1842 / 5 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

4 ren s ü B SMEEZOTER E AmETrrALE E DAE 2m rw —- S A L E 0 A

wie der änderen verknüpft. Namentlich is die Annahme eines Bank-Systems, welches den Vortheil der Sicherheit, Wohlfeilheit und Raschheit gewährt, von bei weitem größeren Einflusse, als gewdhnlich angenommen wird, ganz besonders für ein Reich, wie das Britische, das auf einer kommerzialen und fkolonialen Basis erstanden is. Das Geld if dasselbe in der Güterweslt, ‘was das Wort in der Welt des Gedankens. Das erstere wurde erfunden, um als Symbol bei dem Tausche der Waaren zu dienen und die angehäuften Reichthümer auszudrü>en, das leßtere, um unsere Empfindungen mitzutheilen und unsere Kenntnisse erweitern zu können. eide aber haben im weiteren Veriaufe der Entwi>elung die Tendenz, die Objekte zu vermeh- ren, die zu reprásentiren sie ursprünglich berufen waren ; demnach verliehen sle beide der Macht und den Leidenschaften der Men- schen, je mehr sie sich ausbildeten, eine echöhete Energie und eine erleichterte Wirksamkeit.

Sogleich bei Anlegung einer Kolonie macht sich, wie in allen Zuständen geringer Entwickelung, ein System des Tausches gel: tend; der, welcher Getraide überflüssig zur Disposition hat, fest sich mit dem Besißer einer Schafheerde, da er vielleicht der Wolle bedarf, in Rapport u. \. w. Ein solcher Zustand, in wel: chem die Produzenten nur direkt mit einander in Verkehr treten, fann nicht lange dauern. Es entstehen allmälig aufgestapelte Vor- râthe von Waaren an den Verkehrs-Pläßen; der Eigenthümer solcher Waaren giebt auf bestimmte Beträge derselben, etwa auf Weizen und dergl. promissory notes aus, welche auch in einem weiteren Kreise cirkuliren, wenn man demselben Zutrauen schenkt. Die Anzahl und der Gebrauch solcher Scheine vermehren sich gleichmäßig mit der steigenden Population und dem erweiterten Handel der Kolonie. Nach und nach treten mehrere Kapitalisten zusammen, bilden einen joint-stock und errichten auf Grund def: selben eine Bank. Sehr bald werden sodann mehrere Banken neben einander entstehen, und mit der Vergrößerung des Vermö- gens wird sich auch ganz naturlich die Masse der eprâsentanten desselben vermehren. i i i

Es is durchaus nicht nothwendig, daß die i speziell dergleichen ZJnstitute lenke und kontrolire, aber sie sorgt unstreitig nicht unbedeutend für die Erweiterung des Wohlstandes Aller, wenn sie denselben den wünschenswerthen Schuß und die mög- lichste Unterstüßung angedeihen läßt, Jedes Gouvernement, wel: ches von gesunden Prinzipien ausgeht, erkennt heutiges Tages diese von Adam Smith \o entschieden ausgesprochene Wahrheit an; sie hâlt es für das Beste, sih aller Beschränkungen der Geld-Cir- culation zu enthalten, und läßt sich dieselbe erweitern und be- \cränken lediglich nah Angebot und Nachfrage.

Ein gleiches Verfahren wird unstreitig das Britische Gouverne- ment bei den wichtigen Unternehmungen in Bezug auf die Kolo- nien beobachten, die sich zum Theil vorbereiten, zum Theil schon im Gange sind; es wird anregend, ermunternd und beschüßend einzuwirken suchen, die spezielle Wirksamkeit aber den Associationen úberlassen. Namentlich wird dies in Bezug auf die Banken der Fall sevn, die sich bereits in London gebildet haben oder noch in

der Bildung begriffen sind, um den Westindischen, Amerikanischen, |

Afrikanischen und Australischen Kolonieen Großbritaniens Briti- {es Kapital und Britische Arbeit zuzuwenden, einerseits um ei- nen Theil der Ueberschússe und des seit so langer Zeit schon in- produftiv aufgestapelten National-Vermögens vortheilhaft anzule- gen, andererseits um die transatlantischen Niederlassungen mit einem Male zu einer noch nie geschenen Blüthe emporzutreiben,

Jeder, welcher auch für fommende Zeiten die Fortdauer der Verbindung zwischen dem Mutterlande und den Kolonieen wünscht, mus sich úber das neue und wirksame Band, welches sich bildet, freuen, das dahin strebt, die Jnteressen sehr von einander entfern- ter Theile desselben Reichs immer enger zu verknüpfen, die Par- zellen einer gegenwärtig in sih veruneinigten Gesammtheit zu kon- solidiren, die Jntegrität der Britischen Herrschaft zu sichern und eine Bürgschaft des Friedens für ein so unermeßliches Reich zu bilden.

Die bloße Regierungsgewalt ist an und für si<h nur ein \chwaches Band zwischen einem Mutterlande und den durch Ab- fömmilinge desselben begründeten Niederlassungen, wenn die leßten zu einer gewissen Reife gelangt sind. Darum is es wünschens- werth, daß das erstere, je o die Reife zu bemerken ist, andere Hebel zu Hülfe nehme, um die Verbindung zu verstärken. Eng- land fann sich, wie es scheint, in dieser Lage nur vor dem Ver- falle dadur \{üßen, daß es seine Kapitalkraft auf die Entwike- lung seiner Kolonieen einwirken läßt, Eine Handelsmacht, wie Großbritanien, darf nie daran denken, in einer stationairen Lage zu verharren; es muß in nationalwirthschaftlicher Hinsicht vor- wärts oder rú>wäres gehen, es giebt feinen Mittelweg. Kapi- talien, wenn sie unbenußt daliegen, zehren sich in sich auf.

