1908 / 273 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

tihten auf vorkommende Exz i » Ffamkeit 3 5 xzesse ihre ernsie Aufmerksamkei R machen die persische Negierung verantwortlich für der- Ÿen Handlungen der Truppen des Schahs. Einer Mel- tr genannten Agentur aus Täbris zufolge haben die 4 plutionäre Ain ed Dauleh von jegliher Verbindung der Stadt abgeschnitten. e Boten In Befürchtung eines Anwachsens der revolutionären : Me egung infolge des Todes des Kaisers und der Kaiserin- nage von China hat der Regent Prinz Tschun, À Di Meldungen des „RNeutershen Bureaus“, die F di #el der Regierung mit fester Hand ergriffen, so daß Zei Aufrechterhaltung des Friedens wenigstens für einige u gesichert ist. Es sind alle Vorsichtsmaßregeln ge- 1 worden, um eine Wiederholung der revolutionären sontenge vom April und Mai zu verhindern, und be- were Abteilungen chinesishec Truppen bewachen die

Ange zu den Gesandtschaften, in denen jedoh keine Furcht 8 errt, daß bie Negtraung ni<ht imstande sein könnte,

elenden Schuß zu gewähren. Die Näte kündigten den paiserlichen enen E B die Regentschaft eine endgültige en und daß man jedem Widerstand unverzüglih mit îirar,cforderlihen Mitteln cntgegentreten und ihn be- E würde, Vieriausend Soldaten werden im Palast E Kaiserin-Witwe in Bereitschaft gehalten. Der Sieg des E bei dem neuen Regime stark vertretenen Reformelements Proc udigt die Organisationen der Mandschupartei. Jn den F hat nien wurde die Nachricht von der Einseßung der Negent- Ei uhe aufgenommen. Z i : Nam n Abshiedserlaß des Kaisers, der in Kuanghsüs fluß n vom „Großen Nat“ aufgeseßt war, zeigt, daß der Ein- er hinesishen Staatsmänner den Einfluß der Mandshus der peedt. Der Erlaß muß als eine ausdrü>lihe Erklärung Frl en Regierung über ihre Politik betrachten werden. Der Ir ß, der u. a. eine energishere Durhführung des Reform- eramms vorsieht, sagt, der Kaiser habe sih während feiner t erun mit den Schwierigkeiten beschäftigt, diesih aus dem Ver- mit den Fremden und aus dem Verkehr, zwischen Christen S Nichtristen ergeben hätten; er habe das Heer und die A eie die Industrie gefördert und eine Verfassung et. De estern ist eine Reihe von Edikten erlassen worden. ste, Neuterschen Bureau“ zufolge wird unter anderem eine zee èwahung der Verbotenen Stadt S ein 5 Edikt kündigt an, die Aera des neuen Kaisers werde agggamen Hsuan Tung führen. Dieser Name wird dahin der legt, daß die Einheit der Nation und die Durchführung Ci ormen das Programm des Thrones sei. Ein drittes Kais leßt den Titel nach dem Tode für den verstorbenen T und die Anerkennung seiner Verdienste fest und ver- Ädiede sich über das Neformprogramm, wozu Kuanghsüs Ahb- ikt den Thron verpflichtet habe.

e eln ner Blatt, „W. T. B.“ zufolge, meldet, iedWishen Mulay Hafid und Abdul Asis eine Ver- fein digung dahin gehend erzielt worden, daß Abdul Asis siehe Nrivateigentum zurü>erhält, daß ihm eine Pension von Taue send Pfund Sterling zugebilligt und als Wohnsiß E angewiesen worden ist. f ; er Sohn von El Gebbas is, nah einer Meldung Stef Aüence Havas“, zum Pascha von Tanger und zum ertreter seines Vaters ernannt worden. Nath e dem „Daily Telegraph“ gemeldet wird, besagen Stg. Hten aus Fes, daß Raisuli zum Gouverneur aller worde Me ¿wischen Tanger und Kassr-el-Kebir ernannt Ster] sei und sich verpflichtet habe, dem Machsen 40 000 Pfd. Stn, zahlen, von denen 8000 bereits gezahlt sind. Die rufe Unter denen diese Nachrichten große Erregung hervor- ta aben, drohen alle Handelswege zwischen. Tanger, *el:Kebir und Fes abzuschneiden. :

S Koloniales.

