in Berlin

Dru der Nordde: Ferei und Verlagt- “Anftalt Berlin V, Wilbel siraße Nr. 32.

Neun Beilagen (eins{ließlich Börsen-Beilage).

|