Was hat nun aber England bisher in dieser Hinsicht gethan ? wird gefragt. Wenn der Grund und Boden und die Manufak- turen hinlänglih mit Kapitalien versehen waren, so hat man für die übershüssigen Geldfräfte ein Unterkommen in fremden Län- dern gesucht; man hat dieselben den Unternehmungen des Auslandes oder fremden Anleihen zugewandt. Man hat durch ein solhes Verfahren ungeheuere Summen, zuweilen Ka- pital mit Zinsen verloren, man hat in vielen Fällen nur nomi-

nelle Zinsen erlangt, man hat dadurch nur die Aussicht gewon- nen, seine politischen und sozialen Nebenbuhler auf eigene Kosten zu erheben und sie auf den eigenen Ruinen emporkommen zu se-

Allgemeiuer Bekanntmachungen. Ediktal-Citation.

M Matrose | Martin M 1) des Matrosen Martin Michael Friedrich Wen- zel, aus Grambin, geboren den 12. Fuli D vor dem Herrn

welcher der Sohn des zu Gramb y Büdners Michael Wenzel isi, in gersiorbenen Gerichtslokale

egen Martini 1821 guf einer Rück etersburg nach Stettin auf der Dat e Ce seyn soll; : für todt erfl 2) des Schiffers Georg Karl Gotthilf Ganschow, |zugespro

welcher der Sohn des Neuendorf verstorbe- nen Schiffers Gotthilf Ganschow ift, und mit dem von ihm geführten Galleas -Schiffe „, die offnung // auf der Reise von Stettin nach ull im Jahre 1829 an der Holländischen Küste

gesirandet und dabei ertrunken seyn soll; Von dem

3) des Musikus Augusi Otto Ganschow, aus Neuen- |expedirenden Secretair Rdder Erben zu % gehdrigen à ruder des sub No. 2 Genannten is / im‘7476 Thlr. 22 Sgr. 4 Pf., soll der Anthcil de

dorf E den 19, September 1801, welcher schen der

Jahre 1829 auswanderte und si angeblich in Holland für dieOstindischeKolon i ils Es werden daher diese genannten Personen , #0 Es isi bei uns auf Todeserklärung folgender Per- |wie ihre unbekannten Erben und Erbnehmer zu dem, [Behufs der Todeserklärung auf i den 6. Juli 1842, Vormittags 10 Uhr,

' i Aufforderung vorgeladen, sich vor oder in dem Ter- dem hiesigen Schiffskapitain Sauer geführten mine bei uns oder in unserer Registratur chriftlich Schiffe als Matrose fuhr und mit diesem Schiffe [der persdnlich zu melden und daselbsi wettere An-

weisung zu erwarten. Termine nicht

aus Neuendorf, geboren den 2. Dezember 1796, |ausgewie vie Ge die sich bis jetzt als solche schon

Ueckermünde, den 6, September 1841, Königl, Land- und Stadtgericht.

Nothwendi Stadtgericht zu Berlin, A s

16

en, so daß allem Anscheine nach, wenn das so fortgeht, England den s brigen Nationen hinabsinkt, während andere empor- steigen.

Ganz genau läßt sich allerdings wi nicht die Ausdehnung angeben, bis zu welcher das gefährliche System, Britische Kapi- talien in fremden Unternehmungen und Anleihen anzulegen, gedie- hen is; indessen schon die Thatsachen, welche unwiderleglich da- stehen, sind geeignet, Schre>en einzuflößen. Man sagt, daß al- lein 3 Millionen Pfd. St. in der Bank der Vereinigten Staa- ten angelegt seyen, und daß außerdem mehrere Millionen ein Un- terfkommen in dem Staats-Schuldenwesen der Nord - Amerikani- schen Union gefunden hätten, so wie auf den Bau von Kanälen, Eisenbahnen und die Anlegung neuer Städte in Nord-Amerika verwandt seyen. An allen Enden zeigen sich schon hier Verluste, Aber vollends bietet die Uebersicht dessen, was fremden Anleihen zugeflossen is, ein melancholisches Bild der Hast und Thorheit, ja der Unkenntniß der wahren ZJnteressen des Mutterlandes und der Indifferenz gegen die ZJnferessen und Bedürfnisse der Kolo: nieen dar. k N