G ‘tamännisghe Expeditionen na den deut shen Kolonien.

at duki dan {land i eine Reihe bergbauliher Produkie rößte S Lu E Ca Ile M rbänaig, hat daher das KolonjInteresse an der Auffindung nußbarer Mineralien - in seinen Diamg() Gold, Silber, Platin, Kupfer, Que>tsilber, Zinn, Niel, nz auen, etroleum werden im Reihe selbst gar nit oder nur in Aonie "gen Mengen gewonnen; ihre Gewinnung in den deutschen für diese könnte daher viele Millionen, die wir heute dem Zee that ce Vrodukte zahlen müssen, dem deutschen Wirtschafteleben

: Daß tignefs 2%, Unsere au ien an zablrei<en Purkten ge- biete „Grundlagen is A etricdetn Bergwezrksbetrieb i: abri, für den Geologen und Fahmann von vornherein ziemli Und cenlich. Zahlreice systematishe Untersuhungen durh A tusammes fute haben im Laufe der Jahre cine Fülle von Materia bereitg "getragen, auf Grund dessen einzelne Bergbaubetriebe atstafrikqcntltanden sind, so auf Kupfer in Deutsch - Süd- Gr au Gold. Glimmer, Granaten und Salz in te afrika, auf Phosphate in der Südsee, auf Gold an den S deutshen Teils von Neuguinea. Eine große Zahl von Ber aher noÿ der weiteren Untersuhung und Verfolgung. Welt s t ber st allen Anzeichen na überhaupt no<h gar nicht entde>t. Weint großen Ausdehnung der in Betracht kommenden Gebtete er- ttstätten „208 bisher an Kletnarbeit im Ausspüren abbauwürdiger E in eifriger ehen ist, als der erste Anfang, aber als cin Anfang,

r Weiterarbeit ermutigt e S gt.

dur E diese Kleinarbeit wird aber überall in der Welt weniger diltistet al d gebildete Geologen, -Bergafsessoren und Bergingenieure u gemeine. 9 die Prospektoren. Die Aufgabe der ersteren ist s, d welde nen geologishen Verhältnisse daraufhin zu studiecen, ob od glihkeiten der Auffindung nußbarer Mineralien woh! ) ber dog „eitiustellen, ob cin bestimmtes Vorkommen abbauwürdig ! „mühsame, entbehrungsreiz Abspüren jedes Wasserlaufes, b ê¿henrüdens in cinem an si aussihtsreihen Ge- iigeTeinen M rungsgemäß weit besser Sache des Prospektors. Die ü erbältnisse unserer Schußzgebiete und die speziellen An- Außerder Vorkommen von BodensGäßen in gewissen Gebieten

tin Das Kol in den Kreisen dieser Leute no< zu wenig bekannt. der t Derbstte ntalwirtf<aftlihe Komitce hat fih mit dieser Frage in berqmän, O00 beschäftigt und den Beschluß gefaßt, zur Förderung [SULO nischen ErforsGung der Kolonien erfahrene deutsche t ung er R von zuverlässiger Seite empfohlen sind, dur Er- ede y tisekosten in unsere Kolonien f ziehen. Zu diesem Värtfententeate, Werbesrist in südafcikanishen und australis<en nf t fen verteilt werben, die über die derzeitigen berg-

hältnisse in unseren Koloniea Aufklärung gibt.

Varlamentaris<he Nachrichten.