Aus den von einem sachkundigen Gewährömann (Gilhart: history of banking,. ed. 1837.) publizirten“Daten ergiebt sich, daß in den 14 Jahren von 1818— 32 von fremden Staaten in Eng- land Anleihen zum Betrage von 55,794,571 Pfd. St. kontrahirt worden sind. Die Zahl der Anleihen beträgt 26, von denen in- dessen, obwohl alle, mit Ausnahme einer er g der dreiprozen- tigen Dänischen vom Jahre 1825, 5 bis 6 pCt. Zinsen tragen sollten, in diesem Augenbli>e nur zehn wirklich Dividenden zah- len. Die eine Hâlfte bezable gar feine Zinsen, die andere (28,500,000 Pfd. St. betragend) entrichtet dieselben zwar momentan, aber ein in Europa abgefeuerter Kanenensctuß is im Stande, Kapital wie Zinsen zu gefährden, Zu bemerken ist dabei, daß die meisten Kontrahenten, außer daß sie das Publikum hinter das Licht führ- ten, sich selbs ruinirt haben. Die Verluste haben alle Gegenden des Mutterlandes, alle Klassen betroffen, Reiche wie Arme. Die Sucht nach hohen Zinsen war die Ursache, daß so Viele sich von den Kontrahenten zu Schlachtopfern machen ließen, daß so Viele abgehalten wurden, ihre Kapitalien in den Kolonieen anzulegen. Wenn dies hinsichtlih der oben erwähnten ungeheueren Summen der Fall gewesen wäre, so würde unstreitig, statt daß jeßt in ein- zelnen Fällen Kapitalien und Zinsen verloren gegangen sind, in anderen nur eine precaire Dividende von 3—5 pCt, übrig ¿pn ben is, der Werth der Sto>ks selb aber eine bedeutende Reduc- tion erfahren hat, die Hauptsumme erhalten worden seyn, die Gläubiger würden eine Dividende von 5—12 pCt. genießen, der Werth der Stocks würde von Jahr zu Jahr sih erhöht haben, und man würde überdies sich der Genugthuung. erfreuen, zu wis: sen, daß man als Werkzeug gedient, um vielen Hunderttausenden von Landsleuten Beschäftigung zu schaffen.

Zum Schlusse resumirt unser Autor noch einmal mit wenigen Worten, was er im Verlaufe des Aufsaßes im Einzelnen darzus thun sich bemúht hat. Er ist, wohl nicht ohne Grund, der An- sicht, daß die Britischen Kolonieen ein unermeßliches Feld für eine nübßliche und vortheilhafte Anlegung der überschüssigen Kapitalien des Mutktterlandes darbôten. adurch, meint er, würde die Ver- bindung mit den entfernteren Theilen des Reiches ansehnlich ge- stärkt, es wúrden Tausende in das Juteresse für die Wohlfahrt der entlegensten transmarinischen Niederlassungen Großbritaniens gezogen werden. Andererseits würde durch eine derartige Opera- tion gegen ein anderes Uebel ein Palliativ, wenn nicht eine gänz: liche Heilung gewonnen ; mon würde dadurch der Anhäufung großer Vermögensmassen in dén Händen weniger Jndividuen ent: gegenwirken und eine größere Vertheilung der Reichthümer erzie- len, Endlich würde auch wohl noch cine Folge einer solchen Maß- regel seyn, daß die Preise der norhwendigsten Lebensbedürfnisse um etwas herabgedrú>t würden, obwohl ein Land, wie England, wohl niemals zu ganz niedrigen Preisen gelangen werde, was aus verschiedenen Gründen auch nicht einmal wünschenswerth sey. Was zuleßt die Kolonieen betreffe, so würden sie, indem sie dem Mutterlande einen großen Theil seiner úberflüssigen Arbeitskräfte abnäáhmen und die überschüssigen Kapitalkräfte desselben, welche u Hause müússig daliegen würden, vortheilhaft unterbrächten, dem Britischen Staate einen der wirksamsten Dienste erweisen. Denn durch eine solche Absorption würden sie England stärken, statt es zu schwächen, und Kraft und Leben erwe>en, wo bisher nußlos und gefahrdrohend Kräfte schlummerten.

Das ist der ZJnhalt eines Aufsaßes, der mit großer Wärme sich úber sehr wichtige Fragen verbreitet, die bei dem jeßigen Zu- stande des Britischen Reichs von der höchsten Wichtigkeit sind. Jn etwas anderer Weise behandelt denselben Gegenstand ein Herr Edward Fyers in Nesscastle in einem an Herrn Montgommery Martin gerichteten und demselben Hefte des Colonial Magazine einverleibten Schreiben. Sein Vorschlag geht wesentlich dahin, die in den Britischen Sparbanken (saviug - bauks) deponirten Summen ganz oder theilweise zur Begünstigung der Aus- wanderungen und zur nüßlichen Anlegung in den Ko- lonieen zu verwenden, und zwar im wohlverstandenen ZJnteresse sowohl der Eigenthümer, wie der Kolonial-Bevölkerung, wie end- lich des ganzen Reichs.

Solche und ähnliche Vorschläge und Auseinanderseßungen müssen unstreitig in diesem Augenbli>e au< auf dem Kontinente ein lebhaftes Junteresse erregen, da, wie aus De Blättern verlautet, eine der ersten und durchgreifendsten Maßregeln , durch

weiche die Verwaleeng Sir Robert Peel's ihre athie für

die zahlreichen E t der unteren Klassen der Britischen Be-

E u beweisen gedenkt, die oben berührten Gegenstände treffen soll. _—$

Meteorologishe Beobachtungen.

Morgens | Nachmittags Abeuds 6 Ube. 2 Ube. 10 Uke.

1842.

2, Januar.

‘spiel in 5 Akten, von Gußkow.

341,11 Par. 340,927 Par. | 340/41" Par, 4,2°R. |— 3,0°R. | 6,/2° R. 5,5 R. |— 5,9 R. | 71° R,

85 pCi. T7 pCt. 81 pci beiter. beiter. beiter, 0. 0. 0.

O,

340,61" Par... 4,5° R. —6,/2° R... $1 pet. 0.

Lußftdrack. ... Luftwärme ...

Thaupunkt .…. Danstsätligung

Tagesmittel : Berliner Börse. Den 3. Januar 1842.

Pr. Cour. Brief. | Geld.

Pr. Cour. Brief. | Geld. 1223 —— 1025 1094 108 103 os

Actien. ui)

Fonds. ai

Bel. Pots. Kisenb, 5 do. do. Prior. Act. 43 Magd. Lps. Biseub. |— 80% 804; | do. do. Prior. Act. | 4 1025| Berl. Aub. Bisenb, |— 104 | 1034 } do. do. Prior. Act. | 4 [P Düss Blb. Bisenb,. | 5 do. do. Prior. Act. | 5 Rhein. Bisenb. do. do. Prior. Act.

S4. Schald- Sch. | 4 Pr. Engl. Obl. 30. | 4

Präm. Sch. der | Seebaudluug. |— Kurm. Schuldv. 134! Berl. Stadt - Obl. /4| Elbinger do. 34 | Daux. do. ia Th. |— 47 |

1045 | 1044 1024 | 1014

1053 | 104 _— ¡ 101 86 | 85 101 | 5| 95: | dz

Westp. Pfandbr. '34| 1024 | _— | 101

Grossb. Pos. do. r

Ostpr. Pfandbr. |

fei 10] Priedrieutr (—| 134 | 13 E r termazie-1 de A

x zen à 5 Th. Z s Si —_ 4

Pomm. do, 134| 10254

Kur- u. Neum, do. 1023;

Schlezische do, |

Discouto

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 30. Dez. ‘Niederl. wirkl. Schuld S512. Kauz. Bill. 257. 55 Span, 21 r, Pass. —, Ausg. —. Zinsì, —, Präm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. 1053.

Antwerpen, 29. Dez. Zinsl, 5%. Neue Anl. 22.

Frankfurt a, M., 31. Des. Oesterr. 5°, Met. 1073 6, 23% 561 6. 17; 244 Br, Bank-Aect, 1967, 1965, Loose zu 300 Fl. 14: Preuss Präm. Scb. SO% G. do. 43 Anl. 102% Br, Poln, Loose 763 G. Anl. 243. 247. 24; Holl. 5037. 50.

Eisenbabhn- Actien. Taunvushabn - Act. 377%, 3774. 101% G. Kölu - Aachen 995 G.

Paris, 29. Dez. 55 Rente fiu cour. 116. 65. 3% Rente fin cour. 78. 35, Anl. de 1841 fin cour. 78. B: v 5% Neapl. au compi. 106. 5% Span, Rente

243. BPassive 57. Wien, 29. Dez. 5%, Mei. 1063;. 4% 98%. 3% —. 22 —, Aul. de 1834 705. de 1939 270i.

52 do, 997,

Preuss.

7 100; 6. . 1433. 52% Spau,

Leipzig - Dre«deu

I% —. Bank-Actien —.

—— —————— E I atn

Königlihe Schauspiele. Dienstag, 4. Jan. Ju Opernhause: Belisar, Oper in 3 Ab- theilungen, mit Ballet. usik von Donizetti, Jm Schauspielhause: La seconde représentation de la re- prise de: Le Mariage de Figaro, ou: La folle journée, comé- die en 5 actes et en prose, par Beaumarchais.

Mittwoch, 5. Jan, Jm Schauspielhause: Werner, Schau-

Freitag, 7. Jan. Jm Opernhause: Zum erstenmale: Chri- stoph Columbus, Trauerspiel in 5 Akten, von K. Werder, Die Ouvertüre und die Musik in den Zwischenakten ist aus Beetho- venschen Symphonieen.

Der Anfang dieser Vorstellung is um halb 6 Uhr.

Die eingegangenen Meldungen um Billets sind berü>sichtige worden, und wird ersucht solche bis Mittwoch, den 5ten d. M,, Abends 6 Uhr, im Billet-Verkaufs-:Büreau abholen zu lassen, nach welcher Zeit dieselben anderweit verkauft werden müssen.

Im Schauspielhause: Französische Vorstellung.

Königstädtisches Theater.

Dienstag, 4, Januar. Zum erstenmale: Lord und Räuber, oder: Des Meeres und des Lebens Wogen. Tragikomisches Melo- drama in 4 Abthl., von Friedrich Adami. (Mit freier Benußung eines Französischen Stoffes.

Mittwoch, 5, Jan. (Italienische Opern - Vorstellung.) Auf höchsten Befehl: Lucia di Lammermoor, Opera in 3 Atti, Mu- sìca del Maestro Donizetti,

Donnerstag, 6. Jan. Der Talisman. Posse mit Gesang in 3 Akten, von J. Nestroy.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W, Zinkeisen.