Die heutige (163.) Sißung des Reichstags, welcher der Reichskanzler Fürst von Blois der Staatssekretär des

Jnnern Dr. von Bethmann Hollweg, der Staatssekretär |

des Reichsmarincamts, Admiral von Tirpiß, der Finanz- minister Freiherr von Rheinbaben, der Staatssekretär des NReichskolonialamts Dernburg und der Staatssekretär des Neichsshaßamis Sydow beiwohnten, wurde vom

-Präsidenten Grafen zu Stolberg-Wernigerode um 1 Uhr

öffnet. E r ersten Lesung stand der Entwurf eines Geseßes, be- treffend Aenderungen im Finanzwesen in Verbindung mit der ersten Beratung der Entwürfe: 1) eines Geseßes über den Zwischenhandel des Neichs mit Branntwein. 9) eines Tabakverbrauchsteuergeseßes, 3) eines Gesehes wegen Aenderung der Brausteuer, 4) eines Weinsteuergeseßes, 5) eines Nachlaßsteuerges eßes, 6) eines Geseßes über das Erbrecht des Staates, 7) eines Geseßes wegen Aenderung des Erbschaft- euergeleßes, f E Elektrizität- und Gassteuergeseßes, 9) eines Anzeigensteuergeseßes. ; Als erster Redner ergriff der Reichskanzler Fürst von Bülow das Wort, dessen Ausführungen im Wortlaut morgen veröffentliht werden.

Dem Reichstage ist eine Denkschrift über die Ausführung e seit dem Jahre 18756 erlassenen Anleihegeseße zugegangen.

Kunst und Wissenschaft.

Die Uhde-Ausstellung bei Schulte.

de ist seit Jahrzehnten ein in Berlin woblbekannter Künsiler, aber fa Laie E vorher Gelegenheit das Werden dieser Persönlih- keit an einer langen Reihe von Werken abzulesen, die aus der Jugend- zeit zur hohen Reife des Sechzicjährigen sühren. Das bot jevt der Salon Eduard Schultes. Diese retrospektive Ausftellung würde no< anschaulicher gewirkt haben, wenn zeillih zusammengehörendes neben- einander ochangen hätte. So war man gezwungen in drei Sälen hin und her zu wandern, fi< den Faden der Entwi>lung selbst zu suchen. Gewiß eine lehrreiche Beschäftigung. Aber, ob viele zu ihr eit und Lust baben? Die* ältesten Bilder sammen aus den Streu 1875—76: „Im Klostergarten“, „Irrliht“*, „Bacchantin*, Bilder von etner s [s prunkvollen Romantik. Das Vor- ans Makart ist unverkennbar. A Dann iritt gegen 1880 ein Ums<hwung ein. Die Kunst Courbets, wohl dur Leibl vermittelt, führte thn herbei. Die {lite Wirk- lihfeit tritt an die Stelle romantisher Pracht. Dir treffende Charakteristik der Materie wird zum Hauptstreben. Der „Altdeutsche Reiter“, ver „Schimmel im Grünen“ seien als Beispiele genannt. Dann sieht man Uhde unter dem starken Eindru> der Werke Franz Hals; die Motive werden immer einfacher, der Pinselstri< breiter und flüssiger, der Ton wieder heller. Es entsteht das „Alte Weib mit Bicrkcug“ (1881), etne Münchener Hille-Bobbe, das „Radiweib“ (1884). Die Aufli<tung des Gesamttones ist das wichtigste der im Ans<luß A us vollzogeren Wandlung. Uhde wird nun immer x zum Hellmaler. i n n V achtziger Jahren findet der Künsiler seine Eigenart : Bilder bibli<en Inhalts; mit \{<{liGten, ländlichen iguren erzählt. Das früheste, vom Jahre 1885, ist das sehr bekannte „Lasset die Kindlein zu mir kommen“. In ciner Bauerustube sißt der Herr, halb ängstlih, balb neugterlg treten Knaben und Mäd zögernd herbei. _ Aus den neunziger die große, reliefmäßig {< von re<ts l wegende „Grablegung“ in Fadelbekeu<tvng, „Chrisi Predigt am See* (1896), die „Anbetung der Könige“ (1899). Von dem pracht- vollen, ernsten „Abeudmahle“ war bereits an dieser Stelle ‘die Rede, als es vor cinigen Wochen bei Cassirer ausgestellt war. Nicht ganz Iüdli% in der Wahl des Sujets {einen uns die „Würfler um Christi No>* zu sein. Man ist gewohnt, diese Gruppe als Gegens stü> zu den klagenden Frauen, zu der in den Armen des Lieblings- jüngers ohnmäßtig nizdersinkenden Maria zu schen, und zwis@en beiden Gruppen ragte dann tiriumphierend das Kreuz mit der s< opfernden Gottheit emvor. Da wirken die in niedriger Leidenshaft um die Gewänder streitenden , würfelnden Kriegskne(te sehr stark als Gegensaß zu dem erhabenen Leiden Christi, ¿u dem Schmerz der Nächsten. Die Gruppe der Ktiegsknehte für h allein hat keine oder zu {wache Kontrasie und darum wenig SFnteresse. Das Motiv des Würfelns ift zu gering als Hauptinhbalt eines Bildes bei einem Künstler, dessen Bedeutung zum Teil gerade in der Gestaltung von Geschichten liegt. Oft hat die Historie des Tobias Uhde besbäftigt. Von den \e><s Tobiasbildern möhte dasjenige im Besiße des Fürsten Lichtenstein das beste sein. Der weißgekleidete Engel hält den Knaben an der Hand; der wendet {h no< einmal zu den Eltern um, die im Obstgarten vor ihrem Häuschen stehen, dem sheidenden Kinde nahbli>end. Der ganze, märchenhafte Zauber jener biblisGen Geschichte liegt auf dem Bilde. Dort, wo die Szene in cin Biedermeiecmilieu verlegt ist, fönnen wir der Phantasie des Künstlers niht mehr re<t folgen. Ge- blümte SSlafröde, ein Zylinderhut, eine Rokokokomode sind Dinge, die sh dem biblishen Ideenkreis nit anpassen können. Dr. v. E.

Mit harter Hand hat der Tod in diesem Jahr in die Schar unserer Künstler gegriffen. Aus der Reihe der Verfehter moderner Anschauungen, S drei mutige- Vorkämpfer zu si<: Leistikow,

1G un e,

tit starb am 24. Juli 1908. Jeßt schen wir sein Lebens- werk, scine Bilder, die zur Wirklichkeit gewordenen Träume einer starken Künsilerseele als stumme Zeugen rastloser Arbeit in den stillen Sälen des Salons Cassirer vercinigt, und wehmütige Trauer beschleiht uns, daß der Tod gerade diesem Manne fo früh die lihtfrohen, {hön- heittrunkenen Augen für immer ges{<lossen hat, Leistikow hat ehrlich ringen müssen mit si selbst und mit der Welt von den frühen Tagen A er draußen in Friedri<shagen mit Gerhart Hauptmann, Max Halbe, W. Bölsche und anderen im jugendlihen Draufgängertum eine

2 Zeit in der Literatur und_Kunst gewaltsam heraufführen wollte, bis u den Zeiten, Ta er nah Sturm und Drang für die Offenharung M Seele die rihtige Form und die wahren Ausdru>êmittel gefunden e ben glaubte, mit denen er nun das Beste seinen Mitmenschen E f fólite Er dichtet Dramen, {<hreibt Romane, tritt in Kunsikritik ge M d ein, zieht gegen das Auëstellungswesen zu Felde und ver- Bs Es Mirken des jungen Direktors der Nationalgalerie e T di gegen seine Gegner. «Dann lernte er Liebermann kennen, Las Rees eiber bei Eichke und Gude studiert hatte und 1883 als talentlos aus der Akademie gewtesen war. Liebermann erzog ihn, obne thm Lehrer zu sein, zur „Naivität und Natur-