Gedru>t in der De>kerschen Geheimen Ober-Hofbuchdrukerei,

Anzeiger für ‘die Preuftischen Staaten.

am 4. Februar 1842, Vormittags 11 Uhr,

dem Gute Alt - Harm getan Hoflage Ahila

Fustiz-Amtmann Wiebker in unserem | Berlin - Potsdamer Ei enbahn - Gesellscha biersclbst angeseßten Termine mit der|am D AictiaA Plat E 6 belegene Erbpa sud, aus cinem Wohnhause, einem Stall Hofraum E g g g ui ae) De: ! raum von 110 uthen 9: enthalte Melden sie sich bis zu dem|den Meistbietenden ju verkaufen, ait ibe de n auf den 1. Februar rt und wird ihr Nachlaß den Erben es 3 unr 8 dem Geschäfts - Lokale oder von demsclben Dokumente, er Direction auf dem hiesigen Bahnhofe angeseh worden. Kauflustige Le 15 diesem Termine mit O besiyen , darüber innerhalb einer gleichen Frist daß die Bedingungen ten Geschäfts-Lokale eingesehen |Feder, den dieses angeht, si zu richten hat. Ge-

werden die genannten Verschollenen |Gehote is ein Term

dem Bemerken eingeladen , täglich in dem ¿dach werden kdnnen,

n, den 27, ; ittecrgasse Nr. 3 p A: u x und den rundst>, taxirt zu R s Rdder

in der

Die unterzeichnete Direction Se(clsdast, das der echtlichen Grunde Ansprüche haben, hierdur< auf,

Berlin, den 22. Dezember 1841, Die Direction der Berlin - Potsdamer Eisen Gesellschaft, Sinhady

Preußischen Unterthans Louis Gustav Allouchery, als Erben , Kreditoren oder sonst aus irgend einem

ahr und bäude Tag unfehlbar und bei Vermeidung der Präklusion lächen- entweder in Person oder durch chbrig egitimirte pg Vat A vas e Bm T Gen E

hen Manngerichte {r anzumelden und zu Zur Abgabe der |y erifiziren, #0 wie auch alle diejenigen , welche bén

Verstorbenen no<h mit Schulden verhaftet sînd Pfänder und Sa-

t gebdrige, ihre Ansprüche innerhalb einer Frist von

ahr und Tag bei Vermeidung der geseblichen Strafe gehörig Añzei e zu nine. Wonach e

geben in Sr. Kaiserlichen Majestät Harrischen Mann- gerichte zu Reval am 29, Mai 1841.

in fidem

N Kaiserl. Harrischen Manngerichte.

Eare urid /Kaselides Harrisches Manngeridt Alle welche an x tsftell b t werden. Taxe un erliches Harrisches Mannger e, welche an R w e D e E E cinzuschen. den Nachlaß des verstorbenen Arrendators der zu |

v. Rosen, stellvertretender Secretair |

Allgemeine

Preußis<e Staats-Z

eitung.

Berlin, Mittwoch den Januar

Inhalt. „Die erste Bedingung, um Eindru> auf das Publikum zu ma- Amtliche Nachrichten. chen, ist die, daß man sich ihm von einer ernsten Seite darstelle, Frankreich. Deputirten-Kammer. Ernennung der Secretaire. | Es kommt wenig darauf an, ob die Worte, die man an dasselbe Paris. Das gtiraa des Débats über die Protestation der | rihtet, einen Anschein affektirten Ernstes haben, wenn es im Grunde nur auf eine ZEELEntA, a esehen is, Deshalb hat die

l

ournalisten. General Bugeaud. Vermischtes. Briefe aus Erklärung nicht die mindeste ung hervorgebracht.

aris. (Die konservative Majorität bält sich in der Kammer. ur Charakteristik der Haltung der Oppositions-Presse in dem Pro- | nicht ein wahrer Hohn, wenn die legitimistischen Journale, welche notorisch den Umsturz unseres dentlichen Rechtes beabsichti- gen, sh für die Aufrechthaltung desselben zu enthusias- miren scheinen? Und wem seht es wohl s<le<ter an, | als den radifalen Journalen, uns auf die Charte zu verweisen, die sie, jeßt freilih nur noch durch geseßliche Mittel, offen bekämpfen? Die Eintracht ‘macht die Stärke, sagt die Gazette de France. Ja, die Geistkes- und Willens-Eintracht; aber ohne diese ist die Eintracht der Unterschrift nur ein schlechter Spaß. Man mag thun, was man will, die Legitimisten werden für das Publikum | immer Legitimisten und die Nadifkalen immer Radikale bleiben. Jhr gehört Alle zur Opposition, obgleih aus sehr verschiedenen

zeß Quenisset's.) Gr nien und Jrland. London. Schottische Kirchenfrage. Glaubenswechsel. Angebotene Vermittelung in den Unruhen von Neu-Granada. Niger-Exrpedition. Vermischtes, Niederlande. Amsterdam. Rembrandt's Denkmal. Belgien. Brüssel. Der Minister der auswärtigen Angelegen- | heiteu im Senat. Schreiben aus Brüssel. (Resultate der | "dg bi wegen des Komplottes; die jüngsten Verhandlungen | |

m Senat.) Deutsche Bundesstaaten. Schreiben aus Dresden. (Volks- zählung ; gemischte Ehen.) Otsterreich. Wien. Erfindung künstlicher Gelenke durh D-

Wattmann, Pesth, Antrag auf Abschaffung der Todes - b. | Gesichtspunkten; weiter lehrt uns eure Declaration nichts, und |

Prügelürafe in Ungarn.

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Herr von Salvandy beharrt ei seinem Verlangen.)