30g “ihn, Motive ni<t zu suchen, vielmehr zu finden; sle ni<t nah fünsilerishen und äußeren Geseßen zu runden, Ske sie da abzuschneiden, 160 es die Empfindung von der inneren Geslossenheit des realen Cindru>s gebietet“. kam er nah Dänemark. Und während thn in der Mark die ernsten, s{wermlitigen Linten der Landschaft, die düsteren, kalten Farben an-

Dur seine Gattin

zogen, stand er hier vor dem Meere, sah das weiße U<ht über den hellen Dünen zittern, sah den feuhten Nebel die bleierne atemlose Wasserfläche drücken, und seine Farbenskala lihtete si< auf. Dann folgt die Periode, wo er die Natur dekorativ umgestaltete, wo er die hohen Siämme der Kiefern {warz in scharfer Stilisierung vor leuhtend gelben Abendhimmel stellte und Bilder malte, die eigentli die Wände hoher Hallen oder flache Teppihe hätten zieren sollen. Doch Mangel an Aufträgen und der Beginn seiner Krankheit, die ihn so früh uns entriß, ließen ihn wieder an die verlassene Nichtung an- Tnüpfen, Etwas aber von der vereinfahten monumentalen Auffassung dieser Zeit ist in allen seinen späten Werken wiederzufinden und tritt gerade in seinen drei leßten Werken, die er no< kurz vor seinem Tode malte, deutli< in die Erscheinung. Gerade die drei Bilder des Hertalees, die in der Frishe und unglaublihen Reinheit der Farbe jo überrashend wirken und uns zeigen, auf wel<hem Wege der Meister der Erreichung seines legten Zieles näher zu kommen trachtete, roirken deshalb so stark auf uns, well die Farbe und besonders das helle Licht, dessen Darstellung ihm hier am glänzendsten gelang, dur< s<lidte und großzügige Linien, die von allem unwictigen Beiwerk absehen, zusammengehalten wird. Jn diesen Werdegang reiht sich das große Lebenswerk des Toten, das die langen Wände des Kunstsalons in der Viktoriastraße in fast ere drü>ender Fülle ziert, cin. BVilderbeschreibungen sind über- flüssig und kaum möglich, die Bilder reden selbst ihre weit mähtigere Sprache, und alle, die den \{li<ten, besheidenen Mann im Leben lieb hatten, werden vor feinen Werken stehen und in stiller Andacht dessen gedenken, der für die deutsche Kunst fo viel und so Solo etas 2a r. Sch.-K,

Technik,

Die Halbmonatschrift „Sh weizerishe Wasserwirtshaft* [äßt uns ihr drittes Heft zugehen, in dem ein reicher und aktueller Stoff bearbeitet ist. Der Privatdozent Dr. Guhl in Bern vollendet eine Arbeit über die Entwidlung des \{<weizerishen Wafserre<ts; den elektris@en Teil des stadtzürherishen Albulawerkes s{ildert, von zahl- reihen Illustrationen unterstützt, der Direktor der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich, Ingenieur Wagner; der Ingenteur Autran in Genf veröffentliht seinen interessanten Vortrag über die Nhoneschiffahrt; zwei beigegebene Pläne erleihtern bas Verständnis. Der Landammann Müri \pri@t A über das Verhältnis der Rheinkrafiwezrke zur Schiffahrt aus. Dazu kommen eine Reihe bemerkenswerter Berichte aus dem Ine und Auslante.

Jagd.

Morgen, Freitag, den 20. d. M., findet Königliche Sat orcejagd statt. Stelldichein: Mittags 12/2 Uhr in erd1B.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Das Kaiserlihe Gesundheitsamt meldet den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche aus Weinmüller hof, Bezirk Aich, Oberbayern, am 18, November 1908,

Verkehrsaustalten.

Die am 18. früh in Berlin fällige Post aus Wien if wegen Zugverspätung ausgeblieben.

Theater und Musik.

Im Königlichen Opernhause findet morgen, Freitag, eine Aufführung der historishen Pantomime „Sardanapal“ statt, in der die Damen von Arnauld, Lindner, Del’Era, Urbanska, Kiershner und Lucia sowie die Herren Neéper, Zimmerer, m Deleuil und Quaritsh in den Hauptrollen beschäftigt sind. usikalis< leitet der Kapellmeister Dr. Besl das Werk.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen Ernst von Wildenbru<hs Schauspiel , Die Nabensteinerin*“, mit Frau Willig in der Titelrolle, den Herren Matkowsky, Kraußne>, Zeisler, Geisen- dörfer, Patry, Pohl und den Damen Buße, von Mayburg und Abih in den anderen Hauptrollen, aufgeführt.

„Zaza“, Oper in vier Akten, Text und Musik von N. Leoncavallo, wird in der Komishen Oper als nä&ste Neuheit in dieser Spfel- E S und geht am Freitag, den 27. d. M., zum ersten Male n Szene.

Im Trianontheater findet am nähsten Sonntag (Totenfest) eine einmalige Aufführung von „Monsieur Alphonse“, Schauspiel in drei Akten von A. Dumas, Sohn, statt.

Mannigfaltiges. Ber lin, 19, November 1908,

Am Dienstag, Nachmittags 3 Uhr, wurde in der Invaliden - Hhausfkirhe eine Trauerfeier für den verstorbenen Chef des Militärkabinetts, ' Generaladjutanten, General der Infanterie Grafen von Hülsen-Haeseler abgehalten. Seine Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin, Allerhö<\twel{<e im Automobil vom Neuen Palais aus eingetroffen waren, wurden, wie „W. T. B.“ berihtet, von dem Bruder des Verstorbenen, dem Generalintendanten der Königlichen Schauspiele von Hülsen empfangen und nahmen, na<hdem Sie der Witwe no<mals Jhr Beileid aus- gesprochen, neben dem vor dem Altar aufgebahrten Sarge Maß, Ferner waren u. A. zugegen der Generalfeldmarshall von Hahnke, der Generaloberst von Plessen und die Herren des Hauptquartiers, der Oberhofmarshal Graf zu Eulenburg und die Damen und Herren der Umgebungen, der Fürst zu Farllenberg, zahl- reiche Mitglieder der Diplomatie und der Hofgesellshaft mit ihren Damen, die Minister, Generale und Admirale. Der Feldpropst der Armee Wölfing hielt eine Ansprache, alsdann wurde der Sarg felerlih nah dem Invaltidenkir<hof übergeführt. Seine Majest t der Kaiser folgte dem Sarge. Vorauf ging die Leichenparade unter dem Kommando des Generalmajors voî Krosigk. Während der Bet- [e ung S die O E A s Een die Trauer- alven abgegeben. re Kaiserlihen un n en Ï kehrten nah der Feier nah dem Neuen Palais uri Majestäten

Ihre Kaiserlihen und Königlihen Ho Kronprinz und die o elnaellin haben E, ¿um Besten der Hinterbliebenen der auf der Zehe „Radbod“ Verunglü>kten eine Sammlung zu beran- stalten und bitten jeven, der bereit ist, dur< Stiftung einer Geldsumme die große Not lindern zu helfen, si< án dieser Sammlung zu beteiligen. Der Grundfonds ist von den Kronprinzs lichen Herrschaften bereits gebildet worden. Weiter eingehende Bei: S ge Lee inte Biebrist „Sammlung des Kronprinzen- en unglü>ten, Potsdam, Marmor-Palaig® a der Arte, Madbod Bars

E weitere Hilfgtätig keit liegen ferner folgende Mel-

Das Zentralkomitee vom Roten Kr eu baß die e De Bank in Berlin bei Erbfautg E ne ; ee elle 5000 6 gezei<hnet hat. Das Zentralkomitee Vat E H en preußishen Provinzen die Bildung von Sammel e n N die Provinzialvereine vom Roten Kreuz mit den A terlänk i] o auen-Vereinen angeregt. Der Vorstand des Ti en Frauen- Vereins (Hauptverein) zei<nete

* éfioma a diea dem Führer dur bie Ausstellung von J, Elias