Vereinigte Staaten vou Nord-Amerika. Fortseßung der Bot- schaft. Besorgniß vor dem neuen Ie dew: Anti

Inland. Berlin. Vertrag mit Waldeck, den Anschluß des Für- flenthums Tame! an den Zoll-Verein betreffend. Köln. An- | erkennung literarischen Verdienstes.

was sie uns lehrt, das war schon aller Welt bekannt.“

Der Moniteur parisien bestätigt die gestern von der Presse gegebene Nachricht in folgender Weise: „Jn dem Augen: bli>e, wo der General-Lieutenant Bugeaud sich anschi>te, die Reise

nußen, empfing er von einem der Punkte des feiner Verwaltung | Unterworfenen Gebietes wichtige Nachrichten, die seine Anwesen: | heit auf jenem Punkte nothwendig machen können; er hat daher | für den Augenbli> auf die Benußung seines Urlaubs verzichtén | müssen.“ Der Conskitutionnel bemerkt über eben diesen Gegenstand: „Der General Bugeaud soll in der That dem Ge- neral von Rumigny erklärt haben, daß er fúr jeßt nicht beabsich- tige, von seinem Urlaube Gebrauch zu machen. Man fügt hin: h daß der General - Gouverneur von seiner interimistischen Er- eßung durch Herrn von Rumigny nicht eher etwas gewußt habe, als bis derselbe in Algier eingetroffen sey. Der General Bu- geaud soll sehr erskaunt darüber gewesen seyn, daß man ihn über

L L E S ——————————————————————————

Amtliche Uachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht, den Bürgermeister, Freiherrn von Montign y, zu Bracht, zum Land- rath des Kreises Malmedy, im Regierungs:Bezirk Aacben, zu er:

nennen.

re Königl. Hoheit die Großherzogin von Me>len- burg Schwerin und Höchstderen Tochter Jhre Hoheit die Herzogia Louise sind von Schwerin hier eingetroffen und auf dem. Schlosse in, den. für Höchstdieselben in Bereit- schaft geseßten Zimmern abgestiegen. Se. Königl. Hoheit der d L) und Se, Hoheit der Herzog Georg von Me>lenburg- Streliß sind von Neu-Streliß hier eingetroffen.

auf fordere habe, tapferen Generale zu bezeichnen, welche sich seit längerer Zeit in Afrika befinden und die Verhältnisse genau bene N Der Moniteur Al Togeobelehl des General $ eigt, daß diejenigen Soldaten, die nah Beendigung ihrer Diensk- e sich als. Kolonisten in Algier niederlassen E den Bor; zug vor den Civil: Kolonisten haben soliten. Er fordert die betref- fenden Militairs auf, ihre Gesuche în dieser Hinsicht so bald als möglich einzureichen. Wai B ev N Ti, dert Iolgenken Artikel: „Herr Odi- E at gegen seine Freunde di i i zte wee tine Bes Ls fru n Anras | Serrommen, nat den erien Debuen dee Kammer eien Vor ohe Stlit y RaE ag einzureichen, oder zu unterstüßen, durch welchen diejenigen träge Unter t ch 20 Geseß Me enthält : die Ver: Büraschatten fúr die Presse wieder s 4 mas EE r, 2220, zwischen Preußen und in Vertretung der übrigen Mitglieder des Zoll- und Handels-Vereins einerseits und Walde> andererseits, den Anschluß des Fürsten: thums Pyrmont an das Zoll-System Preußens und der übrigen Staaten des Zoll-Vereins betreffend; und « 2221, zwischen Preußen und Walde>, wegen der Beskeue- rung innerer Erzeugnisse und wegen des Salz-Debits im Fürstenthum Pyrmont. Berlin, den 5. Januar 1842. Debits-Comtoir der Geseß-Sammlung.

doppelte Weise, durch gewisse Bestimmungen der September - Ge- seße und durch die neuerliche unerwartete Anwendung des Geseßes vom 17. Mai 1819, gesägedee worden sind.“ Hierzu bemerkt der Moniteur parisien: „Das Siècle sag: nicht Alles, was

densten Fractionen der Opposition zusammengesestes Comité von Deputirten sih der Prúfung der Refe Mia TA habe welche in die September : Geseze und in das Geseß vom Jahre 1819 eingeführt werden sollen, Dieses Comité bestehr aus Herrn Berryer von der äußersten Rechten, den Herren Mauguin und Dupont de l’Eure von der äußersten Linken , Herrn Odilon Barrot von der dynastischen Linken und Herrn Billot von der Fraction R A Centrums, welche das Kabinet vom 1. Mârz unter- ___ Die Oppositions-Journale berechnen, daß sich unter der Ma- (N) die Herrn Sauzet zum Präsidenten Lr at, 95 N FRRDE, Ms i A L deren nur 13 zähle.

) rolt enthalt Folgendes: „Jn Folge der neuer - ständnisse der Verurtheilten wurde ein B Se Sue NE mens Dauer, verhaftet, in dessen Wohnung man 300 kommu-: nistische Broshuren mit Deutschem und Beschlag nahm, Ferner fand man bei Bauer eine weitläufige B Arrespenbent, woraus sich die Verzweigungen zwischen den ge- heimen Gese schaften in Franfreich und in Deutschland, besonders

in Baden, i in- i DA d, G 4 Nen und in den Rhein-Provinzen, ergeben sollen.“

ist heute allgemein verbreitet. MARIN A j

_Der Erzbischof von Tours, Herr von 5 ; ; einigen Tagen in jener Stadt mit Tode “Bev orciqagl M

| | es weiß; es hâtte hinzufügen fönnen, daß ein aus den verschie- | |

Abgereist: Der General-Major in der Suite Sr, Majestät des Königs, von Rauch, nah St. Petersburg. M

E ———————————

Zeitungs -Uachrichten. Ausland. Frankreich.

Deputirten-Kammer. Sißung vom 29. Dezember. (Náächtrag.) Das Skrutinium für die Ernennung der Secre- taîre ergab folgendes Resultät :

Zahl der Stimmenden .…. 287. Absolute Majorität 144. err Galos erhielt... 178 Stimmen. r S d'Anglas.………... 169 « 4 e L A EEGE I A 137 « # ( err von Sivry.............. 120 « de! GOris 30, Dez, Die Ernennung der Vice- Präsi: e Bet Herren Galos und Boissi denten der Deputirten-Kammer ist ebenfalls entschieden zu e

d’Anglas hatten die nd-W / thige Stimmenzahl erhalten und wurden Dle ate e 2 u sten des Ministeriums ausgefallen, und in Bezug auf diesen Punkt,

tairen proklamirt, Morgen wird zu einem | geschrittén werden, 9 z zweiten Skrutiniunt

obwohl er weniger wichtig ist, als die Wahl d ge „il, als d es fich die ministerielle Majorität ziemlich Veacid, Cent j T die Kräfte der Opposition, die für Herrn Vivien. Sigtung vom 30. Dezember. Das heute erbffnetzs Aber di i u d Cn eier erer) «b vg fär die Ernennung der Sitte ergab fol #1 Barrot E: die unbestimmte ertagung der Hoffnungen des ehe: ahl der Stimmenden .…. 286 gi] maligen Conseils-Präsidenten. Man begreift eigentlich nicht recht, Abioluee Majorität.…….. 144. wle die Opposition bei der Präsidenten-Wahl Herrn Barrot nur err von LÉspée erhielt 150 Sti 15 Stimmen eben fonnte. Dies war ein eben so falsches als E H aa dean O Men A (Prets Eee Es war zwar in den vorbereitenden Ver- p E . 117 « von LmaEtiGe bea f

Ra R ee von sie ihre Stimmen Herrn werdem Bel Abgang der Post wor ‘in Balloitcamtb geri, Diese unglaubli$e Vorsiche hat dem Chef der Opposition, Heren nium zroisch  * SLUls arrot, nur 45 Stimmen übrig gelassen. i

zroise e den Herren Havin und Lanyer erdffffnet. F Herr Barrot hat sich übrigens 4 s Partei-Chef immer etwas Paris, 30, Dez. Dâs Journal des Débats sagt mit® s<wa<h bewiesen, obgleich er das stärkste Mitglied der gegenwär:

Hinweisung auf die Erklärung der 16 Oppositions - Journale F und von Stufe zu Stufe gefallen, bis in den Schoß des Herrn

Ist es |

nach Frankreih anzutreten und den ihm bewilligten Urlaub zu be- |

eine so wichtige Wahl gar nicht zu Rathe gezogen und ihn nicht | zu seinem interimistishen Nachfolger einen der |

erien vom Uten d. enthält einen ugeaud, worin derselbe der Armee an: |

verlangt werden, welche auf

ranzósischem Texte in |

e <ht don der Abberufung des Herrn von Salvandy | (Vergleiche unten Schreiben aus |

Ustiz-Minister, stimmte, vollzähliger, als am Di | mstand selbst zeigt die Schwäche der Partei Thiers: |

tigen Opposition is. Seit zehn Fee ist er beständig gesunken | bffentlichen Mißbräuche zu

| Thiers, Herr Barrot hat das Talent, über die gewdöbnlicbsten | Dinge die schönsten Reden zu halten; er besißt alle Ciaeéerien | eines Rhetors ; seine Hauptstudien beschränken sich auf die Hal: | fung seines Körpers und auf die Biegungen seiner Stimme. | Wenn man seine Reden im Moniteur lie , #0 findet man darin mehr Phrasen, als Gedanken und haltbare rinzipien. Herr | Barrot fennt sehr wohl das Reglement der Kammer und den | Mechanismus der Tribüne, aber er is weder ein Staatsmann, | noch ein echter Redner, und die Opposition ist unter seiner Leitung | fast zu einer vélligen Nullität herabgesunken, obgleich Herr Thiers | ihm seine Unterst ßung zu leihen scheint. | ‘5408 Einfluß des ehemaligen Präsidenten des 1. März ist, | wie wir dies bereits früher erwähnten, sehr unbedeutend gewor: | den, und seine Unzulänglichkeit is in diesem Augenbli> besser dar: | gethan, als jemals; ohne auf ostensible Weise bei der Präsiden: | ten- Wahl einzuschreiten, hat er doch die Seinigen um sich ver: sammelt, um ihnen das Losungswort zu geben, und diese verbor- gene Thätigkeit hat pur seine Ohnmacht enthüllt.

__ Gestern glaubten wir noch, daß die Majorität dem Ministe- | rium entgehen fönne. Ohne gänzlich auf diese Meinung zu ver- | zichten, ist dieselbe durch die Wahl der Vice-Präsidenten doch mo- difizirt worden, und wir glauben in der Kammer eine Art von | Mattigkeit und Gleichgültigkeit wahrzunehmen, die dem Kabinet | zum ortheil gereichen werden und seine Exiskenz wohl verlängern | konnten, Die ‘Partei Passy -: Dufaure scheint Übrigens vorl ufig | sih dem Ministerium anschließen zu wollen. Wir sagen „vor: läufig“, denn die Anträge der Herren Ganneron und Ducos

könnten ihre Gesinnungen vielleicht ändern, wenn Herr Guizot je- des Zugeständniß zurü>zuweisen entschlossen isf, Vor einem Mo- | nat oder sehs Wochen war der Minister der auswärtigen Ange: | legenheiten nahe daran, in die Aufnahme der Kapazitäten unter | die Wähler zu willigen; seitdem er aber sieht, daß der Stand der Angelegenheiten nicht so verzweifelt is, wie man glauben mochte, | redet er zu seinem Syskem des unbeweglichen Konservatismus j . | Man spricht seit geskern ernstlih von der Rütehr des

von Salvandy. Die © ournale der Grânze geben E Lee positive Thatsache, und einige Blätter der Fette betrachten | dieselbe als ein sehr ernstes Ereigniß. Die Gefahr eines Bruches

scheint uns jedo< nicht nahe bevorzustehea, und der Regent wird

Veo. “Ret M L eR Segecstandes und in einer Sache, e aum auf seiner Seite i i nicht freien May Au zu seyn scheint, seinem Groll | Man erwartet no< immer eine Milderung der | Quenisset, Brazier und Colombier; -amentidt für E | scheint sie außer allem Zweifel zu seyn, Die beiden Lebten ha- | ben Aussagen gemacht, die von Wichtigkeit zu seyn scheinen, und | die Znstructions : Kemmission hat sich bereits mehrmals versam: | melt, um sie entgegenzunehmen. Es haben auch einige neue Ver: haftungen stattgefunden, allein Alles geschieht so geheim, daß die os dieses Supplements der Jnftruction durchaus unbekannt en.

| T7 Paris, 30. Dez. Die heutige Phalange ent | die Demonstration der Presse gegen Augen V aRE | hofes einen vortrefflichen Artikel, aus dem ich mich nicht enthalz | ten kann, Jhnen einige Stellen mitzutheilen. „Die furchtbare | „Protestation“ der „Unabhängigen Presse“, sagt die Phalange „hat sich unvermuthet in eine sanftmüthige und einfache „Erflä: | rung” verwandelt. Mit Ausnahme einiger kleinen Declamacionen | Und einiger kleinen Lügen, mit denen man sie (aus Respekt vor dem Herkommen und vor den couleurs du genre) geschmúd>t hat, | ist sle so ehrbar und so nichtssagend, daß sie den Journalisten zum MaDLes Lier dienen kann, deren Aufgabe es is, ihre Oberen jutellen.“ Opposition ohne Heftigkeit und ohne Jdeen zufrieden- | „Die Mäßigung is an sich eine vortreffliche Sache; aber die Mäßigung der „Unabhängigen“ hot einen besonderen r O der | ihrem Verdienste etwas Eintrag thut. Die Erklärung der Jour- | nale verrâth große Schwäche; man merkt ihr mit einem Worte die Furcht an. Das entstellt sie. Wenn die Mäßigung eine | Wirkung der Vernunft is, wenn sie sich auf den Muth und auf | das gute Recht stüßt, alsdann if sie hôchst achtungswerth und | verdient, Einfluß zu üben. Aber wenn sie von der Furcht einge: eben wird, wenn Bramarbasse, die gewohnt sind, Lärm zu machen, ich feierli versammeln, um eine Kriegs-Erklärung abzufassen, | alsdann verliert die Mäßigung ihre Würde. És iff trau- | rig, daß ein Dokument, welches von den sechzehn Mäch: ten ausgearbeitet is, die, wie sie sagen, den großen Kongreß der ANapangigen Presse in Frankreich bilden, es if traurig, daß ein | solches Dokument Anlaß zu Betrachtungen dieser Art giebt. Nun, man hat gethan, was man gekonnt hat. Die Auguren haben si | versammelt, sie haben sich einander aufgerufen, sie haben sich tued | die Erinnerung an die Zeit erhißt, wo ihre Orakfel Macht und | Einfluß hatten; als aber die armen Leute einander ins Gesicht gesehen haben, da sind sie sich ihrer Ohnmacht bewußt geworden, ihr erborgtes Feuer ist erloschen, das Gefühl ihrer Nichtigkeit hat | fle zu Boden gedrú>t, und der denkwürdige Kongreß hat mit | einem Fiasfo geendigt, dessen Lächerlichkeit jede der unterzeichnen: | den Parteien fbr gut einsehen wird.“ i Die Phalange nennt das Manifest vom 26. Dezember die | Karrifatur der berúhmten Protestation gegen die Uli : Ordon: | Rae und sie fragt ironis<, ob etwa diese ganze Bals eine

Rache der Gazette de France und der Quotidienn

| die Presse sey, welche vor elf Jahren den Thron der Bou N gestürzt? Schließlich untersucht die Phalange die Gültigkeit der Ansprüche des Oppositions: Journalismus auf den Titel der „unabhängigen Presse.“ „Diese Art der Unabhängigkeit“, sagt sie „ist Fein großes Heldenthum in einem Lande, wo A N o ne die mindeste Gefahr die Staatsgewalt nach Lust und Belieben fritisiren kann. Ehemals, zur Zeit der Basftille und dex letires de cachet, als Niemand die Stimme gegen die

| he | ( erheben wagte, | die Kritik allerdings ihren Ruhm, wie fie ihre Gepals 7H